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Nummer 187 – 67. Jahrgang

Mo. –Do. 1,30 EUR, Fr.u.Sa. 1,50 EUR

Montag, 13. August 2012

MITTELHESSISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG

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Heute mit

Sport

vom

Wochenende

Vorgehen in Euro-Krise

Kontroverse

um mögliche

Volksabstimmung

Politik –Seite 2

Evangelisches Krankenhaus

Künftiges Hospiz stand

im Vordergrund beim

Tagder offenenTür

Stadt Gießen –Seite 5

Südafrikas Vorzeigeband

Freshlyground

verbreitet gute Laune

auf Schloss Vollrads

Kultur –Seite 9

Am Sonntagmittag

Feuerwehr räumte aus

Angstvor Gasexplosion

Häuser in Frankenbach

Kreis Gießen –Seite 13

Fußball-Supercup

Bayern München

2:1-Sieger gegen

Borussia Dortmund

Sport –Seite 31

Romney ernennt

Ryan zu seinem Vize

Spiele in London beendet

US-Präsidentschaftskandidat tritt mit 42-Jährigem gegen Obama an

Charlotte (AFP). Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Mitt

Romney, will mit seinem frisch ernannten Vizekandidaten Paul Ryan den »Amerikanischen

Traum retten«. Unter diesem Motto begannen die beiden Politiker ihre erste große Wahlkampftour,

nachdem Romney den 42-jährigen Abgeordneten am Samstag zu seinem »running

mate« gemacht hatte. Einen ersten Schlagabtausch mit den Demokraten gab esüber die

Wirtschaftspolitik.

Schwere Erdbeben

erschüttern den Iran

Teheran (dpa). Nach zwei schweren Erdbeben

im Nordwesten Irans sind bisher

227 Menschen tot geborgen worden. Mehr als

1380 weitere Menschen seien verletzt, erklärte

Innenminister Mohammad Najar am

Sonntag. In einigen Dörfern der Umgebung

werden noch zahlreiche Menschen unter den

Trümmern vermisst. In der nordwestiranischen

Provinz Aserbaidschan wurden am

Samstag mehr als 100 Dörfer von den Beben

erschüttert. US-Geologen gaben deren Stärke

mit 6,3 und 6,4 an. Der Iran gehört zueiner

der geologisch unruhigsten Erdbebenzonen

der Welt. Die Bundesforschungsanstalt

für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

in Hannover registrierte zahlreiche Nachbeben.

Über die nächsten Monate sei mit weiteren

zu rechnen, teilte BGR-Seismologe

Ulrich Wegler mit. Ihm zufolge verursachte

die nahe gelegene Nord-Täbris-Verwerfungszone

schon in der Vergangenheit starke Erdbeben.

(Aus aller Welt)

AUS DEM INHALT

WETTER

Viel Sonne, bis 27 Grad


Pinnwand mit Gießen-Info 10–11

Kultur 9

Fernsehen 21

Wetter ·Roman ·Unterhaltung 44

MITTAGSTISCH 8

FAMILIENANZEIGEN 22

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Romney verkündete

seine Entscheidung, mit

Ryan an seiner Seite in

den Wahlkampf gegen

US-Präsident Barack

Obama zu ziehen, vor

der Kulisse des ehemaligen

Kriegsschiffs

»USS Wisconsin« in

Norfolk im Bundesstaat

Virginia. Bereits kurz

zuvor hatte sein Wahlkampfteam

Paul Ryan

die Ernen-

nung Ryans zum Vizekandidaten

bekannt gegeben. »Romney-Ryan

ist das republikanische Gespann«, hieß es in

einer Erklärung. Ryan kommt aus dem Bundesstaat

Wisconsin und ist Vorsitzender des

Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses.

Der Politiker, der mit 28 Jahren erstmals

in das Abgeordnetenhaus gewählt worden

war, machte vor allem mit seinem radikalen

Sparkurs Schlagzeilen. So steht er hinter

einem vom Repräsentantenhaus im März beschlossenen

Haushaltsplan, der Einsparungen

in Höhe von rund fünf Billionen Dollar (etwa

vier Billionen Euro) binnen zehn Jahren vorsieht.

Der Plan hat jedoch keine Chance, den

demokratisch dominierten Senat zu passieren.

In seiner ersten Rede als Vizekandidat

schlug Ryan patriotische Töne an. »Wir werden

die Größe dieses Landes wiederherstellen«,

sagte er in Norfolk. »Es ist absolut existenziell,

dass wir den geeigneten Mann wählen,

um Amerika zu Größe und Wohlstand zurückzuführen.«

Hohe Arbeitslosigkeit, sinkende

Einkommen und erdrückende Schulden

seien das Ergebnis »fehlgeleiteter Politik«

der amtierenden Regierung. Die Entscheidung

über den republikanischen Vizekandidaten

war von den Wählern in den USA

mit Spannung erwartet worden. (Seite 4)

Machtkampf in Ägypten

Mursi baut Militärspitze um –Verteidigungsminister und Stabschef entlassen

Kairo (Reuters/dpa/AFP). Der ägyptische

Präsident Mohammed Mursi hat überraschend

die Militärspitze des Landes umgebaut

und damit seine Macht gefestigt. Mursis

Sprecher erklärte am Sonntag, der Verteidigungsminister

und Armeechef Hussein Tantawi

sowie der Stabschef Sami Enan seien

mit sofortiger Wirkung von ihren Posten entbunden.

Zudem habe der ehemalige Muslimbruder

Mursi einen Verfassungserlass des Militärs

vom Juni für nichtig erklärt, der die

Macht des Präsidenten

beschneiden

sollte. General Mohammed

al-Assar,

ein Mitglied des Militärrates,

sagte der

Nachrichtenagentur

Reuters, die Personalentscheidungen

seien mit der Armee

abgesprochen.

Nach dem Sturz

von Präsident Husni

Mubarak vor 18Monaten

hatte das Militär

die Macht

Präsident Mohamed Mursi (M) mit Hussein

Tantawi (l. )und Sami Enan. (Reuters)

Zum Abschluss der Olympischen Spiele gab eseine farbenfrohe Feier in London.

übernommen. Diese Übergangsregierung

wurde von Tantawi geleitet. Er hatte Mubarak

20 Jahre als Minister gedient. Zum

Nachfolger Tantawis an der Spitze der

Streitkräfte bestellte Mursi Feldmarschall

Abdel Fattah al-Sisi. Al-Sisi legte gleich den

Amtseid ab. Außerdem ernannte Mursi zum

ersten Mal seit seiner Amtseinführung Ende

Juni mit Mahmud Mekki einen Vizepräsidenten,

der umgehend vereidigt wurde.

Bei neuen Kämpfen im Norden der Sinai-

Halbinsel sind mindestens

sechs Menschen

getötet worden.

Das Staatsfernsehen

berichtete am

Sonntag von neun

Toten durch einen

Einsatz bei al-

Dschura, aus Sicherheitskreisen

war aber

anschließend zu erfahren,

drei Soldaten

seien bei einem Autounfall

und nicht im

Gefecht ums Leben

gekommen.

SPD ruft nach Justiz

Parteivorsitzender Gabriel: Organisierte Kriminalität in Schweizer Banken

Berlin (dpa). SPD-Chef Sigmar Gabriel

verlangt ein Einschreiten der Justiz gegen

Schweizer Banken, die Deutschen beim

Steuerbetrug helfen. »Hier reden wir über

organisierte Kriminalität inSchweizer Banken

inDeutschland«, sagte er am Sonntag im

Deutschlandfunk. Ihn ärgere, dass nicht einmal

eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft

am Finanzplatz Frankfurt gegründet werde,

wo Schweizer Institute vertreten sind. Auch

der Generalbundesanwalt könne ermitteln.

Der Streit um den Kauf von CDs mit Kontodaten

eidgenössischer Banken und das beiderseitige

Steuerabkommen schwelt unterdessen

weiter. Die Regierung in Bern hat

nach eigenen Angaben »keine Anzeichen« für

ein Weiterverschieben von Schwarzgeld.

Gabriel sagte, Deutschland solle sich an

den USA orientieren: »Die haben schlicht

und ergreifend Schweizer Banken mit Strafverfolgung

bedroht. Warum trauen wir uns

das eigentlich nicht?« Der SPD-Chef verteidigte

den Kauf neuer Kontodaten durch das

rot-grün regierte Nordrhein-Westfalen. Auch

der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider

nannte das »absolut legitim«, solange es

kein gültiges Steuerabkommen gebe. FDP-

Fraktionschef Rainer Brüderle sagte dagegen

der »Rheinischen Post« (Samstag): »Steuerflucht

ist kein Kavaliersdelikt, der Kauf von

gestohlenen Daten durch den Staat ist aber

auch nicht sauber.«

Die SPD kritisierte erneut das von Bundesfinanzminister

Wolfgang Schäuble (CDU)

ausgehandelte Steuerabkommen mit der

Schweiz. Problematisch sei, dass »es die

Steuerhinterziehung legalisiert und so viel

Zeit schafft für Steuerhinterzieher, ihr Geld

woanders hin zu schaffen, dass es am Ende

unwirksam ist«, sagte Gabriel. Das Abkommen

soll ab 2013 gelten. Im Bundesrat gibt es

aber bisher keine Mehrheit dafür.

(dpa)

London (dpa). Im Londoner Olympiastadion

wurden gestern mit einer großen

Abschlussfeier die XXX. Olympischen

Spiele beendet. Nach 16Wettkampftagen

mit 302 Entscheidungen ist das olympische

Feuer erloschen. An den Spielen in Großbritannien

hatten Sportler aus 204 Ländern

teilgenommen. Am Samstag hatten

die deutschen Hockey-Herren ihren Goldtraum

wahrgemacht und mit einem 2:1 gegen

die Niederlande den vierten Olympiasieg

gefeiert. Mountainbikerin Sabine

Spitz holte am letzten Wochenende der

Spiele Silber. Mit elfmal Gold, 19-mal Silber

und 14-mal Bronze belegte das deutsche

Team Rang sechs der Länderwertung.

Spitzenreiter der Medaillenwertung wurden

die USA mit 46-mal Gold. (Sport)

USA und Türkei wollen

Druck auf Assad erhöhen

Istanbul/Damaskus (dpa). Partnerschaft

gegen Assad: Mit verstärkter Zusammenarbeit

wollen Washington und Ankara

den Sturz des syrischen Präsidenten Baschar

al-Assad beschleunigen. »Niemand kann sagen,

wann das Regime (in Damaskus) fallen

wird, aber der Tag wird kommen«, sagte US-

Außenministerin Clinton am Samstag in Istanbul.

Auf eine mögliche Flugverbotszone

in Syrien angesprochen, wollte sie sich nicht

konkret äußern. Dies bedürfe einer genauen

Analyse. Die Kämpfe in der nordsyrischen

Metropole Aleppo weiten sich indes aus.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle

(FDP) warnt trotz der Eskalation des Bürgerkriegs

in Syrien vor einem militärischen

Eingreifen. »Denn eine militärische Intervention

würde die Probleme eher vergrößern als

verkleinern, weil dann ein Flächenbrand

droht«, sagte er der »Bild am Sonntag«.

»Schlag gegen Teheran

noch vor US-Wahl«

Tel Aviv (dpa). Israel erwägt nach Medienberichten

einen militärischen Alleingang

gegen das iranische Atomprogramm noch vor

der US-Präsidentenwahl im November. Ministerpräsident

Benjamin Netanjahu und

Verteidigungsminister Ehud Barak hätten einen

solchen Entschluss schon »fast endgültig«

gefasst, berichtete die Zeitung »Times of

Israel« am Samstag unter Berufung auf einen

TV-Bericht. Netanjahu misstraue der

Zusicherung von US-Präsident Barack Obama,

Amerika werde eine iranische Atombombe

notfalls militärisch verhindern. Offizielle

Stellungnahmen gab es nicht.

Kassenchef fordert

Aus für Praxisgebühr

Berlin (dpa). Der Chef der Techniker

Krankenkasse, Jens Baas, fordert die

vollständige Abschaffung der Praxisgebühr.

»Krankenkassen und Gesundheitsfonds

stehen derzeit finanziell sehr gut

da. Es gibt keinen Grund, den Kranken

sinnlos in die Tasche zu greifen«, sagte er

der »Bild am Sonntag«. Außerdem verhindere

die Praxisgebühr keine unnötigen

Arztbesuche und steuere Patientenströme

nicht. »Sie ist schlicht ein Ärgernis

–für Kranke und für Ärzte.«


Montag, 13. August 2012 Politik

Nummer 187 -Seite 2

Putin plant

kräftige Aufrüstung

Moskau (Reuters). Russland will sein Militär

mit 1600 neuen Flugzeugen und Hubschraubern

aufrüsten. Es gehe in erster Linie

darum, die Streitkräfte mit der modernsten

Technik auszustatten, sagte Präsident Wladimir

Putin am Samstag bei einer Flugshow

zum 100-jährigen Bestehen der russischen

Luftwaffe in der Nähe von Moskau. Zudem

würden aber auch die alten Maschinen modernisiert.

Die bis 2020 geplante Neuanschaffung

von 1000 Flugzeugen und 600 Hubschraubern

ist Teil eines umgerechnet rund

585 Milliarden Euro schweren Rüstungsprogramms

zur Modernisierung der Armee, der

noch immer die Sparmaßnahmen nach dem

Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang

der 1990er Jahre zuschaffen machen. Putin

arbeitet seit seiner ersten Wahl im Jahr

2000 daran, Russlands angeschlagenes

Selbstverständnis als Weltmacht wieder zu

stärken. Im zurückliegenden Wahlkampf begründete

der frühere Geheimdienstoffizier

die Rüstungspläne damit, Russland vorVersuchen

aus dem Ausland zu schützen, in unmittelbarer

Nachbarschaft Kriege zu schüren.

FDP für Stopp der

Ökoenergie-Förderung

Berlin (dpa). Die FDP will die bisherige

Ökostromförderung stoppen und damit den

drohenden Anstieg der Strompreise bremsen.

Nordrhein-Westfalens FDP-Vorsitzender

Christian Lindner forderte, das Erneuerbare-

Energien-Gesetz abzuschaffen. »Ich bin dafür,

dass wir im Herbst konkret über ein

Ausstiegsgesetz nachdenken«, sagte Lindner

der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei ein

marktwirtschaftliches System, bei dem Effizienz

und Kosten ins Zentrum der Energiewende

rückten. FDP-Chef Philipp Rösler

sagte: »Wir brauchen bei den erneuerbaren

Energien nicht nur eine Kürzung der Fördersätze,

sondern ein neues System.«

Wulff vernommen

Hannover (dpa). Die Staatsanwaltschaft

hat Ex-Bundespräsident Christian Wulff zu

den Bestechlichkeitsvorwürfen gegen seinen

ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker vernommen.

Zu Einzelheiten werde sich die Anklagebehörde

nicht äußern, sagte ein Sprecher

der Staatsanwaltschaft in Hannover. Nach

Informationen des Nachrichtenmagazins »Focus«

haben die Ermittler Wulff knapp drei

Stunden lang zu drei Lobbyisten-Partys befragt,

bei denen der damalige niedersächsische

Ministerpräsident Schirmherr war.

Kremlchef Wladimir Putin (r.) beobachtet am Samstag eine Flugshow der russischen Luftstreitkräfte.

(dpa)

Kontroverse um Volksabstimmung

Innerhalb der Koalition herrscht Uneinigkeit über Referendum –SPD und Grüne befürworten überarbeitetes Grundgesetz

De Maizière sagte dem »Tagesspiegel«

(Sonntag): »Bevor wir das Volk über ein neues

Grundgesetz abstimmen lassen, müssen

wir doch erst einmal in Europa die Verträge

ändern. Auf den Finanzmärkten haben solche

Debatten negative Auswirkungen, weil

sie Erwartungen wecken, die nicht sofort erfüllt

werden.«

Ablehnend äußerte sich auch Arbeitsministerin

Ursula von der Leyen (CDU) in der Zeitung:

»Wir sollten unsere weise und kostbare

Verfassung nicht mal so eben infrage stellen.«

Außenminister Guido Westerwelle (FDP)

befürwortete eine Volksabstimmung in

Deutschland über die künftige Ausgestaltung

der Europäischen Union. Der CSU-Vorsitzende

Horst Seehofer benannte in der

Anschlagsserie

in Kabul verhindert

Kabul (AFP). Die NATO und örtliche Sicherheitskräfte

haben nach eigenen Angaben

eine geplante Anschlagsserie in der afghanischen

Hauptstadt Kabul verhindert. In der

Nacht zum Sonntag seien fünf Aufständische

festgenommen und große Mengen Sprengstoff

und Munition beschlagnahmt worden,

erklärte die Afghanistan-Truppe ISAF. Unterdessen

hat hat ein vermeintlicher Verbündeter

drei Soldaten der Internationalen

Schutztruppe ISAF getötet. Die NATO-geführte

ISAF teilte am Samstag mit, zu dem

Angriff sei es am Vortag gekommen.

»Welt am Sonntag« drei Themen, zu denen

das Volk befragt werden müsse: »Erstens: bei

der Übertragung von wesentlichen Kompetenzen

nach Brüssel. Zweitens: vor der Aufnahme

weiterer Staaten in die Europäische

Union. Und drittens: über finanzielle deutsche

Hilfen für andere EU-Staaten.« Als Beispiele

nannte der bayerische Ministerpräsident

Eurobonds und einen Schuldentilgungsfonds.

SPD-Chef Gabriel sagte im Deutschlandfunk,

man müsse vor einer Volksabstimmung

die Bürger überzeugen. Gabriel betonte, eine

Grundgesetzänderung sei bei einer Übertragung

von mehr Zuständigkeiten auf die EU

als Reaktion auf die Euro-Krise zwingend:

»Wenn man den Weggehen will zu einer gemeinsamen

Finanz- und Steuerpolitik, dann

Auch Stiftung in der Kritik

Minister Bahr will nach Organspende-Skandal DSO untersuchen lassen

Berlin (dpa). Eine mögliche Volksabstimmung über ein geändertes

Grundgesetz im Zuge der Euro-Krise entzweit die politischen Lager.

Auch innerhalb der schwarz-gelben Koalition herrscht Uneinigkeit

über ein Referendum zur Übertragung von mehr Kompetenzen auf die

EU.Während Finanzminister Wolfgang Schäuble das Thema vor wenigen

Wochen selbst aufbrachte, warnte Verteidigungsminister Thomas

de Maizière (beide CDU) am Wochenende davor, darüber auch nur zu

spekulieren. Die Vorsitzenden von SPD und Grünen, Sigmar Gabriel

und Claudia Roth, sprachen sich klar dafür aus, ein überarbeitetes

Grundgesetz den Bürgern zur Abstimmung vorzulegen.

Trittin erklärt

seine Kandidatur

Berlin (AFP). Der zweite Bewerber für

die Spitzenkandidatur der Grünen im

Bundestagswahlkampf steht fest: Nach

Parteichefin Claudia Roth erklärte am Wochenende

der Fraktionsvorsitzende Jürgen

Trittin seine Kandidatur. Die Grünen wollen

mit einer Doppelspitze indie Wahl gehen

– mindestens ein Bewerber soll eine

Frau sein. »Ich trete an und möchte einer

der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis90/Die

Grünen sein«, sagte Trittin dem

»Spiegel«. Er weigerte sich aber zu sagen,

mit wem eramliebsten zusammenarbeiten

würde. »Mit allen Frauen, über deren Kandidatur

bisher spekuliert wird, kann ich

gut zusammenarbeiten.« Diese drei sind

Roth, Bundestagsvizepräsidentin Katrin

Göring-Eckardt und die Berliner Fraktionschefin

Renate Künast. (Seite 4)

geht das in Deutschland nur durch eine Änderung

der Verfassung.« Die Grünen-Vorsitzende

Claudia Roth erläuterte in der »Welt

am Sonntag«, nötig sei ein europäischer

Konvent, in dem über eine neue Verfasstheit

der Europäischen Union debattiert werden

könne. »Eine daraus folgende notwendige

Grundgesetzänderung müsste natürlich in

einer Volksabstimmung entschieden werden.«

Gabriel hat zudem den Kurs von Kanzlerin

Angela Merkel (CDU) bei der Euro-Rettung

attackiert. Im Vordergrund stehe immer nur

Krisenmanagement, sagte Gabriel im Sommerinterview

des ZDF am Sonntag. »Was

fehlt, ist eine Krisenlösungsstrategie.« Der

SPD-Chef forderte dafür erneut ein Ende der

»Euro-Anarchie« unter den Ländern mit der

Gemeinschaftswährung.

Berlin/München (dpa). Im Organspende-Skandal

gerät auch die Deutschen Stiftung

Organtransplantation (DSO) in die Kritik.

»Auch die DSO muss sich einer kritischen

Überprüfung unterziehen«, sagte Bundesgesundheitsminister

Daniel Bahr (FDP)

der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«.

»Ihre Strukturen müssen weiter verbessert

werden.« Die DSO ist als Koordinierungsstelle

verantwortlich für die Organisation

der Entnahme und Konservierung von

Organen sowie für deren Transport.

Günter Kirste, der medizinische Vorstand

der DSO, sieht die Stiftung jedoch nicht von

dem Skandal betroffen. »Betroffen sind die

Transplantationszentren, die unter Aufsicht

der Länder stehen«, sagte er der Zeitung.

Kirste wies darauf hin, dass es per Gesetz eine

Trennung zwischen Organspende, Verteilung

und Transplantation gebe. »Am Ende

muss eben viel mehr kontrolliert werden, als

es bisher geschehen ist.«

Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer

(CSU) forderte mehr staatliche Kontrolle:

»Wir brauchen bei der Organspende eine

staatliche Aufsicht. Das zeigen die Vorfälle

der jüngsten Zeit, die noch vor wenigen Wochen

undenkbar schienen«, sagte er dem

Blatt. Am 27. August will Gesundheitsminister

Bahr mit Verbandsvertretern mögliche

Änderungen per Richtlinien, Verordnungen

und Gesetze beraten.

Im Organspende-Skandal von Göttingen

und Regensburg hat der Anwalt des Hauptbeschuldigten

derweil alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Albig spricht sich

für Steinmeier aus

Berlin (dpa/AFP). Schleswig-Holsteins

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat

die Debatte um den SPD-Kanzlerkandidaten

erneut angeheizt und sich für Fraktionschef

Frank-Walter Steinmeier ausgesprochen.

»Er wäre ein guter Kanzler für

unser Land«, sagte Albig der »Frankfurter

Allgemeinen Sonntagszeitung«. Steinmeier

mache »eine tolle Arbeit«, sei eine starke

Führungspersönlichkeit und »seit der Zeit

des letzten Wahlkampfs sehr gereift«. Seinem

ehemaligen Chef Peer Steinbrück riet

Albig von der Kandidatur ab. Parteichef

Sigmar Gabriel und der frühere Finanzminister

Peer Steinbrück, die ebenfalls als

mögliche Kandidaten gelten, verteidigten

den Zeitplan, den Herausforderer von

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erst Anfang

2013 zu bestimmen. (Seite 4)

NAMEN + NACHRICHTEN

Musiker wie Udo Jürgens (77), Udo Lindenberg

(66), Marius Müller-Westernhagen

(63) und Peter Maffay (62) setzen

sich für die in Russland wegen Rowdytums

angeklagten Musikerinnen von

Pussy Riot ein. »Die angedrohte Haftstrafe

ist absolut unverhältnismäßig und

keine souveräne Reaktion auf eine kleine

provokative Aktion von drei Punk-

Girls«, sagte Jürgens in der »Bild am

Sonntag«. Lindenberg forderte Russlands

Präsident Wladimir Putin auf, die

Frauen freizulassen. Westernhagen sagte:

»Kunst muss alles hinterfragen. Auch

Staat und Kirche. Werdas nicht respektiert,

ist kein lupenreiner Demokrat.«

Maffay meinte: »Hier entsteht überdeutlich

der Eindruck, dass Künstler mundtot

gemacht werden sollen.« (dpa)

Der schwedische Prinz Carl Philip (33)

ist im südfranzösischen Cannes vor einer

Diskothek von einem

Unbekannten angegriffen

worden. Der

Mann habe Carl Philip

am frühen Samstagmorgen

unprovoziert

geschlagen, teilte am

Sonntag ein Sprecher

des Königshauses in

Stockholm mit. Der

Prinz sei allerdings

unverletzt und werde

seinen Urlaub an der Côte d’Azur fortsetzen.

Carl Philip ist das zweitälteste

Kind von König Carl XVI. Gustaf und

Königin Silvia.

(dpa)

Hannelore Kraft (50), Ministerpräsidentin

von Nordrhein-Westfalen, wünscht

sich eine Maschine, die sie schminkt und

ausgehfertig macht.

Das sagte die SPD-Politikerin

bei der Galashow

»Night of Innovation«

von Thyssen-

Krupp am Freitag in

Essen auf die Frage,

welche Maschine noch

erfunden werden müsse.

Sie selbst sei technikfreundlich

eingestellt

und werde von

ihrem 19-jährigen Sohn Jan auf dem

Laufenden gehalten. Im Internet google

sie oft ihren Namen, um zu sehen, was

Journalisten über sie schreiben, verriet

Kraft in der von Anke Engelke moderierten

Show.

(dpa)

Schwere Vorwürfe

gegen Schlecker

Ehingen (dpa). Die Staatsanwaltschaft

wirft Drogerieunternehmer Anton Schlecker

(Archivfoto von 1999) laut einem »Spiegel«-Bericht

vor, schon Jahre vor der Insolvenz

Teile seines Vermögens

in Sicherheit gebracht

zu haben. Das

berichtet das Nachrichtenmagazin

unter Berufung

auf den Durchsuchungsbeschluss

gegen

Schlecker. Schon als die

Umsätze 2008 und 2009

dramatisch einbrachen,

habe der heute 67-Jährige

erkannt, »dass die

Zahlungsunfähigkeit Anton Schlecker

des Unternehmens

drohte«. Vondieser Zeit an hätten »verdächtige

unentgeltliche Vermögensübertragungen

auf Familienangehörige« begonnen, zitierte

der »Spiegel« aus dem Beschluss. Als Beispiel

werde unter anderem die Übertragung

des Familienanwesens in Ehingen genannt.

Weiter Streit um

Steuer bei Homo-Ehen

Berlin (dpa). Der Streit um eine steuerliche

Gleichbehandlung homosexueller Paare

droht zur Belastung für die schwarz-gelbe

Koalition zu werden. Die FDP drängt die

Union massiv, zügig eine Gleichstellung von

Schwulen und Lesben gegenüber Ehepaaren

bei der Einkommensteuer anzugehen. Vorallem

Finanzminister Wolfgang Schäuble

(CDU) lehnt dies jedoch bislang ab. Die SPD

bekräftigte am Wochenende ihre Forderung,

das Ehegatten-Splitting in eine Förderung

von Familien umzubauen. Dafür zeigten sich

auch CDU-Politiker aufgeschlossen. Hessens

CDU-Fraktionschef Christean Wagner warnte

die Union davor, auf den Kurs anderer

Parteien einzuschwenken.


KURZMELDUNGEN


Zuschussrente – Bundesarbeitsministerin

Ursula von der Leyen

(CDU) hat ihre Pläne zur Zuschussrente

für Geringverdiener verteidigt.

Ohne Zuschussrente müssten

künftig »Zigtausende Menschen

nach einem Arbeitsleben voller

Fleiß und Beitragszahlung direkt

zum Sozialamt«, sagte sie der

»Bild«-Zeitung vom Samstag. Die

SPD will einem Bericht zufolge eine

»Solidar-Rente« für Geringverdiener

in Höhe von 850 Euro monatlich.

(AFP)

Pakistan – Pakistans Luftwaffe

hat nach Angaben aus Sicherheitskreisen

am Samstag mindestens

13 islamistische Rebellen im Nordwesten

des Landes getötet. Mindestens

vier Verstecke der Rebellen im

Distrikt Orakzai seien bei den

Luftangriffen zerstört worden, sagte

ein Vertreter der Sicherheitskräfte,

der nicht namentlich genannt

werden wollte.

(dpa)

Förderung eingestellt – Nach

heftiger Kritik stellt die Regierung

die Förderung von Seminaren ein,

in denen Ärzte im Verkauf umstrittener

individueller Gesundheitsleistungen

(IGeL) an Patienten geschult

werden. Eine »aktiv betriebene

Vermarktung« dieser Leistungen

sei mit den ethischen Grundsätzen

des Ärzteberufs nicht vereinbar,

erklärte das Bundeswirtschaftsministerium

am Samstag in

Berlin.

(AFP)

NSU-Mordserie –Bei der Aufklärung

des Mordes an der Polizistin

Michèle Kiesewetter sind die Ermittler

nach einem »Spiegel«-Bericht

vorangekommen. Kriminaltechniker

hätten auf einer Jogginghose,

die in der Wohnung der Terrorzelle

»Nationalsozialistischer

Untergrund« (NSU) in Zwickau sichergestellt

worden war, Blutspuren

gefunden. Diese gehörten nach

einem DNA-Vergleich eindeutig

Kiesewetter, schreibt das Nachrichtenmagazin.

(dpa)


Montag, 13. August 2012 Hessen ·Bundesländer

Nummer 187 -Seite 3

Häftlinge fliehen

aus Psychiatrie

Hadamar (dpa). Drei Häftlinge sind am

Wochenende aus der Psychiatrie im hessischen

Hadamar getürmt und noch immer auf

der Flucht. Ein Polizeisprecher in Wiesbaden

sagte am Sonntag, es gebe bisher nichts Neues

in dem Fall. Die Männer im Alter von 23,

28 und 30 Jahren waren amfrühen Samstagmorgen

über einen Notbalkon im ersten

Stock der forensischen Klinik entkommen.

Sie saßen nach Angaben der Polizei Limburg

wegen Drogensucht im Maßregelvollzug und

waren wegen Drogenvergehen, Raubes und

räuberischer Erpressung zu mehrjährigen

Haftstrafen verurteilt worden.

Die Männer waren auf einer geschlossenen

Station untergebracht. Als sie flohen, wurde

zwar automatisch Alarm ausgelöst. Das Sicherheitspersonal

habe sie im Dunkeln aber

nicht mehr aufhalten können, berichtete die

Polizei. Das Trio habe die Flucht offensichtlich

gemeinsam geplant. Wahrscheinlich hätten

sich die Männer dann aber getrennt.

Frachter mit Ruderausfall

Lorch (dpa/lhe). Wegen eines Ruderausfalls

ist ein Frachter auf dem Rhein bei

Lorch am Wochenende zwischenzeitlich auf

Grund gelaufen. Das mit rund 1800 Tonnen

Roheisenplatten beladene Schiff sei am

Samstag vom Kurs abgekommen, berichtete

die Wasserschutzpolizei in Rüdesheim. Es

habe einen leichten Wassereinbruch gegeben.

Am Sonntag wurde »Karola« geborgen und

kam mithilfe eines Baggerschiffes und zweier

Schleppboote frei. Der Grund des Unfalls

sei vermutlich eine gebrochene Jochstange

gewesen, berichtete die Polizei. Das 105 Meter

lange Schiff war von Rotterdam nach

Mannheim unterwegs, als es auf Grund lief.

Die Besatzung versuchte daraufhin, das

Wasser nach außen zu pumpen. Verletzte habe

es aber keine gegeben. Das Wasser sei

auch nicht verunreinigt worden.

Hahn: Islam gehört

auch zu Hessen

Frankfurt(dpa/lhe). Der

Islam ist in Hessen nach

Ansicht von Justizminister

Jörg-Uwe Hahn (FDP) inzwischen

ein Bestandteil

des Landes geworden. »Der

Islam gehört auch zu Hessen«,

sagte Hahn dem Hessischen

Rundfunk (hr) laut

Mitteilung vom Samstag – J.-H. Hahn

in Anlehnung an eine Aussage

des damaligen Bundespräsidenten

Christian Wulff. In Hessen soll es nach Einschätzung

von Hahn ab dem Schuljahr 2013/

2014 islamischen Religionsunterricht unter

staatlicher Schulaufsicht geben. Zum Schuljahresbeginn

deutete er an, dass die von

CDU und FDP geplante 105-prozentige Lehrerversorgung

in dieser Wahlperiode möglicherweise

nicht erreicht wird. »Alles steht

unter dem Vorbehalt der Haushaltslage.«

Tödlicher Motorradunfall

Beerfelden/Darmstadt (dpa/lhe). Ein

Motorradfahrer ist am Samstag bei einem

Verkehrsunfall nahe Beerfelden im Odenwaldkreis

tödlich verletzt worden. Der

23-Jährige war mit seiner Maschine auf der

Landstraße 3410 unterwegs, als er aus noch

ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam,

wie die Polizei mitteilte. Er prallte mit

voller Wucht gegen die Haltepfosten der

Leitplanke. Der junge Mann starb noch am

Abend im Krankenhaus.

MATRATZEN-DOMINO –Genau 1150 Menschen haben sich imhessischen Gründau in ihre Matratzen fallen lassen und einen neuen

Weltrekord im»Matratzen-Domino« für das Guinness-Buch der Rekorde aufgestellt. »Alles verlief hundertprozentig korrekt nach unseren

strengen Richtlinien«, sagte die Guinness-Weltrekordrichterin Seyda Subasi-Gemici laut einer Mitteilung vom Sonntag nach dem nur

etwa zwölfminütigen Spektakel. Die 1150 Freiwilligen hatten sich für den Weltrekordversuch mit einer Matratze im Rücken hintereinander

auf einer 2,4 Kilometer langen Strecke rund um ein Möbelhaus postiert.

(dpa)

Sportbund fürchtet

neue GEMA-Gebühren

»Vereine von geplanter Regelung betroffen« –Auch Schausteller in Sorge

Frankfurt(dpa/lhe). Nicht nur Diskotheken, auch Sportvereine müssen nach der Reform

der GEMA-Gebühren bald kräftig draufzahlen. Der Landessportbund Hessen (LSBH) fürchtet

die geplanten neuen Gebühren der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische

Vervielfältigungsrechte. Die GEMA mache keinen Unterschied zwischen ehrenamtlichen

Vereinen und gewinnorientierten Unternehmen, sagte der Leiter des LSBH-Geschäftsbereichs

Vereinsmanagement, Michael Silz, in Frankfurt ineinem Gespräch mit der

Nachrichtenagentur dpa.

Die GEMA , die dafür sorgt, dass Songschreiber

und Komponisten Geld bekommen,

wenn ihre Musik in der Öffentlichkeit gespielt

wird, will die Vielzahl ihrer Tarife vereinheitlichen.

GEMA-Sprecherin Ursula

Goebel gibt zu: »Für 40 Prozent der Veranstalter

wird es teurer werden.« Doch diese

hätten bislang auch zuwenig bezahlt. Weniger

als zehn Prozent der Betreiber würden

künftig wirklich stark belastet –dies seien

vor allem große Diskotheken ab 800 Quadratmetern

Größe und acht Euro Eintritt.

Nach dem Willen der GEMA soll es nur

noch zwei Tarife geben –jenachdem, ob die

Musik live oder vom Tonträger gespielt wird.

Die GEMA will dann einheitlich zehn Prozent

der Eintrittsgelder bekommen. Goebel

sagte, mit gemeinnützigen Organisationen

oder für Brauchtumsveranstaltungen könne

über Rabatte verhandelt werden. Mit dem

Bund Deutscher Karneval (BDK) hat die

GEMA bereits einen ersten Gesamtvertrag

auf Basis der neuen Tarife abgeschlossen.

Auch der Landesverband für Markthandel

und Schausteller Hessen (LMSH) befürchtet

höhere Gebühren. Einzelne Schausteller seien

zwar nicht betroffen, aber die Veranstalter

von Festen könnten die Standgelder wegen

zusätzlicher Kosten anheben, sagte Geschäftsführer

Roger Simak. Er setze aber auf

Matula hängt Lederjacke an den Nagel

300. und letzte Folge von »Ein Fall für zwei« in Wiesbaden gedreht –Etwas Wehmut bei Gärtner

Vo ndpa-Korrespondent Friedemann Kohler (Wiesbaden)

die Gesprächsbereitschaft der GEMA .»Das

Aus von Veranstaltungen kann nicht im Sinne

der GEMA sein.« Zudem habe der Verband

bislang keine Probleme mit der GEMA

gehabt.

Silz betonte, rund 95 Prozent der Vereinsveranstaltungen

seien durch einen vom

Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)

mit der GEMA ausgehandelten Vertrag pauschal

abgegolten. Nach seinen Angaben zahlt

der LSBH dafür eine jährliche Pauschale von

rund 136 000 Euro. Darunter fallen zum Beispiel

Sportkurse mit Musik, nicht aber Vereinsfeste

mit Livemusik und Eintritt.

»Wenn ein Verein Geld verdienen will, dann

muss er zahlen«, sagte Silz. Damit treffe die

von der GEMA angekündigte Änderung der

Gebührenordnung zum neuen Jahr vor allem

größere Feste wie Vereinsfeiern oder Tanzsportveranstaltungen.

»Wir haben größte Bedenken

für größere Veranstaltungen. Die

trifft es empfindlich«, betonte Silz. Ähnlich

äußert sich Goebel: »Wir schauen gezielter

auf Einzelveranstaltungen.« Viele kleine Feiern

mit einem Eintritt zwischen zwei und

fünf Euro könnten dagegen sogar weniger

Gebühren kosten als nach den bisherigen Tarifen.

Dem LSBH als Dachverband der hessischen

Sportvereine gehören rund 7800 Vereine

an.

KURZMELDUNGEN

Sturz aus dem Fenster –Ein drei Jahre alter

Junge ist beim Sturz aus dem zweiten

Stock eines Hauses im osthessischen Bebra

lebensgefährlich verletzt worden. Der Kleine

sei am Samstag auf die Fensterbank geklettert,

dann rund fünfeinhalb Meter in die Tiefe

gestürzt und auf Beton aufgeschlagen, berichtete

die Polizei in Rotenburg. Mit einem

Rettungshubschrauber kam der Junge in eine

Klinik nach Kassel. Hinweise dafür, dass ein

Fremder die Schuld an dem Sturz hat, sieht

die Polizei nicht. »Es ist vermutlich ein tragisches

Unglück«, sagte ein Polizeisprecher in

Fulda. Die Ermittlungen dauerten am Sonntag

noch an.

(dpa)

Tausende bei Harley-Davidson-Treffen –

Trotz Kritik von Naturschützern hat die

Harley-Davidson-Veranstaltung »Friendship

Ride Germany« am Wochenende rund

20000 Biker-Fans auf die Wasserkuppe bei

Gersfeld gelockt. Unfälle habe es nicht gegeben,

teilten die Veranstalter am Sonntag mit.

Alles sei reibungslos abgelaufen. Der Höhepunkt

des Treffens war am Sonntag eine

Fahrt von der Wasserkuppe nach Fulda und

zurück. Nach Angaben der Veranstalter

schwangen sich rund 1800 Biker auf ihre

Maschinen.

(dpa)

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»Achtung Aufnahme!«, »Ton läuft!« – die

typischen Rufe eines Filmdrehs hallen über

die Industriebrache. Zwei Männer gehen mit

suchendem Blick über den bröckelnden Betonboden.

Ein smarter Junger im Anzug, der

nicht recht indie Ödnis passt, und ein kleiner,

altersloser Typ–blond, braun gebrannt,

Polohemd, Jeans und schwarze Lederjacke.

Nichts deutet darauf hin, dass hier am

Stadtrand von Wiesbaden ein Stück deutscher

Fernsehgeschichte geschrieben wird:

Claus Theo Gärtner (69), der Kleine in der

Lederjacke, spielt zum letzten Mal den Privatdetektiv

Josef Matula in der ZDF-Krimiserie

»Ein Fall für zwei«. Im Frühjahr

2013 soll die 300. Folge »Letzte Worte« ausgestrahlt

werden – dann geht eine Ära zu

Ende. Eine Fortsetzung der Serie ohne ihren

Hauptdarsteller ist für den Sender undenkbar.

Wie viele schwarze Lederjacken hat Matula

seit 1981 verschlissen? »Zwanzig, dreißig«,

schätzt Gärtner in einer Drehpause –für ihn

gleichbedeutend mit Zigarettenpause. Mit

300 Folgen hat der unkonventionelle Detektiv

längst den bisherigen Rekordhalter des

deutschen TV-Krimis, Horst Tappert als

»Derrick«, abgelöst. »Kein Mensch hätte gedacht,

dass es so lange dauert«, sagt Gärtner.

Das Erfolgsrezept von »Ein Fall für zwei«

trägt seit Jahrzehnten: Ein Frankfurter Anwalt,

der sich bei schwierigen Fällen nicht

selbst die Finger schmutzig machen darf,

lässt seinen Kumpel Matula ermitteln. Der

Draufgänger arbeitet am Rande der Legalität,

kassiert gelegentlich Prügel, findet aber

den Täter. Bei »Ein Fall für zwei« stehe ausnahmeweise

kein Polizei-Ermittler im Mittelpunkt,

sagt Gärtner. Ein weiterer Unterschied

des Freitagabend-Krimis: »Es wird

nicht so viel geballert. Auch die Jüngsten

dürfen schon zugucken.«

Ausstieg aus Serie selbst bestimmt

Matulas Gegenpart ist über die Jahre von

Günter Strack, Rainer Hunold und Mathias

Herrmann gespielt worden. So lange wie der

aktuelle Partner Paul Frielinghaus als Anwalt

Dr. Lessing war keiner dabei: zwölfeinhalb

Jahre oder 118 Folgen. Im Bewusstsein

des Publikums sei er trotzdem der Neue geblieben,

meint der 52-jährige Frielinghaus:

»Hier fühlt man sich immer noch wie ein

Frischling.«

In »Letzte Worte« wird Anwalt Lessing entführt

und gerät unter Mordverdacht –mehr

will das ZDF nicht verraten. In dem abgewrackten

Betonteilewerk erkunden die ungleichen

Kumpel, wo der Jurist gefangen

war. Eine Miniszene: Sie befragen Kinder,die

in der Nähe Fahrrad fahren. Immer wieder

stoppt Komparsin Lilly zentimentergenau

vor Frielinghaus und

Gärtner. Die Schauspieler

wiederholen

die Szene, bis sie

selbst und Regisseur

Peter Stauch zufrieden

sind. »Jetzt

musste ich aber so

lachen«, sagt Gärtner,

oder: »Nun bin

ich drei Meter hinter

dir hergelaufen.«

Die gemeinsame

Arbeit mache Spaß,

sagt Frielinghaus.

»Wir sind beide

überhaupt nicht

nachtragend.« Gärtner

werde nur ungeduldig,

wenn etwas

zu lange dauere. Mit

über 30 Wochen

Dreharbeiten im

Jahr war »Ein Fall für zwei« ihr Vollzeitjob.

Für Gärtner sind nach Angaben der Produktionsfirma

Odeon über die Jahre etwa

4000 Drehtage zusammengekommen.

Den Ausstieg aus der Serie haben die

Hauptdarsteller selber bestimmt. Frielinghaus

freut sich darauf, auch wieder andere

Rollen zu spielen. Gärtner scheidet »ein bisschen

wehmütig«, wie er sagt. »Aber das

Die Schauspieler Paul Frielinghaus (als Rechtsanwalt Markus Lessing,

l.) und Claus Theo Gärtner (als Privatdetektiv Josef Matula) posieren

bei Dreharbeiten für die ZDF-Krimiserie »Ein Fall für Zwei«

in Wiesbaden. Nach der 300. Folge ist Schluss.

(dpa)

mischt sich natürlich mit der Freude über

das, was ich demnächst tun werde.« Der frühere

Hobbyrennfahrer hat den Lkw-Führerschein

gemacht. Mit seiner Frau Sarah will

er in einem Expeditionsmobil die Transamericana

befahren »von Chile über Mittelamerika

bis nach Alaska«. Dann will sich Gärtner

auf der Theaterbühne zurückmelden –

seiner Heimat vor Matulas Zeiten.


Montag, 13. August 2012 Meinung ·Hintergrund

Nummer 187 -Seite 4

KOMMENTARE

fer. Ein gutes Jahr vor der Bundestagswahl

beginnen sich die Fronten in den Parteien zu

klären. In der SPD geht der Dreikampf um die

Spitzenkandidatur in die entscheidende Phase.

Während sich die drei potenziellen Merkel-Herausforderer

weiterhin gegenseitig belauern

und nicht aus der Deckung wagen,

preschen ihre Unterstützer vor und versuchen

ihren jeweiligen Favoriten in die Pole-Position

zu bringen. Und bei den Grünen hat Jürgen

Trittin das lange Schweigen um seine Person

beendet und den Hut in den Ring geworfen.

Er will die Grünen als Spitzenkandidat in den

Wahlkampf führen.

Wirklich überraschend kommt diese Selbstausrufung

nicht, als Spitzenmann war der

Fraktionschef und frühere Bundesumweltminister

längst gesetzt. Seit dem Abgang des

früheren Alphatieres Joschka Fischer ist er

die unumstrittene Nummer Eins der Öko-Partei,

unabhängig davon, wer gerade Parteichef

ist. Und da er sich längst vom Frontmann der

antikapitalistischen Linken zum moderaten,

staatsmännisch auftretenden Analytiker gewandelt

hat, genießt er auch im Lager der

Realos breites Ansehen –anihnen wird seine

Spitzenkandidatur jedenfalls nicht scheitern.

Mehr noch, der Gestaltungsspielraum der

Realos ist durch eigene Versäumnisse und

Defizite stark eingeschränkt, bis heute haben

sie nach dem Debakel von Renate Künast bei

den Wahlen in Berlin keine überzeugende

Romneys Ideologe

gel. Mit Paul Ryan sind die Fronten klar,

die Kontraste geschärft. Mitt Romney hat

sich nicht für einen Pragmatiker der Mitte

entschieden, als es darum ging, einen Kandidaten

fürs Vizepräsidentenamt zu präsentieren.

Stattdessen favorisierte er einen Ideologen,

der fest daran glaubt, dass »Uncle Sam«

mit seinen Sozialprogrammen eher Teil des

Problems ist als ein Teil der Lösung.

Die TeaParty bekommt ihren Wunschkandidaten,

was Romney helfen dürfte, die rechte

Flanke der Republikaner zu mobilisieren, ein

Milieu, mit dem er bisher nicht recht warm

wurde. Und die übrigen Amerikaner haben im

November die Wahl zwischen zwei grundverschiedenen

Lösungsansätzen beim Überwinden

der Wirtschaftskrise. Alles dreht sich um

die Frage, welche Rolle der Staat spielen soll,

eine aktive oder eine, die sich aufs Allernotwendigste

beschränkt.

Barack Obama hat sein Credo bereits vor

Wochen in einer Grundsatzrede formuliert.

Nach seiner Überzeugung ist niemand allein

verantwortlich für seinen Erfolg. Auch die

tüchtigsten Unternehmer stützen sich auf

Straßen und Brücken und Wasserwege, die

auf Kosten der Allgemeinheit gebaut wurden

und die Handel und Kommerz überhaupt erst

möglich machten. Romney und Ryan dagegen

halten es mit dem geflügelten Wort, wonach

jeder für sich seines Glückes Schmied

ist. Der Regierung empfehlen sie, sich herauszuhalten,

private Initiative nicht weiter zu

stören.

Ryan, der führende Haushaltsexperte der

Republikaner, hat es auf die Spitze getrieben.

Von ihm stammen Budgetentwürfe, die vom

ohnehin nicht sonderlich engmaschigen sozialen

Netz der Vereinigten Staaten nur noch

Stückwerk übriglassen. Die staatliche Rente

will er de facto teilprivatisieren, die Kosten für

Medicare, die steuerfinanzierte Gesundheitsfürsorge

für Senioren, auf niedrigem Niveau

einfrieren. Es gibt durchaus ernstzunehmende

Wissenschaftler, die Ryan für seine Courage

danken. Denn allein die demografische

Entwicklung der nächsten Jahre –die Babyboomer,

die in die Pension gehen – erhöht

den Druck zur Reform. Dass etwas geschehen

muss, sollen die Defizite nicht irgendwann

griechische Dimensionen erreichen,

wissen auch die Demokraten Obamas. Was

jedoch bei Ryans Skizzen auffällt, ist die

krasse Schieflage.

Während er Sozialleistungen zu streichen

gedenkt, will der Mann auf die Kapitalertragssteuer

verzichten, um nur einen Punkt seines

Programms zu nennen. Ein Investor wie

Romney, der das Gros seines Einkommens

durch Kapitalanlagen verdient, würde nach

Ryans Plan praktisch gar nichts mehr beim

Fiskus abgeben. Schon dieser Aspekt verspricht

einen kontroversen Diskurs, wenn es

im November um das Weiße Haus geht.

Grüner Frontmann

Kandidatin für die Frau an Trittins Seite präsentieren

können. Insofern kann es dem

Fraktionschef fast schon egal sein, auf wen

sich die Basis möglicherweise in einer Urwahl

entscheidet –die Nummer Eins der Grünen

ist und bleibt er, weit und breit ist keine ernsthafte

Realo-Konkurrentin in Sicht.

Und in noch einer Frage beginnen sich die

Fronten zu klären. Seine Spitzenkandidatur

verknüpft Jürgen Trittin mit einer klaren, unmissverständlichen

Botschaft, die die grüne

Basis hören will: Mit ihm wird es weder

Schwarz-Grün noch eine schwarz-gelb-grüne

Jamaika-Koalition geben. Bundeskanzlerin

Angela Merkel muss sich ihre Mehrheit selber

organisieren, die Grünen stehen als potenzieller

Juniorpartner nicht zur Verfügung.

SPD-Chef Sigmar Gabriel, der seit dem

Wahldebakel 2009 zielstrebig ein neues rotgrünes

Bündnis anstrebt, wird esmit Freude

vernehmen. 2013 läuft alles auf Schwarz-

Gelb gegen Rot-Grün hinaus. Wobei die eklatante

Schwäche der schwarz-gelben Merkel-

Koalition noch lange keine Vorentscheidung

darstellt. Die SPD hat sich allenfalls auf niedrigem

Niveau stabilisiert und sucht in vielen

politischen Fragen noch nach ihrer Position,

hinzu kommen die Zersplitterung des linken

Lagers und die neue Konkurrenz durch die

Piraten. Ein Jahr vor der Bundestagswahl

gibt es alles –nur keine klaren Mehrheitsverhältnisse.

Bewegung in der Kandidatenfrage


Radikalsparer im Rampenlicht

Ryan als neuer Hoffnungsträger der US-Republikaner –Einer von den »Young Guns«

Vo nunserem Korrespondenten Frank Herrmann (Washington)

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney (l.) hat Paul Ryan als seinen

Vizekandidaten bekannt gegeben. Beide Politiker stehen bei einer Wahlkampfinszenierung

vor dem Kriegsschiff USS Wisconsin im Hafen von Norfolk.

(dpa)

Irgendwie passt sie nicht recht zu Paul

Ryan, die martialische Kulisse im Hafen von

Norfolk, dem größten Flottenstützpunkt an

der amerikanischen Atlantikküste. Wie ein

heimgekehrter Matrose schreitet er von einem

Kriegsschiff, begleitet von melodramatischen

Klängen aus dem Film »Air Force

One«. Das Schiff heißt USS Wisconsin, kaum

zufällig ist es benannt nach Ryans Heimatstaat.

Mitt Romneys Wahlkampfregie dürfte

lange gebastelt haben an dem Ambiente.

Aber der neue Hoffnungsträger der Republikaner

ist kein militärischer Typ, Sicherheitspolitik

zählt nicht zu seinen Stärken. Sein

Metier sind Zahlen, Haushaltsentwürfe,

Sparvorschläge.

Romney selbst ist so aufgeregt, dass er sich

bei der Vorstellung Ryans verspricht und seinen

Weggefährten als den nächsten Präsidenten

der Vereinigten Staaten ankündigt. Kurz

darauf kehrt erzurück ans Rednerpult, um

den Ausrutscher zu korrigieren. »Aber mit

diesem Burschen hier«, sagt er fast trotzig,

»habe ich keinen Fehler gemacht«.

Kein Zweifel, mit der Ernennung des

42-Jährigen hat sich Romney für die kühne,

die riskante Variante entschieden. Folgt man

den Plaudereien aus dem Kampagnennähkästchen,

dann standen zuletzt noch zwei

ältere, politisch gemäßigtere Kandidaten auf

seinem Zettel. Tim Pawlenty, der sachliche

Ex-Gouverneur Minnesotas, und Rob Portman,

ein Senator aus Ohio, dem es allerdings

ebenso wie Pawlenty an dynamischer Ausstrahlung

mangelt. Jungenhaft und burschikos,

soll der Fitness-Fan Ryan Romneys

Manko ausgleichen, eine zumindest bei öffentlichen

Auftritten fast roboterhafte Steifheit.

Debatte bei den Sozialdemokraten nimmt Fahrt auf –Trittin wirft bei den Grünen Hut in den Ring –Merkel heute wieder im Kanzleramt

Peer Steinbrück war weg. Weit

weg, in Afrika. Nach der Sommersafari

meldet sich der frühere

Finanzminister nun als Mitglied

der SPD-Kanzlerkandidaten-Troika

auf der Berliner Bühne

zurück. Klar, habe er wieder

Lust auf Politik, lautet die Botschaft

des 65-Jährigen. »Ich

glaube, es wird ein spannender,

aber auch problematischer

Herbst.« Problematisch drohe die

Euro-Rettung zu werden, prophezeit

Steinbrück, ganz ausgewiesener

Krisenmanager. Und

Gabriels aktive

Babypause

(dpa). Chatten und Interviews

geben während Maries

Mittagsschläfchen –für SPD-

Chef Sigmar Gabriel kein

Problem. »Niemand, der Kinder

hat –sokleine jedenfalls

–sitzt doch still vor dem Babybett,

wenn die schlafen und

denkt an nichts anderes als

ans nächste Windelwechseln«,

sagte der 52-Jährige dem

Deutschlandfunk zur Kritik

an seiner starken Präsenz

während der dreimonatigen

Babypause. »Natürlich machen

Menschen, die Kinder

haben, auch noch was anderes.«

Im Zeitalter des Internets

sei das auch nicht so

schwer. Gabriel betreut seit

Anfang Juli drei Monate lang

seine Tochter Marie – mit

zahlreichen beruflichen Unterbrechungen.

Vo ndpa-Korrespondent Sascha Meyer (Berlin)

Spannung verspricht nicht zuletzt

die Frage, wen die Sozialdemokraten

denn nun zum Herausforderer

von Kanzlerin Angela

Merkel (CDU) küren. Auch beim

Wunschpartner, den Grünen,

nimmt das Schaulaufen Fahrt

auf.

Just wenn Merkel nach drei

Wochen Ferien am heutigen

Montag wieder ins Büro kommt,

läutet Rot-Grün eine weitere

Runde der komplizierten Kandidatendebatte

ein. Bei der SPD

prescht parallel zu Steinbrücks

Wortmeldung am Wochenende

ausgerechnet ein alter Vertrauter

vor, um ihm von Kanzler-Ambitionen

abzuraten: »Ich mag Peer

Steinbrück viel zu sehr, als ich

ihm das wünschen würde«, meint

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident

Torsten Albig (SPD),

der zu Zeiten der großen Koalition

dessen Sprecher war. Sein Argument:

Steinbrück, der sich

gern unabhängig von der Parteilinie

als Ökonom und Finanzexperte

profiliert, würde das »Korsett«

des Kandidaten nicht gefallen.

Wie genau der Spitzenmann

und damit auch der Wahlkampf

strategisch verortet sein sollen,

ist jedoch noch ungeklärt. Albig,

der bei seiner eigenen Kampagne

im Norden nicht gerade auf Polarisierung

setzte, spricht gleich

eine Empfehlung für Frank-Walter

Steinmeier aus, der als Bundestagsfraktionschef

eine tolle

Arbeit mache und »ein guter

Kanzler« wäre. Dieser sei seit

dem 23-Prozent-Desaster bei der

Wahl 2009 »sehr gereift« – damals

war Steinmeier als Vizekanzler

der ungeliebten großen

Koalition schon einmal SPD-

Spitzenkandidat.

Andere Genossen erinnern indes

daran, dass ihr letzter erfolgreicher

Kandidat ebenfalls von

einer gewissen Distanz zur Partei

zehrte, um auch für Wechselwähler

attraktiv zusein: der spätere

Kanzler Gerhard Schröder. Der

SPD-Bundestagsabgeordnete

Hans-Peter Bartels macht sich

denn auch für Steinbrück stark,

der wegen seines Agierens in der

Finanzkrise nach 2008 und des

größeren ökonomischen Sachverstands

die »beste Alternative« zu

Merkel sei.

Dass sich der Wahlkampf entscheidend

um das Großthema

Euro drehen wird, gilt dabei parteiübergreifend

als sicher. Für

die SPD ist die Lage aber knifflig.

Denn Kanzlerin Merkel fährt

für ihren Kurs stabil enorme Zustimmungswerte

bei Umfragen

ein. Und im Bundestag trugen

die Sozialdemokraten bisher alle

wegweisenden Euro-Beschlüsse

mit –aller Kritik zum Trotz, wie

die Linkspartei gerne stichelt.

Der dritte im Bunde der SPD-

Anwärter, Parteichef Sigmar Gabriel,

versucht schon die ganzen

Sommerferien über sich mit Salven

zuSchuldenkrise und sozialer

Gerechtigkeit zu profilieren –

obwohl er eigentlich in einer

selbstverkündeten Babypause für

seine kleine Tochter ist. Die Banken

müssten hart andie Kandare,

die Reichen mehr »sozialen

Patriotismus« zeigen. Und angesichts

einer über die Europäischen

Zentralbank längst existierenden

gemeinsamen Schuldenhaftung

müsse die »Anarchie«

im Kreis der Euro-Länder

bei Steuern und Haushalten

überwunden werden.

Wie sich die Krise weiterentwickelt,

ist aber offen. Und zu früh

festlegen wollen sich die in einer

»Troika« aneinandergebundenen

Spitzengenossen auch deswegen

nicht –selbst wenn parteiintern

manche nach einer rascheren

Entscheidung rufen, um Merkel

rechtzeitig Paroli zu bieten.

Steinbrück wie Gabriel machen

aber noch einmal unisono klar:

Ausgerufen werde der Kanzlerkandidat

erst »um die Jahreswende«.

Dabei sieht auch Gabriel,

dass seine »Partnerrivalen«

derzeit in Umfragen besser dastehen

– jedoch alle mit Rückstand

zu Merkel.

Derweil zeichnet sich auch bei

den Grünen ab, dass die Kür der

Wahlkampf-Zugpferde kompliziert

werden könnte. Am Wochenende

verkündet Fraktionschef

Jürgen Trittin wie allseits erwartet

seine Bewerbung um einen

der zwei Spitzenkandidaten-Posten

und verbindet das gleich mit

einer Absage an eine schwarzgrüne

Koalition. Als erste hatte

sich schon die Parteivorsitzende

Claudia Roth gemeldet.

Beide werden aber immer noch

eher dem linken Flügel zugerechnet,

was nicht alle in der

Partei goutieren. Die badenwürttembergische

Fraktionschefin

Edith Sitzmann plädierte

denn auch für ein Duo aus Trittin

und Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt. Anfang

September soll klar sein, ob

eine Urwahl über das Spitzenteam

entscheiden soll, zumindest

wenn sich noch mehr Bewerber

melden.

Mit ihm macht einer jener streitbaren Konservativen

das Rennen, die mit dem Höhenflug

der Tea Party ins Rampenlicht rückten.

Einer von den »Young Guns«, wie der Volksmund

sie anschaulich nennt. Der Regierung

Barack Obamas begegnen sie mit einer Art

Fundamentalopposition, aber auch von

George W. Bush möchten sie sich imNachhinein

abgrenzen, speziell von der unbekümmerten

Art, mit der Bush Schulden anhäufte.

Profunder Kenner seines Fachs

Ein Hauch von Vabanque liegt über der

Personalie, ähnlich wie im Spätsommer 2008,

als John McCain mit Sarah Palin eine echte

Überraschungskandidatin aus dem Hut zauberte.

Dem frischen Wind der ersten Wochen

war seinerzeit eine Serie von Blamagen gefolgt,

gekrönt durch Palins forsche Bemerkung,

sie besitze schon deshalb weltpolitische

Kompetenz, weil sie vom heimischen

Alaska bis nach Russland schauen könne.

Ryan wird sich solche Blößen kaum geben:

Der Politiker führt den Haushaltsausschuss

des Repräsentantenhauses und gilt als profunder

Kenner seines Fachs. Seine Achillesferse

dürfte vielmehr eine Art sein, die manche

als schonungslos offen charakterisieren,

andere als unnötig provozierend. Jedenfalls

ist er so etwas wie der Wunschgegner der Demokraten.

Die fiskalische Rosskur, für die sein Name

wie kaum ein anderer steht –das Weiße Haus

charakterisiert sie als unverhüllten Sozialdarwinismus.

Jim Messina, Obamas Wahlkampfmanager,

hielt sich denn auch nicht

lange bei der Vorrede auf, als er die Personalie

Ryan kommentierte. Romney habe einen

Mann gewählt, der an die Theorie glaube,

»dass Steuerkürzungen für die Reichen, verbunden

mit größeren Lasten für die Mittelklasse

und die Senioren, irgendwie die Wirtschaft

stärken«. Als Ryan im Frühjahr einen

mit 37 Fußnoten versehenen Entwurf fürs

Budget vorstellte, begleitete es sogar Charles

Krauthammer,eine der spitzesten Federn unter

Amerikas konservativen Kolumnisten,

mit bissiger Ironie. »Vielleicht wird esals der

Abschiedsbrief mit den meisten Fußnoten in

die Geschichte eingehen.«

Das Markenzeichen des Radikalsparers

sind drastische Abstriche bei Medicare, der

steuerfinanzierten Gesundheitsfürsorge für

Alte, während er die Verteidigungsausgaben

unangetastet lässt und die Kapitalertragssteuer

sogar komplett abschaffen möchte.

Nach Ryans Plan sollen Pensionäre künftig

bestimmte Pauschalbeträge erhalten, statt

wie bisher Arzt- und Apothekerrechnungen

vom Staat bezahlt zu bekommen. Angesichts

der Kostenlawine in Praxen und Krankenhäusern

sagen Kritiker voraus, dass die tatsächlichen

Kosten die Pauschalzuwendungen

bald deutlich überschreiten und Millionen

von Menschen in die Altersarmut rutschen

würden. »Nur wer die Verantwortung für sich

selbst übernimmt, kann wirklich frei sein«,

entgegnet ungerührt der Mann aus Wisconsin.

»Nur ein freier Mensch kann eine verantwortungsvolle

Wahl treffen –zwischen richtig

und falsch, zwischen Sparen und Ausgeben,

Nehmen und Geben.«

PRESSESTIMME

Mehr Mitspracherecht

Die liberale Wiener Zeitung »Der Standard«

schreibt am Samstag über die Euro-Krise und den

jüngsten Vorschlag der Professoren Habermas, Bofinger

und Nida-Rümelin:

»Die Schuldenkrise in der Euro-Zone darf nicht

zur Ausschaltung von demokratischer Kontrolle

und Mitbestimmung führen. Die Professoren

schlagen einen Verfassungskonvent mit Referenden

in den Mitgliedsstaaten vor. Damit ›könnten die

europäischen Politiker die Souveränität, die ihnen

von, den Märkten‹ längst geraubt worden ist, auf

europäischer Ebene wiedergewinnen«. Das greift

aber zu kurz: Das EU-Parlament muss mehr Mitspracherecht

bekommen, die Kommissare sollen

direkt gewählt werden können. All das setzt aber

Politiker voraus, die ein Programm haben und dies

auch aktiv vor den Bürgern vertreten.«


Montag, 13. August 2012 Aus der Stadt Gießen

Nummer 187 -Seite 5

Guten Morgen,

liebe Leser!

Große Familienfeiern mit drei Generationen

haben schon einen besonderen

Reitz. Da die Sitzordnung nicht »aufging«,

durfte ich, der mittleren Generation

im oberen Bereich angehörig, am

Tisch der jungen Leute Platz nehmen.

Das war mir auch ganz recht. Wenigstens

keine Erzählungen vom Krieg und

der »armen Zeit« danach.

Über Sport, Politik und Musik konnte

ich locker mitreden. Dann packten die

jungen Leute aus Hosen- und Handtaschen

ihre Geräte aus. Handys nannte

man sie früher. iPods, iPads und wie

sonst noch heißen sie jetzt. Und sie diskutierten

lebhaft über Vor- und Nachteile

und was sie so alles können. Ist das

Streaming über einen Proxy-Server eigentlich

legal? Das müsstest du doch

wissen. Null Ahnung.

Dann kam der Akkordeonspieler und

wünschte dem Opa alles Gute für die

nächsten 90. Er legte los mit »Dicke-Backen-Musik«

und Volksliedern zum Mitsingen.

Nun waren die jungen Leute perplex

und ahnungslos.Von dem Mädchen

in dem Polenstädtchen und dem Rehlein,

das dem Jäger treu in die Augen

schaut und trotzdem eiskalt umgelegt

wird, haben sie noch nichts gehört. Dem

Opa und seinen nur noch wenigen Kumpanen

gefiel es prächtig. Man musste

aufpassen, dass ihnen nach einigen Gläsern

Wein nicht die zotige Textversion

des einen oder anderen Volkslieds über

die Lippen kam. Opa hat das Lokal

gleich für die nächsten fünf Geburtstage

gebucht. Vielleicht ist dann schon eine

kleine vierte Generation dabei. (rai)

AUF EINEN BLICK

60. Geburtstag – An der Rennstrecke am

Stirnberg in Beuern feierte der Vespa-Club

sein Jubiläum. Seite 6

Keine Gefahr –Die Teilnahme der Stadt am

Kommunalen Rettungsschirm soll nicht zulasten

der Stadtbibliothek gehen. Seite 7

Pinnwand –Der Service der Lokalredaktion

mit den Veranstaltungshinweisen und den

Ausgehtipps auf den Seiten 10 und 11


Von Sühne, Unterstützung und fesselnder Hilfe

Bewährungshelfer sind Begleiter und Kontrolleure –Möglichkeiten elektronischer Überwachung –ImDialog mit Gerichten

Gießen (sha). Eine Bewährungsstrafe sei

»kein Freispruch zweiter Klasse«, betonte

Holger Scharf, Sachgebietsleiter bei der Bewährungshilfe

in Gießen und Leiter des

Fachbereichs »Sicherheitsmanagement« im

Gespräch mit der GAZ. Im Gegenteil: Die

Verurteilten seien ganz klar an bestimmte

Auflagen und Weisungen gebunden, deren

Umsetzung von den Bewährungshelfern

nicht nur unterstützt, sondern auch kontrolliert

werde. Dabei müssten nicht nur die Beamten,

sondern vor allem auch die Straftäter

in der Lage sein, kontroverse Diskussionen

und Reibungen auszuhalten, ergänzte Rolf

Bayer, Leiter des Fachbereichs »Allgemeine

Bewährungshilfe«, denn das gehöre zum Leben

dazu. Peter Müller, stellvertretender Leiter

des Bereichs »Sonderdienste«, erläuterte

im Gesprächsverlauf, dass elektronische

Fußfesseln auch eine pädagogische Funktion

erfüllten, da sie ihren Trägern eine sinnvolle

Tagesstruktur abverlangten.

Der Unterschied zwischen Auflagen und

Weisungen liege darin, dass erstere Maßnahme

eher der Sühne der Tat dienen sollte und

letztere auf die künftige Lebensführung eines

Verurteilten ziele, erklärte Scharf. Als

Beispiele für Auflagen nannte er gemeinnützige

Arbeitsstunden oder Geldbeträge, die an

Institutionen wie den Kinderschutzbund

oder Einrichtungen der Drogenhilfe gezahlt

werden sollten.

Die Therapie selbst organisieren

Eine Weisung könne zum Beispiel darin bestehen,

dass ein Betroffener, der ein Alkoholproblem

hat, sich inTherapie begebe. Dabei

sei es durchaus möglich, dass ein Verurteilter

die Organisation einer solchen Maßnahme –

unterstützt durch die Bewährungshilfe –

auch selbst in die Hand nimmt. Allerdings

werde sein Engagement durch einen entsprechenden

Bewährungshelfer überprüft. Wenn

die im Urteil festgesetzten Auflagen und

Weisungen nicht erfüllt würden, müsse der

Bewährungshelfer dies dem zuständigen Gericht

melden, unterstrich der Sachgebietsleiter.

In so einem Fall könne die Bewährung

widerrufen und die Haftstrafe müsse im Gefängnis

verbüßt werden.

Künftiges»Haus Samaria« stand im Vordergrund

Tagder offenen Tür im Evangelischen Krankenhaus –Käfer zugunsten von Hospiz verlost –Jährlich über 27 000 Patienten

Gießen (srs). Das Evangelische Krankenhaus

feiert sein 30-jähriges Jubiläum –und

stellt zur gleichen Zeit Weichen für die Zukunft.

Bei laufendem Betrieb ist derzeit ein

Umbau des Erdgeschosses im Gange. Das

Hunderte Besucher schlenderten

anlässlich des Tags der offenen

Tür durch die Abteilungen

des Krankenhauses. Menschentrauben

bildeten sich vor allem

rund um einen Stand des Zentrums

für orthopädische Chirurgie.

Auf Tischen lagen hier

künstliche Hüft- und Kniegelenke

aneinandergereiht. Schweißperlen

bildeten sich auf der Stirn

des Lollarer Bürgermeisters Dr.

Bernd Wieczorek, der wie andere

Gäste die Möglichkeit nutzte,

hämmernd und sägend ein Kniegelenk

aus Titan an einem Modell

zu fixieren.

»Jährlich versorgen wir knapp

10000 Patienten stationär und

17250 ambulant«, hielt währenddessen

Pflegedirektorin Christa

Hofmann-Bremer im Rahmen einer

Führung fest. Dabei wies sie

die Gäste auch auf das einstige

Schwesternwohnheim am Südrand

des Geländes hin, wo Ende

kommenden Jahres das Hospiz,

das »Haus Samaria« eröffnen

soll.Vordem Haupteingang warb

der »Schlammbeißer« Axel Pfeffer

um Spenden für das 1,6 Millionen

teure Vorhaben und verkaufte

zugunsten des »Hospizes

Lose für den Gewinn eines vom

Autohaus Michel gespendeten

VW Käfers. Nach Angaben des

Vorsitzenden des Hospiz-Vereins,

Robert Cachandt, kamen dafür

Derzeit betreut die Gießener Bewährungshilfe

rund 1500 Verurteilte. Etwa 100 von ihnen

in dem Fachbereich »Sicherheitsmanagement«.

Diese Personen seien wegen unterschiedlicher

Sexualdelikte zu einer Bewährungsstrafe

verurteilt worden, erläuterte

Scharf. Im Umgang mit diesen Menschen rücke

die Bewährungshilfe vor allem die Deliktaufarbeitung

in den Fokus. Tatsächlich

werde aber nicht nur denjenigen ein Bewährungshelfer

zur Seite gestellt, die zu einer

Bewährungsstrafe verurteilt wurden, unterstrich

der Sachgebietsleiter. Auch Straftäter,

die eine mehrjährige Gefängnisstrafe absitzen

mussten, sich aber während der Haft gut

führten, könnten einen Rest ihrer Strafe auf

Bewährung in Freiheit verbüßen.

Im Gegensatz dazu könnten Personen, die

im Gefängnis negativ aufgefallen sind, etwa

Wasserdicht, stoßfest und mithilfe einer langen

Hose durchaus zu verbergen: eine elektronische

Fußfessel.

(Foto: sha)

Fundament für eine neue Notaufnahme ist

soeben fertiggestellt. In naher Zukunft soll

außerdem ein zusätzliches, drittes Stockwerk

entstehen, um die zum EV gehörende Pneumologische

Klinik »Waldhof-Elgershausen«

am Samstag insgesamt 8000

Euro zusammen.

Chefärzte präsentierten den

Tag über ihre Abteilungen. Henning

Schnell-Kretschmer beispielsweise

erläuterte die Endoskopie

im Dünndarm mithilfe einer

Kapsel, die der Patient einnimmt

und die bis zu 20 Bilder

pro Sekunde inklusive Blitzlicht

schießt und über die Bauchwand

Ärztin Kristina Hänel (l.) zeigte kleinen und großen Besuchern das

Intubieren.

weil sie Drogen konsumierten oder sich

sämtlichen Therapieangeboten verweigert

haben, auch nachVerbüßung der kompletten

Haftstrafe noch einer Führungsaufsicht unterstellt

werden. Die Bewährungshilfe übernehme

auch diese Funktion.

Verurteilte, die am Ziel der Resozialisierung

überhaupt nicht mitgearbeitet haben,

bekämen nach Ende der offiziellen Haftzeit

ein »sehr enges begleitendes Korsett«, das

helfen solle, neue Straftaten zu verhindern,

sagte Scharf.Verstöße gegen diese Weisungen

könnten mit erneuten Haftstrafen von bis zu

drei Jahren geahndet werden. Allerdings seien

manche Kontrollmechanismen auch wirkliche

Chancen für die Straftäter, äußerte

Müller.

Bis auf die Minute genau

nach außen überträgt. Baff blickten

Besucher auf eine Collage an

Fundstücken der Magen- und

Darmendoskopie: Neben Hähnchenknochen

waren auch Uhren,

Löffel und Rasierklingen ausgestellt.

Blutig wurde es in der Cafeteria,

wo zu den Erläuterungen

von Prof. Jens Kordelle unter anderem

die Videoaufzeichnung einer

Hüftoperation zu sehen war.

Die Bedeutung des Tags der offenen

Tür aus Sicht der Ärzte

hob im Besonderen der Urologe

Prof. Dirk Schultheiss hervor.

»Die Krebsvorsorge ab 45 –das

machen doch gerade mal zehn

Prozent der Männer.« Gerade in

seinem Bereich scheuten Männer

den Gang zum Arzt. »Vertrauen

fördernde, unverfängliche Gespräche

wie heute sind viel

wert.«

Auch der Sozialdienst des EV

und das Diakonische Werk informierten

an Ständen. Die Diakonie

stellte ihr von der Justus-Liebig-Universität

begleitetes Modellprojekt

»Entlassung in die

Lücke« vor, das Netzwerke und

Orientierungen für Angehörige

von Demenzkranken aufbauen

Dank einer elektronischen Fußfessel könnten

etwa viele einer Untersuchungshaft entgehen.

Dieses Gerät –der Sender ist mit einer

großen Armbanduhr vergleichbar –wird

über dem Fußgelenk getragen, ist wasserdicht

und stoßfest. Mit einer solchen Fußfessel,

die ein pädagogisches Hilfsmittel sei, wie

Müller betonte, könne minutengenau festgestellt

werden, ob der Träger sich beispielsweise

zu Hause aufhält oder nicht. Dies sei

wichtig, um den Tagesplan zu überprüfen,

der zuvor mit dem jeweiligen Bewährungshelfer

vereinbart wurde. Danach sei klar

festgelegt, zu welcher Tageszeit ein Proband

sein Haus verlassen darf, um zum Beispiel

seinen Arbeitsplatz, eine Ausbildungsstelle

oder eine Schule zu besuchen.

Verantwortung für eigenes Handeln

Fehlverhalten oder Manipulation an dem

Sender würden sofort über Funk weitergeleitet.

Da jeder Fußfesselträger mobil erreichbar

sein müsse, könne der Bewährungshelfer

eine Erklärung dafür einfordern, warum es

zu der Abweichung kam. Dadurch seien die

Probanden gezwungen, sich anfeste Tagesstrukturen

zu gewöhnen, zuverlässig zu sein

und Verantwortung für das eigene Handeln

zu übernehmen.

nach Gießen zu verlegen. Ein weiteres großes

Vorhaben stand derweil am Samstag während

eines Tags der offenen Tür im Vordergrund:

die Eröffnung eines stationären Hospizes

im kommenden Jahr.

Spaß bereitete das Duo »Spektokokken« unter anderem mit dem Klagelied des Organspenders: »Last

Christmas Igave you my heart«.

(Fotos: srs)

soll. Sabine Seltmann und Juliane

Vogel betonten ihr Interesse

an Erfahrungen in diesem Bereich.

Unter der Nummer 0641/

92600590 sind sie zu erreichen.

Eröffnet hatte den Tagder offenen

Tür ein Gottesdienst in der

Kapelle unter Leitung von Pfarrerin

Eva Dietzel unter dem Thema

»Humor und Lachen«. Als

Schlüssel zu gelassener Distanz

zu sich selbst sei Humor »eine

ernst zu nehmende Haltung«, die

sie immer wieder bei Patienten

des EV beobachte. Für Lacher

sorgten auch Inken Röhrs und

Elisa Salamanca alias die »Steptokokken«,

die als Krankenschwestern

kostümiert singend,

scherzend und durch die Flure

stöckelnd Spaß verbreiteten. Musikalisch

unterhielt die Formation

»Drei zu Null«.

Den VW Käfer, Baujahr 1985,

Kilometerstand 130, gewann am

Ende übrigens das Los mit der

Nummer 2129. Noch hat sich der

Gewinner nicht gemeldet. Sollte

er dies in den kommenden 14 Tagen

nicht nachholen, können die

anderen Teilnehmer wieder Hoffnung

schöpfen.

Bei Unfall im Unterhof

Leichte Brandverletzung

durch ausgelösten Airbag

Gießen (P). Eine leichte Brandverletzung

erlitt ein 25-jähriger Autofahrer am Samstag

um kurz vor 23Uhr im Unterhof.

Der Mann hatte die Ausfahrt des Studentenwohnheims

nach rechts in die Straße Unterhof

nehmen wollen, als der ebenfalls

25-jährige Lenker eines Seat rückwärts in

die Ausfahrt des Wohnheims zurückstoßen

wollte. Dies übersah der Fahrer des Ford,worauf

beide Autos kollidierten. Dabei wurde

der Ford-Fahrer durch das Auslösen des Airbags,

was stets mit einer kleinen Explosion

verbunden ist, verletzt. An beiden Pkw entstand

ein Sachschaden in Höhe von geschätzten

2000 Euro.

Meldungen über Brandverletzungen durch

ausgelöste Airbags gibt es häufiger.

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Montag, 13. August 2012 Aus der Stadt Gießen

Nummer 187 -Seite 6

Nicht nur Chrom und Lack glänzten beim 60.

Vespa-Club Gießen feierte an Rennstrecke in Beuern Geburtstag –150 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen

Gießen/Buseck-Beuern (kd). 140 Vespa-Clubs

gibt es in Deutschland. Einer davon

ist der Vespaclub Gießen, und der besteht

schon seit 60 Jahren. Diesen runden

Geburtstag nutzte der gar nicht alt wirkende

Allendorfer Boule-Pokal ging erneut an Auswärtsteam

Gäste aus Fernwald entführten»Pott« –Über 100 Teilnehmer und Besucher bei Turnier des SPD-Ortsvereins

Gießen-Allendorf (kd). Tolles Wetter begleitete

das 6. Allendorfer Boule-Turnier, bei

dem über 100 Besucher zu Gast waren. Weil

die Nachfrage so groß war, wurden die Gruppen

auf bis zu vier Teams erweitert. Ausrichter

war wieder der der SPD-Ortsverein, der

auch die Gäste und Spieler mit Essen und

Trinken versorgte. Turnierleiter waren Ortsvorsteher

Thomas Euler und SPD-Vorstandsmitglied

Dennis Kreußel. Der Ortsvereinsvorsitzende

Kai Zimmermann begrüßte die

Teilnehmer und Zuschauer. Er hoffte, der

Wanderpokal werde wieder zurück nach Allendorf/Lahn

geholt. Doch es sollte anders

kommen...

Landrätin Anita Schneider loste nach einem

Grußwort, in dem sie allen Teams viel

Glück wünschte, gemeinsam mit Ortsvorsteher

Thomas Euler die Gruppen für die Vorrunde

aus. Die Vorkämpfe in Form einer

Gruppenphase mit 31 Teams wurden auf drei

Kleinfeldern auf dem Bouleplatz und einem

»Ausweichfeld« am Brunnenplatz ausgespielt.

In spannenden Halbfinalspielen besiegte

das Team Fernwald Boule knapp das

Team NABU II mit 7:6 und das Jungseniorenteam

des örtlichen TSV mit 13:4 das Team

SPD II. Im »kleinen Finale« erreichte die

zweite SPD-Mannschaft den dritten Platz

mit 13:12 gegen das Team NABU II. Sieger

wurde erneut das Team Fernwald Boule mit

Gerd Espanion, Uli Kloss und Achim Hoffmann.

Die Mannschaft setzte sich mit 14:6

gegen das Team »TSV-Jungsenioren« (Dieter

Das Wetter spielte an allen Tagen

mit, die schöne Gegend erlebten

einige Teilnehmer auf ihren

»Wespen« bei der Ausfahrt

am Samstagmorgen durch das

Lumdatal. Die 45 Roller fanden

bei ihrer Tour Beachtung in den

Dörfern, durch die sie gemütlich

fuhren. 20 Teilnehmer des Treffens

fuhren zur Burg Gleiberg

und erlebten im Original die Abbildung

im Logo des VC Gießen.

Eine familiäre Atmosphäre begleitete

nach den Worten des Vorsitzenden

Thomas Brandherm

das Treffen der Rollerfreunde.

Viel glänzender Lack, Chrom

und individuelle Fahrzeuge

parkten auf der großen Wiese

und wurden von den Vespa-

Freunden bestaunt. 150 Gäste

aus ganz Deutschland kamen

laut Veranstalter

zum Treffen.

Während die

Frauen und Männer,

die das Vespa-

Fahren verbindet,

gemütlich plauderten,

Kaffee tranken

und den Kuchen

genossen, ging es

wenige Hundert

Ganz im Zeichen der Verspa stand das Jubiläum des Gießener Clubs am Wochenende auf dem Stirnberg

in Beuern. Beim Trial-Wettkampf ging’s durchs Gelände.

(Fotos: kd)

Ein gutes Auge und ein sicheres Händchen sind beim Boule gefragt.

Weiß, Ilse-Marie Weiß und Johann Ponitz)

durch.

Kreistagsvorsitzender Karl-Heinz Funck

und Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich

überreichten mit dem Ortsvereinsvorsitzenden

Zimmermann und der Turnierleitung die

Verein, um zu einem dreitägigen Jubiläumstreffen

auf das Gelände des MSC Beuern auf

den Stirnberg einzuladen. Am Freitagabend

trudelten die ersten Roller auf dem Festgelände

in dem Busecker Ortsteil ein. Gemeinsam

begann das Fest mit einem Grillabend.

Schirmherr Ministerpräsident Volker Bouffier

ließ sich entschuldigen, er konnte wegen

anderer Verpflichtungen nicht am Club-Geburtstag

teilnehmen.

Meter weiter zur

Sache. Denn mit

der Vespa kann

man nicht nur gemütlich

durch die

Landschaft fahren,

sie wird auch für

sportliche Wettbewerbe

eingesetzt.

Auf dem MSC-Gelände

wirbelte

Staub auf, als die

aufgemotzten Roller,

die in diesem

Zustand auf Straßen

nicht zugelassen

sind, im Gelände

bei der Vespa-

Trial-Meisterschaft

unterwegs

waren. Mit dicken Geländereifen

auf der Felge fegten die Teilnehmer

über Stock und Stein. Die

verschiedenen Sektionen mussten

dabei durchfahren werden,

ohne dass ein Fuß den Boden berührt.

Es qualmte mächtig, als

sich die Roller ein schmales

Stück den Berg hinauf quälten.

Beim Trial ist die Zeit ohne Bedeutung.

Nach dem gemeinsamen Essen

begann die Jubiläumsparty. Bei

einer großen Verlosung winkten

wertvolle Preise, Hauptpreis war

ein Schweißgerät im Wert von

1000 Euro. Am Sonntag ging das

Treffen zu Ende. Der Dank des

Vorstands und der Teilnehmer

galt den vielen Helferinnen und

Helfer des Vespa-Clubs, die an

den drei Tagen im Einsatz waren.

(Foto: kd)

Urkunden für alle Teams, die Sachpreise und

Medaillen für die drei erstplatzierten Teams

und den Wanderpokal an den Turniersieger.

Der älteste Spieler war Friedel Euler mit 80

Jahren, als jüngster Spieler war der neunjährige

Hannes Krombach dabei.

WETTER VOM WOCHENENDE


Samstag:

Höchsttemperatur

21,6 Grad

Tiefsttemperatur

8Grad

Niederschlag

0mm

Luftdruck (18 Uhr)

1019,3 hPa

Sonntag:

Höchsttemperatur

23,7 Grad

Tiefsttemperatur

8,8 Grad

Niederschlag

0mm

Luftdruck (18 Uhr)

1013,7 hPa

(Deutscher Wetterdienst, ermittelt zwischen 19 und 19Uhr)

DIE POLIZEI MELDET

Abgehauen –Eine 26-jährige BMW-Fahrerin

stellte am Donnerstag um 19.10 Uhr einen

dunklen 3er Kombi auf einem Parkplatz

in der Lindengasse ab. Als sie 45 Minuten

später zum Wagen zurück kam, stellte sie Beschädigungen

an der hinteren Stoßstange

fest. Der bisher unbekannte Verursacher entfernte

sich unerlaubt von der Unfallstelle.

Schaden: rund 1000 Euro. Hinweise an die

Polizei unter: 0641/7006-3555.

Unfallflucht –Eine eingerissene Stoßstange

und einen herausgebrochenen Scheinwerfer

auf der Fahrerseite bemerkte der Benutzer

eines schwarzen VW Golf Variant Kombi am

Donnerstag um 16.45 Uhr im Asterweg. Er

hatte den Pkw am Mittwochnachmittag auf

einer Parkfläche abgestellt. Ein unbekannter

Verkehrsteilnehmer stieß vermutlich beim

Ein- oder Ausparken gegen den Golf. Den

Reparaturaufwand beziffert die Polizei auf

etwa 2000 Euro. Hinweise: 0641/7006-3555.

Alkoholisiert am Steuer –ImOberlachweg

kontrollierten Beamte der Polizeistation Gießen-Nord

dieser Tage um kurz nach vier Uhr

am frühen Morgen einen 25-Jährigen aus

dem Raum Aschaffenburg am Steuer eines

Peugeot 106. Der 25-Jährige war nicht mehr

in der Lage den Wagen sicher zu steuern. Das

Display des Alko-Test-Geräts zeigte einen

Wert von 1,37 Promille. Die Beamten beendeten

die Rauschfahrt, sorgten für einen

Blutentnahmen und leiteten ein Strafverfahren

wegen Trunkenheit im Verkehr ein.

Unfallflucht –Auf dem Parkplatz des Anwesens

Schiffenberger Weg 115 hat ein Unbekannter

am Freitagabend (3. August) einen

geparkten dunkelroten Mercedes 203 CL beschädigt.

Eine 24-Jährige hatte den Wagen

gegen 18.30 Uhr abgestellt und bemerkte eine

halbe Stunde später Beschädigungen an

der hinteren linken Stoßstange. Die Reparatur

wird schätzungsweise 800 Euro kosten.

Hinweise: 0641/70 06-35 55.

Toyota touchiert – Am Sonntag vor einer

Woche stellte eine 45-Jährige um 16.40 Uhr

einen roten ToyotaYaris in der Schanzenstraße

vor Hausnummer 16 ab. Als sie um 19.15

Uhr zum Wagen zurückkam, stellte sie einen

Unfallschaden an der vorderen Stoßstange

fest. Der Verursacher entfernte sich unerlaubt

von der Unfallstelle. Die Polizei beziffert

den Schaden auf etwa 300 Euro und erbittet

Hinweise unter 0641/70 06-35 55.

FÜNFZIGER-NOTIZ

44/94er Damen auf Medientour – Die

Führung durch das Deutsche Filmmuseum in

Frankfurt vermittelte den Keglerinnen vom

Damen-Fünfzigerjahrgang 1944/94 beim

Ausflug ins Rhein-Main-Gebiet einen Überblick

vom Ursprung des bewegten Bildes bis

zur heutigen Film-, Ton- und Kinogestaltung.

Interessant waren Exponate wie der

Original-Oscar für Maximilian Schell, der

Original-Bambi an Maria Schell, ein von Romy

Schneider getragenes Kleid, ein Stuntkostüm

aus »Alien« oder die Original-

»Blechtrommel«. Der anschließende Besuch

beim ZDF in Mainz-Lerchenberg führte hinter

die Kulissen des Senders. Höhepunkt war

die Anwesenheit als Zuschauer bei der

Nachmittag-Sendung »Hallo Deutschland«

mit Ingo Nommsen.



Fast 250 Kurden demonstrierten in der Innenstadt

Gießen (srs). Freiheit für Abdullah Öcalan

und »für alle politischen Gefangenen« in der

Türkei haben am späten Sonntagnachmittag

fast 250 Kurden in einem Demonstrationsmarsch

durch die Innenstadt gefordert. Die

Initiatoren der Aktion waren der Verband der

Studierenden aus Kurdistan und das mesopotamisch-kurdische

Kulturzentrum. Die

Demonstrierenden zogen vom Kirchenplatz

über die Neuen Bäue und den Anlagenring

zurück indie Walltorstraße. Sie schwenkten

Fahnen mit dem Abbild des in lebenslänglicher

Haft einsitzenden Anführers der aus der

verbotenen PKK hervorgegangenen Organisation

»Koma Civakên Kurdistan«, Öcalan.

Auf Plakaten und Transparenten traten sie

für ein autonomes Kurdistan ein. »In der

Türkei ist die Freiheit hinter Gittern«, sagte

Segfeddin Dag vom Verband der Studierenden

aus Kurdistan.

(Foto: srs)

Viel Sonne beim »Ersten Linneser Backhausfest«

Gießen-Kleinlinden (son). Gutes Wetter

und leckerer Schmandkuchen sorgten für die

entsprechende Resonanz beim »Ersten Linneser

Backhausfest« am Sonntag.

Eingeladen zu dem geselligen Beisammensein

hatten der Männergesangverein »Arion«

Kleinlinden und die Bäckerei Lutz in der

Weigelstraße. Bäcker Alexander Lutz hatte

mit seinem Team 600 Stück Hefekuchen vorbereitet

und bot außerdem traditionellen

Schmandkuchen, Zwiebelkuchen und Leberkäse

an. Die Versorgung der Gäste mit Getränken

lag in den Händen des Gesangvereins

»Arion«. Die Männer um Dirigent Markus

Schopf zeichneten auch für das musikalische

Programm des Backhausfestes verantwortlich

(Foto). Mit Trink- und Volksliedern

unterhielten sie die Gäste. Unterstützt wurden

sie dabei von den Gesangvereinen Eintracht

und Intermezzo.

(Foto: son)


Montag, 13. August 2012 Aus der Stadt Gießen

Nummer 187 -Seite 7

Von Brasilien bis Südkorea

21 Länder vertreten bei

Sommeruniversitäten

Klavierkompositionen

für die linke Hand

Der Gießener Pianist Axel Suma

Nitschke wird amSonntag, dem 2. September,

im Musik- und Kunstverein

(MuK) erstmalig drei Kompositionen

speziell für die linke Hand auf dem Klavier

vortragen. Die Veranstaltung beginnt

um 17 Uhr. Neben »Six Etudes op. 135«

von Camille Saint-Saëns werden »Prélude

et Nocturne op. 9« von Alexander

Nikolajewitsch Skrjabin sowie »Concerto

für Klavier und Orchester« von Joseph-

Maurice Ravel zuhören sein. Bei letztgenannten

Werk wird das Orchester –ebenfalls

zum ersten

Mal – als eigens

für diesen Anlass

zugeschnittener

Musikstream aus

der Dose eingespielt.

Die Idee für

diese einmalige

Veranstaltung

entstand, als

Nitschke krankheitsbedingt

im

vergangenen Jahr

beim Klavierspielen

auf seinen

rechten Arm

verzichten musste.

Aus der Not

Klavierkonzert mit

machte er eine

Gipsarm: Axel Suma

Tugend und erlernte

mühsam,

Nitschke. (Foto: pv)

zwei Notensysteme

mit nur einer Hand wiederzugeben,

um diese spezielle, nicht einfach umzusetzende

Spieltechnik seinem Publikum

vorführen zu können. Ganz authentisch

wird der Musiker –sokündigte er es an –

während des einen oder anderen Stückes

seinen Gipsarm tragen.

pm

Die Teilnehmer der diesjährigen internationalen Sommeruniversitäten »International Summer University« und »U.S.-German Summer

School in International an Comparative Law« mit den Organisatoren.

(Foto: son)

Schutzschirm als Damoklesschwert?

Hessischer Bibliotheksverband befürchtet Budgetkürzungen bei Büchereien –Pressesprecherin: Keine Gefahr in Gießen

»Bibliotheken sind die am stärksten genutzten

Kultur- und Bildungseinrichtung in

Deutschland«, so nachzulesen im Bericht zur

Lage der Bibliotheken 2010. Auch Hessen

unterstreicht die Wichtigkeit der Einrichtungen

im hessischen Bibliotheksgesetz. Und

auch bei der Bevölkerung scheint das Interesse

am Lesen nach wie vor ungebrochen zu

sein –zählten die Bibliotheken im vergangenen

Jahr doch mehr Besucher als die Fußballstadien.

Mit wenig Geld werde hier eine

große Wirkung erzielt, heißt es in einer Pressemitteilung

des Hessischen Bibliotheksverbandes.

Doch der sieht die Einrichtungen

immer mehr in Gefahr.

Rund ein Viertel aller öffentlichen Bibliotheken

in Hessen ist laut Bibliotheksverband

von Sparmaßnahmen im Zusammenhang mit

dem kommunalen Schutzschirm des Landes

betroffen. Der Vorsitzende und die Geschäftsführerin

des Hessischen Bibliothekenverbandes,

Aloys Lenz und Sabine Homilius,

befürchten daher, dass sich die ohnehin

schon angespannte Situation der Büchereilandschaft

noch weiter verschärfen könne.

Die bereits überschuldeten Kommunen sollen

ihre Haushalte mit finanziellen Hilfen

des Landes wieder ausgleichen, im Gegenzug

aber umfangreiche Sparkonzepte erarbeiten,

die auch die öffentlichen Bibliotheken massiv

betreffen könnten.

Rund 100 Büchereien werden von Gemeinden

betrieben, die einen Antrag auf Aufnahme

in den Schutzschirm gestellt haben. Darunter

befinden sich kleinere Einrichtungen,

aber auch die größeren Stadtbibliotheken in

Darmstadt, Offenbach, Kassel, Hanau oder

Gießen. Laut Auffassung des Hessischen Bibliotheksverbandes

können im Bereich der

Büchereien jedoch nur geringe Einsparungen

erzielt werden, da der Anteil an den Gesamthaushalten

zu vernachlässigen sei. Des Weiteren

bestehe die Gefahr, für ein niedriges

Gießen (son). Zu ihren beiden internationalen

Sommeruniversitäten »International

Summer University« und »U.S.-German

Summer School in International an Comparative

Law« hatte die Justus-Liebig-Universität

(JLU) Gießen eingeladen. Insgesamt 69

Teilnehmer aus 21 verschiedenen Ländern

wie Brasilien, Indien, Russland und Südkorea

nahmen an den Kursen teil, die vom 14.

Juli bis 11. August an der JLU angeboten

wurden. Am vergangenen Samstag wurden

ihnen nun im Rahmen eines Festaktes in der

Universitätsaula die Zeugnisse überreicht.

Ziel der praxisorientierten Intensivkurse

ist es, hochqualifizierte, junge Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler für längere

Forschungsaufenthalte in Deutschland begeistern

zu können, um letztendlich internationale

Spitzenkräfte für Region und

Land zu gewinnen. Dieses Ansinnen habe

bereits Früchte getragen, meinte René

Ghouse, Geschäftsführender Direktor der

Sommeruniversitäten. »In jedem Jahr kehren

mehrere Teilnehmer unmittelbar nach Kursende

nach Deutschland zurück – sei es als

Studierende von Austausch- und Masterprogrammen

oder als Praktikanten in Unternehmen«.

Sehr erfreulich sei auch, dass ehemalige

Teilnehmende mittlerweile auch als

Doktoranden ihren Weg zurück andeutsche

Unis finden. Ghouse, der aus beruflichen

Gründen 2013 nicht mehr als Geschäftsführender

Direktor zur Verfügung stehen kann,

dankte den Teilnehmern, dass sie auf dem

Campus für internationales Flair gesorgt

und das Leben in Gießen und den Alltag an

der Universität sehr bereichert hatten. »Sie

haben ein hohes Maß an sozialen und interkulturellen

Kompetenzen bewiesen, von denen

Sie ein Leben lang profitieren werden«.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz

lobte die JLU, zwei solche Angebote im Repertoire

zuhaben, welche die Internationalität

der Universität im besonderen Maße unterstreiche.

Davon profitiere auch die Stadt.

»Gießen ist eine weltoffene und freundliche

Stadt«, sagte Grabe-Bolz. Sie hoffe, dass die

jungen Studierenden viele interessante Eindrücke

und vielleicht auch Gießener Eigenheiten

kennengelernt hätten. »Kommen Sie

bald wieder, Sie sind uns immer herzlich

willkommen«, sprach sie die Absolventen an.

Die Stadtbibliothek stellt nicht nur herkömmliche Print-Medien wie Zeitungen, Bücher oder

Landkarten zurVerfügung, sondern auch audiovisuelle Medien.

(Foto: bf)

Sparvolumen öffentliche Leistungen großflächig

zu zerschlagen.

Da auch Gießen den Beitritt zum Kommunalen

Schutzschirm beantragt hat, muss die

Stadt ebenfalls Sparmaßnahmen einleiten,

um in den nächsten 30 Jahren die angehäuften

Schulden abzubauen. Ist also eine Kürzung

des Etats für die öffentlichen Bibliotheken

der Stadt zu befürchten?

Laut Stadtpressesprecherin Claudia Boje

besteht für die Stadtbibliothek Gießen bisher

keine Gefahr, von Kürzungen getroffen

Der akademische Leiter der Gießener Sommeruniversitäten,

Prof. Thilo Marauhn,

dankte allen Mitwirkenden für den reibungslosen

Ablauf der Kurse und betonte, dass neben

dem erworbenen Fachwissen vor allem

eines wichtig sei: »Weltoffenheit und Unvoreingenommenheit

anderen Menschen und

anderen Kulturen gegenüber ist das Eigentliche,

was man bei den Gießener Sommeruniversitäten

mitnimmt«.

zu werden. Etwaige Einsparungen seien an

Auflagen des Landes gebunden, die bisher

noch nicht geklärt seien. Die Verhandlungen

zwischen der Stadt und dem Land stehen

noch aus, daher seien die Befürchtungen des

Hessischen Bibliotheksverbandes nicht zu

bestätigen. Auch betonte Boje den geringen

Etat, den die neue und bei den Einwohnern

beliebte Stadtbibliothek im Haushalt ausmache,

schon alleine deshalb erscheinen ihr

Kürzungen in diesem Bereich als unwahrscheinlich.

bf

Ägyptisches Bastelparadies im Botanischen Garten

Gießen (srs). Ein wahres Bastelparadies

eröffnete sich am Wochenende den Gästen

des Botanischen Gartens in einer Werkstatt

unter dem Titel »Altes Ägypten«. In der

Orangerie spürten kleine und große Besucher

am Samstag sowie am Sonntag werkelnd,

riechend und schmeckend bis zu 5000 Jahre

alten Entdeckungen und Bestandteilen der

ägyptischen Kultur nach. Aus Papyrushalmen

und Bastfäden erbauten sie beispielsweise

unter Anleitung von Dr. Martin de

Jong (r.) kleine Boote –und nutzten anschließend

gleich die Gelegenheit, die Schwimmtauglichkeit

zu testen. Das Prinzip einer

Auslaufuhr erlernten Gäste mithilfe eines Joghurtbechers,

dessen sinkender Wasserspiegel

durch ein Loch als Zeitmesser dient.

An einer der über 20 Stationen galt es, aus

dicht übereinandergepressten Papyrusscheiben

Papier herzustellen. Darüber hinaus experimentierten

Besucher mit Hieroglyphen,

mumifizierten Obstscheiben durch Natron

und färbten Stoffe mithilfe von Granatäpfeln,

Rhizomen und Henna. Die eigenen Basteleien

durften die Besucher anschließend

mit nach Hause nehmen.

(Foto: srs)

TERMINE

Arbeitsagenturen geschlossen – Die

Agentur für Arbeit Gießen und deren Geschäftsstellen

sind am Mittwoch dieser Woche

geschlossen. Telefonisch ist die Behörde

über das Service-Center wie gewohnt bis

18 Uhr unter 01801555111 erreichbar.

Film zur Aconcagua-Besteigung –Über

die Besteigung des mit 6962 Metern welthöchsten

Berges außerhalb Asiens, des

Aconcagua (»Auf Augenhöhe mit dem Condor«),

hatte der emeritierte Geographie-

Professor Ulrich Scholz bei seiner Weihnachtsvorlesung

2009 berichtet. Inzwischen

haben Achim Siehl und Dr. Stefan

Siehl den Film dazu fertiggestellt. Unter

dem Titel »Lebenswandler« wird der ungewöhnliche

Streifen am kommenden Samstag,

dem 18. August, ab 18.30 Uhr im Zeughaus

(großer Hörsaal) uraufgeführt. Der

Dokumentarfilm begleitet – über einen

Zeitraum von insgesamt zehn Jahren in

sechs Ländern –das Leben dreier sehr unterschiedlicher

Männer: Andi ist ein Langzeitstudent

im Motivationstief, Uli ein

rastloser Professor im Ruhestand und Alex

ein Erfolgsmensch, der seinem Beruf vieles

unterordnet.

Beratung bei Multipler Sklerose – Die

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft

bietet kostenlose Beratungen für MS-Betroffene,

deren Angehörige und Interessierte

an. Die Gespräche in den Räumen des

VdK-Kreisverbandes, Liebigstraße 15 (Seiteneingang

Untergeschoss) orientieren sich

an den Bedürfnissen des Einzelnen und

können Themen zum Krankheitsbild, zur

Krankheitsbewältigung, zum Alltagsleben

mit MS sowie zu sozialrechtlichen Fragestellungen

beinhalten. Zudem unterstützt

Sozialarbeiterin Stephanie Schlüter, die

die Beratung durchführt, beim Schriftverkehr

und begleitet Widerspruchsverfahren.

Bei Interesse an einer Beratung am Dienstag,

21. August, in der Zeit von 14bis 16

Uhr bitten die Anbieter um Anmeldung bis

zum 20. August unter der Rufnummer 069/

4058980. Weitere Informationen auch unter

www.dmsg-hessen.de.

Backhausfest in Allendorf – Zum diesjährigen

Backhausfest am kommenden

Samstag, dem 18. August, lädt die Chorgemeinschaft

Allendorf/Lahn ein. Ab 12 Uhr

stehen wieder Tische und Stühle auf dem

Backhausvorplatz im Stadtteil bereit und

man kann frisch gebratene Schweinshaxen

sowie Schmand- und Zwiebelkuchen genießen.

Auch für Getränke ist bestens gesorgt.

Später werden frische Waffeln zum

Kaffee gebacken. Der Musikverein Gießen-

Allendorf unterhält die Gäste.

THM-Bibliothek geschlossen – Aus betrieblichen

Gründen bleibt die Bibliothek

der Technischen Hochschule Mittelhessen,

Standort Gießen, in der nächsten Woche

vom 20. bis zum 24. August geschlossen.

Die THM bittet um Verständnis.


Montag, 13. August 2012 Mittelhessen

Nummer 187 -Seite 8

76-jähriger Landwirt von Hänger

überrollt und tödlich verletzt

Ehringshausen (süd). Ein tödlicher Arbeitsunfall

ereignete sich amSamstagabend

gegen 19 Uhr auf einer Wiese im Ehringshausener

Ortsteil Breitenbach. Dabei wurde

ein 76-jähriger Landwirt tödlich verletzt.

Der Landwirt aus Solms lud laut Polizeibericht

mit der Frontgabel seines Traktors

Quaderballen Heu auf einen abgekoppelten

Anhänger.Hierbei kam der Anhänger auf der

abschüssigen Wiese aus bisher noch nicht geklärten

Gründen ins Rollen. Vermutlich versuchte

der 76-jährige, durch Unterlegen eines

Keils oder Anziehen der Handbremse

den Anhänger zum Halten zu bringen. Er

wurde hierbei jedoch erfasst, von dem Anhänger

überrollt und tödlich verletzt.

Der Anhänger rollte anschließend weitere

500 Meter talwärts in Richtung Breitenbach,

beschädigte einen Geräteunterstand und

kam dann in einer Mulde zum Stehen. Zur

Klärung der Unfallursache wurde daher auf

Anordnung der Staatsanwaltschaft Wetzlar

ein Sachverständiger eingeschaltet.

20-jähriger Autofahrer stirbt

nach Unfall auf einem Feldweg

Bad Endbach (dpa/bf). Ein Autofahrer

ist am frühen Sonntagmorgen bei einem Verkehrsunfall

auf einem asphaltierten Feldweg

bei Bad Endbach getötet worden. Wie die Polizei

in Gießen mitteilte, fuhr der 20-Jährige

gegen 2Uhr wohl zu schnell in eine Linkskurve,

verlor die Kontrolle über den Wagen

und prallte gegen eine Böschung. Der Pkw

überschlug sich mehrfach und kam schließlich

nach etwa 40Metern zum Stehen.

Dabei wurde er aus seinem Auto geschleudert.

Sein 19 Jahre alter Beifahrer wurde

leicht verletzt und konnte zu Fuß die Rettungskräfte

alarmieren. Der Fahrer starb jedoch

noch ander Unfallstelle.

»One night in white« –Sohieß das Programm der Coverband »White Eagles«. Sie trat

am Samstag im ausverkauften Rosengärtchen in Wetzlar auf. Die sieben erfahrenen Musiker

aus der Region überzeugten das zahlreiche Publikum mit einem gefühlvollen

Abend auf hohem musikalischen Niveau mit zahlreichen Liedern der kalifornischen

Band »Eagles« sowie einigen Solohits der Bandmitglieder. Erfreulicherweise präsentierten

die »White Eagles« nicht einfach ein Programm größter Hits. Vielmehr hörte das Publikum

viele weniger bekannte Titel, was bei den »Eagles« natürlich relativ ist. Ausführlicher

Bericht folgt.

(kdw/Foto: kdw)

Drei Ersthelfer zogen verletzten

Autofahrer aus dem Unfallwrack

Homberg (pwr). Schwere Verletzungen

zog sich Freitagabend ein junger Autofahrer

aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf bei

einem Verkehrsunfall zu. Er verlor in einem

Waldstück auf der Landesstraße zwischen

Deckenbach und Rüddingshausen die Kontrolle

über seine Audi-Limousine und überschlug

sich. Das Fahrzeug blieb kopfüber auf

der Straße liegen, der Fahrer wurde eingeklemmt.

Die Feuerwehren Homberg-Mitte,

Deckenbach und Gontershausen wurden zur

Rettung des Eingeklemmten alarmiert, doch

drei couragierte Ersthelfer konnten den Verletzten

aus dem Unfallwrack befreien.

»Wir mussten nicht mehr eingreifen«, so

Stadtbrandinspektor Peter Pfeil. Er und seine

25 Feuerwehrkameraden waren mit sechs

Feuerwehrfahrzeugen zu dem Unfall ausgerückt.

Ein Rettungswagen brachte den Verunglückten

mit schweren Verletzungen in eine

Marburger Klinik. Die genaue Unfallursache

ist noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen

zum Hergang aufgenommen.

UKW

104,3

MHz

HÖRFUNK-TIPPS AUS DER REGION

Themenauswahl heute −9.30 Uhr:

Der Tourismus-Ort Laubach will

in einer Zukunftswerkstatt was

bewegen; 16.30 Uhr: Eine Stadt

wird zur Theater-Bühne –Theater

Gegenstand in Marburg

Gießen

Änderungen

vorbehalten!

Montag, 13. August 2012

Metzgerei Kunz

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Hinweis: Bitte übersenden Sie Ihre Mittagstischangebote bis spätestens

donnerstags, 16 Uhr, an unser Haus. Später eingehende Angebote

können für die Folgewoche nicht mehr berücksichtigt werden.

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Definition: »Inhalte und Angebot

für Gastronomieübersicht Mittagstisch«:

Das klassische Mittagstischangebot ist ein Tellergericht, das gegenüber

der regulären Speisekarte zu einem deutlich reduzierten

Angebotspreis (Preisspanne bis max. 11,– €) erworben werden

kann. Extras wie »Suppe/Nachtisch/Salat« (sofern nicht im

Mittagstischangebot enthalten) können separat als Zusatzangebot/separater

Eintrag kostenpflichtig in der täglichen Übersicht

platziert werden.

Auch ein in dem preislich vorgegebenen Rahmen definiertes

Buffetangebot am Mittag kann unter dem Begriff »MITTAGS-

TISCHBUFFET« beworben werden.

Ausgeschlossen sind zeitliche Aktionen und Angebote, die über

die Mittagsstunden hinausgehen. Dazu gehören Veranstaltungen

und Aktionen wie »Oktoberfeste«, »Sonntagsbrunch«,

»Ostermenüs«, »Lammwochen«, »Martinsgans-Essen«, »Hessische

Wochen«, »Bayerische Wochen« usw. sowie Hinweise auf

kostenfreie Dienstleistungen, Öffnungszeiten, die nicht den Mittagstisch

betreffen, Abend-, Wochenendveranstaltungen und

Sonderaktionen. Sie können nur in einer separat geschalteten

Veranstaltungs- oder Angebotsanzeige außerhalb der täglichen

Übersicht im Anzeigenteil der Tageszeitung platziert und veröffentlicht

werden.

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Montag, 13. August 2012 Kultur

Nummer 187 -Seite 9

Carreras nur noch vier

Jahre auf Opernbühne?

(dpa). Star-Tenor José Carreras (65)

gibt sich selbst nur noch wenige Jahre

auf der Opernbühne. »Von weiteren zehn

Jahren zu sprechen, wäre vermessen«,

sagte er der »Bild am Sonntag«. »Solange

meine Stimme noch funktioniert, geht es,

aber ich spüre bei jedem Auftritt, dass es

nicht mehr allzu lange dauern wird, bis

ich mich inWürde verabschieden muss.

Drei, vielleicht noch vier Jahre. Das wird

verdammt hart für mich.« Erstmal will er

aber im kommenden Jahr mit einer neuen

Oper, die er zusammen mit dem Wiener

Komponisten Christian Kolonovits

erarbeitet hat, auf Tour gehen.

Filmfestival Locarno

»Vergiss mein nicht«

erhält einen Hauptpreis

(dpa). Mit der Preisverleihung unterm Sternenhimmel

ist das 65. Internationale Filmfestival

inLocarno am Samstagabend zu Ende

gegangen. Den Goldenen Leoparden, den

begehrten Hauptpreis, gab die Jury an »La

Fille de Nulle Part« (»Das Mädchen von Nirgendwo«)

aus Frankreich. Regisseur Jean-

Claude Brisseau zeigt in dem Kammerspiel

um eine junge Frau und einen alten Mann

auf höchst kunstvolle Art eine aus den Fugen

geratene Welt, in der die moralischen Ansprüche

der Eltern und Großeltern nicht

mehr gelten.

Das deutsche Kino gewann den Hauptpreis

in der »Woche der Kritik« für die Dokumentation

»Vergiss mein nicht«. Den Preis für

den besten Film im Freiluftprogramm auf

der Piazza Grande, eine der renommiertesten

Ehrungen des Festivals, errang »Lore«. Das

Anti-Kriegsdrama ist eine deutsch-australisch-britische

Koproduktion.

In »Vergiss mein nicht« porträtiert der in

Berlin lebende Regisseur David Sieveking

seine an Demenz erkrankte Mutter. Die sensible

Dokumentation galt von Anfang an als

Favorit. »Lore« (Regie: Cate Shortland) spiegelt

auf berührende Art das Schicksal von

Kindern einer Nazifamilie, die nach dem

Zweiten Weltkrieg neu zu leben und neu

denken lernen müssen.

Die ausgezeichneten Filme reflektieren die

Schwierigkeit, die heutige komplizierte Welt

zu begreifen. So auch die mit dem Spezialpreis

der Jury gewürdigte US-amerikanische

Komödie »Somebody upthere likes me«. Regisseur

Bob Byington beobachtet darin stilistisch

originell die lebenslange Suche eines

Mannes nach sich selbst. Der als bester Regisseur

gekürte Chinese Ying Liang analysiert

inseinem dokumentarisch anmutenden

Drama »Wo Hai YouHua YaoShuo« (»When

night falls«) einen Justizmord inShanghai.

Chinesischer Komponist

Li Bo ausgezeichnet

(dpa). Der 24 Jahre alte chinesische Komponist

Li Bo hat beim Schleswig-Holstein

Musik Festival (SHMF) den Paul-Hindemith-

Preis erhalten. Hamburgs Kultursenatorin

Barbara Kisseler (parteilos) überreichte die

Urkunde am Sonntag bei einem Konzert in

der Hansestadt. Der Preis wird seit

1990 jährlich zur Förderung junger Komponisten

verliehen. Das Preisgeld von

20000 Euro wird von der Schweizer Hindemith-Stiftung

und drei Hamburger Stiftern

aufgebracht.

Walgesänge gehen in der Elbe baden

Uraufführung in Dresden: Unterwasseroper kämpft mit technischen Schwierigkeiten

Eisberge am Ufer der Elbe in Dresden, ein

Chor der Robben singt vom harten Leben in

der Kälte. Das 25 Grad warme Flusswasser

simuliert das Eismeer. Zur Uraufführung der

Unterwasseroper »Agu-Aria-Palaoa – Das

Alter der Welt II« spielte das Wetter am Freitagabend

gut mit – nur die Technik nicht.

Pannen trübten immer wieder das Erleben

eines Spektakels, für das sich die Akteure

dennoch Beifall verdienten. Auch wenn er

am Ende nicht gerade überschwappte. Die

Oper unter Wasser ist noch jung. Doch nach

Ansicht der Sängerin Claudia Herr hat das

submarine Musizieren viel Potenzial.

Die aus Dresden stammende Mezzosopranistin

ist die Erfinderin der Unterwasseroper

(wir berichteten) und selbst im nassen Element

erprobt. Nicht nur, weil sie früher als

Leistungssportlerin durchs Wasser pflügte.

Herr hat das Musiktheater in Schwimmbädern

entwickelt und singt dabei auch direkt

ins Tauchgerät. Den Klang vergleicht sie mit

Walgesang. Und am liebsten möchte die

40-Jährige mit einem ganzen Orchester abtauchen.

Ihr erster Auftritt in einem Fließgewässer

machte allerdings die Grenzen des

Formates sichtbar. Herr ließ einen Schlagwerker

im Fluss trommeln und schickte auch

immer wieder die Chor-Robben ins Wasser.

Sie selbst agierte in einer Szene unter Wasser

und sang direkt in ihr Atemgerät. Via Kamera

und Unterwassermikrofon wurde der Gesang

ans Ufer übertragen.

Die Oper erzählt von der Suche nach dem

Lebenselixier, dem Wasser des ewigen Lebens.

Claudia Herr hat als junge Frau zwar

alles im Leben erreicht, aber keine Liebe gefunden.

Ihre Gegenspielerin ist eine alte Frau

(Elizabeth Neiman), die mit dem Leben irgendwie

schon abgeschlossen hat. Dazu gesellt

sich ein junger Schwertwal namens

Schwermut, der die Männlichkeit in dem

Stück verkörpert, aber nicht wirklich an

Entwicklung im Leben glaubt. Die Robben

leben in Gemeinschaft und sind die wahren

Überlebenskünstler.

Leider blieb die Umsetzung der Vorlage

von Monika Rinck inder Regie von Holger

Müller-Brandes weitgehend im Dunkeln,

Mezzosopranistin Claudia Herr wagt sich mit schwerem Tauchgerät in die Elbe.

(dpa)

weil die Elbe nur schlecht ausgeleuchtet war

und Mikrofone immer wieder ihren Dienst

versagten. Das Publikum saß erhöht am anderen

Elbufer und konnte das Geschehen oft

nur über eine Leinwand mitverfolgen. Zudem

verhedderte sich die Kamera häufig bei

ihren Einstellungen und musste die Künstler

am Ufer erst suchen. Offenbar fehlte das

Budget, um die Elbe mit Scheinwerfern in

eine richtige Bühne zu verwandeln.

Auch die kammermusikalisch instrumentierte

Komposition von Susanne Stelzen verlor

sich des Öfteren auf dem fließenden

Spielfeld. Per Tonband wurden Unterwassergeräusche

aus der Antarktis eingespielt, die

das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und

Meeresforschung Bremerhaven bei seiner

»Palaoa«-Mission aufnahm. Der Klang vermischte

sich mit den Unterwassermikrofonen

in der Elbe sowie technischen Störgeräuschen

und war sonicht immer eindeutig zu

identifizieren.

Dennoch gelangen dem Team um Herr auch

starke Bilder. Gerade ihre Unterwasserszene

war ein optischer Leckerbissen. Herrs lange

Haare wanden sich wie Fangarme einer Meduse

in der Strömung, ihr Kleid schwebte

geradezu um ihren Körper. Als kurz vor dem

Finale ein zur Inszenierung gehörender Elbedampfer

mit Festbeleuchtung und ausgeschalteter

Maschine lautlos an den Eisbergen

aus Stoff vorbeidriftete, geriet die Unterwasseroper

sogar zum großen Kino. Die Zuhörer

dankten den Künstlern für ihren Einsatz und

eine Idee, die trotz der Tücken nicht untergehen

wird.

Jörg Schurig

Der Klang aus dem Orchestergraben fehlt

Bayreuther »Parsifal«-Inszenierung wurde am Samstag live in 100 Kinos übertragen

(dpa). Live aus Bayreuth begrüßte Festspielleiterin

Katharina Wagner die Besucher,

die am Samstag in den Saal 1des Titania-

Kinopalasts in Berlin-Steglitz strömten.

Kurzfristig hatte das traditionsreiche Haus

die Übertragung in seinen größten Saal verlegt,

um die Nachfrage nachTickets befriedigen

zu können. Zwar blieben noch Plätze

frei, und nicht jeder, der kam, hielt sechs

Stunden »Parsifal« durch. Doch am Ende

spendeten auch die Leute im Kino den

Künstlern im 300 Kilometer entfernten Bayreuth

Applaus.

Am Wochenende lag Bayreuth sozusagen

gleich umdie Ecke. Zum ersten Mal wurde

eine Aufführung der Richard-Wagner-Festspiele

live in über 100 Kinos in Deutschland,

Österreich und der Schweiz übertragen. Bisher

hatten Wagner-Freunde, die nicht an die

teuren und raren Tickets auf dem Grünen

Hügel kamen, nur beim Public Viewing auf

dem Bayreuther Volksfestplatz seit 2008 die

Chance, das Geschehen im Festspielhaus live

zu verfolgen. Weil der Hauptsponsor Siemens

absprang, gab es dieses Jahr aber kein Public

Viewing mehr.

Gegenüber dem Public Viewing hatte der

Kino-Wagner einige klare Vorteile. Die gesparten

Spritkosten machten die 28,50 Euro

Eintritt mehr als wett, und zum Einlass gab

es sogar ein Glas Sekt gratis. Auch hatte man

nicht wie beim Open-Air-Erlebnis während

des ersten Aufzugs mit Gegenlicht zu kämpfen,

musste nicht unter heißer Sonne schwitzen.

Allerdings war der Klang aus den riesigen

Lautsprecherbatterien des Volksfestplatzes

eindrücklicher als im Kino in Berlin.

Dort blieb er alles in allem recht matt.

Übertragen wurde das Bühnenweihfestspiel

»Parsifal« in der Regie von Stefan Herheim.

Die viel diskutierte Inszenierung, die

Wagners quasireligiöse Erlösungs- und

Heilserzählung in ein historisches Schema

presst, hat viele originelle und einige unsinnige

Regieeinfälle. Für den Kinobesucher beeindruckend

sind vor allem die Großaufnahmen:

der leidende Gralskönig Amfortas im

blutgetränkten Gewand, Parsifal umringt

Libellen tanzen zum Regenbogen-Sound

Südafrikas Vorzeigeband Freshlyground verbreitet auf Schloss Vollrads ansteckende gute Laune

Die Erleichterung ist Michael

Herrmann vom Rheingau Musikfestival

deutlich anzusehen. Heute

hat der Wettergott offensichtlich

gute Laune. War das

Schlossfest im letzten Jahr buchstäblich

im Wiesenmatsch von

Schloss Vollrads versackt, spannt

sich jetzt ein Festsommerhimmel

mit kleinen harmlos hingetupften

Wölkchen über der Hauptbühne

im Schlosshof und der

passt auch bestens zum sonnigen

Sound des musikalischen Höhepunkts.

Steht doch die Afropop-

Truppe von Freshlyground aus

Südafrika wie kaum eine andere

für ein durchweg friedliches und

farbenfrohes Miteinander. Als

weltweite Botschafter der Regenbogen-Nation

Südafrika sind

sie nicht erst seit ihrem spektakulären

»Waka Waka«-Auftritt

bei der Fußball WM 2010 mit

Popsternchen Shakira bekannt

geworden. Bereits ihre dritte CD

»Ma’ Cheri« 2008 schießt international

in die Charts, zuvor beweist

ihre Single »Doo be doo«

nicht nur in Afrika Ohrwurmqualitäten.

Sensationell an Freshlyground

ist vor allem Frontfrau Zolani

Mahola, das 1,55 Meter große

Energiebündel aus dem New

Brighton Township vom Eastern

Cape. Egal, ob sie selbstbewusst

This time for Africa: Sängerin Zolani Mahola (M.) bringt das ausverkaufte

SchlossVollrads zum Tanzen. (Foto: Hans-Jürgen Heyer)

die Zähne bleckt, ironisch ihre

klugen Augen rollt, quirlig die

Nase kräuselt oder mit Geigerin

Kyla ein synchrones Reggae-

Tänzchen einlegt: Ihre ansteckende

gute Laune sprüht golden

wie die warme Sonne Südafrikas

von der Bühne herunter und verfehlt

ihre Wirkung nicht. Einzelne

Grüppchen der 2200 Fans tanzen

vom ersten Takt an, die Masse

wippt erst mal launig mit,

spätestens nach einer halben

Stunde stehen die ersten Reihen.

Am Ende versteht selbst der

Letzte »Waka Waka« (»Los, los«)

als Aufforderung, und sogar betagte

Herrschaften lassen zu

schmissigen Fusion-Beats die

Hüften kreisen. Auch traumhaft

schöne Kuschelballaden wie »I’d

like« oder das mit Robbie Williams

bekannt gewordene »Nomvula«

haben die Südafrikaner im

Gepäck. Dann schaukeln Mütter

ihre Sprösslinge auf dem Arm,

kuscheln sich Pärchen wohlig

aneinander und die Stimmung

wird innig. Passend dazu entern

schillernde Libellen vom nahen

Schlosssee die Bühne und umfliegen

malerisch Simon Atwell

an Pan- und Querflöte. Dass die

multiethnische Truppe aus Zimbabwe,

Mosambique und Südafrika

auf dem schwarzen Kontinent

Kultstatus erreicht hat, mag

jetzt niemand mehr bezweifeln.

Leadsängerin Zolani singt in

der Zulu-Sprache Xhosa,

manchmal auch in Englisch.

Sympathisch: Casting-Shows

und strategische Marketing-

Konzepte sind für die sieben

Bandmitglieder Fremdworte.

Zwar sind sie nicht die erste gemischte

Band Südafrikas, dafür

aber die beliebteste. Ob arm oder

reich, jung oder alt, schwarz oder

weiß, ihr Rhythmus geht den

Menschen ins Blut. Mit dem Sonnenuntergang

und nach gut 90

Minuten Live-Konzert verlässt

Freshlyground die Bühne. Im Anschluss

heizt die Coverband Waterproof

auf der Bühne vor dem

Herrenhaus den Gästen nochmal

richtig ein. Doch irgendwie vermisst

man ihn gleich, den warmen

poppigen Regenbogen-

Sound. So wie die letzten Strahlen

der Rheingauer Augustsonne.

Bettina Boyens

von den Blumenmädchen, die Hexe Kundry

in all ihren Wandlungen – auf dem Bildschirm

sah sie dank Kamera-Zoom größer

und deutlicher als auf der Bühne aus. Dafür

fehlte der unvergleichliche Klang aus dem

Orchestergraben.

In den Pausen gaben sich Katharina Wagner,

der Tenor Klaus Florian Vogt und Moderator

Axel Brüggemann viel Mühe, das Publikum

mit Bayreuth vertrauter zu machen.

Sie interviewten Dirigent Philippe Jordan

und besuchten die Darsteller Detlef Roth

(Amfortas) und Susan Maclean (Kundry) in

ihren Garderoben. Sie machten auch Station

im Stimmzimmer der Hornisten. Vogt, der

selbst Hornist war, zeigte, dass er das Musizieren

noch nicht verlernt hat. Das Publikum

war insgesamt zufrieden. »Es ist ein Kinofilm,

aber es ist keine Oper mehr«, sagte die

Musikalienhändlerin Christiane Riedel (59),

die Herheims »Parsifal« schon zweimal in

Bayreuth im Festspielhaus erlebt hatte, »es

fehlt dieses Gänsehautgefühl der Musik, dafür

hast du die Gänsehaut der Bilder«.

Sherlock-Holmes-Treffen

zum 125. Geburtstag

(dpa). Der Meisterdetektiv Sherlock

Holmes wird in diesem Jahr 125 Jahre alt

und vom 24. bis 26. August in der Eifelstadt

Hillesheim groß gefeiert. Bei einem Treffen

der Deutschen Sherlock Holmes Gesellschaft

–der 1. »Sherlocon« –erwarten die Besucher

Lesungen, ein Sherlock-Krimi-Dinner, ein

viktorianisches Picknick sowie Rätsel und

Rallyes. »Wir wollen Sherlock Holmes als erfolgreichste

Detektivfigur aller Zeiten feiern«,

sagte einer der Vorsitzenden der Gesellschaft,

Olaf Maurer,inLudwigshafen.

Die erste Geschichte von Holmes-Erfinder

Sir Arthur Conan Doyle erschien im Jahr

1887. Der britische Schriftsteller verfasste

insgesamt 56 Kurzgeschichten und vier Romane

um den Meisterdetektiv aus der Baker

Street 221b inLondon. Zudem gibt es unzählige

Fortsetzungen und Erzählungen zu

Sherlock Holmes von anderen Autoren.

Kunstwoche im

Malerdorf Kleinsassen

(dpa). Im Malerdorf Kleinsassen in der

Rhön wird seit gestern die 33. Kunstwoche

veranstaltet. Bis 19. August ist der Ort Treffpunkt

für Künstler und Aussteller aus dem

In- und Ausland. Das Angebot reicht von

Malerei, Grafik und Bildhauerei über Kunsthandwerk

bis hin zu Aktionen. Besucher

können nicht nur Ausstellungsstücke in Ställen,

Garagen und entlang der Straßen begutachten,

sondern auch selbst aktiv werden. So

stehen Kalligrafie-Workshops auf dem Programm,

bei denen die Kunst des Schönschreibens

geübt werden kann. Auch Malkurse

werden angeboten.


Montag, 13. August 2012 Freizeit ·Service

Nummer 187 -Seite 10

PREMIERE AM DONNERSTAG, 22. AUGUST, INLICH

Theater Traumstern

inszeniert »Hair«

Am Mittwoch, 22. August, 20 Uhr, ist es

endlich so weit: Das Theater Traumstern

feiert imKino in Lich die Premiere seiner

neuen Inszenierung: Das Musical »Hair«.

Mit einem neuen Ensemble, das aus über 50

Personen (Schauspieler,Band, Chor und Orchester)

besteht, meldet sich das Theater

Traumstern aus der Sommerpause zurück.

Bis zum 2. September sind insgesamt sechs

Vorstellungen des Musicals geplant. Die

Premiere ist bereits ausverkauft.

Weitere Vorstellungen folgen im Kino

»Traumstern« am Donnerstag, 23. August,

um 20 Uhr sowie am Samstag und Sonntag,

1./2. September, jeweils um 11 Uhr und in

der Gesamtschule Hungen am Samstag und

Sonntag, 25./26. September, jeweils um 20

Uhr. Informationen zum Kartenvorverkauf

erhält man unter www.theater-traum

stern.de oder www.kuenstlich-ev.de.

Zur Handlung: Claude Bukowski, der Sohn

polnischer Einwanderer, steht vor einer

schwierigen Entscheidung. Zieht er für die

Vereinigten Staaten in den Vietnam-Krieg

»Vorabend« (Theaterprojekt in Marburg).

Veranstaltungen

Landkreis Gießen

Biebertal – Vetzberg: Sportplatz, SG Grün-

Weiß, Bocciaspielen für jedermann, 18 Uhr.

Buseck – Alten-Buseck: Basalt-Betonwerk

Eltersberg, Barfuß-Park, geöff. 7bis 18 Uhr.

Fernwald – Steinbach: Kleintierpark, geöffnet

von 9bis 20 Uhr.

Heuchelheim – »Zum Treppchen«, Gesellschaft

»Einigkeit Zum Treppchen«, Kirmes,

Frühschoppen mit der »Kinzenbacher Blasmusik«,

10.30 Uhr.

Hungen – Limesinformationszentrum, Hof

Grass, geöffnet von 10bis 12 Uhr.–Villingen:

TP: Bürgerhaus, TSV Männersportabteilung,

Radtour (für jedermann), 19 Uhr.

Laubach –Johann-Friedrich-Stift, Cafeteria,

Frühstück für alle Generationen, 9 bis 11

Uhr. – Tennisanlage Froschloch, Tennisclub

Laubach, Schnuppertraining (für Kinder von

5bis 10 J.), 14.30 bis 15.30 Uhr. –Freienseen:

Gemeindezentrum, Ortsbeirat, 19.30 Uhr.

Lich – Arnsburg: Tierpark Klosterwald, geöffnet

von 10bis 18 Uhr.

Linden – »Ratsstuben«, Sitzung des Ausschusses

für Bau, Planung und Umwelt, des

Haupt- und Finanzausschusses sowie des

Ausschusses für Jugend, Soziales, Sport und

Kultur, 20 Uhr. –TP: Kreisel im Stadtzentrum,

CDU, Zuhör-Tour des Bürgermeisterkandidaten

Jörg König, anschl. Bürgergespräch

imBiergarten der Ratsstuben, 18 Uhr.

oder schließt er sich einer Gruppe von jungen

Menschen an, die nach dem Motto

»Beats, Flowers, Freedom and Happiness«

leben, gelegentlich Drogen konsumieren

und gegen Kriege protestieren? Claude ist

hin- und hergerissen zwischen zwei Welten.

heute in der Region

Kinzenbacher Blasmusik in Heuchelheim.

Pohlheim – Watzenborn-Steinberg: Stadtverwaltg.,

Sitzung Ausschuss »Bauen, Stadtentwicklung,

Umwelt«, 19.30 Uhr.–Volkshalle,

DRK, Blutspende, 15.30-19.30 Uhr.

Wettenberg – Wißmar: Festplatz, Burschenschaft

»Kleeblatt«/Mädchenschaft »Glück

Auf«, Kirmes, Frühschoppen, 11 Uhr. /Volksfest

mit »Junge Aalbachtaler« ab 20 Uhr.

Blick über den Zaun

Bad Endbach –Konzertmuschel im Kurgarten,

Volks- und Trachtentänze mit der Volkstanzgruppe

aus Öcsey/Ungarn, 16.30 Uhr.

Bad Nauheim –TP. Bad Nauheim Info, »Jugendstilrundgang«,

15 Uhr. – Kurpark-Klinik,

Vortrag »Schmerztherapie durch die traditionelle

chineschische Medizin« mit Dr.

Fang Wang, 19 Uhr.

Die Einberufung rückt näher.Würde er den

Kriegsdienst verweigern, so würde dies für

ihn eine Gefängnisstrafe bedeuten. Da stellt

sich natürlich die Frage: Patriotismus oder

Pazifismus, lieber leben, töten oder sogar

getötet werden? (Foto: Stefanie Flauger)

mit Gießen-Info

Bad Vilbel –Burgfestspiele, Komödie »Arsen

und Spitzenhäubchen«, 20.15 Uhr.

Greifenstein – Glockenwelt Burg Greifenstein,

geöffnet von 10bis 18 Uhr.

Hüttenberg – Hörnsheim: Festplatz, Mädchen-

und Burschenschaft »Frisch Auf«, Kirmes,

Frühschoppen, 11 Uhr. –Weidenhausen:

DGH, Gemeindevertretersitzung, 20 Uhr.

Marburg – Botanischer Garten Lahnberge,

geöffnet von 9bis 18 Uhr. –Kulturzentrum

Waggonhalle, »Laurel & Hardy Poetry«,

Wort-Performance mit Ralph Turnheim, 20

Uhr. – Landgrafenschloss, Theater Gegen-

Stand Sommerprojekt: »Vorabend –Vom Mut

aufzustehen«, Vorstellungen um 19.30 Uhr

(Premiere), 20 Uhr und 20.30 Uhr.

Nidda – Bad Salzhausen: Historischer Bahnhof,

»Försterwanderung«, 14.30 Uhr.

Die jungen Aalbachtaler (Wißmar).

Laurel &Hardy-Poetry

Das wohl beliebteste

Komikerduo der

Filmgeschichte gilt

es in einem völlig

neuen Stil zu entdecken:

Die Stummfilmkomödien

von

Stan Laurel und Oliver

Hardy bekommen

eine Stimme.

Der Leinwand-Lyriker

Ralph Turnheim

bedichtet sie mit

kongenialen Texten.

Auf wienerisch und

live – heute um 20

Uhr im Rahmen des

»ZAC-Sommervarietés«

im Kulturzentrum

Waggonhalle in Marburg. Tickets an der

Abendkasse kosten 13 Euro.

Leinwand-Lyrik als neues Genre

Stanley Laurel (1890 –

1965) und Oliver Norvell

Hardy (1892 – 1957) brauchen

keine weitere Vorstellung.

Hierzulande auch als

Dick &Doof bekannt, bringen

sie seit bald 90 Jahren

weltweit Menschen zum Lachen.

Grundstein ihres Erfolgs

waren ihre Stummfilme.

Das Programm »Laurel

Stan Laurel

& Hardy-Poetry« präsentiert

drei ihrer beliebtesten

Kurzfilme aus diesen Anfangsjahren.

Der gebürtige

Wiener Ralph Turnheim ist

Schauspieler, Regisseur und

Autor. Er spielte unter anderem

auf Bühnen in Wien,

Prag und Frankfurt. Er war

Ensemblemitglied des Hessischen

Staatstheaters

Oliver Hardy

Wiesbaden und der Burgfestspiele Mayen.

2005 erfand er mit »Pink Panther Poetry« die

Mischung aus Filmvorführung und Lyrik-Lesung,

kurz: Leinwand-Lyrik. »Laurel &Hardy-Poetry«

ist sein viertes Programm. Er lebt

und arbeitet in Wiesbaden.

www.ralphturnheim.com.

DER STADT-KASTEN

Gießen-Termine heute

Diskotheken

Irish Pub, Karaoke mit Andy Pfälzer,

21 Uhr. – Ulenspiegel, »Independent

tanzbar«, 21.30 Uhr.

Politisches

Kongresshalle, Winchesterzimmer, off.

Treffen der Lokalen-Agenda-21-Gruppe

»Natur- undUmweltschutz«, 19 Uhr.

Öffnungszeiten

Botanischer Garten: 8bis 19 Uhr

Mathematikum: 9bis 18 Uhr

Stadtbüro: 8bis 18 Uhr

Tourist-Information: 9bis 18 Uhr

TH-Bibliothek: 8.30 bis 18 Uhr

Uni-Bibliothek: 8.30 bis 23 Uhr

13. August

Vergeude keine Zeit damit, über die vielen Aufgaben

nachzugrübeln, die noch zu erledigen sind. Tu das,

was Du heute tun kannst, mit ganzer Konzentration

und Hingabe, lass los und lebe.

Das Kinoprogramm

»Ausgerechnet Sibirien«

(Gießen, Kinocenter).

»Moonrise Kingdom«

(Kino Traumstern, Lich).

Salzgrotte

www.salzgrotte-giessen.de

in Stadt und Land

Gießen – Heli »Ted« (17.30, 20 Uhr); Kinocenter

»Ausgerechnet Sibirien« (20 Uhr);

»Der Lorax« (14.45 Uhr; 3D: 17 Uhr); »Hanni

&Nanni 2« (17 Uhr); »Head-hunters« (23.15

Uhr); »Ice Age 4 - Voll verschoben« (14.30

Uhr; 3D: 15, 19 Uhr); »Merida -Legende der

Highlands 3D« (14.30, 16.45, 21 Uhr); »Prometheus

- Dunkle Zeichen 3D« (23 Uhr);

»Ted« (20.30, 22.45 Uhr); »The Dark Knight

Rises« (17, 19.30, 22.30 Uhr); Roxy »Prometheus

-Dunkle Zeichen 3D« (17, 20 Uhr)

Alsfeld – Kinocenter »Bis zum Horizont,

dann links!« (18.45 Uhr); »Ice Age 4-3D«

(16 Uhr); »Merida -Legende der Highlands

3D« (16, 18.45 Uhr); »Prometheus - 3D«

(17.45, 20.15 Uhr); »Ted« (20.30 Uhr); »The

Dark Knight Rises« (16, 20.15 Uhr)

Butzbach – Filmtheater »Ice Age 4-Voll verschoben

3D« (15 Uhr); »Merida -3D« (15, 17,

19 Uhr); »Prometheus -3D« (21 Uhr); »The

Dark Knight Rises« (16.30, 20 Uhr)

Friedberg – Kinocenter »Der Lorax 3D« (15

Uhr); »Ice Age 4-3D« (15 Uhr); »Merida -

Legende der Highlands 3D« (15, 17, 20 Uhr);

»Prometheus - Dunkle Zeichen 3D« (17,

20.15 Uhr); »Ted« (14.45, 17, 20.15 Uhr); »The

Dark Knight Rises« (16.30, 20 Uhr)

Grünberg – Apollo und Turm »Fast

verheiratet« (20.15 Uhr); »The Dark Knight

Rises« (20 Uhr)

Lauterbach – Lichtspielhaus »LOL –

Laughing Out Loud« (20 Uhr)

Anzeige

Lich – Traumstern »Bis zum Horizont, dann

links!« (19.30 Uhr); »Der Lorax« (17.30 Uhr);

»Moonrise Kingdom« (21.30 Uhr)

Marburg – Capitol »Hasta la Vista« (17.15,

19.45 Uhr); »LOL - Laughing Out Loud«

(17.30 Uhr); »Merida - Legende der Highlands«

(17.30 Uhr); »My Week with Marilyn«

(19.45 Uhr); »Red Lights« (20 Uhr); »Rum

Diary« (20.15 Uhr); »Snow White and the

Huntsman« (17.30 Uhr); Cineplex »Ice Age 4«

(14.45, 17 Uhr; 3D: 15, 17.15, 20.30 Uhr);

»Jeff, der noch zuHause lebt« (19, 21 Uhr);

»Merida - Legende der Highlands« (15.15;

3D: 15.30, 17.45, 19 Uhr); »Prometheus -

Dunkle Zeichen 3D« (17, 20 Uhr); »Ted« (15,

17.30, 20.15, 20.45 Uhr); »The Dark Knight

Rises« (15.30, 17.15, 19.30, 21.15 Uhr); Atelier

»Der Vorname« (17.15, 19.25, 21.30 Uhr);

Palette »Das Schwein von Gaza« (16, 20.15

Uhr); »Eine dunkle Begierde« (18 Uhr);

»Ziemlich beste Freunde« (22.15 Uhr);

Kammer »Das verflixte dritte Jahr« (17.20,

19.30 Uhr und 21.35 Uhr)

Wetzlar – Rex Kinos »Die Piraten« (14.45

Uhr); »Ice Age 4-3D« (14.45 Uhr); »Merida

3D« (14.45, 16.45, 19 Uhr); »Prometheus -

3D« (17, 20 Uhr); »Ted« (17.30, 21 Uhr); »The

Dark Knight Rises« (20 Uhr)

Mehr Termine und Veranstaltungstipps

aus der Region unter

www.giessener-allgemeine.de/freizeit

Glückwunsch!

»Kultur pur seit

1865« schreibt sich

der Circus Probst auf

die Fahne – von

Mittwoch bis Sonntag

(15. bis 19. August)

gastiert das

Unternehmen auf

dem Messegelände

an den Hessenhallen

in Gießen. Mit dabei

Clownesse Lolli

sind unter anderem elf Künstler des kubanischen

Nationalcircus Cirkaribe.

Je zwei Freikarten für die Vorstellung am

Mittwoch um19.30 Uhr gewinnen unsere

Leser Werner Krug (Buseck), Rosi Weiser

(Gießen), Helma Klinkert (Heuchelheim),

Hannelore Kammer (Hungen), Anneliese

Tscholitsch (Leihgestern), Thomas Fay

(Pohlheim), Barbara Brucker (Lich),

Louisa Frey (Hüttenberg), Christa Veit

(Fernwald) und Angelika Deeg (Homberg/

Ohm). Die Tickets kommen per Post.

Wir wünschen gute Unterhaltung!

Das Cirkaribe-Ensemble aus Kuba

(ik)


Montag, 13. August 2012 Freizeit ·Service

Nummer 187 -Seite 11

»Räuber« im Hessenpark

Die Taunusräuber erobern

das Freilichtmuseum

Hessenpark

bei Neu-Anspach

und erzählen in einer

»Räuberballade« von

ihren Ängsten, Sehnsüchten

und der

Hoffnung auf ein

besseres Leben. Die

vom Museumstheater

gekonnt in Szene

gesetzte Geschichte

basiert auf einer

wahren Begebenheit:

1776 wurde in Rod

am Berg, heute ein Stadtteil von Neu-Anspach,

Georg Philip Lang geboren, der als

Räuber »Hölzerlips« (Foto) in die Geschichtsbücher

Einzug fand.

Humor, Speisen und Musik

An den Theaterabenden finden sich die Zuschauer

im Unterschlupf der berühmt-berüchtigten

Hölzerlips-Bande wieder und erleben

hautnah mit, wie es dort zugeht. Liebe,

Intrigen, Dramen und eine deftige Prise Humor

verleihen dem Räuberleben die unnachahmliche

Würze. Um die Epoche mit allen

Sinnen erfahrbar zu machen, werden landesund

zeittypische Speisen gereicht. Die Zuschauer

erfahren, wie ein im Freilichtmuseum

nach historischem Vorbild aufgezogenes

Weideschwein schmeckt. Und sie genießen

dazu die Musik der Epoche.

Treffpunkt ist das Zirkuszelt neben der Kirche

aus Lollar in der Baugruppe Mittelhessen.

Bei gutem Wetter findet die Aufführung

im Freien statt, bei Regen steht eine überdachte

Ausweichmöglichkeit zur Verfügung.

Die »Räuberballade« wird am24., 25. und 31.

August sowie am 1. September jeweils um 19

Uhr aufgeführt. Im Eintrittspreis von 45

Euro enthalten sind die Aufführung und die

Speisen, Getränke werden extra berechnet.

Informationen unter Tel. 06081/588161.

Griff zum Hörer

Polizei und Feuerwehr

Feuerwehr-/Rettungsdienst-Notruf. . . . . . 112

Polizei-Notruf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110

Zentrale Leitstelle, Gießen . . . 06 41/79 49 73-0

Polizei Gießen . . . . . . . . . . . . . . . . 06 41/70 06-0

Polizeistation Grünberg . . . . . . . 06401/9 14 30

Autobahnpolizei Butzbach. . . . . . 06033/99 30

Krankenhäuser

Evangelisches Krankenhaus. . . . . 06 41/96 06-0

St.-Josefs-Krankenhaus . . . . . . . . 06 41/70 02-0

Uni-Klinikum . . . . . . . . . . . . . . . . 06 41/9 85-60

Asklepios-Klinik-Lich . . . . . . . . . . 06404/8 10

Ärztlicher Notdienst

Ärztl. Notdienstzentr. (ab 18 Uhr) 06 41/4 50 91

Augenärztl. Notfallzentrale . 06 41/9 85-4 64 44

Kinderärztl. Notdienstzentr.. 06 41/9 85-4 36 06

Ärztlicher Bereitschaftsdienst Mittelhessen

für die Bereiche Busecker Tal/Reiskirchen,

Grünberg/Laubach/Mücke und Ortsteile von

Ulrichstein, Lich/Hungen/Münzenberg, Linden/Langgöns,

Pohlheim/Fernwald/Gambach

sowie Lollar, Staufenberg, Allendorf und Rabenau

von 19Uhr bis 6Uhr . . . 01805/77 19 19

Apotheken-Notdienst

Sammelnummer: 01801/55 57 77 93 17

Gießen: Apotheke amTheater, Johannesstraße

5A, Tel. 06 41/7 26 66; Grünberg: Bahnhof-Apotheke,

Bahnhofstraße 6, Tel. 06401/9 12 30;

Pohlheim: Schiffenberg-Apotheke, Grüninger

Straße 8, Tel. 06403/96 39 36; Wetzlar: Linden-

Apotheke, Formerstraße 61, Tel. 06 41/3 24 24

Wichtige Telefonnummern

Ärztl.-psych. Erziehungsberatg 06 41/4 00 07-40

Aids-Hilfe . . . . . . . . 06 41/1 94 11 oder 39 02 26

Aktion Moses-Notruf . . . . . . . . 06 41/2 00 17 58

Aktion Perspektiven . . . . . . . . . . . 06 41/7 10 20

Anonyme Alkoholiker . . . . . . . . . . 06 41/1 92 95

Arbeiter-Samariter-Bund. . . . . 06 41/9 72 69 69

Arbeiterwohlfahrt Gießen . . . . . . 06 41/40 19-0

AWO-Kreisverband, Lollar. . . . . . 06406/16 19

Beratungszentrum Grünberg . . . 06401/9 02 36

Beratungszentrum Laubach. . . . 06405/9 02 36

Beratungs- & Koordinierungsstelle für ältere

und pflegebedürftige Menschen 06 41/9 79 00 90

Caritasverband . . . . . . . . . . . . . . . 06 41/79 48-0

DRK, Soziale Dienste . . . . . . . . . 06 41/40 00 60

Diakonisches Werk Gießen . . . . 06 41/9 32 28-0

Diakonisches Werk Grünberg 064 01/22 31 14-0

Eltern-Telefon (kostenlos) . . . . 08 00/1 11 05 50

Eltern helfen Eltern . . . . . . . . . . . 06 41/3 33 30

Frauenhaus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 06 41/7 33 43

Gießener Hilfe . . . . . . . . . . . . . . . 06 41/97 22 50

Interessenverg.f.Anfallskranke. . 06 41/4 48 09

Johanniter-Unfall-Hilfe . . . . . . . 06403/7 03 00

Kinderschutzbund. . . . . . . . . . . 06 41/49 55 030

Kinder- und Jugendtelefon. . . . 08 00/111 0333

Lebenshilfe Gießen . . . . . . . . . 06404/8 04-2 39

Malteser Hilfsdienst . . . . . . . . . . . 06 41/3 10 41

Pflegestützpunkt Kreis Gießen 06 41/20 91 64 97

Selbsthilfegruppe Hirntumor. . . . 06405/17 94

Selbsthilfegruppen-Kontaktst.0641/98 54 56 12

Sozialdienst katholischer Frauen 06 41/20 01-0

Suchthilfezentrum. . . . . . . . . . . . . 06 41/7 80 27

Telefonseelsorge 08 00/1 11 01 11 oder 1110222

Tourist-Information Gießen . . 06 41/3 06-18 90

VdK-Kreisverband 06 41/9 69 68 99

Ausstellungen Auswahl

Gießen - Augenklinik, »Schöpfungsgeschichte«,

Werke von Margarete Filipp, 7bis

19 Uhr. -Bistro »Da Vinci«, »Farblandschaften«

v. Adelheid Bayer-Najoan, ab 9 Uhr. -

Botanischer Garten, »Karoline von Günderrode

und die Romantik« von Dr. Marlies

Obier, 8bis 19 Uhr. -»Café de Paris«, Ölund

Acrylbilder von Manon Soulier, 7bis 19

Uhr. -»Café Giramondi«, Acrylmalerei von

Maria Primig, 9.30 bis 22.30 Uhr. -Galerie

auf dem Schiffenberg, Werke von Hilke Müller

und Sabine Strehlow, 15 bis 18 Uhr. -Gesundheitszentrum

Martinshof, Radiologie,

Bilder von Bärbel Stückradt-Nikutta, 8bis

12 Uhr. -Lounge &Espressobar »No TEN«,

»Impressionen in Grau« von Peter Seharsch,

9bis 23.30 Uhr. -Mathematikum, »Die Maschinen

Leonardo Da Vincis«, 10 bis 19 Uhr.-

Neuer Kunstverein, »Strom«, Werke von Tarik

Goetzke und Jonas Englert, 19 bis 21 Uhr.

- Osteria Pizzeria Laurito, Pastellmalerei:

von Schülern der Anne-Frank-Schule Linden,

11.30 bis 23.30 Uhr. -Räume der Begegnung,

Bahnhofstr. 24, »Lebensbilder« von

Barbara Zettl, 15 bis 18 Uhr. -Uni-Klinikum,

Kapellengang, »Tausendschön und Rosenrot«,

Werke von Yvonne Nordhaus und

Irmgard Leisenberg. - Neubau, Foyer, Acrylgemälde

von Susanne Stoll. Arbeiten von Caroline

Steingen. - Weinstube, Steinstraße 37,

»Geheimnisse der Fotografie« von Pascal

Gille, 16 bis 23 Uhr. -Wieseck: Ev. Familien-

Bildungsstätte, Fotografien: »Lebenskunst –

wovon leben wir?«, 9bis 18 Uhr.

Bad Vilbel - Alte Mühle, »Geschichte der

Burgfestspiele seit 1987«, 18.30 bis 20 Uhr.

Buseck - Alten-Buseck: Sammler- und

Hobbywelt, geöffnet von 10bis 18 Uhr.

Friedberg - Burggarten, Fotografien: »Bald

kommt der Zar,Hurrah, Hurrah!«, 9-20 Uhr.

Fronhausen - Rathaus,Werke von Johannes

Fendel, 8.30 bis 12 Uhr und 14.30 bis 16 Uhr.

Grünberg - Weitershain: Atelier Erich Carl

Arabin, Gemälde und Zeichnungen, nach

Vereinbarung unter Tel. 06634/1755.

Heuchelheim - Gallery B,Landschafts- und

Tiermalerei von Georg Baumhakl, Termine

unter Tel. 0641/6 1476.

Hüttenberg - Rechtenbach: Rathaus, Werke

von Rainer Ackermann, 7.30 bis 12 Uhr.

Lahnau - Dorlar: Praxis Dr. Weberling und

Alshut, »Streben nach Ausgleich und Harmonie«,

Werke von Ursula Bonner,8-12 Uhr.

Bäder

mit Gießen-Info

Freibäder (witterungsbedingte Änderungen möglich)

Gießen – Ringallee 9bis 20 Uhr

Kleinlinden 10 bis 20 Uhr

Lützellinden 10 bis 20 Uhr

Alsfeld –7bis 20 Uhr

Buseck –13bis 20 Uhr

Grünberg –8bis 20 Uhr

Homberg –10bis 20 Uhr

Hungen –7bis 20 Uhr

Laubach –10bis 20 Uhr

Lauterbach –9bis 20 Uhr

Lich –9bis 19 Uhr

Linden – Großen-Linden 9bis 20 Uhr

Lohra – Kirchvers 11 bis 20 Uhr

Lollar –9bis 20 Uhr

Marburg –8bis 19 Uhr

Pohlheim – Holzheim 14 bis 20 Uhr

Reiskirchen – Ettingshausen 13 bis 20 Uhr

Ensemble Flautano in Wetzlar –Zum »Tag

des offenen Denkmals« musiziert amSonntag,

9. September, um 17 Uhr das renommierte

Blockflötenensemble Flautano (Köln)

in der Hospitalkirche inWetzlar. Unter dem

Motto »Kaleidoskop« spielen und moderieren

die vier temperamentvollen Damen auf 40

verschiedenen Blockflöten Kompositionen

aus verschiedenen Stilepochen vom frühen

Mittelalter bis zu zeitgenössischen Werken –

Spielmannstänze aus dem mittelalterlichen

Italien ebenso wie Volksmusik aus der Türkei,

dem Balkan und Irland sowie Werke aus

dem westeuropäischen Hochbarock. Karten

zu 9Euro (Schüler/Studenten: 5Euro) gibt

es im Vorverkauf in Wetzlar bei Kunkel am

Dom, bei Klassik-Knell und in der Schnitzlerschen

Buchhandlung. (wv/Foto: pm)

»Farblandschaften« von Adelheid Bayer-

Najoan zeigt das Bistro »Da Vinci« in Gießen,

Neuenweg 7.

(Foto: Schepp)

Langgöns - Praxis Dr. Zirnstein, Werke von

Franz Kunz, 7bis 13 und 15 bis 18 Uhr. -

Praxis Frank Menges (ProVita), Gemälde von

Maria Bär,8bis 22 Uhr.

Lich - Kreisvolkshochschule, »Tusche-Affinitäten«

von Mechthild Trimborn, 8bis 20 Uhr.

- Sparkasse, »Internationaler Garten«, Fotoausstellung

des Forums für Völkerverständigung,

8.30 bis 12.30 und 14 bis 16 Uhr. -

Arnsburg: Dormitorium des Klosters,

»Wald«, Malerei und Zeichnungen von Karl

Sümmerer,14bis 18 Uhr.

Linden - Seniorenzentrum, Arbeiten von

Schülern der Anne-Frank-Schule, 8-18 Uhr.

Marburg - Kaiser-Wilhelm-Turm, Turmcafé,

»Vom Bild zur Collage«, Werke von Amelie

Methner,13bis 19 Uhr.

Mücke - Nieder-Ohmen: KunstCafé am

Windhainer See, Töpferkunst von Beatrix

Bock, 15 bis 18 Uhr.

Pohlheim - Watzenborn-Steinberg: Rathaus,

Werke von Harald Törner, Elena Michael und

Hartmut Balser,7.30 bis 18 Uhr.

Solms - Leica-Galerie, »Into the wild«, Werke

von Szymon Szczesniak, 8bis 18 Uhr.

Weilburg - Kubach: Gewerbegebiet, Terrakotta-Armee

(Nachbildungen), 10 bis 18 Uhr.

Wetzlar - Neues Rathaus, »Wetzlar in voller

Breite –Panoramen der Goethestadt«, Fotografien

der Fotofreunde Wetzlar. /»Sehenswürdigkeiten

im Lahn-Dill-Kreis«, Werke

der Fotogruppe »Blende '95«, 8bis 18 Uhr.

Ulrichstein –10bis 20 Uhr

Wettenberg – Krofdorf-Gleibg. 9bis 20 Uhr;

Wißmarer See 7bis 22 Uhr

Wetzlar – Domblick 10 bis 19 Uhr

Hallenbäder

Gießen – Ringallee geschlossen bis 19. 8.

Westbad 14.30 bis 18 /20bis 22 Uhr

Aßlar – Laguna 10 bis 22 Uhr

Buseck *) –Warmbadetag /14.30 bis 22 Uhr

Ebsdorfergrund – Heskem 14.15 bis 19 Uhr

Hüttenberg –Frauenschwimmen 13-16 Uhr

Lahnau – Waldgirmes 7bis 22 Uhr

Laubach –bis auf weiteres geschlossen

Lich *) –7bis 7.45 Uhr

Lollar –20bis 21 Uhr

Marburg – Aquamar geschlossen bis 17. 8.

Mücke – Aquariohm 7bis 9Uhr

*) Nur Förderverein-Mitglieder / Angaben ohne Gewähr





















Lechtenbrink in Nidda

Mit dem Antikriegsfilm

»Die Brücke«

bereits als Fünfzehnjähriger

über

Nacht berühmt geworden,

überzeugte

Volker Lechtenbrink

(Foto) später als

Sänger, Theaterschauspieler,

Regisseur

und Intendant.

Im Bürgerhaus in

Nidda plaudert er

am Samstag, dem

15. September, um

20 Uhr in der Reihe

»Nidda erlesen« aus seinen vielfältigen Erinnerungen.

Den »Bruder Leichtfuß«, wie ihn

der Spiegel nannte, retteten in seinem Leben

manchmal nur eine Portion Glück und geduldige

Freunde.

Der 67-Jährige wirft in seinem Buch »Gib

die Dinge der Jugend mit Grazie auf! Mein

Leben« einen Blick zurück auf sein Leben,

erzählt von großen Kollegen wie Hildegard

Knef und Antony Quinn, von Freunden wie

Peter Maffay und Kris Kristofferson, von

Fußball mit Uwe Seeler und Günter Netzer

und seiner chaotischen, aber herzlichen

Patchworkfamilie. Der Schauspieler wurde

in diesem Jahr bei den Bad Hersfelder Festspielen

als »König Lear« mit Lobeshymnen

von der Presse überhäuft. Für seine Lesung

von »Die Brücke« erhielt er den Deutschen

Hörbuchpreis 2007, für das Hörbuch »Das

Feuerschiff« von Siegfried Lenz den Preis

der Deutschen Schallplattenkritik.

Eintrittskarten zu 12,50 bzw. 10Euro (erm.

10 bzw. 8 Euro; Schüler und Studenten 6

Euro) sind unter www.bad-salzhausen.de erhältlich.

Reserveriungen: Tel. 06043/9 6330.

HR4-Schlagerparty

Zu Ehren der Katzenberger Trachtengruppe,

die ihr 50-jähriges Bestehen feiert, steigt die

HR4-Schlagerparty am Samstag, 18. August,

in Antrifttal-Ruhlkirchen (Vogelsbergkreis).

HR4-Moderator Heinz Günter Heygen sorgt

für die perfekte Party-Stimmung in der Festund

Sporthalle, in der ab 21 Uhr so richtig

gefeiert wird. Einlass ist von 19.30 Uhr an.

Zu späterer Stunde hat der Moderator garantiert

auch den einen oder anderen

Schmusesong in seiner Plattenkiste.

Eintritt an der Abendkasse: 8Euro.

Volks- und Trachtentänze werden von einer

Folkloregruppe aus Öcsey/Ungarn heute um

16.30 Uhr im Kurpark Bad Endbach geboten

(bei ungünstiger Witterung im Kur- und Bürgerhaus).

Das Ensemble unter der Leitung

von Erzebet Scultety hat es sich zur Aufgabe

gemacht, die alten Trachten und Tänze der

Heimat zu erhalten. Die meisten Trachtenteile

sind Originalstücke. Die Tänze spiegeln

die Jahreszeiten und die dazugehörigen

Bräuche der Region wider. Eine langjährige

Freundschaft verbindet die ungarischen Gäste

mit der Volkstanz- und Trachtengruppe in

Wohratal-Halsdorf (Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Zurzeit besucht die ungarische

Gruppe die Halsdorfer Trachtengruppe aus

Anlass deren 50-jährigen Bestehens. Weitere

Informationen bei der Tourist-Info in Bad

Endbach unter Tel. 02776/80113.


Montag, 13. August 2012 Aus aller Welt

Nummer 187 -Seite 12

HEUTE IST...

BOULEVARD

Stern auf dem »Walk of Fame«

Der Sänger und Songschreiber Neil Diamond

(71) ist mit einem Stern auf dem »Walk

of Fame« in Hollywood geehrt worden. Zuschauer

empfingen den Sänger von Hits wie

»Sweet Caroline« und »Song Sung Blue« am

Freitag in Los Angeles mit viel Jubel, wie ein

Video auf der Webseite der Organisatoren

zeigte. Es ist der 2475. Stern auf dem berühmten

Bürgersteig im Herzen Hollywoods.

Die Zeremonie fand vor dem Gebäude der

Plattenfirma Capitol Records statt. Der

1941 in New York geborene Musiker feierte

vor allem in den 60er und 70er Jahren mit

Balladen große Erfolge.

(dpa)

Neil Diamond ist mit einem Stern auf dem

»Walk of Fame« geehrt worden. (dpa)


...der Tagder Linkshänder

Seitenverkehrt

Heute wird gefeiert. Denn das ist mein

Tag. Dieser Montag ist Menschen wie mir

gewidmet. Und ich muss sagen: Zu

Recht. Die Welt erkennt einmal im Jahr

an, dass Linkshänder etwas Besonderes

sind. Nicht etwa, weil sie zwei linke Hände

hätten –obwohl ich das durchaus begrüßen

würde. Nein: Entgegen dem verbreiteten

Credo, Linkshänder seien in der

überwiegenden Zahl der Fälle übel mit

ihrer speziellen Disposition gestraft, behaupte

ich: Linkshändern hat das Leben

einfach einen Dreh mehr zu bieten.

Man denke an die Schulzeit. Bis zur

dritten Klasse krakelte ich links, dann

kam es zur Umschulung. Fortan hatte ich

nur Vorteile beim Schreiben, deshalb liebe

ich es wahrscheinlich bis heute: Ein

halbes Jahr lang wurde meine Schrift

nicht benotet, und bei Arbeiten hatte ich

eine Viertelstunde mehr Zeit. Nach ein

paar Monaten konnte ich beidhändig

gleich schnell und leidlich leserlich

schreiben –und so ist es geblieben. Damit

verblüffte ich später nachhaltig einen

Mittelstufenlehrer, als ich die rechte

Hand in Gips trug und dennoch keine

Klausur auslassen musste.

Heute schreibe ich zwar brav rechts,

das ist aber auch alles. Malen, greifen, telefonieren,

Hund kämmen, bügeln, Boule

spielen, Kuchen schneiden, im Kochtopf

rühren, Äpfel schälen, Wein eingießen,

Nadel einfädeln, Tür schließen – natürlich

mit links. Viel

Spaß hatte ich beim

Tennislernen, als

der Trainer nicht

in der Lage

war, mir den Aufschlag seitenverkehrt zu

erklären. Ich habe dann irgendwas hingewurstelt,

und es ging auch. Beim Volleyball,

Tischtennis oder Badminton bin ich

im Vorteil, weil für einen Rechtshänder

nicht so gut berechenbar. Wussten Sie,

dass Linkshänder auch Linksfüßer sind?

Sie wüssten es, wenn Sie meinen Sportlehrer

in der Grundschule dabei hätten

beobachten können, wie er mir den Absprung

auf meine Weise vormachen wollte

und sich dabei Sprung- und Schwungbein

schier verknotete...

Klar gibt es Herausforderungen: Brotmesser

mit falscher Riffelung sind da

eher die leichteren Fälle. Mancher Extrem-Linkshänder

ist sicherlich von der

auf rechts ausgerichteten Steuerung

technischer Gerätschaften genervt, leidet

unter dem ständigen Umdenken-Müssen,

fühlt sich benachteiligt. Fest steht jedoch:

Wir Linkshänder sind flexibel,

kreativ und gerne zu unkonventionellen

Übungseinheiten bereit (Auf die linke

Hand setzen, SMS mit rechts eintippen.

Stunden später...) Glücklicherweise bin

ich durchaus in der Lage, die Maus mit

rechts zu steuern, auf einem normalen

Klavier zu spielen und Messer und Gabel

in der jeweils »richtigen« Hand zu führen.

Und mit rechts schalten im Auto –

mache ich mit links.Vielleicht praktiziere

ich das heute ja wirklich mal. Heute ist

schließlich mein Tag.

(pi)


Über 220 Tote bei Erdbeben im Iran

Zwei schwere Erschütterungen im Nordwesten nahe Millionenstadt Täbris –Teheran lehnt ausländische Hilfe ab

Warseghan (AFP/dpa). Innerhalb weniger

Minuten haben zwei schwere Erdbeben

Todund Zerstörung über große Landstriche

im Nordwesten des Iran gebracht. Nach Angaben

der Regierung in Teheran vom Sonntag

wurden durch die Katastrophe am Vortag

227 Menschen getötet und fast 1400 weitere

verletzt. Die Bundesregierung bot der iranischen

Führung Hilfe an.

In der Region nahe der Millionenstadt Täbris

sei »die Hälfte der 600 Dörfer zu 40 bis

100 Prozent zerstört« worden, sagte der iranische

Innenminister Mustafa Mohammed

Nadschar im Staatsfernsehen.Die Such- und

Rettungsarbeiten seien inzwischen eingestellt

worden. Die Behörden konzentrierten

sich nun auf »die Unterbringung und Versorgung

von Überlebenden«.

Der Regionalchef des Katastrophenschutzes,

Chalil Saje, hatte zuvor im Staatsfernsehen

von mindestens 250 Toten und mehr als

2000 Verletzten gesprochen. Der Bürgermeister

der Stadt Warseghan, Moharam Foroghi,

deren Umgebung besonders betroffen war,

sagte, er rechne mit Tausenden Toten in umliegenden

Dörfern.

Nach Angaben des seismologischen Instituts

der Universität Teheran hatte das

Hauptbeben, das sich um 14.23 Uhr MESZ

ereignete, eine Stärke von 6,2. Das Epizentrum

des Erdbebens lag etwa 60Kilometer

von Täbris entfernt. Nur elf Minuten später

ereignete sich ein Nachbeben mit einer Stärke

von 6,0. Es folgten in kurzen Abständen

rund 20 schwächere Nachbeben mit Stärken

bis zu 4,7.

Unter den 1,5 Millionen Einwohnern von

Täbris brach Panik aus. Den amtlichen

Nachrichtenagenturen Mehr und Fars zufolge

flohen viele Menschen aus ihren schwankenden

Häusern ins Freie. In Teilen der Region

brachen die Telefon-, Mobilfunk- und

Stromnetze zusammen. In der Katastrophenregion

leben mehr als 128000 Menschen.

Laut den Agenturen Irna und Mehr waren

Dutzende Rettungsteams unter anderem mit

Hubschraubern und Hundestaffeln im Einsatz.

Die Hilfsorganisation Roter Halbmond

richtete in einem Stadion ein Notlager für

16000 Menschen ein, wie Fars berichtete.

Tausende Zelte wurden demnach bereitgestellt,

außerdem Decken und Nahrungsmittel.

»Ich habe mit dem Traktor auf dem Feld

gearbeitet und wurde durch das Beben von

Gedenken an

Flutkatastrophe

Dresden/Lauenstein (dpa).

Zehn Jahre nach der Hochwasserkatastrophe

vom August

2002 haben am Wochenende

Menschen in Sachsen der dramatischen

Ereignisse gedacht. Bei

einer Radtour durch das Müglitztal

bei Dresden dankte Ministerpräsident

Stanislaw Tillich

(CDU) den vielen freiwilligen

Helfern von damals. »Im größten

Unglück haben die Menschen in

Sachsen Hilfe und Solidarität erfahren«,

sagte er am Sonntag –

genau zehn Jahre nach Beginn

der Naturkatastrophe in Lauenstein

(Osterzgebirge). Sachsen

war imAugust 2002 das von der

Jahrhundertflut am meisten betroffene

Bundesland: Die Schäden

summierten sich entlang der

Gebirgsflüsse sowie an Elbe und

Mulde auf 8,6 Milliarden Euro.

Iranische Rettungskräfte suchen im Erdbebengebiet nach Überlebenden.

dem Fahrzeug geworfen«, sagte ein 40-jähriger

Einwohner der Region. »Gott sei Dank,

dass meine ganze Familie bei mir war« und

alle überlebt hätten, fügte er hinzu. Unter

den Opfern der Katastrophe waren viele

Frauen und Kinder, die zum Zeitpunkt des

Bebens in ihren Häusern waren.

»Gold Award« für

deutschen Pavillon

Seoul/Yeosu (dpa). In der

südkoreanischen Küstenstadt

Yeosu ist am Sonntag die Weltausstellung

Expo 2012 zu Ende

gegangen. Acht Millionen Besucher

sahen die Schau, die die Bedeutung

der Ozeane für den

Menschen in den Mittelpunkt

stellte. Zum Abschluss kam auch

UN-Generalsekretär Ban Ki

Moon in die 300 000-Einwohner-

Stadt. Der deutsche Pavillon erhielt

zum Abschluss einen Preis

für die beste Umsetzung des Expo-Themas

»Der lebende Ozean

und die Küste«. »Der ›Gold

Award‹ ist eine große Ehre und

erfüllt uns mit Stolz«, sagte Dietmar

Schmitz vom Bundeswirtschaftsministerium.

Der Pavillon

habe deutsche Spitzentechnologie

mit hohem Erlebniswert präsentiert.

Papst ruft zu Solidarität auf

Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort

mehrere tektonische Platten aufeinander

treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete

sich imDezember 2003. Damals kamen

im Südosten des Landes 31000 Menschen

ums Leben.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad

sprach den Menschen im Erdbebengebiet

in einer auf seiner Internet-Seite

Mehrere Dörfer evakuiert

Heiratsanträge

für NASA-Forscher

Washington (dpa). Die NASA

hat durch die erfolgreiche Landung

des Marsrovers »Curiosity«

gleich mehrfach Grund zum Jubeln.

Zum einen zeigte sich, dass

das Roboterfahrzeug nur knapp

200 Meter von der geplanten

Stelle gelandet ist. Zum anderen

werden die Ingenieure der US-

Raumfahrtbehörde NASA in den

Vereinigten Staaten daraufhin

fast wie Popstars gefeiert. Der

Erfolg des NASA-Teams hatte

sich bereits auf andere Weise im

Internet gezeigt. Schon während

der Live-Übertragung der Landung

traf die erste Fanpost via

Twitter ein, es folgten Heiratsanträge.

Der Erfolg der Mission soll

in der kommenden Woche durch

eine neue Software und mit weiteren

Experimenten ausgebaut

werden.

Waldbrände auf den Kanaren weiten sich aus –Kritische Lage auf Philippinen

Madrid (dpa). Verheerende Waldbrände

haben auf den Kanarischen Inseln Tausende

Menschen in die Flucht geschlagen. Auf La

Gomera und Teneriffa wurden wegen der

Flammen mehrere Dörfer und Siedlungen

evakuiert. Insgesamt mehr als 4700 Bewohner

mussten nach Angaben der spanischen

Behörden ihre Wohnungen verlassen. Auf La

Gomera wüteten die Flammen am Sonntag

auch imNationalpark von Garajonay, der als

ökologisches Juwel gilt und zum Weltnaturerbe

der Unesco gehört.

»Nach fünf Hitzewellen in Folge brennt es

auf der Insel auch inGegenden, in denen es

seit 150 Jahren keine Waldbrände gegeben

hatte«, sagte der Sicherheitschef der Regierung

der Kanaren, Humberto Gutiérrez. Das

Feuer auf La Gomera war von den Löschmannschaften

eigentlich schon unter Kontrolle

gebracht worden, aber der Wind und

die Hitze fachten die Flammen neu an.

Auf Teneriffa vernichtete ein Brand etwa

300 Hektar Wald in der Gegend von Santiago

del Teide. Die Feuerwehr stoppte die Flammen

am Sonntag. Insgesamt waren 13Löschflugzeuge

auf beiden Inseln im Einsatz.

Auf dem spanischen Festland brachen in

zwei Nationalparks Feuer aus: Ein Waldbrand

loderte im Doñana-Park in Südspanien,

einem der wichtigsten Schutzgebiete

des Landes, ein anderer im Cabañeros-Nationalpark

im Südwesten. In beiden Parks

gelang es den Löschmannschaften am Sonntag,

eine Ausweitung der Brände zu verhindern.

In Griechenland konnten die Löschmannschaften

aufatmen: Starke Regenfälle löschten

in der Nacht zum Sonntag den gefährlichen

Waldbrand auf der Halbinsel Chalkidiki

weitgehend. »Heute morgen haben wir

kaum noch Brände«, sagte der Regionalgouverneur

Christos Pachtas im griechischen

Radio. Der Brand hatte zuvor vier Tage lang

in der Klosterregion Berg Athos auf der östlichen

Landzunge der Halbinsel im Norden

des Landes getobt. Nach mehreren Tagen mit

Temperaturen über 40 Grad zeigten die Thermometer

in Griechenland am Sonntag vergleichsweise

angenehme 32 Grad.

Unterdessen ist die Zahl der Toten nach

dem schweren Unwetter auf den Philippinen

über das Wochenende auf mindestens 85 gestiegen.

Nach Behördenangaben wurden am

Sonntag noch acht Menschen vermisst. Tagelanger

Regen hatte Überschwemmungen und

Flutwellen verursacht. Mehr als 760000 Menschen

mussten in den betroffenen Provinzen

und in der Hauptstadt Manila vor den Wassermassen

flüchten. Fast 8500 Häuser wurden

beschädigt. Das Unwetter verursachte

Millionenschäden an Straßen und Brücken

und in der Landwirtschaft. Schwerer Monsunregen

hatten die nördlichen Inseln seit

dem vergangenen Wochenende unter Wasser

gesetzt. Vielerorts traten Flüsse über die

Ufer.

veröffentlichten Erklärung sein Beileid aus.

Er forderte die Behörden auf, alles zu tun,

um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle

(FDP) sprach seinem iranischen Kollegen Ali

Akbar Salehi nach Angaben des Auswärtigen

Amts in Berlin in einem Telegramm sein Mitgefühl

aus und bot an, dem Iran »in diesen

schweren Stunden zu helfen«. Die vom Ausland

angebotene Hilfe wurde von Teheran

aber zurückgewiesen.

Papst Benedikt XVI. hat derweil die Weltgemeinschaft

zur Hilfe und zur Solidarität

für die vom Erdbeben betroffenen Menschen

im Norden Irans aufgerufen. Das Oberhaupt

der katholischen Kirche sagte nach dem Angelus-Gebet

in der päpstlichen Sommerresidenz

Castel Gandolfo, die Menschen seien

nun auf »unsere Solidarität und unsere Unterstützung«

angewiesen.

GEWINNZAHLEN

(ohne Gewähr)

Lottozahlen: 123204749(35)

Superzahl: 3

Spiel 77: 2185996

Super 6: 853333

13er-Wette: lag noch nicht vor

Auswahlwette:

Glücksspirale:

Endziffern:

Pfadfinder aus

Bergnot gerettet

Zagreb/Belgrad (dpa). Eine

Pfadfindergruppe aus Bayern ist

am Samstagmorgen in Kroatien

aus höchster Bergnot gerettet

worden. Die 26 Kinder im Alter

zwischen zwölf und 16 Jahren

und zwei Betreuer hätten sich im

Velebit-Gebirge im Hinterland

der Adria zwischen den Städten

Zadar und Rijeka verlaufen, berichtete

der Leiter der Bergrettung,

Alen Zoric. Die Pfadfinder

wurden unverletzt in Sicherheit

gebracht. »Alle sind wohlauf und

verstehen nicht, warum so viel

Medienwirbel um sie gemacht

wird«, sagte eine kroatische

Bergführerin am Sonntag in der

Nähe der Berghütte Alan im Velebit-Gebirge.

Die Gruppe habe

inzwischen ihre Wanderung

durch den Gebirgsstock imHinterland

der Adria fortgesetzt.

lag noch nicht vor

3= 10,00 EUR

97 = 20,00 EUR

156 = 50,00 EUR

8956 = 500,00 EUR

84696 = 5000,00 EUR

477072 = 100 000,00 EUR

847103 = 100 000,00 EUR

(dpa)


Prämienziehung: Die Losnummern

1228983 und 5769355 gewinnen 7500

Euro monatlich.

Süddeutsche Klassenlotterie

Das »Große Los der Woche« hatte eine

Gesamtgewinnsumme von 19460000

Euro. Es wurden 90304 Gewinne ermittelt.

Eine Million Euro entfielen auf die

Losnummer 1035007; 100000 Euro entfielen

auf die Losnummer 1166840;

50000 Euro entfielen auf die Losnummer

0773001; 10000 Euro entfielen auf

die Losnummer 0042629; 1000 Euro entfielen

auf die Endziffern 2042; je 200

Euro entfielen auf die Endziffern 18, 29

und 70.


Montag, 13. August 2012 Kreis Gießen

Nummer 187 -Seite 13

Am frühen Sonntagmorgen

30-jährigeFrau bei

Unfall schwerstverletzt

Hüttenberg (pm). Eine 30-jährige

Frau aus Hüttenberg zog sich amfrühen

Sonntagmorgen bei einem Verkehrsunfall

in Hochelheim schwerste Verletzungen zu

und musste in bedenklichem Zustand in

die Uniklinik Gießen eingeliefert werden.

Sie sei weiterhin in einem kritischen Zustand,

teilte die Polizei am Abend mit.

Gegen 6.15 Uhr war die 30-Jährige mit

ihrem 14 Jahre alten Fiat Brava von

Langgöns kommend in Richtung Hochelheim

unterwegs. Aus bislang ungeklärter

Ursache verlor sie ausgangs einer Linkskurve

die Kontrolle über den Pkw und

geriet ins Schleudern. Das Fahrzeug kam

nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug

sich und blieb schließlich auf der

rechten Fahrzeugseite liegen. Zur Ursachenerforschung

schaltete die Staatsanwaltschaft

einen Gutachter ein und ordnete

bei der 30-Jährigen eine Blutentnahme

an.

Vielfältige Aufgaben zu bewältigen

Johanniter in Mittelhessen

suchen neue Fördermitglieder

Gießen (pm). Um die vielen Aufgaben der

Johanniter-Unfall-Hilfe auch in Zukunft

umfassend erfüllen zu können, sucht die

Hilfsorganisation wieder fördernde Mitglieder.

Die Mitgliedsbeiträge werden für Aufgaben

wie die Kinder- und Jugendarbeit und

den Bevölkerungsschutz eingesetzt.

Die Mitarbeiter, die in den kommenden

Wochen im gesamten Kreis unterwegs sein

werden, um über die Arbeit zu informieren,

tragen Johanniterkleidung und können sich

mit einem Dienstausweis legitimieren, auf

dem ihr Bild und ihr Name angegeben sind.

Da es sich um Gewinnung von Fördermitgliedern

handelt, werden keine Bargeldspenden

angenommen. Mit im Gepäck haben die

Mitarbeiter Informationsmaterial zu den Angeboten

der Johanniter.

Als »Orientierungshilfe für Wohltäter« hat

sich das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts

für soziale Fragen (DZI) bewährt.

Das DZI gilt als deutscher Spenden-

TÜV und vergibt sein renommiertes Siegel

jeweils für ein Jahr an Hilfsorganisationen,

die Finanzen und Werbung freiwillig überprüfen

lassen und dabei bestimmte Kriterien

erfüllen. Von bundesweit rund 615000 gemeinnützigen

Vereinen und Stiftungen tragen

derzeit nur 259 das DZI-Siegel, darunter

die Johanniter-Unfall-Hilfe. Weitere Infos zu

dieser Aktion oder den Angeboten der Johanniter

unter Telefon 06403/70300.

DAS SCHAUFENSTER

Es war richtig was los in Linden!

Viele Besucher strömten zum Stadtfest 19

Bekenntnis zu Frankreich

Nora Schmidt stellt dritte CD vor 14

Welt der Schönheit und Farben

KMK stellt in Hattenrod aus 17

AUS STÄDTEN UND GEMEINDEN

Allendorf/Lumda . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Biebertal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14, 15

Buseck. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16, 17

Fernwald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Grünberg.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Heuchelheim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14, 15

Hungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Langgöns. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Laubach. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Lich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Linden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17, 19

Lollar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Pohlheim . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Rabenau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Reiskirchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Staufenberg. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Wettenberg .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14, 15

PINNWAND + GIESSEN-INFO

Wissen, was los ist. Die Serviceseiten mit

ausgewählten Veranstaltungshinweisen, einer

Ausstellungsübersicht, Kino-Programm

und wichtigen Telefonnummern 10+11

WIR GRATULIEREN

Geburtstage und Ehejubiläen 14


SUDOKU 11

BLICK INS INTERNET

Aktuelle Fotostrecken und bewegte Bilder

aus dem Gießener Land

Mail: kreisredaktion@giessener-allgemeine.de

Fax: 0641/30 03-1 69 (Kreisredaktion)

www.giessener-allgemeine.de

In Grünberg zeigten

gestern beim Folk-

Musik-Festival »Los

Dos Y Compañeros«

aus der Oberpfalz

(Foto), dass Kuba

und Bayern gar nicht

so weit voneinander

entfernt sind. Die

Musiker zauberten

zum Abschluss des

Festivals noch mal

ein besonderes karibisches

Flair auf den

Marktplatz. Bis 18

Uhr wollten sie eigentlich

spielen,

hielten dann aber bis

fast 20 Uhr die Besucher

auf dem vollen

Platz in Atem. Mehr

zum Festival auf Seite

20. (Foto: nab)

Hafenromantik und Sehnsucht nach Meer

Gastspiel der Burgfestspiele Bad Vilbel auf Hof Graß ausverkauft –Temperamentvolle Musikkomödie –Problem Parkplatz

Hungen (dv). Nach der gelungenen Eröffnungsveranstaltung im

restaurierten Hof Graß hatte die OVAG die Burgfestspiele Bad Vilbel

eingeladen und präsentierte die Schlager-Revue »Sehnsucht nach St.

Eine offene Bühne mit der Kulisse einer

verräucherten und mit Graffiti verzierten

Hafenkneipe empfing die Besucher. Für den

Auftakt nutzten die Schauspieler das Freigelände

für den Landgang des Kapitäns mit

Stewardess und Crew. Auf der Bühne erschien

ein verhindertes Genie aus Bayern als

Erbe des Lokals und musste feststellen, das

er mit der Kneipe auch einige Stammgäste

geerbt hatte. Der heimliche Chef des Kiez

machte gleich seine Ansprüche gelten, Prostituierte

gehörten dazu, der verschlagene

Diego, genannt das Messer, und die Heilsarmee.

Eine Raumpflege-Fachfrau, die sich

selbst als »Putze« bezeichnete, bezog später

in verführerischer Aufmachung das Publikum

mit ein.

Jede Szene wurde mit überwiegend als Hits

bekannten Schlagern begleitet. Das gesamte

Ensemble beherrschte das Stück nicht nur

schauspielerisch, sondern auch gesanglich.

»Auf der Reeperbahn nachts um halb eins«,

»Der Wind hat mir ein Lied erzählt« oder

»Junge, komm bald wieder« waren nur einige

der über 20 Evergreens, die den begeisterten

Zuschauern geboten wurden, die viel Beifall

spendeten, auch wenn das eigentliche Hamburger

Flair »son büschen« fehlte.

Schnelle Kostümwechsel

Erstaunlich die Verwandlungsfähigkeit einer

Vierergruppe, die sich von Heilsarmisten

zu Rockern und Punkern entwickelten und

entsprechend Dynamik auf die Bühne brachten.

Außerdem hatte jeder Schauspieler zwischendurch

nochAuftritte in Nebenrollen.

Der neue Besitzer hatte die Idee, die Kneipe

in ein indisches Restaurant zu verwandeln,

und der indische Koch träumte mit

»There is no Busines like Showbusiness«

schon von einer großen Karriere. Dazwischen

bedauerten die Männer ihr Pech mit Frauen,

während diese unter sich natürlich auf die

Männer schimpften. Weiter ging es mit

schnellen Kostümwechseln und den beeindruckenden

Tanzdarbietungen. Bevor der

»Käptn« mit seiner Crew den Hafen wieder

verließ, gab es das Happy End, in dem die

Paare doch zueinander fanden und mit »La

Paloma« der Wind wieder aufs Meer rief.

Es war ein amüsanter Abend, und man darf

auf ein Wiedersehen mit den Bad Vilbeler

Burgfestspielen im nächsten Jahr gespannt

sein, denn ein weiteres Gastspiel wurde

schon vereinbart.

Es spielten und sangen: Kapitän: Thorsten

Pauli«. Viele Besucher kamen, der Abend war ausverkauft. Regisseur

Benedikt Bormann hatte mit dem musikalischen Leiter Thomas Lohrey

eine temperamentvolle Musikkomödie inszeniert.

»Sehnsucht nach St. Pauli« auf Hof Graß: Die Burgfestspiele aus Bad Vilbel gaben am Samstagabend

in Hungen ein Gastspiel.

(Foto: dv)

Tinney, Stewardess; Sigrid Brandstetter,

Wirt: Dirk Hinzberg, Lehrling: Oliver Polenz,

Diego: Luigi Scarano, Rosa Taff: Stephanie

Marin, Prostituierte: Verena Mackenberg,

Putzfrau: Camilla Kallfaß, ein älterer Snob:

John Wisemann, Zuhälter und Kiezboss: Axel

Kraus. Außerdem dabei in mehreren Rollen

die Tänzer Marc Lamberty, Daniel-Eric Biel,

Raphael Koeb und Sebastian Coors.

Ein Handicap von Großveranstaltungen

auf Hof Graß ist die allerdings fehlende

Parkplatzfläche. So wurde von manchem Besuchern

auch die Shuttlebuslösung zwischen

Rewe-Parkplatz und dem Hofgut nicht als

optimal empfunden.

Pkw landete auf Gastank –Feuerwehr räumte sieben Häuser

Nach einem Fahrfehler Großeinsatz in Frankenbach –Wegen Explosionsgefahr zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert

Biebertal (srs). Schrecksekunden

erlebten am gestrigen

Sonntag kurz vor Mittag einige

Bewohner der Wilhelmstraße in

Frankenbach. Sieben Häuser

mussten aufgrund der Explosionsgefahr

eines Gastanks vorsorglich

geräumt werden.

Ein 66-jähriger wollte gegen 11

Uhr, einen Mercedes im Carport

neben seinem Haus einparken –

und schoss dabei etwas über das

Ziel hinaus, berichtete die Polizei.

Erst mit den Vorderrädern

bereits in der Luft brachte er das

Auto über einem gut einen Meter

tiefen Abgrund zum Stehen.

Nur ein kleines Leck

Weil ein Mercedes auf einen Gastank drückte, bestand in Frankenbach amSonntagmittag Explosionsgefahr.Die

Feuerwehr räumte vorsorglich sieben Häuser,konnte dann aber schnell Entwarnung geben.

Für Gefahr sorgt indes, dass

die vordere Unterseite des sich

nach unten neigenden Mercedes

gegen einen Gastank drückte.

Ein einziger Funke hätte im Falle

eines schwerer beschädigten

Tanks eine Explosion auslösen

können. Die alarmierte Feuerwehr

räumte daher umgehend

sieben umliegende Häuser.

Glücklicherweise stellten die

Kräfte anschließend ein nur »minimales

Leck« fest. Vorsichtshalber

ließen sie den Tank dennoch

abpumpen. Mithilfe einer Seilwinde

zogen und hoben die Feuerwehr

sowie der Fahrer eines

Abschleppwagens den Mercedes

wieder in den Carport. Das Auto

erlitt kaum nennenswerten Schaden.

Der 66-jährige Fahrer kam

mit dem Schrecken davon.

Vor Ort waren neben Polizei

und Rettungskräften rund dreißig

Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren

Biebertal, Rodheim,

Frankenbach, Bieber und Linden

sowie der Berufsfeuerwehr Gießen.

Auch Kreisbrandinspektor

Mario Binsch war an den Einsatzort

geeilt. (Foto: srs)


Montag, 13. August 2012 Biebertal ·Heuchelheim ·Wettenberg

Nummer 187 -Seite 14

Ein Bekenntnis zu Frankreich und seinen Menschen

»La vie en rose« heißt Nora Schmidts dritte CD, die offiziell am 18. August auf dem Schiffenberg vorgestellt wird

Heuchelheim/Wettenberg (m). Aller

guten Dinge sind drei – doch Fans und

Freunden muss nicht bange sein, dass Nora

Schmidt nach »Nora Unterwegs« (1997) und

»Dann bin ich frei« (2002), mit ihrer nunmehr

dritten CD »La vie en rose« ihre sängerische

Laufbahn an den Nagel hängt. Vor

vier Jahren feierte die heute 53-jährige ihr

40-jähriges Bühnenjubiläum, und schon damals

antwortete sie auf die Frage: »Wie lange

noch?«, mit Konstantin Wecker: »Genug

ist nicht genug.«

Der heimischen Künstlerlandschaft würde

ohne Nora auch eine faszinierende Stimme

und ein besonderes Stück Ehrlichkeit fehlen,

es gäbe weniger mitreißende Konzerte

auf hohem Niveau.

»Non, je ne regrette rien« (Nein, ich bereue

nichts) von Edith Piaf – das wird Nora

Schmidt auch irgendwann am Ende ihrer

musikalischen Reise einmal sagen. Mit diesem

Lied der französischen Chansonsängerin

ist man schon mittendrin in ihrer neuen

Silberscheibe: »La vie en rose« ist ein Bekenntnis

zu Frankreich, seinen Menschen,

ihrer Lebensart und vor allem ihrer Sprache,

von der sich die in Heuchelheim lebende

Krofdorf-Gleibergerin fasziniert zeigt.

Diese große Sympathie spiegelt sich inden

elf französischen Chansons auf der CD wider.

»La vie en rose«, von Edith Piaf, ist

auch der erste Titel. Man ist schnell geneigt

anzunehmen, dass hier die gesamte Leichtigkeit

des Seins die Botschaft darstellt. Allein

die Tatsache, dass sechs Stücke von

Edith Piaf den Tonträger schmücken, zeigt,

dass Nora Schmidt noch eine andere Botschaft

vermitteln möchte als nur die der

oberflächlichen Leichtigkeit. Für die 1963

mit nur 47 Jahren verstorbene Sängerin

hegt sie eine große Sympathie, ihr Leben,

ihre Lieder,haben es Nora angetan.

»Die Stimme der Piaf stammte von der

Straße — ein mächtiges, unerschöpfliches

Organ, das sich bis zum Letzten verausgaben

konnte, ohne je zu brechen, mit jenem

Etwas an Heiserkeit, das Passion suggeriert,

Gelebthaben, ja Verruchtheit« – ein Zitat

von Georg Stefan Troller, das den Mythos

Piaf beschreibt.

»Für Tränen gibt es keinen Grund«

»Padam, Padam«, der zweite Titel auf der

CD (auch von Piaf): »Diese Lyrik sagt: Denk

an dein Glück. Denk an die guten Zeiten

zurück. Für Tränen gibt es keinen Grund,

denn dein Leben war stürmisch und bunt«.

40 Jahre liegt inzwischen Nora Schmidts

erster Aufenthalt in Frankreich zurück.

Seitdem gab es ungezählte Urlaube dort,

Besuche im Rahmen der Partnerschaft mit

Sorgues, erzählt die Sängerin, die sich

selbstverständlich auch in der Deutsch-

Französischen-Gesellschaft Wettenberg

(DFG) engagiert.

»Milord« –ein weiterer Piaf-Titel, neben

»L’accordéoniste« und »Hymne àl’amour«:

»Der blaue Himmel kann auf uns hereinbrechen

und die Erde kann sehr wohl einstürzen.

Das interessiert mich wenig, wenn du

mich liebst. Ich pfeife auf die ganze Welt,

solange die Liebe meine Morgen überflutet.«

Dass das die Ursehnsucht aller Menschen

ist, ist sich Nora Schmidt sicher.Diese

Erfüllung war »der Piaf« nur selten vergönnt,

deren Leben voller Widersprüche

steckte, das von Schicksalsschlägen gekennzeichnet

war, die Demütigungen und Erniedrigungen

hinnehmen musste, auch

Krankheit, die aber kämpfte und immer

wieder aufstand.

»Da war doch noch etwas«, wird man sich

fragen, wenn man den letzten Titel der CD

hört: »Comme d’habitude« (dieser ist nicht

von Piaf) hört – und von der Melodie her

fällt einem sofort »My way« ein. In der Tat

ist dieses französische Chanson das Original,

das Frank Sinatra die Vorlage gab.

Nora Schmidt ist stolz auf ihre dritte CD,

die sie am 18. August, um 20 Uhr mit »Nora

&Band« auf dem Schiffenberg, im Rahmen

des »Musikalischen Sommers« vorstellt. Ende

vergangenen Jahres im Tonstudio »Tuneup

music« in Linden begonnen, konnte das

musikalische Werk mit Beginn der Sommerferien

fertiggestellt werden.

Mitgewirkt haben Tobias Lauber (Piano,

Arrangements), Christian Krauß (Keyboards,

Orch.-Arrangements), Burkhard

Mayer (Gitarre), Frank Höfliger (Bass), Andreas

Kühr (Schlagzeug), Manfred Becker

(Akkordeon), Martin Zörb (Saxofone, Klarinette,

Querflöte), Andreas Jamin (Posaune)

und Markus Privat (Trompete, Flügelhorn).

Mehr erfährt man auf Noras Homepage

www.nora-schmidt.de , wo natürlich auch

»La vie en rose«: Nora Schmidt bringt ihre

dritte CD heraus. (Foto: m)

die CD bestellt werden kann. Sie ist außerdem

bei Sabine Loh in der »Büchertreppe«

in der Krofdorf-Gleiberger Hauptstraße für

15 Euro erhältlich. »Non, je ne regrette rien«

hätte Nora gerne als CD-Titel gewählt, aber,

»das war etwas zu lang und für viele zu

schwierig auszusprechen, schade«, bedauert

sie mit einem Lächeln. Letzter öffentlicher

Auftritt in diesem Jahr von »Nora &Band«

ist übrigens am zweiten Adventsonntag (9.

Dezember) bei Mode-Meid.

Freundschaftliche Kontakte seit fast drei Jahrzehnten

Delegation der Krumbacher Blauröcke aus dem Odenwald besuchte die Feuerwehr in Krumbach –Kontakte seit 1984

Biebertal (ws). Zu einem eintägigen Besuch

weilte am Samstag eine 15-köpfige Delegation

der Krumbacher Blauröcke aus dem

Odenwald im gleichnamigen Biebertaler

Ortsteil Krumbach und traf sich dort mit den

Kameradinnen und Kameraden der örtlichen

Feuerwehr.

»Die freundschaftliche Kontakte bestehen

seit 1984. 1985 waren wir mit einer Abordnung

zum 50-jährigen Jubiläum und 2010

zum 75-jährigen Jubiläum der Krumbacher

Feuerwehr im Odenwald. Zum 50-jährigen

Jubiläum hatten die Odenwälder alle Krumbacher,

die es in Deutschland gibt, eingeladen,

aber wir waren die einzigen die gekommen

waren«, erinnert sich der frühereVorsitzende

der Biebertal-Krumbacher Feuerwehr,

Albert Jost.

Früher wurde auch schon einmal ein Fußballmatch

zwischen beiden Feuerwehren absolviert.

Gemeinsam wurde auch der Deutsche

Feuerwehrtag am Bodensee besucht. Die

freundschaftlichen Kontakte und persönlichen

Verbindungen werden jetzt schon 28

Jahre gepflegt.

Die Delegation aus Krumbach im Odenwald

mit ihrem Wehrführer Gerhard Knapp

an der Spitze wurde vom Krumbacher Vorsitzendem

Ralf Herrmann und Wehrführer

Marco Klein herzlich im Feuerwehrgerätehaus

begrüßt. Bedauert wurde, dass der Vorsitzende

der Odenwälder Wehr, Werner Keil,

erkrankt war und nicht mit nach Biebertal

kommen konnte.

»Wir freuen uns über Euren Besuch hier in

Krumbach, der der weiteren Pflege der Kontakte

dient und wünschen Euch einen angenehmen

Aufenthalt in geselliger Rund bei

uns«, sagte Vorsitzender Ralf Herrmann während

seiner Begrüßung.

Nach einem gemeinsamen Frühstück im

Gerätehaus, brachen Gäste und Gastgeber

zum Keltengehöft am Fuße des Dünsbergs

auf. Hier wartete der frühere Turmbaumeister

des Dünsbergvereins, Hans Gerlach, auf

die Gruppe und erläuterte die Entstehung

und Entwicklung des Gehöftes mit dem beeindruckenden

Keltentor, das sich zueinem

Besuchermagneten entwickelt hat. Am Keltengehöft

gab es auch bei sonnigem Wetter

und blauem Himmel ein gemeinsames Kaffeetrinken.

Anschließen ging es zurück ins Feuerwehrgerätehaus,

um die Kontakte weiter zu pflegen.

Mit einem gemeinsamen Abendessen

klang der Besuch aus. Wehrführer Gerhard

Knapp dankte der Krumbacher Feuerwehr

für ihre Gastfreundschaft.

Die Biebertaler Krumbacher werden 2013

zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr

zur Krumbacher Wehr in den Odenwald

fahren, kündigte Wehrführer Marco

Klein an.

Freundschaftliche Kontakte seit fast drei Jahrzehnten: Der Wehrführer der Krumbacher Feuerwehr aus dem Odenwald (hinten, 3. von links),

Wehrführer Marco Klein (hinten links) und Vorsitzender Ralf Herrmann (7. von rechts) gruppierten sich mit Gästen und Gastgebern zum

Erinnerungsfoto.

(Foto: ws)

WIR GRATULIEREN RECHT HERZLICH

Montag, 13. August

Biebertal-Krumbach – Frau Anna Waldschmidt

geb. Sauerwald, Tannenhofstraße 1,

zum 74. Geburtstag.

Biebertal-Rodheim-Bieber – Herrn Helmut

Failing, Grabenstraße 15, zum 74. Geb.

Buseck-Alten-Buseck –Herrn Wilhelm Müller,

Hainstraße 6, zum 88. Geburtstag. –

Herrn Willi Munz, Gießener Straße 5, zum

75. Geburtstag.

Buseck-Beuern – Frau Christa Böhme geb.

Cott, Neue Straße 40, zum 77. Geburtstag. –

Frau Monika Koch geb.Pfaff, Fünfhausen 55,

zum 71. Geburtstag.

Buseck-Großen-Buseck – Frau Gertrud Albach

geb. Renz, Johanniterplatz 1, zum 85.

Geburtstag.

Grünberg-Beltershain (gs): Herrn Karl Menz,

Fleckenbergsweg 2,zum 88. Geburtstag.

Grünberg (gs): Herrn Viktor Matis, Zum Eichenberg

2,zum 75. Geburtstag. –Herrn Sigurd

Skill, Diebsturmstraße 8, zum 75. Geburtstag.

Grünberg-Queckborn (gs): Herrn Gerhard

Schneider,Petersweg 18, zum 73. Geburtstag.

Grünberg-Reinhardshain (gs): Herrn Otto

Koch,Fliederweg 9,zum 88. Geburtstag.

Hungen –Frau Maria Jordan geb. Gaus, Bitzenstr.5,zum

77. Geburtstag.

Hungen-Villingen –Herrn Werner Jox, Langgasse

9, zum 72. Geburtstag.

Langgöns (t): Frau Elisabeth Wüst geb.Stein,

Espenstraße 1a,zum 89. Geburtstag.

Langgöns-Niederkleen (t): Frau Erna Schlosser

geb. Becker, Karlsbader Straße 5, zum 86.

Geburtstag.

Lollar (em): Frau Anna Hettche geb. Becker,

Grüner Weg11, zum 92. Geburtstag.

Pohlheim-Hausen –Herrn Karl-Josef Gorn,

Alte Gießener Straße 20a, zum 73. Geb.

Pohlheim-Holzheim –Herrn Viktor Rehberg,

Am Kirschenwald 10, zum 81. Geburtstag.

Rabenau-Londorf (guk): Frau Margarethe

Leithäuser,Leestraße 12, zum 81. Geb.

Rabenau-Odenhausen – Frau Hannelore

Haupt geb. Neumann, Am Rotacker 27, zum

71. Geburtstag.

Reiskirchen-Bersrod –Frau Ute Werner geb.

Bundschuh, Am Sonnenhang 35, zum 74. Geburtstag.

Reiskirchen-Hattenrod – Herrn Helmut

Steuerwald, Birkenweg 8, zum 82. Geb.

Staufenberg-Daubringen – Herrn Karl-

Heinz Röhm, Gießener Straße 68a, zum 76.

Geburtstag.

Staufenberg – Frau Gertraud Birkenstock

geb.Grölz, Grabenstraße 24, zum 72. Geb.

Wettenberg-Krofdorf-Gleiberg (amo): Frau

Hilde Weil, Seestraße 17, zum 73. Geburtstag.

Wettenberg-Launsbach (amo): Herrn Heinz

Grabowski, Zur Napoleonsnase 15, zum 71.

Geburtstag.

Wettenberg-Wißmar (cw): Frau Gretel Klar,

Ruttershausener Straße 23, zum 82. Geburtstag.

– Frau Sieglinde Schubert, Pestalozzistraße

14, zum 78. Geburtstag. –Herrn Jürgen

Kraushaar, Dresdener Straße 8, zum 73.

Geburtstag.


Solar-Info in Frankenbach

Frankenbach (so). Die Frankenbacher

Bürger können sich ander Gewinnung von

Solarstrom auf dem Dach ihres Bürgerhauses

beteiligen: Partner ist die Bürgersolargenossenschaft

»Sonnenland« (Buseck). Bürger

können sich mit 1000 Euro oder mehr einbringen.

Sonnenland betreibt 35 Bürgersolaranlagen

u.a. in Pohlheim, Langgöns, Buseck,

Laubach, Lich, Gießen, Reiskirchen und

Staufenberg. Zu einer Info-Veranstaltung

wird für Freitag, 17. August, 18 Uhr, ins Bürgerhaus

Frankenbach eingeladen.

IMPRESSUM

Gießener Allgemeine · Alsfelder Allgemeine

Unabhängig – Überparteilich

Herausgeber und Chefredakteur: Dr.Christian Rempel

Stellvertretende Chefredakteure: Burkhard Bräuning,

Gerhard Steines

Verantwortliche Redakteure/innen: Politik, Wirtschaft und

Nachrichten: Burkhard Bräuning, Annette Spiller; Kultur:

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Ronny Herteux (überregional); Stadt Gießen: GuidoTamme,

Vertretung: Armin Pfannmüller; Kreis Gießen, Kreispolitik

und Mittelhessen: Norbert Schmidt, Vertretung: Reinhard

Südhoff, Thomas Brückner; Pinnwand: Gabriele Krämer;

Vogelsbergkreis: Rolf Schwickert, Vertretung: Kerstin

Schneider; Medizin/Wissenschaft: Annette Spiller;

Meinungstreff: Christine Steines; Auto · Mobil: Ronny

Herteux; Beilagen und Verbraucherinformation: Christine

Littau-Rust; Meine Seite: Nora Brökers.

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Montag, 13. August 2012 Biebertal ·Heuchelheim ·Wettenberg

Nummer 187 -Seite 15

Energie-Effizienz-Forum lädt ein

Außendämmung Thema am

29. August in Heuchelheim

Heuchelheim (pm). »Außendämmung

von Gebäuden – Gutes Wohnklima im

Sommer und Winter« ist das Thema einer

Fachveranstaltung des Energie-Effizienz-

Forums Heuchelheim (HENEF). Referenten

sind Dipl.-Ing. Thomas Runzheimer,

Spezialist für energetische Sanierungen,

und Thomas Grüninger, Fachberater Gebäudedämmung.

Die Veranstaltung findet

am Mittwoch, dem 29. August, um 19

Uhr im Sitzungssaal der Heuchelheimer

Gemeindeverwaltung (Linnpfad 30) statt.

Als Wikinger muss man vor allem den Gefahren

des Meeres trotzen –auch amHeuchelheimer

Südsee.

(Foto: mhh)

Leben wie die Wikinger

Ferienspielkurs der DLRG Heuchelheim am Südsee

Heuchelheim (mhh). Der

Jugendvorstand der DLRG-

Ortsgruppe Heuchelheim organisierte

kürzlich ein Zeltlager

für die Heuchelheimer

Ferienspielkinder an der

Wachstation am Heuchelheimer

Südsee.

Elf Mädchen und Jungen

im Alter zwischen acht und

zwölf Jahren nahmen an dieser

Aktion teil. Das Zeltlager

stand unter dem Motto »Wikinger«.

Zunächst baute man gemeinsam

die Zelte auf, in denen

die Kinder und ihre Betreuer

die Nacht verbringen

sollten Danach gingen die

Jungen und Mädchen erst

einmal ihrer Lieblingsbeschäftigung

nach: Mit Matten,

Rettungsboards und

Gurtrettern schwammen und

planschten sie fröhlich im

Heuchelheimer Südsee.

Anschließend mussten etliche

Wikingerprüfungen von

den Kandidaten gemeistert

werden. So standen für die

Kinder ein Tauziehen, ein

GLEIBERGER LAND AKTUELL

Baumstammweitwerfen und

weitere Wikinger- und Geschicklichkeitsspiele

auf dem

Programm. Danach stärkten

sich alle mit herzhaften

Speisen vom Grill.

Ausgestattet mit Werkzeug

und Holz bauten die Betreuer

mit den Mädchen und

Jungen gemeinsam ein Floß

und verschiedene Möbel

(Stühle, Bänke etc.). Nach

der Fertigstellung wurde das

Floß zu Wasser gelassen und

getestet. Stockbrote am Lagerfeuer

grillen bildete dann

am Abend einen schönen Abschluss.

Am zweiten Tag konnten

die Kinder verschiedene Wikingerprüfungen

ablegen.

Und natürlich kam auch ihre

Lieblingsbeschäftigung, das

Schwimmen, nicht zu kurz.

Nach dem gemeinsamen

Mittagessen mussten alle

noch beim Abbauen und

Aufräumen helfen, bevor die

Kinder am Nachmittag von

ihren Eltern wieder abgeholt

wurden.

Wettenberg: Bürgerversammlung – Am 13. September

wird um19.30 Uhr zur Bürgerversammlung ins Bürgerhaus

Wißmar eingeladen, so Parlamentsvorsitzender Hans Karpenstein.

Schwerpunktthema des Abends wird die mögliche

Nutzung vonWindkraft im Krofdorfer Forst sein. (so)

Krofdorf: Weg gesperrt – Der Grasweg zwischen Fohnbachstraße

und Schwimmbad, den Älteren noch als »Seims

Pfädchen« bekannt, ist von einem Anlieger von der Gemeinde

gepachtet worden. Das Elektro-Unternehmen Abert will

den Grastreifen als Abstellfläche nutzen. Vordiesem Hintergrund

ist der WeginAbstimmung mit der Gemeinde für Passanten

gesperrt worden. Genutzt wurde der Fußweg etwa als

kurzer Wegvon der Rodheimer Straße zur Turnhalle oder als

Durchgang aus dem Bereich Turnhallenstraße, Egerländerstraße

und Fohnbachstraße zum Freibad. Weiterer Nebeneffekt

der Sperrung: Damit kann der Weg nicht mehr als

»Hundeklo« zweckentfremdet werden. Über daher resultierende

Geruchsbelästigung hatten Anlieger immer wieder Beschwerde

geführt.

(so)

Wißmar: Hoffest –Simone und Andreas Stroh laden am 25.

August zu ihrem Hoffest auf dem Naturlandbetrieb in der

Aue Richtung Gießen ein. Ab 11 Uhr ist geöffnet. Zu besichtigen

sind die Tiere des Hofes, das »Hühnermobil sowie

Landmaschinen und historisches Gerät der Traktorenfreunde

Wieseck. Für Speis und Trank ist gesorgt; es gibt zudem

Bauernhof-Eis und für die Kinder eine Strohburg. (so)

Krumbach: Scheunenfest –Zugunsten der Kirchen- und

Backhaus-Renovierung wird am 27. August ab 16.30 Uhr

zum Fest in Waldschmidts Scheune in der Tannenhofstraße

eingeladen. Für Essen und Trinken sorgt das Team vom

Kirchlein.

(so)

Heuchelheim: Fahrt und Fest –Der Obst- und Gartenbauverein

Heuchelheim lädt für den 19. August zur Tagsfahrt

nach Bad Sooden-Allendorf, zur Besichtigung des nahe gelegenen

Grenzmuseums Schifflersgrund und zum Besuch des

Erntefestes mit Umzug in Bad Sooden ein. Anmeldung noch

möglich unter 0641/6 3836 oder 0641/6 7661. –Am26. August

wird imLehrgarten in den Birkengräben von 15Uhr an

das Sommerfest gefeiert.

(so)

Übergabe in Krofdorf-Gleiberg

Neues Mini-Feuerwehrfahrzeug

bietet im Innern viel Stauraum

Wettenberg(mo). Es ist etwa 1,50 Meter

lang, 90 Zentimeter hoch und 80 Zentimeter

breit, in den typischen Feuerwehrfarben lackiert

und mit Blaulicht ausgestattet: das

neue Vorzeigefahrzeug der Minifeuerwehr

Krofdorf-Gleiberg. Was fehlt, ist der Motor.

Also wurde das kleine Auto auf ein Fahrgestell

aufgesetzt und kann, ähnlich einem

Handwägelchen, mit Muskelkraft und einer

Deichsel fortbewegt werden.

Dies wurde schon am Freitagnachmittag

praktiziert. Die Minifeuerwehr mit ihren 14

Mitgliedern (alle sind zwischen fünf und

zehn Jahre alt) feierte auf dem Gelände des

Wandervogel-Höhenclubs »Auf dem Falkenberg«

in Krofdorf ihr Sommerfest. Eine gute

Gelegenheit für einen ersten Ausflug des

neuen Fahrzeugs. Gerne wechselten sich die

Minis beim Ziehen ab.

Ihr Gruppenwart, Daniel Mühlheim, erläuterte

die Entstehungsgeschichte des kleinen

Gefährts, das nicht aus Holz, sondern aus

verschweißten Blechen besteht. Noch hat das

Fahrzeug keinen eigenen Namen. Die Kosten

übernahm die Gemeinde. Zusammengebaut

wurde das Auto in der Werkstatt des Berufsfortbildungswerkes

(BFW). Die Mitarbeiter

des BFW, Raimund Dietz und Ralf Weber,

sind die Väter der Konstruktion.

2013 wird 20-Jähriges gefeiert

Lackiert wurde das Fahrzeug im BFW Garbenheim

beim Verein für außerbetriebliche

Weiterbildung. Die Nummernschilder des

kleinen Roten weisen auf die Gründung der

Minifeuerwehr 1993 hin. Das bedeutet, dass

die Truppe im August 2013 ihr 20-jähriges


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besondere Qualität –

besonders günstig

Die Krofdorf-Gleiberger Minis mit ihrem neuen »Einsatzfahrzeug«, Erbauern und Betreuern

Daniel Mühlheim (hinten von links), Gemeindebrandinspektor Horst Marquard und Dieter

Kraft (Gemeindevorstand).

(Foto: mo)

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Schaschlik to go ............. Portion 3,00

Bestehen zusammen mit dem Jubiläum »100

Jahre Feuerwehr« feiert.

Entgegen den großen Feuerwehrautos, deren

Bauch voll gepackt ist mit vielen Geräten,

ist im kleinen Auto viel Platz. Der kann

gut genutzt werden: bei Umzügen zum Aufbewahren

von Bekleidung und für Getränke.

Der Deckel (Dach) lässt sich umklappen und

wird sozum Tisch.

Die Freude bei den Minis und ihren Betreuern

Daniel Mühlheim, Edith Rotter,

Ivonne Gombert, Kevin Kühte und Jürgen

Schneider über das neue Erkennungszeichen

der Gruppe ist groß. Freude war aber auch

bei weiteren Verantwortlichen der Feuerwehr

wie Horst Marquard, Gemeindebrandinspektor

Roberto Röhrsheim und seinem Stellvertreter

zu sehen.

Für die Gemeinde nahm Jürgen Kraft vom

Gemeindevorstand an der Übergabe teil.

Auch ein Feuerwehrmann aus Wettenbergs

ungarischer Partnergemeinde Zsambek, der

zur Zeit bei der Brandschutzdienststelle im

Landkreis Gießen ein Praktikum absolviert,

war mit dabei.

Zum Sommerfest gehörten eine Übernachtung

in Zelten, Bastel- und Spielangebote

und eine Nachtwanderung.

Für zwei große Minis, Christian Knapp und

Robin Mülich war das die letzte Aktion mit

den Minis, werden sie doch indie Jugendfeuerwehr

übernommen.

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Montag, 13. August 2012 Allendorf/Lumda ·Buseck ·Lollar ·Staufenberg

Nummer 187 -Seite 16

Baldige Lösung oder schleichender Tod?

Unterschriftensammlung für Erhalt des Freibades wirft Fragen auf –Ortsbesichtigung mit CDU

Buseck(siw). 600 Unterschriften

für den Erhalt des Freibades in

Großen-Buseck (die GAZ berichtete

in ihrer Samstagausgabe) zeigen,

dass ein enormer Informationsund

Diskussionsbedarf vorhanden

ist. Die emotionale Bindung vieler

zum Freibad ist sehr groß. Als das

Bad im Juni 1936 eingeweiht wurde,

war esdas modernste weit und

breit. Eine vergleichbare Einrichtung

hatte noch nicht einmal die

Universitätsstadt Gießen zu bieten.

Gut 75 Jahre später befürchten vor

allem die jungen Nutzer eine

Schließung und haben deshalb eine

Unterschriftensammlung initiiert.

»Die Gemeindevertretung hat

noch nicht beschlossen, dass das

Freibad zugemacht wird«, schickte

Eckhard Neumann voraus. Der

stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende

hatte für Samstagvormittag

einen kleinen Kreis Interessierter

eingeladen, sich vor Ort ein

Bild zu machen. Mit dem großen

Riss quer durch das Schwimmerbecken

könne man leben, auch die

punktuell vorhandenen Risse im

Kinderbecken seien zwar optisch

nicht schön, aber kein Problem, da

von ihnen keine Verletzungsgefahr

ausgehe. »Ausbesserungsarbeiten

reichen hier aus. Ein Neuanstrich

des stark mitgenommenen Geländers

entlang des Duschbeckens in

Richtung Liegewiese ist auch kein

Akt.« Doch dann näherte sich die

Gruppe dem eigentlichen »Corpus

Delicti«, der durchgerosteten Filteranlage,

die sich imTechnikraum

verbirgt. »Während die Pumpe

kürzlich generalüberholt wurde,

wird der Filter nicht mehr lange

mitmachen«, sagte Neumann.

Filteranlage ist Knackpunkt

Appetit auf Jesus machen

Gestern Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Andreas Puckel

Die Anlage steht derzeit auf angeschweißten

Stützen, ein Notbehelf.

Die Wasserqualität sei in Ordnung,

doch die Korrosion werde

unaufhaltsam fortschreiten, und allein

ein neuer Filter mit etwa

500000 Euro zu Buche schlagen.

Da stelle sich die Frage, ob sich das

die Gemeinde leisten kann. Seit

2009 ist der Haushalt defizitär.

Im Herbst hatte die Gemeindevertretung

beschlossen, eine Studie

zum »Bäderkonzept« in Auftrag zu

geben. Dies ist nach Vorlage der

Genehmigung des Haushalts, Ausschreibungen

und Bietergesprächen

Anfang Mai geschehen. Erst wenn

das Gutachten vorliegt, können die

Gemeindevertreter zur Meinungsbildung

schreiten. CDU-Fraktionsvorsitzender

Oliver Steinbach: »Bevor

die Fraktionen in die Haushaltsberatungen

einsteigen, müssen

sie sich Gedanken darüber machen,

für was sie das nicht vorhandene

Geld ausgeben wollen. Investitionen

wie eine neue Schwimmbadtechnik

können nur über Schulden

getätigt werden. Die Kinder, die

heute schwimmen gehen wollen,

haben noch in 20 oder 25 Jahren

die Kosten dafür zu tragen.«

»Bei sommerlichen Temperaturen

ist das Bad gut besucht«, bestätigte

Irmgard Heitmann. Die Anwohnerin

meinte, man solle auch andie

Kinder denken, deren Familien sich

keine Urlaubsreise leisten können.

Auch ein Überdenken des

Schwimmbadkonzeptes wurde angeregt.

So könne man mit dem Beheizen

des Beckenwassers die Badesaison

verlängern und mit speziellen

Angeboten die Attraktivität

des Bades steigern. Wenn die Gemeinde

Buseck inden gleichen Dimensionen

wie in der Vergangenheit

beim Kulturzentrum, den neuen

Feuerwehrgerätehäusern und

der Kita »Georg Diehl« handele,

dann lande man beim Freibad

schnell bei zwei bis drei Millionen.

Man solle auf dem Teppich bleiben

und nur das Notwendigste machen,

empfahl Andreas Brüll. Vielleicht

könne man eine gebrauchte Filteranlage

von einer Gemeinde erwerben,

die die Schließung ihres

Schwimmbads kürzlich beschlossen

hat. Da die Wassermenge (ca.

800 Kubikmeter) passen und die

Den Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Andreas Puckel (2. von links)

feierten mit ihm (von links) Alt-Dekan Dr. Bernhard Falk, Diakon

Rudolf Montermann und Januarius Mäurer, vielen noch bekannt als

Dekan und Pfarrer von »Thomas Morus« in Gießen. (Foto: siw)

Buseck (siw). »Jede Feier der

Eucharistie ist ein Geschenk des

Himmels. Heute werde ich ein

letztes Mal als Ihr Pfarrer mit

Ihnen hier in St. Marien dieser

Feier vorstehen dürfen. Die Zeiten

ändern sich, Pfarrer kommen

und gehen –Jesus Christus bleibt

derselbe, gestern, heute und morgen«,

sagte Pfarrer Andreas Puckel

inseiner Predigt. Am deutlichsten

werde das in der Eucharistiefeier,

der Danksagung an

Gott, wenn der Priester das Brot

bricht, den Leib des Herrn und

den Kelch reicht. »Hier ist Christus

zu finden, spürbar, greifbar«.

Aber nicht immer sei Jesus leicht

zu schlucken.

Er habe wenig gepredigt über

Papst, Pille, Frauenpriestertum

oder homosexuelle Pfarrer.»Viele

heiße Eisen lassen mich kalt –

ganz ehrlich. Darüber kann man

reden, klar. Aber bringt das

wirklich Menschen zum Glauben

an Jesus Christus?« Bei seiner

Aufgabe als Pfarrer habe er, Puckel,

sich anseinem Namenspatron,

dem Apostel Andreas, orientiert.

»Er hat Menschen zu Jesus

geführt, und das will ich

auch tun.«

Dem Menschen Appetit auf Jesus

Christus zu machen, ihnen

aufzuzeigen, das es mehr gibt, als

nur ihren Alltag, das war und ist

Pfarrer Puckel besonders wichtig.

»Noch nie hatten wir so viel

zu essen, noch nie ging es uns in

unserem Land so gut wie heute.

Und noch nie war die Not der

Seele so groß: Unsicherheit, zerbrochene

Beziehungen, Single-

Dasein, die niedrige Geburtenrate,

Depressionen, Burnout, Rücksichtslosigkeiten

und Menschen

ohne Halt und Heimat. Wenn die

Perspektiven ausgehen, das Ziel

nicht mehr zu erkennen sei, werde

der Hunger groß nach etwas,

das stärkt und Halt gibt.

Als vierter Pfarrer in St. Marien

hat Andreas Puckel Gottes

Gegenwart in dieser Welt bezeugt

in Gottesdiensten, im Religionsunterricht,

in Messdienerstunden,

in Sitzungen des Verwaltungsrates,

bei Geburtstagsbesuchen

und vor allem bei Begegnungen

mit Menschen in Not

und Trauer. »Ebenso wie Pfarrer

Loos, Pfarrer Schmidt und Pfarrer

Schneider es getan haben

und Pfarrer Adam es weiterhin

tun wird«, so Puckel.

Den feierlichen Einzug zum

Abschiedsgottesdienst in die vol-

Ortsbesichtigung im Technikraum: Die Filteranlage ist der Knackpunkt

für den Weiterbetrieb des Busecker Freibades.

(Foto: siw)

le Kirche hatten Alt-Dekan Dr.

Bernhard Falk, der ehemalige

Dekan Pfarrer Januarius Mäurer,

Diakon Montermann und die Ministranten

begleitet. Die Schola

und der katholische Kirchenchor

trugen mit Gesang und einige

Kinder und Erzieherinnen der

Kita »St. Elisabeth« mit einem

israelischen Bitt- und Danktanz

zur Gottesdienstgestaltung bei.

(Weiterer Bericht folgt)

Technik bis zur Übergabe gehalten

werden muss, wäre dies allerdings

ein Glücksfall. »Den schleichenden

Tod des Freibades« sieht Susanne

Richter kommen, wenn nicht eine

baldige Lösung gefunden wird. Die

Abstimmung über den Erhalt des

Freibades werde auch von den Gästezahlen

abhängig sein, erklärte

CDU-Gemeindevertreter Jörg Lindenstruth.

Steinbach lud interessierte

Bürger zur Gemeindevertretersitzung

im November ein, wenn

das Thema behandelt wird.

Zwei Ausschüsse tagen

im Bürgerhaus in Lollar

Lollar (pm). Nach den Sommerferien startet

auch wieder der politische Betrieb. Den

Anfang macht am Dienstag, 21. August, der

Ausschuss für Stadtentwicklung, Naturschutz,

Umwelt und Bauen im Gemeinschaftsraum

des Bürgerhauses. Am Dienstag,

21. August, geht es ab 20 Uhr um Brückenprüfungen

und die Teiländerung des Flächennutzungsplans

bezüglich der Konzentrationszonen

für Windenergieanlagen.

Am Donnerstag, 23. August, trifft sich dann

der Haupt- und Finanzausschuss. Beginn ist

um 20 Uhr im Mehrzweckraum des Bürgerhauses.

Auch hier sind Brückenprüfungen

ein Thema.

Groß und Klein bei der Kräuterwanderung mit Anja Böhme (in der Mitte am Strauch stehend).

Mit dabei war auch derVorsitzende Karl-Ludwig Hildebrand (links). (Foto: esk)

KURZ BERICHTET

Allendorf: 36/37er Jahrgang trifft sich –

Der 36/37er Jahrgang trifft sich am kommenden

Sonntag, dem 19. August, zum

Stammtisch inder Bürgerhausgaststätte. Beginn

ist um 19 Uhr.

(pm)

Buseck: Ausstellung im Schloss – Das

Kunstprojekt »Offenes Atelier« des Kinderund

Jugendwohnheimes Leppermühle in

Großen-Buseck feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Das »offene Atelier« bietet Bewohnern

der Einrichtung die Möglichkeit, sich in

unterschiedlichen künstlerischen Techniken

zu erproben. Eine Ausstellung ausgewählter

Arbeiten der Jugendlichen ist im Busecker

Schloss geplant. Sie wird am kommenden

Freitag, 17. August, um 14.30 Uhr mit einer

Performance und musikalischer Untermalung

im Schlosshof der Gemeindeverwaltung

eröffnet. Interessierte sind dazu eingeladen.

Ansonsten kann die Ausstellung während

der Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung

Buseck (Montag, Mittwoch und Freitag von 8

bis 12 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag

von 14bis 18 Uhr) besucht werden. (pm)


Hochbegabte der

Grundschulen in

Staufenberg waren

in der Ferienzeit unterwegs

und haben

an den sogenannten

Pullout-Tagen teilgenommen.

Unter

der Leitung von Dr.

Barbara Högy, die

sich für die Begabtenförderung

an der

Waldschule Daubringen

einsetzt, und

Birgitta Oschinski,

fuhren die Kinder

nach Frankfurt und

besuchten dort das

Experimenta-Museum.

Dort machten sie in diversen Räumen

Experimente aus den Bereichen Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Danach ging es nach Bad Soden. Hier

stand ein Rundgang durch den Quellen- und

den Wilhelmspark auf dem Programm. Nach

einem Blick auf das Hundertwasser-Haus

(Foto) tobten sich die Schüler auf einem

Spielplatz aus. Im Rahmen der Hochbegab-

40-jähriges Bestehen gefeiert

Sommerfest der Natur-und

Vogelfreunde Treis/Lumda

Staufenberg (esk). Im Rahmen ihres

40-jährigen Bestehens luden am gestrigen

Sonntag die Natur- und Vogelfreunde Treis/

Lumda zu einem Sommerfest auf ihrem Vereinsgelände

ein.

Der Verein zählt fast 200 Mitglieder und

hat es sich in den letzten vier Jahrzehnten

zur Aufgabe gemacht, aktiv in der Naturschutzarbeit

mitzuwirken, erklärte der Erste

Vorsitzende Karl-Ludwig Hildebrand. Diese

ehrenamtlichen Tätigkeiten umfassen unter

anderem die Betreuung von Nistkästen, von

diversen Biotopen oder der eigenen Streuobstwiese.

Sehr am Herzen liegt dem Verein

die Renaturierung der alten Sandkaute in

Treis.

Als Höhepunkt des Sommerfestes wurde

am Nachmittag eine Kräuterwanderung mit

Anja Böhme in der Umgebung des Vereinsheimes

durchgeführt.

tenförderung werden seit einigen Jahren Pullout-Tage

von der Waldschule organisiert. Zu

diesen werden immer wieder auch Schüler

aus den anderen Staufenberger Grundschulen

eingeladen. Die Kinder werden dafür von

ihren Einrichtungen vorgeschlagen. Der

nächste Tag findet zum Thema »Experimente

zu Wind und Wetter« im Oktober in der

Waldschule statt.

(pm/Foto: pm)

Patricia und Michael Gengnagel mussten

nach ihrer Hochzeit gemeinsam einen Ball

aufpumpen.

(Foto: efo)

Patricia und Michael Gengnagel sagten Ja

Zwei Vereine standen nach

der kirchlichen Trauung Spalier

Staufenberg(efo). Bei strahlendem Sonnenschein

gaben sich am Samstag Patricia

Gengnagel geb. Klein und Michael Gengnagel

in der Kirche zuTreis das Jawort.

Die standesamtliche Trauung fand bereits

am 6. Juni statt. Die 38-jährige Biolaborantin

und der 40-jährige Speditionskaufmann

kennen sich schon über zehn Jahre. Michael

Gengnagel spielt beim SV Staufenberg bei

den Alten Herren Fußball, und Patricia ist

beim TSV Treis aktiv. Beide Vereine bildeten

vor der Kirche ein Spalier, welches das

Brautpaar gemeinsam durchschritt.

Die Fußballkollegen brachten einen luftleeren

Ball mit, den Patricia und Michael

Gengnagel als Zeichen der ewigen Verbundenheit

und gegenseitigen Hilfsbereitschaft

aufpumpen mussten. Getraut wurde das Paar

von Pfarrer Andreas Lenz. Ein ganz besonderer

Höhepunkt war der Auftritt der Sängerin

Katja Bender mit den beiden Songs »Can

you feel the love tonight« von Elton John und

»The Rose« von Bette Midler. Gefeiert wurde

im Anschluss an die Trauung in der Gaststätte

»Zum guten Born« in Treis.

Ortssporttag in Ruttershausen

Lollar (pm). Die Turnervereinigung Ruttershausen

lädt zum diesjährigen Ortssporttag

am Sonntag, 19. August, ein. Treffpunkt

ist um 10.30 Uhr der Sportplatz in Ruttershausen.

Es besteht die Möglichkeit, das

Sportabzeichen nach den neuesten Kriterien

abzulegen. Außerdem können die Gäste wieder

bei einer Portion Gyros oder Würstchen

gemütlich beisammensitzen. Auch für ausreichend

Getränke und ein Kuchenbuffet sorgen

die Veranstalter.


Montag, 13. August 2012 Buseck ·Linden ·Rabenau ·Reiskirchen

Nummer 187 -Seite 17

FW Reiskirchen nominieren

Bürgermeister-Kandidaten

Reiskirchen (gal). Bernd Debus soll

am Dienstag, dem 21. August, in einer offenen

Mitgliederversammlung zum Kandidaten

der Freien Wähler für die Bürgermeister-Direktwahl

im kommenden

Jahr nominiert werden. Die Versammlung

beginnt um 19.30 in der Gaststätte »Zur

Traube« in Lindenstruth statt und ist

auch für Nichtmitglieder offen. Außerdem

stehen die Jahresberichte, die Neuwahl

des Vorstandes und die Wahl der

Delegierten auf der Tagesordnung.

Zweistündige Exkursion in Welt

des Schnorchelns und Tauchens

Reiskirchen (gal). Was im vergangenen

Jahr einen Programmpunkt der Reiskirchener

Ferienspiele bildete, könnte ein festes

Angebot in Ettingshausen werden: Schnorcheln

und Tauchen für Jugendliche. In diesem

Jahr hat sich der Schwimmbad-Förderverein

um einen solchen Kurs bemüht und

konnte mit dem ausgebildetem Tauchsportlehrer,

Anton Tiniakos (hinten Mitte), Vorsitzender

der Tauchsportgruppe der Uni Gießen,

einen kompetenten Ausbilder anbieten.

Zunächst wurden die Kinder langsam an

das kühle Schwimmbadwasser herangeführt,

um mit Schnorchel –aber ohne Maske –den

Wasser-Nasen-Reflex zu testen. Auch das Erlernen

einiger wichtiger Unterwasserzeichen

war nötig, bevor ein Eintauchen in das nasse

Element mit Ausrüstung möglich war. Nach

der zweistündigen Exkursion in die Welt des

Schnorcheln und Tauchens im Ettingshäuser

Freibad nahmen Rachel Knorr, Lynn

Schwarzhaupt, Sara Zahrt, Pauline Bank,

Mathias und Penny Schuhmann ihreTeilnehmerzertifikate

in Empfang. (Foto: gal)

Am 2. September

Großen-Lindener Feuerwehr

lädt zum Tagder offenen Tür ein

Linden (gbp). Unter dem Motto »Die Vereinsjugend

stellt sich vor« steht der Tag der

offenen Tür am Sonntag, 2. September, zu

dem die Freiwillige Feuerwehr Großen-Linden

1891 ins Feuerwehrhaus einlädt. Zwischen

10 und 17 Uhr erwartet die Besucher

ein Auftritt des Jugendmusikcorps, eine Führung

durch das Gebäude mit anschließendem

Vortrag über vorbeugenden Brandschutz und

eine Schauübung der Jugendfeuerwehr, die

sich mit einem Informationsstand präsentieren

wir. In den Vereinsräumen des Musikcorps

wird sich das Jugendmusikcorps mit

Schnupperübungsstunden und Informationen

darstellen.

Die Großen-Lindener Brandschützer erwarten

zudem eine Delegation ihrer Partnerfeuerwehr

aus Purgstall. Neben Getränken

gibt es Mittagessen und Kuchen.

Für Molln-Fahrt anmelden

Buseck (rüg). Der Partnerschaftsverein

und die Gemeinde Buseck bieten eine Fahrt

in die oberösterreichische Partnergemeinde

Molln zur Einweihungsfeier des dortigen Gemeindezentrums

an. Start ist am Freitag,

dem 19. Oktober, um7Uhr, die Rückkehr ist

für Sonntag, den 21. Oktober, am frühen

Abend geplant. Anmeldungen werden bis

zum 31. August unter folgenden Telefonnummern

entgegengenommen: 06408/911171

oder 911172 (During, Dutz).

ARBEITSJUBILÄUM

Mehmet Sungur aus Oppenrod

feierte am gestrigen

Sonntag sein 25-jähriges

Arbeitsjubiläum bei der

Firma Faber &Schnepp in

Gießen. Der Jubilar begann

12. August 1987 als Baugeräteführer

in diesem Unternehmen.

Seit dieser Zeit

wird erinder Straßen- und Tiefbauabteilung

auf Baustellen eingesetzt. »Mehmet Sungur

zeichnet sich durch seinen vorbildlichen

Teamgeist, verantwortungsvolle Arbeit und

seine große Loyalität zum Unternehmen

aus«, loben Geschäftsleitung und Betriebsrat,

die dem Jubilar für seinen Arbeitseinsatz

und die 25-jährige Betriebstreue dankten

und die Glückwünsche zu diesem Jubiläum

übermittelten.

(pm/Foto: pm)


40 Jahre Treue mit Ehrennadel und Ehrenspange gewürdigt

SPD Buseck feierte Sommerfest mit Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft–Erlös kommt Voraushelfern zugute

Buseck (vh). Zum 14. Sommerfest des

SPD-Ortsvereins Buseck auf dem Anger in

Großen-Buseck war am Samstag ein ausgiebiges

Programm angesagt, bestehend aus der

»Gute-Laune-Party« mit Livemusik von

»Sound-Mix«, Hüpfburg und Kinderschminken,

frischem Backhausbrot (110 Stück) vom

Stammtisch »New York«, hessischem Lohplatz

(256 Stück) von Roswitha Steinmetz

und Team sowie spanischer Paella von NorbertWeigelt

und Marlies Scheld.

Ehrungen für langjährige Mitglieder (fünf

Personen wurden für insgesamt 185 Jahre

ausgezeichnet) nahm der SPD-Landes- und

Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-

Gümbel vor. Den guten Zweck unterstützte

man in Form einer Tombola für die Voraushelfer

der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde

Buseck.

Ulrike Kuhl, Gerhard Melior und Karl-Jürgen

Haas gehören seit 40 Jahren der SPD an.

Die Männer erhielten eine Ehrennadel, die

Dame eine entsprechende Spange. Wolfgang

Schäfer, ist ebenfalls 40 Jahre Mitglied, jedoch

inaktiver Funktion von Beginn an.

Schäfer von Anfang an aktiv

Vorsitzender Weigelt hob hervor, es sei selten,

dass ein Parteimitglied gleichzeitig so

lange auch aktiv gewesen ist: zunächst in der

1972 noch selbstständigen Gemeinde Beuern,

dann als Gemeindevertreter in Buseck, zeitweise

als Vorsitzender des Kultur- und Sozialausschusses,

Mitglied des Ortsbeirats Beuern

und Ortsvorsteher, Beigeordneter im Gemeindevorstand

und seit Mai 2011 als Erster

Beigeordneter. Gleich nach der Gebietsreform

wurde er Beisitzer im Vorstand des neuen

SPD-Ortsvereins Buseck und blieb es 20

Jahre lang. Außerdem ist er Vorstandsmitglied

des SPD-Ortsbezirks Beuern und etwa

15 Jahre dessen Vorsitzender.

Norbert Weigelt gehört 25Jahren der Partei

an, seit 2001 als Vorsitzender.Von 2001 bis

2011 war Weigelt Fraktionsvorsitzender im

Neuer Ausschuss soll 725-Jahr-Feier 2013 organisieren

Sitzung der Vereinsgemeinschaft Rüddingshausen besprach Dorfjubiläum –Stehender Festzug und Kommers geplant

Rabenau (nac). Rüddingshausen wird im

nächsten Jahr 725 Jahre alt. Ob und wie dieses

Jubiläum gefeiert werden soll, warThema

der Sondersitzung der Vereinsgemeinschaft

am Freitag in der Gaststätte »Zum Alten

Born«. Bereits vor einigen Wochen waren die

Vereine angeschrieben und gebeten worden,

sich über dieses Thema Gedanken zu machen.

In der Sitzung wurde mit 16 Ja-Stimmen

und einer Enthaltung beschlossen, dass

eine Feier anlässlich dieses Jubiläums stattfinden

soll.

Nachdem das »ob« somit geklärt war, folgten

Diskussionen über das »wie«. Das Programm

der 700-Jahr-Feier von 1988 wurde

als Anregung verlesen. Unter dem damaligen

Ortsvorsteher Albert Schäfer fanden über

das ganze Jahr verteilt Veranstaltungen statt.

Ortsvorsteher Ewald Thomas wollte sich daran

ein Beispiel nehmen. Er schlug vor, dass

sich die Vereine bei ihren traditionellen Veranstaltungen

dem 725-jährigen Jubiläum

widmen. Eine historische Wanderung, ein

Grenzgang, ein Erzählcafé, ein Dorfabend

und das Engagement des Kindergartens wären

weitere Ideen für Veranstaltungen zum

Jubiläum.

Ein Ausschuss soll gegründet werden, um

die Feierlichkeiten zu planen. Aus jedem Verein

soll ein Vertreter als Mitglied im Ausschuss

tätig sein. In der Sitzung wurde der

30. Mai 2013, also Fronleichnam, als Termin

für einen stehenden Festzug angedacht. Es

gab Überlegungen, diesen –wie früher –in

den Straßen rund um die Kirche zuveranstalten.

Im Rahmen dieses stehenden Festzuges

könnte die Geschichte des Ortes aufgearbeitet

werden, Handwerker und Vereine hätten

die Möglichkeit, sich zupräsentieren. Mit

15 Ja-Stimmen, einem Nein und einer Enthaltung

wurden die ersten Planungen befürwortet.

Abschließend folgte eine Diskussion über

einen Kommers als weitereVeranstaltung im

Rahmen des Dorfjubiläums. Die Versammlung

war gespalten, ob ein solcher sinnvoll

ist. Schließlich beschloss man, am 26. Oktober

einen Kommers als Abschlussveranstaltung

zu terminieren.

Weiterhin wurde beschlossen, dass der Erlös

der Feierlichkeiten dem Dorf zu Gute

kommen soll und zum Beispiel für den Anbau

an die Aussegnungshalle und andere

Projekte verwendet wird. Karl Sohl erinnerte

daran, dass im nächsten Jahr ein weiteres Jubiläum

anstehe. Die Pflanzung der Friedenseiche

1913 ist dann 100 Jahre her.

Vereinbart wurde, dass sich der neugegründete

Ausschuss zu einer ersten Sitzung in

zwei Wochen trifft. Bis dahin haben die Vertreter

Zeit, in ihren Vereinen zu diskutieren,

wie man sich bei den Feierlichkeiten einbringen

kann.

»Aus Alltagsstress in Welt der Schönheit und Farben«

20 Jahre Förderkreis »Kunst Mensch Kirche«: Ausstellungseröffnung in Hattenrod –Vier Künstler präsentieren Werke

Reiskirchen (gal). Nach dem

angestammten Ettingshausen

hatte als erster Reiskirchener

Ortsteil am Wochenende Hattenrod

seine Präsentation mit Werken

Hattenröder Künstler: Für

den Förderkreis »Kunst Mensch

Kirche« (KMK), der seit nunmehr

20 Jahren Kunst in Ettingshausen

und der Region unterstützt,

begrüßte Pfarrer Hartmut Miethe

die Besucher sowie Michaela

Fink, Otto Lührsen, Andrea

Münster und Nicola Vandepitte

als kreativ Schaffende.

»Alle vier locken uns aus dem

Alltagsstress in eine Welt der

Schönheit, Entspannung, ineine

Welt der Farben und unterschiedlichsten

Motive«, gab Miethe

den Besuchern mit auf den

Weg durch die sonst eher nüchterne

Sporthalle.

»Unintended« (Muse), »Something in the

Water« (Brooke Fraser) und »Halleluja«

(Leonard Cohen), interpretiert von Andrea

Münster und ihrer Schwester Sonja Reidt

(Gitarre), rundeten die Eröffnungsfeier musikalisch

ab. Die Grüße von Bürgermeister

Holger Sehrt übermittelte Ortsvorsteher Erwin

Roth und dankte dem Förderkreis für

die Idee, in allen Ortsteilen die heimischen

Künstler zu präsentieren.

Michaela Fink wurde von klein auf von

Mama und Oma an die Materialien Stoff und

Wolle herangeführt. Als Entspannung empfindet

sie das Herstellen ihrer Stoff-, Häkel-,

Strick- und Stickarbeiten, die sie in ihrem

Lädchen anbietet. Breit gefächert sind ihre

Werke. Stoff, mit Häkel- oder Strickarbeiten

appliziert, findet sich nach weiteren Arbeitsschritten

als schmucke Tasche wieder. Ein

Ehrungen mit (von links) dem SPD-Landesvorsitzenden MdL Thorsten Schäfer-Gümbel, Ulrike

Kuhl (40 Jahre), Erich Hof (stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender), Wolfgang

Schäfer (40 Jahre), Gerhard Melior (40 Jahre), SPD-Unterbezirksvorsitzender Matthias Körner,SPD-Vorsitzender

NorbertWeigelt (25 Jahre) und (rechts) Karl-Jürgen Haas (40 Jahre).

KMK-Ausstellung zum 20. Geburtstag des Förderkreises: (von links)

Michaela Fink, Otto Lührsen, Nicola Vandepitte und Andrea Münster

zeigen einen Ausschnitt aus ihrem kreativen Schaffen. (Foto: gal)

Parlament. Seit 2011 ist er Vorsitzender der

Gemeindevertretung. Die Laudatio hielt sein

Stellvertreter im Ortsverein, Erich Hof.

Die Tombola war bestückt mit Preisen von

Gewerbetreibenden aus Buseck. Aufgeteilt

waren die Lose für die Kindertombola (100

Preise) und die Erwachsenentombola (250).

Hauptgewinn war ein Gutschein für eine

Zweitagefahrt zu den Weihnachtsmärkten

nach Goslar und Wernigerode am 16. und 17.

Dezember. Der Tombolaerlös wird andie Voraushelfer

der Freiwilligen Feuerwehren

überreicht, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges

Bestehen feiern. Sie benötigen ein neues

Einsatzfahrzeug und müssen 13000 Euro Eigenmittel

aufbringen, bevor im Busecker

Haushalt der Sperrvermerk über 70000 Euro

aufgehoben wird.

Gemeindebrandinspektor (GBI) Frank

Müller erläuterte den Sinn und Zweck der

gut 20 Personen starken Truppe, geleitet vom

Alten-Busecker Wehrführer Thorsten Hansmann.

Sie überbrückten die Zehn-Minuten-

Frist bis ein Rettungsteam vor Ort sein müsse.

Es bestehe ein Rund-um-die-Uhr-Bereitschaftsdienst.

Priorität habe die Herz-Lungen-Wiederbelebung,

also Maßnahmen, die

einen Atem- und Kreislaufstillstand beenden

sollen. Denn, so der GBI, mit jeder Minute

Atem- und Kreislaufstillstand sinke die

Überlebenschance um zehn Prozent. Die Voraushelfer

machten den üblichen Rettungsdiensten

keine Konkurrenz. Über 2500 Einsätze

stünden bisher zu Buche –jährlich zwischen

180 bis 250.

SPD-Unterbezirksvorsitzender Matthias

Körner sagte, ein Projekt wie es die Voraushelfer

seien, benötige Material, Geld und

personelle Unterstützung. Nicht zuletzt auch

Arbeitgeber, die Mitarbeiter freistellten.

Sparen nannte er an dieser Stelle fehl am

Platze. Im Wahlkampf der SPD werde das

Rettungswesen eine wichtige Rolle spielen.

Thorsten Schäfer-Gümbel betonte, mit der

hessischen SPD werde es keine Änderung

der Rettungsfristen geben. Er sprach ein Lob

für die Voraushelfer und deren Familienangehörige

aus.

Kindergedicht ziert die Hülle eines Schlummerkissens.

Ein Bilderrahmen umgrenzt eine

kleine handwerkliche Kunstfertigkeit. Zwei

Mal jährlich präsentiert sie zusammen mit

Marco Hoffmann (Naturfotograf) zu Hause

Ausstellungen oder besucht Hobbymärkte.

Ein handschriftlicher Hinweis neben einem

Landschaftsbild empfing die Besucher direkt

am Eingang. »Mit diesem Aquarellbild von

2004 begann wieder der Einstieg in die Malerei.«

Otto Lührsen inspirierte ein kleines

Kalenderbild als Vorlage, und er habe sich

»mit kleinen Schritten herangetastet«. Er ist

Mitglied der »Bunten Palette Lich«, absolvierte

die Ausbildung zum Schaufenstergestalter

in Lübeck und belegte dort sechs

Winterhalbjahre Kurse bei Kunstmaler und

Grafiker Peter Krellenberg. Anschließend

war er23Jahre Theatermaler am Stadttheater

Gießen. 2004 wagte er sich andie Pastellkreidemalerei,

danach folgten

Acrylmalerei sowie Bleistift- und

Rötelzeichnungen. Der Airbrusharbeit

widmet er sich seit einem

Jahr. Lührsen präsentierte mit

fast 60 Arbeiten den Besuchern

nur einen kleinen Einblick in

seine bisherige Schaffensvielfalt.

Wenig Zeit findet die auf dem

heimischen Bauernhof aufgewachsene

Andrea Münster für

ihr Hobby. Ihre Nähe und Liebe

zu Tieren findet sich inden zahlreichen

Tierbildern wider, die sie

seit 1993 überwiegend als Auftragsbilder

fertigt. Acryl, Kreide

und Bleistift sind ihr Handwerkszeug.

Beeindruckend ist

auf jeden Fall ihr 1,60 mal 1,10

Meter großes Acrylbild »Formel

I«, für das sie ein ganzes Jahr

(2010) brauchte. Es zeigt die sieben

Weltmeisterschaftsautos von Michael

Schumacher zwischen 1994 bis 2004.

»Ein liebevoll handgefertigtes Unikat von

Nicola Vandepitte«, schlicht auf einen Anhänger

gedruckt, befindet sich aneinigen der

vielen Tonfiguren der Künstlerin, überwiegend

weibliche Figuren ohne Gesicht. Gleich

daneben gibt es aus der Kreativschmiede

»Herzen haltende Hände« bunte Stecker zu

ebenso farbenfrohen Schnecken. Nicht nur

Ton gehört zu ihren verarbeiteten Materialien

sondern Wolle und Stoffe finden kreative

Gestaltungsmöglichkeiten. Im Auftrag gestaltet

sie individuell hergestellte Kerzen wie

Tauf- und Geburtstagskerzen an. In der heimischen

Region hat Vandepitte in der Vergangenheit

an Präsentationen teilgenommen.

Sie zeigte auf Wunsch den Besuchern der

Hattenröder Ausstellung das Töpfern und

Filzen vor Ort.


Montag, 13. August 2012 Fernwald ·Hungen ·Langgöns ·Laubach ·Lich ·Pohlheim

Nummer 187 -Seite 18

»Bag in Box« servierten Perlen der Popgeschichte

Band aus Fernwald spielte am Samstagabend beim »Musikalischen Sommer« auf dem Schiffenberg –Feine Songauswahl

Gießen/Fernwald (ang). Es hätten ruhig

ein paar Gäste mehr auf den Gießener Hausberg

kommen können. So geriet das Konzert

von »Bag in Box« aus Fernwald auf dem

Schiffenberg zum familiären Ereignis, was

der Stimmung aber keinen Abbruch tat.

Frontfrau Anja Kretz und ihre Mannen

Heiko Bennewitz und Kurt Schreiber an den

Gitarren, Mikel Gotthard am Schlagzeug

und Mick Kraft am Bass hatten nach wenigen

Titeln den Schiffenberg erobert. Das lag

ebenso am druckvollen Spiel der Rhythmusfraktion,

wie an der starken Stimme der

Sängerin. VomFeinsten war die Auswahl der

Titel. Als Opener nach einer kurzen Begrüßung

hatte man den Gerry Goffin/Carol

King Titel »Some kind of wonderful« gewählt.

Neben den Drifters und Marvin Gaye

hatte zuletzt Michael Bublé Lorbeeren mit

dem Werk erworben. Selbstverständlich, dass

sich auf dem Schiffenberg viele Mitsänger

fanden. Das sollte den ganzen Abend so weitergehen.

»Bag in Box« brannten ein Feuerwerk

der Popgeschichte ab und ließ die Sommernachtskühle

vergessen. Der Kinks-Song

»Lola« lud zum ausgiebigen Gitarrenspiel

ein. »Beast of Burden« geriet mit der

Kretz’schen Soulstimme zur Hommage an

Bette Midler. Dawar das Bekenntnis »I love

Rock’n’Roll« nur logisch. Das taten auch die

Gäste, die teils mit Decken beschützt, gerne

auf dem Schiffenberg ausharrten. (Foto: ang)

Zwölf Tanzgruppen überzeugten mit tollen Choreografien

Showabend als Höhepunkt der Kirmes in Langsdorf –Unique aus Wetterfeld triumphiert mit »Herzblatt«-Auftritt

Lich(pad). In Langsdorf kann

man ordentlich feiern, das bewies

am Wochenende wieder einmal

die Kirmes. Der Turnverein

richtete drei stimmungsvolle Tage

aus, bei denen die Besucher

voll auf ihre Kosten kamen. Höhepunkt

war der Showtanzabend

am Samstag. Insgesamt zwölf

Tanzgruppen traten auf und begeisterten

das Publikum mit ihren

Choreografien, Tanzkunst

und kreativen Showeinlagen. Für

die drei mitreißendsten Darbietungen

wurde ein Publikumspreis

vergeben, wobei die fünf

Gruppen aus Langsdorf natürlich

als Gastgeber darauf verzichteten,

mit in die Wertung

aufgenommen zu werden –sonst

wäre die Jury wohl kaum neutral

gewesen.

Attraktive Einladung

Die Tanzgruppe All for One begeisterte ebenso wie die vielen anderen

Gruppen die Besucher der Kirmes in Langsdorf. (Foto: pad)

Den Auftakt machte die Kindertanzgruppe

KiSchu des TV,

die unter anderem zu den Klängen

von E Nomines »Mitternacht«

auftrat. Ebenfalls in die

Herzen der Zuschauer tanzten

sich die Carambas aus Steinheim.

Mit den Festdamen schickte

die Nonnenröther Feuerwehr

eine sehr attraktive Einladung

zum Fest am nächsten Wochenende

ins Nachbardorf. Mit einem

wilden Medley von Popklassikern

und kreativer Choreografie

erlangten die Sweet Devils aus

Steinheim den dritten Platz, wobei

auch die gut ausgewählten

Kostüme zu diesem Erfolg beitrugen.

Komplett verdreht waren

die Rollen bei den Flabby

Cheeks: Während die sieben

trinkfreudigen Zwerge allesamt

Frauen waren, hatte das Schneewittchen

eine mehr als männliche

Figur. Die Miesterer Hexen

ließen im Anschluss sogar die

Dirndl fallen und schafften es

mit dieser heißen Einlage auf

den zweiten Platz. Sieger des

Abends wurde aber die »Herzblatt-Show«

von Unique aus

Wetterfeld, bei der sich –wie in

Rudi Carrells Sendung – eine

einsame Frau zwischen drei Kandidaten

entscheiden musste. Sowohl

die kreativen Kostüme

als auch die musikalisch

vielfältige Suche mit

einer bezaubernden Geschichte

als Verbindung

zwischen den einzelnen Figuren

sorgten bei den Zuschauern für

stürmischen Applaus.

Dass die Langsdörferinnen sich

beim Tanzen nicht verstecken

müssen, bewiesen die Girls Go

Wild, die Power Girls und All for

One jeweils mit ihren Auftritten.

Die Post ging ab bei Balle Donne,

die sich zur Verstärkung die

Wilden Jungs geholt hatten. Unter

dem Motto »Märchen« gab es

eine mitreißende Show zu bestaunen,

bei welcher der Froschkönig

keine Ahnung hatte, wo

Gretel steckte, Rotkäppchen

wohl vergessen hatte, sich die

Beine zu rasieren, und die Men in

Black auch noch kurz ermittelten.

Zum Abschluss brachten sie

mit der Monsterparty das Festzelt

zum Toben.

Mit dem Showtanzabend hat

der Turnverein in Langsdorf für

den Samstagabend einen neuen

Programmpunkt gefunden, der

sich angesichts eines vollen Festzeltes

und guter Stimmung

schnell zum Geheimtipp entwickeln

könnte.

Bereits am Freitag hatte der

Discoabend das Partyvolk nach

Langsdorf gelockt. Am Sonntag

klang dann die Kirmes mit dem

von der »Original Münchholzhäuser

Blaskapelle« begleiteten

Frühschoppen aus.

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finden Sie unter

www.giessener-allgemeine.de

Buntes Familienfest zum Abschluss der Ferienspiele

Am Kulturzentrumboten mehrere Veranstalter vielfältiges Programm –Vor allem Mitmachaktionen bei Kindern gefragt

Hungen (tr). Mit einem Sommerfest für

die ganze Familie endeten am Samstag rund

um das Kulturzentrum die diesjährigen Hungener

Ferienspiele. Veranstalter dieses Familienevents

waren die Arbeitsgruppen des lokalen

Bündnisses für Familien, der Landfrauenverein,

die Hungener Tafel, die Stadtbücherei,

die Stadt, der Schachklub, die

Flohkiste sowie das Jugendzentrum.

Die Ferienspiele dauerten insgesamt 38 Tage,

erläuterte die Jugendpädagogin Sabine

Nickel. An den über 120 verschiedenen Veranstaltungen

hatten sich weit über 500 Kinder

beteiligt. Dies sei ein tolles Ergebnis, so

Nickel, die dafür vor allem den Hungener

Vereinen dankte, die sich anden Ferienspielen

beteiligt hatten.

Pirouetten auf dem Schulhof

Im Rahmen des Sommerfestes boten die

einzelnen Veranstalter zahlreiche Spiele und

Mitmachaktionen für die Kinder an. Stark

gefragt waren natürlich die Skater.Die Mädchen

und Jungen konnten auf dem ehemaligen

Schulhof Pirouetten auf ihren Brettern

drehen. Die Stadtbücherei bot einen Bücherflohmarkt

an und im Kulturzentrum lief den

ganzen Tag über eine Diashow mit Bildern

der diesjährigen Ferienspiele.

Tanz- und Show-Einlagen boten die Line-

Dancer des Hungener Tanzklub Blau-Gelb,

Lihong Cai aus Langsdorf bot einen chinesischen

Schwerttanz dar. Die Ferienspielsingers,

die sich spontan gebildet hatten, boten

Klassiker aus der Pop- und Rockmusik spielte die Band »Bag in Box« auf dem Schiffenberg.

Internationale Spezialitäten wurden beim Sommerfest am Kulturzentrum verkauft.

Lieder zum Mitsingen an. Zu der Gruppe gehörten

Steffi Hofmann, Renate Hecht, Andreas

Mette sowie Bettina und Sabine Nickel.

Internationale Spezialitäten servierte

die multinationale Frauengruppe, Kaffee und

Kuchen verkauften die Landfrauen. Außerdem

hatten man für kühle Getränke gesorgt.

Am Abend gab es dann auf der Open-Air-

Bühne Livemusik der Gruppe Toufusion.

Abschließend stellte die Gemeindepädagogin

Nickel fest, dass sich der ehemalige

Schulhof am Kulturzentrum nach seinen

Umbau bestens für derartige Veranstaltungen

eigne. Dass dieses Fest in dieser Form

angenommen wurde, zeigte auch die große

Besucherzahl. Viele Gäste äußerten sich begeistert

über die neue Veranstaltungsform am

Kulturzentrum.

(Foto: tr)

Am Mittwoch in Langgöns

Umweltausschuss befasst sich

mit Windrädern und Wegen

Langgöns (pm). Am Mittwoch, 29. August,

kommen die Mitglieder des Umwelt-,

Energie- und Verkehrsausschusses der Gemeindevertretung

um 20 Uhr zu einer öffentlichen

Sitzung im Bürgerhaus der Kerngemeinde

zusammen.

Auf der Tagesordnung stehen die Potenzialanalyse

»Mittelhessen ist voller Energie«,

geplante Windkraftanlagen in den Gemeinden

Hüttenberg und Schöffengrund, der Ausbau

des Verbindungsweges zwischen Cleeberg

und Espa, der Punkt »Fahrräder frei auf

allen landwirtschaftlichen und gesperrten

Wegen«, ein Wanderwegesystem für Langgöns

und die Verhinderung von Autoverkehr

auf dem Verbindungsweg nach Kirch-Göns.

Lokales Bündnis für Familie

richtet Flohmarkt für Kinder aus

Laubach (pm). Das Lokale Bündnis für

Familie veranstaltet am Samstag, 22. September,

im Schulhof der Theodor-Heuss-

Grundschule einen Flohmarkt von Kindern

für Kinder. Spielzeug, Spiele, Bücher oder

CDs, die nicht mehr gebraucht werden oder

aus denen die Kinder »rausgewachsen« sind,

können von 11bis 13 Uhr verkauft werden.

Teilnehmen können alle Kinder im Alter von

6 bis 14 Jahren. Eine Betreuung findet in

dieser Zeit nicht statt, jüngere Kinder sollten

deshalb von Eltern begleitet werden.

Aufgebaut werden kann ab 10.30 Uhr. Eine

Anmeldung ist nicht erforderlich, der Standplatz

ist kostenlos. Bei starkem Regen wird

der Flohmarkt in die Turnhalle auf der Helle

verlegt.

OrgelwettbewerbinLaubach:

Veranstalter suchen Quartiere

Laubach(pm). Für den vom 5.bis 7. Oktober

stattfindenden Laubacher Orgelwettbewerb

suchen die Veranstalter noch Gastgeber.

Für die zwölf jungen Organistinnen und

Organisten, die sich der Jury präsentieren

werden, werden noch Quartiere benötigt.

Werfür die Zeit vom 4.bis 8. Oktober Unterbringungsmöglichkeiten

zur Verfügung

stellen möchte, kann sich bei Jörg Krüger

unter Telefon 06405/950730 oder per E-Mail

an krueger-laubach@t-online.de melden.

Beim Verlassen des Standesamtes durchschritten

die Neuvermählten Nina Isabel und

Niko Bepler ein langes Spalier. (Foto: sch)

Nina Isabel und Niko Bepler

heirateten in der »Alten Kirche«

Pohlheim (sch). Vor der Standesbeamtin

Martina Jäger gaben sich amSamstagnachmittag

in der »Alten Kirche« in Watzenborn-

Steinberg Niko und Nina Isabel Bepler geborene

Wüst das Eheversprechen. Der Trauzeremonie

beigewohnt hatten über hundert geladene

Gäste. Eine Eheschließung in einer

solchen Größenordnung war für die Standesbeamtin

nach eigenen Worten eine Premiere.

Musikalisch umrahmt wurde die Trauung

von Lidia Uribe-Osses (Heuchelheim), die

»New York« (von Alica Keys) und »I want to

grow old with you« zu Gehör brachte. Begleitet

wurde sie dabei von Max Schwarz an

der Gitarre.

Die aus Hausen stammende 32-jährige

Braut ist Sozialversicherungsangestellte bei

der Barmer GEK in Gießen und war viele

Jahre Schau- und Gardetänzerin bei den TV-

Linchen der Karnevalsabteilung des TV 1864

Hausen. Heute ist sie dort noch tätig als Trainerin

der Minis und der Garde, sie ist ferner

Leiterin der Step-Aerobic im TV Hausen.

Der aus Lützellinden kommende 33 Jahre alte

Bräutigam ist Kriminalkommissar bei der

Kripo in Frankfurt und aktiver Handballer

bei der HSG Pohlheim. Die Neuvermählten

lernten sich vor vier Jahren beim Handball

kennen und wohnen in Hausen.

Nach der standesamtlichen Trauung mussten

die Brautleute ein langes Spalier durchschreiten,

angefangen von der Step-Aerobic-

Gruppe, es folgten die TV-Minis, der Elferrat

der Karnevalsabteilung und die Handballer

der HSG. Bevor es mit dem Jaguar MK 2, einem

Oldtimer, zur Feier in das Restaurant

»Knossos« nach Gießen ging, musste das

Brautpaar mit einem Handball auf eine Torwand

werfen. Hierbei zeigte sich die Braut

treffsicherer als ihr angetrauter Ehemann,

hat sie doch auch die Handball-Gene ihres

Vaters Karl-Wilhelm im Blut.


Montag, 13. August 2012 Linden

Nummer 187 -Seite 19

Der Andrang war groß beim Stadtfest. Für

die Organisatoren die Bestätigung, dass sie

mit ihrem Programm richtig lagen.

Talentiert – Die

Band Effekt aus Linden

nutzte auf dem

Stadtfest die Gelegenheit

und spielte

vor großem Publikum.

Die jungen Musiker

präsentierten

eine gute halbe

Stunde lang ihre

selbst geschriebenen

Lieder. Da auch die

anderen Bands beim

Publikum des Stadtfestes

sehr gut ankamen,

herrschte in

Linden drei Tage

lang ausgesprochen

gute und fröhliche

Stimmung.

(Fotos: gbp)

Friedliches und entspanntes Fest am Rathaus

Viele Besucher auf dem Großparkplatz –Musikgruppen unterhielten das Publikum –Gäste aus Partnerstädten dabei

Linden (gbp). Wunderbares Sommerwetter, Partymusik vom

Feinsten und hervorragende Organisation bescherten den Lindenern

am Wochenende ein tolles 26. Stadtfest. Rund 2700 Besucher am

Freitag, über 3000 am Samstagabend und ein gut besuchter Gottesdienst

am Sonntag mit anschließendem Frühschoppen, es herrschte

beste Stimmung bei dem friedlichen, fröhlichen und entspannten

Fest am Rathaus. Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz hatte mit einem

Fassanstich das letzte Stadtfest in seinem Amt eröffnet.

Marcin Stronczek (links) übergab eine gerahmte

Würdigung an Dr.Ulrich Lenz.

19 Jahre Kontakt mit Sosnicowice

Bürgermeister der polnischen

Partnerstadt würdigt Ulrich Lenz

Linden (gbp). Die 35-jährige Amtszeit von

Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz und die guten

Kontakte in den vergangenen 19 Jahren würdigte

Marcin Stronczek, der Bürgermeister

der polnischen Partnerstadt Sosnicowice,

jetzt anlässlich der Eröffnung des Lindener

Stadtfestes.

Stronczek sprach seine Anerkennung aus

für die vielen Jahre, die Lenz als Bürgermeister

»seine« Stadt geführt hat, für seine

Förderung der Zusammenarbeit zwischen

den beiden Kommunen, seine Freundlichkeit

und sein Verständnis. »Die Arbeit des Bürgermeisters

gehört nicht zu den leichtesten«,

meinte Stronczek zu seinem Lindener Amtskollegen,

»sie erfordert Professionalität,

Kreativität und die Fähigkeit zur Kooperation.

Sie besitzen alle diese Eigenschaften.«

Eine gerahmte Würdigung in polnischer

Sprache überreichte Stronczek schließlich an

den Lindener Rathauschef.

Der Rathauschef dankte Bernd Martini, einer

der »Stadtfestväter«, der nach dem

Stadtfest im vergangenen Jahr seine gastronomische

Verantwortung an Torben Mader

übergeben hat. Lenz begrüßte auf dem Großparkplatz

am Rathaus zudem Gäste aus den

Partnerstädten Sosnicowice (Polen), Macheren

(Frankreich), Warabi (Japan) und Machern

(Sachsen) sowie aus dem bayerischen

Bodenmais.

Am Freitagabend gehörte die Partybühne

guten Stadtfestbekannten: Die Gruppe Man

on the Line & the Steam Machine um das

Lindener Energiebündel Thomas Burckart

hatte zuletzt 2008 das Stadtfest gerockt. Mit

einem breiten Repertoire aus zeitlosen Evergreens

und brandneuen Songs aus den

Charts, einer mitreißenden Perfomance, vollem

Stimm- und Körpereinsatz und ansteckendem

Spaß an der Musik begeisterten sie

das Partyvolk. Die Band spielte Titel unteranderem

von James Brown, Michael Jackson

und Tom Jones, aber auch Prince, Robbie

Williams, Metallica und AC/DC bis hin zu

dem hymnischen Kracher »An Tagen wie diesen«

von den Toten Hosen. Auf der Stadtfestbühne

wurden gleich zwei Geburtstagskinder

gefeiert: Keyboarder Karten Ott und

nach Mitternacht Yvonne Keim, deren Freunde

ihr mit Wunderkerzen gratulierten.

Überschäumende Lebensfreude

Der Samstag begann mit einem beeindruckenden

halbstündigen Konzert der Band

»Effekt«. Die jungen Lindener Nachwuchsmusiker

Florian Diehl, Tim Lange, Robin C.

Jäger, Georg Velten und Maren Diehl überzeugten

das Publikum mit selbstgeschriebenen

Texten zu richtig guter Musik.

Zum ersten, aber womöglich nicht letzten

Mal auf dem Lindener Stadtfest war SuperPhonix,

eine von Hessens stimmgewaltigen

Coverbands, die beim Wettbewerb um

die »HR1 Band des Jahres« den zweiten Platz

belegt hatte. Die neunköpfige Formation aus

Beim Auftritt von Man on the Line & the Steam Machine forderte der Sänger Thomas

Burckart immer wieder zum Mitsingen der zeitlosen Evergreens auf.

Gießen begeisterte mit sattem Sound, einem

mitreißenden Rhythmus, coolen Tanzeinlagen

und überschäumender Lebenfreude. Zu ihren

Titeln aus Party-Soul, Pop und Vocal House

tanzte das Stadtfestpublikum bis tief in die

Nacht. Bestens frequentiert war an beiden

Abenden die österreichische Schirmbar mit

ihrem großen Cocktailangebot.

Der Sonntagmorgen begann mit einem

ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Axel

Zeiler-Held (Großen-Linden) und Pfarrerin

Susanne Weide (Leihgestern) von den beiden

evanglischen Kirchengemeinden Lindens,

Diakon Wolfgang Peis für die katholische

Kirchengemeinde Christkönig und Prediger

Bastin Steinberg für die Stadtmission Linden.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst

vom Posaunenchor der Stadtmission.

Die Frauen der Tanzgruppe aus dem Kursangebot

der Katholischen Erwachsenenbildung

unter Leitung von Cornelia Winter zeigten

einen »Tanz der Freude«. Die Kollekte ging

an die Lindener Tafel.

Im Anschluss an den Gottesdienst ging das

Familienzentrum Linden offiziell an den

Start (Bericht dazu folgt). Mit einem Frühschoppen

bei schönstem Sonnenschein, zu

Klängen der Thomas-Kraft-Band aus Ruttershausen,

die neben typischer Frühschoppenmusik

auch deutsche und englische

Schlager spielten, und einem reichhaltigen

bayerischen Büfett klang das Stadtfest aus.

Getanzt wurde am Sonntagmorgen bereits beim Gottesdienst auf dem Großparkplatz am

Rathaus. Die Frauen zeigten einen »Tanz der Freude«.

Zu einem guten Stadtfest gehört gutes Essen. In Linden wurden am Sonntagmorgen bayerische

Spezialitäten angeboten; die zahlreichen Besucher griffen gerne zu.


Montag, 13. August 2012 Grünberg

Nummer 187 -Seite 20

Die »Rhoirevoluzzer« aus Mainz präsentierten sich als Walking Act. (Fotos: nab) Trommelnd zog die Sambagruppe »Vamos lá« vom Diebsturm zum Marktplatz.

Wo Kuba auf Fachwerkkulisse trifft...

Rund um den Marktplatz begeisterte das Grünberg Folk-Musik-Festival am Wochenende Groß und Klein

Grünberg(nab). Mit kubanisch-bayerischer Musik von »Los Dos

YCompañeros« und zu den karibischen Rhythmen passenden Sonnenstrahlen

endete gestern Abend das mittlerweile 14. Grünberger

Folkfestival. Unter dem Motto »2012 wird sorichtig Gas gegeben!«

hatte das Musikfest mal wieder internationales Flair in die Stadt gebracht.

Dazu trugen nicht nur die elf Bands und Musiker, die am

Samstag und Sonntag auf fünf Bühnen spielten, bei, sondern auch

das bunte Markttreiben sowie die kulinarischen Angebote verschiedener

Länder. Erstmals hatte auch der Grünberger Gewerbeverein

zu einem verkaufsoffenen Sonntag geladen.

Beim Auftritt von »Cuareto Rotterdam«

tanzten viele Besucher Tango.

»In Search of aRose« spielten irische Lieder

in punkigenVersionen.

Los ging »Grünberg Folk«

am Samstag mit der Band »In

Search of aRose« mit irischen

Liedern und solidem Punkrock

auf Folkbasis. Nicht minder

fantasievoll und ausgelassen

präsentierten sich am Diebsturm

»Gai Saber«, zu deutsch

»Glückliches Wissen«, mit ihren Soundbasteleien

und Texten auf okzitanisch, einer alten

Sprache, ähnlich dem Katalanischen, die vor

allem im Süden Frankreichs zu finden ist.

Danach zogen die Trommler der Sambagruppe

»Vamos lá« aus Gießen und Friedberg

trommelnd und pfeifend vom Diebsturm zum

Marktplatz.

Bis tief in die Nacht

Etwas örtlich abgelegen vom Hauptgeschehen,

gab es griechische Folklore und Syrtakis

mit der Gruppe »Doremi« von Keyboardspieler

Nikos Chalkidis und Bouzoukispieler

Georgis Chalkidis in der Taverne Santorini.

Mit schneller Tanzmusik oder mit

leisen und langsamen Klängen,

hatte das Fest für jeden Besucher

etwas zu bieten. Mit der Umbenennung

von »Grimmich Folk« zu

»Grünberg Folk – Internationales

Musik-Festival« hatte sich auch

das Repertoire erweitert. Dass die

verschiedenen Musikrichtungen

bei den Besuchern Zuspruch gefunden

haben, freut Susanne Tröller

vom ehrenamtlichen Planungsteam

des Festivals. »Am Samstag

haben wir rund 2000 Eintrittskarten

verkauft.« Auch am Sonntag

war die Stadt voll, »das Fest ist angenommen

worden«, so Tröller am

Sonntagabend zur Gießener Allgemeinen

Zeitung.

Viele Besucher wollten auch die

TomPfeiffer Band mit ihrem »Best

of Rock Classic« auf der Bühne vor

der historischen Fachwerkkulisse

des Grünberger Marktplatzes sehen.

Doch die Fans der Rockmusik

Die Manu Michaeli Band spielte besinnliche Musik.

der 70er und 80er Jahre mussten

etwas Geduld mitbringen.

Eine technische Panne sorgte

schon nach dem ersten Lied

für eine Unterbrechung und

eine längere Pause. Als der

Fehler schließlich behoben

war, tanzten und rockten die

Besucher bis drei Uhr nachts.

Viel ruhiger waren hingegen die besinnlichen

Klänge in der Hospitalkirche mit der

Manu Michaeli Band. Mit tiefer und gleichzeitig

feiner Stimme sang dort Frontfrau Manuela

Michaeli von Glaube, Liebe und Hoffnung.

Im Barfüßerkloster präsentierte sich

die charismatische Sängerin Viviane Kudo,

Tochter einer japanischen Konzertpianistin

und eines deutschen Orchestermusikers, mit

feinsinnigen Liedern ohne viel Schnörkel.

Und richtig romantisch wurde es zu später

Stunde am Diebsturm, als die Formation

»Cuareto Rotterdam« die Besucher mit auf

eine Reise nach Argentinien in die Welt des

Tangos nahm, und wo nicht wenige Frauen

und Männer die Bühne nutzten, um zur leidenschaftlichen

und virtuosen Tangomusik

zu tanzen.

Der Sonntag wurde dann zum Fest für die

ganze Familie. Am Vormittag gab es einen

»Folk-Gottesdienst« mit Pfarrer Dr. Jochen

Walldorf und dem peruanischen Musiker

Carlos Roncal auf dem Marktplatz. Kinderschminken,

Vorstellungen des Grünberger

Zauberkünstlers Carsten Skill als Zauberer

Pinetty, eine Hüpfburg, Speedstacking und

andere Aktionen fanden sich inder Kronengasse.

Nicht fehlen durften aber auch die

bunten Marktstände mit tunesischer Keramik

oder thailändischer Kleidung. Weine und

Aperitifs aus Grünbergs französischer Partnerstadt

Condom, eine Cocktail-Bar und

afrikanisches Essen vom Restaurant »Savanne«

aus Lich –die Anbieter kümmerten sich

um das leibliche Wohl der Gäste.

Karibisches Flair auf dem Marktplatz

Çay, den traditionellen türkischen Tee, Baklava

und andere süße oder herzhafte Speisen

aus der Türkei boten die Frauen

des Grünberger Integrationsund

Fördervereins »Kandil« den

Besuchern an. Freunde der Cajun-

Musik kamen bei »Zydeco Annie

& Swamp Cats« auf ihre Kosten,

und als »Walking Act« präsentierten

sich am Sonntag die »Rhoirevoluzzer«

aus Mainz mit ihrer Guggemusik.

Dass Kuba und Bayern

gar nicht so weit voneinander entfernt

sind, zeigten dann »Los Dos

YCompañeros« aus der Oberpfalz

und zauberten zum Abschluss noch

mal ein ganz besonderes karibisches

Flair auf den Marktplatz. Bis

18 Uhr wollten sie eigentlich spielen.

Die Musiker hielten dann aber

bis fast 20 Uhr die Zuschauer auf

dem vollen Marktplatz in Atem.

Damit haben die Planer des Festivals

mal wieder ihr Ziel erreicht:

Spaß haben, Kultur fördern und internationale

Musik gemeinsam mit

Gästen in Grünberg genießen.

»Gai Saber« überzeugten mit Soundbasteleien und okzitanischer Musik.

Auch Händler gehörten zum Folkfestival.


TQ-

Montag, 13. August 2012 Fernsehen

Nummer 187 -Seite 21

Postume Liebesbeweise geben neue Kraft

Das Erste zeigt heute »P.S. Ich liebe dich« mit Hilary Swank und Gerard Butler

+GI

(dapd) Die romantische Komödie »P.S.

Ich liebe dich« zeigt das Erste heute Abend

um 20.15 Uhr.

Nach dem Tod ihres Gatten steht Holly

(Hilary Swank) vor einem Scherbenhaufen.

Obwohl ihre Ehe nicht ohne Krisen verlief,

weiß sie nicht, was sie ohne ihren geliebten

Gerry (Gerard Butler) anfangen soll.

Sehr zum Missfallen ihrer Freundinnen

lässt sich Holly vollkommen gehen. Doch

dann geschieht das Unfassbare: Pünktlich

zu ihrem 30. Geburtstag erhält die Witwe

Gerry (Gerard Butler) und seine Frau Holly (Hilary Swank) haben keine einfache Beziehung.

Foto: ARD Degeto

einen Brief des Verstorbenen. Gerry kündigt

darin weitere Zuschriften an, die Holly

wieder auf die Beine helfen sollen. Tatsächlich

trudeln rasch die nächsten Mitteilungen

ein. In »P.S. Ich liebe dich« hat sich

Regisseur Richard LaGravenese (»Freedom

Writers«) an ein schwieriges Unterfangen

gewagt. Den Tod mit in einer romantischen

Komödie zu thematisieren, ist

schließlich keine leichte Aufgabe. Doch

LaGravenese löst sie, indem er das Sterben

nur am Rande erwähnt. Der Zuschauer

wird nach einem kurzen Ehe-Prolog vor

vollendete Tatsachen gesetzt: Gerry ist an

einem Gehirntumor gestorben und die arme

Holly muss ihr Leben neu ordnen. Die

Briefe des Toten sollen ihr dabei helfen.

Mit übersinnlichem Hokuspokus hat das

allerdings nichts zu tun. Schon im ersten

Brief erfährt der Zuschauer, dass Gerry die

Post bereits an seinem Sterbebett geschrieben

und heimlich deponiert hat. Die

Korrespondenz ist somit keine esoterische

Zauberei, sondern ein postumer Liebesbeweis,

der Holly an die wichtigsten Stationen

ihrer zurückliegenden Beziehung zurückführen

soll. »P.S. Ich liebe dich« lebt

von den Rückblenden auf ihre große Liebe.

Indem die tapfere Holly die beschriebenen

Stationen nacheinander abklappert, kann

sie den Verlust leichter verarbeiteten und

mit der Zeit auch wieder unverzagter in die

Zukunft schauen.

UNTER ANDEREN UMSTÄNDEN: AUF LIEBE UND TOD: Trotz Bereitschaftsdienst

hat Kommissarin Jana Winter (Natalia Wörner) ihrem Aupair

Mädchen Frida freigegeben. Die junge Dänin wollte so gern zu einem

Speed-Dating nach Kiel. Jana bleibt nichts anderes übrig, als den kleinen

Leo bei den Nachbarn abzugeben. Dann werden sie und ihr Kollege Hamm

(Ralph Herforth) zu einem Mordfall gerufen. Ausgerechnet Frida wird tot aufgefunden.

Getötet wurde sie mit einer Spritze Kalium, die ihr der Täter mitten

ins Herz gesetzt hat. – Routinierte Folge der Krimireihe. (20.15 Uhr / ZDF)

5.30 Morgenmagazin 9.00

Tagesschau 9.05 Olympia live

(Schlussfeier) 12.00 Tagesschau

12.15 Buffet (Leben und genießen)

13.00 Mittagsmagazin 14.00

Tagesschau 14.10 Rote Rosen

(Telenovela) 15.00 Tagesschau

15.10 Sturm der Liebe (Telenovela)

16.00 Tagesschau 16.10 Elefant,

Tiger & Co. (Kein Urlaub auf dem

Bauernhof) 17.00 Tagesschau

17.15 Brisantn (Magazin)

18.00 Verbotene Liebe

Unterhaltungsserie

18.50 Großstadtrevier

19.45 Wissen vor acht –

Zukunft

19.50 Wetter

19.55 Börse

20.00 Tagesschau

20.15

P.S. Ich liebe dich

Liebesfilm, USA 2007

Mit Hilary Swank, Lisa

Kudrow, Kathy Bates

22.15 Tagesthemen

22.45 Die Story im Ersten

Der Preis der Blue-Jeans

23.30 Geschichte im Ersten

Kinder des Lebensborn

0.15 Nachtmagazin 0.35 Tatort:

Blutgeld (Krimireihe, D 2010)

Die Story im Ersten: Chinesische

Bauern klagen über

die hohe Umweltbelastung,

die durch die Massenproduktion

in den örtlichen Jeansfabriken

entsteht. (22.45)

ProSieben

16.00 How I Met Your

Mother 17.00 taff 18.00

Newstime 18.10 Die Simpsons

19.05 Galileo

20.15 Fringe – Grenzfälle

des FBI Alles

am richtigen Platz

21.15 Fringe – Grenzfälle

des FBI

Der Berater

22.15 Fringe – Grenzfälle

des FBI

23.15 Supernatural

Am Anfang war ...

0.10 Supernatural 1.05 Fringe

– Grenzfälle des FBI

17.00 Privatdetektive im

Einsatz 18.00 X-Diaries

19.00 Berlin – Tag & Nacht

20.00 News

20.15 Die Wollnys

21.15 Unsere Platte

22.10 Mia Gray & Die

Modelmacher

23.05 Exklusiv – die

Reportage

0.00 Der Traummann –

Liebe ohne

Grenzen

1.00 Privatdetektive im Einsatz

1.45 Ärger im Revier

5.30 Morgenmagazin 9.00

Heute 9.05 Volle Kanne 10.30 Die

Rosenheim-Cops 11.15 SOKO

Wismar 12.00 Heute 12.10 Drehscheibe

13.00 Mittagsmagazin

14.00 Heute 14.15 Die Küchenschlacht

(Alfons Schuhbeck sucht

den Spitzenkoch) 15.00 Heute

15.05 Topfgeldjäger 16.00 Heute

16.10 Die Rettungsflieger (Actionserie)

17.00 Heute 17.10 Hallo

Deutschland 17.45 Leute heute

18.05 SOKO 5113

Krimiserie

Schweinefraß

19.00 Heute

19.20 Wetter

19.25 WISO

20.15

IG-

Unter anderen Umständen:

Auf Liebe und Tod

Krimi, D 2009

Mit Natalia Wörner,

Marcus Mittermeier

21.45 Heute-Journal

22.15 Der Knochenjäger

Thriller, USA 1999

Mit Denzel Washington,

Angelina Jolie

0.00 Heute 0.15 The Prisoner –

Der Gefangene 1.05 Sieben Himmel

(Drama, D 2005) 2.35 History

3.20 SOKO 5113 (Krimiserie)

Der Knochenjäger: Der gelähmte

und frustrierte Ex-Detective

Lincoln (Denzel Washington)

soll der FBI-Ermittlerin

Amelia (Angelina Jolie) in

einem Mordfall helfen. (22.15)

18.00 Mieten, kaufen,

wohnen (Doku-Soap) 19.00

Das perfekte Dinner im

Schlafrock (Doku-Soap)

20.00 Prominent!

20.15 CSI: NY

Spanisches Blut

21.15 CSI: NY Rache des

Gesetzes

22.15 Burn Notice

Robin Hood

23.05 Life

Dienstbeginn

0.05 Nachrichten 0.25 CSI:

NY 1.20 CSI: NY 2.00 Burn

Notice 2.45 Life (Krimiserie)

17.50 Abenteuer Leben –

Täglich neu entdecken

19.00 Achtung, Kontrolle!

20.15 Zwei wie Pech

und Schwefel

Actionkomödie,

E/I 1974. Mit Bud

Spencer

22.30 Alarmstufe: Rot

Actionfilm, F/USA

1992. Mit Steven

Seagal

0.35 Zwei wie Pech und

Schwefel (Actionkomödie,

E/I 1974) 2.29 Late News

SWR 3

5.10 Explosiv – Weekend 6.00

Punkt 6 7.30 Alles, was zählt 8.00

Unter uns 8.30 GZSZ 9.00 Punkt

9 9.30 Mitten im Leben! 10.30 Mitten

im Leben! 11.30 Unsere erste

gemeinsame Wohnung (Paare suchen

ihr Zuhause) 12.00 Punkt 12

14.00 Familien in Geldnot 15.00

Verdachtsfälle (Doku-Soap) 16.00

Familien im Brennpunkt (Doku-

Soap) 17.00 Betrugsfälle 17.30

Unter uns (Unterhaltungsserie)

18.00 Explosiv

18.30 Exclusiv

18.45 Aktuell

19.05 Alles, was zählt

Unterhaltungsserie

19.40 GZSZ

Unterhaltungsserie

20.15 Einsatz in 4 Wänden –

Spezial

22.15 Extra Spezial

23.15 30 Minuten Deutschland

Alltag der ungewöhnlichen

Deutschen

Meine Welt ist jüdisch:

Mit Bärbel Schäfer durch

koschere Küchen und

Synagogen

0.00 Nachtjournal 0.27 Wetter

0.35 10 vor 11 1.00 Extra Spezial

Einsatz in 4 Wänden – Spezial:

Tine Wittler hilft einem

Paar aus Sachsen-Anhalt,

das sich mit einem vermeintlichen

Schnäppchenhaus völlig

verkalkuliert hat. (20.15)

20.15 Die Landärztin –

Schicksalswege (Drama, D

2011) 21.45 SWR Landesschau

aktuell 22.00 Sag die

Wahrheit 22.30 Meister des

Alltags 23.00 Wie geht’s

eigentlich Michael Schanze?

23.30 Die Tagebücher einer

Nanny (Komödie, USA

2007)

BR

20.15 Blickpunkt Sport

21.00 Traumpfade 21.45

Rundschau-Magazin 22.00

Lebenslinien 22.45 Gewaltfrieden:

Die Legende vom

Dolchstoß und der Vertrag

von Versailles (2/2) (Drama,

D 2010) 0.15 Rundschau-

Nacht 0.25 Tracks

WDR

20.15 Der Gesundmacher

21.00 Markt 21.45 Aktuell

22.00 Die Story 22.45 Der

weiße Teufel von Arkansas

(Western, USA 1958) 0.10

Hondo (Western, USA

1967)

RBB

18.30 ZiBB 19.30 Regionales

20.00 Tagesschau

20.15 Tatort: Platt gemacht

(Krimireihe, D/A/CH 2009)

21.45 Aktuell 22.15 Welt

der Tiere 22.45 Polizeiruf

110: Die alte Frau im Lehnstuhl

(Krimireihe, DDR 1987)

0.10 Abendschau

NDR

20.15 Markt 21.00 Unsere

Geschichte 21.45 NDR

aktuell 22.00 45 Min 22.45

Kulturjournal (Magazin)

+QT

Tipp: 23.15 Sein

Name ist Mad Dog

(Tragikomödie, USA

1993) 0.45 Gefragt – Gejagt

MDR

19.50 Land in Sicht! 20.15

Stilles Tal (Drama, D 2011)

21.45 Aktuell 22.05 Fakt

ist ...! 22.50 Die zwölf Geschworenen

(Drama, USA

1957) 0.30 Geld.Macht.

Liebe

3 sat

18.15 Unter den Schwingen

des Adlers 18.30

Nano 19.00 Heute 19.20

Kulturzeit 20.00 Tagesschau

20.15 Alfred Dorfer:

bisjetzt 21.30 Stuttgarter

Kabarettfestival 2012

22.00 ZIB 2 22.25 Peter

Voß fragt ... 23.10 Brauner

Terror – Blinder Staat 23.55

Reporter 0.20 10vor10 0.50

Pixelmacher

Arte

19.30 Mit dem Zug durchs

... 20.15 Unter den Brücken

(Melodram, D 1945) 21.50

Leichen pflastern seinen

Weg (Western, I/F 1968)

23.35 Koyamaru: Winter

und Frühling (Dokumentarfilm,

F 2009)

5.30 Frühstücksfernsehen 10.00

Lenßen & Partner (Das Geheimnis

des Apothekers) 10.30 Lenßen &

Partner 11.00 Richterin Barbara

Salesch 12.00 Richter Alexander

Hold 13.00 Britt (Oscarreif: Deine

Liebe spielst Du mir nur vor!) 14.00

Familien-Fälle 15.00 Familien-Fälle

16.00 Richter Alexander Hold

17.00 Niedrig und Kuhnt (Doku-

Soap) 17.30 Schicksale – und

plötzlich ist alles anders

18.00 Nachbar gegen

Nachbar

18.30 K 11 – Kommissare

im Einsatz

19.00 K 11 – Kommissare

im Einsatz

19.30 Push

20.00 Nachrichten

20.15 Danni Lowinski

Komaheirat

21.15 Danni Lowinski

22.15 Planetopia

23.00 «Focus»-TV-Reportage

Abenteuer Adoption – ein

Kind aus Russland (2)

23.30 Danni Lowinski

Komaheirat

0.30 Danni Lowinski 1.25 Edel &

Starck 2.15 Niedrig und Kuhnt

Danni Lowinski: Danni (Annette

Frier) versucht gerichtlich

zu erreichen, dass die

Studentin Laura ihren im

Koma liegenden Freund Sebastian

heiraten darf. (20.15)

Phoenix

18.00 Schätze der Welt –

Erbe der Menschheit 18.15

Schätze der Welt – Erbe

der Menschheit 18.30 Die

Arche Noah und das Rätsel

der Sintflut 19.15 Die Heilige

Lanze 20.00 Tagesschau

20.15 Expedition Erde

(Mit Thomas Reiter) 21.00

Reifeprüfung im Pazifik

21.45 Heute-Journal 22.15

Der erste Kaiser von China

23.35 Der erste Kaiser von

China

Tele 5

17.10 Star Trek – Das

nächste Jahrhundert 18.10

Star Trek – Das nächste

Jahrhundert 19.10 Star

Trek – Deep Space Nine

20.15 Godzilla, Mothra and

King Gidorah (Actionfilm, J

2001 / Mit Chiharu Niiyama,

Ryudô Uzaki, Masahiro

Kobayashi) 22.25 Natural

City (Sci-Fi-Film, COR 2003)

0.45 Im Westen nichts

Neues (Antikriegsfilm, USA/

GB 1979)

Kinderkanal

18.00 Gawayn 18.15

Glücksbärchis 18.40 Kleine

Prinzessin 18.50 Unser

Sandmännchen 19.00 Mia

and me – Abenteuer in

Centopia 19.25 pur+ 19.50

logo! 20.00 Kika Live 20.10

Dance Academy – Tanz

deinen Traum!

10.10 Hessenlexikon 10.15 In

aller Freundschaft 11.00 Service:

Trends 11.25 Hessen-Reporter

11.55 Giraffe, Erdmännchen &

Co. 12.45 In aller Freundschaft

13.30 Der Teufel in der Arche

14.00 Eisenbahn-Romantik 14.30

Malediven 15.15 Zauberwelt Venezuela

16.00 hallo hessen 16.45

Hessenschau kompakt 17.00

hallo hessen 17.50 Hessenschau

kompakt (Regionalmagazin)

18.00 Maintower

18.20 Brisant

18.50 service: zuhause

19.15 Alle Wetter!

19.30 Hessenschau

20.00 Tagesschau

20.15 Kein schöner Land

21.00 Tatort:

Liebe macht blind

Krimireihe, D 2006

22.30 Hessenschau kompakt

22.45 Der Fahnder

23.35 Eine Farm in Montana

Western, USA 1978

Mit James Caan, Jane

Fonda, George Grizzard

1.30 Hessen-Reporter 2.15 Hessen-Reporter

2.45 Maintower 3.10

Alle Wetter! 3.25 Hessenschau

Kein schöner Land: Im

Kempinski-Hotel Falkenstein

mitten in der noblen Region

Taunus trifft Moderator Günter

Wewel den Schlagerstar

Ingrid Peters. (20.15)

Super RTL

18.20 Kuzcos Königsklasse

18.50 Gummibärenbande

19.20 Phineas und Ferb

19.45 Hannah Montana

20.15 Glee 21.10 Glee

22.10 Mein Leben und ich

23.40 Golden Girls 0.25

Shop24Direct Schlagernacht

Viva

18.25 Detektiv Conan 18.50

Detektiv Conan 19.20

Family Guy 19.45 Futurama

20.15 Game One 20.35

Neu 21.20 Family Guy

21.50 Schwammkopf 22.05

Crash Canyon 22.35 Drawn

Together 23.05 Futurama

23.30 Bully Beatdown

23.55 Bully Beatdown 0.20

Rude Tube

Eurosport

17.00 Tennis live (WTA

Premier 5 Tour. Women’s

Open: 1. Turniertag, 1. Runde)

20.45 WATTS – Olympia

spezial 21.15 Wrestling

21.45 Wrestling 22.45

Olympische Spiele 0.15

Olympische Sommerspiele

Sport 1

18.30 Bundesliga aktuell

live 19.45 Hattrick live 20.15

Hattrick live (2. Bundesliga.

2. Spieltag: Dynamo

Dresden – 1860 München)

22.30 Poker 23.30 Golftotal

0.00 Sport-Clips

Themen & Namen

9.05 Volle Kanne (ZDF) Top-Thema: Ärger mit dem

Finanzamt / Einfach lecker: Hausgemachte Tagliatelle

mit Pfifferlingen – Kochen mit Armin Roßmeier

/ Praxis täglich: Stammzellentherapie bei

Morbus Crohn / Haus & Garten: Beerenobst –

Tipps von Gartenexperte Elmar Mai / Reportage:

Handtaschen-Weitwurf-WM. Gast: Udo Walz

(Star-Friseur)

12.10 Drehscheibe (ZDF) Fünf Jahre nach Orkantief

«Kyrill» – Expedition Deutschland im Sauerland

/ Abkühlung verboten – Schwimmverbot an

Bremer Strand / Woher kommt der Bierbauch? –

Medizinmythen

12.15 Buffet (ARD) Zuschauerfragen zum Thema:

Gewinnspiele und andere Maschen / Frank

Buchholz bereitet heute zu: Gebratene Makrele

auf Sommersalat mit Gemüse-Kräuter-Vinaigrette.

Experte: Karl-Dieter Möller (Rechtsexperte)

16.10 Elefant, Tiger & Co. (ARD) Kein Urlaub auf

dem Bauernhof

17.45 Leute heute (ZDF) Prinz William – Das war

Olympia 2012 / Colin Farrell – Mit Jessica Biel in

Berlin / Julia Roberts – Prominente Linkshänder /

Barbara Becker – Gastrolle bei «SOKO Stuttgart»

18.30 Nano (3 sat) Hochwasserschutz – Wie man

historische Brücken fit fürs Hochwasser macht

19.20 Kulturzeit (3 sat) Auf Herz und Nieren – die

Organspende auf dem Prüfstand

19.25 WISO (ZDF) Organspende – Seit dem Skandal

warten Empfänger häufig vergeblich auf

lebensrettendes Organ / Sonne, See und Berge

– Günstig an den Gardasee / Altkleidersammlung

– Faules Geschäft mit Spendenbereitschaft /

So geht’s zur günstigsten Tankstelle – Apps für

Spritsparer / WISO-Tipp: Halogen, LED oder

Energiesparlampe – Die beste Alternative zur

Glühbirne

19.30 Hessenschau (HR) Riederwaldtunnel – Gartenabriss

für den Autobahnzubringer / Hessische

Hilfsorganisation «Luftfahrt ohne Grenzen» auf

dem Weg mit Spenden für Syrien / Hessen zuhause

– Das Schubladenhaus in Gelnhausen

20.15 Kein schöner Land (HR) Mitwirkende: Ingrid

Peters, Männerchor Sachsenhäuser Bergspatzen,

die Gesangs-Akrobaten 6-Zylinder, der

Bach-Chor der Erlöserkirche Bad Homburg,

Kerstin Brühl, das Fanfarencorps Königstein,

Ahrtal-Echo

20.15 Markt (NDR) Bestellt und getäuscht: Pflanzen

aus dem Katalog / Teurer Pfusch: falsche Dachdecker

unterwegs / Fotos entwickeln: Wo gibt

es die besten Abzüge zum fairen Preis? / Hartes

Wasser: Wie gefährlich ist es wirklich? / Wasserschaden:

Wann muss der Handwerker zahlen? /

Schlafstörungen: kann Feng-Shui helfen?

21.00 Markt (WDR) Pendler: Zahlen für den

Parkplatz? / Bäcker: Handwerk oder Backmischung?

/ Siegel: Was steckt dahinter? (III) / Handy-Reparatur:

Ortung fehlgeschlagen

22.15 Planetopia (Sat.1) 30 Jahre Schuld und

Schweigen – wenn ein Verbrechen verjährt

22.25 Peter Voß fragt ... (3 sat) Macht uns

der Computer dumm? Gast: Manfred Spitzer

(Psychiater, Psychologe und Hochschullehrer)

22.45 Kulturjournal (NDR) Vom Widerstand gegen

das Kernkraftwerk Brokdorf: der Dokumentarfilm

«Das Ding am Deich» / Besser als Walt Disney:

der Literaturklassiker «Bambi» wird wiederentdeckt

/ Mystisch und voller Magie: die atemberaubenden

Wald-Bilder des Hamburger Fotografen

Michael Lange / Skater in der DDR: ein Film

über die Rollbrettfahrer / West-östliche Klangwelten:

der chinesische Komponist Tan Dun

23.00 «Focus»-TV-Reportage (Sat.1) Abenteuer

Adoption – ein Kind aus Russland (2)


Montag, 13. August 2012 Allgemeine Zeitung

Nummer 187 -Seite 22

Wir wußten, der Tag wird kommen,

trotzdem fällt der Abschied schwer.

Elfriede Hock

* 8.4.1936 † 6.8.2012

Wenn die Kraft zu Ende geht,

ist Erlösung Gnade.

Wir nehmen Abschied von unserer Mutter, Schwiegermutter,

Oma, Uroma und Schwester.

In stiller Trauer:

Anita und Otfried Zimmer

Markus und Rosi

Mark Pierre und Tyler

Fam. Heinrich Hock

DANKSAGUNG

Der Todhat uns unsere Mutter genommen, aber nicht die Erinnerung an sie.

Hungen-Langd, im August 2012

Erika Hübner

†26. Juli 2012

Wir danken allen, die unserer lieben Verstorbenen im Leben Zuneigung,

Achtung und Freundlichkeit erwiesen haben, sie im Tode

ehrten und uns in hilfreicher Verbundenheit in vielfältiger Weise

ihreAnteilnahme zum Ausdruck brachten.

Herzlichen Dank an Frau Pfarrerin Belzer für ihre tröstlichen und

einfühlsamen Worte.

Im Namen aller Angehörigen:

Heidi Hübner

Pohlheim, im August 2012

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag den 17.8.2012

um 14Uhr von der Katholischen Kirche in Holzheim aus statt.

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Fragst du das Schicksal,

warum nur, warum,

es gibt keine Antwort,

das Schicksal bleibt stumm.

Plötzlich und unerwartet, für uns alle unfassbar, verstarb

mein lieber Mann, Sohn, unser Bruder, Schwager und Onkel

Michael Brunkau

* 16. 4.1960 † 9. 8. 2012

In Liebe und Dankbarkeit:

Lydia Brunkau geb. Launer

Hiltrud Brunkau

Roland und Astrid Born geb. Brunkau

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Thorsten und Beate Brunkau

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Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 23

Anstoß

Alles ist gesagt und gesendet.

Alles? Nicht genügend gewürdigt:

Mit welch freundlicher

Grandezza, ja königlicher

Würde Betty Heidler, zwischenzeitlich

wie auf einem

Gebetsteppich insich ruhend,

das absurde Spektakel an sich

abtropfen ließ. Ganz groß.

Oder wie Robert Harting über

die Hürden ... nein, nicht

sprang, sondern lief, was die

Grundvoraussetzung für diese

Disziplin ist. Er nahm alle

Hürden sogar im Spezialisten-

Rhythmus bis ins Ziel (was

nicht jeder Zehnkämpfer

kann), und das ohne Einsatz

der flaggenhaltenden Arme.

Erleichtert wurde die sportliche

Demonstration des 130-kg-

Mannes natürlich durch die

niedrigeren Frauenhürden (83

statt 106 Zentimeter).

Montagsthemen

Schlussfeier

Farbenfroher

Ausklang

aktuell ■

historisch ■

literarisch ■

zitierend ■

glossierend ■

Oder Matthias Steiners Unfall:

Solch eine Szene hätte es

noch nie gegeben, heißt es.

Stimmt nicht. Kommt im Reißen

oft vor. Doch wenn die

Hantel nicht exakt fixiert werden

kann, lässt sie der Heber

folgenlos nach hinten wegfallen.

Steiner wollte aber mehr,

als er konnte, ließ nicht los,

weil er der unerbittlichste

Kämpfer der Szene ist. Immerhin:

Auch im Misserfolg lieferte

er wieder eines der prägenden

Bilder von Olympia.

*

Zum Glück schon fast vergessen:

Die unglückselige Sippenhaft-Diskussion

um die

Achter-Ruderin. In einer hochnotpeinlichen

Befragung à la

McCarthy-Inquisition in den

USA der 50er-Jahre musste sie

sich zur Demokratie als Nominierungskriterium

bekennen.

Und was geschieht mit Royalisten?

Oder mit ganzen Staaten,

die weit links oder rechts

vom demokratischen Spektrum

Untaten begehen?

*

»Zielvorgabe«: Der Begriff

gehört ins W. d. U., das Wörterbuch

des Unmenschen. Dass zu

viele Menschen zu viel darüber

diskutieren, liegt erstens daran,

dass man als Medaillenzähler

keine Ahnung haben

muss, um viel Meinung zu verbreiten,

und zweitens, weil das

Aufpassen, Denunzieren und

Bestrafen für Blockwart-Mentalisten

das höchste Lebensglück

bedeutet.

*

Hässlichstes Zitat: »Wir

züchten mehr Karpfen als Delfine.«

Sagt ein Schwimm-Leistungssportdirektor

(nomen est

W.-d.-U.-Omen). Veräppeltstes

Zitat: das der »nicht den Weltfrieden

gefährdenden« Britta

Steffen. Sie sagt auch, und das

offenbart die ganze miese

Laschheit der Schwimm-Versager:

»Es ist nur Sport. Es

geht hier nicht um Leben und

Tod.« –Oh, im Zitat vergriffen.

Das sagt ja der britische Tourde-France-

und Olympiasieger

Bradley Wiggins.

*

Ach ja, die Briten. Konterkarieren

unsere Zielvorgaben, indem

sie ihr Team mit Freizeitsportlern

im Handball oder

Volleyball auffüllen, und dann

hängen sie uns im Medaillenspiegelfechten

so was von ab!

*

Kleiner Tipp für W. d. U.-

Freaks: In der Leichtathletik,

in der fast alle Länder der

Welt auf höchstem Niveau miteinander

konkurrieren, gewinnen

unsere selbstständigen Individualisten

wie Harting oder

Linda Stahl auch ohne eure

graueminenzlichen Zielvorgaben

erfreulich viele Medaillen.

Steckt alle Fördergelder, alle

Leistungspeitschen und alle

Apparatschik-Lust in abseitige

Randsportarten, die in Afrika

oder Asien unbekannt sind

oder mangels Witterung und

Finanzierungsbereitschaft keine

Rolle spielen. Dann klappt’s

wieder mit dem Medaillenspiegel.

Siehe Wintersport.

*

Apropos Linda Stahl: Sieht

aus wie »Signorina Ellettra«

Annett Renneberg aus den

Donna-Leon-Krimis. Aber das

nur am Rande. Zurück zuden

Briten: Wunderbar, diese

Olympia-Atmosphäre! Fast

wie bei unserem Sommermärchen

2006! Wird aber ebenso

schnell vergehen wie damals

die deutsch-türkische Korso-

Verbrüderung. Knurrt der Misanthrop.

*

Und er knurrt weiter: Zur

weltweiten Begeisterung um

Mo Farah fällt ihm das »Nike

Oregon Project« (NOP) ein,

das in dieser Kolumne vor

zwei Jahren ein Thema war.

Der US-Sportmulti Nike hat

in Oregon ein Höhenhaus finanziert,

in dem ein Luftdruck

wie auf 3600 Metern über dem

Meer herrscht und auf Antischwerkraft-Laufbändern

trainiert wird, um nur eines

der Hightech-Mittel im NOP

zu nennen. Bewohner des Höhenhauses

unter anderen: Mo

Farah und Galen Rupp, der als

Weißhäuter nicht minder sensationelle

10 000-m-Zweite.

*

Zum Olympia-Zwiespalt gehört

auch der deutsch-britische

Bahnradfahrer, der das

tat, was asiatische Badmintonspieler

taten, aber nicht mit

Schimpf und Schande verjagt,

sondern als Olympiasieger gefeiert

wurde.

*

Aber schön war’s doch. Ermutigend

auch, dass die Griechen

Licht am Ende des Eurokrisentunnels

sehen. Denn wer

leistete sich die teuerste Repräsentanz

in London, überwiegend

finanziert aus der

staatlichen Lotteriekasse? Genau!

Alles wird gut. (gw)

www.anstoss-gw.de (mit gw-

Blog »Sport, Gott &die Welt«) /

E-Mail: gw@anstoss-gw.de

GOLD FÜR DEUTSCHLAND: Die Hockey-Männer feiern das Final-2:1 gegen Holland.

Olympische Spiele in London /Das Abschlusswochenende

Ein goldener Schlusspunkt

Hockey-Team setzt sich gegen Holland durch –Silber für Spitz –Rogge: »Absolut fabelhafte Spiele«

Mit elfmal Gold, 19-mal Silber und

14-mal Bronze schloss das deutsche

Team die Länderwertung nach 302

Entscheidungen als Sechster ab. Insgesamt

sammelten die Sportler in

der britischen Hauptstadt 44 Medaillen

und damit drei mehr als vor vier

Jahren.

Für Peking-Olympiasiegerin Lena

Schöneborn erfüllte sich imModernen

Fünfkampf die Hoffnung auf erneutes

Edelmetall nicht. Die Berlinerin

belegte am Sonntag im letzten

Wettbewerb der Spiele den 15. Platz.

Für Manuel Fumic waren die Medaillen

im Mountainbikerennen der

Männer auf Rang sieben außer

Reichweite.

Das US-Team hat China wieder als

Nummer eins der olympischen Länderwertung

abgelöst. Die Amerikaner

lagen mit 45 Gold-, 29 Silberund

29 Bronzemedaillen deutlich vor

den Sportlern aus dem Reich der

Mitte (38-27-22). China hatte 2008 in

Peking 51 Olympiasiege gefeiert.

Großbritannien sicherte sich Rang

drei im Medaillenspiegel. IOC-Präsident

Jacques Rogge stellte den London-Spielen

schon vor der Schlussfeier

ein hervorragendes Zeugnis

aus: »Ich bin ein glücklicher und

dankbarer Mann. Es waren absolut

fabelhafte Spiele.«

Als Schlussläufer der jamaikanischen

4x100-Meter-Staffel hatte Supersprinter

Usain Bolt am Samstagabend

den goldenen Hattrick perfekt

(Foto: dpa)

(dpa) Die Hockey-Herren haben für das deutsche

Olympia-Team in London den goldenen Schlusspunkt

gesetzt. Mit dem 2:1-Finaltriumph über die Niederlande

machte die Mannschaft den insgesamt vierten Olympiasieg

nach 1972, 1992 und 2008 perfekt. Mountainbikerin

Sabine Spitz holte am letzten Wochenende Silber und

komplettierte nach Bronze 2004 in Athen und Gold

2008 in Peking ihre olympische Medaillensammlung.

gemacht. Der jetzt sechsfache Olympiasieger

und seine Kollegen ließen

das US-Quartett im Finale klar hinter

sich und sorgten in 36,84 Sekunden

für den vierten Leichtathletik-

Weltrekord der Spiele. Den dritten

hatte zuvor die russische Geherin Jelena

Laschmanowa über 20 Kilometer

aufgestellt.

Der Brite Mo Farah schaffte das

goldene Olympia-Double über die

Langstrecken. Als siebter Läufer gewann

er bei Olympia nach dem Rennen

über 10000 Meter auch über

5000 Meter. Überraschungs-Gold im

Speerwurf ging an Keshorn Walcott

aus Trinidad und Tobago. In der

4x400-m-Staffel holten die Amerikanerinnen

in der drittschnellsten

je gelaufenen Zeit den

Sieg. Das übrige Gold ging

durch Marija Sawinowa über

800 Meter und Hochspringerin

Anna Tschitscherowa an

russische Athletinnen. Im

Marathon siegte Stephen Kiprotich,

der Uganda das erste

Olympia-Gold seit 40 Jahren bescherte.

Die NBA-Stars aus den USA gewannen

wie erwartet die Goldmedaille

im Basketball. Im Finale besiegten

die Amerikaner Europameister

Spanien mit 107:100 und wiederholten

ihren Erfolg von 2008. Auch

Frankreichs Handballer holten zum

zweiten Mal nacheinander Gold. Das

Team um Superstar Nikola Karabatic

siegte im Finale gegen Schweden

mit 22:21.

Brasiliens Fußballer müssen weiter

auf ihr erstes Olympia-Gold warten.

Der fünfmalige Weltmeister verlor

das Finale gegen Mexiko mit 1:2 und

belegte zum dritten Mal nach

1984 und 1988 nur Platz zwei.Volleyball-Gold

sicherte sich Russland. Als

erster Gymnastin gelang es der Russin

Jewgenia Kanajewa, ihren Olympiasieg

zu wiederholen.

Auch Martin Wolfram und Sascha

Klein konnten den deutschen Wasserspringern

im letzten Wettbewerb

in London nicht die erste Medaille

bescheren. Das Duo musste sich im

Wettkampf vom Turm mit den Rängen

acht und zehn zufriedengeben.

Damit blieben die

deutschen Springer wie zuletzt

1988 ohne olympische

Plaketten. Auch die deutschen

Freistilringer gingen

leer aus. Tim Schleicher im

Limit bis 60 Kilogramm und

sein Teamkollege Nick Matuhin

in der Klasse bis 120 Kilogramm

verpassten jeweils den Bronze-

Kampf.

Die erfolgsverwöhnten Kanuten

blieben am letzten Finaltag auf dem

Dorney Lake medaillenlos. Ronald

Rauhe belegte über 200 Meter sowohl

im Kajak-Einer als auch im

Zweier mit seinem Partner Jonas

Ems nur den achten und letzten

Platz.

(dpa) Im Londoner Olympiastadion

hat am Sonntagabend

eine farbenfrohe und musikalische

Abschlussfeier das Ende

der XXX. Olympischen Spiele

markiert. Nach 16Wettkampftagen

mit 302 Entscheidungen

ist das olympische Feuer erloschen.

Die deutsche Fahne trug

der Ruder-Olympiasieger Kristof

Wilke in die voll besetzte

Arena. Wilke hatte in London

Gold mit dem deutschen Achter

gewonnen.

An den Spielen in Großbritannien

hatten Sportler aus

204 Ländern teilgenommen.

Spitzenreiter der Medaillenwertung

wurden die USA mit

46-mal Gold. Deutsche Athleten

standen elfmal ganz oben

auf dem Siegertreppchen. Die

XXXI. Sommerspiele finden

vom 5.bis 16. August 2016 in

der brasilianischen Metropole

Rio de Janeiro statt. GOOD BYE LONDON. (Foto: Reuters)


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 24

Marathon

Kiprotich triumphiert

Erstmals wieder Gold für Uganda seit 1972 durch Akii-Bua

GOLD UND WELTREKORD für die Jamaika-Staffel, für die Usain Bolt vor Ryan Bailey durch das Ziel läuft.

(dpa)

(dpa) Stephen Kiprotich aus

Uganda ist beim olympischen

Marathon in London den kenianischen

Favoriten davongerannt.

»Das bedeutet mir viel«,

sagte der 23-Jährige freudestrahlend.

»Ich liebe mein Volk.

Seit 1972 haben wir keine

Goldmedaille mehr gewonnen,

jetzt sind alle sehr glücklich.«

Zuletzt hatte der inzwischen

verstorbene John Akii-Bua

1972 in München über 400 Meter

Hürden für das ostafrikanische

Land triumphiert.

Wie schon bei den Frauen, wo

sich die Äthiopierin Tiki Gelana

durchsetzte, blieb den favorisierten

Kenianern auch am

Sonntag der angestrebte Olympiasieg

verwehrt. Stephen Kiprotich

hatte sich fünf Kilometer

vor Schluss von Abel Kirui

und Wilson Kipsang Kiprotich

abgesetzt und kam nach

2:08:01 Stunden ins Ziel am

Buckingham Palace. Mit 26 Sekunden

Rückstand holte der

zweimalige Weltmeister Abel

Kirui Silber. Sein kenianischer

Landsmann Wilson Kipsang

Kiprotich (+1:36 Minuten), der

im April den London-Marathon

gewonnen hatte, wurde

Dritter. »Nein, ich bin nicht

enttäuscht. Ich habe eine große

Schlacht um Gold abgeliefert,

aber die Bedingungen waren

hart und schwierig«, sagte Kirui.

Medaillenspiegel

Rang G S B Gesamt

1. USA 46 29 29 104

2. China 38 27 22 87

3. Großbritannien 29 17 19 65

4. Russland 24 25 33 82

5. Südkorea 13 8 7 28

6. Deutschland 11 19 14 44

7. Frankreich 11 11 12 34

8. Italien 8 9 11 28

9. Ungarn 8 4 5 17

10. Australien 7 16 12 35

11. Japan 7 14 17 38

12. Kasachstan 7 1 5 13

13. Niederlande 6 6 8 20

14. Ukraine 6 5 9 20

15. Kuba 5 3 6 14

16. Neuseeland 5 3 5 13

17. Iran 4 5 3 12

18. Jamaika 4 4 4 12

19. Tschechien 4 3 3 10

20. Nordkorea 4 0 2 6

21. Spanien 3 10 4 17

22. Brasilien 3 5 9 17

23. Weißrussland 3 5 5 13

24. Südafrika 3 2 1 6

25. Äthiopien 3 1 3 7

26. Kroatien 3 1 2 6

27. Rumänien 2 5 2 9

28. Kenia 2 4 5 11

29. Dänemark 2 4 3 9

30. Aserbaidschan 2 2 6 10

Polen 2 2 6 10

32. Türkei 2 2 1 5

33. Schweiz 2 2 0 4

34. Litauen 2 1 2 5

35. Norwegen 2 1 1 4

36. Kanada 1 5 12 18

37. Schweden 1 4 3 8

38. Kolumbien 1 3 4 8

39. Georgien 1 3 3 7

Mexiko 1 3 3 7

41. Irland 1 1 3 5

42. Argentinien 1 1 2 4

Serbien 1 1 2 4

Slowenien 1 1 2 4

45. Tunesien 1 1 1 3

46. Dominikanische Republik 1 1 0 2

47. Trinidad und Tobago 1 0 3 4

Usbekistan 1 0 3 4

49. Lettland 1 0 1 2

50. Algerien 1 0 0 1

Bahamas 1 0 0 1

Grenada 1 0 0 1

Uganda 1 0 0 1

Venezuela 1 0 0 1

55. Indien 0 2 4 6

56. Mongolei 0 2 3 5

57. Thailand 0 2 1 3

58. Ägypten 0 2 0 2

59. Slowakei 0 1 3 4

60. Armenien 0 1 2 3

Belgien 0 1 2 3

Finnland 0 1 2 3

63. Bulgarien 0 1 1 2

Estland 0 1 1 2

Indonesien 0 1 1 2

Malaysia 0 1 1 2

Puerto Rico 0 1 1 2

Taiwan 0 1 1 2

69. Botsuana 0 1 0 1

Gabun 0 1 0 1

Guatemala 0 1 0 1

Montenegro 0 1 0 1

Portugal 0 1 0 1

Zypern 0 1 0 1

75. Griechenland 0 0 2 2

Katar 0 0 2 2

Moldau 0 0 2 2

Singapur 0 0 2 2

79. Afghanistan 0 0 1 1

Bahrain 0 0 1 1

Hongkong 0 0 1 1

Kuwait 0 0 1 1

Marokko 0 0 1 1

Saudi-Arabien 0 0 1 1

Tadschikistan 0 0 1 1

Endstand nach 302 von 302 Entscheidungen

Leichtathletik

Jamaika-Staffel stürmt zum Weltrekord

36,84 Minuten über 4x100 m–Farah Doppelsieger –Sawinowa vor Semenya –Geher-Erfolge für Russen

(sid) Usain Bolt hat seine olympische Legenden-Story

mit dem zweiten Dreifach-

Gold und dem achten Weltrekord der Karriere

fortgeschrieben. In phantastischen 36,84

Unter ohrenbetäubendem Jubel

der erneut 80000 Zuschauer

schaffte ansonsten nur Mohamed

Farah mit dem vierten britischen

Gold in 13:41,66 Minuten über

5000 m ein Double auf Einzelstrecken.

Nach dem 10000-m-Erfolg

eine Woche zuvor ging er als

siebter Doppelsieger auf der

Langstrecke in die Olympia-Annalen

ein. Silber gewann Dejen

Gebremeskel für Äthiopien,

Bronze Thomas Longosiwa für

Kenia. Der EM-Zweite Arne Gabius

(Tübingen) war imVorlauf

gescheitert.

Die Leichtathletik-Queen von

London heißt Allyson Felix. Drei

Tage nach ihrem 200-m-Gold

und 24 Stunden nach dem Fabel-

Weltrekord mit der 4x100-m-

Staffel der USA (40,82 Sekunden)

führte sie zusammen mit

400-m-Olympiasiegerin Sanya

Richards-Ross auch das

4x400-m-Quartett in Jahresweltbestzeit

von 3:16,87 Minuten

zum Gold. Gleichzeitig stempelte

sie damit die USA mit neunmal

MO FARAH gewinnt nach den 10 000 mauch

das Rennen über 5000 m. (Foto: Reuters)

Sekunden stürmte der 25-Jährige mit Jamaikas

4x100-m-Staffel zu seinem sechsten

Olympia-Gold. Der größte Sprinter der Geschichte

wiederholte am Final-Wochenende

Gold vor Russland (8), Großbritannien

und Jamaika (je 4) erneut

zur Leichathletik-Nation

Nummer eins.

Weltrekorde hatte es an den

neun Wettkampf-Tagen vor der

Rekordzahl von insgesamt 1,1

Millionen Zuschauern im Olympiastadion

auch durch den Kenianer

David Rudisha in

1:40,91 Minuten über 800 msowie

am Samstag durch Russlands

Geherin Jelena Laschmanowa

in 1:25:02 Stunden

über 20 km gegeben.

Deutschlands Leichtathleten

spielten in den

Samstag-Finals keine

Rolle, nachdem von vier

Staffeln nur das

4x100-m-Quartett der

Frauen (5.) ins Finale

eingezogen war. Am Vorabend

hatten die Stabhochspringer

Björn Otto (Uerdingen/Dormagen)

und Raphael Holzdeppe

(Zweibrücken) mit Silber und

Bronze sowie die Hammerwurf-

Dritte Betty Heidler (LG Frankfurt)

dafür gesorgt, dass ihr Team

nach zwei Olympiapleiten in Folge

mit acht Medaillen insgesamt

die gleiche Ausbeute hatte wie

2000 in Sydney (5), 2004 in Athen

(2) und 2008 in Peking (1) zusammen.

Sportdirektor Thomas

Kurschilgen: »Ein toller Abschluss

des Olympiazyklus.«

Zum Abschluss gab es einen

achten Rang von Tino Häber

(Leipzig) mit 81,21 mbeim Sensationssieg

eines Speerwerfers

aus der Karibik: Keshorn

Walcott (Trinidad) steigerte

seine Bestmarke

von 82,83 auf 84,58 m.

Nach dem Aus in der

Qualifikation für Weltmeister

Matthias de Zordo

(Saarbrücken) blieb

auch Norwegens Peking-

Olympiasieger Andreas Thorkildsen

als Sechster ohne Medaille.

Das siebte russische Gold gewann

Weltmeisterin Marija Sawinowa

in Jahresweltbestzeit

von 1:56,19 Minuten beim

Usain »Gold«

Am Ziel aller Träume

»Was muss ich noch tun, um eine Legende zu werden?« –Gesicht der Leichtathletik

(sid) In den letzten Minuten eines emotionalen

Abends musste der große Selbstdarsteller

Usain Bolt die Bühne teilen. Das

Olympiastadion vibrierte, keiner, der nicht

Gänsehaut gehabt hätte. Bolt rührte die

Menschen, die im Stadion und die Millionen

zu Hause am Fernseher, als er Mo Farah mit

dem »Mobot« Respekt erwies, als er die Tochter

des britischen Olympiasiegers über 10000

und nun auch 5000 mknuddelte.

Bolt sorgte für die Show, Farah für die großen

Emotionen, die Organisatoren sorgten

für die Dramaturgie des letzten Abends: Eiligst

wurde die Reihenfolge der Siegerehrungen

geändert, erst bekam Bolt sein drittes

Gold in London. Mit der 4x100-m-Staffel gelang

ihm die Wiederholung des Gold-Hattricks

von Peking, noch dazu in der Weltrekordzeit

von 36,84. Dann kam Farah dran,

Bolt musste in die Kulisse, das Publikum

sang zum Abschluss »God save the Queen«.

Bolt hatte seinen Spaß, der anschließende

feuchtfröhliche Zug der jamaikanischen Party-Fraktion

durchs Londoner Nachtleben endete

erst um sechs Uhr am Sonntagmorgen.

Weniger lustig fand Bolt, was ervon Jacques

Rogge zu hören bekam. Der IOC-Präsident

hatte den 25 Jahre alten Jamaikaner zur

»Ikone« erklärt, aber betont: »Noch hat er

sein Ziel, eine lebende Legende zu sein, nicht

erreicht.« Bolt fragte: »Was muss ich noch

tun, um eine Legende zu werden?«

Rogge ist nicht der Einzige, der Bolt den

Legendenstatus versagt. Sebastian Coe, Chef

des Olympia-Organisationskomitees

LOCOG, nannte David Rudishas Weltrekord-

Lauf zu 800-m-Gold die »beste Leistung der

Spiele. Bolt war gut, Rudisha überwältigend.«

Dabei zeigt Bolt auch Demut. »Ich

kann nicht sagen, ob ich auf einer Stufe mit

Muhammad Ali oder Michael Jordan stehe«,

hat er erklärt, »ich vermute, ich bin in dieser

Kategorie. Aber ich überlasse es den Leuten,

das zu entscheiden. Ich würde das so nie

selbst sagen.«

der Leichtathletik in London den Dreifach-

Triumph von Peking 2008. Als Zweiter in

37,04 liefen die USA jene Zeit, mit der Jamaika

zuvor den Weltrekord gehalten hatte.

800-m-Triumph über Südafrikas

Ex-Weltmeisterin Caster Semenya

(1:57,23). Das achte Gold

folgte durch Weltmeisterin Anna

Tschitscherowa beim Hochsprungsieg

mit Jahresweltbestleistung

von 2,05 mvor den mit

2,03 m höhengleichen Brigetta

Barrett (USA) und Swetlana

Schkolina (Russland). Ariane

Friedrich (LG Frankfurt) war mit

Saisonbestleistung von 1,93 min

der Qualifikation gescheitert.

Mit russischen Geher-Siegen

hatte der vorletzte Tagbegonnen.

Über 20 km schlug Jelena Laschmanowa

im Finish Peking-Olympiasiegerin

Olga Kaniskina in

Weltrekordzeit von 1:25:02 Stunden.

Melanie Seeger aus Potsdam

kam mit 5:42 Minuten Rückstand

als 19. ins Ziel, Sabine Krantz

aus Wattenscheid stieg aus. Über

50 km siegte Ex-Weltmeister

Sergej Kirdjapkin in 3:35:59

Stunden vor dem Australier Jared

Tallent (3:36:53). André Höhne

aus Berlin wurde Elfter beim

Karriereende in 3:44:26 Stunden.

Für Mo Farah gibt es keine zwei Meinungen.

»Usain ist eine Legende. Dass er den

Mobot macht ist unglaublich«, sagte er nach

seinem 5000-m-Sieg. Der »Mobot« ist ein mit

verschränkten Armen über den Kopf stilisiertes

»M« aus der Choreografie des Songs

»YMCA« der Village People, es ist die Siegesgeste

des Doppel-Olympiasiegers –sie nachzuahmen,

war der Tribut von Bolt an Farah.

Farah bedankte sich mit dem »Bolt-Blitz« –

durch das Stadion schwappte La Ola.

Da war auch Bolts Ärger über die Regelhüter

verflogen. Nach dem Staffelsieg musste er

den Stab einem Kampfrichter geben, »wenn

ich esnicht getan hätte, wären wir disqualifiziert

worden«.

Am Ende bekam er dann doch noch sein

Souvenir für ein außergewöhnliches Rennen,

in dem Nesta Carter, Michael Frater, Yohan

Blake und Bolt den eigenen Weltrekord von

37,04 Sekunden um zwei Zehntel verbesserten.

37,04 liefen die zweitplatzierten Amerikaner.

Superstar, Ikone, lebende Legende: Usain

Bolt war auch in London das Gesicht der

Leichtathletik, das Zugpferd einer Kernsportart,

die immer noch von Zeiten zehrt.

Die Athleten zollen ihrer Galionsfigur deshalb

Respekt, sie wissen, ohne Bolt würden

ihnen Aufmerksamkeit und auch viel Geld

verloren gehen. Bolt seinerseits will jetzt

noch ein bisschen Spaß haben in diesem

Sommer, in Lausanne, Brüssel und Zürich

wird erlaufen, »für meine Fans«.

Was dann kommt, weiß Bolt noch nicht.

Der Flirt mit einem Engagement beim englischen

Fußball-Rekordmeister Manchester

United ist ebenso eine sympathische Spinnerei

wie der Wechsel zum Cricket oder auf die

400-m-Strecke: »No«, sagt Bolt zu den

400 m, »vielleicht« zu Fußball und Cricket,

»möglich« zu Olympia 2016 in Rio de

Janeiro. Aber eins ist auch klar: »Ich werde

jetzt nicht aufhören zu laufen. Ich liebe meinen

Sport.«


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 25

AM ZIEL: Die deutschen Hockey-Männer bejubeln nach dem 2:1-Erfolg gegen die Niederlande

und der Siegerehrung den Gewinn der Gold-Medaille.

(Foto: dpa)

Hockey

DHB-Team entzaubert Holland

2:1 im Finale –Rabente erzielt beide Treffer –Party-Marathon endet auf Traumschiff

(dpa) Als Kapitän Max Müller zum Start in

die lange Party-Nacht das Deutsche Haus

mit einer mächtigen Sektdusche flutete, umklammerte

Matchwinner Jan-Philipp Rabente

sein Gold. »Ich halte die Medaille jetzt immer

ganz fest, damit ich weiß, dass das wirklich

wahr ist. Die lege ich jetzt eine Woche

Schon nach dem erlösenden

Schlusspfiff hatten Müller

und Co. nur noch einen

Wunsch: Party! »Ich muss

jetzt ganz schnell

betäubende Mittel

in mich reinschütten«,

kündigte Philipp

Zeller an. »Mal

sehen, ob die Tower

Bridge noch steht«,

unkte Christopher

Zeller. Sowüst kam

es dann zwar nicht, aber als

das Team mit riesigem Anhang

Punkt Mitternacht das

Deutsche Haus enterte, wollte

Kapitän Müller nur noch

eines. »Was uns wirklich

fehlt, ist ’ne Runde Bier für

alle!«

Dies kam prompt – und

nun erwiesen sich die Goldjungs

wieder als Feierkönige.

Fast alle waren indie plötzlich

gar nicht so zahme deutsche

Feiermeile gekommen,

um dem Team die Ehre zuerweisen.

Die Beachboys Julius

Brink und Jonas Reckermann

ebenso wie Turner Fabian

Hambüchen. Selbst

Bob-Legende André Lange

gratulierte dem Team, das

seine Sause später –gesitteter

– auf der MS Deutschland

fortsetzte.

Begehrtestes Zielobjekt für

alkoholische Duschen aller

Art war natürlich Doppel-

Torschütze Rabente. Triefnass

musste er immer wieder

seine beiden Tore schildern:

»Eigentlich ist Toreschießen

gar nicht meine Hauptaufgabe.

Dafür sind andere da. Ich

stand einfach zum richtigen

Zeitpunkt am richtigen Ort.«

Bis zuletzt hatte der »Nobody«

als Streichkandidat gegolten.

Aber nicht für Bun-

nicht aus der Hand«, sagte der Doppel-Torschütze

nach dem Olympiasieg der deutschen

Hockey-Herren am Samstag in London noch

immer staunend. Mit 2:1 (1:0) hatte das

DHB-Team zuvor die Niederlande entzaubert

–und sich die perfekte Vorlage für die

Feier bis zum Morgengrauen gegeben.

destrainer Markus

Weise. »Diesen Fehler

habe ich nicht gemacht«,

sagte er grinsend.

Dem defensiven

Mittelfeldmann gelang

im Olympia-Finale

sein erster Doppelpack

im Nationaldress.

»Beim ersten habe ich mich

absichtlich fallen lassen, damit

ich den Ball besser ins

Tor chippen kann«, sagte er.

Beim zweiten lief er –eigentlich

nicht ganz konform mit

den Hockey-Regeln –hinten

ums Torherum und traf kurz

vor Schluss zum Sieg. War

das Zufall oder gewollt?

»Das war Bestimmung!«

Rabente, Torwart Max

Weinhold und der überragenden

Defensive war es zu

verdanken, dass der Deutsche

Hockey-Bund (DHB) die

hehre Zielvereinbarung von

zwei Medaillen, eine in Gold,

fast noch einhalten konnte –

trotz des enttäuschenden

siebten Ranges der DHB-Damen.

Zum Glück war wieder

Verlass auf das Flaggschiff:

Zehn (4 Gold/3 Silber/

3Bronze) der 13 olympischen

Hockey-Medaillen lieferte

das »starke Geschlecht« ab.

Noch imposanter ist Weises

Bilanz: Drei Starts, drei

Olympiasiege: Auf Gold

2004 mit den Damen und

2008 mit den Herren folgte

die dritte Plakette –ein Rekord

für die Ewigkeit. »Er

hat vor der entscheidenden

Turnierphase die Zügel angezogen

und uns so erneut zum

Olympiasieg geführt«, lobte

Kapitän Müller den Erfolgscoach,

der sein Team auch in

London auf den Punkt topfit

hinbekam. »Er ist ein absoluter

Chef, er hat die absoluten

Strippen in der Hand«, sagte

Nationalspieler Benjamin

Weßvoller Anerkennung.

Anders als bei den vor einem

Umbruch stehenden

Damen sieht die Zukunft bei

den Herren rosig aus. Während

sich das Gerücht hält,

dass auf Damen-Coach Michael

Behrmann dessen Assistent

Kais Al Saadi folgen

könnte, sind sich DHB und

Weise einig, bis Rio 2016 zusammen

weiterzumachen.

»Er ist für uns der ideale

Mann auf der Bank«, lobte

Sportdirektor Heino Knuf.

Auch das Gros der Spieler

macht weiter. Nur bei Weinhold,

Matthias Witthaus und

Philipp Zeller sei klar, dass

sie im DHB-Team aufhören,

sagte Weise. Er hat ein großes

Reservoir an Talenten, denn

er musste den London-Kader

von 36auf 18 Mann halbieren.

Und hat dabei die richtige

Wahl getroffen. Weise baut

auf robuste Typen wie Rabente,

die sich auch von einem

schwachen Spiel nicht

gleich aus der Bahn werfen

lassen. »Mit Trauerspielern,

die schlechte Gedanken nicht

loswerden, gewinnt man kein

dickes Turnier wie bei Olympia.«

Die Olympia-Kolumne

Mind

the

(mac)

Schluss. Aus. Olymia ist vorbei. Meine Koffer

sind gepackt. Während Sie die letzte Kolumne

aus London lesen, putze ich wahrscheinlich

gerade die Wohnung von Austen,

meinem Vermieter, oder bringe die Zeitungen

runter. Wir Printjournalisten, zumindest ich

Printjournalist, habe die blöde Angewohnheit,

alle Zeitungen, die ich in die Hände bekomme,

zu sammeln. Es könnte ja was drin stehen,

was ich noch mal gebrauchen kann. Obwohl

ich es längst besser weiß und dann,

wenn ich mal was suche, was ich irgendwann

mal irgendwo gelesen habe, es auch nie finde,

kann ich daran nichts ändern. Es ist eine

Sucht. Zu Hause gibt es deswegen schon ab

und zu mal Ärger. Das können Sie sich vielleicht

vorstellen.

Da ich nicht will, dass Austen auch sauer

auf mich ist, löse ich das Zeitungsarchiv auf

seinem Wohnzimmertisch lieber auf. Sie würden

nicht glauben, was da zusammengekommen

ist. Kein Wunder, bei den vielen Zeitungen,

die hier in der Tube verteilt werden. Ich

habe Austen außerdem frische Blumen hingestellt,

das Bett abgezogen, die Post sortiert

und den Apfel, den ich ihm aus dem Kühlschrank

geklaut hatte, ersetzt. Er soll sich

wohlfühlen, wenn er am Mittwoch aus Korsika

zurückkommt. So wie ich, als ich vor 19 Tagen

bei ihm eingezogen bin.

Am Samstag war ich noch einmal Essen.

Zum Abschied. In Shoreditch. Das ist ein

Stadtteil im Osten. In einem Restaurant, das

Sie auch mal besuchen sollten, wenn Sie in

London sind. »Tramshed« heißt es, und es

sieht auch aus wie ein Lokschuppen. Momentan

ein »Place, to be«. Es gibt dort Steaks

oder Hühnchen. Sonst nichts. Das Hühnchen

kommt im Ganzen. Mit Füßen. Aufgespießt.

Es schmeckt köstlich. Der eigentliche Grund

für den Erfolg ist aber ein Kunstwerk von Damian

Hirst. Das ist der, der mal einen Tigerhai

in Formaldehyd eingelegt hat. Das hat er jetzt

für das »Tramshed« wieder getan. Alacarte

sozusagen. In einer großen Box mitten im

Restaurant, vier Meter über den Tischen, badet

eine Kuh in der chemischen Verbindung.

Auf ihr balanciert ein Huhn. Ich finde das

hübsch anzusehen, aber ich bin auch kein Veganer.

Ich werde London vermissen. Ich habe

mich ein bisschen in die Stadt verliebt. Sie

war so gut zu mir. Freundlich, hilfsbereit, kein

böses Wort. An jeder Ecke trug sie ein anderes

hübsches Kleid und hielt eine Überraschung

bereit. London war sexy, heiß und aufregend.

Ich werde auch die Londoner vermissen.

Die coolen Banker aus der City, die morgens

in der Tube keine Miene verziehen. Die

Kreativen aus dem Osten und ihre verrückten

Klamotten, die Imbissbudenverkäufer und

Restaurantbesitzer und ihr unfassbar variantenreiches

Angebot, die Rennradfahrer, die

Zeitungsverteiler, die »Pretties«, die Schlangesteher,

die Rolltreppenläufer, die Busfahrer

und den Sitzplatz ganz vorne, ganz oben, den

die Londoner für die Touristen freilassen. Mir

werden auch die Menschen fehlen, die in

London aus irgendeinem Grund den ganzen

Tag lang irgendetwas bewachen. Nicht nur

die Kornjuwelen. Die Eingänge zu den Supermärkten

zum Beispiel, die Bahnsteige, die

Kreuzungen, die Briefkästen und vermutlich

sogar die Kaffeeautomaten.

Ich werde auch Olympia vermissen. Die

Stimmung in den Sportstätten. Die geschminkten

und jubelnden Briten. Die vielen

Menschen im Park. Die gute Laune. Die bunten

Fahnen und Trikots. Die tollen Sportler. Ihre

tollen Leistungen. Das Public Viewing im

Pub. Kommt da der Name her? Meinen

Schreibtisch im Deutschen Haus. Und noch

viel mehr. Die hilfsbereiten freiwilligen Helfer

natürlich auch, die mich gerne an der Hand

zu meinen Zielen geführt und mich wahrscheinlich

am liebsten dort bewacht hätten.

Das machen sie halt gerne die Briten. Ich

mag sie trotzdem.

See you later, spätestens in Rio! (mac)

***

Das ist die letzte Kolumne von unserem

Sportredakteur Marc Schäfer von den Olympischen

Spielen aus London. (mac) verabschiedet

sich und möchte Danke sagen an

Leser und Kollegen für die vielen netten Mails

und Nachrichten, die ihn in London erreicht

haben.

Geflügel, Steaks und Kunst gibt es im Restaurant »Tramshed«, in dem eine Kuh in einem

Formaldehyd-Bad ausgestellt ist. Auf ihr balanciert ein Huhn.

(Foto: mac)

Volleyball

Unglaubliche Aufholjagd

Russen wehren zwei Matchbälleabund schlagen Weltmeister Brasilien 3:2

DER PASST: Jan Philipp Rabente (am Boden) erzielt für das deutsche Team die 1:0-Führung.

Später lässt er auch den zweiten Treffer folgen.

(Foto: dpa)

(dpa) Erstmals seit den

Heimspielen 1980 haben sich

Russlands Volleyball-Männer

wieder Olympia-Gold gesichert.

Dank einer unglaublichen

Aufholjagd rang die

Auswahl von Trainer Wladimir

Alekno am Sonntag in

einem hochklassigen Finale

Weltmeister Brasilien noch

mit 3:2 (19:25, 20:25, 29:27,

25:22, 15:9) nieder. Dabei

konnten die Brasilianer im

dritten Satz zwei Matchbälle

nicht zum Sieg nutzen. Danach

fanden die Südamerikaner

nicht mehr ihren

Rhythmus, während den

Russen, die zu Beginn noch

chancenlos gewesen waren,

danach alles gelang.

Mit dem Gold-Coup verhinderte

Russland auch einen

Doppelerfolg der

Schmetterkünstler vom Zuckerhut:

Am Samstag hatte

Peking-Olympiasieger Brasilien

bei den Frauen gegen die

USA erneut Gold geholt. Das

deutsche Männer-Team, das

gegen beide Finalgegner in

der Vorrunde klare Niederlagen

einstecken musste, beendete

das Turnier auf Platz

fünf. Dies war das beste Abschneiden

bei Olympia seit

Silber für die DDR 1972.

Bronze ging bei den Männern

an das Team aus Italien,

das Bulgarien mit 3:1 (25:19,

23:25, 25:22, 25:21) besiegte.

Damit müssen die Bulgaren,

die im Viertelfinale das Team

des Deutschen Volleyball-

Verbandes ausgeschaltet hatten,

weiter auf ihre erste

Olympia-Medaille seit Silber

1980 warten.

Bereits am Samstag hatten

sich Brasiliens Volleyball-

Frauen wie schon vor vier

Jahren Olympia-Gold gesichert.

Nach schwachem ersten

Satz drehten die Südamerikanerinnen

auf und

ließen den USA beim 3:1

(11:25, 25:17, 25:20, 25:17)

am Ende keine Chance. Starspielerin

Sheilla Castro durfte

wie schon in Peking ganz

oben auf dem Podest tanzen.

»Diese Medaille ist für meine

Oma Teresinha«, sagte Castro,

vergaß aber auch ihren

Freund nicht: »In jedem

schwierigen Moment, den ich

hatte, hat er mich motiviert.

Er hat mir so sehr geholfen.«

Für die US-Frauen blieb wie

2008 nur Silber.

Bronze ging bei den Frauen

an Japan. Garant des Sieges

beim 3:0 (25:22, 26:24, 25:21)

gegen Südkorea war Saori

Sakoda, die 23 Punkte erzielte.

»Sie war absolut die Beste«,

lobte Japans Nationalcoach

Masayoshi Manabe.

Für die Japanerinnen war es

die erste Medaille seit Bronze

1984 in Los Angeles. Die

deutschen Frauen hatten sich

nicht für Olympia qualifizieren

können.


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 26

SABINE SPITZ auf dem WegzuSilber,verfolgt von der drittplatzierten Georgia Gould.

Mountainbike Frauen

Spitz hat ihren Medaillensatzkomplett

Silber nach Bronze in Athen und Gold in Peking –»Alter spielt keine Rolle« für die 40-Jährige –Französin Bresset siegt

Olympia und Spitz, das passt. Mit ziemlicher

Sicherheit wird esdennoch kein nächstes

Mal geben. 2016 in Rio will Spitz bestenfalls

noch amRande dabei sein, sie ist dann

44. »Rio? Oh Gott. Unsere Planung ging nur

bis zum 11. August. Vielleicht noch als Trainerin

oder Funktionärin, wer weiß. Ich glaube,

es lässt sich ganz gut baden an der Copacabana«,

sagte Spitz und ging erst mal »entsprechend

feiern«. Im Deutschen Haus an

den London Docklands wurde es für die älteste

Teilnehmerin des Cross-Country-Rennens

eine lange Nacht.

Mit einem Strahlen im Gesicht war sie auf

der Hadleigh Farm in Essex ins Ziel gefahren.

Nachdem die Weltmeisterin von 2003 die

technisch anspruchsvolle Strecke mit Hindernissen

wie Schlangengrube und Hasenloch

überwunden hatte, war sie zur einzigen

Mountainbikerin mit drei olympischen Medaillen

aufgestiegen. 1:02 Minuten fehlten

Spitz auf Bresset, die in 1:30:52 Stunden gewann.

Ein Sturz verhinderte den Kampf um

Gold. Dennoch kannte die Freude keine

Grenzen.

Lange hatte es so ausgesehen, als könne

Spitz über sechs Runden und 29,26 km sogar

um den Sieg mitkämpfen, nachdem sie sich

mit einem geschickten Start gleich

im Vorderfeld positioniert hatte. In

einer der steinigen Sektionen des

technisch kniffligen Kurses stieg sie

jedoch über den Vorderlenker ab, der

Kontakt zur 23-jährigen Französin

ging eingangs der vierten Runde verloren.

»Gott sei Dank ist nichts passiert,

es hätte schlimmer ausgehen können«,

sagte Spitz. Vonihrem Sturz, bei dem

sie sich nur das Knie ein wenig aufgeschlagen

hatte, ließ sie sich jedenfalls nicht entmutigen.

Bresset war weg, aber nahe der

(Foto: Reuters)

(sid) Sabine Spitz stieß ein lautes »Jaaaaa!« in den Himmel, als sie

ihre Silbermedaille um den Hals hängen hatte. Nach Bronze in

Athen und Gold in Peking hat die Mountainbikerin aus dem

Schwarzwald mit 40 Jahren und 228 Tagen ihren olympischen Medaillensatz

komplettiert. »Es ist ein geniales Gefühl. Ich habe gezeigt,

dass man mit 40 noch etwas taugen kann. Wenn der Wille da

ist, spielt das Alter keine Rolle«, sagte Spitz, die lediglich der Französin

Julie Bresset denVortritt lassen musste.

Themse-Mündung hielt Spitz Georgia Gould

auf Distanz –die Amerikanerin wurde Dritte.

»Du bist so voll mit Adrenalin, da machst

du einfach weiter«, sagte sie. Die zweite

deutsche Starterin, Adelheid Morath aus Titisee-Neustadt,

kam im Rahmen ihrer Leistungsstärke

auf Rang 16.

Spitz war auf den Punkt fit gewesen.

Zuletzt hatte sie noch zwei Trainingslager

absolviert, um sich zum

Saisonhöhepunkt in bester Verfassung

zu präsentieren. Rechtzeitig

stieg auch die Formkurve nach oben.

»Ich bin sicher jemand, der sich extrem

fokussiert auf Großevents vorbereitet«,

sagte sie. Wie bei ihren vorherigen

Teilnahmen hatte Spitz auch

vor London auf die richtige Strategie gesetzt

– und auf »Quack«, ihre gelbe Plastikente,

die bei keinem wichtigen MTB-Rennen fehlen

darf.

Kanu

Rauhe stinksauer

beiSprint-Premiere

(dpa) Ronald Rauhe warf wutentbrannt

sein Paddel an Land. Minutenlang tigerte

er stinksauer auf dem Anlegesteg hin und

her, ehe er seinen Partner Jonas Ems

umarmte. Das mit berechtigten Medaillenambitionen

gestartete Duo belegte am

Samstag zum Abschluss der olympischen

Kanu-Wettbewerbe von London nur den

enttäuschenden achten Rang im Sprint.

Auf der vom harten Gegenwind beeinträchtigten

Bahn sechs auf dem Dorney

Lake in Eton paddelte das Kajak-Gespann

der Konkurrenz über 200 Meter

hinterher.

»Der Einer war für mich nicht so enttäuschend.

Aber im Zweier hatte ich das

Gefühl, dass sogar Gold oder zumindest

Silber möglich ist. Wir haben die Chance

einfach verschenkt. Das tut weh, wenn

man weiß, dass es wohl die letzten Olympischen

Spiele waren«, schimpfte Rauhe

und schickte ein nicht druckreifes

Schimpfwort hinterher.

Bei der Olympia-Premiere der Sprintrennen

war Rauhe bereits im Einer lediglich

Achter geworden. Silke Hörmann

aus Karlsruhe belegte den 15. Rang. Gar

nur 16. und damit Letzter wurde im Feld

der Sprint-Spezialisten 1000-Meter-

Olympiasieger Sebastian Brendel im Canadier.

»Das war heute im Rahmen der

Erwartungen. Aber man muss ehrlicherweise

sagen, das entspricht nicht unserem

Anspruch als Deutscher Kanu-Verband«,

sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

Nach dem medaillenlosen Abschlusstag

standen für den Deutschen Kanu-Verband

(DKV) in London damit dreimal

Gold, einmal Silber und zweimal Bronze

zu Buche. »Großes Kompliment an die

Mannschaft. Wir sind unserer Zielvorgabe

sehr nah gekommen«, sagte Sportdirektor

Jens Kahl. Der DKV hatte als Anspruch

sieben Medaillen, drei davon in

Gold. Zudem gewannen die Slalomkanuten

Sideris Tasiadis Silber im Canadier

und Hannes Aigner Bronze im Kajak.

»Wir sind der erfolgreichste olympische

Sportverband in Deutschland«, bilanzierte

Konietzko nicht ohne Stolz.

Erste Sprint-Olympiasieger wurden Ed

McKeever (Großbritannien) und Lisa

Carrington (Neuseeland) im Kajak, Juri

Tscheban (Ukraine) im Canadier und Juri

Postrigaj/Alexander Djatschenko (Russland)

im Zweier-Kajak. Wenngleich die

olympische Sprint-Premiere für die deutschen

Kanuten ohne Medaille endete,

waren die Abschlussrennen ein Erlebnis

für Rauhe. »Das ist ein extremes Spektakel.

Die Zuschauer toben. Das ist Spaß,

in so einem Kessel zu fahren«, sagte der

Potsdamer.

Mountainbike Männer

Fumic Siebter beiKulhavy-Erfolg

(dpa) Mit traurigem Blick

schielte Manuel Fumic zum Siegerpodest,

auf dem sich der

Tscheche Jaroslav Kulhavy gerade

die Goldmedaille umhängen

ließ. Einen Tag nach dem Silber-

Coup von Sabine Spitz verpasste

der 30 Jahre alte Mountainbiker

aus Kirchheim/Teck das erhoffte

Edelmetall bei den Sommerspielen

in London als Siebter deutlich.

»Ich bin enttäuscht. Ich hatte

mir fest vorgenommen, hier eine

Medaille zu holen«, sagte Fumic.

Neben Kulhavy, dem Weltmeister

von 2011, freuten sich auf

dem Podest der Schweizer Nino

Schurter über Silber und Marco

Fontana aus Italien über Bronze.

Der mit der Startnummer sieben

ins Rennen gegangene Fumic

konnte zwar sein bestes Olympia-Ergebnis

verbuchen, zufrieden

war er damit jedoch nicht.

»Auf den ersten beiden Runden

war ich gut dabei, dann hatte ich

eine Schwächephase. Da haben

mir die Körner gefehlt«, berichtete

der Schwabe.

Völlig chancenlos war Moritz

Milatz aus Freiburg auf Rang 34.

Riesenpech hatte der französische

Topfavorit Julien Absalon.

Nach einem Sturz in der ersten

von sieben Runden musste der

Olympiasieger von 2004 und

2008 das Rennen auf der zweiten

Schleife aufgeben. Noch ärger

erwischte es den Briten Liam

Killeen, der nach einem Sturz

mit Verdacht auf Knöchelbruch

ausschied.

Immerhin genoss Fumic den

Wettbewerb über gut 34 Kilometer.

»Ich war in Athen, ich war in

Peking –das hier waren die mit

Abstand besten Spiele.«

Ein Schlag ins Wasser waren die Sprint-

Rennen, hier mit Ronald Rauhe. (dpa)

Moderner Fünfkampf

»Nichts lief so«

Schöneborn 15. nach Peking-Gold –Gebhardt Fünfter

Wasserspringen

Am Ende steht dieNull

Wolfram Achter –Boudia überrascht Topfavorit Qiu Bo

(dpa) Ziemlich aufgelöst und

total frustriert rannte Lena

Schöneborn durch das Ziel im

Greenwich Park. Der Absturz

von Gold in Peking auf Platz

15 in London traf Deutschlands

beste Moderne Fünfkämpferin

mit voller Wucht.

»Nichts lief so, wie es laufen

sollte«, haderte Deutschlands

Medaillenhoffnung nach dem

letzten Wettbewerb der Olympischen

Spiele tief enttäuscht über

einen Sonntag voller Pleiten,

Pech und Pannen.

Die Tränen flossen bei der

Olympiasiegerin von 2008 bereits

vor dem abschließenden Geländelauf

mit drei Schießeinlagen,

in dem sich Laura Asadauskaite

aus Litauen die Goldmedaille

vor der Britin Samantha Murray

und Yane Marques aus Brasilien

sicherte. Ein völlig missglückter

Ritt auf dem jungen Wallach Zidane

mit einer Verweigerung,

zwei Abwürfen und insgesamt

148 Strafpunkten hatten Schöneborn

zuvor die letzten vagen

Hoffnungen auf einen Podestplatz

geraubt.

»Das sah so ein bisschen wie

Kamikaze aus«, sagte Bundestrainerin

Kim Raisner. Auch sie

schob großen Frust. »Ich habe einen

Kloß im Hals, wenn man

zwei schluchzende Athleten trösten

muss«, sagte Raisner. »Beide

haben so viel investiert.« Damit

meinte sie auch die zweite Berlinerin

Annika Schleu, die sich als

Olympia-Debütantin mehr als

Platz 26 im Gesamtklassement

ausgerechnet hatte.

Am Vortag hatte der Bensheimer

Steffen Gebhardt beim Sieg

des 2010-Europameisters David

Svoboda aus Tschechien mit einem

guten fünften Platz im Männer-Rennen

überrascht.

UNZUFRIEDEN: Die deutschen Fünfkämpferinnen

Lena Schöneborn (l.) und Annika

Schleu.

(Foto: dpa)

(sid) Auch bei den Wasserspringern

steht die Null: Erstmals seit

24 Jahren fliegen die Kunst- und

Turmspringer ohne eine Medaille

von den Olympischen Spielen

nach Hause. Der WM-Dritte Sascha

Klein konnte in der achten

und letzten Entscheidung in

London die schwarze Serie nicht

beenden und verfehlte ebenfalls

das Podest.

Der 26-Jährige aus Riesa, der

vor vier Jahren in Peking im

Synchronspringen mit Patrick

Hausding Silber gewonnen hatte,

landete nach einer enttäuschenden

Leistung mit 496,30 Punkten

für seine sechs Sprünge im Finale

vom Turm weit abgeschlagen

auf dem zehnten Platz. Der

Olympia-Neuling Martin Wolfram

(Dresden) wurde mit

506,65 Zählern Achter. Damit

nimmt der Deutsche Schwimm-

Verband (DSV) aus insgesamt

46 Olympia-Entscheidungen nur

einmal Edelmetall mit: Freiwasser-Rekordweltmeister

Thomas

Lurz verhinderte mit Silber im

Hyde Park das totale Fiasko.

Gold ging in einem hoch spannenden

Finale im Aquatics Centre

an den WM-Zweiten David

Boudia aus den USA, Bronzemedaillengewinner

im Synchronspringen

(568,65). Mit Silber

musste sich der Topfavorit und

Weltmeister Qiu Bo aus China

(566,85) zufrieden geben. Bronze

holte unter dem Jubel der Fans

Lokalmatador und Teenie-Star

TomDaley (556,95).

Wolfram hat mit ausgekugelter

Schulter den achten Platz belegt.

»Es wurde eine Luxation festgestellt«,

sagte Generalsekretär

Jürgen Fornoff vom Deutschen

Schwimm-Verband (DSV) nach

der Kernspintomografie am

Sonntag.


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 27

EINEN HARTER KAMPF liefern die Spanier um Marc Gasol (r.) den USA, deren Kobe Bryant hier beim 107:100-Sieg zum Korb zieht. (dpa)

Basketball Männer

Europameister macht USA das Leben schwer

Dream Team setzt sich dank der größeren individuellen Klasse mit 107:100 durch –Iberer halten bis ins Schlussviertel mit

(sid) LeBron James schrie seine Freude laut heraus, Kevin Durant

hüpfte wie ein Flummi über das Parkett und James Harden führte

mit Maskottchen Wenlock Freudentänze auf: Die millionenschweren

NBA-Stars tanzten wie kleine Kinder über das Parkett. Mit einer

goldenen Version des Maskottchens der Paralympics in der Hand und

Wie vor vier Jahren in der chinesischen

Hauptstadt mussten sich die US-Boys beim

107:100 (59:58) im Endspiel gegen Spanien

richtig strecken. Der ebenfalls mit NBA-

Stars gespickte Europameister verlangte den

Amerikanern alles ab und brachte den haushohen

Favoriten phasenweise sogar ins Wanken.

Am Ende setzte sich die große individuelle

Qualität von James und seinen Mitstreitern

durch.

»Glückwunsch an unsere beiden Basketball-Teams,

die Gold nach Hause gebracht

haben. Ihr habt uns alle sehr stolz gemacht«,

ließ US-Präsident Barack Obama via Twitter

übermitteln. Am Samstag hatten sich bereits

die US-Damen zum fünften Mal in Serie

Gold gesichert. Überragender Akteur bei den

US-Boys war Kevin Durant mit 30 Punkten.

»Es gab für uns die ganze Zeit nur ein Ziel:

Gold für unser Land zu gewinnen«, sagte

Durant. »Ich bin überglücklich. Ich konnte

heute Nacht nicht schlafen, weil ich soaufgeregt

vor dem Spiel war. Jetzt bin ich einfach

nur froh, dass wir das Double haben«,

sagte Durant. Vor zwei Jahren hatte er die

USA in der Türkei bereits zum Weltmeistertitel

geführt. Für Kobe Bryant war das Gold

USA-Fahnen um den Hals hüpften die Ausnahmespieler aus der besten

Basketball-Liga der Welt durch die Halle und bejubelten ihren

Olympiasieg von London. LeBron James und Co. waren sichtbar erleichtert,

die Mission Gold zu einem erfolgreichen Ende gebracht

und den Triumph von Peking 2008 wiederholt zu haben.

von London etwas ganz Besonderes, weil es

sein letztes sein wird. »Das war esfür mich.

Wir haben genügend Jungs, die die Reise

weitergehen können«, sagte der Topathlet

von den Los Angeles Lakers. Im Nationalteam

wird man Bryant nicht

mehr sehen. Bei den Spaniern kam

sein Club-Kollege Pau Gasol auf

24 Zähler. Zuvor hatte sich Russland

durch ein 81:77 gegen Argentinien

die Bronzemedaille gesichert. Die

deutschen Basketballer um Dirk Nowitzki

hatten die Qualifikation für

London verpasst.

Wie das Spiel um Platz drei war auch das

Finale lange spannend. Als Spaniens Trainer

Sergio Scariolo 37 Sekunden vor dem Ende

beim Stand von 104:95 für die USA seine

Stammspieler um den überragenden Pau Gasol

vom Parkett nahm, hatten die US-Boys

ihren Gold-Auftrag erfüllt. James und Bryant

fielen sich auf dem Feld in die Arme.

Zum letzten sportlichen Highlight vor der

Schlussfeier hatte sich noch einmal viel Prominenz

in der North Greenwich Arena eingefunden.

IOC-Präsident Jacques Rogge gab

sich ebenso die Ehre wie Londons Bürgermeister

Boris Johnson, Olympia-Botschafter

David Beckham, Arnold Schwarzenegger

und die königliche Familie von Spanien.

Die USA erwischten im Endspiel in der

überraschend nicht ganz ausverkauften

Halle einen guten Start. Mit einem

Dreier sorgte Durant kurz vor

dem Ende des ersten Abschnitts für

die erste zweistellige Führung

(35:25). Doch danach ließen es die

Multi-Millionäre aus der besten Liga

der Welt etwas zu locker angehen.

Wie beim 99:94 in der Vorrunde über

Litauen wurde es knapp. Spanien holte

Punkt für Punkt auf und lieferte den Amerikanern

einen packenden Fight. Die Entscheidung

zugunsten der USA fiel erst im letzten

Viertel.

Die Chancen, dass die Überflieger auch in

Zukunft bei den Sommerspielen die Fans anlocken,

sind derweil gestiegen. Beim Finalwochenende

in London erklärte Patrick Baumann,

Generalsekretär des Basketball-Weltverbandes

FIBA, dass die von der NBA angeregte

Altersbeschränkung auf unter 23 Jahre

zumindest für die kommenden Spiele in Rio

de Janeiro wohl noch nicht infrage kommt.

Fußball Männer

Mexiko bejubelt Gold

Brasilienuntröstlich

(dpa) Nach dem wieder einmal verpassten

Olympia-Gold fürchtet die stolze Fußball-

Nation Brasilien ein erneutes Fiasko bei der

Heim-WM in zwei Jahren. Kaum jemand im

Land des fünfmaligen Weltmeisters traut

Trainer Mano Menezes noch zu, die Seleção

2014 im eigenen Land zum Titel zu führen.

»Es ist sein Fehler«, sagte der frühere Stürmerstar

Romario nach dem 1:2 der Südamerikaner

im olympischen Finale am Samstag

gegen Mexiko wutentbrannt. »Zum Glück

sehen wir heute wohl sein letztes Spiel im

Nationalteam«, sagte der heutige Parlamentsabgeordnete

im TV-Sender »Record«.

Bereits unmittelbar nach der Niederlage im

Wembleystadion von London war der farblose

Nachfolger von Carlos Dunga von den

brasilianischen Journalisten in die Mangel

genommen worden. Ob er Angst habe, in die

Heimat zurückzukehren, lautete die erste

Frage. Wie froh ersei, am kommenden Mittwoch

mit der A-Nationalmannschaft erst

einmal in Schweden und nicht in Brasilien

zu spielen, fragte der nächste Reporter.

Menezes ließ das Tribunal äußerlich regungslos

über sich ergehen. »Jeder Trainer

muss sich nach Niederlagen der Verantwortung

stellen«, sagte der 50-Jährige. An Rücktritt

denke eraber nicht. »Ich glaube nicht,

dass diese Niederlage einen negativen Einfluss

auf unsere Vorbereitung für die WM

2014 hat.«

Das sehen Fans und Experten am Zuckerhut

ganz anders. In ihrer Enttäuschung über

das verpasste erste Olympia-Gold ließen die

Fans ihrem Frust in den Cafés und Kneipen

von Rio de Janeiro freien Lauf und zerrissen

vor laufenden Fernsehkameras ihre Nationaltrikots.

Auch in den Medien war Menezes der Sündenbock.

»(Pep) Guardiola muss her«, meinte

zum Beispiel der frühere Nationalstürmer

Paulo Cézar Caju am Sonntag in der Zeitung

»Estado de S. Paulo«. Bis zur WM im eigenen

Land seien es nur noch zwei Jahre, erinnerte

der 63-Jährige, und warnte: »Wir können

nicht davon ausgehen, dass Mano bis dahin

aufwachen und ein gutes Team aufbauen

wird.«

Es war nicht das erste Mal, dass Menezes

die fußballverrückten Brasilianer enttäuschte.

Und das, obwohl sein Team zu 90 Prozent

dem der aktuellen Nationalmannschaft entsprach.

Schon im vergangenen Jahr bei der

Copa América in Argentinien war die »Seleção«

mit dem Viertelfinal-Aus weit hinter

den Erwartungen zurückgeblieben.

In Mexiko löste das erste Olympia-Gold

dagegen spontane Siegesfeiern aus. Staatspräsident

Felipe Calderon gratulierte dem

Team von Trainer Luis Fernando zu einer

»historischen Leistung«. Vor allem Doppel-

Torschütze Oribe Peralta stand im Mittelpunkt

der Jubelarien. Der Angreifer hatte die

Mexikaner bereits nach 27Sekunden in Führung

gebracht und eine Viertelstunde vor

Schluss mit einem wuchtigen Kopfball für

die Entscheidung gesorgt. Der brasilianische

Anschlusstreffer durch Hulk (90.+1) kam zu

spät. »Ich habe von diesem Moment geträumt«,

sagte Matchwinner Peralta. »Das

war das wichtigste Spiel meines Lebens.

Handball Frauen

Erst Norwegen

stoppt Montenegro

(sid) Norwegen hat seine Ausnahmestellung

im Frauen-Handball einmal

mehr unter Beweis gestellt und ist erneut

Olympiasieger. Der Welt- und Europameister

gewann das Finale von London

mit 26:23 (13:10) gegen Montenegro und

damit zum zweiten Mal nach 2008 die

Goldmedaille. Bronze holte Spanien

durch ein 31:29 (24:24, 13:13) nach zweimaliger

Verlängerung gegen das Team aus

Südkorea.

Beste Torschützin bei den Norwegerinnen

war Rückraumspielerin Linn Jorum

Sulland mit zehn Treffern. Für Montenegro,

das auf dem Wegins Finale die Mitfavoriten

Frankreich und Spanien aus

dem Turnier geworfen hatte, traf Katarina

Bulatovic (10) am häufigsten. »Ich bin

überglücklich und sehr stolz auf mein

Team. Wir haben gezeigt, dass wir noch

immer eine große Mannschaft sind«, sagte

Norwegens Trainer Thorir Hergeirsson.

Vor 12000 Zuschauern mussten die

hoch favorisierten Skandinavierinnen

lange Zeit um ihren zweiten Olympiasieg

zittern. Bis in die Schlussphase hielt der

krasse Außenseiter aus Montenegro die

Partie ausgeglichen, ehe Norwegen kurz

vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.

Der WM-Dritte Spanien hat sich bei

seiner dritten Olympia-Teilnahme vor

den Augen der spanischen Königin Sofia

die erste Medaille gesichert. Südkorea,

das in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich

mit vier Toren in Führung gelegen

hatte, verpasste dagegen den erneuten

Sprung aufs Treppchen. Der Olympiasieger

von 1988 und 1992 hatte vor vier Jahren

Bronze gewonnen.

MISSION ERFÜLLT: Frankreichs Didier Dinart (l.) lässt

seinen Teamkollegen Cedric Sorhaindo hochleben. (Reuters)

Handball Männer

Der Champagner fließt

Frankreich verteidigt nach einem 22:21 gegen Schweden den Titel

Gold für Frankreich. Didier Dinart

hat seine Mission erfüllt. Am Morgen

des großen Finale bei den Sommerspielen

in London ließ der französische

Handball-Nationalspieler via

Facebook wissen, dass er und seine

Mitspieler sich eine Aufgabe gestellt

hatten. Eine große Aufgabe. »Sonntag,

12. August 2012: Verwandle

Silber in Gold«, hatte

Dinart geschrieben. Am

Abend um 18.05 Uhr baumelte

dann tatsächlich die

Goldmedaille um den Stiernacken

des Abwehrhünen.

Aufgabe erfüllt. Silber blieb

den starken Schweden, die

auch ihr viertes olympisches

Finale nach 1992, 1996 und 2000 verloren.

Doch es war für den amtierenden

Weltmeister ein hartes Stück Arbeit

gewesen, bis sie die Skandinavier mit

22:21 (10:8) geschlagen hatten und

Dinart mit seinen Kollegen in der

Basketball-Arena des Olympiaparks

vor 12000 enthusiastischen Zuschauern

feiern konnten.

»Das werde ich nicht mehr vergessen.

Der Erfolg vor vier Jahren war

schon fantastisch, aber das hier war

noch besser«, sagte Frankreichs Trainer

Claude Onesta nach der Wiederholung

des Coups von Peking 2008

und versprach eine riesige Sause:

»Der Champagner wird fließen, und

wir werden viel Spaß haben.« Der

Ex-Hamburger Bertrand Gille gab

den Kritikern der Equipe warme

Worte mit auf den Weg nach Hause:

»Das war eine Wahnsinnsleistung von

unserem Team. Alle, die uns vorher

als zu alt abgestempelt hatten, stehen

jetzt ziemlich doof da.«

Es war ein packendes Finale. Die

Stimmung in der Arena sorgte lange

vor dem Anpfiff für Gänsehaut bei

allen Beteiligten. Es war laut, fröhlich,

stimmungsvoll. Die Fans der

Franzosen waren inder Überzahl

und gaben mit ihren »Allez

les bleus«-Rufen den Ton

an. Die Schweden, die einigermaßen

überraschend in das

Endspiel eingezogen waren,

ließen sich über 60 Minuten

nicht abschütteln, schafften

aber auch in der Endphase

nicht den Ausgleich. Nach

dem Tor des Kieler Daniel Narcisse

(55.) zum 21:18 für Frankreich hatte

man zunächst das Gefühl, die Partie

sei entschieden, doch Schweden kam

zurück. In der 59. Minute erzielte Niclas

Ekberg das 20:21 für die Truppe

von Ola Lindgren und Staffan Olsson,

doch als man in Überzahl den unnötigen

Treffer von Luc Abalo zum 20:22

hinnehmen musste, war das Duell gelaufen

und es den Franzosen erneut

gelungen, aus Silber in Gold zu verwandeln.

Bester Werfer des alten und neuen

Olympiasiegers war Michael Guigou

mit fünf Toren. Für die Skandinavier

traf Ekberg (6) vor den Augen von

König Carl und Königin Silvia am

besten. Er war mit 50 Toren auch bester

Werfer des Turniers. Die Bronzemedaille

ging an Kroatien, die das

Spiel um Platz drei mit 33:26 gegen

Ungarn gewannen. Marc Schäfer


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 28

Gold Silber Bronze

Basketball, Frauen

Gold: USA

Silber: Frankreich

Bronze: Australien

4. Russland; 5. Türkei; 6. China; 7.

Tschechien; 8. Kanada. –Finale: USA –

Frankreich 86:50. –UmPlatz 3: Australien

–Russland 83:74.

Boxen, Männer Halbfliegengew.

Gold: Zou Shiming (China)

Silber: Kaeo Pongprayoon (Thailand)

Bronze: Paddy Barnes (Irland) und

Dawid Ajrapetjan (Russland)

5. Birschan Schakypow (Kasachstan),

Aleksandar Aleksandrow (Bulgarien),

Ferhat Pehlivan (Türkei) und Devendro

Singh Laishram (Indien).

Boxen, Männer Bantamgewicht

Gold: Luke Campbell (Großbrit.)

Silber: John Joe Nevin (Irland)

Bronze: Satoshi Shimizu (Japan) und

Lázaro Álvarez (Kuba)

5. Detelin Dalakliew (Bulgarien), Óscar

Valdez (Mexiko), Mohamed Amine

Ouadahi (Algerien), Robenílson Vieira

(Brasilien).

Boxen, Männer Halbweltergew.

Gold: Roniel Iglesias (Kuba)

Silber: Denys Berintschyk (Ukraine)

Bronze: Vincenzo Mangiacapre (Italien)

und Uranchimeg

Munkh-Erdene (Mongolei)

5. Uktamjon Rahmonov (Usbekistan),

Jeffrey Horn (Australien), Danijar Jelewssinow

(Kasachstan), Thomas Stalker

(Großbritannien).

Boxen, Männer Mittelgewicht

Gold: Ryota Murata (Japan)

Silber: Esquiva Falcão (Brasilien)

Bronze: Anthony Ogogo (Großbrit.),

Abbos Atoev (Usbekistan)

5. Stefan Härtel (Lichtenberg), Adem

Kilicci (Türkei), Vijender Kumar Singh

(Indien) und Zoltan Harcsa (Ungarn).

Boxen, Männer Schwergewicht

Gold: Alexander Ussyk (Ukraine)

Silber: Clemente Russo (Italien)

Bronze: Teymur Mammadov (Aserbaids.),

Terwel Pulew (Bulg.)

5. Artur Beterbiew (Russland), José

Larduet (Kuba), Yamil Peralta (Argentinien),

Sergej Karnejew (Weißrussl.).

Fußball, Männer

Gold: Mexiko

Silber: Brasilien

Bronze: Südkorea

4. Japan; 5. Großbritannien; 6. Senegal;

7. Honduras; 8. Ägypten. –Finale: Mexiko

– Brasilien 2:1. – Um Platz 3:

Südkorea –Japan 2:0.

Handball, Frauen

Gold: Norwegen

Silber: Montenegro

Bronze: Spanien

4. Südkorea; 5. Frankreich; 6. Brasilien;

7. Kroatien; 8. Russland. –Finale:

Norwegen – Montenegro 26:23. – Um

Platz 3: Spanien –Südkorea 31:29 n.V.

Hockey,Männer

Gold: Deutschland

Silber: Niederlande

Bronze: Australien

4. Großbritannien; 5. Belgien; 6. Spanien;

7. Pakistan; 8. Südkorea. –Finale:

Deutschland –Niederlande 2:1. –Um

Platz 3: Australien – Großbritannien

3:1.

Kanu, Mä. Einer-Kajak 200 m

Gold: Ed McKeever

(Großbritannien) 36,246

Silber: Saúl Craviotto (Span.) 36,540

Bronze: Mark de Jonge (Kan.) 36,657

4. Maxime Beaumont (Frankreich)

36,688; 5. Jewgeni Salachow (Russland)

36,825; 6. Miklos Dudas (Ungarn)

36,830; 7. Marko Novakovic (Serbien)

37,094; 8. Ronald Rauhe (Potsdam)

37,553.

Kanu, Mä. Einer-Canad. 200 m

Gold: Juri Tscheban (Ukraine)

42,291

Silber: Jevgenij Shuklin (Litauen)

42,792

Bronze: Iwan Schtyl (Russland)

42,853

4. Alfonso Benavidez (Spanien) 43,038;

5. Dsianis Garascha (Weißrussland)

43,545; 6. Lubomir Hagara (Slowakei)

43,977; 7. Mathieu Goubel (Frankreich)

44,045; 8. Naoya Sakamoto (Japan)

44,699; 16. Sebastian Brendel (Potsdam)

47,295 (B-Finale).

Kanu, Mä. Zweier-Kajak 200 m

Gold: Juri Postrigaj/Alexander Djaschenko

(Russland) 33,507

Silber: Raman Pjatruschenka/Wadsim

Machneu (Weißrussland)

34,266

Bronze: Liam Heath/Jon Schofield

(Großbritannien) 34,421

4. Arnaud Hybois/Sébastien Jouve

(Frankreich) 35,012; 5. Miguel Antonio

Correa/Ruben Oscar Voisard (Argentinien)

35,271; 6.Jesse Phillips/Stephen

Bird (Australien) 35,315; 7. Ryan Cochrane/Hugues

Fournel (Kanada) 35,396;

8. Ronald Rauhe/Jonas Ems (Potsdam/

Essen) 35,405.

Kanu, Fr.Einer-Kajak 200 m

Gold: Lisa Carrington (Neuseeland)

44,638

Silber: Inna Ossypenko-Radomska

(Ukraine) 45,053

Bronze: Natasa Douchev-Janics (Ungarn)

45,128

4. Teresa Rivas (Spanien) 45,326; 5.

Marta Walczykiewicz (Polen) 45,500; 6.

Natalia Lobowa (Russland) 45,961; 7.

Jess Walker (Großbritannien) 46,161; 8.

Teresa Portela (Portugal) 46,549; 15.

Silke Hörmann (Karlsruhe) 45,686.

Leichtathl., Mä. 50 km Gehen

Gold: Sergej Kirdjapkin

(Russland) 3:35:59

Silber: JaredTallent (Australien)

3:36:53

Bronze: Si Tianfeng (China) 3:37:16

4. Robert Heffernan (Irland) 3:37:54; 5.

Igor Jerochin 3:37:54; 6. Sergej Bakulin

(beide Russland) 3:38:55; 7. Li Jianbo

(China) 3:39:01; 8. Matej Toth (Slowakei)

3:41:24; 11. André Höhne (Berlin)

3:44:26; 24. Christopher Linke (Potsdam)

3:49:19.

Leichtathl., Fr.20kmGehen

Gold: Jelena Laschmanowa

(Russland) 1:25:02 Std. WR

Silber: Olga Kaniskina (Russland)

1:25:09

Bronze: Qieyang Shenjie (China)

1:25:16

4. Liu Hong (China) 1:26:00; 5. Anisja

Kirdjapkina (Russland) 1:26:26; 6. Lu

Xiuzhi (China) 1:27:10; 7. Elisa Rigaudo

(Italien) 1:27:36; 8. Beatriz Pascual

(Spanien) 1:27:56; 19. Melanie Seeger

(Potsdam) 1:30:44; Sabine Krantz

(Wattenscheid) ausgeschieden.

Leichtathletik, Fr.Hochsprung

Gold: Anna Tschitscherowa

(Russland) 2,05 mWJB

Silber: Brigetta Barrett (USA) 2,03

Bronze: Swetlana Schkolina

(Russland) 2,03

4. Ruth Beitia (Spanien) 2,00; 5. Tia

Hellebaut (Belgien) 1,97; 6. Chaunte

Lowe (USA) 1,97; 7. Svetlana Radzivil

(Usbekistan) 1,97; 8. Emma Green Tregaro

(Schweden) 1,93; 14. Ariane

Friedrich (Frankfurt) 1,93 (Quali).

Leichtathletik, Männer Speer

Gold: Keshorn Walcott (Trinidad

und Tobago) 84,58

Silber: Alexander Pjatnyzja

(Ukraine) 84,51

Bronze: Antti Ruuskanen

(Finnland) 84,12

4. Vitezslav Vesely (Tschechien) 83,34;

5. Tero Pitkamäki (Finnland) 82,80; 6.

Andreas Thorkildsen (Norwegen)

82,63; 7. Spiridon Lebesis (Griechenland)

81,91; 8. Tino Häber (Leipzig)

81,21. –Matthias de Zordo (Saarbrücken)

ohne gültigen Versuch (Quali).

Leichtathletik, Männer 5000 m

Gold: Mo Farah (Großbrit.) 13:41,66

Silber: Dejen Gebremeskel (Äthiopien)

13:41,98

Bronze: Thomas Pkemei Longosiwa

(Kenia) 13:42,36

4. Bernard Lagat (USA) 13:42,99; 5.

Isiah Kiplangat Koech (Kenia)

13:43,83; 6. Abdalaati Iguider (Marokko)

13:44,19; 7. Galen Rupp (USA)

13:45,04; 8. Juan Luis Barrios (Mexiko)

13:45,30; 20. Arne Gabius (Tübingen)

13:28,01 (Vorlauf).

Leichtathletik, Frauen 800 m

Gold: Marija Sawinowa (Russland)

1:56,19 Min. WJB

Silber: Caster Semenya (Südafrika)

1:57,23

Bronze: Jekaterina Pojstogowa (Russland)

1:57,53

4. Pamela Jelimo (Kenia) 1:57,59; 5.

Alysia Johnson Montano (USA)

1:57,93; 6. Jelena Arschakowa (Russland)

1:59,21; 7. Francine Niyonsaba

(Burundi) 1:59,63; 8. Janeth Jepkosgei

Busienei (Kenia) 2:00,19.

Leichtathletik, Frauen 4x400 m

Gold: USA 3:16,87 Min. WJB

(DeeDee Trotter,Allyson Felix,

Francena McCorory, Sanya,

Richards-Ross)

Silber: Russland 3:20,23

Bronze: Jamaika 3:20,95

4. Ukraine 3:23,57; 5. Großbritannien

3:24,76; 6. Frankreich 3:25,92; 7. Tschechien

3:27,77; Nigeria im Finale disqualifiziert;

14. Deutschland (Esther

Cremer/Wattenscheid, Janin Lindenberg/Magdeburg,

Seyede Maral Feizbakhsh

Bazargani/Wattenscheid, Fabienne

Kohlmann/Karlstadt) 3:31,06

(Vorlauf).

Leichtathletik, Mä. 4x100 m

Gold: Jamaika 36,84 Sek. WR

(Carter,Frater,Blake, Bolt)

Silber: USA 37,04

(Kimmons, Gatlin, Gay, Bailey)

Bronze: Trinidad und Tobago 38,12

(Bledman, Burns, Callender,

Thompson)

4. Frankreich 38,16; 5. Japan 38,35; 6.

Niederlande 38,39; 7. Australien 38,43;

–Kanada im Finale disqualifiziert; 11.

Deutschland (Julian Reus/Wattenscheid,

Tobias Unger/Stuttgart, Alexander

Kosenkow/Wattenscheid, Lucas

Jakubczyk/Berlin) 38,37 (Vorlauf).

Moderner Fünfkampf Männer

Gold: David Svoboda

(Tschechien) 5928

Silber: Cao Zhongrong (China) 5904

Bronze: Adam Marosi (Ungarn) 5836

4. Alexander Lessun (Russland) 5764;

5. Steffen Gebhardt (Bensheim) 5756;

6. Thomas Daniel (Österreich) 5744; 7.

Andrej Moisejew (Russland) 5736; 8.

Justinas Kinderis (Litauen) 5732; 26.

Stefan Köllner (Potsdam) 5488.

Rad, Mountainbike Frauen

Gold: Julie Bresset

(Frankreich) 1:30:52

Silber: Sabine Spitz

(Murg-Niederhof) +1:02

Bronze: Georgia Gould (USA) +1:08

4. Irina Kalentjewa (Russland) +1:41;

5. Esther Süss (Schweiz) +1:54; 6. Alexandra

Engen (Schweden) + 2:16; 7.

Aleksandra Dawidowicz (Polen) +2:28;

8. Annie Last (Großbritannien) +2:55;

6. Adelheid Morath (Freiburg) +6:25.

Rhyth. Sportgymnastik, Einzel

Gold: Jewgenia Kanajewa

(Russland) 116,900

Silber: Daria Dmitrijewa (Russland)

114,500

Bronze: LjubowTscharkaschina

(Weißrussland) 111,700

4. Aliya Garayeva (Aserbaidschan)

111,575; 5. Son Yeon-Jae (Südkorea)

111,475; 6. Alina Maxymenko (Ukraine)

109,625; 7. Neta Rivkin (Israel)

109,000; 8. Silwija Mitewa (Bulgarien)

108,950; 17. Jana Berezko-Marggrander

(Schmiden) 105,100 (Quali).

Ringen, Mä. Freistil bis 60 kg

Gold: Toghrul Asgarov

(Aserbaidschan)

Silber: Bessik Kuduchow (Russland)

Bronze: Coleman Scott (USA) und

Yogeshwar Dutt (Indien)

5. Kenichi Yumoto (Japan) und Ri

Jong-Myong (Nordkorea); 7. Masoud

Esmaeilpoorjouybari (Iran); 8. Hassan

Ibrahim (Ägypten); 10. Tim Schleicher

(Nürnberg).

Ringen, Mä. Freistil bis 84 kg

Gold: Sharif Sharifov

(Aserbaidschan)

Silber: Jaime Espinal (Puerto Rico)

Bronze: Dato Marsagischwili (Georgien)

und Ehsan Naser

Lashgari (Iran)

5. Soslan Gatzjew (Weißrussl.), Ibrahim

Bolukbasi (Türkei); 7. Jake Herbert

(USA); 8. Ansor Urischew (Russland).

Ringen, Mä. Freistil bis 120 kg

Gold: Artur Taymazov (Usbekistan)

Silber: Dawit Modsmanaschwili

(Georgien)

Bronze: Komeil Ghasemi (Iran) und

Biljal Machow (Russland)

5. Tervel Dlagnev (USA) und Dawlet

Schabanbaj (Kasachstan); 7. Jargalsaikhan

Chuluunbat (Mongolei); 8.

Alexej Schemarow (Weißrussland); 17.

Nick Matuhin (Luckenwalde).

Segeln, Frauen Elliott 6m

Gold:

Silber:

Támara Echegoyen/Sofia Toro/Ángela

Pumariega (Spanien)

Olivia Price/Nina Curtis/Lucinda

Whitty (Australien)

Bronze: Silja Lehtinen/Silja Kanerva/

Mikaela Wulff (Finnland)

NACH EINEM HARTEN KAMPF gewinnt Kroatien Gold im Wasserball. Mit 8:6 setzt sich das Team im Finale

gegen die Italiener durch,deren Amaurys Perez (blaue Badekappe) hier ordentlich gegen den Kroaten Niksa

Dobud zupackt.

(Foto: dpa)

4. Skudina/Sjusewa/Oblowa (Russland);

5. Tunnicliffe/Capozzi/O’Bryan

Vandemoer (USA); 6. Riou (Frankreich);

7. Lucy MacGregor/Lush/Kate

MacGregor (Großbritannien); 8. Groeneveld/Bes/Bos-de

Koning (Niederl.).

Taekwondo, Mä. über 80 kg

Gold: Carlo Molfetta (Italien)

Silber: Anthony Obame (Gabun)

Bronze: Liu Xiaobo (China) und Robelis

Despaigne (Kuba

5. Bahri Tanrikulu (Türkei) und Daba

Modibo Keita (Mali); 7. Alischer Gulow

(Tadschikistan) und Kaino Thomsen-Fuataga

(Samoa).

Taekwondo, Frauen über 67 kg

Gold:

Silber:

Milica Mandic (Serbien)

Anne-Caroline Graffe

(Frankreich)

Bronze: Anastasia Baryschnikowa

(Russland) und María Espinoza

(Mexiko).

5. Glenhis Hernández (Kuba) und Lee

In-Jong (Südkorea); 7. Talitiga Crawley

(Samoa) und Natalya Mamatova (Usbekistan).

Volleyball, Frauen

Gold: Brasilien

Silber: USA

Bronze: Japan

4. Südkorea; 5. China, Dominikanische

Republik, Italien und Russland. –Finale:

Brasilien –USA 3:1. –UmPlatz 3:

Japan –Südkorea 3:0.

Wasserspringen, Männer Turm

Gold: David Boudia (USA) 568,65

Silber: Qiu Bo (China) 566,85

Bronze: Thomas Daley (Großbritannien)

556,95

4. Victor Minibajew (Russland) 527,80;

5. José Guerra (Kuba) 527,70; 6. Lin

Yue (China) 527,30; 7. Iván García

(Mexiko) 521,65; 8. Martin Wolfram

(Dresden) 506,65; 10. Sascha Klein

(Riesa) 496,30.

Basketball, Männer

Gold: USA

Silber: Spanien

Bronze: Russland

4. Argentinien; 5. Brasilien; 6. Frankreich;

7. Australien; 8. Litauen. –Finale:

USA –Spanien 107:100. –UmPlatz

3: Russland –Argentinien 81:77.

Boxen, Männer Fliegengewicht

Gold:

Silber:

Robeisy Ramírez (Kuba)

Nyambayar Tugstsogt (Mongolei)

Bronze: Michael Conlan (Irland) und

Mischa Alojan (Russland)

5. Nordine Oubaali (Frankreich), Andrew

Selby (Großbritannien), Jeyvier

Cintrón (Puerto Rico) und Jasurbek

Latipov (Usbekistan).

Boxen, Männer Leichtgewicht

Gold: Wassyl Lomatschenko

(Ukraine)

Silber: Han Soonchul (Südkorea)

Bronze: Evaldas Petrauskas (Litauen)

undYasniel Toledo (Kuba)

5. Domenico Valentino (Italien), Gani

Schajlawow (Kasachstan), Félix Verdejo

(Puerto Rico) und Fazliddin Gaibnazarov

(Usbekistan).

Boxen, Männer Weltergewicht

Gold:

Silber:

Serik Sapijew (Kasachstan)

Freddie Evans

(Großbritannien)

Bronze: Andrej Samkowoi (Russland),

Taras Schelestjuk (Ukraine)

5. Custio Clayton (Kanada), Alexis Vastine

(Frankreich), Errol Spence (USA)

und Gabriel Maestre (Venezuela); 17.

PatrickWojcicki (Wolfsburg/1. Runde).

Boxen, Mä. Halbschwergewicht

Gold: Igor Mechontschew (Russland)

Silber: Adilbek Nijasimbetow (Kasachstan)

Bronze: Yamaguchi Falcao (Brasilien)

und Alexander Gwosik

(Ukraine)

5. Alexis Vastine (Frankreich), Custio

Clayton (Kanada), Errol Spence (USA),

Gabriel Maestre Perez (Venezuela). –In

der ersten Runde ausgeschieden: PatrickWojcicki

(Wolfsburg).

Boxen, Mä. Superschwergew.

Gold: Anthony Joshua (Großbrit.)

Silber: Roberto Cammarelle (Italien)

Bronze: Magomedrasul Medzhidov

(Aserbaidschan) und Iwan

Dytschko (Kasachstan)

5. Simon Kean (Kanada), Zhang Zhilei

(China), Mohammed Arjaoui (Marokko)

und Magomed Omarow (Russland);

9. Erik Pfeifer (Lohne/Achtelfinale).

Handball, Männer

Gold: Frankreich

Silber: Schweden

Bronze: Kroatien

4. Ungarn; 5. Island; 6. Dänemark; 7.

Spanien; 8. Tunesien. –Finale: Frankreich

– Schweden 22:21 (10:8). – Um

Platz 3: Kroatien –Ungarn 33:26.

Leichtathletik, Mä. Marathon

Gold: Stephen Kiprotich (Uganda)

2:08:01

Silber: Abel Kirui (Kenia) 2:08:27

Bronze: Wilson Kiprotich (Kenia)

2:09:37

4. Mebrahtom Keflezighi (USA)

2:11:06, 5. Marilson Santos (Brasilien)

2:11:10, 6. Kentaro Nakamoto (Japan)

2:11:16, 7. Cuthbert Nyasango (Simbabwe)

2:12:08, 8. Paulo Roberto Paula

(Brasilien) 2:12:17.

Moderner Fünfkampf Frauen

Gold: Laura Asadauskaite

(Litauen) 5408

Silber: Samantha Murray

(Großbritannien) 5356

Bronze: Yane Marques (Brasilien)

5340

4. Margaux Isaksen (USA) 5332, 5.

Chen Qian (China) 5324, 6. Anastasia

Prokopenko (Weißrussland) 5256, 7.

Chloe Esposito (Australien) 5248, 8.

Elena Rublevska (Lettland) 5228, .15.

Lena Schöneborn (Bonn) 5160, 26. Annika

Schleu (Berlin) 4884.

Rad, Mountainbike Männer

Gold: Jaroslav Kulhavy

(Tschechien) 1:29:07 Std.

Silber: Nino Schurter

(Schweiz) +0:01

Bronze: Marco Fontana

(Italien) +0:25

4. José Hermida (Spanien) + 0:29; 5.

Burry Stander (Südafrika) + 0:30; 6.

Carlos Coloma (Spanien) +1:00; 7. Manuel

Fumic (Kirchheim/Teck) +1:24; 8.

Geoff Kabush (Kanada) +1:36; 34. Moritz

Milatz (Freiburg) +9:52.

Rhyth. Sportgymnastik, Team

Gold: Russland 57,000

Silber: Weißrussland 55,500

Bronze: Italien 55,450

4. Spanien 54,950, 5. Ukraine 54,375, 6.

Bulgarien 54,375, 7. Japan 54,100, 8.

Israel 53,400. – In der Qualifikation

gescheitert: 10. Deutschland (Mira

Bimperling, Cathrin Puhl/Rehlingen,

Nicole Müller, Camilla Pfeffer, Sara

Radman, Nicole Hauser/Schmiden).

Ringen, Mä. Freistil bis 66 kg

Gold: TatsuhiroYonemitsu (Japan)

Silber: Sushil Kumar (Indien)

Bronze: Livan Lopez (Kuba), AkschurekTanatarow

(Kasachstan)

5. Ramazan Sahin (Türkei) und Jabrajil

Hassanow (Aserbaidschan), 7. Haislan

Veranes Garcia (Kanada), 8. David

Safarjan (Armenien).

Ringen, Mä. Freistil bis 96 kg

Gold: Jacob Varner (USA)

Silber: Waleri Andrijzew (Ukraine)

Bronze: George Gogschelidse

(Georgien) und Khetag Gazyumov

(Aserbaidschan)

5. Kurban Kurbanov (Usbek.), Reza

Yazdani (Iran); 7. Magomed Musajew

(Kirgistan); 8. Takao Isokawa (Japan).

Volleyball Männer

Gold: Russland

Silber: Brasilien

Bronze: Italien

4. Bulgarien; 5. Argentinien, Deutschland

(Aus im Viertelfinale), Polen und

USA. –Finale: Russland –Brasilien 3:2

(19:25,20:25,29:27,25:22,15:9). – Um

Platz 3: Italien –Bulgarien 3:1.

Wasserball Männer

Gold: Kroatien

Silber: Italien

Bronze: Serbien

4. Montenegro; 5. Ungarn; 6. Spanien;

7. Australien; 8. USA. –Finale: Kroatien

–Italien 8:6. –UmPlatz 3: Serbien

–Montenegro 12:11.


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 29

Deutsche Bilanz

»Abstraktes Potenzial identifizieren«

Bach verteidigt Zielvereinbarungen, räumt allerdings Kommunikationsdefizite ein –44Medaillen

(dpa) Richtige Feierlaune kam bei der DOSB-Spitze in

der Abschlussbilanz der London-Spiele nicht auf. Das

verheerende Echo auf die unrealistischen Zielvereinbarungen

drängte sogar den gestoppten Negativtrend bei

der Zahl der gewonnenen Olympia-Medaillen fast in den

Hintergrund. DOSB-Präsident Thomas Bach und -Generaldirektor

Michael Vesper wirkten am Abschlusswochenende

in London sichtlich angespannt und sahen sich

nach der erstmaligen Veröffentlichung der internen Zielvereinbarung

zwischen dem Deutschen Olympischen

Sportbund (DOSB) und seinen Fachverbänden in Erklärungsnot.

Immerhin räumte Bach Kommunikationsdefizite

ein. Man müsse eingestehen,

»dass wir uns mit dem Namen

Zielvereinbarung vergriffen haben«,

sagte der deutsche Ober-

Olympier. »Das sollten in Zukunft

besser Fördervereinbarungen

sein, um deutlich zu

machen, um was eshier geht –

nämlich um vier Jahre vor

Olympischen Spielen ein abstraktes

Potenzial zu identifizieren.«

Das Bundesinnenministerium

(BMI) hatte am Freitag die internen

Zielvereinbarungen erstmals veröffentlicht.

Demnach hätten die deutschen

Athleten in London 86 Medaillen

gewinnen sollen, davon 28 aus

Gold.

Tatsächlich blieb das deutsche

Team deutlich unter diesen Zahlen.

Nach 302 Entscheidungen hatte die

391-köpfige Mannschaft 44-mal Medaillen

gewonnen. Immerhin stieg

damit erstmals seit den Spielen

1992 in Barcelona die Zahl der Medaillen

wieder –vor 20 Jahren hatte

die erste deutsche Mannschaft nach

der Wiedervereinigung 82 Medaillen

gesammelt. In Peking 2008 waren es

nur 41 Medaillen. »Dass sie im härtesten

Wettbewerb aller Zeiten mehr

Medaillen als in Peking hat,

hätte ich nicht erwartet«, sagte

Bach. »Das ist großartig. Wir

sind stolz auf diese Olympia-

Mannschaft.«

Chef de Mission Vesper bemühte

sich noch einmal klarzustellen:

»Die Zielvereinbarungen

waren nie als Prognose zu verstehen

oder gar als Medaillen-Planwirtschaft«,

sagte er. Esseien keine

einseitigen Vorgaben des DOSB gewesen,

sondern mit jedem einzelnen

Sportverband gemeinsam entwickelte

Einschätzungen über die Potenziale.

Dieses System der Leistungssteuerung

»erfreue sich weiter großer

Zustimmung in den Fachverbänden«.

Eberhard Gienger, als damaliger

DOSB-Vize Leistungssport maßgeblich

an den vor vier Jahren vereinbarten

Ziele beteiligt, verteidigte die

unrealistischen Ziele. »Die internen

Vorgaben waren keine Luftschlösser,

sie beruhten auf konkreten Ergebnissen

der einzelnen Verbände bei

vergangenen Höhepunkten«, sagte

der CDU-Bundestagsabgeordnete.

»Sicher waren die Ansätze sehr hoch.

Doch esist nötig, sich immer höhere

Ziele zu setzen, als sie dann am Ende

erreicht werden können.« Laut der

Zielvereinbarungen haben von den

23 in London vertretenen Sportarten

Leichtathletik, Tischtennis und Kanuslalom

das angepeilte Ziel erreicht.

Als große Verlierer kehren vor

allem Schwimmer, Fechter und

Schützen nach Hause zurück.

Mit Konsequenzen wie Mittelkürzungen

haben die Verbände vorerst

nicht zu rechnen. »Wer keine Medaille

vorweisen kann, wird dafür nicht

bestraft. Es wird gerade geschaut,

woran hat es gelegen, was sind die

Gründe dafür,was muss man tun, um

das zu verbessern auf Sicht«, betonte

Vesper. Derzeit gibt das Ministerium

jährlich rund 132 Millionen in den

Spitzensport. Insgesamt bezahlen alle

Ministerien rund 240 Millionen für

die Sport-Elite.

DOSB-BOSS THOMAS BACH verteidigt die Zielvereinbarungen mit

den einzelnen Verbänden, von denen die Leichtathletik (hier Hammerwerferin

Betty Heidler) das angepeilte Ziel erreicht hat. (dpa)

Boxen

Joshuas Lebenserfahrung

OLYMPIA IN KÜRZE

Sieg im Superschwergewicht nach Hilfspunkten gegen Peking-Sieger Cammarelle

(dpa) Briten und Ukrainer

sind die Chefs im Ring, der

einstige Platzhirsch USA

hockt endgültig im Keller,

und die deutsche Neuausrichtung

zeigt zarte Erfolge.

Beim olympischen Boxturnier

in London hat sich

Gastgeber Großbritannien

als führende Staffel in der

Welt präsentiert. Die Briten

brachten drei Olympiasieger

hervor und kassierten zudem

eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Das ist das beste

Ergebnis für die Faustkämpfer

von der Insel seit 1908.

Für die Ukraine, die Heimat

der Klitschko-Brüder, gab es

fünf Medaillen (2/1/2). Auch

die Kubaner kamen auf zwei

Siege (2/-/2).

Luke Campbell im Bantamgewicht

und Anthony

Joshua im Superschwergewicht

sowie Nicola Adams

im ersten olympischen Frauenturnier

waren als Goldmedaillengewinner

die Helden.

Joshua entthronte in der Königsklasse

des Boxens am

Anthony Joshua hoch konzentriert.

(Foto: dpa)

Sonntag den zehn Jahre älteren

Peking-Olympiasieger

Roberto Cammarelle aus Italien.

»Sonntag ist ein heiliger

Tag, und ich wurde gesegnet.

Das ist viel mehr als eine

Goldmedaille, es ist eine Lebenserfahrung«,

sagte Joshua

pathetisch, nachdem ihn

10000 Fans in der ExCeL-

Arena zum hauchdünnen Erfolg

nach Hilfspunkten getrieben

hatten.

Ganz andere Erfahrungen

mussten die Amerikaner machen.

Ihr Niedergang im

Ring hat sich inLondon fortgesetzt.

Nicht einen Finalisten

und nicht einmal eine

Medaille gab es für die in der

olympischen Historie mit

48 Gold- und insgesamt

109 Medaillen führende Nation

bei den Männern. Lediglich

der Sieg von Claressa

Shields im Frauenturnier

konnte das Fiasko ein wenig

überdecken.

Auch die deutschen Faustkämpfer

gingen leer aus.

Hier aber lichtet sich das

Dunkel. Nach der Pleite von

Peking, als die vier gestarteten

Boxer sang- und klanglos

in der ersten Runde rausgeflogen

waren, sind Fortschritte

zu sehen. Der Berliner

Stefan Härtel (Mittelgewicht)

war erst im Viertelfinale

ausgeschieden. Enrico

Kölling aus Berlin (Halbschwergewicht)

kam bis ins

Achtelfinale. Weltergewichtler

Patrick Wojcicki (Wolfsburg)

und Superschwergewichtler

Erik Pfeifer (Lohne)

schieden in der ersten Runde

aus.

Taekwondo

Mini-Team mit Bronze

Fromm schreibt Kampfsport-Geschichte –»Ich bin 2016 auch in Rio dabei«

Helena Fromm und ihre

Bronzemedaille. (dpa)

(dpa) Nur eine Viertelstunde

nach dem Gewinn der

Bronzemedaille blickte Helena

Fromm schon vier Jahre

voraus und gab ein Versprechen

ab. »Ich bin 2016 auch

in Rio dabei. Ich bin ja noch

jung«, sagte die 25 Jahre alte

Taekwondoka in London und

strahlte. Eine Frau, ein Wort.

Als ihr Trainer Carlos Esteves

später davon erfuhr, war

er bass erstaunt. »Das hat sie

wirklich gesagt? Ich habe

mich bisher nicht getraut, sie

das zu fragen«, meinte der

Bundestrainer und Heimcoach

der Athletin aus Arnsberg

im Sauerland. »Dann

hat sie Olympia genossen.

Bei den Entbehrungen zuvor

war es nicht sicher, ob sie

sich noch einmal quälen

will.«

Fromm hatte in der 67-Kilo-Klasse

über den Umweg

Hoffnungsrunde das kleine

Finale erreicht und dort die

Australierin Carmen Marton

mit 8:2 deklassiert. Eigentlich

wäre sogar noch mehr

möglich gewesen, doch vor

der späteren Olympiasiegerin

Hwang Kyung Seon aus Südkorea

hatte sie im Viertelfinale

zu viel Respekt. Die

Bronzemedaille ist eine respektable

Ausbeute bei einem

deutschen Mini-Team, das

lediglich aus zwei Athletinnen

bestand. Für die Nürnbergerin

Sümeyye Manz war

in der Klasse bis 49 Kilogramm

schon nach dem ersten

Kampf Endstation. »Ich

habe vier Jahre lang hart gearbeitet,

und in sechs Minuten

ist der Traum beendet.

Das ist bitter«, schluchzte

Manz, im vergangenen Jahr

WM-Dritte. In Peking

2008 waren zwei deutsche

Männer und zwei deutsche

Frauen am Start. Damals gab

es nur einen fünften Platz.

Bundestrainer Esteves

strich das Außergewöhnliche

heraus: »Wir haben Geschichte

geschrieben. Noch

nie hat eine deutsche Dame

in unserem Sport eine olympische

Medaille gewonnen.«

Fromm berichtete über die

Entbehrungen in der vergangenen

Zeit. »Ich habe in den

letzten Monaten auf wirklich

alles verzichtet. Da habe ich

mich in der Trainingshalle

verkrochen«, seufzte die studierende

Sportsoldatin.

Selbst ihren 25. Geburtstag

in London ignorierten sie

und ihr Trainer.»Ich habe ihr

gesagt: Jetzt ist nicht Geburtstag,

jetzt ist Olympia«,

meinte Esteves. Das Duo war

zuvor um die Welt gehastet,

um in China und Südkorea,

Kuba, Venezuela und Frankreich

mit den Besten zu trainieren.

Esteves: »Seit Januar waren

wir jeder nur eine Woche

pro Monat zu Hause. Das

war auch für unsere Familien

eine verdammt harte Zeit.«

Ein Missbrauchsprozess

gegen einen seiner Olympiatrainer

sorgt nach den sportlichen

Enttäuschungen von

London für neuen Ärger

beim Deutschen Schwimm-

Verband (DSV). Der Trainer

der Beckenschwimmer muss

sich amDienstag wegen sexuellen

Missbrauchs von

Schutzbefohlenen vor dem

Kieler Amtsgericht verantworten.

Die Anklage wirft

dem Mann vor, sich von August

2004 bis März 2006 in

18 Fällen an einer damals

minderjährigen Schwimmerin

vergangen zu haben. Der

Verteidiger des Trainers, Kai

Dupre, wies die Vorwürfe zurück.

***

Trotz der durchwachsenen

Medaillen-Ausbeute der

deutschen Athleten haben

die Olympischen Spiele ein

noch größeres Publikum als

vor vier Jahren vor die Bildschirme

gelockt. Demnach

verfolgten im Schnitt bis einschließlich

9., August täglich

3,59 Millionen Zuschauer die

ZDF-Übertragungen aus

London. Mit 24,9 Prozent

steigerte sich der Marktanteil

im Vergleich zuden Spielen

in Peking um 2,4 Prozent.

Zu den Höhepunkten der

ZDF-Übertragungen zählten

das Diskusfinale der Männer

mit bis zu 10,30 Millionen

und das Finale der Beachvolleyballer

mit 9,20 Millionen

Zuschauern in der Spitze.

***

Das Drama um die deutsche

Bronze-Hammerwerferin

Betty Heidler ist laut

Olympia-Organisatoren einem

bislang wohl noch nie

dagewesenen Zufall und einem

Software-Fehler geschuldet.

»Es ist passiert, was

bisher vermutlich noch nie

passiert ist«, sagte ein Sprecher

des IOC. Der fünfte Versuch

der Frankfurterin war

mit 77,13 Metern auf den

Zentimeter exakt so weit,

wie der vierte Versuch der direkt

vor ihr werfenden

Olympiasiegerin Tatjana Lysenko

aus Russland. Das

elektronische Computer-

Messsystem habe die Annahme

von Heidlers Weite daher

verweigert. Die Anlage ist so

programmiert, dass sie bei

zwei exakt gleichen Messergebnissen

hintereinander automatisch

einen Fehler der

Kampfrichter zugrunde legt.

***

Der Deutsche Olympische

Sportbund (DOSB) hat seine

Partnerschaft mit dem

Sportartikelhersteller adidas

bis zu den Olympischen

Spielen 2016 verlängert.

***

Der Schwedin Lisa Norden

bleibt nach einem Urteil des

Schnellgerichts bei Olympia

Triathlon-Gold verwehrt. Die

Adhoc-Kammer des Internationalen

Sportgerichtshofs

CAS wies am Samstag den

Protest des schwedischen

NOK und des nationalen Triathlonverbands

gegen die

Medaillenvergabe ab. Die

Schweden wollten nach der

Wimpernschlagentscheidung,

dass die zweitplatzierte Norden

genauso wie die Schweizerin

Nicola Spirig Gold erhält.

***

Lord Sebastian Coe hat

800-m-Olympiasieger und

Weltrekordler David Rudisha

geadelt. »Das war der wohl

beste 800-m-Lauf der Geschichte.

Es war die beste

Leistung hier, nicht nur für

die Leichtathletik, sondern

für die gesamten Spiele«,

sagte der frühere Weltrekordhalter

auf der doppelten

Stadionrunde und Chef des

Olympia-Organisationskomitees.

***

Die britische Sportförderung,

zu einem guten Teil

Grund für die Medaillenflut

der Olympia-Gastgeber in

London, wird bis zu den

Spielen 2016 in Rio auf dem

hohen Niveau von 125 Millionen

Pfund pro Jahr gehalten.

Das gab der britische

Premierminister David Cameron

in London bekannt.

Demnach bekommt der

Dachverband UK Sport aus

Lotto-Geldern und vom

Staat jedes Jahr umgerechnet

195 Millionen Euro, von

denen der Großteil direkt in

die Olympia-Vorbereitung

fließt. Bisher war das hohe

Niveau nur bis zum Jahr

2014 garantiert.

***

Mit über 1,5 Millionen Fans

hat das Fußball-Turnier

2012 einen olympischen Zuschauer-Rekord

gebracht.

Die alte Bestmarke der Spiele

1984 in Los Angeles von

1423613 Zuschauern wurde

um exakt 101521 Fans übertroffen.

Einschließlich des

Endspiels zwischen Brasilien

und Mexiko (1:2), das am

Samstag im Wembley-Stadion

86162 Fans verfolgten, sahen

1525134 Zuschauer die

32 Spiele an sechs Veranstaltungsorten.

Das entspricht

einem Zuschauerschnitt von

47660 (1984: 44488).

***

Der Streit zwischen Japan

und Südkorea um eine abgelegene

Inselgruppe hat nun

auch die Olympischen Spiele

in London erreicht. Das Internationale

Olympische Komitee

(IOC) forderte Südkoreas

Mannschaft auf, einen

Fußballer nach dem Gewinn

der Bronzemedaille wegen

des Zeigens einer politischen

Botschaft nicht zur Siegerehrung

zu schicken. Die Auswahl

des Landes stand am

Samstag in London nach

dem 2:1-Sieg Mexikos im Finale

über Brasilien tatsächlich

mit einem Spieler weniger

auf dem Podest im Wembleystadion.

***

Die zuletzt aus NBA-Kreisen

angeregte Altersbegrenzung

beim olympischen Basketballturnier

wird vorerst

nicht umgesetzt. »Es wäre

vorschnell, irgendwelche Veränderungen

vorzunehmen,

zum Beispiel beim Alter«,

sagte Patrick Baumann, Generalsekretär

des Weltverbandes

FIBA, am Rande der

Sommerspiele in London.

Zuletzt waren aus der nordamerikanischen

Profiliga

NBA immer wieder Stimmen

nach einem Limit laut geworden.

Auch NBA-Boss David

Stern hatte gefordert,

dass die älteren Stars Olympia

fernbleiben und ähnlich

wie beim Fußball eine

U23-Regel eingeführt wird.

***

Olympia-Cheforganisator

Sebastian Coe wird nach den

erfolgreichen Spielen von

London zum Sportbeauftragten

der britischen Regierung

ernannt.

***

Gewichtheber Matthias

Steiner leidet noch immer

unter den Nachwehen seines

Unfalls bei den Olympischen

Spielen in London. »Die

Schmerzen sind mächtig. Ich

stehe immer noch unter

Schmerztabletten, unter

Drogen sozusagen, aber das

ist alles nur temporär und

nichts Bleibendes«, sagte der

29 Jahre alte Heidelberger

der »Frankfurter Allgemeinen

Sonntagszeitung«. Er

habe jetzt noch imBrustbereich

die meisten Schmerzen.

***

Handball-Torhüter Thierry

Omeyer vom THW Kiel ist

wie vor vier Jahren in Peking

erneut ins olympische All-

Star-Team berufen worden.

Sein isländischer Vereinskollege

Aron Palmarsson wurde

überraschend als bester

Rückraumschütze auf der

linken Position nominiert.

Auf der rechten Seite wurde

der Ex-Kieler Kim Andersson

gewählt. Auch Ex-Zebra

Nikola Karabatic steht als

französischer Spielmacher in

dem erlesenen Aufgebot.

Bester Linksaußen ist der

Schwede Jonas Kallmann,

auf der anderen Seite wurde

der Kroate Ivan Cupic gewählt.

Der Spanier Julen

Aguinagalde erhielt die Auszeichnung

als bester Kreisspieler.

(dpa/sid)


Montag, 13. August 2012 Olympia 2012

Nummer 187 -Seite 30

Olympia-Boulevard

Aufräumarbeiten beginnen

Rückbau, Abriss, Verkauf

Nach den Spielen wird sich vor allen Dingen der Olympic Park stark verändern

SPORTWOCHE

Montag: Fußball: 2. Bundesliga, Dresden –

1860 München (20.15) / Basketball: Länderspiel,

Deutschland –Georgien in Leipzig (19.00) /Tennis:

ATP-Turnier in Cincinnati; WTA-Turniere in

Montreal und Cincinnati.

Dienstag: Fußball: Länderspiel U19, Schottland

– Deutschland in Falkirk (15.00); Länderspiel

U 21, Deutschland – Argentinien in Offenbach

(20.30) /Rad: Klassiker San Sebastian in Spanien.

Mittwoch: Fußball: Länderspiele, u.a. Deutschland

–Argentinien in Frankfurt (20.45), Schweden

– Brasilien (18.00), Österreich – Türkei (20.00),

England – Italien (20.30), Belgien – Niederlande

(20.45), Frankreich –Uruguay (21.00) /Leichtathletik:

DecaNation, Länderkampf in Frankreich.

Donnerstag: Kanu: Rennsport-DM in Brandenburg

(bis 19.) /Rudern: WM in den nicht olympischen

Bootsklassen in Bulgarien (bis 19.).

Freitag: Fußball: DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, u.a.

SG Großaspach –FSV Frankfurt (19.00) /Beachvolleyball:

World Tour in Stare Jablonki (bis 19.)

/ Leichtathletik: Diamond League in Stockholm

/Reiten: Global Champions Tour in Valkenswaard

(bis 19.).

Samstag: Fußball: DFB-Pokal, 1. Hauptrunde,

u.a. Oberneuland –Dortmund, Aachen –Mönchengladbach

(beide 15.30), Offenbach – Greuther

Fürth (20.30): Premier League in England, 1.

Spieltag; Primera Division in Spanien, 1. Spieltag

/Auto: DTM am Nürburgring, Qualifying (13.40)

/Basketball: EM-Qualifikation Männer, Gruppe B,

1. Spiel, Deutschland – Luxemburg in Hagen

(19.00) /Rad: Vuelta in Spanien (bis 9.9.).

Sonntag: Fußball: DFB-Pokal, 1. Hauptrunde,

u.a. Karlsruhe –Hamburger SV, Havelse –Nürnberg

(beide 14.30), Saarbrücken –Schalke, Aue –

Eintracht Frankfurt (beide 16.00), Roßbach/Verscheid

–Mainz (20.30) /Auto: DTM am Nürburgring

(14.00) /Leichtathletik: Int. Meeting »Berlin

fliegt« in Berlin; Meeting in Neubrandenburg

/Motorrad: Großer Preis von Indianapolis, Moto3

(17.00), Moto2 (18.20), MotoGP (20.00) /Triathlon:

Sprint-DM in Witten.


SPLITTER

(sid/dpa) Die letzten Olympia-Medaillen

waren noch gar

nicht verteilt, da begann in

London schon der Ausverkauf.

»Wenn Sie eine Basketballhalle

kaufen wollen, wir haben eine

im Angebot«, sagte Bürgermeister

Boris Johnson zu seinem

Amtskollegen aus Rio de

Janeiro. Was auf den ersten

Blick wie einer der berüchtigten

Späße des extrovertierten

Johnson klang, war durchaus

ernst gemeint. Mit allen Mitteln

wollen die Organisatoren vermeiden,

dass die teuren Sportstätten

zu nutzlosen Altlasten

werden. Ab Montag soll das

Ziel »nachhaltigste Olympische

Spiele der Neuzeit« mit Rückbau,

Abriss oder eben Verkauf

der einzelnen Anlagen erreicht

werden.

Dabei ist die Basketball-Halle

nur ein Sinnbild für das Konzept

der Organisatoren. Sogenannte

»Weiße Elefanten«, ein

Ausdruck für einen (teuren)

Klotz am Bein, soll es in London

nicht geben. Negative Beispiele

für die Londoner Organisatoren

waren vor allem

die Spiele in

Athen 2004 und Peking

2008. Viele der

mit hohen Unterhaltskosten

belasteten

Sportstätten rotten

vor sich hin. »Es gab

dort keinen Plan«,

sagte David Subbs, beim Organisations-Komitee

LOCOG

verantwortlich für Nachhaltigkeit:

»Wir haben daraus gelernt.«

Dramatisch werden vor allem

die Auswirkungen auf den

Olympic Park im Londoner

East End sein. Fünf der acht

dort errichteten Sportstätten

verschwinden komplett oder

werden massiv zurückgebaut.

Schippe und Besen: Die Olympischen Spiele sind Geschichte,

allerorts wird aufgeräumt.

(Foto: Reuters)

Um das Olympiastadion, das

auf 60000 Zuschauerplätze reduziert

werden soll, liefern sich

mittlerweile mehrere potenzielle

Bieter einen erbitterten

Streit. Korruptionsvorwürfe

stehen im

Raum.

Ungeachtet dessen

soll der eigens für die

Spiele aus dem Boden

gestampfte Olympic

Park zu einem Naherholungsgebiet

und

Wahrzeichen der Stadt werden.

Der Olympia-Park iwird

genau ein Jahr nach Beginn

der Spiele am 27. Juli

2013 wieder für die Öffentlichkeit

geöffnet. Insgesamt sollen

die Umbauarbeiten von Oktober

an 18 Monate dauern.

»Sobald der Queen Elizabeth

Olympiapark vollständig wiedereröffnet

ist, wird er schätzungsweise

neun Millionen Besucher

pro Jahr anlocken. Er

wird eine der zehn meistbesuchten

Sehenswürdigkeiten

in London sein«, glaubt Johnson.

Das Olympische Dorf, wo

während der Spiele Athleten

und Betreuer in 2818 Apartments

wohnten, wird ab Montag

in eine »Mini-Stadt« mit Bildungseinrichtungen,

Geschäften

und öffentlichen Plätzen

umgebaut. Weitere Wohnhäuser

sollen entstehen. »Es werden

rund 11000 Wohnungen

entstehen, sodass dort ungefähr

40000 Menschen leben

können«, sagt Richard Burdett,

Professor für Städtebau

an der Londoner School of

Economics: »Es ist das Ziel

des Projekts, dass es sich wie

ein normales Stück Stadt anfühlt.«

Kritiker fürchten, das Olympische

Dorf könne zu einer Insel

des Wohlstands inmitten eines

der eher heruntergekommenen

Londoner Viertel werden. »Da

wird eine neue, reiche Enklave

gebaut, anstatt den Versuch zu

unternehmen, die Lebensbedingungen

der dort lebenden

Menschen zu verbessern«,

sagt Manuel Appert, Experte

für Stadtentwicklung in London.

Die geplanten 1397 Sozialwohnungen

wirken dem

Wohnungsnotstand in Stratford

längst nicht ausreichend

entgegen.

Für 36 Stunden wird die MS Deutschland

zum Olympia-Dampfer. Wenn das Kreuzfahrtschiff

am Montagabend in London ablegt, sind

auch rund 200 der erfolgreichsten deutschen

Sportler an Bord. Gemeinsam mit Freunden,

Partnern und Betreuern starten die Athleten zur

Rückreise nach Hamburg. Am Mittwoch um

10 Uhr soll die Deutschland am Cruise Center

anlegen. Mit dabei ist auch die Friedberger

Sprinterin Christiane Klopsch.

***

Ein gewissenhafter Volunteer hat Mitgliedern

der spanischen Königsfamilie den Zutritt zum

Athletenbereich verweigert und damit in Spanien

für großes Aufsehen gesorgt. Königin Sophia,

Prinz Felipe und Prinzessin Letizia wollten

ihrem Landsmann Nicolas Garcia Hemme für

den Gewinn der Silbermedaille in der Taekwondo-Klasse

bis 80 kg gratulieren. Der freiwillige

Helfer ließ die drei Royals und ihren Stab, der

inklusive Bodyguards 20 Personen umfasste,

aber nicht durch die Kontrolle.

***

Judo-Schwergewichtler Andreas Tölzer hat

seit Olympia-Bronze in London Ärger mit gefälschten

Facebook-Seiten. »Ich bedauere es

sehr, dass aufgrund meiner Olympia-Teilnahme

2012 mir unbekannte Personen Seiten erstellen,

die den Eindruck erwecken, ich selbst würde

hinter den Beiträgen stehen«, erklärte der Mönchengladbacher

auf seiner Homepage. »Derartige

Seiten sind weder von mir autorisiert noch

mit mir abgestimmt.«

***

Liebesgrüße in London und ein Heiratsantrag

auf der Mall: Nach 20 olympischen Kilometern

konnte sich die australische Geherin Beki Lee

noch gut auf den Beinen halte. Auf die Knie

sank dagegen ihr Freund Dan. Als Beki das

Kästchen mit dem Ring sah, wurde ihr warm

ums Herz. Und dann reichte ein Wort: »Ja.«

***

Die Iranerin Sousan Hajipourgoli bestand im

Taekwondo-Turnier auf ihrem Kopftuch. Nur gesehen

hat man es nicht. Der Schutzhelm verdeckte

alles. »Das Kopftuch hält mich nicht davon

ab, eine Top-Athletin zu sein«, sagt sie. Die

Iraniern ist in der ersten Runde augeschieden.

***

Vor seinem goldträchtigen 200-Meter-Lauf

hat Usain Bolt ein Mädchen im Scherz gefragt,

ob es für ihn laufen wolle. Die freiwillige Helferin

Chantel sagte der »Sun«: »Usain Bolt hat mich

gefragt, wie es mir geht. Ich konnte kaum glauben,

dass er mit mir sprach. Ich sagte ihm, ich

sei nervös wegen seines großen Rennens.«

Dann habe Bolt die 17-Jährige gefragt, ob sie

für ihn laufen wolle. »Ich konnte nicht aufhören

zu lächeln, als der schnellste Mann der Welt mit

mir sprach« .

(dpa/sid)

BLOCKVERSUCH: Tibor Pleiß (hinten) attackiert den Polen Marcin Gortat. Die Deutschen

setzen sich imSupercup-Endspiel mit 78:74 durch.

(Foto: dpa)

Basketball

Deutschland holt Supercup

»Soviel Lust und Energie« –78:74-Finalsieg gegen Polen –Heute gegen Georgien

AKTUELLES IN ZAHLEN

BASKETBALL: Supercup in

Bamberg: Halbfinale: Türkei –

Polen 69:95, Deutschland –Finnland

79:70. -Finale: Deutschland

–Polen 78:74 (45:46). -Platz 3:

Finnland –Türkei 98:82.

FUSSBALL: Testspiele: SV Elversberg

–1899 Hoffenheim 0:3,

Eintracht Frankfurt –FCValencia

4:2, Norwich City – Bor.

Mönchengladbach 0:2, FC Augsburg

–Queens Park Rangers 2:2,

Swansea City – VfB Stuttgart

3:3, FSV Mainz 05 –FCSevilla

3:3, SC Freiburg –Betis Sevilla

1:0, Werder Bremen –Aston Villa

3:3,Villacher SV –VfL Wolfsburg

0:10, Hannover 96–Manchester

United 3:4, RCD Mallorca –

Hamburger SV 0:1, FC Liverpool

– Bayer Leverkusen 3:1, 1. FC

Köln –FCArsenal 0:4.

Belgien: Standard Lüttich –

KVRS Waasland-Beveren 3:1,

KV Mechelen – FC Brügge

3:3, RAEC Mons Bergen –Lierse

SK 1:1, Beerschot AC –SVZulte-Waregem

1:1, KV Kortrijk –

Sporting Charleroi 0:1, KRC

Genk –KSC Lokeren 1:0, KAA

Gent –Leuven 1:1.

Dänemark: Odense BK – FC

Midtjylland 2:1, FC Nordsjaelland

–Silkeborg IF6:1, AC Horsens

–Aalborg BK1:4, Bröndby

IF –SönderjyskE 0:1, FC Kopenhagen

–Aarhus GF 3:0.

Niederlande: 1. Spieltag: Willem

II Tilburg –NAC Breda 1:1,

RKC Waalwijk –PSV Eindhoven

3:2, Roda Kerkrade –PEC Zwolle

1:1, Heracles Almelo –VVV

Venlo 1:1, FC Utrecht – Feyenoord

Rotterdam 0:1, Twente Enschede

– FC Groningen 4:1, Vitesse

Arnheim –ADO Den Haag

2:2, SC Heerenveen – NEC

Nijmegen 0:2, Ajax Amsterdam –

AZ Alkmaar 2:2.

Österreich: Sturm Graz –

Wolfsberger AC 4:1, Wacker

Innsbruck –SVMattersburg 2:1,

SC Wiener Neustadt – SV Ried

2:3, FC Salzburg – Rapid Wien

0:2, Austria Wien –Admira Wacker

Mödling 1:0. -1.RapidWien

4/7:3/9.

Schweiz: FC Luzern – FC St.

Gallen 1:1, FC Lausanne-Sport –

FC Sion 0:2, Young Boys Bern –

FC Zürich 4:1, Grasshoppers Zürich

–Servette Genf 1:0, FC Basel

–FCThun 3:1. -1.FCSion 5/

9:1/13.

RAD: Eneco Tour in den Niederlanden

und Belgien, 7. Etappe

(Abschluss) über 200 km von

Maldegem nach Geraardsbergen:

1. Svein Tuft (Kanada Orica)

20:25 Minuten, 2. Taylor Phinney

(USA/BMC) 0:05 Minuten zurück,

3. Lars Boom (Niederlande/Rabobank)

0:06, ... 12. Christian

Knees (Bonn/Sky) 0:35, 33.

(dpa) Die neu formierte Basketball-Nationalmannschaft

hat gleich bei ihrem ersten

Auftritt in Deutschland den Supercup gewonnen.

Das verjüngte Team von Bundestrainer

Svetislav Pesic besiegte am Sonntag

im spannenden Finale des Vier-Länder-Turniers

in Bamberg die Auswahl Polens mit

78:74 (45:46). »Wir spielen mit so viel Lust

und Energie. Man sieht, dass wir viel Spaß

haben, zusammenzuspielen«, sagte Robin

Benzing von Bayern München nach dem

zweiten deutschen Erfolg bei diesem traditionsreichen

Wettbewerb nach 2004.

Ähnlich wichtig wie der Turniersieg war

das Selbstvertrauen, das die Mannschaft daraus

für die am kommenden Wochenende beginnende

EM-Qualifikation ziehen konnte.

Luxemburg, Bulgarien, Schweden und Aserbaidschan

heißen dann die deutschen Gegner,

die ersten zwei Teams qualifizieren sich

für die Endrunde 2013 in Slowenien. »Alle

denken: Das sind No-Names, aber die spielen

auch einen sehr guten Basketball«, sagte

Benzing. »Dieser Supercup war eine sehr gute

Vorbereitung für uns, weil Finnland und

auch Polen auf dem gleichen Level spielen

wie unsere Gegner in der Qualifikationsgruppe.«

Gegen die Finnen hatte die deutsche

Mannschaft am Samstag ihr Halbfinale

mit 79:70 gewonnen. Die vom ehemaligen

Bundestrainer Henrik Dettmann trainierten

Nordeuropäer siegten einen Tag später im

Spiel um Platz 3mit 98:82 gegen die ersatzgeschwächte

Türkei.

Gegen Polen zeigte die junge deutsche

Mannschaft genau jene Eigenschaften, die

der neue und alte Bundestrainer Pesic von

ihr sehen will. Sie spielte sehr geschlossen

und vor allem sehr engagiert und aus einer

starken Defensive heraus. »Unsere Qualitäten

sind Begeisterung, Defense und Enthusiasmus«,

meinte Pesic. »Wir haben vor diesem

Turnier sehr viel gesprochen und sehr viel

trainiert. Und durch diesen Sieg haben wir

uns noch einmal Selbstvertrauen geholt. Siege

sind immer das beste Rezept.«

Im deutschen Aufgebot für den Supercup

standen lediglich vier Spieler, die älter sind

als 24 Jahre. Dass diese junge Mannschaft

aber ohne Routine nicht auskommt, zeigt allein

ein Blick auf die Scorerwertung: Der

31-jährige Jan-Hendrik Jagla war sowohl gegen

Finnland (20 Punkte) als auch gegen Polen

(16) der erfolgreichste Werfer. Je zwölf

Punkte steuerten im Finale Tibor Pleiß und

Heiko Schaffartzik zum Turniersieg bei.


Linus Gerdemann (Münster/RadioShack)

1:02, 43. Dominik

Nerz (Wangen/Liquigas) 1:12, 46.

Simon Geschke (Berlin/Argos)

1:14, 49. Robert Wagner (Magdeburg/RadioShack)

1:19, 92. Danilo

Hondo (Guben/Lampre)

1:54. - Endstand: 1. Boom

24:51:13 Stunden, 2. Sylvain

Chavanel (Frankreich/Orica)

0:26 Minuten zurück, 3. Niki

Terpstra (Niederlande/Quick-

Step) 0:49, 4. Alberto Contador

Velasco (Spanien/Saxo Bank), ...

20. Knees 1:15, 26. Gerdemann

1:21.

TENNIS: ATP-Turnier in Toronto:

Achtelfinale: Tommy Haas

(Sarasota/USA) –Radek Stepanek

(Tschechien) 2:6, 6:4, 6:1. -

Viertelfinale: Novak Djokovic

(Serbien/Nr. 1) – Haas 6:3, 3:6,

6:3.

WTA-Turnier in Montréal: 2.

Runde: Angelique Kerber (Kiel/

6) –Jekaterina Makarowa (Russland)

6:3, 6:3.

***

TV /9.05-12.00/ARD: Olympia

(Schlussfeier) / 17.00-20.45/Eurosport:

Tennis live (WTA-Turnier

in Cincinnati) /19.45-22.30/

Sport1: Fußball live (2. Bundesliga,

Dresden – 1860 München

/ auch Sky) / 2.00-5.30/Sky:

Wrestling (WWE)


Montag, 13. August 2012 Sport

Nummer 187 -Seite 31

BAYERN-NEUZUGANG MARIO MANDZUKIC erzielt das 1:0, die Dortmunder Mats Hummels (r.) und Marcel Schmelzer sind zu spät dran

bei der 1:2-Niederlage in München.

(Foto: Reuters)

Fußball /Supercup

Bayern besiegt den Dortmund-Fluch

Mandzukic und Müller treffen beim 2:1-Erfolg –Lewandowski verkürzt –Gute Einstimmung auf Pokal-Wochenende

(sid) Den Dortmund-Fluch besiegt, den Supercup gewonnen: Bayern

München hat im brisanten Duell gegen Double-Gewinner Borussia

Dortmund zwei Wochen vor dem Bundesligastart ein erstes Ausrufezeichen

gesetzt und sich den ersten Titel seit genau zwei Jahren

Die Bayern, die zuletzt fünfmal in Folge gegen

Dortmund verloren hatten, gingen vor

69000 Zuschauern in der ausverkauften

Münchner Arena bereits in der sechsten Minute

durch Millionen-Einkauf Mario Mandzukic

in Führung. Nur fünf Minuten später

machte Thomas Müller mit dem Treffer zum

2:0 den vierten Supercup-Sieg der Münchner

perfekt. BVB-Angreifer Robert Lewandowski

gelang in der 75. Minute nur noch der

Anschlusstreffer.

Ob die Bayern, wie von Präsident Uli Hoeneß

gefordert, die nationale Vormachtstellung

der Dortmunder wieder zurückerobern können,

werden aber erst die kommenden Monate

zeigen. Immerhin war esvor dem anstehenden

Pokal-Wochenende beim »Ernstfall«

(Hoeneß) ein erster Schritt.

Auch ohne Bastian Schweinsteiger bestimmten

die wesentlich engagierteren Bayern,

die zuletzt am 13. Februar 2010 gegen

die Borussia gewonnen hatten (3:1), vor der

Pause weitgehend Spiel und Tempo und ließen

Dortmund im Gegensatz zu den Pleiten

zuvor nur selten zur Entfaltung kommen.

Der BVB, bei dem auch der frisch gebackene

Fußballer des Jahres, Marco Reus (23), kaum

Akzente setzen konnte, leistete sich viele

Ballverluste, wirkte lange nicht so souverän

wie gewohnt. Auch defensiv wackelten die

Gäste vor allem zu Beginn einige Male bedenklich.

Beim 1:0 grätschte Mats Hummels nach einem

glänzenden Außenrist-Pass von Franck

Ribéry ins Leere. Mandzukic hatte bei seinem

ersten Pflichtspieltor wenig Mühe. Anschließend

war die gesamte BVB-Abwehr

nicht im Bilde, als der Torschütze den gut

aufgelegten Arjen Robben auf die Reise

schickte. Der Niederländer, der mit viel Beifall

empfangen wurde, traf zwar nach seinem

Alleingang nur den Pfosten, doch Müller

hämmerte den Abpraller aus drei Metern unter

die Latte. Erst nach dem Wechsel agierte

geholt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister triumphierte gegen den

BVB verdient mit 2:1 (2:0) und beendete damit auch seine seit zweieinhalb

Jahren anhaltende Negativserie gegen die Dortmunder Borussia.

Dortmund zielstrebiger. Doch Lewandowski,

Reus und Hummels vergaben kurz nach der

Pause gute Chancen zum Anschlusstreffer.

Anschließend übernahmen wieder die Bayern

die Regie. Das 0:3 verhinderte BVB-Keeper

Roman Weidenfeller nach einem Robben-

Schuss mit einer Glanzparade, ehe im Gegenzug

Lewandowski den Ball bei der größten

Dortmunder Möglichkeit verstolperte

(67.). Bei seinem Treffer zum 1:2 zeigte der

Pole dagegen seine Klasse, als er Manuel

Neuer überwand.

München: Neuer –Lahm, Boateng, Dante,

Can (70. Badstuber) –Kroos, Gustavo –Robben

(86. Shaqiri), Müller, Ribery (81. Timoschtschuk)

– Mandzukic. - Dortmund:

Weidenfeller – Pizcek, Subotic, Hummels,

Schmelzer –Leitner (64. Götze), Gündogan –

Blaszczykowski (71. Schieber), Reus, Großkreutz

(64. Perisic) – Lewandowski. – SR:

Weiner (Giesen). -Tore: 1:0 Mandzukic (6.),

2:0 Müller (11.), Lewandowski (75.).

Fußballer des Jahres

Reus,daMbabi

und Jürgen Klopp

(dpa) Nur zehn Monate nach seinem ersten

Länderspiel ist Marco Reus an die Spitze des

deutschen Fußballs gewählt worden. Der

23 Jahre alte Neu-Dortmunder erhält für seine

fabelhafte Saison mit Borussia Mönchengladbach

die Ehrung als Profi des Jahres bei

der vom Fachmagazin »kicker« unter Sportjournalisten

veranstalteten Wahl. »Für mich

fängt es jetzt erst richtig an. Mit 23 Jahren

ist man ganz bestimmt noch nicht am Ende

seiner Entwicklung angelangt.«

Hinter Reus (217 Stimmen) folgen mit

deutlichem Abstand seine künftigen Teamkollegen

Mats Hummels (108) sowie Robert

Lewandowski (95), und auch Platz vier belegt

in Shinji Kagawa (66) ein Double-Gewinner.

Zudem konnte Jürgen Klopp seinen Titel

als Trainer des Jahres verteidigen. »Eine große

Ehre und nochmalige Bestätigung für die

großartige Leistung aller«, kommentierte der

BVB-Coach, der mehr als die Hälfte der abgegebenen

Stimmen auf sich versammelte.

»Die Wahl zeigt, dass wir in diesem Team

nicht so schlecht arbeiten.«

Bei den Fußballlehrern erreichten Gladbachs

Lucien Favre und Christian Streich

vom SCFreiburg das Podest, nach dem deutschen

Halbfinal-Aus bei der Europameisterschaft

erhielt Bundestrainer Joachim Löw

als Neunter nur fünf Stimmen.

Wie bei ihren männlichen Kollegen gab es

auch bei der Wahl zur Fußballerin des Jahres

einen klaren Erfolg. Celia Okoyino da Mbabi

(206) vom SCBad Neuenahr setzte sich vor

der Potsdamerin Genoveva Anonma

(68/Äquatorialguinea) und Duisburgs Alexandra

Popp (53) durch. »Wasfür eine Ehre!

Damit habe ich wirklich nicht gerechnet«,

jubelte Okoyino da Mbabi, die Fatmire

Bajramaj ablöste.

Fußball /Test

Zwei Podolski-Treffer

(dpa) Ausgerechnet Lukas Podolski hat seinem

ehemaligen Verein 1. FC Köln nach dem

schwachen Saisonstart in der 2. Fußball-

Bundesliga eine weitere Pleite beschert. Der

ehemalige Kölner Profi erzielte wenige Wochen

nach seinem Wechsel zum FC Arsenal

zwei Treffer beim 4:0 (3:0)-Sieg des Premier-

League-Clubs im Ablösespiel an alter Wirkungsstätte.

Nach der schnellen Führung durch Vermaelen

(7.) verwandelte »Poldi« vor 32500 Zuschauern

zunächst einen Elfmeter (14.) und

traf dann erneut zum 3:0 (44.) für das Team

vonArsène Wenger.

Fußball

Eklat in Düsseldorf

(dpa) Nach der skandalösen Attacke war

Schiedsrichter Christian Fischer immer noch

völlig geschockt, doch Übeltäter Luisao ist

sich keiner Schuld bewusst. »So etwas habe

ich in meiner 20-jährigen Tätigkeit als

Schiedsrichter noch nicht erlebt. Mich hat es

im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen«,

sagte der 42 Jahre alte Oberstudienrat aus

Hemer. Am Tag zuvor wurde der Referee

beim Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf

und Benfica Lissabon vom portugiesischen

Kapitän attackiert und zu Boden gestoßen.

Fischer war kurz bewusstlos und erlitt eine

Gehirnerschütterung.

Benficas Kapitän wies alle Schuld von sich

und beteuerte im Vereinsportal von Benfica,

er habe »keine Aggressionsbewegung« gemacht«,

sondern sich lediglich schützend vor

den Schiedsrichter gestellt. Fußballdirektor

Antonio Carraca zeigte sich ebenfalls uneinsichtig.

»Wir sind skeptisch über das Verhalten

des Schiedsrichters. Sie (die Deutschen)

müssen verstehen, dass im Fußball die Spieler

im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen

sollten.« Die Partie sei nach einer bedauerlichen

Theaterszene abgebrochen worden.

Der Unparteiische beendete die Partie in

der 40. Minute und wurde vom Düsseldorfer

Mannschaftsarzt behandelt. »Als mir klar

wurde, dass mich ein Spieler angegriffen hat,

war klar, dass das Spiel nicht weitergeht«,

sagte Fischer. Empört war der 42-Jährige

über die Reaktionen der Benfica-Delegation,

die sich noch nicht einmal in irgendeiner

Form entschuldigt hat. »Ich habe Bilder gesehen,

auf denen sich die Portugiesen noch

lustig machen. Das hat dem Ganzen die Krone

aufgesetzt«, meinte Fischer.

Der Schiedsrichter wird Strafanzeige wegen

Körperverletzung stellen und einen Sonderbericht

an den DFB schicken. Der deutsche

Verband fühlt sich sportrechtlich allerdings

nicht zuständig. »Die Zuständigkeit

für diesen Fall liegt bei der portugiesischen

Sportgerichtsbarkeit«, erklärte DFB-Mediendirektor

Ralf Köttker.

Für die Düsseldorfer sollte es der letzte

Test vor den Pflichtspielstart am nächsten

Wochenende sein. »Unsere Generalprobe

wurde außer Kraft gesetzt, das stört unsere

Vorbereitungen extrem«, sagte Trainer Norbert

Meier. Umdie Zuschauer ein wenig zu

unterhalten, gab es in der zweiten Halbzeit

ein Spiel zwischen zwei Fortuna-Teams.

Fußball

Mit Flügelzange und defensiven Defiziten

Eintracht Frankfurt mit spielerisch guter Leistung beim 4:2 gegen den FC Valencia –Zambrano und ein Stürmer sollen kommen

Stefan Aigner, der Mittelfeld-Neuzugang,

sprach von der »Bestätigung der guten Vorbereitung«,

Kapitän Pirmin Schwegler erkannte

»viele Phasen, in denen die Vorgaben

gut umgesetzt wurden«, erinnerte aber zugleich

daran, »vor zwei Jahren auch den FC

Chelsea geschlagen zu haben und für diese

Partie nunmal noch keine Punkte zu bekommen«,

während Sebastian Rode zu bedenken

gab, dass man gegen einen Champions-League-Teilnehmer

aus Spanien vier Treffer aber

auch erstmal erzielen müsse. Mit einem 4:2

(2:1)-Erfolg gegen den FC Valencia, dem achten

Sieg im neunten Testspiel (dazu kommt

ein Remis gegen den polnischen Klub Lubin),

hat Fußball-Bundesligist Eintracht

Frankfurt nach Treffern von Olivier Occean

(2), Stefan Aigner und Erwin Hoffer am

Samstag vor 20100 Zuschauern in der Commerzbank-Arena

die Vorbereitung abgeschlossen

und sich dabei vor allem spielerisch

und offensiv ineiner erfreulichen

Form präsentiert. »Wir haben einen Kader

zusammengestellt, der ganz ordentlich

Fußball spielen kann. Das ist der

Weg, den wir künftig bestreiten wollen.

Wir wollen nicht 30 Meter vor dem eigenen

Torabwarten, sondern früh das Pressing

und die Zweikämpfe suchen -auch wenn uns

das nicht immer gelingen wird«, sagt Trainer

Armin Veh und klingt für einen Aufsteiger

doch recht forsch.

Zweifacher Torschütze: Olivier Occean (M.) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Valencia

mit seinen Teamkollegen.

(Foto: Vogler)

Im letzten Test eine Woche vor dem DFB-

Pokal-Erstrundenspiel beim Zweitligisten

Erzgebirge Aue hatte Vehsechs Neuzugänge

für die Anfangsformation nominiert und damit

eine klare Tendenz bezüglich seiner

Wunsch-Elf erkennen lassen. Kevin

Trapp, dem an den beiden Gegentreffern

schuldlosen Torwart, bescheinigte

er hinterher eine fehlerfreie Leistung,

in der Viererkette bestätigte Bastian

Oczipka seinen bislang guten Eindruck

auf der linken Außenseite, in der Offensive

untermauerte Olivier Occean nicht zuletzt

dank seiner beiden Treffer seine Position als

einzige Spitze, während im offensiven Mittelfeld

Takashi Inui und Stefan Aigner als

Flügelzange mit Alex Meier in der Mitte

überzeugen konnten. »Spielerisch waren gute

Ansätze zu erkennen. Wo wir wirklich stehen,

wird erst das Pokalspiel zeigen«, sagt

Rode, der im defensiven Mittelfeld neben

Schwegler ebenso unumstritten ist wie Sebastian

Jung als rechtes äußeres Glied in der

Abwehrkette.

Der Schuh drückt -das machte der ohne

seine beiden zentralen Mittelfeld-Stars Roberto

Soldado und Ricardo Costa angetretene

Dritte der spanischen Meisterschaft bei

den Treffern durch Pablo Piatti und Pablo

Hernandez deutlich - in der Innenverteidigung.

Neuzugang Vadim Demidov kämpft

ebenso wie Bamba Anderson noch deutlich

erkennbar mit Trainingsrückstand, während

Heiko Butscher Defizite in puncto Schnelligkeit

offenbarte, was natürlich sofort die alltägliche

Frage nach dem Stand der Verhandlungen

in Sachen Carlos Zambrano (FC St.

Pauli) nach sich zog. Man sei auf einem guten

Weg, wusste Manager Bruno Hübner

diesbezüglich froh gelaunt zu erzählen, bis

Mittwoch solle der Transfer des Peruaners,

der mit der Nationalmannschaft nun allerdings

auf Länderspielreise gehen solle, vollzogen

werden. Ein weiterer Stürmer werde

zudem kommen, »einer, der Olivier Occean

mal zehn, zwölf Spiele lang ersetzen kann.

Kein Stammspieler, sondern einer für kleines

Geld«, wie Hübner gleich bemerkte. Einigung

sei bereits erzielt worden, lediglich den

Medizin-Check müsse der Angreifer noch bestehen.

Michael Nickolaus


Montag, 13. August 2012 Sport

Nummer 187 -Seite 32

2. Bundesliga ■

1. FC Köln –SVSandhausen 1:1 (0:0)

VfR Aalen –1.FCKaiserslautern 1:2 (1:2)

Energie Cottbus –Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)

SC Paderborn –VfL Bochum 4:0 (2:0)

FC St. Pauli –FCIngolstadt 04 1:1 (0:0)

1. FC Union Berlin –Eintracht Braunschweig 0:1 (0:1)

Jahn Regensburg –MSV Duisburg 2:0 (1:0)

FSV Frankfurt –Hertha BSC 3:1 (0:1)

Dynamo Dresden –TSV 1860 München

Mo./20:15

1. Eintracht Braunschweig 2 2 0 0 2:0 2 6

2. SC Paderborn 2 1 1 0 6:2 4 4

3. EnergieCottbus 2 1 1 0 5:2 3 4

4. FSV Frankfurt 2 1 1 0 4:2 2 4

5. 1. FC Kaiserslautern 2 1 1 0 5:4 1 4

6. VfR Aalen 2 1 0 1 5:3 2 3

7. Jahn Regensburg 2 1 0 1 2:1 1 3

8. TSV 1860 München 1 1 0 0 1:0 1 3

9. VfL Bochum 2 1 0 1 2:5 -3 3

10. FC Ingolstadt 04 2 0 2 0 3:3 0 2

11. SV Sandhausen 2 0 2 0 2:2 0 2

12. FC St. Pauli 2 0 2 0 1:1 0 2

13. 1. FC Union Berlin 2 0 1 1 3:4 -1 1

14. 1. FC Köln 2 0 1 1 1:2 -1 1

15. Hertha BSC 2 0 1 1 3:5 -2 1

16. Erzgebirge Aue 2 0 1 1 0:3 -3 1

17. Dynamo Dresden 1 0 0 1 1:2 -1 0

18. MSV Duisburg 2 0 0 2 1:6 -5 0

3. Liga ■

Wacker Burghausen –Darmstadt 98 1:0 (0:0)

VfL Osnabrück –Rot-Weiß Erfurt 1:0 (0:0)

VfB Stuttgart II –Stuttgarter Kickers 1:4 (1:2)

Hallescher FC –SpVgg Unterhaching 0:1 (0:0)

1. FC Heidenheim –SVBabelsberg 03 2:1 (2:1)

SV Wehen Wiesbaden –Preußen Münster 2:2 (1:0)

Borussia Dortmund II –1.FCSaarbrücken 1:2 (0:1)

Alemannia Aachen –Kickers Offenbach 1:3 (0:2)

Arminia Bielefeld –Karlsruher SC 1:0 (1:0)

Hansa Rostock –Chemnitzer FC 0:0

1. SpVgg Unterhaching 5 4 1 0 10:1 9 13

2. VfL Osnabrück 5 4 1 0 7:1 6 13

3. Arminia Bielefeld 5 3 2 0 9:5 4 11

4. Preußen Münster 5 3 1 1 11:6 5 10

5. 1. FC Heidenheim 5 3 1 1 11:8 3 10

6. Hallescher FC 5 2 2 1 4:1 3 8

7. Alemannia Aachen 5 2 2 1 8:8 0 8

8. Chemnitzer FC 5 2 1 2 5:4 1 7

9. VfB Stuttgart II 5 2 1 2 7:7 0 7

10. Hansa Rostock 5 2 1 2 8:10 -2 7

11. SV Wehen Wiesbaden 5 1 3 1 7:7 0 6

12. 1. FC Saarbrücken 5 2 0 3 6:7 -1 6

13. Wacker Burghausen 5 2 0 3 6:8 -2 6

14. Stuttgarter Kickers 5 1 2 2 6:5 1 5

15. Borussia Dortmund II 5 1 2 2 5:7 -2 5

16. SV Babelsberg03 5 1 1 3 6:9 -3 4

17. Darmstadt 98 5 1 1 3 3:7 -4 4

18. Karlsruher SC 5 0 3 2 3:6 -3 3

19. Kickers Offenbach 5 1 0 4 5:10 -5 3

20. Rot-Weiß Erfurt 5 0 1 4 2:12 -10 1

IM STENOGRAMM

2. Bundesliga /Frankfurt –Hertha BSC 3:1 (0:1):

Frankfurt: Klandt –Huber (77. Teixeira), Schlicke,

Heubach, Jung –Manuel Konrad –Bambara, Stark

–Görlitz, Roshi (58. Leckie) –Kapllani (80. Verhoek).

–Trainer: Möhlmann. –SR: Guido Winkmann

(Kerken). –Tore: 0:1 Ben-Hatira (40.), 1:1 Schlicke

(51., FE), 2:1 Leckie (63.), 3:1 Verhoek (90.+1). –Zu.:

6329. –Rot: Sascha Burchert (Notbremse/48.).

Regensburg –Duisburg 2:0 (1:0): Schiedsrichter:

Marco Fritz (Korb). – Tore: 1:0 Rahn (36., FE),

2:0 Sembolo (60.). –Zuschauer: 7818. –Rot: Lachheb

(Notbremse/35.). –GR: Wolze (wd. Foul/73.).

Union Berlin –Braunschweig 0:1 (0:1): Schiedsrichter:

Thorsten Kinhöfer (Herne). –Tore: 0:1 Pfitzner

(40., HE). –Zuschauer: 16 750.

St. Pauli – Ingolstadt 1:1 (0:0): Schiedsrichter:

Christian Dingert (Lebecksmühle). –Tore: 0:1 Eigler

(55.), 1:1 Mohr (56.). –Zuschauer: 18 309.

SC Paderborn –VfL Bochum 4:0 (2:0): Schiedsrichter:

Florian Meyer (Burgdorf). –Tore: 1:0 Vrancic

(24.), 2:0 Meha (40.), 3:0 Vrancic (50.), 4:0 Yilmaz

(82.). –Zuschauer: 10 763.

Cottbus –Aue 3:0 (2:0): SR: Knut Kircher (Rottenburg).

– Tore: 1:0 Adlung (22.), 2:0 Adlung (33.),

3:0 Sanogo (54.). –Zu.: 12 300. –Bes. Vorkommnis:

Männel hält Foulelfmeter vonAdlung (33.).

VfR Aalen – 1. FC Kaiserslautern 1:2 (1:2):

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin). –Tore: 0:1

Bunjaku (17., FE), 1:1 Dausch (25., HE), 1:2 Bunjaku

(44.). –Zuschauer: 12 038.

1. FC Köln –SVSandhausen 1:1 (0:0): Schiedsrichter:

Markus Wingenbach (Mainz). – Tore:

1:0 Bröker (63., FE), 1:1 Dorn (89.). –Zu.: 22 900.

Nächste Spiele –u.a.: Sonntag, 26. August: Ingolstadt

–Frankfurt (13.30).

3. Liga /Aachen –Offenbach 1:3 (0:2): Offenbach:

Wulnikowski –Stein, Stadel, Husterer, Dziwniel –

Mehic, Feldhahn, Reinhardt (79. Ahlschwede), Hahn

(87. Kleineheismann) –Rathgeber, Fetsch. –Trainer:

Lent. –SR: Eduard Beitinger (Regensburg). –Tore:

0:1 Fetsch (5.), 0:2 Fetsch (35.), 0:3 Husterer (47.),

1:3 Pozder (80.). –Zuschauer: 15 632.

Burghausen –Darmstadt 98 1:0 (0:0): Darmstadt:

Zimmermann – Schnier (74. Gaebler), Beisel (89.

Maas), Gorka, Stegmayer –Latza, Hanno Behrens –

Zielinsky (65. da Costa), Uwe Hesse, Zimmerman –

Tatara. – Trainer: Runjaic – SR: Göpferich (Bad

Schönborn). –Tor: 1:0 Thiel (88.). –Zu.: 2700.

Wiesbaden –Münster 2:2 (1:0): Wehen: Gurski –

Guenther, Wiemann, Gyasi, Bieler –Ivana (61. Zieba),

Robert Müller, Mann, Mintzel – Stroh-Engel

(72. Wohlfarth), Janjic. –Trainer: Vollmann. – SR:

Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen an der Ilm). –Tore:

1:0 Stroh-Engel (29.), 2:0 Stroh-Engel (68.), 2:1 Bischoff

(88.), 2:2 Dominik Schmidt (90.+2). – Zu.:

2780. –Gelb-Rot: Kühne (wd. Foul/82.).

SIEBENKAMPF-ANTWORTEN

➊ Olympia: Welchen Platz belegt

Deutschland in der Nationenwertung?

–Platz sechs.

➋ Olympia:Welches Land gewinnt

in London die meisten

Goldmedaillen? -Antwort: USA.

➌ Olympia: Nennen Sie einen

deutschen Goldmedaillengewinner

(Mä. o. Fr.). -Antwort: Ruder-Achter,Doppelvierer

(Männer),

Robert Harting (Diskus),


Hockey-Männer,Brink/Reckermann

(Beachvolleyball), Sebastian

Brendel, Weber/Dietze,

Kretschmer/Kuschela (alle Kanu),Vogel/Welte

(Bahnrad),Vielseitigkeits-Mannschaft,

Michael

Jung (Vielseitigkeit).

➍ Rad: Nennen Sie den Sieger

der Tour de France (2 Nennungen).

–Antwort: Bradley Wiggins.

➎ Formel 1: Welcher Fahrer führt

JUBEL IN BORNHEIM: Die Spieler des FSV Frankfurt klatschen

nach dem 3:1 gegen Berlin mit den Fans ab.

(Foto: dpa)

Fußball /2.Bundesliga

Traumstart für Eintracht Braunschweig

Niedersachsen bislang einzige Mannschaftmit zwei Siegen –Frust im Ruhrgebiet –St. Pauli nur mit Remis gegen Ingolstadt

(sid) Traumstart für Eintracht Braunschweig,

Ernüchterung bei Hertha BSC:

Während der niedersächsische Traditionsklub

nach dem zweiten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga

von der Tabellenspitze

grüßt, wartet der Bundesliga-Absteiger aus

Berlin weiter auf den ersten Sieg. Angst vor

einer erneuten Zittersaison hat derweil

Schlusslicht MSV Duisburg: Nach der

1:4-Pleite zum Auftakt gegen den VfR Aalen

verlor die Elf von Trainer Oliver Reck nun

das zweite Duell mit einem Aufsteiger, bei

Jahn Regensburg hieß es 0:2 (0:1).

Der MSV muss in der kommenden Woche

gegen Dynamo Dresden dringend punkten,

Triathlon

Deutscher Doppelsieg

bei Halbironman-EM

(dpa) Die deutschen Triathleten haben bei

der Europameisterschaft über die »Ironman

70.3«-Distanz in Wiesbaden ein beeindruckendes

Ergebnis abgeliefert. Michael Raelert

bei den Männern und Anja Beranek bei

den Frauen gewannen am Sonntag jeweils

überlegen den Titel und pulverisierten auch

die bisherigen Streckenrekorde.

Der 31-jährige Raelert siegte nach 1,9 Kilometern

Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren

und 21,1 Kilometern Laufen über die

halbe Ironman-Distanz in 4:03:58 Stunden

vor dem Belgier Bart Aernouts (4:06:28) und

dem deutschen Meister Boris Stein aus Montabaur

(4:07:51). Der Rostocker unterbot die

bisherige Bestzeit auf der anspruchsvollen

Strecke um fast viereinhalb Minuten. »Jetzt

will ich bei der WM in Las Vegas den heutigen

Erfolg am liebsten wiederholen«, fügte

der zweifache Weltmeister hinzu.

Bei den Frauen war Anja Beranek sogar

rund zehn Minuten schneller als die bisherige

Rekordhalterin in Wiesbaden. Nur wenige

Wochen nach ihrem zweiten Platz bei der

Ironman-EM in Frankfurt bot die 27-Jährige

eine bemerkenswerte läuferische Vorstellung

und kam nach 4:36:09 Stunden ins Ziel.

dabei jedoch auf Verteidiger Adli Lachheb

und Mittelfeldspieler Kevin Wolze verzichten.

Lachheb sah vor Regensburgs Treffer

von Ex-Nationalspieler Christian Rahn

(Foulelfmeter, 36.) die Rote Karte, Wolze später

Gelb-Rot (73.). Der Fehlstart von Hertha

BSC ist derweil perfekt. Die Berliner verloren

1:3 (0:0) beim FSV Frankfurt. Eine Woche

vor dem Knaller im DFB-Pokal gegen Bayern

München sorgte Franky Sembolo mit seinem

2:0 (60.) für großen Jubel in Regensburg.

Ähnliche Hochgefühle löste Braunschweigs

Marc Pfitzner mit seinem Handelfmeter gegen