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- Sind Liegegeschwüre ein notwendiges Übel? Dr ... - Ostalbkreis

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

-<br />

<strong>Sind</strong> <strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß<br />

Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe<br />

Pflege am 13.09.2004<br />

Verehrter Herr Landrat,<br />

sehr geehrte Frau MDL Haußmann,<br />

sehr geehrter Herr MDL Mack, m<strong>ein</strong>e Damen und<br />

Herren,<br />

Folie 5:<br />

Der demographischer Wandel im Landkreis wurde<br />

vom Arbeitskreis Lebensqualität im Alter spätestens<br />

seit dem Jahre 2001 vorausgesehen. Die<br />

Versuche, die Folgen abzufedern sind also bereits<br />

im vollen Gange.<br />

Der Schwung der Lokalen Agenda 21 hat gut<br />

messbare Probleme und Bedürfnisse der älteren<br />

Menschen im Landkreis herauskristallisiert:<br />

1. Wo gibt es <strong>ein</strong>en freien Platz für Heimat? -<br />

im Pflegeführer zu finden<br />

2. Kann Pflege optimiert werden?<br />

Kann <strong>ein</strong> negatives Ereignis in der Pflege –<br />

das Liegegeschwür - als Indikator für veränderte<br />

Altenhilfestrukturen dienen?-<br />

Stichwort Dekubitusprojekt.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Fest im Blick hatten die Akteure von Anfang an<br />

die Lebensqualität im Alter.<br />

Diesen Namen gaben sie sich als Arbeitskreis:<br />

Arbeitkreis „Lebensqualität im Alter“.<br />

Es waren Pflegeunternehmen aller Art,<br />

die Krankenhäuser,<br />

die Ärzteschaft des <strong>Ostalbkreis</strong>es,<br />

der Medizinische Dienst der Krankenkassen,<br />

die Krankenkassen,<br />

der Landeswohlfahrtsverband,<br />

das Landratsamt<br />

und die Seniorenvertreter.<br />

Sie gründeten den bis heute quicklebendigen und<br />

von Kreativität nur so sprühenden<br />

Arbeitskreis Lebensqualität im Alter.<br />

Dieser Arbeitskreis ist seit s<strong>ein</strong>er Gründung breiter<br />

geworden:<br />

Orthopädiefachgeschäfte,<br />

Pflegeanbieter,<br />

Architektenkammergruppen<br />

und zertifizierte Unternehmen im Wohnungsbau,<br />

das Elektroausbildungszentrum,<br />

VB – consult Aalen<br />

und die Fachhochschule Aalen<br />

verstärken die Kreativität und damit die Wirkkraft<br />

des Arbeitskreises.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Folie 6 - 11:<br />

Ein kurzer Blick in den Pflegeführer im Internet<br />

zeigt, dass alle Pflege<strong>ein</strong>richtungen dort im Kontaktsystem<br />

e-commerce ( der Pflegeführer ) aufzufinden<br />

sind.<br />

Jede neue Einrichtung im Landkreis bemüht sich<br />

von sich aus um die Aufnahme in den Pflegeführer.<br />

Eine Art von „Benchmarking“ wird freiwillig akzeptiert:<br />

der Smilie als Zeichen dafür, dass die<br />

Einrichtung im Dekubitusprojekt mitmacht.<br />

Folie 12:<br />

Das Ziel des Dekubitusprojektes ist es, die Anzahl<br />

der <strong>Liegegeschwüre</strong> im Landkreis zu verringern.<br />

<strong>Liegegeschwüre</strong> können in vielen Situationen<br />

entstehen: zu Hause, in der stationären Pflege im<br />

Heim und im Krankenhaus.<br />

Aus diesem Grund müssen alle die genannten<br />

Pflegemöglichkeiten gem<strong>ein</strong>sam, in <strong>ein</strong>er Datensammlung<br />

auf Landkreisebene erfasst werden.<br />

Nur dann kann etwas darüber ausgesagt werden,<br />

ob sich die Lebensqualität in der Pflege bezogen<br />

auf den Landkreis tatsächlich verbessert.<br />

Das Projekt wurde – wie Sie wissen - mehrfach<br />

ausgezeichnet.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Folie 13:<br />

Was ist aber <strong>ein</strong> Liegegeschwür? Zwei Bilder sollen<br />

Ihnen das verdeutlichen:<br />

Eines der <strong>Liegegeschwüre</strong> befindet sich an der<br />

Ferse und entstand innerhalb <strong>ein</strong>er Nacht bei Fieber<br />

und Ruhigstellung durch Medikamente.<br />

Das andere entstand in <strong>ein</strong>er Woche im Rückenbereich<br />

durch medikamentöse Ruhigstellung,<br />

Bettlägrigkeit und mangelndes Lagern.<br />

Beide benötigten Monate und viel Geld, bis sie<br />

wieder abgeheilt waren.<br />

Folie 14:<br />

Weshalb kommt es zu solchen <strong>Liegegeschwüre</strong>n<br />

oder <strong>Dr</strong>uckgeschwüren?<br />

Jeder kann solche <strong>Liegegeschwüre</strong> bekommen,<br />

wenn er auf dem Stuhl oder im Rollstuhl sitzend<br />

oder bettlägrig nicht regelmäßig s<strong>ein</strong>e Aufliegeoder<br />

Aufsitzstellen entlastet.<br />

Schon Goethe wusste, dass sich die Menschen in<br />

der Politik wie auf dem Krankenlager von <strong>ein</strong>er<br />

Seite auf die andere wälzen, weil sie glauben,<br />

dann besser zu liegen.<br />

Was er nicht wusste, ist dass junge Menschen <strong>ein</strong>e<br />

<strong>Dr</strong>uckentlastung in der Regel alle 15 Minuten<br />

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unbewusst vornehmen, alte Menschen dagegen<br />

nur alle Stunde.<br />

Wenn zusätzlich durch Medikamente, Operation<br />

u.ä. ruhig gestellt wird, wird der Auflagedruck<br />

immer längeranhaltend beibehalten und die<br />

Durchblutung zu lange abgedrückt. Wunden, die<br />

auch eitrig s<strong>ein</strong> und sich bis in die Muskulatur<br />

oder auf den Knochen ausdehnen können, können<br />

dann die Folge s<strong>ein</strong>.<br />

Daher ist regelmäßige , den individuellen Bedürfnissen<br />

angepasste <strong>Dr</strong>uckentlastung der Haut an<br />

den Auflagegestellen erforderlich.<br />

Nur so kann das Blut in den f<strong>ein</strong>en Blutgefäßen<br />

der Haut die Haut ausreichend versorgen, dass<br />

sie weiter gut durchblutet ist und weiter intakt<br />

s<strong>ein</strong> kann.<br />

Folie 15:<br />

<strong>Sind</strong> <strong>Liegegeschwüre</strong> also unvermeidlich?<br />

Dieser Frage will Arbeitskreis Lebensqualität<br />

im Alter des <strong>Ostalbkreis</strong>es auch für die Zukunft<br />

klären.<br />

Wenn möglich, sollen <strong>Dr</strong>uckgeschwüre immer seltener<br />

vorkommen.<br />

Der Arbeitskreis zielt auf bestmögliche Zusammenarbeit,<br />

Vernetzung aller Pflege<strong>ein</strong>richtungen<br />

im Sinne des betroffenen Bürgers. Gleichzeitig<br />

erreicht er größere Wirtschaftlichkeit und Verlässlichkeit<br />

durch das Kontaktsystem e-commerce (<br />

Pflegeführer ).<br />

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Folie 16:<br />

Wie geschieht dies?<br />

Die Beteiligten melden freiwillig und anonym ihre<br />

Dekubituszahlen und ihre Pflegetage über das<br />

Kontaktsystem e-commerce, nämlich den Pflegeführer<br />

an <strong>ein</strong>e Datei.<br />

Diese Datei erstellt sich durch die Summe der<br />

Meldungen automatisch dank vb-consult, Herrn<br />

Ruf.<br />

Am Ende des Erhebungsvierteljahres Juli – Oktober<br />

<strong>ein</strong>es jeden Jahres entsteht also <strong>ein</strong>e Ergebnistabelle,<br />

die im Pflegeführer <strong>ein</strong>gesehen werden<br />

kann.<br />

Folie 17:<br />

Die Ergebnisse können als sog. Boxplot für das<br />

vergangene Jahr im Pflegeführer Ostalb nachgesehen<br />

werden unter Dekubitusprojekt Ergebnisse.<br />

Nur auf den ersten Blick ersch<strong>ein</strong>t das Ablesen<br />

der Daten unverständlich.<br />

Sie können die Ergebnisse in Viertel gebündelt<br />

betrachten. Krankenhäuser, Heime und ambulante<br />

Dienste können getrennt betrachtet werden:<br />

Der unterste Anteil der Säule vom unteren Strich<br />

bis zum ersten Kästchen umfassen die besten 25<br />

% aller Einrichtungen des Landkreises mit der<br />

geringsten Prävalenzrate.*<br />

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Vom unteren Strich bis zum Endes des ersten<br />

Kästchens findet man die Prävalenzraten von<br />

50% der Einrichtungen.<br />

Das zweite Kästchen nach oben umfasst das<br />

drittbeste Viertel.<br />

Die Strecke vom Ende des oberen Kästchens bis<br />

zum oberen Strich umfasst das schlechteste Viertel<br />

der jeweiligen Einrichtungen.<br />

Man sieht nicht, wie die <strong>ein</strong>zelne Einrichtung abschneidet,<br />

man sieht nur die Gesamtheit der Daten<br />

( Datenpool ).<br />

Daran wie sich der Datenpool von Jahr zu Jahr<br />

verändert, kann abgelesen werden, ob die Häufigkeit<br />

von <strong>Liegegeschwüre</strong>n zurückgeht oder ansteigt.<br />

Die Einrichtung selbst kann sich natürlich <strong>ein</strong>ordnen<br />

und sehen, ob sie in ihrer Pflegequalität noch<br />

verbesserungsbedürftig ist, ob sie gar zu den<br />

schlechtesten „Ausreißern“ ( als Kreise oder<br />

Sternchen markiert ) gehört.<br />

Folie 18:<br />

Die nächsten Bilder zeigen Ihnen den Meldebogen<br />

– <strong>ein</strong>e gem<strong>ein</strong>schaftliche Entwicklung des Arbeitskreises<br />

unter starker Beteiligung des Ostalbklinikums<br />

und der Samariterstiftung.<br />

Gemeldet werden die Gesamtpflegetage und die<br />

Tage, die mit Liegegeschwür verbracht werden<br />

müssen und die Pflegesituation in der das Geschwür<br />

entstand:<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

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mitgebracht beispielsweise aus anderen Heimen<br />

oder ambulanten Diensten<br />

oder anderen Pflegesituationen wie z. B. dem<br />

Krankenhaus oder aus der häuslichen Pflege<br />

und <strong>ein</strong>e ganz wichtige Meldung: die in der eigenen<br />

Einrichtung/Pflege erworbenen <strong>Liegegeschwüre</strong>.<br />

Folie 19:<br />

Die Beteiligung an dem beschriebenen Meldeverfahren<br />

stieg erfreulicher Weise seit 2001 ständig<br />

an.<br />

2003 waren 89 % aller Einrichtungen im Landkreis<br />

am Projekt beteiligt.<br />

M<strong>ein</strong> Dank gilt allen Beteiligten, die sich an <strong>ein</strong>em<br />

landes- und bundesweit <strong>ein</strong>maligen Prozess beteiligt<br />

haben und dies auch weiterhin freiwillig<br />

tun.<br />

Folie 20:<br />

Der Erfolg ist aber auch sprichwörtlich:<br />

Die Tage, die im <strong>Ostalbkreis</strong> mit Liegegeschwür<br />

verbracht werden müssen, sind im Vergleich zu<br />

der Anzahl von 2001 um 17% zurückgegangen.<br />

Der <strong>Ostalbkreis</strong> befindet sich also auf <strong>ein</strong>em guten<br />

Weg.<br />

Wie kommt das? Durch größere Aufmerksamkeit<br />

auf das Problem und durch Wettbewerb!<br />

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<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Folie 21:<br />

Die größere Aufmerksamkeit auf die Entstehung<br />

von <strong>Liegegeschwüre</strong>n und der Vergleich mit anderen<br />

Einrichtungen fachen <strong>ein</strong>en Wetteifer an,<br />

unter den Besten zu liegen.<br />

Jede Einrichtung kann im Übrigen auch ihre persönlichen<br />

Daten freiwillig veröffentlichen.<br />

Das Mitmachen ist aber wichtiger als die Veröffentlichung.<br />

Auf diese Weise sind die Daten aus<br />

m<strong>ein</strong>er Sicht zuverlässiger.<br />

Folie 22:<br />

Was ist aber in der ambulanten Pflege passiert?<br />

Die Kennzeichen für Pflegemängel, nämlich die<br />

Tage, die mit erworbenen <strong>Dr</strong>uckgeschwüren in<br />

diesem Fall in der ambulanten Pflege zugebracht<br />

werden müssen, haben nur in der ambulanten<br />

Pflege und nur im Jahr 2003 zugenommen.<br />

Im Jahr 2002 waren sie auch in der ambulanten<br />

Pflege noch rückläufig. Jetzt im Jahr 2003 sind<br />

sie relativ zur Zahl von 2001 um 16 % angestiegen.<br />

In der ambulanten Pflege liegen die Dinge aber<br />

anders. Die Zahl der Tage mit erworbenen <strong>Liegegeschwüre</strong>n<br />

bei Nutzung der ambulanten Pflege<br />

sind in dieser Pflegesituation nicht unmittelbar<br />

Ausdruck der Pflegequalität der ambulanten<br />

Dienste.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Die ambulante Pflege kann nur so gut s<strong>ein</strong>, wie<br />

sie auch pflegen darf. Bei der ambulanten Pflege<br />

muss jede Einzelhilfe <strong>ein</strong>gekauft, bezahlt werden<br />

oder/ und es muss kompetente Hilfe durch die<br />

Pflegeperson zu Hause unterstützend hinzukommen.<br />

Es muss aber noch <strong>ein</strong> zusätzlicher Faktor hinzugekommen<br />

s<strong>ein</strong>:<br />

Ansch<strong>ein</strong>end hat der heiße Sommer 2003 ältere<br />

Menschen, die krankheitsbedingte Probleme mit<br />

der Flüssigkeitszufuhr hatten, durch erhöhtes<br />

Schwitzen noch zusätzlich ausgetrocknet. Zusätzlich<br />

mussten die pflegebedürftigen Menschen<br />

mehr auf feuchter Haut liegen oder sitzen, weil<br />

sie mehr schwitzten. Das hat ihre Haut für <strong>Liegegeschwüre</strong><br />

anfälliger gemacht!<br />

Sei wie es sei, Unterstützung ist geboten!<br />

Diese Erkenntnis war der Start für die Info –<br />

Reihe Pflege.<br />

Folie 23:<br />

Ziele der Info-Reihe Pflege:<br />

Sie zielt auf Verbesserung der Pflegequalität und<br />

das Senken von <strong>Liegegeschwüre</strong>n im häuslichen<br />

Bereich durch Information.<br />

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<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Sie möchte außerdem<br />

• die Ansprechpartner für die Pflege zu Hause<br />

• und den Pflegeführer<br />

jedem Bewohner im Landkreis, zumindest jedem<br />

Betroffenen bekannt machen.<br />

Folie 24:<br />

Dafür hat der AK Lebensqualität im Alter Geld<br />

durch Sponsoring gesammelt und <strong>ein</strong>e Werbestrategie<br />

mit Schwung entwickelt:<br />

• Flyer,<br />

• Internet,<br />

• Plakate,<br />

• Presseveröffentlichungen,<br />

• <strong>ein</strong>e heiße Eröffnungsveranstaltung mit <strong>ein</strong>er<br />

Ausstellung, die sich sehen lassen kann<br />

• und <strong>ein</strong>e Sonderbeilage in den Tageszeitungen<br />

wurden und werden <strong>ein</strong>gesetzt.<br />

Folie 25 – 26:<br />

Der oder besser die Flyer, die auf Ihren Sitzen<br />

liegen, sollen Sie sicher durch die kommenden<br />

fünf Wochen mit den Vortragsveranstaltungen<br />

leiten und Ihnen sagen, wo Sie hingehen können,<br />

um den jeweiligen Vortrag an Ihre Termine anzupassen.<br />

Dank an Herrn Winkler von der Neuen<br />

BKK und an alle beteiligten Krankenkassen.<br />

Jedes der fünf Themen wird <strong>ein</strong>e Woche lang an<br />

allen fünf Veranstaltungsorten angeboten.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Sie können es sich also je nach Bedarf aussuchen,<br />

wo Sie den jeweiligen Vortrag hören wollen.<br />

Die Veranstaltungen sind kostenfrei.<br />

Folie 27 –29 Themen:<br />

Die Veranstaltungen können auch <strong>ein</strong>zeln besucht<br />

werden, sollte es ihnen nicht möglich s<strong>ein</strong>, an jeder<br />

Veranstaltung teilzunehmen.<br />

Folie 30: Orte, Merkwort<br />

Am Ende <strong>ein</strong>es jeden Vortrags wird <strong>ein</strong> zweiseitiger<br />

Fragebogen ausgefüllt - ohne Namen und<br />

freiwillig.<br />

Diese Fragebögen sammelt das Fraunhofer IAO in<br />

Stuttgart und wertet sie aus.<br />

Die Ergebnisse werden am 27.01.05 im <strong>Ostalbkreis</strong>haus<br />

veröffentlicht.<br />

Folie 31:<br />

Sprühende Ideen sind erforderlich für <strong>ein</strong>e sich<br />

wandelnde Welt.<br />

Wie muss der <strong>Ostalbkreis</strong> künftig die an die demographische<br />

Entwicklung angepasste Infrastruktur<br />

gestalten?<br />

Bei schwindenden finanzielle Ressourcen,<br />

zahlenmäßig steigenden Einpersonenhaushalten<br />

und dem immer größer werdenden Wunsch, auch<br />

bei der Pflege zu Hause bleiben zu können?<br />

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Das Projekt „Wohnprojekte der Zukunft“ schafft<br />

<strong>ein</strong>en Interessen- und zugleich Produktionsverbund<br />

im und durch das beschriebene Kontaktsystem<br />

e-Commerce ( Pflegeführer ).<br />

Flyer<br />

Folie 32:<br />

• Eine Tausch-Börse für ehrenamtliche Tätigkeit<br />

z. B.„ biete Gartenschnitt gegen<br />

Strümpfestopfen“,<br />

• <strong>ein</strong> leicht überschaubares Informationssystem<br />

aller Ereignisse und Freizeitangebote für Senioren<br />

• Hol- und Bringdienste „ was kostet Wegbringen<br />

von Abfall“ und wer bringt frisches Obst oder<br />

Biogemüse zu welchem Preis,<br />

• <strong>ein</strong>e Rubrik „ Bitte um Hilfe“, die dann regelmäßig<br />

gewartet werden muss,<br />

sind denkbare zusätzliche Angebote, die im Pflegeführer<br />

veröffentlicht werden.<br />

Auch das sich an die wandelnden Erfordernisse<br />

anpassende Projekt „Wohnprojekte der Zukunft“<br />

– wir haben von den demographischen Veränderungen<br />

gehört – könnte im Pflegeführer durch <strong>ein</strong><br />

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<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

leicht zugängliches Informationssystem für Jedermann<br />

gut nutzbar gebündelt werden.<br />

„Wohnprojekte der Zukunft“, dieses Projekt wird<br />

zur Zeit im Landratsamt speziell von der Altenhilfefachberatung<br />

und vom Gesundheitsamt gem<strong>ein</strong>sam<br />

vorangetrieben. Zusammen mit Gewerbe-<br />

und Handwerksbetrieben, Elektroausbildungszentrum<br />

Aalen und Architektenkammergruppe<br />

Ostalb, Fraunhofer IAO Stuttgart und der<br />

Fachhochschule Aalen u.a. – wird erforscht, wie<br />

Wohnkonzepte in der Zukunft aussehen müssen,<br />

um auch unter veränderten demographischen<br />

Bedingungen in ihnen komfortabel und glücklich<br />

alt werden zu können.“ Das EAZ Aalen hat <strong>ein</strong>en<br />

neuen Ausbildungslehrgang geschaffen, der die<br />

Betriebe zertifiziert, zertifiziert für „ jung bauen,<br />

glücklich alt werden.<br />

Die Verleihung der Zertifikate wird im Anschluss<br />

erfolgen.<br />

Begleitend kann das Dekubitusprojekt des <strong>Ostalbkreis</strong>es<br />

dazu beitragen, dass bei allen Neuerungen<br />

die Versorgung der alten Menschen nicht<br />

schlechter wird, sondern auf dem derzeit vorhandenen<br />

hohen Niveau bleibt.<br />

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<strong>Liegegeschwüre</strong> <strong>ein</strong> <strong>notwendiges</strong> <strong>Übel</strong>?<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß Eröffnungsveranstaltung der Info-Reihe Pflege am 13.09.2004<br />

Folie 33:<br />

<strong>Liegegeschwüre</strong> sind also vermeidbar und werden<br />

es auch in der Zukunft s<strong>ein</strong>, wenn der <strong>Ostalbkreis</strong><br />

weiter auf dem <strong>ein</strong>geschlagenen Weg voranschreitet.<br />

<strong>Dr</strong>. Sylvia St<strong>ein</strong>gaß<br />

Stellvertretende Gesundheitsdezernentin<br />

Landratsamt <strong>Ostalbkreis</strong><br />

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