Merkblatt häufige Fragen zum Bewegungsmodul-akt - Gesunde ...

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Merkblatt häufige Fragen zum Bewegungsmodul-akt - Gesunde ...

Förderprogramm der LANDESSTIFTUNG Baden-Württemberg

„Komm mit in das gesunde Boot“

Antworten auf die häufigsten Fragen zum

Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“

Was ist das Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“?

Das Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“ wird von der LANDESSTIFTUNG Baden-

Württemberg durchgeführt. Es ist ein Gesamtpaket für bewegungsinteressierte Kindergärten und

Tageseinrichtungen für Kinder im Kindergartenalter. Es wird landesweit in Baden-Württemberg

angeboten. Die Inhalte basieren auf einem neu entwickelten Schulungskonzept und einem neu

erprobten Bewegungsprogramm für Kinder im Alter von 4-6 Jahren.

Das Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“ besteht aus mehreren Bausteinen und wird

über einen Zeitraum von sechs Monaten in den Kindertageseinrichtungen Baden-Württembergs

durchgeführt. Die Tabelle und das Schaubild geben einen Überblick über die Gesamtmaßnahmen.

► Bewegungsangebote für Kinder und

Eltern

Auftakt-Aktionstag (Familiennachmittag) für

Kinder und Eltern / Erziehungsberechtigte

20-Wochen-Bewegungsprogramm für

Kinder (2x 60 Minuten pro Woche)

Bewegter Elternabend

► Beratungsleistungen für die TEK

Vorgespräch mit der Einrichtungsleitung

intensive Eingangsberatung

umfassende Abschlussberatung mit

Ausblick

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Wer führt das Modul in den Einrichtungen durch?

Das Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“ wird von einer speziell geschulten

Bewegungsfachkraft (BFK) durchgeführt. Das Modul besteht aus einem „sportpraktischen Baustein“

und einem „Beratungsbaustein“. Der „sportpraktische Baustein“ beinhaltet das 20-Wochen-

Bewegungsprogramm und den „Piraten-Fitnesstest“. Zum „Beratungsbaustein“ gehören eine

Eingangsberatung, ein Auftakt-Aktionstag, ein Bewegter Elternabend sowie eine Abschlussberatung.

Wer kann sich zur Fachkraft schulen lassen?

Für die Schulungslehrgänge können sich alle bewerben, die eine Übungsleiterlizenz im Bereich

Kindersport besitzen oder eine sport- und bewegungsbezogene Ausbildung abgeschlossen

haben und Praxiserfahrung sowie pädagogisches Geschick im Kindersportbereich mitbringen.

Diese Personen nehmen an einer 4 Tages Abschlussschulung zur Bewegungsfachkraft (2 x 2 Tage)

speziell zum Bewegungsmodul „locker hüpfen & lustig spielen“ teil. Die Ausbildung für Bewerber mit

Übungsleiterlizenz im Erwachsenenbereich, Erzieher und Bewerber mit vergleichbarer

Qualifikation umfasst eine 4 Tages Aufbauschulung speziell zum Thema Kindersport. Anschließend

erfolgt die 4 Tages Abschlussschulung zur „Bewegungsfachkraft“ speziell zum Bewegungsmodul

„locker hüpfen & lustig spielen“.

Welchen Umfang haben die Schulungen und was für Kosten fallen an?

Die Abschlussschulung zur Bewegungsfachkraft umfasst 40 UE die innerhalb von zwei mal zwei

Tagen stattfinden. Personen, die keine spezielle Erfahrung und Ausbildung mit Vorschulkindern

haben, müssen zuvor noch eine Aufbauschulung mit 40 UE mit Kindersportinhalten absolvieren. Diese

Schulung findet ebenfalls an vier bzw. 2 x 2 Tagen statt.

In der Regel finden die Schulungen am ersten Tag von 10.00 Uhr - 18.45 Uhr, sowie am zweiten

und weiteren Tagen jeweils von 9.00 Uhr - 17.45 Uhr statt. Die aktuellen Schulungstermine

entnehmen Sie bitte der aktuellen Ausschreibung unter www.gesunde-kinder-bw.de.

Die Schulungsteilnahme ist kostenlos (Übernachtung / Verpflegung)

Wie geht es nach der Schulung zur Bewegungsfachkraft weiter?

Geschulte Fachkräfte werden beim Projektbüro der Landesstiftung Baden-Württemberg in einer

entsprechenden Datenbank geführt und an die Träger der Einrichtung vermittelt.

Welche zeitlichen Ressourcen brauche ich als Bewegungsfachkraft?

Pro Einrichtung können maximal drei Gruppen à 10-15 Kinder am Bewegungsprogramm teilnehmen.

Wenn an einer Einrichtung eine Gruppe umgesetzt wird, muss die Bewegungsfachkraft für insgesamt

20 Wochen, zweimal pro Woche für 60 Minuten in die Einrichtung kommen. Bei drei Gruppen wäre

dies die dreifache Zeit.

Im Rahmen des 20-wöchigen Bewegungsprogramms führt die Bewegungsfachkraft den „Piraten-

Fitnesstest“ für alle am Bewegungsprogramm teilnehmenden Kinder durch.

Die Absprache über die Anzahl der Bewegungsgruppen erfolgt zwischen Bewegungsfachkraft und der

teilnehmenden Kindertageseinrichtung. Dies bedarf der Zustimmung des Projektbüros der

Landesstiftung. Die konkrete Terminabsprache erfolgt zwischen der Bewegungsfachkraft und der

Einrichtung.

Alle Einsätze finden während der offiziellen Öffnungszeiten der Tageseinrichtung statt.

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Wie groß ist der zeitliche Umfang für den Beratungsteil?

Insgesamt führt die Bewegungsfachkraft zwei Gespräche (Vorgespräch und Abschlussgespräch;

Dauer jeweils ca. 2-2½ Stunden) mit der Einrichtung durch, die entsprechend vor- und nachbereitet

werden. Die Organisation und Durchführung des Aktionstages und des Elternabends erfolgt

federführend durch die Bewegungsfachkraft. Die Einrichtung ist dazu angehalten, die

Bewegungsfachkraft zu unterstützen.

Wie sieht die vertragliche Einbindung der Fachkraft in das Modul aus?

Der Träger einer Einrichtung (z.B. Stadtverwaltung für einen städtischen Kindergarten, eine Kirchengemeinde

für einen katholischen Kindergarten oder ein anderer freier Träger) bewirbt sich beim

Projektbüro „Komm mit in das gesunde Boot“ der Landesstiftung um die Teilnahme am

Bewegungsmodul. Ist eine Fachkraft verfügbar, wird ein Vertrag zwischen Landesstiftung und Träger

geschlossen. Pro Einrichtung erhält der Träger zur Umsetzung des Moduls eine Pauschale von der

Landesstiftung. Der Träger wird anschließend einen Vertrag mit einer Fachkraft schließen, die dann

für die Umsetzung des Moduls in der Tageseinrichtung verantwortlich ist. Die Honorarpauschale wird

vom Träger an die Fachkraft in zwei Raten ausbezahlt.

Wie hoch ist die Pauschale, die zur Umsetzung des Moduls „locker hüpfen & lustig spielen“

von Landesstiftung ausbezahlt wird?

Die Bewegungsfachkraft erhält pro genehmigter Gruppe 600 € für die Bewegungsstunden. Für die

Beratungseinsätze erhält die Bewegungsfachkraft einmalig 500 € (inkl. 50 € Materialkosten). Pro

Kindergarten dürfen maximal drei Gruppen à 10-15 Kindern teilnehmen. Alle Bausteine sind in der

teilnehmenden Tageseinrichtung innerhalb von 6 Monaten umzusetzen. Nicht geleistete Einsätze der

Fachkraft müssen begründet und dem Projektbüro zeitnah übermittelt werden. Nicht geleistete

Einsätze (Stunden) werden anteilig vom Pauschalhonorar abgezogen.

Wie sieht das „20-Wochen-Bewegungsprogramm“ aus? Muss die Bewegungsfachkraft das

Bewegungsprogramm selbst zusammenstellen?

Das Bewegungsprogramm besteht aus 40 ausgearbeiteten Bewegungsstunden für Kinder

(Bewegungsmanual), die von der Bewegungsfachkraft 2 x pro Woche in Anwesenheit einer Erzieherin

durchgeführt werden. Jede Bewegungsstunde hat eine Dauer von 60 Minuten. Die Durchführung des

Bewegungsprogramms erfolgt in Gruppen mit 10-15 Kindern (Alter: 4-6 Jahre). Das

Bewegungsprogramm findet während der Regelöffnungszeit in den Räumen des Kindergartens

(drinnen und draußen) statt, optional in einer nahe gelegenen Sporthalle.

Die 40 Stundenbilder des Bewegungsprogramms sind übersichtlich in einem Bewegungsmanual

zusammengestellt, in der Praxis überprüft und in der vorliegenden Form sehr gut mit den Kindern im

Alter von 4-6 Jahren umsetzbar. Dieses Bewegungsmanual erhält jeder Bewegungsexperte bei der

Schulung. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit erhält die Einrichtung das Manual ebenfalls nach

Programmablauf.

Um die Ausstattung der Räumlichkeiten (Bewegungsraum und benötigte Materialien) kümmert sich die

Einrichtung selbst.

Welche Ziele haben die Beratungsgespräche mit der Einrichtung?

Im Zentrum des Programms „Komm mit in das gesunde Boot“ steht die gesundheitliche Förderung der

Kinder unter Einbezug der Erzieherinnen und Eltern. Grundsätzlich bewegen sich Kinder gerne –

vorausgesetzt sie dürfen und können sich bewegen!

Die Bewegungsfachkraft möchte gemeinsam mit dem Erzieherteam die Einrichtung schrittweise

bewegungsfreundlicher gestalten. Die Bewegungsfachkraft hat hierbei eine moderierende und Impuls

gebende Funktion und unterstützt die Einrichtung auf dem Weg zu einem Kindergarten in Bewegung.

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