Weihnachtsgrüße aus aller Welt - Schwäbische Post

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Weihnachtsgrüße aus aller Welt - Schwäbische Post

Seite2 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

In einem österreichischen Villenort zu Haus

S

eit etwa 15 Jahren lebe ich hier in

Salzburg und genieße die Schön-

heiten und Annehmlichkeiten dieser

Stadt, soweit es mir möglich ist. Da

wären zuerst die Festspiele. Wenn der

schauerliche Ruf „Jedermann“ vom

Domplatz herüberschallt, und vom

Sterben des reichen Mannes kündet,

ist Spielzeit angesagt. Ursprünglich

hat Hofmannsthal den Domplatz als

Bühne und die Stadt als Kulisse vorgesehen,

aber inzwischen gibt es Festspielhäuser,

Theater oder das Mozarteum

und wie die Musentempel alle

heißen. Sie sind um diese Zeit völlig

ausverkauft.

Salzburg ist ja eine Musikstadt; von

hier ging diese Kunst in die ganze

Welt. Nach den Vorstellungen flanieren

die Besucher im gleißenden Neonlicht

noch lange über Plätze und

Stege (so heißen hier die Brücken) und

zeigen in ihren eleganten Roben die

neuesten Kreationen ihrer berühmten

Couturiers. Diese Schau ist kostenlos

für alle Bürger ob mit oder ohne Eintrittskarte.

Wer aber vom ganzen Wirbel

genug hat, geht hinüber in die Vorstadt.

Hier ist es angenehm ruhig und

die Bürger gehen ihrer Arbeit nach −

wie überall in allen Städten.

Salzburg ist ja eine Kleinstadt mit allen

Fehlern und Annehmlichkeiten.

Jeder kennt jeden, man trifft sich am

Würstlstand, auf dem Grünmarkt oder

im Kaffeehaus, das ja bekanntlich das

zweite Wohnzimmer der Österreicher

ist. Schon am Vormittag sind die kleinen

Tischchen besetzt, in der Hauptsache

von Männern, die, einen großen

Braunen vor sich, genüsslich die Zeitung

lesen. Auch wenn sie stundenlang

hier sitzen − sie werden vom Ober

nicht belästigt, der tauscht nur zeitweilig

das Wasser aus.

Aber die Vorstadt hat auch noch andere

kleine beachtenswerte Dinge parat,

die das Bild einer Stadt erst ausmachen.

Da gibt es Jausenstationen,

kleine intime Plätze zum Ausruhen

und Plaudern. Es gibt kleine verschnörkelte

Stiegen, plätschernde

Brunnen und heimliche Gässchen, wo

Pärchen des Abends heimwärts zieh’n

(so ein Wienerlied). Beides gehört zu

Salzburg, das Zentrum und die Vorstadt.

Es ist sozusagen die gute Stube,

in die man gerne hineingeht und nur

ungern wieder hinaus. Aber ich

glaube, Ihnen genug von Salzburg erzählt

zuhaben.

Ich bin von meinen Spaziergängen

müde geworden und fahre wieder

heimwärts. Kommen Sie mit, ich zeige

Ihnen noch, wo und wie ich wohne: In

einem bevorzugten Villenort, südlich

von Salzburg mit Namen Aigen bin ich

zu Hause. Vom oberen Stock eines

großen Hauses schau ich auf das Aigner

Kircherl, ein kleines barockes

Kunstwerk, in dem schon die Eltern

von Mozart getraut wurden. Mein

kleiner Balkon wird flankiert von unserem

1300 Meter hohen Hausberg,

dem Gaisberg, und rechtsseitig beschützt

mich das wuchtige Felsmassiv

des Unterberges, in dem der alte Barbarossa

haust. Die Straße unten wird

von einer baumbestandenen Allee gesäumt,

die sich bis zum Schloss Aigen

erstreckt. In dieser Allee, die haupt-

ÖSTERREICH

Helma Braun-Sommer

Manchmal, wenn Helma

Braun-Sommer auf ihrem

Balkon in einem Salzburger

Villenvorort sitzt,

kommt sie ins Träumen.

Dann sieht sie vor ihrem

geistigen Auge die wunderbar

bunt gefärbten Buchenwälder

Oberkochens,

die sie einst kreuz und quer

durchwandert hat. Und sie

rät jedem, der daran denkt,

auszuwandern, sich dies

gut zu überlegen.

Helma Braun-Sommer

Josef-Kainz-Straße 7

A-5026 Salzburg

Truthahnessen mit der großen Familie

I

ch lebe schon 54 Jahre in Columbus/Ohio.

Leider bin ich schon seit

zehn Jahren Witwe. Weihnachten verbringe

ich bei meiner jüngsten Tochter

Tammy mit Familie. Wir haben die

Tradition nach dem Tode meines

Mannes angefangen, an Heiligabend

mit meinen zwei Enkeln (Jade 14 und

Angelo 1) die Nacht zuverbringen.

Am Weihnachtstag stehen alle früh

auf. Schließlich bringt in Amerika

Santa Claus während der Nacht die

Geschenke − direkt durch den Kamin.

Nachmittags kommt dann meine

Tochter Despine mit ihrer Familie sowie

meine Tochter Dena, die auch ihre

Familie mitbringt. Es gibt das traditionelle

Truthahnessen.

Ich freue mich, eine so große Familie

zu haben, denn ich war die einzige

Tochter meiner Eltern Maria und Jakob

Lutz und ich habe mir oft gewünscht,

Geschwister zuhaben.

Auf diesem Weg wünsche ich allen,

die mich noch kennen, sowie meinen

Einer für alle

wünscht



fröhliche

Weihnachten

� �

Allen unseren Kunden,

Freunden und Bekannten

� wünschen wir �

frohe Weihnachten,

bedanken uns für Ihr

Vertrauen und starten mit

Ihnen in ein gesundes

neues Jahr.


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Lilo Demopolis mit ihren drei Töchtern und deren Familien.

Schulfreunden recht frohe Feiertage.

Lilo Demopolis, geb. Lutz

(von der Bierhalle in Aalen)

���

Baut auf zufriedene Kunden

und wünscht allen

frohe Weihnachten und ein

gesundes, erfolgreiches

2007.


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Siegfried Kiesel

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43229 Columbus, OH

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Die Fotos zeigen Helma Braun-Sommer an ihrem 93. Geburtstag.

sächlich von Sportlern genutzt wird,

laufe auch ich jeden Morgen mit meinen

Walkingstöcken eine halbe

Stunde.

Da die ganze Gegend aus Grünflächen

besteht, kann man auch herrliche

Spaziergänge machen. Allerdings,

wenn der gefürchtete Schnürl-

Regen einsetzt, der die Wiesen in

Sümpfe verwandelt, kann man nicht

mehr zum Haus heraus. Am Abend

besuche ich meine Freunde, die in der

nahen Villenkolonie ein großes Haus

mit Park haben, zum Heuerle.

Im Großen und Ganzen komme ich

mit den Österreichern gut zurecht.

Was sie wirklich denken, weiß man

nicht so genau. Hinter vorgehaltener

Hand nennen sie uns Piefe, bei der Begrüßung

heißt es „Küss die Hand!“.

Ich lebe ja alleine und wenn ich

manchmal auf meinem Balkon sitze,

komme ich ins Träumen. Da sehe ich

vor meinem geistigen Auge die wun-

derbar bunt gefärbten Buchenwälder

Oberkochens, die ich früher kreuz und

quer durchwandert habe. So eine

Pracht gibt es nirgendwo! Sie haben

uns in Kriegszeiten beschützt und bereicherten

mit ihren Bucheckern unseren

armen Speisezettel. Die alten

Oberkochener werden sich noch daran

erinnern. Oft wandern meine Gedanken

in die Heimat und es fällt mir

dies und jenes ein, was ich früher nicht

beachtet habe. Das ist schön und

schmerzlich zugleich!

Alle, die auswandern wollen, kann

ich nur ermahnen, sich das gut und

reiflich zu überlegen. Fort gehen ist

leicht, zurückgehen oft unmöglich.

Und es wird überall nur mit Wasser

gekocht. An Fernweh ist noch keiner

gestorben, anHeimweh schon!

Ich wünsche Ihnen allen ein frohes

Weihnachtsfest und grüße Sie mit einem

österreichischen Gruß: Servus!

Helma Braun-Sommer

Liebe Grüße und der

Wunschnachviel Post

I

ch bin mal wieder etwas in Eile.

Durch den Umzug ist noch nicht

alles an Ort und Stelle. Dieses Jahr war

für mich nicht so gut − wegen einiger

gesundheitlicher Probleme. Doch ist

es Gott sei Dank nichts Ernstes.

Zunächst wünsche ich Ihnen allen

frohe Weihnachtstage und ein glückliches,

gesundes neues Jahr 2007.

Herzliche Weihnachtsgrüße an alle

Lieben in Aalen und Umgebung, auch

unbekannte und ältere Leutchen in

Altersheimen sowie die besten Wünsche

für das neue Jahr.

Wir grüßen übers weite Meer:

Maria Thorwart, Ellwangen; Familie

Reinhold Preininger, Aalen (Warte auf

Antwort); Maria Thorwart und Sohn,

Aalen; Familie Xaver und Heidi Weiß

und Geschwister; Lydia Gensmantel

und Söhne, Hüttlingen; Britta Walter,

Aalen; Gerlinde Lergenmüller, Ober-

kochen; Familie Kuklinski, Jutta, Klaus

und Kinder; Herr Oberbürgermeister

Martin Gerlach.

Wir freuen uns auf viel Post aus der alten

Heimat. Es ist traurig, letztes Jahr

war kein einziger Gruß an uns.

Hildegard Gastor

AUSTRALIEN

Hildegard Gastor

Keiner hat ihr zu Weihnachten

und zum Jahreswechsel

2005/06 geschrieben,

deshalb wünscht sie

sich dieses Jahr viel Post.

Hildegard Gastor

Nr. 10Pheasant Place

Legana 7277,

Tasmania/Australien

Das – Team Aalen bedankt sich für die

vertrauensvolle Zusammenarbeit im Jahr 2006!

All unseren Kunden und Mitarbeitern wünschen wir ein

gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins

neue Jahr.

AG & Co. KG

Bahnhofstr. 23

73430 Aalen

Telefon 0 73 61 / 9 67 90


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite3

„EmHerzasen mrewig jong“

W eil

e grad von meiner Schwester

Hedwig em Brezga-Blase (Eugen

Hafner) sei nuis Büechla kriagt

han ond jetzt scho em Schwäbischa

drenna be, will e heit mein Bericht auf

schwäbisch-olemerisch schreiba, oser

scheana Mundart.

Des isch jetzt mei siebter Beitrag zur

Aktio Weihnachtsgrüße aus aller Welt,

ond’s moischte was wissenswert isch,

USA

Aloisia Foote

Auf schwäbisch schreibt in

diesem Jahr ihre Weihnachtsgrüße

Aloisia Foote

geb. Mahler. Der Grund:

ihre Schwester Hedwig hat

ihr das neueste Buch von

Eugen Hafner geschickt.

Und das liest sie natürlich

auch gleich.

Aloisia Foote geb. Mahler

546 Kime Ave.

West Islip,

N.Y. 11795

USA

hab e scho en frühere Bericht vrzehlt.

Also a kurza Wiederholung: I ben 1949

noch Amerika ausg’wandrt. Von dr

Schual her hot mr Englisch kenna, also

a paar Hürdena waret scho überwonda.

Abr es war doch a groaß Ondernehma.

Ma hot sich drüeba vrheirigt

ond Kendr send au komma, drei

Buaba ond oi Mädle. Dia hen mr vierzeh

Enkele g’schenkt, dronter zwoimol

Zwilling, dia ja in oser Familie laufet.

Em Moi des Johr ben e au Uroma

worra. Wo e amol em Ruhestand war,

hab e mr d’Welt a bissle a’guckt. Abr

seit dem Terrorischta-Aschlag auf

New York ond auf andere Ländr

macht’s Reise koin Spaß meh. Jetzt

därf mr net amol mea a Zahpaschta

odr Gsichtscreme ens Handgepäck

do. Bei dera druckena Luft em Flugzeig

isch a bissle Creme nötig ond

deine Zeh willsch noch ema Nachtflug

au putza. Früher hot d’Lufthansa

kloina Fläschla mit Toiletta-Artikl em

WC ghet, abr der Luxus exischtiert

nemme, wahrscheinlich hot des da

Profit reduziert.

Weihnachta wird bei mir emmer no

noch deitscher Traditio am Heiliga

Obend g’feiert. D’Enkela send au do

ond lernat drbei au andere Sitta ond

Das Bild ist die Glückwunschkarte vom weihnachtlich geschmückten Kamin mit Socken für die ganze Familie

von Aloisia Foote.

Gebräuch kenna. Am Weihnachtsmorga

isch dann bei ehne Bescherung

noch dr hiasiga Sitte, wo dr Santa

Claus übr Nacht kommt ond d’Geschenkla

durch da Kamee ens Haus

brengt.

Brötla bach e au no äll Johr, wenn

au älle auf ihr schlanka Linie ond aufs

Cholesterin aufbassat. D’Enkela sollet

au net so viel süaße Sache essa, weil se

drvo z’lebendig werrat. Des Problem

hots bei os net gäba. Während em

Zunächst für ein Jahr −dann für immer

A ls

ich vor drei Jahren arbeitslos

wurde, nutzte ich die Zeit, um für

ein Jahr ins Ausland zu gehen. So kam

ich nach El Soberio in Misiones in Argentinien.

Dort wohnte ich zunächst

ARGENTINIEN

Thomas Deininger

Nachdem Thomas Deininger

schon immer gerne die

Weihnachtsgrüße aus aller

Welt“ gelesen hat,

nahm er sich für dieses

Jahr vor, einen Lesergruß

aus Argentinien zu schreiben.

Ursprünglich sollte

sein Aufenthalt dort nur

ein Jahr dauern − jetzt hat

er dort geheiratet und führt

mit seiner Frau einen kleinen

Bauernhof. Über

Briefe nach Argentinien

freut er sich sehr.

Thomas Deininger

Capinlargo

3364 El Soberio/

Misiones Argentinien

Email:

Pension2saltos@web.de

im katholischen Pfarrhaus und half in

verschiedenen Dingen aus. Besonders

gerne hielt ich mich in einem einfachen

Stadtviertel auf. Dort schaute

ich gelegentlich in der Essstube vorbei,

half bei der Hausaufgabenbetreuung

mit und organisierte eine Singund

Spielstunde für die Kinder.

Mit der Zeit ging ich dann auch

dazu über, die Familien der Kinder zuhause

zu besuchen. Und so lernte ich

eine Witwe mit zehn Kindern kennen.

Ich verliebte mich in sie und beschloss,

in Argentinien zu bleiben.

Im April vergangenen Jahres heirateten

wir, kauften uns Land außerhalb

der Stadt, bauten uns ein Häuschen

und legten nach und nach Ackerland

und Weidefläche an. Nun haben

wir mehrere Kälber, Ochsen, zwei

Kühe, einige Schweine, viele Hühner,

Gänse und Enten. Also einen kleinen

Bauernhof. Außerdem pflanzen wir

Mais, schwarze Bohnen, Maniok, Süßkartoffeln,

Erdnüsse, Sojabohnen,

Gurken und Melonen an, vorwiegend

für den Eigenbedarf.

Gelegentlich arbeite ich auch in

meinem alten Beruf als Bauingenieur.

Da es hier im Ort keinen mit vergleichbarer

Ausbildung gibt, werde ich ab

und zu darum gebeten, Pläne für Bauvorhaben

zu entwerfen.

Wir wünschen allen unseren

Kunden, Freunden und

Bekannten ein frohes

Weihnachtsfest und alles Gute

im neuen Jahr.

Schmiedstraße 9 · Ellwangen

Carl-Zeiss-Straße 89 ·73431 Aalen

Tel. (0 73 61) 94 16 00 · Fax (0 73 61) 94 16 88

Mein Tagesablauf ist hier völlig anders

als in Deutschland. Morgens

müssen die Tiere gefüttert und die

Kühe gemolken werden. Sechs unserer

Kinder gehen in die Schule und in

den Kindergarten. Ich fahre sie mit

dem Auto hin, die einen vormittags,

die anderen nachmittags. Daneben

gibt es immer etwas zu tun, die Arbeit

auf dem Feld, Holz hacken, Wasser

pumpen (Motorpumpe) oder irgendwelche

Restarbeiten am Haus.

Bis Ende des Jahres hoffen wir, ans

Stromnetz angeschlossen zu werden.

In der katholischen Gemeinde vor Ort

gebe ich Erstkommunionunterricht

für 27 Kinder und Jugendliche und

halte sonntags Wortgottesdienste. Sie

werden nur wenig besucht. Doch ich

hoffe, dass das Interesse daran

wächst. Eine richtige Messe gibt es leider

nur einmal im Monat, da die beiden

Pfarrer hier über 40 Gemeinden

zu betreuen haben. Mit meinem Bericht

verbinde ich viele Grüße an alle

Freunde und Bekannte, besonders an

alle Fachsenfelder und den Abi-Jahrgang

1988 des KGW. Wer mir schreiben

möchte, kann dies tun, allerdings

sei schon jetzt gesagt, dass ich hier wenig

Zeit zum Schreiben finde. Frohe

und gesegnete Weihnachten an alle.

� Alles




Thomas Deininger


rund ums Nähen


� Frohe �


Weihnachten

� und ein �

gutes neues Jahr

� wünscht �


Ihnen das

Team vom

� �

Spitalstraße 7 - Aalen

Tel. 0 73 61/96 99 90

Kriag war ebbas Süaß a Seltaheit, ond

oft waret d’Brötla mit Süaßstoff bacha,

weil dr Zuckr rationiert war. No

schenkt ma halt a paar Brötla her an

dia, wo selber net bachat. Dia freiat

sich drübr, ond z’Sach isch weg.

Bei osere Wahla afangs November

hots an Omschwong gäba. D’Leut hen

allmählich da Kraga voll von dr jetziga

Regierung ond dem Kriag, wo so onätig

isch wia aKropf.

Des Johr isch mei Älteschter Fufzga

worra. Do wurd’s oim erst klar, dass

mr nemme de Jengscht isch, wenn

d’Kender au scho da Fufzger auf em

Buckel hen. Aber i tröscht me mit dem

letschta Satz von dem Gedichtle:

Wenn Sechzig bischt ond drüber, des

mei Dante emmer vortraga hot: em

Herza sen mr ewig jong, ond lachet

grad zom Bossa. En dem Senn wensch

i älle recht scheane Feierdig ond an

guata Rutsch (abr net auf em Glatteis)

ens nuie Johr.

Aloisia Foote geb. Mahler

Gern mit dem Auto unterwegs

Z uerst

wünsche ich allen Bekannten

schöne Feiertage. Ich bin in

Beuren auf dem Härtsfeld aufgewachsen

und lebte in Aalen mit meiner

Schwester und ihrem Mann.

Seit 53 Jahren lebe ich in Burr Oak.

Meinen Mann habe ich über eine Zeitschrift

kennen gelernt. Wir waren

40 1 / 2 Jahre verheiratet. Dann starb

mein Mann an Krebs. Seit 13 Jahren

habe ich ein kleines Haus und lebe mit

meiner 18 Jahre alten Katze zusammen.

Ich habe ein gutes Auto, mit dem

ich zum Einkaufen und den Ärzten

fahre, da ich gerne Auto fahre. Seit 53

Das Foto zeigt Barbara Renner an

ihrem 80. Geburtstag.

Jahren habe ich Heimweh, aber man

darf nicht daran denken. Kinder habe

ich nicht, somit bin ich allein und das

Leben geht weiter.

USA

Herzliche Grüße aus Amerika

Barbara Renner

Barbara Renner

Ich lese gerne die Zeitung

von Euch, schreibt Barbara

Renner. Ihren Brief hat sie

in Sütterlin geschrieben. In

unserer SchwäPo-Redaktion

hat diese Schrift niemand

mehr lesen können.

Deshalb hat Heribert Maurer

aus Wasseralfingen bei

der Übersetzung dieses

Briefes geholfen.

Im Brief grüßt Barbara

Renner aus Amerika.

Barbara Renner

P.O. Box 244

Burr Oak, KS66936-0244

USA


Seite4■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr.

8.00 – 18.00 Uhr

Sa. 8.30 –

14.00 Uhr

von Blumenhaus

Friedhofstraße 30 · Aalen · Tel. (0 73 61) 6 25 35

in der Aalener City.

2007

Frohe

und geruhsame

Festtage

und alles Gute

für 2007

wünscht das

gesamte Team

unserer verehrten,

treuen Kundschaft.

Schreiben & Schenken

Papier & Malen

Weihnachten mitdem dritten Urenkel

D

as Weihnachtsfest ist nun nicht

mehr weit und die Stadt ist wie

jedes Jahr festlich geschmückt, und

auch wir haben bereits den Weihnachtsbaum

im Wohnzimmer. Dieses

Jahr wird mein drittes Urenkelkind

Gustav dabei sein, wenn die Kerzen

angezündet werden. Heute möchte

ich von einem schönen Ausflug berichten,

als wir mit unserem Besuch

die Naturschauspiele besuchten,

nämlich die Iguaçufälle im Bundesstaat

Parana, am Schnittpunkt zwischen

Brasilien, Argentinien und Paraguay.

Inmitten eines dichten Tropenwaldes

stürzt der Fluss Iguaçu mit

einer Wassermenge von 5000 Kubikmetern

pro Sekunde in mehreren Stufen

aus einer Gesamthöhe von 80 Metern

in fast 300 Katarakten hinab. Das

größte Wasservolumen stürzt in die

Garganta do Diabo, den Teufelsschlund,

hinunter, die stets von einem

aus Gischt gebildeten Nebel bedeckt

ist. Foz do Iguaçu, wörtlich die Mündung

dieses Flusses in den Parana,

oberhalb derer sich die Fälle bilden, ist

etwa 1000 Kilometer von Sao Paulo

BRASILIEN

Irma Spiegler

Seit 55 Jahren lebt Irma

Spiegler in Brasilien. Während

sie in den vergangenen

Weihnachtsgrüßen

vom geschmückten Haus,

der Adventszeit und Weihnachten

erzählt hat, berichtet

sie heuer von einem

imposanten Ausflug.

Irma Spiegler

Rua Carida, 199

Jardim Hilton Santos

04461-000

Sao Paulo SP Brasilien

Irma Spiegler war mit ihrem Besuch an den Iguaçufällen im Bundesstaat

Parana, amSchnittpunktzwischen Brasilien,Argentinien und Paraguay.

entfernt, mit dem Flugzeug zwei

Stunden. Wir sind allerdings mit dem

Auto gefahren, um unserem Besuch

ein Stückchen von Brasilien zu zeigen.

Die Fälle, die sich in einem sehr

großen Naturschutzpark befinden,

sind dauernd von einem Nebel bedeckt.

Innerhalb dieses sehr großen

Gebietes liegen viele Hotels 1. Klasse

mit allem Komfort. Zwischen Felsen

und Bäumen führen einfache Wege

von einem Aussichtspunkt zum andern.

Die Atmosphäre ist tropisch

heiß, aber durch die feine Gischt ab-

Irma und der Nachwuchs.

gekühlt: mittlere Temperatur 22,5

Grad Celsius.

Einzelne Abschnitte geben eine

Vorstellung von dem, was ein Urwald

ist, dessen Baumkronen durch ein

wahres Netzwerk von Lianen verbunden

ist. Von August bis Ende des Jahres

bilden die einheimischen Orchideen

glänzende Farbtupfer aus dem

Grün des Blattwerks, zu dem der tiefrote

Boden einen starken Kontrast bildet.

Der ständige Lärm der Wassermassen,

die auf die Felsen herabstürzen,

ist in einem Umkreis von drei Kilometern

zu hören. Am Mirante, einem

Beobachtungsposten oberhalb

der Fälle, gibt es einen Fahrstuhl, der

die Touristen zu einem Punkt hinaufbringt,

von dem aus sie das Panorama

der Wasserfälle überblicken können.

Wir haben den Besuch nicht bereut

und schauen uns die Fotos und Postkarten

immer gern an. Wir wünschen

unseren Verwandten, Freunden und

Bekannten sowie auch der Redaktion

und ihren Mitarbeitern frohe Weihnachten

und ein gutes neues Jahr.

Irma Spiegler mit Angehörigen

Grüße aus dem sonnigen Griechenland

D ie

sonnigsten Weihnachtsgrüße

aus Griechenland von der Insel

Thassos schicken in diesem Jahr zum

ersten Mal „Jule“ und „Bär“: Guten

Tag oder wie man hier sagt Kalimera.

Wir möchten auf diesem Weg Weihnachtsgrüße

an unsere Familie und

Freunde in Aalen und Schwäbisch

Gmünd senden. Dafür bedanken wir

uns recht herzlich −efkaristo.

Auch herzliche Grüße gehen an unsere

ehemaligen Stammkneipen Warsteiner

und Bonnie and Clyde.

Jamas, Bär und Jule.

Jule Seng und Bernd Brelle

E-Mail: jule@otenet.gr Jule Seng und Bernd Brelle auf Thassos.

Kein Platz für RosenbergerFußballer

F

reude und Mühe ließen uns das

ganze Jahr über vibrieren. Aber

das alles Übertreffende in Montoison

sind vor allem die Erneuerungsarbeiten

im Ortszentrum: die Neuanlage

des Rathausplatzes mit neuen Fassaden,

Grünanlagen und anderen Ört-

lichkeiten. Am Sportplatz werden gerade

die Garderobe und Umkleidekabinen

erneuert. Neue Siedlungen sind

auch im Gespräch und somit wird die

Bevölkerungszahl ansteigen. Zurzeit

zählt Montoison 1700 Einwohner. Zum

Himmelfahrtswochenende hätten wir

Zu Weihnachten wird die Christmette diesmal inMontoison gefeiert.

die Fußballer und deren Freunde aus

Rosenberg empfangen sollen, doch

hatten wir den Festsaal zu spät reserviert,

er war schon für eine Hochzeit

vergeben. Also konnten wir die Rosenberger

nicht aufnehmen.

Die Geburt von Mateo (am 13. Oktober

2005) löste in unseren Herzen

eine große Freude aus, er ist das vierte

Kind unseres Sohnes Dominique, der

neben uns wohnt. Seit dem 10. Oktober

läuft der Kleine nun allein.

Zu Weihnachten wird die Christmette

diesmal in unserer Kirche gefeiert.

Nur zweimal im Monat ist die

Sonntagsmesse in Montoison. An den

anderen Sonntagen müssen wir zur

Messe in Nachbargemeinden fahren.

Allen Lesern der Schwäbischen Post

wünschen wir nun frohe Weihnachten.

Wir werden an sie denken und

mit ihnen gemeinsam feiern.

Jacques Gey

Route d’Allex

F-26800 Montoison


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite5

Erinnerungen anBräuche aus dem Sudetenland

W elch

ein Zauber liegt in dem

Wort Weihnachten. Mir ist immer,

als leuchten die Sterne und der

Mond viel heller, die Freude funkelt

regelrecht vom Himmel und erleuchtet

manche Dunkelheit im Herzen.

Allzu gerne gehen meine Erinnerungen

an die stille Zeit mit meiner Mutter

und meiner Tochter in der deutschen

Heimat. Ich rieche förmlich

noch den Duft der Plätzchen, die Bastelabende

mit meiner Tochter bei Tee

und Weihnachtsbäckerei waren etwas

Besonderes.

Meine Mutter verstand es auch, so

wunderbar Feste zu feiern, mit den alten

Bräuchen aus dem Sudetenland,

diese Eigenschaft ihres Wesens hat

auch mein Naturell besonders geprägt.

Was gibt es Schöneres, als mit

Freunden oder lieben Menschen gesellig

zusammenzusitzen und Gedanken

und Erinnerungen auszutau-

ÖSTERREICH

Erika Holzamer

Erika Holzamer erzählt in

ihren Weihnachtsgrüßen,

wie sie Weihnachten feiert.

Auch wenn ab und an im

Kärntnerland sich Heimwehgedanken

breit machen,

die Weihnachtszeit

hat auch dort ihren besonderen

Zauber und Glanz.

Erika Holzamer

Weissbriach 236

A-9622 Weissbriach

Wunderschönes Kärnten, die Heimat von Erika Holzamer.

schen? Da kommen schon hin und

wieder ein wenig Heimweh-Gedanken

auf, besonders bei den liebevollen

Erinnerungen an die Weihnachtsfeste

mit meiner Familie. Aber auch hier in

Österreich, im schönen Kärntnerland,

hat die Weihnachtszeit ihren besonderen

Zauber und Glanz.

Mit großer Freude werde ich meinen

Kachelofen heizen und mit meinen

Freunden gemütlich in der warmen

Stube mit einigen guten Häppchen

Erinnerungen austauschen,

schöne Musik hören und bestimmt

auch das eine oder andere Weihnachtslied

anstimmen. Ein Höhepunkt

meines Weihnachtsfestes wird

auch der Besuch meiner lieben Kinder

sein, auf den ich mich heute schon

freue! Anton, der Berner Sennhund,

kommt natürlich auch mit.

Ein besonderes Erlebnis hier in

meiner neuen Heimat sind die erfri-

Zu Weihnachten wieder im Ländle

G rüezi

mitanand. Seit unsere zwei

Buben auf der Welt sind, rast die

Zeit nur so dahin. Sie sind beide in der

Schweiz geboren, aber ohne Anrecht

auf die Schweizer Staatsbürgerschaft.

Bei Euch im „großen Kanton“ denkt

man ja, das mit der Sprache sei kein

Problem in der Schweiz, „die reden ja

auch deutsch“. Weit gefehlt. Verwandte,

die uns besuchen und von

Schweizern angesprochen werden,

SCHWEIZ

C. und H. Unold

Christine und Heiko Unold

leben seit knapp drei Jahren

in Zürich in der

Schweiz. Heiko hat dort

eine Stelle als Assistent an

der ETH. Ursprünglich

kommen sie aus Essingen

und Unterrombach und

kennen sich seit der fünften

Klasse am Aalener

Theodor-Heuss-Gymnasium.

Seit elf Jahren sind

sie verheiratet und haben

zwei Buben − Nathan und

Joel.

Christine und Heiko Unold

E-Mail: c.h.unold@gmx.de

verstehen „nüüt“ (nichts).

Wenn ich mit unserem Älteren nach

draußen möchte, nimmt er sein Velo

(Fahrrad) zwischen die Beine. Auf

dem Spielplatz angekommen geht er

erst einmal zum Giraitsli (Schaukel)

oder Gigampfi (Wippe). Und bei schönem

Wetter können wir draußen unser

z’Vieri (Nachmittagsobst) essen.

Mängisch (manchmal) haben wir den

Bölla (Ball) dabei und gehen noch

tschuta (Fußballspielen). Und am 6.

Dezember kam bei uns der Sämichlaus

mit dem Schmutzli.

Im Großen und Ganzen fühlen wir

uns hier sehr wohl. Glücklicherweise

ist das Schwäbisch dem Züridüütsch

recht ähnlich und die Sprachdifferen-

schend herrlichen Spaziergänge

durch die weiße verträumte Winterlandschaft.

Besonders für Anton ist es

das größte Vergnügen, im weißen Pulverschnee

zu baden und umherzutollen.

Weihnachten − ist es heutzutage

noch ein Fest der Liebe, der Freude,

ein Fest der Familie, der Besinnung,

des inneren Friedens und der Versöhnung?

Geht im hektischen Kommerz

und im Trubel nicht allzu viel

vom Eigentlichen, Ursprünglichen

verloren?

Ich werde jedenfalls mit allen Kräften

versuchen, mir den inneren Weihnachtsfrieden

und -freude zu bewahren,

um das wärmende Licht des Friedens

anderen Menschen weiterzugeben.

Frohe Weihnachten der deutschen

Heimat und allen meinen

Freunden wünscht

Erika Holzamer

Das Bild zeigt Christine, Heiko, Nathan und Joel Unold.

Die Freude aufein Wiedersehen

L iebe

Grüße aus Florida von der

Dittus-Familie. Weihnachten ist

die Zeit der Freude und auch die der

Erinnerung und der Anerkennung, die

Zeit in der wir Gnade und Segen bekommen.

Lasset uns alle dankbar

sein. Meiner Familie und mir geht es

gut und wir freuen uns, dass wir das

gleiche von Deutschland hören. Wir

erwarten im April unser sechstes En-

kelchen. Meine Mutter feiert ihren 90.

Geburtstag am 22. Dezember. Da

werde ich feste mitfeiern.

Zur gleichen Zeit möchte ich gerne

Besuche machen, um Erinnerungen

auszutauschen. Ich freue mich auf ein

Wiedersehen. Auch vielen Dank für

die E-Mails. Wir wünschen Euch allen

fröhliche Weihnachten und einen guten

Rutsch ins neue Jahr. Dazu wün-

zen konnten schnell überwunden

werden.

Die Schweizer sind sehr kinderfreundlich,

vor allem die Frauen an

der Kasse inder Migros.

Trotzdem freuen wir uns immer,

wenn wir zu Besuch im „Billigland“

Deutschland sind. Im Vergleich zu Züricher

Preisen ist in Aalen alles so

schön billig. Da macht das Einkaufen

richtig Spaß, auch weil wir in der Stadt

immer wieder Bekannte treffen, die

wir lange nicht gesehen haben.

Dieses Weihnachten sind wir wieder

im Ländle und wünschen bis dahin

eine schöne Adventszeit.

Christine, Heiko, Nathan

und Joel Unold

schen wir Euch allen Gesundheit, Gottes

Segen und viel Spaß imLeben.

Herzliche Grüße senden Klaus Dittus

mit Familie

Klaus Dittus

PO Box 602

Bonifay Florida 32425

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Frohe W eihnachten

und ein gutes

neues Jahr!

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Seite6 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Wo die Sternenbilder auf dem Kopf stehen

R und

26 Stunden Flug, 12 Stunden

Zeitverschiebung, 18 170 Kilometer

Entfernung − endlich bin ich in

Neuseeland angekommen, am anderen

Ende der Welt. Niemals hätte ich

geglaubt, dass sich diese Erfahrung für

mich erfüllen würde.

Der Wunsch, ein Semester an der

University of Auckland zu studieren,

erforderte intensive Organisation. Da

die HDM Stuttgart keinen Partnervertrag

mit neuseeländischen Universitäten

pflegt, unterstützte mich das

Ranke-Heinemann-Institut bei der

Bewerbung. Dann ging es erst richtig

los.

Das Visum musste beantragt, Kurse

ausgesucht, eine Unterkunft in Auckland

und letztlich der Flug gebucht

werden. Als ich die Tickets in der Hand

Der Sky-Tower in Auckland.

hielt, konnte ich es immer noch nicht

glauben: Am 13. Juli 2006 würde ich

ans andere Ende der Welt fliegen.

Nach zwei Tagen Flug landete ich

schließlich in meiner neuen Heimat.

Zum Weihnachtsfest beim Enkel

S

chon seit mehr als zwei Jahrzehnten

berichtet uns Erika Brenner

aus den Vereinigten Staaten von ihrem

Leben und ihrer Familie. Vor Jahren

grüßte sie den Spion, als dieser in der

Samstagsausgabe der SchwäPo zu lesen

war − und die sie im fernen Amerika

per Post erhielt.

Auch dieses Jahr hat sie wieder einen

Weihnachtsgruß gesendet und

schreibt in diesem: Das Kärtchen lag

schon bereit, auch die Umschläge waren

schon beschriftet − ich muss ja alles

früh anfangen, denn es geht nicht

mehr so schnell mit der Schreiberei.

Das Kärtchen zeigt einen Türbehang

aus Rupfen, den ich einmal gemacht

habe. Mit Filz und Fell wurde es aufgeklebt,

es existiert noch und hängt an

der Tür. Heiligabend wird in diesem

Jahr beim Enkel gefeiert, da dort ja die

Kinder (8 und 12 Jahre) sind. Aber bei

Piha Beach inder Nähe von Auckland.

Der Jetlag war übrigens heftig. Zum

Glück bekam ich eine Unterkunft im

Studentenwohnheim. Die sieben Mitbewohner

waren sehr freundlich und

nahmen mich gleich am Wochenende

auf einen Ausflug mit − so bekam ich

einen ersten Eindruck von Neuseeland.

Was mir zuerst auffiel, war, dass

dort alles so extrem grün ist, und das

im Winter. Aber am anderen Ende der

Welt ist eben einiges anders. Winter ist

dort von Juni bis August. Zwar sinken

die Temperaturen nicht bis unter null

Grad, doch da in Deutschland gerade

Sommer war, war es für mich eine

große Umstellung, mit Jacke und

Schal durch Auckland zu laufen. Außerdem

steht das Sternenbild auf dem

Kopf, die Sonne wandert von West

nach Ost und um fünf Uhr abends ist

es dunkel.

Am ersten Uni-Tag hatte ich mich

immer noch nicht vom Jetlag erholt.

Es galt, den Vorlesungsraum suchen,

Skripte zu kaufen, ein Bankkonto zu

eröffnen, Freunde zu finden und und

mir zu Hause gibt es immer noch einen

Christbaum. Und warum? Beigelegtes

kleines Gedicht erzählt,

wieso. Kürzlich bekam ich die Serie

„World Book, Inc. Christmas around

the World Christmas in Amerika in the

Wir wünschen

allen unseren Kunden

ein frohes Fest

und ein gutes

neues Jahr!


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Alltägliches finden Sie überall,

dasBesonderefinden Sie bei uns.

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Wir wünschen allen unseren

Kunden ein frohes Weihnachtsfest

und ein glückliches,gesundes

neues Jahr!

und. Da die Uni

30 000 Studenten

unterrichtet und

ein großes Netzwerk

für Studenten

aus aller Welt

anbietet, war es

leicht, Kontakte zu

knüpfen.

Nach einer Woche

konnte ich

dem Ablauf an der

Uni folgen und

nach der zweiten

Woche hatte ich

auch den Jetlag

überwunden.

Das Unisystem in Neuseeland unterscheidet

sich sehr vom deutschen

Hochschulsystem, was aber nicht

heißt, dass es einfacher ist. Das Semester

teilt sich in zwei Mal sechs Wochen

Vorlesungen und einer zweiwöchigen

„Mid-Semester-Break“.

Nahezu jede Woche hatte ich ein

„Essay“ mit einer bestimmten Wortzahl

abzugeben, Kurztests zu schreiben

und Tutorialberichte zu verfassen.

Vor allem anfangs war es schwer,

alles auf Englisch zu verfassen. Aber es

gibt verschiedene Hilfsmöglichkeiten.

Dazu zählen auch die Professoren, die

persönlich helfen, entweder in der

Sprechstunde oder per E-Mail.

Ich arbeitete ständig für die Uni,

Neuseeland zu erkunden war für mich

nur in den Semesterferien möglich.

Ein Auslandsstudium ist eben kein Urlaub!

In der ersehnten Semesterpause

konnte ich mit Freunden die Nordinsel

erkunden.

Zu den Besonderheiten in Neuseeland

zählt auch der Linksverkehr.

Doch die Reisemöglichkeiten sind

1700’s and 1800’s“. Diese schildert,

wie die vielen Immigranten von der

alten Welt hier das Weihnachtsfest

mitgebracht haben − ein interessantes

Buch.

Unser Enkel wurde zwar hier geboren,

aber er erlebte alle Weihnachtsfeste

bei uns und sie blieben

ihm in starker Erinnerung. Er hat nun

eine amerikanische Frau, dennoch

wird Heiligabend nun mit der ganzen

Familie immer in seinem Hause gefeiert

und wir lieben es sehr. Geschenke

gibt es nur noch für die Kinder. Und

mein deutscher Kartoffelsalat ist immer

eine willkommene Beigabe zum

festlichen Abendessen.

Nun habe ich aber genug berichtet.

Ihnen allen wünsche ich frohe Festtage,

bleiben Sie alle gesund im neuen

Jahr. Und vergessen Sie den Spion

nicht!

seit 1909

Wir wünschen unseren

Kunden besinnliche

Weihnachtsfeiertage

und ein gutes neues

Jahr 2007!

Spitalstraße 5 · 73430 Aalen · Tel. (0 73 61) 6 14 58

einfach. Überall gibt es Info-Zentren

und günstige Übernachtungen in so

genannten „Back-Packern“. Man lernt

schnell andere Reisende kennen und

unternimmt dann meist etwas gemeinsam.

Neuseeland hat eine vielfältige

Landschaft. Die Vulkane lassen den einen

oder anderen Drehort vom „Herr

der Ringe“ wiedererkennen und halten

einen richtig gefangen.

Doch die unvergesslichste Erfahrung,

die ich mit Neuseeland verbinde,

war der Kontakt mit Delfinen in

freier Natur. Es ist atemberaubend,

mit diesen intelligenten Tieren im

Meer zu schwimmen. Deutlich hört

man sie kommunizieren und plötzlich

schwimmt ein ganzes Rudel unter einem

vorbei oder springt kunstvoll aus

dem Wasser. Die Lebensfreude der

Tiere ist unbeschreiblich.

Die Neuseeländer selbst werden liebevoll

„Kiwis“ genannt. Sie sind im

Allgemeinen „easy-going“ und „lazy“.

Damit meine ich eine gelassene Lebenseinstellung

mit nicht allzu viel

Aufregung. Sie sind mit sich und ihrer

Insel zufrieden und dadurch, dass sie

am anderen Ende der Welt wohnen,

ist „alles andere“ ganz weit weg.

Im Alltag, zum Beispiel im Supermarkt,

stößt man schnell auf neuseeländische

Gewohnheiten. Die Schlangen

an der Kasse sind sehr lang, denn

die Produkte werden bedacht über

den Sensor gezogen. Endlich vorne

angekommen, wird man interessiert

gefragt, wie denn der Tag so war. Ich

fiel vor Schreck fast in den Einkaufskorb

und musste zuerst meine deutsche,

hektische und kritische Einstellung

ablegen, um zu sehen, dass das

der gelassene und offene Lebensstil

USA

Ihrer Karte hat Erika Brenner

folgendes Gedicht beigefügt:

Der Wunderbaum

Der Christbaum, der Weihnachtsbaum,

der Wunderbaum,

er hat’s mir angetan.

Als kleines Kind schlich ich

mich nach dem Heiligen

Abend oft die Treppe hoch ins

Weihnachtszimmer, nur um

den Baum mir immer wieder

anzusehen. Im Schneidersitz

hockt’ ich am Boden, die Ellbogen

auf die Knie gestemmt,

damit den Kopf ich stützen

konnt. Unersättlich war ich im

Bewundern, ich kannte alle

NEUSEELAND

Sabine Schinko

Sabine Schinko aus Aalen

studiert an der HDM Stuttgart

und hat sich im vergangenen

Jahr für ein Auslandssemester

an der University

of Auckland in Neuseeland

entschieden. Bei

persönlichen Fragen zum

Auslandsstudium in Neuseeland

oder zum Land allgemein

steht sie gerne

Rede und Antwort.

Sabine Schinko

E-Mail:

sabineschinko@web.de

der Neuseeländer ist.

Nun sind die Vorlesungen vorbei

und ich bereite mich auf die Prüfungen

vor. Danach werde ich zunächst

den neuseeländischen Frühling genießen

und weiter auf die Südinsel reisen,

bevor es dann mit einem kurzen

Aufenthalt in Sydney zurück nach

Frankfurt geht.

Ich habe diese Erfahrung trotz intensivem

Arbeitsaufwand sehr genossen.

Das Zusammenleben mit Studenten

aus verschiedenen Ländern gibt

einen tiefen Einblick in andere Kulturen

und Lebensweisen. Auch wenn es

nicht immer leicht war: Ich bereue es

nicht und mein Traum vom Leben am

anderen Ende derWelthatsicherfüllt.

Dafür danke ich meiner Familie,

meinen Freunden aus Aalen und

Stuttgart und Michael für die liebevolle

Unterstützung über zwei

Ozeane. Auch wenn ich kurz vor

Weihnachten wieder in Aalen bin:

Merry Christmas and a Happy New

Year! See ya guys!

Erika Brenner

Kugeln, alle Sterne und die

kristall’nen Zapfen drehten

sich im Sonnenlicht. Ein Wunderbaum

ein Zauberbaum!

Wohl ist mir diese Lieb’ zum

Weihnachtsbaum ein Leben

lang geblieben, und oft sitz’

ich zum Ausruh’n nun vor’m

Bäumchen, nicht mehr im

Schneidersitz am Boden, ein

bequemer Sessel ist es nun

und ich beschau aufs Neue

mir den Wunderbaum!

Mit herzlichen Grüßen

Erika Brenner

24359 Union

Dearborn MI 48124

USA


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite7

Ein Lebenstraumverwirklichtsich

S eit

etwa sieben Jahren habe ich

meiner alten Heimat Hofherrnweiler

den Rücken gekehrt und habe

mir jetzt meinen Traum vom eigenen

Restaurant mit Motel erfüllt. Nachdem

ich in Aalen in der Röntgenpraxis

Dr. Schmittberger und Dr. Heuchemer

einige Jahre als MTRA gearbeitet

habe, bin ich in eine große Praxis nach

München gewechselt. Während dieser

Zeit habe ich meinen Jahresurlaub,

auf dem Faulhorn (2681 m) im Berner

Oberland verbracht. Im wohl höchsten

und ältesten Berghotel der Welt

habe ich zwei Sommer mitgearbeitet.

Das Hotel ist nur zu Fuß zu erreichen.

Lebensmittel werden mit dem Helikopter

hinaufgeflogen, es gibt kein

fließendes Wasser und es kam auch

mal vor, dass wir im Juni für eine Woche

eingeschneit waren. Es waren

zwei harte Sommer, doch die schönen

Erlebnisse und der unbeschreibliche

Panoramablick waren Entschädigung

genug.

Nach dieser Zeit war mir klar: Hier

möchte ich gerne leben. Kurzerhand

habe ich in München gekündigt und

in Deutschland alles aufgegeben. Ich

wollte meinen Lebenstraum von einer

eigenen Pension oder einem Café in

der Schweiz verwirklichen.

Zuerst habe ich das Wirtepatent in

Bern gemacht. Dieses erlaubt in der

Schweiz Quereinsteigern, ohne eine

Ausbildung im Hotelgewerbe, durch

Der Traum von Patrizia Haas ist in Erfüllung gegangen.

Ein Grenzgängerin Südeuropa

N

ach nun mehreren Jahren im

Ausland möchte ich auf diesem

Weg Grüße an meine Familie und

Freunde senden. Das Jahr 2006 war

für mich durch viele Szenenwechsel

geprägt. Angefangen in der Dominikanischen

Republik, wo ich für ein

5-Sterne-Resort tätig war, hat es mich

über Umwege nach Gibraltar geführt.

Ich wohne in der spanischen

Grenzstadt La Linea de la Conception.

Beruflich bin ich nun in Gibraltar

angekommen. Als täglicher

Grenzgänger − wie ein großer Teil der

Beschäftigten in Gibraltar − oder besser

gesagt Grenzfahrer, geht es für

mich jeden Tag mit dem Fahrrad nach

Gibraltar, um dort in der boomenden

Welt der Online-Casinos meine Brötchen

zu verdienen.

Das Ambiente vom tiefsten Andalucia

bis hin zur multikulturellen Mischung

Gibraltars kann man sich hier

praktisch aussuchen.

Auch das Wetter! Bei strahlendem

Sonnenschein auf der spanischen

Seite ist es nicht unüblich, dass über

den Abschluss einer theoretischen

Ausbildung, einen eigenen Betrieb zu

führen. Um Erfahrungen zu sammeln

habe ich mich im Hotel „Bellevue des

Alpes“ auf der Kleinen Scheidegg am

Fuße von Eiger, Mönch und Jungfrau

beworben. Das Hotel zählt zu den wenigen

noch existierenden Grandhotels

des 19. Jahrhunderts und wird noch

heute als Familienbetrieb geführt. Es

war ein riesen Glücksfall für mich als

Quereinsteigerin, dass ich dort die

Chance bekam, gleich als Assistentin

der Hotelleitung das Hotel mitzuführen.

Ich habe die Verantwortung gerne

übernommen, dort sehr viel gelernt

und meinen jetzigen Geschäftspartner

Christian von Almen, der in dieser

Zeit das Hotel leitete, kennen gelernt.

Die nächsten Jahre habe ich in einigen

Hotels und Bergrestaurants des

Berner Oberlands im Service gearbeitet.

Und jeweils ein Vierteljahr in Paris

und London gelebt, um die Sprache zu

vertiefen. Dieses Jahr hat sich nun

mein Traum von der Selbstständigkeit

erfüllt. Darauf habe ich fünf Jahre in

der Schweiz hingearbeitet und habe

jetzt mit meinem Geschäftspartner

ein Restaurant und Motel mit 19 Zimmern.

Das Motel und Restaurant

„Luna“ ist in Wilderswil, zwischen Interlaken

und Grindelwald mit großer

Terrasse und Blick auf Mönch und

Jungfrau. Ich bin überglücklich und

habe meinen Entschluss trotz vieler

Schwierigkeiten und Rückschläge nie

bereut. Ich fühle mich in meiner

neuen Heimat sehr wohl, habe aber

den Kontakt nach Aalen nie abbre-

dem britischen „Rock“ eine große

dunkle Wolke hängt. Und auch an die

Nähe zum afrikanischen Kontinent

wird man des Öfteren erinnert, wenn

das Handy mal wieder das marokkanische

Mobilfunknetz aufschnappt.

Soweit mein kurzes „Update“. Ich

wünsche allen ein frohes Fest und einen

guten Rutsch!

Grüße aus dem südlichsten Zipfel

Europas!

Ein Blick auf die Terrasse des Restaurant Luna von Patrizia Haas in der

Schweiz.

chen lassen und habe noch viele

Freunde dort, die ich auch immer wieder

gerne besuche.

Weihnachten kann ich dieses Jahr

nicht in Aalen verbringen, da in dieser

Zeit bei uns viel zu tun ist.

SCHWEIZ

Patrizia Haas

Patrizia Haas, geb. Seibold,

aus Hofherrnweiler hat

sich den Traum vom eigenen

Restaurant mit Motel

erfüllt: Sie betreibt mit ihrem

Geschäftspartner Motel

und Restaurant „Luna“

in Wilderswil, zwischen Interlaken

und Grindelwald

Ich wünsche allen, die mich noch

kennen und vor allem meiner Familie

und meinen Freunden in der Heimat

ein fröhliches Weihnachtsfest und

eine guten Rutsch in ein glückliches

neues Jahr 2007.

Patrizia Haas

mit großer Terrasse und Blick

auf Mönch und Jungfrau.

Patrizia Haas

Motel und Restaurant Luna

Obereigasse 50

3812 Wilderswil

E-Mail:

pat.haas@bluewin.ch

Bastian Fritsche

E-Mail: fridgee76@yahoo.com Bastian Fritsche vor dem bekannten Felsen von Gibraltar.

Ein lieberWeihnachtsgrußaus dem sommerlichen Brasilien

M ein

Vater Paul Benz, ein geborener

Aalener, wanderte

etwa im Jahr 1922 nach Brasilien aus.

Dort heiratete er meine Mutter Bertha

Schmitz. Als deren Sohn erblickte ich

im Dezember 1931 das Licht dieser

Welt. Seit den ersten Jahren meiner

Erinnerungen wurde immer Weihnachten

gefeiert, mit einem sehr geschmückten

Weihnachtsbaum, an

dem viele bunte Glaskugeln hingen,

bunte Kerzen und auch noch anderer

Schmuck. Am Fuße des Weihnachtsbaumes

stand immer eine Krippe. Am

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heiligen Abend

kamen einige

Freunde zu Besuch

und dann

wurden die

Kerzen angezündet.Danach

blieb

man eine

Weihnachten

in Brasilien

bei der Familie

Benz.

Weile ganz still und in Andacht versunken,

bis der Vater und die Mutter

die Geschenke verteilten. Auch sie waren

es, die das Startsignal gaben und

wir die Geschenke öffnen durften.

Dann war die Freude immer sehr

groß.

Diese Art Weihnachten zu feiern, ist

noch heute genau dieselbe bei den

Mitgliedern unserer Familie. Es sind

jetzt sechs Familien, davon tragen

acht Mitglieder den Namen Benz. Die

Weihnachtsfeier ist immer ein besonderes

Fest für alle Kinder. Es wird aber

2007

ohne Schnee und mit Temperaturen

über 25 bis 30 Grad Celsius gefeiert. Im

Allgemeinen ist die Weihnachtsfeier

auch so üblich bei den meisten Familien

in Brasilien. Anstatt eines Tannenbaums

wird ein Pinienbaum einer

der verschiedenen Arten verwendet.

Besonders beliebt sind die nicht so

sehr Stacheligen. Sogar gepflanzte Pinienbäume

in großen Vasen oder

Töpfen gibt es, damit sie mehrere

Jahre als Weihnachtsbaum verwendet

werden können. Neuerdings werden

auch oft künstliche Weihnachts-

bäume verwendet. In neuester Zeit

kommt der Werbung der großen Geschäftshäuser

für den Verkauf der Geschenke

immer mehr Bedeutung zu,

dass nur noch ans Kaufen gedacht

wird und viel von dem wahren Weihnachtssinn

verloren geht. Ich wünsche

allen Lesern der Schwäbischen

Post und besonders den Verwandten

der Familie Benz ein gesundes, gesegnetes

und friedliches neues Jahr.

Eberhard Benz

E-Mail: ebenz@terra.com.br

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Seite8■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST




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Unter dem blauen,afrikanischen Himmel

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ls Student arbeite ich am National

Laser Centre in Südafrika an

einem Projekt zur Erzeugung und

Messung von ultrakurzen Laserpulsen.

Meine Aufgabe ist es einen so genannten

Autokorrelator zu entwickeln,

aufzubauen und zu testen, mit

dem man die Pulsdauer messen kann.

Die Stimmung unter den Kollegen am

Institut ist sehr gut und es macht großen

Spaß mit erfahrenen Laserwissenschaftlern

zusammen zu arbeiten.

Eine Unterkunft wurde mir vom

National Laser Centre organisiert. Ich

wohne in Rosslie’s Gästehaus. Ihr Leitspruch

ist „It’s like coming home“ und

das stimmt vollkommen. Die Betreiber

Rosslie & Leon, deren Angestellte

und alle Gäste, ob nur für ein paar

Tage oder mehrere Monate, leben wie

eine große Familie unter einem Dach.

Die Atmosphäre ist herzlich und

freundlich. Abends sitzen alle an einem

Tisch beim Dinner, das meist typisch

südafrikanische Speisen bietet.

Fleisch steht hier hoch im Kurs.

Hauptsächlich Lamm, Rind und

Huhn, genauso wie frisches Gemüse.

Außer dass ich kulinarisch verwöhnt

werde, muss ich mich nicht ums Wäsche

waschen oder Zimmer putzen

kümmern. Das alles gehört zum Service

dazu. Und ich als „vorübergehender

Junggeselle“ genieße das in vollen

Zügen.

Als ich hier angekommen bin, habe

SÜDAFRIKA

Florian Kienle

Schöne Grüße aus Pretoria,

der Hauptstadt Südafrikas

sendet Florian

Kienle. Er ist in Südafrika

seit 1. September − für insgesamt

sechs Monate,

denn er will seine Diplomarbeit

dort machen. Er

schreibt, dass er zu Weihnachten

bei geschätzten 35

Grad und strahlendem

Sonnenschein im Krüger-

Nationalpark Löwen und

Elefanten ärgern möchte −

oder die ihn. Fest steht: Er

sendet viele Grüße an

seine Familie, die Verwandten,

alle die ihn sonst

noch kennen und ganz besonders

an seine Freundin

Petra, die er vermisst.

Email:

FlorianKienle� gmx.de

Zurzeit in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas: Florian Kienle.

ich erwartet, dass zumindest unter der

weißen Bevölkerung Englisch die

Sprache Nummer eins ist. Tatsächlich

ist aber Afrikaans (ähnlich wie Niederländisch)

deren eigentliche Muttersprache,

was auf die burische Geschichte

zurückgeht. Wenn die Menschen

in meiner Umgebung aber bemerken,

dass ich nur Englisch spreche,

dann wechseln sie natürlich sofort

die Sprache. Die meisten Südafrikaner

wachsen mindestens zweisprachig

auf.

Wettertechnisch hat Südafrika für

Sommerfans einiges zu bieten. Im

Hochsommer, also jetzt, sind im Inland

40 Grad und mehr nicht selten.

Sonnenschein ist sowieso ganz normal,

zumindest in meiner Gegend.

Pretoria wirbt Touristen mit der Tatsache,

dass es an 360 Tagen im Jahr sonnig

ist.

Natürlich habe ich schon viel Ausflüge

unternommen, um sowohl die

einmalige Tier- und Pflanzenwelt als

auch Südafrikas Geschichte, Traditionen

und Lebensstil kennen zu lernen.

Meist bin ich mit Kollegen oder anderen

Gästehaus-Bewohnern unterwegs.

Wir waren schon in etlichen

Tierparks und haben Löwen, Elefanten,

Nashörner, Flusspferde, Zebras,

Geparden, Impalas oder Gnus beobachtet.

Wir haben das südafrikanische

Las Vegas besucht, das eine Art Vergnügungspark

mit künstlicher Strandanlage,

Palast und Kasinos ist. Der Besuch

der „Cradle of Humankind“ war

interessant, denn dies ist der Ursprung

der Menschheit. Von den dort

gefundenen menschlichen Fossilien

stammen alle Menschen ab.

Extrem sind in Südafrika die sozia-

Liebe Grüße aus NewYork

M

it 18 Jahren bin ich nach Amerika

ausgewandert, nach New

York, wo damals meine beiden Tanten

lebten, die mittlerweile tot sind. Im

Deutschen Fußball lernte ich meinen

Mann Ludwig Manz kennen, der aus

Kempten/Allgäu stammt. Wir heirateten

im Juli 1964 in Mönchsroth

(deutsch), wobei unsere beiden Eltern

teilnahmen. Wir haben inzwischen

zwei große Söhne. Der Älteste ist verheiratet,

und wir haben mittlerweile

drei Enkelkinder (12, 14 und 16 Jahre

alt). Sie spielen für Astrian FC Fußball.

Der älteste Enkel, Stefan, geht zur

Fordham Preparatory High School

und gehört zu einem Traveling Team

Fußball, mit dem er jetzt für zwei Tage

in Maryland war. Mein Mann arbeitet

immer noch bei Schaller und Weber in

New York, wo er bereits seit 45 Jahren

Die Enkelkinder der Manz-Familie.

Thomas und Ludwig feiern Geburtstag.

Geschäftsführer ist. Er war am 14. Oktober

70 Jahre alt. Unser 14-jähriger

Enkel Thomas hat übrigens am 13. Oktober

Geburtstag. Ich meinte, er solle

nun in Ruhestand gehen, schließlich

bleiben uns nicht mehr viele Jahre.

Auf diesem Weg wünsche ich meiner

Familie König und Deininger sowie

all meinen Freunden und Bekannten

ein fröhliches, gesundes

Weihnachten und einen guten

Rutsch ins neue Jahr. Alles Liebe

und Gute, Thank you and Merry

Christmas and Happy Healthy

New Year.

Ihre Gisela Manz aus New York

len und politischen Verhältnisse.

Nachdem in den neunziger Jahren das

Apartheid-Regime durch Nelson

Mandela und seine Partei gestürzt

wurde, hat sich vieles verändert. Leider

in den meisten Fällen nicht unbedingt

zum Positiven. Die Arbeitslosigkeit

ist mit 35 Prozent immer noch

sehr hoch und dementsprechend lebt

ein großer Teil der Bevölkerung in

schlimmer Armut. Das grundsätzliche

Problem ist, viele Schwarze sind einfach

nicht ausreichend ausgebildet.

Gewalt, Überfälle, Diebstahl und

Schießereien sind traurigerweise an

der Tagesordnung. Und sie geschehen

direkt vor unserer Haustür. Besonders

in und um Pretoria und Johannesburg

ist die Situation extrem. Um sich zu

schützen, sind hohe Zäune und Mauern,

Sicherheitstore, Alarmanlagen,

private Sicherheitsdienste und vieles

mehr Standard. Wenn man sich jedoch

vorsichtig verhält und die Augen

offen hält, dann ist man trotz allem sicher.

Trotz der geschilderten Verhältnisse

ist es für mich eine wertvolle Erfahrung

in Pretoria zu leben und live

mitzubekommen, was man sonst nur

aus dem Fernsehen kennt. Viele Facetten

der Gesellschaft in Südafrika

waren mir vorher nicht bekannt und

tragen zu meinem Verständnis von

fremden Kulturen bei.

Es gäbe noch sehr vieles zu erzählen,

was aber den Rahmen dieses Berichts

deutlich sprengen würde.

Ich wünsche Euch allen ein schönes,

besinnliches Weihnachtsfest mit

möglichst viel Schnee und ein gesundes,

erfolgreiches Jahr 2007!

Florian

USA

Gisela Manz

Ein paar Jahre sind vergangen,

in denen Gisela Manz

nicht von sich und ihrer

Familie berichtet hat. Nun

sei es wieder Zeit, einen

kleinen Artikel zu senden,

denn die Feiertage stehen

vor der Tür und die Heimat

sei immer noch in Gedanken,

schreibt sie. Gisela

Manz, geb. König, ist übrigens

in Ellwangen geboren,

aufgewachsen in

Mönchsroth/Regelsweiler

mit ihren zwei Brüdern

Hans König (Polizei-Kommissar)

und Xaver Deininger

(Elektro-Großhandel).

Gisela und

Ludwig Manz

2043 Burr Avw.

Bronx, NY10461


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite9

Langeweile gibt esnicht

V

iel Spannendes gibt es leider

nicht zu berichten − wir hatten

schon lange kein Erdbeben mehr, niemand

hat uns überfallen oder ausgeraubt

und bei unseren Kurzreisen

ist uns kein Unfall passiert.

Mit 73 Jahren bin ich froh, geistig

und körperlich noch rüstig zu sein.

Auch meine Frau ist geistig und körperlich

noch fit. Wir trainieren jeden

Tag auf dem Hometrainer, ich hebe

Gewichte und meine Frau macht im

Whirlpool ihre Übungen. Außerdem

achten wir darauf, dass wir uns entspannen.

Wir nehmen täglich unsere

Vitamine ein und passen so gut es

geht auf unsere Diät auf. Seit 1. April

bin ich pensioniert. Die Umstellung

war in den ersten Wochen etwas

schwierig. Aber Langeweile gibt es

nicht. Wir sind oft unterwegs, essen in

Restaurants, gehen zur Eiskunstlauf-

Show, ins Theater und besuchen die

Nixon- und Reagan-Bibliothek.

Im September waren wir in Ottawa

(Kanada). Im Ottawa Civic Hospital

wurde zu Ehren meiner Schwägerin

ein Aufenthaltsraum für Angehörige

der Kranken eingeweiht. Die Schwester

von meiner Frau wurde vor zehn

Jahren brutal ermordet.

Außerdem habe ich wieder meinen

Freund Arnold besucht, der seine letzten

Jahre leider im Rollstuhl verbringen

muss.

Wenn wir nicht auf Reisen sind,

verbringen wir schöne Tage mit

Freunden und Bekannten. Als Hausbesitzer

gibt es immer etwas zu tun:

die reifen Orangen ernten oder Rettiche

einpflanzen, die wachsen hier im

Winter.

Sonntags gehen wir in den Gottes-

dienst und am Abend sitze ich gerne

vor dem Computer, um in Internet zu

schauen, was los ist. Ich schreibe noch

immer Briefe an unseren Präsidenten

George Bush und an andere Politiker.

Die Situation im Irak ist verkorkst, im

Nahen Osten sieht es nicht besser aus

und Afrika geht zu Grunde. Ich habe

in der Welt zwar wenig Einfluss, aber

wenigstens kann ich mir meinen Ärger

von der Pelle schreiben. Jetzt sind

die Demokraten wieder an der Führung.

Es gibt viel Gerede, aber bisher

leider noch keine konkreten Pläne, es

besser zu machen als die Republikaner.

Eigentlich ist es egal, wer hier in

den USA an der Spitze ist − etwa acht

große Konzerne bestimmen die ökonomische

und politische Richtung.

Ich finde, der Präsident ist nur ein

Bauer im Schachspiel dieser Firmen.

Bisher hat mich das FBI noch nicht

verhaftet. Trotz vieler Probleme hier

bin ich froh, Amerikaner zusein.

Weihnachten verbringen wir wie jedes

Jahr. Ich rufe an den Feiertagen

meine Schwester Doris Müller in

Laupheim und meinen alten Fußballkameraden

Stefan Hafner in Hofen an

sowie Freunde in Kanada. Wir werden

sicher mit Freunden in einen deutschen

Klub zum Essen gehen. Eigentlich

wäre es an der Zeit, Deutschland

mal wieder zu besuchen. Wir danken

Gott für seine Güte, nicht nur zur

Weihnachtszeit, sondern jeden Tag.

Herzlichst

Dieter und Donafaye Oltersdorf

Dieter und Donafaye Oltersdorf

USA

vor ihrem Heim in den USA. D. und D. Oltersdorf

Alle Jahre wieder senden

auch Dieter und Donafaye

Oltersdorf unseren Lesern

Weihnachtsgrüße aus den

USA. Obwohl es in Downey

(Kalifornien) schon lange

kein Erdbeben mehr gab

und das Ehepaar Oltersdorf

auch nicht überfallen oder

ausgeraubt wurde, gibt es

einiges Neues zu berichten.

Dieter Oltersdorf ist seit

April pensioniert. Langeweile

kommt allerdings

keine auf, denn die rüstigen

Zeitgenossen sind sehr unternehmungslustig

und am

aktuellen, politischen Zeitgeschehen

interessiert.

D. u. D. Oltersdorf

E-Mail:

dietz90240@yahoo.com

Ein Fest mit Lederhosen und Can-Can

I

m vergangenen Jahr haben wir im

Juni die Graduation unserer Enke-

lin gefeiert, wozu auch unsere Tochter

Charlotte von Arizona nach Baltimore

geflogen kam. Und am Weihnachtsabend

gaben uns unsere Kinder,

Charlotte und Robin, ein großes Fest

zu unserem 50. Hochzeitstag und zu

meinem 80. Geburtstag. Außer unseren

Verwandten, Freunden und Bekannten

aus USA erschienen zu unserer

größten Freude unsere Tochter

Charlotte mit Mann aus Arizona, unsere

Nichte Ute Grimm aus Unterkochen,

unser Neffe Fritz-Jürgen Heckmann

mit Familie aus Stuttgart und

unsere Neffen Bernd und Klaus Lud,

ursprünglich aus Bopfingen.

Es war schade, dass meine Schwestern

Gis Heckmann aus Bopfingen

und Ida Lorenz aus Westhausen nicht

kommen konnten, doch ich weiß, dass

sie im Herzen bei uns waren. Nun, unsere

Gäste aus Deutschland sind nicht

nur erschienen, sie brachten auch ihre

Lederhosen und Can-Can-Kostüme

mit und haben zusammen mit unseren

jungen Leuten hier ein tolles Pro-

Ein tolles Fest am Weihnachtsabend für Helene King und ihren Mann.

gramm aufgeführt, das Beste südlich

vom Broadway.

Dieses Jahr dürfen wir uns revanchieren

und fliegen am 12. Dezember

nach Deutschland zu Nichte Utes 60.

Geburtstag und zu einem typischen,

deutschen Weihnachten mit der ganzen

Familie mit Kerzen, deutschen

Weihnachtsliedern und vielleicht ein

bisschen Schnee auf Dächern, Bäu-

men und Wiesen. Wir können es kaum

erwarten! Nun wünschen wir allen,

besonders Verwandten und Bekannten,

im Leserkreis der Schwäbischen

Post ein recht frohes Weihnachtsfest

und „A guats nuis Johr“. Eure Helene

King, geb. Lud, mit Familie

Helene King

914 Circle Drive

Baltimore, MD21227, USA

Das 52.Weihnachten in der neuen Heimat

N

achdem wir im Oktober 1954 von Verwandten

und Freunden in Aalen, Abschied nahmen,

bauten wir im Staate Wisconsin westlich Milwaukee

ein Haus. Von Gletschern geformt ist die

Landschaft, in der wir jetzt leben. Flüsse, Seen, Felder

und Wälder auf Bergen und in den Tälern vermitteln

immer ein heimatliches Bild. Zu Weihnachten

haben wir fast immer Schnee. Erwartungsvoll

sehen wir dem 52. Weihnachtsfest in der neuen

Heimat entgegen und werden, wie alle Jahre, im

Kreise unserer Familie sein. In Erinnerung an Weihnachten

vergangener

Zeiten grüßen wir Verwandte

und Freunde:

frohe Weihnachten und

ein gesundesneuesJahr.

Rudi und Emma

Hansinger

E-Mail:

hansinger@wi.rr.com

USA

Rudi Hansinger

Rudi Hansinger hat uns

einen Zeitungsausschnitt

mitgeschickt mit

diesem Text: In den

nächsten Tagen verlässt

der VfR-Boxer Rudi Hansinger

mit Ehefrau und

Töchterchen Aalen, um

nach Milwaukee/USA

auszuwandern. Aus diesem

Anlass kam die Boxabteilung

im „Deutschen

Kaiser“ zusammen, um

mit Rudi noch einige

Stunden beisammen zu

sein. Auch der erste Vorsitzende

des VfR,

Kuhnle, und der GeschäftsführendeVorstand

Stuzmann fanden

sich ein, um an dieser

kleinen, internen Abschiedsfeierteilzunehmen.

Kuhnle würdigte in

kurzen Worten die Verdienste,

die sich Hansinger

für die VfR-Boxabteilung

erworben hat.

Allen unseren Kunden,Geschäftsfreunden und

Bekannten wünschen wir frohe Weihnachten

und ein gesundesund erfolgreichesneuesJahr!

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Wir freuen uns darauf, Sie mit den

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und ein

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Seite10 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Rindsrouladen mit Spätzle zum Fest

L

iebe Verwandte, Geschwister,

Nachbarn, Freunde und VfR-

Boxsport-Kameraden in Aalen. Im

Jahre 1964 habe ich mein erstes Weihnachtsfest

in den USA gefeiert, und

bald feiern wir das Weihnachtsfest im

Jahre 2006. Viele Jahre sind vergangen,

doch egal wie lange man schon von zu

Hause weg ist und in einer neuen Heimat

wohnt, man denkt besonders in

dieser Zeit zurück. In der Adventszeit

denkt man besonders an seine Eltern

und Geschwister, Nachbarn, Schulund

Sportkameraden und obwohl

viele nicht mehr leben, denkt man immer

noch an sie.

Seit 1964 bin ich schon in den USA.

Es war ein guter Entschluss für mich.

Wenn man gut verheiratet ist, stolz

sein kann auf seine Kinder, einen guten

Arbeitsplatz hat und vor allem gesund

ist, dann hat man alle Zutaten für

USA

Bernd Klingenmaier

Einer, der schon lange der

Heimat den Rücken gekehrt

hat, ist Bernd Klingenmaier.

Als 21-Jähriger

ist er 1966 auf Anraten seines

Onkels in die USA ausgewandert.

Mit dem Maschinenschlosser-Lehrbrief

und Techniker-Auszeichnung

sowie 200 Mark

in der Tasche kam er in

York, Pennsylvania an.

Heute geht es ihm gut. Und

im vergangenen Jahr kam

er viel in der Welt herum,

bei seinen Geschäftsreisen

Bernd Klingenmaier

3120 Skylight Drive West

York Pennsylvania

17402 USA

Bernd und Joan Klingenmaier mit Enkelin Katie.

Glück und Zufriedenheit.

Auch dieses Jahr war wieder ausgefüllt

mit vielen Geschäftsreisen in

alle Ecken der Welt: Süd-Amerika, Mexico,

Kanada und auch wieder Europa

− Belgien und Holland. Dies ist immer

eine Gelegenheit, mich mit meinen

Geschwistern zu treffen. So manche

Nacht wurde durchgeschwätzt, alte

Lieder gesungen und die ein oder andere

Flasche Rheinwein geleert. Ich

erinnere mich oft an das schöne Lied

„Wahre Freundschaft soll nicht wanken“.

Auch hatten wir die Gelegenheit,

den Sohn meiner Schwester Helga

hier in USA zu besuchen. Er war für einige

Monate in unserem Lande und

auf diesem Wege bleibt der Zusammenhalt

für die nächste Generation

erhalten.

Man merkt, dass es der Weihnachtszeit

näher geht, das milde

Herbstwetter hier im südlichen Pennsylvania

ist vorbei und kalte Nordwinde

von Kanada her bringen winterliche

Temperaturen. Die Häuser

sind feierlich geschmückt und bald

werden wir unseren Weihnachtsbaum

mit deutschem Weihnachtsschmuck

aufstellen. Weihnachten feiern wir

nach deutscher und amerikanischer

Tradition. Am Heiligen Abend sind

alle bei uns, dann gibt es Rindsrouladen

und Spätzle, dazu Blaukraut und

einen guten Rotwein aus Kalifornien.

Anschließend gehen wir zur Mitternachts-Kirche.

Am ersten Weihnachtsfeiertag

sind wir alle bei meiner

ältesten Tochter in Harrisburg/Pennsylvania

und deren Familie. Dann feiern

und essen wir nach amerikanischer

Tradition mit Truthahn, Sweet-

Potatoes und Corn, dazu den Traditions-Kuchen

von Pennsylvania, Kürbis-Kuchen.

Für mich und meine Frau

Joan ist es doch das schönste Weihnachtsgeschenk,

wenn man alle in Gesundheit

und Harmonie um sich hat.

In Gedanken sind wir bei vielen unserer

Freunde, deren diesjährige Weihnachtszeit

überschattet ist, deren

Mann, Frau, Sohn oder Tochter Militärdienst

tun, in Afghanistan oder im

Irak. Hoffen wir, dass es bald eine

friedliche Lösung gibt und alle Truppen

wieder nach Hause kommen.

In diesem Sinne wünschen wir allen

von dieser Seite des Ozeans frohe

Weihnachten oder wie man hier sagt

„A Merry Christmas“ ond a guats neis

Johr.

Euer Bernd Klingenmaier

und Familie

Eine Hochzeitals Höhepunkt desJahres

U

ns geht es soweit gut, was wir

von meinen Geschwistern Fritz,

Hannelore und Renate mit Familien

und allen Lieben in meiner Heimat

auch hoffen.

Wir hatten ein recht großes Ereignis

dieses Jahr: mein Neffe Joachim Rapp

und seine nette Freundin Claudia haben

den Bund fürs Leben geschlossen.

Meine ältere Tochter Lina mit Freundin

Vekesha konnten daran teilnehmen.

Sie hatten eine wunderschöne

Zeit und können es kaum erwarten,

mal wieder nach Deutschland zu

kommen. Meine jüngere Tochter

Heidi konnte leider nicht kommen, da

sie im Sommer keinen Urlaub nehmen

kann. Ihre Firma entwirft

T-Shirts für verschiedene Countrystars,

die besonders im Sommer auf

Hedwigs Tochter Heidi bei ihrer Arbeit mit

Schutzkleidung für Chemikalien.

Tournee gehen. Ich fing kurz nach

dem Hochzeitsfest meine Saisonarbeit

an. Das bringt etwas Extra-Geld

ein, nachdem mein Mann mit 59,5

Jahren seine Frührente eingereicht

hat. Ich genieße es, durch die Arbeit

mit Leuten zusammenzukommen.

Ich vermisse meine Nachbarn

in Oberkochen sehr.

Hallo, Frau Stephan, Frau

Mildner, Frau Ida sowie Sieglinde

Pietsch und Familie, mit

denen wir immer ein recht

lustiges Zusammentreffen

hatten und nebenher mit Ingrid

telefonierten, die lustige

Witze erzählte. Hallochen

Monika und Tochter mit Familie.

Ich hatte in den letzten Wochen

nur einen Tag in der Woche frei

und das wird bis Weihnachten so bleiben.

Ich quetsche alles, was ich tun

muss, in den einen Tag hinein. Wir

machen uns immer eine schöne Zeit,

wenn wir uns sehen, mit dem „Spiel

für Dumme“ (ein Würfelspiel), etwas

Champagner und etwas zum Na-

Entspanntstudieren

S einäjoki

liegt in Südwest-Finnland,

in der Region Ostrobothnia.

Seit September mache ich hier ein

Auslandssemester an der Business

School der University of applied sciences.

Ich bin hierher gekommen, um ein

Land kennen zu lernen, das trotz seiner

geringen Bevölkerung zu einer der

erfolgreichsten Staaten Europas geworden

ist. Und ich erlebte eine Zeit,

die mir sehr viel gegeben hat, besonders

aber Selbstvertrauen. Dabei traf

ich auf Menschen, die nicht viel sprechen

und sehr gastfreundlich sind.

Die Zusammenarbeit mit den Studenten

aus unterschiedlichen Nationen

ist ebenfalls sehr interessant. Der

Alltag hier ist entspannter und ruhiger

D

as Bild zeigt eine 3D-Weihnachtskarte, die Marianne Rydel geb. King an die

Schwäbische Post geschickt hat, mit folgendem Text: „Wishing you a very

Merry Christmas 2006“ − Wünsche der Schwäbischen Post frohe Weihnachten

und ein schönes neues Jahr. Auch meiner Familie und meinen Freunden in Ellwangen,

Schrezheim, Schleifhäusle und Jagstzell wünsche ich Glück und Gesundheit.

Meine Gedanken sind in der Heimat 2006 und 2007. Mit lieben Grüßen

Marianne Rydel und Familie.

Marianne Rydel, III Pickney Avenue, Plainville, Ct. 06062 USA

schen. Ich hatte auch noch keine Zeit,

Josef Kieweg zur Hochzeit von seinem

Sohn Michael zu gratulieren und zu

dem Enkelchen. Danke für die schönen

Fotos. Hallochen Alfons Reeb. Wir

denken an Dich mit Uschi, Sabine und

Familien. Liebe Grüße an alle meine

Klassenkameraden, die sich einmal im

Monat in der „Grube“ in Oberkochen

treffen. Wenn ich gerade in Oberkochen

bin, tauche ich dort auf. Vielen

Dank auch dem Oberkochener Rathaus,

das nie vergisst, uns von den

Entwicklungen in Oberkochen zu berichten.

Schöne Weihnachten sowie ein

glückliches, gesundes neues Jahr für

alle in meiner Heimat wünschen mit

vielen lieben Grüßen

Hedwig Harris geb. Rapp

und Familie

Fröhliche Weihnachten und

alles Gute im Jahr 2007

www.elektro-freiberger.de

als in Deutschland, was wohl an den

riesigen finnischen Wäldern liegt, die

das Land prägen. Am meisten entspannen

die Finnen in der Sauna, was

aber nicht meine Sache ist. Beim Studieren

kann man auch hier entspannen,

weil es eine wirkliche Rundumversorgung

für Studenten gibt, von der

sich deutsche Hochschulen eine

Scheibe abschneiden sollten. Das

Mensa-Essen spiegelt die Bevorzugung

jeglicher Kartoffelspeise im ganzen

Lande wider. Trotzdem freue ich

mich bald zurückzukommen.

Ich wünsche allen, die ich kenne,

frohe Weihnachten und einen guten

Rutsch!

Grüße Andreas Holzschuh

E-Mail: andynederlands@yahoo.de

USA

Hedwig Harris

Hedwig Harris geb. Rapp

bedankt sich in ihrem

Brief bei der Schwäbischen

Post und deren

Mitarbeitern, die mit der

Weihnachtsbeilage eine

„vorzügliche“ Arbeit machen

und ihr die Gelegenheit

geben, ihre

Weihnachtsgrüße in die

Oberkochener Heimat

zu schicken.

Hedwig Harris

106 South Valley Rd.

Hendersonville TN

37075

USA

Wir wünschen unseren Kunden

und Geschäftsfreunden

frohe

Weihnachten

verbunden mit den besten

Wünschen für das Jahr 2007!

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Teppich- und Fußbodencenter

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SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite11

Weihnachtsgrüße führen Familie zusammen

W ir

wohnen noch in unserem

ersten Haus, das am Rande der

Kreisstadt St. Thomas steht, etwa 16

Kilometer vom Erie See entfernt. Unser

Sohn Paul arbeitet als Werkzeugmacher

und wohnt als Junggeselle im

eigenen Haus in unserer Nähe. Unsere

Tochter Maria ist seit 13 Jahren verheiratet

und wohnt und arbeitet in der

größeren Stadt London, nördlich von

KANADA

Franz Trittler

Schon im Jahr 1990 hat

Franz Trittler für die Weihnachtsgrüße

einen Bericht

verfasst. Damals hat er

ausführlich über sein Leben,

die Umgebung, die

Weihnachtsbräuche und

seine Familie geschrieben.

Anfang Dezember dieses

Jahres ist er seit 50 Jahren

in Kanada. Mit seiner Frau

Maartje hat er im engeren

Familienkreis dieses Jahr

auch den 40. Hochzeitstag

gefeiert.

Franz und

Maartje Trittler

19 Vineden Drive

St. Thomas,

ONT. N5P 2M7

Kanada

hier. Unser Schwiegersohn Andrew

kam als Kind mit seiner Familie hierher.

Er ist bei Air Canada als Pilot beschäftigt.

In meinem beruflichen Leben

kam es vor zwölf Jahren zu einer

plötzlichen Änderung. Die Firma verlegte

alles auf andere Zweigstellen.

Kurz entschlossen machte ich mich

damals selbstständig und arbeitete zu

Hause an Zeichnungen für Werkzeuge

für kleinere Betriebe. Das ging dann

alles sehr gut, so dass wir nicht umziehen

mussten. Jetzt sind wir beide im

Ruhestand und genießen das in vollen

Zügen. Im Haus und drum herum gibt

es viel zu tun, für das man vorher nie

Zeit hatte. Unser schönstes Vergnügen

ist wohl das Reisen. Mit Auto, Bus

oder Flugzeug besuchten wir schon

viele der National Parks und Städte in

Kanada und den USA. Weitere Reisen

machten wir zu Verwandten in Neuseeland,

Mexiko und natürlich in die

Heimat.

In Holland, dem Geburtsland meiner

Frau, und in Oberkochen werden

wir von den Familien unserer Geschwister

immer sehr herzlich aufgenommen.

Auch wir freuen uns auf jeden

Besuch aus der Heimat. In Oberkochen

feiern wir mit den Altersgenossen,

der Kolpingsfamilie, auf dem

Berg und in der „Grube“ beim Stammtisch.

Eine Gruppe meiner Altersgenossen

war vor vier Jahren in Kanada.

Wir machten damals mit bei einer

zehntägigen Busfahrt über die Rocky

Mountains bis zur Westküste. Mit einer

Abschiedsparty beim Haus von

Adolf Hirner in Vancouver ging diese

unvergessliche Reise zu Ende. Mein

Schulkamerad Willy Holster, mit dem

ich mich zum Skatabend treffe, war

auch dabei.

Weil ich 1990 bei den Weihnachtsgrüßen

mitgemacht habe, lernte ich

meine Verwandte Engelbert Trittler

und dessen Schwester Irmgard Leibfried

kennen. Die Geschwister sind

Enkelkinder des Oberkochener Originals

„China Max“, sind in Stuttgart

aufgewachsen und schon vor mir ausgewandert.

Engelberts Onkel Rochus schickte

ihm damals die Zeitung mit meinem

Bericht und Adresse. Seitdem treffen

wir uns regelmäßig, besonders bei

deutschen Sängerfesten, da Engelbert

im deutschen Chor mitsingt.

Fast in jeder größeren Stadt, auch

hier in St. Thomas, besteht ein

deutsch-kanadischer Verein, bei dem

ich schon jahrelang im Vorstand tätig

bin. Unser Vereinsheim wurde vor

über 20 Jahren verkauft, da die Unterhaltungskosten

für unseren Mitgliederstand

einfach zu hoch waren. Jetzt

treffen sich die Mitglieder zu jährlichen

Muttertags-/Vatertags- und

Weihnachtsfeiern, zu Picknicks im

Park und zur herbstlichen Busfahrt.

Zur Weihnachtszeit haben wir in St.

Thomas neben dem jährlichen Umzug

einen weitere Attraktion. Die von

freiwilligen Helfern gegründete Aktion

Phantastie der Lichter findet im großen

Stadtpark von Ende November

bis Neujahrsabend statt. Unter den

Besuchvon der Schwester aus Deutschland

D

as Wetter ist sehr kalt hier und es

schneit heute schon den ganzen

Morgen! Seit einer Woche ist es unter

null Grad kalt. Das ist normal für Minnesota

im Dezember, aber man muss

sich jedes Jahr wieder daran gewöhnen!

Eine gute Gelegenheit, im warmen

Haus zu sitzen, um den Weihnachtsbeitrag

zu schreiben.

Unser Haus ist außen schon mit

Lichtern geschmückt und der Weihnachtsbaum

ist auch dekoriert. Am

Kamin hängen Weihnachtssocken für

die ganze Familie und auch für Hund

und Katzen, wie es hier Tradition ist.

Wir hatten wieder ein ereignisreiches

Jahr. Unsere jüngste Tochter Katie

hatte ihre erste heilige Kommunion.

Weil meine Schwester Katies

Taufpatin ist, ist sie mit ihrem Mann

natürlich dafür zu uns geflogen. Die

beiden haben hier eine tolle Urlaubsfahrt

durch den Westen der USA ge-

macht. Sie sind durch Nationalparks

gefahren und haben unter anderen

auch Hollywood besucht. In Las Vegas

haben wir uns für einen tollen Kurzurlaub

getroffen. Haben dabei aber

leider nicht den Jackpot gewonnen.

Nach ihrer Rundfahrt waren sie noch

bei uns und haben wie üblich die Kinder

und den Hund verwöhnt.

Christopher ist jetzt auch schon

zehn Jahre alt. Er hat seit diesem Jahr

ein Orchester in der Schule und spielt

jetzt außer Klavier auch noch Geige. Es

gefällt ihm sehr gut in der Schule.

Tim ist schon 17 Jahre alt. Er ist jetzt

in der 11. Klasse, hat seit sechs Monaten

den Führerschein und hat, wie die

meisten Teenager bei uns, auch einen

Nebenjob. Er macht Pizzas in einer

Pizzeria ganz in unserer Nähe. Er kann

den Schnee kaum erwarten, damit er

im Skigebiet Snowboard fahren kann.

Unser Ältester, Andy (22), hat vor ei-

Wir bedanken uns bei unserer verehrten Kundschaft für

das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen Ihnen

ein gesegnetes Weihnachtsfest, Glück, Gesundheit und

Erfolg für das neue Jahr!

se it übe r 1 00 J ah r e n

BAUSCHLOSSEREI

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Inhaber: Steffen Bolsinger

Stahl- und Geländerbau, Edelstahlverarbeitung

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Frohe Weihnachten und alles Gute imneuen Jahr wünschen wir

unseren Patienten, Freunden und Bekannten.

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Die Praxis ist vom 27. Dez. 2006 bis 2.Jan. 2007 geschlossen.

Ab Mittwoch, 3. Jan. 2007 sind wir wieder für Sie da.

nem halben Jahr ein tolles Arbeitsangebot

bekommen und ist deshalb

von Süd Dakota nach Wisconsin gezogen.

Er ist dort „Aufseher“ in einer Maschinenschlosserei.

Es ist auch jetzt

nicht mehr so weit weg von uns und

wir können uns öfters besuchen! Wir

waren vor einem Monat bei ihm zum

Wochenendurlaub. Er wohnt nur 15

Minuten von Amerikas größter Wasserpark-Stadt.

Wenn man durch die

Stadt fährt sieht man nur Wasserpark

an Wasserpark. Manche haben 20 bis

30 Riesenrutschbahnen und mehrere

Wasserbecken und Wasserspielplätze.

Und für den Winter haben sie in fast

allen Hotels Erlebnisbäder. Wir waren

in einem, das im „Sahara“-Stil gebaut

war und hatten viel Spaß.

Außerdem hatte ich dieses Jahr

auch Besuch von einer anderen Aalenerin,

unsere Nachbarin als ich klein

war. Frau Klingler war bei ihrer Toch-

Weihnachten 2005: Familie Trittler in der Mitte; links und rechts Verwandte

des Schwiegersohnes.

weit über Hundert teilnehmenden

Vereinigungen ist unser Verein die

einzige ethnische Gruppe. Unsere Anlage,

die schon mehrmals geändert

wurde, besteht jetzt aus einem drei

Meter hohen Bild des Schlosses Neuschwanstein

mit vielen Lichtern um

die Türme. Jeden Abend können die

vielen Besucher mit dem Auto langsam

durch den Park fahren. Wenn es

Schnee gibt, wird es ein richtiges Winter-Wunderland.

An den Wochenenden

und besonders am Neujahrsabend

gibt es beliebte musikalische

Programme für Jung und Alt.

Wirtschaftlich geht es in unserer

Gegend ausgezeichnet, das Bauen will

kein Ende nehmen. Unter den zahlreichen

neuen Industriebetrieben ist

Ursula und Dan, Andy, Tim, Christopher

und Katie Murphy.

ter in Minnesota zu Besuch und hat

bei mir vorbeigeschaut und mir ihren

berühmten Apfelkuchen gebracht.

Ich will auch nicht vergessen, hier

zu berichten, dass meine Eltern vor

Kurzem ihren 50. Hochzeitstag gefeiert

haben. Auf diesem Weg will ich ihnen

nochmals herzlich gratulieren!

Zum Schluss wollen wir noch viele

Grüße an alle Verwandten und Be-

auch eine Zweigstelle der Firma ZF

aus Schwäbisch Gmünd. Die einzigen

unzufriedenen Menschen sind jetzt

die vielen Tabakfarmer. Durch die

ständig sinkende Nachfrage für Tabakprodukte

können sie sich kaum

über Wasser halten. Alljährlich geht

unsere Familie mit Verwandten zur

Mitternachtsmesse.

Inmitten von Menschen, die ja aus

aller Herren Länder stammen, empfangen

wir die Friedensbotschaft der

Heiligen Nacht. Allen Lesern der

Schwäbischen Post, besonders aber

unseren Verwandten und Bekannten

in Oberkochen und Hüttlingen, wünschen

wir ein gesundes und gesegnetes

Weihnachtsfest und ein glückliches

neues Jahr.

USA

Ursula Murphy

Wir wünschen allen unseren Kunden

F ROHE W EIHNACHTEN UND

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Frohe Weihnachten und

alle guten Wünsche für ein

glückliches neues Jahr 2007

wünschen wir allen

Kunden, Freunden und

Geschäftspartnern

• Laminat und Kork

• Linoleum

• Teppichböden

• Fertigparkett-

Verlegung

• Farben & Lacke

Ursula Murphy ist fast

schon so etwas wie eine

alte Bekannte. Regelmäßig

sendet sie Grüße aus dem

fernen Amerika in die Heimat.

In diesem Jahr feierte

ihre Tochter Katie Erstkommunion.

Natürlich

mit Verwandten aus der alten

Heimat von Ursula.

Ursula und Dan Murphy

E-Mail: ursula822@msn.com

Internet:

www.geocities.com/

uschi1963

kannten schicken und allen ein gesegnetes

Weihnachtsfest und ein gesundes

neues Jahr wünschen!

Ursula und Dan Murphy,

Andy, Tim, Christopher und Katie

fa bo

Farbe Boden

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fachgerecht und nach

Ihren Wünschen

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Seite12 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Glücklichmit vielen Kühen und Hühnern

A m

26. April dieses Jahres waren es

20 Jahre, dass wir in Ontario auf

einer Milchfarm leben. Wir melken 55

Kühe. Insgesamt haben wir 100 Stück

Vieh. Ich werde es nie vergessen: Willi

und ich gingen 1986 von Aalen nach

Frankfurt mit dem Zug zum Flughafen;

damit der Abschied leichter ist.

Unser Container mit all unseren Sachen

war schon drei Wochen vor uns

weg. Im Herbst 1985 hatten wird den

Kaufvertrag für die Milchfarm unterschrieben.

Bedingung war, dass wir

die Einwanderungs-Papiere erhalten.

Unsere Farm ist 170 Kilometer im

Norden vom Flughafen in Toronto

entfernt. Damals musste man noch einen

kanadischen Autoführerschein

machen. Den deutschen haben sie

nicht anerkannt. Ich war damals sehr

überrascht, wie viele junge Deutsche

nach Kanada ausgewandert sind, die

meisten in den Jahren zwischen 1952

und 1962.

Wir sind soweit zufrieden. Das

Wichtigste ist immer und überall die

Gesundheit. Manchmal lässt sie jetzt

zu wünschen übrig. Die Ernte (Heu,

Frucht und Mais) ist in diesem Jahr gut

ausgefallen. Wir haben noch 100 Hektar

Land in Pacht, so können wir auch

Heu, Frucht und Mais verkaufen. Früher

haben wir noch Schweine aufgezogen

und Willi hat sie geschlachtet.

Wir machten als Hausmetzger verschiedene

Wurstsorten und Rauchfleisch,

so wie wir es eben von

Deutschland her kannten. Heute machen

wir zudem Butter von 300 Liter

Milch. Das reicht eine Weile und ich

verkaufe die Butter auch.

Willi und Bernd haben früher immer

gemostet, auch für Freunde und

Bekannte, etwa 2000 Liter im Jahr. Die

Mosttücher hatten wir von Neuler.

Heute habe ich noch meine Hühner

für die Eier-Kunden und zum Schwätzen.

Wir wünschen den Freunden unseres Hauses

ein frohes Weihnachtsfest

und für das neue Jahr alles Gute

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Frohe Festtage

und einen glücklichen

Start ins neue Jahr!

Ein frohes Weihnachtsfest

und viel Glück im Jahre 2007.

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fröhliche Weihnachten und ein

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Eines ist sicher: Auf einer Farm wird

man nie arbeitslos. 1990 war ich das

erste Mal wieder, vor lauter Heimweh,

in Deutschland, obwohl die Leute hier

sehr nett und hilfsbereit sind. Dann

war ich noch einmal im Jahr 1993 in

Deutschland, als mein Bruder Karl

starb, 1994 meine Eltern, und 1997

hatteunsereTochterSabine Hochzeit.

Willi war seit 1986 nicht mehr in

Deutschland. Er ist hier glücklich und

hat seine Begabung verwirklichen

können. Diese geht in fast alle handwerklichen

Berufe rein, bis hin zum

Tierarzt. Er kann jagen und fischen gehen

unten am See; etwa 500 Meter von

der Farm entfernt. Wir haben ein

deutsches Fernsehprogramm, auch

mit Nachrichten. Doch die schönen

Erinnerungen von Deutschland werden

uns niemals entrinnen.

Ein Dankeschön an alle für die liebe

Weihnachtspost sowie Telefonate und

Grüße, die ich jedes Jahr erhalte auch

an die Stadt Aalen für den interessanten

Brief und an die Schwäbische

Post für die Weihnachtsbeilage. Es ist

ein Stück Heimat. Viele liebe Grüße

aus Kanada Ontario. Frohe und gesegnete

Weihnachten, alles Gute, Glück

und Gesundheit fürs neue Jahr!

Hede, Willi und Bernd

Die Farm der Hefeles in Kanada.

KANADA

Hedwig Hefele

Zweimal schon hat Hedwig

Hefele, geb. Baumann, in den

Weihnachtsgrüßen von ihrem

Leben erzählt. Sie ist im Aalener

Spagenfeld aufgewachsen.

Mit 15 Jahren zog sie mit

meinen Eltern ins Hüttfeld,

wo sie einen Spar-Laden betrieben

haben. Dort hat Hedwig

Hefele über 20 Jahre gearbeitet.

Von 1966 bis 1986

wohnte sie mit ihrer Familie

Aller guten Dinge sind drei

Z iel

meiner Reise war zum dritten

Mal in sechs Jahren der kleine

Andenstaat Ecuador, um endlich das

zu schaffen, wovon ich schon lange

träume, nämlich dem 6310 Meter hohen

Chimborazo aufs Dach zu steigen.

Bei den letzten zwei Versuchen kam

zu viel Neuschnee und ein Vulkanausbruch

dazwischen. Vier Mal stand

ich zwar schon auf dem zweithöchsten

Berg des Landes, dem 5897 Meter

hohen Cotopaxi, aber mit dem

„Chimbo“ hatte ich noch kein Glück.

Den ganzen Sommer habe ich mich

in meiner zweiten Heimat Wengen in

der Schweiz für mein großes Ziel an

den Berner Bergen vorbereitet − jeder

freie Tag wurde genutzt. Ende Oktober

ging es dann auch endlich los und die

Wiedersehensfreude mit meinen

ecuadoranischen Freunden wargroß.

Nach ein paar kleineren Touren um

Quito herum, stand ich bereits nach

einer Woche bei Sonnenschein und

Windstille mal wieder auf „meinem“

Cotopaxi. Ich lag voll im Zeitplan, aber

dann kam das, was uns im Moment in

der Schweiz für die Wintersaison noch

fehlt, viel Schnee. Trotzdem schaffte

ich noch einige Gipfel, unter anderem

nach stundenlangen Spuren, den 5116

Meter hohen Illiniza Northe.

Gut gelaunt ging es danach auch

gleich weiter Richtung Chimbo auf die

Wymperhütte. Ein herrlicher Sonnenuntergang

und ein kräftiges Abendessen

auf der Hütte haben mich sehr

froh gestimmt.

Um 18 Uhr ging es ins Bett. Die

Überraschung folgte gegen 22 Uhr. Da

Raimund Seibold am Cotopaxi-

Südgipfel.

weckte mich mein Bergführer fürs

Frühstück. Starker Schneefall und

mein Traum vom nächsten 6000er

rückte ganz weit weg. Wir starteten

trotzdem und schon nach drei Stunden

Aufstieg entschieden wir uns für

den Rückzug, da es mit dem vielen

Neuschnee zu gefährlich wurde. Enttäuscht

kamen wir um 3 Uhr an die

Hütte.

Ich hatte keine Lust mehr auf so viel

Schnee und ging danach erst mal für

eine Woche in den Dschungel zum

entspannen. Und den Chimbo hatte

ich für ein paar Jahre verschoben.

Ende November kam ich sehr erholt

aus dem Urwald zurück und hatte

noch drei Tage bis zu meinem Abflug

in die Schweiz. Unerwartet kam ich

meinem Traum, dem Chimbo, wieder

ein Stück näher. Zwei Südtiroler, Martin

und Hariwo, die ich in Quito ken-

in Wasseralfingen. Jetzt leben

sie und ihr Mann, Wilhelm

Hefele aus Gaishardt bei Neuler,

seit 20 Jahren im kanadischen

Ontario − und sagen

Dank für Post und Telefonate

aus der alten Heimat.

Hedwig Hefele

Lakefield R. R. I.

KOL 2HO

14 Line Smith 1921

Ontario, Kanada

nen gelernt habe, hatten einen Bergführer

organisiert und mich mit eingeplant.

Am 26. November, an meinem

letzten Urlaubstag, nach acht harten

Stunden Aufstieg, stand ich endlich

„auf meinem Traum“, dem 6310 Meter

hohen Chimborazo. Alles andere

um mich herum war vergessen. Sehr

glücklich kam ich nach Quito zurück.

Was entscheidend für diesen Gipfelerfolg

war, weiß ich nicht sogenau.

Ich wünsche in meiner Heimat Hofherrnweiler,

vor allem meinen Eltern,

Geschwistern mit Anhang und meinen

zwei Neffen Luca und Moritz

friedliche Weihnachten und einen guten

RutschinsJahr2007.Macht’sgut.

Grüße aus Wengen

Raimund Seibold.

SCHWEIZ

Raimund Seibold

Als „Backpacker“viel Neueslernen

J etzt

sind es schon drei Monate,

dass ich in Australien bin. Es ist

eine sehr schöne Zeit hier. Zuerst war

ich eine Zeit lang in Sydney, um mir

diese tolle Stadt anzuschauen. Danach

bin ich in den Norden nach

Cairns und nun bin ich wieder ein

bisschen weiter südlich in Bundaberg,

die Hauptstadt der Rum-Produktion.

Hier gibt es eine große Schiffswerft

und ein weltbekanntes Schildkrötenbrutgebiet,

außerdem ist sie der südlichste

Zugang zum Great Barrier Reef,

zu dem ich schon gefahren bin. Das

war ein einmaliges Erlebnis.

Ich wohne in einem ehemaligen

Gefängnis und arbeite zurzeit in der

Nachtschicht. Das ist sehr relaxed,

tagsüber lieg ich am Pool und

nachts muss ich für eine Tomatenfarm

Kisten falten, Tomaten

wiegen und Kisten schleppen.

Beim Tomatenpflücken musste

ich leider aufhören, da ich farbenblind

bin. Man arbeitet mit

vielen anderen „Backpackern“

hier aus allen Herrenländern

und lernt viel Neues. Ich wünsche

meiner Familie und meinen

Kumpanen ein schönes Weihnachten

und ein tolles Jahr 2007

und natürlich auch allen anderen

in Aalen.

Es grüßt Euch Jonas Senese

aus Bundaberg inAustralien.

Email: noah-senese@hotmail.de

Seit einigen Jahren berichtet

Raimund Seibold von

seinen Bergsteigerreisen in

den „Weihnachtsgrüßen

aus aller Welt“. Auch dieses

Mal hat er rechtzeitig seinen

Bericht geschickt. Drei

Anläufe hat er gebraucht,

bis er endlich einen weiteren

6000er in Südamerika

bestiegen hat.

Raimund Seibold

Haus Tanja

3823 Wengen, Ledi

Schweiz

Jonas Senese lebt seit drei Monaten in

Australien.


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite13

Einstige Hauptstadt aus Dornröschenschlaferwacht

H erzliche

Weihnachtsgrüße aus

den olympischen Bergen und

der Stadt Turin!

Nun lebe ich mit meiner Familie

schon über zwanzig Jahre im Piemont

und kenne Land und Leute. Daher war

ich besonders erstaunt, wie die eindrucksvolle

Eröffnungszeremonie der

XX. Olympischen Winterspiele unter

extremem Zeitdruck, wirklich im letzten

Moment, reibungslos und auf

höchstem künstlerischen Niveau inszeniert

wurden. Wenige Tage vorher

gab es noch überall Baustellen, die

über Nacht wie durch ein Wunder verschwanden

oder hinter großen Werbeplakaten

versteckt wurden. Am

Morgen des großartigen Ereignisses

grünte und blühte es überall im Stadt-

Eine 20 000-Kilometer-Reise als Traum-Tour

D ie

ITALIEN

M. Bozzaro-Jungbauer

Aus den olympischen Bergen

und der Stadt Turin

schickt Magda Bozzaro-

Jungbauer viele liebe

Weihnachtsgrüße. Durch

die Olympischen Winterspiele

ist Turin aus dem

Dornröschenschlaf erwacht

und für Magda Bozzaro-Jungbauer

auf jeden

Fall eine Reise wert. Sie berichtet

außerdem von einer

Reise entlang der „Romantischen

Straße“ mit

Schwerpunkt Ries, die sie

für eine italienische Reisegruppe

organisiert hat.

Magda Bozzaro-Jungbauer

Corso Laghi 81/46

10090 Buttigliera Alta (TO)

Italien

E-Mail: bauer@yahoo.it

letzten eineinhalb Jahre waren

ereignisreich und brachten

uns viel Freude. Im Juni 2005 verkauften

mein Mann Detlef und ich unser

Haus in Melbourne und Mitte Juli

starteten wir unsere Traum-Tour einmal

rund um Australien.

Es war Winter und wir fuhren

schnell über Sydney zur Grenze zwischen

New South Wales und Queensland.

Ab Hervey Bay wurde es wärmer

und wir waren fast jede Nacht an einem

anderen Ort. Als wir den Wendekreis

des Steinbocks überfuhren,

wurde es endlich tropisch warm.

Dann ging es nach Bundaberg, zu den

Whitsunday Inseln, Townsville,

Cairns und zum Cape York bis Cooktown.

Im weiteren Verlauf der Reise besichtigten

wir ein Fossilien-Museum

und die größte Kupfermine der Welt

und fuhren dann weiter nach Tennant

Creek, wo wir viele Aborigines kennen

lernten. Unser nächstes Ziel war Katherine

mit den heißen Mineralquellen.

Keineswegs erfrischend, aber gut

für die Gelenke.

Mitte September erreichten wir

Darwin, die Hauptstadt von Northern

AUSTRALIEN

Sibylle Klattenhoff

Sibylle Klattenhoff geb.

Bruckmeier aus Bundaberg

in Australien war ein

ganzes Jahr auf Rundreise.

Dabei haben sie und ihr

Mann Detlef viel erlebt.

Detlef und Sibylle

Klattenhoff

E-Mail:

sibylkl@hotmail.com

Magda mit einer Reisegruppe in Lindau − Zwischenaufenthalt auf dem

Weg nach Füssen.

zentrum und an den wichtigsten

Treffpunkten. Die ganze Stadt war

festlich geschmückt und nie war es auf

den Straßen Turins so sauber und sicher.

Selbst die Züge zu den Bergen

waren während der Winterspiele

pünktlich wie nie zuvor.

Ich glaube, die XX. Olympischen

Winterspiele, die unter größten Sicherheitsvorkehrungen

durchgeführt

wurden, haben der Welt gezeigt, dass

Turin fähig ist, „bella figura“ zu machen

− sich von der besten Seite zu zeigen.

Für uns alle war es wie ein Traum.

Oft sind wir nach Turin gefahren, um

den unglaublichen Zauber einer bunten,

fröhlichen und friedlichen „Weltstadt“

zu genießen.

Dieses einzigartige Event hat Piemont

bekannt gemacht, das merkt

man auch an der zunehmenden Zahl

der Touristen. Wenn Sie, liebe Leser,

noch nie hier waren, nehmen Sie doch

die Gelegenheit wahr, um die vom

Dornröschenschlaf erwachte ehemalige

Hauptstadt von Italien

(1861−1865) kennen zu lernen. Sie

werden sich wundern, was die Stadt

an Geschichte, Kunst, Architektur,

Kultur und Gastronomie doch alles zu

Territory. Für einen Urlaub ist sie sehr

zu empfehlen. Anschließend ging es

weiter zum Kakadu National Park mit

seinen Felsmalereien und dem Alligator

River.

Nach einer Woche fuhren wir zurück

nach Katherine, zu einer geführten

Bootstour in die „Katherine

Gorge“, ein System von 13 Schluchten,

die der Fluss vor 25 Millionen Jahren

in den Sandstein des Arnhem Plateaus

gegraben hat. In den Kimberley’s

sollte man einen Rundflug über

Bungle Bungle auf keinen Fall versäumen.

Nun waren wir in

Western Australia

angekommen. Port

Hedland, Karratha

und dann Exmouth,

wo wir eine Woche

auf einem Platz ohne

Strom und fließend

Wasser verbrachten.

Dann suchten wir

uns einen ruhigen

Caravanpark in Coral

Bay. Zwei Wochen

schwimmen,

schnorcheln, surfen,

Riffhaie, Mantas und

bieten hat. Diesen Sommer hat es sich

wieder einmal ergeben, dass ich einer

italienischen Gruppe (Studenten meines

Deutschkurses und Fiat-Senioren)

die „Romantische Straße“ von Füssen

bis Würzburg mit Schwerpunkt Ries

vorstellen konnte. Ganz besonders

waren die Touristen von der freundlichen

Aufnahme im Landgasthof Engelhard

und im Gästehaus Oßwald in

Kirchheim/Ries angetan. Begeistert

hat sie auch das schmackhafte, in gepflegter

Atmosphäre servierte schwäbische

Abendessen im Gasthaus zum

Kreuz in Dirgenheim. Der Besuch von

Nördlingen mit seiner Geschichte,

dem Rieskrater-Museum und dem

Nachtwächterruf vom Daniel herab

sind noch in lebhafter Erinnerung.

Herr Pfarrer Lingl kam jeden Tag, um

uns eine „gute Fahrt“ nach Würzburg,

Rothenburg, Nürnberg und für die

Heimfahrt nach Italien zu wünschen.

Sehr nett fanden die Teilnehmer, vor

allem die Frauen, die Begrüßung

durch Herrn Bürgermeister Feige, der

gerade aus seinen Ferien zurückgekehrt

war. In Zusammenarbeit mit

dem Reise- und Fahrtendienst Gisela

und Horst Müller aus Bopfingen-Un-

stahlblaue Vulkankratersee von Mt.

Gambier und das interessante Wrackmuseum

in Warnambool waren unsere

letzten Stationen, bevor wir nach

fast 20 000 Kilometern Melbourne erreichten.

Dort feierten wir Weihnachten

und flogen am 3. Januar ins kalte

Deutschland, zu Detlefs Familie in

Dötlingen bei Oldenburg/Bremen.

Im März flogen wir nach Rom, besuchten

Düsseldorf, Köln, Hamburg,

Kopenhagen, Schleswig und Amrum

mit meinem Bruder Karl-Heinz. Dann

stand meine Lieblingsstadt Cuxhaven

auf der Liste. Im Juni besuchten wir

meine Schwester Martina

und Horst in

Stuttgart und erlebten

ein WM-Fußballspiel

live im Gottlieb-Daimler-Stadion.

Nach diesem

Erlebnis ging es

nach Aalen zu meiner

Mutter und den Verwandten.

Zum Schluss

konnten wir zu meiner

Freude eine Woche

bei meinem Sohn

Markus in Regensburg

verbringen. So langsam

dachten wir

Wasserschildkröten.

Nächste Station war

Sibylle im Regenwald. schon an unsere Rückreise,

nach einer Wo-

Monkey Mia mit seinem erlebnisreiche in Paris und unserer letzten Wochen

Delfin-Ressort. Perth, die Hauptche in Dötlingen. Am 17. Juli flogen wir

stadt von WA war unser nächstes Ziel. also zuerst zurück nach Melbourne,

Dort gibt es einen deutschen Club, der um das Wohnmobil aus dem Lager zu

gutes Bier hat. Der Besuch im Tal der holen, dann nach Queensland. In

Giganten (Valley of the Giants) war et- Bundaberg kauften wir uns ein Haus,

was ganz Besonderes.

in dem wir uns jetzt neu einleben. Nun

Bevor wir den Nullabor durchquer- ist es wieder kurz vor Weihnachten

ten, besichtigten wir die größte Gold- und wir senden unsere besten Grüße

mine der Welt. Dann ging es nach an alle unsere Lieben und Freunde in

South Australia und in die deutsche Aalen. Bleibt gesund und wir hoffen

Stadt Hahndorf. Die sehenswerten auf ein Wiedersehen irgendwann.

Tropfsteinhöhlen von Naracoote, der

Sibylle Klattenhoff

terriffingen ist es

für die 51 Teilnehmer

eine interessante

und unvergessliche

Reise geworden.

Man hat

mir aufgetragen,

viele liebe Grüße

an die Ries-Bewohner

zu bestellen.

Für den kommenden

August ist

eine Reise in den

Pfaffenwinkel, die

Bayerischen Alpen

und nach München

geplant.

Weihnachten

feiern wir nach

dem italienischen

Sprichwort: „Natale

con i tuoi e

Pasqua con chi

vuoi“, das bedeutet:

Weihnachten

mit den Deinen

(mit der Familie),

Ostern mit wem

Du willst.

Ihnen, liebe SchwäPo-Leser, den

Verwandten, Freunden und Bekannten

wünsche ich im Namen meiner

Familie ein gesegnetes Weihnachts-

Magda vor dem Olympia-Verkaufszentrum.

fest und ein gesundes und zufriedenes

neues Jahr.

Mit herzlichen Grüßen

Magda (Leni) Bozzaro-Jungbauer

mit Salvo, Claudia und Marco

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erfolgreiches neues Jahr.

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hoffen auf eine weitere, erfolgreiche

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Seite14 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

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glückliches neues Jahr 2007









Geschenke von Königen in einem Boot

I

ch bin nun schon länger hier in

Spanien, in der Nähe von Barcelona,

und hab mich gut an das spanische

Alltagsleben gewöhnt. Anfangs

war dies jedoch etwas schwer. So haben

die Spanier sehr viel Zeit. Und ich

war das überhaupt nicht gewöhnt.

Man hat einen Termin und will nur

noch kurz einkaufen gehen. Die Kassiererin

hat aber alle Zeit der Welt, und

plaudert hier und da noch ein wenig.

Dabei will man nur kurz sein Baguette

bezahlen um selbst wenigstens einmal

pünktlich bei einem Termin zu

sein. Das kann dann ganz schön nerven

− und natürlich kommt man wieder

zu spät. Mittlerweile habe ich

mich daran gewöhnt: Zu spät kommen

ist hier normal.

Die Familie, in der ich wohne und

als Au-Pair arbeite, hat drei Kinder.

Deren Tagesablauf unterscheidet sich

von dem in Deutschland. Hier gehen

die Kinder ab vier Monaten in den

Kindergarten und dann ab drei Jahren

in die Schule, von morgens bis nachmittags.

Das bedeutet: fördern, lernen

und wenig Freizeit. Zu letzteren zählen

noch Freizeitaktivitäten, wie Musikschule,

Ballett, Schwimmkurs. Lei-

SPANIEN

Sandra Brenner

Viele Grüße aus Spanien

sendet Sandra Brenner. Sie

lebt als Au-Pair in der Nähe

von Barcelona. Dort wird

sie auch Weihnachten feiern.

Nach spanischer Tradition

aber erst am 6. Januar.

Denn dann kommen

die Heiligen Drei Könige

mit dem Boot vom Meer

her angefahren und bringen

die Geschenke. Und

deshalb schreiben die Kinder

in der Adventszeit ihre

Wunschzettel den Drei Königen

und nicht dem

Christkind. Eines fehlt ihr

besonders: der Glühweinund

die „Guazzle“.

Sandra Brenner

Sandra Brenner lebt als Au-Pair in Spanien und betreut die drei Kinder

einer netten Familie.

der bleibt mir da nicht viel Zeit, um

mit den Kindern was zu unternehmen.

Übrigens haben die Kids hier

richtig Temperament: Sie sind laut,

aufgeweckt und haben irgendwie immer

Energie. Dafür sind sie aber äußerst

herzlich.

Das Nachtleben hier ist völlig anders

als zuhause. Mit Freunden trifft

man sich erst abends um 23 Uhr. Davor

wird ja erst gegessen. Man trifft

sich in einer Bar, trinkt etwas, redet

nebenher ein bisschen und geht dann

von Bar zu Bar und trifft immer mehr

Leute. So gegen 3 Uhr macht man sich

dann auf den Weg in die Disco. Davor

ist die Disco wirklich leer. Und von 4

Uhr bis morgens um 7 Uhr steppt da

dann der Bär. Am nächsten Tag schläft

man dann nur noch.

Weihnachtsstimmung kommt

kaum auf − wegen des schönen Wetters.

Nur langsam fallen die Blätter

von den Bäumen, und der Wind weht

ab und zu. Die Weihnachtsdekoration

in der Stadt hängt schon. Viele Lichter

in den Straßen. Am 24. gibt es zwar Geschenke,

die großen, tollen Geschenke

gibt es in Spanien jedoch erst am 6. Januar,

an Heilig Drei König. Hier kommen

die heiligen drei Könige mit dem

Boot vom Meer her angefahren und

bringen die Geschenke. Die Kinder

schreiben auch ihren Wunschzettel

den drei Königen und nicht ans

Christkind.

Ohne Glühwein- und „Guazzlesgeruch“

ist es schwer im Advent. Aber ich

vermisse auch das sonntägliche Ausschlafen.

Man lernt hier eben die

„kleinen Dinge“ zu schätzen, die man

zuhause hat. Wie zum Beispiel auch

das Brot in seiner Auswahl. Körner-

Brot, das gibt es hier nicht. Oder wenn

man hier den Wasserhahn aufdreht,

riecht es erstmal wie in einem Hallenbad,

da das Wasser total gechlort ist.

Dafür sind Zug und Bus absolut billig,

gut getaktet und man kommt überall

hin. Von Barcelona nach Madrid fährt

man für 25 Euro immerhin 600 Kilometer.

Auch sonst sind hier die Lebenshaltungskosten

niedriger. Und

natürlich ist das Meer hier traumhaft

schön. Man geht aus dem Haus und

sieht nicht nur das Meer, sondern

man riecht es auch. Spanien hat auf jedenfall

ein ganz anderes Leben wie in

Deutschland. Es ist interessant, man

macht neue Erfahrungen. Natürlich

vemisse ich Deutschland auch. Vor allem

meine Freunde und meine Familie.

Hiermit möchte ich die Gelegenheit

nutzen, um noch ein paar wichtige

Menschen zu grüßen: Als allererstes

meine Mama, meinen Papa und

meinen Bruder, der sich ruhig mal öfters

bei mir melden darf. Meine beste

Freundin Dehlia, Myri, Annika, Anne,

Melli, Julia und Andy. Ich hoffe wir sehen

uns alle bald wieder.

Eure Sandra

Aus Texas zumAbiturjubiläum nachAalen

A

n unsere Freunde und Bekannten

im Kreis Aalen senden wir

herzliche Grüße zu Weihnachten und

zum neuen Jahr.

Wir sind nun schon seit 42 Jahren in

den Vereinigten Staaten, erst in Kalifornien,

dann Pennsylvania, Illinois

und jetzt in Texas seit 1984. Wir haben

zwei Kinder, Stefanie und Christoph,

im Alter von 39 und 35 Jahren. Beide

wuchsen mit Deutsch als Muttersprache

in Amerika auf. Englisch-Amerikanisch

gab es dann umsonst. Beide lehren

an Universitäten, Stefanie Germanistik

und Christoph Informatik.

Mit Stefanie als Mutter haben wir

zwei nette Enkelinnen, auf welche

Zwanette oft aufpasst.

Auch ich lehre im Alter von 68 Jahren

noch Physik an der Texas Tech

University. Eigentlich wäre ich schon

pensionsreif, aber es macht noch

Spaß. Solange dies auch meine Studenten

erkennen, will ich noch eine

Weile weitermachen.

Wir erinnern uns noch gerne an unsere

Jugend in Oberkochen und das

Schubart-Gymnasium in Aalen. Es

war wahrlich eine hervorragende Zeit.

Manches kommt uns wie gestern vor.

Auch denken wir noch oft an unsere

Schulkameraden, Freunde und Verwandte.

Manchmal besuchen wir Deutschland

und immer ist es sehr schön. Was

wir in der Jugend erlebten, vergessen

wir nicht. Auch bemerken wir immer

einige Veränderungen in Deutschland,

die Wiedervereinigung vor allem

Walter und Zwanette Borst über den Wolken auf Maui, Hawaii (Vulkan

Haleakala).

und die nicht immer vorteilhafte

Übernahme amerikanischer „Errungenschaften“.

Aber die ganze westliche

Welt hat wohl vieles gemein.

Im Jahr 2008 ist Walters 50. Abiturjubiläum.

Auf ein Wiedersehen zu diesem

Anlass freuen wir uns schon sehr

und ich hoffe, dass meine Schulkameraden

mir davon schreiben und sagen,

was ich dazu aus der Ferne beitragen

kann.

Mit herzlichen Grüßen

Walter und Zwanette Borst


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite15

Bill Clinton auf die Sprünge geholfen

A ls

ich hier ankam hatte es noch 45

Grad Celsius im Schatten. „But

it’s a dry heat“ (aber eine trockene

Hitze), der wohl am meisten genutzte

Satz während der Sommerzeit. Es war

beinahe unmöglich sich draußen aufzuhalten,

was die europäischen Austauschstudenten

auch bald zu spüren

bekamen. Man kann sich nicht einfach

zu Fuß auf die Suche nach einem

geeigneten Appartement machen

oder versuchen das riesige Unigelände

zu erkunden. Aber nach der ersten

Dehydration oder Sonnenstich

lernt man schnell nie ohne Wasserflasche

in der Hand unterwegs zu sein.

Mittlerweile hat es hier so um die 20

Grad tagsüber und manchmal friert es

USA

Annika Fischer

Annika Fischer ist in Neresheim

aufgewachsen,

dort ging sie aufs (damals

noch) Progymnasium,

später dann aufs Theodor-

Heuss-Gymnasium. Die

vergangenen Jahre hat die

24-Jährige damit verbracht,

molekulare Biotechnologie

an der TU

München zu studieren,

was sie dieses Jahr für ein

Semester nach Tucson,

Arizona gebracht hat. Hier

studiert die Neresheimerin

seit August an der University

of Arizona (UofA).

Tucson liegt in der Sonorian

Desert, etwa 80 Meilen

von der mexikanischen

Grenze und zwei Stunden

südlich von Phoenix, also

mitten in der Wüste mit

nichts als Armleuchterkakteen

(Saguaros) und die

Catalina Mountains drumherum,

wie Annika

schreibt. Auf diesem Weg

wünscht sie allen Ostälblern

frohe und friedliche

Weihnachten, ganz besonders

ihrer Familie, ihrem

Opa und den Huskas!

Annika Fischer

E-Mail:

fischerannika@yahoo.de

Das Bild zeigt Annika Fischer am Grand Canyon.

nachts sogar. Tucson (Pima County)

hat zwar fast eine Million Einwohner,

ist aber trotzdem eine amerikanische

„Kleinstadt“, außer dem klassischen

Studentenleben ist hier nicht all zuviel

geboten; ach ja, Tucson hat die größte

Kriminalitätsrate in USA, wegen der

Fahrraddiebstähle. Außerdem ist die

Region ziemlich mexikanisch geprägt,

sowohl was das Essen, die Gebäude als

auch die ganze Lebensart angeht.

In manchen Stadtteilen kommt

man mit Spanisch besser zurecht als

mit Englisch.

Die UofA ist großartig, allen Austauschstudenten

zu empfehlen. Sie

hat einen wunderschönen Campus

voller Palmen, sauber und sicher. Von

Kino, food court, recreation center mit

riesigem Pool, Spielhallen, Fernseh-,

etliche Computerräume und Bibliotheken

gibt es hier alles. Die Bookstores

finde ich besonders toll. Hier

bekommt man nicht nur sämtliche

Bücher, sondern wirklich alles, was

man fürs Leben braucht, meistens natürlich

mit dem UofA Label oder zumindest

den Wildcats. Wildcats war

ursprünglich der Name für unser

Footballteam, aber mittlerweile heißen

alle Sportteams der Uni so. Im

Basketball sind wir ziemlich gut, unter

den ersten fünf der Nation!

Die Stadien sind gigantisch, nicht

zu vergleichen mit Unisport in

Deutschland, das Footballstadion beispielsweise

fasst um die 35000. Obwohl

die UofA insgesamt etwa 37000

Studenten hat, also durchaus über-

Zur Fußball-WM in der alten Heimat

I

ch heiße Lina Woerle-Goy und

komme ursprünglich aus Jagstzell.

Mein Mann John und ich leben seit

mehr als einem halben Jahrhundert

südwestlich von Buffalo in Olean, New

York. Der Höhepunkt dieses Jahres

war unser Besuch bei Verwandten

und Freunden in der alten Heimat.

Wir kamen im Juni mit einem Sohn,

einer Tochter und Enkelkindern nach

Deutschland − genau zur rechten Zeit

für die Fußballweltmeisterschaft. John

besuchte auch alte Freunde in Owingen.

Es war alles interessant und

schön. Aber es war auch gut, wieder

nach Hause zurückzukehren, wo John

viel Gartenarbeit leistete und notwendige

Reparaturen bei den Kindern verrichtete.

Im November feierten wir

Thanksgiving, den großen Familien-

Feiertag. Unsere Kinder und Enkelkinder

kamen zum Festessen und

Familie Woerle-Goy feiert mit Kindern und Enkelkindern Thanksgiving.

schaubar. Natürlich kommt die „Research

ranking“ auch nicht zu kurz.

Vor allem das UMC (University Medical

Center) ist sehr renommiert. Ich

bin sehr zufrieden mit dem Studium

hier. Es gibt eine riesige und anspruchsvolle

Auswahl.

Die weitere Umgebung des Westens

ist natürlich sehr verlockend was

Reisen angeht. Mexico ist quasi um

die Ecke, und wenn man nicht zu sehr

in europäischen Distanzen denkt,

sind der Grand Canyon, die wunderbaren

Nationalparks, Las Vegas, San

Diego und LA nicht zuweit entfernt.

Meine bisherigen Ausflüge haben mir

in San Diego einen schmerzhaften

Sonnenbrand eingebracht, sowie einen

car brake-down mitten in der

Wüste nach einem Wochenende

Quadfahren auf mexikanischen

Stranddünen.

Den Grand Canyon habe ich schon

bestaunt, ebenso wie die Chocolate

Mountains aus einem Kanu auf dem

Colorado heraus (was vor allem

nachts spannend war, unter freiem

Himmel mit Waschbären, Wüstenratten).

Weitere Highlights waren, als ich

Dirk Nowitzky beim Training zugesehen

habe und als ich Bill Clinton aufgefangen

habe, als er bei einer Wahlveranstaltung

gestolpert ist − kein

Spaß! Da ich aber eine fleißige Studentin

bin, habe ich mich auch auf die Uni

konzentriert und noch nicht alles gesehen.

Dies werde ich aber tun sobald

dasSemestervorbei,zumJahresende.

blieben über Nacht. Wie Ihr auf dem

Foto seht, fühlten sich die Enkelkinder

wohl. So soll es auch wieder zu Weihnachten

sein. Wir wünschen Euch allen

frohe Weihnachten und ein gesundes

neues Jahr!

Lina Woerle-Goy mit Familie

Lina Woerle-Goy

1213 Goodrich Avenue

Olean, NY14760

USA

An Heiligabend, dem 24. 12., bleibt unser Lokal geschlossen.

Am Montag, dem 25. 12. und an allen folgenden

Tagen bis einschließlich Silvester haben wir geöffnet.

Übrigens: Unsere Preise bleiben auch nach

Silvester unverändert – wie seit 5 Jahren!

Wir wünschen allen unseren Gästen angenehme Festtage.

Nattha Macco und ihr Team.

Bahnhof · 73430 Aalen · Telefon (0 73 61) 6 28 95

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Di. - So. 18.00 – 23.30 Uhr, Montag Ruhetag

Allen unseren

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wünschen wir

ein frohes

Weihnachtsfest

und ein glückliches

neues Jahr.

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wünschen wir

frohe Weihnachten

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und ein gutes neues Jahr.

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Seite16 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Eine gelbeRübefürs Rentier Rudolph

S

chon wieder liegt ein aufregendes

Jahr hinter uns. Wie viele Engländer,

sind wir wieder einmal umgezogen.

Umziehen ist hierzulande ein

Familiensport, das jeder, der schon

einmal hier war, nachvollziehen kann.

Es gibt wenige Straßen ohne Maklerschild

mit der Aufschrift „For Sale“.

Und manchmal ist es ein ganzer Wald

von Schildern. Man zieht aus vielen

Gründen um. Beispielsweise, um die

wachsende Familie unterzubringen,

um in eine bessere Schule gehen zu

können, um sich finanziell zu verbessern

(je größer das Haus, desto größer

der Wert) oder andersherum in ein

kleineres Haus zu ziehen, wenn die

Kinder flügge geworden sind.

Für unsere Schwaben-Gäste ist

diese Unsentimentalität oft schwer zu

verdauen. Und wenn man dazu noch

ein uraltes Haus kauft, das enorm res-

GROSSBRITANNIEN

Christa Kelly

Die Kelly-Familie lebt in

England in einem alten

Haus, einem ehemaligen

Bierhaus. Dorthin sind die

Familienmitglieder im abgelaufenen

Jahr umgezogen.

Im neuen Jahr wollen

sie das alte Clubgebäude,

das sie ebenfalls ihr Eigen

nennen, umbauen. Zum

Gästehaus. Für die Gäste

aus der alten Heimat.

E-Mail:

cms.kelly@btinternet.com

tauriert werden muss, dann wird man

vom Onkel Otto als verrückt erklärt.

„Um den Preis hättet Ihr doch ein

neues kaufen können!“

Die Liebe der Engländer zu alten

Häusern ist unauslöschbar. Man

schätzt, dass jedes alte Haus etwa alle

achtzig Jahre total restauriert wird. So

bleibt der Häuserbestand erhalten. Da

viele unter Denkmalschutz stehen,

wird die Renovierung vom Bauamt genau

kontrolliert.

So kam es, dass wir in einem Dorf

landeten, wo kein Haus in der Hauptstraße

jünger als zweihundert Jahre

ist. Die meisten sind über 400 Jahre alt

und viele sind auch noch mit Stroh bedeckt.

Unser „neues“ altes Haus war

früher ein Bierhaus, in der Zeit, wo

man kein Wasser trinken konnte aus

Gefahr, vergiftet zu werden. In der

damaligen Trinkstube ist ein

riesiger Kamin und neben

dem Haus steht ein kleineres

Gebäude, das auf

alten Karten als Clubhaus

bezeichnet ist.

Was dort gespielt

wurde, ist nicht dokumentiert.

Jedoch

ist an der Endwand

ein enormer Backofen

eingebaut,

der schätzungsweise

dreihundert

Jahre auf dem Buckel

hat. Unser Vorsatz

fürs nächste Jahr ist, dieses

Clubhaus in ein Gästehaus umzubauen,

so dass wir noch mehr Gäste

aus der alten Heimat unterbringen

können.

Man bereitet sich hierzulande vorzeitig

auf Weihnachten vor. Am Tag

Autoweihnacht

vor dem ersten Advent beispielsweise

haben wir draußen hundert kleine

Lichtchen aufgehängt, rings um einen

Baum gewickelt, sehr dezent! Manche

Häuser sind vollbeladen mit Beleuchtung

à la Las Vegas und ausgestopfte

„Father Christmases“ steigen scheinbar

in die oberen Fenster hinein. Wo

doch jedes Kind weiß, dass der Weihnachtsmann

in England durch den

Kamin rutscht und die Geschenke im

Wohnzimmer abliefert. Deshalb lassen

ihm die Kinder ein Glas Sherry

und ein paar Mince Pies zur Stärkung

auf dem Kaminsims, bevor sie am Heiligen

Abend ins Bett gehen − und natürlich

auch eine gelbe Rübe für Rudolph,

Father Christmas’ Rentier. Die

englischen Kinder müssen länger Geduld

haben. Erst am 25. Dezember ist

Bescherung. Dafür ist die Vorweihnachtszeit

länger. So

wird der Christbaum

bereits in der

Adventszeit aufgestellt.

Die Weihnachtsbeleuchtungen

in den Straßen

hängen schon seit

Ende November.

Obwohl es noch

gar nicht weihnachtlichaussieht.

Viele Blätter

hängen noch auf

den Bäumen und

im Garten blühen

Frühlingsblumen.

Ein ganz ungewöhnliches

Jahr!

Wir wünschen Ihnen und allen daheim

ein friedliches Weihnachten und

ein gesundes neues Jahr, cheers!

Vier Kerzen brennen.

Schalten Sie einen Gang zurück.

Drosseln Sie das Tempo und

genießen Sie die festliche Zeit.

Frohe Weihnachten und eine

gute Fahrt in 2007 wünschen

Ihre Partner für Volkswagen und Audi.

BAG Autohaus GmbH

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Aalen

Christa Kelly

Anja Dambacher lebt für ein Jahr als Austauschschülerin in Lansdale,

Pennsylvania −und bei netten Gasteltern.

Schüleraustauschplus Urlaub

H

ello, I’m Anja Dambacher from

Aalen, Germany. Mit diesem

Satz hat mein Austauschjahr an der

North Penn High School in Lansdale,

Pennsylvania, im August begonnen.

Als ich die Schule zum ersten Mal sah

und meine Gastfamilie mir sagte, dass

3400 Schüler die Schule dieses Jahr besuchen,

dachte ich nur: „Wie soll ich

mich hier jemals zurechtfinden?“ Der

erste Schultag kam und ich traf meine

„Advisors“, Mrs. Detwiler und Dr.

Marr, die mich erstmal mit den anderen

fünf „Exchange students“ (Te aus

Thailand, Manon aus Frankreich, Salomon

aus Finnland, Aysun aus der

Türkei und Sebastian aus Salzgitter,

Deutschland) bekanntmachten.

USA

Anja Dambacher

Anja Dambacher verbindet

mit ihrem Bericht viele

Grüße an alle, die sie kennen.

Zunächst natürlich

ihre Familie, ihre Eltern,

Anton und Eva Dambacher,

ihre Schwester Heike

und deren Freund Florian,

ihren Bruder Simon und

den Opa, Heinrich Dambacher.

Ganz ganz herzliche

Grüße gehen auch an

ihre besten Freunde

Jacqueline und Lena! Viele

Grüße auch an die Klassenstufe

11 des Schubart-

Gymnasiums, den Musikverein

Waldhausen, den

Reitverein Waldhausen

und die Big Band der Musikschule

Neresheim. Sie

wünscht allen Frohe Weihnachten

und einen guten

Rutsch ins Jahr 2007!

Anja Dambacher

2101 Goodwin Lane

North Wales, PA19454

USA

E-Mail:

A.Dambacher@gmx.de

400 Jahre für fünf Kilometer

D

as schönste Familienereignis

war im vergangenen Jahr nicht

hier an den Blue Ridge Mountains,

sondern in Aalen. Wir feierten den 90.

Geburtstag unserer Mutter, Großmutter

und Urgroßmutter Helene Kaufmann

von der Küferstube. Nach dem

Festessen oberhalb der Stadt war der

obligatorische Spaziergang eingeplant,

bei welchem ich meinem

22-jährigen Sohn die wunderschöne

Lage meiner Heimatstadt zeigen

konnte. Dabei fiel mein Blick auf

Himmlingen und Unterkochen. Ich

verwies auf den kleinen Weiler am

Albaufstieg und auf die Wallfahrtskirche

mit dem Hinweis: „Schau, da hat

unser gemeinsamer Ur-Ur-Ur-Ur-

Wir wurden durch die Schule geführt

und danach stellte man uns vor

unsere erste Herausforderung: die

Wahl der Kurse. North Penn hat natürlich

die klassischen Fächer wie Physik,

Mathematik und Fremdsprachen aber

auch solche wie Marketing, Psychologie,

oder Erste Hilfe. Nach langem

hin und her war jeder zufrieden und

unser Schuljahr konnte beginnen. Natürlich

hatte ich anfangs Probleme mit

der Sprache oder mich in der Schule

zurechtzufinden und in vier Minuten

die Klassenzimmer zu tauschen, aber

ich bekam immer Hilfe. Daher fühlte

ich mich schnell wie daheim.

Nicht vergessen darf ich das „International

Friendship Committee“, das

mir Dinge wie Schulessen, Ausflüge,...

bezahlt. Die Leiter des Committees,

Bonnie und Ted Knauss haben mich

und die anderen Austauschschüler

auch schon zu einem unvergesslichen

Wochenende nach Ocean City New

Jersey eingeladen, bei dem viele neue

Freundschaften entstanden sind.

Aber nicht nur die Schule ist klasse,

sondern auch meine Gastfamilie, die

an meinem zweiten Tag mit mir gleich

in den Urlaub nach Boston gefahren

ist. Wir besichtigten natürlich Harvard.

Gleichzeitig lernte ich den Amerikanischen

Lifestyle kennen. Wieder

zu Hause angekommen, zeigte mir

Gasttochter Liz erstmal die besten Läden

zum Shoppen und wir trafen uns

mit ihren Freunden, die bald auch zu

meinen Freunden wurden. Wegen der

Schule gingen wir an den Wochenenden

weg. Kino, Shoppen, Bowling

oder einfach nur ’ne Pizza essen.

Das Leben hier wurde für mich zum

Alltag und ich bekam schon Probleme

mit der deutschen Sprache, auch

wenn ich natürlich fleißig Kontakt mit

meinen Freunden per E-Mail oder

ICQ hielt, um immer das Neueste aus

Aalen zu erfahren.

Weihnachten werden wir anders

feiern als in Deutschland: die Bescherung

ist am 25. Dezember. Aber sonst

ist es ziemlich gleich. Wir backen

Plätzchen, dekorieren das Haus innen

und außen, haben einen leuchtenden,

geschmückten Christbaum und gehen

in die Kirche.

großvater gelebt und dort um 1600 herum

geheiratet.“ Mein Sohn wurde

nachdenklich. Dann aber meinte er:

„Und da haben die 400 Jahre gebraucht

für die fünf Kilometer nach

Aalen?“ Das sagte ein junger Mann,

der im Schwarzwald geboren, in Melbourne

(Australien) aufgewachsen,

schon in Berlin gewohnt und seit

zwölf Jahren hier in Virginia lebt! Allen

SchwäPo-Lesern frohe Weihnachten!

Dr. Rudolf Kaufmann

E-mail: RAK410@AOL.COM

Internet:

www.rumokaufmann.com

Nellysford

VA 22958-0167 USA


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite17

Zur Weihnachtszeit in den Staaten

S

eit letztem August lebe ich in Carnegie,

einer kleinen Stadt in Oklahoma.

Hier verbringe ich ein Austauschjahr

und gehe auf die örtliche

High School. Mir gefällt es hier sehr

gut. Ich lerne immer wieder nette

Menschen kennen und mache neue

Erfahrungen. Obwohl ich „nur“ in den

USA bin, ist doch vieles anders als in

Deutschland, doch meine Gastfamilie

und Freunde unterstützen mich sehr.

Weihnachten beispielsweise wird hier

ein bisschen anders gefeiert. Am

„Christmas Eve“ (bei uns der 24. Dezember)

gibt es Fondue. Traditionell

darf jedes Kind in meiner Gastfamilie

an diesem Abend eines seiner Geschenke

öffnen. Am „Christmas Day“,

also am 25. Dezember, wird dann richtig

Weihnachten gefeiert. Morgens,

wenn jeder im Haus aufgewacht ist,

werden gemeinsam die Geschenke

ausgepackt, die schon Tage vorher unter

dem Christbaum lagen. Danach

geht es kurz in die Kirche und den Rest

des Tages verbringt man mit der Familie.

Über die Feiertage werde ich Besuch

aus Deutschland bekommen,

deshalb ist bei mir die Vorfreude

schon ziemlich groß.

Leider ist hier nur der 25. Dezember

ein offizieller Feiertag, also wird meine

Gastfamilie am 26. wieder zurück zur

Arbeit müssen.

Ich selbst habe zum Glück noch bis

Januar Ferien.

Merry Christmas aus den United

States of America und liebe Grüße an

meine Familie und Freunde, die ich

alle sehr vermisse.

Sarah Fröhlich aus Ebnat

Au-Pairin der paradiesischen Landschaft von Irland

S

eit Ende September diesen Jahres

bin ich nun schon fern meiner gewohnten

Heimat Aalen, um in Irland,

in Dublin, als Au-Pair für sechs Monate

zu leben und zu arbeiten. Nach

dem Abitur in diesem Sommer, fand

ich dies sehr passend. Ich wollte

schließlich die englische Sprache nahezu

perfekt sprechen lernen, Erfahrungen

in jeglicher Hinsicht sammeln

und mich als Mensch weiter entwickeln.

Nun bin ich also hier im wunderschönen

Irland und bereue meine

Entscheidung keineswegs.

Meine Gastfamilie besteht aus meiner

Gastmutter Nicola, meinem Gastvater

Peter und den beiden Kindern

Aisling (7 J.) und Brendan (5 J.).

Da meine Gasteltern beide den

ganzen Tag arbeiten, sind sie

auf die Hilfe eines

Au-Pairs angewiesen.

Die ersten

zwei Monate meinesIrlandaufenthalts

lebten

wir noch im Bezirk

Sandyford

in Dublin, nur

20 Minuten von

der Innenstadt

entfernt. In der

Zwischenzeit sind

wir aufs Land gezogen,

rund 50 Kilometer

südlich von Dublin.

Mein Arbeitstag beginnt um 7 Uhr

morgens. Zwischen 8 Uhr und 8.30

Uhr verlassen wir das Haus, um zuerst

meine Gastmutter zur Arbeit und danach

die Kinder zur Schule zu fahren.

Ich muss sagen, dass das Fahren auf

der linken Seite wesentlich einfacher

ist, als ich mir das am Anfang vorgestellt

habe. Man gewöhnt sich

schnell daran auf der „falschen“ Seite

zu fahren. Schwieriger waren für mich

die engen Straßen. Nach der Rückkehr

von der Schule erledige ich einiges an

Hausarbeit. Das meiste davon betrifft

die Kinder, wie Wäsche waschen und

bügeln, Badezimmer putzen, Kinderzimmer

aufräumen. Danach bleibt

mir ein wenig Zeit für mich selbst, bevor

die Kinder wieder von der Schule

abgeholt werden müssen und ich anschließend

bei den Hausaufgaben

behilflich bin. Feierabend habe

ich zwischen 17 und 20 Uhr.

Abhängig davon, ob

auch abends meine

Anwesenheit als

Babysitter benötigt

wird. Es sind

also schon anstrengende

und

lange Tage für

mich und ich

musste mich

am Anfang erst

daran gewöhnen

nur wenig Zeit für

michselbst zu haben.

In meiner Freizeit (eigentlich

nur am Wochenende),

kann ich dann die Vorteile des Lebens

in einer Großstadt genießen. Dublin,

mit seinen 1,2 Millionen Einwohnern

E-Mail: sarahfro@gmx.de Sarah Fröhlich aus Ebnat grüßt aus Carnegie, einer Stadt in Oklahoma.

(nur der Stadtkern), hat mir von Anfang

an gefallen. Man kann in unzähligen

Geschäften das verdiente Geld

wieder loswerden. Aber die Hauptstadt

bietet noch vieles mehr, wie

wunderschöne Parks, mittelalterliche

Kirchen, die Nähe sowohl zum Meer

als auch zu den Bergen.

Am 31. Oktober haben wir richtig

Halloween gefeiert. An diesem Tag

wurden die Häuser sehr gruselig geschmückt.

Die Fantasie mancher

Leute reichte aus, um künstliche

Friedhöfe in den Hofeinfahrten anzulegen.

Nach Einbruch der Dunkelheit

zogen schließlich die verkleideten

Kinder von Haus zu Haus, um nach

Süßigkeiten zu fragen.

Seit Ende November nun haben

meine Familie und ich der Großstadt

Dublin den Rücken gekehrt und wohnen

seitdem auf dem Land im County

Wicklow.

Ein krasserer Gegensatz von der Geschäftigkeit

und Hektik der Stadt zur

Abgeschiedenheit auf dem Lande (unser

nächster „Nachbar“ befindet sich

ca. 1 km entfernt), kann es wohl kaum

geben. Wenn man aber einen Feldweg

entlang geht und über Viehgatter

steigt, kann es doch sein, dass man

sich plötzlich in einer paradiesischen

Landschaft befindet, umgeben von

Bergen und Wäldern. Seit unseres

Umzugs habe ich nun etwas mehr Zeit

für mich selbst.

Ich bin sehr froh darüber, Irland für

meinen Aufenthalt ausgewählt zu haben.

Irland besitzt eine eigene Spra-

che, die jedoch nur noch in wenigen

ländlichen Gebieten gesprochen wird.

Nichts desto trotz lernen die Kinder

die Sprache.

Noch ein kleiner Tipp: Wer einmal

nach Irland kommt, sollte es nicht verpassen

in einem Pub ein „pint of

Guinness“ zu genießen und dabei der

irischen Volksmusik zu lauschen, die

hier zum Leben gehört, wie Kartoffeln

und Schafe.

Übrigens lebe ich in einer netten

Familie, in die ich auch als neues Familienmitglied

integriert bin.

Ich kann also nur jedem empfehlen,

einfach einmal alles hinter sich zu lassen

und sich auf etwas Unbekanntes

einzulassen.

Denn auf meiner „Reise“ habe ich

bisher sehr viel über mich selbst gelernt,

das mir sicherlich in meiner Zukunft

in vielerlei Hinsicht behilflich

sein wird.

Ich wünsche nun allen Schwäpo-

Lesern frohe und gesegnete Weihnachten,

oder „Nollaig Shóna“ wie

man irisch sagt, und viele Grüße aus

dem unbeschreiblich schönen Irland,

das in der Zwischenzeit wohl zu meiner

zweiten Heimat geworden ist.

Ganz besondere Grüße schicke ich an

alle Abiturienten 2006 des KGW, alle

meine Freunde und Bekannte (die

sich dadurch angesprochen fühlen),

Christoph und natürlich meiner Familie,

die mich von Anfang an seit

meiner Abwesenheit sehr unterstützt

haben.

Eure Franziska

IRLAND

Franziska Jauss

„Ich kann von mir selbst

behaupten, dass ich die

Weihnachtsgrüße aus aller

Welt“ schon seit einigen

Jahren mit Freude gelesen

habe“, schreibt Franziska

Jauss, die für ein halbes

Jahr als Au-pair in Irland

lebt. Nach den Weihnachtsgrüßen

sei sie stets

mit Neid erfüllt und habe

sich gefragt, ob sie in der

Zukunft wohl auch einmal

die Gelegenheit haben

würde, über einen Lebensabschnitt

im Ausland erzählen

zu können. Deshalb

könne sie es nun kaum

glauben, über ihren Aufenthalt

in Irland zu berichten.

Franziska ist derzeit online

nicht erreichbar.


Seite18 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Nicole Steeger arbeitet als Au-Pair bei einer deutschen Familie im südamerikanischen

Quito.

Silvester am Meerfeiern

I

ch bin seit Mitte September in

Ecuador, wo ich als Au-Pair in einer

deutschen Familie in Quito arbeite.

Meine Aufgabe besteht hauptsächlich

darin, mit der elfjährigen

Tochter zu lernen. Ich bin in Südamerika,

um Spanisch für mein kommendes

Studium zu lernen, deshalb besuche

ich eine Sprachschule.

Mir gefällt Ecuador sehr! Es ist ein

Land voller Unterschiede und für

mich ein spannendes, unvergessliches

Abenteuer. Am besten hat mir bis

jetzt der Dschungel gefallen, also der

Regenwald. Bestimmt eines der

schönsten Fleckchen der Erde! Es ist

dort traumhaft, fast genau wie im Film

das „Dschungelbuch“. Ich genieße

meine Zeit in Südamerika bis Juni.

Am 25. Dezember fahre ich mit einer

Freundin per Bus an die Küste. Ich

freue mich schon sehr darauf, mit ihr

Neues zu erleben und die Weihnachtsfeiertage

und Silvester am Meer

zu feiern. Mit Sand zwischen den Ze-

hen, mit Palmen und viel Sonne.

Ich grüße meine Familie, Bekannten

und Freunde ganz lieb von Ecuador

aus. Ich vermisse Euch, aber aufgrund

der vielen schönen Erinnerungen

an Euch fällt es mir leichter, so

weit weg zu sein. Ich freue mich schon

auf das Wiedersehen. Ein frohes Fest

und einen unbeschwerten und schönen

Start ins Jahr 2007!

ECUADOR

Nicole Steeger

Silvia Gatter

Uhren, Schmuck und Trauringe

73430 Aalen, Reichsstädter Str. 10

Telefon (0 73 61) 6 23 44

Nicole Steeger hat im Sommer

2006 ihr Abitur am

Wirtschaftsgymnasium in

Schwäbisch Gmünd gemacht

und ist seit Mitte

September in Ecuador, wo

sie als Au-Pair arbeitet.

Nicole Steeger

Ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein strahlendes Jahr 2007!

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Tapezierarbeiten

• individuelle

Raumgestaltung

im Haus und rund ums Haus

• Fassadensanierung

und -gestaltung

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• Bodenbelagsarbeiten

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aller Art

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73447 Oberkochen

Tel. (0 73 64) 64 62

Ein Stückchen Heimatglück inEcuador

E inen

lieben und herzlichen

Weihnachtsgruß möchte ich

Euch aus Manglaralto in Ecuador

senden. Mein Name ist Horst Nigrin

und ich komme aus dem schönen

Hüttlingen. Seit 14 Jahren lebe ich

nun hier in Manglaralto, Guayas, in

Ecuador, um meine Arbeitskraft in

den Dienst der Nächsten zu stellen.

Zusammen mit meiner Frau Edith

arbeite ich zurzeit an vier Projekten:

Jugendinternat, Essprogramm für

Kinder, Grundschule und Seniorentreffen.

Die Weihnachtszeit ist bei uns immer

eine sehr intensive Zeit, da eine

Veranstaltung die andere jagt. Doch

dieses Jahr haben wir unser Weihnachtsgeschenk

schon vor Weihnachten

bekommen. Meine Mutter

Sieglinde ist zu Besuch, die mit ihrer

Anwesenheit und ihrem schwäbischen

Weihnachtsgebäck ein Stück

Heimatglück hierher brachte. Dies ist

das schönste Geschenk, das ich mir

ECUADOR

Horst Nigrin

In seiner E-Mail schreibt

Horst Nigrin Folgendes:

Hallo liebe Ostälbler − Auch

wir? Ja. Der Verkündigungsengel

erschien nicht Leuten

mit besonderen Qualitäten

oder Verdiensten. Er kam zu

Hirten, einfachen, armen,

wenig beachteten Menschen,

in der Nacht. Doch es waren

Menschen, die bereit waren,

die Freudenbotschaft anzu-

vorstellen kann. Für alle, die mehr

über unsere Arbeit hier erfahren wollen

oder uns unterstützen wollen:

Schauen Sie auf unserer Homepage

vorbei, dort finden Sie mehr Infos

über unsere Projekte hier in Man-

Frisch gebackene US-Staatsbürgerin

H

erzliche Weihnachtsgrüße aus

Kansas City an alle Freunde und

Verwandte. Seit unseren letzten Grüßen

gibt es einige Neuigkeiten zu berichten.

Wohl am Wichtigsten ist, dass

ich seit diesem August US-Staatsbürgerin

bin.

Meinem Antrag zur „Naturalisation“

wurde Mitte diesen Jahres stattgegeben

und bei einer feierlichen Zeremonie

mit weiteren 192 frischgebackenen

Bürgern aus 35 Nationen

wurde mir meine Einbürgerungsurkunde

überreicht. Sie hängt nun hinter

Glas im Wohnzimmer.

Durch die Annahme der US-Staatsbürgerschaft,

zusätzlich zur deutschen,

konnte ich auch an den Wahlen

im vergangenen November teilnehmen.

Das machte die verschiedenen

Wahlkampagnen doch sehr viel interessanter.

Der Wahlvorgang unterscheidet

sich doch sehr von meiner letzten

Wahlteilnahme im örtlichen Kindergarten

in Deutschland.

Wahl mit Magnetkarte

Während ich damals ein Kreuz auf

einen Wahlzettel setzen musste, bekam

ich dieses Mal am Registriertisch

eine Magnetkarte. Mit dieser ging es

dann in den eigentlichen Wahlraum.

Dort standen mehrere Wahlcomputer,

die eigentlich mehr einem stationären

Laufband ähnelten. Nach erfolgter

Wahl am Bildschirm wurde die

nehmen und zu Jesus zu

kommen. Er lädt uns noch

heute ein: Kommet her zu

mir alle, die ihr mühselig und

beladen seid, ich will Euch erquicken.

Manglaralto/Guayas

Ecuador

E-Mail:

horst_nigrin@yahoo.de

Homepage: www.padrepio-manglaralto.de

glaralto. Ich wünsche Euch ein gesegnetes

Weihnachten und ein gesundes

und erfolgreiches neues Jahr 2007.

Grüße

Horst Michael Nigrin mit Familie

www.padre-pio-manglaralto.de

Station im kleinen aberfeinen Washburn

E

s ist einfach unglaublich. Ich Fußball, Softball oder Leichtathletik

habe so viele neue Erfahrungen machen möchte.

schon in den ersten Monaten hier in

Washburn gemacht. Ich habe unglaublich

nette Leute kennen gelernt,

mich an die Größenunterschiede gewöhnt,

ein super tolles Verhältnis mit

meiner Gastfamilie aufgebaut, die verschiedenen

Kulturen kennen und

schätzen gelernt, und natürlich meine

Sprachkenntnisse weiterentwickelt.

Die Stadt Washburn ist, wie man so

schön sagt, „klein aber fein“. Wir haben

2300 Einwohner, alle Geschäfte,

die man zum Überleben braucht und

eine wunderschöne Umgebung −

Strand und Blick auf den größten See

in den USA, den Lake Superior.

Meine Schule hat, trotz der geringen

Zahl von 400 Schülern eine unglaubliche

Menge an Angeboten. Wir

haben ein super gutes Musicalprogramm

und fast jeden Sport, den man

machen möchte. Ich singe sehr viel,

bin im Winter im Skiteam. Im Frühling

kann ich mich entscheiden, ob ich

Nicole und Brennan Graves leben in Kansas City.

Karte wieder eingesammelt, gelöscht

und dem nächsten Wählerübergeben.

Die wohl unwichtigste Neuigkeit ist,

dass ich dieses Jahr 30 geworden bin.

Gleichzeitig bedeutet es, dass ich vor

fast zehn Jahren Deutschland verlassen

habe.

Rückblickend muss ich sagen, dass

es noch immer „the ride of a life time“

ist. Nicht zuletzt wegen meines Mannes,

Brennan.

Dieses Jahr werden wir die Feiertage

zuhause in Westhausen mit meiner

Familie verbringen. Und natürlich

mit weihnachtlichen „Bredla“. Frohe

Weihnacht und einen guten Rutsch!

Nicole und Brennan Graves

Die Schule geht hier von 8.20 Uhr

bis 3.20 Uhr, wir haben jeden Tag dieselben

Fächer zur selben Zeit. Der Unterricht

hier macht mega viel Spaß:

Die Lehrer sind eher so etwas wie

Freunde und der gesamte Lernstoff ist

einfach viel einfacher als in Deutschland.

Nun hat ja auch die Adventszeit angefangen

und hier liegt schon eine

ganze Menge Schnee. In den USA gibt

es keinen Adventskalender, keinen

Adventskranz, keine Weihnachtsmärkte

und keinen Nikolaustag, aber

dafür wird der Weihnachtsabend hier

richtig groß gefeiert. Alle Häuser sind

schon weihnachtlich geschmückt, sowohl

von innen als auch von außen.

Natürlich mega bunt und kitschig,

aber wunderschön. Ansonsten ist es

wie in Deutschland. Eine sehr gemütliche

und familiäre Zeit, mit viel Gebäck

und Weihnachtsmusik. Ich genieße

das Jahr hier einfach sehr!

USA

Nicole Graves

Nicole Graves lebt seit

knapp zehn Jahren in Kansas

City, USA mit Brennan,

ihrem Mann. Im August

nahm sie die US-Staatsbürgerschaft

an. Das

Weihnachtsfest feiert sie

mit ihrem Mann bei der

Familie in Westhausen.

Ganz vielen Dank und liebe Grüße

besonders an meine Familie, all meine

Freunde (besonders Annika und

Anna) und alle, die mich durch super

liebe E-Mail unterstützen. Ihr seid die

Besten, Danke!

USA

E-Mail:

nicole.graves@gmail.com

Frohe Weihnachten an alle!

Lena Hoffmann

Lena Hoffmann

Lena Hoffmann ist 16 Jahre

alt und ist bereits seit vier

Monaten über das Jugendaustauschprogramm

AFS

(„American Field Service“)

mit dem Carl-Zeiss-Stipendium

in Washburn,

Wisconsin, in den USA.

E-Mail:

Lena.Hoffmann@gmx.de


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite19

M

argit und Robert Kälber aus Kanada haben uns dieses Jahr neben einem Familienfoto auch eine hübsche Postkarte geschickt. Die beiden verbinden damit viele Grüße und die besten

Wünsche für Weihnachten und fürs neue Jahr. E-Mail: roma@midbc.com

H

erzlichen Dank für die wundervolle

Möglichkeit, meine

Familie und Freunde zu grüßen.

Dies schreibt Pia Kaufmann aus

Pohnpei, einer zu Mikronesien gehörenden

Palmen-Insel im Pazifik.

In ihren Weihnachtsgrüßen

schreibt sie: Ich arbeite hier mit

(PMA) Pacific Missionary Aviation

als Kinder- und Jugendreferentin.

Von Beruf bin ich Krankenschwester

und komme aus Unterkochen.

Besonders herzliche Grüße an

meine ehemaligen Arbeitskollegen

und meine Familie und Nachbarninderguten,alten

Glashütte.

Frohe Weihnachten und viel Erfolg

mit der Aktion Weihnachtsgrüße

aus aller Welt

Pia

E-Mail: piakaufmann@web.de

EineNachtaufeinemchinesischenWachturm

N i

hao aus China. Weihnachten

naht, laut Kalender, in großen

Schritten und so will ich es mir nicht

nehmen lassen, meine Grüße aus

Fernost zu senden. Durch ein Austauschprogramm

der HTW Aalen verbringe

ich ein Praxissemester in Shenyang,

einer typischen Industriestadt

mit 7,5 Millionen Einwohnern, im

Norden von China.

Da es in Shenyang kaum Touristen

gibt, fällt man hier als Langnase doch

sehr auf, und es ist nicht ungewöhnlich,

wenn Chinesen einfach stehen

bleiben und einen anstarren. Hier

muss man sich an vieles erst gewöhnen,

denn die meisten Dinge sind

komplett anders als in Deutschland.

Verkehrsregeln scheint es hier nicht

zu geben, die Vorfahrt nimmt man

sich durch „non stop“-Hupen. Überholt

wird, wo Platz ist − Gehwege eignen

sich dazu übrigens hervorragend

− gebremst oder ausgewichen wird

nur im äußersten Notfall und die

Farbe der Ampel wird meist beharrlich

ignoriert. Zum Überqueren einer großen

Straße (meist sechs-spurig) bedarf

es somit guter Nerven und Gelassenheit.

Im Gegenzug dazu ist das Essen hier

richtig gut. Nach den Horrorgeschichten,

dass Chinesen alles essen, kann

ich nur sagen: in China kann man alles

essen, muss man aber nicht. Wer hier

Hund oder Schlange probieren

möchte, der muss erst einmal ein Restaurant

finden, das diese exotischen

und meist sehr teuren Gerichte führt.

Da der normale Chinese für solche

Weihnachten am Sandstrand bei 40 Grad

A m

11. Juli 2006 wurde mein

Traum wahr: Auf ging es nach

Australien, genauer gesagt: nach Caboolture,

45 Kilometer nördlich von

Brisbane, der Hauptstadt von Queensland.

In Caboolture besuche ich die

„Tullawong State High School“, die

von ungefähr 1400 Schülern in den

Klassen 8 bis 12 besucht wird. Die in

Australien übliche Schuluniform besteht

bei uns aus kurzer Hose, Schlips

und „Kragen“. Eine weitere Besonderheit

ist, dass die Schule in vier Häuser

AUSTRALIEN

Jörg Heier

Jörg Heier ist momentan

für einen Schüleraustausch

in Queensland,

Australien. Seit seiner

Kindheit war es für ihn ein

Traum, nach Australien zu

reisen und dieses aufregende

und für viele doch

unbekannte Land kennen

zu lernen.

E-Mail:

joergheier@yahoo.de

„Delikatessen“ weder das Geld noch

den Geschmacksinn hat, ist das chinesische

Essen sehr günstig und beschränkt

sich auf Reis, Nudeln und allerlei

Beilagen.

Allgemein sind die Preise sehr niedrig,

vor allem für Personal. So kommt

es, dass Supermärkte sieben Tage die

Woche geöffnet haben und drei Verkäuferinnen

an jedem Regal die Produkte

anpreisen. Die Dame an der

Kasse packt die Einkäufe seelenruhig

fein säuberlich in zahlreiche Tüten,

kontrolliert jeden Geldschein auf

Echtheit und diskutiert geduldig mit

Chinesen, die mit ihrem Kassenzettel

nicht zufrieden sind. So wird jeder

Einkauf zum zeitraubenden Erlebnis.

Um diesem Chaos zu entfliehen,

versuchen wir deutschen Praktikanten

so oft wie möglich am Wochen-

CHINA

Tanja Krug

Tanja Krug studiert an der

Fachhochschule in Aalen

und verbringt im Moment

ein Praxissemester in Shenyang,

einer Großstadt im

Norden von China. Dort

erlebt sie allerhand Neues

und lernt die Chinesen

kennen, wie sie wirklich

sind.

E-Mail:

Tanja.Krug � gmx.de

unterteilt ist, die zum Beispiel bei

Sportveranstaltungen gegeneinander

antreten. Zudem gibt es jeden Morgen

eine so genannte „Care“ Klasse, in der

die Anwesenheit überprüft wird und

alles Wichtige besprochen wird. Dort

lässt man auch seine Schultasche und

nimmt nur die Unterlagen für die

nächste Stunde mit.

Bei einer Schule, die aus 18 unabhängigen

Gebäuden besteht, ist das

eine sehr gute Idee.

Abgesehen von der Schule sind das

Klima und die Landschaft sowie der

Sport der größte Unterschied. In Australien,

besonders in Queensland, sind

Rugby League und Cricket die beliebtesten

Sportarten und Fußball kommt

irgendwo ganz am Ende. Es hat dann

aber auch nicht sehr lange gedauert

bis ich mich für die einheimischen

Sportarten begeistert habe. So spiele

ich Cricket für meine Schulmannschaft.

Meinen Geburtstag Anfang Dezember

konnte ich zum ersten Mal im

Sommer feiern, womit ich mich ohne

Probleme anfreunden kann. Mit der

Weihnachtsstimmung wird es schon

etwas schwieriger.

Bei Temperaturen von 40 Grad

kann ich mich nicht weihnachtlich

ende die vielen Sehenswürdigkeiten

zu besichtigen. Vor allem die Transportmittel

sind dabei immer wieder

abenteuerlich. Ob Flugzeug, Langstreckenbus,

Schlafzug oder Kamikaze-

Taxi, wir haben schon einiges erlebt

und überlebt. Auch unsere Übernachtung

in einem alten Wachturm auf der

chinesischen Mauer war zwar nicht

gerade komfortabel, aber ein einmaliges

Erlebnis. So bekommt man viele

Einblicke in das wirkliche Leben der

Chinesen, fernab von Touristenplätzen.

Der Besuch eines chinesischen

Waisenhauses zeigte dann auch die

Schattenseiten dieses Landes. Einen

Tag lang spielten wir mit den Kindern,

hielten kleine Workshops ab und luden

sie zum Essen in ein Restaurant

ein. Man kann sich nicht vorstellen,

wie ehrfürchtig Kinder zum ersten Mal

in ihrem Leben Fantatrinken können.

Weihnachten wird es hier in Shenyang

nicht in gewohnter Form geben,

denn Chinesen feiern weder Weihnachten

noch Silvester. Hier gibt es

dafür Ende Februar das chinesische

Neujahrsfest, bei dem ganz China eine

Woche lang feiert. Es wird schwierig

werden, überhaupt in Weihnachtsstimmung

zu kommen. Doch wir versuchen,

mit Plastikbaum, importiertem

Glühwein und Lebkuchen, eine

kleine Weihnachtsoase zu erzeugen.

Ich wünsche meiner Familie, meinen

Freunden, Kommilitonen und

Bekannten, sowie allen Lesern der

Schwäbischen Post, ein frohes Weihnachtsfest

und einen guten Rutsch ins

neue Jahr. Tanja Krug

Jörg Heier in seiner australischen Schuluniform.

fühlen, auch wenn ich schon hundert

Mal „Jingle Bells“ anhören durfte. Mit

der Hilfe der lieben Menschen hier in

Australien sollte ich es aber schaffen,

doch noch in Weihnachtsstimmung

zu kommen.

Ich wünsche allen zu Hause gebliebenen

ein schönes und erholsames

Weihnachtsfest sowie ein gutes neues

Jahr 2007! Zudem wünsche ich euch

ganz viel Spaß beim Schneeschippen

www.apo-voelter.de

und Autos frei kratzen! Ich werde an

euch denken, wenn ich irgendwo in

Australien am Strand liege!

Viele Grüße besonders an meine

Familie, meine Freunde, die JUH Aalen,

das Schubart Gymnasium samt

seinen Schülern und Lehrern und alle,

die mich kennen sowie diejenigen, die

ich vergessen habe! Ich vermisse euch

−auch wenn es hier super ist!

Jörg Heier

Wir wünschen allen unseren Kunden ein frohes

Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2007!

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Unsere Öffnungszeiten über die Feiertage: Heiligabend und 1. Weihnachtsfeiertag

geschlossen, 2. Weihnachtsfeiertag, Silvester vor- und nachmittags

sowie Neujahr abends haben wir geöffnet! Wir bitten um Vorbestellung.


Seite20 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST








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Rundreise amanderen Ende der Welt

H erzliche

Weihnachtsgrüße aus

dem sonnigen Australien. Nun

sind wir schon seit über zwei Monaten

mehr als 20000 km von zu Hause entfernt.

Dieses Jahr werden wir das Weihnachtsfest

wahrscheinlich am Strand

bei 30 Grad Celsius verbringen, zum

ersten Mal ohne unsere Familie und

am anderen Ende der Welt.

Wir sind Anfang Oktober von

Frankfurt nach Sydney geflogen, mit

einem Stopover und Sightseeing in

Singapur. Nach einem vierwöchigen,

witzigen und interessanten Intensiv-

Sprachkurs, jobben wir seit drei Wochen

und voraussichtlich bis Weihnachten

in Spät- und Nachtschicht in

einer Fabrik (Verpacken und Versenden

von DVDs) und erarbeiten uns somit

die Finanzierung für die weitere

Reise.

Momentan wohnen wir bei einem

netten, allein stehenden Australier in

einem Stadtteil von Sydney. Dort bekommen

wir Einblick in die australische

Mentalität und Lebensweise.

Später werden wir voraussichtlich in

Hostels wohnen und unser Zimmer

mit anderen Backpackern teilen.

Nach Weihnachten und Silvester in

Sydney geht es weiter die Küste entlang,

nach Adelaide.

Zwischendurch ist ein Besuch der

Australian Open, die Besichtigung von

Kangarooh Island, ein Surfkurs und

Relaxen an verschiedenen Stränden

geplant.

Sehr gespannt sind wir auch auf unseren

zweiwöchigen Aufenthalt in

Neuseeland. Bei diesem Abstecher

möchten wir auch das Gebiet zwischen

Auckland und Wellington kennen

lernen.

Nach unserer Rückkehr nach Australien

bereisen wir die Küste von Brisbane

bis nach Sydney. Von dort geht

dann Mitte Februar unser Rückflug

Richtung Deutschland. Dennoch

kommen wir gerade rechtzeitig zum

Studienbeginn Anfang März dort an,

da wir planen, uns noch einen zweiwöchigen

Kultur- und Erkundungs-

Dorian Haas und Olja Faber grüßen vom fünften Kontinent, wo sie bei

etwa 30 Grad Weihnachten feiern werden.

trip auf Bali zu gönnen. Wir danken

herzlich unseren Eltern und besonders

unserer allerliebsten Omi Maja

(Kratky) für ihre moralische und finanzielle

Unterstützung und die liebevolle

Fürsorge. Wären nicht die

strengen Importregeln in Australien,

könnten wir uns an Omis leckeren

Weihnachtsplätzchen auch dieses

Jahr erfreuen − aber die schmecken

auch noch im Februar. Außerdem

grüßen wir unsere Familienangehörigen

und Freunde und wünschen ihnen

wunderschöne Weihnachten und

einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ganz besonderer Dank auch unseren

lieben Schwestern, Soona und Lana,

für die Arbeit, die sie bald für uns erledigen

müssen oder dürfen. Und ein

großes Dankeschön an unseren Computerexperten

und „Mann für alle

Fälle“, Stefan, bezüglich seiner Hilfe

bei unseren Weihnachtsgeschenken!

Nicht zu vergessen unsere liebe

Tante Claudi, die auf unseren Hund

Spiky aufpasst, damit er nicht so alleine

ist. Genauso Onkel Thomas und

Tante Giese, durch die ich sieben Wochen

bei Kratky arbeiten durfte, um

mir diese Reise zu finanzieren.

Zu guter Letzt noch einen schönen

Die Familie von Emma Safran, die seit 38Jahren in der Türkei lebt.

Gruß an die Firma Franke in Aalen

und alle ihre Mitarbeiter, ganz besonders

Herrn Grotz, Herrn Helbig, Herrn

Balle und Frau Heidinger.

Es grüßen von „Downunder“

Dorian Haas und Olja Faber

AUSTRALIEN

Dorian Haas

Lieber Besuchaus deralten Heimat

S

eit 38 Jahren leben wir nun in der mer wieder sehr in Istanbul, weil es so

Türkei, zwölf davon in Hopa, viel Schönes zubesichtigen gibt.

dicht an der russischen Grenze am

Schwarzen Meer. Als wir in Rente gingen,

zogen wir nach Bandy´ rma. Nachdem

wir dort sechs Jahre gelebt hatten,

kauften wir uns eine Wohnung in

Istanbul und leben seither dort. Seit 37

Jahren sind wir nun schon glücklich

verheiratet.

Dieses Jahr im Frühjahr hatten wir

wieder Besuch von meinem Bruder

aus Aalen, der uns regelmäßig in der

Türkei besucht. Im August kam dann

meine Schwester mit ihrem Mann

und ihrer Enkelin. Es gefällt ihnen im-

Verändert hat sich bei uns nicht

viel, außer dass wir eine weitere Enkelin

bekommen haben, die jetzt acht

Monate alt ist.

Insgesamt sind es somit sieben Enkel,

drei davon leben in Deutschland,

vier in der Türkei.

Gesundheitlich geht es uns allen gut

und ganz besonders die Enkelkinder

freuen sich wieder sehr auf Weihnachten.

Das Fest feiern wir wie immer bei

uns zuHause.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein

Dorian Haas verbringt im

Moment die Zeit in Australien.

Dort reist er mit Olja

Faber herum, lernt neue

Menschen und deren Gewohnheiten

kennen und

erfährt vieles über das Leben

am anderen Ende der

Welt. Weihnachten und

Silvester verbringt er in

Sydney, dann geht es weiter

nach Neuseeland. Nach

einem Aufenthalt auf Bali

plant er, im März zurückzufliegen.

E-Mail:

dorian_haas@web.de

gutes neues Jahr wünschen wir aus Istanbul

in der Türkei der Schwäbischen

Post, der Stadt Aalen, meinem

Sohn und seiner Familie, meinen Geschwistern

mit Familien und allen

Verwandten und Bekannten. Herzliche

Grüße

Emma und Ilhan Safran

Baglarbasy´ Mah. Cam Cikmazi

Ugur Ap. No:4/3

81530 Maltepe, Istanbul

Türkei

E-Mail:

emmasafran@mynet.com


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite21

Heiligabend im Konzert in Los Angeles

Z uerst

gesegnete Weihnachten an

alle Heimatfreunde von Mutti

und mir, und das bedeutet natürlich

alle im Weltall überall. Mutti ist noch

bei mir und ich arbeite nebenbei im

Pomona Unified School District. Mittags

komme ich heim und versorge

Mutti. Ende des Schuljahres arbeitete

ich in der Elementary School. Seit

Herbst arbeite ich im „Career Center“

in der Diamond Ranch High School.

Hier oben ist eine herrliche Aussicht

auf die Berge und ins Tal. Die Gebäude

sind alle geometrisch, futuristisch aus

Stahl gebaut. Hier wird oft gefilmt

auch für Werbungen. Thanksgiving

weekend waren wieder die Studios

hier. Sie filmten für den Film „Die

Hard IV“. Aber niemand durfte dabei

sein. Alles war abgesperrt.

Uns geht es so weit ganz gut. Wie

immer, waren wir oft im Goethe In-

USA

Heidemarie Proehl

Heidi und Annemarie

Proehl geht es gut. Seit

Herbst arbeitet Heidi im

„Career Center“ in der

Diamond Ranch High

School. Ganz in der Nähe

wurde der vierte Teil von

„Die Hard“ mit Bruce Willis

gedreht. Aber niemand

durfte zu den Dreharbeiten.

Mit Hilfe von Dietrich

Bantel aus Oberkochen

hat sie wieder Kontakt zu

einer Freundin aus Kindheitstagen.

Heidemarie Proehl

PO BOX 1641

Walnut CA 91789

USA

Heidemarie mit Sohn Sal und

Annemarie Proehl (v. r.).

stitut und haben deutsche Filme ausgeliehen.

Im Mai gewann ich übrigens

Freikarten für die Show im „Magic

Castle“ in Hollywood. Hier waren die

„Fertigen Finger“ aus Deutschland auf

Besuch. Man staunt immer wie ein

kleines Kind, wenn man einen Zauber

sieht. Am 5. Dezember haben wir André

Rieu hier im Honda Center Anaheim

im Konzert gesehen. Zum Heiligen

Abend sind wir im Music Center in

Los Angeles zum Konzert und dann in

die Christuskirche in Glendale.

Wir sind oft beim Phoenix Club und

beim Oktoberfest. Den Ungarischen

Tag feierten wir im Alpine Village in

Torrance. Mutti spricht ja fließend Ungarisch,

so konnte sie eine ihrer vier

Sprachen wieder üben. Zudem nahmen

wir wieder teil am Deutsch-Amerikanischen

Tag in der „Lady of the Angels“

Kirche in Los Angeles. Da feierte

ich auch meinen Geburtstag. Anschließend

wurden wir wieder ins Kolpinghaus

zum Mittag eingeladen. In

Newport Beach waren wir schon zum

„Tree Lighting“ Mitte November.

Künstliche Schneeflocken schwebten

wie Schaum durch die milde Abendluft.

Da freuten sich alle, die dabei waren.

Mutti klatschte in die Hände, als

sie versuchte einige zu fangen.

Am 1. Advent feierten wir mit dem

Schwedischen-Amerikanischen Verband

im Hollywood Palladium das St.

Lucia Pageant. Wir sind öfters auch

mit den Enkelkindern zusammen. Die

Treffen verbinden wir meistens mit

vielen schönen Restaurantbesuchen.

Nun möchte ich Prof. Bantel ganz

herzlich danken für die schöne Heimatvereinsseite.

Didi hat mir dadurch

persönlich geholfen, wieder eine Verbindung

zu einer Freundin aus Kindertagen

zu knüpfen. Wir hatten lange

nichts von einander gewusst und gehört,

55 Jahre lang. Ihr Onkel Rudi lebt

noch in Oberkochen. Mittlerweile haben

wir schon miteinander gesprochen

und werden noch viele Erinnerungen

nachholen. Das finden wir

ganz, ganz toll, dass sich jemand so

bemüht, um Freunde zusammen zu

bringen. Sowas ist das beste Geschenk,

vielen Dank!

Ich freue mich auf einen langen Besuch,

bei dem ich alles wieder persönlich

miterleben kann. Angelika,

schön, dass wir uns wieder gefunden

haben. Ebenfalls im Gästebuch meldete

sich eine ehemalige Schülerin,

die nun viele Jahre in Norwalk Connecticut

lebt, wo wir 30 Jahre unser

Haus hatten. Was für ein Zufall. Sie

kommt zu ihrer Mutter auf Besuch zu

Weihnachten nach Oberkochen.

Danke für Deine E-Mail Petra! Liebe

Weihnachtsgrüße an Karin mit Familie,

Rosemarie und Gisi. Wir dürfen

dieses Jahr wieder Merry Christmas

sagen. Man soll dankbar sein, wenn

man Weihnachten öffentlich feiern

darf! Besonders liebe Grüße an Thomas

und Gertrud. Grüße an Karin und

Familie. Ebenfalls noch schöne Erinnerungen

für die Zukunft von Herzen

wünschen allen ein frohes, gesegnetes

Weihnachtsfest und gesundes neues

Jahr.

Liebe Grüße von Heidemarie

mit Mutti Annemarie.

Große Freude aufdie 70er Feier 2007

W

ieder einmal sendet die Mangold-Familie

ganz liebe Grüße

aus Kapstadt, Südafrika, und dem

„Größten Vogelpark in Afrika“: World

of Birds. Die Kinder Tamarin (16)

(nicht im Bild), und die Buben Garron

(5) und Darryan (4) wachsen. Ebenso

der Vogel- und Tierbestand. Sogar Nilkrokodile

sind jetzt noch dazugekommen.

Wer etwas mehr über deren Park

wissen möchte, sollte in der Tierzeitschrift

„Ein Herz für Tiere“ vom November

nachsehen, schreibt die Familie

und weiter: An Weihnachten werde

ich gerne an die Jugendzeit in Ellwangen

denken, obwohl es natürlich

IMPRESSUM

Redaktion

Ulrike Schneider

Mitarbeit

Yvonne Lindner

Julia Mayer

Tobias Ullersperger

Elisabeth Weinrich

Texte und Fotos

Menschen aus aller Welt

Layout

Joachim Allgeier

Druck

SDZ Druck und Medien

Bahnhofstraße 65

73430 Aalen

Die Mangold-Familie bei der Flaschenfütterung

von Wildböckchen-Waisen.

Erfahrungen in Ecuador

H

ola amigos − ich finde die Idee,

Euch somit Weihnachtsgrüße

senden zu dürfen, total schön. Momentan

verwirkliche ich meinen großen

Traum: ein Jahr im Ausland. Zur-

Carolin Muth mit Straßenkindern.

bei uns im heißen Sommer

sein wird, und da wird während

unserer Hochsaison jeden

Tag gearbeitet.

Besondere Weihnachtsgrüße

wie immer an die Familie

Himpel und allen Bekannten

und Schulfreunden.

Gleichzeitig möchte ich mich

bereits jetzt melden − ich freue

mich auf das nächste Jahr und

auf meinen Besuch zur

70-Jahr-Feier.

Walter Mangold

mit Familie

E-Mail:

worldofbirds@mweb.co.za

zeit befinde ich mich noch in Quito,

Ecuador, und arbeite vormittags in einem

Projekt mit Straßenkindern.

Diese Kinder haben ganz andere Bedürfnisse,

als die Kinder in Deutschland,

und deshalb ist es für mich eine

ganz neue Erfahrung, die ich mit ihnen

mache.

Ab Januar werde ich an die Küste

Ecuadors wechseln, um dort mein

nächstes Volontariat zu machen. Ich

habe mich bis jetzt allerdings noch

nicht entschieden, was ich genau machen

werde, aber ich habe ja auch

noch ein bisschen Zeit, zu überlegen.

Erstmal kommt Weihnachten, und da

ich ja nicht in der Region sein werde,

wünsche ich Euch hiermit ganz

schöne (weiße) Weihnachten und natürlich

einen guten Rutsch. Viele liebe

Grüße −Nos vemos en junio

Eure Caro

Carolin Muth

Unseren Kunden, Freunden und Bekannten

wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest

und ein gutes neues Jahr 2007.

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Wir wünschen

unseren Gästen

und Kunden

ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein gesundes neues Jahr.

Familie Mäurer

Heilig Abend geschlossen.

Am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag

bis 15 Uhr geöffnet.

Silvester und Neujahr

geschlossen.

An Dreikönig und am Sonntag,

7. 1. 2007 bis 15 Uhr geöffnet.

24 h

Allen meinen Kunden,

Freunden, Bekannten und

Verwandten wünsche ich

Frohe Weihnachten und

ein gutes neues Jahr.

HAKA-Beratung

Bertilla Schiele

73431 Aalen

Telefon 0 73 61 / 3 54 72

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allen unseren

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Weihnachtsfest und möchten uns ganz herzlich ��

�� für Ihr Vertrauen bedanken.

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Telefon 0 73 63 / 45 44

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Wir bedanken uns bei allen unseren

Kunden für das entgegengebrachte

Vertrauen und wünschen allen ein

frohes Weihnachtsfest und ein

schönes neues Jahr 2007!

Wir bedanken uns bei unseren Kunden, Mitarbeitern

und Freunden für ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Wir wünschen fröhliche, besinnliche Weihnachtstage und

einen gesunden Start ins Jahr 2007.


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Seite22 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Der Jahreshöhepunkt: die Geburt des Sohnes

A m

Ende des Jahres 2006 blicken

wir auf vier ereignisreiche Jahreszeiten

zurück.

Der Winter überraschte uns mit einem

Schneegestöber der besonderen

Art. Innerhalb weniger Stunden wurde

Ende Januar die Lombardei von fast einem

Meter Schnee bedeckt. Ältere

Menschen erinnern sich an ähnliche

und regelmäßige Ereignisse während

ihrer Kindheit − heute sind schneebeladene

Segelboote im Lago Maggiore

eher eine Seltenheit, die nur etwa

alle zehn Jahre eintritt. Die Räumdienste

kamen dieser Naturgewalt natürlich

nicht mehr nach und so war

das öffentliche Leben für zwei Tage

mehr oder weniger gelähmt. Bis in den

März hinein waren noch Reste des

Schnees in schattigen Lagen zu sehen.

Sobald es die Sonnenstrahlen des

Frühlings geschafft hatten, den Boden

aufzutauen, machten wir uns gleich an

die Arbeit und zogen aus unserer Wohnung

in Besozzo aus und in unser neu

gebautes Haus in Bregano ein. Bregano

ist ein kleiner und ruhiger Ort inmitten

der oberitalienischen Seenlandschaft

mit herrlichem Blick auf die

Südseite der Alpen und auf den Lago di

Varese. Das Dorf befindet sich am

Rande eines Naturschutzgebietes und

bietet vielen Vögeln Heimat, die man

heute immer weniger zu sehen oder zu

hören bekommt; zum Beispiel Waldkauz,

Grünspecht, Mäusebussard, Fa-

Bernhard und Sabinas Sohn Giacomo im Advent 2006.

san, Kuckuck oder Fledermaus. Nur

die morgens um 4 Uhr krähenden

Hähne oder die blökenden Schafe auf

dem Nachbargrundstück, die alle

nicht zum Naturschutzgebiet gehören,

waren anfangs gewohnheitsbedürftig,

sind uns zwischenzeitlich aber

ans Herz gewachsen.

Ähnlich wie Unterkochen besitzt

auch Bregano einen steilen Kirchberg

mit Marienwallfahrtskirche, wenn

auch etwas kleiner, und langer Pilgertradition.

Ebenfalls analog zum Unterkochener

Kirchberg wurden auch hier

vor einigen Jahren historische Spuren

aus der Römerzeit gefunden, die auf

eine frühe Besiedelung hindeuten. Es

erinnert also einiges an die frühere

Heimat. Die Menschen legen hier sehr

großen Wert auf die Pflege ihres Gartens,

und so haben natürlich auch wir

entsprechend Hand angelegt und unseren

Garten mit Palmen, einem Feigenbaum,

einigen Weinreben und anderen

landestypischen Pflanzen ausgestattet.

Besonders gelohnt hat sich

unser kleiner Gemüsegarten, der uns

praktisch ein halbes Jahr lang mit fri-

Glaube und Freude trotz großer Armut

W eihnachten

steht vor der Tür.

Wie soll ich mich darauf einstimmen?

Die derzeitig düsteren Lebensverhältnisse

so vieler Menschen

hier im Sudan vereiteln das bislang.

Nur die tägliche Feier der Adventsliturgie

drängt mich zur Hoffnung auf

eine bessere Zukunft.

Ich halte kurz inne zu einem Ausblick

auf den Heiligen Abend 2006.

Am späten Nachmittag wird eine

Gruppe deutschsprachiger Landsleute

ins Priesterseminar kommen

und mit ihren Kindern einen ökumenischen

Heiligen Abend feiern − erst

in der schönen Kapelle mit vertrauten

deutschen Weihnachtsliedern, dann

im Gästeraum mit Nürnberger Lebkuchen

und anderen Köstlichkeiten.

Später am Abend kommen dann die

Studenten und das Lehrpersonal zusammen

bis zur Christmette um Mitternacht.

Und am ersten Weihnachtsfeiertag

geht es zum Stadtrand, wo in primitiven

Kapellen Tausende von Kriegsvertriebenen

aus dem Südsudan

Weihnachten feiern.

Die Bescherung von Geschenken

wird sich in Grenzen halten, aber

Wir wünschen allen frohe Weihnachten

und alles Gute zum neuen Jahr,

verbunden mit bestem Dank für das

uns entgegengebrachte Vertrauen.

Betriebsferien ab 24. 12. 2006 bis einschließlich 13. 1. 2007

Michael

Schormüller

Natursteine • Schotter • Transporte

Melchior-Meyr-Str. 8

86757 Wallerstein-Ehringen • Tel. 0 90 81/2 76 80

trotzdem zusätzlich Freude bereiten.

Zwischen dem üppigen Luxus hier in

der Hauptstadt eines erdölreichen

Landes und dem bitteren Existenzminimum

der Flüchtlinge ohne Einkommen

hält uns am Ende nur unser

Glauben aufrecht: Christ der Retter ist

da!

Allen Lesern der Aalener/Ellwanger

Zeitung sowie allen Freunden und

Helfern unserer Mission wünsche ich

frohe, gesegnete Feiertage.

Pater Josef Uhl, MCCJ

schem Gemüse versorgte und ganz nebenbei

auch noch Gelegenheit zum

Abschalten bietet.

Ein Höhepunkt des Jahres war im

Sommer natürlich auch im fußballverrückten

Italien die Weltmeisterschaft

in Deutschland. Deutschland

hat auch in Italien viele Sympathien

gewonnen und man kann ohne weiteres

behaupten, dass die Endspielstadt

Berlin zur Lieblingsstadt der Italiener

geworden ist. Am Tag des gewonnenen

Finales brachen hier alle

Dämme: schwenkende Fahnen und

Auto-Hupkonzerte bis in die frühen

Morgenstunden und übermüdete

Menschen am Morgen danach. Besonders

groß war die Freude nach dem

gewonnenen Halbfinale gegen

Deutschland, das natürlich auch speziell

in unserer deutsch-italienischen

Familie entsprechend beachtet wurde.

Im ganzen Land lebten Erinnerungen

an glorreiche Spiele in der Vergangenheit

auf und die Probleme um bestochene

Schiedsrichter in der heimischen

Liga waren für ein paar Tage

vergessen. Im Herbst kam unser persönlicher

Höhepunkt, der Schneegestöber,

Hausbau und Fußballweltmeisterschaft

eindeutig in den Schatten

stellte! Am 23. September wurde

unser Sohn Giacomo in Varese geboren.

Und natürlich brachte er sofort

Schwung ins Haus und stellte gleich

klar, dass sich ab jetzt alles um ihn

dreht. Zwischenzeitlich ist er auch

ITALIEN

Bernhard Geißinger

Höhepunkt des Jahres von

Bernhard und Sabina Geißinger

war die Geburt des

Sohnes Giacomo. Inzwischen

ist der Kleine drei

Monate alt. Und die beiden

freuen sich auf das

erste gemeinsame Weihnachtsfest

im neuen Haus.

Bernhard, Sabina

Geißinger

Via Firenze, 60

21020 Bregano (Va)

Italien

E-Mail:

geissinger@libero.it

schon fast drei Monate jung und beginnt

langsam, seine Umwelt zu erkunden.

Besonders sein herzhaftes

Lachen hat es allen angetan, natürlich

vor allem seinen Eltern und Großeltern.

Mit ihm freuen wir uns auch

schon auf das kommende Jahr. Und so

begehen wir dieses Jahr die Adventszeit

zu dritt im neuen Haus und

schauen gerne zurück auf dieses

glückliche Jahr. Aus Italien senden wir

allen Bekannten sowie der Redaktion

und den Lesern der Schwäbischen

Post viele Grüße und wünschen ein

frohes Weihnachtsfest und ein ebenso

glückliches Jahr 2007.

Bernhard, Sabina &

Giacomo Geißinger

Sudan Pater Uhl mit südsudanesischen Flüchtlingen in einer Lagersiedlung.

Zu Weihnachten beim Sohn in Chicago

H

allo und Grüß Gott an alle, die

diese Zeilen lesen. Anstatt

„Leise rieselt der Schnee“ schreibe ich

„Leise rieselt der Regen“. Aber Schnee

ist immer noch möglich. Dieses Jahr

blieben wir zu Hause, bis auf eine

Fahrt nach Texas.

Was mir in diesem Jahr sehr gefiel,

war mein Gemüsegarten. Vieles

wurde eingefroren und Rote Beete

sind im Glas eingekocht. Wir hatten

für etliche Wochen Tomaten, Salat,

Paprikaschoten, Zwiebeln, Rote

Beete, Melonen, Kürbis und viele Blumen.

Seit September habe ich mit meiner

Gesundheit zu tun, habe aber etliche

Ärzte und Spezialisten, die sich sehr

bemühen, dass ich wieder ganz gesund

werde. In der Zwischenzeit haben

wir acht Enkelkinder. Alle kommen

liebend gerne zu Oma und Opa,

was mich sehr freut. Zu Weihnachten

fahren wir zu unserem Sohn und seiner

Familie nach Chicago.

Nun wünsche ich allen recht

schöne und friedliche Weihnachten

und fürs Neue Jahr alles Gute, besonders

Frieden, Gesundheit und

Gottes Segen. Vielen Dank an die

Schwäbische Post für die erhaltene

Zeitung mit den Weihnachtsgrüßen

aus aller Welt. Bitte vergesst mich

auch dieses Jahr nicht.

Seid gegrüßt

Erika Combs

67846 Lake Trail

Lockeville Indiana 46536

USA


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite23

Auf den so wichtigen Regen warten

E s

ist ja nicht immer leicht, „fern

d’r Hoimed“ zu sein, zumal wenn

dort besondere Ereignisse geschehen:

zum Beispiel die Weltmeisterschaft.

Nur die Deutsche Welle ließ uns daran

teilnehmen, wenn auch in aller Kürze.

Und natürlich der Besuch des Heiligen

Vaters in heimatlicher Nähe. Der

Gottesdienst in München wurde von

der Deutschen Welle sogar ganz übertragen,ichfühltemichwie

anwesend.

Auch für meine Leute war es das Ereignis.

Dennoch möchte ich meinen

Wirkungsort im Augenblick nicht

wechseln. Berta mit ihrem Schwesterle

und Anni brauchen mich ja wohl

noch etwas. Nach 34 Jahren Hiersein

fühle ich mich nicht mehr als Gast −

dass ich bei Freunden bin, ist spürbar.

Als ich ging, gab mir Berta lächelnd auf

den Weg: „Pater, jalan baik-baik“ −

„komm gut heim“.

Wir gehen Weihnachten entgegen,

da schauen wir nicht nur nach Bethlehem

zurück, sondern vor allem auch

in unsere Gegenwart, in der Christus

der Herr sein Kommen und Mitsein

mit uns erneuert. Er gibt kein Gastspiel.

Er will sich vielmehr in unserer

Mitte ganz einbringen. Papst Benedikt

XVI. hat es in seinem Brief „Gott ist die

Liebe“ treffend gedeutet. Ihre Solidarität,

unser konkreter Einsatz (in Ihrem

und Eurem Auftrag, so sehe ich mein

Wirken hier) für Berta, ihr Schwesterle

Anni − die junge Generation (besonders

in Kindergärten und Schulen) − ,

die Zusammenarbeit der Leute für ein

gelingendes Leben in den Basisgemeinschaften

erfahren wir als Zeichen

der Anwesenheit und des ständigen

Wirkens unseres Herrn.

So bereiten sich die kleinen Gemeinden

auf Weihnachten durch konkrete

Advents-Aktionen in Aufforstung

und der Pflege der Wasserquellen

und in der Gestaltung der Gottesdienste

vor. Der Beginn der Regenzeit

schränkt die Vorbereitung etwas ein,

doch in diesem Jahr warten wir immer

noch auf den notwendigen Pflanzregen,

der den ausgetrockneten Boden

durchdringt und Wachstum ermöglicht.

Wirken sich die verheerenden

Waldbrände auf Borneo schon so aus,

dass sich kaum Regenwolken bilden?

In den Familien wird nach dem feierlichen

Gottesdienst das Weihnachtsfest

bei gutem Essen gefeiert,

hier und dort sieht man vor allem die

Jüngeren mit neuen Kleidern. „S’

Christkindle“ und die Bescherung am

Heiligen Abend ist nicht bekannt, was

ich eigentlich sehr bedaure. Die drängende

Arbeit auf den Feldern lässt

zwar die weihnachtliche Freude nicht

vergessen, ermöglicht aber auch nicht

die herrliche weihnachtliche Muse.

Ich grüße meine Bekannten und

Freunde im Neresheimer und Oberkochener

Umkreis. Ich wünsche ein

frohes, gnadenreiches Weihnachtsfest,

mit Freude, dass der Herr bei uns

und unseren Leuten hier ist. Mit ihm

dürfen wir getrost ins neue Jahr 2007

eintreten. Ihre Grüße gebe ich gerne

meinen Gemeinden weiter. Dank Ihnen

für Ihre Nähe. Mit herzlichen, frohen

Grüßen

Pater Anton Kappler SVD

INDONESIEN

Anton Kappler

Pater Anton Kappler lebt

und arbeitet seit 34 Jahren

in Indonesien. Seinen

Weihnachtsgruß hat er uns

über seinen Bruder Richard

zukommen lassen.

Pater Anton Kappler SVD

Kotak Pos 163

Maumere 86111

Indonesien

E-Mail:

antonkappler@yahoo.de

Politische Lage verhindert Abenteuerausflug

A uch

wir bekommen die Auswirkungen

des Klimawandels zu

spüren. Waren es letztes Jahr noch 36

Grad (tagsüber) im Dezember, so

kommen wir dieses Jahr nicht über 26

Grad hinaus. Das bedeutet, dass wir

abends schon öfters nach dem Pullover

greifen und nachts eine dicke Decke

suchen. Wie ich der online Ausgabe

der Schwäpo entnehme, wartet

man inAalen noch auf den Winter.

Diesmal war eigentlich zu den Feiertagen

ein Ausflug nach Sahr geplant:

Sahr liegt im Südosten des Tschad.

Sahr ist eine Kleinstadt von altem

französischen Charme der Kolonialzeit:

Wunderschöne Alleen bestückt

TSCHAD

Jürgen Weber

Im vergangenen Jahr hat

uns Jürgen Weber in den

Weihnachtsgrüßen erzählt,

wie er eine Nacht auf

einer Düne in der Wüste

„Tal“ verbracht hat. In diesem

Jahr war kein großer

Abenteuer-Ausflug drin,

wegen der politischen Situation

im Nachbarland

Sudan.

E-Mail:

weber@intnet.td

mit Bouganvillea und Flamboyant

(Bäume, die rote Blüten entwickeln

und in Alleen flammend-rote Rundbögen

bilden). Dazu große Gebäude,

die im ersten Stock eine Veranda ums

ganze Haus haben, wo sich die Bewohner

abends beim „sun downer“

die abendliche Kühle um die Nase wehen

lassen. Weiter kann man abends

an dem Ufer des Flusses Chari spazieren

gehen, und Hippofamilien (Nilpferde)

beim abendlichen Spielen zuschauen.

Und noch das legendäre

„Hôtel de chasse“, mit einer schönen

Terrasse, die weit über den Cahri hinausgeht.

Dort den Sonnenuntergang

zu beobachten ist ein Erlebnis, dass einem

immer von Neuem erstaunt.

Doch leider ist die aktuelle politische

Situation eine andere. Sahr liegt

nur 200 Kilometer von der sudanischen

und der zentralafrikanischen

Republik-Grenze entfernt. Die Nachbarregion

im Sudan ist Darfur. Hier

finden immer wieder kriegerische

Auseinandersetzungen statt, die auch

an der tschadischen Grenze nicht Halt

machen. Es geht um Landansprüche,

die Krieger aus dem Norden für ihre

Rinderherden beanspruchen. Dazu

werden die Bauern vertrieben und die

Dörfer abgebrannt. Die Stadt Sahr ist

nicht unmittelbar bedroht, doch reichen

diese Auseinandersetzungen

aus, um von Überlandfahrten abzusehen.

Überhaupt war 2006 kein gutes

Jahr für den Tschad. Schon Anfang des

Im Land des Tratschens

I

ch heiße Katharina, komme aus

Schwäbisch Gmünd und wohne

seit Mitte September in der schönen

Hauptstadt Cataluñas: Barcelona, die

Stadt, die von Touristen, Artisten, Partys

und einem Leben auf der Straße

geprägt ist.

Nachdem ich dieses Jahr mein Abi

gemacht habe und nicht gleich anfangen

wollte, zu studieren, habe ich

beschlossen, für neun Monate das Leben

im Süden zu genießen, ein Leben,

das man mit dem Leben in Deutschland

nicht vergleichen kann: im Gegensatz

zu Deutschland sind die Leute

hier nie in Eile, immer freundlich und

aufgeschlossen und man spürt die Lebensfreude

der Spanier. So wird Spanien

nicht umsonst als Land des „cotillear“,

des Tratschens bezeichnet.

Ich lebe hier in einer total netten

spanischen Gastfamilie und gehe jeden

Tag in eine Sprachschule. Meine

Klasse besteht aus 15 Jungs und Mädels,

die aus der ganzen Welt kommen.

Diese Woche beginnt bei uns der

Weihnachtsmarkt, kaum vorstellbar,

da wir hier immer noch blauen Himmel,

20 Grad und T-Shirt-Wetter haben,

was die Barcelonesen allerdings

nicht davon abhält, alles mit fünf verschiedenfarbigen

Lichtern zu behängen

und die Straßen mit Weihnachtsmusik

zu beschallen.

Ich wünsche Euch allen „feliz navidad

y feliz ano nuevo“ im kalten

Deutschland.

Katharina Paul

Jahres gab es Übergriffe von Rebellen,

dies sich dann im April bis in die

Hauptstadt N’djamena durchschlagen

konnte. Dort wurden sie zwar sofort

vertrieben, aber, kaum ist die Regenzeit

vorbei, geht es wieder im Norden,

bei Abeche, wieder los. Die Entfernung

zur Hauptstadt ist zwar über

1000 Kilometer, doch ist auch hier die

Stimmung gedämpft. Es gibt aber inzwischen

Gespräche zwischen den

Rebellen und der Regierung, so dass

wir doch mit Hoffnung auf 2007

schauen. Mit dieser Hoffnung wünsche

ich Ihnen alle schöne Feiertage

und auch ein gutes neues Jahr.

Jürgen Weber

H

allo Ihr lieben Freunde aus Aalen! Seit Oktober leben wir nun in

West-Norwegen! Auf der Wetterkarte könnt Ihr übrigens sehr gut

sehen, wo wir wohnen: nehmt einfach das Zentrum des riesigen Tiefdruckgebietes

an der norwegischen Küste. Genau dort liegt Svelgen! Es

geht uns super gut und wir sind hier sehr willkommen. Aber trotzdem:

Ihr fehlt uns so sehr! Viele liebe Weihnachtsgrüße und ein gutes neues

Jahr, in dem wir uns hoffentlich oft sehen können! Eure Asle, Ute, Jan-

Lukas, Charlotte und Vincent Förde mit Lando!

Familie Asle und Ute Förde, Skulevegen 9b, 6723 Svelgen, Norwegen

Aufdem fünften Kontinent

V

iele liebe Grüße aus dem Land

der Kängurus und Koalas, das

Land der Sonne und der leckeren Tim

Tams (traditionelle Kekse): Australien.

Ich lebe jetzt schon seit fast sechs Monaten

unter den „Aussies“. Ursprünglich

komme ich aus Aalen, habe dort

mein Abitur gemacht und mich danach

entschieden, ins Ausland zu gehen.

Wenn schon, dann aber richtig,

habe ich mir gedacht und Australien

ausgesucht. Dort besuchte ich sechs

Monate eine Schule der Jugend mit einer

Mission in Brisbane; eine Jüngerschaftsschule,

deren Motto ist: „Gott

kennen lernen und ihn bekannt machen“.

Wir hatten jeweils eine Unterrichtsphase

und eine Einsatzphase.

Meinen sechswöchigen Haupteinsatz

verbrachte ich in Vanuatu, einer

Inselgruppe im Pazifik. Es waren wertvolle,

lebensverändernde Erlebnisse

und Erfahrungen, die ich in diesem

halben Jahr gemacht habe. Jetzt, wo

die Schule abgeschlossen ist, bleibt

mir noch ein Monat zum Herumreisen.

Weihnachten werde ich in der

Hauptstadt Australiens, in Canberra,

und Neujahr in Sydney verbringen.

Dies ist mein erstes Weihnachten in

der Hitze, unter Palmen und mein erstes

Neujahr mit Sonnenbrille und

Sonnencreme im Gesicht. Aber „That

should be allright“ − wie die Australier

immer soschön sagen.

Fröhliche Weihnachten und einen

Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Lisa Grosser

LisaGrosserim Land derKängurus.


Seite24 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Ein Fotoshooting mit FC-Bayern-Stars

E

s war schon immer ein Traum

von mir, im Ausland zu arbeiten

oder zu studieren. Deshalb habe ich

mich für den Voith-Standort Wilson in

North Carolina, USA, entschieden.

Mein Ziel ist es, meine Sprachkenntnisse

zu verbessern. Ebenso

möchte ich eine andere Kultur sowie

die Struktur und Arbeitsweise unseres

amerikanischen Unternehmens kennen

lernen. Nicht weniger interessant

finde ich den „American way of life“,

die Lebensweise der Menschen.

Meine Vorfreude auf das Auslandssemester

war groß. Es blieb jedoch

eine Ungewissheit zurück, was auf

mich inden USA zukommen würde.

Am Tag des Abfluges hatte ich ein

etwas seltsames Gefühl. Doch dieses

legte sich schnell am Münchener

Flughafen. Dort trafen wir zufällig auf

die Mannschaft des FC Bayern München

und meine Schwester und ich

konnten uns mit aktuellen Nationalspielern

fotografieren lassen.

Nach einem langen, anstrengenden

Flug hatte ich leider keinerlei Möglichkeit,

mich vom Jet-Lag zu erholen, da

ich gleich am nächsten Morgen in der

Firma arbeiten musste. Dort wurde

ich sehr herzlich aufgenommen.

Meine Kolleginnen und Kollegen sind

offen, hilfsbereit und freundlich.

Die Zeit nach der Arbeit und an den

Wochenenden steht mir zur freien

Verfügung. Diese verbringe ich gerne

mit Shopping in den riesigen Malls

odererkunde die umliegenden Städte.

Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten

habe ich mich nun sehr gut eingelebt.

Das Auslandssemester ist für

mich eine schöne Bereicherung. Ich

habe bisher nur schöne Erlebnisse

und gute Erfahrungen gemacht und

deshalb genieße ich jeden Tag aufs

Neue in diesem tollen Land. Ich bin

froh, diese Chance wahrgenommen

zu haben.

Bereits fünf Wochen vor Weihnachten

kann man hier an fast allen Häusern

Plastikchristbäume mit bunten

Lichtern bewundern oder sonstige

weihnachtliche Dekoration wie belichtete

Schneemänner, Santa Clauses

oder Rentiere sehen. In unaufhaltsamen

Schritten rücken die Weih-

nachtstage näher und näher. Für mich

wird es das erste Weihnachtsfest, das

ich nicht mit meiner Familie im winterlichen

Aalen verbringen werde.

Meiner Familie, Verwandten,

Freunden, Bekannten, dem MV Dewangen

und allen SchwäPo-Lesern

wünsche ich auf diesem Weg frohe,

gesegnete Weihnachten und einen

guten Rutsch in Jahr 2007. I wish you a

Merry Christmas and a Happy New

Year 2007. Andrea Ströbel

USA

Einkaufen amSantaMonica Beach

I

ch nehme an einem Jugendaustauschprogramm

des Rotary Clubs

Aalen-Heidenheim teil und darf für

ein Jahr in Kanada sein und dort zur

Schule gehen. Man ist privat bei Familien

untergebracht und das Programm

sieht vor, dass man alle drei, vier Monate

die Gastfamilie wechselt. Seit 11.

August 2006 lebe ich nun in Duncan,

British Columbia. Duncan ist eine

Kleinstadt mit rund 7000 Einwohnern,

im Westen Kanadas.

In meinen ersten beiden Gastfamilien,

bei denen ich bisher gelebt habe,

habe ich gute Erfahrungen machen

dürfen. Meine Gasteltern sind begeisterte

Wanderer und ich habe natürlich

an jeder mir angebotenen Wanderung

teilgenommen. Mit der ersten Gast-

KANADA

Michael Maier

Michael Maier wurde in

Kanada von den „Weihnachtsgrüßen

aus aller

Welt“ erzählt. So nutzt er

diese Gelegenheit, um von

seinem interessanten Leben

auf dem amerkianischen

Kontinent zu berichten.

Michael Maier

E-Mail:

michaelpcmaier@

googlemail.com

familie war ich auch auf einem viertägigen

Wandertripp rund um die

Großstadt Vancouver.

Im November war ich dann für eine

Woche auf einem vom Rotary Club

angebotenen Trip nach Los Angeles.

Zusammen mit 36 Austauschschülern

der unterschiedlichsten Nationalitäten

und vier kanadischen Begleitpersonen

haben wir vieles unternommen,

wie verschiedene Freizeitparks

besucht. Zuletzt kamen wir dann nach

Los Angeles. Am Santa Monica Beach

gingen wir fleißig shoppen und bevölkerten

die Läden in Strandnähe, als

unsere Begleiter am Strand Sarah Jessica

Parker mit Mann und Kindern getroffen

haben. Ich habe sie nur um

fünf Minuten verpasst.

Nach dieser Reise bin ich zu meiner

Andrea Ströbel

Michael Maier bei einer der Wanderungen durch

die atemberaubend schöne kanadische Natur, auf

dem „Gipfel“ des Mount Tzouhalem, der am

Rande des Cowichan Valley liegt.

Im brasilianischen Schmelztiegel

W enn

Jesus im Norden Brasiliens

zur Welt gekommen wäre,

wäre seine Krippe die Hängematte gewesen

und seine Spielkameraden

Hühner, Hunde und Katzen. Auch

mein Bett ist die Hängematte und bei

35 Grad kommen schwer weihnachtliche

Gefühle auf.

Diese Zeilen schreibe ich in Itupiranga,

ein kleines Städtchen am Eingang

des Amazonasgebietes, wo sich

die Transamazônica etwa 200 Kilometer

durch das Gemeindegebiet

schlängelt. Gleich außerhalb der Stadt

endet die Telefonleitung und auch der

Empfang des Mobiltelefons. Dies ermöglicht

vielen Banditen Raubüberfälle

auf Linienbusse und Autos, vor

allem nachts und in Gegenden ohne

elektrischen Strom.

Itupiranga hatte bis 1975 an die

6000 Einwohner. Ein Großteil der Familien

lebte vom Fischfang in den 72

Seen der Gemeinde sowie von Land-

wirtschaft und Diamantensuche. Mit

dem Bau der Transamazônica und der

Elektrizitätswerke Tucurui, ein Riesenprojekt

mit 21 geplanten Staudämmen,

änderte sich alles schlagartig.

Heute zählt Itupiranga etwa 70000

Einwohner, wovon 65 Prozent auf

dem Land leben.

Wenn man durch das Landesinnere

fährt, kann man sehen, wie sich die

Urwaldzerstörung Jahr für Jahr tiefer

in den Amazonas frisst. Itupiranga

selbst ist Zeuge, dass Großprojekte

insgesamt mehr in die Armut führen,

als dass sie Entwicklung bringen. Itupiranga

ist eine aus allen brasilianischen

Staaten zusammengewürfelte

Menschenansammlung. Die meisten

Bediensteten sind Gemeindeangestellte,

insgesamt etwa 1500. Die allermeisten

haben weder Arbeitsvertrag,

noch soziale Absicherung und

der Lohn lässt oft drei Monate auf sich

warten. Auffallend sind die vielen

Nach dem Abitur am Aalener

Theodor-Heuss-

Gymnasium arbeitet Andrea

Ströbel bei Voith in

Heidenheim. Die BA-Studentin

ist derzeit in einer

Dependance des Unternehmens

in den USA.

E-Mail:

AndreaStroebel@web.de

zweiten Gastfamilie

gezogen. Ich lebe nun

auf einer Haselnuss-

Plantage etwas außerhalb

der Stadt. Für

mich ist es ein völlig

neues Erlebnis auf einer

Farm zu leben,

mit Hühnern und

Truthähnen und eben

haufenweise Nüssen.

Allerdings muss ich

sagen, dass mir das

Leben hier sehr gut

gefällt.

Neben alledem

gehe ich jeden Tag zur

Schule von 8 Uhr bis

etwa 14.30 Uhr. Ich

habe einen neuen

Sport für mich entdeckt, das Rugby

spielen. Zweimal die Woche wird trainiert

und am Wochenende finden

Spiele gegen andere Mannschaften

statt. Außerdem verbringe ich natürlich

auch viel Zeit mit kanadischen

Freunden und anderen Austauschschülern.

Ich freue mich auf die

nächsten sechs Monate „Abenteuer

Kanada“, einige geplante Reisen in

den USA und die vielen Erfahrungen,

die ich machen werde.

Frohe Weihnachten, viele liebe

Grüße aus Kanada an meine Familie,

den Rotary Club Aalen-Heidenheim,

die Lehrer und Schüler vom Ernst-

Abbe-Gymnasium in Oberkochen

und an alle, die mich kennen!

Michael Maier

streunenden Jugendlichen, die mangels

Perspektiven auch kaum Interesse

für die Schule zeigen.

Als Pfarrteam sehen wir uns vor

viele Probleme gestellt. So haben wir

im Durchschnitt mehr als einen Mord

pro Woche. Raubüberfälle gibt es unzählige,

Drogen und sexuelle Ausbeutung

ebenso. Dazu kommt die große

Angst in der Bevölkerung, wegen der

Morde und Raubüberfälle und wegen

der politischen Abhängigkeit.

Die Pfarrei ist aufgeteilt in sieben

Basisgemeinden in der Stadt und 67

auf dem Land. Leider haben wir auf

dem Land noch viele Fälle von Sklavenarbeit.

Dazu kommen Fälle von

Landraub und Landvertreibung. Wir

sind im Moment dabei, Strategien zu

entwickeln, wie wir in die verschiedenen

Problemfeldereinwirken können.

Comboni Missionar

Br. Bruno Haspinger

Brasilien

Andrea Ströbel arbeitet für Voith inden USA.

Weihnachten mit Kängurus

M

it dem Austauschprogramm

meiner Tübin-

ger Uni hatte ich Gelegenheit,

für ein Semester an der University

of Technology in Sydney zu

studieren. Im Juli 2006 ging es

dann ab nach Sydney. In den

ersten Wochen war es allerdings

wider Erwarten ziemlich

kalt und regnerisch in „sunny

Australia“, und so richtig warm

ist es eigentlich erst in der letzten

Zeit. Deshalb habe ich mich

sehr nach meiner Winterjacke

gesehnt, da es hier im Wohnheim

keine Heizung gibt.

Das Studium ist anders als

an einer deutschen Uni. Wir

mussten „Assignments“ abgeben, hatten

einige Gruppenprojekte und Präsentationen;

und natürlich alles auf

Englisch. An den „Aussie’-Slang“ gewöhnte

ich mich nach und nach. Im

November hatten wir dann noch die

Klausuren und nun ist das Semester

auch schon vorbei.

Mit dem Semesterende kam auch

das schöne Wetter, so dass man im

Moment eigentlich jeden Tag an den

Strand kann, was ich sehr genieße. Die

Geschäfte sind inzwischen reichlich

mit Weihnachtsdekoration ausgestattet.

Anstelle von Weihnachtsmännern

hüpfen hier Weihnachtskängurus herum,

die Weihnachtsbäume sind viel

bunter geschmückt. Dabei fühle ich

mich überhaupt nicht weihnachtlich,

wahrscheinlich nur, weil Sommer und

Weihnachten zur selben Zeit sind.

Am Nikolaustag sind wir auf die Su-

BRASILIEN

Bruno Haspinger

Der Comboni-Missionar

Bruno Haspinger verbrachte

ab 1959 insgesamt

mehr als dreißig Jahre bei

den Comboni Missionaren

in Ellwangen. Diese Zeit

prägte sein Leben und

auch jenes vieler Jugendlicher,

mit denen er im

süddeutschen Raum während

dieser Zeit unterwegs

war.

Nun lebt Bruno Haspinger

in Brasilien und hilft

bei verschiedenen Projekten

zur Lösung einer Reihe

von Problemen mit.

Comboni Missionar

Br. Bruno Haspinger

Brasilien

Känguru statt Weihnachtsmann.

che nach Schokonikolausen gegangen,

sind aber nur im Aldi fündig geworden.

In den australischen Supermärkten

gibt es zwar jede Menge

Weihnachtssüßigkeiten, aber keine

Nikolause. Auch Adventskränze sind

hier nicht üblich. Die Weihnachtsbäume

sind alle nicht echt. Echte Tannen

würden hier zuschnell nadeln.

Im Gegensatz zu Deutschland wird

hier auch nicht der Heilige Abend gefeiert,

sondern der 25. Dezember. Die

Geschenke liegen dann am Morgen

unter dem Weihnachtsbaum. Ich

habe das Glück, dass ich hier ein paar

entfernte Verwandte habe, die ursprünglich

aus Deutschland kommen

und Christmas Eve am 24. feiern,

wozu sie mich eingeladen haben. Den

Weihnachtstag werde ich dann aber

am Strand verbringen.

Auch Silvester werde ich noch hier

in Sydney verbringen. Danach geht es

noch auf große Reise durchs Outback

und die Küste entlang; bevor Ende

Februar wieder die Heimreise nach

Deutschland ansteht.

Herzliche Weihnachtsgrüße, besonders

an meine Eltern, meine

Schwester, Riedlingers, meine

Freunde und alle, die mich kennen

und über Grüße freuen!

AUSTRALIEN

Katharina Melber

Katharina Melber

Weihnachten auf dem fünften

Kontinent verbringt Katharina

Melber, weil sie im

abgelaufenen Semester dort

studiert hat. Sie hat schon

lange davon geträumt,

Weihnachten einmal am

Strand und in der Sonne zu

verbringen. Dieses Jahr wird

es wohl klappen.

E-Mail:

kmelber@googlemail.com


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite25

LiterarischerStreifzug durch Paris

N

achdem das Buch „Da-Vinci-

Code“ von Dan Brown ein Welterfolg

wurde, machten sich Heerscharen

von Gralsuchern auf den Weg

nach Paris, um Beweise dafür zu finden,

dass Maria Magdalena und Jesus

von Nazareth ein Paar waren. Mit dem

Buch im Rucksack bevölkerten sie den

Louvre, den Eiffelturm, das Centre

Pompidou und sogar den Bois de Boulogne.

Ich weiß nicht, ob einer dieser

Gralsucher etwas gefunden hat, aber

sicher ist, dass die Menschen, die in

den Museen arbeiten, furchtbar genervt

waren. Unser Nachbar, der im

Louvre als Kurator arbeitet, sagte eines

Abends beim Aperitif: „J’ai vraiment

ras le bol de ce Da-Vinci-Code“,

was so viel heißt wie „Ich hab’ jetzt

wirklich die Schnauze voll von diesem

Sakrileg.“ Wenn man, wie mein Mann

Klaus und ich, sehr lange in Paris lebt

oder dort arbeitet, kommt man nicht

auf die Idee, in dieser schönen Stadt

den Heiligen Gral zu suchen, weil man

ziemlich sicher weiß, dass er sich hier

nicht befindet.

Da alles aber auch sein Gutes hat,

beschlossen wir, an einem Samstag in

den Herbstferien einen literarischen

Streifzug durch Paris zu machen.

Denn es haben ja auch noch andere

Schriftsteller über Paris geschrieben.

Mein Mann erklärte seinem Sohn Nikolai

unser Vorhaben, der schien einen

solchen Streifzug jedoch nicht

In AscoimEinsatz für HIV-infizierte Kinder

S

eit Mitte September bin ich in Addis

Abeba, Äthiopien, und arbeite

im Aidswaisenhaus der Mutter-Teresa-Schwestern

(Missionaries of

Charity). Verbunden mit meinen

Weihnachtsgrüßen möchte ich versuchen,

meine aktuelle Welt ein wenig

näher zubringen.

Meinen Aufenthalt hier haben die

Comboni-Missionare ermöglicht. Ein

wichtiger Bereich der Comboni-Missionsarbeit

ist das MaZ-Programm

(Missionar auf Zeit). Junge Menschen

können dabei für ein Jahr oder länger

ihr Leben mit den Missionaren teilen.

Etwa ein Jahr vor meinem Einsatz

habe ich mich mit elf anderen jungen

Menschen bei den Combonis in

Nürnberg in Kursen vorbereitet. Ich

arbeite allerdings nicht direkt in einer

Missionsstation der Combonis, sondern

wohne dort. Ich arbeite für die

sehr interessant zufinden.

Also fuhren wir alleine zum Bahnhof

in Rambouillet, um dort den Zug

nach Paris zu nehmen. Der Zug kam

mit der üblichen Verspätung. Wir fuhren

an Versailles vorbei und sahen das

Schloss des größenwahnsinnigen

Ludwig XIV. Endlich kamen wir (mit

nur 29 Minuten Verspätung) am

Bahnhof Montparnasse an. In der riesigen

Bahnhofshalle patrouillierten

schwerbewaffnete Soldaten, die aussahen,

als hätte Hemingway sie 1944

zurückgelassen. Die erste Station war

der Friedhof Montparnasse, weil dort

viele große Schriftsteller begraben

sind. Danach hatten wir vor, die Orte

aufzusuchen, an denen die Schriftsteller

lebten und wirkten. Am Eingang

des Friedhofs teilte uns ein Bediensteter

mit, dass heute früher geschlossen

würde, weil ein Teil der Friedhofswärter

streiken würde. Wir suchten

die Gräber, nicht ohne Angst, im

Friedhof eingeschlossen zu werden.

Nachdem wir auch noch das Grab von

Samuel Beckett entdeckt hatten, trieb

uns die Angst dem Ausgang zu − der

Wärter klingelte bereits unaufhörlich.

Er rief: „Wann soll ich denn zu Mittag

essen, hm? Hier wird gestreikt!“ Da

den Franzosen das Essen heilig ist,

hatten wir Verständnis und gingen

weiter zum Boulevard Montparnasse,

um einen Kaffee zu trinken. Gegenüber

des Bistros „Select“ wohnte Eu-

Camping-Safariauf Fraser Island

M ein

Working-Holiday in Australien

hat vor sechs Monaten in

Sydney angefangen und seitdem war

ich an den Stränden entlang der ganzen

Ostküste Australiens, im „Daintree“-Regenwald

in der nördlicheren

Region, in den „Glashouse Mountains“

klettern und in sämtlichen Nationalparks.

Besonders gut hat mir die

Camping-Safari auf Fraser Island gefallen.

Ich war dort mit einer Gruppe

von elf Leuten und wir konnten mit einem

Geländewagen am Strand fahren

und die Insel erkunden. Notgedrungen

musste ich ein paar Stops einlegen,

um meinen Geldbeutel wieder

aufzufüllen. Als erstes habe ich als

Erntehelferin gearbeitet und unter anderem

Süßkartoffeln gepflanzt und

Tomatenhecken getrimmt. Da der Job

eher an Sklavenarbeit erinnerte, war

ich durchaus froh, nach einem Monat

weiterreisen zu können. Den nächsten

Job habe ich dann eher durch Zufall

erhalten. Ich habe in einem großen

Büro in Brisbane als Schreibkraft gearbeitet

und musste Daten über Kinderbetreuungsanträge

in den Computer

eingeben. Die Atmosphäre während

dieser Arbeit war sehr gut und ich

muss zugeben, dass mir die relaxte Arbeits-

und Lebensweise der Australier

sehr gefällt. Ich hatte viel Spaß bei die-

AUSTRALIEN

Stefanie König

Schon lange vor ihrem Abitur

am Ostalbgymnasium

in Bopfingen hatte sich

Stefanie König vorgenommen,

in Australien ein Jahr

Work und Travel, Arbeit

und Reise, zu machen. Am

21. August dieses Jahres

war es dann so weit. Viele

Weihnachtsgrüße aus

Australien sendet sie an

alle, die im kalten Deutschland

geblieben sind.

Steffi König

E-Mail: quiny@web.de

ser Arbeit und mit den Kolleginnen.

An Weihnachten werde ich in Melbourne

sein und Weihnachten am

Strand mit einem Barbecue feiern.

Ganz besonders möchte ich meine

Freunde zu Hause grüßen, die gerade

über ihren Büchern sitzen und büffeln,

Zivildienst leisten oder beim

Bund sind, alle, die mich trotz der Tatsache,

dass ich am anderen Ende der

Welt bin, nicht vergessen haben und

Schwestern der Mutter Teresa.

Diese führen in Asco, einem Vorort

von Addis Abeba, ein Waisenhaus für

HIV-infizierte Kinder und Jugendliche.

Hier leben etwa 400 Kinder, vom

Säugling bis zum Teenager. Normalerweise

werden Waisenkinder bei

verbliebenen Verwandten untergebracht.

Da diese Kinder aber HIV-infiziert

sind, wollen die Verwandten

meist nichts mit ihnen zu tun haben

und verweigern jeglichen Kontakt.

Meine Arbeit teilt sich in folgende

Bereiche: Mit meiner äthiopischen

Kollegin unterrichte ich eine Kindergartenklasse,

47 Kinder in zwei Gruppen.

Kindergartenarbeit ist hier ganz

anders als in Deutschland. Die Kinder

werden bereits in Fächern unterrichtet

und es gibt nur relativ wenig Zeit

zum Spielen. Ich unterrichte Englisch,

Kunst und Sport. Am späten Vormit-

gène Ionesco, der Vater des absurden

Theaters. Klaus, der früher einen

Deutsch-Französischen Theaterverein

leitete und selbst Stücke geschrieben

hat, erzählte mir, dass er 1990 einmal

auf einer Bank vor „La Coupole“

gesessen habe, als sich jemand neben

ihn setzte und ihn ansah − es war Ionesco!

Nach der Kaffeepause gingen wir

zur Metrostation. Aus den Lautsprechern

wurde verkündet, dass wegen

Streik nur jede zweite Metro fahren

würde, wenn überhaupt. Wir flüchteten

aus dem Untergrund zurück an die

frische Luft und bummelten über den

Boulevard St. Germain bis zum Palais

Beauharnais (das ist die Residenz des

deutschen Botschafters, in der mein

Mann arbeitet). Wir wollten in Ruhe

beraten, was wir jetzt noch tun könnten.

In der Küche empfing uns der

Chefkoch wie üblich mit dem Satz „La

vie est belle, das Leben ist schön!“

Nachdem der zweite Koch Bob uns

darauf hingewiesen hatte, dass doch

heute überall gestreikt werde, beschlossen

wir, unseren literarischen

Streifzug zu verschieben. Wir eilten zu

Vasilis in die Rue St. Martin, wo Vasilis

ein griechisches Restaurant hat. Bei

ihm fühlen wir uns wie zu Hause.

„Kommt eigentlich Peter Handke

noch ab und zu her?“, fragte Klaus.

„Ab und zu schon“, antwortete Vasilis.

„Das ist dann doch ein guter Ab-

mir regelmäßig E-Mails schreiben,

meine ehemaligen Klassenkameraden

und Lehrer vom OAG Bopfingen, in

Lauchheim die Tanzschule Steppverein

Nitschke und meine Rope-Skipping-Gruppe

sowie meine Verwandten

und Eltern, die ich sehr vermisse

und natürlich meine Schwester Susanne,

die mich nächstes Jahr besuchen

kommt und mich auf meinem

Weg ins Outback und an die Westküste

Australiens begleiten wird.

Liebe Grüße

Steffi König

Steffi König feiert am Strand.

tag arbeite ich eine Stunde am Tag mit

Abel. Abel ist ein achtjähriger, blinder

Junge. Da er kognitiv nicht seinem Alter

entspricht und es hier auch nicht

möglich ist, ihn blindenspezifisch zu

unterrichten, besucht er die Klasse der

2- bis 4-Jährigen. Im Moment versuche

ich Abels Orientierung und Mobilität

zu schulen, dass er selbst den Weg

zu seiner Klasse finden kann. Außerdem

versuche ich, gemeinsam mit einer

italienischen Lehrerin, die innerstrukturelle

Kommunikation in der

Schule zu verbessern. Lehrerkonferenzen

oder Workshops, wie wir sie zu

Hause pflegen, scheint es hier nicht zu

geben. So versuchen wir, für Austausch

zu sorgen, organisieren Lehrerteams

und Workshops, in denen Inhalte

und Ideen ausgetauscht oder

einfach nur notwendige Infos weitergegeben

werden können. Manchmal

Ute Katharina Stock auf literarischem Streifzug durch Paris.

schluss für unseren literarischen

Streifzug“, meinte ich.

Paris ist eine wunderschöne Stadt.

Ich freue mich, über die Festtage nach

Aalen zu kommen, damit ich wieder

sehe, wie schön es auch dort ist. Aber

zuvor werde ich im Windsberger Hexenhaus

Leberknödel mit Kraut essen,

weil ich nirgendwo bessere gegessen

habe. Dort werde ich bestimmt nicht

über Literatur sprechen und der Heilige

Gral ist vielleicht einfach der Ort,

wo man sich geborgen fühlt, wo Liebe

ist und Glück − dort ist dann auch Heimat.

Herzliche Grüße aus Paris

Ute Katharina Stock

arbeite ich nachmittags auch in der eigenen

kleinen Bücherei.

Nach meinen „offiziellen“ Pflichten

verbringe ich oft einfach nur Zeit mit

den Kindern. Dies empfinde ich als

ebenso wichtig wie die anderen Tätigkeiten.

Ich bin froh und dankbar, dass

ich längere Zeit hier in Asco verbringen

darf. Obwohl ich mich relativ

schnell eingelebt habe, braucht man

doch Zeit, um „anzukommen“. Es

sind so viele kleine Dinge, die man erst

nach und nach wahrnimmt. Außerdem

lerne ich Schritt für Schritt Amharisch

und kann mich inzwischen

schon einigermaßen verständlich machen.

Nun möchte ich allen, vor allem

aber meiner Familie, meinen Verwandten,

Freunden und Bekannten

ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest

wünschen! Hier in Äthiopien

gilt der äthiopische Kalender und

FRANKREICH

Ute Katharina Stock

Ute Katharina Stock, geb.

Frech, lebt mit ihrem

Mann Klaus in Rambouillet

bei Paris. Sie erzählt in

ihrem Brief von einem literarischen

Streifzug

durch Paris − leider wird

überall gestreikt.

E-Mail:

bbr-10-dip@

pari.auswaertiges-amt.de

Lebenstraumverwirklicht

D ezember

2006 − wieder

ist ein Jahr fast vorbei.

Bei uns hat sich

dieses Jahr wieder

viel getan: Mein

Mann hat seine Arbeit

bei der Post gekündigt

und seinen

Traum verwirklicht.

Er hat sich

selbstständig gemacht.

Wir haben

jetzt ein Geschäft

mit Büchern, Antiquitäten,

Schmuck,

Kunst und Geschenken.

Der Bruder meines Mannes ist von

New Hampshire zu uns nach Washington

gezogen, um uns mit dem

Geschäft zu helfen. Unsere Tochter

Rebecca ist mit ihrem Mann nach Seattle

gezogen, um das Leben in der

Großstadt auszuprobieren. Das ist

etwa eine Stunde von uns entfernt. Sarah,

unsere Jüngste, ist jetzt in der

siebten Klasse. David ist 21 Jahre und

hilft uns mit der Firma.

Meine Gesundheit hat einige „Anschläge“

überlebt: Unter anderem

hatte ich im Mai eine Krebsoperation

Familie McNally hat im Jahr 2006 viel erlebt.

mit Schwierigkeiten. Die Narkose war

zu stark und ich bin nach der Operation

beinah nicht wieder aufgewacht.

Aber Gott war gut zu mir und hat mich

auch da hindurch getragen. Viele

Freunde haben für uns gebetet und alles

ist gut ausgegangen.

Wir wünschen allen Lesern frohe,

besinnliche Weihnachten und ein gesegnetes,

gesundes neues Jahr!

Gerda McNally

5135 Normandy Dr SE

Olympia, WA 98501, USA

E-Mail: GBTeam5@aol.com

ÄTHIOPIEN

Christine Hügler

Christine Hügler aus Oberalfingen

ist bis Dezember

2007 in Äthiopien. Dort arbeitet

sie für die Schwestern

der Mutter Teresa in

einem Aidswaisenhaus

und betreut Kinder und Jugendliche.

In ihrem Weihnachtsgruß

berichtet sie

von ihrer Arbeit und dem

Leben in Äthiopien.

Christine Hügler

P.O. Box 1521

Addis Abeba

Ethiopia

wir feiern Weihnachten erst zwei Wochen

später.

Herzliche Grüße, Christine Hügler


Seite26 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

In sechsTagen den Kilimandscharo bestiegen

V

or einem Jahr haben wir uns in

meiner Heimat mit einem Weih-

nachtsbrief gemeldet. Es war schön,

dadurch Kontakt zu einigen ehemaligen

Freunden zu bekommen.

Seitdem hat sich wieder viel ereignet.

Das Jahr 2006 begann mit einem

Paukenschlag − oder vielmehr mit der

Besteigung des höchsten Berges Afrikas,

dem Kilimandscharo. Im Januar

wollte ich ein Krankenhaus in Moshi

in Tansania besuchen, um klinische

Verbindungen zu knüpfen. Mit drei

Freunden plante ich außerdem meine

erste Besteigung des Kilimandscharos.

In sechs Tagen schafften wir es,

die 5895 Meter zu erklimmen. Ich

werde die Strapazen nie vergessen.

Und vor allem nicht die Freude, den

strahlenden Sonnenaufgang erleben

zu dürfen und den blauesten aller

blauen Himmel zu sehen. Zusammen

mit Anne, Angus und Adrian erfüllten

wir uns einen Traum. Sechs Nächte im

Zelt ohne Dusche, Ihr könnt Euch vorstellen,

wie uns das erste Bier und die

erste Dusche gefreut haben. Die ganze

Reise konnte ich noch mit einer kleinen

Safari im Ngorongo-Krater abschließen.

Natürlich bedeutete meine Abwesenheit

von zu Hause, dass Jackie,

meine Frau, viel mehr Arbeit und

Stress hatte. Während ich meine

Höchstleistungen vollbrachte, unterstützte

sie Oliver (jetzt 14 Jahre), der

Ende Juli den britischen Altersgruppenrekord

für 13-Jährige über 50 Meter

Schmetterling aufstellte. Solche

Höchstleistungen kann er nur errei-

Henry, Oliver, Jackie und Matthias Schmid feiern am Gardasee Olivers Erfolg

beim Schwimmwettkampf.

chen, weil er konzentriert trainiert −

bis zu 20 Stunden in der Woche. Oliver

wurde in seiner Altersklasse 2. über

100 Meter Schmetterling und in der

Gesamtwertung aller Disziplinen 7.!

Das ist eine klasse Leistung, die wir mit

einem Urlaub am Gardasee feierten.

Mittlerweile ist Oliver an der High

School auch in die Begabtenförderung

aufgenommen worden.

Christian (19 Jahre) machte dieses

Jahr sein Abitur. Er konnte sich eine

von vier Universitäten aussuchen, um

Internationale Wirtschaftswissenschaften

und Deutsch zu studieren. Er

hat sich für die Aston University in Birmingham

entschlossen.

Henry scheint in die Fußstapfen

seiner Brüder zu treten: er ist sportlich

fit, hat das Fahrradfahren gelernt und

eine Prüfung im Schwimmen gemacht:

mit gerade mal fünf Jahren

kann er schon eine ganze 25-Meter-

Bahn schwimmen. Im September

kam erin die erste Klasse.

Jackie promovierte letztes Jahr. Seit

Künstliche Christbäume und Watteschnee

S eit

Anfang August bin ich in Curitiba

im Süden von Brasilien, um

für ein halbes Jahr dort zu arbeiten

und danach zu reisen. Viel kenne ich

von diesem riesengroßen Land noch

nicht und ich bin mir sicher, dass die

verbleibende Zeit viel zu kurz sein

wird, um all die Schönheiten und auch

Unterschiede dieses Landes kennen

zu lernen.

Meine Reisen führten mich bisher

nach Rio de Janeiro, Florianópolis und

auf die Ilha Santa Catarina, nach Porto

Alegre und Dois Irmãos. Die Gastfreundschaft

der Brasilianer ist unvergleichbar

und ich konnte es manchmal

kaum glauben, mit welcher

Freundlichkeit ein Fremder, insbesondere

ein Europäer, hier aufgenommen

wird.

Curitiba ist eine sehr europäische

Stadt, alles ist viel geordneter als in an-

BRASILIEN

Simone Hübener

Simone Hübener hat in den

vergangenen Jahren immer

sehr gerne die „Weihnachtsgrüße

aus aller Welt

gelesen und fand es spannend,

an welchen Orten

der Welt die Menschen von

der Ostalb Weihnachten

verbringen. Dieses Jahr

wird nun auch sie Weihnachten

fern der Heimat

verbringen und schickt

deshalb einen Gruß nach

„Good Old Germany“.

E-Mail:

simone.huebener@yahoo.de

deren Teilen Brasiliens

und auch die Mentalität

der Menschen ist

der europäischen ähnlicher

als der südländischen.

Rio de Janeiro

dagegen ist das totale

Chaos und gleichzeitig

eine überwältigende

Stadt, deren Ausmaße

ich auch nach mehreren

Tagen nicht begreifen

konnte. Rio besitzt

den größten Stadtwald

Brasiliens (20 mal 40 Kilometer), um

diesen herum gruppieren sich die einzelnen

Stadtviertel. Von Pão de Açucar

(dem Zuckerhut) aus gesehen, könnte

man fast meinen, es würden einem

viele kleine Städte zu Füßen liegen.

Im großen Gegensatz dazu gibt es

auf der Ilha Santa Catarina beschauliche

Dörfer, in denen die Fischer am

Nachmittag ihre Netze ausbessern,

um am frühen Morgen aufs Meer hinauszufahren.

Das kleine Städtchen

Dois Irmãos erinnert an „Klein-

Deutschland“ in Brasilien. Es gibt dort

einen Tante-Emma-Laden „Müller“,

eine Fahrrad-Werkstatt „Morschel“

(ein für Brasilianer unaussprechlicher

Name) und Deutsch kann man neben

der Schriftsprache auch noch in verschiedenen

Dialekten lernen.

Advent und Weihnachten mit seinen

ganzen Bräuchen wurden von

den europäischen Einwanderern mitgebracht.

Irgendwie will bei 30 Grad

im Schatten und bunt blühenden

Bäumen auch keine richtige Weihnachtsstimmung

aufkommen. Ganz

zu schweigen von der Lust auf ein heißes

Glas Glühwein.

Doch trotz alledem scheinen die

H

Simone Hübener verbringt Weihnachten im Süden

von Brasilien

Brasilianer an den Traditionen Gefallen

gefunden zu haben und ahmen die

importierten Rituale nach. Wo es

keine richtigen Tannen zum Schmücken

gibt, werden eben riesige künstliche

Bäume aufgebaut, Schnee gibt es

in Form von Watte und statt Haselnuss-Makronen

gibt es Paranuss-Makronen.

Brasilianische Chöre singen

„Oh Tannenbaum“ und im Kaufhaus

begrüßt der Papai-Noel die Kinder.

Doch in einer Sache gibt es keinen

Unterschied zu Deutschland: die

Menschen rennen genauso hektisch

und mit genau so großen Einkaufstüten

voller Geschenke durch die Geschäfte

und Straßen. Ob es in diesem

chaotischen Land wenigstens am

Weihnachtsabend etwas ruhiger wird?

Darauf werde ich wohl erst in ein paar

Tagen eine Antwort bekommen.

Bis dahin wünsche ich Euch allen

frohe und gesegnete Weihnachten,

ein bisschen winterlicheres Wetter als

in den vergangenen Tagen und ich

freue mich schon darauf, das kleine,

aber schöne Städtchen Aalen Anfang

Februar wiederzusehen! Liebe Grüße

e um beijo (wie die Brasilianer so

schön sagen) Eure Simone

allo, meine Name ist Tobias. Nach dem Abitur war ich mir nicht so

ganz schlüssig, was ich machen sollte, Zivi oder Bund. Ich hab mich

dann für ein Jahr im Ausland entschieden. So bin ich nach Schottland gekommen.

Jetzt lebe ich in einem kleinen Ort in der Nähe von Glasgow,

zirka fünf Minuten mit dem Zug entfernt. Ich betreue hier einen Jungen

mit Muskelschwund, der ohne meine Hilfe, glaub ich, sehr aufgeschmissen

wäre. Er studiert an der Uni. Dorthin begleite ich ihn auch jeden Tag.

Ich wäre seine Hände, hat er mal zu mir gesagt.

Auf diesem Weg wünsch ich allen ein frohes Weihnachtsfest und natürlich

meiner Freundin Sarah und ihrer Schwester Jana sowie meinen besten

Kumpels Felix und Sebastian. Merry Xmas Tobias Jüschke

November hat sie eine Teilzeitstelle,

die viel Verantwortung erfordert. Sie

versucht natürlich auch, das Haus irgendwie

in Ordnung zu bringen, aber

nachdem wir im April eine Hauserweiterung

anfingen, hatten wir bis

November ziemliches Chaos.

Bei mir hat sich nicht viel verändert.

Mir macht meine Arbeit immer noch

Spaß, obwohl der Stress groß ist. Aber

der Kontakt mit den Patienten, die

Lehre und klinische Forschung sind,

zusammen mit regelmäßiger Fortbildung,

so verschiedenartig, dass mir

ganz bestimmt nicht langweilig wird.

Im September hatten wir unser

25-jähriges Abifest in Oberkochen.

Leider konnte ich nicht dabei sein, da

ich einen wichtigen Workshop in Basel

hatte. Doch ich habe die Zeit genutzt,

um meinen ehemaligen Schulfreund

Günter Ditzinger in Freiburg

zu besuchen. Wir haben uns schon 25

Jahre lang nicht mehr gesehen. Ich

weiß, ich habe einen Freund wiedergewonnen.

Er hat mir mittlerweile

auch Bilder vom Abifest gemailt und

mich damit virtuell mit meinen ehemaligen

Schulfreunden und Lehrern

verbunden.

Mein Vater genießt mit 77 Jahren

immer noch die Arbeit und ist physisch

und geistig noch so fit wie ein

40-Jähriger. Ich hoffe, dass er noch

viele Jahre so fit bleibt und bin stolz

auf ihn. Meine Mutter hat leider an

Gelenkschmerzen zu leiden und ist

nicht mehr so beweglich. Ich mache

mir natürlich Sorgen um sie, weil

meine Familie und ich nicht einfach

GROSSBRITANNIEN

Matthias Schmid

Im Norden Englands lebt

Matthias Schmid mit seiner

Frau Jackie und den

Söhnen Christian, Oliver

und Henry. Höchstleistungen

bestimmten bei den

Schmids das vergangene

Jahr: Die Besteigung des

Kilimandscharo, Abitur

und Studienbeginn von

Christian, Erfolge von Oliver

beim Schwimmwettkampf,

Einschulung von

Henry und eine neue Teilzeitstelle

für Jackie. Die

Schmids senden allen viele

liebe Weihnachtsgrüße aus

dem „Geordie-Land“ aus

Ponteland bei Newcastle

upon Tyne.

Matthias Schmid

Ponteland, GB

E-Mail:

Matthias.schmid

@doctors.org.

kurz auf Besuch kommen können. Wir

wünschen ihr viel Kraft und eine positive

Einstellung, dann wird das

schon klappen.

Wir wünschen allen Freunden und

Bekannten, ob Alt-Aalenern oder

„Reingeschmeckten“, ein wunderschönes

und besinnliches Weihnachtsfest

und alles Gute für 2007.

Matthias Schmid mit Jackie,

Christian, Oliver und Henry

Silvesterohne Feuerwerk

I

ch habe 1960 Wasseralfingen verlassen,

um ein paar Jahre in Australien

zu arbeiten − inzwischen lebe

ich seit 46 Jahren in einem Vorort von

Melbourne. Seit ein paar Jahren bin

ich im Ruhestand und nehme nur

noch gelegentlich kleinere Aufträge

als Fliesenleger an. Auch wenn ich

nicht mehr arbeite, stehe ich jeden

Morgen um 6 Uhr auf und gehe mit

meinem Hund spazieren. Jeden

Dienstag kommen Freunde zum Tennis

spielen, anschließend sitzen wir

noch bei einem Bier in gemütlicher

Runde zusammen.

Als ehemaliger Fußballspieler bin

ich immer noch ein großer Fußball-

Fan und besuche regelmäßig die

Spiele von Melbourne Victory, die in

der ersten australischen Liga spielen.

Vor ein paar Tagen war ich mit dem

Besuch aus Aalen, der momentan bei

uns ist, beim Match Melbourne gegen

Sydney. Im Stadion waren über 50000

Zuschauer, das ist für australische

Verhältnisse sehr viel. Durch das Abo

des „Kicker“ bin ich gut darüber informiert,

was in den deutschen Ligen geschieht

und Fernsehübertragungen

von Champions-League und Uefa-

Cup halten mich über den europäischen

Fußball auf dem Laufenden.

In Australien ist das Weihnachtsfest

ganz anders als in Deutschland. Es ist

um diese Zeit sehr heiß, mit 30 bis 40

AUSTRALIEN

Karl Angstenberger

Karl Angstenberger hat

seine Heimat Wasseralfingen

1960 verlassen, um

eine Zeit lang in Australien

zu arbeiten. Jetzt lebt er

seit 46 Jahren mit seiner

Frau Christine dort und erzählt

in seinem Weihnachtsgruß,

wie man in

Australien Weihnachten

und Silvester feiert.

Karl Angstenberger

3York Court

Wantirna South 3152

Australien

Karl Angstenberger mit seiner

Frau Christine (re), Kerstin Abele

und Hund Elli

Grad muss man schon rechnen − und

Weihnachtsplätzchen gibt es keine.

Die Australier feiern Weihnachten am

25. Dezember, jährlich wechselnd bei

verschiedenen Verwandten, und so ist

ein Fest mit 25 bis 30 Personen keine

Seltenheit. Zum Essen gibt es einen

„Leg-Ham“, der um die fünf Kilogramm

wiegt und bei einem Preis von

40 AUD recht günstig ist (meine Frau

Christine arbeitet gelegentlich in einer

Metzgerei und dort gehen schon seit

Wochen Bestellungen für diesen

Schinken ein). Dazu gibt es Truthahn,

Schweinebraten und als Beilage verschiedene

Gemüse und süße Kartoffeln.

Zum Nachtisch darf ein Plum-

Pudding mit diversen Soßen nicht fehlen.

Da meine Frau auch aus Deutschland

kommt, werden wir traditionell

an Heiligabend feiern. Zum Essen gibt

es Karpfen blau mit verschiedenen

Beilagen und um 22 Uhr gehen wir zur

Christmette. An Silvester ist der größte

Unterschied zu den Gewohnheiten in

Deutschland, da es kein Feuerwerk

gibt. Weil wir einen sehr trockenen

Winter hatten, gibt es jetzt schon etwa

150 Kilometer von hier schlimme

Buschbrände und das Abschießen von

Feuerwerkskörpern könnte weitere

entfachen.

Nun wünschen wir unseren Verwandten,

Freunden und Bekannten

ein schönes Weihnachtsfest und einen

guten Rutsch ins Jahr 2007.

Karl Angstenberger


SCHWÄBISCHE POST Weihnachtsgrüße aus aller Welt ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Seite27

„Wir haben die Uhr,sie haben die Zeit“

A ls

wir vor vier Jahren in Oberkochen

und Aalen unsere Koffer

packten, um an unseren Dienstposten

in Südafrika zu ziehen, kam uns die

Aktion ziemlich abenteuerlich vor.

Jetzt, am Ende des vierten Jahres, stellen

wir fest, dass es noch viel abenteuerlicher

geworden ist, als wir erwartet

hatten.

Die tollen Abenteuer erleben wir in

den Ferien im Busch, wenn wir mit

Freunden am Lagerfeuer unter Sternen

sitzen und den Geräuschen Afrikas

lauschen. Oder tagsüber, wenn wir

auf einsamen Sand- oder Schlammpisten

unterwegs sind und jeden Augenblick

damit rechnen müssen, stecken

zu bleiben. Wenn dann die

Freunde zusammenhelfen und das

Auto wieder flott kriegen, ist für neuen

Gesprächsstoff am Abend gesorgt.

Südafrika ist ein tolles Reiseland −

doch seine Nachbarn Namibia, Botswana,

Sambia, Simbabwe und Mozambik

sind noch viel „afrikanischer“.

Diese Länder, obwohl sie zu den ärmsten

der Welt zählen, besitzen fantastische

Naturräume und Landschaften.

Trotz der Armut begegnen wir dort oft

den freundlichsten Menschen. Hier

zeigt sich, dass Glücklichsein nichts

mit Wohlstand zu tun hat und gerade

zur Weihnachtszeit ist es gut, daran zu

erinnern. Im vierten Jahr hier haben

wir unsere Reiseaktivitäten ausgeweitet.

Unsere Abenteuer sind aber nicht

auf die Ferien beschränkt. In Pretoria,

der Hauptstadt Südafrikas, liegt unser

Lebensmittelpunkt rund um die deutsche

Schule. Als Schulleiter erfährt

man zwar immer alles erst als Letzter,

aber immerhin, spätestens in Krisenfällen,

versammeln sich alle an meinem

Schreibtisch.

Sorgen macht uns vor allem die Sicherheit.

Die weiterhin hohe Kriminalität,

vor allem in den großen Städten

Pretoria und Johannesburg, macht leider

auch nicht vor unserer Schulgemeinde

halt. Immer wieder sind wir

Opfer von Einbrüchen und Überfällen.

Man gewöhnt sich zwar an die erhöhten

Sicherheitsmaßnahmen und

die hohen Zäune, aber wenn wir in

Aalen sein dürfen und völlig unbeschwert

nachts über den Marktplatz

bummeln können − dann wissen wir,

was wir am meisten vermissen. Angelika

war im Winter (Eurem tollen Sommer)

mit einer Gruppe afrikanischer

Schulkinder in Deutschland. Für diese

war es anfangs unfassbar, dass sie

angstfrei durch Berlin, München und

Aalen laufen konnten. In vielen Kommentaren

und Briefen betonten sie

immer wieder, dass sie dies (neben

Mitglied im örtlichen Gesangverein

N

ach dem Abitur stand für mich

fest, dass ich nicht sofort die

nächste Schulbank drücken, sondern

erst einmal etwas anderes sehen und

neue Erfahrungen sammeln wollte.

Gelandet bin ich in Großbritannien,

im landschaftlich wunderschönen

North Yorkshire, wo ich seit dem 3.

Oktober als Au-Pair arbeite. Hier lebe

GROSSBRITANNIEN

Friederike Schulz

Jedes Jahr hat Friederike

Schulz bisher mit großem

Interesse und etwas Fernweh

die Weihnachtsgrüße

aus aller Welt verfolgt. Dieses

Jahr hat sie nun selbst

die Möglichkeit genutzt

und ein paar Zeilen dazu

beigetragen. Sie ist Au-

Pair, bei der Familie Kessell

in Großbritannien.

Friederike Schulz

E-Mail:

friedischulz@web.de

dem Schnee auf der Zugspitze) nachhaltig

beeindruckt hat.

Trotz der Schattenseiten geht es uns

wirklich gut und wir versuchen, das

Beste aus unserer Afrikazeit zu machen.

Wenn wir jetzt noch den echten

afrikanischen Lebensrhythmus lernen

könnten, wären wir wirklich ein bisschen

afrikanisch geworden. Aber da

macht uns die europäische Erziehung

immer wieder einen Strich durch die

Rechnung. „Ihr Europäer habt die Uhr

und wir Afrikaner haben die Zeit“ ist

ein Sprichwort, das die kulturellen

Unterschiede ziemlich gut beschreibt.

Die Arbeit hier ist immer noch spannend

und wir sind sehr dankbar, dass

wir hier sein können.

Besonders schön ist es, wenn wir

unsere Afrikaerfahrungen mit unseren

Töchtern, der Familie oder unseren

Freunden aus Deutschland teilen

können, die immer noch gerne anreisen,

um mit uns auf Entdeckungsreise

zu gehen. Wir grüßen alle

SchwäPo-Leser und natürlich besonders

unsere Freunde, Verwandten und

ehemaligen Kollegen. Wir wünschen

Euch frohe Weihnachten und Gottes

Segen für das neue Jahr.

Helmut Kühnle und

Angelika Schultz

Angelika Schultz und Helmut Kühnle bei der Fahrt über den Zambesi

von Botswana nach Sambia.

SÜDAFRIKA

A. Schultz u. H. Kühnle

Angelika Schultz und Helmut

Kühnle leben und arbeiten

nun schon seit vier Jahren in

Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas.

Sie arbeiten dort in einer

deutschen Schule und

mussten sich an vieles erst ge-

wöhnen, wie an hohe Kriminalität

und die daher erhöhten

Sicherheitsmaßnahmen.

Angelika Schultz und

Helmut Kühnle

E-Mail:

angelischultz@web.de

Abenteuerreise von Alaska nach Chile miteinem VW-Bus Baujahr 1991

H

ola de Mexico y Feliz Navidad!

Nach sechs Monaten Reisezeit

MEXICO

haben wir nun Nordamerika den Rücken

gekehrt und das Abenteuer Zentral-

und Südamerika gestartet. Damit

erhält unsere 13-monatige Tour, die

uns von Alaska nach Chile führt, wahrlich

eine neue Qualität. War das Reisen

in Kanada und Alaska noch relativ

unkompliziert und komfortabel, so

haben wir jetzt zugebenermaßen

manchmal ein mulmiges Gefühl.

Schließlich ist es unser beider erster

Kontakt mit der Dritten Welt, und als

wir die Grenze passierten, war es tatsächlich

so, als hätte jemand per

Knopfdruck das Programm gewechselt.

Wenn man dazu noch im eigenen

Fahrzeug unterwegs ist, eine Menge

teils wertvolle Ausrüstung dabei hat

und nur marginale Spanischkenntnisse

besitzt, dann wird die Sache

umso anstrengender. Aber wir werden

uns an die neuen Bedingungen gewöhnen,

schließlich wollten wir Abenteuer,

Herausforderungen und Bedingungen,

denen wir bisher noch nicht

ich bei der großartigen

Familie Kessell

mit ihren vier Kindern:

zwei relativ pflegeleichten

Jungs und

zwei manchmal etwas

anstrengenden Girls,

die zu betreuen meine

Hauptaufgabe ist.

Morgens wecken,

Frühstück machen,

Haare bändigen und

zur Schule bringen.

Da meine Gasteltern

beide voll berufstätig

sind, entwickle ich mich hier zur

perfekten Hausfrau.

Zweimal die Woche bin ich an der

Privatschule der Jungs als „language

assistant“ imFach Deutsch tätig.

In meiner kurzen Zeit hier war ich

bereits in Dublin und London, wo ich

meine Freundinnen Fanny und Vivi,

ebenfalls Au-Pairs, besuchte.

Vor kurzem fuhr ich zusammen mit

meiner Schwester Kathrin und ihrem

Freund Jochen nach Edinburgh, wo es

sogar einen deutschen Weihnachtsmarkt

gibt.

Insgesamt gesehen fühle ich mich

hier sehr wohl und bin in die Familie

Florian und Thekla bei einer ihrer Touren.

ausgesetzt waren. Außerdem lief bisher

alles so gut wie reibungslos: Unser

VW-Bus Baujahr 1991 hat uns noch

nie im Stich gelassen, wir hatten keinen

Ärger mit Behörden und Geset-

Die Gasteltern Gareth und Lorna Kessell mit James

(14), Richard (13), Charlotte (10), Georgie (7) und

Friederike Schulz.

voll integriert. Ich singe sogar zusammen

mit Lorna, meiner Gastmutter,

im örtlichen Gesangverein mit.

Nun freue ich mich sehr auf mein

erstes Weihnachten in einem anderen

Land und wünsche allen Lesern,

Freunden und Verwandten „Merry

Christmas and aHappy New Year“.

Ganz besonders liebe Grüße an Joy

of Gospel, die Belegschaft der Apotheke

Abtsgmünd, meine liebe Leo,

Britta und Tanja, meine Eltern, Kathrin,

Jochen, Maritta, Stefan, Opa

und Oma und natürlich den Abi-Jahrgang

2006 des KGW.

Friederike Schulz

zeshütern, und von diversenBergbesteigungen

und Trekkingtouren

sind wir immer

wieder unverletzt zurückgekehrt.

Dazu haben

wir viele außerordentlich

nette Leute

kennengelernt, die uns

in einigen Situationen

mit sehr viel Einsatz geholfen

haben. Das

muss man den Amerikanern

und Kanadiern

schon lassen: An Gastfreundschaft

und Offenheit

sind sie uns um

Einiges voraus. Wir

sind gespannt, wie das

jetzt in Lateinamerika

wird, aber mit der

Sprachbarriere kommt

wahrscheinlich nicht so ein intensiver

Kontakt zustande. Weihnachten werden

wir wohl im T-Shirt an einem

Strand auf der Baja California verbringen,

das ist die langgestreckte Halb-

Jahresurlaub in Ecuador

V iele

Weihnachtsgrüße

aus Ecuador von der Familie

Rosenberg und Gold.

Wir verbringen dieses Jahr

zum zweiten Mal Weihnachten

in Ecuador − in Quito,

Guayaquil und Salinas.

Wir möchten uns bei allen

bedanken, die uns den längeren

Aufenthalt in Ecuador ermöglicht

haben. Der Tiersteinschule

in Oberkochen

und Rektor Uhl, der es möglich

macht, dass unsere Kinder

in die deutsche Schule

„Colegio Aleman“ in Quito gehen

dürfen. Ebenso den Firmen

Würth und Voith, die uns

unseren Jahresurlaub an einem

Stück genehmigt haben

und allen anderen, die uns unterstützt

haben ein herzliches Dankeschön.

Wir grüßen unsere Familien Rosenberg

und Gold im Ostalbkreis und

Europa und alle anderen Verwandten

und Freunde in der Ferne.

Wir haben hier schon viel erlebt, die

ersten Wochen in Quito bei der Familie,

auf dem 4200 Meter hohen Pichincha

und in der schönen Stadt Quito,

insel an der Westküste. Wie die Mexikaner

dieses Fest feiern, haben wir

noch nicht herausgefunden, wahrscheinlich

laut und bunt. Mal sehen,

ob wir davon viel mitbekommen. Anfang

des neuen Jahres bringen wir unser

Auto in Acapulco wieder aufs Schiff

Richtung Ecuador. Wir fliegen hinterher

und hoffen ein weiteres Mal, dass

der VW-Bus unversehrt in Ecuador

ankommt. Dort warten dann noch höhere

Berge, längere Trekkingtouren

und exotischere Kulturstätten auf uns.

Momentan sitzen wir hier in Mexico

hinter der Grenze fest und warten auf

eine Express-Sendung aus Deutschland

mit einem Ersatzteil fürs Auto

(„nur“ eine Scheibe). Die Deutsche

Post lässt uns ziemlich im Stich mit

der Lieferung und gibt uns wohl schon

einen Vorgeschmack auf die hiesigen

Verhältnisse. Wir schicken viele liebe

Weihnachtsgrüße an die Ostalb und

wünschen unseren Familien und allen

unseren Freunden frohe und gesegnete

Weihnachten.

Florian und Thekla

Die Familie Gold und Rosenberg in Südamerika.

die Kinder in der Schule und ich auf

meiner Bergtour auf den aktiven Vulkan,

dem Cotopaxi.

In den nächsten Wochen sind wir in

Guayaquil und in Salinas am Pazifik

und genießen unseren Strandurlaub.

Es grüßen Rainer Gold, Gabriela Rosenberg,

Jennifer Gold und Domenica

Rosenberg aus Oberkochen.

rainer.gold@voith.com

F. Strobel und T. Brattig

Florian Strobel und Thekla

Brattig machen mit ihrem

VW-Bus, Baujahr 1991,

eine 13-monatige Tour, die

sie von Alaska nach Chile

führt. Die ersten sechs Monate

der Reise sind vorbei

und mittlerweile sind sie in

Mexico angelangt, wo sie

die Weihnachtsfeiertage

im T-Shirt an einem Strand

auf der Baja California verbringen

werden, auf der

Halbinsel an der Westküste

Mexicos. Im neuen

Jahr geht die Reise weiter

Richtung Ecuador, wo

neue Herausforderungen

auf die zwei abenteuerlustigen

Reisenden warten.


Seite28 ■ Samstag, 23.Dezember2006 ■ Weihnachtsgrüße aus aller Welt

SCHWÄBISCHE POST

Hilfe für die FachsenfelderPartnergemeinde in Argentinien

N un

sind es bereits vier Monate,

die seit meiner Abreise vergangen

sind. Am 16. August verließ ich Aalen,

um für 13 Monate einen Weltkirchlichen

Freiwilligen Dienst anzutreten.

Mit diesem sozial-pastoralen

Dienst lerne ich nicht nur einen neuen

Erfahrungsbereich kennen, sondern

trage auch einen großen Teil dazu bei,

die Partnerschaft zwischen meiner

Heimatgemeinde Herz Jesu in Fachsenfeld

und deren Partnergemeinde

Espiritu Santo in Santiago del Estero

in Argentinien zu festigen.

Santiago del Estero Capital ist mit

230 000 Einwohnern die Hauptstadt

der gleichnamigen Provinz im Nordwesten

Argentiniens, die größer ist als

ein Drittel von Deutschland. Es ist die

ärmste Provinz Argentiniens. 60 Prozent

der Bevölkerung leben unter dem

Existenzminimum und es herrscht

eine Arbeitslosigkeit von 80 Prozent.

Es gibt kaum Industrie und die Erde ist

trocken, hart und weiß von Salpeter

und somit unfruchtbar. Die wasserreichen

Flüsse gehören Großgrundbesitzern,

wodurch keine Möglichkeit

besteht, das bisschen Land, das den

Bauern gehört, zu bewässern. Zudem

leben die Familien auf dem Land ständig

in Angst, durch die Großgrundbesitzer

von ihrem kleinen Fleckchen

Land vertrieben zu werden.

Die Kirchengemeinde Espiritu

Santo, mein Einsatzort, zählt ungefähr

55 000 Menschen. Sie ist unterteilt in

acht große Gemeinden.

Nach einem dreiwöchigen Sprachkurs

begann meine Arbeit in der Kirchengemeinde.

Ein regelmäßiger Teil

meiner Tätigkeiten ist die Verwaltung

von Kinderspeisungen (Comedores)

in drei Gran Comunidades. Hier bekommen

jeweils etwa 50 Kinder eine

warme Mahlzeit, oft die einzige am

Tag. Dabei stehen nicht einmal vier

Euro pro Kind im Monat zur Verfü-

Kilian besucht mit seinen Firmlingen Kinder, die auf den Müllhalden leben,

und verteilt Kakao, Schokolade und Spielsachen.

gung. Außerdem begleite ich eine

Firmgruppe und die Kommunionkinder.

Weiterhin bin ich dabei, eine Ministrantengruppe

aufzubauen.

Ich singe auch im Chor der Kirchengemeinde.

Besonders in der Adventszeit

haben wir viele Auftritte. Eine weitere

Aufgabe: ich helfe mit, die

Deutschlandreise des Chores − eine

Einladung der Kirchgemeinde in

Fachsenfeld − im Herbst 2007 zu organisieren.

Ich lerne durch ständigen Wechsel

der Gastfamilien die Menschen kennen,

ihre Sorgen, Nöte und Hoffnungen.

Da ich an Treffen und Sitzungen

im Bereich des Bildungsprojektes teilnehme,

kann ich meine Heimatgemeinde

in Fachsenfeld, die das Bildungszentrum

finanziert, über die

Entwicklungen auf dem Laufenden

halten.

Im Moment ist es Sommer und 40

Grad heiß. Es ist schon ein komisches

Gefühl, zur Weihnachtszeit in Sommerkleidung

den ganzen Tag zu

schwitzen. Gespannt bin ich auch, wie

sich Heiligabend bei 40 Grad im

Schatten anfühlt.

Die Vorweihnachtszeit ist wie in

Deutschland sehr turbulent. Aber

nicht wegen der Suche nach Geschenken

oder sonstiger Weihnachtsvorbereitungen,

sondern weil das Schuljahr

zu Ende geht und alle Schulen und

Kindergärten den Abschluss sehr festlich

gestalten. Es ist bewundernswert

mit welcher Fröhlichkeit und Zufriedenheit

die Menschen ihren Alltag

meistern, der geprägt ist von Armut,

Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit,

vor allem unter den Jugendlichen.

So gibt das Bildungszentrum

vielen Menschen Arbeit und eine Basis

zum Leben, den Jugendlichen eine

Schulbildung und bessere Zukunftschancen.

Man lernt hier vieles schätzen,

was vorher als alltäglich und

selbstverständlich empfunden wurde.

Vor allem jetzt in der Weihnachtszeit.

Da kommen öfters die Gedanken an

zu Hause, da es auch das erste Weihnachten

weg von der Familie ist. Leider

muss ich auf Lebkuchen und

Gemeinsam sind wir stark!

Zum Weihnachtsfest besinnliche Stunden

Zum Jahresende Dank für Vertrauen und Treue

Zum neuen Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg

Sie finden uns unter:

www.ksk-ostalb.de

Weihnachtsgutsla aus der Heimat verzichten,

da Pakete auf dem langen

Postweg andere Abnehmer finden.

Ich möchte an dieser Stelle meine

Freunde grüßen, die mich während

des Jahres mit Email-Kontakt begleiten,

meine ehemaligen Mitschüler des

KGW, die Kirchengemeinde und die

Ministranten in Fachsenfeld, die sich

mit vollen Kräften für die Partnerschaft

engagieren, und natürlich

meine Familie, die in Gedanken immer

bei mir ist. Euch allen, auch Ihnen,

liebe Leserinnen und Leser, wünsche

ich frohe Weihnachten und ein

gutes neues Jahr. Kilian Müller

ARGENTINIEN

Kilian Müller

Kilian Müller hat im vergangenen

August seinen

Weltkirchlichen Freiwilligen

Dienst in Argentinien

angetreten. Der Hintergrund

seiner Reise: die

Partnerschaft der Herz-

Jesu-Gemeinde in Fachsenfeld

zur Gemeinde

Espiritu Santo im argentinischen

Santiago del Estero.

g.mueller

� lav-bw.aponet.de

Geschenke am„Boxing Day“

D

ie Zeilen für meine Weihnachtsgrüße

aus Ghana entstanden

auf einer Busfahrt am 3. Advent. Die

Reise führte mich in den Norden, wo

ich alte Freunde besuchen wollte. Ich

dachte, das wäre eine Gelegenheit,

mich auf das kommende Fest einzustimmen.

Auf der zwölfstündigen

Fahrt überlegte ich: Was hat die Vorweihnachtszeit

in Ghana eigentlich

mit der in Deutschland gemeinsam?

Da wären vielleicht tatsächlich die

Temperaturen. Ein Freund hatte berichtet,

dass man auf deutschen Weihnachtsmärkten

den Glühwein heuer

im T-Shirt schlürfen könne. Nun sucht

man auf ghanaischen Märkten zwar

ganz vergeblich nach Glühweinständen.

Doch herrscht auch hier vor

Weihnachten T-Shirt-Wetter und das

ist noch untertrieben, jetzt in der Trockenzeit.

Doch diese führt zu einer

(abermals schrägen) Gemeinsamkeit

mit deutschen Wintermonaten. Denn

der ghanaische Winter ist vom Harmattan-Wind

geprägt, der nicht nur

trocken-staubige Luftmassen bringt,

sondern auch Schnupfen und andere

Erkältungssymptome. Er sorgt paradoxerweise

auch dafür, dass sich die

Nächte hier stärker abkühlen und die

Temperaturen auf „bedrohliche“ 22

Grad herabstürzen, beklagen sich

meine ghanaischen Freunde. Dann

sind am Abend Pullover und dicke Socken

angesagt.

Vielleicht wären dann auch Kerzen

angebracht. Die werden zurzeit in

Ghana tatsächlich regelmäßig angezündet.

Jedoch weniger der Wärme

oder Stimmung wegen, sondern als

Lichtersatz. Denn in Ghana wird seit

Monaten regelmäßig der Strom abgeschaltet.

Der Volta-Stausee führt zu

wenig Wasser, so dass nicht alle Turbinen

arbeiten können. Das Elektrizitätswerk

hat jedoch versprochen, an

den Weihnachtsfeiertagen konstant

Strom zu liefern, also werden die Kerzen

bis dahin wieder weggepackt.

Doch auch die Ghanaer stimmen

sich auf Weihnachten ein. Dazu tragen

auch Weihnachtslieder bei. Sie

werden in allen Variationen in Radio

und Fernsehen ausgestrahlt. Zudem

wird Geschäftigkeit an den Tag gelegt,

auch weil auf Weihnachten hin kräftig

konsumiert werden soll. Schon im Oktober

huschte hier ein schwitzender

Weihnachtsmann durchs Werbefernsehen.

Seit Mitte Dezember sind die

Straßen im Marktzentrum Accras

chronisch verstopft.

Und schließlich wird Weihnachten,

in Ghana wie auch in Deutschland,

nicht ohne Geschenke über die Bühne

gehen. Die gibt es jedoch am 26. Dezember,

am „Boxing Day“ − im Sinne

von kräftig Austeilen und Einstecken.

Doch bis dahin gibt es noch einiges zu

erledigen. Unter anderem muss noch

eine Ziege für unseren Haushalt besorgt

werden. Die wird dann am Morgen

des 25. Dezember geschlachtet.

Mit Suppe und Braten soll es ein Festessen

werden.

Fröhliche Weihnachten wünsche

ich Euch allen daheim − und herzliche

Grüße aus Ghana! Gabriel Klaeger

GHANA

Gabriel Klaeger

Gabriel Klaeger kommt aus

Abtsgmünd, ging ans THG

in Aalen zur Schule und hat

in München Ethnologie,

Afrikanistik und Geographie

studiert. Seit 2005 promoviert

er im Fach Ethnologie

an der School of Oriental

and African Studies

(University of London, in

Großbritannien). Seit Juli

2006 ist er für ein Jahr in

Ghana und macht dort eine

ethnologische Feldforschung

− auf Englisch und

in der ghanaischen Sprache

Twi.

Gabriel Klaeger

c/o PCG-AAP

P.O. Box 84

Kyebi, E/R -Ghana

A

nja Mampel ist 17 Jahre alt und kommt aus Hüttlingen. Das Schuljahr

2006/07 verbringt sie bei einer Gastfamilie in der Nähe von Salt

Lake City in Utah. Für die Weihnachtsgrüße aus aller Welt schreibt sie: Ich

habe mich recht gut eingelebt. Meine Gasteltern und ihre fünf Kinder,

die zwischen sieben und 16 Jahre alt sind, sind mir schon ziemlich ans

Herz gewachsen und ich habe mich bereits mit ein paar Jugendlichen

hier angefreundet. Jetzt, da Weihnachten vor der Tür steht, möchte ich

mich bei meiner Familie, meinen Lehrern am Kopernikus Gymnasium in

Wasseralfingen und meinen Freunden dafür bedanken, dass sie mich bei

der Verwirklichung meines Traumes unterstützt haben und auch jetzt,

wo ich am anderen Ende der Welt sitze, für mich da sind. Ich wünsche

meiner Familie, meinen Freunden und Ihnen, liebe Leser, ein fröhliches

Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2007. Anja Mampel

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