Infodienst Bauen und Finanzieren - Altersvorsorge - LBS

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Infodienst Bauen und Finanzieren - Altersvorsorge - LBS

29/12/2010

Infodienst Bauen und Finanzieren

Schwerpunkt: Altersvorsorge

Wohneigentum entlastet Rentnerhaushalte

um fast 500 Euro pro Monat

(LBS) Dank der ersparten Kaltmiete haben Immobilienbesitzer im Ruhestand

durchschnittlich 472,26 Euro netto im Monat mehr zur Verfügung als Mieter.

Das geht aus einer Anfrage der LBS beim Statistischen Bundesamt hervor. Der

finanzielle Vorteil des Rentnerhaushalts im Eigenheim entspricht dem durchschnittlichen

Mietwert der eigenen vier Wände.

Die Mietersparnis durch Wohneigentum macht sich besonders im Alter bemerkbar,

denn die Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse fallen meist deutlich

niedriger aus als das letzte Arbeitseinkommen. Nach Angaben des Deutschen

Instituts für Altersvorsorge verfügt ein zweiköpfiger Rentnerhaushalt (60 bis 64

Jahre) nach Abzug aller Steuern und Sozialabgaben über etwa 1.700 Euro netto

im Monat – Leistungen aus der privaten Vorsorge bereits eingerechnet. Durch

die ersparte Kaltmiete von rund 470 Euro stellt sich ihre Netto-Einkommenssituation

gegenüber einem Mieterhaushalt demnach um knapp 30 Prozent besser

dar. „Die eigene Immobilie sorgt dafür, dass Menschen ihren Lebensabend unbeschwerter

genießen können. Deshalb ist sie für die Deutschen nach wie vor

die beliebteste Form der Altersvorsorge“, sagt Gregor Schneider von der LBS.

Von der Mietersparnis profitieren Eigentümer heute zudem deutlich länger als

früher: Während vor 50 Jahren Ruheständler ihre gesetzliche Rente im Schnitt

nur zehn Jahre genießen konnten, sind es aktuell mehr als 17 Jahre. Und die Tendenz

ist steigend, denn die Lebenserwartung nimmt weiter zu – im Jahr 2060

dürften Männer laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 85, Frauen sogar 89

Jahre alt werden. Damit gehen zwei Entwicklungen einher, die zu finanziellem

Mehrbedarf führen: Zum einen sind viele Rentner immer länger aktiv und nutzen

ihren Ruhestand zum Beispiel für Reisen, zum anderen steigen mit der höheren

Lebenserwartung auch die Ausgaben für Gesundheit und Pflege. „Als

sicherer Vorsorge-Baustein kommt dem Eigenheim große Bedeutung zu. Denn

wer nur Nebenkosten zahlen muss, hat im Alter deutlich mehr Geld in der Tasche“,

erklärt Schneider. Als Grundlage für die eigenen vier Wände ist ein Bausparvertrag

gut geeignet: Jeder zweite Immobilienkäufer greift bei der Finanzierung

darauf zurück. Besonders lukrativ sind die Verträge in Kombination mit

der Riester-Förderung.

Tipp: Eigenkapital aufstocken

Auch Guthaben aus bestehenden

Riester-Verträgen können für die Finanzierung

der eigenen vier Wände

eingesetzt werden. Wer eine Immobilie

baut oder kauft, kann einen beliebigen

Betrag bis zu 75 Prozent oder

das komplette Kapital entnehmen

und als Eigenkapital in die Finanzierung

einbringen. Dafür muss ein

Antrag bei der Zulagenstelle für Altersvermögen

(ZfA) gestellt werden.

Zudem sind grundsätzlich Wechsel

von Geld-Riester- in Wohn-Riester-

Verträge und umgekehrt möglich.

Die Förderung bleibt dabei erhalten.

Download aller Texte und Bilder unter:

> www.lbs.de/presse/bausparen

Mit Wohneigentum haben Rentner mehr Geld

© LBS 2010

Abdruck aller Bilder und Grafiken kostenfrei unter Angabe der Quelle (LBS). 1


29/12/2010

Infodienst Bauen und Finanzieren

Schwerpunkt: Altersvorsorge

Die Zahl zum Thema: 742

Nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherungsanstalt beträgt die

durchschnittliche Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in

Deutschland 742 Euro (Stand: 31.12.2009). Bei Männern liegt der Wert bei

1.005 Euro, Frauen erhalten 533 Euro. Laut Bundeswirtschaftsministerium

beziehen insgesamt 89 Prozent der über 65-Jährigen in Deutschland Zahlungen

aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wie Altersrente, Rente wegen

verminderter Erwerbsfähigkeit oder Hinterbliebenenrente.

3 Fragen – 3 Antworten zu Wohn-Riester für

die Generation 50plus

1. Lohnt sich ein Riester-Bausparvertrag auch für über 50-Jährige?

Bausparer können bis zum Eintritt ins Rentenalter, maximal bis zum Alter

von 67 Jahren, von der Riester-Förderung profitieren. Zusätzlich zu den

Zulagen können erhebliche Steuervorteile entstehen. Der Abschluss eines

Riester-Bausparvertrags lohnt sich also für über 50-Jährige auf jeden Fall,

denn neben dem günstigen Bauspardarlehen können noch bis zu 17 Jahre

Förderung winken. Und: Für den Erhalt gelten keine Einkommensgrenzen.

2. Ich besitze bereits eine Immobilie. Wie kann ich einen Riester-Bausparvertrag

einsetzen?

Das kommt darauf an, wann die Immobilie erworben wurde. Wer sein Eigenheim

nach 2007 gebaut oder gekauft hat und die Fördervoraussetzungen

erfüllt, kann seinen bestehenden Immobilienkredit mit einer Kombination

aus Vorfinanzierungskredit und Riester-Bausparvertrag umschulden oder

ihn mit einem zertifizierten Riester-Darlehen ablösen.

Ratschlag vom Experten:

Clever kombinieren

Die Prüfer der Stiftung Warentest haben

die Eigenheimfinanzierung gründlich

unter die Lupe genommen (Finanztest

Heft 12/2010). Ihr Urteil: Besonders

günstig und sicher sind die Kombifinanzierungen

der Bausparkassen. Dabei

handelt es sich um eine Kombination

aus Riester-Bausparvertrag und Vorfinanzierungskredit.

Der Kreditnehmer

schließt einen Bausparvertrag in Höhe

des Kreditbedarfs und ein tilgungsfreies

Darlehen in gleicher Höhe ab. Bei Zuteilung

des Bausparvertrags löst er mit der

Bausparsumme das Vorausdarlehen ab

und zahlt anschließend das Bauspardarlehen

zurück. Auf diese Weise kennen

Sparer von Beginn an ihre monatlichen

Raten für die gesamte Laufzeit

der Finanzierung, nutzen geschickt die

staatlichen Zulagen und sind dank der

Möglichkeit, jederzeit Sondertilgungen

zu leisten, besonders flexibel.

Download aller Texte und Bilder unter:

> www.lbs.de/presse/bausparen

3. Und wenn ich die Immobilie vor 2008 angeschafft habe?

Auch dann nutzt ein Riester-Bausparvertrag, denn das riestergeförderte

Guthaben kann zu Beginn der Auszahlungsphase – meist bei Rentenbeginn

– zur Entschuldung des Eigenheims verwendet werden. Voraussetzung ist,

dass der Vertrag vor dem 60. Lebensjahr abgeschlossen wurde. Der Zeitpunkt

des Erwerbs der Immobilie spielt in diesem Fall keine Rolle. Mit dem

zinsgünstigen Bauspardarlehen lässt sich dann – nicht mehr riestergefördert

– etwa die Modernisierung des Eigenheims finanzieren, so dass das

Haus oder die Wohnung gut in Schuss bleibt.

Die Fragen beantwortete Gregor Schneider von der LBS.

Ansprechpartner für die Presse

Kathrin Hartwig

Telefon 0711-183-2377

Telefax 0711-183-2085

E-Mail kathrin.hartwig@lbs-bw.de

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Jägerstraße 36, 70174 Stuttgart.

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