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C 8187

Info 3-2010

Informationen der Gewerkschaft für Kirche und Diakonie

„Damit ihr Hoffnung habt!“

Großer Zuspruch für den vkm beim 2. Ökumenischen

Kirchentag im Mai in München ___ S. 16-20

Nach dem Eröffnungsgottesdienst führte eine Samba-Gruppe viele der

(geschätzten) 500.000 Teilnehmer auf dem Weg in die Innenstadt an.


Im Bild: 2. Ökumenischer Kirchentag im Mai in München

I N H A L T

„Im Bild…“, Inhalt, Impressum_________ 2

Editorial_____________________________ 3

LV Nordelbien________________________ 4

n Beitrittserklärung zum vkm_________ 5

Zweiter oder Dritter Weg____________ 6-8

Pflege, Altenpflege_ __________________ 9

Aktuelle Seminare: Fortbildung__10-11, 13

LV Baden_________________________13-14

Lutherbibel_________________________15

2. Ökumenischer Kirchentag____ 2, 16-20

Mobbing + Konflikte______________21-22

Oben Die vkm-Standbesetzung auf dem Kirchentag: (v. l.) Karin Jensen-Bundels,

Gerda Pahl, Klaus-Dirk Wildoer, Wolfgang Lenssen, Jacqueline Krah-Klotz,

Holger Olesen, Hubert Baalmann, Wolfgang Fischer. ___ S. 16-20

n Gewerkschaftsbeitrag______________22

Ausgebrannte Pastoren: Burnout_ _____23

LV Kurhessen-Waldeck________________23

Interview: Sozialwahlen 2011______24-25

Beruf: Raumpflegerin_____________ 26-27

Liebe am Arbeitsplatz_ _______________ 28

Recht + Urteile___________________ 30-31

Beitrag der EDG, Kiel_________________ 33

Gebet_______________________________ 34

Oben links Klaus-Dirk Wildoer und Jacqueline Krah-Klotz „rüsten“ den vkm-

Informationsstand wieder auf.

Oben rechts____Ein Spruch an der „Klagemauer“

Unten_ ________Die Band „Wise Guys“ heizte den ca. 40.000 Fans mächtig ein.

Unten links Jacqueline Krah-Klotz verdeckt mit einem Herzen Holger Olesen.

Unten rechts Jacqueline Krah-Klotz im Gespräch mit standinteressierten und

möglicherweise zukünftigen kirchlichen Mitarbeiterinnen.

I M P R E S S U M

Verlag: Verein zur Wahrnehmung und

Förderung der wirtschaftlichen, sozialen

und beruflichen Belange kirchlicher

Mitarbeiter (VKM-Förderverein) e. V.

Glißmannweg 1 • 22457 Hamburg-Schnelsen

Telefon: (0 40) 6 51 43 80

Herausgeber: vkm Deutschland

Gewerkschaft für Kirche und Diakonie

Glißmannweg 1 • 22457 Hamburg-Schnelsen

Telefon: (0 40) 6 51 43 80

Telefax: (0 40) 6 51 11 19

www.vkmdeutschland.de

E-Mail: info@vkmdeutschland.de

info@vkm-baden.de

vkm-kw@t-online.de

Bankkonto:

24163 • EDG Kiel • BLZ 210 602 37

Redaktion:

Hubert Baalmann (verantwortlich),

Ingrid Luda, Janette Paulsen

Layout und Satz: ComLog Visuelle Kommunikation

GmbH, Kiel (www.comlog.de)

Titelbild: Hubert Baalmann

Druck: Glückstädter Werkstätten, Itzehoe

(www.druckerei-itzehoe.de)

Erscheinungsweise: Vierteljährlich

zum 15. März, 15. Juni, 15. September,

15. Dezember

Preis: Die Verbandszeitschrift vkm Info ist für

Mitglieder im Beitrag enthalten. Für Nichtmitglieder

kostet vkm Info im Abo pro Ausgabe

2,45 Euro – das entspricht einem Jahresbeitrag

von 9,80 Euro.

Fotos: Hubert Baalmann

2 vkm Info 3__2010


Editorial

Foto: privat

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freunde des vkm,

was war das bislang für ein Sommer:

äußerst hohe Temperaturen, echter

Sommer halt, den wir uns auch nach

diesem strengen Winter verdient haben.

Mal ehrlich, ich glaube nicht, dass

wir viel Einfluss auf das Wetter haben,

und von „verdient haben“ kann ja

auch nicht unbedingt die Rede sein.

Aber da war doch noch was anderes

als ewig langer Winter und heiße Sommertage.

Sollte etwa das Jahr 2010 zum Jahr

der Rücktritte werden?

Mit Frau Käßmann fing es im Februar

an. Erst wird so eine exponierte Frau

an die Spitze der EKD gewählt, und wenig

später muss sie wegen einer Trunkenheitsfahrt

ihren Führerschein abgeben.

Sie tritt vom EKD-Vorsitz zurück,

wegen der Glaubwürdigkeit. Kurz

vorher war der ehemalige Bundesverteidigungsminister

und spätere Bundesarbeitsminister

zurückgetreten,

man hatte ihn zu sehr kritisiert. Dann

kam Roland Koch und stellte fest, dass

Politik nicht sein Leben sei: Rücktritt!

Übrigens, wer sich schon jetzt nicht

mehr erinnert: Roland Koch war hessischer

Ministerpräsident. Ein paar Tage

später folgte ihm unser Bundespräsident

Horst Köhler – als Grund nannte

er mangelnden Respekt vor dem Amt.

Stellt Euch mal vor, die Raumpfle ge -

rin würde ihren Job aufgeben, weil

an dere ihre Arbeit nicht ausreichend

würdigen würden. Die Gute wäre ar -

beits los und alsbald Hartz-IV-Empfängerin.

Die Sorge muss man sich in der Politik

nicht machen. So erhält zum Beispiel

Horst Köhler von unseren Steuergeldern

199.000 Euro im Jahr bis ans Lebensende

und noch etliche weitere Privilegien.

Jetzt könnte ja Herr Köhler

von diesem Geld einige Raumpflegerinnen

beschäftigen, und die wären

dann nicht mehr arbeitslos, sondern

hätten eine gesicherte Existenz bis an

ihr Lebensende.

In der Evangelischen Kirche war der

Rücktritt von Frau Käßmann, die übrigens

jetzt noch populärer ist als vor ihrer

Wahl zur EKD-Vorsitzenden, der erste

spektakuläre Rücktritt und noch dazu

freiwillig. In der katholischen Kirche

musste Bischof Mixa ob seines Fehlverhaltens

erst durch seine Glaubensgeschwister

zum Rücktritt genötigt werden.

Freiwillig wär der nie gegangen.

Aber auch Frau Käßmann und Herr

Mixa brauchen sich keine existenziellen

Sorgen zu machen. So dürfte Herr

Mixa bei einer monatlichen Pension

von rund 7.800 Euro sogar noch mietfrei

wohnen. Und auch Frau Käßmann

behält ihr Bischofsgehalt (rund 8.500

Euro), ebenso ihre Dienstwohnung,

ihren Dienst wagen mit Fahrer noch

bis zum Jahresende, und auch danach

wird Frau Käßmann nicht von der

„Stütze“ leben müssen.

Und nun auch noch die Bischöfin der

Nordelbischen Kirche, Maria Jepsen.

Sie übernahm die Verantwortung für

etwas, für das sie gar nicht verantwortlich

ist und trat zurück.

Verantwortung zu übernehmen bedeutet

für mich, dafür zu sorgen, dass

etwas wieder in Ordnung gebracht

wird – und zwar durch den, der die

Verantwortung trägt.

Nur weil mediale Hetzjagden und populistische

Forderungen den Rücktritt

fordern, kann ich doch nicht einfach

zurücktreten. Nein, ich habe Verantwortung,

und der gilt es, sich zu stellen.

Rücktritt ist feige und erst recht

dann, wenn damit noch nicht einmal

existenzielle Sorgen verbunden sind.

Übrigens müssen der Ahrensburger

Pas tor, dessen Fehlverhalten und die damit

verbundenen dienstlichen Schritte

Anlass für den Rücktritt von Frau

Jepsen waren, ebenso wenig wie die

dienstvorgesetzte Pröpstin, die den

Pastor lediglich versetzte, mit juris tischen

oder materiellen Folgen rechnen.

Vielleicht gehen die sich ja mal bei

den Opfern entschuldigen. Das hät te

etwas mit Verantwortung für sein Tun

und Lassen zu tun.

Nun ja, vielleicht ist es in Kirche und

Politik bei denen, die Verantwortung

tragen, bequemer, sich einfach durch

Rücktritt zu entziehen, als sich der Verantwortung

zu stellen.

Übrigens, ein Jugenddiakon oder Erzieher

zum Beispiel, der sich das gleiche

Fehlverhalten wie der Ahrensburger

Pastor geleistet hätte, wäre fristlos gekündigt

worden und nicht unter Beibehaltung

seiner Bezüge versetzt worden;

er hätte zudem auch noch ein

Strafverfahren am Hals.

Übrigens, Ole von Beust (Hamburgs

Erster Bürgermeister) hatte auch keine

Lust mehr und trat zurück.

Wenn immer alle gleich zurücktreten

würden, wer würde dann eigentlich

noch arbeiten und Verantwortung

übernehmen?

Ich jedenfalls werde von meinem Job

nicht zurücktreten. Ich stehe zu meiner

Aufgabe und Verantwortung, und

außerdem kann ich mir einen Rücktritt

gar nicht leisten.

Also freue ich mich, dass ich mit ehrlicher

Arbeit für mich und meine Familie

den Lebensunterhalt verdienen

darf und stelle mich auch dann der Verantwortung,

wenn mir bei meiner Arbeit

Fehler unterlaufen sollten.

Mal sehen, wer als nächstes zurücktritt.

Die Kanzlerin oder der Außenminister?

Ihr/Euer

_____ Klaus-Dirk Wildoer

vkm Info 3__2010

3


LV Nordelbien

Tarifarbeit Nordelbien

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Bereich des KATs

(Kirchlicher Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag),

wenn Sie diese Zeilen lesen, ist möglicherweise

schon eine neue Voraussetzung

geschaffen. Hintergrund ist,

dass Ihre Gewerkschaft vkm Deutschland,

Landesverband Nordelbien, mit

seiner Tarifkommission die Entgelttabelle

zum KAT form- und fristgerecht

gekündigt hat. Die Tarifkommission

hat beschlossen und dem Arbeitgeberverband

mitgeteilt, darüber zu verhandeln,

eine lineare Erhöhung von 5 %

zuzüglich einer Einmalzahlung von

500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder

des vkms zu tarifieren.

Der Arbeitgeberverband hat darauf

re agiert, indem er uns ein Angebot

von 1,0 % im ersten Jahr und 0,7 % im

zwei ten Jahr gemacht hat. Seitens des

Arbeitgeberverbandes käme noch ein

Ta rifvertrag zur Entgeltumwandlung

hin zu. Bei der ersten Verhandlungsrunde

war dieses Angebot nicht akzeptabel.

Somit haben wir uns auf Ende August

vertagt. Aufgrund der Vorlaufzeit Ihrer

vkm-Info können wir einen neuen Zwischenstand

oder möglicherweise ein

Endergebnis an dieser Stelle noch nicht

berichten.

Damit Sie aber ständig aktuell informiert

sind, verweisen wir hier gern

noch einmal auf unsere Newsletter

über das Internet/über E-Mail unter:

www.vkmdeutschland.de

Sollten Sie sich dort noch nicht mit

Ihrer E-Mail-Adresse eingetragen haben,

holen Sie dies bitte schnellstmöglich

nach,

__ sodass Sie regelmäßig aktuell über

Tarifverhandlungen, kirchenpolitische

und arbeitsrechtliche Neuigkeiten

informiert sind.

__ www.vkmdeutschland.de bietet da r­

über hinaus aber noch weitere Informationen

zum KAT und KTD.

Für den KAT gibt es zurzeit auch eine

Arbeitsgruppe, die sich mit der Überarbeitung

der Entgeltordnung beschäf

tigt.

So haben wir verschiedene Baustellen,

die wir im Rahmen einer kleinen Gruppe

mit dem Arbeitgeberverband besprechen,

um dann einen Konsens zu

finden und darauf Verhandlungen zu

führen.

Somit möchten wir, die Tarifkommission,

Sie gern bitten,

uns Ihre Wünsche und

Anregungen aus dem KAT

zu übermitteln. Denn es ist

bekannt, dass es im KAT an verschiedenen

Stellen sowohl im Mantel als

auch in der Entgeltordnung mit seinen

anhängenden Tarifverträgen praxisrelevante

Schwierigkeiten und Differenzen

gibt. Nur wissen wir, die Tarifkommission,

nicht immer davon

und würden uns freuen, wenn es hier

Rückmeldungen geben würde.

Der Kirchliche Tarifvertrag Diakonie

(KTD) ist die zweite Baustelle unserer

Tarifkommission.

Mit Datum 23. März 2010 hat es den

Änderungstarifvertrag Nr. 8 zum KTD

gegeben. Dies ist der kleinste gemeinsa

me Nenner sowohl im redaktionellen

als auch im materiellen Wert, den

die Tarifkommission des vkm mit dem

VKDA erzielen konnte. Bei der regelmäßigen

Überarbeitung des KTDs und

der Anpassung wurden verschiedene

gesetzlich notwendige redaktionelle

Änderungen vorgenommen.

Es hat aber auch einige Klarstellungen

gegeben bzw. neue Definitionen.

__ Beispielhaft hat sich der § 14 KTD

um einen Absatz erweitert, aus dem

nun hervorgeht, dass für den – zugegebenen

hoffentlich nicht eintreffenden,

dann aber traurigen –

Fall des Todes eines Arbeitnehmers

er noch den An spruch des gesamten

Monatsentgelts hat. Dieses war in

§ 14 der Ent geltgrundlagen so nicht

eindeutig geregelt. Hier hatten uns

möglicher weise steuerrechtliche als

auch erb rechtliche Folgen zu dieser

Formulierung Anlass gegeben.

__ Eine weitere Klarstellung ist § 16 des

KTDs, wo es um die Entgeltfortzahlung

bei persönlicher Arbeitsverhinderung

geht. Wir wissen aus vie len

Einrichtungen und vielen Gesprächen

mit Kolleginnen, dass nicht

deutlich war, in welchen „sonstigen

Fällen“ der Arbeitgeber Arbeitsbefreiung

bis zu sieben Tage im Kalenderjahr

gewähren kann. Da wir in

einem anderen Tarifvertrag schon

die Formulierungen hatten, war es

uns möglich, mit dem Arbeitgeberverband

eine einvernehmliche Lösung

zu finden, die nunmehr regelt,

dass anlässlich der Geburt eines

leiblichen Kindes, am Tage der Taufe,

der Konfirmation, der kirchlichen

Eheschließung und anlässlich

des Todes des Ehegatten, Lebenspartners,

Kindes, Elternteils zusätzlich

Tage unter Bezahlung freigegeben

werden.

__ Aufgrund der gesetzlichen Änderung

der Regelaltersrente haben wir

auch hier eine neue Formulierung

gefunden. Die neue Begrifflichkeit

heißt nicht mehr, dass die Vollendung

des 65. Lebensjahres zur automatischen

Beendigung des Arbeitsverhältnisses

führt, sondern der

Zeitpunkt, an dem Sie, liebe Kollegin

oder lieber Kollege, abschlagsfrei

die Regelaltersrente beanspruchen

können.

Den genauen Wortlaut dieses Änderungstarifvertrages

können Sie auch

wieder auf den Internetseiten unter

www.vkmdeutschland/Tarifkommission/KTD

nachlesen.

______Hubert Baalmann, Verbandssekretär

4 vkm Info 3__2010


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Beitrittserklärung

Hiermit beantrage ich die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft

für Kirche und Diakonie zum___________________

Ich bin…

unter 29 Wochenstunden beschäftigt

Anrede

Geburtsdatum

über 29 Wochenstunden beschäftigt

Name, Vorname

Straße, Hausnummer

PLZ, Ort

KAT – Entgeltgruppe

KTD – Entgeltgruppe

Beamter – Besoldungsgruppe

TVöD – Entgeltgruppe

AVR – Entgeltgruppe

Telefon privat

E-Mail privat

Telefon dienstlich

E-Mail dienstlich

Ich bin beschäftigt als

bei Arbeitgeber

Fax privat

Fax dienstlich

ohne Tarifbindung – Entgelt (brutto/Monat) €

in Rente in Pension z. Zt. arbeitssuchend in Ausbildung

in Elternzeit geringfügig beschäftigt in Zivil-/Wehrdienst

Eintritt in den kirchlichen/diakonischen Dienst:

Geworben von:

im Kirchenkreis seit

Einzugsermächtigung für den vkm Deutschland

Die Beiträge sind bis auf Widerruf von meinem nachstehend bezeichneten Konto einzuziehen.

Datum, Unterschrift

Name des Kontoinhabers

vkm Deutschland ■ Glißmannweg 1 ■ 22457 Hamburg

Telefon (0 40) 6 51 43 80 ■ Fax (0 40) 6 51 11 19

E-Mail: info@vkmdeutschland.de ■ www.vkmdeutschland.de

Kontoverbindung Beiträge: EDG Kiel, BLZ 210 602 37, Nr. 80 233

Kontoverbindung allgemein: EDG Kiel, BLZ 210 602 37, Nr. 24 163

Name und Anschrift des Kreditinstituts

BLZ

Datum, Ort, Unterschrift

Kontonummer


Zweiter oder Dritter Weg

Jetzt ist die Zeit

Refrain:

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Heute wird getan oder auch vertan,

worauf es ankommt, wenn er kommt.

1. Strophe:

Der Herr wird nicht fragen: Was hast du gespart,

was hast du alles besessen? Seine Frage wird lauten:

Was hast du geschenkt, wen hast du geschätzt,

um meinetwillen?

Refrain:

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Heute wird getan oder auch vertan,

worauf es ankommt, wenn er kommt.

2. Strophe:

Der Herr wird nicht fragen: Was hast du gewusst,

was hast du Gescheites gelernt?

Seine Frage wird lauten:

Was hast du bedacht, wem hast du genützt,

um meinetwillen?

Refrain:

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Heute wird getan oder auch vertan,

worauf es ankommt, wenn er kommt.

3. Strophe:

Der Herr wird nicht fragen: Was hast du beherrscht,

was hast du dir unterworfen? Seine Frage wird lauten:

Wem hast du gedient, wen hast du umarmt,

um meinetwillen?

Refrain:

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Heute wird getan oder auch vertan,

worauf es ankommt, wenn er kommt.

„Jetzt ist die Zeit,

jetzt ist die Stunde.“

So beginnt ein Kirchenlied von Ludger Edelkötter, der

nach meiner Auffassung zurzeit sehr gut in die Überschrift

zur Frage Zweiter oder Dritter Weg im Bereich

der Diakonie und der verfassten Kirche greift.

4. Strophe:

Der Herr wird nicht fragen: Was hast du bereist,

was hast du dir leisten können?

Seine Frage wird lauten:

Was hast du gewagt, wen hast du befreit,

um meinetwillen?

Refrain:

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde.

Heute wird getan oder auch vertan,

worauf es ankommt, wenn er kommt.

Text____ Alois Albrecht

Musik___ Ludger Edelkötter

Der Zweite oder Dritte Weg ist eine Grundsatzfrage – und

mög licherweise eine dogmatische Frage.

n Wenn wir vom Zweiten Weg reden, reden wir von Tarifverträgen

im Bereich der Kirche und Diakonie. Beides finden wir

zur zeit in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Berlin, Brandenburg-Schlesische

Oberlausitz als auch im Bereich der

Evangelisch-Lutherischen Kirche Nordelbien.

n Alle anderen Landeskirchen mit ihren diakonischen Einrichtungen

gestalten Arbeitsrechtssetzung über den Dritten Weg.

Der Dritte Weg beinhaltet, dass durch gewählte Mitarbeitervertretungen

und Mandatsträger diese dann in der Arbeitsrechtlichen

Kommission (ARK) das Arbeitsrecht setzen.

Foto: fotolia/khz

6 vkm Info 3__2010



Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft organisieren, engagieren sich in ihren Gewerkschaften, Betriebs räten

und zu ihrer Arbeitsrechtssetzung und Betriebsratswahlen. Wird es im Bereich der Diakonie auch zuge lassen?

Foto: fotolia/khz

Möglicherweise…

…haben Sie, liebe Kol leginnen und

Kol legen, in den letzten Monaten die

ganze Diskussion um den Zweiten und

Dritten Weg mitverfolgt. So ist akut

und aktuell gerade die Frage der Arbeitsrechtssetzung

beim Dia ko ni schen

Werk der EKD in der Diskussion.

Die Arbeitnehmerseite hat sich in den

letzten Monaten der Arbeit konkret in

der ARK DW-EKD entzogen, um damit

auch einen gewissen Druck und eine

Diskussion um eine tarifrechtliche Regelung

herbeizuführen.

Die Konsequenz daraus hat sich nun

am 15. Juni 2010 in Berlin auf der Sitzung

des Diakonischen Rates, dem beschlussfassenden

Gremium des DWs,

ergeben.

n Da sich das Diakonische Werk nicht

auf die Frage aus der Arbeitnehmerschaft

für ein Tarifrecht einlassen

will oder kann, hat dieses dann beschlossen,

die Arbeitnehmervertreter

von 11 Landeskirchen per Beschluss

aus der ARK auszuschließen, um dann

ein gemindertes Gre mi um zu haben

und damit eine Beschlussfassung

herbeizuführen.

n Die Diakonische Konferenz hat die

verbliebenen Sozialpartner – und

hier sind auch Landesverbände des

vkm beteiligt – aufgefordert und gebeten,

nunmehr die Arbeitsrechtsregelungskommission

zu besetzen.

Der vkm Bayern, Hessen-Nassau und

RWL als auch ein Gesamtausschuss

aus Sach sen sollen nunmehr die Arbeits

rechts regelung für alle diakonischen

Mitarbeiter im Bereich der

EKD fassen.

Die Gewerkschaft für Kirche und Diakonie

vkm Deutschland hat sich ganz

unmissverständlich für die tarifrechtliche

Regelung ausgesprochen und

versucht, ihre Position mit den Kolleginnen

und Kollegen der anderen Landesverbände

zu diskutieren. Bedauerlicherweise

ist es uns nicht gelungen,

seitens des vkm auf Deutschlandebene

eine einheitliche Position zum Tarifrecht

herbeizuführen. Somit kann es

nun passieren, dass sich Anfang September

die Arbeitsrechtsregelungskommission

bildet mit Kolleginnen und

Kol legen der vkm Landesverbände.

Wir, der vkm Deutschland, und die Gewerkschaft

Kirche und Diakonie in Berlin

haben dies mit Enttäuschung und

Entsetzen zur Kenntnis genommen.

Wir sind der Auffassung, dass durch

diese Vorgehensweise der Beschlussfassung

als auch nun der geplan ten Umsetzung

eine Auseinanderdividierung

der Arbeitnehmerschaft erfolgt.

Die Diakonische Konferenz…

…hat weiter beschlossen, um eine

„ver meintliche Augengleichheit“ herbeizuführen,

das Gremium sowohl

dienstnehmer- als auch dienstgeberseitig

mit insgesamt 100.000 Euro

pro Kalenderjahr zu bestücken.

n Hier wirft sich dann doch die Frage

auf, ob das Arbeitsrecht gekauft wird.

n Es wirft weiter die Frage auf, warum

die Diakonie mit ihrem Arbeitgeberverband

V3D (Verband diakonischer

Dienstgeber Deutschland)

sich in der Struktur eines kollektivrechtlichen

Arbeitgeberverbandes

organisiert, aber dieses auf Arbeitnehmerseite

durch aktive Arbeit der

Gewerkschaften verhindern will.

Wenn wir von der kirchlichen sozialen

Verantwortung sprechen, hören wir in

vielen Bischofsworten, Grußworten,

Festschriften die Notwendigkeit, dass

Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft

sich in ihren Gewerkschaften, Betriebsräten

und zu ihrer Arbeitsrechtssetzung

und Betriebsratswahlen organisieren

und engagieren wollen. Ein

Schelm, der Böses dabei denkt, wenn

es im Bereich der Diakonie nicht zugelassen

wird.

Wir sind der Auffassung, …

…dass durch die Vorgehensweise des

Diakonischen Rates hier nicht nur

ar beitsrechtlich, sondern moralisch

schwere Verwerfung vorzuwerfen ist.

Wenn sich die Dienstgeberseite durch

professionelle, juristische und wissenschaftliche

Mitarbeiter formatiert, muss

nach unserer Auffassung durch die Gewerkschaften

die gleiche Kollektivfreiheit

geschaffen und zugelassen werden.

Dieses will der Diakonische Rat – als

auch in vielen Strecken die verfasste

Kirche – nicht zulassen. Sie beziehen

sich immer auf die Frage der kirchlichen

Autonomie und Eigenständigkeit.

Die kirchliche Eigenständigkeit

als Tendenzunternehmen ist nach unserer

Auffassung unstrittig, bedeutet

im Umkehrschluss aber, dass sich

dann auch die Dienstgeberseite nicht

des Arbeitgeberverbandes bedienen

dürfte.

>>>

vkm Info 3__2010

7


Zweiter oder Dritter Weg

Ge-RECHT! Wir – der vkm – werden uns wei terhin engagieren und so viele Ge werk schaftsmitglieder

wie mög lich gewinnen.

>>>

Wir als Gewerkschaft vkm…

…sind der Auffassung, dass der Ar beit -

geberverband auf Dienstgeberseite

notwendig und wichtig ist. Ge nauso

notwendig und wichtig ist die gewerkschaftliche

Arbeit der Mitarbeiter

im Bereich der verfassten und diakonischen

Kirche. Eine Augengleich -

heit kann nur bedeuten, dass, wenn

sich die gewerkschaftlich orga nisierten

Kolleginnen und Kollegen auch

ihrer Gewerkschaft und ihrer Arbeit

be dienen können. Dieses wird auf

dem Wege verhindert.

Die von Kirche oft gepredigte Gerechtigkeit

und Gleichheit aller ist in der

Arbeitsrechtssetzung nicht gegeben.

Durch die Beschlüsse der Diakonischen

Konferenz, als auch in den einzelnen

Landeskirchen oft diskutierte einseitige

Erklärung der Dienstgeber, wird dies

offensichtlich mit allen Mitteln zu verhindern

versucht. Nach unserer Einschätzung

könnte hier aber ein sehr

positiver Effekt erzielt werden, wenn

sich dann alle Beteiligten ernsthaft mit

der Frage beschäftigen, wo und wie

sich denn eine kollektiv-rechtliche Arbeitsregelung

verändern würde, wenn

die Gewerkschaften vkm und GKD

sich aktiv an der Tarifarbeit beteiligten.

Die gesamte Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts

als auch der einzelnen

Landesgerichte macht dies immer

wieder absolut und eindeutig klar, dass

die Gewerkschaften zur Arbeitsrechtssetzung,

zur kollektiv-rechtlichen Arbeitsrechtssetzung,

berufen sind. Ausschließlich

hier liegt ihre Zuständigkeit.

Schauen wir uns das Mitarbeitervertretungsgesetz

an, so finden wir keinen

Hinweis darauf, dass Arbeitsrecht von

Mitarbeitervertretern gesetzt wird. Hingegen

sagt das Mitarbeitervertretungsgesetz

sogar, dass die MVen die Arbeitsrechtssetzung

überwachen und überprüfen

sollen, ob diese rechtmäßig

angewendet werden. Selbst wenn in den

einzelnen Landeskirchen per Kir chengesetz

und Gesetz zur Arbeitsrechtsregelung

darauf hingewiesen wird, dass

gewisse Strukturen und Wahlmandate,

Delegierte und Mandatsträger in die

ARKs zu wählen sind, muss nach unserer

Auffassung dieses Gesetz dringend

überprüft und überarbeitet werden. Unsere

Überprüfung hat eindeutig ergeben,

dass die Arbeits rechts setzung ausschließlich

nur über Gewerkschaften

und den Arbeitgeberverband erfolgen

kann.

Somit wäre auch eine Gleichheit zur

freien Wirtschaft zu schaffen.

n Wir dürfen dabei nicht aus dem Auge

verlieren, dass mittlerweile diakonische

Einrichtungen, zum Teil

aber auch gemeindliche Einrichtungen

unter dem wirtschaftlichen

Blickwinkel zu Unternehmen und

zu Konzernen werden.

n Konzern bedeutet dann auch, dass

Töchterfirmen und sog. Niedrig-

Lohn-Service-GmbHs in diakonische

Einrichtungen gegründet sind.

Hier haben die Mitarbeitervertretungen

kaum oder gar keine Möglichkeiten,

entsprechend zu reagieren.

Ob dieses bei einer gewerkschaftlichen

Arbeit anders wäre, kann mit

Sicherheit in Frage gestellt werden.

Aber nach unserem Dafürhal ten würde

eine gewerkschaftliche Arbeit –

mit der Perspektive und dem Wis sen,

dass mehr als die zurzeit in den Gewerkschaften

organisierten kirchlichen

Mitarbeiter sich dann ei ner Gewerkschaft

anschließen müssten

oder würden – genau dies verhindern

bzw. auch eine Lohngerechtigkeit

bei den Töchterfirmen und den

Service-GmbHs schaffen.

Hier gibt es viele Aufgaben.

Hier gibt es viel zu tun

– und das ist nur möglich

bzw. besser möglich,

wenn Sie, liebe Kolleginnen

und Kol legen, die Sie

diese Zeilen lesen, Ihre nicht organisierten

Kolleginnen und Kollegen auf

eine dringend notwendi ge ge werkschaftliche

Mitgliedschaft hinweisen.

Wir werden uns in diesem Sinn wei -

terhin engagieren und so viele Gewerk

schaftsmitglieder wie mög lich

gewinnen wollen.

Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde

– heute wird getan oder auch vertan.

Dies kann für den Herbst auf den

un terschiedlichen Ebenen die Herausforderung

sein:

n dass wir tun und nicht,

n dass wir mit uns machen lassen

n und dass wir unsere möglicherweise

historische Chance zu dieser

Stunde und an dieser Stel le vertun.

______Hubert Baalmann, Verbandssekretär

8 vkm Info 3__2010


Pflege n Altenpflege

Pflegekräfte erhalten ab

August Mindestlohn

Im Gesundheits- und Sozialwesen Schleswig-Holsteins arbeiten aktuell 121.000

sozialversicherungspflichtige Beschäftigte.

Mehr Geld für Altenpflege

Regierung stockt Zuschüsse für

die Ausbildung von Pflegekräften auf

Kiel – Angesichts des drohenden Fachkräftemangels im Pflegebereich will

die Lan desregierung zusammen mit der Arbeitsagentur für ein besseres

Image der Pflegeberufe werben. „Wir müssen jungen Menschen klarmachen,

welches Potenzial in den Pflegeberufen steckt, wie sicher und zukunftsfähig

der Beruf ist“, erklärte (…) Sozialminister Heiner Garg (FDP)

auf einem Pflegekongress mit rund 80 Teilnehmern in Kiel. Zugleich

kündigte er an, dass das Land trotz des Sparpakets die jährlich geförderten

Ausbildungsplätze in der Altenpflege um 30 auf 1.200 aufstocken

und weiterhin mit 290 Euro pro Platz und Monat bezuschussen wird.

Die Bundesregierung hat einen Mindestlohn in

der Pflege festgelegt. Er beträgt, wie vorab berichtet,

ab 1. August im Westen 8,50 Euro je Stunde, im

Osten 7,50 Euro. Erhöhungen um jeweils 25 Cent

erfolgen am 1. Januar 2012 und am 1. Juli 2013.

Den Mindestlohn hatte im März eine paritätisch

aus Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretern besetzte

Pflegekommission von Sozialverbänden,

der Caritas, der Diakonie und der Gewerkschaft

Verdi vorgeschlagen.

Die Verordnung ist befristet bis zum 31. Dezember

2014. Die Grünen kritisierten, der Lohn sei zu

niedrig und die Unterscheidung nach Ost und

West nicht nachvollziehbar. Bayerns Arbeitsministerin

Christine Haderthauer (CSU) sprach dagegen

von einer „guten Nachricht für Pflegekräfte“. In

der Pflegebranche sind derzeit mehr als 800.000

Menschen beschäftigt. Rund 2,25 Millionen Menschen

sind in Deutschland pflegebedürftig. 2050

werden es mehr als vier Millionen sein.

________________________________________ Berlin

Schwarz-Gelb vertut Chancen gegen

den Fachkräftemangel in der Pflege:

Finanzierung der dreijährigen Pflegeausbildung

gekappt!

Foto S. 8: Hubert Baalmann; Foto S. 9: fotolia/Gina Sanders

Der Chef der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Jürgen Goecke,

sprach von einem dramatischen demografischen Wandel. Die Zahlen

sei en eindeutig: Im Gesundheits- und Sozialwesen Schleswig-Holsteins

arbeiten aktuell 121.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Das

sind 3.700 oder 3,2 Prozent mehr als im Februar des vergangenen Jahres.

„In keinem Wirtschaftszweig des Landes haben wir – absolut und prozentual

– einen solchen Zuwachs.“ Angesichts des aktuellen und künftigen

Fachkräftemangels seien alle gefordert, an den Stellschrauben Image, Verweildauer

im Beruf, Karrieremöglichkeit und Gehaltsstruktur zu drehen.

In diesem Zusammenhang begrüßte Garg die von den Tarifpartnern

festgelegte Lohnuntergrenze für Pflegeberufe, wie sie jetzt von der Bundesregierung

akzeptiert worden sei. Die zunächst zögerliche Haltung seines

FDP-Kollegen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zu diesem

Mindestlohn sei für ihn „völlig unverständlich“ gewesen. Vom 8. bis 12.

November startet landesweit eine Aktionswoche für Pflegeberufe, um

für „krisensichere Arbeitsplätze“ zu werben.

Dr. Martina Stöver, Uni Bremen, stellte auf der Tagung eine aktuelle Studie

vor. Danach betonen die Auszubildenden den Spaß und die Freude am

Pflegeberuf – gleichwohl aber auch die damit verbundenen Belastungen.

__________________Kim, Schleswig-Holsteinische Landeszeitung, 28. Mai 2010

Am 8. Juli hat die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundestag

das sog. „Beschäftigungsförderungsgesetz“

durchgewinkt, ohne dass die dreijährige Förderung

der Umschulung in der Alten- bzw. Krankenpflege

durch die Bundesagentur für Arbeit (BA)

verlängert wurde. Die besondere Förderung der

dreijährigen Alten- und Krankenpflegeausbildung

durch die BA läuft jetzt am 31. Dezember 2010

aus. Schwarz-Gelb verschärft somit den Fachkräftemangel

in der Pflege.

Ignoriert hat Schwarz-Gelb die übereinstimmenden

gegenteiligen Empfehlungen der Gewerk

schaften, der Berufs- und Sozialverbände,

der Oppositionsparteien sowie die des Bundesrates.

Die besondere Förderung der dreijährigen Alten-

und Krankenpflegeausbildung durch die BA

läuft jetzt am 31. Dezember 2010 aus. Für die Pflege

ist das Gesetz kein „Beschäftigungsförderungsgesetz“,

sondern ein „Beschäftigungs verhinde rungs -

gesetz“. Deutlicher kann das Desinteresse dieser Bundesregierung

an der Pflege nicht zum Ausdruck gebracht

werden. n

vkm Info 3__2010

9


Anmelde-Adresse für die Seminare:

Verein zur Förderung des kirchlichen Dienstes

und seiner Mitarbeiterinnen e.V.

vkm-Geschäftsstelle Nordelbien

Glißmannweg 1

22457 Hamburg-Schnelsen

Telefon__ (0 40) 6 51 43 80

Telefax___ (0 40) 6 51 11 19

E-Mail___ foerderverein @ vkmdeutschland.de

Aktuelle Seminare

Anmeldeverfahren vkm Deutschland:

n Bitte melden Sie sich bis spätestens 14 Tage vor

Beginn des gewünschten Seminars an.

n Gern nehmen wir Ihre Anmeldung per Fax, Post,

Telefon oder E-Mail an. Ihre Anmeldung wird von

uns zeitnah schriftlich bestätigt.

n Für den Rücktritt von einer erfolgten Anmeldung

später als drei Tage vor Beginn der Veranstaltung

müssen wir eine Ausfallentschädigung in Höhe

von 85 % der Seminarkosten in Rechnung stellen.

Kann der Platz mit einem Nachrücker besetzt werden,

berechnen wir 30,00 Euro Verwaltungskosten.

Wir freuen uns auf Sie!

Auch Warnemünde ist Tagungsort…

Befristete Arbeitsverhältnisse

Für Arbeitsverträge, die auf bestimmte

Zeit geschlossen werden, gilt das Teilzeit-

und Befristungsgesetz (TzBfG).

Der Gesetzgeber sieht vor, dass befriste

te Arbeitsverhältnisse grundsätzlich

nur dann wirksam zustande kommen,

wenn ein sachlicher Grund die Befristung

rechtfertigt.

Unter sehr engen Vo raussetzungen

können befristete Arbeits verhältnisse

ausnahmsweise aber auch ohne Sachgrund

wirksam vereinbart werden. Da r­

über hinaus unterscheidet man Zeitbefristungen,

die zu einem ver traglich

vorgesehenen Zeitpunkt enden, und

Zweckbefristungen, die dann enden,

wenn ein bestimmter Zweck erreicht

wird. Vom Abschluss eines be fristeten

Arbeitsverhältnisses bis zu sei nem Ende

sollten die folgenden Punkte beachtet

werden.

Seminarinhalte:

__ Grundlagen aus dem Arbeitsrecht

und dem Sozialrecht

__ Mitbestimmung und Mitberatung

von Mitarbeitervertretungen

__ Dienstvereinbarungen

__ Risiken und Chancen

Termin ______15. September 2010,

9.30 Uhr, bis 16. September

2010, 17.00 Uhr

Tagungsort _ Christian Jensen Kolleg,

Kirchenstrasse 4,

25821 Breklum, www.

christianjensenkolleg.de

Kosten ______275,00 Euro, inkl.

Übernachtung und

Verpflegung sowie

Tagungsskripte

Referent ____RAin Christine Niemann,

vkm Deutschland

Einführung in das MVG – EKD (> Zusätzlich mit in das Programm aufgenommen

– besonders für alle Neuen)

Das Seminar vermittelt Basiswissen zum Mitarbeitervertretungsgesetz (MVG-

EKD). Es gibt eine erste Übersicht über die Rolle und Funktion der Mitarbeitervertretung

(MV) und vermittelt Kenntnisse über die Geschäftsführung und Rechtsstel

lung der MV. An praktischen Beispielen werden im Seminar die rechtlichen

Grundlagen vermittelt und in Fallbeispielen Schritte zur Bewältigung der vielfältigen

Aufgaben der MV erarbeitet.

Themen:

__ Rolle und Funktion der Mitarbeitervertretung

__ Das MVG-EKD im System der Rechtsordnung

__ Rechtsstellung der Mitarbeitervertretung

__ Einführung in die Geschäftsführung der Mitarbeitervertretung

__ Handlungsmöglichkeiten der Mitarbeitervertretung anhand

von Praxisbeispielen

Termin ______02. und 03. November 2010, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Tagungsort __Tagungszentrum Martins haus, Kanalufer 48, 24768 Rendsburg,

www.tagungszentrum-martinshaus.de

Kosten ______219,00 Euro, inkl. Übernachtung, Verpflegung sowie Tagungsskripte

Referent ____Klaus-Dirk Wildoer, Vorsitzender des vkm Deutschland

und Vorsitzender des Landesvorstandes vkm Nordelbien

Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG)

Durch das am 18.08.2006 in Kraft getretene Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz

(AGG) wird für die Personalarbeit ein neuer Maßstab für die diskriminierungsfreie

Behandlung der Beschäftigten gesetzt. Gab es bis dahin nur verstreute

Vorschriften oder Gesetze zum Diskriminierungsschutz, so stellt das AGG seither

einheitliche Regelungen für Diskriminierungsverbote auf. Es gilt – wie § 2 AGG

zeigt – in allen Bereichen der Personalarbeit, von der Stellenausschreibung und

Bewerberauswahl (Bewerbung) über den Benachteiligungsschutz im laufenden

Arbeitsverhältnis bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und den Regelungen

der sozialen Sicherung. In diesem Seminar wollen wir die Bedeutung des AGG

für die MV-Arbeit erarbeiten.

__ Die Rolle/Kontrolle durch die MV

__ Handlungsmöglichkeiten und Grenzen

Termin ______21. September 2010, 9.30 bis 17.00 Uhr

Tagungsort __Neues Parkhotel Neumünster, Parkstr. 29, 24534 Neumünster,

www.neues-parkhotel.de

Kosten ______98,00 Euro, inkl. Verpflegung sowie Tagungsskripte

Referent ____RAin Kathleen Gärtner, Neumünster

Foto: fotolia/Brigitte Wegner

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vkm Info 3__2010


Seminare

Foto: fotolia/Nicole Kühl

Eingruppierung, Arbeitsplatzbeschreibung

Die Eingruppierung ist eine personelle Einzelmaßnahme im Sinne

des Mitarbeitervertretungsrechtes. Sie bedarf also der Zustimmung

der Mitarbeitervertretung. Allerdings hat die Mitarbeitervertretung,

da es um eine Rechtsanwendung geht, nur ein Kontrollrecht hinsichtlich

der Korrektheit der Eingruppierung.

Mit diesem Seminar möchten wir Hilfestellung geben, um das Recht

besser ausfüllen zu können. Schwerpunktmäßig werden wir in dem

Seminar auf die Formen der Entgeltordnung aus dem KAT und dem

KTD eingehen, wobei ein besonderes Augenmerk auf die im Tarif festgelegte

Entgeltordnung und die unbestimmten Rechtsbegriffe gerichtet

werden soll.

Termin ______28. September 2010, 09.30 Uhr, bis 29. September

2010, 17.00 Uhr

Tagungsort __Predigerseminar, Gästehaus Domkloster, Domhof 33,

23909 Ratzeburg, www.predigerseminar-rz.de

Kosten ______275,00 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

sowie Tagungsskripte

Referent ____RA Manfred Martens, Fachanwalt für Arbeitsrecht,

www.martens-vogler.de

Hinweis _____Mitzubringende Tagungsunterlagen:

__ MVG-EKD

__ „Tarifrecht“, Göldner-Muus-Blaschke

Fit für Gespräche – Fit für Leitung

Als Mitarbeitervertreter/in müssen Sie Gespräche auf unterschiedlichen

Ebenen führen. An Sie kann auch herangetragen werden, Gespräche

mit Dienststellenleitungen, Regelsitzungen oder Mitarbeiter versammlungen

zu leiten. Das alles lässt sich lernen. Mit Handwerkszeug

aus der Kommunikationspsychologie und den praktischen Er fahrungen

der langjährigen Mitarbeitervertreterin Karin Jensen-Bundels

werden Sie für Ihre wichtigen Aufgaben vorbereitet.

Themen:

__ Grundlagen der gelungenen Kommunikation

__ Zielorientierte Gesprächsführung – auch wenn

es schwierig wird

__ Gekonnt diskutieren

__ Umgang mit Konflikten

__ Gute Sätze für den Notfall bei unerwarteten

Argumenten und Einwänden

__ Rhetorische Strategien

__ Aufbau von fachlicher Kompetenz und

persönlicher Ausstrahlung

Termin ______12. Oktober 2010, 9.30 Uhr, bis 13. Oktober 2010,

17.00 Uhr

Tagungsort _ Farchauer Mühle, Farchauer Mühle 6, 23909 Farchau,

www.farchauer-muehle.de

Kosten _____ 387,00 Euro, inkl. Übernachtung und Verpflegung

sowie Tagungsskripte

Referenten __Barbara Schmodde, Kommunikationstrainerin;

Karin Jensen-Bundels, stellv. Vorsitzende des vkm,

Landes verband Nordelbien, Gemeindeberaterin

Mitarbeitervertretungsrecht intensiv – unter Berücksichtigung

aktueller Rechtsprechung der Kirchengerichte)

Dies ist der „Fitness-Kurs“ für die Mitarbeitervertreterinnen

und Mitarbeitervertreter aus Kirche und Diakonie. Wir vermitteln

in dem Seminar konzentriert Grundlagenwissen

und praxisgerechte Spezialkenntnisse. Gut geeignet ist die

Veranstaltung für alle, die im (kritischen) Dialog mit Mit gliedern

von Mitarbeitervertretungen ihre Kenntnisse vertiefen

wollen. Vermittelt werden nicht nur Rechtskenntnisse, sondern

auch Empfehlungen und Strategien zur erfolgreichen

Rechtsdurchsetzung. Themen:

__ Mitbestimmungs- und Mitberatungsrecht in

aktuellen Zusammenhängen

__ Aktuelle Rechtsprechung

Termin ______20. Oktober 2010, 9.30 Uhr, bis 21. Oktober

2010, 17.00 Uhr

Tagungsort _ Hotel „Am Alten Strom“, Am Strom 60/61,

18119 Warnemünde,

www.hotel-am-alten-strom.de

Kosten ______295,00 Euro, inkl. Übernachtung

und Verpflegung sowie Tagungsskripte

Referent ____Klaus-Dirk Wildoer, Vorsitzender des vkm

Deutschland und Vorsitzender des Landesvorstandes

vkm Nordelbien

Hinweis _____Mitzubringende Tagungsunterlagen:

__ MVG-EKD

__ „Tarifrecht“, Rechtsquellensammlung

__ AVR

Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Die Beteiligung an der Planung und Durchführung von

Maß nahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz

(Arbeitsschutz) der Beschäftigten ist eine grundlegende

Aufgabe für Mitarbeitervertretungen (§ 35 MVG).

Diese 1996 neu geschaffenen Arbeitsschutzvorschriften enthalten

viele ausfüllungsbedingte Rahmenvorschriften, deren

Konkretisierung der Arbeitgeber bestimmen kann. Hieraus

ergeben sich Mitbestimmungsmöglichkeiten für Mitarbeitervertretungen.

In dem Seminar sollen einfach anwendbare

Instrumente zur Bewertung und Gestaltung von Arbeit

vorgestellt und erforderliche Gestaltungsmaßnahmen beispielhaft

anhand von gemeinsam bewerteten Arbeitssituationen

abgeleitet werden. Das Seminar beinhaltet:

__ Zweck der Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutzmaßnahmen

__ Grundsätze für Gestaltung und Auswahl von Handlungshilfen

__ Arbeitssysteme

__ Arbeitsmittel

__ Brandschutz und Erste Hilfe

Termin ______10. November 2010, 9.30 bis 17.00 Uhr

Tagungsort _ Neues Parkhotel, Parkstr.29,

24534 Neumünster, www.neues-parkhotel.de

Kosten _____ 98,00 Euro, inkl. Verpflegung

Referenten __Michael Groß, Sicherheitsbeauftrager d. NEK, Kiel

vkm Info 3__2010

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Machen Sie sich selbstständig . . .

. . . und bringen Sie als Agenturleiter/in

Ihre Kenntnisse im kirchlichen Umfeld bei

uns ein.

Als Handelvertreter/-in nach §84 HGB

übernehmen Sie im Bereich Hamburg oder

Schleswig-Holstein einen eigenen Kundenstamm

und bieten als „Allfinanzdienstleister“

unseren Kunden all das an, was für

den Schutz im Alltag und die Vorsorge für

später notwendig ist.

Wenn Versicherungen für Sie etwas

Neues sind, starten Sie einfach

mit unserer Weiterbildung zum/r

Versicherungsfachmann/-frau (BWV).

Als der Spezialversicherer für Menschen

im Bereich der Kirchen, Diakonie und

Caritas möchten wir mit Ihnen unsere

Marktposition weiter ausbauen.

Dabei unterstützen wir Sie umfassend

in Ihrem selbstständigen

Arbeiten. Eine leistungsgerechte Vergütung,

ein attraktives Karrieremodell und

günstige Produkte bieten Ihnen interessante

Perspektiven.

Ich freue mich auf Ihre Bewerbung.

Regionaldirektor Thorsten Trenkner

Kanalufer 48 . 24768 Rendsburg

Telefon 04331 4386512

thorsten.trenkner@bruderhilfe.de


LV Baden

Landesverband Baden: Beteiligung der

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an

den Beiträgen zur Zusatzversorgung

Bedingt durch die Anpassung der neuen Sterbetafeln, welche der demographischen

Entwicklung Rechnung tragen, muss die Kirchliche Zusatzversorgungskasse

Karlsruhe (KZVK) die Beiträge in der KZVK den neuen Bedingungen anpassen.

Somit ist geplant, den Beitrag auf mindestens 4,7 % statt bisher 4,0 % anzupassen.

Die Arbeitgeberseite erklärte darauf, dass dieser Beitragssatz nicht leistbar sei. Sollte

die Erhöhung der 0,7 % des Beitrags für die Zusatzversorgung allein von den Arbeitgebern

getragen werden müssen, so würde dies vor allem diakonische Betriebe

in die Insolvenz drücken. In Folge dieser Argumentation legte die Dienstgeberseite

der Arbeitsrechtlichen Kommission der Evangelischen Landeskirche in Baden

(ARK) einen Entwurf vor, nach dem die Beschäftigten die geplante Beitragserhöhung

der KZVK vollständig allein schultern müssten, und zwar als Vorwegabzug

vom Bruttoentgelt. Die Einsparungen der Arbeitgeber in den Sozialversicherungszweigen

wurden „wohlwollend“ eingerechnet.

Die Zusatzversorgung ist allerdings ein Entgeltbestandteil, welcher den kirchlichen

und diakonischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemäß § 2 i.V.m. § 4

Nr. 25 Arbeitsrechtsregelung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (AR-M) zusteht.

Die Beteiligung der Beschäftigten an den Beiträgen zu dieser betrieblichen

Zu satzversorgung ist im Tarifvertrag über die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten

des öffentlichen Dienstes (Tarifvertrag Altersversorgung – ATV) im § 16

bzw. § 37 Abs. 1 (Sonderregelung für Umlagen an die VBL) genau geregelt. Nicht

einzusehen ist, warum die bei der KZVK versicherten Beschäftigten schon vorher

an den Beiträgen zur betrieblichen Altersversorgung beteiligt werden sollen. Zudem

könnte die Arbeitnehmerbeteiligung nicht einmal bei der Einkommensteuererklärung

zum Ansatz gebracht werden, da sie als Abzug vom Tabellenentgelt

vorgeschlagen wurde.

Die Dienstnehmerseite der ARK wies diesen Vorschlag deutlich zurück. Allenfalls

vorstellbar sei eine für diese Fälle ausgelegte Änderung der Arbeitsrechtsregelung

zur Sicherung der Arbeitsplätze (badische „Notlagenregelung“), so die

Dienstnehmerseite.

________________________________________________ Hubert Baalmann, Verbandssekretär

SEMINAR

Einführung in das Kirchliche Arbeitsrecht

in Baden – die Arbeitsrechtregelung

der Evangelischen Landeskirche

Das Seminar bietet eine konkrete Einführung

sowohl in das staatliche Arbeitsrecht

als auch in das landeskirchliche

Arbeitsrecht. Angesprochen sind

daher insbesondere Mitglieder von Mitarbeitervertretungen

(MV) und andere

Interessierte, die sich den erforderlichen

Fundus im Arbeitsrechtswissen

erwerben wollen. Selbstverständlich

werden aktuelle Gesetzgebung und

Rechtsprechung in die Seminarinhalte

aufgenommen. Das Seminar eignet sich

daher ebenfalls als Auffrischung Ihres

arbeitsrechtlichen Wissens.

Themen sind insbesondere:

__ Die arbeitsrechtliche Bestimmung

der Ev. Landeskirche

__ Arbeitsrechtregelungsgesetz

__ Mitarbeitervertretungsgesetz EKD

__ Sonderregelungen der Landeskirche

Baden

__ Rechte und Pflichten der

Mitarbeitervertretungen

__ Initiativen der Mitarbeitervertretungen

__ Handlungsmöglichkeiten des

MVG – Baden

__ Aktuelle Rechtsprechung zum

MVG

__ Praktische Fallbearbeitung

Foto: fotolia/Herbie

Mitarbeit der Kolleginnen und Kollegen in Gremien

– wie z.B. im Stiftungsrat der KZVK

Dass der vkm die Interessen und Belange der kirchlichen und diakonischen Beschäftigten

nicht nur in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Evangelischen

Landeskirche in Baden und ihrer Diakonie (ARK) vertritt, sondern auch in ande ren

Gremien, dürfte weitgehend unbekannt sein. Zum Beispiel entscheiden Kollegen

im Stiftungsrat der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Karlsruhe (KZVK) mit.

Dieses Gremium entspricht dem Aufsichtsrat eines Unternehmens. Zudem arbeitet

ein Kollege im Lenkungsausschuss der KZVK mit. Hier werden die Weichen für

die Geldanlage der Kasse bestimmt – eine sehr schwierige und verantwor tungsvolle

Aufgabe. Allen Kolleginnen und Kollegen, die den vkm und damit die In teressen

und Belange der kirchlich und diakonisch Beschäftigten in den verschiedenen

Gremien vertreten, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön übermittelt!

________________________________________________ Hubert Baalmann, Verbandssekretär

Termin _____ 02. November 2010,

09.30 Uhr, bis 04. November

2010, 17.00 Uhr

Tagungsort _ Haus der Kirche,

Ev. Akademie Baden,

Dobler Str. 51,

76332 Bad Herrenalb

Kosten _____ 260,00 Euro, inkl.

Übernachtung und

Verpflegung sowie

Tagungsskripte

Referenten _ Wolfgang Lenssen, stellv.

Bundesvorsitzender vkm

Deutschland; Freigestellter

Mitarbeitervertreter

Hubert Baalmann, Dipl.-

Jurist, Verbandssekretär

vkm Deutschland

Anmeldung _ S. Infokästen S. 8 oben

vkm Info 3__2010

13


LV Baden

Ausschluss des Gesamtausschuss

Baden von der Besetzung der ARK

DW EKD

Am 15. Juni 2010 hat die Diakonische

Konferenz der EKD einen ergänzenden,

gesonderten Beschluss zu TOP 5.1

– Änderung der Ordnung für die Arbeitsrechtliche

Kommission und die

Wahlordnungen für die anstehende

Wahlperiode – gefasst. Diese geänderte

Ordnung und die Wahlordnungen sind

gemäß § 16 mit sofortiger Wirkung

gültig und werden für die Bildung der

Arbeitsrechtlichen Kommission des

Diakonischen Werkes der EKD für die

Amtszeit ab 2010 zugrunde gelegt.

Dieser gesonderte Beschluss beinhaltet

den Ausschluss einer Reihe von Gesamtausschüssen

der Mitarbeitervertretungen

bzw. der Arbeitsgemeinschaften

von Mitarbeitervertretungen, da

sich diese kritisch oder ablehnend bezüglich

der Arbeitsrechtssetzung für

die Diakonie der EKD (ARK DW EKD)

geäußert hatten.

Kurioserweise ist in der Liste der „Geächteten“

auch der Gesamtausschuss

der Mitarbeitervertretungen im Diakonischen

Werk der Evangelischen Landeskirche

in Baden aufgeführt, obwohl

diese nie als Sozialpartner benannt wurde.

Das Diakonische Werk der Evangelischen

Landeskirche in Baden hat als

Sozialpartner auf Mitteilung der Vertreterinnen

und Vertreter der Beschäftigten

die „Dienstnehmerseite der ARK-

Baden“ benannt.

Es bleibt wohl ein Geheimnis und nur

in der Weisheit der Diakonischen Konferenz

begründet, warum der Gesamtausschuss

Baden (vorsorglich?) ausgeschlossen

bleibt. n

„Symbol-Bild“: Die Amtszeit der gegenwärtigen ARK läuft zum 31. Oktober 2010 aus.

Neubesetzung der Arbeitsrechtlichen Kommission

(ARK) zum November

Die Amtszeit der gegenwärtigen Arbeits

rechtlichen Kommission (ARK;

Amtsperiode November 2004 bis 2010)

läuft zum 31. Oktober 2010 aus. Die

Mitglieder bleiben bis zur Konstituierung

der neu gebildeten ARK im Amt.

Die ARK setzt sich zusammen aus je

zehn Vertreterinnen und Vertretern sowie

vier Stellvertretungen:

a) der Mitarbeitenden im kirchlichen

und diakonischen Dienst,

b) der kirchlichen Körperschaften sowie

anderer kirchlicher oder diakonischer

Rechtsträger (siehe hierzu § 6

Abs. 2 ARRG).

Die Vertretungen der Mitarbeitenden

werden durch Vereinigungen, in denen

mindestens 200 Mitarbeitende im

kirchlichen und diakonischen Dienst

zusammengeschlossen sind und die

nach ihrer Satzung allen diesen Mitarbeitenden

zugänglich sind, sowie für

die nicht einer solchen Vereinigung

angehörenden Mitarbeitenden vom

Gesamtausschuss nach dem Mitarbeitervertretungsgesetz

( § 54 Abs. 1 i.V.m.

§ 55 Abs. 1 Buchst. d MVG) entsandt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der

Mitarbeitenden müssen seit mindestens

drei Jahren haupt- oder nebenberuflich

im kirchlichen oder diakonischen

Dienst tätig sein. Bis zu drei Vertreterinnen

bzw. Vertreter sollen nebenberufliche

Mitarbeitende sein. Die Mitarbeitenden

im diakonischen Dienst

sollen angemessen vertreten sein (§ 7

Abs. 1 und 2 ARRG).

Auf die Vereinigungen und den Gesamtausschuss

entfällt jeweils die Hälfte

der zu entsendenden Mitarbeitervertreterinnen

bzw. -vertreter. Soweit eine der

beiden Gruppen von dieser Möglichkeit

nicht oder nur teilweise Gebrauch

macht, entsendet die andere Gruppe

die restlichen Vertreterinnen und Vertreter.

Die Vereinigungen einigen sich

über die Zahl der jeweils von der einzelnen

Vereinigung in die ARK zu entsendenden

Vertreterinnen bzw. Vertreter

nach dem zahlenmäßigen Verhältnis

der im Zeitpunkt der Entsendung

in diesen Vereinigungen zusammengeschlossenen

Mitarbeitenden.

Kommt eine Einigung nicht zustande,

entscheidet der Vorsitzende der Kirchengerichtlichen

Schlichtungsstelle

(siehe hierzu § 7 Abs. 3 ARRG).

_____________ Quelle: Geschäftsstelle der

Arbeitsrechtlichen Kommission

Foto: fotolia/ Wojciech Gajda

14 vkm Info 3__2010


EKD beschließt Durchsicht

der Lutherbibel

Lenkungsausschuss möchte Ergebnis vor 2017 präsentieren

Der Rat der Evangelischen Kirche in

Deutschland (EKD) hat eine „Durchsicht

der Lutherbibel“ beschlossen

und einen Lenkungsausschuss eingesetzt,

dem unter anderem Wissenschaftlerinnen

und Wissenschaftler

aus den Bereichen Exegese, Praktische

Theologie, Liturgik und Germanistik

angehören. Geplant ist, die durchgesehene

Bibel möglichst vor dem Jahr

2017 der Öffentlichkeit vorzustellen.

Der Rat der EKD hat zur Koordination

dieses Projektes einen Lenkungsausschuss

eingesetzt, in dem exegetische

Wis senschaftler/innen, praktische Theologen/innen

und kirchleitende Personen

vertreten sind. Auch gehören die

drei Hauptkoordinatoren der konkreten

Arbeit dem Lenkungsausschuss an:

für das Alte Testament Prof. Dr. Christoph

Levin, München; für das Neue

Testament Prof. Dr. Jens Schröter, Berlin;

und für die Apokryphen Prof. Dr.

Martin Rösel, Rostock.

Foto: fotolia/ Steffen Niclas

Der Vorsitzende des Lenkungsausschusses,

Landesbischof i. R. Dr. Christoph

Kähler, erklärte zu dem Vorhaben: „Die

Lutherbibel stellt ein kostbares theologisches

und kulturelles Erbe dar. Mit

diesem Erbe müssen wir behutsam

und sorgfältig umgehen. Der Wortlaut

darf nur dann verändert werden, wo

es die Treue zu den biblischen Zeugen

zwingend erfordert.“ So gehe es bei der

beabsichtigten Durchsicht nicht um eine

Revision. Es sei nicht Ziel der Arbeit,

die Lutherbibel modernem Deutsch

anzunähern. Das Vorhaben, so Kähler

weiter, sei zwar in der Zielsetzung bescheidener

als eine Revision, in der

Durchführung aber kaum weniger anspruchsvoll.

Denn in den Jahren seit

der letzten Revision der Lutherbibel

1984 seien eine Vielzahl neuer Ergebnisse

auf den Gebieten der Textkritik

und der Exegese erarbeitet worden. Der

Rat der EKD sieht Veränderungen des

Luthertextes lediglich dort vor, wo sie

zwingend geboten sind, wobei jede Veränderung

des den Gemeinden vertrauten

Klangs der Lutherbibel möglichst

vermieden werden soll.

Zur Geschichte der Bibelrevision

Die Lutherbibel geht zurück auf die

Übersetzungen Martin Luthers und seiner

Mitarbeiter in den Jahren 1521 bis

1545. Die Übersetzung des Neuen Testaments

erschien im September des

Jah res 1522 (Septembertestament). In

den folgenden Jahren wurden kontinuierlich

wei tere Bücher der Bibel

übersetzt, bis im Jahr 1534 die erste

Gesamtausgabe erschien.

Im Jahr 1545 erschien dann die letzte

von Luther selbst durchgesehene Gesamtausgabe.

In der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts begann man die Bibelübersetzungen,

die auf Martin Luther

zurückgingen, sich aber durchaus

unter schieden, kritisch durchzusehen

und eine erste Revision vorzunehmen.

Diese hatte das Ziel, einerseits den ursprünglichen

Luthertext wieder herzustellen

und andererseits diesen Text

an jenen Stellen, wo er nicht mehr verständlich

oder unklar war, an den allgemeinen

Sprachgebrauch anzugleichen.

Immer noch in Gemeinde-Gebrauch ist

der Text der zweiten Revision von 1912.

Die dritte und letzte Revision wurde in

den Jahren 1964 (Altes Testament),

1970 (Apokryphen) und 1984 (Neues

Testament) abgeschlossen.

Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es

im Zuge dieser Revisionsarbeiten im Jahr 1975.

Der damals vorgelegte revidierte Text des Neuen

Testaments stieß in weiten Teilen der evangelischen

Kirche auf zum Teil massive Kritik.

Man vermisste vor allem die „Treue gegenüber

der Sprache Luthers“. Es wurde eine „Nach-

Revision“ vorgenommen, so dass der gesamte

Prozess der Revision erst 1984 zum Abschluss

kam. Im Zusammenhang mit der Einführung

der neuen Rechtschreibung 1999 wurde der

Text noch einmal durchgesehen.

___ Pressestelle der EKD, Hannover, 14. Juli 2010

vkm Info 3__2010

15


2. Ökumenischer Kirchentag

Oben Am „Abend der Begegnung“ schon

mal erste bayerische, Münchener

Luft und Atmosphäre schnuppern:

(v. l.) Holger Olesen, Jacqueline

Krah-Klotz, Klaus-Dirk Wildoer.

Rechts „Abend der Begegnung“ mit Blick

auf den Mariendom

Rechts außen Stadttor München, vor der Eröffnung

des „Abends der Begegnung“

Unten Büchertische in den Messehallen

Unten Mitte „Bayerischer Stammtisch“: die

vkm-Kollegen aus Bayern

Unten rechts Gemeinsame Standfläche der vkm-

Landesverbände im Gebiet der EKD

Fotos: Hubert Baalmann

16

vkm Info 3__2010



„Damit Ihr Hoffnung habt“

Gemeinsam: Ökumenischer

Kirchentag

Das war das Thema des 2. Ökumenischen Kirchentages im Mai in München

Foto: Hubert Baalmann

Mit den vkm-Kolleginnen

und -Kollegen aus

der Vereinigung und

der GKD haben wir

uns in Halle 6 als Gewerkschaft für

Kirche und Diakonie präsentiert. Wir

hatten die Hoffnung, dass wir durch

un sere „Klagemauer“ und durch den

„Regenbogen“ viele Leute für unseren

Stand und damit auch für unsere Arbeit

ansprechen und interessieren kön nen.

Diese Hoffnung ist aufgegangen. Durch

eine optische Darstellung mit Buttons

ist es vielen hauptamtlichen und nebenamtlichen

kirchlichen und diakonischen

Mitarbeitern leicht gefallen,

ihre Sorgen, Fragen, Schwierigkeiten

und Hoffnungen zu formulieren.

Es ging um Arbeitsbedingungen, Vergütung,

um tarifrechtliche oder kollektivrecht

liche Dritte-Weg-Regelungen. Es

ging um Mobbing, um Stimmung, um

Coaching und um die allgemein politische

Frage von Kirchenpositionen.

Durch die Standbesetzung, die durch

die einzelnen Landesverbände gegeben

war, konnten viele gute Gespräche

stattfinden und Kontakte geschlossen

werden.

Die Diskussion ging häufig in den Bereich

der Klage. Deshalb hatten wir ja

auch die Klagemauer aufgestellt. Es

ging viel um Unzufriedenheit und um

Frust.

n Festzustellen war auf dem 2. Ökume

nischen Kirchentag, dass dies kein

reines evangelisch-lutherisches Problem,

sondern auch ein römisch-ka tholisches

Problem ist.

n Die Arbeitsbedingungen bei Diakonie

und Caritas sind durch Refinanzierung

in vielen Bereichen gleichmäßig

und gleichermaßen schwierig

benannt worden.

Es wurde viel darüber diskutiert, wo

und wie sich Kirche unterscheidet, und

zwar zwischen römisch-katholisch und

evangelisch-lutherisch. Hier konnten,

was die Arbeitsbedingungen und die

Arbeitssituation angeht, keinerlei echte

Unterschiede festgestellt werden.

n Diakonische und caritative Einrichtungen

– als auch die Arbeit in den

Gemeinden – hat sich im Laufe der

letzten Jahre/Jahrzehnte merklich

verändert.

n Es wurde festgestellt, dass es – mit

ganz wenigen Ausnahmen ausgenommen

– fast immer zu einer Arbeitsverdichtung

und zu einer Mangelverwaltung

kommt.

n Kirche ist überkonfessionell zwar

der größte Arbeitgeber, hat aber im

Vergleich zur Wirtschaft die fast

schlechtesten Bedingungen. So wurde

immer wieder deutlich, dass die

Arbeitsbedingungen bei Kirche häufig

durch den christlich moralischen

Zeigefinger abgedeckt und abgesegnet

werden.

Es war unser Ansinnen als Gewerkschaft,

nicht alles in eine Resignation

fallen, dort stehenzulassen. Darum

haben wir in allen Bereichen durch

optische Darstellung ein Zeichen der

Hoffnung setzen wollen.

Das Zeichen der Hoffnung waren

farblich unterschiedliche Bänder, die

die Teilnehmer nach dem Standbesuch

und nach den Gesprächen gern

an einen Rosenbogen binden konnten.

Hiervon wurde sehr häufig Gebrauch

gemacht, so dass nach den drei

Tagen auf der Agora (griechisch: Marktplatz)

ein eng geknüpfter großer farblicher

Bogen der Hoffnung entstand.

Die letzten Tage des Standes wurden

auch dadurch extra bereichert, dass

sich viele Besucher der Agora in Halle

6 unter unserem Rosenbogen (Regenbogen)

fotografieren ließen. Wir haben

festgestellt, dass am letzten Tag

>>>

vkm Info 3__2010

17



Links So sieht sie aus, die Turmspitze des Rathauses in München.

2. von oben Podiumsdiskussion: (v. l.) Moderator Klaus Will; Gerd

Herberg, vkm Bayern; Uwe Marth, Vorsitzender GKD Berlin

Unten links Vor dem Einlass der Zuhörerinnen und Zuhörer: Hallen-

Perspektive

Unten rechts Engagierte Pfadfinderinnen und Pfadfinder beim Verkauf

des „berühmt-berüchtigten Kirchentag-Schals“.

>>>

unser Rosenbogen das meist gewählte

Motiv der fast 600 Stände

auf dem Agora-Platz war.

Unsere Kolleginnen und unsere Kollegen

der GKD sowie die Vertreter des

vkm Bayern haben im Rahmen einer

öffentlichen Podiumsdiskussion auf

der Agora über die Frage des Zweiten

Wegs (Tarifrecht) und des Dritten Wegs

(MV-Recht zur Arbeitsrechtssetzung)

diskutiert.

Hier wurde noch einmal sehr deutlich,

wie unterschiedlich auch die einzelnen

vkm-Landesverbände in ihrer Positionierung

zum kollektiven Arbeitsrecht

sind. Nicht nur der vkm Bayern,

sondern auch Hessen-Nassau oder RWL

sind durch ihre Mitarbeit als Sozialpartner

im Dritten Weg von ihrer Gestaltungsmöglichkeit

überzeugt. Der Kollege

Uwe Marth hat seitens der GKD

noch einmal deutlich gemacht, dass

eine kollektiv-rechtliche Arbeitsrechtssetzung

auch bei Kirche als Tendenz-

Betrieb unter das Grundgesetz fällt und

damit die Koalitionsfreiheit und die Augengleichheit

gestaltet werden müssen.

Die Diskussion hat nicht nur bei den Zuhörerinnen

und Zuhörern, sondern auch

danach auf dem Stand zu konstruk tiven,

kritischen und engagierten Diskussionen

geführt. Wir als Teilnehmer des

2. Ökumenischen Kirchen tages sind

sicher, dass uns diese Diskus sion noch

in den nächsten Jahren be gleiten wird.

Die Diskussion könnte theoretisch auf

dem 33. Evangelischen Kirchentag in

Dresden im Juni 2011 fortgeführt werden.

Die Gewerkschaft für Kirche und

Diakonie vkm Deutschland wird sich

dort wieder präsentieren. n

Somit darf ich Sie, liebe Kolleginnen

und Kollegen, schon heute zum 33.

Evangelischen Kirchentag in die Elbflorenz

Dresden einladen, der vom

1.-5. Juni 2011 stattfinden wird und

unter dem Motto steht:„…da wird

auch dein Herz sein“ (Matthäus 6,21).

_____________________ Hubert Baalmann

Fotos: Hubert Baalmann

18



Rückmeldungen zum Kirchentag

Kommentare gegenüber dem vkm

auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag, München

Viele Menschen fanden den Weg zum vkm und

teilten sich in ihren Wünschen und Sorgen mit.

Es gibt keinen ÖKT-Teller!

Warum gibt es keinen Kirchlichen Tarifvertrag

für ALLE Mitarbeitenden

bei Kirche und Diakonie?

Warum muss jede Landeskirche ihr eigenes

Süppchen kochen? – Stimmt!!!

Menschen sehen das Leid und ihre

Feh ler nicht.

Endlich über die Einheit der Kirche nachdenken

– fangen wir ganz neu an.

Tarifverträge für die nachfolgenden

Kolleginnen und Kollegen schlecht!

Warum gibt es so viel Armut in anderen

Ländern, während andere nicht mehr

wissen, was sie mit dem vielen Geld machen

sollen?!

Ich wünsche, dass alle Mitarbeiter in

der Diakonie so viel verdienen, dass

sie gut davon leben können!

Gemeinschaft aller Christen. – Mut,

auf andere zuzugehen.

Der nächste Kirchentag soll „‚Christentag‘

heißen und andere Gemeinschaften“!

– Stimme voll und ganz zu!

Frust mit A.

Keine Rassenunterdrückung mehr! Gleichberechtigung

für alle!

Mehr Rechte durch das MVG in der

EKD.

Angst vor der Zukunft – zum Beispiel: keine

Arbeit; Familie und wichtige Menschen

zu verlieren!

Lasst uns unseren Pfarrer, es gibt keinen

nachvollziehbaren Grund.

Gleichberechtigung! Jeder Mensch

soll te genug zum Essen haben! Kein

Mensch sollte ohne Hilfe sein! Keine

Kinder-Soldaten und keine Kinderarbeit!

Es fehlt das Vertrauen in das Leben!

Warum gibt es Armut & Krieg?!

Wir sehen das Gute nicht, obwohl es sich

oft direkt vor unseren Augen befindet!

Missbrauch von Kindern – das ist

doof.

Ich würde nur wünschen, dass ich auch

etwas für meine Arbeit als Kindergottesdienst-Mitarbeiterin

bekomme, da ich

seit vier Jahren zwei Mal wöchentlich etwas

dafür tue!

Zu wenig Studienplätze für die Abiturienten

im Doppeljahrgang! > weniger

Arbeits-Chancen

Warum gibt es immer noch kirchliche

Mitarbeiter/innen, die meinen, sie müssten

sich gewerkschaftlich nicht vertreten

lassen?

Es gibt viel zu wenig Studienplätze!

Schlechtes Wetter.

Foto: Hubert Baalmann

Ich bin sehr traurig, dass ich mich

manchmal sehr einsam fühle!

Mehr Fantasie in der Schule und im Reli-

Unterricht.

Zu wenig Studienplätze! Berufswunsch >

futsch!

Ich bitte um mehr Mut: zu vertrauen

zwischen allen Menschen!

Alte Mama – wir sind in einer Pflegefamilie.

Wo „Diakonie“ draufsteht, muss auch

„Diakonie“ drin sein!

>>>

vkm Info 3__2010

19


2. Ökumenischer Kirchentag

>>>

Ideal: Ein „wir alle“ statt „einer allein“!

Es gibt zu wenig Ausbildungsplätze.

Gerechte Bezahlung!

Das ständige Lamentieren meiner Mitmen

schen.

Warum müssen das Leben und die

Lie be nur so kompliziert sein?

Keine Klage, eine große Freude, dass es

Sie gibt! – Die Gewerkschaft für Kirche

und Diakonie.

Vernünftige Arbeitszeiten!

Die Menschen denken nur an heute,

nicht an morgen. Niemand will Verantwortung

übernehmen.

Das Leben in der Familie soll wieder

harmonischer verlaufen.

Erzieher können einem manchmal richtig

auf die Nerven gehen!

Menschen, die man gern hat, sollte

man nicht ausnutzen oder verletzen!

gez. Stefanie P.

Die Wirklichkeit in der Schule macht die

Freude am Vorbereiten wieder klein.

Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit?!

Warum gibt es Missbrauch in

der Kirche?

Seit vier Jahren arbeite ich im KIGA in

Marburg. Man macht sich viel Mühe,

und manche Kinder kommen nicht, weil

ihre Eltern keine Christen sind. Ich würde

mir wünschen, dass sich die Kinder selber

dazu entscheiden, in den KIGA zu ge hen.

Zukunftsängste – Penetrantes – Oberflächlichkeit

– Ungerechtigkeit – Existenzängste

– Kälte bei Menschen –

zu wenig Lebensenergie in manchen

Situationen

Kath. Kirche, brich bitte mit allen unser

Brot – genau! Es heißt doch: gemeinschaftlich!

schwere Entscheidungen – Überforderung

& Verzweiflung – unglücklich

sein – Angst vor der Zukunft und dem

Leben – Angst vor dem Auslandsauf

enthalt und dem Studium

Hoffnung auf gemeinsames Abendmahl,

Pflichtzölibat aufheben

Die traurige Wirtschaft im Bistum

Aachen, die zu vielen Schließungen

von Kirchen und unsinnigen Fusionen

von Gemeinden geführt hat. Zudem

zu großer Angst vor Jobverlust.

Typische Erfahrungen bei der Einstellung:

Junger Mann bekommt Anstellung unbefristet,

gleichzeitig zwei Frauen bekommen

nur befristete Verträge.

Gerechte Bezahlung – Frust – zu wenig

Zeit für Bewohner – Druck von

oben

Keine Diskriminierung, es soll eine gute

Gemeinschaft sein!

Anstellungsmöglichkeit auch für nicht

konfessionelle Pflegekräfte

Wann werden Worte zu Taten?!

Frust im Religionsunterricht! (zu wenig

Zeit, Unpersönlichkeit, Zwang,

Druck)

Keine Diskriminierungen mehr! Egal, wie

man aussieht!

Überdenkt mal euer G 8. Danke.

ÖKT ohne gemeinsames Abendmahl.

Wie lange denn noch?

Ehrenamtliche stehen nach Strukturreform

mit immer mehr Aufgaben

da, bekommen zwar viel Wertschätzung,

kommen aber oft an ihre Leistungsgrenze.

Kirche und Staat haben

eine Unzahl von unbezahltem Personal,

das wenig Mitbestimmungs rech -

te hat.

Vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit

ist gefordert – fehlt leider

oft.

Jeder hat das Recht auf Hilfe, das

heißt nicht, jeder der Hilfe anbietet,

meint es auch so! Wo ist die Gerechtigkeit?

Keine engagierten, motivierten, überzeugten

Mitarbeiter mehr kündigen wegen

Lohnpfändungen aus der Vergangenheit.

Christus hat auch jedem eine Chance zur

Veränderung gegeben und nicht verurteilt.

Habe vor fünf Jahren Israel kennengelernt.

In diesen 14 Tagen war ich

auf den Spuren von Jesus, der hier

gelebt hat und aufgewachsen ist.

Es waren für mich (und unsere Gruppe)

schöne Erlebnisse und Erinnerungen.

Mein negatives Fazit aber

war mehr der Gedanke: Wann wird

Israel für den „wahren Frieden“ sorgen,

damit es der Welt bald besser

geht?

Anmerkung zu unserer Postkarte „Um

Gottes Willen“: Das ist unfair. Alle brauchen

einen Regenschirm.

Foto: Hubert Baalmann

20

Mit als Zeichen der Gemeinsamkeiten vertauschten T-Shirts: Holger Olesen (l.), Vorstand

des vkm Deutschland, und Volker Schulenberg (r.), Landesvorsitzender GKD Mecklenburg

und Bundesvorstand GKD

vkm Info 3__2010


Mobbing

Mobbing und Konflikte

Parteinahme bedeutet die Akzeptanz

des Leidens und den Einsatz

für eine Lösung.

am Arbeitsplatz ––– Herausforderungen für Mitarbeitervertretungen

Foto: fotolia/olly

Wenn Kollegen oder

Kolleginnen die Mitarbeitervertretung

aufsuchen, weil sie

sich gemobbt fühlen, stellt sich für die

MAV die Frage: Handelt es sich um Mobbing

oder um einen Konflikt? Wie ist das

eine vom anderen zu unterscheiden,

und was bedeutet das für die Handlungsmöglichkeiten

der MAV?

n Ein Konflikt entsteht, wenn die von

den Konfliktparteien vertretenen Positionen

(Standpunkte, Überzeugungen,

Interessen, Ziele, etc.) als unvereinbar

erlebt werden und sich eine

Seite in ihrem Anliegen durch die

Posi tion der anderen Seite beeinträchtigt

fühlt und sich darüber empört.

n Mobbing entwickelt sich oft aus

nicht gelösten Konflikten: Die Auseinandersetzungen

werden aber

nicht mehr über Positionen und Interessen

geführt, sondern eine oder

einer der Beteiligten gerät als Person

in den Fokus. Die Handlungen werden

destruktiv, ziehen sich über einen

längeren Zeitraum hinweg und

haben die Ausgrenzung der Person

zum Ziel. Diese gerät in eine unterlegene

Position, und die Situation

ist für sie existenziell bedrohlich. Es

geht nicht mehr darum, eine Position

durchzusetzen, sondern eine Person

geradezu zu vernichten.

Wie umgehen mit Konflikt oder

Mobbing?

Bei einem Konflikt ist es möglich, die

Auseinandersetzung in Augenhöhe zu

führen, wenn vielleicht auch mit Hilfe

einer neutralen Person. Im Fall von

Mobbing sind die Betroffenen nicht

mehr in der Lage, eine solche Auseinandersetzung

zu führen. Sie sind psychisch

stark belastet. Sie brauchen Schutz und

Parteinahme. Das bedeutet weder, dass

die Mitarbeitervertretung der betroffenen

Person „Recht“ gibt („der andere

ist Schuld“), noch dass sie deren Deutung

der Situation („der will mich weghaben“)

oder den Weg zur Lösung („der

muss weg“) übernimmt. Parteinahme

bedeutet die Akzeptanz des Leidens

(„mir geht es schlecht, und ich kann

nicht mehr“) und den Einsatz für eine

Lösung („das muss aufhören“).

Der Mitarbeitervertretung stellt sich

das Geschehen als Problem-Knäuel dar.

Anders als bei Konflikten werden Interessen

und Ziele von den Akteuren nicht

benannt. Mobbing ist ein eher subtiles

Geschehen. Oft fehlen handfeste Belege

für das destruktive Verhalten der

Beteiligten. Erschwerend kommt hinzu,

dass die psychische Belastung der

Betroffenen dazu führt, dass ihr fachliche

Fehler unterlaufen. Das erhöht

die Angreifbarkeit.

Bevor die MAV aktiv werden kann, muss

sie das Geschehen analysieren: Was

genau passiert, was nicht? Wann tritt

es auf, wann nicht? Wer ist beteiligt,

wer nicht? Welche Interessen oder Ziele

stehen dahinter? Wie können die destruktiven

Handlungen belegt werden?

Gibt es Kollegen oder Kolleginnen, die

zu Verbündeten werden könnten?…

Nach dieser Analyse lässt sich zusammen

mit der betroffenen Person

eine Strategie entwickeln. Dafür braucht

es allerdings deren Bereitschaft, die

Auseinandersetzung zu führen. Oftmals

reicht aber die psychische Kraft

nicht mehr, so dass die Stabilisierung

der Person im Vordergrund stehen muss.

Die Mitarbeitervertretung wird hier

eher als seelsorgerliche Gesprächspartnerin,

denn als Interessenvertretung aufgesucht.

Liegt tatsächlich Mobbing vor,

dann ist das Anliegen der Betroffenen

oft, Recht und Wiedergutmachung zu

bekommen. Das ist nachvollziehbar,

aber meist nicht erreichbar. Einer der

Gründe dafür ist, dass eine Lösung im

Regelfall nur möglich ist, wenn der

„Täter“ sein oder ihr Gesicht wahren

kann. Das setzt einen vorsichtigen Umgang

mit dem Begriff „Mobbing“ voraus.

Denn er erzeugt das Bild von

„Schuld“ und „Unschuld“, „Recht“ und

„Unrecht“ und treibt damit die Betei­

>>>

vkm Info 3__2010

21


Mobbing n Gewerkschaft

>>> ligten in Verhaltensweisen von

Angriff und Verteidigung. Das

trägt zur Eskalation bei. Der Versuch,

so eine Lösung herbeizuführen,

kann sich gegen die betroffene Person

wenden, bis hin zum Vorwurf, sie wäre

diejenige, die mobbt und üble Nachrede

übt. In der Beratung zeigt sich oft,

dass die Ratsuchenden die daraus entstehende

Dynamik gut nachvollziehen

können und bereit sind, sich auf

andere Strategien einzulassen.

Der Vollständigkeit halber sei noch benannt,

dass Mobbing in einem kom plexen

System stattfindet. Es geht nicht

nur um Beziehungsdynamiken, sondern

auch um Defizite im System Be trieb.

Die Organisationsstruktur muss also

ebenso in den Blick genommen werden

wie die Tätigkeitsbeschrei bungen der

Person, das Führungsverhalten der Vorgesetzten

und weitere betriebliche Rahmenbedingungen.

Um als Mitarbeitervertretung

in die sem Problem-

Knäuel sinnvoll handeln zu

können, ist es sehr hilfreich,

sich mit dem Phänomen

Mob bing sowie mit betrieblichen und

recht lichen Handlungsmöglichkeiten

auszukennen. Entsprechende Fortbildungen

werden vom vkm angeboten.

Monika Neht

Diplom-Soziologin und Supervisorin

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

+) Nordelbische Ev.-Luth. Kirche

Gartenstr. 20 • 24103 Kiel

Telefon: (04 31) 5 57 79 - 4 24

MNeht@kda-nordelbien.de

Gewerkschaftsbeitrag – Solidarität und Vertrauen

Liebe Mitglieder des vkm Deutschland,

im Europa des 19. Jahrhunderts hat sich im Zusammenhang mit der Industrialisie

rung das Solidaritätsprinzip der Gewerkschaft entwickelt. Arbeiter schlossen sich

in solidarischen Vereinigungen, z. B. den Gewerkschaften, zusammen und kämpften

gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen, Verkürzung der Arbeitszeit und

hö here Löhne. Diese Gewerkschaften wurden schon damals durch die Einzahlung

von Beiträgen der Mitglieder aufrechterhalten.

Auch unsere Gewerkschaft finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge.

Meist beträgt der Beitrag ein Prozent des Bruttoverdienstes (beim vkm ist

der Bei trag geringer), daher der frühere Slogan: „Ein Pfennig von jeder Mark – dieser

Bei trag macht uns stark.“

Um aber stark zu sein, benötigen wir viele Mitglieder. Zahlende Mitglieder.

Diese Mitglieder, also Sie, zahlen einen monatlichen Beitrag, damit die Gewerkschaft

sich für Ihre Belange einsetzen kann.

Vertrauen ist hier sehr wichtig!

__ Sie vertrauen uns, dass Ihre Belange bestmöglich vertreten werden.

__ Sie vertrauen uns, dass wir uns für Sie bei Tarifverhandlungen einsetzen.

__ Sie vertrauen uns, dass wir für Sie da sind, wenn Sie uns brauchen.

UND: Wir vertrauen Ihnen, dass Sie uns Ihre persönlichen Verhältnisse, die für

die Berechnung der Beiträge notwendig sind, mitteilen.

Fragebogen zum Datenabgleich: Bitte unbedingt zurücksenden!

Dazu haben wir Ihnen einen Fragebogen zum Datenabgleich zugesandt, um

einen aktuellen Stand aller Mitglieder vorliegen zu haben. Leider mussten wir

feststellen, dass noch zahlreiche Fragebögen fehlen.

n Durch die bereits eingereichten Datenabgleichformulare wurden wir darauf

aufmerksam, dass viele Adressen nicht mehr korrekt sind, da Briefe zurückgesandt

wurden.

n Wir stellten fest, dass die persönlichen Verhältnisse sich in vielen Fällen verändert

haben, ohne dass wir darüber in Kenntnis gesetzt wurden.

Vertrauen und Solidarität für eine starke Gewerkschaft!

Janette Paulsen

Natürlich sind wir bei den Fragebogen

zum Datenabgleich auf Ih re

In formationen angewiesen. Da her

bitten wir Sie dringend, den ausgefüllten

Fragebogen (mehr dazu

s. o.) noch einzureichen oder uns

die Änderungen telefonisch oder

per Mail mitzuteilen.

Janette Paulsen ist Ihre Ansprechpartnerin

für Beitrittsfragen.

Fotos: privat

22

vkm Info 3__2010


Ausgebrannte Pastoren

Burnout n LV Kurhessen-Waldeck

Studie zu Burnout-Syndrom bei Seelsorgern

Plau am See/Hamburg – Die evangelischen Kirchen in Nordelbien, Mecklenburg

und Pommern wollen die Arbeitsbedingungen ihrer Pastoren verbessern. Zu diesem

Zweck haben sie beim Institut für Wirtschaft und Soziales in Marburg eine

Be fragung zum so genannten Burnout-Syndrom in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung

sei es, besser auf Erschöpfungszustände und Motivationsverlust in

dieser Berufsgruppe reagieren zu können, sagte der mecklenburgische Kirchenrat

Matthias de Boor bei der in Plau am See tagenden mecklenburgischen Landessynode.

Die Auswertung soll am 15. November voraussichtlich in Lübeck vorgestellt

werden, sagte de Boor weiter. Angeregt worden sei die Befragung durch die

nordelbische Pastorenvertretung. Die Gesamtkosten würden sich voraussichtlich

auf etwa 170.000 Euro belaufen, von denen Nordelbien den größten Teil trägt. Die

drei Kirchen wollen zu Pfingsten 2012 zur Nordkirche fusionieren.

Der Fragebogen umfasst insgesamt 21 Seiten zu zehn Komplexen wie etwa Berufsalltag,

Berufskonzepte und Selbstverständnis, Anerkennung und Unterstützung,

Fort- und Weiterbildung, Pfarrberuf und Gesellschaft, Arbeit und Freizeit

sowie Zufriedenheit. Er ging an alle 1.700 Pastoren in den drei Landeskirchen. Hintergrund

ist, dass viele Mitarbeiter im Verkündigungsdienst die Spannung zwischen

traditionellen Erwartungen und neuen Herausforderungen als Überlas tung

erleben.

______________________________ Evangelische Zeitung, 28.03.2010/Ausgabe 12 K; epd

Aktuelles: Heizungen in Dienstwohnungen

Informationen: Burnout-Syndrom

Der Zustand totaler Erschöpfung kann jeden treffen

Das Ausgebrannt-Sein – oder englisch: „das Burnout-Syndrom“ (to burn out:

ausbrennen) – bezeichnet einen Zustand totaler Erschöpfung. Der amerikanische

Psychoanalytiker Herbert Freudenberger hat den Begriff 1974 erstmals verwendet.

Früher ging die Wissenschaft davon aus, dass eine hohe Arbeitsbelastung

insbesondere Manager und Menschen in helfenden Berufen – wie Pflegkräfte,

Ärzte oder Sozialarbeiter – ausbrennen lässt. Heute gilt als sicher, dass Burnout

alle Berufsgruppen treffen kann. n

Burnout – totale Erschöpfung – kann

Menschen aller Berufsgruppen treffen.

Dienstwohnungsvorschriften für Angestellte

und Arbeiter im Bereich der

Evangelischen Kirche von Kurhessen-

Waldeck (KABl. 1986, S. 79); hier: Entgelt

bei Anschluss der Heizung an

dienstliche Versorgungsleitungen

Landeskirchenamt; Kassel,

den 26. März 2010

Aufgrund der Durchführungsbestimmungen

Nr. 23.2 der Dienstwohnungsvorschriften

für Angestellte und Arbeiter

im Bereich der Evangelischen Kirche

von Kurhessen-Waldeck vom 12. August

1986 (KABl. S. 106) werden hiermit die

für die endgültige Berechnung des Entgelts

bei Anschluss der Heizung von

Dienstwohnungen an dienstliche Versorgungsleitungen

maßgebenden Beträge

für den Abrechnungszeitraum 1.

Juli 2008 bis 30. Juni 2009 bekannt gegeben.

Fotos: fotolia/Peter Atkins/jopri-fot

Energieträger

fossile Brennstoffe

Fernheizung und

übrige Heizungsarten

je m² Wohnfläche

der beheizbaren

Räume

12,97 Euro

13,81 Euro

____________________ Dr. Rainer Obrock,

Oberlandeskirchenrat

vkm Info 3__2010 23


Sozialwahlen 2011

Interview zu den

Sozialwahlen 2011…

… mit dem Bundesvorsitzenden

der Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Arbeitnehmer-

Organisationen (ACA):

Georg Hupfauer

Sozialwahlen im Jahr 2011. Nicht CDU

und SPD streiten hier um Mehrheiten,

sondern DGB und ACA kämpfen um

Mandate. Es geht nicht um Parlamente,

sondern um Verwaltungsräte und

Vertreterversammlungen. Was bedeuten

für den Bundesvorsitzenden der

ACA die Sozialwahlen 2011?

Georg Hupfauer: Die Sozialwahlen

sind für uns eine große Herausforderung,

Solidarität und Gerechtigkeit gerade

jetzt Geltung zu geben. Katholische

Arbeitnehmer-Bewegung, Kolpingwerk

und Bundesverband Evangelischer

Arbeitnehmer-Organisationen

stehen gemeinsam in der Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen

(ACA) für die

Grundsätze christlicher Sozialethik.

Wir verteidigen die Rechte der Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer, denn

es geht um ihr gutes Recht: Sicherheit

bei Rente, Krankheit, Unfall, Pflege.

Wir setzen uns ein für Entscheidungsfreiheit

und Menschenwürde, für Selbstverantwortung

und Selbstgestaltung

im Arbeitsprozess.

Welche Bedeutung haben die Sozialwahlen

für die Verbände in der ACA,

die Mitglieder und die Wähler?

Hupfauer: Wir wollen als Mitglieder-

Organisationen der ACA unsere Chance

zur aktiven Mitgestaltung wahrnehmen.

Wir tragen gemeinsam Verantwortung

für die Zukunft der sozialen

Sicherheit in Deutschland. Als Selbstverwalter/innen

entscheiden Mitglieder

aus BVEA, KAB und Kolpingwerk

zum Beispiel über Rentenbezüge, über

die Anerkennung von Berufskrankheiten,

über Kur- und Heilmaßnahmen.

Sie bewerten Entschädigungen

bei Unfällen und nachfolgender Wiedereingliederung

und beraten umfassend

und kompetent in Fragen der

Rentenversicherung. Ein Beschluss,

wie weit Versicherungen im Sinne der

Versicherten handeln, geht nicht ohne

uns.

Fotos S. 24 und S. 25: ACA; fotolia/Mindwalker

24

vkm Info 3__2010


Sozialwahlen 2011

„Nicht ohne uns“, das bedeutet doch,

dass die ACA-Organisationen sich auch

durchsetzen können. Wie sehen Sie

die Chancen?

Hupfauer: Unser politisches Gewicht

dafür gewinnen wir mit jeder Stimme

bei den Sozialwahlen 2011. Deshalb auch

unser Leitwort für die Wahlkampagne:

Mit jedem Kreuz stärker! Jedes Kreuz

hinter den gemeinsamen Lis ten von

KAB, Kolpingwerk und BVEA stärkt das

Kreuz der Kandidatinnen und Kandidaten,

die ein Mandat über nehmen, um

christliche Kraft gegen so ziale Ungerechtigkeit

zu setzen. Das ist eine klare

Botschaft. Darin liegt unsere Chance.

Wenn die ACA wie im Jahr 2005 erfolgreich

aus den Sozialwahlen hervorgeht,

wie wird sie diese Stärke nutzen

können?

Hupfauer: Unser Gewicht werfen wir

gemeinsam mit den Gewerkschaften

in die Waagschale, weil wir die Kräfte

für die Arbeitnehmerschaft bündeln

müssen. Das sollen unsere Wählerinnen

und Wähler wissen, wenn sie ihr Kreuz

für KAB, BVEA und Kolpingwerk machen.

Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung,

weil es um eine sozialstaatliche

Ordnung geht, in der freiheitliche,

demokratische und rechtsstaatliche

Prinzipien zählen.

Kritik an den Sozialwahlen gibt es,

weil nicht überall Wahlhandlungen

stattfinden. Der Bundeswahlbeauftragte

Gerald Weiß will in Zukunft

mehr Urwahlen. Wie sieht das der

ACA-Bundesvorsitzende?

Hupfauer: In vielen Bereichen gibt es

tatsächlich so genannte Friedenswahlen.

Das ist überall da der Fall, wo nur

so viele Bewerbungen eingereicht werden,

wie Mandate zu vergeben sind.

Zwar werden dadurch Kosten gespart,

aber es fehlt die Spannung, ob sich das

politische Gewicht innerhalb einer Vertreterversammlung

und eines Verwaltungsrates

auch nicht einmal verschieben

könnte. Wir setzen unsere Hoffnung

auf die stattfindenden Urwahlen und

konzentrieren unsere Kräfte darauf.

Was und wer wird gewählt? Unterscheiden

sich die Listen in ihren Wahlprogrammen?

Hupfauer: Zu wählen haben die Rentenversicherten

sowie die Mitglieder

von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften

eine Liste mit Kandidatinnen

und Kandidaten, die für eine persönliche

Überzeugung stehen und sich

freiwillig engagieren, um die Selbstverwaltung

mitzugestalten. Es geht dabei

darum, den gesetzlichen Spielraum

zu gestalten. Unsere Mandatsträger

kommen aus drei Organisationen, die

als kirchliche Sozialverbände sich auch

in die Politik einmischen, um die Rechte

der Selbstverwaltung zu stärken. So

brauchen wir bei den Krankenkassen

wieder die Freiheit, über Beiträge eigenständig

entscheiden zu können. In

der Politik wollen wir mit der „Sockelrente“

ein Modell durchsetzen, das die

gesetzliche Rentenversicherung zukunftsfest

macht.

Was bedeutet das für ihre Mitglieder

beziehungsweise die Wählerinnen

und Wähler?

Hupfauer: Als Mitgliedsorganisationen

in der ACA stellen KAB, BVEA und

Kolpingwerk diese politische Mitgestaltung

sicher – Einfluss nehmen auf

die Parlamente einerseits und Entscheidungen

in den Selbstverwaltungsorganen

beeinflussen andererseits. Wir

sichern damit für unsere Mitglieder Beratung

in Rentenangelegenheiten und

bei Fragen zur Krankenversicherung.

Für unserer Wählerinnen und Wähler

können wir konkret in den Wi derspruchsausschüssen

etwas bewegen,

wo Entscheidungen der Rentenversicherung

oder der Krankenkasse überprüft

werden. n

MARTENS & VOGLER

Rechtsanwälte

Manfred Martens

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Büschstraße 2

(Gänsemarkt/Colonnaden)

20354 Hamburg

Tel.: (0 40) 82 22 82 0-0

Fax: (0 40) 82 22 82 0-22

www.martens-vogler.de

info@martens-vogler.de

vkm Info 3__2010 25


Was macht eigentlich…

Was macht eigentlich

eine Raumpfleger/in?

Links Eine Ausbildung wird für Raumpfle

ger/innen nicht vorausgesetzt.

Rechts Je nach Auftraggeber führen

Raumpfle ger/innen Reinigungsarbeiten

in Privat-, Büround

Geschäftsräumen durch.

Sie säubern und pflegen sowohl manuell als auch maschinell

Fuß böden, z. B. durch Staubsaugen, Wischen oder mit

speziellen Reinigungsgeräten. Außerdem reinigen sie

Fens ter und Mobiliar, z. B. Schreibtische. Raumpfleger/innen

halten auch Heizkörper, Türen, Wand- und Deckenflächen

sauber. Sie entleeren Aschenbecher, Papierkörbe

und Abfalleimer, trennen den Müll und entsorgen ihn.

Die Reinigung von sanitären Anlagen wie Bäder und Toiletten

gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Darüber hinaus

können sie für das Reinigen von Computern, Druckern,

Kopierern, Telekommunikationsanlagen und weiteren technischen

Geräten in Büros zuständig sein.

Arbeitsbereiche/Branchen

Raumpfleger/innen sind vor allem bei

Gebäudereinigungsunternehmen sowie

in Privathaushalten und Unternehmen

wie Kirche und Diakonie beschäftigt.

Darüber hinaus arbeiten sie in Betrieben

der unterschiedlichsten Wirtschaftszweige.

Branchen im Einzelnen

Als Raumpfleger/in arbeitet man in erster

Linie in folgenden Wirtschaftszweigen:

n Reinigungsdienste

__ Allgemeine Gebäudereinigung,

z. B. Gebäudereinigungsfirmen

__ Sonstige spezielle Reinigung von

Gebäuden und Maschinen, z. B.

Reinigung von Bürogeräten

__ Sonstige Reinigung (anderweitig

nicht genannt)

n Privathaushalte

__ Private Haushalte mit Hauspersonal,

z. B. in Privathaushalten angestellte

Raumpfleger/innen

Arbeitsbedingungen

Je nach Auftraggeber führen Raumpfleger/innen

Reinigungsarbeiten in Privat-,

Büro- und Geschäftsräumen durch. Ihre

Aufgaben erledigen sie eigenständig

oder im Team mit anderen Raumpflegern

bzw. Raumpflegerinnen, z. B. in einer

Reinigungskolonne. Dabei halten

sie sich an die Anweisungen der Fachkräfte

beziehungsweise sprechen sich

mit diesen ab.

Viele ihrer Aufgaben erledigen Raumpfleger/innen

per Hand, beispielsweise

putzen sie Sanitäranlagen, entleeren

Mülleimer oder reinigen Glasflächen

– all dies kann mitunter körperlich anstrengend

sein. Da der ständige Kontakt

mit Schmutz, Staub und Reinigungsmitteln

zu Hautreizungen führen

kann, tragen sie bei ihrer Arbeit Gummihandschuhe.

Fotos: fotolia/Johanna Goodyear/Galyna Andrushko

26

vkm Info 3__2010


Oben Die Arbeitszeiten werden häufig von den Bedürfnissen des jeweiligen Auftraggebers

bestimmt.

Rechts Raum pfleger/innen arbeiten z. B. häufig in den frühen Morgenstunden, bevor die

Arbeitnehmer beziehungsweise Kunden eines Be triebs eintreffen.

Fotos: fotolia/erwinova/Oleg Kozlov/Marina Lohrbach/Vladislav Gajic

Vor allem bei der Reinigung von Bürogeräten

– wie z. B. Computern, Faxgeräten,

Druckern oder Kopierern – gehen

sie sehr vorsichtig vor, um die empfindlichen

Geräte nicht zu beschädigen.

Helfer/innen führen alle Tätigkeiten

sorgfältig aus, da ihre Arbeit fehlerfrei

sein und zudem hohen Anforderungen

an Sauberkeit und Hygiene genügen

muss. Dabei befolgen sie die Anweisungen

der Fachkräfte, denen sie

zuarbeiten.

Die Arbeitszeiten werden häufig von

den Bedürfnissen des jeweiligen Auftraggebers

bestimmt. So arbeiten Raumpfleger/innen

häufig in den frühen

Morgenstunden, bevor die Arbeitnehmer

beziehungsweise Kunden eines

Be triebs eintreffen, oder spät abends

nach Dienst- bzw. Ladenschluss. Reinigungsarbeiten

erledigen sie mitunter

auch nachts, am Wochenende oder an

Feiertagen.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

n Handarbeit (z. B. Reinigung von

Fußböden, Verglasungen, Mobiliar,

Heizkörpern, Türen und sanitären

An lagen; Entleeren von Aschenbechern

oder Papierkörben; Trennung

und Entsorgung von Müll)

n Wechselnde Arbeitsorte (wie z. B. in

Schul- und Verwaltungsgebäuden,

in Warenhäusern oder in Privathaushalten)

n Schmutzarbeit

n Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung

(z. B. Gummihandschuhe)

n Gruppen-, Teamarbeit (z. B. Arbeit

in einer Reinigungskolonne)

n Unregelmäßige Arbeitszeiten (Die

Arbeitszeit wird von den Bedürfnissen

des jeweiligen Auftraggebers bestimmt.)

Verdienst/Einkommen

Das Einkommen ist wesentlich von

den jeweiligen Anforderungen abhängig.

Daneben werden in der Regel Berufserfahrung

und Verantwortlichkeit

berücksichtigt.

Neben einer Grundvergütung werden

teilweise Zulagen und Sonderzahlungen

und vermögenswirksame Leistungen

gezahlt.

Zugang zur Tätigkeit

Eine Ausbildung wird nicht vorausgesetzt.

Jedoch können einschlägige praktische

Erfahrungen in der Gebäudereinigung

von Vorteil sein.

Manche Alternativberufe umfassen nur

Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere

erfordern eine Einarbeitungszeit,

die im Einzelfall unterschiedlich lang

sein kann. n

Unten Viele ihrer Aufgaben erledigen

Raumpfleger/innen per Hand,

z. B. putzen sie Sanitäranlagen.

vkm Info 3__2010 27


Beziehungen

Wenn es

am Arbeitsplatz funkt

Ob in der Werkhalle, im Büro oder in der Kantine: Amors Pfeil kann

einen allerorts treffen – auch am Arbeitsplatz. Die Verliebten sollten

______ Arbeit nicht vernachlässigen

Wer glaubt, dass nur in den USA arbeitsrechtliche

Maßnahmen gegen Liebesbeziehungen

im Job möglich sind,

der irrt. Natürlich kann es Beschäftigten

nicht verboten werden, sich am Arbeitsplatz

zu verlieben. Dennoch können

Konsequenzen drohen: Wer blind

vor Liebe nicht mehr an der Werkbank

steht, sondern sich knutschend im Lager

tummelt, der vernachlässigt seine

Arbeit und verletzt arbeitsvertragliche

Pflichten. Eine Abmahnung riskieren

dann beide. Und im schlimmsten Fall

sogar die fristlose Kündigung – auch

wenn sie gut begründet sein muss.

Damit es gar nicht soweit kommt,

sollten Arbeitskollegen die Frisch verlieb

ten auf diese Situation aufmerksam

machen. Denn oft merken Verliebte gar

nicht, dass das ewige Gesäusel die anderen

in der Abteilung stört. Schweigen

genervte Arbeitskollegen aber, hoffen

sie oft, dass der Vorgesetzte das

Paar zur Vernunft bringt. Das darf er

– beispielsweise über eine Versetzung.

trotzdem auf ein professionelles Miteinander achten.

Verknallte Kolleginnen und Kollegen

– so nehmen Liebesbeziehungen

am Arbeitsplatz ihren Anfang.

Einer Umfrage zufolge haben

etwa 35 Prozent der Beschäftigten während

ihres Arbeitslebens ein romantisches Treffen

mit einem Kollegen oder einer Kollegin. Und

29 Prozent davon wiederum heiraten.

Wen wundert es, dass der Betrieb zur erfolgversprechendsten

Partnerbörse zählt. Doch warum

verliebt es sich am Arbeitsplatz eher als im normalen

Alltag? Wer rund zehn Stunden im Betrieb

ist, lange Anfahrtswege hat oder in Schicht

arbeitet, hat kaum eine andere Chance, als seine

Liebste oder seinen Liebsten im Betrieb kennenzulernen.

Trotzdem hält ein Großteil der

Frischverliebten ihre Liaison zunächst geheim.

Beziehungen am Arbeitsplatz werden heute

eher akzeptiert. Sie können sogar für ein gutes

Betriebsklima sorgen, weil sich beispielsweise

der interne Kommunikationsfluss verbessert.

Trotzdem sind Beziehungen am Arbeitsplatz

auch umstritten.

______ Verbot per Vertrag

2005 machte die amerikanische Handelskette

Wal-Mart Schlagzeilen, als sie

allen in Deutschland tätigen Beschäftigten

mitteilte, dass Liebesbeziehungen

im Betrieb verboten seien. Ganz

gleich, ob Rendezvous oder Partnerschaft:

Wer eine Beziehung bei Wal-

Mart einging und dies der Geschäftsleitung

nicht mitteilte, dem drohte die

Kündigung. Das Liebesverbot scheiterte

letztlich vor dem Arbeitsgericht.

In den USA sind solche Vertragsklauseln

durchaus üblich. So gab es beim

Software-Unternehmen IBM bis vor einigen

Jahren eine Betriebsverein ba rung,

die Beziehungen zwischen lei tenden

und normalen Angestellten strikt untersagte.

Unternehmen befürchten, dass

Vor gesetzte ihre Position ausnutzen, indem

sie die Liebste/den Liebsten gegenüber

anderen Mitar beitern bevorzu gen.

Das sorgt schnell für Tumult in der Abteilung

und vergiftet das Arbeitsklima.

______ Offenheit ist der beste Schutz

Merken Paare, dass es sich um mehr

als ein Strohfeuer handelt, heißt es Klartext

reden. Sie sollten zumindest im

unmittelbaren Arbeitsumfeld die Beziehung

bekannt machen. Denn: Rund

80 Prozent der verheimlichten Affären

kommen ohnehin ans Licht. Heikel

wird es, wenn einer oder beide Beteiligten

in einer festen Partnerschaft oder

verheiratet sind. Gerade dann ist Offenheit

ein guter Schutz gegen Anfeindungen.

Vor allem, wenn es Lästermäuler

oder Intriganten in der Abteilung

gibt, sollte man es nicht auf einen Loyalitätskonflikt

ankommen lassen.

______ Rosenkrieg vermeiden

Endet eine Beziehung, gilt wie am Anfang

der Romanze: Klartext reden und

für Transparenz sorgen. Ex-Paare sollten

sachlich bleiben und private Fehden

vor dem Werkstor lassen. Bei schmerzlichen

Trennungen hilft dann in letzter

Kon sequenz wohl nur ein Stellenwechsel.

n

Foto: fotolia/detailblick

28

vkm Info 3__2010



ZEITSCHRIFT ZMV – DIE MITARBEITERVERTRETUNG

Zeitschrift für die Praxis der

Mitarbeitervertretung in den Einrichtungen

der katholischen und evangelischen Kirche

Die ZMV ist die Fachzeitschrift

für Mitarbeitervertretungen.

Eine Fachzeitschrift gehört zu den not wen di gen

Hilfsmitteln, die die Mitarbeiter vertre tung für ihre

Arbeit braucht. – Der Dienstgeber hat die Kosten für

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Der ZMV 1-2010 liegt eine CD-ROM mit einem

Volltext-Archiv bei. Die Einzelbeiträge der ZMV

können über eine verfei nerte Suche abgerufen,

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enthält die CD-ROM die Inhaltsverzeichnisse aller

Hefte seit 1991.

Als Zusatzservice bietet die CD-ROM eine gesonderte

Rechtsprechungsdatenbank mit kirchlichen Gerichtsentscheidungen

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Umfang: in der Regel 56 Seiten

Format: DIN A4

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vkm Info 3__2010 29


Recht + Urteile…

Kein Pflegezeit-Splitting möglich

Für einen pflegebedürftigen Angehörigen kann

die Pflegezeit nur einmal bis zu 6 Monaten genommen

werden. Eine Aufteilung der Pflegezeit

in mehrere getrennte Abschnitte ist hingegen

nicht möglich.

________ Das ist passiert: Ein Arbeitnehmer

kümmerte sich um seine pflegebedürftige Mutter.

Nachdem er bereits im Sommer 2009 für

fünf Tage Pflegezeit in Anspruch genommen

hatte, wollte er sich im folgenden Winter an

zwei weiteren Tagen um die Frau kümmern. Seinen

Wunsch auf diesbezügliche Arbeitsbefreiung

lehnte der Arbeitgeber allerdings ab, da er

von seinem Recht auf Freistellung zur Pflege seiner

Mutter bereits einmal Gebrauch gemacht

habe. Damit sei die Sache erledigt.

Dagegen klagte der Mitarbeiter. Er habe

schließlich einen Höchstanspruch von sechs Monaten

Pflegezeit und davon erst fünf Tage genommen.

Er ist der Meinung, der Höchstanspruch

von sechs Monaten Pflegezeit könne auch in

mehreren Abschnitten bis zur Erreichung der

Pflegehöchstdauer geltend gemacht werden.

________ Das entschied das Gericht: Die Richter

teilten diese Einschätzung nicht. Sie entschieden,

dass der Mitarbeiter seine Ansprüche durch

die 5-tägige Freistellung im Sommer bereits aufgebraucht

hatte, auch wenn die Höchstdauer

von 6 Monaten nach § 4 Abs. 1 Satz 1 PflegeZG

nicht voll ausgeschöpft wurde.

Im Gesetz (§ 4 Abs. 1 Satz 1 PflegeZG) steht

zwar: „Für einen kürzeren Zeitraum in Anspruch

genommene Pflegezeit kann bis zur Höchstdauer

verlängert werden…“. Dies bezieht sich jedoch

nur auf die Verlängerung der Pflegezeit, nicht

aber auf die Aufteilung auf mehrere Zeitabschnitte,

zwischen denen eine Unterbrechung

liegt, so das Urteil. Die Richter argumentierten

au ßerdem mit dem Wortlaut der Vorschrift § 3

Abs. 3 PflegeZG. Hiernach muss der Arbeitnehmer

dem Arbeitgeber ankündigen, für welchen

„Zeitraum“ die Freistellung in Anspruch genommen

werden soll. Hätte der Gesetzgeber ein Pflegezeit-Splitting

auf mehrere Phasen gewollt, so

hätte er es anders formuliert und würde im Gesetz

von „Zeiträumen“ sprechen.

___________ Landesarbeitsgericht Baden-

Württemberg, Urteil vom

31.03.2010, 20 Sa 87/09

Wann muss der Arbeitgeber für die Kinderbetreuungskos

ten bei Betriebsratsmitgliedern aufkommen?

Kinderbetreuungskosten für Betriebsratsmitglieder

Arbeitgeber müssen alle erforderlichen Kosten erstatten, die einem alleinerziehenden

Betriebsratsmitglied während einer auswärtigen Betriebsratstätigkeit durch die

Fremdbetreuung seiner minderjährigen Kinder entstehen.

________ Das ist passiert:

Die alleinerziehene Mutter musste als Betriebsratsmitglied an insgesamt zwei Sitzungen

des Gesamtbetriebsrats und an einer Betriebsräteversammlung teilnehmen

und war deshalb zehn Tage ortsabwesend. Für diese Zeit musste sie für die

Betreuung ihrer 11 und 12 Jahre alten Kinder fremde Hilfe in Anspruch nehmen,

da ihr volljähriges Kind eine Betreuung abgelehnt hatte. Die Arbeitnehmerin klagte

auf Erstattung der Kinderbetreuungskosten in Höhe von 600,00 Euro.

________ Das entschied das Gericht:

Das Bundesarbeitsgericht gab – anders als das Landesarbeitsgericht – der Arbeitnehmerin

Recht. Der Arbeitgeber muss gemäß § 40 Abs. 1 BetrVG für die Kinderbetreuungskosten

aufkommen. Nach dieser Norm muss der Arbeitgeber auch für Aufwendungen

aufkommen, die einzelne Betriebsratsmitglieder zur Erfüllung ihrer

Betriebsratsaufgaben für erforderlich halten dürfen. Allerdings sind nicht sämtliche

Kosten, die nur irgendwie durch die Betriebsratstätigkeit veranlasst sind, vom

Arbeitgeber zu bezahlen. Dazu zählen insbesondere Aufwendungen, die der persönlichen

Lebensführung zuzuordnen sind.

Das Bundesarbeitsgericht hat klargestellt, dass der Arbeitgeber aber Kosten tragen

muss, die einem Betriebsratsmitglied dadurch entstehen, dass es die Betreuung

seiner minderjährigen Kinder für Zeiten sicherstellen muss, in denen es außerhalb

seiner persönlichen Arbeitszeit Betriebsratsaufgaben wahrzunehmen hat.

Das ergibt nach Auffassung der Richter die verfassungskonforme Auslegung des

§ 40 Abs. 1 BetrVG. Das Betriebsratsmitglied befindet sich in einem solchen Fall

in einer Pflichtenkollision zwischen seinen betriebsverfassungsrechtlichen Aufgaben

und der Pflicht zur elterlichen Personensorge. Nach Art. 6 Abs. 2 GG sind

Pflege und Erziehung der Kinder nicht nur „das natürliche Recht der Eltern“, sondern

auch „die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“. Dementsprechend darf

dem Betriebsratsmitglied durch die gleichzeitige Erfüllung beider Pflichten kein

Vermögensopfer entstehen.

_________________ Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 23.06.2010 – 7 ABR 103/08 –

Fotos: fotolia/Petitonnerre/pressmaster

30

vkm Info 3__2010


Recht

Internet als Recherchemittel

Bußgelder für Zeitarbeitsfirmen:

Gravierende Mängel festgestellt

Wie das Bundesarbeitsgericht bereits wiederholt entschieden hat, kann der Betriebsrat

die Einholung von Informationen aus dem Internet als zur Erfüllung seiner

Auf gaben erforderlich ansehen. In Wahrnehmung seines Beurteilungsspielraums

darf er auch davon ausgehen, dass die Eröffnung von Internetanschlüssen für die

einzelnen Mitglieder – etwa zu deren Vorbereitung auf Betriebsratssitzungen – der

Aufgabenerfüllung des Betriebsrats dient.

Auch durch die Entscheidung, seinen Mitgliedern eigene E-Mail-Adressen zum

Zwecke der externen Kommunikation einzurichten, überschreitet der Betriebsrat

seinen Beurteilungsspielraum nicht. Ebenso wie die Informationsbeschaffung

kann die Kommunikation einzelner Betriebsratsmitglieder mit nicht zum Betrieb

gehörenden Dritten Teil der Betriebsratstätigkeit sein.

________ Anträgen eines Betriebsrats stattgegeben:

Das Bundesarbeitsgericht hat daher den Anträgen eines Betriebsrats stattgegeben,

der vom Arbeitgeber für sämtliche Mitglieder die Eröffnung von Zugängen zum

Internet sowie die Einrichtung eigener E-Mail-Adressen verlangt hat. Berech tigte

Kosteninteressen des Arbeitgebers standen dem Verlangen nicht entgegen, da

die Betriebsratsmitglieder alle an PC-Arbeitsplätzen beschäftigt sind, so dass es lediglich

der Freischaltung des Internets und der Einrichtung einer E-Mail-Adresse

bedarf.

______________________________________ BAG, Beschluss vom 14.7.2010, 7 ABR 80/08

Betriebsrat muss jederzeit Zutritt

Zeitarbeitsfirmen haben nach Angaben des

Bundesarbeitsministeriums in den vergangenen

Jahren häufig die gesetzlichen Vorschriften

missachtet. Die Zahl der Bußgeldverfahren wegen

Verstöße gegen die Leiharbeitsregelungen

habe sich von 510 im Jahr 2005 auf 2.139 im

Jahr 2008 erhöht.

Dies geht aus einer Antwort des Arbeitsministeriums

hervor. Als besonders gravierende Verfehlungen

nennt das Ministerium die falsche Anwendung

von Tarifverträgen. Außerdem zahlten

Zeitarbeitsunternehmen bei Krankheit den

Lohn teilweise nicht weiter, gäben Sozialversicherungsbeiträge

oder Steuern unzureichend

oder verspätet ab oder gewährten Urlaubsansprüche

und Urlaubsgeld nicht vollständig.

Internet und E-Mail für einzelne Betriebsratsmitglieder:

Der Betriebsrat kann grundsätzlich

vom Arbeitgeber die Eröffnung eines Internetzugangs

und die Einrichtung eigener E-Mail-

Adressen auch für die einzelnen Betriebsratsmitglieder

verlangen.

________________________________ Berlin

zum Unternehmen haben

Fotos: iStockphoto/DNY59; fotolia/Crashoran

Die Arbeit des Betriebsrats darf vom Arbeitgeber nicht behindert werde: Der Arbeitgeber

muss daher dem Betriebsrat – selbst wenn er ihn freigestellt hat – zeitlich

uneingeschränkten Zugang zum Betrieb gewähren. Das gilt jedenfalls, solange

kein schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers dagegen spricht. In dem strittigen

Fall arbeitete ein Betriebsratsmitglied als Pfleger in einem Altenheim.

________ Betriebsratswahl angefochten und Kündigung des BR-Mitglied geplant:

Die Betriebsratswahl hatte der Arbeitgeber angefochten, das gerichtliche

Verfahren war noch nicht abgeschlossen. Darüber hinaus beabsichtigte er, dem

Angestellten wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs zu kündigen.

________ Betriebsratsvorsitzender kann Zutrittsrecht trotz geplanter Kündigung

und Hausverbot durchsetzen: Das Altenheim hatte den Pfleger bereits von der

Ar beit freigestellt und ihm Hausverbot erteilt. Er durfte nur freitags und zu den

Sprechstundenzeiten des Betriebsrats den Betriebsratsraum betreten. Dagegen

wehrte sich der Mitarbeiter mit einstweiligem Rechtsschutz.

________ Mitglieder des Betriebsrats dürften an ihrer Tätigkeit nicht gehindert

werden: Das Gericht gab ihm Recht. Betriebsratsmitglieder dürften nicht an der

Ausübung ihrer Tätigkeit gehindert und daher auch nicht auf bestimmte Zeiten

beschränkt werden, denn die Tätigkeit des Betriebsrats könne jederzeit notwendig

werden.

________ Freistellung von der Arbeit berührt Betriebsratsamt nicht: Die Tatsache,

dass der Arbeitgeber den Mann von seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung

entbunden habe, berühre nicht seine Tätigkeit als Betriebsrat.

_______________LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 02.09.2009, 17 TaBVGa 1372/09

Informations- und Kommunikations -

technik in erforderlichem Umfang

Nach § 40 Abs. 2 BetrVG hat der Arbeitgeber

dem Betriebsrat für die laufende Geschäftsführung

im erforderlichen Umfang Informationsund

Kommunikationstechnik zur Verfügung zu

stellen. Die Beurteilung, ob ein Mittel der Informations-

und Kommunikationstechnik der Erfüllung

von Betriebsratsaufgaben dient, ist Sache

des Betriebsrats. Er hat dabei einen Beurteilungsspielraum.

Bei seiner Entscheidung muss

er die entgegenstehenden Belange des Arbeitgebers,

darunter insbesondere die diesem entstehenden

Kosten berücksichtigen. n

vkm Info 3__2010


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Gastbeitrag der EDG

Beitrag von der EDG, Kiel

Günstiger geht’s kaum noch

Foto: EDG

Nie zuvor war die Finanzierung einer Immobilie in der Bundesrepublik

so günstig wie heute. Kredite mit zehn Jahren Zinsbindung

gibt es jetzt im Durchschnitt schon für Effektivzinsen um 3,70 Prozent

(Quelle: Finanztest 07/2010). Aber der Baufinanzierungsmarkt

hat derzeit noch mehr zu bieten. Das berichtete Jörg Nolting, Bau -

finanzierungsspezialist der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft eG

(EDG) in Kiel.

Frage: Herr Nolting, müssen es denn

immer die klassischen 10 Jahre Zinsbindungen

sein?

Jörg Nolting: Ganz und gar nicht! Sehr

interessant sind derzeit auch die langen

Zinsbindungen. Was halten Sie z. B.

von 30 Jahren Zinssicherheit? 30-jährige

Zinsbindungszeiten sind nicht

mal großartig teurer als z. B. die Zinsbindungen

mit Laufzeiten von 15 Jahren,

bieten aber größere Zins- und Planungssicherheit.

So sichern Sie sich die

derzeit günstigen Zinsen wirklich auf

lange Sicht.

Frage: Das klingt gut. Was empfehlen

Sie aber jemandem, der sein Darlehen

schnell zurückzahlen möchte?

Nolting: Wenn Sie Ihr Darlehen in 10

oder 15 Jahren zurückzahlen wollen,

würde ich bzw. meine Kollegen Ihnen

eine entsprechende Zinsbindung vorschlagen.

Ganz wichtig dabei ist die

gewünschte monatliche Rate, die auf

die jeweilige Lebenssituation abgestimmt

werden muss. Bei den 10- bzw.

15-jährigen Darlehenslaufzeiten – bei

denen Sie grundsätzlich von recht hoher

Tilgung ausgehen müssen – kön­

nen wir Ihnen jedoch einen Zinsrabatt

einräumen.

Frage: Wenn ich aber bereits ein Dar -

lehen habe, dessen Zinsbindung in den

nächsten Jahren ausläuft, was empfehlen

Sie mir dann?

Nolting: Wenn Sie für die nächsten

Jahre – wie wir auch – von steigenden

Zinsen ausgehen, dann sollten Sie

jetzt handeln. Oft lassen sich die Zinsen

von heute bereits für morgen sichern.

Frage: Sollte ich hierzu einfach meine

Bank ansprechen?

Nolting: Ja, das kann hilfreich sein. Ich

schlage aber vor, dass Sie sich auch ein

zweites Angebot rechnen lassen. Denn

wenn die Zinsbindung endet, können

Sie das Darlehen kostenfrei durch eine

andere Bank, die Ihnen vielleicht deutlich

bessere Konditionen anbietet, ablösen.

Frage: Besteht denn eine Chance, eine

bestehende Zinsbindung bereits

jetzt auf die neuen günstigeren Zinsen

umzustellen?

Nolting: Da gibt es in der Tat eine wichtige,

aber recht unbekannte Möglichkeit.

Wenn Sie ein Darlehen mit einer Zinsbindung

von mehr als 10 Jah ren abgeschlossen

haben, so können Sie diese 10

Jahre nach der Vollauszahlung des Darlehens

(mit einer Frist von 6 Monaten)

kündigen. Sie können dann z. B. mit ei nem

neuen, weitaus günstigeren Darle hen ihr

altes Darlehen kos tenfrei ablö sen. Diese

Regelung ist im BGB fixiert. Auf diese

Weise können Sie richtig Geld sparen.

Frage: Das klingt, als wäre bei einer

Bau finanzierung sehr viel zu bedenken.

Was raten Sie?

Nolting: Nutzen Sie den Zinsmarkt und

die rechtlichen Gegebenheiten bei langen

Zinsbindungen optimal zu Ihren

Gunsten. Achten Sie dabei auf die Erfahrung

und das Know-how Ihrer Berater.

Die Baufinanzierungsspezialis ten der

EDG – mit zusammen über 75 Jahren

Baufinanzierungserfahrung – beraten

Sie gern und zeigen Ihnen vorhandene

Möglichkeiten und Lösungen auf. n

Jörg Nolting, Baufinanzierungsspezialist

der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft

eG (EDG) in Kiel

vkm Info 3__2010 33


n

Gebet

Gott gibt mir für meine Arbeit das Tempo an.

Ich brauche nicht zu hetzen.

Gott gibt immer wieder einen Augenblick der Stille,

eine Atempause, in der ich zu mir komme.

Gott stellt mir Bilder vor die Seele,

die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.

Oft lässt Gott mir mühelos etwas gelingen,

und es überrascht mich selbst,

wie zuversichtlich ich sein kann.

Ich merke: Wenn man sich diesem Gott anvertraut,

bleibt das Herz ruhig.

Obwohl ich viel zuviel Arbeit habe,

brauche ich doch den Frieden nicht zu verlieren.

Gott ist in jeder Stunde da und in allen Dingen,

und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht.

Oft – mitten im Gedränge – gibt Gott mir ein Erlebnis,

das mir Mut macht.

Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte,

und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit.

Ich spüre, wie meine Kraft dabei wächst,

wie ich ausgeglichen werde

und mir mein Tagewerk gelingt.

Darüber hinaus ist es einfach schön zu wissen,

dass ich meinem Gott auf der Spur bin

und dass ich jetzt und immer bei Gott zu Hause bin.

___ Nach Toki Miyaschina, nach Psalm 23

Foto: fotolia/kaspar-art

34 vkm Info 3 __2010


Was wir wollen, was wir tun, und wie wir es tun, verspricht Erfolg, weil wir lernen.

Aus dem IBAF Leitbild

www.ibaf.de

Staatlich anerkannte Weiterbildungen und Ausbildungen

Pflege

Ausbildung

Sozialpädagogik

Sonderpädagogik

Heilpädagogik

Motopädagogik

Elementarpädagogik

Behindertenpädagogik

Jugendhilfe

Schule für Heimerzieherinnen |

Heimerzieher

Altenpfl egerin | Altenpfl eger

Altenpfl egehelferin | Altenpfl egehelfer

Podologin | Podologe

Fort- und Weiterbildung

Leitung einer Pfl egeeinheit

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Ausbildung zur Logopädin | zum Logopäden

Fortbildungen für Logopädinnen | Logopäden

und Angehörige aller anderen

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Diagnostik, Beratung und Therapie bei Stimm-,

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Motopädagogik

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Psychologie

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Gehörlosen-

Staatlich anerkannte Ausbildungen

für schwerhörige und gehörlose Menschen

und CI-Träger/innen

Erzieherin | Erzieher

Sozialpädagogische Assistentin |

Sozialpädagogischer Assistent

Altenpfl egerin | Altenpfl eger

Rendsburg

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Schulungszentrum Martinshaus

Kanalufer 48, 24768 Rendsburg

Telefon: +49 04331 1306-60

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Schulungszentrum Martinshaus

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Behindertenhilfe

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Fort- und Weiterbildung Psychologie,

Psychiatrie, Sozialpsychiatrie

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Fachschulzentrum Hohes Arsenal

Gehörlosenfachschule für Gehörlose,

Schwerhörige und CI-Trägerinnen |

CI-Träger

Arsenalstraße 2-10, 24768 Rendsburg

Telefon: 04331 1267-0

Telefax: 04331 1267-14

E-Mail: gehoerlosenfachschule@ibaf.de

Schulungszentrum Obereider

Fort- und Weiterbildung Elementarpädagogik

Kieler Straße 53, 24768 Rendsburg

Telefon: 04331 5893-15/23

Telefax: 04331 5893-21

E-Mail: elementarpaedagogik@ibaf.de

Pflege-Schulungszentrum

Schule für Altenpflege

Kieler Straße 53, 24768 Rendsburg

Telefon: 04331 5893-12/17

Telefax: 04331 5893-22

E-Mail: altenpfl egeschule-rd@ibaf.de

Fort- und Weiterbildung Pflege

Kieler Straße 53, 24768 Rendsburg

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Telefax: 04331 5893-21

E-Mail: pfl ege@ibaf.de

Kiel

Schule für Logopädie

Kieler Schloss, Burgstraße 3, 24103 Kiel

Telefon: 0431 55773-0

Telefax: 0431 55773-33

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IQ Kiel - IBAF Qualifizierungszentrum

für Führung und Management

Kieler Schloss, Burgstraße 3, 24103 Kiel

Telefon: 0431 64992-10

Telefax: 0431 64992-18

E-Mail: iq-ki@ibaf.de

Arbeit und Europa

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Telefax: 0431 24068-54

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Fort- und Weiterbildung Pflege

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Telefax: 0451 317011-20

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Roonstraße 57, 24534 Neumünster

Telefon: 04321 25275-53

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Roonstraße 57, 24534 Neumünster

Telefon: 04321 25275-53

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Tremsbütteler Weg 100, 22941 Bargteheide

Telefon: 04532 286245

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Telefax: 040 30620-333

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