Heft_67 - Chorverband Sachsen-Anhalt e.V.

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Heft_67 - Chorverband Sachsen-Anhalt e.V.

CHORVERBAND

SACHSEN-ANHALT e.V.

November 2011, Nr. 67

Konzert in der Ulrichskirche in Halle (Saale)


Hotelverbund

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Die Perlen Ostfrieslands

an der Nordseeküste

Angebot für Chöre:

Wir organisieren für Sie u.a.:

• Besuch der Nordseeinsel Norderney

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• Interessante und gemütliche

Teeseminare

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Kontakt:

Die Perlen Ostfrieslands

Am Timmersberge 36

26835 Hesel

Tel.: 04950-937465

Fax: 04950-990944

Mail: NagelHesel@t-online.de

Impressum:

Informationsmagazin des Chorverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

im DEUTSCHEN CHORVERBAND

20. Jahrgang, Nr. 3/2011

Herausgeber:

Präsidium des Chorverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Anschrift: Markt 26/27, Eingang Regierungsgasse, 06406 Bernburg (Saale)

Post:

Postfach 1401, 06394 Bernburg (Saale)

Telefon: (0 34 71) 62 40 26

Telefax: (0 34 71) 62 40 27

e-Mail: chorverband-sachsen-anhalt@t-online.de

info@chorverband-sachsen-anhalt.de

Internet: www.chorverband-sachsen-anhalt.de

Bankverbindung: Volksbank Börde-Bernburg eG, BLZ 810 690 52, Kto.-Nr.: 9300

Artikel, die zur Veröffentlichung vorgesehen sind, senden Sie bitte per Post, besser an die e-Mail-Adresse der Geschäftsstelle. Bilder möglichst in digitaler Form.

Artikel ohne Nennung eines Verfassers werden nicht veröffentlicht.

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Die Auswahl der Artikel erfolgt entsprechend den aktuellen Erfordernissen und obliegt der Redaktion.

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Öffnungszeiten der Geschäftsstelle: Montag bis Donnerstag 09.00–15.00 Uhr

Redaktion: Hans-Jürgen Wetschke, Bernburg

Gesamtherstellung: Völkel-Druck Bernburg

Gefördert durch das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt.

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Inhaltsverzeichnis

Grußwort 4

Chorleiterkongress Chor.com 4

Beirat / Arbeitsplan 2012 6

Statistik 7

Aus den Chorkreisen

> CK Altmark 8

> CK Askanien 9

Bildergalerie vom 3. Landeschorfest 11

> CK Askanien 15

> CK Magdeburger Börde 16

> CK Giebichenstein 17

> CK Heide Drömling 20

> CK Mansfeld-Südharz 21

Leitfaden zur Sänger- und Mitgliederwerbung 23

Eine Bildergalerie vom

3. Landes-Chorfest

befindet sich auf

den Seiten 11–14.

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Chorleiterseminar 2012

Beginn: Freitag 23.03.2012, 19:00 Uhr

Abschluss: Sonntag 25.03.2012, 13:00 Uhr

Ort:: Musikakademie Sachsen-Anhalt

Stiftung Kloster Michaelstein,

Michaelstein 3, 38889 Blankenburg/Harz

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Thema: Vom Notenbild zum Klang

Kurs 1 / Fortgeschrittene / Dozent Klaus Tietze

Strukturanalyse / Stimmführung / Harmonieentwicklung / Musikalischer „Ausdruck“

Kurs 2 / Einsteiger / Dozent Hartmut Nemitz

Voraussetzung: Notenkenntnisse

Dirigieren als körperliche Aktion / Umgang mit der Stimmgabel / Tonangabe

Bereitschaftsstellung / Vorbereitungsbewegung / Atmung /

Einsatzgebung / Auftakt / Abschlag / Dirigiergrundformen

Kursübergreifend / Chorische Stimmbildung / Dozent Prof. Siegfried Mesek

Körperliche Einstellung / Atmungstechnik / Tonbildung /

Klanggestaltung / Individuelle Stimmberatung

Kursübergreifend / Theoretisches Seminar / Dozent Klaus Tietze

Vom Notenbild zum Klang

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Anmeldeschluss: 25.02.2012, Teilnehmerkapazität: max. 40 Personen

-----------------------------------------------------------------

Kontakt:

Musikakademie Sachsen-Anhalt

PSF 24, 38881 Blankenburg / Harz

Tel. 03944 - 903082, Fax 03944 - 903030

Online www.landesmusikakademie-sachsen-anhalt.de

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Liebe Freunde des Chorgesangs,

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ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Sicherlich war das Chorfest der Höhepunkt unserer Arbeit

in diesem Jahr. Das betraf sowohl die Arbeit in unserer Geschäftsstelle als auch das Ergebnis, das

sich sehen lassen konnte. Allen Organisatoren, Helfern und den beteiligten Chören ein nochmaliges

Dankeschön.

Lassen Sie mich dieses Dankeschön erweitern auf alle, die an der Vorbereitung und Durchführung

unserer Veranstaltungen beteiligt waren, dem Chorleiterseminar, dem Projektchor „Carmina

mundi“, dem Sachsen-Anhalt-Tag, dem „Singen in Altmark und Heide“ sowie dem länderübergreifenden

Kinderchorprojekt „Dreiklang“.

Das Projekt „Dreiklang“ fand in diesem Jahr in Halle statt und alle Zuhörer in der Ulrichskirche waren vom Ergebnis

dieses dreitägigen Workshops begeistert. Unter der künstlerischen Leitung von Henry Ventur wurde ein anspruchsvolles

und abwechslungsreiches Programm erarbeitet, das die Zuhörer am Ende zu stehenden Ovationen

veranlasste. Es ist schön, dass dieses Projekt im nächsten Jahr in Sachsen seine Fortsetzung findet.

Einen weiteren Erfolg konnten wir in diesem Jahr verzeichnen. Nach intensiven Gesprächen mit der Landesregierung

ist es uns gelungen, ein vereinfachtes Abrechnungsverfahren für unsere Projekte zu vereinbaren. Nach erfolgreich

geprüften Förderjahren 2008, 2009 und 2010 haben sich das unser Schatzmeister und Frau Brunotte redlich verdient.

Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die vom Deutschen Chorverband organisierte „Chor.com“. 1000 Teilnehmer,

50 Aussteller und 50 Konzerte waren den Besuch wert. Bitte lesen Sie den Artikel in diesem Heft und die „Neue

Chorzeit“. Vielleicht nutzen dann in zwei Jahren auch die Chorleiter aus unserem Verband die fantastischen Angebote.

Nun wünsche ich Ihnen im Namen des Präsidiums eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit mit vielen schönen

Konzerten und für das nächste Jahr viele schöne Stunden beim Singen in Ihrem Chor.

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Reiner Schomburg

Präsident

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Chor.com – Eldorado für Chorleiter und Sänger

Mit schönem Wetter wurden die Macher des Chorleiterkongresses

Chor.com, Veronika Petzold und Moritz Puschke, belohnt, die mit dieser

Großveranstaltung des Chorgesangs in Deutschland einen großen

Erfolg errangen. Rund 1.000 Gäste nutzten die vier Tage, um sich auf

dem Kongress bei 120 Workshops fortzubilden, die mehr als 50 Aussteller

auf der Messe zu besuchen oder in einem der über 50 Konzerte

einige Spitzenchöre Deutschlands und Europas zu erleben.

Vielfältig war das Angebot an Workshops. Für alle Chorgattungen waren

Angebote sowohl für den Laien-Chorleiter als auch für Nachwuchs-

Profis vorbereitet. Vom Singen mit Nichtsängern, Chorarbeit mit Kindern

oder Senioren bis zur Meisterklasse mit Frieder Bernius oder der

Erarbeitung des „Deutschen Requiems“ von Johannes Brahms mit

Simon Halsey, dem Leiter des Rundfunkchores Berlin, und 600 Sängern

im Konzerthaus von Dortmund. Vieles Weitere wäre wert gewesen, hier

erwähnt zu werden. Einen besseren Überblick über neue Trends der

Chorleitung gab es in diesem Jahr jedenfalls nirgends.

Die erstmals veranstaltete Chor-Messe war für die Aussteller und Besucher

ein Volltreffer. Alle bedeutenden Musikverlage waren in Dortmund

präsent und gewährten den Besuchern einen breiten Überblick

über die derzeit verfügbare Chorliteratur. Daneben gab es Stände der

Chorverbände und von Veranstaltern. Das neueste Keyboard speziell

für den Chorleiter und Notensoftware waren ebenso vertreten wie ein

Stand mit natürlichen Hilfs- und Heilmitteln für die Stimme und den Hals.

Dieser Branchentreff war bereichernd, weil Verleger und Musiker zu

beiderseitigem Nutzen ins Gespräch kommen konnten.

Die abendlichen Konzerte waren ein weiterer Höhepunkt der Chor.com.

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Das Eröffnungskonzert wurde vom WDR-Rundfunkchor unter Leitung von Rupert A. Huber gestaltet. In Zusammenarbeit

mit Prof. Friedhelm Brusniak war ein Programm entstanden, das in seinem ersten Teil eine Zeitreise durch das

19. Jahrhundert war. Mit u.a. Schuberts „Nachtgesang im Walde“ für Männerchor und „Vier Gesänge“ op. 17 für

Frauenchor, zwei Hörner und Harfe von Johannes Brahms wurde Chorgesang in höchster Vollendung vorgestellt. Den

zweiten Teil des Konzertes bildeten zwei Versuche zur Chormusik des 21. Jahrhunderts, denen sich jeweils ein Teil des

WDR-Rundfunkchores stellte. Zunächst improvisierte die Sängerin und Improvisatorin Natascha Nikeprelevic mit

Sängerinnen und Sängern auf ungewohnte, aber interessante Weise. Sie regte mit ihrer tänzerischen und

dirigentischen Performance den Chor zu ungehörten Klängen und vokalen Reaktionen an. Danach musizierten die

Rapper „Maeckes und Plan B“ mit dem anderen Teil des Chores. Beide Versuche wirkten auf den traditionellen

Chorfreund zunächst verwirrend und neu. Mit zunehmender Dauer konnte man sich den neuen Klängen aber nicht

entziehen.

Leider ist hier nicht der Platz, detailliert auf die Vielzahl hochkarätiger Konzerte einzugehen. Mehr Informationen finden

Sie in der Oktober- und November-Ausgabe der „Neuen Chorzeit“

Mich interessierte ein Projekt von Prof. Andrè Schmidt besonders. Unter der Überschrift „10 x 10 = 100% Erfolg“

versprach er, mit einem Chor 10 Lieder in 10 Stunden zu erarbeiten und daraus ein etwa vierzigminütiges Konzert zu

gestalten. Und in der Tat, als Teilnehmer an diesem Projekt kann ich bestätigen: Es hat geklappt. Zehn zum Teil

anspruchsvolle Arrangements von Volksliedern aus Österreich, Irland, Afrika, Persien, Korea und Brasilien

einschließlich passender Choreografien waren von den ca. 80 Sängerinnen und Sängern zu erarbeiten. Dabei wurde

Prof. Schmidt von den jungen Arrangeuren der Titel unterstützt. Dass es beim Konzert dann an der letzten Präzision

mangelte, ist sicherlich verständlich und war auch nicht Sinn der Übung. Wer interessante neue Titel kennen lernen

sowie einen souveränen und humorvollen Chorleiter mit effizienter Probenarbeit erleben wollte, der war richtig in

diesem Kurs. Übrigens erscheinen die Arrangements dieses Konzertes im nächsten Jahr im Helbling-Verlag.

Zwei Fakten sind noch erwähnenswert. Zum ersten Mal wurden die Verbandsgrenzen überwunden und Vertreter aller

Chorverbände Deutschlands waren als Dozenten, Aussteller oder Teilnehmer vertreten. Damit erreichte die Veranstaltung

eine ungeheure Breite und Qualität. Auf diesem Weg sollte der Deutsche Chorverband unbedingt weitergehen.

Während der vier Tage waren etwa 100 Journalisten akkreditiert. Diese Veranstaltung wurde nicht nur in den

einschlägigen Chor- oder Musikmedien wahrgenommen, sondern war eine Meldung in vielen Medien, die sonst nur

über die Chorszene hinwegsehen. Mit der Chor.com ist der Chorgesang in Deutschland in der Mediengesellschaft

angekommen – endlich!

Schade, dass aus unserem Verband so gut wie niemand vertreten war. Damit haben gerade jene Chorleiter, denen

unsere verbandsinternen Fortbildungsmaßnahmen nichts Neues bieten, eine wichtige Chance verpasst. Lassen Sie

uns darüber ins Gespräch kommen, warum Sie nicht gefahren sind und wie wir das 2013, zur nächsten Chor.com,

ändern können.

Reiner Schomburg

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Beirat tagte

Planmäßig tagte der Beirat am 29.10.2011 in Bernburg.

Präsident Reiner Schomburg bewertete die einzelnen Aktivitäten des Chorjahres 2011. Besonders wies er auf das

insgesamt gelungene 3. Chorfest unseres Verbandes am 25.06.2011 in Bernburg, den Wokshop „Carmina mundi”,

„Singen in Heide und Altmark“ sowie auf die erfolgreichen Veranstaltungen im Rahmen „Dreiklang Mitteldeutscher

Kinderchor“ hin. Er stellte die Vorhaben für das Jahr 2012 vor.

Der Schatzmeister, Jochen Marnitz, wies auf das zufriedenstellende finanzielle Ergebnis in 2010 hin und erläuterte die

einzelnen Ergebnisse der Abrechnung. Er stellte weiterhin den Haushaltsplan für das Jahr 2012 zur Diskussion.

Der Leiter der Rechnungsprüfung, Winfried Löwe, bestätigte auf Grund der entsprechenden Kassenprüfung dem

Schatzmeister und der Mitarbeiterin Sylvia Brunotte für das Geschäftsjahr 2010 korrektes Handeln im Finanzwesen.

Verbandschorleiter Enrico Rummel schätzte aus künstlerischer Sicht das Jahr ein. Es sollte insbesondere langfristig

und nachhaltige Sorge getragen werden, die Qualität in den

Chören unseres Verbandes zu steigern. Dazu ist eine weitere

intensive Qualifizierung der Chorleiter in den alljährlich

angebotenen Fortbildungsveranstaltungen anzustreben. Er

schlug für die nächsten Jahre interne Chorwettbewerbe

unseres Verbandes vor.

Die Berichte und Beschlussvorlagen wurden diskutiert und

im Ergebnis dem Präsidium für das vergangene Jahr

Entlastung erteilt und der Arbeitsplan für das Jahr 2012

bestätigt.

Red.

Projekte 2012

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A r b e i t s p l a n 2012

Datum Projekt Ort

23. – 25.03.2012 Chorleiterseminar LMA Kloster Michaelstein

20. – 22.04.2012 Workshop „Carmina mundi“ Neugattersleben

11. – 13.05.2012 „Dreiklang Bundesland Sachsen

Mitteldeutscher Kinderchor“

Colditz b. Grimma

07. – 10.06.2012 Chorfest des DCV Frankfurt /M.

23. – 24.06.2012 Chorfest des Landesmusikrates Aschersleben

06. – 08.07.2012 Sachsen-Anhalt-Tag Dessau-Roßlau

07.07.2012 nn.

Singen im Naturpark Harz

08.07.2012 Lutherstadt Eisleben

Kloster Helfta

nn. Workshop „Carmina mundi“ nn.

09.09.2012 Burgensingen div. Orte

Kinder- und Jugendchortreffen

20.09. bis im Rahmen des Kinder- und Halle/Saale

03..10.2012 Jugendmusikfestes des

Landesmusikrates Sachsen-Anhalt

12. – 14.10.2012 Magdeburger Chorfest Magdeburg

Beratungen 2012

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Datum Gremium Ort

18.02.2012 Präsidium Geschäftsstelle Bernburg

10.03.2012 Musikbeirat Geschäftsstelle Bernburg

12.05.2012 Präsidium Geschäftsstelle Bernburg

01.09.2012 Präsidium Geschäftsstelle Bernburg

20.10.2012 Präsidium Gaststätte „Alter Markt“ Bernburg

20.10.2012 Musikbeirat Gaststätte „Alter Markt“ Bernburg

10.11.2012 Chorverbandstag Bernburg-Strenzfeld (Hochschule Anhalt)

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Aus den Chorkreisen

CK Altmark

Chorjubiläen sind doch schön – vor allem, wenn man sie auch miterleben darf.

Drei Chöre im CK Altmark haben ihr Chorjubiläum gefeiert.

Den Auftakt machte am 1. Mai der Frauenchor Chüttlitz. Sie wurden 25 Jahre alt! Chüttlitz ist ein Ortsteil der

Hansestadt Salzwedel und so waren die

Sängerinnen um Vorsitzende Regina Giffey

doch sehr erstaunt, dass sie sich für ihr

Engagement in das „Goldene Buch“ der

Stadt Salzwedel eintragen durften. Die

sieben Gründungsmitglieder wurden mit der

Ehrennadel in Silber des Landeschorverbandes

und einer Urkunde für ihre 25-jährige

Sangestätigkeit ausgezeichnet. Die Sängerinnen

schlossen ihr Programm mit dem

Lied „Ein Likörchen für das Frauenchörchen“

ab. Ein tolles Fest und alles Gute dem

Frauenchor Chüttlitz.

Am 25. September feierte der Männergesangverein Jeggeleben seinen 90. Geburtstag. „Der Chor hat in seiner 90-

jährigen Geschichte den Menschen Freude, Entspannung, Trost und Hoffnung gegeben“, bilanzierte der Vorsitzende

Gunter Schattenberg. Gründungsmitglieder

waren hier nicht mehr dabei, dennoch wurden

Sänger geehrt. Mit der Ehrennadel des

Deutschen Chorverbandes und einer Urkunde

für 50-jähriges Singen wurden Erich

Matiaske und Hermann-Dietrich Lemme

geehrt.

Christoph Dähre, Klaus Moldenhauer und

Rolf Pietscher bekamen für 40 Jahre Singen

die Ehrennadel in Gold des Landeschorverbandes

mit einer Urkunde. Mit zünftiger Blasmusik

klang das Jubiläum in den Abendstunden

aus. Alles Gute dem Männergesangverein

Jeggeleben.

Und am 16. Oktober hatte der Frauenchor Kleinau zum 25. Chorjubiläum eingeladen. Der Ort Kleinau gehört zur

Einheitsgemeinde Arendsee und so waren auch der Frauenchor Arendsee und der Männergesangsverein Arendsee

unter den Gästen. Gemeinsam sangen sie „Zauber der Musik“ – was bei den Gästen toll ankam. Unter den derzeit 16

Sängerinnen sind sieben Gründungsmitglieder,

die mit der Ehrennadel in Silber des

Landeschorverbandes und einer Urkunde

für ihre 25-jährige Sangestätigkeit ausgezeichnet

wurden. Auch für die Chorleiterin

Ute Schulz gab es für 25 Jahre Chorleitertätigkeit

Lob und Anerkennung. Die

Sängerinnen luden nach dem Festprogramm

zu Kaffee und selbst gebackenem

Kuchen ein. Echt lecker! So klang ein

schönes Wochenende aus – Herzlichen

Glückwunsch dem Frauenchor Kleinau.

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CK Askanien

3. Sunderner Jazz- und Pop-Chorfestival „S(w)ing a cappella“, 15. Oktober 2011

Young Voices – Sieg im Sauerland

Eigentlich stand unsere Teilnahme am 3. Sunderner Jazz- und Pop-Chorfestival unter einem eher schlechten Stern.

Manchmal können von vornherein aus Gründen wie Studium oder Arbeit nicht alle Chormitglieder mit auf Reisen

gehen. Doch dieses Mal mussten einige aus gesundheitlichen Gründen noch kurzfristig absagen, so dass wir mit 14

von 26, teilweise ebenfalls angeschlagenen Sängern und Sängerinnen, in das ca. 400

km entfernte Sundern im Sauerland aufbrachen. Fest stand, wir „rocken“

Sundern und geben trotz aller Einschränkungen unser Bestes. So

machten wir uns, Kamillentee und Medikamente im Gepäck, mit

zwei gemieteten Kleinbussen am Freitagnachmittag auf den

Weg in unsere Jugendherberge, direkt am Sorpesee

gelegen. Dort wurden wir von zwei Mitgliedern des Chores

„ConVoice“, der dieses Festival initiiert und organisiert

hat, in Empfang genommen. „ConVoice“ war im Internet

auf uns aufmerksam geworden und regte uns zu einer

Anmeldung zum Wettbewerb an. Wir konnten uns

gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchsetzen und

standen letztlich mit vier weiteren ausgewählten Chören

aus dem Ruhrgebiet, Siegen und München im

musikalischen Wettstreit.

Den Samstag nutzten wir zunächst dazu, nach einer ausgiebigen

Stärkung beim Frühstück und einer anschließenden

Probe, bei schönstem Sonnenschein die Gegend zu erkunden.

Auch ein musikalisches Ständchen an der Promenade blieb nicht

aus, bei dem wir den ersten Applaus ernteten. Am Nachmittag fanden

wir uns zur Akustikprobe in der Städtischen Realschule, die auch Austragungsort

des Wettbewerbes war, ein. Um 20 Uhr begann der eigentliche Wettbewerb.

Im Mittelpunkt stand das Wettsingen um den Preis der Bürgerstiftung. Hierbei lag es in den Händen des

Publikums, durch Abstimmung den besten Chor auszuwählen. Dies ist etwas ganz Besonderes und Wertvolles, denn

schließlich ist es in erster Linie das Publikum, für das wir proben und singen.

Doch zunächst bewertete eine Fachjury, unabhängig vom Publikumsvoting, die Vorträge nach eigenem Ermessen

und vergab Diplome. Hier konnten wir mit einem silbernen Diplom und zweiten Platz überzeugen. Die Freude war sehr

groß. Doch der Höhepunkt, das Ergebnis der Auszählung der Publikumsstimmen, stand uns noch bevor. Platz 5, Platz

4, Platz 3… immer noch keine Young Voices?! Dann sagte die Jury: „Platz 2 bleibt in Nordrhein-Westfalen“. Nein, heißt

das etwa… Wir konnten es nicht ganz glauben, bis der erste Platz und damit wir als Sieger des Wettbewerbes und

eines Geldpreises in Höhe von 500 Euro aufgerufen wurden. Unsere Freude stieg ins Unermessliche. Hätte es doch

zuvor niemand so recht gedacht, wo doch alles unter diesem schlechten Stern stand. Wir waren stolz und feierten

unseren Preis bei einem gemütlichen Zusammensein mit den anderen Chören. Wir konnten hier auch Kontakte

knüpfen, die einen Gegenbesuch bei unserem Egelner Chorfestival „Sine musica nulla vita“ 2013 nicht ausschließen.

Zurück in Egeln, liegen nun die Weihnachtsvorbereitungen vor uns. Wir werden fleißig proben, um Sie in einem unserer

Konzerte in Magdeburg, Wolmirsleben oder Egeln in weihnachtliche Stimmung zu versetzen.

Dr. R.O. Schubert

20 Jahre Salzland Frauenchor Staßfurt – Gesang mit den Stimmen dreier Generationen

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Im Juni 1991 fanden sich 35 Frauen auf Initiative der heutigen Ehrenvorsitzenden des Chores, Elke Fritz, zusammen

und gründeten den Salzland Frauenchor Staßfurt. Das erste Lied, das die Frauen einstudierten, war das Volkslied „Im

schönsten Wiesengrunde“. Von Anfang an leitet Chordirektor ADC, Dr. Ralf O. Schubert, den Chor. Durch sein Wirken

erfuhr der Chor eine beeindruckende Entwicklung, die gekrönt wurde mit nationalen und internationalen Ehrungen

und Diplomen. So trat der Chor in den Jahren 1993 und 2006 beim Internationalen Adventsingen in Wien auf und war

2003 und 2010 Wettbewerbsteilnehmer beim Internationalen Adventsingen in Prag, wo er in seiner Kategorie mit

einem Silbernen Diplom für seinen Wettbewerbsbeitrag ausgezeichnet wurde. Beim Harzchorfestival 2002 in

Wernigerode errang der Frauenchor ebenfalls ein Silbernes Diplom. Im Jahre 2008 war er Sieger beim Muldental-

Chorwettbewerb in der Kategorie Frauenchöre.

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Dies alles, und vor allem die Freude am gemeinsamen Singen, hat in den vergangenen 20 Jahren aus dem Salzland

Frauenchor Staßfurt einen Chor von Format gemacht. Davon zeugen auch die beiden Weihnachts-CDs des Chores.

Am 09. Juli 2011 lud der Salzland Frauenchor Staßfurt zum Festkonzert anlässlich seines 20. Chorjubiläums in die

katholische Kirche Staßfurt ein. Unter den rund 240 Gästen waren auch viele ehemalige Sängerinnen, die gemeinsam

mit dem Chor das 2-stündige Konzert mit dem Lied „Auf, lasst uns singen“ eröffneten. Nach den Grußworten des

Oberbürgermeisters der Salzstadt Staßfurt, René Zok, der besonders den Stolz der Stadt auf den Frauenchor

hervorhob, weil er dem „Namen Staßfurts bundesweit und darüber hinaus einen guten Klang verleiht“, begeisterten

die Sängerinnen die Zuhörer mit ihrem Programm.

Was den Konzertbesuchern geboten wurde, war ein Querschnitt des Repertoires, eine „Hitliste“, die die Sängerinnen

und der Chorleiter aufgestellt hatten. Dem Beifall nach waren das auch die Lieder, die dem Publikum besonders

gefielen.

Nach dem beeindruckenden Gesang erhielten die Sängerinnen und ihr Chorleiter Glückwünsche befreundeter Chöre

zum 20-Jährigen. Und es gab Ehrungen, für 40-jährige und sogar 60-jährige unterbrochene Mitgliedschaft in Chören –

vom Kinderchor bis zum Salzland Frauenchor Staßfurt.

Am Abend desselben Tages fand die Festveranstaltung mit Ehepartnern, Freunden, ehemaligen Sängerinnen, Sponsoren

und befreundeten Chören statt. Nach einer Melodie aus dem Musical „My fair Lady“ ehrten die Sängerinnen

gemeinsam mit Ehepartnern unter dem Titel „Immerhin 20 Jahre lang“ die musikalischen Verdienste ihres Chores und

sagten ihm Danke für sein Wirken. Ein Chorleiter-Sketsch, gespickt mit Sprüchen aus 20 Jahren Chorleitertätigkeit,

Lieder mit Texten zum Chorjubiläum und eine gekonnte Line-Dance-Vorführung durch einige Sängerinnen trugen zur

tollen Stimmung an diesem Abend bei. Die etwa 140 Sängerinnen und Gäste feierten ausgelassen das Jubiläum, das

den Auftakt zu weiteren 20 Jahren Salzland Frauenchor Staßfurt einläutete, ganz nach dem Motto:

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„Auf, lasst uns singen!“

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165 Jahre Zöllner-Männerchor Bernburg

Am 22.10.2011 feierte der Zöllner-Männerchor mit einem Festkonzert im Bernburger Theater sein 165-jähriges

Chorjubiläum. Der Männerchor wurde durch die Frauenchöre aus Wulfen und Klein-Schierstedt verstärkt. In einem

ansprechenden und unterhaltsamen Programm wurden die Chöre von der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie

Schönebeck begleitet.

Der Zöllner-Männerchor wurde am 23. Oktober 1846 in Bernburg gegründet und ist damit einer der ältesten Chöre

unseres Verbandes. Er trägt den Namen eines seiner Zeit sehr bekannten Leipziger Komponisten. Lieder wie“Das

Wandern ist des Müllers Lust“ oder „Im Krug zum grünen Kranze“ wurden von Carl-Friedrich Zöllner komponiert.

Von den zahlreichen Zöllner-

Vereinen, die damals in

Deutschland und sogar in

Übersee gegründet wurden,

existiert nur noch der Zöllner-

Männerchor Bernburg, der

auch seit dieser Zeit diesen

Vereinsnamen ununterbrochen

führt. Nach wie vor hat

sich der Chor die Aufgabe

gestellt, den Männerchorgesang

weiterhin zu pflegen.

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Red.

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Bildergalerie vom 3. Landes-Chorfest im Juni 2011

Bernburg

singt

Friedrich-Silcher-Chor Halle

Lehrerchor der Stadt Halle

Gemischter Chor “Viktoria” Bad Salzelmen

Gemischter Chor Beesenlaublingen

Friedrich-Silcher-Chor Bernburg

A-Cappella-Chor Halle

— 11 —


Gemischter Chor Elstertal Zeitz

Handwerker-Männerchor Genthin

Lindenchor Kirchscheidungen

Gemischter Chor Hasselfelde

Männerchor Kuhfelde

Männergesangverein Harmonie Kayna

Gemischter Chor Egeln

Ziethe-Chor Biendorf

— 12 —


Gemischter Chor Alsleben

Kinderchor Musikschule Querfurt

Schulchor Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg

Wernigeröder Männerchor

Konzerthallen-Chor Halle

Mädchenchor Halle Neustadt

Musica Vita Querfurt

Gesangsverein Nauendorf

— 13 —


Männerchor Kuhfelde

Frauenchor “Joseph Haydn” Seehausen

Lyra-Chor Aschersleben

Frauenchor “cantus laetitae” Lochau

Exaudi Chor Magdeburg

Singkreis Magdeburg

Gemeinschaftssingen – Volksliedermedley

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Konzert zum 20-jährigen Jubiläum des Kinder- und des Gemischten Chores des Gymnasiums Egeln

Wiedersehen zum runden Geburtstag

Von Nadja Bergling (Staßfurter Volksstimme)

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Mit einem Konzert wurde am Sonnabend der 20. Geburtstag des Kinder- und des Gemischten Chores des

Gymnasiums Egeln gefeiert. Für dieses Jubiläumskonzert hatten sich auch viele Ehemalige zusammengefunden,

die sich ebenfalls am Programm beteiligten und die Zuschauer begeisterten.

Egeln. Liebevolle Umarmungen, freundliches Händeschütteln – all das konnte man am Sonnabend in der Stadtkirche

St. Christophorus in Egeln sehen. Denn zum Konzert, mit dem der 20. Geburtstag des Kinder- und des Gemischten

Chores des Gymnasiums gefeiert wurde, kamen auch viele Ehemalige. Sie alle waren einmal Schüler am Gymnasium

und sangen in den Chören mit.

Superintendent Michael Wegner brachte es auf den Punkt: "Dass so viele Ehemalige heute gekommen sind, zeigt ihre

Verbundenheit mit dem Gymnasium und auch der Stadt Egeln." Nach seinen Gratulationen freute sich Wegner, dass

20 Jahre Chöre des Gymnasiums auch 20 Jahre Konzerte in der Stadtkirche bedeuten. "Die Kirche ist zu einer zweiten

Aula geworden. Sie ist nicht nur ein Gotteshaus. Die Kirche wurde auch als Veranstaltungsort für die Gemeinde

gebaut. Und ich kann mit Stolz sagen, dass das genau in Egeln der Fall ist", so Wegner weiter.

Gratulationen richtete auch Oberstufenkoordinator Ralf Bannier an die Chöre. "Wir sind stolz auf euch. Ein

Dankeschön geht aber auch an Elfriede Sehnert und Dr. Ralf Schubert. Ohne die beiden 'Macher' würde es die Chöre

gar nicht geben."

Voller Lob war auch Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner. "Die Chöre sind ein wichtiger Bestandteil des

Gymnasiums und auch der Stadt Egeln. Mit ihrer Musik haben sie Egeln auch schon in anderen Ländern bekannt

gemacht", so der Stadtchef.

Natürlich war die Kirche bei diesem Jubiläumskonzert gut gefüllt. Und die Chöre boten den Zuhörern ein

umfangreiches Programm. Angefangen vom Kinderchor, über den Gemischten Chor bis hin zum Kammerchor "Young

Voices" begeisterten die Sängerinnen und Sänger das Publikum. Tosenden Applaus gab es aber auch für den Chor,

der sich aus Ehemaligen gebildet hatte. Mehr als 70 Sänger standen vor den Konzertbesuchern und sorgten mit ihrem

Gesang für Gänsehautstimmung pur.

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20 Jahre Chöre des Gymnasiums Egeln

1991 im September fanden sich 18 junge Damen aus den Klassen 10–12 zu einer Chorgründung zusammen

1. Auftritt Weihnachten 1991 in der Aula zusammen mit dem Kinderchor, das wie das Frühlingskonzert zur

alljährlichen Tradition geworden ist – 2010 war das 20. Weihnachtskonzert

1993/1994 mit dem Eintritt von fünf jungen Männern wurde aus dem Chor ein gemischter Chor

Januar 1994: 1. Chorlager in Arendsee, das seitdem alljährliche Tradition ist – 2011 waren wir das 18. Mal dort!



Von da an gab es eine kontinuierliche Entwicklung, deren erster Höhepunkt ist:

• Juli 1997: Aufnahme der 1. CD „Neue Brücken – neue Wege“ in der Stadtkirche Egeln, der 1998 und 1999 Cds

2 und 3 folgten

— 15 —


Nach den regelmäßigen Fahrten (aller zwei Jahre) zum Festival in Svitavy (Tschechien) – seit 1996 – gab es einen

neuen, weiteren Höhepunkt:

• Dezember 1999: Teilnahme am Internationalen Adventsingen in Wien (Österreich): Neben den Auftritten

auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Schönbrunn und in einer Kindergartenschule haben wir auch im

Stephansdom den Kanon „Da pacem domine“ gesungen und einen zünftigen Heurigen Abend erlebt

• 15.09.2001: 10 Jahre Chöre des Gymnasiums, hier singt ein Chor der Ehemaligen

• 2001, 2003, 2005, 2007, 2009 und 2011 Teilnahme an allen sechs Festivals „Sine musica nulla vita“ in Egeln

• 04./05.04.2003 Produktion der 4. CD „In der Mitte der Nacht“

• 09.04.2005 Aufnahme der 5. CD „Mögen sich die Wege“ (Best of der Jahre 1997 – 2005), für die der Chor im

Dezember im Rahmen des Jugend-Kultur-Preises des Landes Sachsen Anhalt ein Anerkennungsschreiben

des Kultusministers erhielt

• 03.07.2005 Mitwirkung bei der Live Fernsehsendung „Magdeburg für Anhalter“ in der Bördelandhalle, hier

waren wir die einzigen (zusammen mit Young Voices), die wirklich live gesungen haben

• 19. Juni 2006 2 Mitglieder des Chores (Marion Denzin und Christoph Kamrad) fahren als Vertreter des

Bundeslandes Sachsen-Anhalt zu einer Gesprächsrunde zum Thema Bildung mit dem Bundespräsidenten

Horst Köhler ins Schloss Bellevue

• 15.07.2006: 15 Jahre Chöre des Gymnasiums Egeln – es singt wieder ein Ehemaligenchor

• vom 23.01.– 26.01.2008 fahren wir zum 15. Mal ins Chorlager nach Arendsee – das wird am 25.01.08 mit

ca. 40 ehemaligen Chormitgliedern gefeiert

• 04. April 2009 Mitwirkung bei der CD-Produktion des Salzlandkreises

• 28.09. – 02.10. 2009 Besuch des neuen Partnerchores „E. Balzan“ im italienischen Badia Polesine

• 03. – 07. Mai 2010 Besuch des italienischen Partnerchores „E. Balzan“ in Egeln

Seit April 2000 hat der Chor eine eigene Internetpräsentation, die von Chormitgliedern erarbeitet und bis heute

gestaltet wird: www.schulchor.com

CK Magdeburger Börde

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125 Jahr – Männerchor Orpheus Pretzien

Der Männerchor Pretzien feierte im Rahmen des 11. Schönebecker Chorfestes sein 125-jähriges Bestehen. Der Chor

wurde 1886 gegründet. Nach mehreren Unterbrechungen durch die beiden Weltkriege wurde der Chor am 08. April

1948 durch 8 sangesfreudige Männer wieder ins Leben gerufen. Der Männerchor wirkt als kultureller Träger des Ortes

und wird von Bernhard Janowski geleitet.

— 16 —


In den vergangenen Jahren hat der Chor durch seine künstlerische Aussage und Qualität bei Sängerfesten,

Kirchenkonzerten, Hochzeiten, Jubiläen sowie bei Advents- und Weihnachtskonzerten den Landkreisen Schönebeck,

Jerichower Land und Anhalt-Zerbst viele Freunde gefunden. Am 21. März 2004 wurde dem Männerchor Pretzien vom

damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau die Zelterplakette verliehen.

Der Chorgeburtstag wurde am 24. September als 11. Schönebecker Chorfest mit 9 Chören und einer Musikgruppe im

Pretziener Dorfgemeinschaftshaus feierlich begangen.

Auf die Weiterführung der Tradition bedacht, hat sich der Chor das Ziel gesetzt, mit hoher Klangkultur den großen

Schatz an klassischen Volksliedern und geistlichen Chorwerken zu pflegen.

Klaus Thesenvitz

CK Giebichenstein

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50 Jahre Dirigent beim Volkschor

Martin Knauf ist in Bad Dürrenberg eine stadtbekannte Persönlichkeit. Seit 50 Jahren ist er Dirigent des Städtischen

Volkschors Bad Dürrenberg, für dessen künstlerische Entwicklung er den maßgeblichen Anteil trägt. Zahlreiche

Gratulanten hatten sich am 03. September im Haus des Volkes eingefunden, um dieses herausragende Ereignis mit

dem Jubilar, seiner Familie und dem Volkschor zu feiern.

Thomas Heilmann gratulierte in Vertretung des Bürgermeisters und des Stadtrates und überreichte ein Präsent.

Ein Vertreter des Sängerkreises Giebichenstein überbrachte dessen Glückwünsche und überreichte im Auftrag des

Deutschen Chorverbandes eine Ehrenurkunde und das Goldene Ehrenzeichen für Chorleiter, die höchste

Auszeichnung, die vom DCV für Chorleiter vorgesehen ist.

Der Städtische Volkschor Bad Dürrenberg eröffnete das Programm mit Beethovens Opferlied "Die Flamme lodert".

Chöre aus der Region waren eingeladen und brachten dem Jubilar nicht nur mit Blumen und Präsenten, sondern

besonders mit ihren Liedern ihre Hochachtung zum Ausdruck.

Der Kirchenchor Großkorbetha wird ebenfalls von Martin Knauf dirigiert. Als Christ und Organist versteht sich der Jubilar

bestens auf geistliches Liedgut, das eine feierliche Stimmung verbreitete. Der Volkschor Spergau und der Männerchor

Kirchfährendorf trugen mit eindrucksvoll dargebrachten Liedern zum Gelingen der Feierstunde bei. Dem Kirchenchor

Bad Dürrenberg unter Leitung von Christian Nötzel gelang ein emotionaler Höhepunkt mit einer eigens komponierten

Jubiläumshymne, bevor der Städtische Volkschor das Programm ausklingen ließ, am Ende mit einem Gemeinschaftslied

aller Chöre, natürlich mit Martin Knauf als Dirigent.

Der Städtische Volkschor Bad Dürrenberg wünscht sich noch viele weitere Jahre mit seinem Chorleiter. Mit seinen 76

Jahren ist er der lebende Beweis dafür, wie sehr die Liebe zur Musik jung erhält. Keine Frage: "Die Flamme lodert!

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Heinz-Günter Kunde

— 17 —


Am 03.09.2011 bekam Martin Knauf zum 50. Chorleiterjubiläum im Volkschor

Bad Dürrenberg die Ehrung des Deutschen Sängerbundes mit Urkunde und

Ehrennadel sowie die Ehrenplakette des Chorverbandes Giebichenstein

überreicht.

Zum Jubiläumssingen im Haus des Volkes gratulierten neben seinen eigenen

Chören, dem Volkschor Bad Dürrenberg und dem Kirchenchor Großkorbetha,

auch der Männerchor Kirchfährendorf und der Kirchenchor Bad Dürrenberg. Als

Vertreter der Stadt Bad Dürrenberg überreichte der Vorsitzende des Stadtrates

Thomas Heilmann einen Ehrenteller der Stadt Bad Dürrenberg.

Martin Knauf wurde in der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar zum Musiklehrer

ausgebildet und übernahm im Alter von 25 Jahren am 01. September 1961

die Chorleitung des „Städtischen Volkschores Bad Dürrenberg“. Mit z.Zt. über

40 Mitgliedern überzeugt sein Chor nicht nur im inneren Zusammenhalt, sondern

auch durch die Anzahl der jährlichen Auftritte und ihrer Beteiligung an Chorsingen

des Chorverbandes Giebichenstein.

Da die Vorsitzende des Chorverbandes Giebichenstein, Frau Angela Schicke,

leider verhindert war, wurde die Ehrung von einem Mitglied des befreundeten

Männerchores aus Ermlitz übernommen.

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Helmut Peters

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Chorgesang im historischen Schlosshof Ostrau 11.09.2011

Zum Tag des offenen Denkmals bekamen die Gäste und Freunde von Schloss und Schlosspark Ostrau ein extra

Bonbon beim Besuch des denkmalgeschützten Ensembles.

Im Schlosshof eröffnete um 14 Uhr das Jugendblasorchester Halle ein Chorkonzert, zu dem der Neue Chor Halle, der

Mädchenchor Halle-Neustadt, die Chorgemeinschaft Götschetal, der Bergmannschor Geiseltal, der Hallesche

Konzerthallenchor, der Heidechor Lieskau und der Chor Sang und Klang Angersdorf ihre schönsten Sommerlieder zu

Gehör brachten.

Der Chor „Sang und Klang“ mit seinem Chorleiter Leo Fischer, der sich aus Altersgründen zum Jahresende auflösen

wird, wurde mit Rosen, Wehmut und viel Applaus verabschiedet.

Das Schloss mit der schönen sanierten Bibliothek konnte besichtigt werden und der Schlosspark zeigte sich beim

besten Sonnenschein von seiner schönsten Seite. Das Konzert war gut besucht und die Zuhörer sparten auch nicht

mit Anerkennung. Über den Veranstaltern und den Zuschauern wachte der liebe Gott. Eine Stunde nach Konzertende

kam das verheerende Unwetter nach Sachsen-Anhalt, mit schlimmen Folgen für viele Bewohner.

Angela Schicke

— 18 —


„Ein jeder Weinstock trägt jetzt Reben“

Herbstkonzert des Chorverbandes Giebichenstein e.V.

Unter dem Motto "Ein jeder Weinstock

trägt jetzt Reben" veranstaltete der

Chorverband Giebichenstein sein diesjähriges

Herbstkonzert am 23.10.2011

in der Ulrichskirche zu Halle

Das Publikum wurde mit einem Medley

beschwingter Weisen begrüßt.

Die Instrumentalisten, zum großen Teil

aus dem Jugendblasorchester hervorgegangen,

haben sich gefunden, um

weiter im Verein zu musizieren. Sie

traten noch ein zweites Mal auf und

spielten bekannte Weisen, zu denen

das Publikum begeistert mitsang.

Die Chorgemeinschaft Götschtal, der

gemischte Chor “Via musica” und der

Frauenchor Lochau begeisterten die

Zuhörer mit bekannten, aber auch

neueren Chorwerken.

Der Männerchor Ermlitz brachte den

Herbst und besonders die Zeit der

Weinlese zu Gehör. Der Wein, wie im

Veranstaltungstitel erwähnt, wurde

melodiös reichlich ausgeschenkt.

Mit "Heilig ist der Herr" wies der

Singekreis Halle auf die bevorstehende

Zeit hin, die schon wieder in fünf

Wochen beginnt. Sie lesen richtig,

Weihnachten ist nicht mehr weit.

Fotos und Text Gerd Behrends CVG

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Bilder von oben nach unten:

• Blasorchester des Musikvereins

Halle-Neustadt

• FC “Cantus taetitae” Lachau

unter Leitung Ulrike Oehring

• Chorgemeinschaft Götschetal

unter Leitung Sebastian Flohr

• Männerchor Ermlitz

unter Leitung Erik Schober

• Singkreis Halle

unter Leitung Ulrich Hellem

• GC “Via musica” Halle

unter Leitung Ulrike Oehring

— 19 —


CK Heide Drömling

Singen in Heide und Altmark

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Dieses Konzert ist eine Initiative des Chorverbandes

Niedersachsen-Bremen mit

seinem Präsidenten Hans-Jürgen Ollech

und des Chorverbandes Sachsen-Anhalt

mit seinem Präsidenten Reiner Schomburg.

Ausrichter in diesem Jahr war der Wolfsburger

Chorverband mit seinem Vorsitzenden

Helmut Meier sowie der Chorkreis

Heide-Drömling mit seinem Vorsitzenden

Alfred Fischer.

Diese Konzertreihe hat sich mittlerweile seit

20 Jahren etabliert und erfreut sich zunehmender

Beliebtheit. Chöre von „hüben

und drüben“ treffen sich im niveauvollen

Rahmen und geben sich gegenseitig

Anregungen in der Auswahl ihres Liedgutes

und der Qualität des Gesangs.

„Es soll weiter und weiter zusammenwachsen,

was zusammengehört“ – dieses

Motto hat oberste Priorität. So bieten diese

Konzerte Gelegenheit, Chorfreundschaften

aufzubauen, fortzusetzen oder zu vertiefen.

Auch die Zuhörer aus beiden Bundesländern

wachsen zusammen und erleben

Freude miteinander.

Helmut Meier

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130 Jahre Männerchor Eintracht Gardelegen

Der Männerchor Eintracht Gardelegen wurde am 16. September 2011 gegründet. Unter dem Vorsitz von Peter

Jaenicke und unter der künstlerischen Leitung von Hans Eggert feierte der Chor am 18. September 2011 mit einem

Festkonzert im Gardelegener Schützenhaus und mit acht befreundeten Chören im Volkshaus sein 130-jähriges

Bestehen. Seit seiner Gründung durch zwölf Handwerksmeister aus der Stadt Gardelegen im Jahr 1881 kann der

Männerchor Eintracht Gardelegen, nur mit den Kriegsunterbrechungen, eine lückenlose Gesangsausübung

nachweisen. Auf Grund dessen ist der Männerchor Eintracht Gardelegen nach der Wende mit der Zelterplakette

ausgezeichnet worden. Immer konnte der Chor auf stimmlich ausreichende aktive Mitglieder zurückblicken, auch

wenn die beiden Kriege jedes Mal große Lücken durch gefallene Sänger hinterließen. Er trat schon zeitig in den

Deutschen Sängerbund ein und nahm seitdem an vielen Deutschen Sängertreffen teil. Schwer war der Anfang nach

dem zweiten Weltkrieg im Jahr 1947 unter Kontrolle der Volksbühne. Trotzdem ging der Männerchor Eintracht

Gardelegen immer seinen eigenen gesanglichen Weg, auch wenn er oft mit der Obrigkeit in Konflikt geriet. Neben den

politischen Liedern, die zu bestimmten Anlässen vom Männerchor Eintracht Gardelegen einstudiert und vorgetragen

wurden, sang er die klassischen Volkslieder, die heimatverbundenen Lieder und die Lieder der Jagd. Diese Lieder

waren gerade in der Altmark und in der Heide-Region besonders verbreitet. Auch Opernchöre standen auf dem

Probenplan. In der Weihnachtszeit sang er die klassischen Weihnachtslieder. Zu dieser Zeit errang der Chor schon als

Laienchor hohe staatliche Auszeichnungen. Als Anerkennung folgte 1983 eine vierzehntägige Chorreise in fünf große

Städte der Ukraine. Sein reichhaltiges Repertoire und seine gesangliche Qualität beruhten zum Teil darauf, dass der

Chor seit über 40 Jahren vom Chorleiter Hans Eggert künstlerisch geformt wurde und durch einige Sänger, die seit

über 50 Jahren und mehrheitlich seit 40 Jahren im Chor singen. Es gab nach der Wende keinen Umbruch im Bezug

des Chorgesanges.

— 20 —


Es erfolgte der Wiedereintritt in den Deutschen Sängerbund und in den Sängerkreis Heide-Drömling e.V, der dem

Chorverband Sachsen-Anhalt angehört. An drei Chorwettbewerben in Sachsen-Anhalt nahm der Männerchor Eintracht

Gardelegen nach der Wende teil und wurde immer Sieger in seiner Kategorie. Zu besonderen Anlässen wird

der Chor oft hinzugezogen, zuletzt beim Sachsen-Anhalt-Tag in Weißenfels und in Gardelegen. Ebenfalls bei vielen

Regionalen- und Landeschorfesten. Er vertrat die Hansestadt Gardelegen bei Hansefesten in Holland und Salzwedel.

Mit einem Altersdurchschnitt von 65 Jahren ist der Chor auf dem Höhepunkt seiner Leistung angekommen. Seine

einjährige musikalische Vorbereitung auf sein Festkonzert brachte das vor einem begeisterten Publikum im voll

besetzten Schützenhaus zum Ausdruck. Im Programm standen 23 Chorsätze, die vom Volkslied über Jagd- und

Heimatlieder, dem Jägerchor aus der Oper “Der Freischütz” und die schöne blaue Donau bis hin zu neuzeitlichen

Scherz- und Stimmungsliedern reichten. Besonders hervorheben möchte ich aus dem Programm zwei Chorsätze, die

der ehemalige Landeschorleiter Klaus Tietze, der beim Festkonzert anwesend war, für den Männerchor Eintracht neu

arrangiert hat: „Es hat ein Bauer ein schönes Weib“ und „Über sieben Brücken musst du gehen“. Sein spontaner

Beifall ließ erkennen, dass der Chor seine Lieder nach seinen Vorstellungen ausgezeichnet vorgetragen hatte.

Stehender Beifall der Zuhörer und zwei durch sie geforderte Zugaben beendeten das Festkonzert.

Nur zwei Tage später beim Sängertreffen mit seinen befreundeten acht Chören im Volkshaus Gardelegen setzte sich

sein Chorjubiläum fort. Hier kam die freundschaftliche Gemeinschaft der Chöre aus der Region neben dem

hervorragenden Gesang der

einzelnen Chöre zum Ausdruck.

Fast entwickelte sich

unter den Chören ein spontaner

Gesangswettbewerb.

Das war ganz nach dem Geschmack

des Publikums. In

den Pausen sorgte die ausgezeichnete

Feuerwehrkapelle

aus dem Nachbarort Mieste für

eine unterhaltsame Stimmung.

Es war rundum eine gelungene

Jubiläumsfeier des Männerchores

Eintracht Gardelegen.

Für das kommende Jahr

stehen bereits wieder neue gesangliche

Pläne des Männerchores

Eintracht auf dem Plan.

Alfred Fischer

CK Mansfeld-Südharz

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8. Chortreffen im Rosarium

Insgesamt 14 Chöre und Chorgruppen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen folgten dem Aufruf, am 29. Mai

2011 das 8. Chortreffen im Rosarium zu gestalten.

Auf der wunderbaren Bühne des Europa-Rosariums Sangerhausen, inmitten von tausenden blühenden Rosen dem

Gesang der teilnehmenden Chöre zu lauschen, war nicht nur für die Besucher des Rosengartens eine Wohltat für die

Sinne.

Ein abwechslungsreiches Programm, quer durch die Genre der Musik, zeigte auf, wie schön Chorgesang sein kann.

Die Chöre überboten sich dabei in ihren Darbietungen, jedes Lied eine Werbung und Aufforderung, selbst mitzusingen.

Für die neu gewählte Rosenkönigin Lydia I. war es der erste offizielle Auftritt in ihrer Amtszeit. Souverän und sehr

charmant begleitete sie die Veranstaltung und überreichte die Erinnerungsgeschenke an die teilnehmenden Chöre,

gemeinsam mit den Moderatoren des Tages Margitta Enders vom Gemischten Chor Stolberg sowie Rolf Bernhardt

vom MC der Kleingärtner Sangerhausen.

Alle Teilnehmer waren begeistert von Umfeld und der gelungenen Komposition aus Musik und Rosengarten und

warten auf eine Neuauflage.

Diese startet am 03. Juni 2012 zum 9. Chortreffen, wie immer im Rosarium Sangerhausen.

Olaf Venohr

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Foto: Fotostudio Ahlhelm, Lutherstadt Eisleben im Juni 2011

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Der Gesangverein Blankenheim 1861 e.V. feierte in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen mit einer Festsitzung und

einem Sängerfest am 23. und 24. September auf dem Schloss und ehemaligen Prämostratenserkloster Klosterrode,

welches ein Ortsteil von Blankenheim ist. Das Schloss verfügt über einen liebevoll restaurierten Gewölbekeller (Krypta)

mit hervorragender Akustik für den Chorgesang. Schon seit fünf Jahren finden dort regelmäßig Chortreffen statt, die

auf ein ständig zunehmendes Interesse stoßen. Auch die berühmten Don-Kosaken haben hier schon gesungen und

das Konzert war ein absoluter Ohrenschmaus.

Zu unserem Jubiläum hatten wir uns vier Gastchöre aus der Nachbarschaft eingeladen, alle Mitglieder im Chorkreis

Mansfeld-Südharz, wie unser Verein selbst auch. Es waren die Männerchöre aus Emseloh, Erdeborn und Wettelrode

sowie der Gemischte Chor Ahlsdorf. Das interessierte Publikum war sehr zahlreich erschienen und am Ende gab es

noch ein gemeinsames Massensingen. Unser Gesangverein erhielt vom Vorsitzenden des Chorkreises, Olaf Venohr,

die Ehrenurkunde des Chorverbandes Sachsen-Anhalt überreicht. Wir sind damit einer der ältesten Chöre in der

Region. Im Jahre 2006 erhielt der Gesangverein Blankenheim die begehrte Zelter-Plakette verliehen, worauf wir sehr

stolz sind. Aktuell haben wir 30 aktive Mitglieder, davon 18 Sängerinnen und 12 Sänger. Vorsitzender ist seit 1989 der

Sangesfreund Ernst Wieland und Chorleiterin seit 2010 Frau Angelika Wagner.

Ulrich Kerber, Schriftführer

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Am 9. Juli fand im Chorkreis das 21. Südharzer

Sängerfest aus Anlass des 90. Gründungsjubiläums

des MGV Heiligenthal statt.

17 Chorgemeinschaften gestalteten gemeinsam

mit dem MGV Heiligenthal den

Ehrentag.

Unter der Leitung des Chorleiters Wolfgang

Schuchardt eröffnete der MGV das Programm,

gemeinsam mit dem MC Wiederstedt.

Ohne Pause reihten sich Chöre in die Darbietungen

ein und nutzten die hervorragenden

Möglichkeiten, sich dem gastgebenden

Chor und dem zahlreichen Publikum

zu präsentieren.

21. Südharzer Sängerfest in Heiligenthal

— 22 —


Es war nicht einfach ein Sängertreffen, es war ein Fest, für das sich der ganze Ort engagierte, um diesen Tag als

einen wirklichen Höhepunkt zu gestalten. Wer nicht unbedingt weg musste, blieb, lauschte und feierte.

Die Heiligenthaler Jagdhornbläser, die Kameraden der Feuerwehr, die Ehefrauen und die vielen freiwilligen Helfer

brachten es fertig, vom ersten Moment an eine festliche Stimmung aufzubauen, welche noch anhielt, als das letzte

Lied schon verklungen war.

Eine Freude und Genugtuung für Chorleiter Wolfgang Schuchardt, welcher mit einem großen Massenchor das 21.

Südharzer Sängerfest und einen gelungenen, unvergesslichen Ehrentag für die Männer des MGV Heiligenthal

beendete.

Olaf Venohr

Leitfaden und Denkanstöße

Neue Ideen für die Zukunftsgestaltung der Chöre

Schwerpunkt Sänger- und Mitgliederwerbung

Ein immer sehr aktuelles Thema in allen Chören ist die Sänger- und Sängerinnenwerbung und die Suche nach neuen

passiven Mitgliedern, die den Verein finanziell unterstützen.

Die Chöre sind ein wichtiger Kulturträger und die Sänger und Sängerinnen oft über viele Jahrzehnte über die Vereinsfamilie

sehr eng in ihrem Verein eingebunden.

In der bis heute intakten Chorlandschaft in allen Chorverbänden, aber besonders bei den Traditionschören sind

deutliche Veränderungen sichtbar. Der leider oft fehlende Sänger- und Sängerinnennachwuchs in vielen Chören

bereitet den verantwortlichen Gremien in den Chorverbänden und Vereinen erhebliche Sorgen. Um die Leistungsfähigkeit

der Chöre in allen Stimmen in Zukunft zu erhalten, bedarf es ganz besonderer Anstrengungen.

Für diese schwierige Aufgabe ist ein Leitfaden entstanden, der sich mit dem Thema sehr praxisorientiert auseinandersetzt

und durch sehr viele Beispiele Lösungsansätze anbietet, wie man für eine Chorgemeinschaft ein Gesamtkonzept

erstellt und damit den Verein und Chor erfolgreich in die Zukunft führt.

Der Leitfaden hat das Ziel, ein Berater und Ratgeber zu sein und durch viele Hinweise zu vermitteln, mit welchen

Einzelmaßnahmen man erforderliche Prozesse sinnvoll planen und umsetzen kann. In jedem Verein liegen andere

Gegebenheiten vor, deshalb gibt es kein einheitliches Konzept, das für alle Vereine einsetzbar ist. Der Leitfaden soll in

erster Linie Denkanstöße auslösen, wie man im eigenen Verein und Chor die Zukunft sinnvoll gestaltet.

x

Wesentliche Inhalte des Leitfadens:

1. Eine ausführliche Ist-Analyse des eigenen Vereins

2. Vorschläge, Aufbau und Durchführung einer langfristigen Sänger- und Mitgliederwerbung

3. Die Vereinsführung – das neue Organigramm

4. Die Zusammenarbeit mit dem Chorleiter – Verantwortung und Stellung im Verein / Chor

5. Erfolgreiche Konzertplanung

6. Visionen für die Zukunftsgestaltung der Chorarbeit

Der Leitfaden kann als Schulungsunterlage verwendet werden und ist nach einer ausführlichen Studie über die

Entwicklung der Chöre entstanden. In dem Leitfaden sind meine eigenen Erfahrungen als aktiver Sänger und

Vereinsvorstand in über 20 Jahren eingeflossen.

Weitere zusätzliche Details erfahren Sie unter www.Saengerwerbung-Choere.de.

Bestellung per Mail oder online über Homepage.

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Einzelpreise:

Schulungsunterlage Textvariante 7,00 Euro

CD-Variante 8,00 Euro

Verpackungs- und Versandkostenpauschale 3,00 Euro

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Kontakt:

Peter Baumann, Buchenstraße 31, 76470 Ötigheim

Tel. 07222-27096, Mail: Leitfaden.Saengerwerbung@email.de

— 23 —


D r e i k l a n g M i t t e l d e u t s c h e r K i n d e r c h o r

Länderübergreifendes Chorprojekt der Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen

Auszüge aus dem Konzept (www.dreiklang-mitteldeutscher-kinderchor.de)

Geboren wurde die Idee zu diesem Projekt bei einem freundschaftlichen Gespräch zwischen Professor Andre Schmidt und

Professor Gunter Berger – beide Inhaber von Lehrstühlen an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Für die Umsetzung

und Durchführung konnten die gemeinnützigen Laienchorverbände der drei mitteldeutschen Bundesländer – der Thüringer

Sängerbund e.V., der Sächsische Chorverband e.V. und der Chorverband Sachsen-Anhalt e.V. – begeistert und gewonnen werden.

Im Ergebnis wurde das Projekt „Dreiklang Mitteldeutscher Kinderchor“ aus der Taufe gehoben.

Das Kinderchor-Projekt bietet Kindern aus den drei Bundesländern die Möglichkeit, gemeinsam ein Programm einzustudieren und

aufzuführen. Hierzu wird in jeweils einem der drei Bundesländer ein dreitägiger Workshop durchgeführt, der mit einem großen

Abschlusskonzert endet.

Der Beitrag des Bundeslandes Sachsen-Anhalt zu diesem

Projekt wurde mit Konzerten am 4. September 2011 in der

Ulrichskirche in Halle / Saale und am 18. September 2011 in

der Aula der Universität in Jena geleistet.

Hierzu eine Einschätzung von Bettina Sobbe

Es tut so gut, im Zeitalter von Handys, Computern, facebook

und Videospielen, junge Menschen gemeinsam musizieren zu

sehen und vor allem zu hören.

Ein solches Ereignis war am 04. September in der Ulrichskirche

in Halle und am 18. September in der Aula der Universität in

Jena zu erleben.

4 Chöre aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt machten

sich auf den mehr oder weniger langen Weg nach Halle, um

gemeinsam ein Wochenende mit dem Singen zu verbringen.

Das Ergebnis konnte man sich in den beiden Konzerten in Halle

und Jena anhören.

Zunächst stellte sich jeder Chor mit zwei oder drei Liedern vor.

Eröffnet wurde das Programm von dem Mädchenchor aus

Halle-Neustadt mit dem Klassiker, natürlich von Georg Friedrich

Händel: „Es schlagen freudig unsre Herzen“. Man fühlte sich

gleich in die eigene Kindheit zurückversetzt und erinnerte sich,

wie man dieses Lied einmal selbst gesungen hat. Doch es

sollte nicht nur klassisch bleiben. Mit dem Lied „Lollipop“

endete der Mädchenchor.

Als nächstes stellte sich der Chor des „Dr.-Wilhelm-André-

Gymnasiums“ vor. Mit zwei Volksliedern und einem

kanadischen Folksong meisterten die jungen Sängerinnen ihren

Auftritt mit Bravour.

Danach standen 6 Sängerinnen auf der Bühne. Von Herrn

Ventur, der mit einer kurzweiligen und amüsanten Art durch das

Programm führte, erfuhr das Publikum, dass der Chor eigentlich

größer ist und dies nur eine kleine Abordnung sei. Umso

erstaunter war man dann, wie beeindruckend nur 6 Stimmen ein

so tolles Programm darboten.

Vor der Pause stellte sich der Chor des „Otto-Schott-

Gymnasiums“ vor. Der Beitrag begann jedoch nicht auf der

Bühne. Die Mädchen und zwei Jungen verteilten sich in den

Gängen zwischen den Zuschauerreihen und sangen ein

afrikanisches Freiheitslied, mal leiser und mal lauter, mal nur

einer, mal viele. Es war eine sehr beeindruckende Darbietung.

Über das Volkslied „Wenn ich ein Vöglein wär“, welches in einer

nicht gewohnten, aber sehr schönen Weise dargeboten wurde,

zum Song „Run“ von Leona Lewis war das Programm des

Chors der gelungene Abschluss des ersten Teils des Konzerts.

Die anschließende Pause wurde zum Umbauen benötigt. Es

wurden viele Stühle und Notenpulte hereingetragen. Es nahm

Platz: das Jugendsinfonieorchester des Musikzweiges der

Latina August Herrmann Francke aus Halle. Doch was soll ein

Orchester bei einem Chorkonzert? Diese Frage beantwortete

Herr Ventur, der künstlerische Leiter des Projektes. Es waren

nicht etwa Sänger, die das Singen verweigerten und stattdessen

zum Instrument griffen. Die jungen Instrumentalisten sollten

einen Farbklecks in das Programm bringen. Mit Filmmusiken

aus „Forrest Gump“ und „Fluch der Karibik“ ist es dem

Orchester gelungen, spätestens dann für Gänsehaut zu sorgen.

Nach den beiden Einzelbeiträgen begleitete das Orchester den

Mitteldeutschen Kinderchor, der sich nun aus allen vier Chören

zusammensetzte. Die jungen Sänger präsentierten nun das

Programm, welches sie in Halle bei dem Workshop erarbeitet

hatten. Es folgten Lieder aus dem Film „Die Kinder des

Monsieur Mathieu“. Eine junge Sängerin übernahm sogar den

Solopart des Jungen Pierre Morhange. Es ist bewundernswert,

wie souverän sie ihr Solo gesungen hat. Da gehört sicher eine

Menge Mut dazu – ganz toll!

Ebenso beeindruckend war das Lied „The Water Is Wide“,

welches von 4 Schülern aus dem Jugendsinfonieorchester

arrangiert wurde. Aber auch die anderen Stücke waren sehr

schön. Von „Ave, maris stella“ bis hin zu Queens Hit „Don´t stop

me now“.

Ich durfte beide Konzerte hören. Und ich war jedes Mal

begeistert.

In dem Lied „Ein guter Tag“ von Thomas Richter wurde

gesungen: “… und sei´s nur Lächeln auf einem Gesicht, ist´s

Mühe vielleicht, aber Plage doch nicht.“

Die Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalisten haben

es geschafft, mit ihrer Musik jedem die zwei Stunden ein

Dauerlächeln ins Gesicht zu zaubern.

Vielen Dank dafür.

Ich hoffe und wünsche sehr, dass aus dem Projekt

„Mitteldeutscher Kinderchor“ noch viele so schöne Konzerte zu

hören sein werden.

Konzert in der Ulrichskirche in Halle (Saale)

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