Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

JUANITA:

Püh!

BRUNO:

Wozu das Geschrei?

DER KUNSTHISTORIKER: Man denkt sich stiU das

Seine nebenher.

Was echt, was falsch ist, weiß wohl keiner mehr.

In solchen schweren, komplizierten Fällen

muß man der Obrigkeit sich unterstellen.

JUANITA: Der Mann spricht klug.

DER KUNSTHISTORIKER: Sie ist von Gott gemacht

und hat seit jeher trefflich vorgedacht.

BRUNO: Der liebe Gott deckt voller Seelenruh

an Mensch und Bildern stets die Mängel zu.

DER KUNSTHISTORIKER: Anpassung lernen heißt

das ganze Leben.

DER MALER: Ich kann mich nur erst knirschend drin

ergeben.

DER KUNSTHISTORIKER: So hör' den Satz, den

unsre Zeit dich lehrt

als Erstgebot: Es geht auch — umgekehrt.

Schmeiß den Charakter fort! Er macht Beschwerden.

Die Welt will immer noch betrogen werden.

Vorhang.

Finis,

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