Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

ich ließ es morgen wieder mir bescheren.

Man kann dies Instnmient nicht mehr entbehren.

Gewisse Dinge kann in unsem Tagen

man sich fast nur mehr telephonisch sagen.

PAULA: Zum Beispiel was? Was scheust du dich

mir ins Gesicht zu reden? Bitte sprich!

PAUL {stockend) : Da ist ein Knabe, Gott, der einz'ge Sohn

Von meinem besten Freund, durchs Telephon

erfuhr ich gestern dessen Tod.

PAULA: Und weiter! Du bist ja ganz puterrot.

PAUL: Der Fall hat mich höchst aufgeregt,

du weißt, wie alles gleich aufs Herz mir schlägt!

PAULA: Du armer Mensch! Das tut mir leid.

Dein bester Freund?

PAUL: Bei meinem Eid!

PAULA : Wo lebt er denn ? Und was hat ihm gefehlt ?

Du hast mir ja noch nie von ihm erzählt.

PAUL: Du darfst in meinen Schmerz nicht bohren.

Ich hatt ihn auch ganz aus dem Kopf verloren.

Er konnte hier nicht recht verdienen

und ging zur See, ja, — auf den Karolinen

hat er gelebt als Pflanzer treu und bieder.

Und endlich kommt er in die Heimat wieder,

da muß er gleich in Bremerhafen,

ganz plötzlich sanft im Herrn entschlafen.

PAULA: Das ist ja wirkhch traurig.

PAUL: Schauderhaft!

Er hatte grad vorm Sterben noch die Kraft,

mich über seinen einz'gen kleinen Sohn

zum Vormund zu ernennen.

(£"5 klingelt draußen wieder.)

Hörst du schon!

Da bringt man ihn mir mir nichts dir

nichts her,

als ob ich Waisenvater war.

PAULA: Du mußt dich in die neue Würde schicken.

PAUL :

PAULA :

Das scheint mir auch. Noch will sie mich ersticken.

Man kann das Kind doch nicht zurückspedieren,

bis nach Australien geht man nicht spazieren!

PAUL: Das ist es eben! Oh die Karohnen!

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