Ernste Schwänke; vier Einakter

booksnow2.scholarsportal.info

Ernste Schwänke; vier Einakter

JEREMIAS: Da kommt der Herr —

FUCHSIG:

können ruhig weiter Salben reiben.

Sie

Ich kann nicht länger bleiben.

Indes geh' ich dem Ding hier auf den Grund.

Allheilmittel! Ich lach' mich dran gesund.

JEREMIAS: Es soll vorzüglich sein —

FUCHSIG:

Gott, manche Menschen bleiben ewig Kinder.

Doch manche tun bloß so, als ob sie's wären.

Von mir aus könnt Ihr jedes Bähschaf scheren.

War' nicht das hinterlistige Wort „discret",

das dick und fett

auf jeder Flasche steht.

{Die Stimme schnappt ihm über.)

sagt der Erfinder.

Diskret! diskret! Man müßt' kein Deutscher sein,

auf dieses Wörtchen fiel man doch hinein.

JEREMIAS: Nur eine Redensart, die nichts bedeutet.

FUCHSIG: Ich höre selber, ob die Glocke läutet.

Auf Wiedersehen, Herr Provisor! (barsch) Morgen!

Dem säubern Kunden werd' ich's schon besorgen.

{Exit. ApotJteker SCHRULLIUS kommi im Schlafrock, die

Zeitung in der Hand, wir wissen woher.)

SCHRULLIUS: Gucki! Dasteht's! Die ganze Seite voll:

Pansanabum! Ich werd' vor Wonne toll.

Hier, Jeremias, sehn Sie, staimen Sie!

Das Glück beginnt! Es kräht schon: Kickericki!

Ich sag' ja: Alles macht die Zubereitung!

Brust, Jeremias! Wir sind in der Zeitung.

Pansanabum! Da steht es schwarz auf weiß. —

Sie sehn ja aus wie Mehl und Milch und Reis!

Was haben Sie? Sind Sie vor Freude stumm?

Schnell, Alterchen! Ein Schluck Pansanabum

ist gut für alles, hä, hä! und für jeden.

JEREMIAS : Der Doktor Fuchsig — lassen Sie mich reden t

— war eben hier.

SCHRULLIUS: Was wollt' er denn schon wieder?

Er heilt

doch nur mit Ricinus und Fheder.

JEREMIAS: Er schnüffelte den ganzen Laden rund

an allen Flaschen.

SCHRULLIUS: Dieser Polizeihund!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine