Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

Bildüch,

versteht sich!

Was seufzen Sie! Der wußte vi^l davon.

Für jeden Erbonkel besteht die Pflicht,

einmal zu sterben.

JEREMIAS: Dieser tut es nicht.

SCHRULLIUS: Drum haben wir ihn schließlich tot geschlagen.

JEREMIAS: Ja, was Sie nicht wagen!

SCHRULLIUS: Ach, diese Tat ist sicher nicht verderblich.

Er lebt nun als Pansanabum unsterbüch.

Sein Geist ist in die Medizin gefahren,

um endlich sich wohltuend zu offenbaren.

Jetzt heilt er alle. — {Stößt ihn kitzelnd in die Seite.)

Kiex!

VVoll'n Sie wohl lachen!

Aus keinem Erbonkel läßt sich mehr machen.

JEREMIAS: Das hätt' er sich wohl niemals träumen

lassen.

SCHRULLIUS : Man muß die Vorsehung von vorne fassen.

Von hinten hat man's Nachsehn.

JEREMIAS:

Das mag sein!

Das ewige Warten bringt nichts rechtes ein.

SCHRULLIUS: Jetzt haben wir den dritten Mann im

Bund,

der ist uns sicher, der hält seinen Mund,

und eh' man den in jener Welt entdeckt,

hab* ich und Sie den Kram längst aufgesteckt,

und spielen ohne den verfluchten Laden

die reichen Rentner — {wie vorhin) kiex! — in Baden-Baden.

JEREMIAS : Wozu

SCHRULLIUS :

nur noch das Wort ,,Samaria-Werke" ?

Im doppelten Geheimnis liegt die Stärke.

Sache bringt,

Je mehr man Dunst um eine

je sicherer ist es, daß sie auch gelingt.

Wir führen das Geschäft für ihn im Stillen

auf diese Firma ganz nach unserm Willen.

JEREMIAS: Samaria! Was soll der Name sagen?

SCHRULLIUS: Der Name! — Mensch, wie können Sie

noch fragen!

Ich nahm ihn Ihnen zu Gefallen ja!

Denn Jeremias und Samaria

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