Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

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FRAU KUMMERFETT: Ich nehm' es. Hier! {legt Geld

hin.)

Ich glaube felsenfest,

daß mich dies Mittel nicht im Stiche läßt.

Man darf's doch vor dem Schlafengehen nehmen?

JEREMIAS: Gewiß! Zu jeder Zeit! Ganz nach Bequemen

FRAU KUMMERFETT: Es muß mir helfen.

nicht das Wort

„Diskret" auf jeder dieser

Flaschen dort.

Ich werd' es gleich heut abend noch probieren.

Ich muß ja sonst noch den Verstand verlieren.

Sie sollten heiraten! So weiß man nicht,

ob man mit Recht von diesen Dingen spricht.

JEREMIAS: Von welchen Dingen?

FRAU KUMMERFETT

Ach !

worüber man sich nachts das Herz zerbricht.

Stand' sonst

Sie ahnen nicht

Sie müßten heiraten!

JEREMIAS: Jawohl, Sie müßten!

Wenn Sie ein reiches Mädchen für mich wüßten!

FRAU KUMMERFETT: Sie schaun sich nicht genug im

Land herum!

Mein letzter Trost ist jetzt Pansanabum.

Wenn das nicht hilft, so laß ich mich begraben.

Schön guten Morgen!

JEREMIAS: Morgen! — Hier, Sie haben

die

Vasehne ja vergessen.

FRAU KUMMERFETT: Richtig!

Mir ist jetzt alles nicht mehr halb so wichtig.

Pansanabum nur möcht ich mit mir tragen.

(abgehend.) Heiraten Sie! Man kann Sie dann mehr fragen.

{Exit, und wieder erscheint im Tagesanzug SCHRULLIUS.)

SCHRULLIUS {im Diskant): Nun, hebes Frau Vaselinchen,

sind wir fertig ?

— He! Sie sind wohl nicht geistesgegenwärtig?

He! Jeremias! Mund zu! Ausgeschnauft!

JEREMIAS: O Gott! — Sie hat — Pansanabum gekauft.

SCHRULLIUS: Was hat sie, diese liebe alte Schraube?

Wenn das ist, gibt es nichts, was ich nicht glaube.

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JEREMIAS: Hier ist der Taler!

SCHRULLIUS: Sein Sie stolz! Sie haben

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