Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

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Du machst mich ganz nervös. Geh jetzt ins Haus!

Sprich wenigstens das Wort erst richtig aus.

Das höchste, heiligste!

DIE FRAU: Ja, ich muß sagen,

und meine Damen sollen es vertragen!

Du hintergehst mich mit Pansasabum,

und Lebrechtchen dazu.

SCHRULLIUS: Sei nicht so dumm!

Das Kind ist nicht zu Experimenten da.

Doch deine Kaffeetanten — Hergott ja! —

die können Gift verdau'n und Vitriol,

und fühlen sich wie nach dem Baden wohl.

DIE FRAU: Ein Löffelchen wird Lebrechtchen nicht

schaden.

Er hat wohl Würmer. Gib's!

SCHRULLIUS: Nein! Aus dem Laden

sag' ich dir! Hier! Koch Pfefferminztee auf,

imd leg' ihm Prießnitz vom und hinten drauf!

DIE FRAU {enttäuscht): Und kein Pasanabum!

SCHRULLIUS:

Geh, sag ich dir!

Im Schlafrock bist du noch! Paßt sich das hier?

Ein Apotheker ist Respektsperson.

Männi!

DIE FRAU {kosend):

SCHRULLIUS : Da kommt der Lehrer Lammdarm schon

DIE, FRAU: Dann muß es ja zehn Uhr imd Pause sein.

SCHRULLIUS: Natürhch!

DIE FRAU: Gott! Ich muß ins Haus hinein.

Wir haben Sauerkraut mit Schweinebraten,

Das letzte Mal ist er zu hart geraten.

{Exü; eintritt der Lehrer LAMMDARM.)

SCHRULLIUS: Morgen, Herr Lehrer!

LEHRER LAMMDARM {mit der hohlen Stimme des

Schmalbrüstigen):

Guten Morgen auch!

SCHRULLIUS: Was macht der Magen?

LEHRER LAMMDARM: Heut ist es der Bauch,

er brennt wie Siegellack.

SCHRULLIUS: Ich hab' etwas

ganz exquisites hier in diesem Glas:

Pansanabum.

5* Ö7

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