Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

SCHRULLIUS: Ich schwöre drauf.

FUCHSIG

daß dieser Unfug alles heilen kann:

Grind, Rheumatismus, Mmnps und Nervenfieber,

Zahnweh, Kopfschmerz und Durchfall?

SCHRULLIUS: Ja, mein Lieber,

es sind geheime Kräfte drin.

FUCHSIG:

Verflucht!

Ich hab' die Alchimie dort untersucht.

Aqua ist noch das beste von den Teilen.

Und damit woUt Ihr kranke Menschen heilen,

mit diesem Regenwasser?

SCHRULLIUS: In der Tat,

ja, beispielsweise, weil ich's sehe grad,

auch Ihre Glatze würde gleich sich heben,

mit einem Wald von Haaren sich beleben

nach ein paar Fläschchen von Pansanabum.

Sie glauben fest daran,

FUCHSIG: Mensch, Sie sind reif fürs Sanatorium!

Ich bitte, waschen Sie sich erst den Kopf!

Das ist ja mittelalterhcher Zopf.

Wo ist der Bürgermeister? O, ich rase.

Morgen! So etwas bringt mich in Extase.

{Er stürzt weg.)

JEREMIAS {entsetzt) : Herr SchruUius, wir sind verloren.

SCHRULLIUS:

Der Kerl hat glänzend dran vorbeigeschossen.

JEREMIAS: Er zeigt uns an.

(FRAU SCHRULLIUS kommt atifgeregt

FRAU SCHRULLIUS : Reinhold ! Denk dir ! O

Verzeihung, wenn ich bei der Arbeit störe!

Doch das geht nicht mit rechten Dingen zu.

Lebrechtchen — und ich hab' doch

SCHRULLIUS:

Du bist

kein Bürgermeister.

Possen!

herzu.)

höre

Langsam du!

DIE FRAU:

Denkt Euch an:

Ich hab' Pansasabum, zürn' mir nicht. Mann!

an Lebrechtchen versucht, ein Löfflein nur! —

Er ist gesund, von Krämpfen keine Spur!

Im Handumdrehen war sein Bauchweh fort,

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