Ernste Schwänke; vier Einakter

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Ernste Schwänke; vier Einakter

und hat uns sein Allheilmittel beschieden

und uns hier oben seinen Schutz vertraut.

FUCHSIG: Ein Ochs ist der nin:, der nicht wiederhaut.

Das beste Mittel gegen ein Gebot,

das man mngangen, ist und bleibt der Tod.

Das scheint Ihr Mister King gewußt zu haben.

DER BÜRGERMEISTER: Höchst schlauer Kunde.

Rechtzeitig begraben.

SCHRULLIUS: Ach, ihr mit euren ewigen Gesetzen

wollt uns die Seele aus dem Leibe hetzen.

Man kann sich kaum mehr vor- noch rückwärts regen,

„verboten" steht heut fast an allen Wegen.

Ihr tut nichts als

Gesetze zu erfinden,

ein beßrer Mensch weiß sich kaum durchzuwinden.

Wohin man sieht, sind Fallen und sind Schhngen.

Und will man sich einmal zur Höhe schwingen,

gleich fängt man uns und macht uns wieder klein

und sperrt ims in das Strafgesetzbuch ein.

War das nicht der

FUCHSIG {zu JEREMIAS): King?

Name, ja,

getroffen!

des Erbonkels, auf den Sie immer hoffen?

Ha! Sie erröten! Wolln Sie wohl bekennen!

O großer Gott!

JEREMIAS {außer sich vor Angst):

SCHRULLIUS {raunt ihm zu): Mut!

FUCHSIG: und mir alles nennen:

Wann starb er? Ich nehm's schrifthch auf. Und wo?

DER BÜRGERMEISTER: Ja! die Recherchen.

JEREMIAS {ausbrechend): Es ist gar nicht so.

Er lebt noch jetzt in Cincinnati droben.

Wir beide haben ihn nur vorgeschoben.

Herr SchruUius war der Meinung — bitte sehr,

verzeihen Sie uns! — es machte viel mehr her,

hing man — verwünscht sei dies Pansanabmn! —

dem Ding ein Mäntelchen, ein fremdes, um.

SCHRULLIUS {springt auf ihn zu und packt ihn an der

Kehle): Still! Ich erwürge dich. Kein Wörtchen mehr!

Verräter du! Die feige Seele her!

FUCHSIG {erschrickt vor ihm): Um Gotteswillen!

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