Ansehen - Evangelische Kirchengemeinde Nierstein

martinskirche.nierstein.de

Ansehen - Evangelische Kirchengemeinde Nierstein

Gemeindebrief

II / 2008

der Evangelischen Kirchengemeinde zu Nierstein

www.martinskirche-nierstein.de

Gemeinde der EKHN*

Wir glauben,

um zu erkennen;

wir erkennen nicht

um zu glauben.

Augustinus

Foto: Tillmann


Inhalt

3 Monatsspruch Oktober

5 Neues aus dem Kirchenvorstand

13 Wo sind unsere Toten?

14 So leb dein Leben (My Way

16 Die Aussegnung zu Hause ...

18 Nicht alleine sein – den eigenen Trauerweg finden

19 Hospizverein ist Zukunftsfähig

20 Gottesdienste im Johanneshaus

22 »Weil jede und jeder etwas zu sagen hat …«

27 Gospel-Alive

28 Konfirmation am Sonntag nach Kantate

30 Erntedank

32 Vakanz

35 Kirchenwahl

37 CVJM-Freizeit in Dänemark

40 Deutsch-Schwedische Chorbegegnung am Polarkreis

44 Die Komplet – in der Kapelle im Dalberg-Herdingschen Schloss

45 Agathe im Kindergarten

46 Herzlich willkommen zum KiGo!

49 Liturgischer Tanz

50 Ökumenische Frauengruppe Nierstein

51 Zum Weltgebetstag

53 Faszination Orgel

54 Kikeriki

58 Zur Erinnerung

59 »Renaissance des jüdischen Lebens in Deutschland«

60 Jubiläen

62 Nachrufe

63 Freud und Leid in der Gemeinde


Monatsspruch Oktober von Richard Dautermann

Wenn du den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst,

dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen. Jesaja 58,10

• Nicht die – Gott! Gott! –

sagen, sondern die den Willen

Gottes tun, werden Gottes

Kinder heißen.

• An ihren Taten sollst du sie

erkennen.

• Fromm sein ist keine Aussage,

sondern fromm sein entscheidet

sich im Handeln.

Die Bibel sagt es an vielen Stellen,

entscheidend ist das Tun,

nicht die Aussage.

Jesus erzählt ein Gleichnis, in

dem er zwei Söhne beschreibt,

die der Vater in den Weinberg

schickt, um zu arbeiten. Der

erste sagt brav, – Ja Vater, ich

gehe! – und geht nicht. Der zweite

sagt – Nein Vater, ich gehe

nicht! – draußen vor der Tür

bereut er es und geht doch. Wer,

fragt Jesus, tut den Willen Gottes.

Es gibt in Deutschland und in

der Welt viele Menschen, die den

Willen Gottes tun und das nicht

aus christlicher Motivation.

Wenn sie den Willen Gottes

erfüllen, werden sie Gottes

Kinder heißen. Jesaja sagt vor

2 500 Jahren, was es heißt Gottes

Willen zu tun, nämlich ein

Licht aufgehen zu lassen in der

Dunkelheit.

3


Diese Dunkelheit kann sich in

vielfältiger Weise zeigen. In Hunger

und Elend, sagt Jesaja. Es darf

uns nicht egal sein, dass der

Hunger in der Welt zugenommen

hat statt dass er weniger geworden

ist. Die Industrienationen

hatten sich zur Jahrtausendwende

verpflichtet, dafür zu sorgen,

dass sich die Zahl der Hungernden

bis 2015 halbiert. Jetzt nach

der Hälfte der Zeit ist die Zahl

gestiegen. Die derzeitige Finanzkrise

lässt nichts Gutes ahnen.

Brot für die Welt, Misereor und

andere Organisationen, auch

Nicht-Christliche, kämpfen

weltweit gegen den Hunger. Sie

tun den Willen Gottes, wenn sie

den Hungernden etwas Licht

bringen.

Die Dunkelheit ist aber auch um

uns herum, wo Krankheit, die

Gedanken bestimmen und der

Tod in Familien einbricht. Ein

Licht zu bringen in die Finsternis

der Sorgen um das Leben, kann

ein großes Zeichen sein. In

einem großem Raum kann ein

Streichholz oder eine kleine

Kerze die Dunkelheit durchbrechen,

es ist keine Neonröhre und

kein 500 Watt-Strahler, aber wo

es völlig dunkel zu werden droht,

kann ein kleines Licht eine große

Wohltat sein.

Das kleine Licht des Kindes von

Weihnachten kann schon durchscheinen,

wenn in dem Trauermonat

November die Dunkelheit

droht.

Herzlichst

4


Neues aus dem Kirchenvorstand

von Friedolf G. Schütz

Die 100-Jahr-Feier des CVJM-

Posaunenchores ist sicherlich

einer der Höhepunkte des Jahres

2008. Am letzten August-

Wochenende 2008 feierte der

CVJM gemeinsam mit der

gesamten Gemeinde dieses einmalige

Ereignis im Niersteiner

Gemeindepark. In Deutschland

verschickt der Bundespräsident

an alle Hundertjährigen ein

Glückwunschschreiben – das

sind zur Zeit immerhin ca. 9.000

Jubilare. Ein persönlicher Besuch

ist hier jedoch nicht vorgesehen

– auch beim CVJM-Posaunenchor

ist dies nicht geschehen

doch es waren zahlenreiche

Gäste anwesend, die mitgefeiert

haben. Nimmt man sämtliche

Chöre und Vereine in Deutschland,

die auf eine 100-jährige

Geschichte zurückblicken können,

dann würde die Zahl von

9.000 wahrscheinlich deutlich

überschritten. In Nierstein ist

der CVJM-Posaunenchor unter

den Chören und Vereinen nun

der fünfte, der die 100 Jahre

überschritten hat. Wenn man im

Internet nachschaut, wird man

feststellen, dass sehr viele

CVJM-Chöre auf eine solch lange

Tradition zurückschauen können.

Der Grundstein wurde

Anfang des 20. Jahrhunderts

gelegt. Pastor Eduard Kuhlo

und sein Sohn Johannes, der

sogenannte »Posaunengeneral«,

gelten als die Väter der westfälischen

Posaunenchöre. Von Westfalen

aus breiteten sich Posaunenchöre

in ganz Deutschland

aus – organisatorisch gehörten

viele den »Evangelischen Jünglingsvereinen«

an. Von Pfarrer

Johannes Kuhlo ist folgendes

Wort überliefert: »Gott loben

und darin unermüdlich dienstbereit

sein und nicht aufhören,

Freude bereiten zu wollen, das

ist Sinn und Aufgabe eines rechten

Posaunenchores«.

Schon immer war es das Ansin-

5


nen der CVJM-Posaunenchöre,

Freude am Miteinander Musizieren

ohne übertriebenen Perfektionismus

zu haben. Man freut

sich über jeden, der mitmusizieren

möchte. Seit Jahrzehnten

verkündigt der CVJM – Posaunenchor

auf seine Art das Wort

Gottes in unserer Gemeinde und

bereichert unsere ganze Gemeinde

– und dafür gebührt ihm großer

Dank.

Schauen wir noch einmal einige

Wochen zurück. Nach sehr kontroversen

Diskussionen im Vorfeld

des ökumenischen Gemeindefestes

bezüglich des Termins,

fand dieses Jahr das »Ökumenische

Gemeindefest« rund um die

Martinskirche zum ersten Mal

am Pfingstmontag unter dem

Thema »Vom Geist bewegt«

statt. Trotz eines verlängerten

Wochenendes, das oft für Kurzurlaube

genutzt wird, war die Teilnehmerzahl

sehr erfreulich.

Alles in allem war es ein außerordentlich

gelungener Tag. Die

Kollekte dies Tages wird für die

Sanierung der Fenster im JoBuHa

Verwendung finden. Geplant ist,

diese Terminänderung zunächst

beizubehalten, da seitens des

Bischöflichen Ordinariats an

einem Sonntagvormittag kein

gemeinsamer ökumenischer

Gottesdienst bei den katholischen

Mitchristen gestattet wird.

Uns als Evangelischer Kirchengemeinde

ist es sehr wichtig, diese

langjährige Tradition im Sinne

der »Ökumene« weiterzuführen.

Gerade ein solcher Tag gibt uns

die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten

zu entwickeln und auch

Unterschiedlichkeiten zu akzeptieren.

Im Herbst wird es dann

wieder eine gemeinsame Sitzung

des Katholischen Pfarrgemeinderates

und des Evangelischen

Kirchenvorstands geben, in der

wir Vergangenes Revue passieren

lassen und Zukünftiges planen

werden.

Während ich diese Zeilen schreibe,

gehen wir mit Riesenschritten

auf die Traubenlese zu. Da in

früheren Zeiten die Lese bis in

den November hinein dauerte,

wurde in Nierstein der Termin

für das Erntedankfest abweichend

vom offiziell vorgesehe-

6


nen Termin, nach hinten verschoben.

Bedingt durch Klimaveränderung

und den Einsatz von

Vollerntern, ist die Lese nun zu

90% bereits Ende Oktober beendet.

Aus diesem Grunde hat der

Kirchenvorstand beschlossen,

den Erntedankgottesdienst nunmehr

auf den letzten Sonntag im

Oktober zu verlegen. An diesem

Tag wird auch der traditionelle

Mitarbeiterbrunch stattfinden.

Diese gemeinsamen Stunden

möchten wir nutzen, um uns

besser kennen zu lernen und uns

selbstverständlich bei allen Mitarbeitern

für ihre Arbeit in der

Gemeinde zu bedanken.

Auch den Termin für die Konfirmation

haben wir geändert –

ab dem Jahre 2010 wird dies der

Sonntag »Kantate« sein. Wir

möchten mit dieser Entscheidung

den Konfirmanden die

Gelegenheit geben, auch das

Osterfest in ihrer Konfirmandenzeit

aktiv mitzuerleben und

haben den Termin ganz bewusst

aus der Passionszeit herausgenommen.

Ein Höhepunkt des Jahres 2009

wirft bereits jetzt seine Schatten

voraus. Im nächsten Jahr am

21. Juni 2009 werden die

Kirchenvorstandswahlen stattfinden

– hier werden Sie als

Gemeinde die Zusammensetzung

des Kirchenvorstands für

die nächsten 6 Jahre bestimmen.

Im Vorfeld der Wahl sind viele

Dinge zu bedenken und zu organisieren.

Bereits am 5. August

fand in Selzen eine Informationsveranstaltung

zu diesem

Thema statt. Da sich die »Kirchengemeindeordnung«

geändert

hat, wurde hierüber noch einmal

ausführlich informiert. Der neue

Wahlmodus besagt, dass 25%

mehr Kandidaten als zukünftige

Mitglieder des zukünftigen Kirchenvorstands

aufgestellt sein

müssen – bisher waren es 50%.

Weiterhin können die Kirchengemeinden

statt der bisher festgelegten

Zahl an Kirchenvorstandsmitgliedern

eine Verringerung

oder Erhöhung um bis zu 1/3

beschließen. Bei bisher 12 zu

wählenden Mitgliedern wären

dann in Nierstein zwischen 8

und 16 möglich. Der Kirchenvor-

7


stand hat bereits jetzt beschlossen,

die Zahl der Sitze bei unverändert

12 zu belassen. Mit der

Suche und Benennung von

zusätzlichen Kandidaten wurde

bereits ein sogenannter Benennungsausschuss

beauftragt,

dessen Vorsitz Eva-Maria Günther

inne hat. Diesem Ausschuss

sollen bis zu 2 Pfarrer, 3 Mitglieder

des bisherigen Kirchenvorstands

und 5 weitete Gemeindeglieder

angehören. Dem Ausschuss

gehören somit aus dem

bisherigen Vorstand Irmgard

Mayer, Heidi Strub und Jörg

Adrian an; hinzu kommen als

Gemeindeglieder Sabine Bachmann-Pilz,

Christine Bausch,

Eva-Maria Günther, Frau Knöll

und Bernhard Mayer – last but

not least kommt noch unser

Pfarrer Richard Dautermann

hinzu. Dies klingt alles sehr

bürokratisch, es sind aber kirchenrechtliche

Vorgaben, die den

rechtlich einwandfreien Ablauf

der Kirchenvorstandswahl 2009

gewährleisten sollen. Hier ist ein

zeitlicher Ablauf vorgegeben, der

auch eine Gemeindeversammlung

im Vorfeld der Wahl vorsieht.

Für die Gemeinde ist es

wichtig, durch eine hohe Wahlbeteiligung

ihrem neuen Kirchenvorstand

einen breiten

Rückhalt zu geben.

Schlussendlich wird dann der

Beginn der neuen Amtszeit der

31. Oktober 2009, also der Reformationstag,

sein. Wichtig ist

eines – unsere Evangelische Kirche

baut sich von der Basis auf

und wird von den ehrenamtlichen

Kirchenvorständen und

den Synoden geleitet. Unendlich

viele ehrenamtliche Mitarbeiter,

in Nierstein sind es weit über

100, bringen sich in vielen Gruppen

und Kreisen ein. Sie tragen

und prägen diese Gemeinde mit

all ihren Fähigkeiten und Gaben.

Natürlich ist dies auch der

CVJM, der Teile der musikalischen

Arbeit mitgestaltet, der

sportliche Aktivitäten anbietet

und natürlich unsere Jugendarbeit

in der Gemeinde zu einem

großen Teil mit Gruppen und

Kreisen, aber auch mit den alljährlich

stattfindenden Freizeiten

bereichert. In einer unserer

8


letzten Sitzungen hatten wir den

Vorstand des CVJM eingeladen,

um das Vergangene einmal

Revue passieren zu lassen und

neue gemeinsame Aktivitäten zu

planen. Exemplarisch sei hier die

Konfirmandenarbeit genannt.

Wie könnte sich hier der CVJM

einbringen, um den jungen Menschen

nach der Konfirmandenzeit

eine geistige Heimat in

einem Jugendkreis, der vom

CVJM angeboten wird, aufzuzeigen?

Im Gegenzug liegt es uns

als Kirchenvorstand am Herzen,

auch den CVJMern eine geistige

Heimat in der Gemeinde zu

bieten. Im Gegenzug ist es natürlich

auch erstrebenswert, dass

die gesamte Gemeinde die

umfangreichen Angebote des

CVJM nutzt. Die vielfältigen

Gruppierungen unserer Gemeinde

sollen zu einem Ganzen

zusammenwachsen.

Aufgabenteilung in der Gemeinde

ist natürlich wichtig, der Mittelpunkt

sollte jedoch immer

auch die Gemeinschaft im sonntäglichen

Gottesdienst sein, in

dem sich die unterschiedlichen

Gruppierungen innerhalb der

Gemeinde treffen.

Eine Gemeinde lebt von der

Vielfalt. Und so sollte auch der

Kirchenvorstand die Vielfältigkeit

der Gemeinde repräsentieren.

Was wäre das für ein Kirchenvorstand,

in dem nur

CVJMer sitzen würden? Oder ein

Kirchenvorstand, in dem es nur

Theoretiker gäbe und keine

Praktiker? Womöglich ein Kirchenvorstand,

der nur vom weiblichen

Geschlecht oder nur vom

männlichen Geschlecht

beherrscht würde? Dies wäre

doch schier undenkbar. Aber ich

denke, dass wir zuversichtlich

sein können, dass auch der

Benennungsausschuss dies bei

seinen Überlegungen mit in die

Waagschale werfen wird.

Aber nicht nur im Kirchenvorstand

wird es zwangsläufig zu

personellen Veränderungen kommen.

Auch die halbe Pfarrstelle

wird nach dem Weggang von

Pfarrer Dr. Rimbach-Sator neu zu

besetzen sein. Nachdem die

angedachte und vieldiskutierte

pfarrdienstliche Verbindung mit

9


der Gemeinde Schwabsburg nun

doch nicht zustande gekommen

ist, wird die Stelle nun im

November im Amtsblatt der

EKHN ausgeschrieben. Da die

halbe Stadtkirchenstelle in

Oppenheim aktuell auch neu zu

besetzen ist, wurde angedacht,

die beiden Stellen im Amtsblatt

in direkter Abfolge abzudrucken,

um hier eine Querverbindung

herzustellen. Dies bedeutet, dass

sich potenzielle Bewerber sowohl

getrennt auf jeweils eine halbe

Stelle aber auch kombiniert auf

dann eine komplette Stelle

bewerben könnten – eine durchaus

interessante Stellenkombination.

Es wird also folglich noch

einige Monate dauern, bis die

Vakanz geschlossen werden

kann.

Auch im Kindergarten wird es zu

strategischen Veränderungen

kommen. Auf Vorschlag und

mit Unterstützung der Kirchenverwaltung

soll in den nächsten

Monaten eine Krippengruppe

neu implementiert werden. Hier

werden weitere Baumaßnahmen

im Kindergarten in der Langgasse

notwendig sein. Die ersten Überlegungen

laufen gerade und ich

werde Sie diesbezüglich auf dem

Laufenden halten. Und es ist

wirklich gut angelegtes Geld,

wenn wir in unsere Kinder investieren.

Gerade in den letzten

Wochen ist mir aufgefallen, dass

die Presse innerhalb kürzester

Zeit die Lebensbedingungen

unserer Kinder in Deutschland

kritisch aufgenommen hat.

Überschriften wie »Jeder vierte

Tafelkunde ist ein Kind« oder

»Kein Geld für Kita-Essen«

transportierte die Botschaft, dass

immer mehr Kinder in Deutschland

in Armut aufwachsen müssen.

Mittlerweile existieren in

den meisten Städten sogenannte

Tafeln, die bedürftige Menschen,

bei denen es finanziell hinten

und vorne nicht mehr reicht, mit

gespendeten Lebensmitteln

unterstützen.

Auf der einen Seite ist dies natürlich

eine tolle Sache, dass es

Menschen gibt, die sich hier

meist ehrenamtlich engagieren –

auf der anderen Seite ist es ein

Armutszeugnis für unsere

10


Gesellschaft, in der es immer

weniger gelingt, von der normalen

Arbeit sein Leben zu bestreiten.

Wie steht es um das Selbstwertgefühl

eines Menschen und

ganzer Familien, die dauerhaft

von der Mildtätigkeit anderer

Menschen abhängig sein müssen

– ein schlechter Start auch für

die betroffenen Kinder. Man

schätzt, dass in Deutschland

jedes fünfte Kind von Armut

betroffen ist. Lehrer und Erzieher

berichten vermehrt von Kindern,

die morgens ohne Frühstück in

den Kindergarten oder in den

Unterricht kommen und regelmäßig

kein Pausenbrot dabei

haben. Wenn es hier keine staatlichen

oder kirchlichen Unterstützungen

gäbe , könnten

bedürftige Kinder im schlimmsten

Fall am Schul- oder Kindergartenessen

nicht teilnehmen.

Eine schreckliche Erfahrung für

diese Mädchen und Jungen, die

schon tagtäglich soziale und

finanzielle Entbehrungen hinnehmen

müssen.

Chancengleichheit für alle Kinder

aus allen Schichten sollte in

Deutschland anders aussehen.

Immer noch werden viele Kinder

in unseren Schulen mit der entsprechenden

Empfehlung für

weiterführende Schulen zu

wenig nach ihren individuellen

Begabungen beurteilt und gefördert

– oftmals spielt die Herkunft

eine sehr viel größere Rolle. Hier

schlummern Talente und Fähigkeiten,

die wir fördern müssen –

das sind wir diesen Kindern einfach

schuldig.

Im Verhältnis zu den Geldern,

die in den letzten Monaten gierige

Banker verzockt haben, sind

das doch die sprichwörtlichen

Peanuts , die 1994 den damaligen

Vorstand der Deutschen Bank,

Hilmar Kopper, ebenfalls in Verbindung

mit einer Immobilienpleite,

weltberühmt gemacht

haben. Hier muss sich in

Zukunft noch sehr viel mehr

tun. Hier müssen wir aufrütteln,

dass sich in unserer Gesellschaft

in Zukunft etwas verändert.

Möglicherweise sollte man auch

dem einen oder anderen Entscheidungsträger

einmal den

Marsch blasen, womit wir wie-

11


der den Bogen zum Posaunenchor

geschlagen hätten.

Bibelstellen, in denen Posaunen

vorkommen, gibt es einige. Der

Psalm 150 hat mir jedoch am

besten gefallen. Er ist überschrieben

mit »Das große Halleluja«.

Halleluja kommt aus dem Hebräischen

und bedeutet so viel wie

»Lobpreiset den Herrn«.

Halleluja!

Lobet Gott in seinem Heiligtum,

lobet ihn in der Feste seiner Macht!

Lobet ihn für seine Taten,

lobet ihn in seiner großen

Herrlichkeit!

Lobet ihn mit Posaunen,

Diesen Text hat der Komponist

Felix Mendelssohn Bartholdy in

seiner Sinfonie Nr. 2 in B-Dur op.

52 »Lobgesang« im Schlusschor

zu einem tollen Werk verarbeitet.

Ich glaube, dass wir das

Loben immer wieder neu lernen

müssen. Schwierigkeiten, Rückschläge

und neue Herausforderungen

im Leben wird es immer

wieder geben – sehen wir doch

einfach das Positive, das uns

Gott jeden Tag neu schenkt.

lobet ihn mit Psalter und Harfen!

Lobet ihn mit Pauken und Reigen,

lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!

Lobet ihn mit hellen Zimbeln,

lobet ihn mit klingenden Zimbeln!

Alles, was Odem hat, lobe den Herrn!

Halleluja!

12


Wo sind unsere Toten? von Michael Becker

Diese Frage beschäftigt mich im

November: Wo sind unsere

Toten? Die Zeit heilt längst

nicht alle Wunden. Manche

Wunden werden mit der Zeit

sogar größer. Die alten Mütter,

die Söhne oder Töchter im Krieg

verloren haben, fühlen sich

heute besonders einsam. Die

Frau, die vor zwanzig Jahren

ihren Mann begraben musste,

spürt den Verlust im Alter erst

recht. Und die Frage wird nur

größer: Wo sind unsere Toten?

Die schönste Antwort ist für

mich: Die Toten sind im Himmel.

Also da, wo Gott ist. Die

Toten sind nicht weg. Sie sind

bei Gott, wo die Liebe zu Hause

ist. Kein Mensch verschwindet

spurlos. Auch die Menschen

nicht, die unserer Meinung nach

viel Böses getan haben. Nach

ihrem Leben und Sterben sind

die Menschen bei Gott. Er wird

uns fragen: Warum hast du so

gelebt, wie du gelebt hast? Ganz

deutlich wird Gott auch fragen,

warum ich seinen Willen nicht

getan habe. Wenn mein Leben zu

Ende ist, wird Gott mein Leben

bewerten. Es kann nicht jeder

leben, wie er will. Wir werden

zur Liebe geboren. Und wenn wir

sterben, wird Gott uns nach

unserer Liebe fragen. Und dann?

Dann weiß ich auch nicht weiter.

Gott wird mein Leben bewerten.

Ich weiß aber nicht, was Gott

damit macht. Vielleicht ist er

barmherziger, als ich befürchte;

er wird aber wohl auch ernster

sein, als ich es mir wünsche.

Gott ist das Gedächtnis der Welt.

Ich sollte besser nicht damit

rechnen, dass Gott etwas vergisst.

Gott wird ein Urteil sprechen.

Mit diesem Urteil muss

ich dann leben. Mitten im Meer

seiner Liebe.

Die Toten sind bei Gott im Himmel,

da, wo die Liebe ist. Es gibt

etwas, was nie aufhört, solange

die Erde steht. Und das ist die

Liebe, die Fürsorge, das Mitleiden

mit denen, denen es schlech-

13


ter geht als mir. Das sollten

wir nicht vergessen bei allen

Sorgen im Alltag. Wie wir

lieben, sind wir unverwechselbar.

Da fängt der Himmel

schon an, mitten in den

Sorgen des Alltags. Und der

Himmel hört niemals auf,

selbst wenn alles Reden aufhört

und alle Sorgen und Fragen

und alles Erkennen.

Gott kennt die Liebenden.

Sie sind bei ihm gut aufgehoben.

Im Leben und nach dem Leben.

Ewiges Leben ist ewige Liebe

Gottes für alle, die ihn fürchten.

So leb dein Leben

Musik: Jacques Revaux / C Francois

Originaltext: Gillers Thibaut

Deutscher Text: Charly Niessen

Mein Freund einmal da fällt

Doch auch für dich

Der letzte Vorhang

Du gehst von dieser Welt

Und dann kommst du

An jenem Tor an

Du weißt, dein Lebensweg

War manchmal krumm

Und manchmal eben

Dass du dann gradsteh’n kannst

So leb’ dein Leben

Dass du dann sagen kannst

Ich hab’ getan, was manchmal

Sein muß

Ich hab’ geliebt, getanzt

Es ist nicht viel, was ich

Bereu’n muß

Ich nahm, was mein war, doch

Ich hielt die Hand auf

Auch zu Geben

Dass du das sagen kannst

So leb’ dein Leben

Ich weiß, es gab so manches mal

Nach einem Hoch manches

Tiefe Tal

14


(My Way)

Ich hab’ sooft umsonst gehofftIch

hab’s gefühlt und hab’

Doch verspielt

Hab’ viel gefragt und doch

Versagt

So war mein Leben

Ich hab’ auf Sand gebaut

Und nicht durchschaut, was zu

Durchschau’n war

Ich hab’ dafür bezahlt

Und noch geprahlt, wenn ich

Schon down war

Und heut schau’ ich zurück

Ob man’s verzeih’n kann

Und vergeben

Dass du das sagen kannst

So leb’ dein Leben.

Denn das wär’ ein Mensch

Der keiner ist

Der nicht als Mensch

Er selber ist.

Der niemals weint

Der niemals lacht

Der niemals lügt

Nie Fehler macht

Der nie gesteht, es ist zu spät

So war mein Leben

15


Die Aussegnung zu Hause,

im Krankenhaus,

am Ort des Sterbens

aus www.trauernetz.de – ein Angebot der evangelischen Kirche

von Dierk Schäfer

Wenn ein Mensch im Sterben

liegt, kann sie oder er durch

einen bewussten Abschied und

einen Segen auf der letzten Wegstrecke

gestärkt werden. Bitten

Sie den Pfarrer oder die Pfarrerin,

Ihnen in dieser Situation beizustehen.

Sie können sich durch

ein Ritual helfen lassen, das

schon vielen anderen vor Ihnen

in dieser Situation geholfen hat.

Die Aussegnung steht für Angehörige

am Ende der Begleitung

im Sterben und zugleich am

Beginn der Trauer. Sie markiert

damit ein schweres Stück des

Weges, den Hinterbliebene gehen

müssen. Dazu kann – zu Hause

oder im Abschiedszimmer des

Krankenhauses oder Altersheims

- ein Kreuz aufgestellt werden.

Kerzen werden entzündet. Ein

Pfarrer oder eine Pfarrerin, oder

andere (Angehörige, Nachbarn,

Freunde) beten gemeinsam,

hören ein Wort aus der Bibel,

haben Gelegenheit zur Stille

oder für ein letztes Wort. Weinen,

Klagen, Schweigen – für

alles, was zum Abschied nehmen

gehört, ist Zeit und Raum. Der

Verstorbene wird noch einmal

gesegnet: Segen wird aber auch

den Hinterbliebenen zugesprochen:

vor ihnen liegt meist eine

schwere Zeit. Besonders schwer

fällt es den Angehörigen, den

richtigen Zeitpunkt für die Aussegnung

zu bestimmen. Wir

möchten Sie ermutigen, bereits

bei dem leisen Verdacht, ein

geliebter Mensch könnte ster-

16


en, den Kontakt zu der bzw.

dem Geistlichen vor Ort aufzunehmen

und um die Aussegnung

zu bitten. Ist der Tod bereits

eingetreten, egal ob im Krankenhaus,

zu Hause oder an einem

anderen Ort, empfehlen wir die

Aussegnung in jedem Fall.

abschied

komm, bring mich noch zum bahnhof

und sage mir adieu

die treppe steigt so angsterregend hoch

drum lass mich nicht allein und geh

nicht fort, bevor ich eingestiegen bin

wink mir noch nach, bis daß der zug entschwindet

versprich es mir, bei allem, was uns zwei verbindet

– voll sentiment und wehmut ist mein sinn –

erst wenn ich eine weile fort bin

dreh dich um und geh

geh still nach haus, versunken und gefangen

und denk an das, was nun vergangen

an uns und unser glück

an unser leben

dann raff dich auf und sichte fein

behutsam, was ich dir gelassen

ich werd dabei im geist noch um dich sein

erst nach und nach entschweben

und wohl auch verblassen

doch lass ich dich getröstet dann zurück

du wirst es schaffen, glaube mir

warst immer stark und hast mir kraft gegeben

hab dank, die zeit war gut mit dir

doch nun adieu – und du sollst leben

17


Nicht alleine sein –

den eigenen Trauerweg finden

Trauergruppe des ökumenischen

Hospizvereins

Verlust und endgültige Trennung gehören zum Leben.

Für die Zurückgebliebenen gerät das ganze Leben aus den Fugen,

vieles bleibt stehen. Alle Gefühle sind gedämpft,

Lebensperspektiven zerbrochen …

In einem geschützten Rahmen mit max. 8 Personen bieten wir

Trauernden die Möglichkeit ihre Trauererlebnisse zu verarbeiten.

Unter der Anleitung von ausgebildeten Trauerbegleiterinnen

trifft sich die Gruppe an insgesamt 6 Abenden jeweils in der Zeit

von 19:00 bis 21:00 Uhr. Beginn ist am 9. September 2008

im katholischen Pfarrzentrum »Haus der Begegnung« in Dexheim.

Das Angebot richtet sich an alle Betroffenen, unabhängig von Alter,

Geschlecht, Familienstand und Konfession.

Kosten entstehen den TeilnehmerInnen keine.

Weitere Informationen und verbindliche Anmeldungen bitte, an:

Ökumenische Hospizarbeit Rhein-Selz e.V.;

Telefon 06133 / 571765 oder info@hospiz-rhein-selz.de

18


Hospizverein ist Zukunftsfähig

von Patrick Landua – Schatzmeister

Konnten wir im Jahre 2007 auf

das 5jährige Bestehen unseres

Vereins zurückblicken, so wagten

wir im Februar 2008 einen

Blick in die Zukunft. Mit ca. 20

Personen, engagierten Mitgliedern

und dem Vorstand, fand

unter Anleitung einer Moderatorin

eine so genannte »Zukunftswerkstatt«

statt. Einen ganzen

Tag langen wurden Utopien entwickelt,

die bisherige Arbeit

kritisch hinterfragt um dann

schließlich umsetzbare Ergeb -

nisse zu produzieren. Heraus -

gekommen ist dabei eine Neustrukturierung

der Arbeit in

Arbeitsgruppen zu den Themenbereichen

Bildungsarbeit, Trauerarbeit

und Öffentlichkeitsarbeit.

Bereits im laufenden Jahr

sind erste Ergebnisse zu ver -

zeichnen. So erarbeitete die AG

Bildungsarbeit Ent spannungsund

Informationsangebote für

die HospizhelferInnen, die AG

Trauerarbeit leistete konzeptionelle

Arbeit und die AG Öffentlichkeitsarbeit

nahm die bis -

herigen Aktivitäten auf diesem

Gebiet genauer unter die Lupe.

Eine weitere Neuerung betrifft

unsere Geschäftsstelle. Für die

Entlastung des Vorstandes in

allen administrativen Abläufen

des Vereins sowie der Geschäftsstellenarbeit,

haben wir zum

1.2.2008 eine Mitarbeiterin

eingestellt. Seit dem führt Frau

Kerstin Fey-Dussa alle anfallenden

Arbeiten aus und ist regelmäßig

Donnerstags Vormittags

von 10 –12.00 Uhr erreichbar.

Wer in unserem Verein mitarbeiten

möchte kann sich gerne an

den Vorstand wenden!

Für das kommende Jahr ist auch

wieder ein Ausbildungskurs

(Grund- und Aufbaukurs) für

HospizhelferInnen geplant.

Beginn dafür wird im Frühjahr

2009 sein. InteressentInnen

wenden sich bitte an die

Geschäftsstelle.

19


Gottesdienste im Johanneshaus

Jeden Mittwoch findet im

Johanneshaus in der Gutenbergstraße

ein Gottesdienst statt.

Im Wechsel zwischen katholischer

und evangelischer Gemeinde

wird der Gottesdienst jeweils

verantwortet und gestaltet. Etwa

dreißig Bewohner / innen nehmen

an den Gottesdiensten teil.

4 –5 Menschen aus der Gemeinde

helfen den alten Leuten von

ihren Zimmern in den Gottesdienstraum

zu kommen. Wir

brauchen für diese Aufgabe

immer wieder Menschen, die

uns helfen. Wer also Zeit hat,

mittwochs morgens zwischen

9.30 Uhr und 11.00 Uhr ist herzlich

willkommen, den alten

Menschen zu helfen.

Im Johanneshaus wohnen

Senior/ innen, die ihr Leben noch

eigenständig gestalten können

und in den Appartements die

Annehmlichkeiten der Versorgung

durch das Altersheim

genießen und es leben dort Menschen,

die auf mehr oder weniger

umfassende Pflege angewiesen

sind. So sind auch die Gottesdienstbesucher

/ innen sehr

unterschiedlich. Bei manchen

ist es faszinierend zu sehen,

dass sie hellwach werden, wenn

Traditionsstücke gesprochen

oder gesungen werden, wie der

20


23. Psalm oder die Liturgie des

Abendmahls mit »Christe, du

Lamm Gottes« und dem »Heilig,

heilig ...«. Andere verfolgen den

Gottesdienst mit sehr großem

und wachem Interesse.

Auch Menschen, die im Umfeld

des Johanneshauses leben, nehmen

das Angebot des Gottesdienstes

gelegentlich wahr. So

haben wir neben dem sonntäglichen

Gottesdienst in unserer

Martinskirche einen weiteren

Gottesdienstort, an dem in jedes

Mal Abendmahl gefeiert wird.

Die Senior / innen sind sehr

dankbar, auch für die Musik,

die in den evangelisch verantworteten

Gottesdiensten Karlheinz

Wilhelm übernommen

hat, der immer die Gottesdienstlieder

aussucht und mit dem

Vor- und Nachspiel den Gottesdienstbesucher

/ innen ein kleines

Konzert gibt.

Ganz herzlichen Dank an ihn

und an die Helfer /innen, ohne

die der Gottesdienst gar nicht

möglich wäre.


»Weil jede und jeder etwas

zu sagen hat …« Bibliolog in der

Gemeindearbeit von Richard Dautermann

Im Gottesdienst am 14. September

in der Martinskirche in

Nierstein staunte die Gemeinde

nicht schlecht, als bei der Be -

grüßung angesagt wurde, dass es

an diesem Sonntag keine Predigt

geben werde, sondern dass die

Gottesdienstbesucher / innen in

eine Dialog mit der Bibel treten

sollen. Bibliolog heißt die Me -

thode, die noch relativ jung ist.

Sie wurde nicht erfunden, sondern

man könnte eher sagen, sie

wurde gefunden. Peter Pitzele,

ein amerikanischer Jude, wurde

von einem befreundeten Kollegen

gefragt, ob er ihn als Literaturprofessor

an einer Rabbi-

Schule während seines Urlaubs

vertreten könne. Peter Pitzele

sagte zu und stand vor den

Rabbi-Schülern. Er wollte von

ihnen etwas über die Religion

erfahren. Sie erzählten ihm von

Mose und er hakte nach, indem

er fragte, was sie wohl meinten,

wie sich Mose dabei gefühlt

habe, als er den Auftrag bekommen

hatte, sein Volk aus der

Sklaverei zu führen, – oder auch

der Pharao, als die letzte Plage

über das Land kam – oder seine

Tochter als sie das Körbchen

fand. Den Schülern gefiel diese

Idee, über den Text nachzudenken

und sie sagten: »Das ist ja

Midrasch.« Der Lehrer fragte

nach: »Was ist Midrasch?«. Und

zukünftigen Rabbiner erklärten

ihm, dass im Midrasch unterschieden

werde, zwischen dem

schwarzen und dem weißen

Feuer der Bibel. Das schwarze

Feuer sind die Buchstaben, – ist

der Text, der an vielen Stellen

ziemlich lodert. Das weiße

Feuer, das sind die Zwischenräume,

das was zwischen den Zeilen

22


Bibliolog

Netzwerk

steht. Und auch da gibt es vieles,

was lodert, wenn wir es mit

unseren Ideen und Vorstellungen

füllen. Das wiederum gefiel

Peter Pitzele ungemein und er

entwickelte daraus eine Methode,

die wir jetzt Bibliolog nennen

– ein Dialog mit der Bibel.

Bibliolog und Bibliodrama

Bibliolog ist dem Bibliodrama

durchaus verwandt: Beide gehen

davon aus, dass sich durch ein

»Hineingehen« in die biblischen

Geschichten ein neuer Zugang

zur Bibel eröffnet und dass die

biblischen Geschichten einen

Raum zur spielerischen Identifikation

anbieten. Auch methodisch

gibt es viele Ähnlichkeiten,

so dass Bibliolog gelegentlich

auch als »kleine Form« des

Bibliodramas bezeichnet wird.

Es gibt aber auch charakteristische

Unterschiede. Der Anteil an

Selbsterfahrung ist im Bibliolog

geringer bzw. verbleibt in der

Erfahrung der Teilnehmenden

selbst. Bibliolog erfordert eine

geringere Bereitschaft als Bibliodrama,

sich auf innere Prozesse

Bibliolog in der Grundschule 2.Klasse

in einer Gruppe einzulassen.

Methodisch ist Bibliolog deutlich

leitungszentrierter und

direktiver. Aufgrund dessen, aber

auch aufgrund seiner Kürze (in

der Regel 15 – 30 Minuten) lässt

er sich flexibler in unterschiedlichen

Handlungsfeldern einsetzen.

23


Textverständnis des Bibliologs

Bibliolog geht davon aus, dass die

biblischen Texte Menschen

heute – in ihren unterschidelichen

Lebenssituationen – etwas

zu sagen haben. Dies geschieht

aber nicht automatisch, sondern

wird durch bestimmte Wege

wahrscheinlicher gemacht.

Gleichzeitig trägt er methodisch

der Erkenntnis Rechnung, dass

der gleiche Text von unterschiedlichen

Menschen in unterschiedlichen

Lebenssituationen und

mit unterschiedlichen Erfahrungen

auf ganz vielfältige Weise

gehört wird. Jeweils andere

Aspekte und Aussagen des Textes

werden wichtig, je nachdem,

wer sie in welcher Lebenssituation

wahrnimmt. Es gibt nicht die

eine Botschaft des Textes, der die

einzelnen nur zustimmen oder

sich von ihr abgrenzen können,

sondern es geht um einen persönlichen

Zugang zum Text.

Damit wird gleichzeitig die Möglichkeit

eröffnet, auch die

Zugänge anderer wahrzunehmen

und dadurch ihre eigene Wahrnehmung

zu erweitern, möglicherweise

auch zu verändern!

Die Vielfalt an Aussagen und die

unterschiedlichen Perspektive,

die dabei deutlich werden, relativieren

die Subjektivität auch

wieder, da die Subjektivitäten

anderer gleiches Recht beanspruchen

und den eigenen Zugang als

lebensgeschichtlich geprägt

erweisen. Ein wichtiger Aspekt

gerade auch für eine subjektorienterte

Arbeit mit Kindern und

Jugendlichen.

Wie sieht ein Bibliolog

konkret aus?

Die Bibliologin oder der Bibliologe

führt in die Methode und das,

was die Teilnehmenden erwartet

und was von ihr erwartet wird,

im »Prolog« zunächst kurz ein.

Dann folgt eine Hinführung in

die konkrete biblische Geschichte

ein, die eine Identifikation mit

den Gestalten erleichtert und

erzählerisch die wesentlichen

Informationen über den Text

vermittelt. An einer Stelle, wo

»weißes Feuer« lodert und eine

Identifikationsmöglichkeit nahe

liegt, schlägt die Leitung die

24


Bibel auf und liest einen Satz

oder einen kurzen Abschnitt.

Aus diesem weist sie der

Gemeinde die Rolle einer biblischen

Gestalt zu (»enroling«)

und spricht sie in dieser an. Ein

Beispiel aus dem oben genannten

Gottesdienst. Es ging um das

Gottesreich Gleichnis der anvertrauten

Zentner (Mt 25,14 –28).

Ein Mensch geht außer Landes

und vertraut seinen Knechten

sein Silber an, dem ersten fünf

Zentner, dem zweiten zwei Zentner

und dem dritten ein Zentner,

jedem nach seiner Tüchtigkeit.

An dieser Stelle wurde das

schwarze Feuer unterbrochen

und angesagt:

Sie sind der Knecht, der 5 Zentner

erhalten hat – Geben wir

ihm mal den Namen Markus –

Markus, dein Herr geht weg,

dir hat er 5 Zentner anvertraut.

Wie fühlst du dich jetzt?

Später wurde dann der Knecht

gefragt, der nur einen Zentner

erhalten hatte. Sie kennen die

Geschichte und wissen, wie sie

ausgeht. Der Knecht, der nicht

mit dem Geld gearbeitet hat und

es vermehrt, sondern es vergraben

hat, kommt schlecht weg in

der Geschichte. Eine spannende

Angelegenheit (den ganzen

Bibliolog können Sie nachlesen

unter www.martinskirche-nierstein.de).

Wir sollen mit den

Talenten, die uns gegeben sind

umgehen, sie einsetzen und

erweitern, mit ihnen »wuchern«.

Das ist der Sinn des Gottesreichgleichnisses.

Werde der du bist

und sei nicht nichts, weil du dich

nicht traust, du zu sein. Das

könnte als Ergebnis stehen. In

den Rollen der Geschichte wird

ein neuer Blick auf das Gleichnis

ermöglicht. Die Gottesdienstbesucher

bestätigten, dass der Einblick

sehr tief geht und nicht

ohne Stolpersteine war. Aber

genau so ist die Bibel. Sie ist

voller Stolpersteine und es lohnt

sich darüber immer wieder neu

nachzudenken.

Methodische Techniken

im Bibliolog

Wesentlich für den Bibliolog

sind die Techniken »echoing«

und »interviewing«. Das echoing

25


nimmt die Äußerungen der Teilnehmenden

sprachlich auf und

verstärkt sie. Auf diese Weise

werden die eher leisen Aussagen

für alle hörbar, und nur ange -

deutete emotionale Gehalte

werden hervorgehoben. Damit

wird einerseits jede Äußerung

als wertvolle subjektive Aussage

gewürdigt. Andererseits bekommen

diejenigen, die sich äußern,

die Chance, sich selbst noch

ein wenig besser zu verstehen

und noch tiefer in die Rolle

hineinzukommen. Wichtig ist,

dass von der Leitung die Rolle

nicht »besser« ausgefüllt wird,

sondern die Identifikation der

jeweiligen Person das Entscheidende

bleibt. Im »interviewing«

kann auch nachgefragt werden,

wenn beispielsweise Inhalte nur

angedeutet werden. Weitere

Techniken sind das »enroling«

und das »deroling« sowie der

Prolog und der Epilog. Entscheidend

ist zudem der Aufbau, die

»Choreographie« eines Bibliologs,

konkret: an welchen Stellen

welche Fragen an welche Personen

gestellt werden. Weitere

Informationen gibt es unter

www.bibliolog.de oder in dem

Buch Bibliolog von Uta Pohl-

Patalong, Gemeinsam die Bibel

entdecken im Gottesdienst,

in der Gemeinde – in der Schule,

Verlag W. Kohlhammer, 2. Auf -

lage, Stuttgart 2007.

26


Gospel-Alive

Auch in diesem Herbst findet wieder ein Gospelgottesdienst in

unserem Dekanat statt.

Der Chor des 4. Niersteiner Gospelworkshops singt unter der Leitung

von Hans-Jörg Fiehl, dem genialen Gospelchorleiter aus Winzenheim

bei Bad-Kreuznach.

Im Gottesdienst sollen meine Gedanken, meine Sorgen, Sehnsüchte,

Wünsche, mein Glück und meine Not Gott vorgelegt werden.

Meine Gedanken sollen, anders als im Alltag, auf den gerichtet sein,

der die Liebe ist und der die Welt und alles Leben darin zu einem guten

Verlauf und Ende führen will.

Dies geschieht mit singen englischer Gospel und Spirituels, die in

wesentlichen Teilen übersetzt, gebetet und gepredigt werden.

Sie sollen mitsingen, mitsnappen und mitklatschen und den Gottesdienst

zusammen mit dem Chor feiern. Es ist nicht als Konzert gedacht,

sondern als gemeinsames Erleben, Erfühlen, Ergehen.


Konfirmation am Sonntag

nach Kantate von Richard Dautermann

Nach längeren Diskussionen hat

sich der Kirchenvorstand auf ein

neues Konfirmationsdatum geeinigt.

Zukünftig sollen die

Jugendlichen in Nierstein am

Sonntag Kantate »Ja!« zu ihrer

Taufe sagen. Der Sonntag

Kantate ist immer vier Wochen

nach Ostern. Also ist er im Jahr

2010 am 2. Mai; im Jahr 2011 am

22. Mai.

Der Palmsonntag war in früheren

Jahren ein sehr sinnvoller Konfirmationstag,

weil in Rheinland-

Pfalz der Schuljahreswechsel bis

1966 an Ostern war. So kamen

die Jugendlichen aus der Volksschule

(nur ganz wenige besuchten

weiterführende Schulen) und

nach den Osterferien begann die

Lehre. Damit war die Konfirmation

auch die gottesdienstliche

Abschlussfeier der Schulzeit.

Die Mädchen und Buben wurden

groß.

Heute ist der Schuljahreswechsel

im Sommer und in keiner Schulform

ist die Schulzeit abge -

schlossen. Der Palmsonntag

gehört zur Passionszeit.

Die Fastenzeit hat für viele

Menschen keine große Bedeutung

mehr, doch sollte die Kirche

nicht unbedingt zu einer opulenten

Feier Anlass geben. Tatsächlich

ist in Nierstein an Palmsonntag

im Gottesdienst

die Passionszeit ausgesetzt.

Mit Karfreitag und Ostern folgen

die höchsten Feiertage unserer

Kirche. Der Kirchenvorstand

möchte, dass die Konfirmanden

diese Tage noch in ihrem Jahr

erleben. In den letzten Jahren

gab es gerade in dieser Zeit

keine Konfirmanden in unserer

Gemeinde. Der Kirchenvorstand

hofft, dass damit auch dem

Wunsch vieler Eltern Rechnung

getragen werden kann, die Konfirmationsfeier

bei (hoffentlich)

28


schönem Frühlingswetter feiern

zu können. Es wurde darauf

geachtet, dass in den umliegenden

Orten an diesem Sonntag

nicht auch überall Konfirmation

gefeiert wird. Wir beginnen eine

neue Tradition in Nierstein und

hoffen, dass sie angenommen

wird.

29

Martin hat, als er seinen Mantel

mit dem Bettler teilte, Licht in

die Welt gebracht. Es gibt viele

Möglichkeiten, Licht in die Welt zu

tragen. Immer, wenn wir jemanden

trösten, der traurig ist; wenn wir

jemanden besuchen, der einsam ist;

wenn wir jemandem zuhören,

der jemanden zum Reden braucht;

wenn wir jemandem Hilfe anbieten;

wenn wir jemandem eine Freude

bereiten; wenn wir mit jemandem

teilen; wenn wir unsere Mitmenschen

annehmen – immer dann

bringen wir Licht in die Welt.


Erntedank von Bärbel Wartenberg-Potter

Die Lebensmittelpreise steigen.

Energie wird teurer. Finanzkrise.

Die Schere zwischen Arm und

Reich wird größer ...

Schlagzeilen der letzten Zeit.

Haben wir Grund zum danken?

Natürlich, selbstverständlich

werden wir alle denken. Sind

doch die Regale im Supermarkt

übervoll und es gibt nichts was

es nicht zu kaufen gibt. Für die

»Armen« gibt es noch dann die

Tafel, wo man verbilligt oder gar

umsonst was bekommt was die

Supermärkte nicht mehr verkaufen

dürfen. Und zum Teil ist das

so viel, dass selbst diese nicht

alles verteilen können. Die Ernten

werden nicht kleiner sondern

eher das Gegenteil. Sie beginnen

früher und sind dank immer

besser werdender Technik früher

beendet. Deshalb werden wir ab

diesem Jahr auch das Erntedankfest

schon eine Woche früher

feiern nämlich am 26. 10. 2008

Wer oft im Vaterunser um das

tägliche Brot bittet, sollte dann

auch mal Danke sagen. Richtig

»unser täglich Brot gib uns

Heute« beten wir in jedem Gottesdienst

Unser sagen wir, nicht

mein täglich Brot. Es geht nicht

nur um mich, auch nicht nur um

eine Gemeinde oder ein Land.

Es geht um die ganze Menschheit.

Darin liegt auch die Verpflichtung,das

Brot mit allen zu

teilen. Und es geht um mehr als

nur Lebensmittel.

Im Urlaub haben wir in einer

Kirche ein Motto gelesen –

Füreinander Brot sein. Ich finde

das trifft es sehr gut. Auch Menschen

können füreinander wie

Brot sein, das nährt und stärkt.

Füreinander einstehen und präsent

sein in der Welt und in der

Gemeinde. Im Mithelfen der

Jugendarbeit, im Gottesdienst,

in den Gruppen und Kreisen der

Musikarbeit, der Seniorenarbeit

und vieles mehr. Gerade da

haben wir in unserer Gemeinde

eine große Zahl von Menschen

mit mithelfen füreinander Brot

zu sein. Denen gebührt ein

besonderer Dank für ihre oft

30


jahrelange und treue Arbeit.

Dies wollen wir mit einem

Brunch im Anschluss an den

Erntedankgottesdienst in besonderer

Weise würdigen, zu dem

alle Mitarbeiter ganz herzlich

eingeladen sind.

Brot hat also immer mit dem

ganzen Leben zu tun. Mit Brot

ist alles gemeint was wir zum

Leben brauchen nicht nur Nahrung.

Und so wie wir um das

tägliche Brot »Heute« bitten,

also für jeden Tag neu und nicht

einmal für alle Zukunft und

Ewigkeit, so sollten wir auch

jeden Tag aufs Neue dankbar

für das ganze Leben sein.

Es macht uns dann täglich

bewusst, dass nichts selbstverständlich

ist was ist.

Gott ist Brot. Schmeckt und seht

wie freundlich Gott ist. Durch die

Hände von Menschen kommt Gott zu

uns, denn Gott ist Brot. Aber nicht

einfach nur Brot, das ich gedankenlos

esse. Gott ist gesegnetes, geteiltes,

verschenktes Brot. Brot für alle.


Vakanz

(lat. vacans – leer, unbesetzt)

Pfr. Dr. Wolfgang Rimbach-Sator

hat unsere Kirchengemeinde

verlassen. Er ist auf eigenen

Wunsch aus gesundheitlichen

Gründen in den Wartestand

versetzt worden und versieht in

dieser Zeit einen Vertretungsdienst

im Dekanat Groß-Gerau.

Damit ist in unserer Gemeinde

ein halbe Stelle neu zu besetzen.

Der Kirchenvorstand hat eine

Ausschreibung beschlossen,

die im Novemberamtsblatt der

EKHN ausgeschrieben wird. Es

handelt sich um eine sogenannte

C-Besetzung, d. h. die Kirchen -

leitung besetzt die Stelle und die

Bewerber / innen wenden sich

mit ihren Bewerbungen an die

Kirchenverwaltung in Darmstadt.

Bei der A- und B-Besetzung

wählt der Kirchenvorstand. Die

Besetzungsformen wechseln

immer in diesem Dreier-Rhythmus.

Frühestens kann mit einer

Besetzung Anfang des Jahre 2009

gerechnet werden. Sollte ein / e

Pfarrer / in eine ganze Stelle

anstreben, besteht die Möglichkeit

sich gleichzeitig auf die

Stadtpfarrstelle in Oppenheim

zu bewerben. Hier der Ausschreibungstext,

der im Amtsblatt der

EKHN erscheinen wird.

Ausschreibung der halben

Pfarrstelle II

Wer sind wir?

Nierstein ist eine Gemeinde mit

rund 6500 Einwohnern.

Zu unserer Kirchengemeinde

gehören etwa 2800 Gemeindeglieder.

Die pfarramtliche Arbeit ist auf

eine und eine halbe Pfarrstelle

aufgeteilt, die halbe Pfarrstelle II

ist sofort zu besetzen.

Die Weinbaugemeinde Nierstein

ist direkt am Rhein gelegen.

20 km südlich der Landeshauptstadt

Mainz verfügt sie über

einen Bahnanschluss und ein

großes Neubaugebiet mit vielen

jungen Familien.

32


Grundschule und Realschule

sind vor Ort, andere weiterführende

Schulen im Umkreis von

3 km im Nachbarort.

Ein Senioren-Wohn- und Pflegeheim

verfügt über 180 Betten.

Zur bürgerlichen und katholischen

Gemeinde pflegen wir ein

Gutes und konstruktives Verhältnis.

Unsere Kirchengemeinde ist

Trägerin einer vierzügigen

Kindertagesstätte mit Hortgruppe,

evtl. zukünftig auch

Krippenplätzen.

Nebenamtliche Dienste versehen

eine Gemeindesekretärin,

eine Küsterin und die Organistin,

die auch den Kirchenchor

leitet.

Ein Bezug des Pfarrhauses ist

nach Vakanzrenovierung möglich

Was bieten wir?

Zentrum des Gemeindelebens

ist der gut besuchte sonntägliche

Gottesdienst.

Zur gleichen Zeit findet der

Kindergottesdienst statt.

Die Kirche verfügt über 600

Sitzplätze.

Ein großes und geräumiges

Gemeindehaus steht für ein

vielfältiges Gruppenangebot von

Senioren- bis Jugendarbeit zur

Verfügung.

Die Konfirmandenarbeit liegt

bisher in der Verantwortung der

Pfarrer.

Die Jugendarbeit einschließlich

Posaunenchor und Sportangeboten

wird im Auftrag des Kirchenvorstandes

vom CVJM verantwortet.

2007 haben wir eine Gemeindestiftung

– Auf dem Weg … – ins

Leben gerufen.

Was erwarten wir?

Sie sollten gemeinschaftlich mit

unserem derzeitigen Pfarrer und

dem Kirchenvorstand in der

Gestaltung des Gemeindelebens

lebendige Impulse setzen, Traditionelles

bewahren und Neues

ermöglichen.

Wir wünschen uns, dass Sie die

engagierte Arbeit der bestehenden

Gruppen und Kreise begleiten,

die Ökumene fördern und

die hier begonnene Arbeit fortsetzen.

33


Wichtig ist uns, dass Sie Menschen

seelsorgerlich begleiten

durch Gottesdienste, Hausbesuche

und persönliche Begegnungen

und am Leben der Gemeinde

aktiv teilnehmen.

Sind Sie neugierig geworden?

Dann besuchen Sie uns oder

rufen Sie uns an!

Vorsitzender des Kirchenvorstands

Diethard Mayer

Pfr. Richard Dautermann

So könnte das Gericht sein

Ich male mir aus, was es heißt, wenn ich mich verantworten muss.

Wie würde ich dastehen, wenn mein ganzes Leben im Licht dasteht.

Wie viele dunkle Punkte gibt es in meinem Leben, für die ich mich

schäme. Voller Scham dazustehen und die Bilanz meines Lebens

zu sehen, das könnte die Hölle sein. Ja, Scham: die kann schlimmer

sein als Schuld; Schuld lässt sich durch Vergebung ausradieren, doch

was geschieht mit der Scham, wenn sich nichts mehr ändern lässt?

Himmel und Hölle, das können mir Bilder sein für den Ernst der Frage:

Was hast du gemacht aus deinem Leben?

34


Kirchenwahl

21. Juni 2009

Am 21. Juni 2009 ist es wieder

soweit:

In der gesamten EKHN werden

neue Kirchenvorstände gewählt.

Da der Kirchenvorstand das Gremium

ist, das für die Leitung der

Gemeinde verantwortlich ist, ist

dies eine sehr wichtige Wahl. Sie

werden bis zum 21. Juni 2009

viele Möglichkeiten bekommen,

sich über die Wahl zu informieren

und aktiv mitzuarbeiten,

indem Sie zum Beispiel selbst

Kandidatinnen und Kandidaten

benennen.

Doch erst mal die wichtigsten

Fragen:

1. Wer darf wählen?

Jedes Gemeindeglied, das am

Wahltag das 14. Lebensjahr

vollendet hat uns seit mindestens

3 Monaten Gemeinde -

mitglied ist, darf wählen.

2. Wer kann gewählt werden?

Gewählt werden können Frauen

und Männer, die auf dem Wahlvorschlag

stehen und die am

Wahltag mindestens 18 Jahre alt

sind. Alle Bewerberinnen und

Bewerber müssen konfirmiert

sein oder es müssen ihnen nachträglich

die Rechte der Konfirmation

zuerkannt worden sein.

3. Wie entsteht der

Wahlvorschlag?

Der Kirchenvorstand ihrer

Gemeinde hat einen »Benennungsausschuss«

eingerichtet,

zu dem der Pfarrer, 3 bisherige

Kirchenvorstandsmitglieder und

5 berufene Gemeindeglieder

gehören. Dieser Ausschuss

erstellt die Liste der Kandidatinnen

und Kandidaten – zuerst als

vorläufigen Wahlvorschlag –

und nach der vorgeschriebenen

Gemeindeversammlung den

endgültigen Wahlvorschlag.

4. Wie können Sie mitwirken?

Jedes Gemeindemitglied kann

bis zur Gemeindeversammlung

35


dem Benennungsausschuss

Kandidatinnen und Kandidaten

vorschlagen. Selbstverständlich

kann man sich auch selbst vorschlagen.

Bitte reichen Sie ihren

Wahlvorschlag einem Mitglied

des Benennungsausschusses ein

oder geben ihn im Pfarrbüro ab.

5. Gemeindeversammlung

In einer Gemeindeversammlung,

die zwischen Januar und März

stattfinden soll, werden sich die

bis dahin gefundenen Kandidatinnen

und Kandidaten der

Gemeinde vorstellen. Es ist auch

möglich noch aus dieser Versammlung

heraus, Wahlvorschläge

zu machen. Sie werden rechtzeitig

vorher über den Termin

informiert.

6. Wie viele Kandidatinnen und

Kandidaten sind zu wählen?

Die Anzahl der Kirchenvorstands

mitglieder richtet sich

nach der Größe der Gemeinde.

Nierstein hat ca. 2800 evangelische

Gemeindemitglieder,

daraus ergibt sich eine erforderliche

Zahl von 12 Kirchenvorstands

mitgliedern. Der Wahlvorschlag

muss ein Viertel mehr

Kandidaten enthalten, also

benötigt Nierstein mindestens

15 Kandidatinnen und Kandidaten.

7. Wie wird gewählt?

Die Kirchenvorstandswahl ist

eine gleiche, geheime und

unmittelbare Wahl. Das heißt,

alle Wahlberechtigten bekommen

rechtzeitig eine Wahlbenachrichtigung.

Die Wahl erfolgt am 21. Juni in

geheimer, schriftlicher Abstimmung

(Ausfüllen des Wahlzettels)

im Johannes-Busch-Haus.

Es besteht auch die Möglichkeit

der Briefwahl. Diese kann bis

3 Tage vor dem Wahltermin

beantragt werden.

Also, beteiligen Sie sich!

Sie können unsere Gemeinde

mitgestalten!

Lassen Sie sich diese Chance

nicht entgehen!

36


CVJM-Freizeit in Dänemark

Sanft weht die leicht Brise durch

das mannshohe wogende Gras.

Die kleinen Wellen brechen sich

schaumig am sandigen Rand des

überschaubaren Limfjordes in

Jütland – hier bei unserem Freizeithaus,

wo die Jugendlichen

des CVJM zwei Wochen ihrer

Sommerferien verbringen. Nur

unweit des hölzernen Steges

dümpelt ein Kanu mit seinem

stillen Passagier langsam dem

rotblauen Sonnenuntergang

entgegen. Am Horizont drehen

sich die riesigen weißen Windräder,

lautlos die Form der Landschaft

bestimmend. Zwei eingezäunte

Pferde verfolgen den Weg

des kleinen Schiffes, das sich

aufgrund der doch beträchtlichen

Strömung nur wenig vom Ufer

entfernt. Auf der grünen Wiese

landeinwärts kicken die motivierten

Jungs den Ball hin und

her, ungeachtet der Brille, die

nicht mehr zusammengesteckt

werden kann. Der bunte Gleitschirm

hat Pause, zu unbeständig

die dänischen Windverhältnisse.

An der großen Feuerstelle

37


türmt sich ein Holzstapel, der

genau weiß, dass sein Leben in

den lodernden Flammen am

Abend nur allzu kurz sein wird.

Am Fahnenmast weht die rotweiße

dänische Flagge, die – dem

Zustand nach – das grüne Jütland

schon lange vor den mächtigen

Windrädern dominierte.

Knoesen, das einstöckige Haus,

zu viele aber zu kleine Betten,

der laute Heizkessel direkt im

Eingangsflur, liegt friedlich im

Schatten der düsteren Bäume,

hinter denen die Sonne kaum

merklich, für uns ungewohnt

langsam, verschwindet. Im Aufenthaltsraum

liegen Bücher

über Zwerge, über Wächter, mit

Liedern, mit Ausflugtipps, aber

auch Spieleboxen mit Würfeln,

mit Karten, mit dem schleimigen

verfolgenden Monster.

Die leicht verstimmte Gitarre

erklingt, mal wieder dasselbe

nervige White Stripes-Gedudel,

bei dem dann doch wieder jeder

summend einstimmt. Der unbekannte

Mörder mit dem Pokerchip

dreht seine Runde vor dem

nächsten Opfer auf dem Weg in

die Küche, am Bad vorbei, dass

nach Deo, Shampoo und anderen

typischen Dünsten riecht und

auf dessen Boden wieder die

Wasserlachen stehen. Auf einem

der vielen Tische liegen noch die

Liederbücher, einige Bibeln und

Kerzen für die Thomas-Messe,

dazwischen Kordel und die Sonnenschirme.

Nykobing, Thisted,

Agger Tange oder Hanstholm

stehen auf dem Tagesplan, das

wechselhafte Wetter nicht, aber

der Strand lockt trotzdem mit

riesigen Wogen, mit alten

Graffiti-verzierten Kriegsbunkern,

und mit der Möglichkeit,

den Drachen steigen zu lassen

oder sich beim Wellenreiten

erfolgreich zu erkälten. Das

Hafenfest in Agger mit Autoscooter

und traditioneller däni-

38


scher Musik verzaubert und lädt

zum Staunen ein, wie die einzige

Kneipe, der Markt und die Smile

Hole in Hurup, wo der Aldi die

cremige Schokosoße verkauft,

deren Nährwerte nicht so ganz

zusammenpassen. Wandernde

Dünen, der nördlichste Punkt,

Vertrauensspiele und kenternde

Kanus halten uns auf Trab, nicht

zu vergessen das Klettern unter

einem Tisch, das blinde Laufen

an einer Linie und die kämpfenden

Krabben, die sich aber nicht

mit den kleinen braunen Kröten

anlegen, die den ganzen Weg um

das Haus ihr Eigen nennen.

Vielleicht vermissen sie uns ja,

so wie wir die Geselligkeit am

Lagerfeuer, den Brummbrumm

Partybus, aber auch den Sonnenuntergang

und die wogenden

Wellen des Limfjordes ...


Deutsch-Schwedische

Chorbegegnung am Polarkreis

von Elke Püschel

Hej! Välkommen! So tönte es

unserer 19-köpfigen Reisegruppe

entgegen, als wir am Abend des

11. Juli 2008 auf dem Flughafen

von Lulea sicher gelandet waren.

Einigen war die Erleichterung ins

Gesicht geschrieben, ca. 2400 km

von der Niersteiner Heimat entfernt,

wieder auf festem Boden

zu stehen. Genauer gesagt: in der

nördlichen Provinz Norrbotten

in Schwedisch-Lappland.

Die Begegnung zwischen dem

Hortlax Kyrkechoir und dem

Niersteiner Kirchenchor konnte

in die zweite Runde gehen. Kennengelernt

hatte man sich ein

Jahr zuvor bei einem 4-tägigen

Aufenthalt der Schweden in

Nierstein.

Neugierig auf das weite Land, die

Mitternachtssonne, auf »echtes«

Knäckebrot und lebendige Elche,

fuhren wir mit unseren Gastgebern

zum Städtchen Hortlax, nur

wenige Kilometer landeinwärts

am Bottnischen Meerbusen gelegen.

Im dortigen Gemeindehaus

hatte man bereits ein Abendessen

zubereitet und im Anschluss

daran wurde mit vollem Magen

eine erste gemeinsame Chorprobe

angesetzt.

Zur angesagten »Schlafenszeit«

mussten wir Mitteleuropäer die

Augen etwas fester zudrücken.

Schien doch bei dem einen oder

anderen um 2.00 Uhr nachts die

Sonne ins Zimmer und läutete

nach einem erleichterten Blick

auf den Wecker eine weitere

Schlafrunde ein.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass

unsere Gastgeber weder Mühe

noch Kosten gescheut haben, uns

den Aufenthalt so bequem wie

möglich zu gestalten. Da wurden

Kinderzimmer geräumt, ganze

Stockwerke für die Gäste hergerichtet

und ein schwedisches

40


Ehepaar schlief sogar im Wohnwagen!

Die Mitternachtssonne hat uns

auch bei Tage nicht enttäuscht

und so besichtigten wir die Kirchenstadt

von Öjebyn mit der

600 Jahre alten Kirche. Kirchenstädte

sind eine Ansammlung

von Holzhäusern, welche an

Sonn-, Feier- und Markttagen

den von weither angereisten

Kirchenbesuchern zum Übernachten

dienten.

(DieKirchenstädte, typisch

für Norrland, entstanden im

17. Jahrh., als nach der Reformation

und dem Beginn des Protestantismus

die Kirchenbesuchspflicht

eingeführt wurde.)

Unser erstes gemeinsames Konzert

hatten wir in einer Kapelle

im »Pite Havsbad«, direkt am

Ostseestrand gelegen. Das

Musikprogramm wurde eingerahmt

von fünf gemeinsam vorgetragenen

Chorstücken. Dazwischen

lag ein Block mit Beiträgen

des schwedischen Chores, sowie

bekannten Bachchorälen und

anderen geistlichen Chorwerken,

vorgetragen vom Niersteiner

Kirchenchor. Die beiden Chorleiterinnen

Christiane Rödder und

Dr. Katrin Bibiella, hatten schon

Monate zuvor das Programm

abgesprochen und mit ihren

Chören einstudiert. Das Ergebnis

konnte sich hören lassen. Kam

doch nach einem Konzert ein

Zuhörer auf uns zu und sprach

sich anerkennend über den guten

Klangkörper aus, und dass es

sich anhörte, als sängen wir

schon immer miteinander. Über

dieses Kompliment freuten wir

uns und gaben es stolz an unsere

beiden Chorleiterinnen weiter,

welche einen nicht geringen

Anteil an diesem Musikerlebnis

hatten.

Der Sonntag begann mit einem

feierlichen Gottesdienst in Hortlax

mit einigen Darbietungen

beider Chöre.

Der schwedische Sommer machte

seinem Namen alle Ehre bei

der Besichtigung eines Museumsdorfes

am Nachmittag. Der

Musikgottesdienst in Fagervik,

einem schön gelegenen Freizeitgelände,

war somit der dritte und

zugleich letzte öffentliche Ein-

41


satz während unserer Chorreise.

Gelegenheiten zum gemeinsamen

Singen gab es noch viele.

Da bot sich der Tagesausflug mit

dem Bus an. Eine »kleine« Rundreise

führte uns am »Storforsen«

vorbei, gewaltigen kilometerlangen

Stromschnellen, und nach

der Überquerung des Polarkreises

in die Samenhochburg

Jokkmokk. Die Samen, die letzte

Urbevölkerung Europas, lebt hier

von der Rentierzucht. Beim

Besuch des Ajtte-Museum in

Jokkmokk, präsentierte sich uns

auf originelle Weise Geschichte

und Kultur dieser Minderheit.

Auf der Rückfahrt wurde endlich

am Polarkreis angehalten, die

samische Flagge gehisst, der

schwedische Sommarpsalm

gesungen, viele Fotos geschossen

und für die deutschen Gäste gab

es eine Überraschung: ein Zertifikat

zur Polarkreisüberquerung!

Auf dieser Tour zeigten sich uns

42


zum erstenmal Rentiere am

Rande der Straße. Beim Anblick

des ersten Rens rief der halbe Bus

begeistert: ein Elch! Die andere

(schwedische) Hälfte biss sich

vor Lachen ins Fäustchen. Es

hatten überhaupt jede Menge

Spaß miteinander, ganz besonders

bei der Verständigung.

Eine neue Sprache wurde kreiert:

Schwe-De-nglisch. Aber es funktionierte.

Die »Gammelstad«, die alte

Kirchenstadt von Lulea, aufgenommen

ins Unesco Weltkulturerbe,

bildete des Abschluss unserer

Tagestour.

Der letzte Tag brach an und lockte

einige in die nahe Stadt Pitea

zum Einkaufsvergnügen. Die

Nachmittags- und Abendstunden

verbrachte die gesamte Truppe

im »Fiskekamp« in Jävre. Ein

gemütliches Beisammensein

unter der Mitternachtssonne mit

gegrilltem Lachs, vergnüglichen

Spielen, Tanzen und Singen, lies

nur schwerlich Abschiedsstimmung

aufkommen. Dennoch

nahte das unweigerliche Ende

dieses Abends und mit Geschenken

an unsere Gastgeber und

einem dicken »Tack sa mycket«

– Vielen Dank, verabschiedeten

wir uns schweren Herzens von

unseren schwedischen Freunden.

Fünf Tage lang haben sie uns

teilnehmen lassen an ihrer

Lebensweise, haben uns einen

kleinen Teil ihres weiten, wilden,

stillen Landes gezeigt und

uns die Faszination des »Midsommar«

erleben lassen. Für

einige von uns ist es beschlossene

Sache: wir kommen wieder.

Im Winter, um das Polarlicht zu

sehen und dann vielleicht doch

einen lebendigen Elch!

43


Die Komplet – in der Kapelle im

Dalberg-Herdingschen Schloss

von Richard Dautermann

In der Kar-Woche,der Woche vor

Ostern 2008, konnte jeden Tag

um 18.00 Uhr in der Kapelle im

Dalberg-Herdingschen Schloss in

der Rheinstraße ein eigenartiger

Gesang vernommen werden. Ein

Vorsänger sang eine Psalmodie

und 10 – 14 Personen stimmten in

den Gesang ein. – Nein – Keine

Klosterbruderschaft hatte sich

dort versammelt sondern eine

Gruppe evangelischer und katholischer

Christ / inn / en hatte sich

zum Stundengebet der Komplet

versammelt – das Nachtgebet.

Diese klösterliche Tradition gibt

es auch in evangelischen Bruderschaften.

Auch ist 18.00 Uhr eher

die Stunde der Vesper aber auch

da gibt es unterschiedliche

Traditionen. Manch Bruderschaft

ging sehr früh zu Bett. Die Besucher/innen

würdigten die meditative

Form des Nachdenkens in

der Karwoche. In der Mitte des

Komplets wurde jeden Abend ein

Stück der Passionsgeschichte

Jesu gelesen. Die Atmosphäre

der wundervollen Kapelle verstärkte

die Möglichkeit einer

Atempause auf dem Weg zum

Osterfest. To be continued –

steht unter amerikanischen

Serienfilmen – Es sollte fortgesetzt

werden. Auch vor Weihnachten

soll es ein Angebot in

der Kapelle geben. Herzlichen

Dank an die Familien Durst und

Knips, die der evangelischen

Gemeinde die Möglichkeit des

Angebots gegeben haben.


Agathe im Kindergarten

Agathe ist eine sehr, sehr alte

Schildkröte. Sie hat schon die

Geschichten mit Jesus erlebt und

sogar mit dem alten David oder

Abraham. Für die Kinder im

Kindergarten ist die kleine Handpuppe

Realität. Wenn sie aus

dem biblischen Bild auf die Hand

von Pfarrer Dautermann wechselt,

spricht sie mit den Kindern.

Sie ist, wie gesagt, sehr, sehr alt.

Deshalb kann sie sich auch die

Namen der Kinder nicht be -

halten und spricht sie oft mit

Namen, wie Kurt, Emil oder

Josef an. Die Kinder nennen dann

lachend ihren richtigen Namen,

den Agathe beim nächsten Mal

garantiert wieder vergessen hat.

Einmal im Monat kommt

Agathe mit Pfarrer Dautermann

in den Evangelischen Kindergarten.

Wehe, sie will mal ausschlafen

oder sie versteckt sich, wenn

Pfarrer Dautermann sie mitnehmen

will. Im Zweifelsfall muss

auch Frau Wagner-Dautermann

Agathe in den Kindergarten

nachbringen (natürlich hat Pfr.

Dautermann in diesen Fällen die

Handpuppe vergessen, aber so

etwas Profanes würden die Kinder

nicht verstehen).

45


Die Handpuppe kommt von

www.hosentaschenbibel.de,

einer interessante Plattform im

Internet, die sich zur Aufgabe

gemacht hat, die biblischen

Geschichten vor allem unter

Kindern zu vertreiben. Dort gibt

es die biblischen Bilder zu einer

ganzen Menge biblischer

Geschichten. Und auf jedem Bild

ist die Schildkröte zu sehen. Den

Namen Agathe trägt sie nur in

Nierstein, der Vorschlag Kassiopeia

auf der Seite ist irgendwie

nicht passend (der Name ist von

der Schildkröte bei »Momo«

besetzt). Agathe hat viel erlebt

mit den biblischen Personen des

Alten und des Neuen Testament

und möchte das den Kindern von

heute erzählen.

So kommt Agathe mit Pfr. Dautermann

in den Kindergarten

und erzählt. Natürlich wird auch

gebetet und gesungen. Die Kinder

haben daran viel Spaß und

freuen sich sehr auf die nächste

Begegnung mit Agathe.

Herzlich

willkommen

zum KiGo!

Schön, dass Ihr

da seid!

von Michaela Jopp

Kindergottesdienst – KiGo

das ist Gottesdienst für Kinder

mit allem was einen

Gottesdienst ausmacht:

Miteinander singen, beten und

die Geschichten aus der Bibel

hören und natürlich spielen,

basteln, Spaß haben.

Das KiGo-Team bereitet die

Gottesdienste vor und dann

treffen wir uns jeden Sonntag

(außer in den Ferien) mit der

ganzen Gemeinde um 10 Uhr in

der Kirche. Damit wir uns nicht

verpassen: Wir sitzen vorne auf

der rechten Seite.

Mit den Erwachsenen hören wir

die Orgel und Begrüßung durch

den Pfarrer. Während dem ersten

gemeinsamen Lied darf ein Kind

an der Osterkerze unsere KiGo-

Kerze anzünden, mit diesem

46


Licht gehen wir zum Pfarrhaus

und dann kann es richtig losgehen:

Das Pfarrhaus ist unser

»Kirchenraum«. Wir haben zwar

keinen Altar, aber alles was es in

der Kirche auch gibt:

Ein Kreuz, Kerzen, Dekoration

und eine Liturgie, das heißt

einen festen Ablauf:

Wir beginnen unseren Gottesdienst

im Namen des Vaters und

des Sohnes und des Heiligen

Geistes und zünden 3 Kerzen an:

eine für Gott den Vater, eine

weitere für Jesus seinen Sohn

und die dritte für den Heiligen

Geist.

Wir begrüßen uns gegenseitig

und singen ein Lied. Was gibt es

neues? Hatte jemand Geburtstag?

Der darf sich etwas aus

unserem Geschenkesack aussuchen

und das nächste Lied wünschen.

Danach lesen wir ein

Gebet oder einen Psalm. Schließlich

sammeln wir noch für unser

Patenkind Michaele aus Äthiopien.

Wenn wir Post von ihm

bekommen lesen wir sie Euch

vor. Dann singen wir noch ein

Lied und ...

47


dann wird es richtig spannend:

Unsere Geschichte für Euch,

z.B. die Geschichte von Jona,

ein Prophet aus Israel, der doch

glatt von einem Fisch

verschluckt wird,

könnt Ihr Euch das vorstellen?

Nach der biblischen Geschichte

basteln, malen oder spielen wir,

um das Gehörte zu vertiefen.

Highlights sind unser Spiele-

Gottesdienst am letzten Sonntag

vor den Sommerferien, der KiGo

zum Weltgebetstags im März

jeden Jahres, an dem wir von

Kindern in anderen Ländern der

Welt erfahren und natürlich das

Weihnachtssingspiel gemeinsam

mit der CVJM-Mädchenjungschar

an Heilig Abend.

Seid Ihr neugierig geworden?

Dann schaut doch bei uns am

Sonntag mit Euren Eltern rein.

Wir freuen uns schon auf Euch,

Euer KiGo-Team

Helga Mayer, Martina Seifen,

Gabi Zeglin,

Gabi Burger-Kuhn,

Michaela Jopp, Lizzie Bessier,

Lisa Neubert und

Hannah Ohligschläger

48


Liturgischer Tanz

15. November 2008, Samstag, 9.30 Uhr – 17.00 Uhr,

Johannes Busch-Haus

Tanztag mit Wolfgang Wais aus Alfeld

Herr Wais ist Mitglied in der Christlichen Arbeitsgemeinschaft

Tanz in Liturgie und Spiritualität e.V und wirkte bei den letzten

Ev.Kirchentagen in der »Tanzkirche« mit. Er war schon zweimal

unser Gast.

Wir wollen an diesem Tag die Höhen und Tiefen

des Psalm 23 im Tanz erspüren.

Am Vormittag studieren wir die Tänze ein und nachmittags,

nach einer gemütlichen Mittagspause, feiern wir den Psalm.

Eingeladen sind Frauen und Männer, die Freude am Tanzen

haben und erfahren möchten, wie man im Tanz Gott loben und

danken kann.

Information und Anmeldung bei Almut Jakob,

Telefon 06133 - 60226, E-Mail almutjakob@online.de


Ökumenische Frauengruppe Nierstein

25. August 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

08. September 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

29. September 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

13. Oktober 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

27. Oktober 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

01. November 2008, Samstag

9:30 – 17:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Tanztag mit Wolfgang Wais

17. November 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

1. Dezember 2008

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

11. Dezember 2008, Donnerstag,

18:00 Uhr, Bergkirche Udenheim Adventsandacht zum Thema:

»Wo mein Herz sich freut und meine Würde tanzt«

15. Dezember 2008

19:30 Uhr, Joh.-Busch-Haus Jahresabschlussfeier

05. Januar 2009

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

19. Januar 2009

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

31. Januar 2009, Samstag

9:00 – 13:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Weltgebetstagsvorbereitung

Papua Neu Guinea

9. Februar 2009

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kultur, Tänze und Musik des

Weltgebetstagslandes

2. März 2009

20:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Kreistänze

06. März 2009, Freitag

19:00 Uhr, Joh.-Busch-Haus Weltgebetstagsgottesdienst

aus Papua Neu Guinea »Viele sind wir, doch eins in Christus«


Zum Weltgebetstag am 6. März 2009

aus Papua-Neuguinea (PNG)

Viele sind wir, doch eins in Christus

von Renate Kirsch

Wenn wir bei uns in Deutschland

mit den Weltgebetstagsgottesdiensten

beginnen, ist in

Papua-Neuguinea (PNG) schon

alles vorbei. Die große Insel und

die rund 600 kleineren, die den

Staat PNG ausmachen, liegen für

uns »am anderen Ende der Welt«,

neun Stunden uns voraus.

»Kommt mit uns in das Land der

Überraschungen«, laden die

Verfasserinnen ein: Dicht am

Äquator gelegen, hat das Land

keine Jahreszeiten, ist meist

tropisch heiß und dennoch liegt

Schnee auf den hohen Gebirgen,

besonders auf dem Mount

Wilhelm (4509 m). Der Name

stammt aus der Zeit, als Nordneuguinea

bis 1914 deutsche

Kolonie war und dort Kaffeeplantagen

angelegt und Kokospalmen

gepflanzt wurden. Überraschend

ist auch, dass man erst vor rund

30 Jahren beim Überfliegen des

zerklüfteten Hochlandes

menschliche Besiedelung im

Regenwald entdeckt hat. Als

inzwischen »Parlamentarische

Monarchie« – Königin ist Elizabeth

II. von England – macht

PNG eine rasante Entwicklung

51


ins 21. Jahrhundert durch. Vom

Grabstock zum Handy, von der

Subsistenzwirtschaft im Urwalddorf

in den knappen Arbeitsmarkt

der modernen Hauptstadt

Port Moresby, vom Geister- und

Zauberglauben in eine globale

Welt mit ihrer Fülle verschiedener

»Glaubenswahrheiten«. Die

christlichen Kirchen (60 –96%

der ca. 6,3 Mio. EinwohnerInnen

verstehen sich als ChristInnen)

stehen vor großen Herausforderungen.

In der Vielfalt menschlicher

Möglichkeiten suchen sie einen

Weg zum einigenden Glauben

an Christus, wollen ermutigen,

alle Begabungen und Fähigkeiten

einzusetzen zum Wohl der

Menschen und zum Aufbau der

Gemeinden.

Viele sind wir, doch eins in

Christus. Fast beschwörend

können die Weltgebetstagsfrauen

das Motto ihres Gottesdienstes

sagen und beten. Ihr Land, in

dem außer der Amtssprache

Englisch und »Tok Pisin«, dem

Pidgin Englisch, mehr als 800

Sprachen von ebenso vielen Ethnien

gesprochen werden, braucht

in seiner Vielfalt den einigenden

Glauben an Christus. Darum

wählten sie aus dem Römerbrief

den Text von dem einen Leib der

Gemeinde, in dem alle untrennbar

zueinander gehören, weil

Gott es so will. Und doch bleibt

der Friede untereinander ein

immer gefährdetes, zerbrechliches

Gut. Mit Mut, Phantasie

und Zähigkeit versuchen Frauen

in PNG, für Frieden zu arbeiten.

In ihren Familien, zwischen

Clans und Stämmen und bis in

die Politik hinein. Mit Erfolg

retten sie Leben. Wie damals in

Ägypten drei Frauen miteinander

den kleinen Mose aus dem Nil

erretten. Mit dieser Geschichte

wollen sie mit uns und aller Welt

Gottesdienst feiern.

52


Faszination Orgel

Sie spielen Klavier?

Sie sind fasziniert von der Orgel?

Sie können sich vorstellen, ab und zu Gottesdienste

an der Orgel zu begleiten?

Das Evang. Dekanat Oppenheim bietet

eine subventionierte Orgelausbildung an.

Haben Sie Interesse?

Dann nehmen Sie Kontakt auf

Renate & Giuliano Mameli

Mainzer Straße 3, 55278 Mommenheim

Telefon 06135 - 706782 Büro

Fax 06135 - 932463

Telefon 06138 - 902691 privat

kimuheim@gmx.de

www.kimuheim.de


Maria ist schwanger.

© Ikone von A. K. Selig, www.ikonenmalen.de

Wo kommen die Kinder her?

Der Geist Gottes – so schreibt die Bibel – pflanzte sein Baby in Marias

Bauch. Und so entstand Jesus. Das ist ungewöhnlich. Normalerweise

entstehen Kinder anders. Damit ein Baby entstehen kann, braucht es

nicht nur eine Mama, sondern auch einen Papa. Papas Samen wird eins

mit dem Ei in Mamas Körper und wird dadurch lebendig. Aber: Braucht

es auch den Heiligen Geist für die Entstehung eines Babys? Viele Eltern

machen die Erfahrung, dass die Entstehung ihrer Kinder weder von ihrem

eigenen Willen abhängt, noch ausschließlich von ihrer Gesundheit. Es ist

ein großes Geheimnis, dem wir Menschen mit Respekt und Liebe begegnen.

Und dieses Geheimnis ordnen wir gläubigen Menschen Gott zu. Wir

sagen: Gott hat uns ein Kind geschenkt. Es ist ein Gotteskind. Ähnlich

wie es die Bibel aussagt über Jesus.

54


Maria, Josef und der Engel

Erzählt von Jutta Bergmoser

Maria war ein junges Mädchen von etwa 15 Jahren. Sie liebte Josef aus

Nazareth. Die beiden wollten bald heiraten. Doch da wurde Maria plötzlich

schwanger. Josef war aber nicht der Vater des Kindes. Deshalb trennte sich

Josef von Maria. Maria aber ging fort von zu Hause und besuchte ihre Tante

Elisabet in den Bergen. Eines Nachts aber hatte Josef einen Traum. Er sah

einen Engel Gottes, der zu ihm sagte: »Marias Kind ist ein Gotteskind.

Beschütze es.« Josef wachte schweißgebadet auf. Hatte Maria ihm nicht

etwas Ähnliches erzählt und er hatte ihr überhaupt nicht geglaubt?

Auch Maria hatte von dem Besuch eines Engels gesprochen. Der Engel hatte

zu Maria gesagt: »Gegrüßet seist du, Maria. Gott ist bei dir und hat große

Pläne«. Dann hatte der Engel angekündigt, dass Maria ein Baby bekommen

werde. Er sagte: »Gott selber ist der Vater deines Kindes.« Als Josef diese

Geschichte hörte, war er empört aus dem Zimmer gerannt. Das Ganze war

sicher nur eine dreiste Lüge von Maria. Und jetzt … jetzt träumte er sogar

diesen Unsinn.

Aber Josef vermisste Maria sehr. Der Engel im Traum hatte zu ihm gesagt:

»Geh zu Maria. Ihr gehört zusammen. Seid eine Familie.«

Josef überlegte. Und wenn doch wahr wäre, was er geträumt hatte? Konnte

es ihm nicht egal sein, wer der Vater von Marias Kind war? Schließlich liebte

er Maria und wünschte sich ein Kind mit ihr. Solange Gott dieses Kind liebte,

konnte er das doch auch. Josef zögerte. Dann wusste er, was zu tun war.

Rasch zog sich Josef an und machte sich auf den Weg zu Elisabet im Gebirge.

Als Maria Josef kommen sah, lief sie in seine offenen Arme. Josef streichelte

Marias dicken Bauch und sagte: »Ich liebe euch«. So kamen Maria und Josef

wieder 55zusammen. Und das Gotteskind bekam einen Papa.


Sonne

im

Bauch

Aus dem Tagebuch

einer schwangeren

Frau

Wer bist du, mein Kind? Du sollst ja ein Junge werden, sagt der Arzt.

Ich habe dein Herz schlagen sehen, auf den Apparaten. Ich spüre dich.

Du bist in mir. Aber: Kenne ich dich auch? Was bringst du Neues in mein

Leben? Kleiner, bist du gesund? Gestern hat sich ein Penner vor meinem

dicken Bauch verbeugt. Er nannte mich Maria, und meinte die Gottesmutter.

Peinlich war’s. Aber der Mann hat kapiert, wie stark, wie lebendig ich mich

mit dir fühle. Komm, dreh’ dich zu mir, mein Kleiner, damit wir zusammen

weinen und lachen können.

56


Gute Worte

Biblische Sätze – Kindern erklärt

Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen.

(Offenbarung Johannes 21,4)

Erzählt von Michael Becker

Tränen können schön sein, aber auch schrecklich. Weinen kann die Seele

befreien, aber auch sehr bedrücken. Tränen muss man weinen dürfen,

wenn es nötig ist. Aber irgendwann müssen sie dann auch getrocknet

werden. Das Leben soll ja wieder hell und schön werden.

Vor einigen Tagen habe ich gesehen, wie eine Mutter ihrem kleinen

Jungen die Tränen weggewischt hat. Das war wunderschön. Der kleine

Junge zappelte im Bus herum und wollte zur Mutter auf den Schoß, aber

da war die Einkaufstasche im Weg. Dann wollte er mit seinen Schuhen

auf den Sitz. Das erlaubte die Mutter aber nicht. Der Junge wurde erst

unruhig und dann weinte er los. Er hatte seinen Willen nicht bekommen.

Nun aber kam etwas Wunderschönes. Die Mutter nahm die Tasche von

ihren Beinen, stellte sie in den Gang und packte sich ihren Kleinen.

Sie legte ihn in ihre Arme wie ein Baby. Dann drückte ihm die Mutter

einen Kuss auf die rote Wange und sagte: »Ja, du bist mein Großer, und

ich hab dich lieb!« Da hörte der Junge auf zu weinen. Sein Stolz war wie

weggewischt. Er musste sich nichts mehr beweisen mit seinem Willen.

Die Liebe erlöste ihn von dem Zwang, unbedingt etwas erreichen zu

müssen.

So ist das wohl im Leben, denke ich manchmal. Unbedingt, sofort,

ungeduldig – und wenn’s nicht klappt, dann laufen bald die Tränen

vor Wut und Enttäuschung. Wie gut, dass es dann ein Heilmittel gibt,

das Heilmittel Gottes: Eine Umarmung im rechten Moment, und wir

dürfen das sein, was wir ja immer bleiben: Große Kinder, die sehnsüchtig

nach Liebe und Anerkennung sind. Und selig sind wir, wenn die Liebe

erfüllt wird.

57


Zur Erinnerung

»Komm, Herr, binde doch nach

des Wahnsinns Flammen, dir aus

aller Welt noch ein Volk zusammen.

Seht, der Ölbaum trägt alte

neue Zweige, bis vor Gott sich

neige endlich alle Welt.« So dichtet

Dieter Trautwein in seinem

Lied »Jenseits der Feueröfen«.

Es geht darum, nach den Schrecken

der nationalsozialistischen

Judenverfolgung zu neuer

Gemeinschaft zu finden, einer

neuen Verständigung zwischen

Christen und Juden. Doch ohne

die Erinnerung keine Versöhnung

und Erlösung. Deshalb ist

in diesem Jahr an den 70. Jahrestag

der sogenannten »Reichskristallnacht«

(ein Begriff, mit dem

»der Volksmund« über die erste

große öffentliche Verfolgungsaktion

gegen die Juden spottete) am

9. November 1938 zu erinnern.

Reichspropagandaminister

Joseph Goebbels hatte das Attentat

des 17-jährigen polnischen

Juden Herschel Grynszpan an

dem deutschen Legationssekretär

Ernst von Rath am 7. November

in der deutschen Botschaft in

Paris zum Anlass für die antijüdische

Hetze genommen.

Grynszpan wollte mit dem

Anschlag die Vertreibung seiner

Eltern aus Deutschland rächen.

Bei dem bis zum 11. November

dauernden Pogrom gingen über

1.000 Synagogen in Flammen

auf, wurden jüdische Geschäfte

geplündert und zerstört und

jüdische Mitbürger zu Tausenden

misshandelt, getötet oder in

Konzentrationslager verschleppt.

Einer der wenigen, die damals

öffentlich protestierten, war der

Berliner Dompropst Bernhard

Lichtenberg. »Draußen brennt

58


der Tempel. Das ist auch ein

Gotteshaus«, rief er nach der

Reichspogromnacht seinen

christlichen Zuhörern in St.

Hedwig zu. Seitdem sprach er

jeden Abend ein öffentliches

Gebet für die verfolgten Juden –

mit dem Wissen, sich dadurch

selbst in Gefahr zu bringen.

Tatsächlich wurde er einige Jahre

später verhaftet, aber mit seinem

unerschrockenen Einsatz für die

Juden hat er den Grundstein

gelegt für die Erinnerung, in der

das Geheimnis der Erlösung

ruht.

»Renaissance des

jüdischen Lebens

in Deutschland«

von Paul Spiegel

Vor der nationalsozialistischen

Gewaltherrschaft lebten in

Deutschland rund 600.000 Mitbürger

jüdischen Glaubens. Am

Ende des Krieges waren es noch

rund zehn- bis fünfzehntausend.

Allein in der Reichspogromnacht

vor 70 Jahren (9. / 10. November

1938) wurden in Deutschland

und Österreich 2.676 Synagogen

und jüdische Gemeindehäuser

zerstört (einen Überblick bei:

www.synagogen.info). Auch

wenn jüdisches Leben in

Deutschland inzwischen wieder

präsent ist; in den letzten Jahren

einige Synagogen neu errichtet

wurden und inzwischen in

Deutschland mit rund 105.000

Mitgliedern (in rund 100

Gemeinden) nach Frankreich

und Großbritannien die drittgrößte

jüdische Gemeinschaft

Europas besteht, ist das Wissen

um jüdisches Leben gering: Wie

sieht ein Synagogengottesdienst

aus? Was ist eine Bar-Mizwa?

Was ist ein Rabbiner? Welche

Feiertage feiern unsere jüdischen

Mitbürger und was bedeuten sie?

Was einst in Deutschland selbstverständliche

Nachbarschaft war,

gilt immer noch als exotisch,

obwohl Christen und Juden so

viel verbindet. Das Wissen voneinander

ist der erste Schritt zur

wahren Begegnung, aus der wieder

ein selbstverständliches Miteinander

wird.

59


Jubiläen

Zwei Frauen, die mit sehr viel Engagement in ihrem Beruf

bei uns arbeiten tun dies in diesem Jahr seit 20 Jahren.

Die Evangelische Kirchengemeinde Nierstein bedankt sich sehr

herzlich bei Renate Krebs, die in diesen Jahren als Reinigungskraft

im Kindergarten, der jetzt Kindertagesstätte heißt, dafür gesorgt hat,

dass die Räume morgens immer wieder so aussahen, dass die Kinder

und auch die Mitarbeiterinnen dort wieder gerne gearbeitet haben.

Sie hat viele Erzieherinnen dort erlebt und war immer eine zuver lässige

Kraft. Die Kinder nehmen naturgemäß nicht sehr viel Rücksicht auf

die Sauberkeit der Räume. Dafür hatte Renate Krebs in diesen Jahren

bis heute sehr viel Verständnis. Deshalb arbeiten auch die Erzieherinnen

gerne mit ihr. Wir hoffen, dass sie den Dienst noch lange für uns

und die Kinder versehen kann.


Die Evangelische Kirchengemeinde Nierstein bedankt sich ebenfalls

sehr herzlich bei Birgit Kessel, die im gleichen Jahr in unserem

Kindergarten als Erzieherin angefangen hat. Die Kinder, die sie

damals erlebt haben, sind bereits in einer Lehre oder machen bald

Abitur. Sie hat hunderte von Niersteiner Kindern begleitet im Kindergarten

und sie auf die Schule vorbereitet. Die Fülle von Ideen, die sie

mit Freude in ihre Arbeit einbringt, haben in den Jahren nicht nachgelassen.

Wer sie erlebt merkt dass sie bis heute mit Spaß an ihre Arbeit

geht und das nehmen auch die Kinder wahr. Wir wünschen ihr und

den Kindern, dass sie noch lange in unserer KiTa tätig ist und weiter

mit ihren, manchmal sehr ausgefallenen Ideen, die Kolleginnen und

die Kinder auf Trab hält.

Danke, beiden für ihren Einsatz, der über den normalen

Arbeitseinsatz hinausgeht.


Nachrufe

Am 17. September verstarb unser langjähriges Kirchenvorstandsmitglied

FRITZ MERZ.

Fritz Merz war von September 1967 bis August 1985 Mitglied des

Kirchenvorstandes unserer Kirchengemeinde. Er kümmerte sich um

die Finanzen, wie es sein Beruf als Leiter der Finanzabteilung der

Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim nahelegte. Auch in anderen

Fragen war Fritz Merz eine wichtige Person im damaligen Kirchen -

vorstand. Seine Stimme hatte großes Gewicht und er hat die Belange

der Kirchengemeinde über viele Jahre geprägt. Die Evangelische

Kirchengemeinde Nierstein wird Fritz Merz in dankbarer Erinnerung

behalten.

Am 11. Juni verstarb unsere ehemalige Kirchenvorsteherin

Frau ANNEMARIE DAMMEL

Sie war von Mai 1982 bis August 1991 in unserem Kirchenvorstand.

Sie setzte sich vor allem für die Evangelische Frauenhilfe ein

und war Mitbegründerin der Frauenhilfe in unserer Gemeinde.

Frau Dammel war auch Mitbegründerin des Mütterkreises

in Nierstein. Bis zuletzt war sie sehr interessiert an der Frage

der Frauen in der Kirche. Auch galt ihr Interesse weiterhin unserer

Gemeinde. Sie war immer auf dem aktuellsten Stand, denn sie erhielt

regelmäßig die Gemeindebriefe. Mit ihrem Anliegen wird sie in

unserer Gemeinde weiter präsent bleiben. Die Evangelische Kirchengemeinde

Nierstein schaut mit Dankbarkeit auf das Leben und

Wirken von Annemarie Dammel.


Freud und Leid in der Gemeinde

Taufen

Phelan Roarke O’Hanlon

Christopher Theo Wirth

Sarah Lynn Mc Cabe

Milla Colleen Najda

Benjamin Patschke

Julius Peter Frank

Dominique Diener

Nela Angelina Marie Kleres

Kevin Maurice Krüger

Constantin Leineweber

Johanna Sophie Wagner, Mainz

Paul Tiemann, Bissendorf

Philipp Tiemann, Bissendorf

Finya Becker

Josua Timon Bloos

Randy Tyrone Madigan

Elias Georg Manuel Adrian

Tom Janus Stauth

Hochzeiten

Jessica Gifford geb. Bingenheimer und James Gifford

Brigitte Schneider geb. Schuber und Thomas Schneider, Hemsbach

Dr. Julia Langguth geb. Ehrenthal und Klas Langguth, Frankfurt

Janine Heise geb. Martin und Peter Heise

Liane Schwibinger geb. Sander und Thomas Schwibinger

63


Bestattungen

Luise Kessel geb. Stepp 100 Jahre

Erika Schinnerer geb. Stapf 85 Jahre

Marie Schäfer geb. Carstensen 92 Jahre

Friedrich Kessel 60 Jahre

Margarete Schuch geb. Lerch 98 Jahre

Klaus Peter Hertel 69 Jahre

Rolf Dieter Butscher 66 Jahre

Konrad Riedel 82 Jahre

Lya Naab geb. Lahm 82 Jahre

Katharina Vowinkel geb. Fehl 72 Jahre

Christine Kögler geb. Kessel 100 Jahre

Christina Umstadt geb. Mayer 90 Jahre

Maria Luise Strub geb. Schmitt 94 Jahre

Karl Naab 85 Jahre

Adolf Krebs 73 Jahre

Gustav Hänßler 86 Jahre

Kurt Ernst Wiederhold, Rösrath 73 Jahre

Christine Magdalene (Christa) Merz geb. Lerch 83 Jahre

Gisela Schmitt geb. Strub 72 Jahre

Werner Schinnerer 81 Jahre

Dr. Hans Fröhlich, Bad Bellingen 78 Jahre

August Wilhelm Piepenbring 74 Jahre

Friedrich (Fritz) Merz 84 Jahre

64


Kassettendienst

Alle Gottesdienste werden auf Kassette aufgenommen. Wenn Sie

aus gesundheitlichen Gründen nicht am Gottesdienst teilnehmen,

können Sie sich im Pfarrbüro melden und bekommen eine Kopie

dieser Kassette im Laufe der kommenden Woche zugestellt. Dieser

Service ist kostenlos! Wenn Sie einmal den Gottesdienst besuchen

möchte,. Ihnen das aber schwer fällt, weil Sie krank oder gehbehindert

sind – dann rufen Sie doch bitte eine / n Kichenvorsteher / in

in Ihrer Nähe an. Diese / r ist gerne bereit, Ihre Fahrt zur Kirche und

anschließend wieder nach Hause kostenlos zu organisieren.

Kirchenvorstand

Jörg Adrian, An der Kaiserlinde 8, Telefon 57 16 80

Dr. Madeleine Busch, Leonorenstraße 7, Telefon 613 89

Dr. Matina Heinrichs, Wörrstädter Straße 31, Telefon 602 98

Arnd Klein, Saalpförtchen 2, Telefon 600 91

Diethard Mayer, Fäulingstraße 36 , Telefon 59 500

Irmgard Mayer, Mühlgasse 25, Telefon 50 313

Siegbert Meß, Rieslingring 6, Telefon 56 50

Birgit Neubert, Ernst-Wernher-Straße 6, Telefon 597 61

Anke Schmitt, Müller-Thurgau-Weg 4, Telefon 501 25

Jochen Werner Schmitt, Uttrichstraße 9, Telefon 57 16 22

Friedolf Schütz, Wörrstädter Straße 41a, Telefon 590 29

Heidi Strub, Riedhof, Telefon 53 58

Christel Ullrich, Mainstraße 2, Telefon 57 23 29

Gottesdienste im Johanneshaus

OKTOBER 08. Evang. 22. Evang.

NOVEMBER 12. Evang.

19. Evang.

DEZEMBER 03. Evang. 17. Evang. 31. Evang.

immer 65 10 Uhr


Gottesdienstordnung bis März 2009

26.10.2008 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche mit

Abendmahl Erntedankfest Anschließend

Mitarbeiterbrunch Richard Dautermann,

Pfarrer

02.11.2008 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

Richard Dautermann, Pfarrer

09.11.2008 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

Richard Dautermann, Pfarrer

09.11.2008 17.00 Uhr Dekanats-Gospelgottesdienst Evang.

Kirche Schwabsburg Richard Dautermann,

Pfarrer

16.11.2008 10:00 Uhr Volkstrauertag Gottesdienst in der Martinskirche

Richard Dautermann, Pfarrer

19.11.2008 19:30 Uhr Buß- und Bettag Gottesdienst in der Martinskirche

Dr. Michael Finzer, Wallertheim

23.11.2008 10:00 Uhr Ewigkeitssonntag Abendmahl

Richard Dautermann, Pfarrer

30.11.2008 10:00 Uhr 1. Advent Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

07.12.2008 10:00 Uhr 2. Advent Adventsfeier der KiTaRichard

Dautermann, Pfarrer

14.12.2008 10:00 Uhr 3. Advent Richard Dautermann, Pfarrer

21.12.2008 10:00 Uhr 4. Advent Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

24.12.2008 16:00 Uhr Familiengottesdienst

Richard Dautermann, Pfarrer

18:00 Uhr Gottesdienst am Heiligen Abend

Richard Dautermann, Pfarrer

25.12.2008 10:00 Uhr 1. Weihnachtstag Gottesdienst in

der Martinskirche mit Abendmahl

Richard Dautermann, Pfarrer

66


26.12.2008 10:00 Uhr 2. Weihnachtstag Gottesdienst in der MartinskircheTönjes

Redenius, Pfr., Bingen

28.12.2008 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

31.12.2008 18:00 Uhr Silvester Gottesdienst in der Martinskirche

Mit Abendmahl Tönjes Redenius, Pfr.,

Bingen

01.01.2009 Kein Gottesdienst

04.01.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

1. Gottesdienst im Jahr 2009

Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

11.01.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

Richard Dautermann, Pfarrer

18.01.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

25.01.2009 10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl – Johannes-

Busch-Haus Richard Dautermann, Pfarrer

01.02.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

Richard Dautermann, Pfarrer

08.02.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

Richard Dautermann, Pfarrer

15.02.2009 10:00 Uhr Gottesdienst – Johannes-Busch-Haus

Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

22.02.2009 10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl – Johannes-

Busch-Haus Richard Dautermann, Pfarrer

01.03.2009 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

Richard Dautermann, Pfarrer

08.03.2009 10:00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

Tönjes Redenius, Pfr., Bingen

67


Die Woche auf einen Blick

SONNTAG

10.00 Uhr Gottesdienst in der Martinskirche

10.00 Uhr Kindergottesdienst Helga Mayer (50 183)

14.30 Uhr Gemeinschaftsstunde, Langgasse 18

K. H. Wilhelm (50 638)

18.30 Uhr Familienkreis 14-tägig, Norbert Schütz (53 54)

Hauskreis IV Son-Day 14-tägig

Ehepaar J. & S. Adrian

MONTAG

14.30 – 16.30 Uhr Seniorengruppe

20.00 Uhr Meditatives Tanzen – Ökumenische

Frauengruppe an zwei Montagen im Monat:

Almut Jakob (60 226)

18.00 – 22.00 Uhr CVJM-Sport für alle Altersgruppen in der

Rundsporthalle: Lothar Püschel (58 418)

DIENSTAG

16.30 – 18.30 Uhr Mädchenjungschar 10 – 13 Jahre:

Anne Busch, Franziska Günther,

Anne Kathrin Seifen

16.30 – 18.00 Uhr Minimädchenjungschar 6 – 9 Jahre:

Christina Hill, Jutta Schmitt,

Hanna Kehl, Larissa Nagel, Dora Busch

18.00 – 19.30 Uhr Jugendkreis II: Nina Gerlach, Therese Seifen,

Burkhard Mayer, Christopher Püschel

19.00 – 20.30 Uhr Jugendkreis I, Jugendliche ab 14 Jahre: Simone

Adrian, Wolfgang Bürkle, Martin Borzner,

Mark Saul

20.00 Uhr Gebets-Bibelstunde, Langgasse 18,

K. H. Wilhelm (506 38)

20.00 Uhr Hauskreis III in Nierstein 14-tägig:

68

Fam. Hill / Trapp


MITTWOCH

6.00 Uhr Gebetsfrühstück, Uttrichstraße 4, 14-tägig:

Fam. Mayer (59 390)

10.00 Uhr Gottesdienst im Johanneshaus, Gutenbergstraße

13 im Wechsel mit der katholischen

Kirche

20.00 Uhr Gemeindebibelstunde: Klaus Strub (53 58)

20.00 Uhr Hauskreis I

Familie Seifen in Nierstein 14-tägig

Hauskreis II Familie Störger / Püschel in

Schwabsburg 14-tägig

DONNERSTAG

08.00 Uhr Gebetsfrühstück, Langgasse 18

10.00 – 11.30 Uhr Krabbelgruppe: Nadja Kafitz (57 02 73)

16.00 – 18.00 Uhr Büchertisch, Langgasse 18

20.00 Uhr CVJM-Posaunenchor-Übungsstunde,

Langgasse 18, Bernhard Mayer (59 390)

Jungbläser-Anfänger nach Absprache

FREITAG

16.30 – 18.00 Uhr Jungen-Jungschar 9 – 13 Jahre; Thorsten und

Burkhard Mayer, David Mayer, Andreas Hahn,

Bernhard Brickwede, Lorenz und Martin

Ripka, Anna Martin

18.15 – 19.00 Uhr Der Junge Chor – Übungsstunde für Jugend liche

10 – 15 Jahre: Katrin Bibiella (12 67)

20.00 – 21.45 Uhr Kirchenchor – Übungsstunde:

Katrin Bibiella (12 67)

Hinweis: Der Veranstaltungsort der Gruppen und Kreise ist – wenn

nicht anders angegeben – das Johannes-Busch-Haus, Mühlgasse 28

69


Buß- und Bettag:

Freiheitstag

Wenigstens einen Tag

lang, vielleicht auch

nur einen Gottesdienst

lang, vielleicht auch

nur für einen Moment

im Gottesdienst –

dürfen wir so sein,

wie wir sind. Wir

brauchen uns nicht

länger zu verstellen –

wenigstens nicht vor

Gott. Denn seine

Liebe macht uns frei,

mit Schuld und Sünde

offen und ehrlich

umzugehen. Gibt uns

den Mut, uns selbst

unsere Fehler und

Schwächen einzugestehen

– und dann

auch anderen.

Genießen wir diesen

Augenblick!

Genießen wir diese

Freiheit!

Genießen wir diesen

Feiertag! Gott schenkt

uns diese Freiheit

durch Jesus Christus –

ohne irgendeine

Vorbedingung oder

Vorleistung, sondern

allein aus Gnade.

Lassen wir uns diese

Chance nicht entgehen,

zur Besinnung


Impressum

Redaktion des Gemeindebriefs:

Edith Heerde, Wolfgang Bürkle, Friedolf G. Schütz,

Pfr. Richard Dautermann

Fremdautoren:

Michael Bach, Dierk Schäfer, Renate Kirsch, Paul Spiegel,

Jutta Bergmoser

Redaktionsadresse:

Ev. Gemeindebriefredaktion, Gemeindebüro,

Tempelhof 1, 55283 Nierstein

redaktion@martinskirche-nierstein.de

Gestaltung:

Iga Bielejec, Nierstein

Druck:

Lattreuter GmbH – design •copy •print, Nierstein

Auflage 1900 Exemplare

Der nächste Gemeindebrief wird im November 2008 erscheinen.

Beiträge oder Leserbriefe erbitten wir bis spätestens 10.11. 2008.

Vielen Dank!

* Gemeinde der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen

und Nassau) www.ekhn.de

Kirchenverwaltung der EKHN, Paulusplatz 1, 64285 Darmstadt,

Telefon 0 61 51 / 405- 0

Propsteibereich Rheinhessen, Propst Dr. Klaus-Volker Schütz,

Jakob-Steffan-Straße 1, 55122 Mainz, Telefon 0 61 31 / 310 27,

propstei.rheinhessen@t-online.de

www.rheinhessen-evangelisch.de

Dekanat Oppenheim, Dekan Michael Graebsch, Am Markt 10,

55276 Oppenheim, Telefon 0 61 33 / 579 20

ev.dekanat.oppenheim@ekun-net.de

www.oppenheim-evangelisch.de

Bankverbindung 71

der Kirchengemeinde Nierstein, Ev. Kollektenkasse

Volksbank Rhein-Selz eG BLZ 55061907 Konto Nr. 1392


Öffnungszeiten des Gemeindbüros:

Montag und Dienstag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Donnerstag von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Edith Heerde, Tempelhof 1

buero@martinskirche-nierstein.de

Telefon 0 61 33 - 56 87

Fax 0 61 33 - 5 75 39

Vorsitzende des Kirchenvorstandes

Diethard Mayer, Fäulingstraße 38

kv@martinskirche-nierstein.de

Telefon 0 61 33 - 5 95 00

Pfarrer

Pfr. RICHARD DAUTERMANN, Ringstraße 69k

rd@martinskirche-nierstein.de

Telefon 0 61 33 - 57 04 65

Fax 0 61 33 - 57 04 66

Mobil 0170 - 5615527

Kirchenmusik

Dr. Katrin Bibiella, Am Zuckerberg 4, 55276 Oppenheim

Telefon 0 61 33 - 12 67

Fax 0 61 33 - 49 22 69

kantorin@martinskirche-nierstein.de

Hausmeisterin Johannes-Busch-Haus

Monika Michel

Mobil 0151-17228790

Telefon privat 06731 - 947262

buschhaus@martinskirche-nierstein.de

Küsterin

Tanja Ramminger

Telefon 06133 - 389601

kuesterdienst@martinskirche-nierstein.de

Ev. Kindertagesstätte, Langgasse 20

Sabine Bezvald

Telefon und Fax 0 61 33 - 501 55

ev.kita.nierstein@t-online.de

www.evangelischer-kindergarten.de

CVJM

Wolfgang Bürkle, Hinter Saal 21

Telefon 0 61 33 - 509 99 76

wo.bu@web.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine