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AB SOMMER IM KINO<br />
Im Verleih <strong>der</strong><br />
CONCORDE<br />
FILMVERLEIH<br />
EIN UNTERNEHMEN DER<br />
TELE MÜNCHEN GRUPPE<br />
Rosenheimer Str. 143 b<br />
81671 München<br />
Tel. 089/45 06 10-0<br />
Fax 089/45 06 10-10<br />
www.concorde-filmverleih.de<br />
Pressebetreuung:<br />
Marketeam<br />
Stresemannstr. 29<br />
22769 Hamburg<br />
Tel. 040/89 08 04 0<br />
Fax 040/89 96 34 88<br />
3
CREDITS<br />
I NHALT<br />
4<br />
DARSTELLER<br />
Angelina Jolie __________________Lara Croft<br />
Iain Glen __________________Manfred Powell<br />
Daniel Craig ___________________Alex Marrs<br />
Leslie Phillips ____________________Wilson<br />
Noah Taylor ______________________Bryce<br />
Julian Rhind Tutt __________________Pimms<br />
Mark Collie _____________________Larson<br />
Rachel Appleton ___________die junge Lara Croft<br />
Chris Barrie _______________Hilary, <strong>der</strong> Butler<br />
Richard Johnson ______________ein Gentleman<br />
Jon Voight ____________________Lord Croft<br />
STAB<br />
Regie _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Simon West<br />
Drehbuch _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Patrick Massett<br />
_________________________John Zinman<br />
Produktion _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Lawrence Gordon<br />
_________________________Mark Gordon<br />
__________________________Lloyd Levin<br />
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Gary Levinsohn<br />
_________________________Colin Wilson<br />
Co-Produzent _________________Bobby Klein<br />
Ausführen<strong>der</strong> Produzent _ _ _ _ _ _ _ _ _ _Charles Cornwall<br />
Kamera _________________Peter Menzies Jr.<br />
Schnitt __________________Glen Scantlebury<br />
Musik ___________________Michael Kamen<br />
Produktionsdesign _____________Kirk Petrucelli<br />
Art Direktor__________________John Fenner<br />
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ David Lee<br />
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Leslie Tomkins<br />
Kostümdesign _______________Lindy Hemming<br />
tombrai<strong>der</strong>movie.com CONCORDE-FILM concorde-film.de<br />
KURZINHALT<br />
© 2001 PARAMOUNT PICTURES. TOMB RAIDER AND LARA CROFT ARE TRADEMARKS OF CORRE DESIGN LTD. ALL RIGHTS RESERVED.<br />
KFP PRODUKTIONS GMBH & CO KG<br />
Genug gespielt. Hier ist die wahre Lara Croft in ihrem ersten, epischen<br />
Leinwand-Abenteuer TOMB RAIDER. Dargestellt von Oscar-<br />
Preisträgerin Angelina Jolie, die als ultimative Heroine des 21.<br />
Jahrhun<strong>der</strong>ts gleich dem ganzen Action-Genre Feuer unterm<br />
Hintern macht. Hübscher als Indiana Jones, trickreicher als 007<br />
und mit mehr Adrenalin als eine Armee von Mannsbil<strong>der</strong>n. Doch<br />
in TOMB RAIDER braucht es auch alle Instinkte und Athletik, alles<br />
Tempo und jeden Trick Laras, um eine drohende Gefahr abzuwenden,<br />
die nichts weniger als göttliche, übernatürliche Mächte in<br />
die Hände einer sinistren Gruppe zu legen droht: die Erleuchteten.<br />
Seit 5000 Jahren warten sie auf eine bestimmte Planeten-<br />
Konstellation und haben für ihre Ziele den ruchlosen und einst<br />
mit Laras Vater Lord Croft (Jon Voight) befreundeten Powell (Iain<br />
Glen) angeheuert. Die Suche nach den Schlüsseln zur Macht führt<br />
von Kambodscha bis nach Sibirien und zwingt Lara zu<br />
Auseinan<strong>der</strong>setzungen mit sehr realen Terror-Teams und geisterhaften<br />
Steingötzen. Als Hilfe steht ihr dabei <strong>der</strong> Computer-<br />
Experte Bryce zur Seite, während <strong>der</strong> konkurrierende Schatzjäger<br />
Alex Marrs (Daniel Craig) zwar Einlass in Laras Herz sucht, aber<br />
dummerweise mit ihren Feinden gemeinsame Sache macht. Doch<br />
diese Komplikationen sind nichts gegen Laras schwerwiegendstes<br />
Problem - die Sehnsucht nach ihrem verstorbenen Vater und die<br />
gefährliche Chance, ihn von den Toten auferstehen zu lassen...<br />
Ein ganz gewöhnlicher Tag in <strong>der</strong> Villa Croft. Um zwischen<br />
ihren Expeditionen nicht aus <strong>der</strong> Übung zu kommen, nimmt<br />
es die Schatzjägerin, Weltenretterin und Bombenfrau Lara Croft<br />
(Angelina Jolie) in einem unerwartet lebensgefährlichen Trainingskampf<br />
mit einem massiven Androiden auf - um sich danach<br />
von ihrem tüftelnden Mitstreiter Bryce (Noah Taylor) den Vorwurf<br />
gefallen lassen zu müssen, sie habe den Test-Titan in Edelschrott<br />
verwandelt. Ganz zu schweigen von den besorgten Blicken von<br />
Butler Hilary (Chris Barrie). Seines Zeichens guter Geist des Anwesens<br />
und ein wenig auch Laras Ratgeber in schwierigen Fragen,<br />
seit ihr Vater vor Jahren verstarb.<br />
In einer <strong>der</strong> nächsten Nächte, als eine ungewöhnliche Sternenkonstellation<br />
eine bevorstehende absolute Sonnenfinsternis ankündigt,<br />
macht Lord Croft (Jon Voight) jedoch noch einmal auf<br />
sich aufmerksam. Urplötzlich wird Lara durch ein penetrantes<br />
Ticken aus dem Schlaf gerissen und findet schließlich in den Gemäuern<br />
verborgen eine Uhr, <strong>der</strong> sie nach diversen Komplikationen<br />
eine verschlüsselte Nachricht entnehmen kann - von ihrem Vater!<br />
Sowohl durch Erinnerungen als auch Nachforschungen erfährt Lara,<br />
dass sie einen Schlüssel einer potenziell schrecklichen Macht<br />
in den Händen hält. Vor tausenden von Jahren, so trug ihr Vater<br />
die wahre Legende weiter, sei ein Himmelskörper auf Erden gelandet,<br />
in dem die Menschen eine mysteriöse, kristallene Substanz<br />
gefunden hätten. Sie formten sie zum Symbol eines allsehenden<br />
Auges, beteten es an - und tatsächlich brachte es inmitten eines<br />
Bürgerkrieges jenem Priester überirdische Macht, <strong>der</strong> das Symbol<br />
in den Händen trug. Doch dieser erkannte die Gefahr von soviel<br />
Kraft, ließ das allsehende Auge zerteilen und verbarg die Stücke<br />
an verschiedenen, geheimen Winkeln <strong>der</strong> Welt. Einmal zusammengesetzt<br />
jedoch, kann es alle 5000 Jahre seine Wirkung entfalten -<br />
und genau zu diesem Zwecke hat über Jahrtausende ein Geheimbund<br />
existiert, <strong>der</strong> nun das allsehende Auge an sich reißen will:<br />
<strong>der</strong> berühmt-berüchtigte Bund <strong>der</strong> Erleuchteten!<br />
Um mehr über diese verschwörerische Organisation und die von<br />
ihrem Vater versteckte Uhr zu erfahren, die offenbar Hinweise zu<br />
den Aufenthaltsorten <strong>der</strong> Teile des Auges enthält, trifft sich Lara<br />
in London mit einem Experten und läuft auch dem jungen Haudegen<br />
Alex Marrs (Daniel Craig) über den Weg, <strong>der</strong> zwar mit Lara<br />
konkurriert, ihr aber sonst sehr herzlich zugeneigt ist. Aber keine<br />
Zeit für freche Flirts - denn Lara wird bitter verraten und einem<br />
gewissen Manfred Powell (Iain Glen) vorgestellt. Eigentlich Anwalt,<br />
angeblich Experte für antike Artefakte und offenbar einst<br />
ein Freund ihres Vaters. Lara weiß indes nicht, dass Powell von<br />
den Erleuchteten beauftragt wurde, das Auge für sie zu finden -<br />
und diese Motivation im übrigen nicht nötig hätte, so gern aalt<br />
er sich in Herrschsucht. In einer Nacht, in <strong>der</strong> Lara gerade auf ihre<br />
ganz persönliche Weise einen freien Kopf zu bekommen versucht -<br />
beim Bungeespringen in <strong>der</strong> Haupthalle – wird <strong>der</strong> Croft-Landsitz<br />
von einem Einsatzkommando Powells angegriffen. Durch alle Bereiche<br />
des Gebäudes toben verbissene Kämpfe und Schusswechsel,<br />
wobei Lara einen klitzekleinen Nachteil hat - sie trägt we<strong>der</strong><br />
Waffe noch Nachtsichtgerät! Dennoch kann sie sich selbst, Bryce<br />
und Butler Hilary vor <strong>der</strong> militärisch exekutierten Attacke retten.<br />
Ohne ihren Freunden zu <strong>der</strong>en Schutz verraten zu können, wohin<br />
die Reise geht, macht sich Lara auf, ihrem frischgebackenen Antagonisten<br />
Powell die gestohlene Uhr wie<strong>der</strong> abzujagen - im<br />
Dschungel Kambodschas, wo eine Hälfte des allsehenden Auges<br />
versteckt ist. Begleitet von immer wie<strong>der</strong>kehrenden Erinnerungen<br />
an ihren Vater und seine Ratschläge sowie von geisterhaften<br />
Hilfen in Kin<strong>der</strong>gestalt findet Lara das Grab des tanzenden Lichts.<br />
Doch Powell und seine Mannen waren vor ihr da - dabei auch Laras<br />
alter Bekannter Alex. Während Lara das Geschehen im Verborgenen<br />
beobachtet, gelingt es den Männern zwar, ins Grabesinnere<br />
vorzustoßen und eine verborgene Hälfte des Auges aufzuspüren.<br />
Doch sie tappen geradewegs in eine vor Jahrtausenden gestellte<br />
Falle. Plötzlich werden alle Beteiligten von etlichen steinernen<br />
Wächtern angegriffen, die kaum durch Kugeln zu stoppen sind.<br />
Inmitten des erschreckenden Chaos kommt es auch zu einer ersten,<br />
direkten Konfrontation zwischen Lara und Powell, während<br />
Alex zwischen seinem Stolz als Expeditionsleiter und nun nicht<br />
mehr so heimlichen Gefühlen für Lara hin- und hergerissen wäre,<br />
wenn nicht alle von tonnenschweren Wächtern und schließlich<br />
sogar einem sechsarmigen Monstrum angegriffen würden. Nach<br />
unglaublichen und verteufelt knappen Kämpfen kann Lara flüchten<br />
und eine Hälfte des Auges an sich reißen.<br />
Doch während sie in Sicherheit und im Schutze von Mönchen<br />
gepflegt wird, wendet sich Powell <strong>tele</strong>fonisch an sie, denn natürlich<br />
ist Lara technisch von Bryce perfekt ausgerüstet worden.<br />
Ausgerechnet ihr ärgster Feind schlägt ihr vor, dass sich alle<br />
Parteien zusammentun sollten, um in Sibirien das an<strong>der</strong>e Teil des<br />
Auges zu finden, bevor die einmalige Konstellation <strong>der</strong> Sterne im<br />
Meer <strong>der</strong> Zeit vorbeiziehen wird. Zur Überraschung aller willigt<br />
Lara ein. Sie weiß, dass Powell ohne Hilfe nicht zum Ziel kommen<br />
wird und wird wohl selbst ihre Gründe haben, zusammen mit<br />
Erleuchteten, Powell, Alex Marrs und ihrem Partner Bryce in die<br />
Eiswüste zu reisen. Doch welche? Ist es denkbar, dass Lara<br />
Powells Verlockungen erliegt, <strong>der</strong> in ihr den Gedanken nicht zu<br />
wecken braucht, dass die Macht des Auges ihren so schmerzlich<br />
vermissten Vater wie<strong>der</strong> zum Leben erwecken wird... Und ahnt sie,<br />
dass unter dem Eis im Tempel <strong>der</strong> zehntausend Schatten, in diesem<br />
Versteck aus Zeit und Raum Gefahren lauern, die alles verblassen<br />
lassen, was sie zuvor erlebt hat? Auf jeden Fall geht Lara<br />
gewaltige Risiken ein. Denn hier unten wird sie nicht nur<br />
schmerzliche Wahrheiten erfahren müssen - son<strong>der</strong>n auch<br />
Menschen sterben sehen, die ihr sehr, sehr nahe sind...<br />
5
PRODUKTIONSNOTIZEN<br />
PRODUKTIONSNOTIZEN<br />
TOMB RAIDER war bereits ein globales Phänomen, bevor<br />
sich das Produktionsstudio Paramount Pictures entschloss,<br />
den Stoff auf die Leinwand zu bringen - und damit die Abenteuer<br />
von Lara Croft, dem Megastar des Cyberspace und <strong>der</strong> Videogame-<br />
Heldin, <strong>der</strong>en Popularität die einer realen Prominenten angenommen<br />
hatte. Nachdem die Produzenten Lawrence Gordon und Lloyd<br />
Levin das Projekt mehrere Jahre entwickelt hatten, suchten sie einen<br />
Regisseur, <strong>der</strong> sowohl die hypermo<strong>der</strong>nen Aspekte des<br />
Actionspiels als auch die Figur <strong>der</strong> Lara Croft angemessen auf die<br />
Leinwand bringen könnte.<br />
Nach seinen Erfolgen mit „Con Air“ und „Wehrlos - Die Tochter des<br />
Generals“ hatte sich Simon West einen Ruf als Action-Regisseur<br />
mit unverwechselbarem Stil und Adrenalin-Garantie erarbeitet.<br />
Somit war es für niemanden in <strong>der</strong> Branche eine Überraschung,<br />
als West von Paramount das Angebot zu TOMB RAIDER bekam.<br />
West begründet sein sofortiges Interesse: „Dieser Film basiert auf<br />
einem <strong>der</strong> ungewöhnlichsten Konzepte, die mir je untergekommen<br />
sind. Wir haben Mystizismus, Exotik, Action, Suspense, coole<br />
Gags, Dramatik und etliches mehr. Und wir haben Lara Croft - eine<br />
sehr starke Frauenfigur. Zum einen sehr attraktiv und damit anziehend<br />
für Männer und Jungen. An<strong>der</strong>erseits ist sie auch selbstsicher,<br />
geradeheraus und folgt ihrem Herzen, was sie zu einer Ikone<br />
für Mädchen und Frauen macht. So ist Lara Croft eine Vorbildfigur<br />
für jeden und sehr inspirierend.“<br />
Angesichts <strong>der</strong> Tatsache, dass er mit einer durch ein millionenfach<br />
verkauftes Computerspiel so etablierten wie verehrten Figur arbeitete,<br />
hielt sich West bei <strong>der</strong> Adaption an gewisse Regeln. „Wir<br />
sind nicht durch die Grenzen <strong>der</strong> Realität eingeschränkt. Aber ich<br />
beschloss, dass alles im Film ziemlich plausibel sein sollte, was<br />
über <strong>der</strong> Erde spielte. Aber sobald die Story in den Untergrund geht<br />
und wir die Gräber und Katakomben erreichen - da beginnt ein<br />
neues Spiel und alles ist möglich. Wirklich alles!“<br />
West beschreibt seine Vision von TOMB RAIDER in weiteren Details:<br />
„Es ist ein absoluter Abenteuerfilm, in dessen Zentrum die Jagd<br />
nach Teilen eines heiligen, unbeschreiblich kraftvollen Objektes<br />
steht, von dessen Einsatz das Schicksal <strong>der</strong> Welt abhängt. Die<br />
Hatz führt in die entferntesten Winkel <strong>der</strong> Erde, von den Dschungeln<br />
Kambodschas bis in die Eiswüste Sibiriens. Das macht TOMB<br />
RAIDER zu einem visuell packenden Film, in dessen Zentrum eine<br />
fundamentale Geschichte über Loyalität, Betrug, Tapferkeit und<br />
Heroismus steht.“<br />
Natürlich legte West auch Wert darauf, den Fans des TOMB RAI-<br />
DER-Spieles Respekt zu erweisen: „Dieses Game wird von über<br />
hun<strong>der</strong>t Millionen Leuten gespielt und es wäre selten dämlich von<br />
mir, wenn ich sie dadurch verärgerte, indem ich Elemente än<strong>der</strong>te,<br />
die bei einer Leinwand-Adaption nicht geän<strong>der</strong>t werden müssen.<br />
Gleichwohl will man ihnen mehr als das geben, was sie schon<br />
kennen und auch einen Haufen Überraschungen einbauen - denn<br />
Fans wären ebenso entnervt, wenn ihnen <strong>der</strong> Film bloß eine 3-D-<br />
Version des Spieles böte, glaube ich.“<br />
Bei <strong>der</strong> essentiellen Frage in Bezug auf die Darstellerin <strong>der</strong> Lara<br />
Croft gab es nur eine Ernst zu nehmende Aspirantin für den Part:<br />
Oscar-Gewinnerin Angelina Jolie. Produzent Lloyd Levin dazu:<br />
„Dieser Film wäre ohne Angelina kaum möglich gewesen und für<br />
mein Empfinden ist sie die beste Schauspielerin ihrer Generation,<br />
die schon von sich aus viele <strong>der</strong> Qualitäten repräsentiert, die man<br />
in einer Heldin wie Lara Croft zu finden erhofft.“<br />
Simon West sekundiert: „Mir war stets kristallklar, dass niemand<br />
an<strong>der</strong>es als Angelina für den Part in Frage kam. Es war ein Rennen<br />
mit einer einzigen Kandidatin! Und ich glaube nicht, dass ich den<br />
Film ohne sie gedreht hätte. Dabei waren wir uns alle einig, dass<br />
Lara mehr als eine Action-Cartoonfigur sein sollte, son<strong>der</strong>n schwierige<br />
emotionale Hürden nehmen und die Zuschauer berühren würde.<br />
Ich war mir sicher, dass sich lediglich Angelina durch dramaturgisch<br />
komplexe Situationen schauspielern könnte, ohne dabei<br />
Laras Sex-Appeal o<strong>der</strong> ihren gewinnenden Humor zu verlieren. Angelina<br />
besitzt scharfen Verstand, Furchtlosigkeit, Lust am Spielerischen<br />
und teuflischen Witz. Alles Eigenschaften, die die Fans<br />
und mich gleichermaßen begeistern - und natürlich waren wir alle<br />
aus dem Häuschen, als sie die Rolle akzeptierte.“<br />
Im Laufe <strong>der</strong> sechs Monate (!) währenden Dreharbeiten führte West<br />
seine Hauptdarstellerin durch majestätische Sets und irrsinnige<br />
Actionsequenzen und bereiste Drehorte von Island bis Kambodscha.<br />
Und schon während des Drehs war West zuversichtlich, dass<br />
TOMB RAIDER nie vorhersehbar, son<strong>der</strong>n je<strong>der</strong>zeit originell und<br />
verblüffend selbst für Hardcore-Fans von Lara Croft geraten würde.<br />
Weshalb er sich bereits gegen Ende <strong>der</strong> Produktion von TOMB<br />
RAIDER den Kopf zu zerbrechen begann, wie er die Story in Fortsetzungen<br />
übertrumpfen könnte...<br />
DREHARBEITEN IN ENGLAND<br />
Bereits drei Monate vor dem ersten Drehtag begann Angelina<br />
Jolie für die körperlich enorm anstrengende Rolle <strong>der</strong> Lara Croft zu<br />
trainieren. Stunt-Koordinator Simon Crane dazu: „Wir mussten ihre<br />
physische Kraft und die Definition ihres Körpers aufbauen und<br />
verordneten ihr zu diesem Zweck ein rigoroses Diät- und Trainings-Programm.<br />
Zum Training zählten freilich nicht nur verschiedene<br />
Kampftechniken, son<strong>der</strong>n auch Kurse für an<strong>der</strong>e Draufgänger-Disziplinen<br />
des Filmes - Motorradfahren, Bungeespringen, das<br />
Beherrschen von Rennschlitten und Kanus sowie verschiedene<br />
Gymnastik-Einheiten.“<br />
Angelina Jolie erinnert sich: „Sie sagten mir von Beginn an, dass<br />
es in diesem Fall mit Schauspielerei nicht getan sei, son<strong>der</strong>n dass<br />
ich Laras Fitness und Fights beherrschen müsste, um es im Film<br />
realistisch aussehen zu lassen. Also lebte und trainierte ich wie<br />
sie. Dazu gehörte auch eine militärische Ausbildung, während <strong>der</strong>er<br />
ich schiessen lernte, Waffen auseinan<strong>der</strong>nahm und blind zusammensetzte.<br />
Dazu kamen Box- und Krafttraining. Motorradfahren.<br />
Kanufahren auf <strong>der</strong> Themse! Und ich lernte zu kickboxen.“<br />
Gleichwohl sollten die Zuschauer bei Lara Croft nicht den artifiziellen<br />
Hongkong-Stil erwarten, <strong>der</strong> dieser Tage en vogue ist.<br />
Statt dessen war es das Ziel <strong>der</strong> Filmemacher, den Actionsequenzen<br />
die raue und dreckige Power von Kämpfen wie auf <strong>der</strong> Strasse<br />
zu geben. Was keineswegs als Schwäche auszulegen ist. „Wenn<br />
Angelina als Lara zulangt“, bemerkt Stunt-Spezialist Crane voller<br />
Anerkennung, „steht so bald keiner mehr auf.“ Natürlich durfte<br />
Jolie aus Sicherheits- und Versicherungsgründen nicht all ihre<br />
Szenen allein drehen. Dennoch gingen ungewöhnlich viele heikle<br />
Sequenzen auf ihr Konto. Beispielsweise das atemberaubende<br />
„Bungee-Ballett“, das sie in <strong>der</strong> Villa Croft vorführt, bevor diese<br />
durch ein Terroristenkommando gestürmt wird. „Hier gab es keine<br />
Doubles“, sagt Crane, „und Angelina verbrachte sehr viel Zeit mit<br />
dem Lernen <strong>der</strong> Bungee-Techniken und meisterte den Dreh trotz<br />
geringen Bewegungsraumes sensationell, denn das Bungee-Geschirr<br />
muss extrem eng sitzen und kann zu Schmerzen führen.“<br />
Ein Film mit so vielen Stunts und Spezialeffekten wie TOMB RAIDER<br />
machte Produktionsbühnen notwendig, die größer sein mussten<br />
als alles, was Hollywood anzubieten hatte. Dies führte die Filmemacher<br />
ins berühmte Pinewood Studio in <strong>der</strong> Nähe von London,<br />
wo schon etliche James Bond-Filme gedreht wurden und nun das<br />
TOMB RAIDER-Team sein Hauptquartier aufschlug - somit in den<br />
gewaltigsten Produktionshallen Europas. Für die eminent wichtige<br />
Funktion des Produktionsmanagers wurde vor Ort <strong>der</strong> ehemalige<br />
Pinewood-Chef Chris Kenney angeheuert, <strong>der</strong> bereits an<br />
„Batman“ und „Das Reich <strong>der</strong> Sonne“ gearbeitet hatte und dessen<br />
Team von 150 bis 300 Leuten dafür verantwortlich war, die<br />
Visionen <strong>der</strong> Produktionsdesigner in die Praxis umzusetzen.<br />
An einem Ende <strong>der</strong> so genannten 007-Bühne entstand <strong>der</strong> Set<br />
„Grab des tanzenden Lichts“ und in einer weiteren Halle wurde<br />
<strong>der</strong> Set „Tempel <strong>der</strong> zehntausend Schatten“ gebaut - letzterer<br />
schloss an Aufnahmen in Island an, während die „Licht“-Bühne<br />
die adäquaten Innenaufnahmen zum Außendreh in Kambodscha<br />
lieferte. Der „Grab des tanzenden Lichts“-Set barg eine gewaltige,<br />
vier Stockwerke hohe Konstruktion, die von einem überdimensionalen,<br />
sechsarmigen Buddha und zahllosen steinernen Primaten<br />
als Wächtern beherrscht wurde. Den „Tempel <strong>der</strong> zehntausend<br />
Schatten“-Set wie<strong>der</strong>um prägte ein riesiges Orrery - eine Apparatur,<br />
die die Positionen, Bewegungen und Phasen <strong>der</strong> Planeten und<br />
Satelliten im Solarsystem repräsentiert. So benannt nach dem Erfin<strong>der</strong><br />
des Modells: Charles Boyle, Graf von Orrery.<br />
Zusätzlich wurden auf weiteren Bühnen die Innenräume des Croft-<br />
Anwesens gebaut. Selbige geprägt von einer äußerst coolen Mischung<br />
britischer Traditionen und mo<strong>der</strong>nster Technologie. In<br />
diesen Hallen wurde unter an<strong>der</strong>em das Bungee-Ballett, die<br />
Attacke <strong>der</strong> Schergen von Laras Nemesis Powell sowie ihr Kampf<br />
gegen einen furchterregenden Androiden gedreht. Für die Außenaufnahmen<br />
des Croft-Sitzes wurde das Hatfield House in Hertfordshire<br />
gewählt, für gewöhnlich Heimat des Marquis von Salisbury.<br />
Dieses majestätische Anwesen mit seinen ausufernden Gärten<br />
diente bereits vor TOMB RAIDER als Filmkulisse - zum Beispiel in<br />
„Greystoke: The Legend of Tarzan“.<br />
6<br />
7
PRODUKTIONSNOTIZEN<br />
PRODUKTIONSNOTIZEN<br />
Ein weiterer Drehort war das Royal Naval College in Greenwich,<br />
dessen Haupthalle - die so genannte Painted Hall -<br />
im Film als Kammer <strong>der</strong> verschwörerischen Erleuchteten dient, die<br />
seit 5000 Jahren nach nichts weniger als göttlicher Macht streben<br />
und kurz vor Vollendung ihrer Ziele dummerweise auf ein kleines<br />
Hin<strong>der</strong>nis stoßen - Lara Croft! Auch <strong>der</strong> Treffpunkt <strong>der</strong><br />
Erleuchteten mit den hohen Decken und <strong>der</strong> berühmten barocke<br />
Bemalung war vorher bereits in Filmen zu sehen - zuletzt doubelte<br />
sie in Philip Kaufmans „Quills“ den Palast von Versailles.<br />
Weiterhin drehte die TOMB RAIDER-Crew in <strong>der</strong> Elveden Hall, die<br />
einst dem Maharadscha von Punjab als Wohnsitz diente, heute<br />
den Guiness-Erben gehört und im Film das Hauptquartier des kultivierten<br />
Schurken Manfred Powell darstellt. Am Elektrizitätswerk<br />
von Battersea wurde im folgenden ebenso gefilmt wie im ausschließlich<br />
jungen Männern vorbehalten Dulwich College, das zu<br />
einem Auktionshaus umfunktioniert wurde, in dem Lara ihren<br />
Möchtegern-Konkurrenten und nicht ganz so heimlichen Verehrer<br />
Alex Marrs trifft.<br />
Doch nicht alle Dreharbeiten in England spielten sich auf dem<br />
Boden ab. Vielmehr gestattete die Royal Air Force die Benutzung<br />
zweier Chinook Hubschrauber, in denen im Film eine Expedition<br />
in Sibirien ausgeführt wird. Als Statisten dienten hier britische<br />
Soldaten <strong>der</strong> Bodenstation in Odiham, die durchaus erfreut darüber<br />
waren, nach gerade beendeten Einsätzen in Bosnien und<br />
Sierra Leone ausgerechnet Angelina Jolie anzutreffen!<br />
Die Spezialeffekte von TOMB RAIDER wurden von Chris Corbould<br />
beaufsichtigt, <strong>der</strong> zuvor an den 007-Streifen „Goldeneye“, „Tomorrow<br />
Never Dies“ und „The World Is Not Enough“ gearbeitet hatte. „Mein<br />
Interesse an TOMB RAIDER begann schon vor dem Lesen des<br />
Skripts“, erinnert Corbould, „als ich am Set von ‚Die Mumie‘ einige<br />
Zeichnungen sah. Alles sah spannend aus und schien jede Abteilung<br />
zu for<strong>der</strong>n. Am besten war die Verbindung von digitalen mit<br />
mechanischen Effekten, wo Simon West nie zuvor Gesehenes<br />
schaffen wollte.“ Produzent Lloyd Levin ergänzt: „So kompliziert<br />
Effekte auch sind, so wichtig war es uns doch, frische Ideen und<br />
spektakuläre Bil<strong>der</strong> zu liefern und am besten sind dabei natürlich<br />
die Tricks, die das Publikum nie und nimmer erkennt - davon gibt<br />
es hier garantiert eine Vielzahl!“<br />
Traditioneller gestaltete sich indes <strong>der</strong> Ansatz beim Kostümdesign,<br />
für das Oscar-Preisträgerin Lindy Hemming verantwortlich<br />
zeichnete, ebenfalls eine 007-Veteranin. „Regisseur West wollte<br />
ein up-to-date-Outfit für Lara“, erklärt sie, „denn im Computerspiel<br />
sind ihre Klamotten etwas Achtziger-Jahre-mäßig. Doch wir<br />
wollten kein Bond-Girl, das fast aus <strong>der</strong> Bluse platzt.“ Über die<br />
Ausstattung von Angelina Jolie bemerkt Hemming weiterhin: „Sie<br />
ist sehr körperbewusst, stolz und physisch stark und hat genaue<br />
Vorstellungen von Farben. Zumal ihre eigenen Farben recht ungewöhnlich<br />
sind - ihre blaugrauen Augen und die sehr helle Haut.<br />
Auch deshalb findet sie grelle Farben unangenehm und fühlt sich<br />
darin unwohl. Lieber trägt sie monochrome Farben wie Schwarz,<br />
Weiß und Grau und sieht darin auch wun<strong>der</strong>schön aus. Und als<br />
Designerin wäre ich närrisch, wenn ich dem Körpergefühl einer<br />
Klientin nicht folgen würde, also haben wir passende Sachen entworfen,<br />
bei denen dem Publikum <strong>der</strong> Atem stocken wird, da gehe<br />
ich jede Wette ein...“<br />
DREHARBEITEN IN<br />
KAMBODSCHA<br />
Das Königreich Kambodscha war für Filmemacher nicht mehr zugänglich,<br />
seit dort Anfang <strong>der</strong> Sechziger „Lord Jim“ mit Peter<br />
O´Toole gedreht wurde - sogar Regisseur Roland Joffe musste nach<br />
Thailand reisen, um dort sein Drama „Killing Fields“ zu inszenieren,<br />
das den Genozid an zwei Millionen Kambodschanern durch das<br />
Regime von Pol Pot dokumentierte.<br />
Seit vierzig Jahren war Kambodscha förmlich von den Landkarten<br />
Reisen<strong>der</strong> verschwunden. So wurde das geschundene Land während<br />
des Vietnam-Krieges von den Amerikanern bombardiert, anschließend<br />
von Pol Pot und den Ka<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Roten Khmer gequält, danach<br />
unter <strong>der</strong> Okkupation Vietnams kontrolliert und in den Neunzigern<br />
von Zivilkriegen geschüttelt. Erst in den letzten Jahren haben Zivilisation<br />
und Frieden wie<strong>der</strong> Einzug in Kambodscha gehalten und<br />
eine Öffnung gen Westen ermöglicht.<br />
Kambodscha liegt im Herzen Indochinas - Thailand grenzt im<br />
Westen und Norden an, Laos ebenfalls im Norden und Vietnam im<br />
Süden - und ist aus dem mächtigen Reich <strong>der</strong> Khmer hervorgegangen,<br />
das in <strong>der</strong> Angkor-Periode vom 9. bis 14. Jahrhun<strong>der</strong>t das<br />
kulturelle Zentrum Südostasiens bildete. Dessen Hinterlassenschaft<br />
markiert eines <strong>der</strong> Weltwun<strong>der</strong> und keine an<strong>der</strong>e historische<br />
Stätte in <strong>der</strong> Region kann es mit <strong>der</strong> Grandeur und dem Detailreichtum<br />
von Angkor aufnehmen.<br />
Regisseur Simon West hatte die Gegend und ihre Monumente beim<br />
frühen Scouten von potenziellen Drehorten entdeckt und sich sofort<br />
für Angkor erwärmt. Nicht zuletzt, weil es eine <strong>der</strong> Prämissen<br />
des Projekts war, dass an ungewöhnlichen Orten gedreht würde.<br />
Sobald die Macher von TOMB RAIDER ihr realistisches Interesse an<br />
Dreharbeiten in Angkor erwogen hatten, begannen delikate Verhandlungen<br />
mit den verantwortlichen Regierungsstellen und Denkmalpflegern<br />
in Kambodscha.<br />
Nach <strong>der</strong> nicht unbedingt zu erwartenden Zusage war es am Produktionspersonal,<br />
die praktischen Probleme einer so unberührten<br />
Location zu lösen. So wurde das Film-Equipment auf Strassen aus<br />
Thailand zum Set gebracht, die einst in <strong>der</strong> Hand <strong>der</strong> Roten Khmer<br />
waren. Da diese Routen in erbärmlichem Zustand und zum Teil noch<br />
vermint sind, wurden die Produktions-Trecks von Minensuchteams<br />
und <strong>der</strong> Königlichen Kambodschanischen Armee begleitet. Insgesamt<br />
wurden dreißig Trucks mit technischem Gerät in Bewegung<br />
gesetzt. Und bevor <strong>der</strong> Konvoi das Ziel Siem Reap erreichte, das<br />
Portal zu den Tempeln von Angkor Wat, mussten die Soldaten nicht<br />
selten stoppen und vor ihnen liegende Brücken reparieren.<br />
Inzwischen beginnt sich Siem Reap zur touristischen Attraktion<br />
zu entwickeln. Entlang <strong>der</strong> Strasse vom Flughafen sind Luxushotels<br />
entstanden - so schnell gar, dass die Crew von TOMB RAIDER<br />
im Sofitel Royal Angkor Wat Hotel unterkommen konnte, das sechs<br />
Monate davor bei <strong>der</strong> ersten Drehort-Inspektion noch nicht existiert<br />
hatte!<br />
Nach Verhandlungen mit <strong>der</strong> APSARA, einer von <strong>der</strong> UN finanzierten<br />
Vereinigung zum Schutze des Angkor Wat-Erbes, erhielten die<br />
Filmemacher die Erlaubnis, im weiträumigen Angkor Wat-Areal zu<br />
drehen. Ursprünglich gab es Bedenken wegen <strong>der</strong> vielen Leute in<br />
Filmcrews, doch die Arbeiten verliefen reibungslos. Das Team behandelte<br />
die antiken Artefakte wie rohe Eier und die Verantwortlichen<br />
<strong>der</strong> APSARA zeigten sich mehr als zufrieden - denn nicht<br />
zuletzt brachte die Produktion dringend benötigte Finanzmittel in<br />
die Gegend. Sowohl für die Angkor Wat-Stätte als auch für die örtliche<br />
Industrie. Darüber hinaus beschäftigte TOMB RAIDER vor<br />
und hinter <strong>der</strong> Kamera zeitweise Hun<strong>der</strong>te von Anwohnern. Darunter<br />
100 genuine Mönche, die so etwas wie die zwei Wochen, in<br />
denen Hollywood nach Siem Reap kam, nun auch noch nicht erlebt<br />
hatten...<br />
Angelina Jolie beschrieb ihre Eindrücke von Kambodscha bei einer<br />
Pressekonferenz in Siem Reap wie folgt: „Es ist schon ein ungeheures<br />
Erlebnis und großes Glück für mich, ein Teil dieses Filmprojektes<br />
zu sein. Doch die Zeit in Kambodscha hat förmlich mein<br />
Leben verän<strong>der</strong>t. Es ist <strong>der</strong> beeindruckendste Ort, den ich je gesehen<br />
habe, und es hat meine Gefühle verän<strong>der</strong>t - in Bezug auf<br />
mein Leben, meine Arbeit und auf das, was wir als Menschen<br />
schaffen können“.<br />
8<br />
9
PRODUKTIONSNOTIZEN<br />
DREHARBEITEN IN ISLAND<br />
Bei <strong>der</strong> Suche nach einem gleichwertigen Ersatz für Sibirien, wo<br />
die letzte Expedition von TOMB RAIDER hinführt, entschied sich<br />
die Produktion für Außenaufnahmen in Island. Produktionsdesigner<br />
Kirk Petrucelli erklärt die Entscheidung: „Es sieht dort atemberaubend<br />
aus! Denn in <strong>der</strong> Zeit, die uns zur Verfügung stand, herrscht<br />
in Island massive Schneeschmelze. Und Simon West fand rasch<br />
Gefallen an <strong>der</strong> Idee, auf einem Gletscher zu drehen, dessen unglaubliche<br />
Lichtreflektionen von Wasser, Eis und Sonne mit <strong>der</strong><br />
ungeheuren Weite und Leere <strong>der</strong> Gegend kontrastierten. Überhaupt<br />
werden den Zuschauern die Augen übergehen, wenn sich<br />
Lara nacheinan<strong>der</strong> durch das urbane London, die Dschungel von<br />
Kambodscha und die Tundra von Island kämpft - allesamt sensationelle<br />
Schauplätze.“<br />
Island erwies sich mit seinen vulkanischen Landschaften, Bergen,<br />
Gletschern, Geysiren und Wasserfällen als perfekter, im Kino überdies<br />
kaum abgefilmter Schauplatz für TOMB RAIDER. Ein Großteil<br />
des Landes ist durch Flüsse geformt, die ganzjährig von Eiskappen<br />
ablaufen, die wie<strong>der</strong>um vor rund 2500 Jahren geformt wurden und<br />
heute um die zehn Prozent <strong>der</strong> Fläche bedecken. Die meisten in<br />
Island gedrehten Aussenaufnahmen spielten sich auf Gletschern<br />
und in <strong>der</strong> Nähe treiben<strong>der</strong> Eisberge in Eis-Lagunen ab, <strong>der</strong>en Farben<br />
von Schwarz bis zu stechendem Türkis reichen können. So<br />
blau waren die Eisberge, dass sie auf den ersten Blick für das<br />
Produkt einer übermotivierten Design-Abteilung gehalten werden<br />
konnten!<br />
Das Team von TOMB RAIDER schlug in <strong>der</strong> kleinen Fischerstadt<br />
Hofn Quartier auf, von <strong>der</strong> aus alle Drehorte innerhalb eines zweistündigen<br />
Radius per Geländewagen zu erreichen waren. Hofn<br />
hingegen liegt fünf Stunden schwer befahrbarer Strassen von <strong>der</strong><br />
Landeshauptstadt Reykjavik entfernt, was die Anlieferung des nur<br />
auf dem Landweg transportierbaren Dreh-Equipments nicht eben<br />
leichter machte.<br />
Und natürlich wurde die Region exakt an dem Tag von einem<br />
furchtbaren Regensturm heimgesucht, an dem die Crew am Ziel<br />
eintraf. Was zur Folge hatte, dass <strong>der</strong> für den Dreh vorgesehene<br />
Gletscher kaum mehr Schnee aufwies - denn den hatte <strong>der</strong> Regen<br />
fortgespült! Wegen <strong>der</strong> sofortigen Glättegefahr wurde das TOMB<br />
RAIDER-Team an diesem wie auch an an<strong>der</strong>en brenzligen Drehtagen<br />
von isländischen Behörden in Sicherheitsfragen beraten und<br />
glücklicherweise verliefen die Arbeiten in Eis und Schnee ohne jeglichen<br />
Unfall.<br />
„Trotzdem hat <strong>der</strong> Gletscher für mächtige Kopfschmerzen gesorgt“,<br />
erinnert Location-Manager Jim Brook, „denn rein organisatorisch<br />
war es wahnsinnig schwierig, ein komplettes Team<br />
dorthin zu bringen. Ich glaube nicht, dass vor uns schon mal<br />
jemand auf die Idee gekommen ist, ein Amphibien-<br />
Transportschiff auf einen Gletscher zu verfrachten - und das auch<br />
noch auf verwinkelten Wegen mit halsbrecherischem Gefälle zu<br />
beiden Seiten.“<br />
So waren die Drehtage trotz <strong>der</strong> atemberaubenden Landschaft hart,<br />
unangenehm und vor allen Dingen kälteklirrend. Insbeson<strong>der</strong>e für<br />
Angelina Jolie. Denn während jedes an<strong>der</strong>e Mitglied <strong>der</strong> Crew in<br />
wärmste Spezialkleidung verpackt war, trug Jolie für ihren Part<br />
ein eisblaues Oberteil und einen superschicken blauen Mantel - was<br />
ihr freilich wenig Schutz gegen die Kälte bot, als sie per Schlitten<br />
und von Huskys gezogen durch Island fegte!<br />
10
PRODUKTIONSDESIGN<br />
Für Produktionsdesigner Kirk Petruccelli markierte TOMB<br />
RAIDER ein Traumprojekt und ohne Zweifel das spektakulärste<br />
Projekt seiner Laufbahn. „Die Arbeit begann mit einigen<br />
gekritzelten Designs bei einem ersten Gespräch mit Regisseur<br />
Simon West und führte zu den Bil<strong>der</strong>n von Kameramann Peter<br />
Menzies, <strong>der</strong> Simons verblüffende Visionen für den Film zu Leben<br />
verwandelte und in Licht badete.“<br />
Doch bevor auch nur eine Einstellung gedreht werden konnte,<br />
stellten Petruccelli und sein Team Unmengen an Recherchen an,<br />
wobei sie sich des Quellenmaterials aus <strong>der</strong> Wissenschaft und Sozialkunde<br />
bedienten, das integral für die global angesiedelte<br />
Story war. „Von jedem Ort, den Lara besucht, wollten wir in <strong>der</strong><br />
Vorproduktion in Erfahrung bringen, wie sich die jeweiligen Kulturen<br />
seit ihrer Gründung entwickelt haben und was heute dort los<br />
ist.“ Und Petruccelli fährt fort: „Wir arbeiteten im Fernen Osten,<br />
im hohen Norden und im Herzen von London, um überall spezifische<br />
Informationen zu sammeln. Zum Beispiel für die Sequenzen,<br />
die in Sibirien spielen. Wie viele Leute passen auf einen Hundeschlitten?<br />
Wie über<strong>quer</strong>en Einheimische einen enormen Gletscher?“<br />
In Kambodscha war das Produktionsteam mit ganz an<strong>der</strong>en Fragen<br />
konfrontiert, als feststand, dass <strong>der</strong> Dreh in die Nähe <strong>der</strong> Stadt<br />
Angkor Wat zu einer Reihe von Tempeln führen würde, die vor<br />
rund 900 Jahren entstanden. „Hier stellten wir uns beim Design<br />
<strong>der</strong> Sets hauptsächlich philosophische Fragen, indem wir etwa von<br />
Leuten aus <strong>der</strong> Gegend wissen wollten, welche Bedeutung Mönche<br />
in unserer Zeit einnehmen. Denn wir wollten keinen Postkarten-<br />
Kitsch, son<strong>der</strong>n die Atmosphäre und den Geist dieser Region einfangen,<br />
den zuvor noch keine Kamera gesehen hat. Dabei glichen<br />
wir die Sets einerseits ein wenig dem mo<strong>der</strong>nen Kambodscha an.<br />
Und an<strong>der</strong>erseits erweckten wir auch einige Mythen <strong>der</strong> Vergangenheit<br />
zum Leben.“<br />
„In London hatten wir viel Spaß dabei, Lara in ein klassisches, elegantes<br />
und schön romantisiertes England <strong>der</strong> elisabethanischen<br />
Ära zu stecken - um dann Elemente des Super-Mo<strong>der</strong>nismus zu nehmen<br />
und diese beiden visuellen Stile zusammenzuschmeißen. Im<br />
Endeffekt hat nun fast jedes Bild ein klassisches Stück Architektur,<br />
ohne dass ein Stück High-tech-Equipment weit wäre. Es ist <strong>der</strong><br />
Gegensatz zwischen beiden Welten, <strong>der</strong> diesen Szenen ihre Dynamik<br />
verleiht.“<br />
„Die Wagen in Laras Fuhrpark sind sämtlich britischer Herkunft:<br />
Aston-Martin, TVR, Lotus, ein Norton Motorrad und weiteres.<br />
Auch beim Innendesign ihrer Wohnräume arbeiteten wir mit englischen<br />
Leuten, nutzten Materialien und Design aus <strong>der</strong> Umgebung<br />
und dekorierten mit typisch britischen Gemälden. Und wenn wir<br />
schließlich vertraute und ikonographische Motive in und um London<br />
filmten, dann bemühten wir uns um sehr originelle Perspektiven.<br />
Beispielsweise drehten wir in einer Gasse des antiquierten<br />
London, während lediglich im Hintergrund die Skyline <strong>der</strong> Mo<strong>der</strong>ne<br />
zu sehen ist. Und abgesehen von spektakulären Szenarien unterstützen<br />
wir damit auch den Subtext <strong>der</strong> Story. Denn TOMB RAI-<br />
DER erzählt vom ständigen Reisen <strong>der</strong> Menschen - ob von alt zu<br />
neu o<strong>der</strong> Gegenwart zu Vergangenheit.“<br />
15
PRODUKTIONSDESIGN<br />
ANGELINA JOLIE<br />
Ein perfektes Beispiel dafür bietet Laras majestätisches Anwesen,<br />
das Croft Landgut. Designer Petruccelli erläutert:<br />
„Wir fanden einen wun<strong>der</strong>baren Drehort namens ‚Hatfield House‘,<br />
errichtet 1655. Das Gebäude steht auf wun<strong>der</strong>schönem Land samt<br />
ornamentaler Gärten. Und wir nahmen die elisabethanische Architektur<br />
und passten sie unseren Bedürfnissen an, indem wir sie etwas<br />
knackiger machten. Beispielsweise nutzten wir keinerlei klassisches<br />
Mobiliar. Regisseur Simon West meinte nur: Alles Alte heraus<br />
und Lara Croft herein. Ihre Einrichtung ist mo<strong>der</strong>n, weltläufig<br />
und minimalistisch. Aber sie stechen einem nicht unpassend ins<br />
Auge, son<strong>der</strong>n passen nahtlos in den Raum des Gutes. Denn wir<br />
haben hauptsächlich mit sehr hellen, cremigen und neutralen Farben<br />
gearbeitet, mit simplen Formen und Glas. Zusätzlich finden<br />
sich in jedem ihrer Räume leicht orientalische Elemente, um atmosphärisch<br />
zu etablieren, dass Lara als Archäologin und TOMB<br />
RAIDER ihre Artefakte global sammelt.“<br />
Ein Wohnbereich, den die Fans von Lara Croft hier zum ersten Mal<br />
zu sehen bekommen, sind ihre Privaträume: „Angelina Jolie hatte<br />
sehr präzise Vorstellungen betreffs <strong>der</strong> Gestaltung von Laras Privatgemächern<br />
und so bauten wir beispielsweise einen sehr minimalistischen<br />
Badbereich. Aber dabei ging es nicht nur um Formen<br />
und Strukturen. Verdeutlicht wird auch Laras Bedürfnis nach Zurückgezogenheit<br />
und spirituellem Frieden. Denn hierher zieht sie<br />
sich zurück, wenn sie schwere Entscheidungen treffen muss, ungestört<br />
nachdenken will o<strong>der</strong> in traurigen Momenten <strong>der</strong> Sehnsucht<br />
nach ihrem Vater etwas Einsamkeit und absolute Ruhe nötig<br />
hat.“<br />
Das Grab <strong>der</strong> zehntausend Schatten schließlich, eine <strong>der</strong> gewaltigsten<br />
Kulissen des Filmes und Schauplatz des famosen Finales,<br />
stellte das Produktionsteam vor beson<strong>der</strong>s schwierige Aufgaben:<br />
„Das Drehbuch verlangte nicht nur, dass wir in überdimensionaler<br />
Größe ein so genanntes Orrery bauten - ein Modell <strong>der</strong> Sonne<br />
samt aller umkreisenden Planeten. Zusätzlich sollte die Apparatur<br />
einzigartig sein, so dass ich bei meinen Studien bis zur Zeit <strong>der</strong><br />
vorletzten Jahrhun<strong>der</strong>twende zurückgehen musste. Damals bestand<br />
Bedarf nach solch massiven Strukturen und die Industrie<br />
konnte sie liefern. Um den einzelnen Planeten dann ihr übernatürliches<br />
Licht zu geben, hielt ich mich an viktorianische Kolorierungen,<br />
ähnlich dem schimmernden Licht von Tiffany-Lampen. Mit<br />
diesen Vorgaben arbeiteten dann auch die Männer für die mechanischen<br />
Effekte und das Team für die visuellen Effekte - und nun<br />
haben wir in TOMB RAIDER das gigantische Modell eines Mikrokosmos,<br />
<strong>der</strong> Zeit und Raum bewegen kann, und auf dem Lara um<br />
ihr Leben kämpft. An etwas Aufwendigeres haben die Art Direktoren<br />
Les Tomkins, John Fenner, Jim Morahan, David Lee und ich<br />
selbst als Produktionsdesigner noch nie gearbeitet!“<br />
BIOGRA<strong>PH</strong>IE<br />
Die Oscar-Preisträgerin und leibhaftige Supernova Angelina Jolie<br />
verleiht in TOMB RAIDER <strong>der</strong> Cyberspace-Ikone Lara Croft so sensationell<br />
und selbstverständlich Ausdruck, dass man schon auf<br />
den ersten Blick das Gefühl hat, <strong>der</strong> Part und die Powerfrau seien<br />
füreinan<strong>der</strong> erfunden worden. Dabei sind es nicht nur Jolies auch<br />
für Scheintote erkennbarer Sex-appeal, ihre Athletik und die augenfunkelnde<br />
Lust an Regelbrüchen, die sie zur perfekten Lara<br />
Croft machen. Vielmehr bringt Jolie bei <strong>der</strong> rasanten Reise des<br />
Croft-Charakters vom Digitalspiel in die Dreidimensionalität ihre<br />
menschliche Wärme und ihre schauspielerische Klasse ein. Denn bei<br />
allen Action-Kapriolen und verblüffenden Abenteuern ist TOMB<br />
RAIDER doch auch eines - die Geschichte einer jungen Frau, die<br />
ihren Platz in dieser Welt erst finden will und sich nach dem<br />
Verlust des Vaters ihrer Sehnsüchte nicht zu schämen braucht...<br />
Angelina Jolie Voight kam am 4. Juni 1975 in Los Angeles als<br />
Tochter des Schauspielers Jon Voight und <strong>der</strong> Schauspielerin<br />
Marcheline Bertrand zur Welt und wuchs hauptsächlich bei ihrer<br />
Mutter in London, New York und L.A. auf. Kaum volljährig, ließ<br />
sie sich zunächst in New York nie<strong>der</strong> und lernte hier ihr Handwerk<br />
am Lee Strasberg Theatre Institut sowie an <strong>der</strong> New Yorker Universität,<br />
wo sie in diversen Bühnenstücken agierte.<br />
Inmitten <strong>der</strong> Arbeit an ihren ersten, kleinen Rollen lernte sie bei<br />
„Hackers“ ihren ersten Ehemann kennen, den späteren „Trainspotting“-Star<br />
Johnny Lee Miller, mit dem sie 19 Monate verheiratet<br />
war. Ihren Durchbruch auf nationalem Level schaffte Jolie nach<br />
Auftritten in Musikvideos wie dem stupenden Stones-Clip „Anybody<br />
Seen My Baby“ mit ihrer Hauptrolle in dem Fernsehfilm „George<br />
Wallace“, wofür sie eine Emmy-Nominierung und einen Golden<br />
Globe erhielt.<br />
Die selben Auszeichnungen erhielt sie danach für ihre Darstellung<br />
eines brutal aus <strong>der</strong> Bahn geworfenen Mannequins in dem HBO-<br />
Film „Gia“ - <strong>der</strong> zugleich Jolies Berühmtheit wie auch ihre<br />
Reputation als risikofreudige und jedweden gesellschaftlichen<br />
Normen in herzlicher Gleichgültigkeit verbundene Aktrice festigte.<br />
Ihren nächsten Kino-Part landete sie dann im Ensemblefilm<br />
„Playing by Heart“, wo sie neben Madeline Stowe, Gena Rowlands<br />
und Sean Connery agierte und postwendend vom National Board<br />
of Review als beste neue Darstellerin ausgezeichnet wurde. In<br />
„Pushing Tin“ waren 1999 John Cusack sowie ihr heutiger Ehemann<br />
Billy Bob Thornton ihre Kollegen, während Jolie im Thriller<br />
„The Bone Collector“ neben Denzel Washington ihre erste Leinwand-Hauptrolle<br />
mit Bravour bestand.<br />
Noch besser kam es direkt im Anschluss beim psychologischen<br />
Drama „Girl, Interrupted“, als Jolie neben Winona Ry<strong>der</strong> die Patientin<br />
einer Nervenheilanstalt spielte und dafür einen Golden<br />
Globe sowie den Oscar als beste Nebendarstellerin in Empfang<br />
nahm. Danach sah man sie neben Nicolas Cage als Hochgeschwindigkeits-Junkie<br />
in „Gone in Sixty Seconds“, während in dem Erotik-<br />
Thriller „Original Sin“ demnächst Antonio Ban<strong>der</strong>as ihr Partner<br />
sein wird.<br />
Jolie lebt mit ihrem Mann, dem Regisseur und Schauspieler Billy<br />
Bob Thornton in Los Angeles, wenn sie nicht gerade in fernen<br />
Winkeln <strong>der</strong> Welt einige <strong>der</strong> aufregendsten Frauen unserer Zeit<br />
spielt, was ihr sehr offensichtlich nicht schwer fällt.<br />
16<br />
17
ANGELINA JOLIE<br />
WEITERE DARSTELLER<br />
FILMOGRA<strong>PH</strong>IE<br />
IAIN GLEN (Manfred Powell)<br />
DANIEL CRAIG (Alex Marrs)<br />
NOAH TAYLOR (Bryce)<br />
1982 _________________LOOKIN‘ TO GET OUT<br />
von Hal Ashby<br />
Zwei in <strong>der</strong> Tinte<br />
1983_______________________CYBORG 2<br />
von Michael Schroe<strong>der</strong><br />
1995_______________________HACKERS<br />
von Iain Softley<br />
Hackers - Im Netz des FBI<br />
_____________________WITHOUT EVIDENCE<br />
von Gil Dennis<br />
1996 _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ FOXFIRE<br />
von Annette Haywood-Carter<br />
Foxfire - Girls ohne Gnade<br />
____________________LOVE IS ALL THERE IS<br />
von Joseph Bologne<br />
_______________________MOJAVE MOON<br />
von Kevin Dowling<br />
1997 _____________________PLAYING GOD<br />
von Andy Wilson<br />
1998 ____________________HELL´S KITCHEN<br />
von Tony Cinciripini<br />
_____________________PLAYING BY HEART<br />
von Willard Carroll<br />
Leben und lieben in L.A.<br />
2000 ______________GONE IN SIXTY SECONDS<br />
von Dominic Sena<br />
Nur noch 60 Sekunden<br />
2001 _____________________ORIGINAL SIN<br />
von Michael Cristofer<br />
________________________TOMB RAIDER<br />
von Simon West<br />
Tomb Rai<strong>der</strong><br />
In Vorbereitung _ _ _ _ ___LIFE, OR SOMETHING LIKE IT<br />
von Joel Schumacher<br />
Der sinistre Finsterling Powell mit seinem Hang zu bitterbösen<br />
Bonmots und entschieden zu privatem Interesse an Lara Croft<br />
wird vom britischen Bühnenstar Iain Glen dargestellt. Der Mime<br />
erlernte sein schauspielerisches Handwerk an <strong>der</strong> Royal Academy<br />
of Dramatic Art, wo er im übrigen gemeinsam mit Studienpartner<br />
Ralph Fiennes den Fechtpokal <strong>der</strong> Fakultät gewann, was ihm bei<br />
einem <strong>der</strong> spektakulären Duelle in TOMB RAIDER zugute kam. Zu<br />
den vorherigen Filmen des in Schottland geborenen Schauspielers<br />
zählen Michael Apteds „Gorillas im Nebel“, Bob Rafelsons „Mountains<br />
of the Moon“, „Silent Scream“ und „Fools of Fortune“. Des<br />
weiteren war er Nicole Kidmans ausgewählter Partner in <strong>der</strong> seinerzeit<br />
viel beachteten Inszenierung von „The Blue Room“ im<br />
Londoner West End.<br />
Der leicht liebesblinde und auch deshalb gelegentlich mit Lara<br />
konkurrierende Halb-Haudegen Alex Marrs wird mit Witz und<br />
Schmiss vom aufsteigenden Brit-Star Daniel Craig übernommen, <strong>der</strong><br />
sein Leinwand-Debüt bereits 1992 in „Im Glanz <strong>der</strong> Sonne“ gab.<br />
Seither war er unter an<strong>der</strong>em neben Cate Blanchett in „Elizabeth“<br />
sowie neben Kim Basinger in „Ich träumte von Afrika“ zu sehen<br />
und agierte vormals ferner in Produktionen wie „Some Voices“<br />
und „Hotel Splendide“. Er lebt mit <strong>der</strong> ehemaligen Viva-Mo<strong>der</strong>atorin<br />
Heike Makatsch in London.<br />
„Shine“-Star Noah Taylor spielt den pfiffigen Hightech-Freak<br />
Bryce, <strong>der</strong> trotz seiner leicht lethargischen A<strong>der</strong> und gelegentlicher<br />
Skepsis gegenüber lebensgefährlichen Situationen Laras<br />
vollstes Vertrauen besitzt - und ihr aus <strong>der</strong> Patsche hilft, beziehungsweise<br />
ihr die Nerven raubt, wie es sonst eigentlich nur<br />
Brü<strong>der</strong> können. Taylor kam am 4. September 1969 in London zur<br />
Welt und machte schauspielerisch erstmals in <strong>der</strong> Hauptrolle des<br />
feinfühligen, australischen coming-of-age-Filmes „Das Jahr meiner<br />
ersten Liebe“ auf sich aufmerksam. Seitdem agierte er unter an<strong>der</strong>em<br />
in Produktionen wie Nancy Savocas „Flirting“, „Dead to the<br />
World“, „The Nostradamus Kid“, „Down Rusty Down“ sowie als<br />
junger David Helfgott in Scott Hicks´ „Shine“. Zuletzt agierte er<br />
außerdem in „Simon Magus“, „Mauvaise Passe“, in <strong>der</strong> preisverdächtig<br />
betitelten Produktion „He Died With A Felafel In His<br />
Hand“ sowie in Cameron Crowes durch Kate ‚Penny Lane‘ Hudsons<br />
rosarote Brille gesehenem Rock‘n‘Roll-Märchen „Almost Famous -<br />
Fast berühmt“.<br />
1999_____________________PUSHING TIN<br />
von Mike Newell<br />
Turbulenzen - und an<strong>der</strong>e Katastrophen<br />
___________________THE BONE COLLECTOR<br />
von Phillip Noyce<br />
Der Knochenjäger<br />
_____________________GIRL, INTERRUPTED<br />
von James Mangold<br />
Durchgeknallt<br />
18<br />
19
WEITERE DARSTELLER<br />
REGIE<br />
JULIAN RHIND TUTT (Pimms)<br />
Dem stets eine Spur zu unterwürfigen und als Assistent eines Superschurken<br />
wie Powell einfach auch zu nettem und kauzigem<br />
Pimms wird durch Julian Rhind Tutt Ausdruck verliehen, <strong>der</strong> zuvor in<br />
Filmen wie „The Madness of King George“, „The Saint“, „Tomorrow<br />
Never Dies“, „Les Miserables“, „The Trench“ o<strong>der</strong> mit Julia Roberts<br />
und Hugh Grant in dem mo<strong>der</strong>nen Märchen „Notting Hill“ zu sehen<br />
war.<br />
CHRIS BARRIE (Hilary)<br />
Barrie, seines Zeichens trockenhumoriger Darsteller von Lara Crofts<br />
nicht selten ums Wohl seiner Herrin besorgtem Butler Hilary, genießt<br />
in Großbritannien Kultstatus dank seiner Arbeit in den seit<br />
Jahren laufenden Serien „Red Dwarf“ und „The Britas Empire“. Er<br />
ist ein Veteran <strong>der</strong> englischen Comedy-Szene und begann seine<br />
Karriere als einer <strong>der</strong> Sprecher bei „Spitting Image“. TOMB RAIDER<br />
markiert nun sein Filmdebüt.<br />
RICHARD JOHNSON<br />
(vornehmer Gentleman)<br />
Der mysteriöse, nie namentlich vorgestellte Leiter <strong>der</strong> Erleuchteten<br />
und somit Auftraggeber des verräterischen Powells wird von<br />
Richard Johnson verkörpert, <strong>der</strong> die Royal Academy of Dramatic<br />
Arts absolvierte und seit den Fünfzigern als Schauspieler,<br />
Drehbuchautor und Produzent in <strong>der</strong> Filmbranche aktiv ist. Zu seinen<br />
Produktionen zählen „Turtle Diary“, „The Lonely Passion of<br />
Judith Hearne“ sowie Nicolas Roegs „Castaway“. Darüber hinaus<br />
gründete er in den frühen Achtzigern gemeinsam mit an<strong>der</strong>en<br />
Filmschaffenden die britische Abteilung von United Artists.<br />
JON VOIGHT (Lord Croft)<br />
Oscar-Preisträger Jon Voight und Angelina Jolies leiblicher Vater<br />
ist dank eines Casting-Coups in TOMB RAIDER als Lord Croft zu<br />
sehen - und somit in <strong>der</strong> Rolle von Lara Crofts verstorbenem<br />
Vater, <strong>der</strong> ihr gleichwohl in Erinnerungen wie auch durch magische<br />
Mächte in <strong>der</strong> Gegenwart erscheint und Lara neben profunden<br />
Weisheiten vor allem ihr wichtigstes Lebenselixier schenkt:<br />
Vaterliebe. Jon Voight kam am 29. Dezember 1938 in New York zur<br />
Welt und studierte die Schauspielerei am Neighborhood Playhouse<br />
in Manhattan. Nach Musical-Arbeiten am Broadway wie in „The<br />
Sound of Music“ drehte er 1964 sein Debüt in „Fearless Frank“,<br />
bevor er schon 1969 als gefallener Stricher in John Schlesingers<br />
„Asphalt-Cowboy“ Weltberühmtheit erlangte und für seine<br />
Leistung neben Dustin Hoffman mit einer Oscar-Nominierung für<br />
die beste Nebenrolle belohnt wurde. Zu Voights wichtigsten Filmen<br />
zählten im folgenden „Catch-22“, John Boormans „Beim Sterben<br />
ist je<strong>der</strong> <strong>der</strong> erste“, „Der Champ“ und „Der Richter und sein Henker“,<br />
bevor <strong>der</strong> Mime 1978 für seine Arbeit als gelähmter Vietnam-<br />
Veteran neben Jane Fonda in Hal Ashbys „Coming Home - Sie kehren<br />
heim“ mit dem Oscar als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.<br />
Eine nächste Academy Award-Nominierung erhielt Voight 1985 für<br />
seine Rolle in Andre Konchalovskys „Runaway Train“. In den letzten<br />
Jahren sah man ihn schließlich in Werken wie Michael Manns<br />
„Heat“, Brian De Palmas „Mission Impossible“, John Singletons<br />
„Rosewood“, Oliver Stones „U-Turn“, Francis Ford Coppolas „Der<br />
Regenmacher“ o<strong>der</strong> Tony Scotts „Staatsfeind Nr. 1“. Seine aktuellen<br />
Produktionen neben TOMB RAIDER sind Michael Bays „Pearl<br />
Harbor“ sowie Michael Manns „Ali“.<br />
SIMON WEST<br />
TOMB RAIDER-Regisseur und Co-Drehbuchautor Simon West ist<br />
1961 in England zur Welt gekommen und begann seine Karriere<br />
1981 mit einer Ausbildung als Cutter bei <strong>der</strong> BBC in London.<br />
Während seiner vierjährigen Lehrzeit arbeitete West an <strong>der</strong> Dokumentation<br />
„Strangeway Prison“ und <strong>der</strong> Serie „Bleak House“, die<br />
jeweils mit dem wichtigsten Branchenpreis BAFTA ausgezeichnet<br />
wurden. Darüber hinaus schnitt er bei <strong>der</strong> BBC Arbeiten wie die<br />
Doku „Fighter Pilot“, den Film „Grown Ups“ sowie die Nachrichtensendung<br />
„Newsnight“.<br />
Ab 1985 arbeitete West freiberuflich als Regisseur und erhielt Subventionsgel<strong>der</strong><br />
vom britischen Arts Council, um den Film „Dolly<br />
Mixtures“ zu drehen. Die Firma Limelight London, eine <strong>der</strong> prosperierenden<br />
Videoclip- und Commercial-Produktionsstätten des<br />
Landes, nahm ihn daraufhin unter Vertrag und bereits 1987 gewann<br />
West den Preis für das beste Video beim Montreux Music<br />
Festival anlässlich des Clips zu „Respectable“ von Mel & Kim &<br />
ihren vier guten Gründen zum Zuschauen.<br />
Rasend schnell wurde West auch zu einem <strong>der</strong> begehrtesten Werbespot-Regisseure<br />
bei<strong>der</strong>seits des Atlantik, zog 1991 nach Los<br />
Angeles und gewann bald die renommierten Werbepreise Clio und<br />
den Golden Lion Award in Cannes. 1993 schloss er sich <strong>der</strong> unter an<strong>der</strong>em<br />
von David Fincher gegründeten Firma Propaganda Films an<br />
und drehte eine Reihe sehr populärer Spots für einige <strong>der</strong> größten<br />
US-Hersteller von Getränken, Fast-food und Autos.<br />
1997 gab West dann sein Regiedebüt mit dem Schallgeschwindigkeits-Actioner<br />
„Con Air“, in dem Nicolas Cage, John Cusack und<br />
John Malkovich die Hauptrollen spielten. „Con Air“ durchbrach<br />
allein in den USA ebenso zügig die 100-Mio-Dollar-Kassenmarke<br />
wie Wests zweiter Film - <strong>der</strong> Militärthriller „Wehrlos - Die Tochter<br />
des Generals“, in dem John Travolta und Madeline Stowe agierten.<br />
TOMB RAIDER ist nun Simon Wests dritter und aufwendigster<br />
Film als Regisseur. Darüber hinaus fungiert er als ausführen<strong>der</strong><br />
Produzent von Ridley Scotts zur Zeit in Marokko entstehendem<br />
„Black Hawk Down“.<br />
20<br />
21
STAB<br />
LAWRENCE GORDON - Produktion<br />
COLIN WILSON - Produktion<br />
KIRK PETRUCCELLI - Produktionsdesign<br />
22<br />
TOMB RAIDER-Produzent Lawrence Gordon wirkte in <strong>der</strong> Vergangenheit<br />
als Präsident und Produktionschef des Studios 20th Century<br />
Fox, wo er in den Achtzigern die Entwicklung von Hits wie<br />
„Cocoon“, Robert Zemeckis´ „Auf <strong>der</strong> Jagd nach dem Juwel am<br />
Nil“, James Camerons „Aliens“, David Cronenbergs „Die Fliege“<br />
o<strong>der</strong> Jim Brooks´ “Broadcast News“ übersah, während er im Fernsehbereich<br />
<strong>der</strong> Fox Serien wie „The Tracey Ullman Show“, „The<br />
Simpsons“, „L.A. Law“, „NYPD Blue“, „Chicago Hope“ und „Ally<br />
McBeal“ zur Realisierung verhalf. 1989 gründete er in Zusammenarbeit<br />
mit dem japanischen Konzern JVC die Produktionsfirma<br />
Largo, <strong>der</strong> er bis 1994 vorstand, um anschließend als Produzent einen<br />
First-Look-Deal mit Universal einzugehen. Als freier Produzent<br />
indes begann Gordon seine Laufbahn bereits Ende <strong>der</strong> Siebziger,<br />
als er Regisseuren wie Penny Marshall, Walter Hill, David<br />
Selzer, John Milius und Roger Spottiswoode zu ihren ersten Regiearbeiten<br />
verhalf. So zeichnete Gordon unter an<strong>der</strong>em als Produzent<br />
<strong>der</strong> Hill-Hits „Driver“, „The Warrior“, „Nur 48 Stunden“<br />
und „Straßen in Flammen“ verantwortlich. Weitere frühe Produktions-Credits<br />
waren „Xanadu“, „Der Mann mit <strong>der</strong> Stahlkralle“,<br />
„Jumpin´ Jack Flash“, „Lock Up“ und John McTiernans „Predator“.<br />
Seinen bis dato größten Erfolg landete Gordon dann mit <strong>der</strong> Produktion<br />
von McTiernans „Stirb langsam“, <strong>der</strong> weitere Eventfilme<br />
wie „Und wie<strong>der</strong> 48 Stunden“, „Lock Up“, Renny Harlins „Stirb<br />
langsam 2 - Die Har<strong>der</strong>“ und „Predator 2“ ebenso folgten wie Charakterstücke<br />
wie Phil Alden Robinsons „Feld <strong>der</strong> Träume“, Sidney<br />
Lumets „Ehrbare Ganoven“ o<strong>der</strong> Alan J. Pakulas „Vertrauter Feind“.<br />
In den letzten Jahren produzierte er schließlich Kevin Costners<br />
„Waterworld“, Paul An<strong>der</strong>sons „Event Horizon“, „Mystery Men“ und<br />
war ausführen<strong>der</strong> Produzent bei Paul Thomas An<strong>der</strong>sons „Boogie<br />
Nights“. Und während sich TOMB RAIDER anschickt, zum vielleicht<br />
größten Erfolg in Gordons Karriere zu werden, ist <strong>der</strong> nächste<br />
Stoff mit seinem Gütesiegel bereits abgedreht - die Satire „K-Pax“,<br />
in <strong>der</strong> Kevin Spacey und Jeff Bridges die Hauptrollen spielen.<br />
Wilson machte sich als langjähriger Kollaborateur eines gewissen<br />
Steven Spielberg einen Namen, für den er erst mehrfach als Cutter<br />
arbeitete, bevor er in den Produktionsbereich wechselte. Als<br />
Associate Producer wirkte er bei Spielbergs „Jurassic Park“ sowie<br />
als Co-Produzent bei <strong>der</strong> Realverfilmung von „The Flintstones“,<br />
bevor er als Produzent bei Spielbergs Regiearbeiten „The Lost<br />
World“ und „Amistad“ sowie den Filmen „Casper“, Joe Dantes<br />
„Small Soldiers“ und Jan De Bonts „The Haunting“ verantwortlich<br />
zeichnete.<br />
PETER MENZIES JR. - Kamera<br />
Peter Menzies Jr. gab sein Debüt als Kameramann bei Roger Donaldsons<br />
Thriller „White Sands“, bevor er die Produktionen<br />
„Posse“, Donaldsons Remake von „Getaway“, John McTiernans<br />
„Stirb langsam - Jetzt erst recht“, Joel Schumachers „Die Jury“<br />
und „Hard Rain“ photographierte. Zuletzt arbeitete er desweiteren<br />
mit TOMB RAIDER-Regisseur Simon West an dessen Militärdrama<br />
„Wehrlos - Die Tochter des Generals“ sowie an „The Kid“ mit Bruce<br />
Willis und „Bless the Child“ mit Kim Basinger.<br />
Petruccelli kooperierte bei TOMB RAIDER eng mit den Art Direktoren<br />
Les Tomkins, John Fenner, Jim Morahan und David Lee. Zu<br />
seinen Credits zählen zudem die Filme „Three Ninjas“, „Mur<strong>der</strong> in<br />
the First“, „Anaconda“, „Blade“, „The Thirteenth Floor“, „Mystery<br />
Men“ und Roland Emmerichs „Der Patriot“.<br />
GLEN SCANTLEBURY - Schnitt<br />
Scantlebury fungierte vor TOMB RAIDER bereits als Cutter von Simon<br />
Wests Welterfolgen „Con Air“ und „Wehrlos - Die Tochter des Generals“<br />
und schnitt ferner Francis Ford Coppolas „Der Pate - Teil III“,<br />
„Dracula“, Simon Bays „The Rock“ und „Armageddon“.<br />
LINDY HEMMING - Kostümdesign<br />
Die Oscar-Preisträgerin Linda Hemming erhielt ihren Academy<br />
Award erst vor zwei Jahren für die Arbeit an Mike Leighs „Topsy<br />
Turvy“. Zu ihren weiteren Credits gehören Stephen Frears „My<br />
Beautiful Laundrette“, „84 Charring Cross Road“, Mike Newells<br />
„Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und die Mike Leigh-Filme<br />
„Meantime“, „The Short and Curlies“, „High Hopes“, „Life Is<br />
Sweet“ sowie „Naked“. Und last, but quite certainly not least verantwortete<br />
sie die Kostüme in den letzten drei 007-Streifen: „Goldeneye“,<br />
„Tomorrow Never Dies“ und „The World Is Not Enough“.<br />
THE<br />
END
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