Druckluftspeicher werden aktuell - Boge Kompressoren
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Im Fokus<br />
52<br />
ElEktroSpEichEr WindEnErgiE<br />
Sonne Wind & Wärme 13/2012<br />
<strong>Druckluftspeicher</strong><br />
<strong>werden</strong> <strong>aktuell</strong><br />
der druckluftspeicher huntorf bei oldenburg wurde 1978 in Betrieb genommen. oberirdisch sieht man nur das<br />
Maschinenhaus sowie die Zugänge zu den beiden unterirdischen kavernen (links im Bild). Foto: Eon<br />
Mit dem Ausbau der Windenergie in nord- und ostsee wird auch das<br />
thema druckluftspeicherung wieder <strong>aktuell</strong>. Bestehende konzepte<br />
aus den 70er Jahren <strong>werden</strong> derzeit weiterentwickelt. da die<br />
erforderlichen geologischen Strukturen in norddeutschland<br />
vorhanden sind, erscheint die technologie ideal für die Speicherung<br />
der offshore-Erzeugung.<br />
Ein anspruchsvolles Vorhaben verfolgt die RWE<br />
Power AG mit ihrem Projekt Adele in Sachsen-<br />
Anhalt bei Staßfurt südlich von Magdeburg:<br />
Dort soll der weltweit erste <strong>Druckluftspeicher</strong> entstehen,<br />
der ohne Zufeuerung von Erdgas auskommt.<br />
Adele steht für „Adiabater <strong>Druckluftspeicher</strong> für die<br />
Elektrizitätsversorgung“. In einem ersten Block könnte<br />
mit einer Leistung von 90 MW eine Speicherkapazität<br />
von 360 MWh bereitgestellt <strong>werden</strong>. Damit würde<br />
vier Stunden lang so viel Strom geliefert, wie rund<br />
50 Windenergieanlagen heutiger Bauart erzeugen.<br />
Vor einem möglichen Baubeginn der Demonstrationsanlage<br />
im Jahr 2016 ist allerdings noch einiges zu<br />
klären: „Wir bereiten derzeit zum Engineering ein Anschlussprojekt<br />
Adele-Ing vor, das rund dreieinhalb<br />
Jahre dauern soll“, beschreibt Roland Marquardt den<br />
Projektstand. Er ist Projektleiter bei der RWE Power<br />
AG und Koordinator dieses Verbundprojektes, an welchem<br />
mehrere Forschungseinrichtungen und Unternehmen,<br />
darunter auch General Electric, beteiligt<br />
sind. „Am Ende soll die Technologie soweit entwickelt<br />
und alle Genehmigungen erteilt worden sein, dass eine<br />
Investitionsentscheidung getroffen <strong>werden</strong> kann.“<br />
Herzstück der Anlage wird ein oberirdischer Hochtemperatur-Speicher<br />
sein, der heiße Luft von rund<br />
600 °C in einem Festmaterial zwischenspeichert. Zur<br />
Einlagerung der Druckluft soll eine vorhandene Kaverne<br />
am Standort genutzt <strong>werden</strong>. Die Aussichten für<br />
das Projekt seien aus technischer Sicht gut, allerdings<br />
hätten sich durch die allgemein sinkenden Strompreise<br />
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich<br />
verschlechtert, so Marquardt. Sein Ausblick: „Die<br />
Entwicklung geht weiter, aber damit es zur Realisierung<br />
kommt, müssen sich die Rahmenbedingungen<br />
ändern.“<br />
Prinzip der <strong>Druckluftspeicher</strong>ung<br />
Mit <strong>Druckluftspeicher</strong>n, auch Compressed Air Energy<br />
Storage (CAES), ist man in der Lage, elektrische<br />
Energie in großen Mengen zwischenzuspeichern.<br />
Dabei wird in Schwachlastzeiten über einen elektrisch
angetriebenen Verdichter Druckluft erzeugt, die vorzugsweise<br />
in unterirdischen Kavernen gelagert wird.<br />
Bei Strombedarf wird die Druckluft zwischen etwa 50<br />
und 70 bar genutzt, um über eine Expansionsturbine<br />
einen Generator anzutreiben.<br />
Während bei der Verdichtung Wärme entsteht,<br />
droht bei der Entspannung die Vereisung, daher wird<br />
bei diabaten Anlagen (D-CAES) mit Erdgas geheizt,<br />
was den Wirkungsgrad auf 42 % bzw. 54 % reduziert<br />
(Projekte Huntorf bei Oldenburg bzw. McIntosh in den<br />
USA). Gearbeitet wird daher am adiabaten Prinzip<br />
(AA-CAES; Advanced Adiabatic), wie beim Adele-Projekt<br />
in Staßfurt. Dabei wird die Kompressionswärme<br />
in einem Wärmespeicher gelagert bis sie zur Ausspeicherung<br />
gebraucht wird. Auf diese Weise steigt<br />
der Gesamtwirkungsgrad der Anlage auf ca. 70 %.<br />
CAES-Projekte können bei Leistungen von 150 bis<br />
3.000 MW eine Speicherkapazität zwischen einem<br />
und sieben Tagen bereitstellen. Einen anderen Ansatz<br />
verfolgt eine schrittweise adiabate Verdichtung, die<br />
auch für kleinere Anwender interessant sein soll<br />
(siehe Kasten).<br />
Vorkommen ideal für norddeutsche<br />
Windenergie<br />
Zur <strong>Druckluftspeicher</strong>ung besonders geeignet sind<br />
unterirdische Kavernen, wie sie auch zur Erdgasspeicherung<br />
genutzt <strong>werden</strong>. In Deutschland sind dafür<br />
Gebiete mit Salzstöcken oder Schichtensalz im Untergrund<br />
geeignet. Diese kommen vor allem in Norddeutschland<br />
und unter der deutschen Nordsee vor.<br />
Somit könnten die Speicher in unmittelbarer Nähe<br />
der Einspeisepunkte der Offshore-Windenergie entstehen.<br />
„Für die CAES-Nutzung kommen Lagerstätten<br />
bis zu 1.500 m Tiefe in Frage“, erklärt Fritz Crotogino<br />
von KBB Underground Technologies in Hannover,<br />
die auf die Erstellung von Kavernen spezialisiert ist.<br />
Alleine in Deutschland und den Niederlanden besteht<br />
ein Potenzial von 40 GW für adiabate <strong>Druckluftspeicher</strong>,<br />
davon 30 GW in Deutschland. In den USA<br />
gibt es auf fast einem Drittel der Fläche ebenfalls<br />
Salzvorkommen oder auch poröse Gesteinsschichten,<br />
welche oftmals auch zur <strong>Druckluftspeicher</strong>ung<br />
geeignet sind. Welches Potenzial davon tatsächlich<br />
genutzt <strong>werden</strong> wird, lässt sich heute noch schwer<br />
bestimmen. „Obwohl eine gewisse Konkurrenz zur<br />
Gas- und Wasserstoffspeicherung besteht, sind etwa<br />
20 GW grundsätzlich realisierbar“, sagt Bernd<br />
Calaminus, Leiter Technik Erzeugung konventionell/<br />
Wasser in der Holding der EnBW Energie Baden-Württemberg<br />
AG in Karlsruhe.<br />
Der Energieversorger Eon sieht in der <strong>Druckluftspeicher</strong>ung<br />
eine Option zur Energiespeicherung. Das<br />
Eon Luftspeicher-Gasturbinenkraftwerk Huntorf ist<br />
bereits seit über 30 Jahren zur Spitzenlastdeckung in<br />
Betrieb. Das Entwicklungsziel der derzeitigen Forschungsaktivitäten<br />
im Bereich Technologie & Innovation<br />
ist, die Wirkungsgradsteigerung und damit die<br />
Brennstoffreduktion durch ein teil-adiabates System.<br />
Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Entwicklung und<br />
Einbindung eines Wärmespeichers und eines Verdich-<br />
ters mit hoher Austrittstemperatur erforderlich. „Die<br />
Wärmespeicherung ist auf einem sehr guten Wege.<br />
Wir planen ein Projekt, bei dem sich die adiabate Stufe<br />
aus einem kleineren Wärmespeicher bedient und<br />
der Restwärmebedarf mit Erdgas zugefeuert wird“,<br />
sagt Andrei Zschocke, Leiter Projektentwicklung Eon<br />
Innovation Center Energy Storage in Essen.<br />
Dies sei ein ebenso zukunftsfähiges Konzept und<br />
vor allem kurzfristig zu realisieren. Der Standort stehe<br />
noch nicht fest, es sei aber denkbar, dafür die bestehenden<br />
Kavernen in Huntorf zu nutzen. Die Pilotanlage<br />
könne eine Leistung kleiner 20 MW haben.<br />
Derzeit suche man nach einem geeigneten Speichermedium.<br />
Auf die Frage nach dem Baubeginn antwortet<br />
Zschocke: „Es wäre sinnvoll, Mitte des Jahrzehnts<br />
einen sichtbaren Schritt zu machen, um die Technologie<br />
voranzubringen“.<br />
Weltweites Interesse an CAES<br />
An gleich mehreren Stellen weltweit kommt momentan<br />
Bewegung in den Markt der <strong>Druckluftspeicher</strong>: In<br />
Nordirland plant der Windparkbetreiber Gaelectric im<br />
County Antrim bei der Ortschaft Larne eine Salzlagerstätte<br />
zur <strong>Druckluftspeicher</strong>ung zu nutzen. Daran<br />
beteiligt ist der texanische Maschinenbauer Dresser-<br />
Rand, der Anfang Juli 2012 bekanntgab, von der<br />
Energy Storage and Power LLC und dem Vordenker<br />
Michael Nakhamkin wichtige Patente im Bereich der<br />
CAES-Technologien erworben zu haben. Auch in den<br />
USA gibt es mehrere konkrete Projekte, etwa im Bundesstaat<br />
New York, in Kalifornien sowie in Texas. Praktisch<br />
überall plant man noch mit Erdgaszufeuerung.<br />
Zu welchen Kosten CAES-Speicherung zu realisieren<br />
ist, vermögen selbst Fachleute schwer einzuschätzen:<br />
„Zielkosten müssten aus unserer Sicht spezifisch<br />
bei etwa 1.000 €/kW liegen, eher noch darunter“,<br />
sagt Bernd Calaminus von EnBW. Eine sinnvolle Kombination<br />
von diabaten CAES mit einem Gasturbineneinsatz<br />
wäre aus seiner Sicht zudem wünschenswert.<br />
Andrei Zschocke von Eon erwartet hinsichtlich der<br />
Kosten für CAES-Projekte: „Wir gehen davon aus,<br />
Bei Staßfurt südlich von<br />
Magdeburg plant die rWE<br />
power Ag mit dem projekt<br />
Adele den weltweit ersten<br />
druckluftspeicher ohne<br />
Zufeuerung von Erdgas.<br />
Foto: RWE Power AG, ED.Züblin<br />
AG, DLR<br />
Sonne Wind & Wärme 13/2012 53
Im Fokus<br />
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ElEktroSpEichEr WindEnErgiE<br />
Bei der schrittweisen<br />
adiabaten Verdichtung der<br />
<strong>Boge</strong> kompressoren gmbh<br />
& co. kg aus Bielefeld sollen<br />
drucklose heißwassertanks<br />
eingesetzt <strong>werden</strong>,<br />
um die bei der druckluftspeicherung<br />
entstehende<br />
Wärme zwischenzuspeichern.<br />
Grafik: <strong>Boge</strong> <strong>Kompressoren</strong> Otto<br />
<strong>Boge</strong> GmbH & Co. KG<br />
Sonne Wind & Wärme 13/2012<br />
Diese Anordnung aus<br />
zwei Containern für<br />
Niederdruckturbo und<br />
Hochdruckkolben sowie<br />
Wärmespeichern bildet<br />
ein Leistungsmodul<br />
von z.B. 2.000 kW. Das<br />
Modul wird vorgefertigt<br />
und am Anwendungsort<br />
aufgestellt. Ein Druckröhrenspeicher<br />
gewünschter<br />
Größe wurde in 1m<br />
Bodentiefe verlegt.<br />
Speicher für Hochdruckluft, z. B.<br />
30 bis 100 bar, bei kleiner Leistung<br />
als Druckröhrenspeicher.<br />
mit Rohren durchzogener Festkörperblock<br />
als Wärmespeicher<br />
für Temperaturen über 100 °C<br />
Alternativkonzept in den Startlöchern<br />
Wassertank als Wärmespeicher<br />
für Temperaturen<br />
unter 100 °C<br />
dass in Zukunft ein wettbewerbsfähiger Vergleich mit<br />
Pumpspeicherwerken erreicht wird.“<br />
Auch der Forschung kommt eine Schlüsselrolle zu:<br />
Nach Einschätzung von EnBW-Mitarbeiter Calaminus<br />
sind gerade die Fragen rund um die thermische Energiespeicherung<br />
anspruchsvoll. Als Beispiel nennt er die<br />
Dimension des Druckbehälters mit seiner Wechselbeanspruchung<br />
sowie das Handling im Betrieb. „Nicht<br />
trivial ist auch die dynamische Systemabstimmung<br />
über die gesamte Prozesskette.“ Hierzu zähle auch das<br />
schwer voraussagbare Verhalten der Luft-Salzkaverne.<br />
„Dazu braucht man unbedingt Erfahrungen mit großskaligen<br />
Demonstratoren“, so Calaminus.<br />
Einen völlig anderen Ansatz als Eon und RWE verfolgt die <strong>Boge</strong><br />
<strong>Kompressoren</strong> GmbH & Co. KG aus Bielefeld, ein Hersteller von Druckluft-<br />
<strong>Kompressoren</strong> für die Industrie. „Wir planen eine schrittweise adiabate<br />
Verdichtung“, erklärt Ulrich Dämgen aus der Abteilung Vorentwicklung des<br />
Unternehmens. Dies hätte eine Reihe von Vorteilen: Primär seien die<br />
Speicherkosten bei Kavernenspeicherung niedriger im Vergleich zu<br />
adiabaten Speichern sowie zu Pumpspeicherkraftwerken. Dämgen weiter:<br />
„Die Abgabeleistung kostet voraussichtlich 620 € je kW inklusive Speicher<br />
für acht Stunden.“ Da schon mit recht kleinen Leistungen ab 2 MW begonnen<br />
<strong>werden</strong> könne, seien auch die Entwicklungskosten geringer. „Das ist<br />
besonders in dem unsicheren Marktumfeld für Speicher von Vorteil und es<br />
kommen nicht nur größere EVUs als Kunden in Frage.“ Außerdem könne<br />
das Anlagenkonzept auf wechselnde Lastanforderungen aus dem Stromnetz<br />
noch schneller als Pumpspeicherkraftwerke reagieren.<br />
Technisch erreicht man dies mit drei entscheidenden Änderungen<br />
gegenüber dem adiabaten Verfahren: Erstens, die Kompressionswärme<br />
wird hier schrittweise gespeichert. „Die Verdichtung läuft mehrstufig und<br />
nach jeder Stufe wird die Kompressionswärme im Wesentlichen bei<br />
niedrigem Niveau um 90 °C gespeichert.“ Damit seien preiswertere<br />
Maschinen sowie drucklose Heißwassertanks einsetzbar, daher auch die<br />
Bezeichnung „Niedertemperatur-Druckluft-Energiespeicherung“ (<strong>Boge</strong><br />
Schema, siehe oben).<br />
Container mit mehreren<br />
Kolbenmaschinen<br />
zur Verdichtung/<br />
Expansion von<br />
mittlerem Druck<br />
auf Hochdruck<br />
(Container zur besseren<br />
Übersicht angeschnitten<br />
dargestellt)<br />
Container mit<br />
Turbomaschine<br />
für Verdichtung/<br />
Expansion von<br />
Atmosphärenluft<br />
auf einem mittleren<br />
Druck von z. B.<br />
16 bar<br />
bei größerer Leistung<br />
<strong>werden</strong> mehrere<br />
Module kombiniert, als<br />
<strong>Druckluftspeicher</strong> kann<br />
eine unterirdische<br />
Salzkaverne dienen<br />
Der Weg der Luft bei der Kompression geht aus der Atmosphäre<br />
in die Turbomaschine, dann in die Kolbenmaschine, daraufhin<br />
durch die Rohre des Festkörperblock-Wärmespeichers und<br />
schließlich in den Hochdruckluftspeicher. Bei der Expansion<br />
fließt die Luft genau umgekehrt. Die Kompressionswärme wird<br />
teils im Wassertank, teils im Festkörperblock-Wärmespeicher<br />
eingespeichert und bei der Expansion wieder an die Luft zurück<br />
gegeben.<br />
Wann startet CAES durch?<br />
Fritz Crotogino wünscht sich, dass CAES mehr Aufmerksamkeit<br />
erhält: „Aus Gründen, die sich mir nicht<br />
erschließen, konzentriert sich das Interesse derzeit<br />
auf Wasserstoff bzw. Power-to-Gas.“ Sein Unternehmen<br />
ist derzeit an den Planungen für das Projekt von<br />
Gaelectric in Irland beteiligt. Crotogino: „CAES<br />
braucht man bereits wenn es z. B. um den Ausgleich<br />
von Prognoseabweichungen geht. Die anderen Technologien<br />
sind eher später gefragt, wenn längere Zeiten<br />
überbrückt <strong>werden</strong> müssen.“<br />
Martin Frey<br />
Zweiter Unterschied ist laut Dämgen, dass die gleiche Turbomaschine<br />
wechselweise als Kompressor und Turbine arbeitet, was erneut Kosten<br />
spare. Drittens würden Kompression und Expansion im Hochdruckteil<br />
durch eine Kolbenmaschine erledigt. Diese Kombination aus Niederdruckturbo<br />
und Hochdruckkolben sei im CAES-Bereich neu. Für kleine Projekte<br />
und in der Pilotphase sei statt einer Kaverne auch eine Speicherung in<br />
Druckröhren möglich, die wie Erdgaspipelines im Erdboden liegen.<br />
Als Zielgruppe hat <strong>Boge</strong> Windparkbetreiber sowie kommunale Betriebe<br />
wie Stadtwerke ausgemacht. „Geeignet ist es aber auch für größere EVUs,<br />
die Pumpspeicher bauen wollen, aber keine geeignete Topographie dafür<br />
haben“, so Dämgen. Um passende Geschäftsmodelle zu entwickeln und<br />
um die Wirtschaftlichkeit zu berechnen, arbeitet das Unternehmen mit<br />
dem Fraunhofer-Institut „Umsicht“ in Oberhausen zusammen.<br />
Nun könnte alles ganz flott gehen: Alle erforderlichen Patente sind beantragt<br />
und die Komponenten <strong>werden</strong> entwickelt. Zunächst geplant sei die<br />
Entwicklung eines ca. 1 Mio. € teuren und transportablen Speichermoduls<br />
von etwa 2 MW Leistung. Für größere Leistungen könnten mehrere davon<br />
kombiniert <strong>werden</strong>. Dämgen: „Wegen der derzeitigen Strommarktlage wird<br />
es vor allem für Reserveleistung ausgelegt.“ Hier wird bereits für das Bereithalten<br />
von Speicherkapazität gezahlt. Der Entwickler ist zuversichtlich:<br />
„Wenn alles gut geht, <strong>werden</strong> wir unser Produkt etwa ab 2014 verfügbar<br />
haben, und schon jetzt interessiert uns die Resonanz aus der Branche.“