LBS Rheinland-Pfalz Newsletter Februar 2011 vom 21.02.

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LBS Rheinland-Pfalz Newsletter Februar 2011 vom 21.02.

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LBS Rheinland-Pfalz Newsletter Februar 2011 vom 21.02.

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Die Zusammenfassung für Eilige:

+++ In eigener Sache: Steueridentifikationsnummer +++

Im Juli 2007 hat der Gesetzgeber die dauerhafte Steueridentifikationsnummer eingeführt, die

jeden deutschen Bürger lebenslang begleitet und auch im Falle eines Umzugs oder einer

Heirat unverändert bleibt. Für Angelegenheiten beim Finanzamt sollten Sie diese Nummer in

jedem Fall wissen, aber auch für den Wohnungsbauprämienantrag oder den

Freistellungsauftrag an Ihre LBS ist sie unbedingt erforderlich!

+++ Kostenlose Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen +++

Seit 1995 beraten erfahrene Architekten und Architektinnen der Landesberatungsstelle

Barrierefrei Bauen und Wohnen in Mainz und weiteren neun regionalen Beratungsstellen in

Rheinland-Pfalz kostenlos und firmenneutral in allen Fragen zum barrierefreien Bauen und

Wohnen. Viele bestehende Häuser und Wohnungen, aber auch Neuplanungen entsprechen

nur selten den Bedürfnissen der Menschen im Alter oder bei eintretenden Behinderungen.

+++ Heizen mit Strom +++

Der interaktive „HeizCheck“ von „Klima sucht Schutz“ wurde überarbeitet. Mieter und

Hauseigentümer können neben weiteren Heizsystemen jetzt auch Nachtstrom wählen und

prüfen, ob der Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes zu hoch ist. Die Kampagne wird

gefördert vom Bundesumweltministerium.

+++ Rohbauten im Winter gut schützen! +++

Rund die Hälfte aller Neubauten ist heute von Schimmel betroffen. Dies geht aus einer

internen Umfrage des Verbands Privater Bauherren (VPB) hervor. Als Hauptursache dafür

sieht VPB-Vorstandsmitglied Rüdiger Mattis die zunehmenden Winterbaustellen, die

außerdem nicht ordentlich betreut werden.

+++ Frischluft hilft nicht immer +++

Alle Jahre wieder: In der kalten Jahreszeit bilden sich auf vielen Wänden hässliche dunkle

Schimmelflecken. Was hilft dagegen? test.de beantwortet alle wichtigen Fragen und gibt

Tipps zum Thema unter www.test.de/themen/haus-garten/meldung/Schimmel-Frischluft-hilftnicht-immer-4195108-4195112/.

+++ Schimmel als Rücktrittsgrund rechtens +++

Wer kurz nach dem Kauf feststellt, dass eine Wohnung vom Schimmel befallen ist, darf vom

Vertrag fristlos zurücktreten. Hat er aber dem Verkäufer eine Frist gesetzt, um den Mangel

zu beheben, kann er das Rücktrittsrecht bis Ablauf der Frist nicht ausüben. BGH, Az. V ZR

147/09


+++ Ratgeber für Käufer und Bauherren +++

Bauen Sie ohne Stress und Ärger und holen Sie sich Entscheidungshilfe beim

Immobilienkauf! Zwei Ratgeber aus dem Sparkassenverlag geben dabei Hilfestellung.

+++ Thermografie: Vorsicht Dumping! +++

Thermografie zum Sonderpreis: Vier Aufnahmen für 100 Euro". Mit solchen und ähnlichen

Anzeigen umwerben seit einigen Jahren nicht nur reisende Fassadenbaufirmen arglose

Hausbesitzer, sondern zunehmend auch regionale Versorgungsunternehmen. Selbst

Kommunen oder Geldinstitute locken mit preiswerten Thermografien oder verlosen

thermografische Aufnahmen. Jetzt häufen sich die Angebote wieder, beobachtet der

Verband Privater Bauherren (VPB) und warnt vor diesen Offerten.

+++ Geld sparen mit B-Ware +++

Elektroartikel gibt es im Internet als B-Ware häufig 10 bis 20 Prozent billiger. Meist sind die

Geräte wie neu. So kostet der iPod classic 160 GB im Apple Refurbished Store 189 Euro –

30 Euro billiger als neu. Der Musikspieler ist neu verpackt und generalüberholt, fehlerhafte

Teile sind durch Originalteile ersetzt. Auch eine digitale Spiegelreflexkamera von Sony oder

eine Philips Senseo Kaffeemaschine gibt es deutlich unter Neupreis.

+++ Garant für Farbe und Vielfalt +++

Mitten in der kalten Jahreszeit verbreiten Alpenveilchen mit ihrer üppigen Blüte

Farbenpracht. Voraussetzung ist allerdings, dass sie an einem kühlen Platz stehen, etwas

Pflege bekommen und richtig gegossen werden.

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Inhalt:

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1. In eigener Sache: Steueridentifikationsnummer

2. Kostenlose Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen

3. Heizen mit Strom

4. Rohbauten im Winter gut schützen!

5. Frischluft hilft nicht immer

6. Schimmel als Rücktrittsgrund rechtens

7. Ratgeber für Käufer und Bauherren

8. Thermografie: Vorsicht Dumping!

9. Geld sparen mit B-Ware

10. Garant für Farbe und Vielfalt

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1.) In eigener Sache: Steueridentifikationsnummer

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Im Juli 2007 hat der Gesetzgeber die dauerhafte Steueridentifikationsnummer eingeführt, die

jeden deutschen Bürger lebenslang begleitet und auch im Falle eines Umzugs oder einer

Heirat unverändert bleibt. Für Angelegenheiten beim Finanzamt sollten Sie diese Nummer in

jedem Fall wissen, aber auch für den Wohnungsbauprämienantrag oder den

Freistellungsauftrag an Ihre LBS ist sie unbedingt erforderlich!

Wenn Sie den Brief verlegt haben, auf dem Ihnen die 11-stellige Nummer mitgeteilt wurde,

lohnt sich ein Blick auf den letzten Einkommensteuerbescheid oder die Lohnsteuerkarte: In

der Regel ist die Nummer dort aufgeführt.

Ist dies nicht der Fall, gibt es zwei Wege, die Identifikationsnummer in Erfahrung zu bringen:

1. Einwohnermeldeamt

Am schnellsten erfahren Sie Ihre Identifikationsnummer, wenn Sie persönlich beim

Einwohnermeldeamt vorsprechen. Dafür sollten Sie unbedingt Ihren Personalausweis

dabeihaben. Sie können sich auch telefonisch, per E-Mail oder Brief an Ihr Meldeamt

wenden. Die Steueridentifikationsnummer bekommen Sie aber in jedem Fall nur schriftlich

mitgeteilt. Die Behörde schickt den Brief an die Adresse, unter der Sie offiziell gemeldet sind.

2. Auskunft beim Bundeszentralamt für Steuern

Alternativ können Sie sich mit Ihrem Anliegen auch direkt an das Bundeszentralamt für

Steuern werden. Die Behörde benötigt hierfür folgende Angaben von Ihnen: Name,

Vorname, Adresse, Geburtsdatum und -ort. Die Daten können Sie entweder per E-Mail

übermitteln an info@identifikationsmerkmal.de, über ein elektronisches Formular unter

www.steuerliches-infocenter.de/sid_55A0918FAAFE8BF60C34A8B1588AA4BF/DE/AufgabenDesBZSt/Steuerident

ifikationsnummer/ID-Formular/ID-Node.html oder per Brief an das Bundeszentralamt für

Steuern, 53221 Bonn. Die Behörde wird Ihnen Ihre Nummer dann ausschließlich schriftlich

mitteilen.

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2.) Kostenlose Beratung zum barrierefreien Bauen und Wohnen

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Seit 1995 beraten erfahrene Architekten und Architektinnen der Landesberatungsstelle

Barrierefrei Bauen und Wohnen in Mainz und weiteren neun regionalen Beratungsstellen in

Rheinland-Pfalz kostenlos und firmenneutral in allen Fragen zum barrierefreien Bauen und

Wohnen. Viele bestehende Häuser und Wohnungen, aber auch Neuplanungen entsprechen

nur selten den Bedürfnissen der Menschen im Alter oder bei eintretenden Behinderungen.

Wenn die Sehkraft nachlässt oder man sich nur noch schlecht bücken oder recken kann,

werden alltägliche Handgriffe zum Problem. Auch glatte Fußböden, Stolperkanten oder die

hohe Badewanne stellen Hindernisse dar, die das Leben in den eigenen vier Wänden

erschweren oder gar unmöglich machen. In vielen Fällen genügen schon kleine

Veränderungen oder Hilfsmittel, um Verbesserungen zu erreichen.

Die Architektinnen und Architekten der Landesberatungsstelle sind hier die richtigen

Ansprechpartner. Die Fachleute machen Vorschläge zur Umgestaltung der Wohnung und

geben darüber hinaus Tipps zu Hilfsmitteln. Auch die Beratung zu planerischen und

bautechnischen Fragen, zu entstehenden Kosten sowie zu finanziellen Fördermöglichkeiten

gehören zu ihrem Beratungsgebiet.

Ein persönliches Beratungsgespräch findet nach Terminvereinbarung unter Tel.

06131/223078 statt. Adressen, Sprechzeiten und Telefonnummern der neun

Beratungsstellen in Rheinland-Pfalz finden Sie unter www.verbraucherzentralerlp.de/UNIQ129802163212478/link546421A.htm.

3.) Heizen mit Strom

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Der interaktive „HeizCheck“ von „Klima sucht Schutz“ wurde überarbeitet. Mieter und

Hauseigentümer können neben weiteren Heizsystemen jetzt auch Nachtstrom wählen und

prüfen, ob der Heizenergieverbrauch ihres Gebäudes zu hoch ist. Die Kampagne wird

gefördert vom Bundesumweltministerium.

Mehr unter www.klima-sucht-schutz.de/energiesparen/energiespar-ratgeber/heizcheck.html

4.) Rohbauten im Winter gut schützen!

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Rund die Hälfte aller Neubauten ist heute von Schimmel betroffen. Dies geht aus einer

internen Umfrage des Verbands Privater Bauherren (VPB) hervor. Als Hauptursache dafür

sieht VPB-Vorstandsmitglied Rüdiger Mattis die zunehmenden Winterbaustellen, die

außerdem nicht ordentlich betreut werden.

“Früher wurde im Winter überhaupt nicht gebaut. 1886 etwa war das Bauen im Winter in

Leipzig sogar baupolizeilich verboten! Heute ist das unvorstellbar: Bauunternehmer wollen

möglichst das ganze Jahr arbeiten, Schlüsselfertiganbieter müssen Zeitpläne erfüllen,

Bauherren drängen beim Architekten auf schnellen Einzug, egal, wie das Wetter ist“,

beobachtet Bausachverständiger Mattis seit Jahren.

Hinzu kommen neue Baustoffe, die das Bauen im Winter erlauben. Aber das wiegt

Handwerker wie Bauherren nach VPB-Erfahrung in falscher Sicherheit. „Zwar sind die

modernen Baumaterialien bis plus 5 Grad einsatzfähig, aber dieses Limit markiert die

Mindesttemperatur", erläutert Rüdiger Mattis. „Wenn es tagsüber fünf Grad warm ist, dann

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kann es trotzdem nachts frieren. Und dafür sind die meisten Baustoffe nicht geeignet."

Das Hauptproblem auf Winterbaustellen ist die Feuchtigkeit. Eine Baustelle muss trocknen

können. Wenn Estrich aufgebracht oder die Innenwände verputzt werden, entsteht im Haus

viel Feuchtigkeit, die entweichen können muss. Das geht nur durch konsequentes Heizen

und Lüften. Weil aber die meisten Häuser in dieser Bauphase noch gar keine funktionierende

Heizung haben, wird elektrisch geheizt. Das wiederum ist relativ teuer, also wird darauf

verzichtet.

“Ein Problem beobachten wir häufig im Winter: Im Erdgeschoss und im ersten Stock wird

verputzt und geheizt, während die Luke zum unausgebauten und ungedämmten

Dachgeschoss sperrangelweit offen steht. Das ist bauphysikalisch fatal", weiß Bauingenieur

Mattis, „denn die Feuchtigkeit aus dem unteren Bereich zieht wie in einem Kamin nach oben

und schlägt sich dort an den kühlen Dachsparren nieder." Diese Feuchtigkeit führt fast immer

zu Schimmelbefall, der später teuer saniert werden muss. Im schlimmsten Fall müssen

Balken sogar ausgetauscht werden. Das Problem ließe sich vermeiden, wenn das

Treppenloch zum unausgebauten Dach vor dem Ausbau geschlossen würde. Damit wären

kühler und beheizter Bereich baulich getrennt. Die Feuchte aus Putz und Estrich könnte nicht

ins Dach ziehen, sondern über die Fenster entlüftet werden.

Der Alptraum jedes Planers ist der offene Rohbau. Gelingt es nicht, vor Einbruch des

Winters das Dach aufs Haus zu setzen und die Fenster einzubauen, so müssen Mauerwerk

und Haus vor Regen und Frost geschützt werden. „Dazu müssen alle Mauerwerkskronen

sorgfältig mit Folie abgeklebt werden", erläutert VPB-Berater Mattis, „sonst dringt Wasser in

die Steine ein und sie platzen bei Frost. Das Sichern der eigenen Leistung gehört eigentlich

zum ganz normalen Handwerk, wird aber heute oft unterlassen." Das Resultat: Die Steine

laufen voll Wasser und müssen im Frühjahr erst wieder mühsam getrocknet werden, denn

auf feuchten Mauern hält kein Putz.

Kaum Schaden nehmen Betondecken auf offenen Baustellen im Winter. „Aber alle

Öffnungen sollten geschlossen werden“, mahnt der Bauingenieur. „Durchbrüche und

Treppenausschnitte müssen abgedichtet sein, sonst läuft Wasser ins Haus und bis in den

Keller und bildet dort wieder den idealen Nährboden für Schimmel."

5.) Frischluft hilft nicht immer

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Alle Jahre wieder: In der kalten Jahreszeit bilden sich auf vielen Wänden hässliche dunkle

Schimmelflecken. Was hilft dagegen? test.de beantwortet alle wichtigen Fragen und gibt

Tipps zum Thema unter www.test.de/themen/haus-garten/meldung/Schimmel-Frischluft-hilftnicht-immer-4195108-4195112/.

6.) Schimmel als Rücktrittsgrund rechtens

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Wer kurz nach dem Kauf feststellt, dass eine Wohnung vom Schimmel befallen ist, darf vom

Vertrag fristlos zurücktreten. Hat er aber dem Verkäufer eine Frist gesetzt, um den Mangel

zu beheben, kann er das Rücktrittsrecht bis Ablauf der Frist nicht ausüben. BGH, Az. V ZR

147/09

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7.) Ratgeber für Käufer und Bauherren

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Bauen Sie ohne Stress und Ärger und holen Sie sich Entscheidungshilfe beim

Immobilienkauf! Zwei Ratgeber aus dem Sparkassenverlag geben dabei Hilfestellung.

Das „Checkbuch Bauherren“ ist Ratgeber, Notizbuch, Erinnerungshilfe, Terminkalender,

topaktueller Adressenlieferant und Planer in einem. Es umfasst 104 Seiten und kostet 5,60

Euro.

Die wichtigsten Themen zur Immobilienfinanzierung, konkrete Entscheidungshilfen sowie

Antwort auf die häufigsten Fragen liefert das Buch „Der Kauf von Haus und Wohnung“ –

leicht verständlich und in der gebotenen Kürze. Der Anhang enthält ein ABC der wichtigsten

juristischen Begriffe rund um den Immobilienerwerb. Der 80-seitige Ratgeber ist ebenfalls

zum Preis von 5,90 Euro erhältlich.

Beide Ratgeber können online beim Sparkassenverlag bestellt werden unter

https://b2cshop.sparkassenverlag.de/verlag/shop/immobilien,310/.

8.) Thermografie: Vorsicht Dumping!

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„Thermografie zum Sonderpreis: Vier Aufnahmen für 100 Euro". Mit solchen und ähnlichen

Anzeigen umwerben seit einigen Jahren nicht nur reisende Fassadenbaufirmen arglose

Hausbesitzer, sondern zunehmend auch regionale Versorgungsunternehmen. Selbst

Kommunen oder Geldinstitute locken mit preiswerten Thermografien oder verlosen

thermografische Aufnahmen. Jetzt häufen sich die Angebote wieder, beobachtet der

Verband Privater Bauherren (VPB) und warnt vor diesen Offerten.

„Die Thermografie an sich ist ein bewährtes Verfahren und inzwischen auch als Prüf- und

Messverfahren bei Gericht anerkannt", lobt VPB-Sachverständiger Johannes Deeters, Leiter

des VPB-Regionalbüros Emsland. „Sie muss aber fachlich richtig durchgeführt und bewertet

werden. Das kostet vor allem Zeit, und die hat ihren Preis.“

Mancher arglose Hausbesitzer wird auch mit manipulierten Thermografieaufnahmen

regelrecht über den Tisch gezogen: Mit der Wärmebildkamera wird ein Gebäude von außen

aufgenommen. Die Kamera erkennt dabei unterschiedliche Oberflächentemperaturen und

setzt sie farblich um – die warmen und heißen Zonen in Gelb und Rot, die kühlen in blaue

Töne. Im Wärmebild zeichnet sich dann beispielsweise eine schlecht gedämmte Wand in

kräftigem Rot ab.

„Die Farbwiedergabe der Kamera lässt sich allerdings einstellen und die Thermogramme

damit auch manipulieren", erläutert Johannes Deeters. "Unseriöse Thermografen kommen

also ohne Probleme zu den gewünschten roten Bildern. Damit suggerieren sie dann dem

Hausbesitzer, seine Fassade müsse dringend gedämmt werden.“

Außerdem müssten die Aufnahmen unter bestimmten Witterungsbedingungen gemacht

werden. Auch hier seien immer wieder vermeintliche Fachleute am Werk, die Aufnahmen

machen, nachdem den ganzen Tag die Wintersonne auf die Fassade geschienen hat. Diese

Hausfront ist natürlich warm und zeigt sich in der Thermografie rot. Aber nicht, weil von innen

so viel Wärme nach außen verloren ginge, sondern weil die Fassade die Sonnenwärme vom

Tag noch gespeichert hat. Was auf dem Thermografiebild nach einer schlecht gedämmten

Wand aussieht, kann in Wirklichkeit völlig in Ordnung sein.

Wie unterscheidet der Hausbesitzer fachlich fundierte von weniger seriösen Angeboten?

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„Der Preis liefert den ersten Anhaltspunkt: Statt hundert Euro kostet eine seriöse

Thermografieuntersuchung einschließlich schriftlicher Auswertung und Bericht um die 500

bis 600 Euro", erklärt Bauherrenberater Deeters. „Sie besteht auch nicht nur aus vier

Hausansichten – von jeder Seite eine –, sondern wird je nach Gebäude individuell

zusammengestellt. Je komplexer die Hausform, umso sorgfältiger muss der Thermograf die

Fotoausschnitte auswählen, um sich ein Bild vom gesamten Objekt und damit auch von allen

möglichen Wärmebrücken zu machen. Dazu gehören allerdings auch zwingend

thermografische Innenaufnahmen."

Ein weiteres Qualitätsmerkmal für seriöse Thermografieangebote ist die Beratung. „Eine

Thermografie nutzt dem Hausbesitzer wenig, wenn er nur vier Farbausdrucke und keine

fachliche Erklärung dazu bekommt, die ihm die Thermografie erläutert. Der Hinweis, Ihr Haus

muss gedämmt werden, reicht da nicht aus", mahnt Fachmann Deeters und mutmaßt:

„Solche Angebote kommen unserer Erfahrung nach meist von Fassadenbaufirmen, die

Dämmstoffe verkaufen wollen. Ein seriöser Thermograf erläutert seine

Untersuchungsergebnisse schriftlich und mündlich, überlässt die Konsequenzen aus der

Untersuchung aber dem qualifizierten Energieberater. Der erarbeitet ein

Sanierungsgutachten für das gesamte Haus, in das er neben anderem auch die Ergebnisse

der Thermografie einbezieht. Möglicherweise steht am Ende der Planung dann tatsächlich

die Empfehlung zur Wärmedämmung. Vielleicht muss aber auch nur die Heizung des

Hauses optimiert werden."

9.) Geld sparen mit B-Ware

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Elektroartikel gibt es im Internet als B-Ware häufig 10 bis 20 Prozent billiger. Meist sind die

Geräte wie neu. So kostet der iPod classic 160 GB im Apple Refurbished Store 189 Euro –

30 Euro billiger als neu. Der Musikspieler ist neu verpackt und generalüberholt, fehlerhafte

Teile sind durch Originalteile ersetzt. Auch eine digitale Spiegelreflexkamera von Sony oder

eine Philips Senseo Kaffeemaschine gibt es deutlich unter Neupreis.

Diese preisgünstigen Angebote haben eines gemeinsam: Sie gelten als B-Ware. Die

Händler dürfen sie nicht mehr zum Neupreis verkaufen. Als B-Ware werden Verkaufsartikel

bezeichnet, die aus dem normalen Verkauf herausfallen, weil sie nicht mehr original verpackt

sind oder kleine Gebrauchsspuren aufweisen. Manche Geräte haben als Vorführ- oder

Ausstellungsstücke gedient.

Die meisten Elektronikhändler hängen den Verkauf von B-Waren nicht an die große Glocke.

Sie wollen dem Neuwarenverkauf im eigenen Onlineshop nicht zu viel Konkurrenz machen.

Der Kunde muss im Internet deshalb länger suchen. Sony handhabt das anders. Neben dem

offiziellen Onlineshop gibt es auf der Internetseite einen Sony Outlet Store, der

ausschließlich Versandrückläufer verkauft. Das sind Waren, die Kunden bestellt und gleich

wieder zurückgeschickt haben. Sony testet diese Geräte nach den gleichen Standards wie

neue Produkte. Wenn es nötig ist, werden defekte Teile gegen neue ausgetauscht.

Auch Apple verkauft Versandrückläufer auf der eigenen Internetseite – allerdings etwas

versteckt. Unter „Sonderangebote“ gibt es eine Auswahl generalüberholter Produkte. Die

Geräte sind getestet, gereinigt, zertifiziert und wieder neu verpackt. Bei Apple findet der

Kunde iPods, Macbooks und Mac-Zubehör bis zu 20 Prozent reduziert. Andere lagern den

Verkauf von B-Waren lieber aus. Der Computerhändler Cyberport bietet seine Sonderposten

auf einer eigenen Internetplattform mit dem Namen „Discount Electronic“ an. Amazon bietet

Retourware auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite „Warehouse Deals“ an.

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Lesen Sie mehr unter www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Schnaeppchen-im-

Internet-Geld-sparen-mit-B-Ware-4169158-4169163/.

10.) Garant für Farbe und Vielfalt

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Mitten in der kalten Jahreszeit verbreiten Alpenveilchen mit ihrer üppigen Blüte

Farbenpracht. Voraussetzung ist allerdings, dass sie an einem kühlen Platz stehen, etwas

Pflege bekommen und richtig gegossen werden.

Den besonderen Reiz der Topfpflanzen mit dem botanischen Namen Cyclamen persicum

macht ihre Vielfalt aus. Die nach oben geschlagenen Blütenblätter leuchten in edlem

Reinweiß, zartem Rosa, poppigem Pink oder warmem Rot. Die herzförmigen Blätter sind

glattrandig oder gefranst, haben meist eine dunkelgrüne Grundfarbe und sind mit silbernen

Linien, Bändern oder Flecken gezeichnet.

Alpenveilchen werden in Töpfen mit einem Durchmesser zwischen fünf und 15 Zentimetern

kultiviert und entweder im Mini-, Midi- oder Maxiformat verkauft.

Die uns bekannte Zimmerpflanze hat ihre Wurzeln im östlichen Mittelmeerraum. Von dort

kam sie im 17. Jahrhundert nach Europa. Entsprechend sind ihre Ansprüche an den

Standort. In kühlen Wohnräumen bei Temperaturen um 16 Grad fühlt sich das Alpenveilchen

am wohlsten. Ein wenig geheiztes Schlaf- oder Gästezimmer, ein helles Treppenhaus oder

ein kühler Wintergarten sind also ideal.

In ihrer Heimat Kleinasien zieht die Pflanze in den heißen trockenen Sommermonaten ihre

Blätter ein. Hierzulande reagiert sie ebenfalls empfindlich auf zu viel Sonne. Im Hochsommer

am Südfenster verbrennen die Blätter leicht. Im Winter hingegen verträgt das Alpenveilchen

aufgrund der geringeren Lichtintensität auch einen vollsonnigen Standort. Je später im Jahr,

umso heller kann die Pflanze stehen.

Auch zu trocken darf es nicht sein. Der übliche Platz auf der Fensterbank über der Heizung

ist deshalb nicht gut geeignet. Notfalls lässt sich das Kleinklima durch einen Trick

verbessern: In den Übertopf wird etwas Sand gefüllt, der dann feucht gehalten wird. Die

richtige Menge Feuchtigkeit ist auch bei der Pflege ein wichtiger Aspekt. Am besten fühlt

man einmal täglich mit dem Finger das Substrat: So lange es sich kühl anfühlt, sollte nicht

gegossen werden.

Damit sich frische Blüten und Blätter voll entfalten können, müssen vergilbte Pflanzenteile

entfernt werden. Dazu darf allerdings keine Schere verwendet werden. Auch wenn es

schwer fällt: Reißen Sie alte Blüten und gelbe Blätter direkt an der Knolle mit einer

drehenden Bewegung und einem kräftigen Ruck nach unten aus. Dadurch wird vermieden,

dass sich Fäulnis bildet. Solange sie blühen, wirken Alpenveilchen als Solitärpflanzen

besonders hübsch. Sie machen sich jedoch auch gut in Gruppen mit Grünpflanzen wie Efeu

und Farne.

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Amtsgericht Mainz HRA 4373

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