LEVANTINISCHE MOLLUSKENFAUNA DER INSEL RHODUS

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LEVANTINISCHE MOLLUSKENFAUNA DER INSEL RHODUS

28 Gejza v. Bukowski,

Fig. 23—25) gegeniiber angegeben, von welcher Art Valvata hdlcnica Tourn. eigentlich nur durch etwas

flachcre Gestalt, minder scharfc Nahte und durch grSssere Dimensionen abweicht.

Valvata Sulekiana Brus. (vergl. S. Brusina, Fossile Binnenmollusken aus Dalmatien, Croatien und

Slavonien, S. 89, Taf. VI, Fig. 11 —13) unterscheidet sich nach den mir vom Herrn Brusina freundlichst

zugeschickten Exemplaren derselben von Valvata gregaria, ebenso vvie die beiden unmittelbar vorhin

genannten Arten, hauptsachlich in der Gehauseform durch die wMhrend des ganzen Wachsthumsverlaul'cs

gleichmassig bleibende Einrollung der Windungen, durch das allerdings sehr stark niedergedrilckte, trotzdem

aber in der Seitenansicht als ein ausserst flacher Kegel sich darstellende Gcwinde und nicht minder

auch dadurch, dass bei ihr dcr letztc Umgang an der Basis steiler, gleiebsam von ciner stumpfen Kante,

die jedoch in der Miindung nicht zum Ausdrucke kommt, gegen den Nahcl abfallt. Wenn man noch hinzuftigt,

dass ihre Windungen rascher an Breite zunehmen und nicht stielrund, sondem ein klein wenig in

die Breite gedruckt sind, weshalb auch die Miindung nicht vollkommen kreisrund erscheint, so sind damit

wenigstens die allerwesentlichsten Unterschiede hervorgehoben.

Zum Schlusse sei hier noch auf Valvata orienlalis Fisch. (vergl. P. dc Tchihatcheff, Asie mineure,

Paleontologie, p. 345, pi. VI, fig. 7) hingewiesen, vvelche, nach ihrer Abbildung und Beschreibung zu urtheilen,

vor Allen; in dcr bedeutend hohcren und vicl regelmassigeren Gesammtgestalt von der vorliegenden Form

sehr stark abweicht. Sie entfernt sich ausserdem von Valvata gregaria bcreits ziemlich weit durch den

Umriss ihrer Miindung, der nicht kreisrund, sondem oval, liinglich im Sinne der Brcitenachse der Schalc

ist und dadurch, dass die Mundung vicl mehr als hier untcr die vorletzte Windung absteigt. In vvie weit

sonst noch Unterschiede bestehen, lasst sich aus dcr Abbildung und Beschreibung atlein zum mindesten

nicht mit der erforderlichen Gewissheit entnehmen. Fischer gibt unter den Charakteren der Valvata oricntalis

an, dass der letzte stark erweiterte Umgang etwas abgeflacht ist, dass die Nahte wenig eingedriickt

sind und dass ein tiefer und weiter Nabel die Schalc auszcichnct. Es ist also moglich, dass auch in diesen

Merkmalen Unterschiede noch vorhanden sind.

Valvata (Aphanotylus ?) Skhiadica n. f.

Taf. VIII, Fig. 9-1 1.

Valvata Skhiadica hat ein sehr stark niedergedriicktes, im Grossen und Ganzen iiberaus flach kegelformiges

und mit einem sehr stumpfen obcren Ende versehenes Gehause, das aus nahczu 3'/g im Allgemcinen

ziemlich rasch an Breite zunehmenden und durch eine rinnenartige, verhaltnissmassig tief eingesenkte

Naht von einander getrennten Windungen bestcht. Das iiber dem grossen letzten Umgangc bald

etwas mehr, bald nur wenig sich erhebende Gewinde bildet in der Regel einen ungemein flachcn Kegel, in

dessen Seitenansicht die von der Spitze an gleichmassig absteigenden Windungen alle sichtbar erscheinen.

Mitunter erreicht aber die Abflachung dcr Oberseite auch ein sh'irkeres Ausmaass, so dass, von der Scitc

betrachtet, nur der vorletzte Umgang iiber dcr Schlusswindung etwas hervorragt, wahrend die Spitze vollstandig

unsichtbar bleibt. Die im Ganzen massig gewolbten Windungen sind keineswegs kreisrund in

ihrem Querschnitte, sondern unterhalb dcr Naht unci ebenso auch an dcr Basis ein wenig abgeplattet. In

Folge dessen sieht die Unterseite der Schalc, wclchc constant sehr eng genabelt ist, durchaus nicht besonders

kraftig gewolbt aus. Der letzte, ungefa.hr % bis */ 5 der Gesammthohe des Gehauses bctragendc

Umgang wachst rasch in die Breite an und endigt in cine relativ weite, schief stehende Mundung, wclchc

einen rundlichen, breit ovalen, oben zuweilen etwas deutlichcr, haufig aber nur ganz schwach winkligen

Umriss zeigt. Der gestreckt bogige aussere Mundsaum ist ziemlich scharf; der Spindelrand sieht

dagegen im Ganzen, vor AUem aber in seinem unteren Theile stets zusammengedruckt, in dcr Regel nicht

unbetrachtlich verdickt aus und erscheint namentlich vvciter gegen oben bald mehr, bald weniger, im Allgemeinen

aber nur schwach nach Aussen umgeschlagen. Zufolge der letztgenannten Charaktere tritt dann

bis zu einem gewissen Grade cine Einengung des ohnehin sehr engen Nabels ein. Die Miindung ist links

oben an den vorletzten Umgang angewachsen; sie hangt mit demselben in einzelnen seltencn Fallen in

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der Art zusammen, dass der Eindruck hervorgerufen wird, als ob der oberste, unter der Naht einen Winkel

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