LEVANTINISCHE MOLLUSKENFAUNA DER INSEL RHODUS

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LEVANTINISCHE MOLLUSKENFAUNA DER INSEL RHODUS

Levantinische Molluskenfauna von Rhodus.

Neritina pseudomicans n. f.

Taf. VII, Fig. 1-5.

Die massig dicke Schale dieser Art, deren Gestalt jener der Neritina Dumortieri Font, am ahnlichsten

erscheint und bis zu einem gewissen Grade auch an die Gestalt der recenten Neritina anatolica Reel,

erinncrt, setzt sich aus nicht ganz vier durch sehr schwach eingedriickte Nahte von einander getrennten

Umgangen zusammen. Das Gewinde, dessen Spitze sich mitunter angefressen zeigt, ragt bei den ausgewachsenen

Individuen verhaltnissmassig hoeh liber dem letzten Umgange empor; die Hohe desselben

betragt stcts mehr als l / 4 der Gesammtlange des Gehauses, Die zwei obersten Windungen sind, soweit sie

sichtbar crschcinen, in der Regel ziemlieh stark gcwolbt. Der letzte grosse Umgang weist dagegen immer

cme schwache Abflachung der Flankenmitte auf, wclche jedoch niemals ein so hones Ausmaass erreicht,

dass dadurch der allgemeine Eindruck eincr im Grossen und Ganzen gewolbtcn Form besonders beeintrachtigt

wiirde. Diese schwache Abflachung verwischt sich allmalig in der Nahe der Mundung und kommt

schlicsslich in dem Aussenrande der Mundung nahezu gar nicht zum Ausdruckc; dafur gelangt sic zumeist

schon auf dem ganzen vorletzten Umgange zur Ausbildung, wie man dies in besonders deutlicher Weise

•'•n den Jugendexemplaren beobachten kann, bei denen der aussere dritte Umgang oft in genau demselben

Grade an den Seiten abgeplattet aussieht, wie der letzte bei den vollstandig ausgewachsenen Individuen.

Bezughch dcs Wachslhums der Windungen ist fcrner zu bemcrken, dass dieselben hier im Vergleiche mit

vielen anderen Vcrtretern dieser Gattung kcineswegs rasch an Breite zunchmen. Sehr deutlich aussert sich

>-as darin, dass die grosste Breite des Gehauses hinter der Lange stcts urn einen nicht geringen Betrag

zurucksteht. Wahrend die oberen Windungen nur langsam in derSpirale absteigen, senkt sich der unterste,

vierte Umgang im Verhaltnisse viel rascher, wodurch eben das starke Hcrvorragcn des Gewindes bewirkt

Wird - An Ju g en dstUcken, welche bios aus drei Windungen bestehen, und von denen zwei hier abgebildet

wurden, erscheint die Oberseite noch stark niedergedrilckt und die Spitze des Gehauses steht nur wenig

vor. Bei manchen Individuen steigt der letzte Umgang an. Schlusse, kurz vor der Mundung, wicder etwas

in tei . pirale auf; es ist dies aber, wie gesagt, durchaus nicht Regel; denn es gibt auch Individuen, bei

denen diese Erscheinung nicht stattfindct. Hiebei sieht dann die Naht immer mehr oder weniger unregelg

eingenssen aus. Ubrigens korrimt es auch bei Jugendexemplaren zuweilen vor, dass sich der aussere

yang mittelst einer stark" und unregelmassig eingerissenen Naht an die vorhergchende Windung anlegt.

Was die Mundung anbelangt, so zeigt sich dieselbe entsprechend dem durchaus nicht sehr raschen

nwachsen der Umgange in die Breite verhaltnissmassig wenig ausgebreitet. Ihre Form nahert sich sehr

emem Halbkreise. Die Spindelplatte ist constant stark gewolbt und dabei fast immer kraftig callos verdickt.

Bei einzelncn Fxemplaren, darunter auch jugendlichen Individuen, erreicht die schwielige Verdickung

derselben sogar cine auffallend starke Entwicklung; sie tritt in solchen Fallen naeh ausscn hin als ein sehr

kraftiger Wulst hervor. Nach Aussen breitet sich die Callositat weit fiber der vorletzten Windung aus und

oeschreibt hier in der Regel einen mehr oder minder halbkreisformigen, mit der Convexseitc auswarts

genchteten Bogen. An den Grenzen gegen den oberen und den unteren Rand des Aussensaumes der

Mundung vcrlaufen kurze, bald etwas mehr, bald wieder weniger vcrtiefte Rinnen. Der Columellarrand ist

last geradlinig; nur bei sehr genauer Betrachtung lasst sich an demselben eine iiberaus schwache Ausbiegung

bemcrken. Die glanzende, weisse Oberflache der Spindelplatte muss im Allgemeinen als glatt

bezeiehnct werden. Zahnchen kommen am Golumellarrandc niemals vor. Alles, was man iiberhaupt von

Sculptur auf der Spindelplatte walirnehmen kann, beschrankt sich auf ausserst fcine, kleine, faltige Runzeln,

welche im mittleren Theile des Columellarrandes auftreten und stcts so schwach sind, dass sie nur unter

der Loupe gesehen werden konnen. Diese kleinen Runzeln gehoren jedoch durchaus nicht zu den

constanten Merkmalen, denn man begegnet auch Excmplaren, bei denen sie ganzlich fehlen. Der mehr

oder minder schneidende Aussenrand der, wie schon erwahnt wurde, sehr wenig vorgezogenen Mundung

s lellt sich annahernd halbkreisformig dar; er bildet insoferne keinen vollkommenen Halbkreis, als dessen

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berer 1 Dei 1 einen etwas flacheren Bogen beschreibt, als der basale, unten cinigermassen verdickt aus-

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