notker

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DER

PRASSER

Einer trat da

Die breite Strasse,

Froh prangend in der Güter Glanz,

Seine Gewande

Purpur und Linnen wunderzart.

Mittags die Mahle

Zog er ins Nachtmahl an jedem Tag;

Immer gab es da

Prunken und Prassen im Uberschwang.

Und mit einem Mal

War ihm das alles weggeschlagen:

In den Abgrund sank

Seine Seele, der Leib zum Sarge.

Wo nun Pracht

Und Geprass

Und auserlesne Gelage ?

Lust und Drang

Ohne Maass —

Wo das geblahte Geprahle ?

Schon ist die Frage

Abgetan

Für Seele ihm und Leib zumal:

Dass grössre Plage

Er hindann

Unendlich lang zu tragen hat

Gemass dem irdisch Getanen.

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