notker

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Unsre Übersetzung übergeht die Strofen 11—12, die den stets von der

Kirche gesungenen Marienpreis des Sedulius (5. Jahrh.) umschreiben: er

klingt, verbunden mit Lukas 1, 42, noch in Str. 13—14 nach.

Druck: Analecta hymnica 53 S. 183 Nr. 106.

Anfang: Aureo flore.

JÜNGSTER TAG: Limoges um 900. Dem letzten Sonntag nach Trinitatis

zugeteilt. Auf frühe Entstehung deutet die grosse Einfachheit der

Antistronk, ebenso die archaische Formung, die Ein fassliches Kleines

neben das Grösste stellt: besonders um die Gedichtmitte Pünktlein und

Tafel, virgula und tabella, neben der „Irminsul" caeli columna (vgl.

Hiob 26 Vers 11). Damit tritt die Bedeutung des Gerichts für das Ich,

den hier Singenden und Schreibenden, gesteigert heraus. Dies wie

manches Andere erscheint eigentlich eher germanisch: wie kommt es

nach Limoges? Vermahlung deutscher Sicht mit

Klangform.

Druck: Analecta hymnica 53 S. 160 Nr. 94.

Anfang: Fortis at que amara.

südfranzösischer

SELIGKEIT: Aus dem nördlichen Frankreich. Die Zeit ist schwer zu

bestimmen, da die altest erhaltene Abschrift erst dem 13.—14. Jahrhundert

angehört. Die spatgotische Welt hat das Lied wegen seiner reinen

mystischen Töne geliebt. Sollte es nicht aus dem 10.—11. Jahrhundert

stammen, so war es eine würdige — und ungewöhnliche —

Nachbildung des frühen Stils in spaterer Zeit. Gesungen wurde es zu

Ehren heiliger Bekennet. Zur „zwiefachen Stola", namlich Leib und

Seele, vergleiche vorhin das Lied auf Ostern.

Druck: Analecta hymnica 8 S. 93 Nr. 113; zu erganzen nach U. Chevalier,

Repertorium hymnologicum Band 2 und 5 unter Nr. 11755.

Anfang: Mundi aetate octava.

GEBET: Dies und das folgende Gedicht wurden um 1000 im angelsachsischen

Winchester aufgeschrieben und wohl auch als Sonntagshymnen

gedichtet. In der Form folgen die dortigen Sequenzen der französischen

Schule, bei reinerer Latinitat.

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