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Wort zum Monat - Kirchspiel Dresden Neustadt

Wort zum Monat - Kirchspiel Dresden Neustadt

Wort zum Monat - Kirchspiel Dresden

Wort zum Monat Liebe Leserinnen und Leser unserer Kirchennachrichten, die Nachbarsfamilie packt bereits Urlaubsutensilien in ihren Caravan. Den Kindern ist unübersehbar und unüberhörbar die Vorfreude abzuspüren. Auch die Bewegungen der Eltern sind dem Packstress zum Trotz von einer deutlichen Beschwingtheit geprägt. Urlaubszeit – die schönsten Wochen des Jahres liegen vor uns. Wir werden Zeit füreinander haben. Wir werden weitgehend frei sein von Fremdbestimmung. Wir werden Neues entdecken, vielleicht auch unsere Grenzen spüren. Und mit allem verbindet sich die Sehnsucht, dass im Urlaub unser Ich leben darf, das im Alltag oft so unterversorgt ist. Aber dann kommt es manchmal anders als gewünscht: es regnet, die Matratze ist zu weich, das Essen zu fad, Streit mit den Reisegefährten oder die Gedanken kreisen um Unerledigtes, kommen nicht zur Ruhe. Die Urlaubssehnsucht ist groß, die Seele offen – das macht um so verletzbarer. Wir kennen Möglichkeiten, die Enttäuschungen reduzieren helfen: beispielsweise schon vor dem Urlaub eigene Erwartungen kritisch reflektieren und mit den Reisegefährten in Ruhe über die jeweiligen Wünsche und Grenzen sprechen. Und dennoch: es kann passieren, dass unsere Seele unsere Aufmerksamkeit einfordern wird und uns gerade dann in Unruhe versetzt, wenn wir Ruhe haben wollen. Da ist der Mann, der im Alltag gut zurechtkommt mit dem Alleinleben, aber im Urlaub wird die Sehnsucht nach der Nähe eines Menschen unerträglich. Da ist die berufstätige Mutter, die Familie und Beruf gut meistert, aber dann empfindet sie nur noch unendlich große Erschöpfung. Da ist der Jugendliche, der sich so auf das spannende Urlaubsziel gefreut hat, jetzt aber die Nähe der Eltern einfach nicht mehr ertragen kann. Im Urlaub freuen wir uns auf Zeit für uns selbst – unsere Seele zeigt uns dann, was dran ist. Verschiedene Wege gibt es, mit den Themen unserer Seele umzugehen: An manchen Urlaubsorten gibt es Seelsorger, mit denen man über die Dinge sprechen kann, die auf der Seele liegen. An vielen Orten gibt es Kirchen, die uns einen Raum der Stille und des Gebetes eröffnen. Manchem hilft es, Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, niederzulegen – verbunden mit dem Versprechen an sich selbst, sich um diese Dinge zu kümmern, wenn der Urlaub vorbei ist. – Und wenn das alles nicht passt? Mir hilft in der einsamen kanadischen Wildnis die Erinnerung an die Worte des Psalms 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“ Manchmal ist es wirklich nur dieser Augenaufschlag, dieser Augenblick des Aufschauens und Suchens, der mich wegführt vom Kreisen um mich und mein Problem. Manchmal ist es nur dieser Augenaufschlag, der mir die Gewissheit wiedergibt: Es gibt eine Macht, die mein Leben trägt, die mich begleitet, die mir die Kraft gibt, den Berg zu erklimmen, meine Zukunft in die Hand zu nehmen. Ob Sie unterwegs sind oder daheim – möge Gottes Segen für Sie erfahrbar werden. Ihre Pfarrerin Margrit Klatte 2

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