Kirchenspiegel März 2012 - Evang.-Luth. Kirchengemeinde Fraureuth

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Kirchenspiegel März 2012 - Evang.-Luth. Kirchengemeinde Fraureuth

kirchenspiegel

der Evang.-Luth. Kirchengemeinden

Fraureuth und Gottesgrün

März 2012


nachgedacht

Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um

zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. Mk 10,45

Liebe Leserin, lieber Leser,

der vor uns liegende Monatsspruch ist eine Reaktion des Herrn Jesus auf eine

Situation, in der die Menschlichkeit seiner 12 Jünger ihn zu dieser Klarstellung

veranlasst hat.

Was war geschehen? Als sie auf dem Weg nach Jerusalem waren, erklärte er seinen

12 Jüngern zum dritten mal, dass dieses sein letzter Weg wäre und er in Jerusalem

von den Hohen Priestern und Schriftgelehrten gequält und getötet werde, aber nach

drei Tagen wieder auferstehen würde.

Nach dieser Offenbarung ihres Herrn waren alle Jünger geschockt. Zwei seiner

Jünger nehmen Jesus etwas zur Seite und wollen, dass Jesus ihnen einen Wunsch

erfüllt. Ihr Wunsch ist: Lass uns in deinem Reich an deiner Seite sitzen, den einen zur

rechten und den anderen zur linken. Also, sie wollen aufsteigen, sie wollen regieren

und nicht regiert werden!

Diese Bitte brachten die anderen 10 Jünger auf und sie wurden unwillig.

Jesus rief die zwölf Jünger zu sich und erklärte ihnen, wie sie zukünftig leben sollen

und was er von ihnen erwartet. Er erklärt ihnen: „Ihr wisst, dass weltliche Fürsten nur

mit Gewalt herrschen, aber unter euch, die zu mir gehören, soll es nicht so sein.

Sondern wer unter euch ein Großer sein will, der soll euer Diener sein und wer von

euch der Vornehmste sein will, der sei aller Knecht.“ Heißt das, alle die zu Jesus

gehören haben keinen Anspruch auf eine Selbstgestaltung ihres Lebens? Oder die zu

Jesus gehören dürfen keine leitende Positionen begleiten?

Nein, ganz bestimmt nicht. Aber diese Wegweisung ist von größter Wichtigkeit,

denn Jesus zeigt ganz ungeschützt und klar, wer zu ihm gehören will, der kann nicht

so leben und Umgang haben mit den Menschen, mit denen er zusammen lebt. Der

größte Feind unserer Selbstgestaltung ist der Egoismus. Egoismus zerstört alles.

Ehen, Familien und Freundschaften. Er macht auch vor allen Gläubigen nicht halt

Das sehen wir an den beiden Jüngern: Der Bazillus des Egoismus ist der Geist dieser

Welt, den der Teufel aussät. Wer kennt das nicht, Rechthaberei, Streitsucht,

Überheblichkeit oder Großmannssucht? Es sind Dinge, die alles Miteinander

zerstören. Martin Luther hat dies treffend erkannt indem er sagte: „Die Welt erkennt

den Teufel nie, gleich wenn er ihr im Nacken säße.“

Wenn wir mal ganz in der Stille dieses gelesene auf unsere Seele einwirken lassen, da

kann es sein, dass wir spüren, das betrifft ja auch mich. Gerade dies macht mein

Leben und Zusammenleben kaputt. Dann freue dich, denn das ist ein Zeichen, dass

der Geist Gottes - der Heilige Geist - dich ermuntern will: Nimm die Worte Jesu an,

siehe Monatsspruch, denn er starb für jeden Menschen um sie zu erlösen bzw. von

aller Schuld zu befreien. Das betrifft alle Menschen. Auch mich!

Walter Keßler

Bildquelle Titelbild: Giotto_-_Scrovegni_-_-30-_-_Washing_of_Feet/Wikipedia.de


wir laden ein - in gottesgrün

Gottesdienste

Reminiscere 04.03. 08.30 Uhr Gottesdienst

zum Weltgebetstag

Okuli 11.03. 10.00 Uhr Abschluss Bibelwoche

Laetare 18.03. 08.30 Uhr

Judika 25.03. 10.00 Uhr mit Lektor

Palmsonntag 01.04. 08.30 Uhr

Veranstaltungen und Kreise

Bibelstunde: Donnerstag 08.03. um 14.30 Uhr

Donnerstag 22.03. um 14.30 Uhr

Christenlehre

montags um 15.00 Uhr in der Kirchschule in Gottesgrün

Konfirmanden und Vorkonfirmanden - Gottesgrün

donnerstags um 16.00 Uhr - außer 15. und 22.03.

in der Kirchschule Gottesgrün.

Konfirmandenfreizeit

von Donnerstag, den 22.03., bis Sonntag, den 25.03.

in Dörflas bei Kirchenlamitz im Fichtelgebirge

Veranstaltungen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Reuth-Gottesgrün

Donnerstag 01.03. 20.00 Uhr Hauskreis Gottesgrün und Reudnitz

Montag 05.03. 19.30 Uhr Gemeinschaftsstunde

Montag 12.03. 19.30 Uhr Gemeinschaftsstunde

Dienstag 13.03. 20.00 Uhr Themenabend

Sonntag 18.03. 14.30 Uhr Gemeinschaftsstunde

Sonntag 25.03. 14.30 Uhr Familienstunde

Dienstag 27.03. 20.00 Uhr Hauskreis in Reuth

Donnerstag 29.03. 20.00 Uhr Hauskreise in Reudnitz und Gottesgrün

freitags

19.00 Uhr EC-Spieleabend

sonnabends 09.30 Uhr Boxenstopp (außer 24.03.)

sonntags

18.00 Uhr EC- Jugendstunde

Weltgebetstag 2012 „Steht auf für Gerechtigkeit“

Freitag, den 02.03., um 19.30 Uhr in der Alten Schule Fraureuth

Bibelwoche 2012 - von Montag, den 05.03., bis Donnerstag, den 08.03.

um 19.30 Uhr in der Kirche Fraureuth

Emmaus-Gesprächsabend

„Stärkung auf dem Weg - Gottesdienst und Abendmahl“

am Mittwoch, den 21.03., um 19.30 Uhr in der Pfarrscheune Fraureuth

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wir laden ein - in fraureuth

Gottesdienste

Reminiscere 04.03. 10.00 Uhr Gottesdienst

zum Weltgebetstag mit Kindergottesdienst

Okuli 11.03. 08.30 Uhr Abschluss Bibelwoche

Laetare 18.03. 10.00 Uhr mit Kindergottesdienst

und Abendmahl

Judika 25.03. 08.30 Uhr mit Lektor

Palmsonntag 01.04. 10.00 Uhr mit Kindergottesdienst

Veranstaltungen und Kreise

Gemeindekirchenrat:

am Freitag, den 09.03., um 19.30 Uhr in der Alten Schule Fraureuth

Seniorenkreis:

am Mittwoch, den 28.03., um 14.30 Uhr in der Alten Schule

Mütter in Kontakt:

dienstags um 19.15 Uhr in der Pfarrscheune Fraureuth

Christenlehre

dienstags um 16.30 Uhr in der Alten Schule in Fraureuth

Konfirmandenkurs „G mit!“

dienstags (nicht am 13.03.) um 15.30 Uhr

Vorkonfirmanden und Konfirmanden

in der Pfarrscheune Fraureuth

Konfirmandenfreizeit:

von Donnerstag, den 22.03., bis Sonntag, den 25.03.

in Dörflas bei Kirchenlamitz im Fichtelgebirge

Veranstaltungen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Fraureuth

montags: 19.30 Uhr Gemeinschaftsstunde in der Alten Schule

Donnerstag: 01.03. 10.00 Uhr Gebetsstunde in der Alten Schule

15.03. 19.30 Uhr Gebetsstunde in der Alten Schule

22.03. 19.30 Uhr Bibelstunde in der Alten Schule

29.03. 19.30 Uhr Frauenstunde in der Alten Schule

freitags:

18.30 Uhr Teenie-Kreis in der Pfarrscheune

samstags vierzehntägig: 09.30 Uhr Kinderstunde in der Alten Schule

Zusätzlich finden noch Hauskreise der mittleren Generation statt.

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Kirchenmusik

dienstags: 18.30 Uhr Posaunenchor

20.00 Uhr Kirchenchor

donnerstags: 18.30 Uhr Gospelchor

Weltgebetstag 2012 „Steht auf für Gerechtigkeit“

Freitag, den 02.03., um 19.30 Uhr in der Alten Schule Fraureuth

Vorbereitet wurde er von Frauen aus dem südostasiatischen Land Malaysia.

Die Malaysierinnen zeigen uns in ihrem Gottesdienst, warum wir gerade als

Christinnen und Christen verpflichtet sind, gegen Ungerechtigkeit in unserer

Gesellschaft einzutreten und für Gerechtigkeit aufzustehen.

Bibelwoche 2012

von Montag, den 05.03., bis Donnerstag, den 08.03., um 19.30 Uhr

in der Kirche Fraureuth

Montag 05.03. Psalm 13 - Pfarrer Krause, Greiz-Caselwitz

Dienstag 06.03. Psalm 27 - Pfarrer Rose, Greiz-Gommla

Mittwoch 07.03. Psalm 42 - Pfarrer Bachmann, Fraureuth

Donnerstag 08.03. Psalm 118 - Pfarrer Freitag, Beiersdorf

Emmaus-Gesprächsabend

am Mittwoch, den 21.03., um 19.30 Uhr in der Pfarrscheune

„Stärkung auf dem Weg - Gottesdienst und Abendmahl“

Damit die Gemeinde lebt!

Wir danken Ihnen an dieser Stelle herzlich für Ihre Spenden und Ihr Kirchgeld im

Jahr 2011. Mit Ihrer Unterstützung konnten wir im vergangenen Jahr unser

Gemeindeleben mit lebendigen Gottesdiensten, kirchenmusikalischen Veranstaltungen

und Gemeindeveranstaltungen aktiv gestalten. Unsere Gebäude

konnten wir unterhalten und unsere nebenamtlichen Mitarbeiterinnen bezahlen.

Ebenfalls konnten wir unsere beiden Missionarinnen in Peru und in Kanada

etwas unterstützen.

Auch in diesem Jahr erbitten wir wieder von Ihnen das Kirchgeld. Es verbleibt zu

100 % in der Gemeinde. Fast alle Mittel für die Gemeindearbeit, Werterhaltung

usw. müssen wir durch Spenden und mit dem Kirchgeld aufbringen.

Wir bitten beim Kirchgeld um Selbsteinstufung. Wer die amtlichen Tabellen

einsehen möchte, kann dies gern im Gemeindebüro tun.

Für die Kirchengemeinde Fraureuth wird das Kirchgeld am 13.03.2012 von

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr in der Alten Schule Fraureuth eingesammelt.

In Gottesgrün erfolgt die Einsammlung des Kirchgeldes nach dem Wechsel der

Pfarrstelle.

Sie können das Kirchgeld auch überweisen. Dazu haben wir den Fraureuther

Gemeindebriefen einen Überweisungsträger beigelegt.

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aus unserem gemeindeleben berichtet

Weltgebetstag der Frauen

Titelbild 2012 „Justice“, Hanna Cheriyan Varghese,

Bildrechte: Deutsches WGT-Komitee e. V.

Am 2. März begehen wir den

diesjährigen Weltgebetstag der

Frauen.

Der Weltgebetstag ist die größte

ökumenische Basisbewegung von

Frauen. Das Grundmotto der

Gebetstage lautet: „Informiert beten

und betend handeln.“

Gebetstage gibt es bereits seit 1887.

Sie wurden von Frauenmissionswerken

in den USA und Kanada ins

Leben gerufen. 1927 führten Methodistinnen

erstmals in Deutschland

einen Weltgebetstag durch. 1947

fand in Berlin zum ersten Mal ein

ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst

statt.

Jedes Jahr gestalten Frauen aus

einem anderen Land der Welt die

Gottesdienstordnung. In diesem

Jahr steht der Weltgebetstag unter

dem Titel: „Steht auf für Gerechtigkeit“

und wird von Frauen aus

Malaysia vorbereitet. Anliegen ist

es, weltweit für Gerechtigkeit und

die Rechte der Frauen einzutreten,

Ungerechtigkeiten und Diskriminierung

nicht länger hinzunehmen.

Nicht nur in der Dritten Welt, auch

bei uns in den reichen Industrieländern

werden die Rechte der Frauen

oft mit Füßen getreten. Für uns

Christinnen und Christen ist es

besondere Verpflichtung dagegen

einzutreten.

Legotage in Gottesgrün

An den ersten 3 Samstagen im Februar hatte der EC-

Kinderkreis Reuth/Gottesgrün zu Legotagen eingeladen.

Rund 20 kleine und große Baumeister waren der

Einladung gefolgt und warteten ungeduldig auf den

Baubeginn. An den Vormittagen war Zeit, ausgiebig mit

Freunden oder allein mit Legosteinen zu bauen. Es

entstanden interessante Bauwerke, für die wahrscheinlich

die eigenen Bausteine im heimischen Kinderzimmer

nicht ausgereicht hätten. In einer Pause hatten die Kinder Gelegenheit sich zu

stärken und konnten eine Geschichte aus dem Leben von Jesus hören.

Auch wenn die Legotage vorbei sind, sind alle Kids herzlich zum “Boxenstopp

für Kids” samstags 9.30 Uhr am gewohnten Ort eingeladen.

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Die Bibelwoche -

eine Betrachtung von Volker Bachmann

Vor langer Zeit zeigte mir eine alte Nachbarin ihr

Neues Testament. Ich war erstaunt, dass in diesem

Exemplar einzelne Verse, ja einige Textpassagen,

fehlten. Es brauchte einige Zeit bis ich begriff, was

ich da vor mir hatte. Dieses Neue Testament war ein

Exemplar der „Deutschen Christen“.

Seit den 1880ger Jahren gab es in einigen

protestantischen Kreisen Bestrebungen, völkisches,

nationalistisches und rassistisches Gedankengut in

das Christentum einzubringen, es zu einer

arteigenen Volksreligion zu machen und sich gegen

angebliche jüdische „Überfremdung“ zu wehren.

Aus dieser Strömung heraus wurde 1927 die Thüringer Kirchenbewegung

„Deutsche Christen“ gegründet. Am 6. Juni 1932 gründete ein Berliner Pfarrer

die Glaubensbewegung Deutsche Christen als innerevangelische Kirchenpartei

für das ganze Reich. Die Deutschen Christen betrieben und erreichten eine

Gleichschaltung der Kirche mit Staat und Partei. Erst die Rede des Berliner

Gauobmanns Krause, die im November 1933 im Radio übertragen wurde,

öffnete vielen Christen die Augen, so dass sie sich daraufhin von den Deutschen

Christen abwendeten. Der Schaden war aber schon angerichtet.

Im April 1933 wurde der Arierparagraph erlassen. Das erregte den Widerstand in

der Kirche. Männer wie Dietrich Bonhoeffer wandten sich gegen diesen Unsinn,

ja gegen diese Sünde. Widerstand im Dritten Reich war keine Kleinigkeit.

Bonhoeffer z.B. wurde hingerichtet. Das Umdenken in der Kirche von

völkischen Träumereien zurück zur Wurzel des Christentums fiel nicht leicht,

zumal echtes Christsein schwere Konsequenzen nach sich ziehen konnte. In der

Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen System gab es dann doch

eine Rückbesinnung auf Jesus, den Juden, von dem die Bibel redet. So wurde

1935 die Bibelwoche in der Badischen Kirche und gleich danach

deutschlandweit eingeführt. Den Christen sollte durch die Beschäftigung mit der

Bibel eine Hilfe an die Hand gegeben werden, um in schwierigen Zeiten bestehen

zu können.

Auch nach dem Krieg kamen genug Herausforderungen, sei es der theoretische

Materialismus im Osten oder der praktische im Westen. Die Bibelwoche gab

Orientierung. 1964 wurde die Bibelwoche dann zur ökumenischen Bibelwoche,

somit auch bei den katholischen Christen eingeführt. In unserer Gemeinde wird

es im März diese spezielle Beschäftigung mit der Bibel geben. Unter dem Thema

„Tränen und Brot“ werden alte Bibeltexte lebendig.

Die Bibelwoche ist immer wieder für eine Überraschung gut. Lassen Sie sich

überraschen!

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leben und glauben

Muss Religion wirklich Spaß machen?

sich nicht nur um Bettler, sondern

auch um Kinder, Frauen und Frem-

de. Seine Liebe ging so weit, dass er

seinen Jüngern die Waffen verbot

und wehrlos blieb, als er es mit den

Mächtigen seiner Zeit zu tun bekam.

Am Ende legten sie ihn aufs Kreuz,

nagelten ihn fest und schafften ihn

aus dem Weg.

Wer dem Glauben der Christen nahe

kommen will, muss sich diesem

Jesus-Bild aussetzen. Ohne seinen

Leidensweg bliebe das Evangelium

platt und leer. Die Botschaft von der

grenzenlosen Liebe Gottes ist ohne

sein Leben, seinen Tod und seine

Auferweckung nicht zu haben. Sie

treibt allerdings auch heute zur Aus-

einandersetzung mit den Mächtigen,

die heute alles beim Alten lassen

wollen und nicht spüren, was in

unserem Lande und weltweit

geändert werden muss.

Pfarrer Hans Schmiedehausen

Die Religion der alten Griechen

muss ziemlich heiter gewesen sein,

jedenfalls für die Gesunden und

Mächtigen im Lande. Als Helden

voller Mut und Manneskraft stellten

sie sich die olympischen Götter vor,

als Muster von Schönheit und

Anmut verehrten sie die Göttinnen.

Dem entsprach die gesellschaftliche

Rangordnung, die sich nur unwesentlich

von unserer heutigen unterschied:

Die wirtschaftlich Starken

gaben den Ton an, Jugend und

Schönheit standen hoch im Kurs,

Wohlstand und Erfolg waren

wichtiger als soziales Verhalten.

Für die niederen Dienste hielt man

sich Sklaven. Bettler, Kranke und

Gebrechliche störten nur die Harmonie

des Staatswesens. Missgestaltete

Kinder wurden ausgesetzt.

Jede Form von Mitleid oder Solidarität

galt als schwächlich und hatte in

diesem Weltbild keinen Platz.

Dagegen steht das Bild des leidenden

Jesus, dessen Weg die Christenheit

in diesen Wochen vor Ostern

bedenkt. Barmherzig begegnete er

allen Menschen, legte seinen Finger

auf die Wunden der Starken, leuchtete

in die dunklen Ecken, hatte Zeit

für die Kranken und litt mit den

Leidenden. Für die Armen und

Schwachen trat er ein, kümmerte

Textquelle und Grafik:“Der Gemeindebrief“ Ausgabe: 2/2002, S.9

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Fotografieren im Gottesdienst?

Die Taufgemeinde tritt gleichzeitig entzieht sich das

an den Taufstein. Ein „Eigentliche“ der digitalen Spei-

Mann hält sich etwas cherkarte. Wer Gott ernst nimmt, für

abseits, mit der Video- den sind Gottesdiensthandlungen

kamera am Auge. Eine mehr als Pflichtübung und Ritual.

junge Frau steht im Abgesehen davon, dass Fotografie-

Altarraum mit einem ren während der Gebete oder der

digitalen Fotoapparat. Während der Erteilung des Segens absolut

Taufhandlung blitzt es mehrmals. daneben ist, lenkt das Hantieren mit

Störend oder ein ganz normaler Foto und Co. vom Geschehen ab.

Vorgang? Ist Fotografieren und Schlimmer noch, oft stört es andere.

Filmen im Gottesdienst ausge-

Sprechen Sie doch einfach

schlossen oder ein Zeichen für Ihren Pfarrer an. Er wird im

modernes, unverkrampftes Verhält- Anschluss an den Gottesdienst

nis zum Glauben und zur Kirche? gerne Erinnerungsfotos im Kirchen-

Wir alle leben auch von der Erinne- raum zulassen. Oder reden Sie mit

rung. Erinnerungsfotos sind dabei der Gemeindebriefredaktion, die die

ein wichtiger Bestandteil unserer Genehmigung der Kirchengemeineigenen

Vergangenheit. Das Blät- de zum Fotografieren hat und weiß,

tern in Omas Fotoalbum war für uns wann und wie man fotografieren

als Kinder stets spannend, oft lustig kann, ohne zu stören. Wir werden

und immer interessant. Doch Ihnen sicherlich sehr gerne helfen.

Darf die Kirche Steuern erheben? Ja, sie darf,

denn die beiden großen Kirchen sind Körperschaften

öffentlichen Rechts, und zum verfassungsmäßigen Privileg solcher Körperschaften

gehört in Deutschland das Recht, Steuern zu erheben. Neben den beiden

großen Kirchen haben in Deutschland auch andere Religionsgesellschaften Körperschaftsstatus.

So z.B. die Jüdische Kultusgemeinde, aber auch Weltanschauungsgemeinschaften

wie der Humanistische Verband oder der Bund für Geistesfreiheit.

Diese Körperschaften sind berechtigt, ihre Mitgliedsbeiträge in Form von Steuern zu

erheben, die über das Finanzamt eingezogen werden. Der Staat lässt sich diesen

„Kundendienst“ mit mindestens drei Prozent des Gesamtaufkommens der jeweiligen

Steuern gut bezahlen. Es ist also keinesfalls so, dass die Kirchen den Staat für

ihre Finanzierung ausnutzen.

Für die Kirchen ist das bestehende System sehr nützlich. Es sorgt für ein planbares

Finanzaufkommen und belastet die Mitglieder nach ihrer Leistungsfähigkeit. Nicht

zu verwechseln ist die Kirchensteuer mit dem Kirchgeld, das von den Kirchengemeinden

selbst erbeten wird und neben den kirchensteuerpflichtigen Kirchenmitgliedern

auch die nicht steuerpflichtigen anspricht. (Quelle: Gemeindebrief 2/2012)

9


gebets - newsletter

Sie werden gebeten Fürbitte zu halten:

- für die Frauen dieser Welt, dass sie überall anerkannt und

gleichberechtigt leben dürfen und für alle Frauen, die bei uns

tragende Säulen der Gemeindearbeit und im täglichen Leben sind, dass

sie Mut und Stärke für ihre Arbeit erlangen.

- für Politiker und Wirtschaftsmanager, dass sie verstehen, ihr Wirken zum

Wohle aller Menschen einzusetzen, dass ihre Entscheidungen im Interesse

unseres Volkes und der Erhaltung unserer Umwelt erfolgen.

- für die Völker unserer Welt, die sich im Aufbruch in eine neue, demokratische

Zukunft befinden, dass Gewalt, wie sie im Moment besonders

auch in Syrien herrscht, endlich ein Ende findet und dass Christen dort

nicht mehr um ihres Glaubens willen verfolgt und angegriffen werden.

- für die Arbeit in unseren Gemeinden, dass sie reiche Frucht trägt und dass

auch die Jugend in unseren Gemeinden eine Heimstatt findet.

Wir haben Grund zum Danken:

- dass wir Gott in dieser vorösterlichen Passionszeit für uns entdecken und

erleben dürfen.

- dass wir trotz aller Veränderung und den Problemen, die es derzeit zu

bewältigen gilt, auf Gottes Liebe und Hilfe vertrauen dürfen.

- dass wir die hinter uns liegend Kältewelle gut überstanden haben.

- dass Jesus Christus für uns den Weg ans Kreuz gegangen ist und uns mit

seinem Tod Erlösung gebracht hat.

Impressum

Herausgeber

Evang.-Luth. Kirchengemeinden Fraureuth und Gottesgrün

Evang.-Luth. Pfarramt Fraureuth

Pfarrer Jörg Bachmann - Markt 7 - 08427 Fraureuth

Tel. 03761/2088 / Fax: 03761/887351 / Handy: 037600/849001

Email: bachweb.frr@googlemail.com / Internet: www.kirchengemeinde-fraureuth.de

Kantorei/Kirchenmusik Fraureuth

Kantor Wolfram Otto - Ringstraße 45 - Tel: 03761/889358

Friedhofsverwaltung Fraureuth im Pfarramt

Dienstag und Donnerstag 9.00-12.00 Uhr

Bankverbindung Fraureuth: Sparkasse Zwickau, Blz: 87055000, Kto: 2272000544

Friedhofsverwaltung Gottesgrün: über Friedhofsverwaltung Fraureuth

Bankverbindung Gottesgrün: Sparkasse Gera-Greiz, Blz: 830 50 000 Kto: 651133

Redaktion: Jörg Bachmann (ViSdP), Kathrin Müller, Dietmar Seling

Layout: Dietmar Seling - Fabrikgelände 21 - 08427 Fraureuth - Tel. 03761/87953

Druck: Gemeindebriefdruckerei - Martin-Luther-Weg 1 - 29393 Groß Oesingen

Quellennachweis: Alle Fotos, Bilder und Texte ohne Quellennachweis sind Eigentum der Redaktion.


freud und leid in unseren gemeinden

Aus diesem Leben abgerufen und christlich bestattet wurde

Herzliche Glückwünsche und Gottes Segen zur Goldenen Hochzeit

zur Silbernen Hochzeit

Wir gratulieren zum Geburtstag

und wünschen Gottes Segen

in Fraureuth

in Gottesgrün

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ilder aus der gemeinde

der punkt. zehn - Gottesdienst

in Fraureuth

Legobaustelle Gottesgrün

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