for~r~~n~F - Deutsches Farbenzentrum eV

deutsches.farbenzentrum.de

for~r~~n~F - Deutsches Farbenzentrum eV

INFORMATIONEN .

Wer ergreift die Initiativen

zur Städteverschönerung?

In mehr als 500 deutschen Städten sind

in den letzten Jahren, teilweise schon

mehrmals, Wettbewerbe zur Verschönerung

des Stadtbildes durch farbige Fassadengestaltung

durchgefOhrt worden.

Die Fachhochschule Hildesheim/Holzmlnden

hat unter Leitung von Prof. Ignaz

Gerlach untersucht, wie diese Wettbewerbe

zustande gekommen sind und wie

ihre Ergebnisse beurteilt werden. 95

Kommunen unterschiedlicher Größe und

Struktur aus allen Teilen der Bundesrepublik

berichteten Ober ihre Erfahrungen.

Fast genau die Hälfte aller Verschönerungs-Initiativen

ging unmittelbar von

kommunalen Organen aus, von den Gemelndeparlamenten,

den Ämtern der

Bauverwaltung oder auch von Stadtbildund

Denkmalpflegern. Jeder fanfte Wettbewerb

wurde von der örtlichen Malerund

Lackiererinnung angeregt und meistens

gemeinsam mit der Stadtverwaltung

durchgefOhrt. In vielen Einzelfällen

gaben BOrgerinitiativen, Banken, Farbengroßhändler

oder Zeitungsredakti0-

nen den ersten AnstoB.

Wenn auch in vielen Städten fOr die historischen

Ortskerne verbindliche Farbenleitpläne

oder Gestaltungssatzungen

zu beachten sind, so wird Oberwiegend

doch von unnötigen Reglementierungen

bei der Farbtonauswahl abgesehen.

Das ist auch deshalb zu vertreten,

weil allzu starke Farbigkeit, die zu

Beginn derartiger Wettbewerbe manchmal

zu beobachten war, längst durch eine

dezentere Farbgebung abgelöst worden

Ist, die dem Stadtbild besser bekommt.

Vielfach haben die örtlichen

Baubehörden, Maler- und Lackiererinnungen

und andere Beratungsstellen

durch Überzeugung und Hinweise auf

gute Beispiele zur Geschmacksbildung

beigetragen.

I-PUNKT-FARBE

Karl Miescher­

Ausstellungspreis

zur Farbenlehre

auf der FARB-INFO '84

Die Karl Miescher-Stiftung hat sich

freundlicherweise wieder bereit erklart,

einen Kart Miescher·Aussteliungsprais

zur Farbenlehre zu stiften. Der Preis hat

einen Wert von 2500 SFR.

Der Preis wird nur an NachwuchskrAfte

auf dem Gebiet der Farbe verliehen, d~

möglichst nicht länger als 5 Jahre nach I

Abschluß ihrer Ausbildung im Berufsleben

stehen und nicht älter als 35 Jahre

sind. Die genauen Bedingungen fOr die

Präsentation und Ausarbeitung der Ar.

beit sowie die Anmeldung sind beim

Deutschen Farbenzentrum erhältlich.

Der Preis wird nach Beurteilung der eingereichten

Arbeiten durch eine Intemationale

Jury auf der FARB-INFO '84 in

78 Freiburg verliehen, die vom 11. bis 13,

Oktober 1984 stattfindet. Die genauen

Richtlinien sind Bestandteil des

Tagungsprogramms der FARB-INFO '84.

Sie sind erhältlich beim:

Deutsches Farbenzentrum

BozenerstraBe 11-12

1000 Berlin 61

Tel. (030) 854 6361

Studio-Preis von Rosenthai

Lösungen für Wohnstraßen gesucht

Selb. Der Rosenthai Studio-Preis 1983/84

wird zum Thema "Die Wohnstraße" ausgeschrieben.

Der von der Rosenthai AG

gestiftete Preis ist mit DM 25.000,- dotiert.

Diese Ausschreibung soll ein Problem

aufgreifen, das bei der Stadtgestaltung

immer aktueller und dringlicher geworden

ist.

Bei der Erhaltung der Lebensqualität unserer

Umgebung spielt das Verhältnis

von Wohn- zu Verkehrsfunktion eine dominierende

Rolle. Wenn unsere Städte

wohnlich bleiben sollen, mOssen auch

die StraBen der ausgesprochenen Wohn·

gebiete wohnlich sein - oder wieder

wohnlich gemacht werden. Eine Lösung

der letzten Jahre würde z.B. in der Verkehrsberuhigung

in Wohnvierteln gesehen.

Vorbildliche Beispiele gibt es bereits

in Holland, in der Schweiz, aber

auch in der Bundesrepublik. Ähnlich ist

die Situation in den Stadtkernen, wo es

ebenfalls gilt, durch Verkehrsberuhigung

wieder eine gute Mischung von innerstädtischem

Leben zu fördern.

Mit dem Rosenthai Studio-Preis "Die

Wohnstraße" werden sowohl neue Lösungen

zu dieser Problematik als auch

Projekte gesucht, die sich bereits in

Wohnvierteln und in Stadtkernen bewährt

haben. Die Vielschichtlgkei des

Themas - also der gesamte tägliche

Rhythmus des städtischen Lebens, des

Miteinander unterschiedlicher Berufsund

FreizeitansprOche - soll bei den

Vorschlägen berOcksichtigt werden. Entsprechend

der Oberregionalen Bedeutung

wird der Preis auf europäischer

Ebene ausgeschrieben.

Ideen und Lösungen können eingereicht

werden von Architekten, Ingenieuren,

KOnstlern, Städteplanern, Studenten,

Landes- und Kommunalbehörden, aber

auch von jedermann, der sich fOr diese

Aufgabenstell ung interessiert.

Über die Verteilung des Preises entscheidet

eine Jury. GewOnscht werden

Fotos, Pläne, Erfahrungsberichte, Unterlagen

fOr projektierte Wohnstraßen sowie

auch Aussageprotokolle von Bewohnern

Ober bestehende Wohnstraßen. Die

Unterlagen werden in deutscher Sprache

und in einer Form erbeten, die es der Jury

erlaubt, eine Bewertung vorzunehmen.

Sie sind bis 31. Mai (Datum des Poststempels)

zu senden an: Rosenthai AG,

Werk Rosenthai am RotbOhl, z.Hd. Herrn

Leupold, Geheimrat-Rosenthal-5traße,

8672 Salb. Ausschreibungsunterlagen

können ab sofort angefordert werden.

Neuas aus Alsterdamm

Hamburg. Aus AniaB der Internationalen

Bevölkerungskonferenz vom 6. bis 13.

August 1984 in Mexico-City, wurde von

den Vereinten Nationen in New Vork,

Genf und Wien gleichzeitig ein neuer offizieller

Ersttagsumschlag ausgegeben.

Der von der UNO ausgewählte, prämiierte

Entwurf stammt von der Hamburger

Kunstschule Alsterdamm, welche bereits

zahlreiche Internationale Auszeichnungen

erhielt.

1. Preis Christiane Herms, Kunstschule

Alsterdamm.

Auch das offizielle Plakat, welches in aller

Welt fOr die International Conference

on Population, Mexico-City, wirbt, wurde

von den "Alsterdammern" entworfen.

Deutsches Maler- und Lackierer-Museum

Im Glockenhaus Hamburg-Billwerder wird zur Zeit mit der Einrichtung

eines Deutschen Maler· und Lackierer-Museums begonnen.

Seit einigen Jahren sammeln Mitglieder der Maler- und

Lackierer-Innung Hamburg alte Werkzeuge, Werkstoffe und

andere Arbeitsmittel, um die noch greifbaren Zeugnisse alter

Handwerkstechnik zu bewahren.

Dazu gehören auch Objekte der verschiedenen Zeitepochen,

wie MeisterstOcke, bemalte Möbel, dekorative Malerei; oft erstaunliche

Resultate fachlichen Könnens.

Mit dem vorhandenen Material konnte bereits die kleine Ausstellung

"Alte Handwerkskunst" im Torhaus WellingsbOttel

beschickt werden (1982-83).

Außerdem sind in Hamburg, in der Gewerbeschule fOr Maler

und Lackierer, RichardstraBe 1, und in der Lehrwerkstatt der

Maler- und Lackierer-Innung Hamburg, Arndtt>traße 21, mehrere

Vitrinen mit historischem Material ausgestattet.

Der Titel "Deutsches Maler· und Lackierer·Museum" soll den

gesamtdeutschen Charakter betonen, um der Geschichte dieses

alten Handwerks gerecht zu werden.

Als Hinweis seien einige GrOndungsdaten von Malerämtern

genannt:

1196 in Magdeburg 1293 in Freiburg 1375 in Hamburg

1378 in Worms 1386 in Breslau

Das Ausstellungsgut:

1. Dokumente der Innungsgeschichte

a) Amtssilber von Meistern und Gesellen, Lukasaltäre, Lukasbilder,

Malerwappen und Siegel. Darstellungen: Maler bei

der Arbeit, Werkstätten

72 FARBE + DESIGN 29/30

b) Dokumente, Meisterbriefe, WanderbOcher, Register

c) Fahnen

d) Amtsrequisiten der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg

und des Obermeisters

e) Darstellung der Sozial- und Gesundheitsprobleme .

2. Malertsche Zeugnisse

a) alte RaumentwOrfe

b) alte Räume im Museum, Fotos

c) bemalte Möbel und Geräte aus Deutschland

d) Gemälde als MeisterstOcke

e) Marmormalerei, Holzmalerei, VergOldungen

f) div. Einzelstocke

g) Schriftmalerei

h) Zeichnungen und Gemälde von Malerhandwerkern

3. Historische MalerwerkstaH

(Erste Hälfte unseres Jahrhunderts)

a) Arbeitstisch

b) Holzregal mit Gebinden, Pigmenten und Werkzeugen

c) Schreibpult

d) Staffelei

e) Geräte

f) Schablonen usw.

Die Maler- und Lackierer-Innung Hamburg wOrde sich sehr

freuen, wenn sich mögliChst viele am Aufbau des "Deutschen

Maler- und Lackierer-Museums" beteiligen wOrden!

Dieses ist möglich, indem alte Materialien wie Werkzeuge, Gt

räte, Pigmente und Bindemittel, auch Urkunden und Dokumente

zur VerfOgung gestellt werden.

Das kann als Stiftung oder als Leihgabe geschehen. Auch

durch einen finanziellen Beitrag gegen Spendenquittung kann

geholfen werden, durch Überweisung auf das Konto der Car!'

Friedrich Hansen-Stiftung, Spendenkonto, Hamburger Bank

von 1861, BLZ 201 900 03, Konto-Nr. 2113n12

Mit Ihrer Beteiligung soll es auch Ihr Museum werden!

Datacolor ·

Spektralphotometer RFC-16

(Lizenz Carl Zeiss)

• für Farbrezeptierungen

• für die schnelle, normgerechte

Farb- und Weissgradmessung

für den Anwendungsbereich

Lack, Pigment, Kunststoff

mit der Messgeometrie d/8·

datacolor

L An Datacolor AG : Ich interessiere mich fOr

Industrielle Farbmetrlk

OlgastraBe 10

7920 Heldenhelm

Tel. 07321/21011

Name : ___ ~--,-.,.----,-__ _

a1 d," Ei""" d" RFC-l. ,", folg. Aow,"d""" "me""'....,----...,,----

FARBE + DESIGN 29/30 73

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine