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»MESSEN IM GOTTESDIENST«

NOSTALGISCHE FLUCHT

ODER WILLKOMMENE BEREICHERUNG?

Lautstarke Kontroversen

1 Michael Kunzler, Die Liturgie

der Kirche, Paderborn

1995, S. 198.

Wer vor einigen Jahren in der vorösterlichen Zeit durch die Straßen Hamburgs

ging, traute seinen Augen nicht. Auf großen Plakaten las er in roten

Lettern: »Messen im Gottesdienst«. Die Gemeinschaft der fünf evangelischen

Hamburger Hauptkirchen lud zu Gottesdiensten ein, in denen Orchestermessen

von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Joseph Haydn, Johann

Sebastian Bach und Franz Schubert »aufgeführt« wurden. Nach

Auskunft der Pfarrämter seien diese Gottesdienste an den Sonntagen vor

Ostern und an Ostern selbst außergewöhnlich gut besucht gewesen.

Dieses Ergebnis mag nur auf den ersten Blick überraschen. Denn die

Attraktivität, ja, Faszination der klassischen Orchestermessen hat nicht

nur in den katholischen Kirchen zugenommen, sondern inzwischen auch

in den evangelischen. Untersuchungen dieses Phänomens haben gezeigt,

daß man ihm nicht mit dem Etikett ›traditionalistische Nostalgieliturgie‹

gerecht wird. Hier artikulieren sich Bedürfnisse und Sehnsüchte von Menschen,

die mehr suchen als weihrauchgeschwängerten Ohrenkitzel.

In den mehrstimmigen Ordinariumsvertonungen vornehmlich der Klassik

werden augenscheinlich Dimensionen angerührt, die im Einerlei und in

der Hektik der Lust- und Spaßgesellschaft ebenso wenig zu erfahren sind

wie in nicht wenigen wortüberladenen, geschwätzigen Liturgien aufklärerischer

Provenienz. In scharfem Kontrast dazu stößt man auf die breite

Phalanx der lautstarken Ablehner, die vornehmlich aus dem Lager der Liturgiefachleute

kommen. Aus vielen Gründen sei die traditionelle Meßkomposition

nicht mehr vereinbar mit der erneuerten Liturgie des II. Vatikanischen

Konzils. Michael Kunzler z.B. beklagt in seinem liturgiewissenschaftlichen

Lehrbuch von 1995 die erstarrte und verbohrte Haltung

vieler kirchlicher Chöre: »Nach wie vor sehen Kirchenchöre ihre Ehre darin,

an den großen Festtagen eine Messe – meist aus der Wiener Klassik ›aufzuführen‹

– und gegen die eindeutigen Konzilsbestimmungen die Gemeinde

zu ›entmündigen‹.« 1

In den Jahren 1988/89 tobte in der katholischen Verbandszeitschrift

Musica Sacra ein heftiger Kampf um die Bewertung der klassischen

Meßkompositionen. Ausgangspunkt für die sich anschließende heftige Diskussion

war ein Thesenpapier des Münsteraner Liturgiewissenschaftlers

Stefan Rau. Seine Grundthese und die sich daraus ergebende Grundfrage

lautete:

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»Messen im Gottesdienst«

»Nun steht außer Zweifel, daß die christliche Liturgie auch die Aufgabe hat,

besonders an Feiertagen die Gemeinde froh zu machen und festlich zu stimmen,

und daß andererseits die Ordinariumsvertonungen vor allem der Wiener

Klassik imstande sind, solches bei den meisten Zeitgenossen zu bewirken. Erschöpft

sich aber die Aufgabe der Chöre darin, einem legitimen Bedürfnis der

Gemeinde nach festlicher Atmosphäre Ausdruck zu geben?« 1

Es wird später zu fragen sein, ob die hier zugrunde gelegte Sichtweise von

Musik und Kirchenmusik nicht eine verengte und ideologisch eingefärbte ist.

Ein letztes Beispiel aus der Front der Abwehrer klassischer Meßvertonungen

sei noch erwähnt. Anläßlich der Meßfeier, die Papst Johannes Paul

II. am 29. Juni 1985 in St. Peter zu Rom zelebrierte, wurde unter Leitung

von Herbert von Karajan Mozarts ›Krönungsmesse‹ KV 317 aufgeführt.

Hochrangige Geistliche im Vatikan stuften diese Musik als Unterhaltungsmusik

ein, ein Relikt aus dem Rokoko-Zeitalter. Für die heutige erneuerte

Liturgie sei sie deshalb völlig ungeeignet. 2

Urteile solcher Art kamen nicht nur aus den deutschsprachigen Ländern,

sondern auch sehr zahlreich und vehement aus anderen europäischen

und nordamerikanischen Staaten.

1 Stefan Rau, Die Eucharistie

als Konzertmesse?,

in: Musica Sacra 108

(1988), S. 404–409, hier

S. 404.

2 Herders Theologischer

Kommentar zum Zweiten

Vatikanischen Konzil, Bd.

2: ›Sacrosanctum Concilium‹,

kommentiert von

Reiner Kaczynski, Freiburg

i. Br. 2004, S. 188f.

3 Heinrich Bone, Cantate.

Gesangbuch, Mainz

1848.

Hinreichende Begründungen der Experten

Einig ist man sich in der Überzeugung, daß die mehrstimmigen Ordinarien,

gleich ob von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Mozart oder Anton

Bruckner, nicht mehr kompatibel mit der heutigen Liturgiefeier sind.

Das sogenannte ›Hochamt‹ stammt in seiner Ausgestaltung aus dem

Zeitalter des Barock. Sein Liturgieverständnis, vom Mittelalter herkommend,

sah den Priester als den eigentlich Handelnden, während das Volk

sich von fern in das heilige Geschehen – schauend und hörend – einfügte.

Klassisch formuliert hat dieses viele Jahrhunderte prägende Verständnis

von Gottesdienst Heinrich Bone (1813–1893). Im Vorwort seines 1848

herausgebrachten Gesangbuchs Cantate schreibt er:

»Der Priester am Altar und die Gemeinde in stummer Andacht sich in die heilige

Handlung empfehlend – das ist ein katholischerer Anblick als ein Predigender

auf der Kanzel oder eine bloße Gemeinde in Gesang und lautem Gebet [...].

Lassen wir den Chor dadroben über der still betenden Gemeinde tönen [...]. Er

vertritt gleichsam priesterliche Personen und gehört dadurch ganz zur priesterlichen

Seite des Gottesdienstes [...]. Nichts ist feierlicher, als wenn vom Altare

und von hoher Orgel herab der festliche, wahrhaft kirchliche Choral erschallt,

und dabei die Gemeinde, getragen von diesen Tönen, ihre stillen Gebete zum

Himmel bringt.« 3

Der ›Wortgottesdienst‹, die ›Vormesse‹, wie es offiziell hieß, war weitgehend

zum Ritual erstarrt, denn der lateinischen Sprache waren nur die

wenigsten Gläubigen kundig. Dazu kam, daß Teile der Messe, so das eu-

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charistische Hochgebet, der ›Kanon‹, leise vollzogen werden mußten.

Daraus entwickelte sich der Brauch, diese zu übersingen, so z.B. den Introitus

durch Kyrie und Gloria, die Gabenbereitung durch das Credo, das

Hochgebet durch Sanctus und Benedictus.

Grundlegend für die Ablehnung der tradierten Meßkompositionen ist

die in der Musikinstruktion Musicam Sacram von 1967 aufgegebene Unterscheidung

von ›Ordinarium‹ und ›Proprium‹. Diese Begriffe werden als

historisch in Anführungsstriche gesetzt und kommen in späteren Dokumenten

nicht mehr vor. Die nun geläufige Kategorisierung spricht von

›Aktionsgesängen‹ bzw. ›Begleitgesängen‹. Zur ersten Gruppe zählen z.B.

das Gloria, der Antwortpsalm oder das Sanctus. Sie sind Gesänge in selbständiger

Funktion, während die anderen eine liturgische Handlung deutend

begleiten, etwa das Einzugslied, der Gesang zur Gabenbereitung oder

zur Brotbrechung.

Neben der Frage nach ihrer Funktion ist die nach ihrem theologischdramaturgischen

Ort eine entscheidende. Mit ihr hängt aufs engste diejenige

zusammen, die nach ihren legitimen Trägern fragt: der Priester, die

Gemeinde, der Kantor, die Schola oder der Chor.

Hinter allen Einzelfragen hebt sich immer wieder die zentrale Forderung

aller Reformdekrete heraus: nach der stärkeren Einbindung der Gemeinde

ins liturgische Geschehen, d.h. vor allem ihre stärkere Beteiligung

an den Gesängen und Liedern.

Vor diesem skizzierten Hintergrund, der im folgenden noch eingehender

betrachtet werden soll, ergeben sich in der Tat objektiv Probleme. Wie

sind Ordinariumsteile, die in der ›alten Liturgie‹ eine andere Funktion hatten

als heute, so in das erneuerte dramaturgische Geschehen zu integrieren,

daß sie nicht als Fremdkörper oder Hemmschuh empfunden werden?

Wo soll z.B. das Benedictus heute seinen liturgischen Platz erhalten? Nach

der Wandlung wirkt es deplaciert, der Duktus des Hochgebets würde störend

unterbrochen. Auch in der direkten Verbindung mit dem Sanctus wirkt

es vielfach unorganisch. Denn mit seinem Charakter der Anbetung, den es

von vielen Komponisten der Klassik und Romantik bekommen hat, will es

sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einordnen lassen.

Probleme gibt es auch mit dem Credo. In zahlreichen Messen bildet

das Glaubensbekenntnis die Mitte der zyklischen Komposition. In der revidierten

Liturgie sind die Schwerpunkte anders verteilt. Hieraus ergeben

sich oft unerträgliche Spannungen.

Cäcilianische Hypotheken

Der Streit um die ›Konzertmessen‹ setzt nicht erst mit dem II. Vatikanischen

Konzil ein. Bereits bei den Cäcilianern trafen besonders die Meßvertonungen

von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart auf eine

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»Messen im Gottesdienst«

äußerst heftige Ablehnungsfront. Schon 1834 sieht sich ein Rezensent der

renommierten Allgemeinen musikalischen Zeitung aufgerufen, kunstfeindliche

Bestrebungen der Cäcilianer anzugreifen. Hier fallen bereits die Namen

derer, die der Gründer des Allgemeinen Cäcilienverbandes, Franz

Xaver Witt (1834–1888), mit seinem Bannstrahl später immer zu treffen

versucht.

»Wer all das Gerede von der allein ächten Kirchenmusik des 16ten Jahrhunderts,

von der dringenden Nothwendigkeit, den Geschmack wieder dahin zurück

zu führen, von der nöthigen Verbannung aller Instrumentalbegleitung aus

dem Tempel des Herrn, u. dgl. jetzt beliebte Redensarten so oft hören muß, als

man sie hier zu hören bekommt, dem wird es gleichsam zum Bedürfnis, sich

einmal gründlich über diesen Gegenstand auszusprechen. Auch thut es wahrhaftig

Noth, die reine Wahrheit zu sagen, denn sonst erleben wir noch, dass das

Kind mit sammt dem Bade ausgeschüttet, Mozart, Vogler, die beyden Haydn,

Händel, Hasse, Naumann, Eybler und alle anderen großen Meister, welche den

Frevel so weit getrieben haben, Kirchenmusik mit Instrumentalbegleitung zu

schreiben, nicht nur aus den Kirchen, sondern sogar aus den Musik-Archiven

verbannt und vielleicht einmal, um ein recht abschreckendes Exempel zu statuieren,

ihre Werke auf offenem Markte bei einem feyerlichen Auto da Fé verbrannt

werden.« 1

1 AmZ 36 (1834), Sp. 549.

2 Ebenda, S. 734f.

3 Ebenda, S. 735.

Welches Niveau der Streit um die ›wahre Kirchenmusik‹ bei den Jungcäcilianern

erreicht hatte, mögen die folgenden Auslassungen demonstrieren.

Ebenfalls 1834 äußert sich Karl Franz Emil von Schafhäutl (1803–1890),

angesehener Natur- und Musikwissenschaftler aus München, unter anderem

zu Mozarts Meßkompositionen. Den Anfang des Credo aus der ›Krönungsmesse‹

kommentiert er so:

»Noch heut zu Tage, bis zu dieser Stunde, singt der römische Priester in allen

Theilen der Welt immer unverrückt, wie vor mehr als einem Jahrtausend, jene

alten ernsten Weisen, intoniert noch immer nach dem Gesetze seiner Kirche:

Credo in unum Deum (mit gregorianischer Notation versehen). Und nun tritt

an die Stelle des Chores ein moderner Geck und beginnt, statt in jener Weise,

wie es die Kirche vorgeschrieben, fortzufahren: Patrem omnipotentem (wiederum

in gregorianischen Noten präsentiert), umschwirrt von gaukelnden Violinen

alternierend mit schwindsüchtigen Flöten und knarrenden Fagotten in platten,

hüpfenden, theatralisch cadenzierenden Weisen unserer allerjüngsten Zeit von

neuem, allenfalls so: [Es folgt der Anfang der Mozartschen Komposition.]« 2

Die totale Ablehnung der instrumentalbegleiteten Kirchenmusik als Verrat

am Erbe der Väter und der wahren Religion mögen diese Verrisse desselben

Autors belegen:

»Wie empörend, wenn Mozart (Missa in B, KV 275 [272b (275)]) im Dona

nobis pacem, da, wo die Kirche für den reuigen Sünder um Frieden der Seelen

fleht, in einem Rondo Allegretto gleich einer buhlenden Phryne aus der Militärmesse

unserer Michaelshofkirche, zum Tempel hinaustanzt; die Sänger in

einer Messe aus C-Dur, so oft sie ihr Dona nobis pacem gesungen haben, von

der Hoboe [...] ausgelacht werden.« 3

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1 Aufschlußreich ist, daß

der ältere Schafhäutl

nach dreißig Jahren erlebter

kirchenmusikalischer

Arbeit an der Münchener

Hofkirche seine

Meinung über die Konzertmessen

vor allem der

Wiener Klassik grundlegend

geändert hat.

2 Fliegende Blätter für katholische

Kirchenmusik

25 (Regensburg 1890),

Nr. 3, S. 30.

3 Lexikon für Kirchliche

Tonkunst, bearb. von

Utto Kornmüller, 1. Teil:

›Sachliches‹, Regensburg

1870, 2. und vermehrte

Auflage Regensburg

1891; 2. Teil: ›Biographisches‹,

Regensburg

1895.

4 Lexikon für Kirchliche

Tonkunst, 2. Teil, S. 187f.

5 Hermann Beck, Die Musik

des liturgischen Gottesdienstes

im 18. Jahrhundert

(Messe, Offizium),

in: Geschichte der

katholischen Kirchenmusik,

hrsg. von Karl Gustav

Fellerer, Bd. 2: ›Vom Tridentinum

bis zur Gegenwart‹,

Kassel 1976, S.

180–189, hier S. 189.

Dieses Gemisch aus erstarrter Religion, rückwärtsgewandter Moral und

historisierender Ästhetik mußte in solche ideologischen Sümpfe treiben. 1

Wie sehr sich diese Verurteilungen kirchenmusikalischer Werke fortgesetzt

haben, ließe sich an unzähligen Beispielen zeigen. Nur zwei Dokumente

seien noch erwähnt, weil sie auch für die Situation vor allem der

katholischen Kirchenmusik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts charakteristisch

sind. In einer Besprechung der Messe op. 159 für vierstimmigen

Chor und Orgelbegleitung von Joseph Rheinberger, erschienen 1890

in Fliegende Blätter für katholische Kirchenmusik, dem zweiten Verbandsorgan

des Cäcilienvereins, findet sich gegen Schluß die folgende Bemerkung:

»Gerade die großen Meister haben der kath. Kirchenmusik so vielen Schaden

zugefügt, weil grelles Licht die Augen blendet, weil Kinder der Zeit die Kinder

der Zeit mit sich fortreißen. Joseph Haydn, selbst S. Bach, vor Allem aber

Mozart mit seinen glühend-sinnlichen Compositionen zu religiösen Texten haben

die katholische Kirchenmusik fast zu Grunde gerichtet.« 2

Aus demselben cäcilianischen Geist erschien 1895 die Fortsetzung eines

Buches, das bereits in seinem ersten Teil ›Sachliches‹ zum Standardwerk

der katholischen Kirchenmusik geworden war: Lexikon der kirchlichen

Tonkunst. Auch der zweite Teil, betitelt ›Biographisches‹, war von dem

Benediktinerpater Utto Kornmüller (1824–1907) verfaßt worden. 3 Auch

wenn Mozart für ihn zu den »unerreichten Genie’s« gehört, so könne doch

seinen kirchlichen Werken, obgleich sie von »tiefreligiösem Sinne durchweht«

sind, »das Prädikat von kirchlicher Musik nicht zugestanden werden«.

4 Fest macht dies der zeitweilige Diözesanpräses des Cäcilienvereins

z.B. an den Bravourarien in den größeren Werken oder an der zu »subjektiven

Ausprägung der Gefühle« etwa im Requiem.

Es bleibt festzuhalten, daß die neuen–alten Forderungen nach einer an

der authentischen Liturgie orientierten Kirchenmusik dem Cäcilianismus

zu verdanken sind, der in seinen Anfängen eine durch und durch liturgische

Erneuerungsbewegung war. Erst auf dem Hintergrund der Musik des

liturgischen Gottesdienstes im 18. Jahrhundert wird der Erneuerungswille

der Cäcilianer ganz verständlich. Hermann Beck hat in einem fundierten

Aufsatz über die Musik von Messe und Offizium im 18. Jahrhundert die

Lage treffend beschrieben:

»Zweifellos hat der musikalische Anteil des liturgischen Gottesdienstes seinen

bisher höchsten Grad an Unabhängigkeit im Gefüge der Liturgie erreicht. [...]

Alles tendiert dazu, liturgische Handlungen und musikalische Gestaltung als

zwei getrennte Abläufe aufzufassen, zwischen denen der Gemeinde nur die

Rolle des Zuschauens und Zuhörens verbleibt.« 5

Die Inhalte der Musica sacra hatten sich nicht unwesentlich gewandelt:

Der Cantus gregorianus war verdrängt oder bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt.

Der ›wahre Kirchen-Stil‹ (Palestrinastil) wurde weitgehend nicht

mehr praktiziert. Das Verhältnis von Text und Musik war zugunsten der

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