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Das Magazin der Simba · Dickie · Group <strong>Ausgabe</strong> Nr. 2 / Juni 2013<br />

Zwischen Orient<br />

und Okzident<br />

<strong>Die</strong> aufregende Reise in eine<br />

boomende Metropole zwischen<br />

Tradition und Moderne<br />

Von der Skizze<br />

zum fertigen Spielzeug<br />

<strong>Die</strong> neue Babyspielzeuglinie von Heros<br />

Sayıl Afyonlu,<br />

Managing Director von<br />

Simba Toys Türkiye.


EDITORIAL<br />

Jetzt noch mehr Eisenbahn für Kids.<br />

/ Batterie-betriebener Zug mit Licht<br />

und Soundfunktionen.<br />

/ Kinderleichtes Kuppeln durch die<br />

Verwendung von Magnetkupplungen.<br />

/ Trittfeste C-Gleise mit Klicksystem<br />

für den schnellen Auf- und Abbau –<br />

auch auf dem Fußboden.<br />

/ Batterien sind im Lieferumfang<br />

enthalten.<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

in unserer YO-YO Sommerausgabe will ich <strong>Sie</strong> auf eine Reise in unsere türkische<br />

Niederlassung entführen. Sayıl Afyonlu und sein Team von Simba Toys Türkiye<br />

leisten von ihrem Büro auf der asiatischen Seite der boomenden Metropole<br />

Istanbul aus hervorragende Arbeit. Dabei muss der Manager vor allem die<br />

Balance zwischen den unterschiedlichen türkischen und deutschen Arbeitsweisen<br />

halten. Außerdem stellt die Schnelllebigkeit des türkischen Spielwarenmarktes das<br />

Team immer wieder vor neue Herausforderungen. Getreu dem Motto: „Think<br />

global, act local“, muss Sayıl Afyonlu den Besonderheiten des türkischen Spielwarenmarktes<br />

gerecht werden. Doch lesen <strong>Sie</strong> selbst ab Seite 10.<br />

Haben <strong>Sie</strong> bereits die neue Babylinie von Heros in Händen gehalten? Bei unserem<br />

traditionsreichen Hersteller entsteht mit viel Liebe zum Detail aus Holz diese<br />

Qualitätsware für die Kleinsten. Ich möchte Ihnen ab Seite 18 gerne die junge<br />

Frau vorstellen, die die Entwicklung und Herstellung der Elemente verantwortet:<br />

unsere Produktdesignerin Annalena Schieb.<br />

Vielleicht ist Ihnen schon einmal unser Head of Production begegnet. Er ist<br />

weltweit für die Simba Dickie Group im Einsatz und ist immer dort anzu<strong>finden</strong>,<br />

wo gerade Not am Mann ist: Michael R. Raum. In seiner Funktion bei der Simba<br />

Dickie Group hat er unter anderem das thailändische Werk von Majorette nach<br />

der verheerenden Überschwemmung im vergangenden Jahr wieder mitaufgebaut.<br />

Wenn <strong>Sie</strong> nach einem langen Tag auf der Spielwarenmesse mit uns zusammen<br />

den Abschluss eines erfolgreichen Tages in unserem Headquarter in Fürth haben<br />

ausklingen lassen, dann sind Ihnen sicher schon die farbenfrohen, großformatigen<br />

Bilder in unserem Casino aufgefallen. Ich freue mich, Ihnen erzählen zu können,<br />

was es mit diesen besonderen Kunstwerken auf sich hat, und welche Rolle meine<br />

Frau Gisela <strong>Sie</strong>ber dabei spielt.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen unserer<br />

YO-YO und einen schönen Sommer.<br />

Ihr<br />

Michael <strong>Sie</strong>ber<br />

Art. 29200<br />

JUNI 2013<br />

YO-YO<br />

3


Inhalt<br />

NEWS<br />

Schöne bunte Spielzeugwelt 8<br />

UP-TO-DATE<br />

An die Nadeln – fertig – los! 30<br />

<strong>Die</strong> erfolgreiche Zusammenarbeit von<br />

Noris-Spiele und den Erfindern von<br />

myboshi<br />

Bugsted – <strong>Die</strong> Mondkäfer sind los 34<br />

Simba Dickie Group lanciert<br />

multimediales Produktthema<br />

Gisela <strong>Sie</strong>ber unterstützt Kinder mit<br />

Verhaltensauffälligkeiten beim Action<br />

Painting.<br />

26<br />

18<br />

34<br />

Bugsted – vom Mond zur<br />

Erde und wieder zurück.<br />

Sayıl Afyonlu, Managing Director<br />

von Simba Toys Türkiye.<br />

Moderne Spielwiese<br />

Man kann gar nicht früh genug anfangen,<br />

will man dem technischen Fortschritt folgen.<br />

Der neue Holz-Laptop von Eichhorn bietet<br />

dafür die passende Grundlage. Und der<br />

Spiel- und Lernspaß kommt auch nicht zu<br />

kurz. Denn der mobile Computer lässt<br />

sich ganz leicht in seine Einzelteile zerlegen<br />

und wird so zum sechsteiligen Puzzle.<br />

Selbst die Benutzeroberfläche ist individuell<br />

mit Kreide und Schwamm immer wieder<br />

neu gestaltbar. Natur und Technik müssen<br />

kein Gegensatz sein...<br />

INSIDE<br />

s s<br />

Erfolgreiche Jagd 15<br />

<strong>Die</strong> <strong>Sie</strong>ger der Schnitzeljagd vom<br />

Fachhandelstag der Spielwarenmesse<br />

Von der Skizze zum<br />

fertigen Spielzeug 18<br />

Annalena Schieb hat für Heros eine<br />

Babyspielzeuglinie aus Holz entwickelt<br />

Im weltweiten Einsatz für die<br />

Simba Dickie Group 22<br />

Michael R. Raum ist für die Produktionsstandorte<br />

der Simba Dickie Group<br />

verantwortlich<br />

Farbenfroh & ausdrucksstark 26<br />

Wie bunte Bilder ihren Weg in den<br />

neuen Besprechungsraum der Simba<br />

Dickie Group fanden<br />

REPORT<br />

Zwischen Orient und Okzident 10<br />

<strong>Die</strong> aufregende Reise in eine<br />

boomende Metropole zwischen<br />

Tradition und Moderne<br />

NICE-TO-KNOW<br />

Ab in den Urlaub 21<br />

Tipps zum Verreisen mit Kindern<br />

Glückliche Kinder in England … 29<br />

So viel Geld wird jedes Jahr in<br />

Spielwaren investiert<br />

Wie aus Holz und Stoff<br />

Babyspielzeug entsteht.<br />

XXTitelthemen sind im Inhaltsverzeichnis<br />

mit rotem Pfeil gekennzeichnet.<br />

Zur Simba Dickie Group gehören diese Marken:<br />

Simba (Spielzeug aller Art wie Puppen, Freizeitartikel, Sammelthemen), Nicotoy (Plüschtiere), Eichhorn (Holzspielzeug),<br />

Heros (Holzspielzeug), BIG (Bobby-Car & Co.), Dickie (Boys Toys), Majorette (Automodelle), Schuco (Modellautos),<br />

Tamiya (Modellbau), Carson (Modellsport), Noris (Lern- und Autoren-Brettspiele), Schipper Arts & Crafts (Malen nach Zahlen),<br />

Smoby (Outdoorspielzeug, Werkbänke, Miniküchen und vieles mehr), Zoch (Autorenspiele).<br />

Impressum YO-YO<br />

30<br />

<strong>Die</strong> myboshi Erfinder verbinden<br />

mit Häkeln die Generationen.<br />

Herausgeber: SIMBA-DICKIE-GROUP GmbH, Werkstraße 1, 90765 Fürth/Bayern, Tel.: +49 (0) 911.97 65.01<br />

Fax: +49 (0) 911.97 65.120 Internet: www.simba-dickie-group.de<br />

Verlag: <strong>heller</strong> & <strong>partner</strong> communication GmbH, Possartstraße 14, 81679 München Internet: www.<strong>heller</strong>-<strong>partner</strong>.de<br />

10<br />

Ihr Kontakt zu uns<br />

Haben <strong>Sie</strong> Fragen oder Anregungen?<br />

<strong>Sie</strong> erreichen uns unter:<br />

Telefon +49 (0) 89.4 57 10.165<br />

Fax +49 (0) 89.4 57 10.205<br />

E - Mail yoyo@<strong>heller</strong>-<strong>partner</strong>.de<br />

www.simba-dickie-group.de<br />

4 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 5


Wie im Paradies<br />

So lässt es sich leben: Zuerst auf dem<br />

Sonnendeck die Seele baumeln lassen,<br />

dann schwungvoll die Rutsche hinunter<br />

und eine rasante Fahrt im Blumenkarussell.<br />

Genau das Richtige, für ein abwechslungsreiches<br />

Katzenleben. <strong>Die</strong> kleinen<br />

Kätzchen aus der Serie Animal-Planet<br />

genießen im Blumenparadies die<br />

Annehmlichkeiten des Lebens. Kein<br />

Wunder, dass deshalb auch ihre Freunde<br />

der Hund, die Maus, die Kuh, der Hase<br />

und der Bär gerne zu Besuch kommen.<br />

Gemeinsam ist es im Paradies ja auch<br />

viel schöner…<br />

6 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 7


Schöne bunte<br />

spielzeugwelt<br />

NEWS<br />

Mit der App und dem<br />

Bobby-Car zum Führerschein:<br />

Für kleine Fahranfänger in<br />

Schweden ein Kinderspiel.<br />

NürnbergMesse<br />

expandiert<br />

Zur kommenden Spielwarenmesse können<br />

sich Besucher und Aussteller über noch<br />

mehr Platz und eine architektonische<br />

Besonderheit freuen. Denn aktuell wird<br />

das Messegelände um eine weitere Halle<br />

vergrößert. <strong>Die</strong> von der britischen Stararchitektin<br />

Zaha Hadid entworfene Halle<br />

3A wird 2014 zur Spielwarenmesse eingeweiht.<br />

Sicher unterwegs<br />

mit dem Bobby-Car<br />

In Schweden können jetzt sogar Kinder den Führerschein machen –<br />

zumindest für die rasante Fahrt auf dem Bobby-Car! Dafür hat sich<br />

Simba Dickie Nordic etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mithilfe einer<br />

App und dem Bobby-Car können kleine Fahranfänger Verkehrsregeln<br />

lernen. <strong>Die</strong> App wurde auf der größten Messe für Kinder und Babybedarf<br />

in Schweden vorgestellt. Rund 300 kleine Rennfahrer machten dort<br />

direkt von diesem Angebot Gebrauch und erwarben so ihren eigenen<br />

Führerschein. <strong>Die</strong> App wurde zum Zeitpunkt des Events rund 1300-<br />

mal heruntergeladen. Inzwischen steht die App auch in deutscher und<br />

englischer Sprache zur Verfügung.<br />

BELIEBTE<br />

5APPS FÜR<br />

Kinder<br />

Smartphones sind nicht nur ein „Spielzeug“<br />

für Erwachsene. Auch Kinder nutzen die<br />

handlichen Alleskönner – vor allem, um<br />

darauf zu spielen …<br />

Hoch zur See mit „Fiete“, dem Matrosen:<br />

,,Fiete“ ist ein liebevoll illustriertes, interaktives<br />

Bilderbuch für Kinder von ein bis<br />

drei Jahren. Wichtige Aufgaben warten<br />

auf die Kleinen: Brote schmieren, Autoreifen<br />

montieren oder Schiffe beladen.<br />

Auf spielerische Art und Weise werden<br />

das motorische Geschick und die Kombinationsfähigkeit<br />

gefördert. <strong>Die</strong> App ist<br />

in 88 App Stores mit mindestens einem<br />

Land je Kontinent gelistet.<br />

Kleiner Fuchs Kinderlieder: Zusammen<br />

mit dem kleinen Fuchs lernen Kinder<br />

spielerisch den Umgang mit Musik. <strong>Sie</strong><br />

können auf visuellen Instrumenten spielen<br />

und Karaoke singen. Verfügbar in<br />

Deutsch und Englisch in insgesamt 74<br />

Ländern weltweit.<br />

Wimmelburg: Kinder zwischen zwei und<br />

sechs Jahren können spielerisch in eine<br />

mittelalterliche Welt mit bekannten Märchenfiguren<br />

wie Dornröschen oder dem<br />

Froschkönig eintauchen. Mit der kindgerechten<br />

Steuerung können die etwa 50<br />

Charaktere durch Antippen, Wischgesten<br />

nach links, rechts, oben oder unten sowie<br />

eine Zoom-Option leicht bewegt werden.<br />

Erhältlich <strong>als</strong> deutsche, englische und<br />

französische Sprachversion über den<br />

Google Play Store.<br />

Aschenputtel: Wer das Buch kennt, weiß<br />

wie schön das Märchen ist. <strong>Die</strong> App<br />

ermöglicht es, interaktiv in der Geschichte<br />

mitzuspielen. Auf Deutsch, Englisch,<br />

Französisch und Russisch erhältlich.<br />

Planet Erde: Auf spielerische Art und Weise<br />

können Kinder mit dieser App die Welt<br />

entdecken. Verfügbar in Deutsch, Englisch,<br />

Spanisch, Portugiesisch, Französisch,<br />

Italienisch, Baskisch und Katalan.<br />

Siso Toys: Spielzeug für<br />

den Süden Afrikas<br />

Im September 2012 hat die Simba Dickie Group den bisherigen<br />

südafrikanischen Distributor Valid Trade übernommen und<br />

in Durban eine Tochtergesellschaft mit dem Namen SISO<br />

Toys gegründet. <strong>Die</strong> Niederlassung mit Verwaltung und<br />

Showroom in Durban umfasst rund 200 Quadratmeter. Ihre<br />

Hauptaufgabe ist es, unter der Leitung von Geschäftsführer<br />

Matthew Headicar, alle Marken und Produkte der Simba<br />

Dickie Group in Südafrika zu vertreiben. Zudem wird SISO<br />

Toys zum Sortiment passende Babyartikel und marktspezifische<br />

Lizenzartikel anbieten und den Standort mit seinen<br />

15 Mitarbeitern <strong>als</strong> Ausgangspunkt für die Distribution der<br />

Waren in angrenzende Länder wie z.B. Namibia, Simbabwe,<br />

Botswana und Mosambik ausbauen. Aufgrund der guten<br />

Infrastruktur und weil Durban zu<br />

den großen südafrikanischen<br />

Handelszentralen zählt, verblieb<br />

der Sitz der Gesellschaft auch<br />

nach der Übernahme in Durban.<br />

Das Team von SISO Toys South Africa freut sich über den Besuch aus Fürth: COO Uwe Weiler<br />

(3. von links), Felix Stork (7. von links) und Florian <strong>Sie</strong>ber (links) waren zu Gast in Durban.<br />

1. .<br />

Marke geknackt<br />

Squap hat einen neuen Rekord erreicht. Das Spaß- und<br />

Bewegungsspiel von Simba Toys wurde bereits über eine<br />

Million Mal verkauft. Entwickelt wurde Squap von den<br />

Schweizer Erfindern Gregor Altenburger und Urs Robustelli<br />

zusammen mit Simba Toys. 2008 wurde Squap erstm<strong>als</strong> auf<br />

der Spielwarenmesse Nürnberg präsentiert. Zum ersten Mal<br />

im Handel erhältlich war das Fangspiel dann im Frühjahr<br />

2009. Ein Jahr später wurde Squap sogar mit dem Suisse<br />

Toy Award ausgezeichnet. Squap kann man alleine, zu zweit<br />

oder in der Gruppe spielen. Inzwischen gibt es mehrere<br />

Varianten wie Speed- und Sportsquap, ein Disc- und Target-<br />

Set und das Special mit drei Extrabällen.<br />

Hoch hinaus<br />

<strong>Die</strong> Firma Simba Toys erzielte mit ihrem<br />

Baumpalast für Filly den ersten Platz bei der<br />

Veranstaltung: „Spielzeugwünsche 2012“.<br />

Dabei konnten Kinder aus über 600 Spielgeschenkideen<br />

des Weihnachtsratgebers des<br />

Deutschen Fachhandels Verbands „idee+spiel“<br />

ihre drei Favoriten wählen. Zum beliebtesten<br />

Spielzeug wurde der Filly-Baumpalast gewählt.<br />

<strong>Die</strong> Hersteller der drei meistgewünschten<br />

Spielzeuge wurden auf der idee+spiel-<br />

Messeparty 2013 in Nürnberg ausgezeichnet.<br />

Symbolische Übergabe des 1.000.000sten Squaps an die beiden Erfinder<br />

Gregor Altenburger (links) und Urs Robustelli. Mit ihnen freuen sich von der<br />

Simba Dickie Group (von links): Christian Doktorowski, Andreas Schmitt,<br />

CEO Michael <strong>Sie</strong>ber und Thomas Röttenbacher.<br />

8 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 9


Report<br />

Zwischen<br />

Orient<br />

und<br />

Okzident<br />

<strong>Die</strong> Simba Dickie Group ist seit Ende 1999 mit einer Niederlassung<br />

in der Türkei vertreten. Sayıl Afyonlu und sein junges Team pendeln<br />

täglich zwischen zwei Kontinenten. <strong>Die</strong> aufregende Reise in eine<br />

boomende Metropole zwischen Tradition und Moderne.<br />

10 YO-YO JUNI 2013 JUNI 2013 YO-YO 11


1. Das Team von Simba Toys Türkiye.<br />

2. <strong>Die</strong> fünfjährige Ela stöbert gerne im Spielwarengeschäft<br />

Joker Maxi Toys. Der City Liner von Dickie Toys hat es ihr angetan.<br />

3. Sayıl Afyonlu, Managing Director von Simba Toys Türkiye, mit<br />

seinem <strong>aktuelle</strong>n Lieblingsprodukt: New Born Baby.<br />

EUROPA<br />

Istanbul<br />

Schwarzes Meer<br />

Ankara<br />

Report<br />

2.<br />

4. <strong>Die</strong> „Hagia Sophia“ zählt zu den bedeutendsten<br />

Sehenswürdigkeiten in Istanbul.<br />

5. Beliebte Gegend der Istanbuler: die Stadtviertel am Bosporus.<br />

Türkei<br />

ASIEN<br />

Auf dem Platz vor der „Yeni Cami“<br />

Moschee in Istanbul herrscht geschäftiges<br />

Treiben. Es riecht nach<br />

gebratenen Maiskolben und Esskastanien.<br />

Es ist später Nachmittag, <strong>als</strong><br />

der eindringliche Gesang des Muezzins<br />

die Luft erfüllt. Ein Straßenverkäufer bietet<br />

Simit – ein landestypisches, ringförmiges<br />

Hefeteiggebäck mit Sesam-Körnern – an.<br />

Da kann Sayıl Afyonlu nicht widerstehen.<br />

Der Managing Director von Simba Toys<br />

Türkiye ist auf dem Weg in den nahegelegenen<br />

Gewürzbasar „Mısır Çarşısı“.<br />

Dort liefern sich entlang der Gassen bunte<br />

Lampen ein Duell der Farben mit exotischen<br />

Gewürzen. Überall preisen Händler<br />

ihre Waren an. In den über 100 kleinen<br />

Läden bekommt man alles, was man für<br />

das tägliche Leben braucht: von Lebensmitteln<br />

bis zu Textilwaren. Viele Einheimische<br />

nutzen diesen kleinen Basar <strong>als</strong><br />

Verbindungsweg zum „Kapalı Çarşı“,<br />

dem sogenannten „Großen Basar“.<br />

Wenn es der Verkehr zulässt und Sayıl<br />

Afyonlu in der Gegend nahe der Galatabrücke<br />

unterwegs ist, kommt er gerne<br />

<strong>hier</strong>her, genießt das orientalische Flair<br />

und kauft ein. „Hier sind die Waren<br />

einfach am frischesten“, erzählt er und<br />

trinkt einen typischen türkischen Mokka<br />

in einem der kleinen Cafés. Am Wochenende<br />

treibt es ihn wie viele Istanbuler in<br />

den modernen Teil der Millionenstadt:<br />

<strong>Sie</strong> fahren zum Kaffeetrinken an den<br />

Bosporus oder in den Istinye Park, eine<br />

Shoppinganlage mit schicken Boutiquen.<br />

Bei schlechtem Wetter jedoch sind die<br />

unzähligen Shoppingcenter der Stadt<br />

dicht bevölkert. Dass Istanbul eine wirtschaftlich<br />

aufstrebende Stadt ist, sieht<br />

man auch an den zahlreichen neuen<br />

Gebäuden und Baustellen. Viele namhafte<br />

Unternehmen sind dort mit einem Standort<br />

vertreten. <strong>Die</strong> türkische Millionenstadt<br />

wird immer mehr zu einem internationalen<br />

Finanz- und Handelszentrum, zählt weltweit<br />

zu den Städten mit dem stärksten<br />

Wirtschaftswachstum.<br />

Von Kontinent zu Kontinent<br />

Sayıl Afyonlu ist wohl der einzige Manager<br />

der Simba Dickie Group, der auf seinem<br />

täglichen Weg zur Arbeit den Kontinent<br />

wechselt. Oft braucht er dafür über eine<br />

Stunde. Dann, wenn in der Millionenmetropole<br />

Istanbul dem Anschein nach<br />

beinahe die gesamte Bevölkerung auf<br />

den Straßen unterwegs ist. Viele Bewohner<br />

nutzen die beiden Bosporus-Brücken <strong>als</strong><br />

Verbindungsglied zwischen den Kontinenten.<br />

Es herrscht viel Verkehr und die<br />

hohe Luftfeuchtigkeit liegt wie Dunst<br />

über der Stadt. „Täglich werden in Istanbul<br />

etwa 600 Fahrzeuge neu angemeldet“,<br />

weiß Sayıl Afyonlu.<br />

„Ein ganz typischer Aspekt<br />

der türkischen Mentalität<br />

ist es, Dinge schnell und<br />

in mehreren Schritten auf<br />

einmal voranzutreiben.“<br />

Er nimmt das hohe Verkehrsaufkommen<br />

gelassen. „Ich bin ein positiv denkender<br />

Mensch“, schmunzelt er. Statt sich über<br />

die vollen Straßen zu ärgern, sucht er<br />

sich deshalb lieber das passende Radioprogramm<br />

aus einem der unzähligen<br />

Sender. „Für jede Situation und Stimmungslage<br />

findet man <strong>hier</strong> die passende<br />

Musik“, erzählt er. Von traditionellen<br />

über klassische Klänge bis hin zu modernen<br />

Rock-, Pop- und Jazzrhythmen. Das<br />

ist die moderne Seite der Großstadt am<br />

Bosporus.<br />

1.<br />

3.<br />

Zwischen den Welten<br />

Sayıl Afyonlu hat es sich auch zur Aufgabe<br />

gemacht, eine Brücke zwischen den<br />

unterschiedlichen türkischen und deutschen<br />

Arbeitsweisen zu schlagen. Für den<br />

in Deutschland aufgewachsenen Manager<br />

gehört es zum Arbeitsalltag, Abläufe zu<br />

planen. Doch die fröhliche und impulsive<br />

türkische Mentalität und Arbeitsweise<br />

geht Dinge oft ganz anders an. Im<br />

Dezember 2006 hat er die Leitung der<br />

Niederlassung in Istanbul übernommen.<br />

Eine spannende Erfahrung für den<br />

35-jährigen Kosmopoliten, der in England<br />

und Istanbul studiert hat. Seit Oktober<br />

2006 arbeitet er für die Simba Dickie<br />

Group. <strong>Die</strong> drei Monate vor der Übernahme<br />

der türkischen Tochter hat Sayıl<br />

Afyonlu genutzt, das Unternehmen besser<br />

kennenzulernen. Dazu hat er einige Zeit<br />

im Headquarter in Fürth verbracht. Er<br />

hat sich dort ein umfangreiches Knowhow<br />

angeeignet und sich mit der Philosophie<br />

des Spielwarenherstellers vertraut<br />

gemacht.<br />

Das Fürther Unternehmen ist bereits seit<br />

Dezember 1999 auf dem türkischen<br />

Markt aktiv. Als Sayıl Afyonlu 2006 die<br />

Leitung der Tochter übernahm, bot der<br />

türkische Spielwarenmarkt großes Wachstumspotenzial.<br />

Also begann der Manager<br />

zusammen mit seinem dam<strong>als</strong> noch fünfköpfigen<br />

Team in den Ausbau der Simba<br />

Dickie Group zu investieren. Heute<br />

beschäftigt die türkische Tochtergesellschaft<br />

acht Mitarbeiter in den rund 300<br />

Quadratmeter großen Büroräumen samt<br />

Showroom im asiatischen Stadtteil<br />

Ataşehir. Ein zweites Team kümmert<br />

sich im 1200 Quadratmeter großen und<br />

rund 50 Kilometer entfernten Lager um<br />

den Versand der Spielwaren. Von dort<br />

aus werden Handels<strong>partner</strong> in der Türkei<br />

und in Aserbaidschan beliefert. Eine weitere<br />

Kollegin betreut die Handels<strong>partner</strong> in<br />

der türkischen Hauptstadt Ankara.<br />

Think global, act local<br />

Das Handelsleben in der Türkei konzentriert<br />

sich auf die Großstädte. Den ländlichen<br />

Regionen fällt eine eher untergeordnete<br />

Rolle zu. Einzelhändler gibt es<br />

nur sehr wenige. In der Türkei besteht der<br />

Handel hauptsächlich aus mittelgroßen<br />

und großen Fachhandelsketten. Dazu<br />

kommen Hypermärkte wie Migros, real,<br />

Carrefour oder Tesco. „<strong>Die</strong>se Handelsstrukturen<br />

stehen für die neue Zeit in der<br />

Türkei”, erklärt Sayıl Afyonlu. „<strong>Die</strong> junge<br />

Bevölkerung bevorzugt eine moderne<br />

Handelsstruktur, die kurzfristig großes<br />

Potenzial an Produkten bietet.” Das junge<br />

türkische Team weiß, dass der heimische<br />

Markt flexibel und schnelllebig ist.<br />

Oft gilt es, die Gunst der Stunde zu nutzen.<br />

„Ein ganz typischer Aspekt der türkischen<br />

Mentalität ist es, Dinge schnell und in<br />

mehreren Schritten auf einmal <br />

4.<br />

5.<br />

Istanbul<br />

Bis 1930 hieß die türkische Hauptstadt<br />

Konstantinopel. <strong>Die</strong> unter dem Namen<br />

Kalchedon und Byzantion erbaute Metropole<br />

ist die einzige Stadt, die sich auf<br />

zwei Kontinenten befindet. Istanbul ist die<br />

bevölkerungsreichste Stadt der Türkei und<br />

zugleich Zentrum für Kultur, Handel,<br />

Finanzen und Medien. Zum einen liegt<br />

Istanbul im asiatischen Anatolien, zum<br />

anderen im europäischen Thrakien. Beide<br />

Teile werden durch die Meerenge Bosporus<br />

<strong>als</strong> Bindeglied zwischen Mittelmeer und<br />

Schwarzem Meer verbunden.<br />

Istanbul zählt mit etwa 15 Millionen Einwohnern<br />

zu den bevölkerungsreichsten<br />

Städten der Welt und erstreckt sich über<br />

eine Fläche von rund 5500 Quadratkilometern.<br />

Mit zwei zentralen Kopfbahnhöfen,<br />

zahlreichen Fernbusbahnhöfen,<br />

zwei großen Flughäfen und einem ausgeprägten<br />

Schiffsverkehr bildet Istanbul den<br />

größten Verkehrsknotenpunkt des Landes.<br />

<strong>Die</strong> Stadt kann auf eine 2600-jährige<br />

Geschichte zurückblicken, in der sie<br />

gleich drei großen Weltreichen <strong>als</strong><br />

Hauptstadt diente. <strong>Die</strong> abwechslungsreiche<br />

Architektur Istanbuls ist von vielen verschiedenen<br />

Baustilen geprägt: Von der<br />

Antike über das Mittelalter bis hin zu neuzeitlichen<br />

und zuletzt modernen Bauten<br />

vereint Istanbul Elemente der Griechen,<br />

Römer, Byzantiner, Osmanen und Türken<br />

zu einem Stadtbild. 2010 war Istanbul<br />

Kulturhauptstadt Europas und wurde wegen<br />

ihrer einzigartigen historischen Altstadt<br />

von der UNESCO zum Weltkulturerbe<br />

erklärt. Istanbul war einst ein bedeutendes<br />

Zentrum des orthodoxen Christentums<br />

und des sunnitischen Islams, wovon auch<br />

heute noch zahlreiche Moscheen, Kirchen<br />

und Synagogen zeugen. Besonders die<br />

sogenannte „Hagia Sophia“, übersetzt<br />

die „Heilige Weisheit“, eine byzantinische<br />

Kirche, ist eine der bedeutendsten<br />

Sehenswürdigkeiten der Metropole.<br />

12 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 13


REPORT<br />

Inside<br />

1. Das „Kanyon“-Einkaufszentrum in<br />

Istanbul beeindruckt durch seine<br />

außergewöhnliche Architektur.<br />

2. Sayıl Afyonlu vor der „Yeni Cami“<br />

Moschee in der Nähe des<br />

Gewürzbasars.<br />

3. Der Gewürzbasar „Mısır Çarsısı“<br />

ist bei Einheimischen und Touristen<br />

sehr beliebt.<br />

4. Sayıl Afyonlu genießt einen<br />

türkischen Tee.<br />

Jagd<br />

Erfolgreiche<br />

4.<br />

1.<br />

2. 3.<br />

<strong>Die</strong> Simba Dickie Group hat am Fachhandelstag<br />

auf der Spielwarenmesse<br />

eine Schnitzeljagd veranstaltet. Zu<br />

gewinnen gab es neben der Vorstellung<br />

des <strong>Sie</strong>gers in der YO-YO auch drei<br />

hochwertige Schaufenster / POS-<br />

Dekorationen.<br />

voranzutreiben”, erklärt der Manager.<br />

Grundsätzlich könne man sich in der<br />

Türkei bei der Auswahl des Sortiments<br />

an die Maxime „Think global, act local”<br />

halten. Vertriebsideen und -konzepte, die<br />

auf dem internationalen Markt gefragt<br />

sind, funktionieren in der Türkei oft gar<br />

nicht. Bei Werbemaßnahmen setzt Simba<br />

Toys Türkiye der Zielgruppe entsprechend<br />

ganz auf die hohe Reichweite der modernen<br />

digitalen Medien und schaltet außerdem<br />

TV und Kinowerbung. 2010 lancierte<br />

Sayıl Afyonlu die ersten TV-Spots für „Evi<br />

Animal Clinic” und die Rapunzelserie<br />

aus der Disneylizenz. Heute steht das<br />

Internet <strong>als</strong> Informationsmedium an erster<br />

Stelle für die junge türkische Generation.<br />

„Für Simba Toys Türkyie wird das Internet<br />

in der nahen Zukunft deshalb an Wichtigkeit<br />

gewinnen”, bekräftigt der Manager.<br />

Für Simba Toys Türkiye sind zwei Ereignisse<br />

im türkischen Kalender von besonderer<br />

Bedeutung: Neujahr und der nationale<br />

Kindertag am 23. April. „Je näher es auf<br />

diese beiden Ereignisse zugeht, desto mehr<br />

Spielwaren werden in den Geschäften<br />

gekauft”, so Sayıl Afyonlu. Gerade vor<br />

dem Kindertag, der auch ein wichtiger<br />

türkischer Feiertag ist, sei es wichtig,<br />

Präsenz in den Märkten zu zeigen. Deshalb<br />

geht ein Merchandising Team am Wochenende<br />

vor dem Kindertag in den Handel<br />

und unterstützt die Verkäufer vor Ort.<br />

Veränderung ist vielerorts spürbar<br />

„Besonders beliebt bei türkischen Eltern<br />

sind die Puppen von Steffi Love”, erzählt<br />

der frischgebackene Vater mit einem<br />

Lachen im Gesicht. „<strong>Die</strong> Türkei ist ein<br />

kinderreiches und kinderliebendes Land<br />

und der türkische Spielwarenmarkt birgt<br />

noch großes Potenzial.” Typisch türkische<br />

Spielsachen wie Glasmurmeln oder Kreisel<br />

spielen heute kaum noch eine Rolle.<br />

Dafür schwärmen türkische Kinder für<br />

Spielzeug wie zum Beispiel Steffi Love<br />

oder RC-Boote von Dickie Toys. Doch<br />

nicht nur die Spielkultur der türkischen<br />

Kinder hat sich in den vergangenen Jahren<br />

gewandelt.<br />

Ganz Istanbul ist im Aufbruch begriffen.<br />

Und selbst für Sayıl Afyonlu steht die<br />

Veränderung in der Stadt in direktem<br />

Bezug zu seiner Tätigkeit bei der Simba<br />

Dickie Group: Dort, wo Sayıl Afyonlu <strong>als</strong><br />

Student die Istanbuler Universität<br />

besucht hat, steht heute ein großes Warenhaus.<br />

Und genau in dem Raum, in dem er<br />

dam<strong>als</strong> den Vorlesungen zugehört hat, ist<br />

heute die Spielwarenabteilung. •<br />

<strong>Die</strong> Freude bei Familie Kämmer<br />

war groß. Denn seit der Gründung<br />

ihres Spielwarengeschäfts<br />

1976 fährt die Familie aus dem<br />

hessischen Mücke-Merlau jedes Jahr<br />

nach Nürnberg zur Spielwarenmesse.<br />

Dass sie diesmal sogar etwas gewinnen<br />

könnten – damit hat der Inhaber des<br />

Spiel- und Babylands Kämmer, Michael<br />

Kämmer, allerdings nicht gerechnet.<br />

Dabei waren ihm sein Vater Karl-Heinz<br />

und Mutter Ursula Kämmer quasi <strong>als</strong><br />

Glücksboten dienlich. Denn aus Zeitgründen<br />

war es dem 39-Jährigen in diesem<br />

Jahr nicht möglich, der Einladung der<br />

Simba Dickie Group zur Spielwarenmesse<br />

zu folgen. Also machten sich seine Eltern<br />

auf den Weg nach Nürnberg, um sich<br />

über die neuesten Trends der Branche zu<br />

informieren und um Anregungen für ihr<br />

Geschäft zu sammeln.<br />

Der 62-jährige Seniorchef nutzte die Gelegenheit,<br />

besuchte am Fachhandelstag <br />

Frank Müller (rechts), Außendienstmitarbeiter<br />

der Simba Dickie Vertriebs GmbH, gratulierte<br />

den glücklichen Gewinnern: Karl-Heinz (links),<br />

Ursula und Michael Kämmer (vorne).<br />

14 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 15


Inside<br />

„<br />

Ich freue mich über den zweiten<br />

Platz und hoffe, dass wir die<br />

erfolgreiche Zusammenarbeit der<br />

letzten Jahre fortführen werden.<br />

“<br />

1.<br />

Sven Plüth,<br />

Modell- & Spielwaren Plüth<br />

Über den zweiten Platz freute sich Sven Plüth<br />

von Modell- & Spielwaren Plüth aus Hürth. Heinz<br />

Brenczek, Außendienstmitarbeiter der Simba<br />

Dickie Vertriebs GmbH, gratulierte mit dem Buch<br />

„<strong>Die</strong> Schuco-Saga“.<br />

„ Wir arbeiten gerne mit der<br />

Simba Dickie Group zusammen,<br />

denn das große Produktsortiment<br />

bietet eine Vielzahl an<br />

unterschiedlichsten Artikeln.<br />

“<br />

Squap von Simba Toys – das<br />

Geschicklichkeitsballspiel für<br />

Groß und Klein, drinnen<br />

und draußen.<br />

Martin Rott,<br />

Firma Rott<br />

Martin Rott von der gleichnamigen Firma aus<br />

Untergriesbach belegte den dritten Platz. Ralph<br />

Gottwald, Außendienstmitarbeiter der Simba Dickie<br />

Vertriebs GmbH, überreichte ein Squap-Set.<br />

176 Seiten,<br />

170 Farbfotos,<br />

65 S/W Fotos,<br />

Format 21,9 x 24,9 cm,<br />

gebunden mit Schutzumschlag,<br />

Delius Klasing Verlag<br />

ISBN 978-3-7688-3555-8 deutsch<br />

ISBN 978-3-7688-3554-1 englisch<br />

2.<br />

1. Das Bobby-Car mit der Nummer 1 des<br />

<strong>Sie</strong>gers der Schnitzeljagd für Familie<br />

Kämmer.<br />

2. Ein Besuch des Messestands von Schuco auf<br />

der Spielwarenmesse in Nürnberg war Teil<br />

der Schnitzeljagd.<br />

Ursula Kämmer zeigt ein Plüschtier aus<br />

dem ABC Sortiment von Simba Toys.<br />

die insgesamt fünf Messestände der Simba<br />

Dickie Group, ließ sich die Besuche wie<br />

angefordert auf der Teilnahmekarte zur<br />

Schnitzeljagd abstempeln und wurde<br />

schließlich <strong>als</strong> Gewinner des Hauptpreises,<br />

einer hochwertigen Schaufenster / POS-<br />

Dekoration, ermittelt.<br />

Michael Kämmer freut sich ganz besonders<br />

über die Platzierung, denn der Familienbetrieb<br />

führt große Teile des Sortiments<br />

des Spielwarenherstellers aus Fürth: Von<br />

den Holzeisenbahnen der Marke Eichhorn,<br />

über die Holzspielsachen von Heros, den<br />

Lizenzprodukten von KiKANiNCHEN<br />

und Filly bis hin zu den verschiedenen<br />

Rutscherfahrzeugen von BIG geht es<br />

„quer durch das Sortiment“, wie Michael<br />

Kämmer betont. Doch mit diesem Gewinn<br />

hat er nicht gerechnet.<br />

Treuer Kunde<br />

Familie Kämmer ist schon seit Jahren ein<br />

treuer Kunde der Simba Dickie Group.<br />

„Früher haben wir die Spielwaren noch<br />

über den Spielwarenverband eingekauft,<br />

doch seit drei Jahren beziehen wir unser<br />

Sortiment direkt aus Fürth und seitdem<br />

läuft es auch besser“, erzählt Michael<br />

Kämmer. Dass die Warenabwicklung so<br />

unproblematisch funktioniert und das<br />

kleine Unternehmen auch immer gut<br />

über Produktneuheiten informiert ist,<br />

dazu trägt besonders das gute Verhältnis<br />

zum Außendienstmitarbeiter der Simba<br />

Dickie Vertriebs GmbH bei.<br />

Frank Müller besucht den Betrieb in<br />

regelmäßigen Abständen und tauscht<br />

sich mit Michael Kämmer aus. So sei in<br />

den vergangenen Jahren ein enges Vertrauensverhältnis<br />

und gutes Miteinander<br />

entstanden, bestätigen beide. Heute tätigt<br />

Michael Kämmer seine Bestellungen<br />

aber direkt und online über den B2B-<br />

Shop der Simba Dickie Vertriebs GmbH.<br />

Michael Kämmer hat den Betrieb mit<br />

seiner 2000 Quadratmeter großen Verkaufs-<br />

und Lagerfläche im vergangenen<br />

Jahr von seinem Vater übernommen.<br />

Das Spiel- und Babyland Kämmer ist im<br />

Umkreis von etwa 40 Kilometern um<br />

Mücke-Merlau herum das einzige Spielwarengeschäft.<br />

<strong>Die</strong> Kämmers sind ein Familienbetrieb.<br />

So werden Michael Kämmer,<br />

seine Eltern und eine Angestellte am Wochenende<br />

oft tatkräftig von den drei Söhnen<br />

Max, Steven und Tom im Geschäft<br />

unterstützt. Jetzt freut sich die Familie<br />

über den ersten Platz der Schnitzeljagd:<br />

das feuerrote Bobby-Car mit der Nummer<br />

1 des <strong>Sie</strong>gers, das Frank Müller Michael<br />

Kämmer mit einem großen Blumenstrauß<br />

und vielen Glückwünschen überbrachte.<br />

Und besonders gespannt sind<br />

alle natürlich auf die Umsetzung des<br />

Hauptpreises: die ganz besondere Schaufensterdekoration<br />

zum Weinachtsgeschäft.<br />

Familie Kämmer wird wohl auch<br />

im nächsten Jahr mit Freude den Fachhandelstag<br />

auf der Spielwarenmesse besuchen.<br />

•<br />

16 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 17


Inside<br />

Von der<br />

Skizze<br />

zum fertigen<br />

Spielzeug<br />

<strong>Die</strong> Produktdesignerin Annalena Schieb hat für Heros eine<br />

Linie mit Babyspielzeug aus Holz entwickelt. <strong>Die</strong> 27-Jährige<br />

weiß, wie wichtig eine gründliche Vorarbeit bei der Konzeption<br />

von Spielsachen für Jungen und Mädchen ist.<br />

Mit Schwung skizziert Annalena<br />

Schieb Gegenstände auf ein<br />

Blatt Papier. Stück für Stück<br />

entwirft sie die neue Babylinie<br />

von Heros. Fast wirkt es, <strong>als</strong> müsse die<br />

junge Frau gar nicht lange überlegen,<br />

was sie zeichnet. Doch der Eindruck<br />

täuscht. Denn bevor sich die Produktdesignerin<br />

der Simba Dickie Group an<br />

ihren Zeichentisch setzt, muss sie sich<br />

eine Basis schaffen: Wie sollen die Spielzeuge<br />

aussehen? Wie werden sie geformt<br />

und sind die Ideen überhaupt umsetzbar?<br />

<strong>Die</strong> Situation auf dem Markt für Babyspielsachen<br />

muss sie dabei immer im<br />

Hinterkopf behalten. Dann erst startet<br />

die Arbeit: zeichnen!<br />

„Unser Ziel bei der Konzeption der Babylinie<br />

war es, entwicklungsförderndes<br />

Spielzeug zu gestalten, über das sich die<br />

Kinder freuen“, erzählt die 27-Jährige.<br />

„Und natürlich muss es ihnen Spaß machen,<br />

sich damit zu beschäftigen. Intensiv<br />

und immer wieder.“ <strong>Die</strong> Kombination<br />

verschiedener Materialien wie Plüsch,<br />

Holz oder Kunststoff soll die Neugierde<br />

und das Interesse der Kleinen wecken.<br />

Das Spielzeug soll die Kinder in ihrer<br />

Entwicklung unterstützen und ihnen<br />

neue Erfahrungen ermöglichen. So können<br />

unter anderem die motorischen Fähigkeiten<br />

erweitert werden. Zudem muss die<br />

Produktdesignerin dabei immer die spätere<br />

Umsetzung in der Produktion im Blick<br />

haben, damit eine hochwertige Verarbeitungsqualität<br />

gewährleistet ist.<br />

Bei der Entwicklung der Babylinie für<br />

Heros hat Annalena Schieb mit Sicherheit<br />

auch ihr Vorwissen im Bereich des Spielzeugdesigns<br />

geholfen. Schon während<br />

ihres Produktdesignstudiums hat sich<br />

Annalena Schieb mit dem Thema Spielzeug<br />

beschäftigt und dabei ihre Begeisterung<br />

für die Materie entdeckt. „Ich<br />

habe mir eine Grundlage geschaffen, auf<br />

der ich aufbauen wollte“, erzählt sie mit<br />

einem Leuchten in den Augen.<br />

Kreatives Potenzial ausschöpfen<br />

Seit 2011 arbeitet sie bei der Simba Dickie<br />

Group in Fürth. Bei der Entwicklung der<br />

Babylinie konnte sie ihr kreatives Potenzial<br />

voll ausschöpfen. Doch woher weiß sie<br />

eigentlich, welche Spielsachen für Babys<br />

sinnvoll sind? Bevor die Designerin mit<br />

den Arbeiten begonnen hat, hat sie sich<br />

einen Überblick über das Angebot der<br />

Wettbewerber verschafft.<br />

Das Ziel: <strong>Die</strong> eigenen Produkte in einer<br />

Marktlücke zu platzieren und Alleinstellungsmerkmale<br />

zu schaffen. Um ein<br />

Gefühl für die Bedürfnisse der Babys zu<br />

bekommen, hat sich Annalena Schieb<br />

gefragt, welche Reize die Kleinen wahrnehmen<br />

können, welche Aspekte das<br />

Interesse des Kindes wecken. „Besonders<br />

gut sind starke Farbkontraste und Unterschiede<br />

in der Haptik“, erklärt sie. Zudem<br />

werde die Neugier durch Geräusche und<br />

bewegliche Elemente angeregt. <strong>Die</strong> Produktdesignerin<br />

wollte etwas ganz Neues<br />

entwickeln. „<strong>Die</strong> Produkte müssen sich<br />

von denen der Mitbewerber abheben“,<br />

betont sie. Wichtig bei ihrer Arbeit ist es,<br />

das Verhalten der Kinder neu zu interpretieren.<br />

Zwar spielen Babys immer wieder<br />

mit den „gleichen Dingen“, doch die Art<br />

und Weise, die Anforderungen der<br />

Kleinsten zu erfüllen, kann sehr unterschiedlich<br />

sein.<br />

Holz <strong>als</strong> Grundstoff<br />

„Es ist nicht einfach, Spielwaren für die<br />

Kleinsten aus Holz zu fertigen“, sagt<br />

Annalena Schieb. „Wir achten deshalb<br />

darauf, dass bei der Herstellung alles gut<br />

verläuft. Mit Heros haben wir dabei einen<br />

Traditionshersteller mit hohem Fachwissen<br />

auf unserer Seite, der um die hohen<br />

Anforderungen im Umgang mit Holz<br />

weiß.“<br />

Holz wird anders bearbeitet <strong>als</strong> Kunststoff.<br />

Andere Fertigungsarten bieten andere<br />

Gestaltungsmöglichkeiten. So kann ein<br />

und dasselbe Produkt, das aus unterschiedlichen<br />

Materialien gefertigt wurde,<br />

ganz anders aussehen. Holz ist ein Werkstoff,<br />

der lebt, der sich noch verändern<br />

kann, wenn er bereits verarbeitet ist. Das<br />

Besondere an den Produkten der Babylinie<br />

von Heros ist, dass sich in jedem Spielzeug<br />

die gleichen Elemente <strong>finden</strong>. Für<br />

die Produktion sei es wichtig, möglichst<br />

wenig verschiedene Einzelteile zu haben.<br />

„<strong>Die</strong> größte Herausforderung war es, aus<br />

wenigen Grundteilen ein umfangreiches<br />

Sortiment zu erstellen“, erklärt <br />

Oben: <strong>Die</strong> kleine Emely freut sich zusammen<br />

mit Produktdesignerin Annalena Schieb über<br />

das neue Babyspielzeug von Heros.<br />

Unten: Annalena Schieb bei der Entwicklung<br />

der Konzepte zur Gestaltung der Babylinie.<br />

18 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 19


INSIDE<br />

NICE-TO-KNOW<br />

Ab in den<br />

Urlaub<br />

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…“<br />

Das wusste schon der deutsche Dichter Matthias Claudius<br />

(1740 – 1815). Damit eine Reise mit Kindern auch wirklich<br />

zum Erlebnis wird, über das man noch lange später gerne<br />

erzählt, muss alles gut organisiert und vorbereitet sein.<br />

„ Unser Ziel bei der Konzeption der<br />

Babylinie war es, entwicklungsförderndes<br />

Spielzeug zu gestalten, über das sich die<br />

Kinder freuen.<br />

“<br />

Annalena Schieb. Wichtig ist es auch,<br />

nicht nur die Gestaltung des Produktes,<br />

sondern die Umsetzbarkeit in der Serienproduktion<br />

im Blick zu haben. Dabei<br />

steht die Sicherheit der zum Beispiel<br />

vom TÜV und von anderen Prüfstellen<br />

zertifizierten Produkte immer im Vordergrund.<br />

Notfalls müsse das Design zu<br />

Gunsten der Produktsicherheit geändert<br />

werden. Eine anspruchsvolle Aufgabe.<br />

Nicht nur für die Designerin, sondern<br />

auch für die Fachleute in der Produktion<br />

bei Heros.<br />

Kommunikative Mädchen,<br />

sportliche Jungen<br />

Bei der farblichen Gestaltung hat die<br />

Expertin bewusst neutrale, für beide<br />

Geschlechter passende Farben gewählt.<br />

Ganz anders, <strong>als</strong> sie es bei anderen Projekten<br />

macht, die sie ebenfalls betreut:<br />

Für Filly hat sie zum Beispiel den Baumpalast<br />

gestaltet. <strong>Die</strong> Farbwelt von Evi<br />

Love soll Mädchen ansprechen und ist<br />

überwiegend in Rosa gestaltet. Bei Babyprodukten<br />

spricht eine geschlechtsspezifische<br />

Gestaltung hingegen hauptsächlich<br />

die Eltern an. Solange das Spielzeug<br />

interessant ist und Spaß macht, sei dem<br />

Baby die farbliche Gestaltung egal, erklärt<br />

Annalena Schieb.<br />

Eigentlich sind es nicht die Kinder, die<br />

sich einer bestimmten Farbwelt zuordnen,<br />

doch je älter ein Kind wird, desto wichtiger<br />

ist es, auf sein Geschlecht einzugehen:<br />

Mädchen interessieren sich eher für Rollenspiele,<br />

um soziale Kompetenzen zu<br />

erfahren. Jegliche Art der Kooperation<br />

oder der fantasievollen Kommunikation<br />

spielt dabei eine Rolle. Jungen hingegen<br />

wollen sich in Wettbewerben messen.<br />

Action und Bewegung sind interessant.<br />

Während Mädchen etwas konstruieren,<br />

um mit dem Ergebnis spielen zu können,<br />

ist für Jungen meist das Konstruieren an<br />

sich schon Spiel genug.<br />

Vielmehr werden bestimmte Farbgruppen<br />

einem Geschlecht zugeordnet: „Für<br />

Mädchen bewegt man sich eher in einem<br />

Spektrum aus Rosa-, Pink- und Lilatönen.<br />

<strong>Die</strong> Farben werden oft harmonisch kombiniert,<br />

sind warm, teilweise pastellig“,<br />

bestätigt die Expertin. Farbkonzepte für<br />

Jungen dagegen setzen auf Kontraste. So<br />

entsteht ein lauter, markanter Eindruck.<br />

Je nach Produkt können sie in eine technische<br />

oder sportliche Richtung gehen.<br />

Egal, in welchem Bereich Annalena<br />

Schieb arbeitet: <strong>Sie</strong> liebt an ihrem Beruf<br />

diese unterschiedlichen und vielfältigen<br />

Ansprüche. „Mir macht gerade der Unterschied<br />

Spaß. Dadurch wird jedes neue<br />

Produkt eine eigene Herausforderung.<br />

Und es ist etwas ganz Besonderes, dass<br />

ich bei der Simba Dickie Group meine<br />

Kreativität einbringen kann.“ •<br />

Der passende Urlaubsort.<br />

Manche Reiseziele, die Eltern paradiesisch<br />

erscheinen, sind für Kinder ungeeignet.<br />

Denn Kinder reagieren viel empfindlicher<br />

auf stark abweichendes Klima <strong>als</strong><br />

Erwachsene. Deswegen sollte man sich<br />

vor der Reise über Gesundheitsrisiken<br />

erkundigen und sich über medizinische<br />

Versorgungsmöglichkeiten informieren.<br />

Mit dem Auto unterwegs.<br />

Viele Familien verreisen mit dem Auto,<br />

doch die Fahrt ans Urlaubsziel kann für die<br />

ganze Familie zur Zerreißprobe werden:<br />

Hitze, Langeweile und die ungewohnte<br />

Situation können Stress erzeugen. Am<br />

besten plant man mehrere Zwischenstopps<br />

ein. <strong>Die</strong>se Pausen kann man gut<br />

nutzen, um sich mit Spielen an der frischen<br />

Luft oder der Besichtigung einer Sehenswürdigkeit<br />

entlang der Reiseroute<br />

Abwechslung zu verschaffen.<br />

Das kleine Übel!<br />

Vielen Kindern wird auf längeren Autofahrten<br />

übel oder schwindelig. Ursache<br />

dafür ist die Reisekrankheit (Kineose).<br />

Denn der Gleichgewichtssinn im Innenohr<br />

nimmt Bewegungen wie Schaukeln,<br />

Stöße oder Beschleunigungen während<br />

der Fahrt anders wahr, <strong>als</strong> sie durch die<br />

Augen ans Gehirn übermittelt werden.<br />

Verstärkt werden kann die Übelkeit auch,<br />

wenn nur ein Punkt, wie etwa beim Lesen,<br />

fixiert wird. Das kann auf den Magen<br />

schlagen. Falls das Unwohlsein doch<br />

zunimmt, können spezielle Kaugummis<br />

oder ein Akupressur-Armband aus der<br />

Apotheke helfen, kleine Mägen zu beruhigen.<br />

Außerdem ist ein Sonnenschutz an<br />

Heck- und Seitenfenstern für die Kinder<br />

ebenso wichtig, wie ausreichend Flüssigkeit<br />

zu trinken. Am besten Wasser oder<br />

Kräutertees.<br />

Neue Regeln.<br />

Wenn man sich schließlich doch für eine<br />

Reise mit dem Flugzeug in ferne Länder<br />

entscheidet, müssen einige Dinge beachtet<br />

werden: So sollte man die notwendigen<br />

Dokumente wie Reisepass und Flugticket<br />

griffbereit verstauen und sich über die<br />

Einreisebestimmungen des jeweiligen<br />

Reiselandes informieren. Wichtig: Seit dem<br />

1.November 2008 können alle in der EU<br />

ansässigen Kinder für Reisen nicht mehr<br />

in den Reisepass eines Elternteils eingetragen<br />

werden. <strong>Sie</strong> benötigen ihr eigenes<br />

Reisedokument. Möglich sind ein Kinderreisepass,<br />

der bis zum zwölften Lebensjahr<br />

gültig ist, oder aber ein elektronischer<br />

Pass (ePass), beispielsweise für visumsfreie<br />

Einreisen in die USA.<br />

<strong>Die</strong> passende Ernährung.<br />

Es ist warm, die Sonne scheint und man<br />

möchte nicht auf ein kühles Eis oder ein<br />

Glas Wasser von der Strandbar verzichten.<br />

Doch gerade in südlichen Ländern sollten<br />

Kinder von offenen Produkten, wie Mayonnaise,<br />

Eiswürfeln, ungeschälten Früchten<br />

oder Salat, die Finger lassen. Sorglos zugreifen<br />

kann man dafür bei gekochten<br />

oder gebratenen Gerichten und auch bei<br />

geschältem Obst.<br />

Vorbereitung ist die halbe<br />

Reise.<br />

Bevor es auf die große Reise geht, sollte<br />

man sich genau über Reiseziel, Reiseart,<br />

Klima und Verpflegung Gedanken machen.<br />

Von Reisen in Ländern, deren medizinische<br />

Versorgung merklich unter dem europäischen<br />

Niveau ist, ist mit Kindern unter<br />

zwölf Monaten dringend abzuraten.<br />

Ebenso sollte man sich mit den hygienischen<br />

Standards des Urlaubsziels vertraut<br />

machen, da Babys und Kleinkinder gerne<br />

auf dem Boden spielen und vieles in den<br />

Mund stecken.<br />

Passt alles?<br />

Ob Urlaub im Hotel mit Kinderanimation,<br />

in einem landestypischen Appartement<br />

oder auf einem geselligen Campingplatz –<br />

das ist eine Frage des individuellen<br />

Geschmacks. Man sollte aber dennoch<br />

darauf achten, dass sich in der Nähe des<br />

Wunschdomizils keine viel befahrene<br />

Straße befindet. Und auch ein passendes<br />

Freizeitangebot für Kinder garantiert den<br />

Eltern zusätzliche ruhige Urlaubsmomente.<br />

20 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 21


INSIDE<br />

Im weltweiten Einsatz für die<br />

Simba Dickie Group<br />

Michael R. Raum ist <strong>als</strong> Head of Production für die Produktionsstandorte des<br />

Fürther Spielwarenunternehmens verantwortlich und muss oft schnell weitreichende<br />

Entscheidungen treffen.<br />

Für Michael R. Raum gab es bei der<br />

Berufswahl nur zwei Optionen:<br />

Landwirt oder Ingenieur. Das Interesse<br />

an komplexen Strukturen und<br />

die Möglichkeit, technische Abläufe<br />

effizienter zu gestalten, haben letzten<br />

Endes überwogen. Heute, so sagt er<br />

selbst, hat er seinen Traumjob bei der<br />

Simba Dickie Group gefunden.<br />

Der Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik<br />

ist <strong>als</strong> Head of Production der<br />

Simba Dickie Group für die weltweiten<br />

Produktionsstandorte zuständig. Von<br />

Deutschland über Frankreich bis Thailand<br />

– Michael R. Raums Aufgabenfeld<br />

ist vielfältig. Doch damit ist auch ein hohes<br />

Maß an Verantwortung verbunden. Aus<br />

diesem Grund handelt der Manager im<br />

Umgang mit seinen Mitarbeitern immer<br />

nach der Maxime „Vertrauen ist gut,<br />

Kontrolle ist manchmal besser“. Denn<br />

„Geradlinigkeit und Disziplin gegenüber<br />

Mitarbeitern ist in der rauen Produktionswelt<br />

notwendig“, erklärt Michael R.<br />

Raum.<br />

Bei seinen Mitarbeitern genießt der<br />

Fürther ein hohes Ansehen. Das merkt<br />

man auch, wenn man zusammen mit ihm<br />

durch die Produktion von BIG in Burghaslach<br />

geht. Denn neben seiner geradlinigen<br />

und direkten Mitarbeiterführung<br />

punktet der Ingenieur vor allem durch<br />

ein fundiertes, fachliches Produktionswissen.<br />

Davon profitiert Michael R.<br />

Raum nicht nur im täglichen Produktionsablauf.<br />

Vielmehr war es der 49-Jährige,<br />

der ein Jahr nach seinem Start bei BIG<br />

den Aufbau der neuen Produktionsstätte<br />

verantwortete, nachdem ein verheerendes<br />

Feuer 1998 die gesamten Produktionshallen<br />

in Fürth zerstört hatte: Maschinen,<br />

Material und die wertvollen Produktionsformen<br />

fielen dem Flammenmeer<br />

zum Opfer. Michael R. Raum war dam<strong>als</strong><br />

<strong>als</strong> Geschäftsführer nicht nur für den<br />

schnellen Wiederaufbau einer Notproduktion<br />

zur Wiederaufnahme der BIG-<br />

Produktion innerhalb von sechs Wochen<br />

gefordert. Er kümmerte sich auch um einen<br />

passenden strategischen Standort für das<br />

neue Werk und koordinierte innerhalb <br />

22 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 23


INSIDE<br />

1. <strong>Die</strong> Produktion von BIG in<br />

Burghaslach.<br />

2.<br />

2. Michael R. Raum prüft die<br />

Verarbeitungsqualität bei BIG.<br />

1.<br />

3. Zusammen mit Michael <strong>Sie</strong>ber<br />

begutachtet Michael R. Raum bei<br />

Smoby Toys im französischen Jura<br />

die neuen Maschinen in der<br />

Produktfertigung.<br />

eines Jahres den kompletten und komplexen<br />

Neubau des gesamten Werks inklusive<br />

Logistikcenter auf einem 320.000 Quadratmeter<br />

großen Gelände.<br />

Unkonventionelle Wege<br />

Im vergangenen Jahr war wiederum<br />

Michael R. Raums profundes Wissen<br />

beim Wiederaufbau einer technischen<br />

Produktionsstätte gefragt: Eine Flutwelle<br />

hatte das Majorette-Werk in der thailändischen<br />

Provinz Pathum Thani zerstört.<br />

Er verbrachte vor Ort mehrere Wochen<br />

mit der Koordinierung des Wiederaufbaus<br />

des Produktionsstandorts, den er<br />

zusammen mit seinem Team perfekt<br />

meisterte. Doch für den Produktionsleiter<br />

geht es dabei nicht nur um rein technische<br />

Abläufe. Michael R. Raum ist es<br />

wichtig, die gesamte Wertschöpfungskette<br />

zu betrachten: Er will den Einklang<br />

zwischen den Anforderungen des Produktdesigns<br />

und den elementaren gegebenen<br />

Eigenschaften des jeweiligen Fertigungsverfahrens<br />

herstellen. Ein weiterer<br />

wichtiger Aspekt ist für ihn, die Prozesse<br />

auf die Fähigkeiten der Mitarbeiter auszulegen.<br />

Um sich ein ganzheitliches Bild zu machen,<br />

geht er auch gerne unkonventionelle<br />

Wege. „Ich saß während der Aufbauarbeiten<br />

in Thailand etwa eine Stunde lang<br />

inmitten der Produktionshalle und habe<br />

das Geschehen um mich herum beobachtet<br />

und auf mich einwirken lassen, um ein<br />

Gefühl für Abläufe und eventuell störende<br />

Prozesse zu bekommen“, erzählt er mit<br />

einem Lachen im Gesicht. Dafür erntete<br />

er zwar den ein oder anderen verständnislosen<br />

Blick seiner Mitarbeiter, aber<br />

für Michael R. Raum war es eine wichtige<br />

Erfahrung, aus der sich dann auch Änderungen<br />

im Produktionsablauf ergeben<br />

haben. Wenn man den Ingenieur von seiner<br />

Tätigkeit in der Simba Dickie Group<br />

erzählen hört, kann man sich das Geschehen<br />

bildlich vorstellen. Dabei wird<br />

deutlich, wie ernst Michael R. Raum<br />

seinen Beruf nimmt, aber vor allem: Er<br />

brennt für seine Aufgaben in der Simba<br />

Dickie Group.<br />

So ist es auch nicht verwunderlich, dass<br />

er sich nach der Übernahme der französischen<br />

Spielwarenfirma Smoby Toys<br />

2008 und trotz – wie er sagt – eines in der<br />

Schule erlittenen Französischtraumas,<br />

ohne Zögern daran machte, die neuen<br />

Kollegen vor Ort im französischen Jura<br />

tatkräftig zu unterstützen. Dort konnte<br />

der Experte wieder einmal sein breites<br />

Fachwissen unter Beweis stellen und<br />

ersetzte die veraltete Technologie durch<br />

ein ressourcenschonendes, energieeinsparendes<br />

und stabiles Produktionssystem.<br />

Der ersten Skepsis der neuen Kollegen<br />

begegnete Michael R. Raum auf seine<br />

ganz eigene Art: Er hielt seine Ansprachen<br />

trotz seiner eingerosteten Sprachkenntnisse<br />

auf Französisch. „Das brachte mir<br />

zwar den ein oder anderen Schmunzler<br />

ein, half aber auch, ein Vertrauensverhältnis<br />

aufzubauen.“ Seit dieser Zeit ist<br />

er für die Angestellten von Smoby Toys<br />

ganz einfach nur „Miki“.<br />

Vorbild sein<br />

Eines ist dem Ingenieur bei seiner Tätigkeit<br />

aber besonders wichtig: Er will seinen<br />

Mitarbeitern vorleben, was er von ihnen<br />

erwartet: Zuverlässigkeit, Disziplin und<br />

Geradlinigkeit. Das erfordert natürlich<br />

ein hohes Maß an Konsequenz, die der<br />

Vater zweier Kinder auch bei der Umsetzung<br />

der Produktentwicklung einsetzt.<br />

Um den Prozess bis zur Fertigung der<br />

technisch durchdachten Spielwaren<br />

begleiten zu können, ist Michael R. Raum<br />

bis zu 130 Tage im Jahr unterwegs. Doch<br />

nur so – und das ist ihm wichtig – kann<br />

er die qualitativen Anforderungen, die<br />

die Simba Dickie Group an ihre Produkte<br />

stellt, im Auge behalten.<br />

Ausgleich zu seiner intensiven beruflichen<br />

Tätigkeit findet er bei seiner großen<br />

Leidenschaft – dem Golfspiel. „Dabei<br />

interessieren mich vor allem die mechanischen<br />

Abläufe des menschlichen Körpers<br />

beim Golfschwung, <strong>als</strong>o die Kinetik“,<br />

gibt er lachend zu. Michael R. Raum ist<br />

Ingenieur aus Berufung. •<br />

5.<br />

3.<br />

4.<br />

4.<br />

4. Mit Oliver Naumann, dem<br />

Geschäftsführer von Majorette.<br />

<strong>Die</strong> Simba Dickie Group hat viel in<br />

den Wiederaufbau des nach einer<br />

Flutkatastrophe zerstörten Werks in<br />

der thailändischen Provinz Pathum<br />

Thani investiert.<br />

5. Das X-Power Quad von Smoby im<br />

Racing-Design ist ein vielseitiges<br />

elektronisches Outdoor-Fahrzeug.<br />

24 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 25


INSIDE<br />

&<br />

Farbenfroh<br />

ausdrucksstark<br />

Seit 1998 unterstützt die Simba Dickie Group die Frühförderstelle des<br />

Vereins Lebenshilfe im Nürnberger Land e. V. in Lauf an der Pegnitz.<br />

Vor allem Gisela <strong>Sie</strong>ber ist die Einrichtung ans Herz gewachsen.<br />

Oft wird Gisela <strong>Sie</strong>ber auf die<br />

Bilder angesprochen, die immer<br />

während der Spielwarenmesse<br />

im Kundencasino der<br />

Simba Dickie Group in Fürth ausgestellt<br />

sind. Es sind ganz besondere Bilder:<br />

farbenfroh, ausdrucksstark und großformatig.<br />

Nicht selten vermuten die Messebesucher<br />

einen bekannten Künstler hinter<br />

den Gemälden.<br />

Doch wenn die Frau von CEO Michael<br />

<strong>Sie</strong>ber erzählt, wie die Bilder entstanden<br />

sind, spiegelt sich in den Gesichtern ihrer<br />

Zuhörer gleichermaßen Erstaunen und<br />

Bewunderung. Denn gemalt wurden die<br />

Kunstwerke von Kindern: Kinder mit<br />

Verhaltensauffälligkeiten im Alter bis<br />

sechs Jahren, die die sogenannte Frühförderstelle<br />

des Vereins Lebenshilfe im<br />

Nürnberger Land e. V. in Lauf an der<br />

Pegnitz, einer kleinen Stadt in der Nähe<br />

von Fürth, besuchen. Dort werden sie mit<br />

verschiedenen Hilfestellungen, wie Ergotherapie,<br />

Logopädie, Spiel- und Verhaltensbeobachtung<br />

oder eben auch Action<br />

Painting, in ihrer Entwicklung unterstützt,<br />

um so Selbstbewusstsein aufzubauen<br />

und die Entfaltung der eigenen<br />

Persönlichkeit anzuregen.<br />

Gisela <strong>Sie</strong>ber wurde zufällig auf die<br />

Kunstwerke und deren Entstehungsgeschichte<br />

aufmerksam. Und da ihre dam<strong>als</strong><br />

noch kleine Tochter Christina zu dieser<br />

Zeit gerade ihre Begeisterung fürs Malen<br />

entdeckte, erkundigte sich Gisela <strong>Sie</strong>ber<br />

kurzerhand, ob es denn möglich sei,<br />

Christina mit den Kindern der Frühförderstelle<br />

am Action Painting teilnehmen<br />

zu lassen.<br />

Eine geeignete Plattform<br />

Etwa zwei- bis dreimal hat sie ihre Tochter<br />

zu den Stunden begleitet. Und während<br />

Christina malte, hat sich Gisela <strong>Sie</strong>ber<br />

mit Norbert Hanke, dem Leiter der Einrichtung,<br />

unterhalten. Der erzählte ihr,<br />

wie wichtig kreatives Malen für die frühkindliche<br />

und besonders die sensomotorische<br />

Entwicklung der Kinder sei. „<strong>Die</strong><br />

Kinder können mithilfe von Materialien<br />

wie Rollen, Spachteln, Bällen oder Pinseln<br />

lernen, ihre Bewegungen beim Auftragen<br />

der Acrylfarben auf die Leinwände zu<br />

koordinieren“, erzählt Gisela <strong>Sie</strong>ber begeistert.<br />

Auch <strong>als</strong> ihre Tochter nicht mehr zu den<br />

Stunden ging, hielten Gisela <strong>Sie</strong>ber und<br />

Norbert Hanke weiterhin Kontakt. Denn<br />

der Frau von Michael <strong>Sie</strong>ber waren die<br />

Einrichtung und die damit verbundenen<br />

Möglichkeiten für Kinder inzwischen<br />

ans Herz gewachsen. <strong>Sie</strong> wollte die Frühförderstelle<br />

unterstützen. So entstand<br />

1998 die Idee, die großen „Meisterwerke“<br />

in den Räumen der Simba Dickie Group<br />

in Fürth zu präsentieren. Als geeigneter<br />

Zeitpunkt bot sich die Spielwarenmesse<br />

an. Denn zu dieser Zeit lädt die Simba<br />

Dickie Group ihre vielen Messebesucher<br />

jeden Abend in das Headquarter des<br />

Unternehmens ein. Genau die passenden<br />

Gegebenheiten <strong>als</strong>o, um den kleinen<br />

Künstlern eine Plattform zu bieten. „Ich<br />

habe dam<strong>als</strong> im Kundencasino extra<br />

Galerieschienen anbringen lassen, an<br />

denen die Bilder mit Nylonschnüren<br />

befestigt werden können“, berichtet Gisela<br />

<strong>Sie</strong>ber. Etwa 15 großformatige Bilder<br />

(mindestens 1 x 1 Meter) wurden unter<br />

dem Titel „Action Painting Bilder <br />

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INSIDE<br />

Gisela <strong>Sie</strong>ber freut sich über das Kunstwerk<br />

im neuen Besprechungsraum der Simba<br />

Dickie Group in Fürth.<br />

Maya und Maik beim Action<br />

Painting der Frühförderstelle<br />

des Vereins Lebenshilfe.<br />

aus der Frühförderung“ dam<strong>als</strong> mit Preisetikett<br />

und Größenangabe ausgestellt.<br />

Wem ein Kunstwerk gefiel, der konnte<br />

sich direkt an Gisela <strong>Sie</strong>ber wenden.<br />

Denn die Frau von Michael <strong>Sie</strong>ber stand<br />

den interessierten Gästen und deren vielen<br />

Fragen an jedem Abend Rede und Antwort<br />

und kümmerte sich auch um den Verkauf<br />

sowie den anschließenden Versand der<br />

Bilder. Viele Kunstwerke fanden so in<br />

den Niederlanden, in Italien und Griechenland<br />

oder den skandinavischen Ländern<br />

neue Besitzer. Und auch im neuen<br />

Besprechungsraum des Unternehmens<br />

haben einige der Bilder eine passende<br />

Ausstellungsfläche gefunden: „Ein Bild<br />

der Frühförderstelle hängt dort bereits,<br />

drei weitere kommen bald noch dazu“,<br />

verrät Gisela <strong>Sie</strong>ber.<br />

Positive Resonanz<br />

„<strong>Die</strong> Resonanz bei der ersten Ausstellung<br />

war überwältigend“, erinnert sich die<br />

Initiatorin der Schau. Aus diesem Grund<br />

entschloss sie sich, der Frühförderstelle<br />

auch in den darauffolgenden Jahren die<br />

Ausstellungsmöglichkeit zu bieten. Seitdem<br />

werden jedes Jahr etwa fünf bis<br />

sechs Bilder während der Spielwarenmesse<br />

verkauft. Der Erlös aus dem Verkauf<br />

– ein Bild kostet je nach Größe zwischen<br />

300 und 600 Euro – geht direkt an<br />

die Frühförderstelle. Das ist Gisela <strong>Sie</strong>ber<br />

wichtig. Denn sie möchte die Einrichtung<br />

nicht nur mit Spielsachen aus dem Sortiment<br />

der Simba Dickie Group unterstützen,<br />

sondern auch dem Engagement von<br />

Norbert Hanke und seinem Team Achtung<br />

zollen. „<strong>Die</strong> Frühförderstelle kann<br />

mit den Einnahmen neue Materialien<br />

kaufen und ich freue mich, dass ich den<br />

Kindern auf diese Weise helfen kann.“ •<br />

Glückliche kinder<br />

in england…<br />

Kinder lieben Spielsachen und möchten am liebsten viele verschiedene<br />

ihr Eigen nennen. Und weil Eltern ihre Kinder lieben, erfüllen sie den<br />

kleinen Erdenbürgern beinahe jeden Wunsch. Doch wie viel Geld wird<br />

jedes Jahr für Spielzeug ausgegeben?<br />

Durchschnittliche ausgaben<br />

für Spielzeug pro Kind pro jahr<br />

$423<br />

$373<br />

$324<br />

<strong>Die</strong> npdgroup Euro Toys ermittelte die <strong>aktuelle</strong>n Daten<br />

dazu europaweit von Oktober 2011 bis September<br />

2012 in Online-Verbraucherpanels. <strong>Die</strong> Ergebnisse<br />

spiegeln die unterschiedlichen kulturellen Gewohnheiten<br />

der Verbraucher wider.<br />

$199<br />

$196<br />

Grossbritannien FranKreich Deutschland Italien Spanien<br />

NICE-TO-KNOW<br />

Durchschnittliche Anzahl an<br />

Spielzeugen pro Kind pro jahr<br />

43,1<br />

21,7 25,4 13,4 9,6<br />

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JUNI 2013 YO-YO 29


UP-TO-DATE<br />

An die Nadeln – fertig – los!<br />

Mützen zum Selberhäkeln. <strong>Die</strong> Idee ist so genial wie einfach.<br />

Thomas Jaenisch und Felix Rohland haben zusammen mit<br />

Noris-Spiele Häkelsets entwickelt. YO-YO hat mit den beiden<br />

Erfindern gesprochen.<br />

Mit Häkeln zum Erfolg:<br />

Thomas Jaenisch (links)<br />

und Felix Rohland.<br />

Wie und wann seid ihr zum Häkeln<br />

gekommen?<br />

Thomas Jaenisch: Wir haben mit dem<br />

Häkeln bei einem Skilehreraustausch in<br />

Japan im Januar 2009 begonnen.<br />

Und dann habt ihr von Anfang an begeistert<br />

zu Nadel und Wolle gegriffen?<br />

Felix Rohland: Anfangs haben wir aus<br />

Langeweile zur Nadel gegriffen und<br />

kommen seitdem nicht mehr los. <strong>Die</strong><br />

ersten Boshis haben wir auch alle<br />

selbst gehäkelt. In der Zwischenzeit<br />

kommen wir nicht<br />

mehr nach und beschäftigen 30 ältere<br />

Damen, die jetzt die Produktion erledigen.<br />

Wir häkeln wieder in der Freizeit<br />

und beruflich steht eher die Organisation<br />

im Vordergrund.<br />

Aller Anfang ist schwer. Wie erging es<br />

euch bei den ersten Häkelversuchen?<br />

Thomas Jaenisch: Unsere ersten Häkelversuche<br />

waren wirklich sehr mühsam.<br />

Beigebracht hat uns das Häkeln eine<br />

Spanierin, die uns auf Englisch erklärte,<br />

wie es funktioniert. Da gab es noch keine<br />

so gut bebilderten Anleitungen wie heute.<br />

Für die erste Boshi brauchte ich etwa<br />

drei Tage. Aber zum Glück sind wir drangeblieben,<br />

denn danach ging es dann von<br />

Mal zu Mal schneller!<br />

Und wie lange hat es gedauert, bis die<br />

Maschen richtig einheitlich aussahen?<br />

Thomas Jaenisch: Auch das hat eine ganze<br />

Zeit gedauert. Das Geheimnis beim<br />

Häkeln ist die Fadenspannung. Bis man<br />

die richtig raus hat, kann es schon Mal<br />

drei bis fünf Boshis lang dauern. Aber<br />

dann geht es immer besser.<br />

Und dann habt ihr gleich mit Mützen<br />

angefangen? Oder gab es zu Beginn erst<br />

einmal einfachere Dinge, bei denen man<br />

die Fingerfertigkeit üben konnte?<br />

Felix Rohland: Eine Mütze ist schon sehr<br />

einfach zu häkeln. Noch einfacher ist es<br />

aber, mit einer Luftmaschenkette zur<br />

Übung zu beginnen.<br />

Was haben eigentlich eure Freunde und die<br />

Familie zu eurem neuen Hobby gesagt?<br />

Thomas Jaenisch: Am Anfang haben<br />

natürlich alle Freunde gesagt, dass mit<br />

uns was nicht stimmt. Das hat aber<br />

schnell in Bewunderung umgeschlagen<br />

und natürlich wollte jeder unserer Freunde<br />

auch eine von uns gehäkelte Boshi<br />

bekommen. Auf diese Weise ist dann ja<br />

auch das Startkapital für unsere heutige<br />

Firma zustande gekommen... Unsere<br />

Mütter haben sich von Anfang an natürlich<br />

sehr gefreut, da wir <strong>als</strong> 24-jährige Söhne<br />

auf einmal Freitagabend wieder zu Hause<br />

auf dem Sofa saßen und mit ihnen gehäkelt<br />

haben. Unsere Väter hingegen fanden<br />

den Geschäftsaufbau sehr spannend.<br />

Vom Mützen häkeln aus Zeitvertreib zur<br />

Geschäftsidee, die Mützen zu verkaufen –<br />

das ist ein großer Schritt. Wie kamt ihr<br />

auf die Idee, das Ganze professionell zu<br />

gestalten?<br />

Felix Rohland: Wir hatten von Anfang an<br />

die Idee, das groß aufzuziehen. Allerdings<br />

mussten wir uns dafür zunächst ein bisschen<br />

Geld verdienen. <strong>Die</strong> Professionalität<br />

ist dann nach und nach entstanden.<br />

Woher kommt eigentlich der Name<br />

myboshi?<br />

Felix Rohland: Das ist ganz einfach:<br />

„my“ ist Englisch und bedeutet „meine“<br />

und „Bo(u)shi“, das wussten wir aus unseren<br />

japanischen Skikursen, heißt<br />

„Mütze“. Also „meine Mütze“. <br />

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JUNI 2013<br />

YO-YO<br />

31


UP-TO-DATE<br />

Inzwischen kooperiert ihr mit Noris-Spiele<br />

und habt zusammen mit dem Fürther Unternehmen<br />

der Simba Dickie Group ein<br />

Häkelset kreiert. Wie kam es zu dieser<br />

Kooperation?<br />

Thomas Jaenisch: Den Kontakt zur Simba<br />

Dickie Group hat eine Geschäfts<strong>partner</strong>in<br />

von uns hergestellt. Zusammen war die<br />

Idee eines „Häkelsets“ für den Spielwaren-<br />

Markt schnell geboren. Ein komplettes<br />

Einsteigerset bestehend aus ausführlicher<br />

Anleitung, Häkelnadel und der benötigten<br />

Wolle, verpackt in einer lustigen Spieleschachtel<br />

– davon waren alle sofort begeistert.<br />

Das Set gibt es in sechs<br />

verschiedenen Farbkombinationen. Wer<br />

hat die Farben ausgesucht?<br />

Thomas Jaenisch: <strong>Die</strong> Farben haben wir<br />

gemeinsam ausgesucht. Wir haben<br />

verschiedene Farbkonzepte vorgestellt,<br />

die wir dann gemeinsam mit Noris<br />

diskutierten. Dabei kamen dann – wie wir<br />

<strong>finden</strong> – diese sehr schönen Kombinationen<br />

heraus.<br />

Ein Set bietet jeweils die Grundlage für<br />

zwei unterschiedliche Mützentypen… Ein<br />

Mädchen- und ein Jungenmodell?<br />

Felix Rohland: Richtig, in jeder Packung<br />

sind zwei unterschiedliche Anleitungen.<br />

Das ist aber nicht unbedingt ein spezielles<br />

Mädchen- oder Jungenmodell, sondern<br />

eher <strong>als</strong> Abwechslung gedacht. So kann<br />

sich jeder genau die Boshi häkeln, die<br />

ihm oder ihr am besten gefällt.<br />

Ihr habt extra für dieses Set eine eigene,<br />

spezielle Häkelnadel entwickelt. Was ist<br />

das Besondere daran?<br />

Thomas Jaenisch: Das ist richtig. <strong>Die</strong>se<br />

6er-myboshi-Häkelnadel des Sets hat<br />

genau die passende Stärke für die Wolle<br />

im Set und passt daher perfekt für alle<br />

myboshi-Anleitungen.<br />

Itami-Tama, Iga-Tama, Oita-Tama, Suita-<br />

Tama, Toyama-Tama und Ikoma-Tama.<br />

<strong>Die</strong> Namen der sechs Häkelsets klingen<br />

für westliche Ohren ungewöhnlich. Haben<br />

sie eine bestimmte Bedeutung oder<br />

sind das reine Fantasienamen?<br />

Felix Rohland: Da wir unsere Idee in<br />

Japan hatten, wollten wir mit den Namen<br />

die Verbundenheit zu diesem Land<br />

zeigen. Alle Namen sind japanische<br />

Städtenamen, die – wie wir <strong>finden</strong> – recht<br />

gut klingen.<br />

<strong>Die</strong> Häkelsets von Noris<br />

sind in sechs Farbvarianten<br />

erhältlich.<br />

Spielwaren-Markt für uns komplettes<br />

Neuland ist, haben wir uns über die große<br />

Nachfrage bereits zu Beginn natürlich<br />

sehr gefreut.<br />

Da wir ja bereits seit Längerem wissen,<br />

dass das Boshi-Häkeln Spaß macht und<br />

bei den Leuten gut ankommt, waren wir<br />

von dem großen Erfolg zwar nicht überrascht,<br />

freuen uns dafür aber umso mehr<br />

über den Erfolg in der Zusammenarbeit<br />

mit Noris-Spiele.<br />

Ist Häkeln eurer Meinung nach nur ein<br />

kurzer Modetrend oder hat Handarbeit<br />

generell Zukunft?<br />

Thomas Jaenisch: Das Häkelhandwerk<br />

gibt es bereits seit mehreren Jahrhunderten,<br />

deshalb würden wir es nicht <strong>als</strong> Modetrend<br />

bezeichnen. Wir sehen das Handarbeiten<br />

im digitalen Hightech-Zeitalter<br />

eher <strong>als</strong> notwendigen Ausgleich. <strong>Die</strong><br />

Menschen sehnen sich danach und haben<br />

Freude daran, wieder selbst etwas zu<br />

erschaffen, denn Ware von der Stange<br />

gibt es bereits im Überfluss.<br />

Was habt ihr eigentlich vor dem großen<br />

Durchbruch mit myboshi beruflich<br />

gemacht?<br />

Felix Rohland: Wir haben beide studiert.<br />

Thomas ist Wirtschaftsingenieur, ich habe<br />

Re<strong>als</strong>chullehramt studiert.<br />

Wollt ihr die Zusammenarbeit mit Noris-<br />

Spiele noch erweitern und vielleicht noch<br />

weitere Sets lancieren?<br />

Thomas Jaenisch: Da wir viele Ideen im<br />

Bereich Häkeln und Handarbeit haben,<br />

kann es gut sein, dass wir die Zusammenarbeit<br />

mit Noris in Zukunft ausbauen<br />

werden. An drei neuen Sets für den<br />

Herbst arbeiten wir bereits…<br />

Inzwischen <strong>finden</strong> sogar Häkelweltmeisterschaften<br />

statt. Habt ihr daran auch<br />

schon teilgenommen? Und wenn ja, wo<br />

und welchen Platz habt ihr belegt?<br />

Thomas Jaenisch: Wir haben die ersten<br />

myboshi-Häkelweltmeisterschaften sogar<br />

ausgeschrieben. Da wir selbst die Veranstalter<br />

waren, haben wir natürlich nicht<br />

mitgemacht. Wir wollten eigentlich<br />

jemanden <strong>finden</strong>, der schneller häkelt <strong>als</strong><br />

wir. Und das hat auch tatsächlich geklappt:<br />

<strong>Die</strong> Weltmeisterin hat ein Knäuel myboshi-<br />

Wolle in nur 8:25 Minuten verarbeitet.<br />

Dafür brauchen sogar wir viel länger!<br />

Was sind eure persönlichen Pläne für<br />

eine weitere Häkelzukunft?<br />

Thomas Jaenisch und Felix Rohland: Mit<br />

frischen Ideen und neuen Produkten für<br />

den Handarbeitsmarkt wollen wir zukünftig<br />

noch mehr Menschen für das<br />

Handarbeiten begeistern und unsere<br />

Marke myboshi auch über die Landesgrenzen<br />

hinaus bekannt machen. •<br />

Erfahren <strong>Sie</strong> mehr über myboshi.<br />

Am schnellsten erreichbar ist<br />

der Filmbeitrag im Web über<br />

den Scan des QR-Codes.<br />

Häkelspaß für Jung und Alt: Thomas<br />

Jaenisch und Felix Rohland, die Erfinder<br />

von myboshi.<br />

<strong>Die</strong> Sets waren kurz nach dem Erscheinen<br />

bereits vergriffen. Habt ihr mit diesem<br />

Erfolg gerechnet oder hat euch die große<br />

Resonanz überrascht?<br />

Felix Rohland: Der Launch eines neuen<br />

Produkts ist immer spannend. Da der<br />

Könnt ihr eure Berufe heute noch ausüben?<br />

Thomas Jaenisch: Felix ist nach dem<br />

Studium direkt an die Schule gewechselt<br />

und ist dort auch heute noch <strong>als</strong> Lehrer<br />

tätig. Ich hingegen habe nach dem Studium<br />

gleich Vollzeit für myboshi gearbeitet.<br />

32 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 33


UP-TO-DATE<br />

Bugsted –<br />

das groSSe Krabbeln beginnt<br />

Ein großer Schritt für die Menschheit, viele kleine für die Bugs.<br />

Vom Mond zur Erde. Und wieder zurück?<br />

Simba Toys schließt einen Master Toy-Vertrag für EMEA mit<br />

Vodka Talent Distillery. Mit Bugsted nimmt der Spielwarenhersteller<br />

ein umfassendes digitales Thema in sein Portfolio auf.<br />

Eigentlich wollen sie nur zurück<br />

nach Hause. <strong>Die</strong>se Mission erweist<br />

sich jedoch <strong>als</strong> äußerst schwierig.<br />

Denn ihr Zuhause ist seit fast 40<br />

Jahren auf der dunklen Seite des Mondes…<br />

Doch inzwischen haben sich die kleinen<br />

frechen Bugs (engl. bug = Käfer) auf der<br />

Erde angesiedelt.<br />

Mit der Mondlandung der Apollo 11<br />

gelangte 1969 versehentlich ein Bug auf<br />

den Mond. Ängstlich und verlassen fing<br />

er an, sein Äußeres zu verändern und<br />

klonte sich. Als 2012 ein unbemanntes<br />

Raumschiff Bodenproben nahm, erwischte<br />

es einen Klon und brachte ihn zurück zur<br />

Erde. Moment mal… wirklich nur einen<br />

Bug?<br />

Natürlich nicht! Dank ihrer Fähigkeit<br />

sich zu klonen landeten hunderte Bugs<br />

auf der Erde, wo sie wehmütig an ihr zu<br />

Hause, den Mond, zurückdachten…<br />

<strong>Die</strong> Mission der Bugs ist <strong>als</strong>o klar:<br />

Auf zurück zum Mond!<br />

Ab Herbst dieses Jahres wird der Fürther<br />

Spielwarenhersteller die Sammelfigurenreihe<br />

„Bugsted“ in Kooperation mit<br />

SUPER RTL auf den Markt bringen. Der<br />

deutsche TV-Sender tritt <strong>als</strong> Lizenzagentur<br />

für Deutschland, Österreich und die<br />

Schweiz auf, und nimmt erstm<strong>als</strong> ein<br />

nicht rein TV-getriebenes Lizenzthema<br />

in sein Portfolio auf.<br />

Auf allen (digitalen) Kanälen<br />

SUPER RTL und Simba Toys werden ab<br />

August in Deutschland eine umfangreiche<br />

Marketingkampagne auf den Weg<br />

bringen. Hauptaugenmerk liegt <strong>hier</strong> auf<br />

TV- und Onlineaktionen. Zeitgleich wird<br />

Simba Toys die Sammelfiguren lancieren.<br />

Eine Besonderheit rund um Bugsted<br />

wird aber die umfassende Vermarktung<br />

auf unterschiedlichen digitalen Kanälen<br />

sein. Um die Marke online präsentieren<br />

zu können, wird es eine Game-App für<br />

Smartphones und Tablets sowie ein<br />

Browsergame geben. <strong>Die</strong> Zielgruppe bei<br />

Bugsted ist sehr weit gefächert. Das Thema<br />

soll vor allem Jungen im Alter von sieben<br />

bis 13 Jahren ansprechen.<br />

Figuren, Spots und Game-App werden<br />

gleichzeitig herausgebracht. Durch Codes,<br />

die den Figuren beiliegen, können zum<br />

Beispiel besondere Levels des Spiels<br />

freigeschaltet werden. <strong>Die</strong> Serie umfasst<br />

insgesamt neun Charaktere, die jeweils<br />

einzeln erworben werden können. Anfang<br />

2014 werden fünf weitere Charaktere<br />

gelauncht.<br />

Bugsted stammt von der spanischen<br />

Produktionsfirma Vodka Talent Distillery.<br />

Stefan Lutz, Head of Marketing der<br />

Simba Dickie Group, sieht „im digitalen<br />

Thema rund um Bugsted großes Potenzial.<br />

Denn der Launch des Online Games, die<br />

Vermarktung in TV und Online und die<br />

Produkteinführung sind zeitlich perfekt<br />

aufeinander abgestimmt“.<br />

<strong>Die</strong>se Vermarktungsstrategie zu Bugsted<br />

wird die Simba Dickie Group auch in den<br />

anderen Ländern Europas, des Nahen<br />

Ostens und Afrikas (EMEA) entsprechend<br />

verfolgen. •<br />

34 YO-YO JUNI 2013<br />

JUNI 2013 YO-YO 35


Flowee<br />

Power<br />

<strong>Die</strong> magischen Blumen-Feen<br />

An einem Ort voller Magie blühen kleine, wunderschöne<br />

Blumen. Doch es sind keine gewöhnlichen Blumen. <strong>Sie</strong><br />

verfügen über magische Kräfte und können sich im<br />

Handumdrehen in zauberhafte Wesen mit Flügeln und<br />

Kleidern aus Blütenblättern verwandeln. Dann werden<br />

sie zu Flowees, den magischen Blumen-Feen.<br />

www.simbatoys.de

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