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auslobungstext - Architekturwettbewerb.at

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AUSLOBUNGSTEXT | IBC - HETZENDORF - BHAK & BHAS, 1120 WIEN<br />

EU-weiter, offener, einstufiger<br />

Realisierungswettbewerb<br />

mit anschließendem Verhandlungsverfahren<br />

für die Vergabe von Generalplanerleistungen<br />

zur<br />

Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten<br />

für die<br />

Erweiterung und Generalsanierung des Intern<strong>at</strong>ional Business College (IBC),<br />

Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule (BHAK und BHAS)<br />

am Standort<br />

1120 Wien, Hetzendorferstrasse 66-68, 1120 Wien<br />

Wien, 06. AUGUST 2013


2<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Copyright<br />

© 2013 Stadtschulr<strong>at</strong> für Wien, Abteilung für wirtschaftliche Angelegenheiten,<br />

Wipplingerstrasse 28, 1010 Wien. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass<br />

diese Ausschreibung sowie alle dieser Ausschreibung beiliegenden Unterlagen<br />

ausschließlich zum internen Gebrauch für die Abwicklung des oben angeführten<br />

Wettbewerbes verwendet werden dürfen. Die übermittelten digitalisierten CAD-<br />

Planunterlagen dürfen keinesfalls an Dritte, nicht mit dem Projekt befasste Unternehmen/Personen<br />

weitergegeben werden. Alle Rechte vorbehalten.<br />

Redaktioneller Hinweis:<br />

Der vorliegende Ausschreibungstext verwendet die aktuell gültige deutsche<br />

Rechtschreibung. Bei personenbezogenen Allgemeinbegriffen wird unterstellt, dass<br />

prinzipiell Frauen und Männer gemeint sein können.


Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 3<br />

INHALTSVERZEICHNIS<br />

Teil A Allgemeiner Teil 5<br />

A. 1 Auftraggeber<br />

A. 2 Gegenstand des Realisierungswettbewerbes<br />

A. 3 Art des Verfahrens<br />

3.1 Teilnahmeberechtigung<br />

3.2 Ausschreibungsunterlagen, Registrierung und Verfahrensbetreuung<br />

3.3 Ausschließungsgründe<br />

A. 4 Rechtsgrundlagen und Verfahrensregeln<br />

A. 5 Wettbewerbssprache<br />

A. 6 Termine<br />

6.1 Konstituierende Sitzung des Preisgerichtes<br />

6.2 Fragebeantwortung, Inform<strong>at</strong>ionsgespräch und örtlich Begehung<br />

6.3 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten und Modelle<br />

6.4 Sitzung des Preisgerichts<br />

6.5 Wettbewerbsergebnisse und öffentliche Ausstellung der Arbeiten<br />

6.6 Publik<strong>at</strong>ion der Wettbewerbsarbeit im Internet<br />

A. 7 Formale Bedingungen und Kennzeichnung der Unterlagen<br />

7.1 Pläne, Schriftstücke, sonstige Unterlagen<br />

7.2 Verfasserbrief<br />

7.3 Eignungsnachweise für alle TeilnehmerInnen<br />

7.4 Eignungsnachweise für der/ die Gewinner<br />

A. 8 Zusammensetzung des Preisgerichts<br />

8.1 Preisgericht<br />

8.2 Arbeitsweise des Preisgerichtes<br />

A. 9 Organis<strong>at</strong>ion, Verfahrensabwicklung und Vorprüfung<br />

A.10 Gewinner, Vergütung<br />

A. 11 Absichtserklärung des Auftraggebers<br />

11.1 Vergabe von Leistungen<br />

11.2 Urheberrechte<br />

11.3 Einverständniserklärung<br />

Teil B Besonderer Teil 14<br />

B. 1 Zielsetzung<br />

Allgemein<br />

1.1 Kostenrahmen<br />

1.2 Terminrahmen<br />

B. 2 Planungsrichtlinien<br />

2.1 einzuhaltende Richtlinien Vorschriften, Normen<br />

2.2 Denkmalschutz / Schutzzone<br />

2.3 Bebauungsbestimmungen<br />

2.4 Planungsgebiet<br />

2.5 Baumbestand<br />

2.6 Bodenverhältnisse / Grundwasser<br />

2.7 Haustechnik<br />

2.8 Emissionen<br />

B. 3 Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen<br />

3.1 Basis für die zu erbringenden Leistungen<br />

3.2 Geforderte Unterlagen<br />

B. 4 Ausführungsart der Leistungen<br />

B.5 Kennzeichnung der Unterlagen<br />

B. 6 Beurteilungskriterien<br />

6.1 Städtebauliche Lösung<br />

6.2 Funktionale Lösung<br />

6.3 Innov<strong>at</strong>ionsgrad<br />

6.4 Baukünstlerische Lösung<br />

6.5 Ökonomische, ökologische Lösung


4<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Teil C Aufgabenstellung 22<br />

C. 1 Das Wettbewerbsgebiet<br />

1.1 Lage in der Stadt<br />

1.2 Erreichbarkeit öffentlicher Verkehr<br />

1.3 Planungsgebiet und Bestand<br />

C. 2 Bauliche und funktionelle Zielvorstellungen<br />

2.1 Zugang, Eingang<br />

2.2 Verbindung zwischen 66er und 68er Haus<br />

2.3 innere Erschließung / Aufenthalsqualität<br />

2.4 Raum- und Funktionsprogramm, funktionelle Anforderungen<br />

2.5 weitere Anforderungen<br />

2.6 Energetische Optimierung<br />

2.7 Licht / Besch<strong>at</strong>tung / Raumklima<br />

2.8 Lärmschutz<br />

2.9 Ökologische Aspekte<br />

C. 3 Planungsvorgaben<br />

3.1 Barrierefreiheit<br />

3.2 Fluchtwegssitu<strong>at</strong>ion und Brandschutz<br />

Teil D Beilagen 33<br />

D. 1 Pläne und sonstige Unterlagen<br />

D.2 Weitere Inform<strong>at</strong>ionen


A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 5<br />

A<br />

Allgemeiner Teil<br />

A.1 Auslober und Auftraggeber<br />

Bundesrepublik Österreich<br />

vertreten durch das<br />

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)<br />

vertreten durch den<br />

Stadtschulr<strong>at</strong> für Wien<br />

Abteilung für wirtschaftliche Angelegenheiten<br />

Wipplingerstrasse 28<br />

1010 Wien<br />

A.2 Gegenstand des Realisierungswettbewerbes<br />

Gegenstand des Realisierungswettbewerbes (im Folgenden kurz Wettbewerb genannt)<br />

ist die Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten (reduzierte<br />

Vorentwurfsunterlagen) für die Erweiterung und Generalsanierung der Bundeshandelsakademie-<br />

und Bundeshandelsschule / ibc-: hetzendorf,1120 Wien.<br />

Es werden detaillierte Ausarbeitungen und Vorschläge zur gegenständlichen Bauaufgabe,<br />

sowohl in städtebaulicher/baukünstlerischer als auch in funktionaler und<br />

ökonomischer Hinsicht, erwartet.<br />

Der Nachweis der Funktionalität des Vorschlages ist anhand von Übersichtsdarstellungen<br />

der einzelnen Geschosse, wie in Punkt B.2. „Art und Umfang der zu erbringenden<br />

Leistungen“ beschrieben, verlangt.<br />

A.3 Art des Verfahrens<br />

Der Wettbewerb wird als EU-weites, offenes, einstufiges Verfahren im Oberschwellenbereich<br />

zur Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten (reduzierte<br />

Vorentwurfsunterlagen) mit anschließendem Verhandlungsverfahren für die<br />

Vergabe von Generalplanerleistungen gemäß Bundesvergabegesetz (BVergG 2006)<br />

durchgeführt, wobei die Anonymität der Teilnehmer über die Dauer des Verfahrens<br />

bis zum Abschluss der Jurysitzung erhalten bleibt.<br />

A.3.1<br />

Teilnahmeberechtigung<br />

Teilnahmeberechtigt sind:<br />

a) Österreichische Architekten, Zivilingenieure für Hochbau und ZT-Gesellschaften<br />

mit aufrechter und ruhender Befugnis bzw. Planungsbefugte gemäß §§ 30ff ZTG in<br />

der geltenden Fassung (i.d.g.F.)<br />

b) Sta<strong>at</strong>sangehörige eines Mitgliedsta<strong>at</strong>es der EU, des EWR oder der Schweiz, die<br />

in einem Mitgliedsta<strong>at</strong> der EU, des EWR oder der Schweiz niedergelassen sind und<br />

dort den Beruf eines/r freiberuflichen Architekten/in oder eines/r freiberuflichen<br />

Ingenieurkonsulenten/in auf einem Fachgebiet, das den Fachgebieten der o.a.<br />

Befugnisträger gleichzuhalten ist, befugt ausüben.<br />

c) N<strong>at</strong>ürliche Personen, die eine Planungsberechtigung zur selbständigen Planung<br />

des Wettbewerbsgegenstandes im Sitzsta<strong>at</strong> des Teilnehmers besitzen.<br />

d) Juristische Personen im vorgenannten Sinne, sofern deren s<strong>at</strong>zungsmäßiger<br />

Gesellschaftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist und der Wettbewerbsaufgabe<br />

entspricht und einer der vertretungsbefugten Geschäftsführer die an<br />

n<strong>at</strong>ürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt.<br />

Die Teilnahmeberechtigung muss zum Zeitpunkt der Abgabe der Wettbewerbsarbeit<br />

aufrecht sein.<br />

Bei Teilnehmergemeinschaften müssen alle Mitglieder die Teilnahmeberechtigung<br />

besitzen.<br />

Jeder Teilnehmer an diesem Verfahren ist nur einmal teilnahmeberechtigt (auch im<br />

Rahmen einer Teilnahme- bzw. Arbeitsgemeinschaft). Eine Mehrfachteilnahme zieht<br />

den Ausschluss sämtlicher Wettbewerbsarbeiten, an denen der Verfasser beteiligt<br />

ist, nach sich.


6<br />

A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Mitarbeiter von Teilnehmern und Fachleute, die am Zustandekommen der Wettbewerbsarbeit<br />

mitgearbeitet haben, können genannt werden und werden vom<br />

Auftraggeber bei der Veröffentlichung angeführt.<br />

Für die nichtösterreichischen Teilnehmerinnen wird auf die Inform<strong>at</strong>ionspflicht<br />

der Dienstleisterlnnen vor Erbringung der Dienstleistung (im Auftragsfall) an die<br />

Dienstleistungsempfänger gemäß § 32 ZTG (i.d.g.F.) hingewiesen.<br />

Anmerkung: Gemäß § 32 ZTG ist der/die Dienstleister/in verpflichtet, vor Erbringung<br />

der Dienstleistung den Dienstleistungsempfänger über Folgendes zu informieren:<br />

• das Register, in dem er/sie eingetragen ist, sowie die Nummer der Eintragung<br />

oder gleichwertige, der Identifik<strong>at</strong>ion dienende Angaben aus diesem Register,<br />

• Name und Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde des Niederlassungssta<strong>at</strong>es,<br />

• die Berufskammer oder vergleichbare Organis<strong>at</strong>ionen, denen der/die Dienstleister/in<br />

angehört,<br />

• die Berufsbezeichnung oder seinen/ihren Befähigungsnachweis,<br />

• die Ums<strong>at</strong>zsteueridentifik<strong>at</strong>ionsnummer nach Art. 22 Abs. 1 ABI. L 145 vom<br />

13.06 1977 S 1 zuletzt geändert durch die Richtlinie 2004/66/EG, ABI. L 168<br />

vom 01.05.2004 S. 35 und<br />

• Einzelheiten zu seinem/ihrem Versicherungsschutz in Bezug auf die Berufshaftpflicht.<br />

A.3.2<br />

A.3.2.1<br />

Ausschreibungsunterlagen, Registrierung und Verfahrensbetreuung<br />

Ausschreibungsunterlagen und Registrierung<br />

Die Verfahrensorganis<strong>at</strong>ion h<strong>at</strong> einen Downloadbereich unter der Adresse http://<br />

consulting.lisazentner.<strong>at</strong>/index/aktuelles.html eingerichtet lassen, über welche die<br />

Ausschreibungsunterlagen abgerufen und heruntergeladen werden können.<br />

Sämtliche Auslobungsunterlagen sind mit der Registrierung kostenlos erhältlich.<br />

Nur registrierte Personen sind zur Abgabe von Wettbewerbsbeiträgen berechtigt.<br />

Die Registrierung erfolgt über den oben angeführten Downloadbereich. Mit der<br />

Registrierung werden die Zugangsd<strong>at</strong>en zum Downloadbereich autom<strong>at</strong>isiert an<br />

die angegebene e-mail Adresse übermittelt.<br />

Der registrierte Teilnehmer erhält ein Password, welches ihn berechtigt, die Ausschreibungsunterlagen<br />

herunterzuladen.<br />

Ergänzende Ausschreibungsunterlagen und Protokolle können über den Downloadbereich<br />

abgerufen werden.<br />

Für die Lesbarkeit digitaler D<strong>at</strong>en übernimmt der Auslober keine Gewähr.<br />

A.3.2.2<br />

Modelleins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te<br />

Die Modelleins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te wird im Zuge der örtlichen Begehung an die TeilnehmerInnen<br />

übergeben. Auf Anfrage im Wettbewerbsbüro kann eine Zusendung<br />

der Modelleins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te per Post veranlasst werden. In diesem Fall trägt der / die<br />

Teilnehmer/in alle anfallenden Portogebühren (per Nachnahme) und es wird ein<br />

Unkostenbeitrag in der Höhe von € 30.- in Rechnung gestellt.<br />

A.3.2.3<br />

Verfahrensbetreuung/ Wettbewerbsbüro<br />

Architekten Mühlbacher Marschalek,<br />

Arch. DI Viktor Marschalek, Ing. Mag. Arch. Ralf Mühlbacher,<br />

Gymnasiumstraße 24a, 1180 Wien<br />

und<br />

Lisa Zentner Architektur ZT GmbH,<br />

Arch. DI Lisa Zentner,


A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 7<br />

Zieglergasse 1/17, 1070 Wien<br />

Ansprechperson: DI K<strong>at</strong>harina Melchert<br />

mail: ibc@lisazentner.<strong>at</strong><br />

A.3.3<br />

Ausschließungsgründe lt. WSA 2010 §17 WOA<br />

Eine Wettbewerbsarbeit muss vom Preisgericht<br />

• bei Vorliegen von Ausschließungsgründen gemäß WSA § 2 der WOA, i.d.g.F.,<br />

wobei in Abänderung zu §2 kein Ausscheiden eines mit Vorarbeiten befassten<br />

Teilnehmers erfolgt, wenn die entsprechenden Vorarbeiten der Wettbewerbsausschreibung<br />

beiliegen.<br />

• bei verspäteter Abgabe der Wettbewerbsarbeit oder des Modells<br />

• bei Verletzung der Anonymität<br />

• beim Versuch der Beeinflussung der Vorprüfung oder des Preisgerichts<br />

• bei mangelnder Teilnahmeberechtigung<br />

• bei Vorlage mehrerer Wettbewerbsarbeiten<br />

und kann<br />

• bei Fehlen zur Beurteilung erforderlicher Unterlagen<br />

• bei Nichteinhaltung von Vorgaben in den Wettbewerbsunterlagen, soweit<br />

diese als einzuhalten bezeichnet sind,<br />

über Beschluss des Preisgerichtes von der Beurteilung begründet ausgeschlossen<br />

werden.<br />

A.4 Rechtsgrundlagen und Verfahrensregeln<br />

Rechts- und Verfahrensgrundlage sind folgende Verfahrensbedingungen im Sinn<br />

der Ausschreibung:<br />

1) die schriftliche Fragebeantwortung<br />

2) das Protokoll des Inform<strong>at</strong>ionsgespräches<br />

3) der Inhalt dieser Ausschreibung samt Beilagen.<br />

Subsidiär gelten:<br />

• die Bestimmungen des Bundesvergabegesetzes BVergG 2006 i. d. g. F.<br />

(http://www.ris.bka.gv.<strong>at</strong>)<br />

• die Wettbewerbsordnung Architektur WSA 2010 (http://www.arching.<strong>at</strong>/baik/<br />

upload/pdf/wettbewerbe/wsa_2010_gesamt.pdf)<br />

• die Bestimmungen des ABGB §§ 860 ff.<br />

Bei Widersprüchen gelten die Unterlagen in der angeführten Reihenfolge.<br />

Mit seiner Registrierung nimmt jeder Teilnehmer sämtliche in dieser Wettbewerbsausschreibung<br />

enthaltenen Bedingungen an. Jeder Teilnehmer ist bis zur<br />

Bekanntgabe der Juryentscheidung zur Geheimhaltung der eigenen Wettbewerbsarbeit<br />

verpflichtet und nimmt ausdrücklich zur Kenntnis, dass die Entscheidung des<br />

Preisgerichtes in allen Fach- und Ermessensfragen endgültig und unanfechtbar ist.<br />

A.5 Wettbewerbssprache<br />

Die Wettbewerbssprache in allen Phasen des Verfahrens ist Deutsch.


8<br />

A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

A.6 Termine<br />

Konstituierende Sitzung des Preisgerichts, 01. 08. 2013<br />

Ort: Stadtschulr<strong>at</strong> Wien, Wipplingerstr. 28 - Beginn 9:00<br />

Bekanntmachung im EU-Amtsbl<strong>at</strong>t 08. 08. 2013<br />

Ausgabe der Ausschreibungsunterlagen ab 08. 08. 2013<br />

örtliche Begehung und Inform<strong>at</strong>ionsgespräch (Hearing) 05. 09. 2013<br />

Treffpunkt: Hetzendorferstaße 66, 1120 Wien, Beginn 9:00<br />

Schriftliche Fragen an das Wettbewerbsbüro bis spätestens 10. 09. 2013<br />

Beantwortung der schriftlichen Fragen bis spätestens 17. 09. 2013<br />

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten (außer Modell) bis spätestens 24. 10. 2013, 12:00<br />

Abgabe des Modells bis spätestens 31. 10. 2013, 12:00<br />

Vorprüfung von 25. 10. bis 27. 11. 2013<br />

Sitzung des Preisgerichts 28. / 29. 11. 2013<br />

Beginn 9:00<br />

A.6.1<br />

A.6.2<br />

A.6.3<br />

A.6.4<br />

Konstituierende Sitzung des Preisgerichtes<br />

Das Preisgericht wählt aus seiner Mitte:<br />

zum Vorsitzenden: Arch. Dipl.- Ing. Michael SCHLUDER<br />

zum stellvertretenden Vorsitzenden: Arch. Dipl.- Ing. Christian HEISS<br />

zum Schriftführer: Ing. Martin KAPOUN<br />

zum stellvertretenden Schriftführer: Dipl.- Ing. Peter DIETL<br />

Fragebeantwortung, Inform<strong>at</strong>ionsgespräch und örtlich Begehung<br />

Fragen zum Wettbewerbsgegenstand sind schriftlich (Post, E-Mail) bis zum unter<br />

Pkt. A.6 genannten Zeitpunkt (einlangend beim Wettbewerbsbüro) zulässig. Schriftliche<br />

Fragen, die nach diesem Termin einlangen, gelten als verspätet und fließen<br />

nicht in die Fragebeantwortung ein.<br />

Für die Teilnehmer und das Preisgericht findet ein Inform<strong>at</strong>ionsgespräch sowie eine<br />

örtliche Begehung st<strong>at</strong>t. Im Zuge des Inform<strong>at</strong>ionsgesprächs können mündliche<br />

Fragen gestellt werden.<br />

Sämtliche Fragen werden schriftlich beantwortet.<br />

Die anonymisierten Fragestellungen und Antworten können ab dem unter Punkt<br />

A.6 angegebenen Termin über den Downloadbereich: http://consulting.lisazentner.<br />

<strong>at</strong>/index/aktuelles.html abgerufen werden.<br />

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten und Modelle<br />

Die Wettbewerbsarbeiten und Modelle (Ausführung generell weiß m<strong>at</strong>t) sind bis<br />

spätestens zu den unter Pkt. A.6 genannten Terminen im Wettbewerbsbüro gegen<br />

Erhalt einer Übernahmebestätigung entsprechend verpackt (siehe Pkt. A.7) abzugeben.<br />

Mit der Post, Paket- oder Botendienst übersendete Wettbewerbsarbeiten (Ausarbeitungen,<br />

Unterlagen) und Modelle müssen spätestens bis zu den oben angeführten<br />

Terminen im Wettbewerbsbüro eingelangt sein.<br />

Das Risiko des rechtzeitigen Einlangens trägt der Teilnehmer (siehe dazu Pkt. A.3.3.).<br />

Sitzung des Preisgerichts<br />

Das Preisgericht wird zur Beurteilung der Projekte zusammentreten (siehe Pkt. A.6).<br />

Die Sitzung des Preisgerichtes ist nicht öffentlich.<br />

Nach dem Bericht der Vorprüfung erfolgt die Beurteilung und Reihung der Projekte<br />

durch das Preisgericht. Danach erfolgt im Beisein des Preisgerichtes die Aufhebung


A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 9<br />

der Anonymität durch Öffnen der Verfasserkuverts und die Überprüfung des Nachweises<br />

der Befugnis.<br />

A.6.5<br />

Wettbewerbsergebnisse und öffentliche Ausstellung der Arbeiten<br />

Die Wettbewerbsergebnisse werden nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens in<br />

den Medien und im Amtsbl<strong>at</strong>t der EU bekannt gegeben.<br />

Es ist vorgesehen die Wettbewerbsarbeiten nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens<br />

mindestens eine Wochen auszustellen. Die Namen der Verfasser der Wettbewerbsarbeiten<br />

sowie deren Mitarbeiter werden in dieser Ausstellung angegeben.<br />

Ort und Zeitpunkt dieser Ausstellung werden allen zugelassenen Wettbewerbsteilnehmern,<br />

den Preisrichtern sowie den Ers<strong>at</strong>zpreisrichtern bekannt gegeben.<br />

Zusätzlich werden die Ergebnisse die Wettbewerbsarbeiten auf der Homepage der<br />

Architektenkammer (http://www.architekturwettbewerb.<strong>at</strong>) und des Verfahrensbüros<br />

(http://consulting.lisazentner.<strong>at</strong>/index/aktuelles.html) bekannt gegeben.<br />

A.6.6<br />

Publik<strong>at</strong>ion der Wettbewerbsarbeit im Internet<br />

Die Wettbewerbsteilnehmer sind aufgefordert, an der Internetpublik<strong>at</strong>ion ihrer<br />

Wettbewerbsbeiträge im Rahmen des Portals http://www.architekturwettbewerb.<strong>at</strong><br />

der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten durch die Übergabe<br />

publik<strong>at</strong>ionsfähiger D<strong>at</strong>en mitzuwirken. Da vorgesehen ist, die D<strong>at</strong>en ohne weitere<br />

Bearbeitung zu veröffentlichen, wird um die Einhaltung der Regeln lt. Punkt B. 4. 5<br />

des Auslobungstextes ersucht.<br />

A.7 Formale Bedingungen und Kennzeichnung der Unterlagen<br />

A.7.1<br />

Pläne, Schriftstücke, sonstige Unterlagen<br />

Alle Einzelstücke (Pläne, Schriftstücke, Modell) sind wie folgt zu kennzeichnen:<br />

Jede eingereichte Wettbewerbsarbeit ist mit einer Kennzahl zu bezeichnen, die aus<br />

sechs Ziffern besteht und in einer Größe von 1 cm Höhe und 6 cm Länge auf jedem<br />

Bl<strong>at</strong>t und auf jedem Schriftstück der Arbeit rechts oben anzubringen ist.<br />

Alle Einzelstücke der Wettbewerbsarbeit haben ferner die Aufschrift<br />

„Wettbewerb BHAK und BHAS, ibc-: hetzendorf, 1120 Wien“ zu enthalten.<br />

Die Wettbewerbsarbeit ist doppelt verpackt abzugeben bzw. einzusenden.<br />

Die äußere Verpackung ist mit der Kennzahl und mit der Bezeichnung<br />

„Wettbewerb BHAK und BHAS, ibc-: hetzendorf, 1120 Wien“ zu versehen. Auf der<br />

inneren Verpackung ist lediglich die Kennzahl anzubringen.<br />

Wird die Wettbewerbsarbeit per Post oder Paketdienst versendet, ist als Absender<br />

die „Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Karlsgasse 9, 1040<br />

Wien“ anzuführen.<br />

A.7.2<br />

Verfasserbrief<br />

Der Wettbewerbsarbeit ist ein undurchsichtiger, verschlossener Briefumschlag<br />

beizulegen, der außen die Kennzahl und die Aufschrift „Verfasserbrief“ trägt und<br />

folgenden Inhalt aufweist:<br />

• Verfasserbl<strong>at</strong>t gemäß Formbl<strong>at</strong>t (vgl. Teil D<br />

Identitätsnachweis mit Namen und Anschrift des Teilnehmers (der Mitglieder<br />

der Teilnahme bzw. Arbeitsgemeinschaft) unter Anführung der Mitarbeiter<br />

(siehe beiliegendes Formbl<strong>at</strong>t).<br />

Bei Teilnahme- bzw. Arbeitsgemeinschaften ist ein Mitglied als vertretungsbefugt<br />

auszuweisen. Der Verfasserbrief h<strong>at</strong> weiters die Telefonnummer, die Telefaxnummer<br />

und die E-Mail -Adresse, sowie die Kontonummer des Teilnehmers<br />

(Vertretungsbefugten) zu enthalten.


10<br />

A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

• Nachweis der Befugnis<br />

Dem Verfasserbrief ist der Nachweis der Befugnis gem. § 71 BVergG (siehe<br />

A.7.3.a) beizufügen. Der (Die) Nachweis(e) der Befugnis h<strong>at</strong> (haben) durch<br />

Vorlage der im Herkunftsland des Unternehmers zur Ausführung der betreffenden<br />

Dienstleistung erforderlichen Berechtigung oder einer Urkunde<br />

betreffend die im Herkunftsland des Unternehmers zur Ausführung der<br />

betreffenden Dienstleistung erforderliche Mitgliedschaft zu einer bestimmten<br />

Organis<strong>at</strong>ion zu erfolgen (bspw. Vorlage der aufrechten Befugnis gem. Ziviltechnikergesetz<br />

(ZTG), Vorlage der erforderlichen Nachweise im Sinne des §1<br />

Abs.3 der EWR-Architektenverordnung (EWR-ArchV, BGBI 1995/694) bzw. der<br />

EWR-Ingenieurkonsulentenverordnung (EWR-Ing-KonsV, BGBl 1995/695).<br />

A.7.3<br />

A.7.4<br />

Eignungsnachweise für alle TeilnehmerInnen.<br />

Nachweis der Befugnis gem. § 71 BVergG:<br />

Der Nachweis der Befugnis ist im Wettbewerbsverfahren zu erbringen und dem<br />

Verfasserbrief beizulegen (siehe A.7.2.).<br />

Eignungsnachweise für den / die Gewinner.<br />

Die Nennung und Beibringung der nachfolgenden, erforderlichen Eignungsnachweise<br />

h<strong>at</strong> - auf Verlangen des Auftraggebers - erst im Zuge des Verhandlungsverfahrens<br />

zu erfolgen:<br />

a) Nachweis der allgemeinen beruflichen Zuverlässigkeit gem. §72 iVm §68(1) BVergG:<br />

Auszug (nicht älter als 6 Mon<strong>at</strong>e) aus einem Berufs- oder Handelsregister gem.<br />

Anhang VII BVergG 2006 (i.d.g.F), dem Strafregister oder einer gleichwertigen<br />

Bescheinigung einer Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Herkunftslandes des<br />

Unternehmers, aus dem/der hervorgeht, dass<br />

• keine rechtskräftige Verurteilung gegen die Unternehmer oder – sofern es<br />

sich um juristische Personen, Personengesellschaften des Handelsrechts,<br />

eingetragene Erwerbsgesellschaften oder Arbeitsgemeinschaften handelt<br />

– gegen in deren Geschäftsführung tätige physische Personen vorliegt, die<br />

einen der folgenden T<strong>at</strong>bestände betrifft: Mitgliedschaft bei einer kriminellen<br />

Organis<strong>at</strong>ion, Bestechung, Betrug, Untreue, Geschenkannahme, Förderungsmissbrauch<br />

oder Geldwäscherei bzw. einen entsprechenden Straft<strong>at</strong>bestand<br />

gemäß den Vorschriften des Landes in dem der Unternehmer seinen Sitz h<strong>at</strong><br />

• gegen sie kein Konkurs- bzw. Insolvenzverfahren, kein gerichtliches Ausgleichsverfahren,<br />

kein Vergleichsverfahren oder kein Zwangsausgleich eingeleitet<br />

oder die Eröffnung eines Konkursverfahrens nicht mangels hinreichenden<br />

Vermögens abgewiesen wurde<br />

• sie sich nicht in Liquid<strong>at</strong>ion befinden oder ihre gewerbliche Tätigkeit nicht<br />

einstellen oder nicht eingestellt haben<br />

• gegen sie oder – sofern es sich um juristische Personen, Personengesellschaften<br />

des Handelsrechts, eingetragene Erwerbsgesellschaften oder Arbeitsgemeinschaften<br />

handelt – gegen physische Personen, die in der Geschäftsführung<br />

tätig sind, kein rechtskräftiges Urteil wegen eines Deliktes ergangen ist,<br />

das ihre berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt.<br />

Vorlage des letztgültigen Kontoauszuges der zuständigen Sozialversicherungsanstalt<br />

oder der letztgültigen Lastschriftanzeige der zuständigen Finanzbehörde oder<br />

gleichwertiger Dokumente der zuständigen Behörden des Herkunftslandes, aus<br />

dem hervorgeht, dass<br />

• sie ihre Verpflichtungen zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge oder der<br />

Steuern und Abgaben in Österreich oder nach den Vorschriften des Landes, in<br />

dem sie niedergelassen sind, erfüllt haben.<br />

b) Nachweis der finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gem. § 74 BVergG:<br />

• Erklärung über den Ums<strong>at</strong>z der letzten drei Geschäftsjahre bezüglich erbrachter<br />

(General)planerleistungen<br />

• Angaben über die Anzahl der Beschäftigten


A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 11<br />

c) Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit gem. § 75 BVergG.<br />

A.8 Zusammensetzung des Preisgerichts<br />

A.8.1<br />

Preisgericht<br />

F ... Fachpreisrichter, S ... Sachpreisrichter<br />

Arch. Dipl.- Ing. Michael SCHLUDER, Wien, (F)<br />

Vertretung: Arch. Monika PURSCHKE, Dipl. Ing. Wien (F)<br />

Arch. Dipl.- Ing. Christian HEISS, Wien, (F)<br />

Vertretung: Arch. Thomas HOPPE, Dipl. Ing. Wien (F)<br />

Ing. Martin KAPOUN, Stadtschulr<strong>at</strong> Wien (S)<br />

Vertretung: Ing. Rudolf FORSTNER, Stadtschulr<strong>at</strong> Wien (S)<br />

Dipl.- Ing. Peter DIETL, BMUKK (S)<br />

Vertretung: Dipl. Ing. Thomas NAUSCH, BMUKK (S)<br />

Dipl. - Ing. in Karin SCHWARZ - VIECHTBAUER, ÖISS (F)<br />

Vertretung: Dipl. - Ing. in Brigitte RABL, ÖISS (F)<br />

Dipl. - Ing. in Ute SCHALLER, Stadtbaudirektion / MD- BD (F)<br />

Vertretung: Ing. Herbert ANGRÜNER, Stadtbaudirektion / MD-BD (F)<br />

HR Mag. Dieter WLCEK, Direktor BHAK und BHAS (S)<br />

Mag. Andrea TUSCHL-REISINGER, Projektteam Qualitätenk<strong>at</strong>alog ibc-:hetzendorf (S)<br />

Ber<strong>at</strong>er des Preisgerichts (ohne Stimmrecht):<br />

Mag. Edith Pal<strong>at</strong>in, Projektteam Qualitätenk<strong>at</strong>alog ibc-:hetzendorf /<br />

Zuständigkeit: Umweltzeichen - Abfallwirtschaftskonzept (S)<br />

Mag. Susanne David, Projektteam Qualitätenk<strong>at</strong>alog ibc-:hetzendorf (S)<br />

Ing. Wolfgang SUMSER, Brandschutzexperte<br />

A.8.2<br />

Arbeitsweise des Preisgerichtes:<br />

Das Preisgericht ist verpflichtet eine Reihung bzw. die Auswahl der prämierungswürdigen<br />

Wettbewerbsarbeiten herbeizuführen. Dabei kann in zu begründenden<br />

Ausnahmefällen eine andere Aufteilung der Ränge und Anerkennungen erfolgen.<br />

Das Preisgericht ist ferner verpflichtet, dem Auftraggeber Empfehlungen hinsichtlich<br />

der weiteren Vorgangsweise unter Zugrundelegung des Wettbewerbsergebnisses<br />

abzugeben.<br />

Die Ers<strong>at</strong>zpreisrichter können an allen Sitzungen des Preisgerichtes auch dann<br />

teilnehmen, wenn sie keine Ers<strong>at</strong>zfunktion ausüben (Anwesenheit der Hauptpreisrichters),<br />

jedoch ohne Stimmrecht und Vergütung.<br />

Die Ber<strong>at</strong>er des Preisgerichtes werden bei den Sitzungen des Preisgerichtes zur<br />

Unterstützung bei der Entscheidungsfindung in Sachfragen, aber nicht stimmberechtigt,<br />

anwesend sein.<br />

A.9 Organis<strong>at</strong>ion, Verfahrensabwicklung und Vorprüfung<br />

Organis<strong>at</strong>ion:<br />

Stadtschulr<strong>at</strong> für Wien<br />

Wipplingerstrasse 28, 1010 Wien<br />

Abwicklung / Vorprüfung:<br />

Architekten Mühlbacher Marschalek,<br />

Arch. DI Viktor Marschalek,


12<br />

A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Ing. Mag. Arch. Ralf Mühlbacher,<br />

Gymnasiumstraße 24a, 1180 Wien<br />

und<br />

Lisa Zentner Architektur ZT GmbH,<br />

Arch. DI Lisa Zentner,<br />

Zieglergasse 1/17, 1070 Wien<br />

E-mail: ibc@lisazentner.<strong>at</strong><br />

Vorprüfung Brandschutz:<br />

Ing. Wolfgang Sumser<br />

A.10 Gewinner, Vergütung<br />

Der Auftraggeber h<strong>at</strong> für die zu prämierenden Wettbewerbsarbeiten als Vergütung<br />

85.000.- (exkl. Ums<strong>at</strong>zsteuer) vorgesehen:<br />

1. Rang = Gewinner netto EUR 22.000,-<br />

2. Rang netto EUR 18.000,-<br />

3. Rang netto EUR 15.000,-<br />

1. Anerkennung = Nachrücker netto EUR 10.000,-<br />

2. Anerkennung netto EUR 10.000,-<br />

3. Anerkennung netto EUR 10.000,-<br />

Nachrücker für Anerkennung (ohne Vergütung)<br />

Das Preisgericht wird eine mit einer Anerkennung ausgezeichnete Wettbewerbsarbeit<br />

als Nachrücker für die Ränge 1 bis 3, sowie eine weitere Wettbewerbsarbeit, die<br />

keine Vergütung erhält, als Nachrücker für eine Anerkennung auswählen.<br />

Die Vergütung wird nur dann ausbezahlt, wenn die geforderten Leistungen erbracht<br />

wurden.<br />

Die Vergütung des ersten Ranges (= Gewinner) wird vorerst zur Gänze ausbezahlt.<br />

Im Falle einer Beauftragung wird die Hälfte der Vergütung vom vereinbarten Honorar<br />

abgezogen.<br />

A.11 Absichtserklärung des Auftraggebers<br />

A.11.1<br />

Vergabe von Leistungen<br />

Der Auftraggeber beabsichtigt nach Abschluss des Wettbewerbes mit dem Gewinner,<br />

unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Preisgerichts, Verhandlungen<br />

gemäß § 30 (2) Z 6 BVergG über eine Generalplanerbeauftragung im Ausmass<br />

der im nächsten Abs<strong>at</strong>z aufgezählten Leistungspakete zu führen. Thema dieser<br />

Verhandlungen werden das Projekt, der Projektumfang, die Projektleitung, die<br />

Zusammensetzung des Projektteams (insbesondere Fachplaner), die geplante Projektabwicklung<br />

und das Honorar sein.<br />

Die Übertragung der folgenden Leistungen ist vorgesehen:<br />

1) Bestandsanalyse<br />

2) Architektenleistungen<br />

Vorentwurf, Entwurf, Einreichung, Leitdetailplanung,<br />

künstlerische Oberleitung der Bauausführung und anteilige techni sche<br />

Oberleitung<br />

3) St<strong>at</strong>isch konstruktive Leistungen<br />

St<strong>at</strong>isch konstruktiver Vorentwurf, Konstruktionsentwurf, Einreichplanung,<br />

4) Haustechnikleistungen<br />

Vorentwurf, Entwurf, Einreichung, Leitdetailplanung


A Allgemeiner Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 13<br />

5) Bauphysikalische Leistungen<br />

Vorentwurf, Entwurf, Einreichung, Leitdetailplanung<br />

6) Gestaltung der Außenanlagen und Außenanlagenplanung<br />

7) Erstellung der erforderlichen Unterlagen für die Vergabe an einen<br />

Totalunternehmer<br />

Erstellung eines Raumbuches, einer Bau- und Ausst<strong>at</strong>tungsbeschreibung,<br />

funktionale Leistungsbeschreibung<br />

8) Leistungen gemäß BauKG für die beauftragten Planungsphasen<br />

9) Sonstige notwendige Leistungen<br />

Der Auftraggeber behält sich vor, in Ausnahmefällen einzelne dieser Leistungen<br />

gesondert zu vergeben.<br />

Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, allfällige aus zwingenden städtebaulichen,<br />

formalen, sachlichen oder wirtschaftlichen Rücksichten erforderliche geringfügige<br />

Änderungen im Zuge der Auftragserteilung zu verlangen. Der Auftraggeber<br />

kann weitere Änderungen im Zuge der Bearbeitung nach der Auftragserteilung<br />

verlangen. Dabei sollen jedoch die wesentlichen architektonischen Qualitätsmerkmale<br />

erhalten bleiben.<br />

Ein Rechtsanspruch auf einen Auftrag/Gesamtauftrag besteht nicht.<br />

A.11.2<br />

Urheberrechte<br />

Das sachliche Eigentumsrecht an den Plänen, Modellen und sonstigen Ausarbeitungen<br />

der prämierten Wettbewerbsarbeiten geht durch die Bezahlung der Vergütung<br />

auf den Auftraggeber über. Der Projektverfasser behält das geistige Eigentum<br />

einschließlich sämtlicher Verwertungsrechte an den eingereichten Projekten.<br />

Der Auftraggeber h<strong>at</strong> das Recht der Veröffentlichung aller im Wettbewerbsverfahren<br />

eingereichten Wettbewerbsarbeiten unter Verpflichtung der Namensnennung<br />

des Verfassers.<br />

Die Wettbewerbsunterlagen prämierter Projekte sind von der Rückgabe an den<br />

Verfasser ausgeschlossen.<br />

Die Wettbewerbsunterlagen nicht prämierter Projekte können bis spätestens eine<br />

Woche nach Ende der Ausstellung oder Aufforderung zur Abholung mit entsprechender<br />

Fristsetzung beim Wettbewerbsbüro abgeholt werden. Nicht abgeholte<br />

Unterlagen werden vernichtet.<br />

A.11.3<br />

Einverständniserklärung<br />

Der Teilnehmer verpflichtet sich mit seiner Teilnahme am Wettbewerb im Beauftragungsfall<br />

zur verbindlichen Nennung eines Generalplanerteams.<br />

Die Nennung und Beibringung der erforderlichen Eignungsnachweise (siehe Punkt<br />

A.7.4) h<strong>at</strong> im Zuge des Verhandlungsverfahrens zu erfolgen


14<br />

B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

B<br />

Besonderer Teil<br />

B.1 Zielsetzung<br />

Der Schulstandort, bestehend aus drei Bestandsbaukörpern, wobei zwei oberirdisch<br />

miteinander verbunden sind und der dritte unterirdisch angebunden ist,<br />

soll erweitert werden und wird danach im Department-System betrieben werden.<br />

Nach Erweiterung und Generalsanierung werden im Wesentlichen 37 Tages- und<br />

23 Abendklassen sowie das BWZ und der NAWI-Bereich Raum finden. Die Unterrichtsräume<br />

werden um offene Schülerarbeitsbereiche erweitert, die LehrerInnenarbeitsbereiche<br />

um einen offenen Arbeitsbereich ergänzt. Zentralgarderobe,<br />

ein Normturnsaal und Gymnastikraum, Bibliothek, Mehrzwecksaal und Aula mit<br />

Buffetbereich sowie diverse Nebenräume bilden das Raumprogramm.<br />

Denkmalschutz besteht nicht. Eine nunmehr rechtskräftige Umwidmung bildet die<br />

Basis der notwendigen Erweiterung auf eigenem Grund. Der Vorpl<strong>at</strong>z soll in die<br />

Gestaltung mit einbezogen werden.<br />

Ziel des Wettbewerbs ist es, auf Basis von neuen pädagogischen Anforderungen<br />

zukunftsweisende räumliche Konzepte zu entwickeln, die diesen Anforderungen<br />

Raum geben. Zugleich soll durch Sanierung und Zubau ein Niedrigenergiegebäude<br />

lt. OIB Richtline 6 errichtet werden.<br />

Unter Berücksichtigung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und<br />

Nachhaltigkeit soll ein barrierefreier, gendergerechter und ökologischer Schulbau<br />

entstehen.<br />

B.1.2<br />

Kostenrahmen<br />

Der Kostenrahmen beträgt bei vorliegendem Raumprogramm:<br />

Baukosten netto (lt. ÖNORM B 1801-1): EUR 11,5 Mio (Preisbasis Juni 2013)<br />

Die Kosten gelten als Kostenobergrenze.<br />

0 Grund<br />

1 Aufschließung<br />

2 Bauwerk - Rohbau<br />

3 Bauwerk - Technik<br />

4 Bauwerk - Ausbau<br />

5 Einrichtung<br />

6 Aussenanlagen<br />

7 Honorare<br />

8 Nebenkosten<br />

9 Reserven<br />

Baukosten<br />

*<br />

Bauwerkskosten<br />

Errichtungskosten<br />

Gesamtkosten<br />

Die angegebenen Baukosten enthalten keine Einrichtungskosten. Die anfallenden Kosten<br />

für den Abbruch des Bestandes als auch für Abbruch und Wiederherstellung von<br />

bestehenden Aussenanlagen müssen innerhalb der Kostenvorgaben umsetzbar sein.<br />

B.1.3<br />

Terminrahmen<br />

Dem Projekt liegt folgender Terminrahmen für Planung und Ausführung zugrunde.<br />

Seine Einhaltung ist Grundlage für alle weiteren Schritte.<br />

Verhandlungsverfahren lt. gesetzlichen Vorgaben Anfang 2014<br />

Planungsphase Phase bis Vorliegen des Baubescheids Ende 2014<br />

Vergabe Generalübernehmer Anfang Juni 2015<br />

Realisierungsphase Bauphase ab Juni 2015<br />

Mit der Teilnahme am Wettbewerb und Abgabe der Unterlagen bestätigt der Teilnehmer<br />

in Kenntnis des vorliegenden Terminplanes zu sein und bestätigt ferner, in<br />

seinem Aufgabenbereich über ausreichende Leistungskapazität zu dessen Einhaltung<br />

zu verfügen.


B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 15<br />

B.2 Planungsrichtlinien<br />

B.2.1<br />

B.2.2<br />

B.2.3<br />

Einzuhaltende Richtlinien, Vorschriften, Normen<br />

Grundsätzlich sind die vorgegebenen Rahmenbedingungen, das vorgegebene<br />

Raumprogramm und die Planungsrichtlinien, die technischen Normen und Fachnormen<br />

einzuhalten.<br />

Das Projekt ist unter Beachtung der städtebaulichen Empfehlungen, die Vorgaben des<br />

Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes, der Ansprüche der Nutzer sowie die Einhaltung<br />

der im Kapitel C.2.4 beschriebenen inneren Organis<strong>at</strong>ionsstruktur zu erstellen.<br />

Darüber hinaus sind die nachfolgend beispielhaft angeführten Planungsrichtlinien<br />

einzuhalten.<br />

• Bundesvergabegesetz (BVergG. 2006)<br />

• Bauordnung für Wien und alle betreffenden Nebengesetzte i. d. g. F.<br />

• Planungsrichtlinien für den Schulbau des ÖISS (Österr. Institutes für Schulund<br />

Sportstättenbau) (siehe D.2, Auszug Schulbaurichtlinien)<br />

• Bundes-Bedienstetenschutzgesetzes (mit 12 Verordnungen)<br />

• Bundes Arbeitsstättenverordnung<br />

• Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz<br />

• technische Normen und Fachnormen i. d. g. F., im Speziellen:<br />

• ÖNORM 1600 und 1602 Barrierefreies Bauen<br />

• ÖNORM B 1800 Ermittlung von Flächen und Rauminhalten von Bauwerken<br />

• ÖNORM B1801-1 Kosten im Hoch- und Tiefbau<br />

• ÖNORM B 2608 Sporthallen<br />

• TRVB 130 und 100<br />

• Brandschutz Schulen / Richtlinie MA 34 (siehe Beilage D.2: brandschutz_schulen_ma34.pdf)<br />

Denkmalschutz / Schutzzone<br />

Die Objekte Hetzendorferstrasse 66 und Hetzendorferstrasse 68 stehen nicht<br />

unter Denkmalschutz. Das Plandokument 7979 weist in diesem Bereich auch keine<br />

Schutzzone aus.<br />

Bebauungsbestimmungen<br />

Die Bebauungsmöglichkeit lt. derzeit gültigem Bebauungsplan sieht Folgendes vor:<br />

• Widmung: Wohngebiet (W)<br />

• Hetzendorferstrasse 66 - Bauklasse III,<br />

• Hetzendorferstrasse 68 - Bauklasse II,<br />

• mit G gekennzeichneten Flächen sind gärtnerisch auszugestalten<br />

• Anordnung der Baukörper am Grundstück: geschlossene Bauweise (g)<br />

• mit BB3 bezeichnete Fläche soll als 6 m breiter Durchgang (H= min. 4,50m)<br />

zum dahinterliegenden Grundstück freigehalten werden.<br />

• Grundstücksgröße: ca. 5798 m 2<br />

• Weiters wird auf die besonderen Bestimmungen (Beilage D.1, Plandokument<br />

7979_29.Okt.2012 / Flächenwidmungs-und Bebauungsplan) verwiesen.<br />

Diese Vorgaben, die als Grundlage zur Genehmigungsfähigkeit des Projektes im<br />

Behördenverfahren gelten, sind zur Sicherung der Umsetzung im Rahmen der<br />

Bauordnung verpflichtend einzuhalten. Die Festsetzungen des Flächenwidmungsund<br />

Bebauungsplanes sind im Lage- und Höhenplan (lt. Beillage D.1 lageplan.zip)<br />

ersichtlich.<br />

B.2.4<br />

Planungsgebiet<br />

Das im Lage- und Höhenplan (Beilage D.1) gekennzeichnete Planungsgebiet ist<br />

verpflichtend einzuhalten.


16<br />

B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Flächenwidmungs - und Bebauungsplan<br />

B.2.5<br />

B.2.6<br />

B.2.7<br />

B.2.8<br />

Baumbestand<br />

Sämtliche Bäume, die laut Lage- und Höhenplan im unmittelbar zu bebauenden<br />

Bereich vorhanden sind, können entfernt werden. Für diese Bäume werden Ers<strong>at</strong>zpflanzungen<br />

gemäß Wr. Baumschutzgesetz auf eigendem Grund (Planungsgebiet)<br />

vorzusehen sein. Die im Vorgarten befindlichen Bäume sollen nach Möglichkeit<br />

erhalten bleiben.<br />

Bodenverhältnisse<br />

Laut Stellungnahme des Bodengutachters kann auf Grundlage erster Probebohrungen,<br />

bei benachbarten Grundstücken, der anstehende Untergrund / Schluffe und<br />

Tone / als bedingt guter Baugrund eingestuft werden. Schluffe und Tone weisen<br />

erfahrungsgemäß eine hohe bis mäßige Komprimierbarkeit und mäßige Reibungseigenschaften<br />

auf.<br />

Problem<strong>at</strong>isch könnte das angetroffene Wasser auf 3,1m u. GOK (47,10 WN) aufsteigend<br />

auf ca. 1,9m u. GOK (48,30 WN) sein, wobei nach erster Beurteilung dieses<br />

eher Schichtwassercharakter haben wird.<br />

Die angegebenen D<strong>at</strong>en dienen als Richtwerte. Eine detaillierte Bodenanalyse<br />

findet im Zuge der weiteren Planungsphase st<strong>at</strong>t.<br />

Haustechnik<br />

Die Fernwärmeübergabest<strong>at</strong>ion und der Niederspannungsraum befinden sich im<br />

Bestandsgebäude Hetzendorferstrasse 66 (KG - BT1, Kesselraum). Die Haustechnischen<br />

Anlagen sind dem Bedarf entsprechend zu adaptieren. Die für eine eventuell<br />

vorgesehene Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung nötigen Technikräume<br />

durch die Projektanten zu verorten.<br />

Emissionen<br />

Die Lage des Planungsgebietes entlang der stark befahrenen Hetzendorferstrasse<br />

bedingt sowohl Lärm- als auch Staubemissionen entlang der südlichen Grundstücksgrenze.<br />

Bei der Anordnung von südorientierten Unterrichtsräumen ist mit entsprechenden<br />

baulichen Vorkehrungen auf die Lärmbelastung zu reagieren (z.B. Komfortlüftung<br />

mit Wärmerückgewinnung).<br />

B.3 Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen<br />

B.3.1<br />

Basis für die zu erbringenden Leistungen<br />

Basis für die zu erbringenden Leistungen sind die Unterlagen der Wettbewerbsausschreibung<br />

samt Beilagen sowie das vorliegende Raum- und Funktionsprogramm.


B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 17<br />

B.3.2<br />

B.3.2.1<br />

Geforderte Unterlagen<br />

Lageplan M 1:500 (lageoptimiert, genordet)<br />

• Bebauungsvorschlag mit Darstellung der Erschließung.<br />

• Erschließung und Parkplätze für PKW müssen dargestellt werden.<br />

• Darstellung der fußläufigen Erschließung sowie der Gebäudezugänge. Ausweisung<br />

der Zu- und Ablieferungszonen,<br />

• Darstellung der Fahrradabstellplätze<br />

• Darstellung des Aussenanlagenkonzeptes (Umgang mit dem Baumbestand)<br />

B.3.2.2 Geschoßgrundrisse M 1:200<br />

• Geschoßgrundrisse aller ober- und unterirdischen Ebenen sowie des Erdgeschoßes<br />

einschließlich Erschließung gemäß Raumprogramm<br />

• Raumbezeichnungen und –flächen laut Raum- und Funktionsprogramm,<br />

sowie Gebäudehauptmaße sind in den Geschoßgrundrissen einzutragen.<br />

• Farbige Kennzeichnung der Funktionsbereiche laut Raum- und Funktionsprogramm<br />

(lt. Beilage D1 raumprogramm_ibc-hetzendorf.pdf)<br />

• grundlegende Darstellung des Brandschutzkonzeptes (Rauch- und Brandabschnitte)<br />

B.3.2.3<br />

Grundriss „offene Lernzone“, LehrerInnenaufenthalt und Bibliothek Medi<strong>at</strong>hek<br />

M 1:100<br />

• Darstellung einer offenen Lernzone, des LehrerInnenaufenthaltsbereiches<br />

sowie der Bibliothek / Medi<strong>at</strong>hek im Maßstab 1:100 inkl. Nachweis der Möblierbarkeit<br />

(Achtung Fluchtweg / Brandschutz!)<br />

B.3.2.4 Schnitte M 1:200<br />

• mindestens ein Systemschnitt je Bauteil, bzw. ein Schnitt, der alle Bauteile erfasst<br />

• skizzenhafte Darstellung bzw. Erläuterung der Fassade oder des Fassadensystems.<br />

Die Schnitte sind mit Gebäude-, Geschoß- und Raumhöhen sowie geländebezogenen<br />

Höhenkoten zu versehen.<br />

B.3.2.5 Ansichten M 1:200<br />

Entwurfsrelevante Ansichten<br />

B.3.2.6<br />

B.3.2.7<br />

Schaubild<br />

Es ist 1 Schaubild verpflichtend: strassenseitig lt. festgelegtem Standpunkt siehe<br />

Beilage D1 (positionschaubild1.pdf). Ein photorealistisches Rendering ist nicht<br />

gewünscht. Handskizzen bzw. Collagen werden als gleichwertig akzeptiert.<br />

Schem<strong>at</strong>a<br />

- Schem<strong>at</strong>a Abbruch / Bestand / Neubau<br />

Diagramm<strong>at</strong>ische Geschoßgrundrisse M 1:500 oder maßstabslos, den Grundrissen<br />

zugeordnet, als farbige Darstellung von Abbruch (gelb), Neu- bzw. Zubau (rot) und<br />

Bestand(grau).<br />

- Schem<strong>at</strong>a Brandschutzkonzept<br />

Zur Überprüfung des Brandschutzkonzeptes sind in den diagrammisch dargestellten<br />

Geschoßgrundrissen M 1:500 Fluchtwege mit Fluchtwegslängen (Näherungsverfahren<br />

in Kreisdarstellung ist zulässig) einzutragen.<br />

Auf die Einhaltung der TRVB 130 wird ausdrücklich hingewiesen. Im Falle der Überschreitung<br />

von Brandabschnittsgrößen ist zusätzlich zum Konzept ein rechnerischer<br />

Nachweis über zusätzlich erforderliche Maßnahmen entsprechend TRVB 100<br />

anzuschließen.<br />

B.3.2.8 Baumassenmodell M 1:500<br />

Zur Verdeutlichung der Bearbeitung ist ein einfaches Baumassenmodell (Ausführung<br />

generell weiß m<strong>at</strong>t) im Maßstab 1:500, als Eins<strong>at</strong>zmodell, gefordert (siehe D.1<br />

modelleins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te.pdf)


18<br />

B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

B.3.2.9<br />

Projektbeschreibung<br />

Für die Projektbeschreibung einschließlich Motivenbericht ist die Beilage D.1 als<br />

Grundlage heranzuziehen. Die Projektbeschreibung darf insgesamt maximal 4 DIN<br />

A4 Seiten umfassen:<br />

A) Städtebauliche Aspekte<br />

B) Baukünstlerische Aspekte<br />

C) Funktionale Aspekte<br />

D) Ökonomische, ökologische Aspekte<br />

E) akustische Maßnahmen im LehrerInnenberich und in den offenen Lernzonen<br />

F) Brandschutz- und Fluchtwegkonzept in Konzeptform, max. 2 DIN A4-Seiten:<br />

Angabe der vorgesehenen technischen Anlagen zur Brandverhütung und Brandbekämpfung,<br />

die im Entwurf vorgesehen werden.<br />

Allfällige, geringfügige Abweichungen vom geforderten Raum-/Funktionsprogramm<br />

(mit Angabe der betroffenen Räume, bzw. Bereiche) sind hier zu erläutern<br />

und zu begründen. Sollten Abweichungen ohne Begründung vorgenommen werden,<br />

wird dies von der Vorprüfung gesondert vermerkt.<br />

Grundlegende Maßnahmen zur Energieeffizienz (Baukörperform und Außenflächengestaltung,<br />

Heizung) und zur Erzielung geringer Betriebs- und Wartungskosten<br />

(Orientierung des Objektes, Anordnung der Räume im Geschoß u. dgl.) sind<br />

gesondert hervorzuheben.<br />

B.3.2.10<br />

B.3.2.11<br />

B.3.2.12<br />

B.3.2.13<br />

Baukostenangaben<br />

Angaben zu den Baukosten werden von den Projektanten nicht abgerufen.<br />

Mit der Abgabe der Wettbewerbsarbeiten erklären die Teilnehmer den angegebenen<br />

Kostenrahmen eingehalten zu haben. Sollten sich Abweichungen zum<br />

genannten Kostenrahmen ergeben, h<strong>at</strong> der Projektant in jedem Fall schriftlich in<br />

der Projektbeschreibung ( B.3.2.10) darauf hinzuweisen.<br />

Raum- und Funktionsprogramm<br />

Die Flächen des Raum- und Funktionsprogramms (Nutzflächen) sowie die übrigen<br />

Nettogrundflächen sind auf beiliegendem Formbl<strong>at</strong>t in nachvollziehbarer Form<br />

einzutragen (Beilage D.1). Als Grundlage für die Ermittlung der Flächen gilt die<br />

ÖNORM B 1800 i.d.g.F.<br />

St<strong>at</strong>istische Kennwerte<br />

Die im Projekt erzielten Flächenwerte, Rauminhalte sowie Hüllflächen getrennt nach<br />

Wand- und Verglasungsflächen sind in nachvollziehbarer und überprüfbarer Form<br />

anzugeben (lt. Beilage D.1_ st<strong>at</strong>istische kenwerte_ibc-hetzendorf.xls).<br />

Verfasserbrief<br />

Das Verfasserbl<strong>at</strong>t (Beilage D.1) ist unterfertigt und mit dem Nachweis der Befugnis<br />

gemäß A. 7.2 des Auslobungstextes, in einem verschlossenen Briefumschlag, der<br />

außen nur die sechsstellige Kennzahl trägt, den Unterlagen beizulegen.<br />

B.4 Ausführungsart der Leistungen<br />

B.4.1<br />

B.4.2<br />

Pläne:<br />

Sämtliche Pläne sind auf Papier ungefaltet und nicht aufkaschiert abzugeben (in<br />

Rolle). Eine farbige Ausarbeitung ist ausdrücklich erwünscht. Eine Auflistung sämtlicher<br />

abgegebener Unterlagen ist beizulegen.<br />

Das Planform<strong>at</strong> wird auf maximal 3 Blätter DIN A0 (1189 x 841 mm) festgelegt.<br />

Verpflichtend einzuhaltendes Planlayout (siehe Beilage D.1 planlayout.pdf)<br />

Vorprüfpläne:<br />

Eine zweite Parie der Planunterlagen in der Darstellungsqualität der Präsent<strong>at</strong>ionspläne<br />

sind in gerollter Form beizulegen. Der Nachweis der „verglichenen Gebäudehöhe“ laut<br />

Bauordnung für Wien (insbesondere §81) ist - wenn in Anspruch genommen - in nachvollziehbarer<br />

Form (bemaßte Fassadenabwicklung mit Geländehöhen etc.) beizulegen.


B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 19<br />

Planlayout<br />

B.4.3<br />

B.4.4<br />

B.4.5<br />

Projektbeschreibung und Formblätter - A4-Heftmappe:<br />

Die Unterlagen im A4-Form<strong>at</strong> sind in dauerhaft gehefteter Form (Kennzahl auch auf<br />

dem Deckbl<strong>at</strong>t!) abzugeben:<br />

• Projektbeschreibung (max. 2 DIN A4)<br />

• Formblätter st<strong>at</strong>istische Kennwerte (DIN A3)<br />

CD-Rom oder USB- Stick Vorprüfung:<br />

Sämtliche Unterlagen sind auch in digitaler Form auf D<strong>at</strong>enträger beizulegen und<br />

wie folgt abzuspeichern:<br />

• sämtliche nachfolgende Unterlagen sollen unter eindeutigen D<strong>at</strong>eibenennungen<br />

mit vorangestellter Kennziffer gespeichert werden:<br />

z.B. „Kennziffer_D<strong>at</strong>eibezeichnung.pdf“<br />

• Schaubild und grafische Darstellungen im D<strong>at</strong>eiform<strong>at</strong> JPEG<br />

Auflösung: mind. 300 dpi; Größe: mind. 22 x 15cm; Größe: max. DIN A3<br />

• Texte und Tabellen als PDF<br />

• Tabellen im EXCEL-Form<strong>at</strong> (Formblätter)<br />

• Grundrisse als DWG zur Flächen- und Kub<strong>at</strong>urüberprüfung sowie als PDF zur<br />

Überprüfung des Brandschutzkonzeptes durch die Vorprüfung<br />

• Pläne im PDF-Form<strong>at</strong>, verkleinert auf Form<strong>at</strong> DIN A3 (Tischvorlage A3)<br />

• Flächenberechnungen mit Polylinien: Die zu ermittelnden Flächen (HNF,<br />

NNF, BGF, sonstige Nebenflächen, Hüllflächen) sind in den Grundrissdarstellungen<br />

als Polylinien auf getrennten, eindeutig bezeichneten und farbig<br />

unterschiedenen Layern auszuweisen und diese als 2D-Strichzeichnungen<br />

abzuspeichern. Die D<strong>at</strong>eien müssen AutoCAD 2007-komp<strong>at</strong>ibel sein. Nicht<br />

nachvollziehbare oder fehlende Angaben werden als solche im Vorprüfbericht<br />

vermerkt.<br />

CD-Rom oder USB-Stick Publik<strong>at</strong>ion:<br />

Für die Publik<strong>at</strong>ion der Projekte im Internet auf www.architekturwettbewerb.<strong>at</strong><br />

sollen die Projektd<strong>at</strong>en wie folgt abgespeichert werden:<br />

• sämtliche nachfolgende Unterlagen sollen unter eindeutigen D<strong>at</strong>eibenennungen<br />

mit vorangestellter Kennziffer gespeichert werden:<br />

z.B. „Kennziffer_D<strong>at</strong>eibezeichnung.pdf“<br />

• D<strong>at</strong>eigrößen sämtlich kleiner 1MB


20 B Besonderer Teil Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

• alle Plantafeln im PDF-Form<strong>at</strong>, verkleinert (Auflösung min. 150 dpi)<br />

• eine anschauliche Einzeldarstellung (Perspektive, Axonometrie) im JPG-Form<strong>at</strong><br />

• Projektbeschreibung als PDF<br />

B.4.6<br />

Modell:<br />

Weißes, einfaches Massenmodell/Arbeitsmodell auf Eins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te (siehe A. 3.2.2)<br />

Übersichtsliste abzugebender Unterlagen:<br />

Titel<br />

Abzugeben analog<br />

Abzugeben digital<br />

auf CD-Rom<br />

Bl<strong>at</strong>t 1<br />

Bl<strong>at</strong>t 2<br />

Bl<strong>at</strong>t 3<br />

1x A0 quer, 1 x A3 quer<br />

1x A0 quer, 1 x A3 quer<br />

1x A0 quer, 1 x A3 quer<br />

.pdf<br />

.pdf<br />

.pdf<br />

Vorprüfpläne Bl<strong>at</strong>t 1, 2 und 3 je A0 (1189 x 841 mm) .pdf<br />

Formblätter st<strong>at</strong>istische Kennwerte A3 quer .pdf, .xls<br />

Prüfpläne zu st<strong>at</strong>istische Kennwerte / Raumpolygone A3 (ohne Maßstab) .dwg, .pdf<br />

Projektbeschreibung A4 hoch .pdf (max. 4 A4)<br />

Verzeichnis der Unterlagen A4 hoch .pdf (max. 1 A4)<br />

Verfasserbrief mit Verfasserbl<strong>at</strong>t und Befugnisnachw. undurchs. Briefumschlag /<br />

Baumassenmodell 1:500 (auf Eins<strong>at</strong>zpl<strong>at</strong>te) ja /<br />

Elektronischen D<strong>at</strong>en sind ebenfalls anonymisiert abzugeben. Es ist darauf zu achten,<br />

dass sämtliche Hinweise, die die Identität des Verfasser preisgeben, entsprechend<br />

EDV-technisch entfernt werden!<br />

B.5 Kennzeichnung der Unterlagen<br />

Sämtliche Teile der Wettbewerbsarbeit und alle Beilagen sind zur Wahrung der<br />

Anonymität mit einer Kennzahl zu versehen, die aus sechs Ziffern besteht und in<br />

einer Größe von 1 cm Höhe und 6 cm Länge auf jedem Bl<strong>at</strong>t und auf jedem Schriftstück<br />

der Arbeit rechts oben anzubringen ist. Bei gebundenen Schriftstücken ist die<br />

Kennzahl nur am Titelbl<strong>at</strong>t zu verwenden.<br />

Alle Einzelstücke der Wettbewerbsarbeiten haben ferner die Aufschrift<br />

WETTBEWERB BHAK & BHAS, IBC-HETZENDORF, 1120 WIEN<br />

zu tragen.<br />

Die Wettbewerbsarbeiten sind doppelt verpackt einzusenden bzw. abzugeben.<br />

Die äußere Verpackung ist mit der Kennzahl und mit der Bezeichnung<br />

WETTBEWERB BHAK & BHAS, IBC-HETZENDORF, 1120 WIEN<br />

zu versehen.<br />

Auf der inneren Verpackung ist lediglich die Kennzahl anzubringen.<br />

In der inneren Verpackung sind sämtliche gefordertes Unterlagen lt. Pkt. B.4 sowie<br />

der Verfasserbrief lt. Pkt. B.3.2.13 einzuschließen.


B Besonderer Teil<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 21<br />

B.6 Beurteilungskriterien<br />

Für eine Überprüfung ist die Vollständigkeit der Unterlagen maßgebend.<br />

Die Bewertung und Reihung durch das Preisgericht erfolgt anhand der nachfolgend<br />

angeführten, in ihrer Bedeutung gleich gewichteten Beurteilungskriterien:<br />

B.6.1<br />

B.6.2<br />

B.6.3<br />

B.6.4<br />

B.6.5<br />

Städtebauliche Lösung<br />

• Gestaltung der Außenräume<br />

• Bezug zur Umgebung<br />

Funktionale Lösung<br />

• Äußere und innere Erschließung<br />

• An- und Zuordnung der Funktionsbereiche<br />

• Funktionalität der Gesamtlösung<br />

Innov<strong>at</strong>ionsgrad<br />

• räumliche und funktionale Abbildung des innov<strong>at</strong>iven Raumprogramms<br />

• Umgang und Umsetzung in Zubau und Bestand<br />

Baukünstlerische Lösung<br />

• Baukünstlerischer Ans<strong>at</strong>z<br />

• Entwurfsidee<br />

• Gesamtstruktur<br />

• Architektonische Qualität im Außen- und Innenraum<br />

Ökonomische, ökologische Lösung<br />

• Wirtschaftlichkeit der Gesamtlösung in Errichtung und Betrieb<br />

• Einschätzung der Einhaltung der Kostenvorgaben<br />

• Wirtschaftlicher Umgang mit Ressourcen von Errichtung über Betrieb bis<br />

Abbruch


22<br />

C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

C<br />

Aufgabenstellung<br />

Das ibc-:hetzendorf besteht im Wesentlichen aus 3 Baukörpern. Zwei mit einem<br />

Mitteltrakt verbundene Gebäude befinden sich auf der Liegenschaft Hetzendorfer<br />

Straße Nr. 66 und ein Gebäude auf der Hetzendorfer Straße Nr. 68.<br />

Der älteste Gebäudeteil (Straßengebäude Nr. 66) aus der Gründerzeit (1898) beherbergte<br />

ursprünglich eine Volksschule der Stadt Wien für Knaben und Mädchen. Erst<br />

in den 1970-iger Jahren entstanden das hintere Gebäude und der Mitteltrakt, der<br />

eine Verbindung mit dem Hauptgebäude in nur einem Geschoß ermöglicht.<br />

Das Nebengebäude Hetzendorferstraße 68 wurde in den 1980iger Jahren errichtet<br />

und ist derzeit mit den Hauptgebäuden nur durch einen unterirdischen Gang<br />

verbunden.<br />

Die Gebäude sind augenscheinlich sanierungsbedürftig und weisen zudem akuten<br />

Raummangel auf.<br />

Im Rahmen der Generalsanierung und Erweiterung ist ein Abbruch des Nebengebäudes<br />

(Nr. 68) sowie eine Funktionssanierung der Hauptgebäude (Nr.66) mit<br />

Neubau des Mitteltraktes geplant.<br />

Die Bundeshandelsschule und Bundesandelsakademie bietet in Tages- und Abendbetrieb<br />

einen Abschluss in acht verschiedenen Formen an:<br />

• Handelsakademie<br />

• Bilinguale Handelsakademie<br />

• Kolleg<br />

• Bilinguales Kolleg<br />

• Aufbaulehrgang<br />

• Handelsschule<br />

• Handelsakademie für Berufstätige (Abendform)<br />

• Kolleg für Berufstätige (Abendform)<br />

Die neue Schule soll einem Konzept entsprechen, welches vom Stammklassenprinzip<br />

abgeht und wesentliche Teile des Departementsystems übernimmt. Neben den<br />

traditionellen Lehr- und Lernformen wird großer Wert auf altern<strong>at</strong>ive und kooper<strong>at</strong>ive<br />

Unterrichtsformen gelegt, welche die Individualisierung des Unterrichts zum<br />

Ziel haben.<br />

Das Leitbild ibc-: hetzendorf ist durch folgende Faktoren gekennzeichnet:<br />

• Intern<strong>at</strong>ional<br />

• Praxisbezogen<br />

• Teamorientiert<br />

• Technologisch am neuesten Stand<br />

• Umwelt- und Gesundheitsbewusst<br />

• Ganzheitlich nach den Richtlinien des St.Galler Managementsystems<br />

Die Schule, mit 37 Tages-Unterrichtsräumen und 23 Abend-Unterrichtsräumen, beherbergt<br />

rund 1.700 SchülerInnen und etwa 150 Lehrpersonen. Rund 1000 Schüler<br />

und Schülerinnen besuchen die Schule untertags und etwa 700 Schüler nehmen<br />

das Angebot der Abendschule wahr.<br />

In intensiver Auseinandersetzung mit den NutzerInnen des bestehenden Schulstandortes<br />

wurde ein zukunftsweisendes Raumkonzept erarbeitet, welches die<br />

Umsetzung der pädagogischen Konzepte auf räumlich-organis<strong>at</strong>orischer Ebene<br />

ermöglichen soll.<br />

Daraus leiten sich flexible, offene Lernsitu<strong>at</strong>ionen ab, die einer räumlichen Entsprechung<br />

bedürfen. Diese bilden sich im vorgegebenen Raum- und Funktionsprogramm<br />

ab.


C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 23<br />

C.1 Das Wettbewerbsgebiet<br />

C.1.1<br />

Lage in der Stadt<br />

Der Schulkomplex befindet sich im 12. Wiener Gemeindebezirk und wird direkt von<br />

der Hetzendorferstrasse, einer stark frequentierten Nebenverkehrsroute, erschlossen.<br />

C.1.2<br />

Erreichbarkeit Öffentlicher Verkehr<br />

Der Schulstandort ist durch die Haltestellen der Straßenbahnlinie 62, der Autobuslinie<br />

16A und der S-Bahn gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Rund 80 %<br />

der Schüler und Schülerinnen kommen aus der Richtung S-Bahnst<strong>at</strong>ion Hetzendorf.


24 C Aufgabenstellung C.1.3 Planungsgebiet und Bestand<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Das Planungsgebiet wird im Süden von der Hetzendorfer Strasse erschlossen und<br />

ist von Wohngebäude bzw. Gemeindebauten umgeben.<br />

Hetzendorferstrasse<br />

Lage- und Höhenplan<br />

Legende<br />

Fläche Sportpl<strong>at</strong>z nicht Gegenstand der Planung<br />

Planungsgebiet<br />

Das gesamte Planungsgebiet umfasst ca 5797,84 m 2 . Die anteilige bebaubare Gesamtgrundfläche<br />

beträgt ca. 3099 m 2 und ist in zwei unterschliedliche Bauklassen (II<br />

+ III) unterteilt. Eine Zugängigkeit des Sportpl<strong>at</strong>zes ist zu erhalten.


C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 25<br />

Lageplan / Bestandsgebäude:<br />

Hauptgebäude Hetzendorfer Straße 66 (orange)<br />

Nebengebäude Hetzendorfer Straße 68 (blau)<br />

Die Grundrisse der Bestandsgebäude liegen der Auslobung bei (siehe Beilage D.1).<br />

Das unmittelbare Planungsgebiet weist einen Baumbestand aus, welcher aus dem<br />

Lage- und Höhenplan (siehe D.1) ersichtlich ist.<br />

Folgende Bauteile können<br />

abgebrochen werden:<br />

Abbruch möglich<br />

zu erhaltender Bestand<br />

Anmerkung: Ein Totalabbruch ist nicht vorzusehen!<br />

Der als zu grau gekennzeichnete Bestand ist jedenfalls zu erhalten und in die Planung<br />

miteinzubeziehen.<br />

Außenanlagen, PKW- und Fahrrad-Abstellplätze:<br />

Derzeit befinden sich ca. 25 PKW - Stellplätze an der ostseitigen Grundstücksgrenze<br />

mit Zufahrt über die Hetzendorferstrasse 66. Die Fahrradabstellplätze sind momentan<br />

vor dem Nebengebäude, links des Durchgangs zu den Wohnbauten, pl<strong>at</strong>ziert.


26<br />

C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

C.2 bauliche und funktionelle Zielvorstellungen<br />

C.2.1<br />

C.2.2<br />

C.2.3<br />

C.2.4<br />

Zugang, Eingang (Zugangskontrolle, Portier)<br />

Durch den Neu- bzw. Umbau ist eine zentrale und orientierungsfreundliche Eingangssitu<strong>at</strong>ion<br />

zu schaffen. Dort ist eine Portier- bzw. Schulwartloge vorzusehen.<br />

Ein direkter Zugang vom Eingangsbereich in die Zentralgarderobe ist organis<strong>at</strong>orisch<br />

erforderlich. Die Schule wird jedoch im Betrieb nicht als „P<strong>at</strong>schenschule“<br />

geführt.<br />

Funktionalität<br />

Durch den Um- und Zubau erwartet sich der Nutzer eine Schule der kurzen Wege<br />

und der optimierten räumlichen Verbindungen.<br />

innere Erschließung / Aufenthaltsqualität<br />

Um die Aufenthaltsqulitäten zu verbessern sind breite Gänge, kurze Wege und eine<br />

gute Orientierbarkeit im Gebäude unerlässlich. In Abstimmung mit den Auflagen<br />

des Brandschutzes sind in den Erschließungsbereichen Rückzugsnischen sowie<br />

Sitzbereiche gewünscht.<br />

Raum- und Funktionsprogramm, funktionelle Anforderungen<br />

Das Raum- und Funktionsprogramm ist in Beilage D.1 tabellarisch übersichtlich und<br />

nach Funktionsbereichen gegliedert erfasst.<br />

Zu den nachfolgenden Beschreibungen der zum Teil von den gängigen Organis<strong>at</strong>ionsstrukturen<br />

abweichenden Funktionen und Zielvorstellungen sei als vertiefende<br />

Anregung auch die Lektüre des beiliegenden „Qualitätenk<strong>at</strong>alog“ (Beilage D.2)<br />

empfohlen.<br />

Das erarbeitete räumlich-pädagogische Konzept des ibc-: hetzendorf (BHAS u<br />

BHAS) ist gekennzeichnet durch einen Funktionsmix von klassischen Unterrichtsräumen<br />

in unterschiedlichen Grössen mit offenen Arbeits- und Aufenthaltszonen für<br />

LehrerInnen und SchüllerInnen.<br />

Ein großes Augenmerk wird auf großzügige SchülerInnen- und LehrerInnenarbeitsund<br />

aufenthaltsbreiche gelegt. Es soll dem Lehrpersonal sowohl individuelle<br />

Arbeitsbereiche als auch die räumlichen Möglichkeiten zur Teamarbeit bieten.<br />

Die SchülerInnenbereiche sind darauf ausgerichtet, selbständiges Lernen und<br />

Arbeiten individuell und in der Gruppe zu fördern.<br />

Ermittelter Raumbedarf:<br />

„kleine“ Unterrichtsräume (50 m 2 ) - Sprache (ca. 20 SchülerInnen) 8<br />

„kleine“ Unterrichtsräume (55 - 59 m 2 )- Sprache (ca. 20 SchülerInnen) 10<br />

Bio/Ph/Ch-Saal (z.Zt. nur 2, eine Stunde davon in großem Unterrichtsraum) 3<br />

„große“ Unterrichtsräume (mehrheitlich BWL/RW; auch Geografie, Geschichte) 17<br />

EDV-Säle 9<br />

BWZ ( Betriebswirtschaftliche Zentren) 2<br />

„kleiner“ Unterrichtsraum - Religion (ca. 15 SchülerInnen) 1<br />

Der ermittelte Raumbedarf beträgt daher 50 gleichzeitig belegbare Räume.


C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 27<br />

Räumliche Qualitäten:<br />

Entsprechend dem Raum- und Funktionsprogramm (Beilage D1) werden nachfolgend<br />

die einzelnen Bereiche in ihren räumlich- funktionellen Anforderungen und<br />

Qualitäten beschrieben:<br />

Aula, Buffet (Cafeteria, Chill-Bereich)<br />

Diese Bereiche bilden gewissermaßen den halböffentlichen Bereich des neuen ibc-:<br />

hetzendorf, das derzeit über keine solchen Bereiche verfügt.<br />

Für die Aula werden folgende Qualitäten gewünscht:<br />

- Viel n<strong>at</strong>ürliches Licht, großzügige Verglasung<br />

- Helle und freundliche Gestaltung<br />

- Effizienter Sonnenschutz<br />

- Ausgang auf eine Terrasse, eventuell im Sommer terrassenseitig komplett zu<br />

öffnen<br />

Der Buffetbereich wird mit einer Aufwärmküche betrieben, zusätzlich sollen Autom<strong>at</strong>en<br />

für Kaffee, Snacks, Getränke aufgestellt werden. Lagerungs- und Reinigungsmöglichkeiten<br />

für schuleigenes Geschirr sowie Kühlmöglichkeiten sind vorzusehen.<br />

Es ist eine Zonierung in Bereiche wie Esszone und Cafébereich (mit Kaffeebar und<br />

Stehtischen), bzw. SchülerInnen- und LehrerInnenbereich vorzusehen.<br />

Die Schule wünscht sich eine flexible und gemütliche Möblierung mit Sitzmöglichkeiten<br />

sowohl für größere als auch für kleinere Gruppen.<br />

Folgende spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist gewünscht:<br />

Infoscreen, Beameranschluss<br />

Mehrzweckraum<br />

Der Mehrzweckraum soll ein multifunktionaler Veranstaltungssaal mit Bühne / Podium<br />

und Raum für Konferenzen, M<strong>at</strong>ura, Kunst und Kultur etc. sein.<br />

Für Veranstaltungen wird das Buffet / die Cafeteria herangezogen, daher ist eine<br />

gute Anbindung anzustreben.<br />

Der Mehrzwecksaal benötigt eine optimierte Akustik, gute Verdunkelungsmöglichkeiten<br />

und eine effiziente Belüftung.<br />

Ein direkter Zugang ins Freie (eventuell öffenbare Wand) wird seitens der Schule<br />

gewünscht.<br />

Folgende spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist gewünscht: Multimedia-Ausst<strong>at</strong>tung<br />

mit Audioanlage & Präsent<strong>at</strong>ionselektronik (Beamer, Projektionsleinwand etc.)<br />

Bibliothek / Medi<strong>at</strong>hek<br />

Die Bibliothek soll mit <strong>at</strong>traktiven Sitzmöglichkeiten wie z.B. Sitzstufen, Leseinseln<br />

etc. zum Verweilen einladen. Für die Nutzer und Nutzerinnen der Bibliothek sollen<br />

Bereiche des Rückzugs, der Recherche und PC- Arbeitsplätze angeboten werden.<br />

Ein Gruppenarbeitsbereich oder -raum innerhalb des dafür im Raum- und Funktionsprogramm<br />

ausgewiesenen Flächenbedarfs (siehe Beilage D1) wird benötigt.<br />

In der Bibliothek ist auch die Lagerung und Verwendung von audiovisuellen Medien<br />

vorgesehen. Eine beamertaugliche Ausführung ist anzustreben, sodaß Präsent<strong>at</strong>ionen<br />

vor kleinerem Publikum möglich sind.


28<br />

C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Ein direkter Zugang ins Freie wird seitens der Schule gewünscht.<br />

Folgende spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist gewünscht:<br />

EDV-gestütztes Verwaltungssystem.<br />

Unterrichtsräume<br />

Eine zeitgemäße und flexible Möblierung ist dem Schulteam ein großes Anliegen.<br />

In den Klassen soll ausreichend Stauraum und auch ein versperrbarer Schrank für<br />

das Lehrpersonal zur Unterbringung diverser Medien, Notebooks usw. zur Verfügung<br />

stehen.<br />

Die Belichtung der Unterrichtsräume ist gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu<br />

erfüllen. Auch bei kontrollierter Be- und Entlüftung muss es die Möglichkeit zur<br />

Fensteröffnung geben.<br />

Weitere Qualitäten:<br />

- Effizienter Sonnenschutz<br />

- Optimierte Akustik<br />

EDV / IT- Ausst<strong>at</strong>tung:<br />

Audioverkabelung und DVI - Verkabelung (Beamer) ist in jedem Unterrichtsraum<br />

vorzusehen. Beamer - und Tafelflächen sollen nebeneinander angeordnet sein.<br />

Je zwei EDV- Säle sind so hintereinander anzuordnen, dass sie durch eine flexible<br />

Wand miteinander verbunden werden können. Damit können diese Räume für<br />

Schularbeiten in Deutsch und für die Zentralm<strong>at</strong>ura (für ca. 240 Schüler und Schülerinnen)<br />

verwendet werden.<br />

Da die Zentralm<strong>at</strong>ura nur in einem verkabelten Netz abgehalten werden darf, müssen<br />

neben den EDV - Räumen auch alle anderen großen Unterrichtsräume mit 15<br />

- 18 LAN Dosen ausgest<strong>at</strong>tet sein. Nur so kann garantiert werden, dass alle M<strong>at</strong>uraklassen<br />

in allen Tages- und Abendformen die Zentralm<strong>at</strong>ura durchführen können.<br />

Die Kustodi<strong>at</strong>sräume sollten zusammenhängend, aber dreiteilig sein:<br />

Ein Raum als Lager- und Repar<strong>at</strong>urraum,<br />

ein Raum als Arbeitsraum für Kustoden und<br />

ein Raum für den Server.<br />

Mindestens 20 Netzwerkdosen im Serverraum und mindestens 40 Netzwerkdosen<br />

im Kustoden- und Repar<strong>at</strong>urraum (plus Stromdosen) werden vorzusehen sein.<br />

Der Serverraum muss klim<strong>at</strong>isiert sein, alle Räume müssen über ein Fenster verfügen<br />

(Reduktion Elektrosmog).<br />

Nützlich wäre eine Sichtverbindung zwischen den Arbeitsplätzen der Kustoden<br />

zu den Servern (Fenster), um eventuelle Defekte durch Aufleuchten verschiedener<br />

Warnlampen sofort erkennen zu können.<br />

Die Switchs, die nicht im Serverraum installiert werden, sollten in eigenen kleinen<br />

Räumen oder Wandnischen untergebracht werden, damit der Gerätelärm den Unterricht<br />

nicht stört. Auch diese Räume sind ausreichend zu be- und entlüften.<br />

Betriebswirtschaftliche Zentren (BWZ):<br />

Das BWZ stellt räumliche eine Übungsfirma dar. Ziel des Unterrichts in der Übungsfirma<br />

ist die fächerübergreifende, handlungs - und problemorientierte Vermittlung<br />

von Wissen über innerbetriebliche Abläufe.<br />

Daher sind die BWZs jeweils als Großraumbüro mit Besprechungseinheit für bis<br />

zu 30 Personen und Präsent<strong>at</strong>ionsbereich zu konzipieren. Auf die Vermeidung von<br />

Überwärmung (aufgrund der multimedialen Ausst<strong>at</strong>tung) ist besonderes Augenmerk<br />

zu richten.


C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 29<br />

Offene Lernzone - SchülerInnenarbeitsbereiche<br />

Die Offene Lernzone sollte in erster Linie ein Ruheraum zum Lernen sein!<br />

Grundsätzlich soll die Lernzone ein flexibler, offener Bereich sein. Mittels mobilen<br />

Trennelementen, Möblierung, Kojen etc. ist dieser große Bereich jedoch zu zonieren.<br />

Bereiche:<br />

- Sitzgruppen bzw. -ecken<br />

- Student Networking Lounge<br />

- offene kleine Arbeitsinseln<br />

- Meetingbereich<br />

- PC-Arbeitsbereiche - in Gruppen und individuell, st<strong>at</strong>ionär und mit Notebook,<br />

eventuell auch Stehpulte<br />

- Selbststudienzone, Lernkojen (Freistunden, Projektvorbereitung, Gruppenarbeiten)<br />

Ein abgetrennter Bereich für SchülervertreterInnen ist vorzusehen.<br />

Diese Lernzonen sollen an den von den SchülerInnen zurückgelegten Wegen liegen<br />

und können auch auf bis zu 3 Bereiche aufgeteilt werden.<br />

Für Lern- und Moder<strong>at</strong>ionsm<strong>at</strong>erial ist ausreichend Stauraum bereitzustellen, außerdem<br />

wird eine Tafel oder ein Whiteboard benötigt.<br />

Die Möblierung wird ausschlaggebend für Nutzungsqualitäten und Akzeptanz<br />

dieses Bereichs sein und ist im Wettbewerb daher darzustellen.<br />

Zugunsten der Großzügigkeit der Offenen Lernzone kann dieser Raum unter Beachtung<br />

der Brandschutzbestimmungen als Durchgangsraum konzipiert werden.<br />

Spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung: Kopiergerät für SchülerInnen, PC-Arbeitsplätze<br />

(s.o.)<br />

LehrerInnenbereiche / Verwaltung<br />

Der Verwaltungsbereich ist jener mit „Publikumsverkehr“, welcher sich vom Aufenthaltsbereich<br />

der LehrerInnen unterscheidet. Es ist darauf zu achten, daß diese<br />

Bereiche von allen Gebäudeteilen gut erreichbar sind.<br />

Der Verwaltungsbereich benötigt folgende Räume / Zonen:<br />

- Direktion<br />

- Schularztraum<br />

- Administr<strong>at</strong>ion (3 Arbeitsplätze), mit direkter Verbindung zur Direktion<br />

- Sekretari<strong>at</strong>, unterteilt in Front-(3 Arbeitsplätze) und Back-(2 Arbeitsplätze) Office<br />

mit deutlicher Abgrenzung und direkter Verbindung zur Direktion<br />

- Teeküche<br />

- Lagerraum<br />

- Kopierraum<br />

- 2 Besprechungsräume für Elterngespräche und Gespräche Lehrer / Schüler<br />

- 1 kleiner Arbeitsraum mit Besprechungsmöglichkeit für den Studienkoordin<strong>at</strong>or<br />

LehrerInnen- Aufenthalts- und Arbeitsbereich:<br />

Das Flächenverhältnis des LehrerInnen- Aufenthalts- und Arbeitsbereich soll 1/3<br />

Aufenthaltsbereich zu 2/3 Arbeitsbereich betragen.<br />

LehrerInnenaufenthaltsbereich:<br />

Der LehrerInnenaufenthaltsraum ist in einen kommunik<strong>at</strong>iven Essbereich und einen<br />

Rückzugsbereich (Relax-Zone) mit gemütlicher Möblierung zu gliedern. Dem Essbereich<br />

ist eine Kücheneinheit zuzuordnen, in welcher kleine GErichte aufgewärmt


30<br />

C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

werden können. Die NutzerInnen wünschen sich für diesen Bereich „Bistrocharakter“.<br />

Außerdem werden kleine Besprechungsinseln gewünscht.<br />

Zwischen LehrerInnenaufenthaltsraum und LehrerInnenarbeitsbereich soll eine<br />

direkte Verbindung (z.B. Treppe) geschaffen werden.<br />

Ein kleiner Umkleideraum mit Wasch- und eventuell Duschmöglichkeit ist vorzusehen.<br />

Folgende spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist gewünscht: Info-Screens<br />

LehrerInnenarbeitsbereich:<br />

Der LehrerInnenarbeitsbereich ist als strukturiertes Großraumbüro mit flexiblen<br />

Raumteilern und mit Wechselarbeitsplätzen („Desk-Sharing“) zu konzipieren.<br />

Die Möblierung ist ausschlaggebend für Nutzungsqualitäten und Akzeptanz dieses<br />

Bereichs und ist im Wettbewerb daher darzustellen.<br />

Als Großraumbüro benötigt der LehrerInnenarbeitsbereich eine besonders gute<br />

akustische Ausst<strong>at</strong>tung. Vorschläge zu entsprechenden Maßnahmen sollen dargestellt<br />

oder beschrieben werden. PC-Arbeitsplätze sind vorzusehen.<br />

Folgende spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist gewünscht: Info-Screens<br />

Sport- und Bewegungsbereiche<br />

Vorzusehen ist eine Normalhalle (15 x 27 m) sowie ein Gymnastiksaal (10 x 18 m)<br />

inkl. aller erforderlichen Nebenräume gemäß ÖNORM B 2608.<br />

Trotz der gegebenfalls teilweise oder völlig unterirdischen Situierung sind Tageslichtqualitäten<br />

soweit wie möglich anzustreben.<br />

Wünsche der Schule:<br />

- Gymnastikraum mit abdeckbarer Spiegelwand<br />

- „Bolderwand“ (Kletterwand)<br />

- Möglichst kurze Wege zum Außenbereich / zur Freisportanlage<br />

Als spezifische technische Ausst<strong>at</strong>tung ist in beiden Turnsälen eine Audioausst<strong>at</strong>tung<br />

vorgesehen.<br />

Garderoben<br />

Die Garderobe(n) ist (sind) in überschaubare, einsehbare, angstfreie Bereiche zu<br />

unterteilen.<br />

Für alle SchülerInnen (1.700) sind Spinde zur Aufbewahrung von Kleidung (inkl.<br />

Schuhe) und Lernm<strong>at</strong>erial vorzusehen.<br />

Als Anregung zur Strukturierung können die Garderobenspinde der Tages- und<br />

AbendschülerInnen jeweils nebeneinander angeordnet werden, um durch Reduktion<br />

des Gleichzeitigkeitsfaktors beengte Situ<strong>at</strong>ionen im Betrieb zu vermeiden.<br />

Für LehrerInnen und Verwaltungspersonal (ca. 150 Personen) ist vorzugsweise im<br />

Bereich der Zentralgarderobe (altern<strong>at</strong>iv auch im LehrerInnenaufenthaltsbereich)<br />

ein eigener, versperrbarer Bereich anzuordnen.<br />

Die Trennung von LehrerInnen- und SchülerInnengarderobe wird gewünscht. Eine<br />

seper<strong>at</strong>e Zugänglichkeit des Lehrpersonals zu ihren Garderoben ist anzustreben.<br />

Nebenräume<br />

Vorzusehen sind:<br />

- 1 Putzraum in jedem Stockwerk (mit M<strong>at</strong>eriallager)


C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 31<br />

- Raum für Schulbuchlagerung (enorme Menge!!)<br />

- Serverräume und EDV-Kustodenräume<br />

- Großer Archivraum im Keller (zur Lagerung von Amtsschriften)<br />

Die Personalräume für das Servicepersonal ( 1 leitende SchulwartIn, 1 HilfsschulwartIn<br />

(Repar<strong>at</strong>ur), Reinigungspersonal: 4 Personnen) sind mit geschlechtergetrenntem<br />

Umkleideraum mit Dusche und WC vorzusehen.<br />

Sanitärräume<br />

- Für die Berechnung der Anzahl der Sanitäreinheiten sind 1000 gleichzeitig anwesende<br />

Schüler und Schülerinnen anzunehmen. Der Anteil an weiblichen Schülerinnen<br />

am ibc beträgt 60 – 70 %. Dies muss bei der Sanitärplanung berücksichtigt<br />

werden.<br />

Für die Anzahl, Lage und Ausführung der Sanitäranlagen wird explizit auf die<br />

Einhaltung der Richtlinien der ÖISS, der Bundes - Arbeitsstättenverordnung und der<br />

ÖNORM B 1600 verwiesen, da diese projektspezifisch verschieden sein können.<br />

- Für das Lehrpersonal sind von den Schülern getrennte Sanitärbereiche, insbesondere<br />

im Bereich Verwaltung und LehrerInnenaufenthalt, anzuordnen. Das Verhältnis<br />

von weiblichem und männlichem Lehrpersonal beträgt 2:1.<br />

Außenraum – Freiräume – Terrassen<br />

Der Gestaltqualität des Zugangsbereichs Hetzendorfer Straße wird besonderes<br />

Augenmerk geschenkt.<br />

Gewünscht sind Terrassen vor Aula / Buffet, Bibliothek und Mehrzwecksaal. Ebenso<br />

soll eine Terrasse beim NAWI-Bereich angeordnet werden, welcher zur n<strong>at</strong>urwissenschaftlichen<br />

Ausgestaltung herangezogen werden soll (Eigenanbau von Pflanzen<br />

etc.).<br />

Freiräume/ Terrassen sollen folgende Qualitäten aufweisen:<br />

- Sitzmöglichkeiten<br />

- Möglichkeit für Gruppenunterricht im Freien<br />

- Überdachte Bereiche, u.a. für Fahrräder<br />

- Wo möglich Erhaltung des Baumbestands<br />

- Attraktive Gestaltung des Schulvorpl<strong>at</strong>zes<br />

C.2.5<br />

Weitere Anforderungen<br />

Fahrradabstellplätze und PKW-Stellplätze<br />

In Hinblick auf die schlechte Erreichbarkeit des Standortes mit dem Fahrrad ist<br />

seitens des Auslobers die Einhaltung der ÖISS- Richtlinie nicht verbindlich. Es sollen<br />

jedoch zumindest 20 - 30 Fahrradstellplätze möglichst im Vorgartenbeich dargestellt<br />

werden. Als Parkierungsmöglichkeit sind insgesamt 15 bis 20 PKW- Stellplätze<br />

im Planungsgebiet vorzusehen. Jedenfalls ist keine Tiefgarage vorzusehen.<br />

Gendergerechtes Bauen<br />

Bei diesen beiden vorgenannten Bereichen wird auch auf die besonderen Erfordernisse<br />

des gendergerechten Bauens hingewiesen: insbesondere sollen angstfreie<br />

Räume und Raumzonen geschaffen werden. In der zumeist im Untergeschoß angeordneten<br />

Zentralgarderobe soll es zu keinen Dunkelzonen kommen. Eine Tageslichtbelichtung<br />

wäre wünschenswert. Die Freibereiche wiederum sollen, obwohl<br />

abwechslungsreich und differenziert gestaltet, gut überblickbar sein.<br />

C.2.6<br />

Energetische Optimierung<br />

Im Zuge der Generalsanierung und Erweiterung soll ein Niedrigenergiegebäude<br />

nach OIB-Richtlinie 6 errichtet werden.<br />

Wärmerückgewinnung<br />

Da durch die EDV-Ausst<strong>at</strong>tung der Schule viel Abwärme produziert wird, wird die


32<br />

C Aufgabenstellung<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien<br />

Berücksichtigung eine Abwärmenutzung mit Wärmerückgewinnung in<br />

der Planung empfohlen.<br />

Die Entscheidung über die Implimentierung einer Photovoltaikanlage<br />

erfolgt im Zuge der weiteren Planungsphase.<br />

C.2.7<br />

Licht / Besch<strong>at</strong>tung / Raumklima<br />

Auf eine bessere Tageslichtqualität wird großer Wert gelegt. Große<br />

Glasflächen bedingen raumklimaeffiziente Besch<strong>at</strong>tungseinrichtungen.<br />

Die Art und Weise der Besch<strong>at</strong>tung der Fenster- und Verglasungsflächen<br />

h<strong>at</strong> einen wesentlichen Einfluss auf die sommerliche<br />

Überwärmung (winterliche Abkühlung) und die Blendfreiheit der<br />

Unterrichts-Arbeitsplätze.<br />

Ein Kühlenergiebedarf muss vermieden oder durch passive Kühlsysteme<br />

wie Wärmespeicherung, Besch<strong>at</strong>tung und Nachtlüftung gedeckt<br />

werden. (Nachweis gem. ÖNORM B 8110 Teil 3)<br />

Die Steuerung des Sonnen- und Blendschutzes soll aus Wartungszwecken<br />

leicht zugänglich sein. Eine tageslichtabhängige Steuerung kann<br />

von Vorteil sein.<br />

C.2.8<br />

C.2.9<br />

Lärmschutz<br />

Die Hetzendorfer Straße ist eine stark ferquentierte Straße und bildet<br />

somit eine Lärmquelle, die in der Planung zu berücksichtigen ist.<br />

Aufenthaltsräume sind möglichst von der Straße abzuwenden bzw.<br />

entsprechende Lärmschutzmaßnahmen zu treffen (kontrollierte Beund<br />

Entlüftung, etc.)<br />

Ökologische Aspekte<br />

Im Selbstverständnis des ibc-: hetzendorf sind die Ziele Nachhaltigkeit<br />

und schonender Umgang mit Ressourcen fest verankert.<br />

In diesem Zusammenhang wird auch auf die ökologischen Ziele der<br />

OISS-Schulbaurichtlinien verwiesen, die Ziele für den Aussenraum und<br />

Freibereiche definiert. Unter anderem werden n<strong>at</strong>urnahe Gestaltung<br />

der Aussenräume und Dach- und Fassadenbegrünung angesprochen.<br />

C.3 Planungsvorgaben<br />

C.3.1<br />

C.3.2<br />

Barrierefreiheit:<br />

Die Barrierefreiheit gemäß ÖNORM B1600 ist sowohl im Zubau als<br />

auch in der Anbindung zum Bestand und im Bestand zu gewährleisten.<br />

Diesbezüglich wird auf die Vielfalt der Barrierefreiheit hingewiesen:<br />

neben mobilitätsbeschränkender Beeinträchtigung (Rollstuhltauglichkeit)<br />

wird auf die besonderen Erfordernisse bei Sehbehinderungen<br />

bezüglich Farb- und Raumgestaltung verwiesen.<br />

Auf das Behindertengleichstellungsgesetz ist in jeder Planungsphase<br />

zu achten.<br />

Fluchtwegesitu<strong>at</strong>ion und Brandschutz<br />

Der Bestandes sowie Zubau und Erweiterung muß den einschlägigen<br />

Gesetzen, Richtlinien und Vorschriften im Hinblick auf Brandschutz,<br />

insbesondere die Fluchtwegesitu<strong>at</strong>ion, entsprechen. Das angedachte<br />

neue pädagogische und räumlich-organis<strong>at</strong>orische Konzept legt die<br />

besondere Auseinandersetzung mit den Aspekten des Brandschutzes<br />

nahe. Daher sollen die baulichen Maßnahmen in den geforderten<br />

Ausarbeitungen gesondert dargestellt werden.


D Beilagen<br />

Wettbewerb IBC - HETZENDORF, BHAK & BHAS Hetzendorferstrasse 66 - 68, 1120 Wien 33<br />

D<br />

Beilagen<br />

D.1 Pläne und sonstige Unterlagen<br />

Folgende Planungsunterlagen können gemäß Punkt A.3.2.1 auf der<br />

Website des Verfahrensbüros (siehe Punkt A.3.2.2) nach erfolgter<br />

Registrierung im Downloadbereich (http://consulting.lisazentner.<strong>at</strong>/<br />

index/aktuelles.html ) heruntergeladen werden:<br />

• FORMBLATT Raum- und Funktionsprogramm (raumprogramm_<br />

ibc-hetzendorf.pdf)<br />

• FORMBLÄTTER St<strong>at</strong>istische Kennwerte ( st<strong>at</strong>istische kennwerte_ibc-hetzendorf.xls<br />

/ .pdf)<br />

• FORMBLATT Verfasserbrief (verfasserbrief.doc)<br />

• FORMBLATT Projektbeschreibung (projektbeschreibung.doc)<br />

• Lage- und Höhenplan, Planungsgebiet (lageplan.zip)<br />

• Plandokument 7979_29.Okt.2012 (plandokument 7979.zip)<br />

• Bestandspläne (bestand.zip)<br />

• Planlayout (planlayout.pdf)<br />

• Position Schaubild1 ( positionschaubild1.pdf)<br />

• Fotodokument<strong>at</strong>ion (fotodoku.pdf)<br />

D.2 Weitere Inform<strong>at</strong>ionen<br />

• Qualitätenk<strong>at</strong>alog (ibc-qualitätenk<strong>at</strong>alog.pdf)<br />

• Auszug aus den Schulbaurichtlinien ÖISS (schulbaurichtlinien.<br />

pdf)<br />

• Brandschutz Schulen / Richtline MA 34 (brandschutz_schulen_<br />

ma34.pdf)<br />

• Umgebungsmodell-Fotos (umgebungsmodellfotos.pdf):<br />

Zeitpunkt der Zurverfügungstellung wird beim Hearing bekanntgegeben.<br />

hilfreiche links:<br />

• Bauordnung für Wien, siehe link: http://www.wien.gv.<strong>at</strong>/recht/<br />

landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/b0200000.htm<br />

• OIB-Richtlinien, siehe link: http://www.oib.or.<strong>at</strong>/<br />

• Bundes-Arbeitsstättenverordnung, siehe link: http://www.ris.bka.<br />

gv.<strong>at</strong>/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnum<br />

mer=20002162

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