TOP 5 - Niedersachsen

mi.niedersachsen.de

TOP 5 - Niedersachsen

ROV Trassenkorridore

Raumordnungsverfahren (ROV) für Trassenkorridore

in der 12 Seemeilen-Zone bis zu den

den Netzverknüpfungspunkten

Wilhelmshaven Nord, Halbemond, Elsfleth/Moorriem

und Cloppenburg Ost

Antragskonferenz

12.11.2012

1


ROV Trassenkorridore

Vorhabensträger:

TenneT Offshore GmbH, Bayreuth

Vorbereitung der Antragsunterlagen:

Arbeitsgemeinschaft

IBL Umweltplanung GmbH, Oldenburg

Planungsgruppe Grün, Bremen

EOS Projekt Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover

Obermeyer Planen + Bauen GmbH, Hamburg

2


Tagesordnung

1. Begrüßung

2. Rahmenbedingungen Land Niedersachsen

3. Bedarf nach weiteren Korridoren

4. Bau und Betrieb der Leitungen / technische Alternativen

5. Methodik und Ergebnisse der Desktop Studien Küstenmeer und Festland /

räumliche Alternativen

5.1 Desktop Studie: Potenzielle Trassenkorridore in der 12 sm-Zone

5.2 Untersuchung potenzieller Trassenkorridore von der Anlandung zu den

Umspannwerken

6. Vorschlag zum Untersuchungsrahmen für die Antragsunterlagen

3


4

5. Methodik und Ergebnisse der Desktop Studien

Küstenmeer und Festland / räumliche Alternativen


5.

Räumliche Vorgaben: See

• Offshore-Netzplan Gesamtplanung 2030 (BSH, September 2012)

• Planung von den OWP bis zur Grenze 12sm-Zone/Küstenmeer

5

Zur Karte


Wie geht es weiter?

WHV

Halbemond

Elsfleth/Moorriem

6

6

Cloppenburg


5.1 Desktop Studie

Potenzielle Trassenkorridore in der 12 sm-Zone

Kriterien für die Bewertung

• Technische Realisierung

• Umwelt/Raumordnung

• Wirtschaftlichkeit

• Verlegung von mind. 5 Kabelsystemen je Korridor

7


5.1

Raumordnung bis 2011

8

Zur Karte


5.1

Raumordnung bis 2011

Niedersachsen

• ROV Anbindung OWP Riffgat: Kabeltrasse über die Osterems

• ROV Anbindung OWP Nordergründe: Kabeltrasse Jade (Ostseite)

• Landesplanerische Feststellung: NorGer-Kabeltrasse Jade (Ostseite)

• Trassenkorridor am Westufer der Ems belegt durch das NorNed-Kabel, das

Kabel zur Anbindung des OWP Gemini sowie die Planung für das Cobra-Kabel

• 2 Trassenkorridore für die Anbindung von OWP in der nds.12sm-Zone:

• Norderney-Trasse: 5 Kabelsysteme

• Trassenkorridor Westerems: 3 Kabelsysteme

Schleswig-Holstein

• Genehmigung von 2 Trassenkorridoren ausgehend von den Clustern HelWin

und SylWin

‣ Fast alle Varianten der Desktop Studie wurden im Küstenmeer zuvor bereits

untersucht.

9


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Technik

10

Zur Karte


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Technik

• 5 von 12 untersuchten Korridoren sind unter den derzeit technischen

Rahmenbedingungen nicht realisierbar

Gründe:

• Kreuzung der Europipe 2

• Kreuzungen von Telekomkabeln mit nicht ausreichender Tiefe

• Notwendige Überdeckung des Kabels wird nicht erreicht

• Keine ausreichende Infrastruktur für erforderliche HD-Bohrungen

• Zu 4 Korridoren wurden Alternativen gefunden

• 7 Korridore mit 11 Varianten wurden weiter untersucht

11


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Umwelt/Raumordnung

12

Zur Karte


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Umwelt/Raumordnung

• Alle Varianten weisen einen hohen oder sehr hohen Raumwiderstand auf

Gründe:

• Verlauf der Korridore durch den Nationalpark Wattenmeer bzw. Natura

2000-Gebiete

• Restriktion aufgrund mausernder Vögel, Nahrungs- und Rastflächen, Liegeund

Wurfplätze für Seehunde, Schweinswalschutzgebiet

13


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Wirtschaftlichkeit (Kostenpunkte)

14

Zur Karte


5.1

Ergebnis der Desktop Studie: Wirtschaftlichkeit

• Bewertung nach Kostenpunkten

• Berücksichtigung der Verlegung und der erhöhten Aufwendungen für

Kabelkreuzungen und HD-Bohrungen

• Die Trassenkorridore mit den kürzeren Streckenlängen sind auch bei höherem

Anteil an HDD-Aktivitäten günstiger

15


5.1

Gesamtergebnis der Desktop Studie

• Korridor K1 Westerems bietet keinen Platz für weitere Kabelsysteme

• In dem Korridor

sind bereits drei

Kabelsysteme

geplant

16


5.1

Gesamtergebnis der Desktop Studie

• Korridor K2a

Osterems/Pilsum

bietet noch Platz für

1 Kabelsystem

17


5.1

Gesamtergebnis der Desktop Studie

• Korridor K8c parallel zur NorGer-Trasse bietet noch Platz für 1, max. 2

Kabelsysteme

18


5.1

Gesamtergebnis der Desktop Studie

• Die Korridore über Norderney (K4a) und St. Peter-Ording (K12) sind nach

Bewertung der drei Themenbereiche Technik, Umwelt/Raumordnung und

Wirtschaftlichkeit die günstigsten Alternativen.

• Darauf folgen die Korridore K4b (ebenfalls über Norderney), Osterems/Pilsum

(K2a), Büsum (K10a) und Jade Wangerooge-Minsen (K8a)

• Die ungünstigsten Bewertungen erhalten die Korridore Utlandshörn und Jade

Cappel-Neufeld

19

Zur Übersichtskarte


5.2 Untersuchung potenzieller Trassenkorridore von der

Anlandung zu den Umspannwerken

Kriterien für die Bewertung

• Technische Realisierung

• Umwelt/Raumordnung

• Wirtschaftlichkeit

20


5.2

Potenzielle Landkorridore

• Es soll eine Anbindung an vier Umspannwerke erfolgen.

• Insgesamt können 10 Kabelsysteme angebunden werden.

• Landseitig werden 2 Korridore gesucht.

• Es werden

die Varianten

weiter

betrachtet,

welche

seeseitig

mind. 5

Kabelsysteme

aufnehmen

können.

21

Zur Karte


5.2

Potenzielle Landkorridore: Anlandungspunkte

• Es verbleiben 5 Korridore mit 6 Varianten bzw. 6 Anlandungspunkten:

• Hilgenriedersiel

• Utlandshörn

• Minsen

• Hooksiel

• Büsum

• St. Peter Ording

22


5.2

Potenzielle Landkorridore: Umspannwerke

• Für die vier UW ist die Anbindung folgender Systeme vorgesehen:

• UW Elsfleth/Moorriem: 1 Kabelsystem (822 MW)

• UW Halbemond: 3 Kabelsysteme (2.700 MW)

• UW Wilhelmshaven Nord: 3 Kabelsysteme (2.700 MW)

• UW Cloppenburg Ost: 3 Kabelsysteme (2.700 MW)

Die Angaben der Netzverknüpfungspunkte und Leistungen sind der Kraftwerksliste des

Netzentwicklungsplanes entnommen.

23


5.2

Übersicht über potenzielle Landkorridore

24

Zur Karte


5.2

Methodik

Untersuchung der Korridore vom Anlandungspunkt zu einem UW

• UW Halbemond: Untersuchung der beiden nächstgelegenen Korridore

Hilgenriedersiel-Halbemond und Utlandshörn-Halbemond

• UW Wilhelmshaven Nord: Untersuchung der Korridore von Minsen und

Hooksiel sowie der Korridore von Büsum und St. Peter Ording lediglich zur

Vollständigkeit

• UW Elsfleth/Moorriem und Cloppenburg Ost: Untersuchung der Korridore von

allen Anlandungspunkten

Die Anbindung des NVP im Raum Kaltenkirchen in Schleswig-Holstein wird Gegenstand eines

gesonderten Verfahrens.

25


5.2

Landkorridore: Technik

• Es ist davon auszugehen, dass landseitig alle Varianten technisch realisierbar

sind.

• Kein Ausschluss von Varianten aufgrund der technischen Realisierbarkeit.

• Die Verlegung von Erdkabeln erfolgt durch offene Verlegung oder mittels

HD-Bohrung/Verlegung in Leerrohren

• Sensible Bereiche wie Schutzdeiche, Gewässer, Gehölzreihen und

Infrastruktureinrichtungen wie Autobahnen werden unterbohrt und in die dabei

eingebauten Leerrohre später die Kabel eingezogen.

• Probleme können entstehen, wenn HD-Bohrungen mit einer Länge >1,5 km

erforderlich werden. Dann werden eine Umplanung des Korridors oder

zusätzliche bzw. abweichende Verlegetechniken erforderlich (z.B. Elbe- bzw.

Weserquerung).

26


5.2

Ergebnis Landkorridore: Umwelt/Raumordnung (Schutzgebiete)

27

Zur Karte


5.2

Ergebnis Landkorridore: Umwelt/Raumordnung (Nutzung)

28

Zur Karte


5.2

Landkorridore: Umwelt/Raumordnung

• Folgende Gebiete werden umgangen:

• Wohngebäude/geschlossene Siedlungen inkl. eines Puffers von 35m

• Vorranggebiete für Siedlungsentwicklung

• Großkraftwerke

• Wald- und Forstgebiete

• Bodendenkmäler und archäologische Fundstellen

• Weitere Gebiete mit sehr hohem oder hohem Raumwiderstand wurden

ebenfalls nach Möglichkeit umgangen

• z.B. Natura 2000-Gebiete, Nationalpark, NSG, Vorrang- und

Vorsorgegebiete Rohstoffgewinnung, Vorranggebiete für Natur- und

Landschaft

• Ein Umgehen aller Gebiete ist nicht möglich.

• Im ROV erfolgt eine detailliertere Untersuchung (z.B. Empfindlichkeit

maßgeblicher Bestandteile von FFH-Gebieten gegenüber der

Erdkabelverlegung) sowie eine Prüfung weiterer Alternativen.

29


5.2

Landkorridore: Wirtschaftlichkeit

• Bewertung nach Kostenpunkten

• Berücksichtigung der Verlegung und der erhöhten Aufwendungen für HD-

Bohrungen und Kreuzungen breiterer Gewässer (Elbe, Weser, Nord-Ostsee-

Kanal)

30


5.2

Ergebnis Landkorridore zu einem UW

31

Zur Karte


5.2

Ergebnis Landkorridore zu einem UW

• Die Korridore von Minsen und Hooksiel stellen die günstigsten Alternativen

zum UW Wilhelmshaven Nord, zum UW Elsfleth/Moorriem sowie zum UW

Cloppenburg Ost dar.

• Der Korridor von Utlandshörn zum UW Halbemond liegt ganz knapp vor dem

Korridor vom Anlandungspunkt Hilgenriedersiel, da er etwas kürzer ist.

32


5.2

Untersuchung von Synergieeffekten

• Ermittlung des Synergieeffektes bei einer Bündelung mehrerer Kabelsysteme

und Anbindung an mehrere Umspannwerke.

• Damit wird u.a. der Anforderung bzw. dem Planungsgrundsatz zur Bündelung

bestehender oder geplanter Infrastrukturen Rechnung getragen.

• Untersuchung der Bündelung von 7 Kabelsystemen, welche über einen

Anlandungspunkt an 3 Umspannwerke angebunden werden

33


5.2

Untersuchung von Synergieeffekten

• Alternativen Hilgenriedersiel Süd und Nord

• Anbindung von 7 Systemen, UW Halbemond, Elsfleth/Moorriem, CLP Ost

34

Zur Karte


5.2

Untersuchung von Synergieeffekten

• Alternativen Minsen und Hooksiel

• Anbindung von 7 Systemen, UW WHV Nord, Elsfleth/Moorriem, CLP Ost

35

Zur Karte


5.2

Untersuchung von Synergieeffekten

• Alternativen Utlandshörn Süd und Nord

• Anbindung von 7 Systemen, UW Halbemond, Elsfleth/Moorriem, CLP Ost

36

Zur Karte


5.2

Untersuchung von Synergieeffekten

• Alternativen

Büsum und

St. Peter Ording

• Anbindung von

7 Systemen,

UW WHV Nord,

Elsfleth/Moorriem,

CLP Ost

37

Zur Karte


5.2

Ergebnis Landkorridore Synergieeffekte

• Die Korridore von Hooksiel und Minsen stellen auch wieder die günstigsten

Alternativen dar.

• Danach folgen die nördlichen Alternativen von den Anlandungspunkten

Hilgenriedersiel und Utlandshörn.

• Der längste Korridor von St. Peter Ording schneidet in der Bewertung am

ungünstigsten ab.

38


5.2

Gesamtergebnis See- und Landkorridore

Günstigste Alternativen zu einem UW

• der Korridor über Norderney und Hilgenriedersiel bis zum UW Halbemond

• der Korridor über Wangerooge und Minsen bis zum UW Wilhelmshaven Nord

• der Korridor über Norderney und Hilgenriedersiel (Variante Nord) bis zum UW

Elsfleth/Moorriem

• der Korridor über Norderney und Hilgenriedersiel (Variante Nord) bis zum UW

Cloppenburg Ost

Günstigste Alternativen unter Berücksichtigung von Synergieeffekten

• der Korridor über Norderney und Hilgenriedersiel bis zum UW Halbemond

• der Korridor über Wangerooge und Minsen bis zu den UW Wilhelmshaven

Nord, UW Elsfleth/Moorriem und UW Cloppenburg Ost

39


5.2

Vorschlag zur Untersuchung im Raumordnungsverfahren

• 5 Kabelsysteme über den

Anlandungspunkt

Hilgenriedersiel zum

UW Halbemond

40

Zur Karte


5.2

Vorschlag zur Untersuchung im Raumordnungsverfahren

• 7 Kabelsysteme über Minsen,

davon 3 zum

UW Wilhelmshaven Nord,

1 zum UW Elsfleth/Moorriem

und 3 zum UW Cloppenburg

Ost

41

Zur Karte


5.2

Vorschlag zur Untersuchung im Raumordnungsverfahren

• Untersuchung im ROV: Technische Realisierbarkeit einer Wangerooge-

Querung mit 7 Kabelsystemen

• Sollten sich Einschränkungen ergeben, sind die anderen Korridore mit

entsprechend mehr Systemen auszulegen.

• Deshalb werden die Korridore zwischen dem Anlandungspunkt

Hilgenriedersiel und den UW Elsfleth/Moorriem und CLP Ost im ROV ebenfalls

untersucht.

• Die Korridore über die Anlandungspunkte Utlandshörn, Hooksiel, Büsum und

St. Peter-Ording werden im ROV nicht weiter betrachtet.

• #hier noch mit Karte „Unterlage zur Antragskonferenz Anlage 6“ und

„Ergänzung zu Anlage 6“ verlinken#

42

Zur Karte


6. Vorschlag zum Untersuchungsrahmen für die

Antragsunterlagen

1. Raumverträglichkeitsuntersuchung

2. Umweltverträglichkeitsuntersuchung

3. Untersuchungsraum

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

5. Artenschutz

6. Natura 2000 – Gebietsschutz

7. Verträglichkeitsuntersuchung nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

43


6.

1. Raumverträglichkeitsuntersuchung

Untersuchungsinhalte

Auswirkungen auf

• die gesamträumliche Entwicklung des Landes, seiner Teilräume und die

zentralörtliche Gliederung

• die Siedlungsstruktur

• Freiräume (Freiraumverbund, Natur und Landschaft, Natura 2000 etc.)

• Freiraumnutzungen (Land-, Forstwirtschaft, Fischerei,

Grünlandbewirtschaftung, Rohstoffgewinnung, Erholung, Küstenschutz etc.)

• technische Infrastruktur und raumstrukturelle Standortpotenziale

(Verkehr, Ver- und Entsorgung, andere Planungen)

44


6.

1. Raumverträglichkeitsuntersuchung

Untersuchungsgebiet (Vorschlag)

• Landtrassen: Untersuchungskorridor von 600 m Breite

• Seetrassen: Untersuchungskorridor von 1.000 m Breite

• Erweiterung dieser Korridore, falls wesentliche Auswirkungen zu erwarten sind

Erarbeitung auf Grundlage vorhandener Planwerke und Datengrundlagen

Verfahrensschritte

• Abgrenzung Korridor, Auswertung Planwerke & Datengrundlagen

• Integration der entscheidungserheblichen Ergebnisse der UVU

• Sachgebietsbezogene Analyse und Bewertung der Auswirkungen (Vorhaben /

Trassenvarianten)

• Sachgebietsübergreifende Bewertung und Aufbereitung

45


6.

2. Umweltverträglichkeitsuntersuchung

Schutzgüter nach UVPG

• Mensch einschließlich menschliche Gesundheit

• Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt

• Boden

• Wasser

• Klima/Luft

• Landschaft

• Kulturgüter und sonstige Sachgüter

• Wechselwirkungen

46


6.

2. Umweltverträglichkeitsuntersuchung

Untersuchungsgebiet (Vorschlag)

• Landtrassen: Untersuchungskorridor von 600 m Breite

• Seetrassen: Untersuchungskorridor von 1.000 m Breite

Erweiterung dieser Korridore, falls schutzgutspezifisch Wirkungen darüber hinaus

möglich sind.

Erarbeitung auf Grundlage vorhandener Planwerke und Datengrundlagen plus

• Gutachten zu elektrischen und magnetischen Feldern

• Gutachten zur Temperaturentwicklung des Kabels im Betriebszustand

• ggf. Gutachten zu Morphologie und Morphodynamik (Seetrasse)

Datenlage ausreichend für ROV, daher keine spezifischen Geländeerhebungen

47


6.

3. Untersuchungsraum Seekorridore

48

Zur Karte


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Mensch einschließlich menschliche Gesundheit





Flächen mit Wohn- und

Wohnumfeldfunktion

Flächen mit Erholungs- und

Freizeitfunktion

Funktionsbeziehungen

Landschaftsschutzgebiete

(LSG)



Bedeutung, Empfindlichkeit und

Beeinträchtigung von

- Wohn- und

Wohnumfeldfunktionen

- Flächen mit Freizeit- und

Erholungsfunktion

Einschätzung der betriebsbedingten

Auswirkungen









ATKIS Basis DLM (Grundlage

1 : 5.000)

Landesraumordnungsprogramm

Regionale

Raumordnungsprogramme

Flächennutzungspläne

Topographische Karten

Rad-, Wander-,

Freizeitkarten

LSG-Verordnungen

Tourismuskonzepte

Anmerkung: Die Untersuchung des Schutzgutes Mensch erfolgt für das Festland inkl. der Inseln und

den küstennahen Bereich. Eine Betrachtung des Schutzgutes Mensch für den Bereich der Seetrassen

erfolgt nicht, da davon ausgegangen wird, dass keine Auswirkungen auftreten werden.

49


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt

Schutzgebiete (Natura 2000,

NSG, LSG etc.) inkl. der

jeweiligen

Schutzgebietsverordnungen

Darstellung

FFH-Lebensraumtypen

Datenrecherche zu

FFH-Gebieten

Waldflächen

Sonst. Vegetationsflächen

Nutzungstypen

Geschützte Biotope, GLB (je

nach Katasterstand)

50




Bedeutung, Empfindlichkeit,

Beeinträchtigung und Verlust

von

- Biotopfunktionen und

FFH-Lebensraumtypen

- Tierarten

- Verbundbeziehungen durch

elektrische und magnetische

Felder

Betroffenheit bzw. Gefährdung

naturschutzrechtlicher Schutzziele

oder –zwecke, insbesondere

hinsichtlich Natura 2000-

Gebietsschutz/Artenschutz

Prüfung von artenschutzrechtlichen

Zulassungsrisiken







ATKIS Basis DLM (Grundlage

1 : 5.000)

Daten der Fachbehörden zu

wertvollen Bereichen für

Natur und Landschaft

Fachplanungen

Naturschutz, überörtliche

Landschaftsplanung (Landschaftsrahmenplanung)

vorhandene Daten der

Fachbehörden zum Schutzgut

Tiere und Pflanzen

Regionale Raumordnungsprogramme

/

Flächennutzungspläne

Vorhandene Gutachten

weiterer Planungen mit

raumordnerischer Relevanz

Anmerkung: Für das Schutzgut Biologische Vielfalt wird kein eigenes Untersuchungsgebiet abgegrenzt.

Das Untersuchungsgebiet und der Untersuchungsumfang entsprechen den Schutzgütern

Pflanzen und Tiere.


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Boden






51

Bodenarten, Geotope,

Geologie

Schutzwürdige, empfindliche

oder seltene Bodentypen

Böden mit hoher

Ertragsfunktion

Altlastenverdachtsflächen

Flächen für Abgrabungen/

Rohstoffgewinnung






Bedeutung, Empfindlichkeit,

Beeinträchtigung und Verlust

- der relevanten

Bodenfunktionen

- der biotischen Lebensraumfunktion

des Bodens als

Standort für gefährdete

Pflanzengesellschaften

von Böden für die landwirtschaftliche

Nutzung bzw. mit

kultur-/naturhistorischer

Bedeutung

Beurteilung möglicher Beeinträchtigungen

von Grundwasser

und Boden durch bestehende

Altlasten im Trassenkorridor

Abschätzung der Auswirkungen

der Bodenerwärmung und

–feuchte

Auswirkungen auf Flächen zur

Rohstoffgewinnung






Umweltinformationen des

Nds. Ministerium für Umwelt

und Klimaschutz

Daten des Nieders. Landesamts

für Bergbau, Energie

und Geologie (LBEG)

Altlastenkataster

ATKIS Basis DLM

(Grundlage 1 : 5.000)

Regionale

Raumordnungsprogramme /

Flächennutzungspläne

Anmerkung: Die Betrachtung des Schutzgutes Boden beschränkt sich auf den Festlandbereich. Die

Seesedimente werden beim Schutzgut Wasser betrachtet.


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Wasser und Sedimente

Küsten-, Fließ- und

Stillgewässer

Gewässergüte / Gewässerstrukturgüte

Gewässermorphologie

(Sedimentbeschaffenheit,

Schwebstoffdynamik)

Überschwemmungsgebiete,

sonstige Retentionsräume

Wasserschutzgebiete /

Heilquellenschutzgebiete

hydrogeologische Situation

Grundwasserflurabstände

Vorranggebiete Trinkwassergewinnung

Oberflächen-

/Grundwasserkörper zur Umsetzung

der EG-WRRL





Bedeutung, Empfindlichkeit,

Beeinträchtigung und Verlust

von

- Küsten-, Fließ- und

Stillgewässern

- Überschwemmungsgebieten

Beeinträchtigung von Wasserund

Heilquellenschutzgebieten

Empfindlichkeit des

Grundwassers gegenüber dem

Vorhaben (Schadstoffeintrag,

Absenkungen)

Auswirkungen auf Ziele der EG-

WRRL




ATKIS Basis DLM (Grundlage

1 : 5.000)

Hydrogeologische Karte

(HK 50)

Hydrogeologische Übersichtskarte

(HÜK 200)

Daten der Fachbehörden bzgl.:

Überschwemmungsgebiete

Wasserschutzgebiete

Gewässergüte



Berichte und Bewirtschaftungspläne

bzw. gemeldete

Oberflächen-/Grundwasserkörper

zur Umsetzung der

EG-WRRL

Regionale Raumordnungsprogramme

/ Flächennutzungspläne

52


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Klima / Luft


Allg. Beschreibung des

Schutzgutes Klima / Luft im

Untersuchungsgebiet



Überschreitung von Richt-,

Grenz-, Orientierungswerten

Auswirkungen des Vorhabens

auf Frisch- oder Kaltluftentstehungsgebiete




Regionale Raumordnungsprogramme

/

Flächennutzungspläne

Landschaftsrahmenpläne

Gutachten zur Temperaturentwicklung

des Kabels im

Betriebszustand

53


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Landschaft







Landschaftsbild und Erholungsfunktion

der Landschaft

im Untersuchungskorridor und

seiner Umgebung

Gliedernde und belebende

Landschaftselemente

Prägende Strukturelemente

und landschaftliche Leitlinien

Kultur-/naturhistorische Elemente

Sichtbeziehungen

Naturnahe und sonstige charakteristische

Landschaftsausprägungen





Bedeutung, Empfindlichkeit,

Beeinträchtigung und Verlust

von Vielfalt, Eigenart und

Schönheit der Landschaft

Empfindlichkeit gegenüber

visuellen Beeinträchtigungen

Beeinträchtigung der Erholungsfunktion

Bewertung des Landschaftsbildes

über Schutzgebiete







ATKIS Basis DLM (Grundlage

1 : 5.000)

Schutzgebiete / Schutzgebietsverordnungen

(NSG,

LSG)

Luftbilder

Landschaftsrahmenpläne

Naturräumliche Gliederung

Regionale Raumordnungsprogramme

/ Flächennutzungspläne

54


6.

4. Schutzgutbezogene Betrachtungen

Erfassung Bestand Bewertungskriterien Datenbasis

Schutzgut Kulturgüter und sonstige Sachgüter



Historische Kulturlandschaft

Archäologische Fundstellen

und Baudenkmäler


Bedeutung, Empfindlichkeit,

Beeinträchtigung und Verlust

von Teilen der historischen Kulturlandschaft,

Boden- und Baudenkmälern



ATKIS Basis DLM (Grundlage

1 : 5.000)

Generelle Angaben der

obersten Denkmalschutzbehörde

Anmerkung: Eine ausführliche Betrachtung des Schutzgutes erfolgt auf der nachgeordneten Planungsebene.

Auf Ebene des ROV werden Informationen der Behörde zu besonderen kulturhistorischen

Werten eingeholt und in der UVU berücksichtigt.

55


6.

5. Artenschutz

• Rechtsverbindliche Prüfung erfolgt auf Ebene der Projektzulassung

(Planfeststellung)

• Konflikterkennung und Entwicklung von Lösungskonzepten

• Anhang IV-Arten und europ. Vogelarten

• Ermittlung von Varianten, die mit einem hohen Zulassungsrisiko verbunden

sind

• Varianten ohne hohes Zulassungsrisiko sind zielführender als Varianten mit

einem solchen

56


6.

6. Natura 2000-Gebietsschutz

• Klärung der Fragestellung, ob durch das geplante Vorhaben die Möglichkeit

von erheblichen Beeinträchtigungen von Natura 2000-Gebieten besteht

• Vollständige Verträglichkeitsuntersuchung i.S. von § 34 BNatSchG auf Ebene

der Projektzulassung (Planfeststellung)

• Erstellung von FFH-Voruntersuchungen für folgende Gebiete:

Flora-Fauna-Habitat-Gebiete (FFH)

DE 2306-301 Nationalpark Niedersächsisches

Wattenmeer

DE 2312-331 Teichfledermaus-Habitate im Raum

Wilhelmshaven

DE 2408-331 Teichfledermaus-Gewässer im Raum

Aurich

DE 2511-331 Fehntjer Tief und Umgebung

DE 2912-331 Lahe

57

EU-Vogelschutzgebiete (SPA)

DE2210-401 Niedersächsisches Wattenmeer und

angrenzendes Küstenmeer

DE2309-431 Ostfriesische Seemarsch zwischen

Norden und Esens

DE2509-401 Ostfriesische Meere

DE2611-401 Fehntjer Tief


6.

7. Verträglichkeitsuntersuchung nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

• Klärung der Fragestellung, ob durch das geplante Vorhaben voraussichtlich

Risiken für die Einhaltung der Ziele der europ. WRRL bestehen

• Behandlung des Themenkomplexes in der UVU beim Schutzgut Wasser

• Betrachtung vorhabensbezogener Auswirkungen auf den Wasserkörper und

die Schutzziele entsprechend der Ebene eines ROV

58

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine