Infodienst Bauen und Finanzieren - Energiesparen in ... - LBS

lbs.de

Infodienst Bauen und Finanzieren - Energiesparen in ... - LBS

27/06/2013

Infodienst Bauen und Finanzieren

Schwerpunkt: Energetische Sanierung

Energiesparen in Eigenregie:

Hausbesitzer dämmen häufig selbst

(LBS) Wer seine Immobilie eigenhändig auf Sparflamme trimmen will,

wagt sich vor allem an die Dämmung etwa von Dach oder Keller heran.

Wie der aktuelle LBS-Hausbesitzertrend zeigt, trauen sich vier von zehn

Modernisierern diese Arbeiten selbst zu.

Angesichts steigender Heizkosten will jeder vierte Immobilienbesitzer in den

nächsten drei Jahren energetisch sanieren und sein Haushaltsbudget entlasten.

Das größte Einsparpotenzial bietet die Gebäudehülle, über die der Großteil

der Energie verloren geht. Der Modernisierungsbedarf ist hier besonders

hoch: Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für

den LBS-Hausbesitzertrend sind nur 14 Prozent der über 40 Jahre alten Häuser

komplett wärmegedämmt.

Je älter das Haus, desto größer ist in der Regel auch sein Verbrauch: Bei über

30 Jahre alten unsanierten Immobilien liegt er bei bis zu 30 Liter Heizöl pro

Quadratmeter im Jahr – bei Neubauten sind es oft weniger als sieben Liter.

„Vor allem für Besitzer in die Jahre gekommener Immobilien macht sich eine

energetische Sanierung bezahlt. Im Mittel sparen Modernisierer etwa ein

Drittel ihrer Energiekosten – das sind durchschnittlich 600 Euro im Jahr“, sagt

Sabine Schmitt von der LBS.

Am häufigsten trauen sich Modernisierungsplaner die Wärmedämmung ihres

Hauses selbst zu: Laut GfK haben 40 Prozent vor diesem Gewerk keine Berührungsängste.

Weitere 27 Prozent sind überzeugt, vorbereitende Maßnahmen

wie das Schlitzen von Wasser- und Elektroleitungen selbst ausführen zu können.

An den Austausch von Fenstern und Türen wagen sich immerhin 19 Prozent

der Planer heran. „Im Durchschnitt wenden Modernisierer 21.500 Euro

für die energetische Sanierung ihres Eigenheims auf. Wer die nötige Expertise

besitzt und selbst anpackt, kann viel Geld sparen“, sagt Sabine Schmitt.

So müssen allein für die Dämmung des Dachs durch einen Fachmann etwa

15.000 Euro veranschlagt werden, für neue Fenster und Türen fallen Kosten

zwischen 7.000 und 10.000 Euro an. „Durch Eigenleistungen macht sich die

ohnehin lohnende energetische Sanierung noch schneller bezahlt.“

Tipp:

Vorsorge lohnt sich

Energiesparer denken voraus: Laut einer

Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung

(GfK) für die LBS legt fast

jeder dritte Hausbesitzer (29 Prozent)

regelmäßig mit einem Bausparvertrag

Geld für eine energetische Sanierung

zurück. Damit ist er die mit Abstand

beliebteste Sparform für Modernisierungen.

Aus gutem Grund: Mit einem

Bausparvertrag bilden Modernisierer

nicht nur Startkapital für eine spätere

Finanzierung, sondern sichern sich zugleich

günstige Darlehenszinsen, die

für die gesamte Laufzeit festgeschrieben

sind. Wie aus der Umfrage weiter

hervorgeht, wünschen sich 39 Prozent

aller Wohneigentümer, dass die Wohn-

Riester-Förderung auch für Modernisierungszwecke

eingesetzt werden kann.

Für alters- und behindertengerechte

Umbaumaßnahmen ist dies unter bestimmten

Voraussetzungen künftig

möglich.

Alle Texte und Bilder unter:

> www.lbs.de/presse/bausparen

Anteil der Planer, die sich energetische Maßnahmen zutrauen

Kein Gewerk: 30,9 %, Mehrfachnennungen möglich

Quelle: GfK/LBS-Hausbesitzertrend © LBS 2013

Abdruck aller Bilder und Grafiken kostenfrei unter Angabe der Quelle (LBS).


27/06/2013

Infodienst Bauen und Finanzieren

Schwerpunkt: Energetische Sanierung

So funktioniert die private Energiewende

Eine energetische Sanierung senkt den Energieverbrauch und schont den

Geldbeutel. Gleichzeitig erhöhen Eigentümer damit den Wert ihrer Immobilie,

verbessern das Wohnklima und leisten einen Beitrag zum Umweltschutz.

Wie Hausbesitzer aktiv zum Gelingen ihrer Energiewende beitragen

können:

Vorbereitung

Wer energetisch saniert, sollte das Projekt gründlich planen und die Maßnahmen

gut aufeinander abstimmen. Professionelle Unterstützung bieten

zum Beispiel Energieberater oder Handwerker, die intelligente Paketlösungen

schnüren. Denn auch die Wirkung der besten Heizungsanlage verpufft,

wenn sie in ein schlecht gedämmtes Haus eingebaut wird. Darüber

hinaus können einzelne Gewerke weitere Arbeiten nach sich ziehen.

Wärmedämmung

Über die Außenhülle einer Immobilie geht viel Energie verloren. Die Dämmung

des Dachs reduziert den Verbrauch um mehr als 15 Prozent. Weitere

25 Prozent lassen sich durch die Sanierung der Außenfassade einsparen,

neue Fenster führen zu einer Reduktion von etwa 15 Prozent. Problemzonen

älterer Immobilien sind auch Kellerfundamente sowie Wände ohne ausreichende

Abdichtung oder mit verrosteten Stahlträgern.

Heizungsanlage

Die Erneuerung der Heizungsanlage hat in Kombination mit dem Bau einer

Solaranlage für Warmwasser das Potenzial, den Energieverbrauch um etwa

20 Prozent zu reduzieren. Sehr energieeffizient sind Öl- und Gasbrennwertkessel,

moderne Holzheizkessel und Erdwärmepumpen. Heizungsanlagen

mit Brennwerttechnik erreichen Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent.

Durch den Einbau einer thermischen Solaranlage kann zudem in den wärmeren

Monaten die Heizleistung zurückgefahren werden.

Regenerative Energien

Durch die Umstellung auf regenerative Energieformen wie Sonne, Wind

oder Wasser machen sich Hausbesitzer von der Preisentwicklung der klassischen

Brennstoffe Gas oder Öl unabhängig. Auch Holz hat sich als erneuerbarer

Energieträger etabliert. Bereits mehr als 1,5 Millionen Wohnungen

heizen heute alternativ. Immer mehr nachgefragt werden auch Wärmepumpenheizungen.

Sie entziehen ihrer Umwelt – der Umgebungsluft, dem

Grundwasser oder dem Erdreich – Wärmeenergie und heben diese mittels

der Pumpe auf ein verwertbares höheres Temperaturniveau an, um damit

Gebäude zu beheizen.

Gewusst wie: 7 Tipps

zum Energiesparen im Alltag

Verbrauch regulieren: Das Absenken

der Raumtemperatur um ein Grad

bringt rund 6 Prozent Energieeinsparung.

Fenster nicht über längere Zeit auf

Kippstellung belassen – dadurch geht

unnötig Energie verloren.

Freie Heizungen: Heizkörper nicht

durch Verkleidungen oder Fensterbänke

verbauen oder durch Vorhänge und

Gardinen verdecken.

Richtig temperieren: Den Kühlschrank

auf 7 Grad, das Gefrierfach auf

minus 18 Grad einstellen.

Eisschichten im Gefrierfach erhöhen

den Energieverbrauch – Abtauen lohnt

sich. Das gilt auch bei längerer Abwesenheit.

Mikrowelle, Toaster und Wasserkocher

eignen sich zum Aufwärmen besser

als der Backofen.

Moderne Spülmaschinen benötigen

kein Vorspülen bei laufendem Wasser

mehr. Den Geschirrspüler nur voll beladen

laufen lassen.

(Quelle: Deutsche Energie-Agentur)

Alle Texte und Bilder unter:

> www.lbs.de/presse/bausparen

Kathrin Hartwig

Telefon 0711-183-2377

Telefax 0711-183-2085

E-Mail kathrin.hartwig@lbs-bw.de

Unser Online-Service für Sie:

Alle Texte, Bilder und Grafiken unter

> www.lbs.de/presse/bausparen

Belegexemplar bitte an:

LBS Baden-Württemberg

Jägerstraße 36

70174 Stuttgart

Abdruck aller Bilder und Grafiken kostenfrei unter Angabe der Quelle (LBS).

2

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine