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Fachplanung Umbau der Zentralsterilisation (AEMP) im SZO PLANUNGSKONZEPT LAFO<br />

122109<br />

Konzept<br />

Schema Ver- und Entsorgung sowie ATS<br />

Unser besonderes Augenmerk liegt auf einer optimalen<br />

Ablauforganisation in Hinblick auf den Personal- und Materialfluss.<br />

Insbesondere war das Erreichen einer weitest gehenden Kreuzungsfreiheit<br />

oberstes Planungsziel.<br />

Die AEMP ist gemäß einschlägigen Vorschriften und Empfehlungen in<br />

drei Hauptzonen geteilt:<br />

Der „unreine Bereich“ gilt als kontaminiert und stellt besondere<br />

Anforderungen an die Hygiene. Raumlufttechnisch wird dieser Bereich<br />

in Unterdruck gehalten, um ein Druckgefälle vom reinen zum unreinen<br />

Bereich zu gewährleisten. In der Annahmezone treffen die unreinen<br />

Güter sowohl aus dem Haus via ATS als auch die Transportwagen aus<br />

den externen Häusern ein.<br />

Diese Güter werden sortiert und entweder manuell oder<br />

maschinell aufbereitet. Die Reinigung und Dekontamination der<br />

Transportwagen erfolgt in einem separaten Raum. Die Reinigungsund<br />

Desinfektionsautomaten stellen als Durchreicheautomaten die<br />

Verbindung/Trennung zwischen unreiner und reiner Seite dar.<br />

Die Wegeführung wurde unter Berücksichtigung hygienischer<br />

Gesichtspunkte organisiert – insbesondere, dass eine Verwechslung<br />

von kontaminierten und bereits aufbereiteten Gütern ausgeschlossen<br />

werden kann.<br />

Zusätzlich wird empfohlen die Wegeführung, durch farbige Codierungen,<br />

die den hygienischen Kreislauf gewährleisten, an Boden und/oder Wänden<br />

kenntlich zu machen. Ebenso sind Raumzonen mit entsprechenden<br />

Farben zu kennzeichnen.<br />

Weiters wurde besonders auf einen hohen Automatisierungsgrad der<br />

Güterbewegungen durch das automatische Transportsystem geachtet.<br />

Im Detail bedeutet dies, dass Bahnhöfe für die Anlieferung unmittelbar<br />

am Ladedock sowie im Annahmeraum und für die Belieferung in der<br />

Kommissionierungszone und der Abholzone eingerichtet wurden.<br />

der neue Tranportkollektor ist mittels grossflächiger Verglasungen zu<br />

den Arbeitsbereichen ausgeführt, sodass die Arbeitszonen maximale<br />

Tageslichtführung von zwei Seiten bekommen<br />

Der „reine Bereich“ ist als Trockenbereich strikt vom Nassbereich getrennt.<br />

Zentraler Punkt sind die Packtische, an denen das Kontrollieren, Warten<br />

und Packen der zu sterilisierenden Güter erfolgt. Die Sterilisatoren<br />

stellen als Durchreichegeräte die Verbindung/Trennung zwischen reiner<br />

und „steriler“ Seite dar.<br />

Der „sterile Bereich“ ist den Durchreichesterilisatoren nachgeschalten und<br />

dient sowohl als Versorgungslager für Sterilgüter bzw. als Puffer bis zur<br />

Auslieferung an die Funktionsstellen. Von hier erfolgt die Auslieferung<br />

der sterilisierten Güter an das Haus via ATS oder über Transportwägen<br />

nach extern.<br />

Medizinprodukte (MP)<br />

Grundriss gesamt M 1:200<br />

Schnitt quer M 1:200<br />

Die Anlieferung der „externen MP“ erfolgt per LKW über das Ladedock.<br />

Die Transportwagen (T) mit den kontaminierten MP werden in einer<br />

Pufferzone zwischengelagert. Von dort werden sie mittels ATS in die<br />

Annahmezone des „unreinen Bereiches“ gebracht.<br />

Die Anlieferung der „internen MP“ erfolgt ohnehin über das<br />

automatische Transportsystem (ATS), das ebenso die kontaminierten MP<br />

in die Pufferzone bringt. Ein entsprechender Bahnhof für das ATS wurde<br />

in der Annahmezone etabliert.<br />

Hier werden die Transportwagen entladen und beschreiben einen eigenen,<br />

kurzen Kreislauf durch die Wagenwaschanlage in den „sterilen Bereich“.<br />

Dort stehen sie wieder für die weitere Verteilung der sterilisierten MP<br />

zur Verfügung. Unabhängig davon beschreiben die Wagen des ATS ihren<br />

eigenen, hausinternen Reinigungs- und Desinfektionszyklus.<br />

Die kontaminierten MP werden entweder in der Vorreinigungszone<br />

manuell vorgereinigt oder direkt in den Durchreiche-RDGs gereinigt,<br />

desinfiziert und getrocknet.<br />

Ebenso stehen in diesem Bereich eine Containerwaschanlage sowie<br />

Endoskopwaschmaschinen zur Verfügung. Entgegen der Funktionsskizze<br />

der Konzeptstudie ist die Entnahmeseite der Endoskopwaschmaschine<br />

im „reinen Bereich“, weil nach der Aufbereitung die Endoskope per<br />

Etikettendrucker mit dem Chargencode versehen werden und auch für<br />

den Transport – vorallem nach extern – in sichere Transportboxen gepackt<br />

werden müssen. Die Weiterleitung der aufbereiteten und verpackten<br />

Endoskope erfolgt über eine Schleuse in die Kommissionierungszone<br />

des „sterilen Bereichs“.<br />

Im „reinen Bereich“ werden die MP am Packtisch nach Packlisten in die<br />

Kassetten oder in Papier gepackt.<br />

Die gepackten MP werden im Anschluss in den Durchreichesterilisatoren<br />

sterilisiert. Neben den Dampfsterilisatoren stehen auch Formaldeyd-<br />

Sterilisatoren für thermolabile MP zur Verfügung.<br />

Nach der Auskühlphase und Freigabe nach der Sterilisation werden die<br />

sterilisierten MP entweder in der externen Kommissionierungszone<br />

vom ATS in den Abholungspufferraum neben der Laderampe oder in<br />

der internen Kommissionierungszone vom ATS in die hausinternen<br />

Funktionseinheiten gebracht. Weiters können die beiden internen Lifte<br />

in die jeweiligen OP-Gruppen direkt mit offenen Regalwagen beschickt<br />

werden.<br />

Schema Luft<br />

Die Medien werden vom darunterliegenden bestehenden Technikkollektor<br />

verteilt. Die Luftverteilung erfolgt in der zentralen Zone der Arbeitsräume,<br />

das ermöglicht maximale Raumhöhen über den Arbeitsbereichen.<br />

Medien<br />

bestehender Technikkollektor in Ebene darunter<br />

Lufttechnik<br />

Schnitt längs M 1:200


Fachplanung Umbau der Zentralsterilisation (AEMP) im SZO PLANUNGSKONZEPT LAFO<br />

122109<br />

Personal<br />

Wäsche/reine Güter<br />

Für das Personal stehen zwei Bereichsumkleiden zur Verfügung.<br />

Mitarbeiter im „sterilen Bereich“ verwenden die bestehende Umkleide.<br />

Die restlichen Mitarbeiter gelangen über die neu errichtete<br />

Bereichsumkleiden (mit Spinde, Dusche, WC) über Kittelschleusen<br />

mit Platz für die Aufnahme der persönlichen Schutzausrüstung bzw.<br />

Bereichskleidung einschließlich Händedesinfektion entweder in den<br />

„unreinen“ oder „reinen“ Bereich.<br />

Dem „unreinen“ Bereich ist jeweils ein Aufenthaltsraum als auch ein<br />

Büro zugeordnet. Für die Mitarbeiter des „reinen Bereiches“ und des<br />

„sterilen Bereiches“ stehen ebenfalls ein Aufenthaltsraum und ein Büro<br />

zur Verfügung.<br />

Der Zugang für die Mitarbeiter des „sterilen Bereiches“ erfolgt über eine<br />

Kittelschleuse mit Möglichkeit zur Händedesinfektion.<br />

Die bestehende Wäscheanlieferung wurde in das Gesamtkonzept<br />

integriert. Über einen Schleusenraum kann saubere Wäsche für den<br />

„reinen Bereich“ übernommen und für die Sterilisation gepackt<br />

werden. Zusätzlich kann diese Materialschleuse als Anlieferungsstelle<br />

für Ersatzinstrumente, Verpackungsmaterial oder sonstige reine Güter<br />

genutzt werden.<br />

Entsorgung<br />

Die Entsorgung erfolgt über den Entsorgungsraum (als Schleuse<br />

ausgebildet), der direkt an den Anlieferungsraum unreiner Güter<br />

angebunden ist. Die weitere Entsorgung kann dann entweder über das<br />

ATS oder direkt per LKW erfolgen.<br />

Grundriss und schematischer Schnitt Zone „Umkleiden, Schleuse sowie Ver- und Entsorgung“ M 1:50


Fachplanung Umbau der Zentralsterilisation (AEMP) im SZO PLANUNGSKONZEPT LAFO Kurzfassung Beschreibung<br />

122109<br />

Einleitung<br />

Planungsaufgabe ist die Umsetzung einer AEMP in den Flächen der bestehenden ZSVA des SZO. Als<br />

Grundlagenpapier dient in erster Linie ein durch die Planungsgruppe Grünbichler erstellter Bericht.<br />

Die besondere Herausforderung in diesem Projekt stellt die Tatsache dar, dass die AEMP als Dienstleister für<br />

interne und externe Kunden zur Verfügung stehen muss.<br />

Nach eingehender Prüfung wurde festgestellt, dass die Lieferzufahrt der LKW im Grundrisslayout gemäß Bild 3<br />

der Konzeptstudie nicht bzw. nur eingeschränkt umsetzbar ist. Eine ausreichende Wendemöglichkeit ist nicht<br />

gegeben. Weiters ist eine Laderampe mit entsprechendem Niveauunterschied nicht in ausreichender Qualität<br />

realisierbar.<br />

Als Anlieferungsstelle für externe Medizinprodukte wurde nun der bestehende Lieferhof gewählt. Die neutrale<br />

Anbindung an das bestehende Gangsystem wurde durch einen großzügigen Stichgang sichergestellt.<br />

Konzept<br />

Die AEMP ist gemäß einschlägigen Vorschriften und Empfehlungen in drei Hauptzonen geteilt:<br />

Der „unreine Bereich“ gilt als kontaminiert und stellt besondere Anforderungen an die Hygiene.<br />

Raumlufttechnisch wird dieser Bereich in Unterdruck gehalten, um ein Druckgefälle vom reinen zum unreinen<br />

Bereich zu gewährleisten. In der Annahmezone treffen die unreinen Güter sowohl aus dem Haus via ATS als auch<br />

die Transportwagen aus den externen Häusern ein. Diese Güter werden sortiert und entweder manuell oder<br />

maschinell aufbereitet. Die Reinigung und Dekontamination der Transportwagen erfolgt in einem separaten<br />

Raum. Die Reinigungs- und Desinfektionsautomaten stellen als Durchreicheautomaten die Verbindung/Trennung<br />

zwischen unreiner und reiner Seite dar.<br />

Der „reine Bereich“ ist als Trockenbereich strikt vom Nassbereich getrennt. Zentraler Punkt sind die Packtische,<br />

an denen das Kontrollieren, Warten und Packen der zu sterilisierenden Güter erfolgt. Die Sterilisatoren stellen als<br />

Durchreichegeräte die Verbindung/Trennung zwischen reiner und „steriler“ Seite dar.<br />

Der „sterile Bereich“ ist den Durchreichesterilisatoren nachgeschalten und dient sowohl als Versorgungslager<br />

für Sterilgüter bzw. als Puffer bis zur Auslieferung an die Funktionsstellen. Von hier erfolgt die Auslieferung der<br />

sterilisierten Güter an das Haus via ATS oder über Transportwägen nach extern.<br />

Die Wegeführung wurde unter Berücksichtigung hygienischer Gesichtspunkte organisiert – insbesondere, dass<br />

eine Verwechslung von kontaminierten und bereits aufbereiteten Gütern ausgeschlossen werden kann. Zusätzlich<br />

wird empfohlen die Wegeführung, durch farbige Codierungen, die den hygienischen Kreislauf gewährleisten,<br />

an Boden und/oder Wänden kenntlich zu machen. Ebenso sind Raumzonen mit entsprechenden Farben zu<br />

kennzeichnen.<br />

Weiters wurde besonders auf einen hohen Automatisierungsgrad der Güterbewegungen durch das automatische<br />

Transportsystem geachtet. Im Detail bedeutet dies, dass Bahnhöfe für die Anlieferung unmittelbar am Ladedock<br />

sowie im Annahmeraum und für die Belieferung in der Kommissionierungszone und der Abholzone eingerichtet<br />

wurden.<br />

Personal<br />

Für das Personal stehen zwei Bereichsumkleiden zur Verfügung. Mitarbeiter im „sterilen Bereich“ verwenden die<br />

bestehende Umkleide.<br />

Die restlichen Mitarbeiter gelangen über die neu errichtete Bereichsumkleiden (mit Spinde, Dusche, WC)<br />

über Kittelschleusen mit Platz für die Aufnahme der persönlichen Schutzausrüstung bzw. Bereichskleidung<br />

einschließlich Händedesinfektion entweder in den „unreinen“ oder „reinen“ Bereich.<br />

Entsorgung<br />

Die Entsorgung für den „unreinen Bereich“ erfolgt über den Entsorgungsraum (als Schleuse ausgebildet). Für den<br />

„reinen Bereich“ steht eine eigene Schleuse Richtung Ladehof zur Verfügung.<br />

Der „sterile Bereich“ wird über eine eigene Schleuse entsorgt.<br />

Planungskoordination<br />

Der Umbau im Bestand einer Krankenanstalt im laufenden Betrieb stellt erfahrungsgemäß eine hohe<br />

Herausforderung für alle Beteiligten dar. Nachfolgend wird beschrieben, wie diese Koordinierungstätigkeit<br />

ablaufen muss.<br />

Der Bauherr legt die obersten Projektziele fest, die der Geschäftsbereich Technik als Bauherrnvertreter<br />

durchsetzt. Der interne Projektleiter nimmt wesentliche Aufgaben des GBT innerhalb der Projektorganisation<br />

wahr. Dem Bauherrn zur Seite steht eine vom Projektmanagement unabhängige Beratungs-, Prüfungs- und<br />

Steuerungsinstanz, nämlich das Projektcontrolling.<br />

Der Leiter des Kompetenzteams, bevollmächtigt von der Kollegialen Führung, gilt als Entscheidungsträger<br />

innerhalb des Projektteams.<br />

Das Projektmanagement gilt ebenfalls als Entscheidungsträger innerhalb des Projektteams und ist mit der<br />

eigentlichen Projektumsetzung betraut.<br />

Die Fachplanung übernimmt die eigentliche Planungsaufgabe und setzt die Vorgaben des Projektmanagement<br />

um. Zusätzlich übernimmt sie die Koordination aller Planungsbeteiligten innerhalb ihres Kompetenzbereiches.<br />

Der Fach-Planer übernimmt ebenfalls die eigentliche Planungsaufgabe, setzt die Vorgaben des<br />

Projektmanagement für sein Gewerk um, wird jedoch zusätzlich von der Fachplanung koordiniert.<br />

Die Behörden sind die Ansprechpartner und schlussendlich die Genehmigungsinstanz für Einreichungen gemäß<br />

diversen gesetzlichen Rahmenbedingungen (KAG, ASchG, Baurecht etc.)<br />

Als Stabsstellen sind krankenhausinterne Beraterteams zu verstehen, die meist durch gesetzliche Vorgaben<br />

etabliert wurden (HygTeam, SFK, Müllbeauftragter, Brandschutzbeauftragter etc.)<br />

Beschreibung des Koordinationsprozesses<br />

Ein Koordinationsprozess stellt die Zusammenführung von Ressourcen sowie der entsprechenden planerischen<br />

Aktivitäten unter den Aspekten der Erfolgsoptimierung dar.<br />

Als wichtigste Instrumente zur Umsetzung des Koordinationsprozesses sind Gespräche zwischen den<br />

Projektbeteiligten unter einer Moderation des Koordinationsverantwortlichen zu sehen. Abhängig von den<br />

Projektbeteiligten sind verschiedene Besprechungen zu etablieren. In der Kompetenzebene der Fachplanung sind<br />

folgende, regelmäßige Besprechungen zweckmäßig:<br />

Projektbesprechung<br />

Planungsbesprechung<br />

Nutzerbesprechung<br />

Baubesprechung<br />

Als Abstimmungsergebnis pro Leistungsphase ist jeweils eine integrierte Gesamtplanung (Pläne, Beschreibungen<br />

etc.) zu verstehen, die durch die Koordination der Fachplanung sichergestellt wird.<br />

Schlussendlich verfolgt die Fachplanung auf Basis ihrer Koordinationsaufgabe sämtliche Freigabeprozesse und<br />

überprüft, ob alle Abstimmungsergebnisse tatsächlich in Planung eingeflossen sind.<br />

Das zu erzielende Abstimmungsergebnis aller Projektbeteiligten ist letztendlich eine ausführungsreife, integrierte<br />

Gesamtplanung für dieses Bauvorhaben.<br />

Wäsche/reine Güter<br />

Die bestehende Wäscheanlieferung wurde in das Gesamtkonzept integriert. Über einen Schleusenraum kann<br />

saubere Wäsche für den „reinen Bereich“ übernommen und für die Sterilisation gepackt werden. Zusätzlich kann<br />

diese Materialschleuse als Anlieferungsstelle für Ersatzinstrumente, Verpackungsmaterial oder sonstige reine<br />

Güter genutzt werden.

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