Vortrag von ABS (PDF) - in Graz!

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Vortrag von ABS (PDF) - in Graz!

Sozialpädagogische Kinder und

Jugendwohngemeinschaft

arbeitet mit

Sozialpädagogischen Diagnosen

(Uhlendorff, Sozialpädagogische Diagnosen III)

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Historie

Auseinadersetzung mit den

„sozialpädagogischen Diagnosen“ seit

2002

Seit 2005 regelmäßig durchgeführte

„Jugenddiagnosen“

Seitdem durchgeführte Interviews: 15

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Finanzierung

Kostenträger der Einrichtung sind die Stadt

Graz als einweisende

Bezirksverwaltungsbehörde und das Land

Steiermark.

Die Interviews werden im Rahmen der

stationären Betreuung durchgeführt. Es

werden also keine zusätzlichen Kosten für

die Durchführung der Diagnosen mit den

Kostenträgern verrechnet.

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Benötigte Ressourcen

Pro Auswertung werden derzeit insgesamt

ca. 50 Arbeitsstunden benötigt.

Die Auswertungsschritte werden derzeit vom

gesamten BetreuerInnenteam durchgeführt.

Optional

•Interview transkribieren mit Textverarbeitungsprogrammen

•Softwaregestützte Dimensionszuordnung, z.B. mit MaxQda

•Auswertungsteam nicht immer gesamtes BetreuerInnenteam

©ABS-WG

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Zeitpunkt und Ziel

Die Interviews werden im Rahmen der

Aufnahme der Kinder und Jugendlichen in die

ABS-Wohngemeinschaft durchgeführt.

Die Interviews werden im Rahmen der

Betreuung (wiederholtes Interview, geänderte

Entwicklungssituation) durchgeführt.

In beiden Fällen werden die Ergebnisse in die

sozialpädagogische Hilfeplanung eingebunden.

Zusätzliche Fragestellungen

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Arbeitsschritte SPJD

Vorbereitung auf Interview

Vorbereitungsleitfaden

Interview (extern oder intern)

Aufnahmegerät

Interviewleitfaden

Auswertung

Interview anhören und in Dimensionen ordnen (Flipcharts)

„Lebensthemen“ aus den geordneten Aussagen bilden (3 -7 Themen)

Aufgabenmodelle für diese Themen

Rückmeldung

Briefform

Ich – Sätze

Aushandlungsprozesse

Vereinbarungen

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Hilfeplanung ABS WG

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Reaktionen


Bisher haben alle Kinder und Jugendlichen das

Angebot zum Interview gut angenommen.


Hinterfragt werden bei den BetreuerInnen Haltung

und fachliche Begründung der pädagogischen

Maßnahmen. Daraus folgt:




Entwicklung pädagogischer Aufgabenmodelle

Teamentwicklung (Abstimmung, gemeinsame Werte)

Einbringung in die Hilfeplanung (Netzwerken)

©ABS-WG 8


Kinder und Jugendliche:

Kinder und Jugendliche:

Haltungen

Neugierig, Neugierig, teilnehmend,

teilnehmend,

mitgestaltend, mitgestaltend, sich einlassend,

einlassend,

kritisch, kritisch, ….

BetreuerInnen:

BetreuerInnen:

Wohlwollend, verstehend, achtsam,

sorgfältig, freundlich, neugierig,

teilnehmend, mitgestaltend, konsequent,

kritisch, begleitend, ….

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Auswirkungen




Die Interviews, Rückmeldungen und

Aushandlungsprozesse verändern den

Betreuungsalltag inhaltlich und atmosphärisch

nachhaltig.

Es bietet sich die Chance den „Zwangskontext einer

Fremdunterbringung“ in ein Klima der Kooperation

und gemeinsamen Hilfeplanung umzuwandeln.

Sichtbar wird gelungene „Methodenintegration“,

wenn sich das Alltagsgeschehen, mit all seinen

Ereignissen und Krisen an den gemeinsam

erarbeiteten Themen und Vereinbarungen orientiert.

©ABS-WG 10


Fazit - Trends

Die sozialpädagogischen Jugenddiagnosen

sind im stationären Betreuungsrahmen gut

anwendbar.

Integration der Jugenddiagnosen in ein

„sozialpädagogisches Hilfeplanmodell“

Praktische pädagogische Arbeit erfährt durch

dieses Modell wesentliche Impulse.

©ABS-WG 11


Projekte / Zukunft



Derzeit führen wir ein Forschungsprojekt zur

„Integration der sozialpädagogischen

Familiendiagnosen im Rahmen der ABS Hilfeplanung“

- eine Dissertation von Fr. Mag. a Karoline Hasler -

durch. (Hypothesen dazu:)

Zukünftig stellt sich daher die Aufgabe, die

tatsächlichen Bedürfnislagen und

Selbstbeschreibungen der Betroffenen verstärkt in den

Mittelpunkt der Hilfeplanungen zu stellen.

©ABS-WG 12


Hypothesen

Die familiären Bezüge des Kindes sind in der Hilfeplanung von großer Bedeutung.

Wirkungsvolle Hilfeplanung scheint demnach nur über Einbeziehung der

„familiären Lebenswelt“ gelingen zu können.

Für das Betreuerteam besteht die Herausforderung das Kind als Teil eines

Familiensystems zu betrachten, welches seine eigenen Regeln, Beziehungen und

Lösungsvorschläge besitzt. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die

zu vereinbarenden Aufgabenmodelle.

Die Kinder und Jugendlichen können „Loyalitätskonflikte“ und „andere

Verstrickungen“ innerhalb des Familiensystems erkennen und durch die

transparente Themenbenennung konzentrierter auf die eigene

Persönlichkeitsentwicklung achten.

Das Herkunftssystem kann durch die partizipative Haltung der Einrichtung diese

als Unterstützungs- und Kooperationspartner wahrnehmen und akzeptieren.

Zur Folie „Projekte - Zukunft“

©ABS-WG 13


Kontakt - Erreichbarkeit der

ABS Wohngemeinschaft

Online:

http://www.graz.at/cms/beitrag/10042250/394532/

Leitung: Dirschl-Hala Stefanie

stefanie.dirschlhala@stadt.graz.at

Präsentation und Design: Norbert Dornig

norbert.dornig@stadt.graz.at

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