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Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von

Berlin

Infoveranstaltung

Aufwertung Ehemaliger Luisenstädtischer Kanal Südbereich

08.02.2011

Protokoll - Bestätigt


Protokoll Infoveranstaltung

Aufwertung Luisenstädtischer Kanal Südbereich

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

1 Veranlassung .........................................................................................2

2 Verfahren................................................................................................4

3 Stärken, Schwächen...............................................................................5

4 Workshop-Themen.................................................................................6

5 Finanzierung...........................................................................................8

6 Organisatorisches / Einladung................................................................8

7 Impressum..............................................................................................9

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Aufwertung Luisenstädtischer Kanal Südbereich Seite 3

Leitbild - Grundsätze (Gemäß Drucksache Drs. Nr.: DS/1008-1/III, Beschluss vom 25.11.2009)

• Eine Besonderheit des ELK auf Kreuzberger Seite ist seine Gestaltung aus den 80er

Jahren, die unter beispielhafter Beteiligung der AnwohnerInnen geplant und umgesetzt

wurde. Dies ist zu bewahren und weiterzuentwickeln.

• Der Grünzug ELK ist das Gedächtnis der Luisenstadt. Es ist ein Denkmal im Wandel

der Zeiten mit unterschiedlichen zeitlichen Schichten, dies erfordert einen kreativen

Umgang mit dem Erbe und eine sorgfältige Betrachtung der einzelnen Abschnitte des

Grünzuges.

• Es ist das gesamte städtebauliche Ensemble zwischen Spree und Landwehrkanal mit

den Elementen Hausfronten, Vorgärten, Gehwege, Straßenraum, Gehwege und

Grünzug zu betrachten.

• Der Grünzug soll als städtebaulich prägendes und verbindendes Ensemble der Luisenstadt

wieder erlebbar sein.

• Schutz von Stadtnatur und ökologischer Funktion in den städtischen Grünanlagen ist

notwendig für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtentwicklung. Die entsprechenden

Potentiale im ELK sind zu bewahren und weiterzuentwickeln. Dies gilt insbesondere

bei der Pflege der Anlage.

• Es wird keine Baumfällung aus gestalterischen Gründen und auch keine Tieferlegung

einzelner Abschnitte erfolgen. Abgestorbene Bäume sind im unmittelbaren Nahbereich

nachzupflanzen. Nachpflanzungen haben sich nach dem Kriterium Artenreichtum/ökologischer

Wert zu richten.

• Die Umgestaltung muss barrierefrei und fußgängerfreundlich sein.

• Die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen müssen gleichermaßen berücksichtigt

werden.

• Der Grünzug soll möglichst vielfältige Nutzungen ermöglichen.

• Im Grünzug sollen Spielplätze errichtet werden.

• Die Vorgärten an den Parallelstraßen sollen erhalten und aufgewertet werden.

• Es sollen Fahrradwege im Straßenbereich und nicht im Grünzug angeboten werden.

Vertiefendes für den Abschnitt Skalitzer Straße - Landwehrkanal:

• Grundlage ist die Planung von H. Baller aus den 80er Jahren.

• Verknüpfung der beiden Platzhälften (Querung der Skalitzer Straße) (Wegeführung

‚Umlauf um das historische Wasserbecken).

• Stärkung der Aufenthaltsqualität

• Qualifizierung des Übergangsbereichs vom ELK zum Landwehrkanal

• Verbesserung der Fahrradverbindungen entlang des Landwehrkanals

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Rahmen:

• Aus dem Bund-Länder-Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“

werden von Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Mittel zur

Aufwertung des südlichen Teilabschnittes des Grünzuges (zwischen Skalitzer

Straße und Landwehrkanal) in Aussicht gestellt.

• Die Umsetzung der Maßnahme ist vorerst für 2012/13 angedacht.

• Die Mittel werden nur bereitgestellt, wenn es zu einer Gestaltungslösung

kommt, die sowohl von den Bürgerinnen und Bürgern (und der Bezirksverordnetenversammlung)

als auch vom Landesdenkmalamt getragen wird.

• Dabei sind im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz die Sicherung

historischer Ensembles von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher

Bedeutung sowie die Qualifizierung des öffentlichen Raumes- von

Straßen und Platzräumen- mit geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutung

wesentliche Ansprüche.

2 Verfahren

08.02.2011 Einführung, Sammlung Anregungen, Kritik, Ideen zur Bearbeitung im

Workshop

‣ Zeitnahes Zusenden der Protokolle und Bestätigung

17.02.2011: Workshop mit thematischen Arbeitsgruppen und Plena, inhaltliche Arbeit

‣ Zeitnahes Zusenden der Protokolle

März:

Ausarbeiten von Planungsalternativen, basierend auf den Ergebnissen des

Workshops

Vorinformation zu den Planungsalternativen über Verteiler

24.03.2011 Präsentation der Planungsalternativen

… ? …

Erstellung der Bauplanungsunterlagen und BVV-Beschluss

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Aufwertung Luisenstädtischer Kanal Südbereich Seite 5

3 Stärken, Schwächen

Die Anwesenden der Infoveranstaltung wurden gebeten einzuschätzen, welche Stärken

für sie im Grünzug zwischen Skalitzer Straße und Landwehrkanal vorhanden sind.

Folgende Einschätzungen wurden zusammengetragen:

Stärken:

Ökologische Funktionen

- Nachtigallen nisten am Platz

- Raum für „Verwilderung“ vorhanden

- Gesamtkonzept eines großen Grünzuges und

Erholungsgebietes

- Reicher Baum- u. Strauchbestand

Erholungsfunktionen

- Schattenplätze vorhanden

-Besonderer Raum/Ort (Atmosphäre) Grün inmitten

der Großstadt

- Hügel + Mulden + Raumbildende Steine

- Liegewiese am Ufer

Nutzungsvielfalt

- Lebendige, vielfältige Nutzungen

- Skaternutzung

- Tango…

Gestaltung

- Geschwungene Wege am Ufer sind schön und

nehmen Geschwindigkeit beim Radfahren raus

- Radwegführung auf historischer Lenné-Kante

-Verspielt/mystische Gestaltung, besonders

Mittelteil mit Brücke

- Parkanlagencharakter

Parallel wurden Schwächen / Kritikpunkte am heutigen Zustand der Grünanlage abgefragt.

Folgende Einschätzungen wurden zusammengetragen:

Schwächen:

Pflegezustand

- Problem Hundekot

- Grünflächenpflege unökologisch

- Zerstörung der Grünflächen durch Nutzer und

mangelnde bzw. falsche Pflege

- Mangelnde Abfallentsorgung

- Lärmbelästigung durch Laubbläser

Nutzungskonflikte

- Radfahrer u. Fußgänger auf zu schmalen

Wegen und in unübersichtlichen und unklaren

Situationen

- Touristische Nutzung

- Ruhestörung für die Wohnnutzung (Trittschall

auf Drehscheibe, früher auch Seilbahn)

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Gestaltung

- Keine Beleuchtung östl. ‚Statthausweg‘

- Schlechte Beleuchtung (Angstraum)

- Mystisch-Kitschige Gestaltung als „Druidengrab“

- Hinkelsteinmuseum

- Unklare / Komplizierte / Doppelte Wegeführung,

zu schmale Wege

- Kein klarer Radweg erkennbar

- Einseitige Pflanzen- / Gehölzauswahl

-Nutzung entspricht nicht überall dem ursprünglichen

Entwurf

-Unübersichtlichkeit hinter Schilf (wird von Drogendealern

genutzt)

- Zu dunkel

Gesamtstruktur

- Skalitzer Straße trennt als Hauptverkehrstrasse

massiv den Grünzug

- Böcklerstraße + Müllcontainer zerschneiden

den Grünzug / Sichtbeziehungen

- Zusammenhang mit Gesamtanlage ELK

schwer erkennbar / immer wieder Barrieren

/keine durchgängige Promenade

- nördlicher und südlicher Wassertorplatz nicht

als zusammenhängende Anlage erkennbar

- Radwegeführung unklar (nicht nur bei Querung

des Grünzuges, sondern auch entlang

desselben)

4 Workshop-Themen

Aus den zusammengetragenen Stärken und Schwächen ergeben sich Themenfelder, die

im Workshop am 17.02.2011 bearbeitet werden sollten. Darüber hinaus schlugen die Anwesenden

selbst Themen vor. Folgende Themen wurden zusammengetragen:

Verfahren / Ablauf / Beteiligung

- Wie kann die Gestaltungsplanung einsehbar

und mitgestaltbar gemacht werden

- Vorangegangene Beschlüsse einfließen lassen

- Was passiert mit den Ergebnissen des Workshops?

(Ein Büro plant 4 Varianten oder besser

ein Wettbewerbsverfahren?)

- Soll es noch weitere Beteiligungsschritte geben?

Wenn ja wann und welche?

- Wer sollte noch gefragt werden?

- Wie soll mit den Planungsvarianten umgegangen

werden?

Ökologische Qualifizierung

- Naturschutzfachliche Begleitung

- Schutz Flora & Fauna (Artenschutz, Rückzugsräume)

- Gehölz- / Pflanzenvielfalt erhöhen

- Bäume fällen dürfen / Bäume schützen

- Gärtnerische, ökolog., entwickelnde Pflege

- Parkcharakter + Wildnis = Unvereinbar?

- Funktionsstärkung Klimaeffekt

- Teich am Wassertor

- Biotopvernetzung

- Pflegepatenschaften?

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Gestaltung Wegebeziehungen

- Führung der Radwege quer zum und entlang

des Grünzuges (im Grün oder Nebenher?

Vermeidung Konflikte mit Fußgängern; Radweg

am Landwehrkanal oder mit Schwung

hinter Wiese entlang? Wer hat Priorität?)

- Gestaltung Übergang Böcklerstraße

- Definition der Fußwegestrecken (Promenade

oder Verbesserung des Bestandes durch klarere

Wegeführung, weniger Wege - Räume

gewinnen)

- Wie stellt man sicher, dass die Wege auch

wirklich so benutzt werden? (Hindernisse?

gerade Führung?)

- Verbindung Grünzug über Skalitzer Str. hinweg

(Umgang mit Verkehrsgarten)

- Überquerungsmöglichkeiten / Gestaltungsspielraum

Abschnitt Skalitzer Straße

- Barrierefreiheit (Kinderwagen, Rollstuhl, Rolli)

Nutzungen qualifizieren

- Lärmschutz der Anwohner durch Auswahl der

Spielgeräte (keine Seilbahn!?)

- Mehr Spielgeräte für Kinder (Nydahl-Schule)

- Wiese am Kanal als Ruheinsel und zum Sonne-Tanken

(Qualifizierung, Terrassen)

- Skaterfläche, Hockeyspielmöglichkeit und

Tangofläche erhalten

- Sitzmöglichkeiten

Städtebaulicher Denkmalschutz

- Skalitzer Str., Reduzierung der Barrierewirkung,

verbesserte Querung

- Verbindung der Teilräume des Grünzuges

- Gestörte Sichtbeziehungen beseitigen (Müllcontainer

Böcklerstr.

- Wie viel Lenné, wie viel Barth, wie viel Baller?

Ordnung & Sicherheit

- Abfallbehälter

- Hundekot

- Beleuchtung

- Vermüllung entgegenwirken

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Protokoll Infoveranstaltung

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5 Finanzierung

Als Schritt nach der Planung, der aber schon im Vorfeld mitgedacht werden sollte, stehen

Fragen zur Finanzierung und zur Umsetzung im Raum.

• Es stehen 550.000 € aufgeteilt auf die Jahre 2012/ 13 aus dem Programm Städtebaulicher

Denkmalschutz zur Umsetzung zur Verfügung. Es ist in Aussicht gestellt,

die Bereitstellung der Mittel nach 2013/ 2014 zu verschieben, falls der Planungsprozess

längere Zeit in Anspruch nehmen sollte.

• Es ist nach Aussage von SenStadt und LDA grundsätzlich eine zusätzliche Finanzierung

(Bildung eines neuen, eigenständigen Bauabschnitts mit Förderantrag) für

die Verbesserung der Querung der Skalitzer Straße denkbar. Voraussetzung ist

die Stärkung des Denkmals ‚Grünzug‘ mit einem ‚Heranrücken‘ der beiden Platzhälften.

• Was sind kurzfristige und kleinteilige Maßnahmen?

6 Organisatorisches / Einladung

Der Workshop zu den genannten Themenfeldern findet am 17.02.2011 um 18.00 Uhr in

den Räumen des Statthauses im Böcklerpark statt. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen

mit uns, Vertretern/Vertreterinnen des Bezirksamtes sowie anderen interessierten

Bürgern/Bürgerinnen zu diskutieren.

Sollten Sie grobe Fehler im Protokoll entdecken, können Sie uns gern darauf hinweisen,

damit wir Korrekturen vornehmen können. Einige Dinge sind jedoch bewusst zusammengefasst

und gekürzt worden, um das Protokoll lesbar zu halten. Inhaltliche Fragen können

im Workshop selbst in der jeweiligen Arbeitsgruppe geklärt werden.

Wir möchten uns ausdrücklich für Ihre rege Beteiligung in der Infoveranstaltung bedanken.

Auch der Bürgerinitiative Bäume für Kreuzberg, dem Bürgerverein Luisenstadt e.V.,

dem Verein Bäume am Landwehrkanal e.V., dem Quartiersrat Wassertorplatz und dem

Quartiersrat Zentrum Kreuzberg möchten wir dafür danken, dass sie uns maßgeblich bei

der Vorbereitung der Veranstaltung unterstützt haben.

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Protokoll Infoveranstaltung

Aufwertung Luisenstädtischer Kanal Südbereich Seite 9

7 Impressum

Ansprechpartner:

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin

Abt. Bauen, Wohnen und Immobilienservice

Amt für Umwelt und Natur

Fachbereich Naturschutz und Grünflächen

Yorckstraße 4-11

10965 Berlin

Tel: 030 90298- 8024

Fax: 030 90298-2512

E-mail: natur@ba-fk.verwalt-berlin.de

STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Pufendorfstr. 11

10249 Berlin

Tel: 030 69081-0

Fax: 030 69081-111

E-mail: schuchardt@stattbau.de

Jens Hubald

Moderation

STEINBRECHER u. PARTNER

Ingenieurgesellschaft mbH

Rungestraße 22-24

10179 Berlin

Tel: 030 240 49 709

Fax: 030 240 49 712

E-mail: j.hubald@ispnet.de

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