Eine Insel mit

montanhydraulik

Eine Insel mit

Eine Insel mit


VIER STÜTZEN

Konzept von Montanhydraulik

stemmt 10.000 t in die Höhe

Hydraulik. Im Rahmen der Errichtung

von Windparks im Offshorebereich steigen

verständlicherweise die technischen Herausforderungen

für die Logistik und die eigentlichen

Hebevorgänge. Hubinseln mit entsprechenden

hydraulischen Abstützsystemen stellen

hierbei ein geeignetes Konzept dar.

Hebetechnik einmal anders: Um in Wassertiefen

von mehr als 30 m Tiefe sicher und effizient

arbeiten zu können und um die steigenden

Ansprüche für den Bau von Offshorewindparks zu erfüllen,

plante und baute das Unternehmen Hochtief nach

Erfahrungen mit der hierfür geeigneten Hubinsel Odin

eine weitere Hubinsel: die Plattform Thor.

Mit ihrer enormen Zuladung von 3300 t, 1850 m 2 freier

Decksfläche und einer Deckslast von 15 t/m 2 sorgt die

ca. 6400 t schwere Thor für bestmögliche Effizienz im

Einsatz. Der fest installierte Schwerlastkran der Thor hat

eine Kapazität von 500 t und kann auf einer Arbeitshöhe

von über 100 m die tonnenschweren Turbinen der Offshorewindenergieanlagen

sicher montieren.

Bis zu 50 m Wassertiefe

Besonders beeindruckend ist das hydraulische Hubsystem

der Hubplattform Thor, welches ein sicheres Arbeiten

auf hoher See ermöglichen soll. Mit einer Hubgeschwindigkeit

von 1,20 m/min werden die mehr als 80 m

langen Stützen der Hubplattform bis zum Meeresboden

abgesenkt und geben dem 70 x 40 m messenden Ponton

einen sicheren Stand in bis zu 50 m tiefem Wasser. Die

Anforderungen sowohl an die Konstruktion der Stützen

als auch an die Zuverlässigkeit des gesamten Hubsystems

der Montageinsel, einschließlich der Hydraulikzylinder,

mit deren Lieferung Montanhydraulik beauftragt wurde,

sind verständlicherweise hoch.

Riesige Dimensionen

Als Hydraulikhersteller mit Kunden aus den Bereichen

Mobil-, Hafenkran- und Stahlwasserbau ist Montanhydraulik

seit einigen Jahren auch im Offshoremarkt als Systemlieferant

tätig. Für die Hubplattform Thor fertigte

Montanhydraulik insgesamt 50 Zugzylinder. Das dazugehörige

hydraulische Antriebs- und Steuerungssystem

lieferte das Unternehmen Muns Techniek, an dem Mon-


Neben der Errichtung von

Windparks kann die Thor auch bei

weiteren Projekten im maritimen

Bereich eingesetzt werden.

Da haben selbst die größten Mobilkrane das Nachsehen:

Jeder der 50 Zylinder wiegt 13,5 t und besitzt einen Kolbendurchmesser

von satten 600 mm. (Fotos: Montanhydraulik, Hochtief Construction)

tanhydraulik seit März 2011 unternehmerisch beteiligt

ist. Satte 13,5 t wiegt jeder der 50 Zylinder, die einen

Kolbendurchmesser von nicht minder beachtlichen

600 mm, einen Kolbenstangendurchmesser von 320 mm

und einen Hub von 4200 mm aufweisen. Sie verfügen

über eine maximale Zugkraft von 7081 kN und eine maximale

Druckkraft von 2010 kN. Als Korrosionsschutz

für die Kolbenstangen dient eine Nickel-Hartchrom-Beschichtung.

Die Zylinder wurden mit einer Dreischichtlackierung

versehen. Zur exakten Steuerung sind einige

Zylinder mit einem magnetorestriktiven Wegmesssystem


und zwei induktiven Endlagenschaltern ausgestattet. Der

hydraulische Antrieb ist an den vier Ecken der Hubinsel

in den so genannten Jack-Häusern untergebracht.

Großes Ölvorkommen

Diese umschließen die gigantischen Beine, jedes mit

einem Durchmesser von 3,70 m. Je zwei große Brillen

fassen um die jeweils 550 t schweren Stahlsäulen. Alle

vier oberen Brillen (je ca. 35 t schwer) sind durch sechs

Hydraulikzylinder beweglich gelagert. Die untere Brille

ist starr mit der Konstruktion verbunden. Das Herzstück

der Anlage bilden zehn Hydraulikaggregate mit einer

Leistung von je 370 kW, welche zentral auf der Hubplattform

positioniert wurden. Zwei Hydrauliköltanks mit je

25.000 l Volumen sichern den ständigen Zu- und Abfluss

des notwendigen Hydrauliköls. Gekühlt wird die gesamte

Hydraulikanlage mittels vier am Heck der Hubinsel platzierter

Luftkühler.

Komfortables Jacken

Je drei Bolzen (Durchmesser 400 mm) an jeder Brille schieben

sich in die Beine und ermöglichen das schrittweise

Absenken der Beine bis auf den Meeresgrund. Sobald alle

vier Beine festen Meeresboden erreichen, erhebt sich der

Ponton aus dem Wasser. Mit Hüben von bis zu 4 m wird

die geforderte Hubgeschwindigkeit erreicht. Die vier Beine

können sowohl zentral von der Brücke als auch separat

von jedem der Jack-Häuser aus entweder gleichzeitig oder

einzeln gesteuert werden. Vier Antriebe ermöglichen die

selbstständige Positionierung der Thor im Einsatzgebiet.

Durch das Helideck an Bord der Hubinsel ist der Transport

der Crew schnell und einfach möglich. Die umfangreiche

Kabinenausstattung sowie Recreation Areas sind zudem für

Schiffe dieser Größenordnung außergewöhnlich. Alle diese

Vorteile stellen optimale Voraussetzungen für das Bauen

von Windenergieanlagen auf See dar.

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Weitere Einsatzfelder

Von der ersten Idee und Grobplanung bis zur Fertigstellung

der Hubinsel Thor vergingen vier Jahre. Nach der

internen Planung der Hubinsel folgten die Planung, die

Überprüfung des grundlegenden Designs, die Detailplanung

und Designoptimierung. Die eigentliche Bauzeit für

das aus mehreren Tausend Teilen bestehende, gigantische

Stahlbauwerk betrug 13 Monate. Nicht zuletzt aus wirtschaftlicher

Sicht eignet sich Thor schließlich nicht nur

für Hebe- bzw. Montagetätigkeiten in Windparks, sondern

kann auch bei weiteren Bauvorhaben im maritimen

Bereich wie dem Hafenbau oder der Pfahlgründung groß

angelegter Brücken genutzt werden.

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