Regionale Umschau Deutschland – Österreich – Schweiz

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Deutschland Österreich Schweiz

BOTSCHAFT VON DER GEBIETSFÜHRERSCHAFT

„Lerne in deiner

Jugend, die Gebote

Gottes zu halten“

Elder Eivind Sterri, Norwegen

Gebietssiebziger

Meine lieben Jungen Männer und Jungen

Damen, wir haben euch so lieb. Wir

bewundern euch und zählen auf euch.

Von lebenden Propheten wissen wir, dass ihr eine

auserwählte und edle Generation seid und zu

einer Zeit aufwachst, in der es die größten Aufgaben

und Möglichkeiten gibt. Der Herr erwartet

von euch, dass ihr euch an der Stärkung Zions

maßgeblich beteiligt. Wir bewundern euren Glauben,

euer Zeugnis, eure Treue und euer großes

Potenzial. Wir brauchen euch. Der Herr braucht

euch. Und ihr braucht die Kirche und den Schutz

der heiligen Handlungen und Bündnisse, die das

wiederhergestellte Evangelium bietet.

In der Broschüre Für eine starke Jugend: Unsere

Pflicht vor Gott erfüllen fragt die Erste Präsidentschaft

euch, ob ihr so lebt, wie der Herr es möchte. Ihr fragt

euch vielleicht: „Was erwartet der Herr denn von

mir?“ Eine Antwort auf diese Frage finden wir in dem

Ratschlag, den Alma seinem Sohn Helaman gab:

„O denke daran, mein Sohn, und lerne Weisheit

in deiner Jugend; … lerne in deiner Jugend,

die Gebotes Gottes zu halten …, lass alles, was

du tust, dem Herrn getan sein …, lass alle deine

Gedanken auf den Herrn gerichtet sein …, lass die

Zuneigungen deines Herzens immerdar auf den

Herrn gerichtet sein. Berate dich mit dem Herrn

in allem, was du tust, und er wird dich zum Guten

lenken; … lass dein Herz von Dank erfüllt sein

gegen Gott; und [du wirst] am letzten Tag emporgehoben

werden.“ 1

Als junges Mitglied der Kirche in Norwegen

hatte ich das Gefühl, dass der Herr über mich

wacht, mich beschützt und mich im Leben führt.

Mein Glaube an den Herrn Jesus Christus hat

mir sehr viel Kraft gegeben. Genauso liebt der

Elder

Eivind Sterri

himmlische Vater auch euch. Er behütet

und beschützt euch. Ich habe

seinen Schutz viele Male erfahren.

Präsident Henry B. Eyring warnt die

Jugendlichen: „Bei vielen … sind die

geistige Reife und der Glaube bemerkenswert.

Aber selbst die Besten von

ihnen werden aufs Äußerste geprüft.

Und die Prüfungen werden noch härter

werden.“ 2

Ihr habt Möglichkeiten, die euren

Glauben an Jesus Christus stärken und euch auf

eurer Reise durch das Leben helfen werden. Sie

werden euch Kraft geben, euch helfen, die richtigen

Entscheidungen zu treffen, und euch darauf

vorbereiten, in den Tempel zu gehen, um dort

alles zu empfangen, was der Herr euch geben

möchte. Er möchte, dass ihr Freude im Leben

habt, und er möchte euch zu unserem himmlischen

Vater zurückführen. Betrachten wir einmal

vier bedeutende Möglichkeiten, die euch gegeben

sind.

Erstens: Die Programme Mein Fortschritt für

die Jungen Damen und Unsere Pflicht vor Gott erfüllen.

Diese Programme helfen euch, den Willen

des Herrn zu erkennen − was ihr tun und wer ihr

werden sollt , indem ihr lernt, dient und euren

Glauben und euer Zeugnis entwickelt. Die Erste

Präsidentschaft hat den Jungen Damen gesagt:

„[Das] Programm Mein Fortschritt verbindet dich

mit tausenden anderen jungen Damen, die bestrebt

sind, zu Christus zu kommen und ,allzeit

und in allem, wo auch immer [sie sich] befinden

…, als Zeugen Gottes aufzutreten‘. [Bereite dich

darauf vor], die heiligen Handlungen des Tempels

zu empfangen, eine glaubenstreue Ehefrau und

Mutter zu werden und dein Zuhause und deine

Familie zu stärken.“ 3 Elder Robert D. Hales hat

den Jungen Männern verheißen: „Wenn ihr die

Auszeichnung ‚Pflicht vor Gott‘ erwerbt, erlangt

ihr gleichzeitig auch ein lebendiges Zeugnis, das

euch euer Leben lang eine Quelle der Kraft sein

wird.“ 4 Diese inspirierten Programme werden

euch auf wunderbare Weise helfen.

März 2010 R1


PANORAMA

Zweitens: Der Tempelbesuch. Viele von euch

genießen den Vorzug, in ein Haus des Herrn

gehen zu können. Nehmt jede Gelegenheit wahr,

in den Tempel zu gehen. Es wird euch und euer

Zeugnis stärken und euch helfen, die Gebote des

Herrn zu halten.

Drittens: Der tägliche Seminarunterricht. Das

ist die größte Quelle für euer Zeugnis und euren

Glauben. Kommt nach Möglichkeit mit euren

Freunden zum täglichen Seminarunterricht zusammen.

Wenn ihr im Seminarunterricht jeden Tag

lernt und betet, wird euch das täglich neue Kraft

geben und sich auf euer ganzes Leben auswirken.

Viertens: Jugendtagungen. Es ist wunderbar, bei

EFY und anderen Jugendtagungen mit Jugendlichen

zusammenzukommen, die euren Glauben und

eure Wertvorstellungen teilen. Viele von euch sind

an eurer Schule oder in eurer Umgebung die einzigen

Mitglieder der Kirche. Diese Jugendtagungen

WAS ICH AUF MISSION ERLEBTE

Eine Missionsberufung

mit Hindernissen

Gewöhnlich schildert in dieser Rubrik ein ehemaliger

Missionar ein Erlebnis aus seiner Missionszeit. Diesmal

eine Ausnahme: Liahona-Reporterin Erika Heymann

berichtet über einen ungewöhnlichen Vorfall vor einem

Missionsantritt.

Glückstadt (MD): Bruder Nicolay Fock aus

der Gemeinde Glückstadt bekam seine Missionsberufung

für Südafrika und sollte sich

am 19. Februar 2009 im MTC in Johannesburg

melden. Dazu kam es nicht, denn kurz

nach seiner Berufung setzten bei ihm starke

Schmerzen ein. Ähnliche Schmerzen hatte er schon einmal

vor zweieinhalb Jahren bekommen, aber kein Arzt konnte

die Ursache finden.

Die Mission musste bis zur Klärung seines Gesundheitszustands

verschoben werden. Das größte Problem war, dass

Bruder Fock keine eigene Krankenversicherung mehr hatte.

Bis endlich eine Computertomographie gemacht werden

konnte, um die Ursache der Schmerzen herauszufinden,

war die Angelegenheit mit den Behörden sehr anstrengend.

werden euch stärken und euch sehr gut tun.

Denkt daran, dass ihr uns am Herzen liegt und

dass wir für euch beten. Wenn ihr so lebt, wie der

Herr es von euch möchte, wird er viel mehr aus

eurem Leben machen, als ihr es selbst könntet. Er

wird euch mehr Chancen eröffnen, euren Blick

weiten, euch stärken und euch helfen, Prüfungen

und Schwierigkeiten mit Stärke und Mut zu begegnen.

Ihr werdet wahre Freude erfahren, wenn

ihr euren Vater im Himmel und seinen Sohn Jesus

Christus kennenlernt. Lernt in eurer Jugend, die

Gebote Gottes zu halten. Kommt zu Christus. Folgt

ihm nach. Werdet wie er. ◼

ANMERKUNGEN

1. Alma 37:35-37

2. „We Must Raise Our Sights“, Ensign, September 2004,

Seite 14

3. Broschüre Mein Fortschritt, Geleitwort der Ersten

Präsidentschaft

4. Robert D. Hales, „Unsere Pflicht vor Gott erfüllen“,

Liahona, Januar 2002, Seite 43

Die Ärzte stellten eine Verengung der rechten Niere

und deshalb einen Nierenstau fest. Ein paar Tage vor

Ostern wurde die rechte Niere entfernt. Im Vorraum zum

OP fragte der Arzt Bruder Fock, was er gerade beruflich

mache. Er sagte, dass er für die Kirche Jesu Christi der

Heiligen der Letzten Tage auf Mission gehen wolle. Der

Arzt meinte, dass ihm zu der Kirche nur die Mehrehe

einfalle. Bruder Fock erzählte ihm vom Buch Mormon,

und der Arzt sagte, er würde es jetzt lesen, wegen dieser

besonderen Situation. Dann beendete der Narkosearzt

das Gespräch, indem er ihn in Narkose versetzte.

Durch einen Krankensegen hatte Bruder Fock ein sehr

gutes Gefühl, und nach vier Wochen war alles wieder

so weit in Ordnung. Er sagte, dass er die ganze Zeit die

Unterstützung seiner Familie, des Pfahlpräsidenten und

von Schwester Steeg vom Area Travel Office und dem

Herrn hatte. Das hat ihm sehr geholfen. Ein Komitee in

Salt Lake entschied, dass er seine Mission nicht in Südafrika

beginnt, sondern in Deutschland bleibt, und zwar in

der Mission Berlin. ◼

Bitte senden Sie einen Bericht über ein besonderes Erlebnis

während der Missionszeit (maximal 250 Wörter) an die zuständige

Redakteurin (siehe Impressum Regionale Umschau). Schreiben Sie

in der Ich-Form und fügen Sie wenn möglich ein Foto bei. Wir

behalten uns vor, den Text zu kürzen oder klarer zu formulieren.

FOTO VON OLAF WENKE

Alle guten Dienstprojekte

sind drei

mindestens!

Olaf Wenke, Gemeinde Dahlem, Pfahl Berlin

Berlin (MD): Gemeindeaktivitäten machen Spaß,

vor allem auch dann, wenn man etwas für andere

tut. So hatten die Mitglieder der Gemeinde Dahlem

zum dritten Mal der Hans-Rosenthal-Seniorenfreizeitstätte

ihre Hilfe angeboten, die dankbar

entgegengenommen wurde.

Am Samstag, dem 17. Oktober 2009, trafen dort

insgesamt 41 Helfer plus Kinder unter der Leitung

von Bruder Berndt ein. Die Brüder entfernten im

Garten alte Rosenstöcke, um sie durch neue zu

ersetzen. Auch andere kleinere Arbeiten waren

zu verrichten, um den Garten und die Terrasse zu

verschönern und von Unkraut zu befreien.

Währenddessen machten sich die Schwestern

daran, die zahlreichen Fenster des Gebäudes einschließlich

der Rahmen gründlich zu putzen.

Die Kinder wurden wunderbar versorgt. Die

Leiterin, Frau Braun, brachte von sich aus etliche

Bastelmaterialien mit, aus denen sie dann an

Bruder Karl-

Heinz Gensch

und Bruder

Holger Rakow

bei der

Gartenarbeit

einem großen Tisch im Aufenthaltsraum verschiedene

Dinge herstellen und auch mit nach Hause

nehmen konnten. So hatte jeder etwas von diesem

Vormittag. Schön war auch, dass immer wieder

einige Senioren vorbeikamen und sich sehr erfreut

über die Arbeit der Brüder und Schwestern

äußerten. ◼

50 Jahre Pfahlhaus

Hamburg

Marianne Dannenberg,

Redakteurin der Regionalen Umschau

Ein Abend der Erinnerung an viele gute Erlebnisse

und besondere Menschen

Hamburg: 50 Jahre Hamburger Pfahlhaus ist

auch eine 50-jährige Geschichte der Gemeinde

Wartenau und des ersten Pfahles im Norden

Deutschlands. Peter Mössner führte am 30. Oktober

2009 einfühlsam durch ein Programm der

Erinnerungen an arbeitsintensive, aber auch

geistige Zeiten.

Harald Ficke erinnerte an die Jahre nach dem

Krieg, als Hamburg zerstört und wieder aufgebaut

wurde. In dieser Aufbauphase wurde auch das

Pfahlhaus, das am Anfang noch ein Distriktshaus

war, geplant, gebaut und geweiht. Passagen aus

dem Weihungsgebet wurden vorgelesen und es

wurde dadurch den Zuhörern bewusst gemacht,

dass Verheißungen in Erfüllung gehen. Besonders

Rolf Glück, der lange Zeit Hausmeister in diesem

Gebäude war, und der jetzige Pfahlpräsident

Schmidt erinnerten an dieses Gebet. Sie stellten

fest, dass der Geist aus den Höhen bei allem, was

in den Räumen geschah, immer zu spüren war.

Das Haus ist in jedem Fall gesegnet und ist ein

Heiligtum.

Martin Klier, der seit 20 Jahren die „Pfahlhauskonzerte“

organisiert, sprach davon, dass diese

Konzerte weit über die Grenzen Hamburg hinaus

bekannt sind und durch die Besucher sehr viel

gute Öffentlichkeitsarbeit geschieht. Die länger

diskutierte Anschaffung eines teuren Flügels, noch

vor dieser Zeit, hatte sich schon dadurch gelohnt.

R2 Liahona März 2010 R3


FOTO VON MARIANNE DANNENBERG

Ein Höhepunkt des Abends war das Podiumsgespräch

mit vier Pfahlpräsidenten, die sich den

Fragen von Schwester Klier stellten. Die Herausforderungen

beginnen für Pfahlpräsidenten schon

mit dem Tag der Berufung. Hilfestellung erhalten

sie durch den Vater im Himmel, die Familie und

ihre Ratgeber. Höhepunkte und Tiefpunkte, fröhliche

und traurige Erlebnisse haben ihre Spuren

hinterlassen.

Eingerahmt wurde das Programm von dem

Von Patientenverfügung über SGB II

und XII bis zum Notfallrucksack

Eva-Maria Bartsch, Redakteurin der Regionalen Umschau

Ein spannender Wohlfahrtstag

mit vielen Workshops für jedes

Alter

Dresden: Am 22. August 2009

lud die Bischofschaft der Dresdner

Gemeinde alle Mitglieder

und deren Freunde zu einem

Wohlfahrtstag ein. Über hundert

Interessierte beteiligten sich an

den Workshops, die von Spezialisten

geleitet wurden.

Bischof Uwe Bartsch eröffnete

die Veranstaltung mit

der Begebenheit, als Christus

am Teich Betesda einen Mann

heilte, der dort bereits 38 Jahre

in seinem Leiden lag. Der Herr

sah die eigenen Bemühungen

des Kranken, dann half er ihm

(siehe Johannes 5:5-9).

In den Bereichen Gesundheit,

Finanzen und Recht, Wissenswertes

und Praktisches wurden

Workshops angeboten.

Bruder Reiner Schlüter, Dr.

med., erläuterte nach neuestem

Gesetz (3. Änderungsgesetz

zum Betreuungsrecht vom 25.

Juli 2009, § 1901a) die Voraussetzungen,

Möglichkeiten und

Ausführungen einer Patientenverfügung.

Die verschiedensten

Formulare seien im Internet

abrufbar. Organ-, Blutspende,

Transplantation, Obduktion,

selbst Bestattungsmöglichkeiten

erklärte er.

Gesang eines Chores, der damit auch an den

Deseret-Chor erinnerte, der viele Jahre den

Pfahl Hamburg mit seiner Musik erfreute.

Am Sonnabend, dem 24. Oktober 2009, hinterließen

etwa 40 Mitglieder mit 250 Arbeitsstunden

beim Bezirksamt Wandsbek der Stadt Hamburg

und bei den Anwohnern einen positiven Eindruck.

Sie reinigten, angetan mit den schon bekannten

gelben Westen, umliegende Gewässer

des Pfahlhauses von Müll. ◼

Schwester Schiebold aus

Freiberg referierte über die

Sozialleistungen und Finanzmittel

des Staates. Sie erläuterte die

Unterschiede von SGB II (Hartz

IV) und SGB XII, und wie man

staatliche Mittel beantragen

kann.

Wie man Schuldenfallen umgehen

und sich von Schulden

befreien kann, erklärte Bruder

Jens Kleinert aus Forst.

Weitere Workshops für Erwachsene

waren: „Gesund

leben was die Natur uns gibt“,

„Lebensmittel haltbar machen“,

„Für den Notfall vorsorgen“. Die

Mitglieder wurden anschaulich

an die Ratschläge erinnert, die

Ehemalige

Pfahlpräsidenten

und

der derzeitige

Präsident des

Pfahles berichten

über ihre

Erfahrungen

und Erlebnisse

im Amt; v. l.

Klaus Back,

Wolfgang

Kindt, Gabriele

Klier, Michael

Warncke, Karl

Schmidt

seit Jahren von den Propheten

gegeben werden.

Auch die Kinder und Jugendlichen

hatten währenddessen

mit den Jugendführern

und PV-Lehrern die Wohlfahrt

betreffende Aktivitäten. Die

jungen Familien machten den

Workshop „Erste Hilfe bei kleinen

Kindern“ zu ihrem aktuellen

Thema.

Jeder der Anwesenden hatte

zum Schluss etwas zum Mitnehmen:

Ideen, neue Erkenntnisse

oder den Vorsatz, in seinem

Leben etwas zu ändern. ◼

Mit „Wikinger“, Mikado

und vielen Bällen beim

Familien- und Sporttag

Eva-Maria Bartsch, Redakteurin der Regionalen Umschau

Dresden: Am Samstag, dem 20.

Juni 2009, dem Familien- und

Sporttag der Landeshauptstadt

Dresden, hatte die PV-Leitung

der Gemeinde Dresden einen

diesem Thema entsprechenden

Vormittag organisiert. Es wurde

eine Zeit der Fröhlichkeit, der

Bewegung und des gemeinsamen

Spielens.

Im sportlichen Dress und

hoch motiviert trafen sich auf

der riesigen Spiel- und Erholungswiese

des Großen Gartens

74 sport- und spielbereite

Mitglieder im Alter von 3 bis

75 Jahren. Gut vorbereitete

Spielflächen für Völker- und

Fußball, Wikingerspiele, ein

Slackline, ein riesiges Mikadospiel,

Mensch ärgere dich

nicht! mit lebenden Figuren und

verschiedene Wurfspiele luden

zum Mitmachen ein.

Nach kurzen Lockerungs- und

Dehnungsübungen fanden sich

problemlos Mannschaften zusammen.

Die Fußballer brauchten

keinen Schiedsrichter, um im

fairen Wettkampf das Tor zu treffen.

Etwas lauter ging es beim

Völkerball zur Sache, wo PV-Kinder,

JD und einige Erwachsene

sich den Ball zuspielten.

FOTO VON EVA-MARIA BARTSCH

Beim Wikinger-Spiel waren

Konzentration, Wurf- und Zielsicherheit

gefragt. Mit kurzen

Holzstäben mussten die aufgereihten

Holzklötze umgeworfen

werden. Wenn der König fiel,

war das Spiel gewonnen.

Viel Spaß bereitete das

Wasserbomben-Zielwerfen.

Dabei mussten mit Wasser

gefüllte Luftballons mittels

Handtüchern von einem Feld

ins andere geworfen und wieder

aufgefangen werden. Zerplatzte

ein Ballon, war das stets

mit einer nassen Erfrischung

verbunden.

„Das müssten wir viel öfter

machen!“, bekundeten abschließend

viele Akteure. ◼

Auch die Jüngsten

hatten ihr

Spiel gefunden

Riesenmikado

Die Fuß- und

Volleyballer

und die „Wikinger“

in Aktion

FOTO VON EVA-MARIA BARTSCH

R4 Liahona März 2010 R5


BEKEHRUNGSGESCHICHTE

Eine zweite Taufe

empfand ich als Sünde

Erika Klee, Zweig Nordhausen, Distrikt Erfurt

Eine Einladung zur goldenen Konfirmation

im April 2005 hatten wir, die Schüler der 8.

Klasse, gleichzeitig mit einem Klassentreffen

verbunden. Es waren 50 Jahre seit unserer

Schulentlassung vergangen. Nach vielen Jahren

besuchte ich die kleine Kirche in dem Dorf, in

dem ich aufgewachsen war, zum allerersten Mal.

Als ich die Kirche betrat, fiel mir ein Bild über

dem Altar auf, worauf eine Taube

ziemlich groß dargestellt war. Ich

dachte während des Gottesdienstes

immerzu daran, welche Bedeutung

wohl die Taube in so einem Haus

haben könnte.

Nach dem Gottesdienst gab der

Pfarrer jedem Einzelnen von uns die

Hand. Mich durchfuhr eine wohlige

Wärme. Als ich mich bedankte, traf

mich sein Blick, und ich meinte

zu wissen, was er dachte, nämlich:

„Warum besuchst du nicht unsere Kirche?“ Im Zug

nach Nordhausen überkam mich eine Einsamkeit,

die ich so an mir noch nicht bemerkt hatte. Da ich

schon seit meiner Kindheit immer gebetet habe,

rief ich Gott an, er möge mir doch noch einmal

eine sinnvolle Aufgabe übertragen. Dabei dachte

ich an die kleine Kirche.

Es waren acht Tage vergangen, da klingelte

es an der Tür. Ich öffnete und ein junger Mann

namens Lloyd fragte ganz schnell: „Haben Sie

schon etwas von Jesus Christus gehört?“ Ich

sagte: „Ja, aber später.“ Acht Tage später erschienen

die jungen Leute wieder und ich erfuhr, dass

sie Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen

der Letzten Tage waren. Elder Lloyd erzählte

vom Buch Mormon und vom Propheten Joseph

Smith. Ich sah, wie der zweite junge Mann namens

Bergen ein Buch aus seinem Rucksack

nahm und zögerte, es mir zu geben. Schließlich

gab er mir das Buch. Ich war glücklich, denn Bücher

sind meine Freunde. Wir vereinbarten einen

neuen Termin.

Nach ihrem Fortgehen schlug ich das Buch

Erika Klee

Mormon auf und las: „… Geist in Gestalt einer

Taube auf ihn herab“. Ich dachte: Taube? Mir

fiel die Taube über dem Altar der kleinen Kirche

wieder ein. Nun war mein Interesse geweckt und

ich fing an, im Buch Mormon zu lesen. Es fiel mir

ziemlich schwer, alles zu glauben, denn in meinem

Kopf gab es nur Propheten und Apostel des

Alten und des Neuen Testaments. Nun sollte es

plötzlich Propheten des 19. Jahrhunderts geben,

und das auch noch in Amerika? Es folgten viele

Lektionen der Missionare, und ich spürte, wie

mein Herz berührt wurde und dass Gott mit mir

ist. Aber ich verstand nicht alles. Ich wollte mit

den Missionaren Schluss machen. Doch dann erinnerte

ich mich daran, wie Elder Lloyd und Elder

Bergen für mich gebetet hatten, als mein Knie

operiert wurde, und wie wundersam danach die

Heilung verlief.

Deshalb las und lernte ich weiter mit den

Missionaren. Im August besuchte ich erstmals die

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Nach jedem Besuch kam die Frage: „Lassen sie

sich taufen?“ Doch ich mochte nicht. Denn ich

war getauft und sah es als Sünde an, wenn Gott

mich zweimal taufen sollte. Auch wollte ich meinen

Eltern, die schon lange tot sind, nicht wehtun,

denn sie hatten ja im guten Glauben gehandelt,

als sie mich taufen ließen. So sagte ich immer

wieder Nein.

Neue Missionare kamen, Elder Paeden und

Elder Miller. Beide hatten eine umwerfende Theorie

entwickelt. Elder Peaden mit seiner ernsten

Klugheit und Besonnenheit, und Elder Miller

mit seinem fröhlichen Optimismus und hoher

Konzentration auf die Sache. Sie überzeugten

Aus der Geschichte der Kirche

Deutschland (RS): „Am 30. März 1989 fahren acht erfahrene

Vollzeitmissionare aus fünf deutschsprachigen Missionen geleitet

von Wolfgang Paul [damals Präsident der Mission Hamburg]

nach Dresden und dienen in Sachsen und anderen Teilen der

DDR erstmals wieder als Missionare der Kirche aus dem Westen.

Die ersten Vollzeitmissionare aus dem Gebiet der damaligen

DDR treffen zwei Monate danach, am 28. Mai 1989 in Provo,

Utah, USA ein. Ulrich Rückauer“ ◼

mich vollends, denn von Gott hatte ich ja schon

lange eine Antwort bekommen. Mein promptes

Nein blieb aus. Am Donnerstag, dem 24.11.2005,

nachmittags sagte ich ganz laut: „Ich lasse mich

taufen.“

Der Tauftermin war schnell festgelegt und ich

erhielt eine Kopie des Taufprogramms. Es war

von Elder Lupton entworfen worden, der nichts

von meinem besonderen Erlebnis mit der Taube

wusste. Im Programm war die Schriftstelle 2 Nephi

31:5-9 angegeben. Wieder wurde ich an die

Taube erinnert und dachte, dass wohl der Heilige

Geist bei mir wohne, wie es mir in einer Lektion

gesagt worden war.

Als ich das Taufbecken verließ und mich umzog,

war wieder diese Helligkeit in mir und ich

war von einem ganz leichten Gefühl beseelt. Ich

wusste und fühlte, Gott ist mit mir und meine Sünden

sind mir vergeben worden. Ich fühlte mich gut

und war mit großer Dankbarkeit erfüllt. ◼

Bitte senden Sie Ihre Bekehrungsgeschichte (maximal 500

Wörter) an die zuständige Redakteurin (siehe Impressum

Regionale Umschau). Schreiben Sie in der Ich-Form und

fügen Sie wenn möglich ein Foto bei. Wir behalten

uns vor, den Text zu kürzen oder klarer zu formulieren.

Impressum Regionale Umschau

Deutschland Österreich Schweiz

Leitender Redakteur:

Reinhard Staubach (RS)

Chefin vom Dienst:

Françoise Schwendener (FS)

Zentralredaktion:

Ralf Grünke (RG)

Redaktion Deutschland Nord:

Marianne Dannenberg (MD),

Hindenburgdamm 70, 25421

Pinneberg, Deutschland;

md@tohuus.de; zuständig für

die Pfähle Berlin, Dortmund,

Düsseldorf, Hamburg, Hannover,

Neumünster und die Distrikte Neubrandenburg,

Oldenburg

Redaktion Deutschland

Süd und Schweiz: Eva-Maria

Bartsch (EB), Pirnaer Landstr. 316,

01259 Dresden, Deutschland;

evamariabartsch@aol.com; zuständig

für die Pfähle Bern, Dresden, Frankfurt,

Heidelberg, Leipzig, München,

Nürnberg, St. Gallen, Stuttgart, Zürich

und den Distrikt Erfurt

Redaktion Österreich: Judith

Hansen (JH), Am Wiesenhof 3/27,

A-4813 Altmünster, Österreich; judith.

hansen@gmail.com; zuständig für die

Pfähle Salzburg, Wien

Ihre Beiträge für die Regionale

Umschau sind uns stets willkommen.

Die Redaktion behält sich vor, die

Artikel zu kürzen oder anzupassen.

Die Veröffentlichung der Texte und

Fotos hängt von deren Qualität, Angemessenheit

und dem verfügbaren

Platz ab.

Beiträge erwünscht

Besonders für die folgenden Rubriken

sind Beiträge in der Regionalen Umschau

erwünscht:

Stimmen von Heiligen der Letzten Tage

Bitte senden Sie Ihre zeugnisstärkenden

Erfahrungen (maximal 500 Wörter), die

den Lesern helfen. Schreiben Sie in der

Ich-Form.

Meine Lieblingsschriftstelle

Diese Rubrik ist speziell für Jugendliche

und Junge Alleinstehende Erwachsene.

Berichten Sie über Ihre Lieblingsschriftstelle

und senden Sie Ihre Meinung (maximal 250

Wörter) ein.

Ich möchte wie Jesus sein

In dieser Rubrik sind Erlebnisberichte

von Kindern willkommen. Sie sind in der

Ich-Form zu schreiben. Eltern können bei

der Formulierung helfen und müssen der

Veröffentlichung von Texten und Fotos

schriftlich zustimmen. Der Beitrag soll nicht

mehr als 250 Wörter enthalten.

Leserbriefe

Schreiben Sie bitte der Redaktion der

Regionalen Umschau kurz Ihre Meinung zu

erschienenen Artikeln.

Für alle Rubriken gilt: Die Redaktion

behält sich vor, den Text zu kürzen oder

klarer zu formulieren. Schicken Sie Ihren

Beitrag an die zuständige Redakteurin

(siehe Impressum Regionale Umschau) und

fügen Sie wenn möglich ein Foto bei,

außer bei Leserbriefen. ◼

R6 Liahona


Missionare

Aus dem deutschen Sprachraum wurden folgende Mitglieder auf Mission berufen:

Paul Baumann

Gemeinde Hanau,

Pfahl Frankfurt:

Schottland-Mission Edinburgh

Emmanuel Enenkel

Gemeinde Wiener Neustadt,

Pfahl Wien:

England-Mission London

Samuel Jankowsky

Gemeinde Wien 5,

Pfahl Wien:

England-Mission Manchester

Bernhard Kober

Gemeinde Graz,

Pfahl Wien:

Italien-Mission Mailand

David Krywult

Gemeinde Wien 2,

Pfahl Wien:

England-Mission Birmingham

Sören Lex

Gemeinde Graz,

Pfahl Wien:

Russland-Mission Moskau

Jerrit Marzolla

Gemeinde Frankfurt,

Pfahl Frankfurt:

Italien-Mission Catania

Philipp Ryser

Gemeinde Schwamendingen,

Pfahl Zürich:

Deutschland-Mission Hamburg

IM INTERNET

Raissa-Anna Sayson

Gemeinde Wetterau,

Pfahl Frankfurt:

Deutschland-Mission Hamburg

Daniel Schäffner

Gemeinde Wien 5,

Pfahl Wien:

Deutschland-Mission Hamburg

Offizielle Internetseiten der Kirche

www.kirche-jesu-christi.org

www.hlt.at

www.kirche-jesu-christi.ch

EUROPE AREA (GERMAN)

R8 Liahona

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