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Auszüge aus der Festrede zum 100-jährigen Firmenjubiläum der ...

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Auszüge aus der Festrede zum 100-jährigen Firmenjubiläum der

Auszüge aus der Festrede zum 100-jährigen Firmenjubiläum der Innenausbau Schwertfeger GmbH von Eckhard Schwertfeger | Eisenach, den 28.06.2002 Was ein 100-jähriges Firmenjubiläum bedeutet, ist uns wohl erst 1992 bewusst geworden, als wir ganz kurzfristig vorbereitet, unser 90-jähriges Betriebsbestehen feierten. Nun blicken wir schon wieder ein Jahrzehnt auf dieses Fest, bei dem auch diese Produktionshalle hier eingeweiht wurde, zurück. Die Ereignisse der Wende und die letzten 30 Jahre Genossenschaft, hatten die Bedeutung der Firmen- und Familiengeschichte Schwertfeger verdrängt. So hatte auch ich nicht damit gerechnet, diese Tradition dreier Generationen, fortzuführen. Die nationalen und politischen Veränderungen bis zur Wiedervereinigung Deutschlands, zwangen uns zu einer schnellen wirtschaftlichen Umorientierung. Es stellte sich nun die Frage: Was wird aus der seit 1958 bestehenden Produktionsgenossenschaft? Von meinem Vater Johannes Schwertfeger gegründet, ging die Genossenschaft aus der Bauund Möbeltischlerei Schwertfeger hervor und lag bis zuletzt in der Mitverantwortung und Leitung von Familienmitgliedern. Ich bin in der PGH Innenausbau aufgewachsen, habe hier von 1968-71 gelernt und gearbeitet und nebenbei mein Abitur gemacht. Anschließend studierte ich bis 1975 in Cottbus und bekam eine Anstellung in einem Projektierungsbüro in Weimar. Am 31.11.1975 kehrte ich nach dem plötzlichen Tod meines Vaters, dem Vorsitzenden der PGH Innenausbau, nach Eisenach zurück. Ich übernahm eine große Verantwortung, unterstützte meinen Onkel Otto Schwertfeger und versuchte vor allem, eine große Lücke zu schließen. [...] Aufgrund dieser Erfahrungen machte ich mir nun sehr viele Gedanken, was aus der Genossenschaft werden sollte. Es zeichnete sich ab, dass Teile der PGH eigene Ziele verfolgen wollen. Es entstanden Kontakte zu anderen Firmen in Hessen und Süddeutschland und eine Zusammenarbeit mit dem Bankenausstatter Alex Linder bahnte sich an. Diese Pläne zerbrachen jedoch drei Tage vor der Währungsumstellung. Ich erinnere mich an die Worte eines Tischlermeisters, der schon in der Firma Schwertfeger gelernt hat: „Übernimm doch die Tischlerei und führe das Werk fort, was dein Großvater begonnen hat.“ [...] So löste sich am Freitag, dem 30.06.1990 die PGH auf und am Sonntag, dem Tage der Währungsunion wurde die Übernahme festgemacht. Schon am Montag begannen wir mit 20 Produktionsmitarbeitern und einer Buchhalterin. 1

Festrede zum 100 Jährigen Jubiläum des VHGW von Paul-Erwin ...