21.11.2013 Aufrufe

Vollständige Ausgabe herunterladen - DRF Luftrettung

Vollständige Ausgabe herunterladen - DRF Luftrettung

Vollständige Ausgabe herunterladen - DRF Luftrettung

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Luftrettung 1 | 2012

Das Förderermagazin

NOTFALLRETTUNG UND KLINIKEN

Für eine optimale

Patientenversorgung

NOTFALL

Auf Mallorca vom

Balkon gestürzt

PORTRÄT

Avioniker

Thomas Kappler


Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

im Durchschnitt wurden die Besatzungen der

DRF Luftrettung im vergangenen Jahr täglich

105 Mal zu Notfällen und eiligen Patiententransporten

angefordert. Wenn unsere rotweißen

Hubschrauber alarmiert werden,

geht es oft um Minuten. Dabei ist Leben

retten nicht nur eine Frage der Zeit, sondern

vor allem auch eine Frage der Teamarbeit.

Um einen Patienten bestmöglich zu versorgen,

müssen alle Einsatzkräfte optimal zusammenarbeiten

– wie ein Uhrwerk, dessen

Rädchen präzise ineinandergreifen. Aus

diesem Grund führt die DRF Luftrettung

regelmäßig Übungen mit den Mitarbeitern

von Rettungsdiensten und Kliniken durch,

wie zum Beispiel die gemeinsamen Trainings

mit dem Patientensimulator (SIM-Training).

Da die SIM-Trainings so realitätsnah wie

möglich gestaltet sind, führen wir sie nicht

nur im Hubschrauber oder in einem Ambulanzflugzeug,

sondern auch innerhalb von

Kliniken durch. Denn gerade die Patientenübergabe

ist eine wichtige Schnittstelle für

eine optimale Patientenversorgung. Mehr

darüber lesen Sie ab Seite 6.

Beim Blättern in dieser Ausgabe wird Ihnen

auffallen, dass wir neue Inhalte integriert

haben, wie zum Beispiel das Stationsporträt

(ab Seite 22). Wir möchten damit Ihrem

Wunsch nach mehr Informationen über

unsere Stationen gerecht werden. Auch der

Unterstützung durch unsere Spender und

Förderer haben wir mehr Raum gegeben

(ab Seite 30). Wir wünschen Ihnen eine interessante

Lektüre!

Foto: DRF Luftrettung

06

Welche Maßnahmen für eine reibungslose

Patientenübergabe wesentlich sind und

wie die DRF Luftrettung gemeinsam mit

Kliniken diese Schnittstelle optimiert,

lesen Sie in unserer Titelgeschichte.

10

Mit Geduld und Köpfchen: Was Avioniker

Thomas Kappler an den Aufgaben seines

Berufs so schätzt.

Ihr

Dr. Hans Jörg Eyrich

Vorstand

Ihr

Steffen Lutz

Vorstand

Titelfoto: DRF Luftrettung

Foto: Irina Wonneberg

2


Inhalt

In dieser Ausgabe

04 Aktuell

Einsatzrückblick auf 2011; DRF Luftrettung als guter

Arbeitgeber ausgezeichnet; Genehmigung für Station Magdeburg

bis 2017 erteilt.

06 Titelthema

Zielklinik erreicht, und jetzt? Wie Luftretter und

Klinikmitarbeiter die „Schnittstelle Präklinik/Klinik“

stetig verbessern.

10 Porträt

Als Avioniker ist Thomas Kappler sein Berufsleben lang auf

Kontaktsuche.

12

Anspruch auf ein

Ein- oder Zweibettzimmer

in der

Klinik hat nur, wer

für diese Leistung

eine private Zusatzversicherung

abgeschlossen

hat. Wir geben

Tipps, worauf beim

Abschluss von Ergänzungstarifen

zu achten ist.

Foto: olly - fotolia.com

12 Gesund leben

Wenn die gesetzliche Krankenkasse ablehnt: Wissenswertes

über private Zusatzversicherungen.

14 Lokalnachrichten

Einsatzmeldungen aus den Regionen.

20 Notfall

Familie Bruhn freut sich auf ihren ersten Mallorca-Urlaub.

Doch schon bald wird ihre Trauminsel zur Albtrauminsel.

22 Stationen im Porträt

In dieser Ausgabe: Über die Arbeit der Berliner Luftrettungsstation.

24 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein; Impressum

28 Christopher Kids

Gemeinsam für eine gute Sache: Was ihr heute schon üben

könnt, um später einmal ein top Luftretter zur werden!

30 Spenden und Helfen

Soziales Engagement: Spenden für die Luftrettung.

Foto: DRF Luftrettung Foto: Stephanie Redwanz

22

20

Dirk Bruhn hätte einen Sturz vom Balkon fast

mit dem Leben bezahlt. Damit der Schwerverletzte

in einer deutschen Klinik behandelt werden

kann, fliegt ihn die DRF Luftrettung

von Palma de Mallorca nach Hamburg.

Im Scheinwerferlicht: Christoph Berlin ist auf dem Dach des Unfallkrankenhauses

Berlin stationiert. Von dort startet die Besatzung Tag

und Nacht zu ihren oft lebensrettenden Einsätzen.

Luftrettung 1 || 2012

3


Aktuell Titelthema

Kurz berichtet

Noch nie war Luftrettung so wichtig

2011 war ein intensives Jahr, was die Einsatzzahlen der DRF Luftrettung

wie auch die Anforderungen an die Besatzungen angeht. Mit 35.075 geleisteten

Einsätzen allein in Deutschland und 38.366 Einsätzen insgesamt

zeichnet sich ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2010 ab. Alarmierungen

erfolgten häufig zur Rettung von Patienten mit Herzinfarkt oder

Foto: DRF Luftrettung

Schlaganfall, aber auch, um Schwerverletzten nach Verkehrs- und Freizeitunfällen

schnelle notärztliche Hilfe zu bringen. In Folge der bundesweiten

Spezialisierung von Kliniken war für jeden dritten Notfallpatienten der

schnelle und schonende Transport mit dem Hubschrauber unumgänglich.

Besonderes Augenmerk gilt den Nachtflügen, die insgesamt acht Stationen

der DRF Luftrettung leisten. Zu jedem fünften Einsatz im 24-Stunden-Betrieb

wurden die Besatzungen während der Nacht alarmiert.

„Der Einsatz von Nachtsichtbrillen bietet hier einen großen Vorteil für

die Piloten. Hindernisse wie Strommasten oder Nebelfelder lassen sich

besser erkennen. So wird die Luftrettung bei Nacht noch sicherer“,

erläutert Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung. Als

bundesweit einzige Luftrettungsorganisation setzt die DRF Luftrettung

bei Einsätzen in der Dunkelheit Nachtsichtbrillen ein.

An der Spitze der Einsatzzahlen standen wie schon im Jahr zuvor die

sieben Stationen in Baden-Württemberg. Die rot-weißen Hubschrauber

starteten hier insgesamt 9.128 Mal, die fünf Stationen in Bayern leisteten

5.802 Einsätze, in Sachsen-Anhalt waren es 3.313 Einsätzen an

zwei Stationen.

Die Entwicklung über die

Jahre zeigt es deutlich:

Immer häufiger werden

die Hubschrauber der DRF

Luftrettung gebraucht.

9.089

Einsätze

1990

13.609

Einsätze

1995

24.979 Einsätze

2000

34.408 Einsätze

2005

36.900 Einsätze

2010

38.366 Einsätze

2011

Wolfgang Clement überreicht Steffen Lutz (links)

und Frank Schättle (rechts) von der DRF Luftrettung

die Top-Job-Urkunde.

DRF Luftrettung

ausgezeichnet

Die DRF Luftrettung gehört zu den besten

mittelständischen Arbeitgebern Deutschlands.

Am 26. Januar zeichnete Mentor

Wolfgang Clement im Landschaftspark

Duisburg-Nord die Luftretter mit dem Gütesiegel

„Top Job“ aus. Unternehmen mit

mindestens 20 und maximal 5.000 Mitarbeitern

aus ganz Deutschland konnten sich

für die Vergleichsstudie bewerben. Die Auswahl

erfolgte nach einer Befragung der Personalverantwortlichen

sowie einer anonymen

Online-Befragung der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. „Nur durch hoch

qualifizierte und vor allem motivierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter können wir

unserem Ziel, Notfallpatienten die beste

medizinische Hilfe zu bringen, Tag für Tag

nachkommen. Die ‚TOP JOB‘-Auszeichnung

verstehen wir deshalb nicht nur als

Bestätigung für unser Bemühen als sozial

orientierter Arbeitgeber, sondern vor allem

als großes Lob für unsere engagierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter“, betont Steffen

Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

Foto: DRF Luftrettung

4


Einkaufen und Gutes tun

Wenn Sie auch zu denjenigen gehören, die gerne im

Internet einkaufen, dann besuchen Sie doch einmal

PlanetHelp. Mit einem Einkauf über diese Internetplattform

können Sie gemeinnützig tätige Organisationen

wie die DRF Luftrettung unterstützen. Bis zu

15 Prozent des Einkaufspreises kommen direkt der

gewählten Organisation zugute. „Für den Käufer ist

das völlig kostenneutral, für uns ist es ein Beitrag,

der hilft, die lebenswichtigen Aufgaben der DRF

Luftrettung sicherzustellen“, so Dr. Hans Jörg Eyrich,

Vorstand der DRF Luftrettung, über Sinn und

Zweck von PlanetHelp. Und so einfach geht es:

unter www.planethelp.de anmelden und wie dort

beschrieben in einem Shop nach Wahl bestellen.

Sie möchten noch

mehr über die

DRF Luftrettung erfahren?

Dann stöbern Sie doch

einmal auf der Website

www.drf-luftrettung.de.

Dort finden Sie neben

Informationen zu Fördermitgliedschaft

und

den Aufgaben der international

tätigen Luftrettungsorganisation

zum Beispiel auch Service-Tipps zur Gesundheitsprävention,

Nachrichten über lebensrettende Einsätze und

aktuelle Spenden. Darüber hinaus lesen Sie im Internet regelmäßig

Zusatzinformationen zu Beiträgen aus dem Förderermagazin.

Welche Artikel mit weiteren Informationen zum Thema

angereichert sind, ist auf den entsprechenden Seiten des Heftes

jeweils grafisch hervorgehoben. Viel Spaß bei Ihrem Ausflug ins

„world wide web“!

Foot: bloumia - fotolia.com

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Holen Sie sich die DRF Luftrettung auf den Bildschirm!

Unter www.drf-luftrettung.de/bildschirmhintergrund.html

stehen zwei attraktive Motive zum Download bereit.

Für weitere sechs Jahre in Magdeburg

Mit großer Freude hat die DRF Luftrettung am 27. Januar

auf die Nachricht des Ministeriums für Inneres und Sport

des Landes Sachsen-Anhalt reagiert, die Station Magdeburg

auch in den nächsten sechs Jahren betreiben zu dürfen.

Das Ministerium hatte die Hubschrauberstation im

November 2011 europaweit neu ausgeschrieben. Den Zuschlag

unter allen Mitbewerbern bekam die DRF Luftrettung

aufgrund des wirtschaftlichsten Angebots.

Seit 2006 wird der Magdeburger Hubschrauber der DRF

Luftrettung in der Notfallrettung als schneller Notarztzubringer

alarmiert. Darüber hinaus übernehmen die Besatzungen

auch dringende Transporte von Intensivpatienten um Magedeburg für weitere sechs Jahre sicherstellen.

Die DRF Luftrettung wird die Notfallrettung aus der Luft in und

zwischen Kliniken. „Wir freuen uns über das entgegengebrachte

Vertrauen, die Luftrettung in Magdeburg auch zukünftig

fortführen zu können. Über 1.400 Einsätze im Jahr verdeutlichen die Bedeutung einer schnellen Notfallhilfe aus der

Luft. Auch in den nächsten Jahren werden wir uns engagiert für die Patienten in der Region einsetzen“, verspricht Steffen

Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung.

Foto: Andreas Lander

5


Titelthema

Nahtloser

Übergang

In der Luftrettung ist schnelles und professionelles

Handeln gefragt. Dafür sind

die Besatzungen der DRF Luftrettung

hoch qualifiziert. Doch wie gestaltet

sich die Patientenübergabe, nachdem

der Rettungshubschrauber an der Zielklinik

gelandet ist? Unser Beitrag zeigt

auf, mit welchen Maßnahmen die DRF

Luftrettung gemeinsam mit Kliniken

diese Schnittstelle stetig optimiert.

I

m Schockraum 1 des Klinikums Dortmund im Klinikzentrum

Nord herrscht höchste Konzentration.

Ein Notfallpatient leidet unter akuter Atemnot, seine

Herztöne werden immer schwächer. Vor wenigen Minuten

ist die Besatzung der DRF Luftrettung mit dem

Schwerverletzten gelandet. Jetzt geht es darum, den

Patienten schnell und koordiniert an das Schockraumteam

zu übergeben. Unfallchirurgen, Anästhesisten

und Pflegepersonal stehen bereit. Bei der Übergabe

muss klar sein, wer welche Aufgaben wahrnimmt, um

den Zeitraum zwischen dem Eintreten eines Notfalls

und der stationären Weiterbehandlung so kurz wie

möglich zu halten.

Dass es sich hier um eine nachgestellte Szene eines

simulatorbasierten Teamtrainings (SIM-Training) handelt,

haben sowohl die medizinische Besatzung des

Dortmunder Einsatzhubschraubers als auch das Klinikpersonal

längst vergessen. Denn das dargestellte

Szenario ist dank der „Trainingsperson“ Patientensimulator

sehr realitätsnah. „Die Trainings sind darauf

ausgerichtet, allen Beteiligten bei einer Patienten-

1

Teil der Notaufnahme. Im Schockraum einer Klinik werden

schwer verletzte Patienten von den Rettungskräften übergeben.

6


Fotos: DRF Luftrettung

übergabe Routine im Umgang mit Stresssituationen

zu vermitteln. Mit der Zeit lernen die Teilnehmer, jederzeit

ruhig und professionell zu handeln“, hebt

Dr. Hans Lemke, Leitender Arzt der zentralen Notaufnahmen

am Klinikum Dortmund und Ärztlicher Leiter

des Rettungsdienstes der Stadt Dortmund, den Nutzen

des ersten SIM-Trainings im Schockraum der

Dortmunder Unfallklinik hervor. Der nachhaltige

Lerneffekt ist für beide Seiten enorm, denn: „In einem

der Trainings wurde deutlich, dass es im Schockraum

für den eintreffenden Hubschraubernotarzt oft schwierig

ist, seinen Ansprechpartner sofort zu erkennen.

Abhilfe schaffen einige Kliniken inzwischen dadurch,

dass der sogenannte Trauma-Leader eine farblich auffällige

Arbeitskleidung trägt wie beispielsweise eine

rote Röntgenschürze“, berichtet Dr. Gerson Conrad,

Medizinischer Ausbildungsleiter der DRF Luftrettung.

Traumamanagement ist Zeitmanagement

„Ein weiteres Trainingsergebnis mit Lerneffekt ist,

dass dem Hubschraubernotarzt etwa zwei bis drei Minuten

absoluter Ruhe eingeräumt werden, um alle

relevanten Informationen an das Schockraumteam zu

vermitteln. In dieser Zeit sollten alle Tätigkeiten ruhen,

sofern der Kreislauf des Patienten stabil ist. Erst

dann erfolgt das Herübernehmen des Patienten auf die

Krankenhausliege und der Austausch der medizintechnischen

Geräte“, fährt Dr. Conrad fort. Damit spricht

er Erwartungen an, die sowohl die Luftretter als auch

das Klinikpersonal aneinander haben, wenn sie bei der

Übergabe eines Patienten zusammentreffen: klare

Strukturen und Zuständigkeiten, eine effektive Kommunikation,

professionelles, koordiniertes Zusammenarbeiten

und ein respektvoller Umgang miteinander.

Da diese „human factors“ einen großen Einfluss

auf das Entstehen kritischer Situationen zum Beispiel

bei der Patientenübergabe haben, liegt der Fokus der

SIM-Trainings zunehmend auf dem so genannten

Crisis Resource Management. Dabei werden neben

dem Teamleadership, also dem Führen eines Teams,

Techniken und Verfahren erlernt, die das Wissen und

Können aller Beteiligten für eine komplexe Aufgabe

mobilisieren sollen. Vor dieser Herausforderung standen

vor kurzem die Teilnehmer eines SIM-Trainings

der Stuttgarter Station der DRF Luftrettung, das am

Klinikum Ludwigsburg stattfand. Zum ersten Mal trainierten

Notärzte und Rettungsassistenten gemeinsam

mit dem Klinikpersonal die Übernahme eines beatmungspflichtigen

Intensivpatienten auf der Intensivstation.

Im Szenario wurde eine schwerwiegende Komplikation

bei der Beatmung simuliert. „In solchen Situationen

ist es besonders wichtig, dass sich jedes

Teammitglied mit seinem ganzen Know-how einbringen

kann, ungeachtet von Hierarchien, die für Zurückhaltung

sorgen könnten“, betont Dr. Gregor Lichy, Leitender

Notarzt der Station Stuttgart. Auch wenn die

Übergabe-/Übernahmesituation bei einem Intensivtransport

nicht mit einer Notfallsituation zu vergleichen

ist, müssen die Beteiligten ebenso spontan auf

unvorhergesehene Zwischenfälle reagieren.

Von den Kliniken festgelegte Arbeitsabläufe geben

einen Arbeitsrahmen vor, an dem sich alle Beteiligten

Die Besatzungen

der DRF Luftrettung

haben erst

dann einen Einsatz

erfolgreich

beendet, wenn

der Patient

sicher und mit

allen notwendigen

Informationen

an die

Klinikmitarbeiter

übergeben werden

konnte.

Luftrettung 1 || 2012 7


Titelthema

Ob Hubschrauberbesatzung

oder Klinikpersonal:

Bei der

Patientenübergabe

sind die

Aufgaben klar

verteilt. Hierzu

gehört auch die

abschließende

Dokumentation,

bevor die Crew

zu ihrem nächsten

Einsatz

startet.

ausrichten müssen. Beim Schockraummanagement ist

unter anderem die Zusammensetzung des Schockraumteams

festgeschrieben, das in aller Regel aus

einem Unfallchirurgen, einem Anästhesisten, Pflegekräften,

einer Laborfachkraft und einem Radiologen

besteht. Geht die Ankündigung eines Notfalls durch

die Leitstelle an der Klinik


ein, werden die Mitglieder

des Schockraumteams sofort

benachrichtigt. Eine

Minute später haben sich

die Betreffenden im

Schockraum einzufinden –

unabhängig davon, welcher

Tätigkeit sie gerade

nachgingen. Festgelegt ist

auch, wer Trauma-Leader

ist. Er ist direkter Ansprechpartner

für die Notärzte,

übernimmt die gesamte

Führung und Koordination während der Übergabe

sowie im weiteren Verlauf bis zur stationären

Aufnahme des Patienten. Auch die Entscheidung, in

welche Fachabteilung der Patient zur weiteren Behandlung

gebracht wird, trifft unter Umständen der Trauma-Leader

im Schockraum. Bei der Übergabe selbst

stehen ebenfalls hilfreiche Leitlinien zur Verfügung:

In der frühen innerklinischen Erstversorgung von polytraumatisierten

Patienten definiert das Ausbildungskonzept

ATLS (Advanced Trauma Life Support)

Handlungsabläufe hinsichtlich Behandlungsprioritäten,

Diagnostik und Therapie im Schockraum.

Foto: DRF Luftrettung

Um auch hier konstant besser zu werden, finden

klinikintern regelmäßig Nachbesprechungen statt. Darin

werden Situationen analysiert und gegebenenfalls

mit den Beteiligten der Rettungsdienste nachbereitet.

Genauso verfahren die Besatzungen der DRF Luftrettung.

Treten Fragen in Bezug auf die Zusammenarbeit

mit den Klinikteams

auf, tauschen sich die

Simulatorbasierte

Beteiligten aus und

Teamtrainings führt

arbeiten gemeinsam

die DRF Luftrettung

an einer Lösung.

an ihren Stationen

„Wichtig ist, Unstimmigkeiten

sofort an-

sowie im Schockraum

und auf der Intensivstation

von Kliniken

zusprechen, um sie

aufzulösen“, betont

durch.

Dr. Lemke. Weil er sowohl

als Hubschrau-

Dr. Gerson Conrad,


Medizinischer Ausbildungsleiterbernotarzt

an Bord

von Christoph Dortmund

als auch an

einer Klinik tätig ist, kennt er beide Seiten. „Daher

haben wir ein tiefes Verständnis für die Arbeit des jeweils

anderen“,

unterstreicht der

Notfallmediziner.

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Welche Voraussetzungen Klinikärzte mitbringen, um

als Hubschraubernotarzt Einsätze fliegen zu dürfen,

lesen Sie online im Interview mit Dr. Gregor Lichy,

Leitender Notarzt der Stuttgarter Luftrettungsstation:

www.drf-luftrettung.de/interview-lichy.html

8


Fotos: DRF Luftrettung (2), Stefan Thomas (1)

Den ständigen

Austausch und engen

Kontakt aller

Beteiligten hält

auch sein Stuttgarter

Kollege Dr.

Gregor Lichy für

einen wichtigen

Faktor, um ein reibungsloses

Miteinander

zu fördern.

Angefangen bei

internen Treffen

aller Stationsmitglieder

bis zu gemeinsamen

Veranstaltungen

mit

dem Klinikum Ludwigsburg dienen alle Maßnahmen

der guten Kooperation. Quartalsweise treffen sich Notärzte,

Rettungsassistenten und zunehmend auch Pflegekräfte

der Intensivstationen aus der Region, um gemeinsam

über Themen zu sprechen, die die Schnittstellen

sowohl in der Notfallrettung als auch bei Intensivtransporten

betreffen. Neben den regelmäßigen

Trainings hat es sich ebenfalls bewährt, die Rettungsassistenten

der DRF Luftrettung an der Klinik hospitieren

zu lassen. Das vermittelt einen guten Einblick

in die Arbeit des Gegenübers. „Genauso laden wir regelmäßig

Klinikpersonal an die Luftrettungsstation

ein, um unseren Einsatzalltag mitzuerleben“, erzählt

Dr. Lichy.

Die sehr gute und enge Zusammenarbeit der Stuttgarter

Luftrettungsstation mit dem Klinikum Ludwigsburg

zeigt sich aktuell im Pilotprojekt „Rescue Track

im Schockraum“. Rescue Track ist ein von der DRF

Luftrettung entwickeltes System, das unter anderem

den Leitstellen erlaubt, sich Position und Einsatzstatus

der Hubschrauber in Echtzeit anzeigen zu lassen. „Den

wesentlichen Vorteil sehen wir hierbei in der besseren

Planbarkeit einer Patientenübergabe“, erläutert Dr. Lichy,

der sich als Leiter des Pilotprojekts in Ludwigsburg

engagiert. „Das Schockraumteam müsste nicht

mehr sofort nach der Benachrichtigung durch die Leitstelle

zusammenkommen, sondern erst, wenn auf dem

Monitor der Hubschrauber im Anflug zu erkennen ist.“

Nach ersten Auswertungen verkürzt sich die Wartezeit

für das Schockraumteam mit Rescue Track tatsächlich

um durchschnittlich 11 Minuten. Auf diese Weise lassen

sich auch die Vorbereitungen einer Computertomographie

oder eines Operationssaals gezielter planen.

„Sollte das Pilotprojekt weiterhin erfolgreich verlaufen,

könnte die Umsetzung im Klinikalltag einen

wichtigen Beitrag zur Optimierung der Übergabe-/

Übernahmesituation leisten“, beschreibt Professor

Dr. Götz Geldner, Ärztlicher Direktor am Klinikum

Ludwigsburg, den Nutzen von Rescue Track.

Darüber hinaus gibt es weitere Methoden der Optimierung,

wie Dr. Lemke berichtet: „Nahezu alle Kliniken,

die einem lokalen oder regionalen Traumanetzwerk

2 angeschlossen sind, haben ein Traumatelefon

eingerichtet. Über eine spezielle Rufnummer kann der

Notarzt vom Einsatzort aus einen Facharzt in der Zielklinik

erreichen und Verdachtsdiagnosen zu einem

frühen Stadium besprechen.“ So werden wichtige Informationen

zeitnah und direkt an den Klinikarzt weitergegeben.

Diese, aber auch viele weitere Maßnahmen

der DRF Luftrettung und der kooperierenden Kliniken

haben eines gemeinsam: Die Schnittstelle Präklinik/

Klinik durch eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten

zu optimieren, um die maximale Patientensicherheit

zu gewährleisten.

SAbine muth-stöckle

Gemeinsame

Nachbesprechung

des SIM-Trainings

an der Intensivstation

des Klinikums

Ludwigsburg:

Die

Besatzung von

Christoph 51 und

das Klinikpersonal

analysieren

Videomitschnitte

der trainierten

Szenarien.

2

Traumanetzwerke sind lokale oder regionale Zusammenschlüsse

von Kliniken verschiedener Versorgungsstufen mit

dem Ziel, jeden schwer verletzten Patienten innerhalb von

30 Minuten einer qualifizierten medizinischen Versorgung zuführen

zu können. Die Bildung von lokalen oder regionalen

Traumanetzwerken ist die Folge einer bundesweiten Initiative

der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU).

Foto: DRF Luftrettung

Luftrettung 1 || 2012 9


Mitarbeiterporträt

Gut verdrahtet

Thomas Kappler wusste schon als Kind, dass er

beruflich etwas mit Elektronik machen wollte.

Heute gehört der 32-Jährige zum Team der Avioniker

der DRF Luftrettung und leitet die Abteilung Wartung

und Störungsbehebung.

E

s gibt immer mehrere Wege zum Ziel – dieses Motto

hat sich Thomas Kappler auf die Fahnen geschrieben.

Der Leitsatz steht in enger Verbindung zu

seiner beruflichen Tätigkeit, denn: „Wer in der Avionik

eine Störung beheben möchte, muss Geduld haben.

Und er muss bereit sein, verschiedene Wege der

Fehlersuche einzuschlagen“, so Kappler, der seit dem

Jahr 2000 bei der DRF Luftrettung am Flughafen

Karlsruhe/Baden-Baden arbeitet. Seinen Dienst begann

er zunächst als Zivildienstleistender, „was ich

eher einem Zufall verdanke“. Ein Berufschullehrer

hatte ihm den Tipp gegeben, sich dort zu bewerben.

„Und es hat auch geklappt“, freut sich Kappler. So erhielt

er erste Einblicke in einen Werftbetrieb. Da er

bereits eine fertige Berufsausbildung zum Energieanlagenelektroniker

in der Tasche hatte, machte ihm

der damalige Leiter der Avionikabteilung gegen Ende

seiner Zivildienstzeit das Angebot, in Rheinmünster

zu bleiben. Das Avioniker-Team bestand damals aus

nur zwei Mitarbeitern, die für Verstärkung dankbar

waren.

Kappler überlegte nicht lange und sagte zu. In der

Elektronikwelt der Luftfahrzeuge fand er sich schnell

zurecht, sodass er 2006 beschloss, noch einmal die

Schulbank zu drücken. „Ich wollte Avionik-Prüfer für

Luftfahrtgeräte werden. Hierzu habe ich über sechs

Monate Vollzeit an einem Lehrgang in Oberpfaffenhofen

teilgenommen. Die DRF Luftrettung hat mich

für die Dauer des Lehrgangs freigestellt“, erzählt

Kappler. „Die Prüfung war sehr anspruchsvoll“, berichtet

der erfahrene Avioniker, der sie erfolgreich bestanden

hat. Seine Prüflizenz umfasst sämtliche gän-

Thomas Kappler ...

... kam am 23. August 1979 in Bühl (Baden-Württemberg) zur Welt

und ist gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester in Söllingen aufgewachsen,

wo seine Eltern heute noch wohnen. Den idealen Ausgleich

zum Beruf findet er beim Sport: Kappler spielt leidenschaftlich

gerne Fußball und Tennis, joggt oder ist mit den Inlinern bzw.

dem Rennrad unterwegs. Urlaub macht er am liebsten dort, wo’s

warm ist: „Ich habe eine Vorliebe für mediterrane Küche“, verrät

der sympathische Badener.

Foto: privat

Das Runde muss ins Eckige: Thomas Kappler

spielt schon seit frühester Jugend Fußball.

10


gigen Hubschraubermuster der DRF Luftrettung. Zum

Erhalt der Lizenz muss er prüfpflichtige Tätigkeiten

in einem Prüfbuch nachweisen; beispielsweise wenn

das Stabilisierungssystem einer Autopilotanlage ausgefallen

ist und er dies behoben hat. Ergänzend hat

Kappler für jeden Hubschraubertyp spezielle Musterlehrgänge

absolviert.

Bis heute ist das Team der Avioniker auf zehn Mitarbeiter

angewachsen. Eine Entwicklung, die der zunehmenden

Digitalisierung auch im Bereich der Luftfahrt

Rechnung trägt. „Zum einen erfolgt eine Umstellung

im Cockpit von analoger auf digitale Anzeige

der Instrumente, zum anderen werden immer mehr

elektronische Komponenten in Hubschrauber und

Flugzeuge verbaut“, weiß Kappler. „Das fängt beim

Navigationssystem an und hört bei der Vorbereitung

für den Digitalfunk noch lange nicht auf.“

Fotos: Irina Wonneberg

Thomas Kappler führt einen Avionikcheck an der EC 145 durch (ganz oben)

und bespricht mit einem Kollegen Einbauten für die Maschine (oben). Eine

Möglichkeit der Fehlersuche ist zu überprüfen, wo Spannung anliegt (Mitte).

Abwechslungsreiches Aufgabengebiet

Als Avioniker zeichnet Kappler für die Sicherheit im

Luftverkehr verantwortlich. Denn er sorgt dafür, dass

elektronische Komponenten wie Kommunikationsanlagen,

Navigationssysteme oder Autopilotanlagen einwandfrei

funktionieren. Er setzt komplexe Baugruppen

instand und nimmt Simulationen von technischen

Umfeldbedingungen vor.

Seine Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, daher

ist der 32-Jährige beruflich auch rundum zufrieden:

„Ich lerne täglich dazu, das bringt schon allein

das Berufsbild mit sich.“ Nicht zuletzt stellt sich in

seinem Job nie Routine ein, „denn ich mache an keinem

Tag im Jahr dasselbe wie am Tag zuvor. Wenn

uns Kollegen von Station A und Station B unabhängig

voneinander melden, dass kein Funkspruch gesendet

werden kann, kann die Ursache dafür unter Umständen

jeweils eine ganz andere sein“, nennt er ein

Beispiel. Außerdem kann jeder Tag mit einer spontanen

Dienstreise überraschen. „Gibt es Störungen an

den Stationen, sind wir, falls erforderlich, von Rheinmünster

aus schnell vor Ort“, so Kappler. Dabei spiele

es keine Rolle, wie weit die Anreise ist oder ob der

Arbeitstag erst früh am Morgen endet: Die Einsatzbereitschaft

wieder herzustellen, hat im Sinne der Patienten

oberste Priorität.

Irina Wonneberg

Luftrettung 1 || 2012 11


Gesund leben

Gesundheit ist

die beste Versicherung

Seitdem die gesetzlichen Krankenkassen ihren

Leistungskatalog gekürzt haben, sichern immer mehr

Verbraucher Leistungen für den Krankheitsfall

zusätzlich ab. Doch aufgepasst, hier heißt es:

Augen auf bei der Wahl der geeigneten Police!

Wir informieren, worauf zu achten ist.

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Worauf Sie vor dem Abschluss einer Krankenzusatzversicherung

außerdem achten sollten, haben wir im

Internet für Sie zusammengefasst: www.drf-luftrettung.de/

servicetipp-versicherung.html

Foto: Amir Kaljikovic - fotolia.com

D

as Angebot ist groß: Private Zusatzversicherungen

decken Leistungen aus ambulanter, stationärer

und zahnmedizinischer Behandlung ab, die gesetzliche

Krankenversicherungen nicht mehr übernehmen.

Dabei werden die Kosten für Brillen und Kontaktlinsen,

für die Behandlung beim Heilpraktiker, für Zahnersatz

sowie der Eigenanteil im Krankenhaus teilweise

oder komplett erstattet.

Bei den Zusatzversicherungen gilt: Je jünger, desto

günstiger. Ausschlaggebend für den Tarif sind unter

anderem das Alter, das Geschlecht, der gesundheitliche

„Lebenslauf“ und der aktuelle Gesundheitszustand

des Versicherten. Gesundheitsfragen im Antragsformular

müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Dabei hat der Versicherer das Recht, bei den im

Antrag angegebenen Ärzten Rückfragen zu stellen.

Bisher ist es noch so, dass Frauen für die Krankenzusatzversicherung

in aller Regel mehr bezahlen als

Männer. Allerdings hat der Europäische Gerichtshof

entschieden, dass das Geschlecht nicht länger Merkmal

für unterschiedliche Tarife sein darf. Ab 2013 wird

es daher Unisextarife geben.

Zusatzversicherungen können sowohl einzeln als

auch im Paket abgeschlossen werden. Um keine überhöhten

Beiträge zu bezahlen, sollte das Paket nur Leistungen

enthalten, die auch wirklich benötigt werden.

Zuschüsse für Heilpraktikerkosten oder Sehhilfen werden

bei den meisten Anbietern jedoch nur im Paket

versichert. Bei den Zahnzusatzversicherungen ist darauf

zu achten, dass die Kostenübernahme für Implantate

oder Verblendungen an den Seitenzähnen eingeschlossen

ist.

Bei den privaten Versicherern gelten in aller Regel

Wartezeiten. Sie definieren den Zeitraum, in dem der

Versicherer noch keine Leistung erbringen muss. Üblich

sind drei Monate bei der allgemeinen Wartezeit

und acht Monate für die besondere Wartezeit (für Entbindung,

Psychotherapie, Zahnersatz, Zahnbehandlung,

Kieferorthopädie). Bei Unfällen ist die Versicherung

sofort leistungspflichtig. Was sie im Einzel-

12


fall leistet, steht in den Versicherungsbedingungen.

Meistens übernehmen die Versicherer nicht 100 Prozent,

sondern nur einen Teil der Kosten.

Wer häufig zum Heilpraktiker geht, für den kann

eine Zusatzversicherung lohnend sein. Zu beachten

ist aber, dass die Versicherung meist nicht jegliche Behandlung

zahlt. Die Tarife beziehen sich auf das Gebührenverzeichnis

für Heilpraktiker oder auf das Hufelandverzeichnis

(weitere Informationen und Download

bei www.heilpraktiker-zusatzversicherung.de).

Nur was dort aufgelistet ist, wird ganz oder teilweise

erstattet. Für Brillen und Kontaktlinsen gibt es in aller

Regel einen Festbetrag für bestimmte Zeiträume,

zum Beispiel einen Zuschuss von 200 Euro alle zwei

Jahre. Angenommen, die Versicherung kostet monatlich

8 Euro, dann stehen – auf 24 Monate gerechnet –

Kosten von 192 Euro einer Leistung von 200 Euro gegenüber.

Hier ist zu überlegen, ob diese Versicherung

tatsächlich lohnt oder das Geld in einem Sparschwein

nicht ebenso gut aufgehoben ist.

Eine Investition in eine Zahnzusatzversicherung

kann sinnvoll sein. Denn die gesetzlichen Kassen bezahlen

für zahnärztliche Leistungen, die über die Leistungen

der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen,

lediglich einen Zuschuss. Die verbleibenden

Kosten muss der Kassenpatient selbst tragen. Oder er

bemüht seine Zahnzusatzversicherung, die einen Teil

des Eigenanteils an der Zahnarztrechnung übernimmt.

Wichtig bei der Wahl des Anbieters ist, dass ein möglichst

hoher Erstattungssatz gewährt wird. Allerdings

sollte man darauf achten, inwieweit daraus höhere Beiträge

resultieren.

Wer eine Zusatzversicherung für den Krankenhausaufenthalt

wählt, hat zum Beispiel Anspruch auf ein

Ein- oder Zweibettzimmer und auf Chefarztbehandlung.

Dies kann bei Krankheiten, die einen Spezia-

listen erfordern, von Vorteil sein. Da Kassenpatienten

die Klinik, in der sie behandelt werden möchten, nicht

frei wählen können, empfiehlt sich ein Restkostentarif,

der eventuell anfallende Mehrkosten bei individueller

Klinikwahl übernimmt. Private Kliniken, die

keine Versorgungsverträge mit den Krankenkassen haben,

sind davon ausgenommen. Empfehlenswert ist

auch der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung,

da sie Gehaltseinbußen bei längerer Krankheit

auffängt.

Gesetzlich Versicherte, die viel auf Reisen sind,

sollten in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung

abschließen, da Ärzte im Ausland für die Behandlung

häufig einen höheren Satz für Privatpatienten

in Rechnung stellen. Den Differenzbetrag muss

der Versicherte ohne entsprechenden

Versicherungsschutz

dann selbst übernehmen.

An Behandlungskosten,

die bei Reisen im außereuropäischen

Ausland entstehen,

beteiligen sich die gesetzlichen

Kassen gar nicht. Ein

immenses Kostenrisiko besteht,

sollte der Versicherte

im Ausland so schwer verletzt

werden oder erkranken,

dass ein medizinischer Rücktransport

nach Deutschland durchgeführt werden

muss. Förderer der DRF Luftrettung haben bei bezahltem

Jahresbeitrag die Sicherheit, dass sie bei Auslandsaufenthalten

von maximal 100 Tagen im Notfall

zurückgeholt werden, wenn dies medizinisch sinnvoll

und vertretbar ist. Darüber hinaus tragen sie mit ihrem

Förderbeitrag dazu bei, die Luftrettung in Deutschland

stetig zu optimieren.

IRINA WONNEBerg

Foto: DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung

ist für ihre

Förderer da,

auch bei Rückholungen

aus

dem Ausland.

Foto: djama - fotolia.com

Der Eigenteil für

Implantate und

Chefarztbehandlung

lässt sich

über Zusatzversicherungen

teilweise

abdecken.

Foto: psdesign1 - fotolia.com

Foto: Yuri Arcurs - fotolia.com

Luftrettung 1 || 2012 13


Niebüll

Rendsburg

Bremen

Hannover

Göttingen

Dortmund

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Halle

Dresden

Zwickau

Bad Berka

Suhl

Weiden

Nürnberg

Regensburg

München

Lokal-

Nachrichten

Leonberg

Stuttgart

Friedrichshafen

Bremen

Die Besatzung des Rendsburger Rettungshubschraubers

hatte gerade einen

Patienten von Helgoland in eine Bremer

Klinik transportiert, als sie bei

den Kollegen von Christoph Weser einen

Tankstopp einlegte. Kaum eingetroffen,

wurde die Besatzung des Bremer

Hubschraubers zu einem Verkehrsunfall

alarmiert. Die Crew informierte

die Leitstelle, dass Christoph

42 gerade in Bremen sei und kurzfristig

verfügbar wäre. Sogleich wurde

auch der Rendsburger Hubschrauber

nachgefordert, beide Maschinen trafen

kurz nacheinander an der Unfallstelle

ein. Dort war zwischen Elsfleth und

Brake ein Pkw von der Straße abgekommen

und gegen einen Baum geprallt.

Dabei waren zwei Personen

schwer verletzt worden. Sofort übernahmen

die medizinischen Hubschrauberbesatzungen

die Versorgung

eines 19-jährigen und eines 31-jährigen

Patienten von den bodengebundenen

Kollegen. Sie stabilisierten die

beiden Männer und bereiteten sie für

den Transport in für sie geeignete Kliniken

vor. Die Bremer Besatzung

brachte den 31-Jährigen mit Thoraxund

Rückenverletzungen in das Klinikum

Bremen Mitte, während die

Rendsburger Luftretter den 19-Jährigen

aufgrund lebensbedrohlicher

Kopfverletzungen in eine Spezialklinik

nach Bremerhaven transportierte.

Bad Saarow

Zu einem Verkehrsunfall, bei dem

sich die Fahrerin eines Kleintransporters

schwere Verletzungen zugezogen

hatte, wurde die Besatzung der DRF

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Bremen: Ein 31-Jähriger hatte bei einem Verkehrsunfall Rückenverletzungen

erlitten. Christoph Weser brachte schnelle Hilfe.

Bad Saarow: Beim Überschlag eines Kleintransporters wurde die Fahrerin

schwer verletzt. Sie gelangte an Bord von Christoph 49 in eine Spezialklinik.

14


Luftrettung aus Bad Saarow angefordert.

Die 43-Jährige war von der Fahrbahn

abgekommen. Daraufhin überschlug

sich das Fahrzeug mehrfach

und kam schließlich auf der Seite zum

Liegen. Parallel zu Einsatzkräften von

Feuerwehr und Rettungsdienst alarmierte

die Leitstelle Oderland Christoph

49 zum Einsatzort, wo die Pilotin

die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung

bereits wenige Minuten später

aufsetzte. Notarzt und Rettungsassistent

versorgten die Frau sofort. Neben

einer Schädelfraktur und massiven

Verletzungen im Gesicht hatte sie sich

ein stumpfes Bauchtrauma und ein

Thoraxtrauma zugezogen. Zudem bestand

der Verdacht auf eine Hirnblutung

sowie auf Halswirbelfrakturen.

Um den Kreislauf zu stabilisieren, leitete

der Hubschraubernotarzt bei der

Patientin eine Narkose ein, um sie

künstlich zu beatmen. Der Rettungsassistent

legte ihre eine Halskrause an,

um die Halswirbelsäule zu stabilisieren,

und versorgte die offenen Wunden.

Nachdem die Schwerverletzte für

den Transport mit dem Hubschrauber

vorbereitet worden war, wurde sie innerhalb

weniger Minuten in das Klinikum

Frankfurt/Oder-Markendorf geflogen

und dort dem Schockraum-Team

übergeben.

Dresden

Eine Frau war mit ihrem Pkw zwischen

Gablenz und Weißwasser gegen

einen Baum geprallt. Dabei hatte sie

sich schwere Verletzungen am Becken

und zahlreiche Frakturen an den Beinen

zugezogen. Einsatzkräfte der Feuerwehr

befreiten die Pkw-Lenkerin aus

ihrem Wagen. Anfangs versorgten bodengebundene

Rettungskräfte die Frau

und ihre leicht verletzte 18 Jahre alte

Tochter. Doch schnell war dem Notarzt

vor Ort klar, dass ein Rettungshubschrauber

erforderlich ist, denn die

Frau hatte lebensgefährliche Verletzungen

erlitten und musste schnellstens

in eine Klinik geflogen werden. Daher

alarmierte die Leitstelle Weißwasser

Christoph 38. Nach ihrer Ankunft

übernahmen Hubschraubernotarzt und

Rettungsassistent die Patientin von den

bodengebundenen Kollegen, legten ihr

eine Halskrause an und betteten sie auf

eine Vakuummatratze. Nachdem der

Kreislauf der 46-Jährigen stabilisiert

worden war, flog sie der Pilot in das

Traumazentrum der Uniklinik Dresden.

Die Tochter wurde mit dem Rettungswagen

in ein nahe gelegenes

Krankenhaus transportiert.

Friedrichshafen

In Überlingen wurde ein 21 Jahre alter

Bauarbeiter von einer herabfallenden

Gerüstkupplung am Kopf getroffen.

Da er keinen Helm trug, verletzte

er sich dabei schwer. Die Rettungsleitstelle

Friedrichshafen forderte

Christoph 45 zur schnellen Versorgung

des Arbeiters an. Als erstes Rettungsmittel

traf der Hubschrauber der

DRF Luftrettung wenige Minuten

nach der Alarmierung an der Unfall-

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Dresden: Eine 46-Jährige musste aus ihrem Kfz befreit und stabilisiert

werden. Dann flog sie die Crew der DRF Luftrettung in ein Traumazentrum.

Friedrichshafen: Schwere Kopfverletzungen zog sich ein 21 Jahre alter

Bauarbeiter zu. Die DRF Luftrettung sorgte für schnelle notärztliche Hilfe.

Luftrettung 1 || 2012 15


stelle ein. Notarzt und Rettungsassistent

eilten zum Patienten, der ein

offenes Schädel-Hirn-Traum erlitten

hatte. Sie versorgten seine Wunden,

stabilisierten den Kreislauf und flogen

ihn innerhalb weniger Minuten in ein

Traumazentrum nach Ravensburg.

Göttingen

Die Besatzung der DRF Luftrettung

war zu einem Arbeitsunfall in unmittelbarer

Nähe des Doms gerufen worden,

staunend beobachteten Passanten

die Landung des Rettungshubschraubers

Christoph 44 in der Altstadt von

Bad Gandersheim. Ein Monteur war

aus etwa drei Metern Höhe von einem

Gerüst gestürzt und hatte sich dabei

schwer verletzt. Arbeitskollegen

setzten einen Notruf ab. Die Leitstelle

Northeim sendete zunächst einen Rettungswagen

zum Unfallort. Die

schwerwiegenden Verletzungen des

32-Jährigen machten jedoch eine

Nachalarmierung des Rettungshubschraubers

nötig, der den Notarzt zum

Einsatzort brachte. Die Luftretter der

Göttinger Station benötigten nur wenige

Minuten nach Bad Gandersheim.

Sie versorgten den Mann und flogen

ihn auf direktem Weg in ein Krankenhaus

nach Göttingen.

Hannover

Die Leitstelle Hannover alarmierte

kürzlich die Besatzung von Christoph

Niedersachsen nach Hermannsburg

bei Celle. Dort war ein Handwerker

aus etwa einem Meter Höhe gestürzt

und mit dem Rücken auf eine Leiter

geprallt. Er klagte über starke Schmerzen.

Neben bodengebundenen Rettungskräften

forderte die Leitstelle

den Intensivtransporthubschrauber der

DRF Luftrettung aus Hannover an, der

wenig später am Unfallort eintraf.

Kaum hatte der Pilot die rot-weiße EC

145 abgesetzt, eilten Notarzt und Rettungsassistent

zu dem 55 Jahre alten

Handwerker. Sie vermuteten Wirbelsäulenverletzungen

und mussten davon

ausgehen, dass die Milz verletzt

war, was zu starken inneren Blutungen

führen kann. Gemeinsam mit den Kollegen

des bodengebundenen Rettungsdienstes

versorgten sie den Patienten

und bereiteten ihn für den Transport in

das Allgemeine Krankenhaus Celle

vor. Nach wenigen Flugminuten konnte

die Hubschrauberbesatzung den Patienten

an die weiterbehandelnden

Klinikärzte übergeben.

Magdeburg

Die Besatzung von Christoph 36 war

gerade auf dem Rückflug von einem

Einsatz in Nienburg, als sie von der

Leitstelle Magdeburg zu einem schweren

Verkehrsunfall angefordert wurde.

Eine 20 Jahre alte Pkw-Fahrerin war

auf der A14 in Höhe Schönebeck mit

ihrem Fahrzeug von der Autobahn abgekommen

und auf den Grünstreifen

geraten. Der Wagen hatte sich mehrfach

überschlagen und war schließlich

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Göttingen: Ein Mann war vom Gerüst gestürzt. Für den Transport

des 32-Jährigen in eine Spezialklinik wurde Christoph 44 alarmiert.

Hannover: Nach wenigen Flugminuten hatte der Pilot von Christoph

Niedersachsen den Einsatzort in der Nähe von Celle erreicht.

16


auf der Seite liegen geblieben. Während

die junge Frau nur leichte Verletzungen

davon getragen hatte, wurde

ihre zwei Jahre alte Tochter bei dem

Unfall schwer verletzt. Nur vier Minuten

nach der Alarmierung landete

der Pilot den Magdeburger Hubschrauber

der DRF Luftrettung als

erstes Rettungsmittel in unmittelbarer

Nähe zur Unfallstelle. Sofort kümmerten

sich Notarzt und Rettungsassistent

um die Mutter und ihre kleine

Tochter. Kurz darauf trafen Polizei

und bodengebundene Rettungskräfte

ein. Die junge Frau hatte lediglich

eine Platzwunde am Kopf erlitten.

Ihre Tochter hingegen hatte sich den

Kiefer gebrochen, zudem bestand der

Verdacht auf eine Halswirbelfraktur.

Notarzt und Rettungsassistent der

DRF Luftrettung versorgten das kleine

Mädchen, legten ihm behutsam

eine Halskrause an und betteten es

auf eine Vakuummatratze. Anschließend

begleitete der Hubschraubernotarzt

das Kind in das Universitätsklinikum

Magdeburg.

Niebüll

Ein internistischer Notfall war Anlass

für einen Einsatz von Christoph

Europa 5: Eine Seniorin klagte über

Herzbeschwerden, weshalb die Leitstelle

Nord die Niebüller Besatzung

der DRF Luftrettung alarmierte. Sie

benötigte nur wenige Flugminuten zur

Einsatzstelle und war als erstes Rettungsmittel

vor Ort. Unmittelbar danach

trafen die bodengebundenen Kollegen

mit einem Rettungswagen ein.

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent

hatten bereits mit der Untersuchung

der Frau begonnen. Sie schrieben

ein EKG, wobei sich herausstellte,

dass die Patientin unter Herzrhythmusstörungen

litt. Darüber hinaus war sie

unterzuckert, sodass ihr Glucose verabreicht

wurde. Anschließend wurde

die Renterin zur weiteren medizinischen

Abklärung in das Diako Flensburg

gebracht. Der Notarzt der DRF

Luftrettung begleitete die Frau auf ihrem

bodengebundenen Transport in

die Klinik.

Nordhausen

Gegen 12 Uhr mittags erschrak der

55 Jahre alte Bewohner eines Hauses

in Wipperdorf (Kreis Nordhausen/

Thüringen) mächtig, als nach einem

lauten Knall die Decke in einem Teil

des Wohnzimmers einstürzte. Der

Mann flüchtete ins Freie und sah, dass

ein Holztransporter in seinem Haus

steckte. Der Fahrer war in der Kabine

eingeklemmt worden. Neben Feuerwehr

und bodengebundenem Rettungsdienst

alarmierte die Leitstelle

Nordhausen die Besatzung von Christoph

37 zum Einsatzort, die nur wenige

Minuten später dort eintraf. Notarzt

und Rettungsassistent eilten zu

dem Fahrer und versorgten ihn, während

er von Einsatzkräften der Feuerwehr

aus dem Lkw befreit wurde. Sie

stabilisierten seine Halswirbelsäule,

Helm und Decke boten dem Patienten

während der technischen Rettung

Schutz und beugten einer Unterkühlung

vor. Nach der Befreiung durch

die Feuerwehr wurde der Mann zur

Hat die ARA das training nicht sogar

organisiert und ausgerichtet?

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Niebüll: Da bei einer Seniorin Verdacht auf einen Herzinfarkt

bestand, alarmierte die Leitstelle den Notarzt der DRF Luftrettung.

Nordhausen: Die Feuerwehr befreite einen Fahrer aus seinem Lkw, während

er von Notarzt und Rettungsassistent der DRF Luftrettung versorgt wurde.

Luftrettung 1 || 2012 17


weiteren Versorgung in einen Rettungswagen

gebracht. Der 42-Jährige

hatte Verletzungen im Gesicht sowie

eine Handgelenksfraktur erlitten. Die

medizinsche Besatzung der DRF Luftrettung

begleitete den Transport in das

Südharzkrankenhaus Nordhausen.

Nürnberg

Ein dramatischer Arbeitsunfall hatte

sich in Auernheim (Kreis Weißenburg-

Gunzenhausen) ereignet. Beim Verputzen

einer Scheune war ein Mann

von einem Gerüst gestürzt und hatte

sich dabei lebensgefährlich verletzt.

Die Leitstelle Schwabach alarmierte

bodengebundene Rettungskräfte und

den Nürnberger Hubschrauber der

DRF Luftrettung. Die Notärzte verständigten

sich sofort über den Zustand

des 50-jährigen Patienten. Sie

vermuteten eine Halswirbelverletzung

und ein Schädelhirntrauma und stellten

eine Becken- und eine offene

Oberschenkelfraktur fest. Der hohe

Blutverlust musste sofort gestoppt und

der Kreislauf des Patienten stabilisiert

werden. Hierzu wurde der Mann u.a.

künstlich beatmet. Anschließend gelangte

er an Bord des Hubschraubers

schnellstmöglich in das Krankenhaus

Augsburg.

Regensburg

Im Murner See, einem beliebten

Tauchrevier im Oberpfälzer Seenland,

kam es kürzlich zu einem Tauchunfall.

Zwei Männer und eine Frau befanden

sich auf einem Tauchgang, als die

28-Jährige in rund 30 Meter Tiefe

plötzlich Probleme bekam. Sie musste

einen Notaufstieg durchführen, gefolgt

von ihren beiden Begleitern. An der

Wasseroberfläche angekommen, bemerkten

Tauchkollegen am Ufer die

Notsituation des Trios. Sie leisteten sofort

Erste Hilfe und setzten einen Notruf

ab. Zur medizinischen Versorgung

alarmierte die Rettungsleitstelle zwei

bodengebundene Notärzte sowie mehrere

Rettungswagen. Den Einsatzkräften

war jedoch klar, dass alle drei verunglückten

Taucher zur weiteren Behandlung

so schnell wie möglich in

eine Druckkammer gebracht werden

mussten. Da die nächste verfügbare

Kammer in München und damit

140 Kilometer Luftlinie vom Murner

See entfernt lag, forderten die zuständigen

Rettungsleitstellen die Hubschrauber

der DRF Luftrettung aus

Weiden, Regensburg und Nürnberg an.

Nach ihrem Eintreffen am Unfallort

übernahmen die medizinischen Hubschrauberbesatzungen

die Patienten

von den Kollegen und verabreichten

zusätzlich zu den Basismaßnahmen

reinen Sauerstoff. Im Anschluss

wurden die verunglückten Taucher

schnellstmöglich zu Einrichtungen mit

Druckkammern geflogen. Die Besatzung

von Christoph Regensburg transportierte

einen Patienten nach München-Bogenhausen,

die beiden anderen

gelangten mit Christoph Nürnberg und

Christoph 80 zur Feuerwache 5 in

München-Ramersdorf.

Foto: DRF Luftrettung

Foto: Stefan Janzen

Nürnberg: Mit lebensgefährlichen Verletzungen flog die Besatzung

von Christoph 27 einen 50-Jährigen in eine Klinik.

Regensburg: Drei Taucher mussten in Druckkammern gebracht werden.

Hierzu wurden drei Hubschrauber der DRF Luftrettung angefordert.

18


Stuttgart

Die Vermieter ahnten schon, dass etwas

passiert sein musste. Zwei Tage

lang hatten sie ihren 92 Jahre alten

Mieter nicht zu Gesicht bekommen.

Daraufhin informierten sie die Polizei,

die die Wohnung gewaltsam öffnete

und den Mann bewusstlos vorfand.

Die Polizisten alarmierten daraufhin

die Leitstelle Ludwigsburg, die einen

Rettungswagen und den Stuttgarter

Hubschrauber der DRF Luftrettung als

schnellen Notarztzubringer anforderte.

Am Einsatzort eingetroffen, begannen

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent

unmittelbar mit der Versorgung

des Patienten, der stark unterkühlt und

unterzuckert war. Sie legten einen

Zugang, stabilisierten den Blutzuckerhaushalt

und ergriffen Maßnahmen

zum Erhalt der Körpertemperatur,

die nur noch 30 °C betrug. Im Anschluss

begleitete der Hubschraubernotarzt

den Patienten in einem Rettungswagen

in das Klinikum Ludwigsburg.

Suhl

Kürzlich wurde die Suhler Besatzung

der DRF Luftrettung zu einem Verkehrsunfall

bei Schleusingen alarmiert.

Ein 57 Jahre alter Pkw-Fahrer

hatte die Vorfahrt missachtet und war

frontal mit einem Fahrzeug zusammengestoßen.

Unmittelbar danach

ging der Wagen des Unfallverursachers

in Flammen auf. Geistesgegenwärtig

rettete der 41 Jahre alte Unfallgegner

den Mann aus dem brennenden

Fahrzeug. Zur Versorgung des Schwerverletzten

alarmierte die Leitstelle

Suhl die Besatzung von Christoph 60

zu der Unfallstelle, die nur wenig später

vor Ort war. Notarzt und Rettungsassistent

versorgten den Verletzten, der

sich den Brustkorb gequetscht und ein

Schädel-Hirn-Trauma sowie mehrere

tiefe Schnittwunden im Gesicht erlitten

hatte. Sie stabilisierten den Kreislauf

des Patienten und verabreichten

ihm Schmerzmittel. Danach wurde er

innerhalb weniger Minuten in das Klinikum

Meiningen geflogen.

Weiden

Ein internistischer Notfall war Anlass

für den 700. Einsatz des Weidener

Hubschraubers der DRF Luftrettung.

Eine 83 Jahre alte Frau war in ihrem

Wohnhaus in Pilmersreuth zusammengebrochen.

Die Tochter setzte sofort

einen Notruf ab. Zur schnellen notärztlichen

Versorgung der Frau alarmierte

die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz

die Besatzung des Weidener

Hubschraubers der DRF Luftrettung

sowie einen Rettungswagen. Kurz darauf

traf die Besatzung am Einsatzort

ein, sodass Notarzt und Rettungsassistent

sofort mit der Untersuchung und

Versorgung der 83-Jährigen beginnen

konnten. Nachdem der Kreislauf der

Patientin stabil war, wurde sie unter

notärztlicher Begleitung in das Klinikum

Weiden transportiert.

Weitere Meldungen unter

www.drf-luftrettung.de

Foto: DRF Luftrettung

Foto: DRF Luftrettung

Stuttgart: Ein 92-Jähriger wurde stark unterkühlt in eine Klinik transportiert.

Der Hubschraubernotarzt von Christoph 51 begleitete die Fahrt.

Suhl: Ein 41-Jähriger konnte aus seinem brennenden Fahrzeug gerettet

werden. Die Besatzung der DRF Luftrettung versorgte ihn vor Ort.

Luftrettung 1 || 2012 19


Notfall

Rückflug Ambulanzklasse

Foto: DRF Luftrettung

Mit Kind und Kegel fliegen Dirk Bruhn und seine Freundin im Juli 2011 nach Mallorca. Für die Familie

aus Schleswig-Holstein sollte es der erste Urlaub auf der Mittelmeerinsel sein. Doch schon am dritten

Tag stürzt der 43-Jährige vom Balkon seiner Pension und verletzt sich dabei schwer.

E

ndlich Urlaub! Dirk Bruhn freut sich auf die gemeinsame

Zeit mit den Kindern und seiner Freundin

Dagmar. Samstags sind sie angekommen – montags

steht der erste Strandtag auf dem Programm. Er

will nur noch die Badetücher auf dem Balkon der kleinen

Pension ausschütteln. Dabei lehnt er sich über das

Geländer – und stürzt mitsamt der Brüstung fünf Meter

in die Tiefe. Auf der Terrassenmauer bleibt er bewusstlos

liegen.

Zunächst bleibt der Unfall unbemerkt. Dann entdeckt

Tochter Chiara (15), dass ein Teil des Balkongeländers

fehlt, und sieht ihren Vater regungslos am

Boden. „Papa ist runtergefallen!“, ruft sie aufgeregt.

Dagmar alarmiert den mallorquinischen Vermieter,

der sofort einen Notruf absetzt. Kurze Zeit später ist

notfallmedizinische Hilfe vor Ort. „Die Rettungskräfte

haben Dirk Drainagen gelegt, um die Lunge zu entlasten,

und ihm Sauerstoff und Medikamente verabreicht.

Er kam wieder zu Bewusstsein, wollte sogar

aufstehen“, erinnert sich seine Freundin. Doch Bruhn

ist schwer verletzt und wird in das Krankenhaus in La

Palma eingeliefert. „Wir waren völlig aufgelöst, kei-

Foto: privat

ner konnte uns sagen, was mit Dirk ist, denn wir sprechen

kein Spanisch und die Ärzte kein Englisch.“

Bruhn selbst kann sich an den Unfall nicht erinnern.

„Als ich im Krankenhaus wieder aufwachte, habe ich

immer nur nach meiner Familie gefragt. Ich dachte, wir

hätten einen Autounfall gehabt und seien eine Böschung

hinabgestürzt.“ Erst eine Dolmetscherin hilft seiner Erinnerung

auf die Sprünge und übersetzt auch die Dia-

Zu Urlaubsbeginn war die Welt der Bruhns noch in Ordnung:

Dirk Bruhn (rechts) mit Freundin Dagmar (2.v.l.),

Sohn Marlon (links) und Tochter Chiara (3.v.l.).

20


gnose: Rippenserienfraktur, beide Lungenflügel von

den Rippenfrakturen perforiert, Lungenquetschung,

Frakturen beider Handgelenke, gebrochene Wirbelfortsätze,

Quetschung von Leber und Nieren. „Da erst wurde

mir klar, wie schwer verletzt ich tatsächlich war“,

sagt der Inhaber eines Angelfachgeschäfts. Er möchte

so schnell wie möglich in die Kieler Uniklinik nach

Deutschland verlegt werden, denn auf Mallorca fühlt

er sich aufgrund der Sprachbarriere hilflos.

Erlösende Nachricht

Da der 43-Jährige seit Jahren mit seiner Familie Förderer

der DRF Luftrettung ist, ruft Freundin Dagmar

die Alarmzentrale am Flughafen Karlsruhe/Baden-

Baden an. Nach Abklärung der medizinischen Fakten

durch den Einsatzdisponenten erhält Bruhn schon kurze

Zeit später die erlösende Rückmeldung: „Wir fliegen

Sie zurück nach Deutschland.“ Die Klinikärzte

haben die Transportfähigkeit des Patienten bestätigt.

In der Alarmzentrale der DRF Luftrettung laufen

indes die Vorbereitungen für die Rückholung auf

Hochtouren. Die Einsatzkoordinatoren organisieren

den vollständigen Transport des Patienten von Bett zu

Bett und kümmern sich um alle Details der Flugvorbereitung.

Das heißt, sie klären unter anderem Landegenehmigungen

und Tankstopps und informieren

die dienstbereiten Piloten. Am Morgen des 30. Juli

starten Flugkapitän Udo Kordeuter und Copilot Marcus

Schwab vom Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

und nehmen Kurs auf Mallorca, wo die Besatzung

zwei Stunden später landet. Im Krankenhaus in Palma

klärt die Notärztin der DRF Luftrettung alle medizinischen

Fragen in fließendem Spanisch. „Sie ist

bis in die Kieler Uniklinik nicht von meiner Seite gewichen“,

erinnert sich Bruhn.

„Wegen der Lungenverletzung sind wir auf ‚Sea-

Level‘ (s. Kasten) geflogen, das ist schonender für

den Patienten“, erklärt der begleitende Rettungsassistent

Harald Hartmann. „Während des Rücktransports

nach Deutschland fühlte ich mich

sehr gut aufgehoben. Ich bin noch heute beeindruckt

von der hohen Professionalität der Besatzung,

bei der ich mich nochmals ausdrücklich

bedanken möchte!“, betont Bruhn.

Jetzt freut er sich darauf, die letzten Flugstunden

für seine private Pilotenlizenz zu absolvieren:

„Mein Fliegerarzt hat mich wieder

flugtauglich geschrieben!“ Stephanie Redwanz

Fünf Monate nach seinem Unfall wurde Dirk

Bruhn seine Flugtauglichkeit ärztlich attestiert.

Nun kann der 43-Jährige seinem

Hobby, der Fliegerei, wieder nachgehen.

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Holen Sie sich die DRF Luftrettung auf den Bildschirm!

Unter www.drf-luftrettung.de/bildschirmhintergrund.html

stehen zwei attraktive Motive zum Download bereit.

Foto: Stephanie Redwanz

Ambulanzflug auf Sea Level – Was heißt das?

Foto: Jochen Digel

Udo Kordeuter, Flugkapitän

der DRF Luftrettung

und Flottenchef

Flugzeuge

Je nach Verletzung oder Erkrankung des Patienten

kann es erforderlich sein, einen Ambulanzflug auf Sea

Level, also auf Meereshöhe, durchzuführen. Dabei wird

die Kabinendruckhöhe nach dem Start auf Meereshöhe

reduziert und auch während des Fluges so beibehalten.

Der Luftdruck auf Meereshöhe beträgt normalerweise

1013,25 hPa und nimmt mit der Höhe ab, sodass auf

12.200 m Höhe nur noch ein Viertel des Ausgangsluftdrucks

herrscht. Im Verhältnis dazu dehnen sich Gasansammlungen

beispielsweise im menschlichen Körper

(Nasennebenhöhlen, Mittelohr, Darm etc.) aus, im

Sinkflug wird das Volumen wieder geringer. Hohlräume

des menschlichen Körpers sind durch Öffnungen mit

der Umgebungsluft verbunden, damit ein Druckausgleich

stattfinden kann. Sind diese Öffnungen stark

verengt oder verschlossen, entsteht ein Über- bzw.

Unterdruck, der Beschwerden verursachen oder einem

schwer verletzten Patienten wie Dirk Bruhn Schaden

zufügen kann. Um dies bereits im Vorfeld abzuwenden,

wurde gemeinsam im Team mit den Kollegen der Alarmzentrale

entschieden, den Ambulanzflug von Palma de

Mallorca nach Hamburg Fuhlsbüttel auf Sea Level

durchzuführen. Eine nochmalige Anpassung des Kabinendrucks

für die Landung auf Höhe des Zielflughafens

war nicht notwendig, da Start- und Zielflughafen auf

der nahezu identischen Höhe über dem Meer liegen.

Luftrettung 1 || 2012 21


Stationen im Porträt

T

homas Reimer hat wenig geschlafen. Gleich dreimal

wurde der Stationsleiter mit seiner Besatzung

von Christoph Berlin in der Nacht zu Einsätzen alarmiert.

Am Morgen war Schichtwechsel, jetzt hat Reimer

frei, während die Kollegen der Tagschicht bereits

wieder in der Luft sind. Dass der Hubschrauber rund

um die Uhr einsatzbereit ist, stellen insgesamt acht Piloten,

rund 15 Fachpflegekräfte für Intensivmedizin und

etwa 35 Notärzte aus Berliner Kliniken sicher.

Seit 2008 ist der Intensivtransporthubschrauber am

Unfallkrankenhaus (ukb) in Berlin Marzahn stationiert.

Hierzu hat die Klinik auf dem Dach des Gebäudes

einen hochmodernen Hangar und Hubschrauberlandeplatz

errichtet. „Das ukb ist ein Zentrum der Maximalversorgung,

daher transportieren wir schwer verletzte

oder erkrankte Patienten häufig nach Marzahn,

das an der nordöstlichen Stadtgrenze liegt“, sagt Stationsleiter

Reimer.

2011 hat die DRF Luftrettung den Hubschraubertyp

gewechselt. „Mit der deutlich geringeren Lärmemission

und den hochmodernen Systemen für eine

sichere Luftrettung in der Nacht bietet die EC 145

Vorteile, die allen zugute kommen“, sagt Professor

Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer

des ukb.

Apropos Nacht: Berlin ist nach München und Regensburg

die dritte Luftrettungsstation in Deutschland,

die Nachtsichtgeräte (Night Vision Goggles = NVG)

bei ihren Einsätzen nutzen darf. Die am Pilotenhelm

befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene

Restlicht. „Die NVGs sorgen neben einem

Plus an Sicherheit auch für einen Zeitvorteil. Werden

wir nachts zu einem Notfall alarmiert, landen wir ausschließlich

auf Landeplätzen, die von der Feuerwehr

ausgeleuchtet worden sind. Sollten wir aus Gründen,

die für die Kollegen am Boden so nicht erkennbar sind,

dort nicht landen können, bietet die Brille einen unschätzbaren

Vorteil: Sie ermöglicht uns, auch bei Dunkelheit

aus der Luft einen alternativen Landeplatz

auszumachen, der dann wiederum von Einsatzkräften

am Boden ausgeleuchtet wird“, nennt Reimer ein Beispiel.

Die Tatsache, dass die Berliner Besatzung rund

ein Drittel ihrer Einsätze nachts fliegt, unterstreicht

die Bedeutung der NVG einmal mehr.

In Berlin ist die DRF Luftrettung „on top“:

Denn die 24h-Station befindet sich auf

dem Dach des Unfallkrankenhauses Berlin.

Ein idealer Standort, um Tag und Nacht zu

eiligen Intensivtransporten und Notfällen

alarmiert zu werden.

Berlin rund

um die Uhr

22

Foto: DRF Luftrettung


Christoph Berlin wird in

erster Linie für dringende

Patiententransporte zwischen

Kliniken eingesetzt.

„Daher ist unser Hubschrauber

ausgestattet wie eine Intensivstation,

nur dass die

medizintechnische Ausrüstung handlicher und leichter

ist“, erklärt Reimer. „Zu 90 Prozent werden wir im

Gebiet von Berlin und Brandenburg alarmiert. Doch

auch grenzüberschreitende Einsätze sind für uns keine

Seltenheit. So kommt es, dass wir auch schon Kliniken

in Schweden, Tschechien, Polen, Schweiz und

Belgien angeflogen haben“, weiß der Stationsleiter.

Mit Doppelcockpit ausgestattet

Insbesondere über weite Strecken schätzen die jeweils

zwei Piloten im Cockpit die Vorzüge ihres modernen

Hubschraubers und seine IFR-Ausstattung: „IFR bedeutet,

dass wir im Unterschied zu Sichtflugregeln

(VFR) nach Instrumentenflugregeln

unterwegs Christoph Berlin ist „

sind. Das heißt, dass unsere

Fluglage über die Insatzbereit

für drin-

rund um die Uhr einstrumente

im Hubschraubercockpit

sowie über die porte sowie für

gende Patiententrans-

Fluglotsen am Boden kontrolliert

wird, was uns im Berlins und im Bran-

Notfälle innerhalb

Cockpit entlastet“, erklärt denburger Land.

der erfahrene Pilot. Da Thomas Reimer,


IFR das Fliegen bei eingeschränkter

Sicht erlaubt, Berlin.

Stationsleiter

sind die Intensivtransporte,

wie sie Christoph Berlin durchführt, weitgehend

wetterunabhängig.

2011 hat Christoph Berlin sein Einsatzspektrum erweitert.

Reimer: „Wir haben eine Beauftragung des

Senats, dass uns die Leitstelle der Berliner Feuerwehr

auch zu Notfällen im Stadtgebiet alarmieren kann.

Und natürlich sind wir auch für die Menschen im Brandenburger

Land

da!“ Diese zusätzliche

Beauftragung

Fotos: DRF Luftrettung

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Besser sehen bei Dunkelheit: Wie Nachtsichtgeräte

technisch funktionieren, verraten wir Ihnen online

unter www.drf-luftrettung.de/nachtflug.html

ist nach Reimers Einschätzung neben der hohen Professionalität

der Besatzung auch dem neuen Hubschraubermodell

geschuldet: „Die EC 145 ist kleiner

und handlicher als die frühere Maschine, und sie ist

um zwei Tonnen leichter: Weniger Gewicht erzeugt

weniger Rotorabwind, was gerade bei Landungen in

der Stadt einen immensen Sicherheitsfaktor darstellt.“

Ist die Besatzung nicht im Einsatz, hat sie an der

Station alle Hände voll zu tun. Dazu gehört die Pflege

des Hubschraubers inklusive kleinerer Wartungstätigkeiten,

das tägliche Desinfizieren des Innenraums

und der medizinischen Geräte. Einen nicht unwesentlichen

Posten nimmt die Bürotätigkeit ein. „Wir schreiben

Flugpläne, überprüfen

das Wetter und

checken die Nachrichten

für Luftfahrer (Notices

to Airmen =

NOTAM)“, nennt Reimer

fliegerische Beispiele.

Darüber hinaus werden

nach jedem Einsatz

die Flugzeiten in

einer Datenbank dokumentiert

und die

medizinische Besatzung erfasst die Angaben rund um

den Patienten. Außerdem führt die Crew etliche Nachweise

und Statistiken für Ämter, Behörden und Krankenkassen.

Hinzu kommen Tätigkeiten wie das telefonische

Überprüfen von Patientendaten, das Auffüllen

von Medikamenten und Verbandsmaterial, die

Dienstplangestaltung und, und, und.

Über das gute Klima mit dem ukb als „Hausherrn“

ist die Besatzung sehr dankbar. Und auch die anfänglichen

Widerstände der Anwohner gegen die Stationierung

des Hubschraubers haben sich mittlerweile

gelegt. „Zu Weihnachten haben uns die Anwohner einen

Geschenkkorb überreicht. Das zeigt uns, dass wir

in Marzahn nicht nur angekommen, sondern auch angenommen

sind.“

Irina Wonneberg

Foto: Irina Wonneberg

Auf einer Plattform

wird Christoph

Berlin vom

verglasten Hangar

ins Freie

gezogen. Es dauert

nur wenige

Augenblicke, bis

die Besatzung zu

Intensivtransporten

und Notfalleinsätzen

startet.

Glück gehabt?

Herzlichen

Glückwunsch!

In unserem letzten

Gewinnspiel haben wir

Ihnen die Frage gestellt,

wo die Kontrollen

und Störbehebungen

der Line

Maintenance durchgeführt

werden. Die richtige

Antwort war

b) an den Stationen.

Je einen Fleece-Schal

haben gewonnen:

Jens Heyder-Musolf

aus 16321 Bernau,

Hubert Späth aus

76137 Karlsruhe und

Henrik Gaden aus

39646 Oebisfelde.

Wir gratulieren!

Luftrettung 1 || 2012 23


shop

Langarm-Poloshirt. Hoher Tragekomfort, Fleece-Jacke. 100 % Antipilling-Fleece,

100 % gekämmte Baumwolle, Logo

aufgestickt. Größe: S–XXL. e 25. 90 mit Seitentaschen, ungefüttert.

Größe: S–XXL. e 29. 90

Mehr als

nur ein

Geschenk ...

... denn der Erlös aus dem Verkauf

jedes Shop-Artikels kommt

der DRF Luftrettung zugute!

Unser komplettes Shop-Sortiment

finden Sie im Internet unter

www.drfluftrettung.de

Warnweste. In Orange oder Gelb.

Mit Aufdruck „DRF Luftrettung“.

Einheitsgröße. e 7. 95

1

2

Langarm-Kinder-T-Shirt. 100 % Baumwolle,

in Weiß. Größe: 4–5 Jahre,

6–7 Jahre, 8–9 Jahre. e 11. 95

Plüschhubschrauber „Horst“. Mit ein paar Handgriffen wird aus dem kleinen Plüschbären ein

Hubschrauber. Der kuschelige „Wende-Hubi“ lässt Kinderherzen schneller schlagen.

Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet. Größe: ca. 30 cm. e 13. 95


TOP

ARTIKEL

Krawatte. 100 % reine Seide, hochwertig

gewebt, Hubschrauber dezent

Erst ab April 2012 lieferbar!

TOP- !

ARTIKEL!

ARTIKEL

TOP-

TOP-

Modell EC 145. Vorbildgetreues 4-Kanal-Single-Rotormodell einer EC 145. Länge 250 mm,

Höhe 80 mm, ø Hauptrotor: 255 mm; ø Heckrotor: 51 mm. Gewicht: 65 g.

Mit Ersatzrotorblättern, Flugakku, Ladegerät und Senderbatterien. e 89. 00

ARTIKEL!

Schal. 100 % Antipilling-Fleece,

mit aufgesticktem Logo.

Größe: 30 x 160 cm. e 11. 90

farbig abgesetzt. e 23. 95 Army-Cap. Aus Baumwolle, mit aufgesticktem

Schriftzug. Kopfumfang

56,5 cm (Einheitsgröße). e 8. 95

Digitales Messgerät. Misst Reifendruck

und Profiltiefe. Aus Kunststoff mit

Gummigriff und roter Anzeige. e 13. 95

EC 135. Aus Zinkdruckguss,

sehr detailgetreu, von Schuco,

Kofferwaage. Mit Edelstahlgriff,

Thermobecher. Hält Getränk heiß oder

Maßstab 1:87. e 15. 90 Haken und Maßband.

kalt. Rostfreier Stahl mit Kunststoffgriff.

Inhalt: 0,3 l. e 10. Größe: 3,8 x 7,5 x 10,5 cm. e 12. 95

95

Luftrettung 1 || 2012 25


Modellhubschrauber EC 135. Mit moderner

Kreiseltechnologie. Länge: ca. 185 mm.

Hubschraubermodell EC 135.

Rotorblätter beweglich.

Größe: 21 cm. e 8. 50

Hubschraubermodell BK 117.

Haupt- und Heckrotor drehbar.

Größe: 13,5 cm. e 4. 95

Rotor-Ø: ca. 180 mm. e 49. 90 KFZ-Verbandkasten. Gültige DIN-Norm.

Geldbörse. Echtes Leder, mit Reißverschlussfach,

8 Einsteckfächer.

Größe: 11,8 x 9,2 x 1,5 cm. e 17. 95

Notfallhammer. Mit Gurtschneider, Halterung

zur Montage und Leuchtknopf.

Größe: 14 x 6,5 x 4,2 cm. e 6. 90 Kaffeetasse. Motiv EC 135,

Pen Book. Blankobuch mit Gummiband

aus Porzellan. Im Doppelpack,

fasst 0,25 l. e 10. 00 und Kuli, Form für Stift eingestanzt.

Größe: 16 x 10 x 1,2 cm. e 8. 95

Trolley-Rucksack. Mit Einhand-Teleskopsystem,

Polstern und Taschen.

Inhalt in Falttasche geordnet.

Größe: 26 x 17 x 8,2 cm. e12. 90 Größe: 48 x 34 x 20/28 cm. e 35. 90

26


Bestellcoupon

Bitte ausfüllen, abtrennen und einsenden an:

Shop-Versand, DRF e.V., Rodeweg 20, 37081 Göttingen

Name, Vorname

Straße, Hausnummer

PLZ, Wohnort

Mitgliedsnummer (falls vorhanden)

Telefon-Nummer für Rückfragen (bitte angeben)

Datum, Unterschrift

Alle Artikel lieferbar, solange Vorrat reicht.

Für Porto und Verpackung berechnen wir pauschal e 6,50.

Bestellungen und Lieferungen erfolgen nur im Inland.

Bezahlung ausschließlich per Vorkasse. Sie erhalten auf Ihre

Bestellung eine Rechnung an die von Ihnen angegebene Adresse.

Bitte schicken Sie Ihre Shop-Bestellung per Fax:

0711 / 7007-2269

Telefonische Bestellungen sind nicht möglich.

Fragen zum Shop und Ihrer Bestellung beantworten

wir unter: 0711 / 7007-2025

Fragen zu Ihrer Fördermitgliedschaft beantworten

wir unter: 0711 / 7007-2211

Artikelbezeichnung Größe Anzahl Einzelpreis Gesamtpreis

Summe gesamt ohne

Porto und Verpackung

angebot

Sie sparen

im Set

e 2.00

Für das Bad

Handtuch. Flauschig mit hoher Saugkraft,

mit EC 135 bestickt.

Größe: 50 x 100 cm. e 17.50

Duschtuch. Der ideale Begleiter für Sport

und Sauna, 100 % Baumwolle, mit EC 135

bestickt. Größe: 70 x 140 cm. e 23.00

Jetzt im Set

statt e 40.50

nur e 38. 50

Luftrettung 1 || 2012 27


Christopher Kids

Vertrauen ist gut,

Teamarbeit ist besser

Weißt du was? Heute überraschen wir Mama und Papa und

decken schon mal den Frühstückstisch!“, schlägt Lena ihrem

Bruder Marvin vor. „Während du das Geschirr, Besteck und die

Sachen aus dem Kühlschrank auf den Tisch bringst, kümmere

ich mich um Brötchen, Müsli, Tee und Eier.“ Marvin ist einverstanden,

passt aber genau auf, dass seine große Schwester

alles richtig macht. Als sie die Eier aus dem Topf nehmen

will, korrigiert er sie: „Das Ei für Papa musst du länger drin

lassen, sonst ist es zu weich.“ Als sie fertig sind, schaut Lena

noch einmal über den Tisch und stellt fest: „Die Teelöffel fehlen

noch ... So, jetzt ist alles da. Komm, wir wecken Mama

und Papa, ich hab nämlich Hunger!“, sagt Lena.

Was die beiden nicht wissen, ist, dass sie damit nicht nur ihre

Eltern überrascht, sondern auch wie echte Profis gehandelt

haben: Sie haben zusammengearbeitet und so gemeinsam ein

Ziel erreicht. Lena hat die Leitung für das Projekt „Frühstückstisch“

übernommen und beide haben aufgepasst, dass der

andere keinen Fehler macht. Schlussendlich haben sie die

Entscheidung getroffen, ihre Eltern zu wecken.

Nach demselben Prinzip handeln die Besatzungen der DRF

Luftrettung. Mehr noch: Sie werden in diesem Zusammenspiel,

was in der englischen Fachsprache „Crew Resource

Management“ (CRM) genannt wird, regelmäßig von erfahrenen

Trainern geschult. Beim CRM-Training sollen sich die

Besatzungen darüber bewusst werden, dass besonders sicher

geflogen wird, wenn man sich genau versteht und keine Scheu

davor hat, den anderen zu korrigieren.

Vier Augen sehen mehr als zwei

Wenn die Luftretter auf dem Weg zu einem Einsatz sind, reden

sie viel miteinander und auch mit Kollegen der Rettungsleitstelle

oder der Klinik, in die der Patient gebracht wird.

Nicht nur der Pilot, auch der Rettungsassistent beobachtet

den Luftraum und informiert den Piloten, wenn er während

des Fluges andere

Luftfahrzeuge gesichtet

hat. Am Einsatzort

angekommen

achten beide auf

Stromleitungen oder

sonstige Hindernisse,

die in der Nähe des

Landeplatzes oder

am Boden sind. Sie

sprechen die Wahl

des Landeplatzes

miteinander ab, denn

vier Augen sehen bekanntlich

mehr als

zwei. Bleibt nur noch

die Frage, ob sie den

Frühstückstisch genauso

gut decken

können wie ihr ...

Illustrationen: Peter Puck

28


Erkältung oder Heuschnupfen, das ist hier die Frage!

Ha

a

a a

a a

„Ja verflixt!

Was ist denn

das für eine Nieserei seit Tagen?“, fragt sich Christopher.

„Da vibrieren ja die Rotorblätter! Klar, dass ich

gerade jetzt eine Erkältung bekommen muss: Der

nasskalte Winter ist vorbei, endlich scheint wieder

die Sonne, Bäume und Sträucher beginnen zu blühen,

und ich fühle mich müde und schlapp“, schnieft der

kleine Hubschrauber ärgerlich vor sich hin und greift

ein weiteres Mal nach einem Taschentuch. Er schaut

aus dem Hangar, sieht die Haselnusshecke, die den

Landeplatz umsäumt, weiter hinten ein kleiner Teich,

dann der Birkenwald ... Den Blick auf die Landschaft

genießt er eigentlich sehr, nur heute tränen seine

Augen. „Und sie jucken wie verrückt!“, wundert sich

i

atsch !

Christopher, weil er das von einer Erkältung so nicht

kennt.

Was Christopher nicht weiß: Er hat Heuschnupfen! Wer

davon betroffen ist, reagiert allergisch auf Blütenpollen.

Eine Allergie ist nichts anderes als eine Fehlreaktion

des Körpers, der harmlose Stoffe als „gefährliche“

Eindringlinge einstuft und versucht, die abzuwehren.

Dann kann es passieren, dass die Schleimhäute anschwellen,

die Haut juckt, die Augen tränen und sich

die Atemwege verengen. Nicht nur Pollen lösen Allergien

aus, sondern auch Tierhaare, Nahrungsmittel, Metalle,

Staub, Medikamente ... Ob ihr allergisch seid

und worauf, kann der Hautarzt oder Allergologe durch

einen Test feststellen. Manche Allergien wie Heuschnupfen

lassen sich nämlich ganz gut behandeln.

ZIEL

Mitmachen können

Kinder und Jugendliche

bis 18 Jahre. Mitarbeiter

der DRF Luftrettung und

deren Angehörige sind

von der Teilnahme leider

ausgeschlossen.

Einsendeschluss ist

der 5. April 2012.

Rätsel

START

Christophers Nase läuft wie verrückt und er

muss sie ständig putzen. Die gebrauchten Papiertaschentücher

möchte er in den Abfalleimer

werfen, doch er verirrt sich im Labyrinth! Könnt

ihr ihm den Weg durch den Irrgarten zeigen?

Zeichnet mit einem Stift einfach die Route ein.

Dann schneidet ihr die Zeichnung aus und

schickt sie an die DRF Luftrettung, Gewinnspiel,

Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt. Vergesst

nicht, Name, Adresse und euer Alter anzugeben.

Mit etwas Glück könnt ihr eines von drei

Hubschraubermodellen EC 135 (Größe 21 cm)

gewinnen.


Luftrettung 1 || 2012 29


Spenden und Helfen

Herzlichen Dank!

Leonberger Station mehrfach bedacht

Vor Kurzem freute sich die Besatzung der Leonberger

Station über eine großzügige Spende der

Firma Messebau Keck Grafik GmbH aus Weil

der Stadt. Geschäftsführer Christian Nagel besuchte

die Luftrettungsstation am Leonberger

Krankenhaus und übergab Pilot Michael Klippert

symbolisch einen Scheck über 1.000 Euro. „Christoph

41 landet bei Einsätzen in Weil der Stadt hin

und wieder auf der großen Wiese vor unserem Firmengelände.

Das führt meinen Mitarbeitern und

mir regelmäßig vor Augen, wie wichtig Luftrettung

ist. Daher habe ich mich zu dieser

Spende entschlossen“, sagt Geschäftsführer

Christian Nagel, der schon als Junge von

Hubschraubern fasziniert war. Die Leonberger

Besatzung dankt für die finanzielle Zuwendung

ebenso wie für das Engagement

des Motorradclubs Country Riders, dessen

Mitglieder zum wiederholten Mal für

Christoph 41 gesammelt haben. Beim letzten

Motorradtreffen an der ehemaligen

Rennstrecke Solitude boten sie an ihrem

Stand am Glemseck eine Jacken- und

Helmaufbewahrung für 1 Euro an, was

von den Besuchern gut angenommen

wurde. So kamen 400 Euro für die Leonberger

Luftretter zusammen. Die DRF Luftrettung

bedankt sich recht herzlich dafür!

Anstelle von Geschenken

Wie schon im Jahr zuvor erhielt die Bad Saarower

Station der DRF Luftrettung vor Weihnachten eine

Spende der Firma Brederek & Joswig GbR aus

Herzfelde. Das Unternehmen ist in den Bereichen

Nutzfahrzeuginstandsetzung und Metallbau tätig

und hatte 2011 zum wiederholten Mal auf Weihnachtsgeschenke

für Lieferanten und Kunden

verzichtet. Stattdessen spendete die Firma einen

Betrag über 400 Euro an die Luftretter in Bad

Saarow. Herzlichen Dank dafür!

Christian Nagel (rechts) mit der Leonberger Besatzung

bei der Scheckübergabe.

Foto: Simone Nagel

IMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

Internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz,

Nicole Steiger, René Closter

Amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart

als gemeinnützig und mildtätig

anerkannt. Für Fördermitglieder ist

die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen

des Förderbeitrags enthalten.

Verlag: Hofmann Druck Nürnberg

GmbH & Co KG

Geschäftsführer: Frank Hofmann

Emmericher Straße 10

90411 Nürnberg

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Auflage 4/2011: 292.400 Exemplare

ISSN 1864-3140

Gesamtverantwortung:

Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

Fax: (0711) 7007-2279

E-Mail: info@drf-luftrettung.de

Projektleitung: agentur wortweber

Inhaberin: Irina Wonneberg

Armbruststraße 75

73230 Kirchheim unter Teck

Telefon: (07021) 7202-182

Fax: (07021) 7202-179

E-Mail: info@wortweber.de

Redaktion: Sabine Muth-Stöckle,

Gabriele von Stackelberg, Stephanie

Redwanz, Max Torque, Irina Wonneberg

(Ltg.)

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Namentlich gekennzeichnete Beiträge

sind nicht unbedingt identisch

mit der Meinung der Redaktion.

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt, auch gegenüber

Datenbanken und ähnlichen Einrichtungen.

Jede Vervielfältigung, sei es

durch Nachdruck, Kopie, Mikrofilm

oder andere Verfahren, bedarf ausdrücklich

der schriftlichen Genehmigung

des Herausgebers. Entsprechendes

gilt auch für die Verbreitung

in elektronischen Medien. Alle Rechte

bleiben beim Herausgeber. Die Redaktion

behält sich das Recht vor,

Leserbriefe gekürzt wiederzugeben.

Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte

wird keine Haftung übernommen.

Mitgliederbetreuung:

Mo–Fr von 8 bis 20 Uhr

Telefon: (0711) 7007-2211

Fax: (0711) 7007-2219

E-Mail:

service-team@drf-luftrettung.de

Ihre Fördermitgliedsbeiträge

überweisen Sie bitte an:

Commerzbank AG

Kto.-Nr: 663 080 000

BLZ: 600 400 71

Spenden überweisen Sie

bitte an:

Volksbank Rems e.G.

Kto.-Nr: 701 070 170

Servicetelefon für Fragen

zur Fördermitgliedschaft:

(0711) 7007-2211

24-h-Alarmtelefon

für Notfälle im Ausland:

0049 (0) 711 701070


Spende für Regensburg

Während des dreitägigen Kirchweihfestes in Hinterzhof

bei Laaber hatte ein Dorfverein, der Klopferclub

Hinterzhof, eine Verlosung von Sachpreisen

veranstaltet. Die Verlosung erzielte einen Erlös

von 1.315 Euro, die der Verein der Regensburger

Station spendete. Wichtig war den Klopfern bei

der Auswahl des Spendenempfängers, dass das

Geld eine Hilfsorganisation in der Region bekommt.

Die Einwohner auf dem Land würden die

Hubschraubereinsätze der rot-weißen Luftretter,

auch bei Nacht, zu schätzen wissen. Rettungsassistent

Stefan Neppl nahm die Spende dankend entgegen.

„An der Station Regensburg benötigen wir

Mobiliar zum Einrichten eines Schulungsraumes.

Diese Anschaffung wäre ohne eine Zuwendung gar

nicht möglich.“

Große Freude in Rendsburg

Drei Tage vor Weihnachten erhielt die Rendsburger

Station der DRF Luftrettung eine Spende über

2.000 Euro von der UniCredit Leasing GmbH,

Hamburg. Dank dieser und weiterer Zuwendungen

ist es der gemeinnützig tätigen Organisation

möglich, die medizintechnische Ausstattung

ihrer Hubschrauber regelmäßig zu modernisieren.

Dies sichert eine optimale Patientenversorgung.

Weitere Spenden, die die DRF Luftrettung

dieser Tage erhalten hat, finden Sie online unter

www.drf-luftrettung.de

Foto: DRF Luftrettung

Die Wirtschaftsjunioren Weiden haben bei ihrem Besuch

der Luftrettungsstation interessante Eindrücke gewonnen.

Wirtschaftsjunioren Weiden

spenden für Christoph 80

Im Januar besuchte eine Gruppe von rund 20 Mitgliedern

der Wirtschaftsjunioren Weiden die

Station der DRF Luftrettung auf dem Flugplatz

Latsch. Die interessierten Besucher informierten

sich bei Pilot Jochen Huber und Rettungsassistent

Thomas Schöner über die Geschichte und die Aufgaben

der DRF Luftrettung sowie über die Entstehung

der Station in Weiden. Während der Pilot Näheres

zum Hubschraubertyp EC 135 erläuterte, beantwortete

der Rettungsassistent Fragen zur Notfallrettung

und Medizintechnik. Als Dank für den

kurzweiligen und interessanten Besuch spendete

die Besuchergruppe 150 Euro für Christoph 80.

Die DRF Luftrettung sagt Danke!

Umgezogen? Neue Bankverbindung?

Dann füllen Sie bitte diese Zeilen aus und schicken den Coupon an:

DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Fax: (0711) 7007-2219 . E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de

Meine/unsere Bankverbindung hat sich geändert.

Bitte buchen Sie den Förderbeitrag künftig von folgendem Konto ab:

Mitgliedsnummer (wichtig, bitte angeben, wenn möglich)

Geldinstitut

Vorname, Name

Kontoinhaber

Straße und Hausnummer

Kontonummer

PLZ, Wohnort

BLZ

Telefon

Ort, Datum

E-Mail

Unterschrift des Kontoinhabers


„Im Oktober erlitt ich einen Herzinfarkt und musste

mit dem Hallenser Hubschrauber der DRF Luftrettung

nachts in das Herzzentrum nach Dresden geflogen

werden. Die Besatzung gab mir vor und während des

Fluges ein tiefes Gefühl von Geborgenheit. Sie trägt

dazu bei, dass ich weiterleben darf.“

Lutz Müller, Riesa

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung

leisten, indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen

über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im DRF e.V.

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die DRF Luftrettung Jahr

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Fördern Sie die Luftrettung!

Ja

Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

00820

Bitte gut leserlich ausfüllen:

01. 2012

Mitgliedschaft ab (Datum)

Geburtsdatum

Zahlungsweise per Lastschrift:

Name des Geldinstituts

Vorname, Nachname

Kontonummer

Bankleitzahl

Straße, Hausnummer

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den Jahresbeitrag

von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).

PLZ, Wohnort

Ort, Datum

Telefon

E-Mail

Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 30,– e pro Person)

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 60,– e pro Familie,

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder

per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Der Widerruf ist zu richten an: DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung

Den Coupon ausschneiden und einsenden an:

DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!