Florida Guide - florida-sunshine.net

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Miami - Miami Beach

geschichtliches:

Die Entstehung der Stadt faßte John Sewell in seinem 1933 veröffentlichten

Buch "Memoirs and History of Miami" in einem simplen Satz zusammen: "Julia

Tuttle gab das Land, Henry M. Flagler das Geld". Im

Winter 1894 wurde im Norden Floridas die Orangenernte

durch Frost vernichtet. Der Süden hingegen

blieb von der Kälte verschont. Julia Tuttle, eine

reiche Erbin aus Cleveland, erkannte die klimatischen

Vorteile Floridas. Sie überredete Flagler, die

bis ursprünglich nach Palm Beach geplante "Florida

Eastcost Railroad" nach Miami weiterzuführen.

Schon drei Jahre später, am 01. April 1897, erreichte der erste Zug Miami.

Über die Herkunft des Namens "Miami" gibt es zwei Theorien. Nach der einen

stammt der Name vom indianischen "Lake of Mayaime" eine Bezeichnung der

Tequesta-Indianer für "Süßes Wasser". Die andere Theorie bezieht sich auf die

alten Landkarten der Spanier, die im 17. Jahrhundert auf diesen "Ayaimi" oder

"Mayami" verwendet hatten. Aus diesen Bezeichnungen entstand im Laufe der

Zeit der Name Miami.

1912 baute der Millionär Carl Fisher aus Indianapolis Tennisplätze, Pferderennbahnen

und pittoreske Bauten auf der schmalen, langgezogenen Mangroven-

Insel Miami Beach. Diese kaufte der dem Avocado-Farmer John Collins ab.

Schon 1925 endstanden hier 481 Hotels und Apartementhäuser.

sehenswertes:

Miami-Beach

Ein Muß für jeden Besucher ist der Art-Deco-District im südlichen Teil von

Miami Beach, zwischen der 6. und 23. Straße. Am Ocean Drive, dem wohl

größten Architekturmuseum, findet man heute die restaurierten Art-Deco-

Häuser der 30er Jahre. Der Art-Deco-Style

verdankt seinen Namen einer Ausstellung in Paris.

Die "Exposition Internationale des Art Décoratifs

et Industriels Modernes", die 1925 in Frankreich

veranstaltet wurde, setzte neue Akzente für die

Architektur. Dekorationen überlagerten die Zweckmäßigkeit,

so entwickelte sich im südlichen Florida

der verspielte "Tropic Style", eine leichte und

zwanglose Variante des Art-Deco. Dank der zweifelhaften Berühmtheit durch

die TV-Serie "Miami Vice" erstrahlen die alten Gebäude wieder in ihrem Glanz.

Über 800 Häuser zwischen Ocean Drive, Washington Avenue und 15th Street

wurden einem gründlichen Facelifting unterzogen und geben der Stadt ihren

unverwechselbaren Flair.

Nur ein paar Blocks entfernt erstreckt sich die Lincoln Road, die in den 60er

Jahren eine der ersten Fußgängerzonen in den USA war. Mit einem Budget

von über 18 Millionen Dollar wurde seit Ende der 90er Jahre "The Road"

wieder hergerichtet. Heute ist sie Treffpunkt der Kunst- und Shoppingszene

geworden. Kunstgalerien, Boutiquen, Restaurants und Straßencafes reihen

sich hier aneinander.

Miami

Miami ist Amerika mit einem Schuß Karibik. Viele Amerikaner, die hierher

kommen, fühlen sich wie in einem fremden Land. Miami ist kosmopolitisch,

international undganz unamerikanisch. Die Stadt

stellt die Brücke zwischen USA und Lateinamerika.

Über sechzig Prozent der Einwohner kommen aus

Spanisch sprechenden Ländern, die meisten aus

Kuba und Haiti. Daher ist es auch nicht verwunderlich

das selbst die Banken auf der Brickell

Avenue, fest in kubanischer Hand sind.

Als Fidel Castro 1959 die Macht in Kuba übernahm, floh jeder dem sich die

Chance bot in das "gelobte Land". Viele der Exil Kubaner blieben in Miami

hängen. Unter der Interstate 95 entstand eine auswuchernde Zeltstadt. Die 8.

Straße wurde zur Hauptschlagader von "Little Havanna". Heute nennen

sie ihr Viertel nur noch liebevoll "Calle Ocho" oder "Latin Quarters". Selbst

die Industrie hat sich hierauf eingestellt und bewirbt wie "Coca-Cola" oder

"McDonald´s" in spanischer Sprache. Im Domino Park gehen die Älteren ihrer

kubanischer Spielleidenschaft nach. In den Restaurants werden schwarze

Bohnen und Ceviche, aus rohem Fisch serviert. Überall durch das Viertel zieht

ein Geruch von "Cafe Cubano" und handgedrehten Zigarren.

Das Stadtviertel Coconut Grove war schon da, als South Beach noch gar

nicht existierte. Schattenspendende Alleen verleihen dem Viertel sein europäisches

Flair. Schon seit 1884 erholen sich hier Touristen. 1912 begann

James Deering, sich hier ein Winterhaus zu bauen. Über Tausend Künstler

und Handwerker waren jahrelang beschäftigt, bis

die Villa Vizcaya mit ihren siebzig Zimmern 1919

fertiggstellt wurde. Der Palast liegt in einem streng

geometrischen Renaissancegarten, der bis an das

Meer reicht. Die Ausstattung der Räume in

Renaissance, Barock, Rokoko und Neoklassizismus

beherbergt heute die wertvolle Antiquitätensammlung

des Millionärs. Abseits der Wohngegenden

entwickelte sich Coconut Groove zu einem Künstlerviertel. Selbst auf der

Gallerie des "Cocowalk", eines exclusiven Einkaufszentrums mit Designershops

und italienischen Straßencafes, stellen junge Maler ihre Werke aus.

Europäisch anmutende Architektur findet man auch im benachbarten Coral

Gables. Die Vision der "City Beautiful" des Millionärs George Merrick. Er

investierte sein Geld in eine Traumstadt nach mediterranem Muster. Ein

Börsencrash und der Hurrikan von 1926 machten seinen Träumen ein Ende.

Aber die monumentale Coral Gables City Hall, das Biltmore Hotel und der

Venetian Pool vermitteln einen bildhaften Eindruck der Visionen eines reichen

Mannes. Arm und Reich leben in Miami dicht beieinander, aus dem sozialen

Gefälle und den ethnischen Unterschieden resultiert die Spannung, die eine

Stadt wie Miami immer unter Strom hält.

Wenn man über den "Rickenbecker Causeway" nach Key Biscayne fährt,

bekommt man auf der langen Brücke eine der schönsten Aussichten der Stadt

geboten. Die Sonne bestrahlt die Skyline und

spiegelt sich im Wasser der Bucht und den Glasfassaden

der Brickell Avenue. Kurz vor Crandon Park,

einer der schönsten Strände in Miami, kommt man

an einer weiteren Sehenwürdigkeit vorbei, dem

"Miami Seaquarium". Hier hat der wohlbekannte

Star-Delphin "Flipper" sein Zuhause. Gleich gegenüber

liegt "Planet Ocean" eine interessante ozeanographische Ausstellung

über die Entstehung unseres Planeten.


Orlando

geschichtliches:

Orlando entstand aus einem um 1838 errichteten Militärposten. 1875 wurde

Orlando zur Stadt erklärt, welche sich nach Anschluß an das Bahnnetz zum

wichtigsten Handelsplatz im Orange County entwickelte.

Der große Boom kam erst 1971, als Walt

Disney den ersten großen Vergnügungspark (Magic

Kingdom) am Lake Buena Vista eröffnete. Seit dieser

Zeit wuchs Orlando immer mehr zur Vergnügungsmetropole

Floridas. Das heutige Stadtbild prägen

moderne Architektur wie weitläufige Parklandschaften.

sehenswertes:

Bevor wir näher auf die Themenparks eingehen, noch ein kleiner Abstecher in

die Innenstadt von Orlando. Dort lohnt sich ein Besuch der Church Street

Station, ein ehemaliges Eisenbahndepot, in dem ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum

entstanden ist. In Rosie O´Grady´s Good Time Emporium fühlt

man sich bei Dixieland Musik in die "gute alte Zeit" um die Jahrhundertwende

zurückversetzt. Aber auch in den anderen Showrooms gibt es Unterhaltung

von Country und Western im Cheyenne Saloon, bis zu Rock und Pop im Orchid

Garden.

Am bzw. rund um den International Drive, der im Südwesten der Stadt

parallel zur Interstate 4 verläuft, konzentrieren sich die meisten Attraktionen

Orlandos. Hier liegt auch das Visitor Information Center (Im Mercado, 8445

International Drive), wo man neben Informationen und Hilfeleistungen auch

vergünstigte Eintrittkarten zu vielen Sehenswürdigkeiten erhält. Neben einer

Vielzahl an Restaurants, Bargain Stores und Factory Outlets lockt der Wasserpark

Wet´n Wild (6200 International Drive), einem Vergnügungspark mit

Rides aller Art, vom gemächlichen Dümpeln im tube, einem Schwimmreifen im

LKW-Format, bis zum Nervenkitzel einer nahezu senkrechten Rutschbahn.

Eine der wohl bekanntesten und neusten Attraktionen

stellt das "Islands of Adventure" dar, welches

zu den Themeparks der Universal Studios gehört.

Der Park, mitentworfen von Steven Spielberg,

wurde im Juni 1999 eröffnet und zeigt mit seinen

Thrill Rides wie der "Incredible Hulk Coaster" oder

die "Duelling Dragons" das heute technisch

machbare auf dem Vergnügungssektor. Weitere

Informationen und ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Themenparks

finden sie in unserem Park-Insider.


Fort Myers - Cape Coral

geschichtliches:

Die Stadt liegt am Ufer des Caloosahatchee River und verdankt ihren Aufschwung

den vorgelagerten Inseln Sanibel, Captiva, Estero und Pine. Früher

diente derKüstenstreifen Piraten als Unterschlupf.

Wie zum Beispiel Gasparilla, der hier ein verstecktes

Liebesnest hatte, um sich von seinen Raubzügen

zu erholen. Im nahe gelegenen Fort Myers hatten

Berühmtheiten wie der Autohersteller Henry Ford

und Erfinder Thomas Alva Edison ihre Winterresidenz.

Edison überwinterte von 1886 bis zu seinem

Tod im Jahr 1931 dort jedes Jahr.

Mit der Zeit ist der kleine Ort mit der Lagunenstadt Cape Coral zusammengewachsen,

wo sich heute wohlhabende Rentner und Pensionäre aus dem

Norden niederlassen. Die Nachbarstädte verdoppeln seit 1970 alle zehn Jahre

ihre Einwohnerzahl auf eine halbe Million. Dennoch wirkt hier alles ein wenig

gemütlicher und elganter als an der Ostküste. Die Stadtverwaltungen haben

aus den vergangenen Fehlern gelernt. Gerade noch rechtzeitig rettete eine

1974 erlassene Verordnung mit strengen Bau- und Naturschutzauflagen die

vorgelagerten Inseln Sanibel und Captiva, bevor auch sie der Spekulation zum

Opfer gefallen wären.

sehnswertes:

Entlang des Palmen gesäumten McGregor Boulevard kommt man zum "Edison

and Ford Winter Estates". Die Einzelteile des Edison Hauses wurden auf vier

Segelbooten von Maine nach Fort Myers gebracht. In der Villa und dem angrenzenden

Laboratorium hat sich nichts verändert. 200 Phonographen und

die berühmten Glühlampen lassen längst vergangene Zeiten wieder lebendig

werden.

Folgt man dem Boulevard weiter kommt man zur

Brücke, die nach Sanibel Island führt. Das größte

Hotel hier hat 3 Stockwerke. Ampeln und "Betonklötze"

sucht man hier vergeblich. Um mit dem

bebauen eines Grundstücks zu beginnen, muß man

mindestens 30 Unterschriften und Stempel

sammeln. Alle Gebäude müssen eine

Mindestentfernung zum Meer haben und vor allem

darf kein Baum gefällt werden. Hier scheint die Natur Sieger geblieben zu sein.

Wer die ursprüngliche Natur erleben will besucht das "J. N. Darling National

Wildlife Refuge". Ein Naturschutzgebiet mit tropischen Pflanzen und Tieren,

durch das sich zahlreiche Kanu-Trails und Wanderwege ziehen. Sanibel Island

gilt als eines der schönsten Naturschutzgebiete für Watt- und Wasservögel.

Auf jeden Fall sollte man einen Abstecher zum Bowman´s Beach und zum

Lighthouse Beach machen. Sonnenhungrige, Wasserratten wie Muschelsammler

kommen hier voll auf ihre Kosten. Über 400 Arten, wunderbare

Formen in allen Farben werden hier Tag für Tag von den Wellen ans Land

gespült. Bei der Unmenge an Muscheln braucht man

sich nur zu Bücken um seine Taschen zu füllen. Um

sich ein paar ausgefallene Stücke zu sichern, muß

man sich aber schon Morgens mit der Dämmerung

auf dem Weg machen. Wer es ein wenig

geruhsamer mag, der kann ein Sonnenbad an

einem Strand, der wahrhaft puderzuckerqualität hat,

nehmen. Mit etwas Glück tummeln sich ein paar Delphine im Wasser und

ein einzigartiger Sonnenuntergang lassen den Tag zu einem unvergesslichen

Erlebnis werden.


Everglades

geschichtliches:

"Pa-hay-okee" nannten die Indianer die Feuchtgebiete treffend, "Fluss aus

Grass", denn das Wasser steht hier nicht, wie in anderen Sumpflandschaften,

sondern es fliesst langsam von Norden nach Süden.

Die südliche Halbinsel setzt sich aus einer Platte

porösen Kalksteins zusammen, welche sich südlich

zum Golf von Mexico neigt. Es besteht ein Höhenunterschied

von nur 5 Metern. Während der Regenzeit,

die bis zu 1.300 l/qm Wasser bringen kann,

läuft der Lake Okeechobee über. Der See stellt mit

seinen 1.800 km² Fläche die größte Vertiefung dar.

Wegen der geringen Neigung reicht der

Wasser- druck nicht aus ein Flussbett zu graben. Statt dessen überschwemmte

das Wasser das Land regelmäßig knöcheltief.

In der Trockenzeit, wenn der Frischwasserzufluss vom Lake Okeechobee

ausbleibt, trocknen die Everglades ("Weite offene Flächen") bis auf kleine

Tümpel aus. In dieser Zeit steigt die Gefahr von Buschfeuern enorm, da die

trockene Grasslandschaft einem Brand ausgezeichnete Nahrung bietet.

Um das umliegende Land wirtschaftlich nutzbar zu machen, wurde ein Deich

und Kanalsystem angelegt. Man verlegte den Kissimmee River, der den Hauptzufluss

des Lake Okeechobee darstellt in ein künstliches Flussbett. Doch wie

so oft zeigten sich schnell die Folgen des menschlichen Eingreifens in die

Natur. Durch die unnatürliche Regulierung des Wasserstandes gerieten Flora

und Fauna aus dem biologischen Gleichgewicht. Die Everglades drohten

auszusterben.

Durch den schon 1947 errichteten Everglades National Park blieben jedoch

weite Landtriche von der landwirtschaftlichen Nutzung verschont. Man besann

sich der Einmaligkeit dieser Landschaft und begann das Farmland

zurückzukaufen. Der Kissimee River wurde wieder in sein natürliches Bett

verlegt und man überlies die Regulierung des Wasserstandes zum größten

Teil wieder der Natur.

1974 wurde daher das Gebiet des Cypress National Presevere, welches sich

nordwestlich an die Everglades anschließt unter

Schutz gestellt. Bis ins neue Jahrtausend will man

durch große Sanierungsprojekte, welche aus dem

von Präsident George Bush 1989 unterzeichneten

Everglades Expansion Act hervorgehen, die Everglades

wieder in ihren ursprünglichen Zustand

zurück versetzten.


Key West

geschichtliches:

Die Spanier nannten die Insel "Cayo Hueso", Insel der Knochen, weil sie dort

Berge von menschlichen Knochen fanden. Daher glaubten sie das die hier

ansässigen Calusa-Indianer Kanibalen waren. 1513 nahm Ponce de Leon die

Insel für Spanien in Besitz. Erst 1763 wurde sie von den Spaniern im Austausch

für Kuba an England verkauft. 20 Jahre

später kehrte Key West, wie auch die anderen Keys,

wieder zur spanischen Krone zurück. Zu

dieser Zeit beherschten die Briten die Bahamas.

Viele Schwarze flohen und siedelten sich auf den

Keys an. In Key West entstand das Bahama Village.

1819 einigten sich die damaligen Außenminister

Spaniens und der der USA, Luis de Onis und John

Quincy über die Abtretung Floridas an die USA. Der Kaufpreis betrug fünf

Millionen Dollar. Die ersten englischen Siedler, die um 1820 von den Bahamas

herüberkamen, machten aus Cayo Hueso Key West, da sie den spanischen

Namen nicht aussprechen konnten. 1826 wurde die gleichnahmige Stadt

gegründet und eine Militärbasis angelegt.

Unter der Obhut der USA sollte von Key West aus die Piraterie bekämpft

werden. Flottenadmiral David Porter war erfolgreich. Innerhalb von 10 Jahren

vertrieb er die Freibeuter aus den Gewässern rund um Key West. Die Bewohner

konnten jetzt ihr lukratives Geschäft im großen Stil betreiben - das

"wrecking". Das Ausschlachten und Plündern auf Riff gelaufener Schiffe wurde

zur Haupteinnahmequelle. Doch nicht immer waren schlechte nautische Karten

oder menschliches Versagen schuld, wenn ein Schiff auf Grund lief. Die geschäftstüchtigen

Bürger von Key West setzten bewusst falsche Leuchtzeichen.

Die Schwamm-Industrie, ein weiterer Geschäftszweig sorgte dafür das William

Kemp 1849 die ersten Schwämme in New York verkaufen konnte. Um 1900

war Key West weltweit führender Schwammlieferant, bis preiswerte Kunstschwämme

dieser Branche ein Ende bereiteten. Ab

1870 brachten kubanische Immigranten die Zigarrenherstellung

nach Key West. Zur Hochzeit wurden

in 166 Fabriken 100 Millionen Zigarren pro Jahr gefertigt.

Nachdem ein Teil der Fabrikanlagen beim

großen Feuer 1886 in Flammen aufgegangen waren,

verlegte Vincente Martinez Ybor sein Geschäft nach

Tampa. Noch heute trägt das kubanische Viertel

dort seinen Namen - Ybor City.

Obwohl 1886 ein Großbrand zwei Drittel der Stadt zerstörte, war Key West

1890 die größte Stadt Floridas. 1912 erreichte der erste Zug Key West. Die

anreisenden Touristen profitierten auf angenehme Weise von dem engen Kontakt

nach Kuba. Jedoch machte ein Hurrikan der Bahnverbindung ein jähes

Ende. Während der Prohibition in den 1920er Jahren wurde im großen Stil

Rum von der Zuckerrohrinsel ins Land geschmuggelt. 1928 richtete PanAm

einen regelmäßigen Flugdienst zwischen Havanna und Key West ein.

Das Ende der Prohibition brachte den wirtschaftlichen Niedergang. 1934 lebte

mehr als die Hälfte der Einwohner von der Wohlfahrt. Die Conch-Häuser, von

denen einige noch auch den Bahamas erbaut und nach Key West verschifft

worden waren, verfielen zusehens. Erst in den 1960er Jahren begann man mit

den Renovierungsarbeiten an den baufälligen Gebäuden.

1931 ließ sich wohl einer der berühmtesten Bewohner in der Whitehead Street

907 nieder. Hemingway und seine zweite Frau Pauline hatten nach jahrelangen

Suchen ein geeignetes Heim gefunden. Die 1851 erbaute zweigeschossige

Villa im Kolonialstil, war damals das erste Gebäude der Keys, das

fließend Wasser undeinen Kamin besaß. Exzessive

Trinkgelage in den Kneipen der Stadt, illegales

Glücksspiel in Hinterzimmern und waghalsige Angelausfahrten

auf hoher See bestimmten das Leben

des Autors. "Haben und Nicht haben" , "Wem die

Stunde schlägt" und "In einem anderen Land" sind

wohl die bekanntesten Werke die er in Key West

geschrieben hat. Die Stadt lebt heute noch prächtig

von der Legende des Bestseller-Autors, Großfisch- und Großwildjägers Ernest

Hemingway. In den dunklen und verrauchten Bars war er ein gern gesehener

Gast. Zu seinen Stammlokalen gehörte das damalige "Sloopy Joe" in der 428

Greene Street. Heute heißt es "Capt. Tony´s". Das neue "Sloopy Joe´s"

befindet sich in der Duval Street.

Während des Zweiten Weltkrieges war Key West ein wichtiger Marinestandort.

Ende der 1940er Jahre entdeckten Fischer in der nähe der Dry Tortugas

besonders schmackhafte Shrimps. Mehr als sechs Millionen "Tortuga Pink"

wurden in den letzten zehn Jahren von den Key West Shrimp-Fischern dort

geerntet. Die heute noch wenigen Berufsfischer haben ihre Legeplätze für die

Boote am Land´s End Marina.

Ende der 1950er Jahre starteten wohlhabende

Bürger einen erneuten Versuch, Key West zum

Touristen-Magneten zu machen. Key West boomt -

und erlebt seit Ende der 1980er Jahre mit dem Kult

um Kuba einen weiteren Aufschwung. Auf allem was

schwamm, wagten die Flüchtlinge den Weg in die

Freiheit. Wer 1994 mit der zweiten großen Welle

nach Key West kam und keine Verwandten in

Vereinigten Staaten hatte, lebt mitunter immer noch dort.

sehenswertes


Key West

sehenswertes:

Wer über den US Highway 1 anreist, bekommt den

typisch amerikanischen, äußeren Stadtgürtel mit

den üblichen Tankstellen, Fast Food Restaurants

und Supermärkten zu sehen. Doch das eigentliche

Stadtzentrum, die Altstadt, öffnet sich nach Süden

hin zum Meer.

Die Hauptschlagader bildet hier die Duval Street. Sie beginnt am Atlantik und

endet nach rund zwei Kilometern am Golf von Mexico. Hier scheint die Zeit

stillgestanden zu haben. Bei Valladeres & Sons Newsstand (1200 Duval Street)

hat Ernest Hemingway sich täglich die New York Times gekauft. Der Cuban

Club (1108 Duval Street), war Treffpunkt der kubanischen Immigranten,

die von hier aus versuchten, das politische Schicksal ihrer Heimat zu

steuern. Während Kuba um die Unabhängigkeit von Spanien rang, gründeten

1871 kubanische Immigranten das San Carlos Institute, um ihre Sprache, ihre

Kultur und ihr Erbe zu bewahren. Das heutige San

Carlos Opera House (516 Duval Street) beeindruckt

mit seiner Lobby und schönen Majolica-Fliesen und

stammt aus dem Jahr 1924.Das Opernhaus soll die

beste Akustik jeglicher Konzertsäle des Südens

besessen haben. Startenor Enrico Caruso sang hier

vor 400 Zuhöhrern. 1961, nach Kappung der diplomatischen

Beziehungen zwischen Kuba und den

USA, begann der Zerfall des Gebäudes. Ein Anwalt aus Miami rettete es vor

dem Abbruch und sicherte eine staatliche Unterstützung von drei Millionen

Dollar zur Restaurierung.

Das Wreckers Museum (322 Duval Street), das angeblich älteste Haus von

Key West wurde 1829 für Kapitän Francis Watlington erbaut. Sechs der acht

Räume des Hauses sind heute ein Museum. Zum Grundstück gehört das letzte

erhaltene Kochhaus von Key West. Damit ein Feuer nicht auf das hölzerne

Haupthaus übergreifen konnte wurde es aus Ziegeln im Garten errichtet.

In den 1950er Jahren genossen Literaten wie Tennesee Williams (Hier entstanden

Werke wie "Enstation Sehnsucht" oder die "Katze auf dem heißen

Blechdach") oder Carson McCullers ihr Dinner im 1905 für einen Richter erbauten

J. Vining Harris Haus. Die Liste der Literaten, die in Key West lebten

und vom Puls der Stadt inspiriert wurden, ließe sich unendlich fortsetzten:

Robert Frost, Elizabeth Bishop, James Merrill, John Dos Passos, Truman

Capote, Wallace Stevens, Nancy Friday, Carson McCullers, Thelma Stabel, Lee

Herlitzy, Ralph Ellison, John Ciardi ...

Nahe des Atlantiks nehmen zwei Häuser für sich den Titel des südlichsten

Hauses in Anspruch. Die um 1940 von der Autorin Thelma Strabel in 400

South Street erbaute Villa wie auch die im Queen

Anne Stil errichtete Sunrise Villa in 0 Duval Street.

Den südlichsten Punkt der Festland-USA bildet ein

tonnenschwerer Betonklotz mit dem Hinweis "90

Meilen bis Kuba". Die Boje ersetzt seit 1983 das

einstige Metallschild "Southernmost Point", das von

Touristen immer wieder abmontiert und als

Souvenir entwendet wurde. Der geographisch

korrekt südlichste Punkt der USA liegt jedoch hinter dem Maschen-drahtzaun

auf dem Gelände der Marinebasis.

Am Sunset Pier/Havana Docks lagen um die Jahrhundertwende Werften,

Warenhäuser und die Holzboote der Fischer. Heute trifft man sich hier

allabendlich, um den Sonnenuntergang mit Live-Musik und Margaritas zu

feiern.Zur Zeitder Wrackausbeuter war der Mallory

Square das Herz des Hafens. Auktionshäuser, Kramläden

und Werften säumten den Platz. Am Kai

legten die Dampfer der Mallory Steamship Line an.

Das Mallory Dock lockt nun Gaukler, Straßenkünstler,

fliegende Händler und Artisten an,

die zusammen mit dem dichtgedrängten Publikum

den Sonnenuntergang feiern. Die Sunset Celebrations, in den 1960er

Jahren von Key West Hippies ins Leben gerufen, gehören für Bewohner

wie Besucher zum täglichen Ritual.

Der 20 m hohe Aussichtsturm gehört zum Key West Shipwreck Historeum

(1 Whitehead Street - Mallory Square). Es zeigt Juwelen, Porzellan und

Haushaltsgegenstände der "Isaac Allerton". Das amerikanische Handelsschiff

war 1856 auf ein Riff gelaufen. Der Clinton Square Market, ein kleines Einkaufszentrum

mit Durchgang zum Hilton Pier, war

einst ein Kohlelager der Marine. In einem

ehemaligen Lagerhaus der Marine zeigt das Mel

Fisher Maritime Heritage Society Museum (200

Greene Street) die Schätze der spanischen Schiffe

"Nuestra Senora

de Atocha" und "Santa Margarita". Beladen mit

Gold, Silber, Perlen, Edelsteinen und Tabak hatten

die beiden Schiffe 1622 Havanna in Richtung Spanien verlassen. Nach zwei

Tagen zog ein Hurrikan auf. 550 Menschen und Waren im Wert von zwei

Millionen Dukaten gingen im Meer verloren.

88 Stufen führen auf einer schmalen Treppe hinauf zur Aussichtsplattform

des Key West Lighthouse (938 Whitehead Street). Von hier aus bietet sich der

beste Blick auf Stadt und Hafen. Im weißgestrichenen Wärterhäuschen

berichtet das Lighthouse Museum von der Geschichte der Leuchttürme entlang

der Küste Floridas. Über 30 Millionen Dollar haben Stadt und private

Investoren in den letzen fünf Jahren in den Erhalt von Key Wests maritimen

Erbe gesteckt.

Das Ergebnis ist der fast vier Hektar große Historic Seaport at Key West

Bright. Über 100 Geschäfte säumen an Land und an der Wasserlinie die

Golfküste im Norden der Stadt. Am besten entdecken lässt sich das neue

Viertel bei einem Spaziergang auf dem rund drei Kilometer langen Historic

Seaport Broadwalk. Beginnend am A&B-Lobster House am Ende der Front

Street, führt er auf Holzplanken über dem Wasser an Booten, Bars und

Boutiquen vorbei bis zum Land´s End Marina.

Nicht weit entfernt liegt das Harry S. Truman Little White House Museum (111

Front Street). 175 Tage verbrachte Harry S. Truman während seiner Amtszeit

hier. Von 1946 bis 1952 konnte der 33. Präsident der USA hier dem

Winter in Washington entfliehen. Persönliche

Gegenstände erinnern heute an jene Ferientage.

Das weiße Gebäude, 1890 von der amerikanischen

Marine als Doppelhaus für Kommandant und Zahlmeister

erbaut, liegt mitten im Truman Annex. Das

ehemalige Kasernengelände, auf dem während des

Zweiten Weltkrieges noch 18.000 Soldaten und

Zivilangestellte der Marine lebten, wurde inzwischen in eine Residenz für

Gutbetuchte verwandelt. Begrenzt wird das parkähnliche Wohngebiet von

zwei schmiedeeisernen Toren.

Zwischen der einstigen Marinebasis Truman Annex und dem Hemingway

House schlägt das schwarze Herz der Stadt. Hier, zwischen Petronia, Oliviaund

Angela Street, leben noch heute Nachfahren der ersten Siedler von den

Bahamas und der Skalven der Westindischen Inseln.

Da Klima und Charakter beider Standorte sich stark

ähneln, bauten sie ihre neuen Heime in bewährter

Weise. Mehr als 3.000 solcher Häuser sind im historischen

Distrikt von Key West erhalten. Lebensader

des Viertels, das 1880 noch "La Africana", in

den 1960er und 1970er Jahren "Jungle Town" hieß,

ist die Thomas Street mit phantasievollen

Geschäften und Cafes. Was noch ursprünglich wirkt, haben die Planer der

Stadt längst in ihrem Tourismuskonzept integriert. Die Kommerzialisierung

des Viertels schreitet unaufhaltsam voran.

geschichtliches


Kennedy Space Center

geschichtliches:

Nach dem 2. Weltkrieg testete die US Army in New

Mexico, unter der Leitung von Wernher von Braun,

deutsche V2 Raketen. Ihr Ziel war die Entwicklung

eigener Interkontinentalraketen. Als die Reichweite

der Raketen stieg, wurde ein geeigneteres und

sichereres Testgelände gesucht. Präsident Harry S.

Truman entschied sich 1949 für Cape Canaveral.

Am 01.10.1957 wurde die NASA (National

Aeronautics and Space Administration) gegründet. Zur gleichen Zeit wurde

Cape Canaveral zum Startzentrum ausgebaut.

In den 60er Jahren herschte hektische Tätigkeit an der "Space Coast". Sechs

bemannte Flüge aus dem Mercury Programm, sowie zehn Gemini Flüge

wurden in dieser Zeit vom Cape aus gestartet. Sie waren die Wegbereiter für

das eigentliche Ziel, der Mond. Zum Ausbau des Apollo-Programms erwarb die

NASA auf Merritt Island ein 567 km² großes Areal. Zu Gedenken an den 1963

in Dallas ermordeten Präsidenten John F. Kennedy, benannte die Raumfahrtbehörde

die Anlage nach ihm. Die Apollo Flüge waren die ersten, die vom

neuerrichteten Start-Komplex 39 aus ihren Weg ins All fanden. Noch heute

dient der Komplex zum Start des Space Shuttle.

Auf Merritt Island existieren High-Tech und unberührte tropische Natur

miteinander. Nachdem in den 70er Jahren immer größere Kritik in der amerikanischen

Öffentlichkeit laut wurde, da das US-Raumfahrtprogramm mittlerweite

astronomische Summen verschlang, wurde das Besucherzentrum "Spaceport

USA" dem Publikum zugänglich gemacht.

Hier gewährt die NASA Einblicke in vergangener und heutiger Weltraumtechnik.

Mit etwas Glück sind sie sogar bei einem Shuttle-Start dabei. Die

NASA verfügt über zwölf Standorte in neun Bundesstaaten. Der neben dem

KSC bekannteste ist das Lyndon B. Johnson Space

Center in Houston, Texas. Dort ist der Sitz der Flugund

Missionskontrolle ("Mission Control") im Gegensatz

zum "Launch Control" des KSC. Heute werden

hier die Komponenten der internationalen Raumstation

ISS zusammengefügt und für ihren

Transport ins All vorbereitet.

sehenswertes:

Näheres zu den Sehenswürdigkeiten finden sie in unserem "Themepark

Insider" unter "Kennedy Space Center".


Tampa Bay

geschichtliches:

Tampa

Bevor 1513 Ponce de Leòn am südlichen Ende

der Bucht an Land ging, lebten hier nur einheimische

Indianervölker, wie die Timucuan. Tampa

entwickelte sich aus einer kleinen, im Jahre 1824

entstandenen Siedlung. Nur wenige Monate später

folgte die U.S. Army, die dort Fort Brooke errichtete.

Das Fort diente während des Seminolen-Krieges

als Versorgungsstation. In den Jahren 1861 bis

1864 war es von Truppen der Konförderierten besetzt. Der Stadtname Tampa

entstand aus der Sprache der Ureinwohner. "Tampa" bedeutet "Feuerstock",

womit die Timucuan-Indianer die Gewehre der ersten Siedler bezeichneten.

Tampas großer Aufschwung begann 1884, mit dem Eisenbahn-Anschluß der

Stadt an die South Florida Railroad, die dem Eisenbahn-Magnaten Henry B.

Plant gehörte. Plant spielte bei der Entwicklung der Westküste eine ähnliche

Rolle wie der Eisenbahnkönig Henry M. Flagler and der Ostküste.

1886 bekam Tampa einen weiteren Wachstumsimpuls. Vicente Martinez

Ybor zog mit seiner Zigarrenproduktion von Key West nach Tampa, andere

Zigarrenfabrikanten folgten, so die berühmten Zigrarrenhäuser Cuestas

und Ignacio Haya. Aus Kuba kamen viele Arbeitssuchende.

Die hispanische Bevölkerung siedelte in

Ybor City, nordöstlich der Innenstadt von Tampa.

Der kubanische Freiheitskämpfer José Marti, ein

fanatischer Verfechter der Loslösung Kubas von

Spanien, warb unter seinen Landsleuten für den

Kampf gegen Spanien. Als 1898 die amerikanischen

Truppen die Spanier auf Kuba besiegten, war Martis

Ziel erreicht. Noch heute befindet sich das Operations-kommando der US-

Streitkräfte in der nahe gelegenen MacDill Air Force Base.

Das Tampa von heute ist längst zur größten Stadt an der Westküste Floridas

avanciert. Touristisch spielt die Stadt allerdings ehr eine eher untergeordnete

Rolle. Auf dem Weg von Pinellas Sonnenstrände zu den Themeparks in

Orlando, fahren die meisten Touristen an der Stadt nur vorbei.

St. Petersburg

Die Stadt zählt zu den Touristikzentren an der Golfküste. St. Petersburg

verdankt wie so manch andere Siedlung ihre Entstehung der Eisenbahn. 1885

baute Peter Demens, ein russischer Auswanderer, seine Orange Belt Railrod

bis zur Pinellas-Halbinsel aus. Er benannte den Ort nach seiner Geburtsstadt

St. Petersburg. Das bis dahin verschlafene Nest erlebte einen großen Aufschwung,

denn das sonnenreiche, gesunde Klima lockte viele Besucher aus

dem Norden.

1914 wurde von Tony Jannus die St. Petersburg-Tampa Airboat Line, der erste

kommerzielle Flugdienst der Welt ins Leben gerufen. Während der 1920er

Jahre machte das Automobil den Flugdienst weitgehend überflüssig. Jedoch

kamen hierdurch immer mehr Menschen in diese Region.

sehenswertes


Tampa Bay

sehenswertes:

Tampa

Im Unterschied zu St. Petersburg ist Tampa viel stärker industrialisiert. Durch

die nähe zur Golfküste, dem wichtigen Hafen und zu den Feriengebieten an

der Küste ist der Großraum Tampa ein schnell wachsendes Ballungszentrum.

Das touristisch Interessante Latin Quarter Tampas liegt zwischen der

Nebraska Avenue, der 22nd Street, dem Columbia

Drive und dem East Broadway. Seit 1886 ließen sich

hier namhafte Zigarrenfabrikanten nieder. Der

Kubaner Vicente Martinez Ybor war der erste. Das

bunte völkergemisch von Menschen kubanischer,

spanischer und italienischer Abstammung verleiht

Ybor City noch heute ein exotisches Flair.

Mittelpunkt der Zigarrenfabrikation war der Ybor Square. Hier gründete Ybor

seine Fabrik. Die drei ehemaligen Fabrikgebäude sind zu einer Art Shopping

Center umgebaut worden. Die 7th Avenue und auch die Nebenstraßen haben

sich im Laufe der letzten Jahre zum beliebten Touristenziel in Tampa entwickelt.

Tagsüber bieten Antiquitäten- und Textilgeschäfte ihre Waren an, und

am Abend strömen Besucher in diesen Stadteil, um sich in einem der

zahlreichen Lokale und Musikläden zu vergnügen. Mit Sicherheit ist für jeden

etwas dabei, ob exquisite Küche oder laute Rockmusik. Empfehlenswert ist

ein Besuch des Ybor City State Museum (1818 E. 9th Ave.), in dem die

Geschichte von Ybor City und der Zigarrenindustrie näher erleutert wird.

Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Bäckerei.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Henry B.

Plant Museum (John F. Kennedy Blvd.). Das kleine

Museum ist im ehemaligen Tampa Bay Hotel untergebracht,

welches Plant als Eisenbahnhotel erbauen

ließ. Das Gebäude mit seinen vielen Türmchen fällt

bereits von weitem auf. Die Größe und Aufwendigkeit

des Gebäudes lassen erahnen warum der Hotelbetrieb

bereits Anfang der 1930er Jahre aus

Rentabilitätsgründen eingestellt wurde. Heute befindet sich hier die

Universitätsverwaltung von Tampa.

St. Petersburg

Nach Miami ist St. Petersburg mit seinen Stränden das beliebteste Reiseziel

im "Winter" Floridas. Im Vergleich zum Großraum Miami ist die Golfküste hier

insgesamt etwas ruhiger.

Bei einem Besuch der Stadt fällt sofort die Pyramide ins Auge (Ende der 2nd

Avenue NE). Am Ende der 730m langen Municipal Pier steht das umgestülpte

Bauwerk. Vom Dach aus hat man einen sehr guten Blick auf St. Petersburg.

Im Gebäude selbst befindet sich ein Einkaufcenter mit vielen kleinen Shops

und Boutiquen.

Auch Kunstliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. In einem Flachbau, der

1982 eröffnet wurde, ist die größte Dali-Sammlung der Welt untergebracht -

das Salvador Dali Museum (1000 3rd Street). Aus Platzmangel ist aber jeweils

nur ein Teil ausgestellt. Die Sammlung wurde in

einer Periode von 40 Jahren vom Ehepaar Morse

zusammengetragen. Die ungeheure Breite und

Vielseitigkeit des Schaffens von Dali wird in dieser

Ausstellung deutlich. Er arbeitete mit Öl, Wasserfarben,

er schuf Grafiken, Skulpturen, er lieferte

das Design für Stoffe, Möbel, Schmuck ...

Schätzungen zufolge beträgt der Wert der Sammlung über 35 Millionen US$.

Die Morses überließen der Stadt St. Petersburg die Sammlung, unter der

Voraussetzung, das sie nicht auseinandergerissen würde und der Öffentlichkeit

zur Verfügung steht.

geschichtliches

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