Neubau Berufsakademie Lörrach - und Hochbauverwaltung Baden ...

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Neubau Berufsakademie Lörrach - und Hochbauverwaltung Baden ...

Neubau

Berufsakademie Lörrach


Lageplan

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Lage


Inhalt

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Grußworte

Ministerpräsident Günther H. Oettinger

Finanzminister Willi Stächele

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg

Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm

Bauliche Entwicklung der Berufsakademie Lörrach

Ministerialdirigent Thomas Knödler

Investition in die Bildung – die Berufsakademie

Lörrach erhält einen modernen Campus

Prof. Dr. Bernd Martin

Neubau der Berufsakademie

Prof. Arno Lederer

Umbau der ehemaligen Turnhalle zur Bibliothek

Klaus Bührer

Kunst am Bau

Veronika Rettich

Planungsbeteiligte / Projektdaten

Firmenliste


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Günther H. Oettinger MdL

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Willi Stächele MdL

Finanzminister des Landes Baden-Württemberg

Die Qualität von Wissenschaft und Forschung, von all-

Mit dem Neubau für die Berufsakademie in Lörrach

Für ein rohstoffarmes Land wie Baden-Württemberg ist

Mein Dank gilt an dieser Stelle den Architekten, Ingenieu-

gemeiner Bildung und beruflicher Ausbildung gehört zu

festigen und stärken wir nicht nur den Ausbildungss-

das Thema Bildung von zentraler Bedeutung. Investitio-

ren und Sonderfachleuten, ohne die dieses Bauvorhaben

den entscheidenden Standortfaktoren unseres Landes.

tandort in dieser Stadt, sondern zugleich in der Region

nen in die Bildung sind für unser Land lebenswichtig. Und

nicht möglich gewesen wäre. Und danken möchte ich

So ist es eine zentrale politische Aufgabe der Lan-

Südbaden, Nordwestschweiz und Oberelsass.

besonders gut angelegt sind die Mittel dann, wenn sie

auch meiner Vermögens- und Hochbauverwaltung, die

desregierung, der jungen Generation hierfür günstige

Die Internationalität ist hier im Dreiländereck

in überdurchschnittlich erfolgreiche Vorhaben investiert

die Grundstücksgeschäfte abwickelte und die Projektlei-

Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie qualifiziert

spürbar und erlebbar. Die Grenzen sind offen für den

werden. Dies ist bei unseren Berufsakademien der Fall.

tung wahrnahm. Auch bei diesem Projekt hat sie wieder

ihren Weg in das Berufsleben findet.

interkulturellen Austausch und Wissenstransfer. Die

Mit der Fertigstellung der Berufsakademie Lörrach ist nun

eine sehr gute Abeit geleistet.

Unsere Berufsakademien gelten seit Jahren als ein

Menschen profitieren davon, dass sich in diesem Raum

ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Stärkung

Mein Dank gilt auch der Stadt Lörrach für die positive

Markenzeichen des Landes Baden-Württemberg. 1974

Europa (im besten Sinn des Begriffes) zu einer Identität

dieser Bildungseinrichtung im Land getan. Die von der

Kooperation bei baurechtlichen und nachbarschaftlichen

in unserem Land konzipiert, entwickelten sie sich nach

entwickelt. Die Berufsakademie ist in diesen Prozess

Landesregierung gewünschte praxis- und anwendungs-

Angelegenheiten. Nicht zuletzt danke ich der Berufsakade-

erfolgreicher Erprobung zu einem wichtigen Baustein in

integriert und ist im Bildungs- und Wirtschaftsleben zu

orientierte Ausbildung schreitet damit weiter voran.

mie selbst: Ohne deren anhaltendes Engagement wären

unserem Bildungswesen. Die Qualität der Ausbildung,

einem Impulsgeber der Region geworden.

Mit einer Investition von rund 22,5 Millionen Euro

wir heute noch nicht so weit. Vor allem das reibungslose

theoretisch und wissenschaftlich fundiert in der staat-

Ich freue mich, dass der Neubau nach gut zweijäh-

konnten wir ein umfassendes Gesamtpaket schnüren,

Funktionieren vor Ort hat zum guten Gelingen des Bau-

lichen Berufsakademie sowie praxisorientiert in den

riger Bauzeit seiner Bestimmung übergeben werden

das die Berufsakademie Lörrach für die Zukunft bestens

vorhabens maßgeblich beigetragen.

Ausbildungsbetrieben, ist so überzeugend, dass dieses

kann.

positioniert: Neben dem Neubau einschließlich der weit-

Ich wünsche allen Studierenden und Lehrenden viel

Ausbildungsmodell bei den jungen Menschen und bei

Ich wünsche den Studierenden und Lehrenden mit

läufigen Freianlagen und der Erstausstattung des Hauses

Freude am Studium in den neuen Räumen der Berufsaka-

den Partnern der Wirtschaft immer größeren Zuspruch

den neuen Hochschulgebäuden, die den Campus der

mit Gerät und Mobiliar wurde auch der Umbau der ehe-

demie Lörrach und den Absolventen später viel Erfolg im

findet. Mit der Umwandlung der Berufsakademie in die

Berufsakademie zu einem der schönsten Plätze Lör-

maligen Turnhalle der Eichendorff-Schule zur Bibliothek

Beruf!

Duale Hochschule Baden-Württemberg trägt das Land

rachs gemacht haben, Erfolg in der Ausbildung und den

finanziert.

dieser hervorragenden Entwicklung Rechnung.

Bürgern der Stadt und der Region rege Teilhabe an den

Hervorheben möchte ich, dass die Staatliche Ver-

Die Entwicklung der Berufsakademien in Baden-

Veranstaltungen des Hochschullebens.

mögens- und Hochbauverwaltung bereits bei der Aus-

Württemberg belegt den Erfolg der dualen Ausbildung

schreibung des Architektenwettbewerbs im Jahr 2003

mit einem beeindruckenden Anstieg der Studienplatz-

eine integrierte Planung von Architektur, städtebaulicher

zahlen von damals 164 bis zu über 20.000 heute. Dieser

Einfügung, zukunftsweisender Technik und Ökologie

Nachfrage folgend beschloss die Landesregierung, den

gefordert hat. Von Anfang an wurde großer Wert auf ein

1981 gegründeten Standort in Lörrach weiter auszubau-

nachhaltiges, wirtschaftliches Bauen und einen effizienten

en.

Gebäudebetrieb gelegt.


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Professor Dr. Peter Frankenberg

Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

Gudrun Heute-Bluhm

Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach

Die Berufsakademie Baden-Württemberg gilt als die bedeutsamste

hochschulpolitische Innovation der letzten 30

Jahre. Sie ergänzt die hervorragenden Studienangebote

der Universitäten und Fachhochschulen in Baden-Württemberg

um das Angebot eines praxisnahen, dualen Studiums.

Das Interesse an den Studienplätzen der Berufsakademie

wächst beständig. Die Landesregierung hat daher

in den letzten Jahren mehrere kapazitätserweiternde Maßnahmen

ergriffen und vor Kurzem die Bereitstellung von

Mitteln für die Anmietung weiterer Räume beschlossen.

Der Neubau an der Berufsakademie Lörrach hilft, die

spezifischen Bedürfnisse eines zukunftsgerichteten Studienbetriebs

in besonderer Weise zu erfüllen. Das mit einer

Nutzfläche von über 4.500 m² ausgestattete Gebäude wurde

funktionsgerecht an den heutigen Studienerfordernissen

der Berufsakademie ausgerichtet. Die neuen Räume

werden künftig durch Studiengänge aus dem Bereich Informatik

und Neue Medien genutzt und mit der hierfür notwendigen

Infrastruktur ausgestattet. Neben dem Rechenzentrum

werden dort auch Labore der Elektrotechnik und

des Maschinenbaus untergebracht. Diese dienen dazu, die

Anforderungen der Ausbildungsbetriebe zu erfüllen.

Es freut mich besonders, dass es mit dieser Baumaßnahme

gelungen ist, die Berufsakademie Lörrach als wichtige

Hochschuleinrichtung in der Region weiter aufzuwerten. Ich

bin überzeugt, dass sowohl die Erweiterung des Studienangebots

im Rahmen des Ausbauprogramms „Hochschule

2012“ als auch die Weiterentwicklung der Berufsakademie

Baden-Württemberg zu einer Dualen Hochschule dazu beitragen

werden, die vorhandenen Stärken der Berufsakademie

langfristig zu sichern und weiter auszubauen.

Die meisten Leute kennen Cambridge/Massachusetts und

New Haven in Conneticut nur aufgrund der beiden berühmten

Universitäten Harvard und Yale. Dies ist in Lörrach

nicht anders! Viele Studierende der Berufsakademie

Lörrach wurden erst durch die einzigartigen trinationalen

Studiengänge auf die Stadt Lörrach aufmerksam.

Über attraktive Bildungsangebote findet Lörrach Eingang

in die Lebensläufe unserer zukünftigen Leistungsträger.

Vor diesem Hintergrund gewinnt der neue Campus

der Berufsakademie ein besonderes Gewicht. Er ist mehr

als eine harmonische Ergänzung der Silhouette auf dem

Lörracher Hünerberg. Er kann das Zünglein an der Waage

sein, wenn es darum geht, die Entscheidung für einen Studiengang

in Lörrach zu treffen.

Dass dies eine weitreichende und prägende Entscheidung

sein kann, zeigen beispielsweise die Lebensläufe der

12 Absolventen, die aufgrund ihrer hervorragenden Diplomarbeiten

seit 1998 mit dem Preis der Stadt Lörrach ausgezeichnet

wurden. Sie tragen heute Verantwortung in international

bekannten Unternehmen im In- und Ausland.

Damit nicht nur der Vorlesungsalltag, die Praktikumsphasen

und Prüfungen im Gedächtnis der Absolventen bleiben,

zeigt sich die Stadt Lörrach von ihrer Schokoladenseite:

kulturell, landschaftlich, mit attraktiven Freizeitangeboten

und mit dem besonderen Flair einer Grenzstadt, in der Tritnationalität

im Alltag erlebbar ist.

Gerade im EM-Jahr 2008 gilt die Devise: Nach dem

Spiel ist vor dem Spiel. In der Freude über die Einweihung

des Neubaus richten wir den Blick bereits auf den nächsten

Entwicklungsschritt. Die BA Lörrach wächst! Unser Ziel

ist, ihr dafür auch das passende Outfit bereitzustellen, um

die Attraktivität Lörrachs als Studienort der ersten Wahl zu

sichern.


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Bauliche Entwicklung der Berufsakademie Lörrach

Ministerialdirigent Thomas Knödler, Leiter der Staatlichen Vermögens- und

Hochbauverwaltung

Der Neubau der Berufsakademie Lörrach wird an den Nutzer

übergeben. In einer Bauzeit von gut zwei Jahren wurden

insgesamt 22,5 Millionen Euro investiert. Die Flächen

der Berufsakademie konnten dadurch mehr als verdoppelt

werden. Das Land fördert damit gezielt die in der Bildungslandschaft

Baden-Württembergs zunehmend wichtige Einrichtung

der Berufsakademien und stärkt den Hochschulstandort

Lörrach.

Angefangen hatte alles ganz klein in den frühen sechziger

Jahren „am Homburg“ in Lörrach: 1963 baute die

Stadt Lörrach am Rande des Wohngebietes die Städtische

Volksschule, die spätere „Eichendorff-Schule“.

Bereits 1966 wurden Teile der noch neuen Eichendorff-

Schule vom Land Baden-Württemberg für die Unterbringung

der damaligen Pädagogischen Hochschule Lörrach

angemietet.

Nach der Integration der Pädagogischen Hochschule

Lörrach in die Pädagogische Hochschule Freiburg konnte

die 1981 gegründete Berufsakademie Lörrach die frei werdenden

Räumlichkeiten an der Hangstraße beziehen. Bis

dahin war sie in angemieteten Räumen in der Freiburger

Straße und im alten Suchardgebäude Brombacherstraße

untergebracht, wobei letzteres mit dem Bezug des Neubaus

2008 aufgegeben wird. Der Raumbedarf der Berufsakademie

lag 1982 bei rund 2.200 m 2 Hauptnutzfläche für

400 Studierende.

Die erfolgreiche Entwicklung der Berufsakademien im ganzen

Land erfasste auch Lörrach, so dass mit der Einrichtung

weiterer Studiengänge und der steigenden Anzahl

von Studierenden und Dozenten die Raumanforderungen

wuchsen. Der Verdrängungsprozess der kommunalen

Schulgebäude durch die progressive Entwicklung der Berufsakademie

ging weiter. In den 1990er Jahren entschloss

sich die Stadt für einen Schulneubau auf der talseitigen

Wiese unterhalb der Hangstraße und stellte damit weiteren

Raum für die Berufsakademie zur Verfügung.

Die ehemaligen Volksschulgebäude konnten vom Land

erworben und für die Zwecke der Berufsakademie umgebaut

werden. Ende 1999 konnte die Berufsakademie den

gesamten Lehrbereich der ehemaligen Volksschule nutzen.

Noch vor Inbetriebnahme der umgenutzten Schulbauten

hatte die Landesregierung die Einrichtung neuer Kurse

für die BA Lörrach beschlossen und damit die Neubaumaßnahme

zur Erhöhung der Studienkapazität im Rahmen

der Zukunftsoffensive III initiiert.

Das Ausbauziel wurde 2002 auf 1.400 Studierende festgelegt.

Anhand von Projektentwicklungsplänen wurden

die Möglichkeiten zum weiteren Ausbau des Standorts geprüft.

Zug um Zug wurden in Folge 15 Grundstücke mit

einer Gesamtfläche von rund 4,2 ha von der Staatlichen

Vermögens- und Hochbauverwaltung für das Land erworben.

Bei bedeutenden Vorhaben des Landes ist es gute Tradition,

zur Lösung von Entwurfsfragen einen Architektenwettbewerb

auszuloben, bei dem in vergleichender Betrachtung

die besten Arbeiten prämiert werden. Der Wettbewerb für

die Berufsakademie Lörrach wurde so 2003 entschieden.

Der mit dem ersten Preis prämierte Entwurf des Büros

Lederer, Ragnarsdóttir, Oei aus Stuttgart ist nunmehr in

leicht modifizierter Form realisiert. Mit diesem Schritt werden

der Berufsakademie Lörrach zu den bestehenden Flächen

von 3.250 m 2 weitere 4.000 m 2 hinzugefügt.

Der Blick auf den fertig gestellten Bau untermauert die

Richtigkeit der Entscheidung des Preisgerichts: Die Anordnung

und Geometrie der Baukörper steht in erlebbarem

Zusammenklang mit der den Ort prägenden Topographie.

Die Plätze und Wegeverbindungen sind geschickt in die

Räume zwischen den Bauvolumen gelegt, schaffen atmosphärisch

dichte Orte und vernetzen die Neubauten mit

dem Bestand und der Umgebung. Dadurch gelingt es den

Architekten eine harmonisch in die Landschaft eingefügte

Gesamtanlage zu schaffen, die alle Qualitäten hat, die für

einen Hochschulcampus erstrebenswert sind.

Neben den funktionalen und wirtschaftlichen, den

städtebaulich- und architektonischen Ansprüchen, die die

neuen Gebäude zu erfüllen haben, wird den Forderungen

der Landesregierung nach CO 2

-reduziertem Betrieb mit

dem Neubau beispielhaft nachgekommen: Wärme wird

CO 2

-neutral ausschließlich mit Holzpellets bereitgestellt,

die Fassaden und Dächer sind hoch wärmegedämmt und

die Steuerung des Energieverbrauches ist soweit automatisiert,

dass Verluste im Betrieb weitgehend minimiert

werden. Die Dachflächen stehen in Kürze für die Nutzung

solarer Energie zur Verfügung. Die versiegelten Flächen

sind soweit möglich reduziert, eine standortgerechte Vegetation

wurde am Ort und im weiteren Umfeld angepflanzt.

Insofern geben wir der Natur und auch den Bewohnern aus

der Nachbarschaft etwas davon zurück, was das Bauvorhaben

an Naturflächen belegte.


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Die Berufsakademie vor (kleines Bild)

und nach dem Neubau.

Um dieses ganzheitliche Ziel erreichen zu können, musste

auch die letzte „Bastion“ städtischen Terrains an der Hangstraße

46 aufgegeben werden: Das Grundstück der ehemaligen

Turnhalle der Eichendorff-Schule wurde vom Land

erworben. Es war ein Gebot der Stunde, diesen Baukörper

in die Gesamtanlage funktional zu integrieren, war doch

die Turnhalle sehr gut geeignet, die Bibliothek der Berufsakademie

an zentraler Stelle im Campus aufzunehmen. In

planerischer Eigenleistung konnte von Vermögen und Bau

Amt Freiburg die umgebaute Turnhalle der Berufsakademie

als Bibliothek zur Verfügung gestellt werden. Auch die

städtische Eichendorff-Schule profitierte davon, erhielt sie

doch direkt neben ihrem Schulhaus eine neue attraktive

Turnhalle für Schul- und Vereinssport.

Insofern hat sich die über 40-jährige Baugeschichte der

Landesinstitutionen und der städtischen Gebäude an der

Hangstraße in Lörrach zum Vorteil des Landes, der Stadt

und aller beteiligten Nutzergruppen entwickelt.


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Ansicht West, Ansicht Ost

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Ansicht West

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Ansich

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Grundriss Ebene 0 und 1 Grundriss Ebene 2 und 3

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Investition in die Bildung – die Berufsakademie Lörrach erhält einen modernen Campus

Professor Dr. Bernd Martin, Direktor der Berufsakademie Lörrach

Die Berufsakademie Lörrach ist ein regionales Erfolgsmodell,

das kontinuierlich wächst und deren Studiengänge

und europaweit anerkannten Bachelor-Abschlüsse für Abiturientinnen

und Abiturienten hoch attraktiv sind. Dieses

Wachstum wurde bisher durch immer neue, meist provisorische,

Anmietungen an verschiedenen Standorten Lörrachs

gemeistert. Nunmehr, im 27. Jahr ihres Bestehens

konnte die Berufsakademie Lörrach durch neue, moderne

und architektonisch bemerkenswerte Gebäude auf dem

schön gelegenen Campus an der Hangstraße erweitert

werden, ein deutlich sichtbares Zeichen und ein wichtiger

Schritt in der Schaffung eines zentralen Hochschul-Campus

durch die Zusammenführung der externen Standorte.

Diese Erweiterungen sind die ersten Gebäude, die nach

den Bedürfnissen der Berufsakademie von Grund auf geplant

wurden. Die Neubauten sind funktionsgerecht nach

heutigen Studienanforderungen ausgelegt, das bedeutet:

effizient in kleinen Gruppen mit persönlichen Kontakten zu

Mitstudierenden und Lehrenden lernen und arbeiten.

Das Land Baden-Württemberg investierte mehr als 20

Mio. Euro in ein Ensemble von Gebäuden, die gemeinsam

mit dem vorhandenen Gebäudebestand Raum für ca. 1.000

Studierende schaffen. Ein Quantensprung für die Berufsakademie,

für die Stadt, für die beteiligten Partnerunternehmen

und für die Region. So kann Studieren im 21.

Jahrhundert in anregender Umgebung, in architektonisch

herausragenden und modern ausgestatteten Gebäuden

gelingen.

Die Berufsakademie Lörrach ist in den vergangenen 10

Jahren gewaltig gewachsen. Von 480 Studierenden (1997)

in 7 Studiengängen auf fast 1.500 Studierende (2007) in 13

Studiengängen (12 Bachelor; 1 Master). Mit dem 2007 gestarteten

Ausbauprogramm Hochschule 2012 werden sich

insgesamt bis zu 2.000 Studierende in dann 15 Bachelor-

Studiengängen und einem Master-Programm an der Berufsakademie

Lörrach einschreiben können. Die neuen Gebäude

setzen damit ein Bekenntnis zum Standort Lörrach

und beseitigen Engpässe und Provisorien der letzten Jahre.

Den mittlerweile noch weiter angewachsenen Bedarf

der Unternehmen nach Hochschul-Absolventen kann er jedoch

schon nicht mehr ausreichend fassen, es verbleiben

daher einige Studiengänge an dem zweiten Standort KBC.

Aber, das große Gelände an der Hangstrasse bietet noch

Perspektiven für weitere Gebäude für die BA Lörrach.

Der Bildungsstandort Dreiländereck erfährt durch diesen

Neubau der Berufsakademie Lörrach eine erhebliche

Aufwertung von deutscher Seite. Die Berufsakademie Lörrach,

die südwestlichste Hochschuleinrichtung des Landes

Baden-Württemberg, wirkt weit über die Region hinaus,

denn über 50 % unserer Studierenden kommen aus weiteren

Entfernungen und die Liste der ausbildenden Unternehmen

erstreckt sich über ganz Deutschland und darüber

hinaus ins europäische Ausland. Die Berufsakademie Lörrach

nimmt zudem eine wichtige und einzigartige Schnittstellenfunktion

zum Arbeitsmarkt in der Schweiz und in

Frankreich wahr.

Überzeugendes Beispiel sind die seit 10 Jahren bestehenden

trinationalen, integrierten Studiengänge, in denen

deutsche mit französischen (Université Mulhouse /

Colmar) und schweizer (FH Nordwestschweiz) Studierenden

gemeinsam in einer Gruppe studieren und sie Abschlüsse

aller drei Länder erwerben.

Die Berufsakademie Lörrach arbeitet eng mit den wichtigen

Unternehmen und Einrichtungen in der trinationalen

Agglomeration am Oberrhein zusammen. Sie reagiert

schnell auf deren Anforderungen und die des Arbeitsmarktes.

Jüngstes Beispiel ist die Einrichtung von Studienangeboten

in einem Life-Science-Cluster. Es wurden hierfür

neue, aussichtsreiche Studienangebote (BWL-Health Care

Management; angewandte Informatik / Bio-Systeminformatik;

Biotechnologie) entwickelt. Auch zahlreiche, international

tätige Logistik- und Verkehrsunternehmen, die auch am

Oberrhein agieren, haben seit Jahren am Standort Lörrach

ein attraktives Angebot und fachwissenschaftliche Unterstützung

durch den Studiengang Spedition, Transport und

Logistik. Gemeinsam mit Touristikunternehmen der Region

wurde der Studiengang BWL-Tourismus eingeführt und

zeigt eine rege Nachfrage.

Die in der Region ansässigen, meist mittelständischen

Zulieferer und Spezialunternehmen (hidden champions)

benötigen hochqualifizierte Mitarbeiter. Das Konzept der

Berufsakademie Lörrach bietet hierfür adäquate Studiengänge

in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, in der

Informatik und in der Betriebswirtschaftlehre speziell für

Industrie- und Dienstleistungsunternehmen an.


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Insgesamt ist das Profil der Berufsakademie Lörrach einerseits

auf die Nachfrage der 396 Unternehmen der regionalen

Wirtschaft (inklusive Schweiz und Frankreich),

insbesondere auf die hier bedeutsamen Wirtschaftszweige

„Life-Sciences“, „Elektroindustrie / Maschinenbau“, „Logistik“

und „Tourismus“ ausgerichtet. Andererseits kommen

weitere 187 Unternehmen und über 400 Studierende

jährlich aus ganz Deutschland in alle Studiengänge. Das

breite und moderne Studienangebot, die Vorteile der besonderen

internationalen Ausrichtung und die gute Qualität

der BA Lörrach finden allseits Anerkennung.

Dieses einzigartige Profil, dieser Erfolg erhält nun mit

dem Neubau auch die entsprechenden „Baukörper“. Moderne

Labore für die Studiengänge Elektrotechnik / Automation,

Maschinenbau / rechnergestützte Konstruktion,

Mechatronik, angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik

sind entstanden. Der Neubau verbessert die

Studienbedingungen entscheidend, da insbesondere in

modernste technische Infrastruktur investiert wurde: Breitbandkommunikation

in allen Gebäudeteilen, neueste Gebäudeleittechnik,

nach dem neuesten Stand der Technik

ausgestattete Labore, Seminar- und Gruppenarbeitsräume

sowie Multimedia- und Kommunikationszentrum.

Die neue Bibliothek und das neue Rechenzentrum runden

die besseren Studienbedingungen für die Studierenden

der betriebswirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen

Studiengänge auf dem Campus Hangstrasse ab.

Zudem bietet der Neubau letztendlich auch bessere Arbeitsbedingungen

für Mitarbeiter, Lehrbeauftragte und die

Verwaltung.

Wir freuen uns auf die neuen Häuser des Lernens (insgesamt

sechs Baukörper), auf den neuen und erweiterten

Campus, auf die endlich erreichte Konzentration aller wesentlichen

Servicebereiche der Hochschule auf diesem

Campus und auf die neuen, ausgezeichneten Lern- und Arbeitsbedingungen.

Wir haben damit sehr gute räumliche

Lösungen für unsere, stark expandierende, Berufsakademie

erhalten. Vielen Dank an die Investitionsbereitschaft

des Landes Baden-Württemberg, insbesondere für den

persönlichen Einsatz der beiden Ministerpräsidenten Erwin

Teufel und Günther Oettinger für den Standort Lörrach.

Studieren an der Berufsakademie Lörrach – durch Wissen

wachsen – hat einen neuen Glanz erhalten!


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Neubau der Berufsakademie

Professor Arno Lederer, Architekturbüro Lederer + Ragnarsdóttir + Oei, Stuttgart

Gewiss, man hätte es gerne gesehen, wenn die Berufsakademie

mitten in einem urbanen Umfeld ihren Platz gefunden

hätte. Studenten tragen zur Belebung der Innenstädte

bei, das ist keine Frage. Aber nun gibt es bereits ein Gebäudeensemble,

in dem die Akademie logiert. Mehr oder

weniger handelt es sich bei unserem Entwurf also lediglich

um eine Erweiterung. Doch die bestehende Anlage hat

ihre Qualitäten: Es ist ein schöner Bau der sechziger Jahre,

ganz der Moderne verpflichtet. Die architektonisch gelungene

Komposition, zunächst als Schule geplant, bildet für

sich einen Campus mit reizvollen Ausblicken in die Landschaft.

Ein größerer Platz bindet die Baukörper zusammen

und kann gut und gern als Begegnungsraum, Treffpunkt

und Aufenthalt im Freien bezeichnet werden.

Es ist die Weitläufigkeit, die den eigentlichen Charakter

und Wert ausmacht. Sie kommt der Überzeugung zugute,

Lernen geschehe nicht nur in den Klassen- und Seminarräumen,

sondern zu einem wesentlichen Teil auch in jenen

Räumlichkeiten, die man gemeinhin als Erschließung betitelt.

Denn dort wird das, was man an Informationen zuvor

erhalten hat, verarbeitet und in Beziehung zueinander gebracht.

Diese aus der Schulpädagogik gemachte Erfahrung

kann man ohne weiteres auf die Akademie übertragen.

Schließlich studieren dort junge Menschen, die nicht nur

in ihrem beruflichen, sondern auch im kulturellen und sozialen

Sinne den Anspruch haben, Bildung zu erfahren. Deshalb

haben wir versucht, nicht dem Gedanken zu verfallen,

alles auf dem kürzesten Wege erreichen zu müssen.

Allein schon die hervorragende Lage am Westhang, der

Wert der umgebenden Landschaft und der hervorragende

Blick auf die Stadt sind Vorzüge, die sich den Studenten als

eigene Qualität mitteilen sollen. Schließlich möchten wir

mit der Architektur erreichen, dass sie durch ihre Beschaffenheit

die Einzigartigkeit des Landschaftsraumes als ein

wertvolles Gut herausstellt.

Analog zum Bestand haben wir also einen inneren

Freiraum geschaffen, der große Fenster zur Stadt hin ermöglicht.

Dieser Raum macht den eigentlichen Charakter

des neuen Campus aus, der höhenliniengleich mit dem

bestehenden Gebäudeensemble verbunden ist. Auf der

anderen Seite dieses Freiraumes soll der Raum fließend in

die weitere Landschaft übergehen. Schließlich gibt es eine

Querachse, die sich dem Vorbild Caspar David Friedrichs

bedient. Dieser Weg dient den Autofahrern, die im Rücken

des östlichen Bauteils ihr Fahrzeug verlassen. Durch eine

Engstelle, den Blick auf die Stadt gerahmt, gelangen sie zu

Fuß zum zentralen Freiraum.


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Das Bewusstmachen der topografisch wertvollen Situation

ist es aber nicht allein: der von Norden in den Campus fließende

Grünraum soll mit alten Obstbaumsorten bepflanzt

werden. Landschaft, Grünraum und Vegetation sind so als

natürliche Gegenwelt zur weitgehend durch Technik und

Ökonomie bestimmten Welt des Studiums zu sehen. Man

kann in der Kunst von Veronika Rettich eine spirituelle

Fortsetzung des Themas sehen. Ihr Beitrag ließe sich vielleicht

am besten mit einer Art Nymphäum bezeichnen, das

an Stelle von Grund- oder Quellwasser vom Niederschlag

gespeist wird.

Prägend für die Architektur sind zwei Materialien: Innen

Mauerwerk aus Kalksandstein und außen Naturschiefer.

Beides sehr vertraute Materialien, im besten Sinne nachhaltig,

dauerhaft und handwerklich zu verarbeiten. Schiefer

gibt es seit mehreren hundert Jahren, er hat neben

seinen ökologischen Vorzügen den Vorteil, dass er als Material

emotionell positiv besetzt ist. Mit Schiefer verbindet

man sofort Ansichten von alten Städten und Häusern, was

trotz „moderner“ Bauformen eine gewisse Vertrautheit mit

dem Neuen schafft. Der Kalksandstein dient in erster Linie

als Material für die Sockelgeschosse. Er eignet sich durch

seine Robustheit für Innenwände. Wir versprechen uns

davon einen geringen Renovierungsbedarf und ein gleichbleibend

gutes Aussehen.

Eine wesentliche Aufgabe, die den Architekten übertragen

wurde, sollte im Sinne der Gesamtheit des Entwurfs

jedoch nicht direkt sichtbar sein. Denn eigentlich handelt

es sich um zwei Baumaßnahmen, die sowohl monetär

als auch räumlich völlig getrennt zu funktionieren haben.

Hintergrund ist die haushaltsrechtliche Aufteilung in zwei

Budgets, einem so genannten „steuerschädlichen“ und

„steuerunschädlichen“ Teil.


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Die Verteilung der Räumlichkeiten ist relativ einfach nachzuvollziehen:

beim Eintreten in den Campus dient die linke

Gebäudespange mit den Einzelbauten bzw. den Pavillons

dem Seminar- und Vorlesungsbereich, während im rechten,

zweigeteilten Gebäuderiegel die Räume für Labore,

Arbeiten, aber auch Klausuren untergebracht sind. Den

Auftakt in die Anlage bildet der große Hörsaal, ein Rundbau,

der gleichfalls das Gelenk zu den Altbauten darstellt.

Die massive Bauweise trägt zu einem stabilen Raumklima

und zur Energieeinsparung bei. Insgesamt konzipierten

wir die Gebäude so, dass der Anteil an verglasten

Flächen so klein wie möglich ist, ohne dass die empfundene

Helligkeit im Innern darunter leidet. Deshalb sind an

Treppenhäusern und Erschließungselementen die Fensteröffnungen

für den architektonischen Laien manchmal ungewöhnlich

gesetzt und die Wandscheiben wie Lampenschirme

genutzt. Eine Besonderheit stellen die Klappläden

des großen Hörsaals dar, die – wie der Kamin in der Mitte

des Ensembles – ein wichtiges Identitätsmerkmal sind.

Zur Identität, einem wichtigen Merkmal einer ortsprägenden

Architektur, gehört natürlich auch der nachhaltige

Eindruck, den man von einem Gebäude aus seiner Jugend

auch noch nach Jahren gewinnt. Das wünschen wir uns

von dieser Anlage: Dass man unabhängig des persönlichen

Gefallens eine einprägsame Form erfährt, an die man

auch viele Jahre später noch zurückdenken kann und die

man unmittelbar mit dem Ort, an dem man studieren durfte,

in Zusammenhang bringt.

All denen, die daran mitgewirkt haben und die diesen

Gedanken gestützt und getragen haben, gilt unser Dank.


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Umbau der ehemaligen Turnhalle zur Bibliothek

Klaus Bührer, Projektleiter Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg

Bereits während der ersten Planungen zeigte sich, dass

die von der Eichendorff-Grundschule genutzte Turnhalle

optimal als Bibliothek für die Berufsakademie hergerichtet

werden könnte.

Der Eingang zur Bibliothek liegt auf der ehemaligen

Spielebene der Turnhalle. Über einen kleinen Vorplatz ist

die Bibliothek behindertengerecht an den Campus angeschlossen.

Neben dem Eingang befinden sich der Arbeitsbereich

der Bibliothekarin sowie die Ausgabetheke. Im

Erdgeschoss wurden Büroräume, die Druckerei sowie Lagerräume

eingerichtet.

Durch das Einziehen einer Empore konnte die Grundfläche

erheblich vergrößert werden. Nur so war es möglich,

die ca. 26.000 Medien der Bibliothek unterzubringen.

Entlang der nach Norden gerichteten Fassade und entlang

des Luftraumes auf der Empore wurden die Leseplätze

für die Studierenden eingerichtet. Neben dem ruhigen

Arbeiten bieten diese Arbeitsplätze einen attraktiven Blick

über das Tal der Wiese bis zur Burg Rötteln.

Die qualitätsvolle Sichtbetonfassade der ehemaligen

Turnhalle sollte erhalten bleiben, um das Erscheinungsbild

des Gebäudeensembles zu wahren. Gleichzeitig wurde das

Gebäude energetisch ertüchtigt. Dies wurde durch den

Einbau einer innenliegenden Wärmedämmung und Erneuerung

aller Fenster möglich.

Heute bildet die Bibliothek zusammen mit dem großen

Hörsaal, der Verwaltung und der Aula mit Mensa das Zentrum

des Campus der Berufsakademie Lörrach.


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Bibliothek von außen (oben),

Eingangsbereich mit Theke

(rechts)


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Kunst am Bau

Veronika Rettich

Was ist Dein kühnster Wunsch IV ist eine Skulptur, die aus

einem runden Wasserbecken besteht, dessen Inneres von

einer Kuppel aus Bronzestäben umwölbt und beschützt

wird. Auf der Kuppel befindet sich eine Doppelfigur, deren

oberer Teil sich, quasi gespiegelt, auf den Kopf gestellt

wiederholt.

Das Innere ist die tiefste Stelle des Beckens, an dessen

Grund sich eine verschließbare Öffnung befindet, durch

die das Wasser in strudelförmiger Bewegung abfließen

kann. Das Becken füllt sich je nach Niederschlag, so dass

der Wasserspiegel steigt oder fällt. Bei hohem Wasserstand

liegen die Ausläufer der Kuppel unter der Wasseroberfläche.

In meiner künstlerischen Arbeit geht es um die Erfahrung

von Größe und Ausdehnung durch Konzentration

und Fokussierung. Quellen, Krater, Wasserwirbel und

Wurzeln sind Teil des Vokabulars meiner Arbeit, die diese

scheinbar paradoxe Gleichzeitigkeit von Konzentration

auf einen Punkt und einer Ausdehnung ins Monumentale

verkörpern. Durch diese Gleichzeitigkeit verschieben sich

die Relationen – ein Meer ist so groß wie ein Tropfen, ein

Tropfen so groß wie ein Meer.

Ein Wasserstrudel ist etwa wie ein Trichter. Er zeigt

dieses paradoxe Phänomen, bei dem sich etwas verengt

(fokussiert) und gleichzeitig ausdehnt (vergrößert), je nach

Standpunkt, den jemand, würde man den Strudel einfrieren,

Innen oder Außen einnehmen würde.

Die Kuppel selbst stellt ein unendlich fortsetzbares Geflecht

aus wurzelähnlichen Modulen dar, die von Mangroven inspiriert

und abgeleitet sind. Dieses Geflecht meint ein System,

in das ein Mensch eingebunden ist. Das System hält

ihn einerseits aufrecht, so dass er einen immer größeren

Überblick erhält. Andererseits ist er auf eine Weise mit

dem System verbunden, dass er einer mindestens genauso

großen anderen Welt angehört, die er nicht überblicken

kann, um dessen Tiefe und Ausdehnung er aber weiß.

Die Wasseroberfläche fungiert dabei als eine Art Horizont,

als eine Trennlinie zwischen oben und unten. Sie

könnte theoretisch bis zur Verbindungsstelle der Figuren

ansteigen, und wäre damit annähernd auf Augenhöhe des

Betrachters. Die Wasseroberfläche reflektiert zwar optisch

das, was über ihr ist, in der Wahrnehmung aber, hat sie

eine paradoxe Wirkung, eine Art Tiefensog: Sie führt in die

Tiefe, in eine andere Welt.

Diese Auffassung von Ausdehnung beschränkt sich

nicht nur auf den sinnlich erfahrbaren Raum, sondern lässt

sich selbstverständlich auf die Ausdehnung von Erfahrung

und Wissen übertragen. Welches Wissen wird in der Ausbildung

an der Berufsakademie vermittelt? Welche Erfahrungen

erweitern die gelernten Fakten? Wie bleibe ich aufrecht?

In welchen Momenten dehnt sich die Welt aus?


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Projektbeteiligte Projektdaten Firmenliste

Bauherr

Land Baden-Württemberg,

vertreten durch Vermögen

und Bau Baden-Württemberg,

Amt Freiburg

Planung Gebäude

und Campus

Architekten Prof. Arno Lederer,

Jórunn Ragnarsdóttir,

Marc Oei, Stuttgart

Planung Umbau der

Vermögen und Bau Baden-

Württemberg, Amt Freiburg

Nutzer

Berufsakademie Lörrach

Projektsteuerung und

Planung Außenanlagen

Vermögen und Bau Baden-

Württemberg, Amt Freiburg

Planung Tragwerk

Mohnke Bauingenieure,

Denzlingen

Prüfstatik

Ingenieurbüro Leonhard,

Andrä und Partner, Stuttgart

Planung TGA

Planungsbüro Krebser und

Freyler, Teningen

Energetische Optimierung

Delzer Kybernetik GmbH,

Lörrach

Bauphysik

Bobran Ingenieure,

Stuttgart

Vermessung

Vermessungsamt Stadt

Lörrach

Bauleitung Außenanlagen

Misera, Freiburg

Baugrunduntersuchung

GeoIngenieure Mannsbart,

Schopfheim

Brandschutz

Brandschutzconsult,

Ettenheim

Ingenieurbüro Grefrath,

Sallneck

Sicherheits- und

Gefahrenkoordination

Dekra, Karlsruhe

Vermessung Freiflächen

Ingenieurbüro Gessler,

Freiburg

Modellbau

Richter, Freiburg

Kunst am Bau

Veronika Rettich, Karlsruhe

Neubau Berufsakademie Lörrach

Hauptnutzfläche Neubau 3.987 m²

Bibliothek 645 m 2

Bruttorauminhalt Neubau 33.035 m³

Bibliothek 3.610 m³

Gesamtbaukosten Neubau

18,00 Mio. Euro

Gesamtbaukosten Umbau Bibliothek 0,55 Mio. Euro

Kosten der Erstausstattung

1,28 Mio. Euro

Planungs- und Bauablauf

Architektenwettbewerb März 2003

Genehmigung des Bauantrags April 2003

Genehmigung der HU-Bau Juni 2005

Zustimmung zur Baudurchführung August 2005

Spatenstich / Baubeginn November 2005

Richtfest Juli 2007

Übergabefeier Oktober 2008

Moser GmbH & Co. KG

79249 Merzhausen

Beton- und Stahlbetonarbeiten,

Maurerarbeiten

Anton Linzner

75217 Birkenfeld

Fassadenarbeiten Schiefer

Guttendörfer GmbH & Co.KG

91522 Ansbach

Verglasungsarbeiten

Kuri Holzbau

79650 Schopfheim/Baden

Zimmerarbeiten

Weber GmbH

79111 Freiburg

Gerüstarbeiten

PEWA GmbH

16321 Bernau

Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten

Trockenbau München GmbH

82178 Puchheim

Trockenbauarbeiten

Metallbau Burger GmbH

79106 Freiburg

Metallbau- und Schlosserarbeiten

KFB Köhler GmbH

07407 Uhlstädt/Kirchhasel

Estricharbeiten

Peter Schweitzer

79591 Eimeldingen

Bautrocknung

Stolz GmbH

73240 Wendlingen

Bodenbelagarbeiten

Büscher- Bauelemente GmbH

33729 Bielefeld

Tischlerarbeiten

Ries Akustik-Innenausbau GmbH

86733 Alerheim

Schreinerarbeiten Innenausbau

Schmid Gmbh & Co. KG

79427 Eschbach

Malerarbeiten

Ernst-Otto Klugmann GmbH

01920 Elstra

Fliesen- und Putzarbeiten

Zitzelsberger

79211 Denzlingen

Baureinigung

PK Schlüssel-Zentrale GmbH

79104 Freiburg

Schließanlage

Landschaftsbau Brucker GmbH

79364 Malterdingen

Straßen-, Tief- und Landschaftsbauarbeiten

Schmidt GmbH

79872 Bernau

Anschluss Regenwasserkanal

Badenova

79501 Lörrach

Wasseranschluss

Energiedienst

CH-4310 Rheinfelden

Stromanschluss

Gebäudetechnik EGT GmbH

78098 Triberg

Stark- und Schwachstromarbeiten

Herzog GmbH

79540 Lörrach/ Baden

Sanitärarbeiten

Walter GmbH

79227 Mengen

Heizungsarbeiten

Lödige Aufzugstechnik GmbH

71069 Sindelfingen

Aufzugsanlagen

Blitzschutzbau Heim GmbH

79591 Eimeldingen

Blitzschutz- und Erdungsanlagen

Lutema Klimatechnik GmbH

79576 Weil am Rhein

Lüftungsanlagen


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Lindner Isoliertechnik GmbH

66128 Saarbrücken

Dämmarbeiten Technische Anlagen

Sitzmöbel Pfeiffer GmbH

67659 Kaiserslautern

Hörsaalgestühl

Freundel GmbH

08468 Reichenbach

Verglasungsarbeiten

NextiraOne Deutschland GmbH

70499 Stuttgart

Erweiterung Telekommunikationsanlage

Stemmer GmbH & Co KG

82140 Olching

Aktive EDV-Komponenten

Mäder GmbH

77716 Haslach

Bauschild

König und Neuraht

61184 Karben

Büromöbel

Purist GmbH

70439 Stuttgart

Stühle und Bürostühle

VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken

GmbH

97941 Tauberbischofsheim

Möblierung der Seminar- und

Unterrichtsräume

Haid KG

72793 Pfullingen

Labormöbel Maschinenbau

ELABO GmbH

74564 Crailsheim

Labormöbel Elektrotechnik

Schulz Speyer AG

67346 Speyer

Schrankanlagen

Duraplan GmbH

80807 München

Schultafeln und Projektionsflächen

Umbau der Turnhalle zur Bibliothek

Tausend GmbH

90574 Großweismannsdorf Rosstal

Demontagearbeiten

Schmidt-Bau GmbH

79872 Bernau

Abbrucharbeiten, Maurer- und

Beton-arbeiten

Schäfer

79418 Schliengen

Betonsanierung

Kircheis & Partner

08352 Langenberg

Gerüstbauarbeiten

Industrie Service GmbH

79650 Schopfheim

Stahlbau- und Schlosserarbeiten

Kessler

79686 Hasel

Zimmerarbeiten

Kessler GmbH

79418 Schliengen

Estricharbeiten

Füchsle GmbH

89555 Steinheim

Tischlerarbeiten

Kuhn

79285 Ebringen

Bodenbelagsarbeiten

Elektro Geppert

79206 Breisach

Stark- und Schwachstromarbeiten

Wasmer

79733 Görwihl

Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten

Kone GmbH

79282 Ballrechten-Dottingen

Bücheraufzug

Schulz Speyer

67327 Speyer

Regalanlagen

Abbruch Pavillon

Concept

79189 Bad Krozingen

Abbruch Pavillon

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