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Protokoll von 2010-10-04 (260 KB) - .PDF - Mattsee

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Marktgemeindeamt <strong>Mattsee</strong><br />

Gemeindeweg 1, 5163 <strong>Mattsee</strong>, Tel.: 06217 7885-0, Fax: 06217 7885-16<br />

E-Mail: marktgemeinde@mattsee.at, Web: www.mattsee.at<br />

Niederschrift<br />

über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung der Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong> am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong>,<br />

um 19:00 Uhr im Sitzungszimmer der Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong>.<br />

Die Mitglieder der Gemeindevertretung wurden mit Sitzungseinladung rechtzeitig unter Bekanntgabe<br />

der Tagesordnung nachweislich verständigt bzw. eingeladen.<br />

Zl.<br />

Tagesordnungspunkte<br />

Öffentlicher Teil<br />

1. Begrüßung, Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit<br />

2. Ergänzung der Tagesordnung<br />

2.1. Ergänzung der Tagesordnung - Top <strong>10</strong> (öffentlicher Teil) Schulkindgruppe (lt. § 25 Abs. 8 GdO)<br />

2.2. Ergänzung der Tagesordnung - Top 2 (nicht öffentlicher Teil) Schloss (lt. § 25 Abs. 8 GdO)<br />

3. Anfragen <strong>von</strong> Gemeindebürgern zu den Tagesordnungspunkten<br />

4. Anerkennung/Richtigstellung der 4. Niederschrift vom 5.7.<strong>20<strong>10</strong></strong> der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung<br />

gemäß § 15 Geschäftsordnung<br />

5. Bericht <strong>von</strong> Herrn Mag. Uwe Grinzinger / Naturpark Buchberg<br />

6. Raumordnung<br />

6.1. REK - Überarbeitung; Generelle Überarbeitung oder Teilabänderung<br />

6.2. Stockschützenhalle - Änderung Flächenwidmungsplan und Aufstellung Bebauungsplan<br />

7. Mustafa Ustaoglu, Passauerstraße 2a, 5163 <strong>Mattsee</strong>: - Berufung gegen Bescheid der Marktgemeinde<br />

<strong>Mattsee</strong> - Vorschreibung Sachverständigengebühren für Gutachten im Feststellungsverfahren<br />

§ 40 Abs. 1 LSTrG:<br />

8. Mustafa Ustaoglu, Passauerstr. 2a, 5163 <strong>Mattsee</strong> - Berufung gegen Bescheid der MG-<br />

<strong>Mattsee</strong>. Feststellungsverfahren § 40 Abs. 1 u. Abs. 1b - Fußgängerpassage<br />

9. "Winterlinde und Stieleiche" am Schlossberg: Erklärung zu "Geschützten Naturgebilden <strong>von</strong><br />

örtlicher Bedeutung" - Beschlussfassung


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

<strong>10</strong>. Neuorganisation der Schulkindbetreuung<br />

11. Berichte des Bürgermeisters<br />

12. Berichte aus den Ausschüssen<br />

13. Sonstiges öffentlicher Teil<br />

Teilnehmer<br />

Anwesend sind:<br />

ordentliche Mitglieder:<br />

Herr BGM Matthäus Maislinger ÖVP<br />

Herr VBGM Stefan Handlechner ÖVP<br />

Frau GR Christina Tscherteu ÖVP<br />

Herr GR Rene Kuel<br />

ÖVP<br />

Herr GR Herbert Mack<br />

ÖVP<br />

Frau GR Margarethe Költringer ÖVP<br />

Herr GV Alexander Kogler<br />

ÖVP<br />

Herr GV Günther Söllner<br />

ÖVP<br />

Herr GV Josef Brandhuber<br />

ÖVP<br />

Herr GV Paul Sturm ÖVP anwesend ab 22.00 Uhr<br />

Herr GV Christoph Oberwalder ÖVP<br />

Frau GV Anna Plank<br />

ÖVP<br />

Frau GV Alexandra Moser<br />

SPÖ<br />

Herr GV Michael Schwarzmayr SPÖ<br />

Herr GV Hermann Steiner FPÖ verlässt um 21.52 die Sitzung<br />

Frau GV Petra Adelsberger GRÜNE<br />

Herr GV Robert Bacher GRÜNE anwesend ab 19.30 Uhr<br />

Sachverständiger:<br />

Frau Dipl.-Ing. Verena Hitsch<br />

Schriftführer:<br />

Herr AL Johann Hofbauer<br />

Abwesend sind:<br />

ordentliche Mitglieder:<br />

Frau GV Gerlinde Grabner ÖVP entschuldigt<br />

Herr GR Andreas Lackner SPÖ entschuldigt<br />

Öffentlicher Teil<br />

1. Begrüßung, Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit<br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Auszahlung Sitzungsgeld Frau Michaela Iglhauser, 06.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong>


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Allgemeine Verwaltung<br />

2. Ergänzung der Tagesordnung<br />

2.1. Ergänzung der Tagesordnung - Top <strong>10</strong> (öffentlicher Teil) Schulkindgruppe (lt. § 25 Abs.<br />

8 GdO)<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Diesen Tagesordnungspunkt aufzunehmen.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Ergänzung der Tagesordnung – Top <strong>10</strong> (öffentlicher Teil) Schulkindgruppe (lt. § 25 Abs. 8 GdO)<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

15 dafür Bgm Maislinger, Adelsberger, Brandhuber, Handlechner, Kogler, Költringer,<br />

Kuel, Mack, Moser, Oberwalder, Plank, Schwarzmayr, Söllner, Steiner,<br />

Tscherteu<br />

0 dagegen<br />

Der Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

2.2. Ergänzung der Tagesordnung - Top 2 (nicht öffentlicher Teil) Schloss (lt. § 25 Abs. 8<br />

GdO)<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Diesen Tagesordnungspunkt aufzunehmen.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Ergänzung der Tagesordnung - Top 2 (nicht öffentlicher Teil) Schloss (lt. § 25 Abs. 8 GdO)<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

15 dafür Bgm Maislinger, Adelsberger, Brandhuber, Handlechner, Kogler, Költringer,<br />

Kuel, Mack, Moser, Oberwalder, Plank, Schwarzmayr, Söllner, Steiner,<br />

Tscherteu<br />

0 dagegen<br />

Der Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

3. Anfragen <strong>von</strong> Gemeindebürgern zu den Tagesordnungspunkten<br />

Herr Gerhard Schöchl informiert über die Gründe der damaligen Ausschreibung (2008) bzgl. Vergabe<br />

der Schlossverwaltung.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

4. Anerkennung/Richtigstellung der 4. Niederschrift vom 5.7.<strong>20<strong>10</strong></strong> der öffentlichen Gemeindevertretungssitzung<br />

gemäß § 15 Geschäftsordnung<br />

Bgm Maislinger weist auf die neue Gestaltung des Amtsvorschlages hin.<br />

Persönliche <strong>Protokoll</strong>ierung <strong>von</strong> Wortmeldungen der Gemeindevertretungsmitglieder sind vom jeweiligen<br />

Gemeindevertretungsmitglied vorher genau zu formulieren (diese sind dem Schriftführer<br />

wörtlich zu diktieren; nachträglich ist dies nicht mehr möglich).<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Der 4. Niederschrift vom 5.7.<strong>20<strong>10</strong></strong> wird in der vorgelegten Form (bzw. mit Berücksichtigung der eingebrachten<br />

Einwendungen) zugestimmt.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Der 4. Niederschrift vom 5.7.<strong>20<strong>10</strong></strong> wird in der vorgelegten Form zugestimmt.<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

15 dafür Bgm Maislinger, Adelsberger, Brandhuber, Handlechner, Kogler, Költringer,<br />

Kuel, Mack, Moser, Oberwalder, Plank, Schwarzmayr, Söllner, Steiner,<br />

Tscherteu<br />

0 dagegen<br />

Der Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Ablage<br />

Frau Michaela Iglhauser, 13.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Allgemeine Verwaltung<br />

5. Bericht <strong>von</strong> Herrn Mag. Uwe Grinzinger / Naturpark Buchberg<br />

Sachverhalt:<br />

Tätigkeitsbericht Naturpark Buchberg <strong>10</strong>/<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Förderungen<br />

• Umsetzung & fördertechn. Abwicklung der beiden Leader-<br />

Projekte 2009-13(laufend)<br />

• Finanzverhandlungen mit Land Salzburg, Abt. 4 & 13, Anpassen Finanzplan (laufend)<br />

• Zwischenabrechnung/Auszahlungsansuchen 09/<strong>20<strong>10</strong></strong> mit Abt. 4 & 13 (abgeschlossen)<br />

Naturraummaßnahmen<br />

• Ausarbeiten Wald-Maßnahmenkonzept & Abstimmen mit Forstbehörde (abgeschlossen)<br />

• Waldumwandlung ÖNB-Fläche:<br />

o Durchforstung v. 3 Flächen auf Buchberggipfel & -plateau (abgeschlossen)<br />

o Schaffen <strong>von</strong> Sichtachsen zum Erhalt der Aussicht (abgeschlossen)<br />

→ Siehe


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Der_Naturpark_Buchberg_sorgt_fuer_Durchblic<br />

k<br />

o Pflanzung <strong>von</strong> rd. 300 Stück Junggehölzen auf den Durchforstungsflächen am 27. <strong>04</strong>.<br />

<strong>20<strong>10</strong></strong> (Mischwaldförderung bzw. für künftige Schaugehölzfläche)<br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Gehoelz-<br />

Pflanzaktion_Naturpark_Buchberg<br />

o Brombeerbekämpfung & Jungpflanzen-Freistellen am 06. 09. <strong>20<strong>10</strong></strong><br />

→ Siehe<br />

www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Brombeerbekaempfung_im_Naturpark_Buchber<br />

g<br />

o Anlage eines Weges auf der künftigen Schaugehölzfläche (abgeschlossen)<br />

o Ansuchen um Erholungswald-Erklärung lt. ForstG für ÖNB-Wald (abgeschlossen)<br />

• Freistellen/Ausmähen Isslers Bärlapp (laufend)<br />

• Vorarbeiten für BesucherInnenlenkungsplan Buchberg (v. a. hinsichtlich Mountainbiking)<br />

- unter Einbeziehen <strong>von</strong> Tourismusverbänden, Jägern, Wanderern, Radfahrern, Reitern, ...)<br />

Infrastruktur<br />

• Instandhaltung Wegenetz (Behebung <strong>von</strong> Schäden/Gefahrenstellen) (laufend)<br />

• Begehen der 6 Themenwege sowie des Gipfelrundweges durch GF (abgeschlossen):<br />

o Kontrolle auf Schäden, Unklarheiten, etc. (Wege, Beschilderung, ...)<br />

o GPS-Vermessung aller 7 Wege & jedes Infrastruktur-Elementes<br />

o Foto-Dokumentation aller Infrastruktur-Elemente am Buchberg<br />

(Schilder inkl. Aufschrift und Standort, Bänke, Spielgeräte, Parkplätze, ...)<br />

• Erstellen eines Infrastruktur-Maßnahmenplans mit Prioritätenreihung (abgeschlossen)<br />

• Sicherheitstechn. Anpassung des Aussichtsturmes am Buchbergplateau (Aufstieg)<br />

• Gestaltung <strong>von</strong> 3 kombinierten Info-/Schutzgebietstafeln (abgeschlossen) & Aufstellen am<br />

Buchberg (in Kürze)<br />

• Zielgruppengerechte umweltpädagogische Schaugehölz-Vermittlung am Buchbergplateau<br />

(grafische & inhaltliche Konzeption) (aktuell im Anlaufen)<br />

Veranstaltungen<br />

• Veranstaltungsprogramm: Schrittweise Weiterentwicklung<br />

• Durchgeführte Veranstaltungen:<br />

o Infoabend „Vermarktung lokaler Naturparkprodukte“ (19. 02. <strong>20<strong>10</strong></strong>)<br />

o „Tag der Sonne“, 07. 05. <strong>20<strong>10</strong></strong>: Teilnahme mit Informationsstand<br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Bildergalerie_-<br />

_Tag_der_Sonne_07._05._<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

o „Tag der Natur“, 18. 06. <strong>20<strong>10</strong></strong>:<br />

Erlebnisführungen mit 6 Klassen (rd. 80 SchülerInnen) der VS <strong>Mattsee</strong><br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Naturpark_Buchberg_-<br />

_Bildergalerie_Tag_der_Natur_<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

• Naturparkführungen:<br />

o Naturpark-Erlebnisführung für 2 Klassen der Volksschule Hallwang (06. 07. <strong>20<strong>10</strong></strong>)<br />

→ Siehe<br />

www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Volksschule_Hallwang_zu_Besuch_im_Naturpar<br />

k_Buchberg<br />

o Aufbau eines FührerInnen- und ReferentInnenpools aus der Region (laufend)<br />

- Kontakt InteressentInnen, Erheben möglicher Angebote (laufend)<br />

- 2 Infoabende für Naturpark-InteressentInnen (17. 03. <strong>20<strong>10</strong></strong>, 06. 05. <strong>20<strong>10</strong></strong>)<br />

- Koordination & Hilfestellung hinsichtl. Ausbildungen/Förderungen (laufend)<br />

o Internes Weiterbildungsseminar zu Natur & Kultur am Buchberg (in Vorbereitung)


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

o Ausarbeiten eines Honorarschemas für Naturparkführungen (läuft dzt.)<br />

• Laufende & kommende Veranstaltungen <strong>20<strong>10</strong></strong><br />

o Fotowettbewerb der Szbg. Naturparke zum Int. Jahr der Biodiversität <strong>20<strong>10</strong></strong> (läuft)<br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Fotowettbewerb_Buchberg-<br />

Vielfalt_in_Salzb._Naturparken<br />

o Naturfotoworkshops am Buchberg (16. – 17. <strong>10</strong>. <strong>20<strong>10</strong></strong>)<br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Veranstaltungen/Naturfotoworkshop_-<br />

_Herbstmomente_im_Naturpark<br />

o Tagung „Tagestourismus & Naherholung“ (12. 11. <strong>20<strong>10</strong></strong>, Schloss) – (in Vorbereitung)<br />

Öffentlichkeitsarbeit<br />

• Web<br />

o Konzeption, Aufbau & laufende Betreuung <strong>von</strong> www.naturpark-buchberg.at<br />

o Konzeption der „Internet-End-Ausbaustufe“, Angebote einholen (abgeschlossen)<br />

o Verankerung <strong>von</strong> Buchberg-Infos auf anderen Websites (laufend)<br />

• Print<br />

o Verfassen <strong>von</strong> Artikeln zum Naturpark Buchberg in Print-Medien<br />

o Broschüre „Österreichische Naturparke“ (Hrsg.: Verband d. Naturparke Österr.)<br />

• Aufbau eines professionellen Bildarchivs (laufend)<br />

Sonstige Maßnahmen<br />

• Koordination<br />

o Laufend & bedarfsorientiert mit Gemeinde <strong>Mattsee</strong>, Land Salzburg, Regionalverband<br />

Salzburger Seenland, TVBs, Verband der Naturparke Österreichs, Salzburger Naturparke<br />

(Riedingtal, Weißbach), <strong>Mattsee</strong>r AkteurInnen & Vereine, Berg- und Naturwacht,<br />

Jägerschaft, ...<br />

→ Schrittweise Übernahme einer „Drehscheiben-Funktion“ durch den Naturpark Buchberg<br />

in lokalen und regionalen Netzwerken.<br />

• Bürobetrieb<br />

o Einrichtung eines Naturparkbüros im Gemeindeamt <strong>Mattsee</strong> (<strong>10</strong>/09 – 08/<strong>10</strong>)<br />

o Übersiedlung des Naturparkbüros → TVB <strong>Mattsee</strong> (aktuell im Gange)<br />

o Laufender Bürobetrieb (Anfragebeantwortung, Berichte, Mitgliederverwaltung, ...)<br />

o Buchhaltung<br />

o Abwickeln vereinsrechtlicher Aufgaben (Vorstandssitzungen, GV, ...)<br />

o Aufbau <strong>von</strong> Adressdatenbanken und -verteilern (Post & E-Mail)<br />

• Mitgliederentwicklung<br />

o Aktives Akquirieren <strong>von</strong> Mitgliedern, SpenderInnen & SponsorInnen<br />

→ Erhöhung der Mitgliederzahl im Verein Naturpark Buchberg <strong>von</strong> 50 Personen<br />

(11/2009) auf <strong>10</strong>3 Personen (09/<strong>20<strong>10</strong></strong>).<br />

• Wettbewerbe<br />

o Teilnahme am Biodiversitäts-Wettbewerb „vielfaltleben-Gemeindechampion“<br />

→ Siehe www.naturparke.at/de/Neuigkeiten/Buchberg_Wird_<strong>Mattsee</strong>_vielfaltleben-<br />

Gemeindechampion<br />

Ausblick<br />

Voraussichtliche Arbeitsschwerpunkte im Winterhalbjahr <strong>20<strong>10</strong></strong>/11:<br />

• Ausarbeiten eines Veranstaltungsprogramms 2011<br />

• Nachbessern im Bereich Infrastruktur (Schilder, etc.) lt. Maßnahmenkonzept<br />

• Nachpflanzung im Bereich der Schaugehölzfläche und der Sichtachsen.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

• Inhaltliche & grafische Gestaltung der umweltpädagogischen Präsentation für die Schaugehölzfläche<br />

am Buchbergplateau<br />

• Anfertigung & Aufstellen des Singer-Brunnens<br />

• Ausbau des Internet-Auftrittes<br />

• Gestaltung einer Image-Präsentation (Bild & Ton)<br />

• Ev. Gestaltung & Druck <strong>von</strong> 1-2 Foldern<br />

• Ev. Entwickeln eines Corporate Design-Konzeptes für Print, Web & Outdoor-Einrichtungen<br />

Aufgabenprofil Geschäftsführer (Auswahl)<br />

I. Laufende Büroarbeiten<br />

• Einrichtung eines Naturparkbüros im Gemeindeamt <strong>Mattsee</strong> (Nov. 2009 – Aug. <strong>20<strong>10</strong></strong>)<br />

• Übersiedlung des Naturparkbüros zum TVB <strong>Mattsee</strong> (aktuell)<br />

• Korrespondenz, Berichte (Förderungen, Einreichunterlagen, ...), <strong>Protokoll</strong>e<br />

• Mitgliederverwaltung & -betreuung<br />

• Aufbau & Betreuung <strong>von</strong> Adressdatenbanken & -verteilern (Post, Mail)<br />

• Aufbau eines professionellen Bildarchivs<br />

II. Finanzen<br />

• Zahlungsverkehr (Überweisungen, etc.)<br />

• Buchhaltung<br />

• Fördertechnische Abwicklung der beiden Leader-Projekte 2009-13<br />

• Verhandlungen/Abstimmung mit den Förderabteilungen des Landes Salzburg<br />

• Förderabrechnungen & Beantragen <strong>von</strong> -auszahlungen<br />

• Überarbeiten der Leader-Finanzpläne<br />

• Einholen <strong>von</strong> Kostenvoranschlägen<br />

• Werben <strong>von</strong> Mitgliedern und SponsorInnen, Vorschreibung der Mitgliedsbeiträge<br />

III. Informationsstelle, Öffentlichkeitsarbeit<br />

• Naturpark-Ansprechperson nach außen<br />

• Anfragebeantwortung schriftlich & telefonisch<br />

• Konzeption, Aufbau & laufende Betreuung <strong>von</strong> www.naturpark-buchberg.at<br />

• Pressearbeit (Artikel in Printmedien, ...)<br />

• Erstellen <strong>von</strong> Broschüren, Foldern, ...<br />

• Gestaltung <strong>von</strong> Infotafeln<br />

IV. Veranstaltungen<br />

• Aufbau & Weiterentwicklung des Naturpark-Veranstaltungesprogrammes<br />

• Organisation, Kalkulation & Durchführung <strong>von</strong> Veranstaltungen<br />

(z. B. <strong>20<strong>10</strong></strong>: Erlebniswanderungen mit Schulklassen, Fotowettbewerb, Fotoworkshop, Naherholungstagung,<br />

Infoabend regionale Produkte)<br />

• Aufbau & Betreuung eines regionalen NaturführerInnen-/ReferentInnen-Pools<br />

(z. B. <strong>20<strong>10</strong></strong>: Kontakt interessierter Personen, Koordination inhaltlicher Schwerpunkte, Beratung<br />

hinsichtlich Ausbildungen & Förderungen, Honorarschema, Organisation Weiterbildungsseminar,<br />

Arbeitsmittel für Führungen, ...)<br />

V. Vereinsrechtliches<br />

• Regelmäßige Koordination mit dem Vereinsvorstand


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

• Vor- & Nachbereiten <strong>von</strong> Vorstandssitzungen, Generalversammlung, ...<br />

• Erstellen eines jährlichen Arbeitsprogramms – in Abstimmung mit dem Vereinsvorstand<br />

VI. Naturpark-Infrastruktur<br />

• Erhebung des Bestandes (Wege, Bänke, Tafeln, Spielgeräte, Turm, ...)<br />

• Kontrolle des Zustandes (persönlich & Einholen <strong>von</strong> Rückmeldungen)<br />

• Infrastruktur-GPS-Vermessung & -Fotodokumentation<br />

• Erstellen Infrastruktur-Maßnahmenkonzept<br />

• Veranlassen <strong>von</strong> Ausbesserungs- & Nachrüstungsarbeiten<br />

• Anpassen an sicherheitstechn. Vorgaben & Absicherung mittels Haftpflichtversicherung.<br />

• Entwickeln eines durchgehenden umweltverträglichen Besucherleitsystems<br />

(Anreise, Besuch, Abreise)<br />

VII. Regionale Kooperationen<br />

• Zusammenarbeit mit lokalen/regionalen AkteurInnen,<br />

(z. B. Gemeinde, Regionalverband, GrundbesitzerInnen/LandwirtInnen, TVB, Gastwirte, Beherberger,<br />

NaturführerInnen, Vereine, Schutzgebietsbetreuung Flachgau, Berg- & Naturwacht,<br />

Jägerschaft, ...)<br />

• Übernahme einer Netzwerkfunktion zur Förderung lokaler/regionaler Initiativen<br />

• Touristische Aufbereitung des Naturparks – in Abstimmung mit TVBs <strong>Mattsee</strong> & Salzburger<br />

Seenland<br />

• Entwickeln eines Lösungsmodells für Rad- & Reittouren am Buchberg – in Zusammenarbeit<br />

mit allen relevanten Interessensgruppen<br />

VIII. Überregionale Koordination<br />

• Inhaltliche Koordination/Abstimmung mit überregionalen PartnerInnen<br />

(z. B. Verband der Naturparke Österreichs, Salzburger Naturparke, Land Salzburg, ...)<br />

IX. Naturraummaßnahmen<br />

• Inhaltliche & personelle Koordination<br />

(z. B. <strong>20<strong>10</strong></strong>: Waldumwandlung, Durchforstung, Schaffung <strong>von</strong> Sichtachsen, Bepflanzungsaktion,<br />

Ansuchen Erholungswalderklärung, Abstimmung mit Forstbehörde, Erstellen Waldmaßnahmenplan)<br />

• Umweltpädagogische Gestaltung einer Gehölzschau am Buchberg<br />

Ergänzung BGM:<br />

• Anbindung des Naturparkes an den Ort – auch in der Bewerbung - ist wichtig;<br />

• Verbesserung des Leitsystems durch eine überarbeitete Beschilderung ist 2011 Schwerpunkt<br />

im Leader-Programm des Regionalverbandes und soll auch für unsere Gemeinde über den<br />

Naturpark hinaus ein Schwerpunkt sein;<br />

• Die räumliche Nähe des Naturparkes zum Ort und die Attraktivität des Ortes ist auch für den<br />

Naturpark ein wesentlicher Vorteil; dies wird auch im Mobilitätskonzept angedacht;<br />

• Dank an Geschäftsführer, Obmann und Vorstand.<br />

Obmann VBGM Handlechner:<br />

sicherheitstechnische Anpassung der Aussichtsplattform am Plateau erfolgt; im Bereich des Schauweges<br />

wurden Brombeeren ausgejätet und Neupflanzungen durchgeführt; Themenwegebesichtigung<br />

mit Maringer zwecks Sanierungen durchgeführt; Felber Rupert wurde als <strong>10</strong>0. Mitglied des Natur-


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

park-Vereines <strong>von</strong> Direktor Maringer ( Vater des Naturparkes) geworben; Obmann will Turmprojekt<br />

vorantreiben; Mitgliederwerbung weiteres Ziel; Schulen bewerben für Schulwandertage im Naturpark<br />

6. Raumordnung<br />

6.1. REK - Überarbeitung; Generelle Überarbeitung oder Teilabänderung<br />

Sachverhalt:<br />

Vorinformationen aus diversen <strong>Protokoll</strong>en:<br />

GV Sitzung vom 17.7.<strong>20<strong>10</strong></strong>:<br />

Als Grundlage für die Entscheidung ob eine REK-Teiländerung oder eine generelle Änderung gem.<br />

ROG 2009 erfolgen soll, wird einerseits der Überprüfungsbericht (Top 1) herangezogen, anderseits<br />

sind die Kosten für die generelle Überarbeitung maßgebend.<br />

Laut der letzten RO-Ausschusssitzung sollen<br />

1) bis zur Entscheidung durch die GV die Kosten für die generelle Überarbeitung vorgelegt werden<br />

(für die Teiländerung sind sie ja schon bekannt) und<br />

2) soll den GemeindevertreterInnen mehr Zeit zur Entscheidungsfindung gegeben werden, daher die<br />

Entscheidung auf die nächste GV-Sitzung vertagt werden<br />

Die Kosten für die Teiländerung belaufen sich lt. bereits vorliegenden Angeboten auf<br />

a) Teiländerung nach ROG alt: EUR 19.656,00 Brutto<br />

b) Gesamtüberarbeitung nach ROG 2009 (Neu): EUR 32.326,80 Brutto<br />

wobei lt. Frau Hitsch die Kosten für die Strukturuntersuchung (9.235,86 Brutto) bereits bezahlt sind.<br />

Frau DI Hitsch erläutert noch einmal die Vor- u. Nachteile der einzelnen Änderungsvarianten, wobei<br />

sie besonders auf die Übergangsbestimmungen im neuen ROG hinweist, wonach ab 2015 REK-<br />

Änderungen nur mehr nach den Bestimmungen den ROG 2009 möglich sind.<br />

Wie vom RO-Ausschuss vorgeschlagen, wird beschlossen, der GV mehr Zeit für die Entscheidung<br />

über die weitere Vorgangsweise zu gegeben und die Entscheidung auf die erste Sitzung nach der<br />

Sommerpause zu vertagen.<br />

Nachsatz Frau DI Hitsch: Die Angebote für beide Varianten bleiben bis zur Entscheidung aufrecht<br />

Ausschusssitzung am 16.9.<strong>20<strong>10</strong></strong>:<br />

Auf Grund der Aussetzung der Entscheidung in der letzten GV-Sitzung bis nach der Sommerpause soll<br />

nunmehr endgültig über die weitere Vorgangsweise für REK-Änderung entschieden werden.<br />

Dazu erläutert Frau DI Hitsch nochmals die einzelnen möglichen Varianten für die REK-Änderungen<br />

Die Aufstellung eines genauen Zeitplanes derzeit nicht möglich, da es derzeit noch keine Erfahrung<br />

über den Ablauf gibt. Man kann jedoch da<strong>von</strong> ausgehen, dass eine generelle Überarbeitung ca. 2<br />

Jahr, eine Teilabänderungen ca. 1,5 Jahre dauert.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Es wird eine generelle Überarbeitung durchgeführt. Diese soll in den Jahren 2011 und 2012 erfolgen.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Frau DI Hitsch wird einen Kostenvorschlag über die finanzielle Aufteilung der Kosten vorbereiten, die<br />

im Mittelfristigen Finanzplan berücksichtigt werden sollen.<br />

Sollten zwischenzeitlich Teiländerungen dringend nötig sein, werden diese kurzfristig abgewickelt.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

generelle Überarbeitung des Flächenwidmungsplanes für 2011 und 2012; Berücksichtigung der<br />

Kosten im Mittelfristigen Finanzplan;<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

16 dafür Bgm Maislinger, Adelsberger, Bacher, Brandhuber, Handlechner, Kogler,<br />

Költringer, Kuel, Mack, Moser, Oberwalder, Plank, Schwarzmayr, Söllner,<br />

Steiner, Tscherteu<br />

0 dagegen<br />

Der Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Mittelfristiger Finanzplan<br />

Frau Michaela Iglhauser, 29.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Allgemeine Verwaltung<br />

6.2. Stockschützenhalle - Änderung Flächenwidmungsplan und Aufstellung Bebauungsplan<br />

Sachverhalt:<br />

Nach der Änderung des Räumlichen Entwicklungskonzeptes wurde nunmehr auf dieser Grundlage,<br />

sowie unter Zugrundelegung des Ergebnisses der Schallimmissionsberechnung durch die Bautechnische<br />

Versuchs- u. Forschungsanstalt Salzburg mit Kundmachung vom 16.7.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

a) der Entwurf zur Änderung des Flächenwidmungsplanes und<br />

b) der Entwurf des Bebauungsplanes der Grundstufe<br />

aufgelegt.<br />

Während der Auflagefrist gingen rechtzeitig Einwendungen der Anrainer<br />

Walter und Magdalena Stepan – vertreten durch RA Dr. Michael Müller<br />

Jochen Korb<br />

Hofmann Peter und Gertrude<br />

Lampelmaier Helmut<br />

ein.<br />

Diese Einwendungen wurden <strong>von</strong> unserer Raumordnungssachverständigen Frau DI Verena Hitsch –<br />

Büro Allee42 - sachlich geprüft und dazu folgender Vorschlag für die Behandlung der Einwendungen<br />

vorbereitet (siehe dazu Anlage 1 „FWP-Änderung und Bebauungsplan Sonderflächen Stockschützen“)<br />

In der Sitzung des Ausschusses für Raumordnung und Infrastruktur am 16.9.<strong>20<strong>10</strong></strong> wird der Gegenstand<br />

vorberaten. Dazu werden u.a. die Einwendungen verlesen, auch die zusätzliche Stellungnahme<br />

<strong>von</strong> Dr. Müller im Auftrag der Ehegatten Stepan vom 26.8.<strong>20<strong>10</strong></strong> (Email). Ebenso auch der Vorschlag<br />

<strong>von</strong> Frau DI Hitsch für die Behandlung der Einwendungen<br />

Nach kurzer Diskussion ergeht folgender Vorschlag des Ausschusses an die Gemeindevertretung:<br />

Den Einwendungen der Anrainer wird lt. Vorschlag <strong>von</strong> Frau DI Hitsch, der zur eigenen Meinung er-


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

klärt wird, nicht stattgegeben und die Änderung des Flächenwidmungsplanes sowie der Bebauungsplan<br />

in der vorliegenden Form beschlossen. Bezüglich des Bebauungsplanes wird auf die „Besonderen<br />

Festlegungen BF 1 und BF 2 sowie das Pflanzgebot“ hingewiesen.<br />

Kurzzusammenfassung <strong>von</strong> DI Hitsch (Örtliche Raumplanung)<br />

Ergänzende Informationen des Bürgermeisters zu den schriftlichen Einwendungen:<br />

Zustimmung der betroffenen Pächter Alterdinger und Fischinger für die Situierung der Stockschützenhalle<br />

und damit Sicherstellung des dafür erforderlichen Grundstücks liegt vor.<br />

Hr. Piech hat Interesse am Erwerb der alten Schuhfabrik zur Ausstellung seiner Oldtimer; im Falle des<br />

Erwerbs würde dieser die dafür geeignete rückwärtige Halle den Stockschützen zur Nutzung anbieten;<br />

im Kellerbereich könnte der OTMV <strong>Mattsee</strong> ihre Oldtimer-Traktoren unterbringen;<br />

Das Verhandlungsergebnis <strong>von</strong> Hr. Piech mit Hr. Stepan ist abzuwarten; Termin voraussichtlich Ende<br />

Oktober. Überlegungen bezüglich einer möglichen Unterstützung dieses wünschenswerten Vorhabens<br />

werden angestellt. Diesbezügliche Anregungen sind erwünscht.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Die Gemeindevertretung schließt sich vollinhaltlich dem Vorschlag <strong>von</strong> Frau DI Hitsch zur Behandlung<br />

der Anrainer-Einwendungen an und macht diese zur eigenen Meinung. Den Einwendungen wird somit<br />

nicht stattgegeben und<br />

a) die Änderung des Flächenwidmungsplanes in der vorliegenden Form, sowie<br />

b) der Bebauungsplan in der vorliegenden Form mit den besonderen Festlegungen BF 1 und<br />

BF 2 sowie dem Pflanzgebot<br />

beschlossen<br />

Antrag GV Steiner auf Beschlussfassung:<br />

Umwidmung Stockschützenhalle und Bebauungsplan Absetzung <strong>von</strong> der Tagesordnung; Vertagung<br />

auf die nächste GV-Sitzung infolge der Informationen über neuen möglichen Standort; mit einer<br />

Beschlussfassung der Umwidmung gibt sich die Gemeinde Möglichkeiten aus der Hand.<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

3 dafür Steiner, Bacher, Adelsberger<br />

13 dagegen BGM Maislinger, Tscherteu, Kuel, Mack, Költringer, Kogler, Söllner, Brandhuber,<br />

Handlechner, Oberwalder, Plank, Moser, Schwarzmayr<br />

Der Vorsitzende stellt die mehrheitliche Ablehnung fest.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Antrag lt. RO-Ausschuss-Empfehlung<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

12 dafür BGM Maislinger, Tscherteu, Kuel, Mack, Költringer, Kogler, Söllner, Brandhuber,<br />

Handlechner, Oberwalder, Moser, Schwarzmayr<br />

4 dagegen Adelsberger, Bacher, Plank, Steiner<br />

Der Vorsitzende stellt die mehrheitliche Annahme fest.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Weiterleitung des Aktes an die Aufsichtsbehörde Herr BAL Franz Maislinger, 22.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Bauamt<br />

7. Mustafa Ustaoglu, Passauerstraße 2a, 5163 <strong>Mattsee</strong>: - Berufung gegen Bescheid der<br />

Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong> - Vorschreibung Sachverständigengebühren für Gutachten im<br />

Feststellungsverfahren § 40 Abs. 1 LSTrG:<br />

Sachverhalt:<br />

BGM Maislinger ist zu diesem Tagesordnungspunkt als Zeuge im gegenständlichen Verfahren befangen.<br />

Vize BGM Handlechner als Vertretung des Bürgermeisters und Bescheid unterzeichnendes Organ<br />

für die Gemeindevertretung ebenfalls befangen. Beide verlassen den Sitzungssaal. GR Tscherteu<br />

übernimmt für diesen TOP den Vorsitz.<br />

Vom ausgewiesenen Rechtsvertreter Dr. Rudolf Höpflinger ist im Zuge des Feststellungsverfahrens<br />

gem. § 40 Abs. 1 Landesstraßengesetz die Einholung eines Sachverständigengutachtens hinsichtlich<br />

des Verkehrsaufkommens in der Fußgänger-Passage - insbesondere in den letzten 20 Jahren - der<br />

Liegenschaft „Passauer Straße 2a“ angefordert worden.<br />

Dafür sind Sachverständigengebühren angefallen, die vom Einschreiter mit folgenden Argumenten<br />

beeinsprucht werden:<br />

In seiner Berufung vom 21.7.<strong>20<strong>10</strong></strong> hält der Berufungswerber grundsätzlich fest, dass die belangte<br />

Behörde, wenn die Aufnahme eines Beweises durch Sachverständige notwendig ist, gemäß § 52 Abs.<br />

1 AVG die der Behörde beigegebenen oder zur Verfügung stehenden amtlichen Sachverständigen<br />

(Amtssachverständige) beizuziehen hat.<br />

Dazu wird seitens der Berufungsbehörde festgestellt, dass weder die Behörde 1. Instanz = Marktgemeinde<br />

<strong>Mattsee</strong> noch die für die Gemeinden zuständige Bezirksverwaltungsbehörde über amtliche<br />

Sachverständige verfügen.<br />

Aus diesem Grunde ist DI. Peter Rettenbacher gem. § 52 Abs. 2 und 4 AVG 1991 idgF. mit Bescheid<br />

vom 19.9.2007 zum nicht amtlichen Sachverständigen im Feststellungsverfahren § 40 Abs. 1 lit. b)<br />

LStrG. 1972 idgF. Mustafa Ustaoglu, Passauer Straße 2a, 5163 <strong>Mattsee</strong>, Fußgängerpassage auf GP.<br />

532, EZ 812 KG <strong>Mattsee</strong>, bestellt worden.<br />

Herr DI Rettenbacher ist „Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger“<br />

(= Gerichtssachverständiger) und für das Fachgebiet „Verkehrsplanung“ beim Landesgericht Salzburg<br />

eingetragen. Das heißt, seine Eignung für die Sachverständigentätigkeit in der Verkehrsplanung ist<br />

vom Gericht geprüft und für geeignet beurteilt worden.<br />

Die Bestellung ist somit rechtskonform.<br />

Der Bescheid vom 19.9.2007 ist nicht beeinsprucht worden und daher in Rechtskraft erwachsen.<br />

Mit Bescheid vom 5.<strong>10</strong>.2007 ist die Sachverständigengebühr gem. § 53a Abs. 2 AVG des DI Peter Rettenbacher<br />

im Feststellungsverfahren § 40 LStrG. 1972 idgF. Mustafa Ustaoglu, Passauer Straße 2a,<br />

5163 <strong>Mattsee</strong>, Fußgängerpassage auf GP. 532, EZ 812 KG <strong>Mattsee</strong> in Höhe <strong>von</strong> Euro 523,50 bestimmt<br />

worden.<br />

Die Leistung dieser Sachverständigengebühr bezieht sich auf die vom Berufungswerber in der Stellungnahme<br />

vom 27.6.2006 geforderte „Erstellung einer verkehrstechnischen Stellungnahme<br />

(VUS 092/06) vom 22. 11. 2006 inklusive Lokalaugenschein vom 19.7.2006, betreffend die Prüfung<br />

eines Verkehrsbedürfnisses bei der Fußgängerpassage „Passauerstraße 2a“<br />

Der Bescheid vom 5.<strong>10</strong>.2007 ist nicht beeinsprucht worden und daher in


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Rechtskraft erwachsen.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Die Berufung wird als unbegründet abgewiesen.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

unbegründet abgewiesen<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

14 dafür Tscherteu, Kuel, Mack, Költringer, Kogler, Söllner, Brandhuber, Oberwalder,<br />

Moser, Schwarzmayr, Adelsberger, Bacher, Plank, Steiner<br />

0 dagegen<br />

Die Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Bescheiderlassung<br />

Herr AL Johann Hofbauer, 20.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Amtsleitung<br />

8. Mustafa Ustaoglu, Passauerstr. 2a, 5163 <strong>Mattsee</strong> - Berufung gegen Bescheid der MG-<br />

<strong>Mattsee</strong>. Feststellungsverfahren § 40 Abs. 1 u. Abs. 1b - Fußgängerpassage<br />

Sachverhalt:<br />

BGM Maislinger ist zu diesem Tagesordnungspunkt als Zeuge im gegenständlichen Verfahren befangen.<br />

VBGM Handlechner als Vertretung des Bürgermeisters und bescheidunterzeichnendes Organ für<br />

die Gdevertretung ebenfalls befangen und befinden sich nicht im Sitzungssaal. GR Tscherteu hat für<br />

diesen TOP den Vorsitz.<br />

Herr Mustafa USTAOGLU, 5163 <strong>Mattsee</strong>, Passauer Straße 37, ist grundbücherlicher Eigentümer der<br />

Liegenschaft „Passauer Straße 2 a“, GP 532, EZ 812, KG <strong>Mattsee</strong>.<br />

Am 14.12.2005 hat der jetzige Besitzer Mustafa Ustaoglu vor dem Eingang seines Kebab in der Passauer<br />

Straße 2, 5163 <strong>Mattsee</strong>, einen glasartigen Vorbau (Windfang) errichtet.<br />

Bei einer Besprechung/Bauberatung am <strong>10</strong>.<strong>10</strong>.2005 mit Arch. Fölsche, BAL Maislinger, Fa. Jochen<br />

Grabner und Hr. Ustaoglu Mustafa ist festgelegt worden, dass, für den Fall der Errichtung und Bewilligung<br />

eines Vorbaues, der Abstand <strong>von</strong> der Kante des Windfanges bis zum straßenseitigen Pfeiler<br />

mindestens 1 m betragen muss (muss auch mit Kinderwagen befahrbar sein).<br />

Bei einer Überprüfung an Ort und Stelle durch Amtsleiter Hofbauer am 14.12.2005 ist festgestellt<br />

worden, dass<br />

a) ein Vorbau in der Passage ohne Baubewilligung errichtet worden ist und<br />

b) der Abstand nur 0,75 m und nicht wie besprochen 1 m beträgt.<br />

Damit ist ein problemloses Durchfahren mit einem Kinderwagen und Begehen der Passage nicht<br />

mehr möglich.<br />

Mit Bescheid des Bürgermeisters der Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong> Baubehörde I. Instanz vom 16.12.2005<br />

Zl. 131/9-Ma ist Hr. Ustaoglu Mustafa aufgetragen worden, den vor dem Kebab-Eingang errichteten<br />

glasartigen Vorbau zur Gänze zu beseitigen und bis 23.12.2005 den ursprünglichen Zustand wieder<br />

herzustellen.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Mit Ansuchen vom 24.2.2006 hat Hr. Ustaoglu um nachträgliche Erteilung der Baubewilligung für<br />

einen demontierbaren Wintervorbau angesucht.<br />

Gemäß § 12 Abs. 1 Bebauungsgrundlagengesetz dürfen Baubewilligungen für Bauführungen nur erteilt<br />

werden, wenn dieses Grundstück vorher zum Bauplatz erklärt worden ist.<br />

Beim gegenständlichen Objekt „Passauer Straße 2a“ handelt es sich um einen Altbestand, für den es<br />

zum Bewilligungszeitpunkt 1959 noch keine Bauplatzerklärung gegeben hat. Es ist daher vor der Behandlung<br />

des Baubewilligungsansuchens das Bauplatzerklärungsverfahren durchzuführen.<br />

Weiters ist durch den Bürgermeister (ca. Anfang April 2006) festgestellt worden, dass Herr Ustaoglu<br />

beidseitig bei den Zugängen zur Fußgänger-Passage jeweils ein Schild mit der Aufschrift:<br />

„Privatgrund – Durchgang bis auf Widerruf gestattet“ angebracht hat.<br />

Herr Ustaoglu ist am <strong>10</strong>.4.2006 darüber schriftlich und nachweislich aufgefordert worden, diese<br />

Schilder unverzüglich zu entfernen.<br />

Dies ist bis heute nicht erfolgt.<br />

Am 28.6.2006 wurde im Rahmen eines Feststellungsverfahrens nach dem Landesstraßengesetz<br />

ein mündliche Verhandlung mit Zeugeneinvernahmen durchgeführt.<br />

Das Ergebnis ist dem ausgewiesenen Rechtsvertreter <strong>von</strong> Hr. Ustaoglu, Hr. Dr. Rudolf Höpflinger<br />

zur Kenntnis gebracht worden.<br />

Dem folgte eine Stellungnahme des Rechtsvertreters mit diversen Einwendungen, welche <strong>von</strong> der<br />

Gemeinde aus ihrer Sicht beantwortet wurden .<br />

Bescheiderlassung am 28.3.2007 u. 29.3.2007<br />

Einspruch durch Rechtsvertreter Dr. Höpflinger zum Bescheid 29.3.2007<br />

Berufungsentscheidung durch GV am 1.<strong>10</strong>.2007<br />

Vorstellung durch Rechtsvertreter Dr. Höpflinger bei der Landesregierung 21.<strong>10</strong>.2007<br />

Aufhebung des Bescheides der Gemeinde vom 29.3.2007 durch Vorstellungsbehörde wegen Formalfehlers<br />

Bescheid vom 28.3.2007 nachwievor in Rechtskraft<br />

Durchführung eines ergänzenden Ermittlungsverfahrens am 29.9.2009 im Hinblick auf die Beurteilung<br />

des dringenden Verkehrsbedürfnisses Fußgängerverkehr in der Passage (in Entsprechung eines<br />

Begehrens in der Berufung des Rechtsvertreters).<br />

Zusammenfassendes Ergebnis dieses Ermittlungsverfahrens:<br />

„Nach durchgeführtem Lokalaugenschein und anschließender Verfassung einer Niederschrift wurde<br />

die Verhandlung zur Erarbeitung allfälliger Kompromissvorschläge <strong>von</strong> Seiten der Partei Ustaoglu<br />

innerhalb <strong>von</strong> vier Wochen unterbrochen.<br />

Das Ergebnis wird in ca. 4 Wochen im Rahmen einer Besprechung in der Gemeinde erörtert.“<br />

Kompromissvorschläge:<br />

Bezüglich der Erarbeitung <strong>von</strong> Kompromissvorschlägen ist zu sagen, dass innerhalb dieser vier Wochen<br />

kein schriftlicher Vorschlag des ausgewiesenen Rechtsvertreters Dr. Höpflinger eingelangt ist.<br />

Auf Grund dieses Umstandes hat die Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong> zugewartet und <strong>von</strong> sich aus am 24.<br />

11. 2009 an den ausgewiesenen Rechtsvertreter Dr. Höpflinger per Email folgenden Kompromissvorschlag<br />

weitergeleitet:<br />

„Wenn der verglaste Vorbau bzw. Windfang bis an die bestehende Stufe zurückversetzt wird, gibt es<br />

seitens der Gemeinde <strong>Mattsee</strong> keinen Einwand und könnte damit das Verfahren zu einem Ende gebracht<br />

werden.“<br />

Bedauerlicherweise ist auf diesen Vorschlag wiederum keine Reaktion bei der Gemeinde eingelangt.<br />

Im Zuge einer anderweitigen Dienstverrichtung des Rechtsvertreters Dr. Höpflinger wurde im Gemeindeamt<br />

diesbezüglich nochmals ein Gespräch geführt. Es war jedoch keine Annäherung<br />

der Standpunkte möglich.<br />

In einem mündlichen Gespräch am 13.9.<strong>20<strong>10</strong></strong> zwischen AL Hofbauer und Hr. Ustaoglu zum gegenständlichen<br />

Verfahren hat dieser entschieden erklärt, dass er seinen Windfang keineswegs. verklei-


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

nern wird, weil der Ausgang sonst nicht mehr den gewerbebehördlichen Auflagen entsprechen würde<br />

(zB. zu geringe Breite für die seitlichen Ausgangstüren) und er nachwievor auf einer Ausschließung<br />

des öffentlichen Fußgängerverkehrs durch die Passage beharrt.<br />

Diese Passage ist sein Privateigentum und er wird sein Recht bis zum Höchstgericht verteidigen.<br />

Nachstehend eine Kurzzusammenfassung der Berufungsgründe:<br />

1) Gutachten des verkehrstechnischen Sachverständigen ist unzureichend; Verkehrsdatenerfassung<br />

2005 als Grundlage für Ermittlung Verkehrsbedürfnis nicht ausreichend; Fußgängerverkehr<br />

darin nicht erfasst; Ermittlungszeitraum zu kurz;<br />

Gutachtenergänzung beantragt;<br />

2) fehlende Rechtsgrundlage für die auf dem Grundstück des Einschreiters angebrachten Bodenmarkierungen<br />

(zwischen GH Post und Kebab sowie zwischen Kebab und Elektro Lögl)<br />

3) hinsichtlich der Passage fehlende Widmungserklärungen, auf die eine Öffentlichkeitserklärung<br />

begründet werden könnte;<br />

weiters die Feststellung, dass auf der gegenüberliegenden Seite vom Kebab ein Gehsteig besteht<br />

und somit kein dringendes Verkehrsbedürfnis für die Nutzung der Passage vorliegt;<br />

die im verkehrstechn. Gutachten als Ziel- und Quellpunkte herangezogenen Bodenmarkierungen<br />

sind rechtswidrig;<br />

4) Die Äußerung des Amtssachverständigen in der Verhandlungsschrift vom6.<strong>10</strong>.1959 (Baubewilligungverhandlung)<br />

bildet keine Begründung eines öffentlichen Verkehrsbedürfnisses an<br />

der Passage.<br />

5) Die ungehinderte Nutzung der Passage ist nicht ausreichend, ein Öffentlichkeitsrecht an der<br />

gegenständlichen Passage zu begründen. Die im § 40 Abs. 1 lit b.) Landesstraßengesetz genannten<br />

Bedingungen (Privatstraße, 20-jährige Übung, dringendes Verkehrsbedürfnis, allgemeine<br />

und ungehinderte Nutzung müssen kumulativ (= anhäufend) vorliegen.<br />

6) Es wird darauf hingewiesen, dass selbst bei einem dringenden Verkehrsbedürfnis eine Abwägung<br />

der Interessen des Einschreiters u. der Öffentlichkeit vorzunehmen ist.<br />

Bei einer Widmung der Fußgängerpassage als öffentlicher Weg wäre der Einschreiter in seiner<br />

Eigentumsfreiheit und der Ausübung seiner gewerblichen Tätigkeit massiv beschränkt.<br />

Zusammenfassend wird nochmals festgestellt:<br />

Wie im § 40 Abs. 1 lit b) Salzburger Landesstraßengesetz 1972 idgF festgelegt, handelt es sich bei<br />

der Fußgängerpassage auf der Liegenschaft GP 532, EZ 812 KG <strong>Mattsee</strong> / Objekt „Passauer Straße<br />

2a“ in der gesamten ursprünglichen Breite um eine dem öffentlichen (Fußgänger) Verkehr dienende<br />

Passage. Diese konnte in über zwanzigjähriger Übung auf Grund des dringenden Verkehrsbedürfnisses,<br />

eindeutiger Übung allgemein und ungehindert frei genutzt werden (§ 40 Abs 1 lit. b).<br />

Dies wird durch die im gegenständlichen Bescheid angeführten Zeugenaussagen in der Verhandlung<br />

vom 28.6.2006 sowie das Gutachten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit vom 22. 11. 2006,<br />

eindeutig bestätigt.<br />

Insbesondere wird nochmals darauf hingewiesen, dass das dringende Verkehrsbedürfnis nicht an<br />

der Fußgängerfrequenz zu messen ist, sondern an der maximalen Sicherheit jedes einzelnen Fußgängers,<br />

jedes einzelnen Menschenlebens.<br />

Somit ist eine Ausschließung des öffentlichen Verkehrs in jeglicher Form unzulässig.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Die Berufung wird als unbegründet abgewiesen.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

unbegründet abgewiesen


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Abstimmungsergebnis:<br />

14 dafür Tscherteu, Kuel, Mack, Költringer, Kogler, Söllner, Brandhuber, Oberwalder,<br />

Moser, Schwarzmayr, Adelsberger, Bacher, Plank, Steiner<br />

0 dagegen<br />

Die Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

Erledigungsvermerk:<br />

WAS WER BIS WANN<br />

Bescheiderlassung<br />

Herr AL Johann Hofbauer, 20.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Amtsleitung<br />

Es erfolgt nach dem TOP 8 eine <strong>von</strong> der Vorsitzenden nicht angeordnete Sitzungsunterbrechung. Der<br />

Bürgermeister verteilt an die Fraktionen ein kurz vor der Sitzung eingegangenes Schreiben <strong>von</strong> Herrn<br />

Christoph Plaichinger zum TOP 2 der nicht öffentlichen Sitzung.<br />

Auf Grund der Unterbrechung der Sitzung verlässt GV Steiner die Sitzung.<br />

BGM Maislinger übernimmt wieder den Vorsitz und stellt fest, dass ihm nicht bekannt war, dass diese<br />

Sitzung nicht angeordnet war und ersucht um Verständnis für diesen Irrtum. Ebenso nimmt VBGM<br />

Handlechner wieder an der Sitzung teil.<br />

9. "Winterlinde und Stieleiche" am Schlossberg: Erklärung zu "Geschützten Naturgebilden<br />

<strong>von</strong> örtlicher Bedeutung" - Beschlussfassung<br />

Sachverhalt:<br />

„Winterlinde und Stieleiche“ am Schlossberg: Erklärung zu „Geschützten Naturgebilden <strong>von</strong> örtlicher<br />

Bedeutung“ - Beschlussfassung<br />

Im Zuge der Errichtung des Kaiserdenkmales am Schlossberg durch die Prangerschützen im Sommer<br />

<strong>20<strong>10</strong></strong> anlässlich 75 Jahre Marktgemeinde ist gleichzeitig der Vorschlag bei der Gemeinde eingebracht<br />

worden, die beidseitig des Denkmals angrenzenden Bäume „Winterlinde und Stieleiche“ zu „Geschützten<br />

Naturgebilden <strong>von</strong> örtlicher Bedeutung“ zu erklären.<br />

Geschichtlicher Hintergrund:<br />

Der <strong>Mattsee</strong>r Poet August Radnitzky schrieb dazu: „Auf der höchsten Spitze dieses Felsens wurde am<br />

24. April 1854 zur Erinnerung Seiner k.k. apostolischen Majestät, unseres Allergnädigsten Kaisers<br />

Franz Joseph, mit der durchlauchtigsten Prinzessin Elisabeth, Herzogin in Bayern, in festlicher Weise<br />

eine Eiche und eine Linde gepflanzt und mit einem hübschen Geländert und einer Gedenksäule geziert<br />

wurde“.<br />

Zum Verfahrensablauf:<br />

Auf Antrag der Gemeinde bei der Naturschutzbehörde wurde eine gutachtliche Stellungnahme dazu<br />

aus naturschutzfachlicher Sicht verfasst.<br />

Auszug aus dem Gutachten:<br />

Nach den Bestimmungen des Salzburger Naturschutzgesetzes können einzelne oder kleinflächige<br />

Naturgebilde <strong>von</strong> örtlicher Bedeutung, die das Ortsbild besonders prägen bzw. nachweislich eine<br />

besondere lokale historische kulturelle Bedeutung besitzen, durch Bescheid der Gemeindevertretung<br />

zu „Geschützten Naturgebilden“ erklärt werden.


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Im gegenständlichen Fall erfüllt die felsdurchsetzte Gipfelregion des Schlossberges mit den beiden<br />

Bäumen, einer Winterlinde und einer Stieleiche, die Kriterien eines „Geschützten Naturgebildes“<br />

örtlicher Bedeutung.<br />

Im Hinblick auf die gegenständliche Situation wird der Marktgemeinde <strong>Mattsee</strong> empfohlen, die Gipfelregion<br />

des Schlossberges einschließlich der dort stockenden beiden Bäume zu einem „Geschützten<br />

Naturgebilde <strong>von</strong> örtlicher Bedeutung“ nach den Bestimmungen des Salzburger Naturschutzgesetzes<br />

zu erklären.<br />

Auf Grundlage des Naturschutzgesetzes wurde die beabsichtigte Erklärung vom 6.8.<strong>20<strong>10</strong></strong> bis<br />

20.9.<strong>20<strong>10</strong></strong> zur allgemeinen Einsicht im Gemeindeamt öffentlich kundgemacht.<br />

Innerhalb der Kundmachungsfrist sind dazu keine Einwendungen eingelangt.<br />

Ebenso ist die Kundmachung an die Landesumweltanwaltschaft zur Wahrung ihrer Parteienrechte am<br />

6.8.<strong>10</strong> ergangen – keine Einwendung dazu.<br />

Die Erklärung zum Naturdenkmal <strong>von</strong> örtlicher Bedeutung erfolgt mittels Bescheid der Gemeindevertretung.<br />

Die Bestandssicherung obliegt der Gemeinde. Vonseiten der naturschutzfachlichen Amtssachverständigen<br />

wird empfohlen, zur Sicherung des Bestandes eine <strong>von</strong> sachkundiger Hand ausgeführte<br />

Sanierung vorzunehmen.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Die Winterlinde und Stieleiche auf dem Schloßberggipfel werden entsprechend der Empfehlung der<br />

Naturschutzbehörde zu einem „Geschützten Naturgebilde <strong>von</strong> örtlicher Bedeutung“ erklärt.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Erklärung zu einem „Geschützten Naturgebilde“<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

15 dafür BGM Maislinger, Tscherteu, Kuel, Mack, Költringer, Kogler, Söllner, Brandhuber,<br />

Handlechner, Oberwalder, Moser, Schwarzmayr, Adelsberger, Bacher,<br />

Plank<br />

0 dagegen<br />

Der Vorsitzende stellt die einheitliche Annahme fest.<br />

GV befasst sich mit diesem TOP in neuerlich ausgeschriebener Sitzung am 18.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong>.<br />

Begründung: Lt. Mail <strong>von</strong> 5.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong> an die Fraktionsvorsitzenden, deren Zustimmung gegeben ist.<br />

<strong>10</strong>. Neuorganisation der Schulkindbetreuung<br />

Sachverhalt:<br />

Übergabe der Organisation der Schulkindgruppe an einen externen Rechtsträger. Bisher wurde die<br />

Organisation <strong>von</strong> der Gemeinde geleitet. Nun wurden Angebote vom Neumarkter BürgerInnen Service<br />

und vom Salzburger Hilfswerk eingeholt. Dabei wird die Übernahme der Schulkindgruppe und<br />

alternativ die Organisation einer zusätzlichen alterserweiterten Gruppe angeboten.<br />

Kosten Schulkindgruppe für Gemeinde im Vergleich


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Rechtsträger Gemeinde<br />

Soll 2009 VA <strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Ausgaben Lohnkosten 31.970 € 38.200 €<br />

Lohnnebenkosten 8.407 € <strong>10</strong>.353 €<br />

Sonstiges 1.715 € 1.600 €<br />

Summe 42.092 € 50.153 €<br />

Einnahmen Elternbeiträge 14.935 € 13.800 €<br />

Landes FÖ 16.647 € 23.200 €<br />

Summe 31.582 € 37.000 €<br />

Differenz -<strong>10</strong>.5<strong>10</strong> € -13.153 €<br />

anderer Rechträger<br />

Ausgaben Gemeinde FÖ-Anteil -12.668 €<br />

bei 850 % Betreuung 12 Monate<br />

bei 750 % Betreuung 12 Monate 11.178 €<br />

GR Mack befangen, da Gattin Leiterin Sbg. Hilfswerk in Henndorf ist.<br />

Bericht Tscherteu:<br />

Verwaltungsaufwand entfällt, wegen diese Kinderbetreuung ausgelagert wird.<br />

Gebäudeinstandhaltung bleibt bei Gemeinde.<br />

SPÖ-Vorschlag: für Auslagerung aus wirtschaftlichen Gründen und für alterserweiterte Gruppe;<br />

alterserweiterte Gruppe könnte auch Kindergartenkinder nach 15 Uhr betreuen; Kinder <strong>von</strong> 1 – <strong>10</strong><br />

Jahren Betreuung in alterserweiterter Gruppe; bei Auslagerung müsste Gemeinde Bedarfsbescheid<br />

für Schulkind- und alterserweiterte Gruppe ausstellen; größere Personalressourcen bei Auslagerung<br />

gegeben; Ausbau der Öffnungszeiten <strong>von</strong> 7 bis 18 Uhr; Freitag bis 16 Uhr (ausgenommen Weihnachten<br />

u. Ostern); Gemeinde trifft nur Förderungsanteil; Neumarkter übernehmen unser Tarifmodell<br />

zzgl. 5 % Steigerung; Gemeinde hat Elternbeitrag seit 2007 nicht mehr angehoben, daher Erhöhung<br />

Elternbeitrag gerechtfertigt;<br />

Hilfswerk hat kurzfristig ebenfalls ein Angebot für den Betrieb der Schulkindgruppe an Gemeinde<br />

übermittelt. Hilfswerk ist in neuem Angebot für neu geschaffene Kinderbetreuungsmodelle billiger<br />

als Gemeinde und auch billiger als Neumarkter BürgerInnen Service<br />

Start mit alterserweiterter Gruppe erst ab Herbst 2011 bzw. nach Bedarf<br />

BGM: vorerst nur Nachmittagsbetreuung vergeben;<br />

im kommenden Frühjahr Bedarfserhebung für Kinder <strong>von</strong> 1 bis <strong>10</strong> Jahren vornehmen; weiters mit<br />

bestehenden Betreuungseinrichtungen (Tagesmütter u. VLIP) besprechen, wie Gemeindebedarf der


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Kinder 1 – 6 Jahre gedeckt werden kann – dies ist Grundlage für Entscheidung, ob 2011 mit Beginn<br />

der Ferien alterserweiterte Gruppe erforderlich wird; eventuell Erhebung mit KiGa-Einschreibung<br />

verbinden.<br />

Beschlussempfehlung:<br />

Organisation der Schulkindgruppe an das Neumarkter BürgerinnenService zu übertragen in Verbindung<br />

mit einer alterserweiterten Gruppe.<br />

Vorschläge zur Berücksichtigung bei der Abstimmung:<br />

Nachdem gegenüber der Ausschusssitzung nun vergleichbare Angebote vorliegen, sind diese auch<br />

neu zu bewerten.<br />

Als Entscheidungshilfe eine versuchte Gegenüberstellung:<br />

Hilfswerk hat im Vergleich niedrigere Elternbeiträge und eine stärkere soziale Staffelung; weiters<br />

besteht durch die pädagogische Leitung des Hilfswerkes durch Frau Mack ein stärkerer <strong>Mattsee</strong> Bezug.<br />

Neumarkter BürgerInnen-Service: es gibt positive Erfahrungen der Zusammenarbeit in anderen Gemeinden<br />

unserer Region, das NBS kann eine regionale Vernetzung und gutes Angebot nachweisen.<br />

Antrag auf Beschlussfassung:<br />

Tscherteu: Vergabe Schulkindbetreuung an Neumarkter BürgerInnen Service mit Wirkung 1.1.2011<br />

Abstimmungsergebnis:<br />

8 dafür Tscherteu, Költringer, Oberwalder, Moser, Schwarzmayr, Adelsberger, Bacher,<br />

Sturm<br />

7 dagegen BGM Maislinger, Handlechner, Kuel, Söllner, Brandhuber, Kogler, Plank<br />

(-> sind für Hilfswerk)<br />

Der Vorsitzende stellt die mehrheitliche Annahme fest.<br />

GV befasst sich mit diesem TOP in neuerlich ausgeschriebener Sitzung am 18.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong>.<br />

Begründung: Lt. Mail <strong>von</strong> 5.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong> an die Fraktionsvorsitzenden, deren Zustimmung gegeben ist.<br />

11. Berichte des Bürgermeisters<br />

Gemeindehaushaltsentwicklung bei Ertragsanteilen ganz gut; zu viel überwiesene Ertragsanteil-<br />

Vorschüsse des Bundes werden einbehalten; laut Haushaltsüberwachung ist trotz div. Mehrausgaben<br />

und Wenigereinnahmen mit einem ausgeglichener Haushalt <strong>20<strong>10</strong></strong> zu rechnen.<br />

Ein Termin für eine Überprüfungsausschuss ist mittlerweile fixiert.<br />

Cross Currency: Der Euro erholt sich gegenüber Schweizer Franken zwar; befindet sich aber derzeit<br />

auf einem Stand, der eine Kreditrückführung nicht ratsam erscheinen lässt.<br />

Zukunftsprojekte der Gemeinde:<br />

• Johannesbrücke- Überfuhr, diesbezügliche Überlegungen gibt es bereits auf Papier, nach ein<br />

Konretisierung wird die GV informiert<br />

• Alte Schuhfabrik, darüber wurde bereits kurz berichtet<br />

• Hotelansiedlung


Niederschrift über die 5. öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am <strong>04</strong>.<strong>10</strong>.<strong>20<strong>10</strong></strong><br />

Im Bereich Obernberg (oberhalb der Straße nach Saulach) wie auch bereits <strong>von</strong> unserer Landeshauptfrau<br />

vage anlässlich der festveranstaltung 75 Jahre MGM angekündigt, plant eine<br />

attraktive und ernst zu nehmende Investoren- und Betreibergruppe die Errichtung eines Gesundheitshotels<br />

(5 Stern), der Standort wurde als bester <strong>von</strong> 30 ausgesuchten Standorten in<br />

Österreich ausgewählt;<br />

Stand der Verhandlungen: derzeit Gespräche mit Grundeigentümern;<br />

Unternberg: Standort wird weiterbetrieben; allerdings soll Betrieb auf diesem Standort den<br />

Betrieb in Obernberg nicht konkurrenzieren.<br />

Zusammenfassend: Hotelentwicklung für weitere Gemeindeentwicklung besonders wichtig!<br />

12. Berichte aus den Ausschüssen<br />

Iglhauser / Baulandsausweisung easy-living <strong>Mattsee</strong> -> siehe RO-Sitzungs-<strong>Protokoll</strong>!<br />

Bericht <strong>von</strong> DI Hitsch.<br />

Arch. Lechner, Gestaltungsbeirat, zu einer gemeinsamen Besichtigung des „easy-living <strong>Mattsee</strong>“-<br />

Projektes mit erweitertem RO-Ausschuss einladen.<br />

Wasserrechtliches Bewilligungsverfahren Abwasserkanal Buchberg am 21.9.<strong>10</strong> ohne Einwendungen<br />

abgewickelt; Ausschreibungsunterlagen für Vergabe der Bauarbeiten werden erstellt.<br />

Tscherteu: allgemeine Kinderbetreuung in der Gemeinde für Kinder <strong>von</strong> 1 Jahr – 14 Jahre Bedarfserhebung<br />

wird durchgeführt<br />

Herbstferien: Schulkindgruppe geöffnet;<br />

Audit Familie: Költringer Margret Projektleiterin<br />

bei nächster Sitzung weitere Infos; 6 Maßnahmenpakete verteilt an 6 Paten<br />

13. Sonstiges öffentlicher Teil<br />

Keine Wortmeldungen<br />

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, schließt der Vorsitzende die Sitzung um 00:30<br />

Uhr.<br />

Unterschriften gem. § 31 Abs. 3 Salzburger GdO 1994 idgF.<br />

BGM Matthäus Maislinger<br />

Vorsitzende(r)<br />

AL Johann Hofbauer<br />

Schriftführer(in)

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