Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

Vorwort.

V

nur im ganzen übrigen Deutschland längst empfunden wird

und schon zu sehr vielen Anfragen Veranlassung gab ,

sondern

auch ganz besonders den vielen Beamten und Neuansiedlern

im Lande sehr unangenehm ist, dürfte das Erscheinen dieses

Buchs schon von selbst gerechtfertigt erscheinen und von

allen Seiten willkommen geheissen werden, denn selbst die

schon seit zehn Jahren gehegte Hoffnung, der fleissige Forscher

in der Metzer Geschichte, der frühere Artilleriehauptmann

E. de Bouteiller, einst in Metz und nun in Paris, werde sein

längst vollendetes Dixionnaire über das Moseldepartement

veröffentlichen, scheint jetzt zu nichte geworden zu sein, da

das Moseldepartement, ohnehin eine nur künstliche ZusammeuT

Setzung, in der Neubildung des Bezirks ganz aufgegangen ist

und die alte Umgränzung des Buches den Bedürfnissen des

heutigen Tags durchaus nicht mehr entsprechen würde. Eine

Rückkehr zu dieser alten Gestaltung dürfte aber doch nachgerade

selbst Herrn Bouteiller , wenn auch noch nicht als unmöglich,

so doch wohl als durchaus unwahrscheinlich erschienen

sein.

So nothwendig diese Arbeit auch erschien, so gi'oss

waren die Schwierigkeiten, welche sich ihr entgegenstellten.

Schon die Zusammensetzung des Bezirks aus zwei Departements

bot solche dar, weil es in Frankreich zur bleibenden

Gewohnheit geworden war, die historischen, topogiaphischen

und statistischen Detailforschungen niemals über die Gränzen

des Departements hinaus zu erstrecken und somit auch die

gesammte Literatur von zwei Departements durchforscht werden

musste. Diese ist aber sehr verschieden an Gehalt und Umfang,

denn während z. B. für das Meurthedepartement eine

sehr reichliche und gediegene historische Forschung aus den

Archiven vorliegt, fehlt solche für das Moseldepartement fast

gänzlich oder beschränkt sich fast nur auf die Chroniken der

Stadt Metz, und die Geschichtsfreuude dieses Bezirks haben

sich überhaupt mehr mit Erforschung und Beschreibung der

Alterthümer abgegeben, als mit Herausgabe des eigentlichen

Geschichtsmaterials. Der Mangel an Städten hatte auch den

Mangel an Lokalforschuug zur Folge , und nur für zwei Kan-

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