Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

17. Bergbau, Salzwerke, Steinbrüche. 127

berg 640 Hekt., Diedenhofen 492 Hekt., Gorze 443 Hekt., Pfalzburg

369 Hekt., Bolchen 233 Hekt., Chäteau-Salins 225 Hekt.,

Wolmünster 258 Hekt., Saargemünd 212, Rohrbach 210 Hekt. und

Grosstännehen 202 Hekt; die übrigen Kantone verwenden darauf

unter 200 Hekt., Bitsch gar nur 78 und Fontoy 21 Hekt. Man

verwendet das Obst vielfach zu Liqueuren und allerlei gebrannten

Wassern und jenes von Pfalzburg hat sogar eine gewisse Berühmtheit

erlangt. Das beste Obst wird in der Moselebene untei'-

halb Metz, namentlich am Fusse und Abhänge der Berge gezogen

und sind die dortigen Pflaumen, Mirabellen, Kirschen und Birnen

sehr gut. Namentlich aus Mirabellen werden grosse Quantitäten

Confituren bereitet und im Handel weithin versendet. Eine weithin

berühmt gewordene Obstbaumschule (von Simon) befindet sich

zu Plantieres vor dem deutschen Thore von Metz, welche bedeutend

exportirt und es auch in der Zucht von Topf- und Freiland-

Pflanzen so weit brachte, dass sie mit den besten deutschen Blumengärtnereien

wetteifert.

17. Bergbau, Salzwerke, Steinbrüche.

Die Hauptindustrie des Landes besteht in der Gewinnung und

Verarbeitung des Eisens, wovon es im westlichen Theile jenseits

der Mosel sehr viel gewinnt und seinen Hauptreichthum darin besitzt.

Grosse Erzlager erstrecken sich von der französischen Gränze

bei Noveant bis an die nördliche Gränze gegen Luxemburg und

nehmen in dieser Richtung an Mächtigkeit zu, so dass die Schichte

von IY2 Meter bis 30 Meter beträgt. Aber es wurde früher auch

und zwar in erster Reihe noch Bergbau auf andere Erze getrieben

und zwar schon seit dem eilfteu Jahrhundert, wie denn wahrscheinlich

die Kelten diesen Bergbau hier eingeführt haben.

Zum Betreiben desselben waren die Territorialherren sehr bemüht,

fremde Ansiedler und namentlich Bergleute zu gewinnen,

welche schon Erfahrungen besassen und die bisherigen Gruben

und Schächte in Ordnung bringen sollten. Ob die Römer und

Kelten hier schon Bergbau betrieben haben, lässt sich nicht mehr

ermitteln, jedoch ist es als wahrscheinlich anzunehmen, da sie sehr

eifrig daran waren. Eisen und Kupfer aufzusuchen. Die ältesten

Bergwerke liegen in den oberen Vogesen, aber schon ausserhalb

unseres Bezirks, und im Norden desselben und hier geht der Bergwerksbetrieb

schon in sehr frühe Zeiten zurück. Ebenso ist die

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