Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I- I-and. Volk und VeiMaltung-.

SalzgewinuuDg am Fusse des

Höheuzugö zwischen Saar und Seille

sehr alt. Die nachmaligen Laudesherren, denen an solchen Produetiouen

viel gelegen war, wandten sich nach dem Harze und

Tyrol, um Bergleute zu gewinnen, und diese brachten sodann die

Grundzüge des deutscheu Bergrechts, Bergmannstracht und Gewohnheiten

mit sich. Um sie festzuhalten, ordneten die Herzoge

ihnen genau die Lohn- und Dienstverhältnisse und richteten ihnen

sogar besondere Wochenmärkte zum Kaufe der Lebensmittel ein.

Einige Zeit lang war der Bergbau sehr stark betrieben und auch

sehr gewinnreich, aber er musste wieder zerfallen und die Bergleute

vertrieben werden, als die vielen Kriege über das Land hereinbrachen,

die Ortschaften verödeten und allgemeine Unsicherheit

herrschte. Ei"8t nach Beendigung des dreissigj ährigen Kriegs und

der französischen Raubkriege unter Ludwig XIV. konnte wieder an

die Aufnahme des Bergbaus gedacht werden und besonders Herzog

Leopold L von Lothringen war darauf bedacht. Aber da nun die

Arbeiter aus Franki-eich bezogen wurden und daher auch die Beamten

kamen, so brachten diese die Grundsätze des französischen

Bergrechts ins Land, und unter König Stanislaus Lesczinskv kamen

dieselben sogar zu ausschliesslicher Geltung, bis endlich die Revolutionszeit

auch mit den letzten Resten des deutschen Wesens

und selbst der Bergmannstracht ein Ende machte. Dazu kam noch

das Abnehmen des Erzgehalts in den Bergwerken, die steigenden

Schwierigkeiten in dem technischen Betriebe, und so wurde denn

nach und nach der Bergbau auf edle Metalle als nicht mehr lohnend

gänzlich eingestellt. Dagegen trat jetzt die Gewinnung des

Eisens mehr in den Vordergrund, zumal als durch Einführung der

Maschinen dasselbe eine steigende Wichtigkeit erhielt, und allniälich

hat sich der Bergbau in Lothringen nur noch auf die drei Producte:

Eisen, Kohlen und Sulz beschränkt.

Das Eisenerz kommt in unserem Bezirke in drei Hauptarten

vor, nämlich als alluviale Eisensteine, oolithische Brauneisensteine

(Mineltesj und die gangförmig im Vogesensandstein aufsetzenden

Eisensteine. Zu den ersteren gehören die sogenannten mincrals de

fer fort, die mincrais pisuUt/iiquis und die minerais in yraina oder

eigentlichen Bohnerze. Diese Alluvialerze sind roth- und brauneiseusteinartige

Kollsleine und Bohner/i' und linden sich in Iheilweise

recht erheblichen Anhäufungen des diluviiilen AllerM in zer-

Htreuteu und unregelmussigeu Spaltenräumen und Ihtliluiigcn des

unlercn OolilliH lungH der luxemburgischen Grän/.e; aueh konunen

Mie mit

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