Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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^' I-and, Volk und Verwaltung.

wie es z. B. bei den Universitäten und- anderen höheren Lehranstalten

der Fall ist. Doch wäre allerdings auch dafür eine bessere

Unterstützung durch Gemeinde- und Staatsbehörden nothwendig,

denn ohne solche rentirt sieh keine solche Thätigkeit und durch

freiwillige Beiträge und Absatz wissenschaftlicher Schriften lassen

sich nicht einmal die einfachsten Kosten bestreiten, geschweige

denn ein Lohn erreichen, zumal gerade das französische Publikum

wenige derartige

Bücher kauft.

Ueber die grossen Mängel der Metzer Bibliothek ist schon die

Rede gewesen und muss unbedingt das Gebrauchsstatut gänzlich

geändert und liberaler gei?iacht und für Anschaffungen die ganze

Verwaltung geändert w'erden, soll die Bibliothek der Wissenschaft

den erhoflten Nutzen bringen. Uebrigens dürfte die Regierung

auch die Frage in Erwägung zu ziehen haben, ob sie nicht die

Bibliothek überhaupt in

ihre Obhut nehmen wolle und müsse, denn

die französische constituirende Versammlung hatte die Bibliotheken

der Klöster und Behörden den Städten nicht geschenkt, sondern

blos zur Firrichtung von öffentlichen Bibliotheken überlassen und

das Eigenthumsrecht ist unstreitig dem Staate verblieben, so dass

er jedenfalls über die richtige Ausführung des Zwecks der Ueberlassung

der BUclier zu wachen das Recht hat. Soll dann aber

wirklich etwas Rechtes daraus werden und auch das Land Vortheile

davon haben, so muss die Regierung den Ix'iter der Bibliothek

ernennen, ihr eine anständige Dotation geben und sie zur

Landesbibliothek erheben, deren Gebrauch allen Landcstheilen zur

Verfügung steht.

Die Verfasser von Geschichten von Metz suchen den Ausspruch

Agrippu's damit zu entkräften, dass sie eine Anzahl Namen

nennen, deren Träger dies oder jenes geschrieben , theilweise sich

auch ausgezeichnet haben; wir wollen sie ebenfalls hersetzen, es

sind: Abraham Fabert, Vater des Marschalls, .1. J. Boissard de

Besanvon v IbCW, Pierre Joly, die Chronisten Samuel Duclos,

Michael Praillon und Dom Floret, Paul Ferry, der evangelische

Prediger und ForHcher in der Geschichte von Metz, Zeitgenosse

des katholischen Redners Bossuet, der Jurist Charles Hersent, der

Generalvikar Meurisse, Verfasser einer höchst einseitigen Kirchengehchiclite

von Metz und Verfolger der Protestanten, David und

Joseph Ancillon, welche nach Aulliebung des Edikts von Nantes

nnch Berlin zogen, der Philolog Duchat, der Mathematiker Philipp

Nuudet und der Künstler Sab. Ledere u. s. w. im 17. JahrhuiuliMt;

die Juristen Claude GHbriel, Üaltus und Emmerv, der ('hirurg

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