Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

2. Landkreis Metz. 267

seine Mönche gegeben wurde. Die 1713 zerstörte Kapelle diente als

Scheuei-, und deshalb suchten die Jesuiten in den Besitz zu kommen,

weil die Mönche die Kirche profanirt hätten, bekamen aber ihren Versuch

vereitelt, weil die Mönche die Kapelle rasch wieder herstellten.

Bronveaux, Dorf am Ostabhange des Bergs von Jaumont,

11 Kilom. nordwestlich von Metz, zwischen Wäldern, mit 38 Häusern,

128 Einw., Mühle, Getreide- und Weinbau, gehörte zu Bar.

Eine Privateisenbahn von den Steinbrüchen Jaumont zur Mosel

führt durch die Gemarkung.

Chieulles, Dorf, 6 Kilom. nordöstlich von 3Ietz am Bache von

Argancy, mit 28 Häusern, 98 Einw., wobei 6 Evangelische, Getreide-,

Obst- und Weinbau, gehörte zum Bisthume Metz.

Devant-les-Ponts, Dorf mit zerstreuten Häusern, 1 Kilom.

westlich von Metz, an der Eisenbahn, mit Station, 188 Häusern.

233 Familien, 889 Einw., wobei 23 Evangelische, Garten, Wein-.

Obst- und Gemüsebau, Poudrette- und Chemikalieiifabrik, gehörte

zum Bisthume Metz.

Zur Gemeinde gehören die einzelnen Höfe La Konde, Le S ansonnet,

La Maison de Planche, Le Coupillon. La belle fontaine,

mit eisenhaltiger Quelle.

Feves, Dorf am Fiisse des Horimont, 9 Kilom. nordwestlicli

von Metz, mit Kirche, 9() Fläusern, 277 Einw., Wein , Obst- und Gemüsebau

und Steinbrüchen, heisst auch F6bre und gehörte zu

Bar. Die Kirche hat ein schönes Portal und Glasmalereien aus

dem zwölften Jahrhunderte.

Hagondange (Hagendingen), Dorf an der Strasse und Eisenbahn

nach Diedenhofen, links von der Mosel, 15 Kilom. nördlich

von Metz, mit 83 Häusern, 319 Einw., wobei 7 Evangelische,

Postexpedition, Station, Getreidebau und Viehzucht, gehörte zum

Bisthume Metz. Luxemburg hatte Antheil an Hagondange, vertauschte

diesen aber 1410 an das Kapitel in Metz; 1517 brannte

das

Dorf ganz ab.

Haueoncourt, Dorf am linken Moselufer, 1 Kilom. nördlich

von iNIetz, mit 129 Häusern', 475 Einw., wobei 7 Evangelische und

3 Israeliten, Mühle, Getreidebau und Viehzucht, gehörte zum Bistiiume

Metz. Vom Schlosse sind nur noch wenige Reste übrig.

Haueoncourt wurde 1060 von Gobert der Priorei Notre Dame von

Apremont gegeben.

Zur Gemeinde gehört der Hof Amelange im Süden; er wurde aber

1161 von Erzbischof Hillin von Trier an die Abtei Justeraont gegeben.

1444 befestigt und widerstand 1486 den Soldaten Bassompieres.

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