Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

268 II- Topogi-aphie.

Longeville-les-Metz , Dorf am Fusse des St. (^)iientin, 3 Kiloni.

westlich von Metz, eine einzige Strasse bildend, mit 128 Häusern,

UM) Familien, 751 Einw., wobei 7 Evangelisehe und 12 Israeliten,

starkem Weinbau (jährlich 2320 Hektoliter), Obst- und Gemüsebau,

Seilerei, Fabrikation von Pfeifen und Heiligenbildern aus

Tenacotta, hat seinen Namen von seiner Länge und gehörte zum

Bisthume Metz. Hier übernachtete Kaiser Napoleon am 14. bis

lö. August 1870 vor seiner Abreise von Metz beim Obersten Hennaque.

Longeville-Ies Metz wird schon 7J5 erwähnt, wo Gorze

hier begütert war.

Lony-les-Metz , Dorf hoch gelegen, 5 Kilom. nordwestlich von

Metz, nördlich vom Fort Plappeville, mit Kirche, 161 Häusern,

21 Familien, 660 Einw., wobei 1 Evangelischer und 3 Israeliten,

3 Mühlen, Pappenfabrik, starkem Weinbau (2500 Hektoliter jährlieh)

und Obstbau, liefert besonders gute Kirschen und Mirabellen

und gehörte zum Bisthume Metz. Die Kirche aus dem vierzehnten

Jahrhunderte hat die Form eines griechischen Kreuzes und diente

einst den Protestanten zum Gottesdienst, während die Katholiken

nach Woippy gingen.

Zur Gemeinde gehören die einzelnen Häuser I.e Chene, Le Moiilincn-mie,

La Ca r tonn lere und der nördlich gelegene Weiler Vigneulles,

Geburtsort von Philippe de VigneuUes, Verfasser der Chroniken

von Frankreich, Lothringen und Metz, in vier Büchern, lus 15'25. ziemlich

genau und gerecht, sowie einer Sammlung von Erzählungen. Im

November 149G wurden der Maire Johann Gerard und sein Sohn durch

drei Bewaffnete aus ihrem Hause bis Chauvancy gebracht und dort

2 '/a

Monate in einem Thurme gefangen gehalten, bis sie 1000 rheinische

Gulden bezahlten.

Maizieres-les-Metz , Dorf an der Strasse und Eisenbahn nach

Diedenhofen, 10 Kilom. nördlich von Metz, mit Kirche, 200 Häusern,

213 Familien, 714 Einw., wobei 5 Evangelische, 2 Mühlen,

Branntweinbrennerei, Eisenwerk mit Hochofen und Walzwerk, Postexpedition

und i]ahnstation, gehörte zum Bisthume Metz. Im

.lahre 1516 brannte das Dorf bis auf 3 Häuser ab und auch der

benachbarte Wald bis gegen Lorry. Westlich davon zieht die

Uömerstrasse hin, wo mau noch alte Uebcrreste findet. Früher

nannte man Maizi^res-les-Metz oft auch Kleiu-Metz.

Zur Genu'inde gehören die Höfe Fercuu mit Mühle und IJrieu.x

mit Schlos».

Marange, Dorf auf einem Bergabhango, 11 Kilom. nordwestlich

von Metz, mit 203 Hüusern, 217 Familien, 7(J0 Einw., 4 Mühlen,

Branntweinbrennereien, Getreide-, Obst- und Weinbau, gehörte

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