Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

2. Landkreis Metz. 269

zum Histhume Metz. Südlich davon liegt der Horimont, 341 M.

über dem Meer. Im Jahre 1636 Hess der Commandant Rocquepine

Marange mit 4000 Mann und einer Kanone angreifen und anzünden,

nachdem sich die Bewohner in einem Hause und der Kirche befestigt

hatten.

Die Tempelherren sollen hier ein Haus gehabt haben.

Zur Gemeinde gehören der Weiler Silvange auf einem Hügel, unweit

der Römerstrasse, nördlich, bekannt durch die davon benannten

Birnen; der Hof Fremecourt im Süden und die Mühlen Ternel, de la

Croix und Jailly.

Maxe (LaJ^ Dorf in der Ebene, links von der 3Io8el, 5 Kilom.

nördlich von Metz, mit 76 Häusern und 321 Einw., gehörte zum

Bisthume Metz und wurde am 27. und 28. September 1870 verbrannt;

auch fanden am 8. October dahin heftige Ausfallgefechte

statt.

Zur Gemeinde gehören die Höfe St. Baudier mit Kirche, La

G ränge denvie, Franclonchamp, am 28. September 1870 niedergebrannt;

La Grange-aux -Dames. im zehnten Jahrhunderte den

Prämonstratenser Mönchen gehörend und dann an Nonnen überlassen,

und der Weiler Thury (Turie), in der Ebene gegen die Mosel, einst

ein Kloster. Schon im achten Jahrhunderte sollen Mönche des Ordens

St. Eloi hier gelebt haben , welche im zwölften Jahrhunderte die Regel

der Prämonstratenser angenommen haben, nachdem die

Metzer Frau Ida

ihnen den Hof geschenkt hatte, um aus La Grange-aux -Dames dahin

überzusiedeln. Wegen häufiger Ueberschwemmungen zogen die Mönche

nach Justemont, was die Metzer nicht

dulden wollten und worüber auch

ein Streit entstand ; denn ein Theil der Mönche (les Romans) wollte nach

Thury zurück, während die Deutschen in Justemont bleiben wollten.

11CA beendigte eine Theilung der Güter den Streit, doch sollen die

Mönche später nach Hameviller übergesiedelt sein. Von einem angeblichen

Stück des ächten Kreuzes nahm die Abtei den Namen Ste. Croix

.an. Im Jahre 1552 wurde auch das Kloster zerstört und in das Hospiz

St. Eloi, im Hofe d'Orme, bei der Rue Chevremont in Metz verlegt.

Wegen Zwists wurde der Abt zu lebenslänglicher Geiangnissstrafe verurtheilt

und das Kloster von König Heinrich IV. aufgehoben, der dessen

Einkünfte einem Collegium von Laien überwies. Nach sechzigjährigem

Kämpfen brachten es die Jesuiten endlich 1622 dazu, sich des Unterrichts

in der Stadt und auch der Einkünfte von Thury zu bemächtigen.

St. Baudier war einst Pfarrkirche für die umliegenden Gemeinden.

Mey, Dorf vor dem Fort St. Juhen, 5 Kilom. nordöstlich von

Metz, mit Kirche, 29 Häusern, 31 Familien, 118 Einw., Getreide-,

Obst- und Weinbau und Kalkbrennerei, gehörte zum Bisthume

Metz. Der Meister Frangois, Geistlicher von Mey, war um

das Jahr 1512 als Arzt, Landwirth und Mechaniker bekannt und

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