Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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I'- Topographie.

Aube, Dorf am Aubebache, 7 Kiloin. südlich von Fange mit

Kirche, 70 Häusern, 77 Familien, 258 Einw. , Mühle, Getreide,

Obst- und Gemüsebau und Geflügelzucht, gehörte zum Bisthume

Metz. Die Kirche ist im romanischen Style der üebergangszeit

des zwölften Jahrhunderts erbaut , meist gewölbt. Es bestand hier

einst ein Cisterzienserpriorat. Im Jahre 1681 gab Louise Marsal,

Wittwe von Guillerman, ihre Zustimmung zur Veräusserung der

halben Herrschaft, die 1757 dem Kapitel der Metzer Kathedrale

gehörte. Beim Orte erinnert ein Feldgewanu an die Tempelherren.

Auch die Minoriten besassen hier ein Gut. Das Klostergebäude

dient jetzt zu Bauernwohnungen.

Bazoncourt , Dorf, 5 Kilom. südöstlich von Fange, rechts von

der französischen Nied, mit Kirche, 127 Häusern, 469 Einw.,

Mühle, Getreide- und Obstbau und Viehzucht, gehörte zum Bisthume

Metz und hatte ein festes Schloss. Eine Römerstiasse führte

im Norden vorbei.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Berlize mit Weinbau und Spuren

eines festen Sclilosses, und Vaucremont mit Oelmühle, und die Höfe

Fourcheux. Fresnoy und Convaux.

Bechy, Dorf im Süden des Kantons, 12 Kilom. südwestlich

von Fange entfernt, mit Kirche, 149 Häusern, 167 Familien, 582

Einw., Oelmühle, Getreide-, Wein-, Tabak-, Obst- und Gemüsebau

und Gellügelzucht, gehörte zur Herrschaft Kaville und dann

zum Bisthume Metz. Bischof Adalbero von Metz gab den Besitz

von Bechj an Stephan, einen Diener der Abtei St. Arnould, mit

der Bedingung, dass alle seine Nachfolger nur Frauen aus dem

Herrenstande oder zu St Arnould dienstbar heirathen; auch gab

Abt Heinrich von Gorze 1055 Güter in Bechy an Martin von Tiehemont

unter der Bedingung, dass seine Nachkommen ihre Frauen

stets aus den l'öchtern der Abtei nehmen.

Beux /laule-j, Dorf an der Aube, 10 Kilom. südlich von

Fange, mit Kirche, 75 Häusern, 242 Einw., wobei 1 Evangelischer,

Getreide-, etwas Weinbau und Viehzucht, gehörte zum Bisthunu-

Metz. Das Dorf entstand erst nach 1400 aus zwei Höfen.

Zur («emeinde ^jehört der Weiler Unter-lU'Ux, wo die Kirclie stein.

sowie der Hof I.ii Cliarbonniere.

Chanvllle, Dorf im Osten des Kantons, ! Kilom. östlich von

Fange, mit Kirche, 70 Häusern, 5K) Familien, 259 Einw., Oelmühle,

(»ypsmühle, (Jetreide-, Weinhau, Viehzucht und Holzgewerbcn,

gehörte zum Bislhume Metz.

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