Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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Deutsch-Lothringen, Landes- Volks- und Ortskunde

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294 ^^- Topograpliir.

Endlich kam Remill}* lOlK) wirklich au St. Arnould und dieses

gründete, nachdem lange Zeit ein p]remit hier gewohnt, eine Henediktinerpriorei

FauLv en forct , wo noch eine Kapelle mit byzantinischem

Portal aus dem dreizehnten Jahrhundert erhalten ist. Remilly

litt ebenfalls viel durch die Kriege. Die alte Kirche verfiel

in Ruinen und desshalb wurde 1839 eine neue mit gothischem

Tliurm gebaut, die auf den Ueberresten eines römischen Tempels

stehen soll. In der Nähe zieht die alte Römerstrasse nach Osten

und Westen. Remilly gehörte zum Tlieil zur Herrschaft Raville.

Zur Gt-'meinde gehören die Mühlen Ricliary an der Nied und de

l'Etaiig am Weiher, der Weiler Aubecort im Südosten mit J\Iülile und

Chanip Oaillot.

Retoiifey, Dorf im Norden des Kantons, 7 Kilom, von Fange,

mit Kirche, 114 Häusern, 340 Einw. , wobei 3 Evangelische, Ziegelhütte.

Kalkofen, Getreide- und Gemüsebau und etwas Weinbau,

gehörte zum Bisthume Metz. Am Orte führte eine Römerstrasse

vorüber. Die Kirche enthält eine sehr alte Kapelle.

Zur (Jemeinde gehört der nördlich an der Strasse nach Saarlouis gelegene

Weiler Pet t-3Iarais und der Hof Vaudreville im Süden,

am Walde.

Rollingen (HavHle), Dorf am linken Ufer der deutschen Nied,

unweit der Strasse nach Saarburg, 10 Kilom. östlich von Fange,

mit Kirche, KK) Häusern, 330 Einw., Mühle, 2 Bierbrauereien,

Kalkofen, Getreide- und Karloflelbau, gehörte zum deutschen Reiche-

Rollingen war luxemburgisches Lehen und wurde 1164 von Bischof

Theodoric erworben, um die Strasse gegen Einfälle fremder

Schaaren zu decken. Aber schon 1271 kommt ein Robert von

Raviile vor, und zuletzt erscheint noch ein Peter P>nst, der 1623

starb. Die Herrschaft wurde 176{> von der Kaiserin Maria Theresia

im Tausch gegen andere Güter abgetreten. Vom Sehloss auf dem

rechten Niedufer stehen nur noch einige Mauern, indem man die

Steine zum Strassenbau verwandte. Die Herrschaft umfassle ausser

Raville noch Bannay, Vaudoncourt, Hesdorl',

Bambidersdorf, Brück,

Hallering, Servigny, i*lappecourt, Bionville, Vitrange, Courcelles-

Ghaussy, Hemilly, Viftoncourt, Bechy, Dui)i'()url und den Hof

Faux en

foröt.

Saniy, Dorf auf der rechten Seite der Nied, 4 Kilom. «üdlich

von Fange, mit Kirche, 103 Häusern, 32(> Einw., Mühle, Wein-,

Obst-, Gemüse- und Tabakbau, gehörte zum Bisthume Metz.

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Ni«««! und Mühlo von Sanry (auch Cr6py-le8-Sanry), au iler Nied.

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